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Hamburger Abendblatt
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Zinnbauer

193 markierte Artikel

Sonntag, 11.10.2015

Traumberuf HSV-Nachwuchstrainer

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Lars Pegelow

Liga-Pokalsieger HSV 2003 mit Schalenhalter Mahdavikia, Reinhardt über ihm, sowie Rahn als zweiten von rechts

Liga-Pokalsieger HSV 2003 mit Schalenhalter Mahdavikia, Reinhardt über ihm, sowie Rahn als zweiten von rechts

Ob man bereits von einer entsprechenden Philosophie im Nachwuchsbereich des HSV sprechen kann, sei einmal dahin gestellt. Dennoch ist es auffällig, dass Sportdirektor Bernhard Peters gerade in dieser Saison in seiner Jugend-Abteilung vermehrt auf ehemalige HSV-Profis setzt. Rodolfo Cardoso, gerade als U-16-Trainer beurlaubt, und Soner Uysal, nach dem Weggang von Joe Zinnbauer Richtung St. Gallen zum U-23-Cheftrainer befördert, waren oder sind schon lange beim HSV beschäftigt. Doch mit Christian Rahn, Mehdi Mahdavikia und Bastian Reinhardt tummeln sich drei weitere ehemalige Spieler in Peters’ Bereich. „Ich bin dem HSV sehr dankbar für diese Chance“, sagt Christian Rahn (36), fünffacher deutscher Nationalspieler. „Ich liebe diesen Verein, ich liebe diese Stadt“, setzt Mehdi Mahdavikia (38), WM-Teilnehmer 1998 und 2006, nach. Und Bastian Reinhardt (39), der beim HSV schon Profi, Sportchef und Nachwuchsleiter war, sagt zu seiner Rolle: „Vielleicht sieht es so aus, als hätte ich zwei Schritte zurück gemacht. Aber ich habe hier als Trainer ungeheuer viel Freude und Spaß.“ Auf diese drei trifft es offenbar zu: sie haben ihren Traumberuf im HSV-Nachwuchsbereich gefunden.

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Marcus Scholz

Aaron Hunt darf in Berlin wieder ins Mittelfeldzentrum zurück - und das ist auch gut so

Aaron Hunt darf in Berlin wieder ins Zentrum zurück – und das ist auch gut so

Irgendetwas fehlt immer. So hatte ich den gestrigen Blog begonnen. Und so kann man auch den heutigen beginnen. Eigentlich kann man diesen Eingangssatz immer nutzen, wenn man sich die Situation des HSV-Nachwuchses ansieht. Selbst in der vergangenen Saison, die man mit neun Siegen aus neun Spielen begann. Die Dritte Liga wurde als Ziel ausgerufen. Denn damals fehlte oben im Bundesligabereich etwas, was von unten nachgebessert werden musste. Logische Konsequenz: Plötzlich fehlte unten wieder Qualität. Aufstieg in die Dritte Liga? Mitnichten. Inzwischen ist man 17. der Regionalliga und der oberste Chef der Nachwuchsabteilung macht sich ernsthaft Sorgen. Wobei, das muss er auch. Denn obgleich ich mich mit meinen Niendorfern über den Bundesliganachwuchs des HSV als attraktiven Gegner in der Oberliga freuen würde – ein Abstieg wäre der GAU für den Nachwuchs des HSV.
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Marcus Scholz

Thomas Strunz, Berater von Matthias Ostrzolek

Thomas Strunz, Berater von Matthias Ostrzolek

Irgendetwas fehlt immer. Zumindest habe ich das Gefühl bei Matthias Ostrzolek. Der Linksverteidiger ist noch lange nicht in der Verfassung, wie sie ihn in Augsburg ausgezeichnet hatte. Dort schaffte er elf Torvorlagen in 74 Spielen. In Hamburg ist es genau eine in 34 Spielen. In dieser Saison ist der 25-Jährige noch gänzlich ohne Assist. „Aber er nähert sich und sein Spiel an“, hatte Bruno Labbadia zuletzt gehofft. Und Ostrzolek selbst sieht sich verbessert: „Mit der Sicherheit in unserem Spiel wachsen wir langsam. Auch ich.“ Die Frage ist nur, wie langsam er wächst. Denn nicht nur ich sehe den Linksverteidiger noch als Schwachstelle im System. Während Dennis Diekmeier es auf der rechten Seite mehr oder weniger erfolgreich zumindest immer wieder versucht, bleibt Ostrzoleks Offensivspiel über die linke Seite fast gänzlich in der Kabine. Querpässe und Ballverluste – mehr kommt selten dabei heraus. Wobei man bei aller Kritik auch ganz klar festhalten muss, dass sich zumindest sein Defensivverhalten stabilisiert hat. Und darauf kommt es zunächst einmal an, wie Labbadia vor einigen Wochen sagte: „Wir müssen erst Sicherheit gewinnen, um mutiger werden zu können. Und das dauert. Dafür brauchen wir Geduld.“
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Marcus Scholz

