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Hamburger Abendblatt
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Holtby

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Alexander Berthold

Lewis Holtby stand zuletzt im Profiteam auf dem Abstellgleis, deshalb wollte der HSV-Mittelfeldmann Spielpraxis bei der U21 sammeln. Trainer Gisdol schob dem aber einen Riegel vor. …weiterlesen 

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Alexander Berthold

Albin Ekdal darf mit der schwedischen Nationalmannschaft nach dem 1:0-Sieg gegen Italien von der WM träumen, allerdings verletzte sich der HSV-Mittelfeldspieler mal wieder. …weiterlesen 

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Marcus Scholz

Sicher nur eine Momentaufnahme – aber eine sehr schöne…

Vermessen? Zu frech? Oder zu akzeptieren? Die Reaktion des HSV auf die Tabellenführung

Es stimmt tatsächlich, der HSV ist Tabellenführer. Und er feiert das auf seine Art. Die einen sagen, das sollten sie lassen. Sie sollten demütiger agieren nach der jahrelangen Durststrecke. Die anderen feiern einfach mit. Und so diskutabel es auch sein mag, dass der HSV diese Momentaufnahme nutzt, um seinen Kritikern mal mit einem Augenzwinkern den Mittelfinger zu zeigen, so wenig diskutiere ich die Tatsache, dass es den Fans sehr wohl erlaubt ist, die Tabellenführung zu feiern. Denn hier ist es tatsächlich nicht so, dass Vernunft oberstes Gebot ist. Im Gegenteil: Fansein ist Leidenschaft. Und gelitten haben alle genug – insofern darf man auch mal die entgegengesetzte Gefühlsseite ausleben. Zumal dann, wenn es dafür schon so wenig Gelegenheiten gibt. Und wer hieraus eine Generalkritik ableitet und den HSV(-Fan) an sich als unvernünftig und/oder überheblich etc. abqualifizieren will, der sollte mal überlegen, woher der Begriff „Fan“ kommt. Insofern: Genießt den Moment, wie er ist. Für die qualitative, objektive Einordnung der Situation sind eh andere da. Auch ich zähle mich dazu und werde das – wie gestern – auch machen. Bis dahin erst einmal (wertfrei) alle Reaktionen und Impressionen vom gestrigen Spiel noch mal zusammengefasst:

Stimmen zum Spiel:

Peter Stöger:
Zunächst einmal Gratulation an den HSV. Wir haben heute relativ viel Aufwand betrieben und versucht das Spiel zu kontrollieren. Die Tore haben wir im Defensivverhalten nicht konsequent genug geklärt, sondern sie zu einfach zugelassen. Ich möchte nicht sagen, dass wir nicht versucht haben, alles was wir uns vorgenommen haben umzusetzen. Die Ideen, der Drang und der Wille waren da. Aber am Ende waren wir einfach nicht konsequent genug. Wir haben die Tore zu einfach zugelassen und deshalb hat der HSV auch verdient gewonnen.

Markus Gisdol:
Die Freude ist natürlich riesig, wenn du hier in Köln am zweiten Spieltag gewinnst. Vorher denkst du, wenn alles gut läuft, nimmst du einen Punkt mit. Und wenn dann alles noch perfekter läuft, sogar drei. In der ersten Halbzeit war Köln überlegener, aber wir waren einfach effektiver. Die zwei Tore im Rücken haben uns zugespielt. Nach der Spielunterbrechung war es schwierig für uns, weil wir schnell in Unterzahl geraten sind und Köln Positionen gut ausspielt. Aber die Mannschaft hat gefightet und ist viel gelaufen, eine herausragende Leistung. Wenn man sich die Spielanteile anschaut, hat Köln das Anschlusstor verdient gemacht, da haben wir aber nicht verteidigt. Es ist schön, dass wir mit sechs Punkten in die Länderspielpause gehen können. Das haben wir uns so vorher nicht gedacht.

Koeln - HSV

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Torwart Christian Mathenia (HSV) Koeln, 25.08.2017, Fussball Bundesliga, 1. FC Koeln - Hamburger SV

Andre Hahn:
Wir haben ein geiles Spiel gemacht – gekämpft, gefightet, eine tolle Mentalität und einen tollen Charakter gezeigt! Mit so einem Start hätte niemand gerechnet – außer uns selbst. Es wird Zeit für positive Schlagzeilen. Es ist schon krass, was hier nach Osnabrück und selbst nach dem Augsburg-Sieg los war. Ich hoffe, dass wir die richtigen Antworten gegeben und die Kritiker ruhiger gestellt haben. Ich bin dabei froh über mein erstes Bundesliga-Tor für den HSV. Der Ball kam perfekt vor meine Füße, ich musste nur noch durchziehen. Solche Bälle treffe ich meist am besten. Als der Ball meinen Fuß verlassen hat, habe ich direkt gespürt, dass ich den Ball perfekt getroffen habe und er einschlägt. Der Jubel galt anschließend meiner Familie. Sie ist auf meinem rechten Arm in Form eines Tattoos verewigt und ich küsse dieses Tattoo nach jedem Tor und bevor ich auf den Platz gehe.

Christian Mathenia:
Ich bin stolz auf jeden einzelnen Spieler. Es war großartig, wie sich jeder reingehauen hat – überragend. Wir sollten die Tabellenführung jetzt genießen, sind aber doch absolut realistisch und wissen das richtig einzuordnen. Wir haben in der vergangenen Saison gesehen, wie wichtig ein guter Start ist und diese sechs Punkte kann uns erstmal keiner mehr nehmen. Wenn wir so weitermachen – jeder für den anderen einsteht – dann ist das der Anfang der Reise.