Soner Uysal (r.) übernimmt die U23 ab sofort als Cheftrainer

Soner Uysal (r.) übernimmt die U23 ab sofort als Cheftrainer

Eine Woche ist schnell rum. Vor allem, wenn man nahezu jeden Abend mit seinen Kumpels irgendwo sitzen und Fußball gucken kann – Mallorca und Sky machen es möglich. Abschalten von Fußball ist dort eher nicht drin – muss es aber auch nicht. Zumal es den positiven Nebeneffekt hat, dass man nahezu tagesaktuell informiert bleibt. Auch in Sachen Joe Zinnbauer, der heute bereits in St. Gallen als neuer Cheftrainer vorgestellt wurde. Vor zwei Tagen hörte ich von dem Gerücht – besser gesagt wurde ich von einem Kollegen aus der Schweiz im Urlaub angerufen und danach befragt. Jetzt ist es soweit: Viel Erfolg bei der neuen Aufgabe, Joe. Und im selben Moment heißt es natürlich auch: Alles Gute für die neue Aufgabe, Soner Uysal. Denn der ehemalige Stürmer des HSV übernimmt nach mehr als fünf Jahren als Assistenztrainer den Cheftrainerposten im Nachwuchsteam des HSV. Bis auf weiteres, wie ihm mitgeteilt wurde. „Ich spüre hierbei keinen Druck – ich spüre das Vertrauen. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass parallel nach einem anderen Cheftrainer gesucht wird“, so Uysal. …weiterlesen 

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Lars Pegelow

Freude: Bruno Labbadia mit Dennis Diekmeier in Mönchengladbach

Freude: Bruno Labbadia mit Dennis Diekmeier in Mönchengladbach

Bekanntlich gibt es kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung. Heute beim HSV half gegen das schlechte Wetter auch die schöne Erinnerung – nämlich die an das 3:0 in Mönchengladbach. Bruno Labbadia entspannt, die Spieler locker. Zwei freie Tage zum Genießen lagen hinter ihnen, aber es sollen keine entspannten Tage in dieser Woche bleiben. „Es war gut, aber es war bestimmt nicht alles super“, sagte Bruno Labbadia heute in einer sachlichen Bilanz. „Nächsten Sonnabend kann es schon wieder ganz anders sein.“ Dann kommt nämlich Eintracht Frankfurt in den Volkspark mit Torjäger Alex Meier. Dennoch, so Labbadia: „Es war unheimlich wichtig, dass wir das schwierige Auftaktprogramm bewältigt haben. Sechs Punkte – das ist ordentlich. Ich hoffe, das gibt uns weiterhin Auftrieb.“

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Sonntag, 13.9.2015

Peter Knäbel ist wieder da

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Lars Pegelow

Peter Knäbel, Direktor Profifußball des HSV, tritt wieder in Erscheinung

Peter Knäbel, Direktor Profifußball des HSV, tritt wieder in Erscheinung

Seit gestern, Ihr habt es im Blog gelesen, ist der Direktor Profifußball des HSV wieder da. Peter Knäbel hat ausführlich Stellung bezogen zum Spiel und zum Sieg in Mönchengladbach. Es war – abgesehen von einem kurzen TV-Interview nach dem Bayern-Spiel sowie einem „kicker“- Interview – der erste öffentliche Auftritt Knäbels seit dem Beginn der sogenannten Rucksack-Affäre. Ein Monat ist seither vergangen. Es ist höchste Eisenbahn, dass Knäbel wieder auftaucht als Sportchef und als Verantwortlicher in sportlichen Fragen. Zuletzt gab es beim HSV eigentlich nur den Trainer.

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Lars Pegelow

Sorgte für Verwirrung: Lewis Holtby

Sorgte für Verwirrung: Lewis Holtby

Einen Tag nach der ärgerlichen Niederlage in Köln hatte sich Trainer Bruno Labbadia schon etwas gefangen. „Die Enttäuschung ist noch da, keine Frage“, so der Coach. „Was am meisten hängen bleibt sind die Sachen, die bei den Gegentoren nicht funktioniert haben. Das hängt uns nach.“ Ganz ausdrücklich wollte Labbadia nach der Aufregung um den berühmten Elfmeterpfiff von Deniz Aytekin und seine Folgen kein weiteres Öl ins Feuer gießen. „Das will ich nicht weiter kommentieren. Wir wollen bei uns anfangen“, so Labbadia. In diesen Zusammenhang fällt auch die Unruhe um die Holtby-Aussagen.

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Sonntag, 16.8.2015

Labbadia und der Stahlhelm

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Lars Pegelow

Bruno Labbadia

Muss immer wieder zu Geduld aufrufen: Bruno Labbadia

Acht Tage hat es gedauert – und der HSV ist schon wieder in derselben Schleife. Pokal-Blamage, Bayern-Klatsche, Rucksack-(oder auch nicht Rucksack-)Affäre im Umfeld. Meine Herrschaften, die vergangenen Tage haben geschlaucht. Heute ist ein verdienter Ruhetag. Zeit, die Dinge zu ordnen. Allen, die mit dem HSV halten und an eine positive Wendung glauben, sollten die Worte von Bruno Labbadia von gestern aufsaugen. Mit jedem Wort beschreibt er die Situation richtig. Aber Achtung, in den Aussagen liegt auch eine große Gefahr, die den Verein in den Vorjahren schon nach unten gezogen hat.

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Dieter Matz

In einer lauen Sommernacht 2015, die soll es schon gegeben haben, stieg ja kürzlich ein Pärchen über den Zaun einer Badeanstalt. Die Frau benutzte anschließend die große Rutsche – und landete nach einer rasanten Abwärtsbewegung recht unsanft in einem großen Becken – es war nämlich kein Wasser drin. So in etwa komme ich mir heute vor: Der HSV kommt aus dem zweiten Trainingslager zurück, und an diesem Wochenende genießen die Spieler zwei freie Tage, bevor es am Montag um 14 Uhr im Volkspark weitergehen wird. Die Frau mit der „Trockenübung“ erlitt übrigens einen Beinbruch, der mir hoffentlich erspart bleibt – nach dieser und meiner „Trockenübung“. Außer der Tatsache, dass der HSV nicht tätig ist, kann man ja sagen, dass es trotz allem bergauf geht – in Sachen Fußball. Die Zweite Liga spielt wieder, die Dritte Liga spielt wieder, und auch die Regionalliga hat den Betrieb wieder aufgenommen. Im Fernsehen gab es reichlich Fußball live zu sehen – alles wird gut. Das gilt auch für die Zweite des HSV, der ich ja eine schwere Saison prophezeit habe. Der Auftakt aber ist richtig gut gelungen, Lars Pegelow hat darüber ja schon gestern geschrieben. 2:1 in Goslar, das kann sich wahrlich sehen lassen. Glückwunsch an Joe Zinnbauer und das gesamte Team!

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Samstag, 25.7.2015

Das warnende Beispiel Lasogga

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Lars Pegelow

Lasogga

Hier freut sich Pierre Michel Lasogga (l.) noch über sein 1:0 in Kassel

Vor ein paar Tagen schon hat HSV-Trainer Bruno Labbadia seine Mannschaft in Harsewinkel zusammen getrommelt. Er hat ihnen gegen Mitte des Trainingslagers angekündigt, dass das Pensum in der Klosterpforte hoch bleiben würde – drei Einheiten pro Tag. Kein freier Nachmittag, wie sonst üblich. Dafür würden die Spieler ein freies Wochenende haben. Unklar ist, ob diese Ankündigung etwas zu tun hat mit Labbadias Unzufriedenheit, die sich nach dem 2:0 im abschließenden Test insbesondere gegen Pierre Michel Lasogga richtete. Aber dass ein Spieler wegen schlechter Leistung in einem Testspiel vorzeitig ausgewechselt wird – das ist schon außergewöhnlich.

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