Filip Kostic:
Das ist ein großartiges Gefühl und war sehr wichtig, zum zweiten Mal zu gewinnen. Für den Moment ist es eine Genugtuung, da oben zu stehen, aber es geht weiter und wir müssen absolut ruhig und fokussiert bleiben. Ich persönlich arbeite sehr hart an mir, wollte auch nach der Verletzung bestmöglich zurückkommen. Ich habe viel im Kraftraum und im Cardio-Bereich geackert. Das zahlt sich jetzt aus, auch wenn ich erst bei 90 Prozent bin. Die Harmonie mit Andre und Bobby läuft gut, wir sind drei schnelle Spieler und konnten deshalb heute gemeinsam auch defensiv die Löcher schließen. Schade, dass mir selbst nicht noch ein Tor gelungen ist. Ich hatte eine gute Chance, aber nach 90 Minuten ist man irgendwann auch platt. (lacht)

Albin Ekdal:
Ich bin gelaufen und gelaufen und gelaufen, habe niemanden gesehen. Außer im letzten Moment dann Lewis und dann habe ich rübergespielt. Ich weiß, dass ich so schnell sein kann und habe noch mal alles rausgeholt. Unsere erste Hälfte war trotz des Jubels über den Sieg aber nicht gut. Wir haben mit etwas Glück zwei Tore gemacht. Im zweiten Durchgang haben wir dann toll verteidigt und den einen entscheidenen Konter gesetzt. Mit Walace klappt es in der Abstimmung und Kommunikation immer besser. Es war nicht leicht für ihn am Anfang, weil er aus Brasilien einen anderen Fußball gewohnt ist und es hier viel schneller zur Sache geht. Jetzt findet er immer besser rein.

Dennis Diekmeier:
Nach dem Pokal war die Woche sehr krass für uns und hat uns zusammengeschweißt. Wir wollten uns auf die Stärken besinnen, die uns auch in der letzten Saison ausgezeichnet haben: Absolute Geschlossenheit und Kampf bis zum Ende. Das hat uns das Trainerteam und der gesamte Staff nach dem 10. Spieltag der Vorsaison eingeimpft. Und heute ist es wieder gelungen: Jeder hat sich für jeden reingehauen, das war eine tolle Mannschaftsleistung. Meinen Torlos-Rekord nehme ich jetzt so mit und werde sicherlich auch ein paar WhatsApp-Nachrichten bekommen, darunter wird aber auch mal ein Bild der Tabelle sein. Das ist ein gutes Gefühl und wir würden jetzt natürlich gern direkt weitermachen. Ich freue mich für jeden unserer Torschützen heute. Auch für Lewis, der es stark macht, sich im Dienst der Mannschaft stellt und nicht hängen lässt.

Samstag, 20.2.2016

Nullnummer mit Lichtblicken

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Lars Pegelow

Gideon Jung bedankt sich nach dem Spiel bei den HSV-Fans

Gideon Jung bedankt sich nach dem Spiel bei den HSV-Fans

Ziemlich schlapp trotteten die Profis des HSV heute Mittag beim Auslaufen über ihren Trainingsrasen. Kein Wunder, nach der langen Busrückfahrt waren sie nicht eben ausgeruht – doch viel mehr dürfte den Kickern wie Blei in den Beinen gelegen haben, dass sie zwei wertvolle Punkte in der Frankfurter Commerzbank Arena verloren haben. Es war ansatzweise eine Parallele zum Stuttgart-Spiel vor ein paar Wochen, nur dass diesmal der HSV die überlegene Elf war. Und mit dem zweiten Unterschied, dass damals die bessere Mannschaft, nämlich der VfB, gewonnen hat, während der HSV sich diesmal mit einem Punkt zufrieden geben musste. „Wir haben zwei Punkte liegen gelassen und uns nicht belohnt“, bilanzierte Außenverteidiger Matthias Ostrzolek. Dass die zweite Hälfte dabei nicht so laufen würde wie die erste, als der HSV mindestens fünf sehr gute Möglichkeiten besaß, war ja klar. Das ändert aber nichts daran, dass die Hamburger über 90 Minuten die bessere Mannschaft waren. Und es waren einige Lichtblicke dabei – und auch einige Sorgenkinder zeichnen sich immer deutlicher ab. Die Debatte, wonach immer nur die anderen vollblind sind, wenn der HSV mal ein Spiel gewinnt oder die Chance dazu hat, ist jedoch völlig überflüssig – auch wenn sie hier in den Blog-Kommentaren mit großer Freude geführt wird.

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411

Lars Pegelow

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Das Rätsel ist gelöst. Josip Drmic ist der neue Stürmer des HSV. Wie der HSV mitteilte, kommt der Schweizer Stürmer zum Medizin-Check nach Hamburg. Danach soll er einen Leihvertrag bis Saisonende erhalten. Bereits im vergangenen Jahr hatte Sportchef Peter Knäbel kräftig an Drmic gebaggert. Sein damaliger Verein Bayer Leverkusen hat ihn aber nicht freigegeben. Nun ist Drmic in Mönchengladbach (Vertrag bis 2019) und konnte im zweiten Anlauf nach Hamburg geholt werden. Noch ein Gerücht: Mittelfeldspieler Gökhan Inler (31, Leicester City) werde vom HSV umworben.
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Frust bei Ivo Ilicevic über die vergebene Chance zur Führung

Frust bei Ivo Ilicevic über die vergebene Chance zur Führung

Mit nur einem Punkt aus den letzten fünf Spielen, zwei Niederlagen zum Rückrunden-Start und dazu noch dieser Minus-Leistung in Stuttgart hat sich der HSV seine sportliche Krise genommen. Sie führt dazu, dass nach dem 1:2 beim VfB Stuttgart und dem damit verbundenen zusammenschmelzen des Vorsprungs auf Relegationsrang 16 auf drei Punkte Alarmstufe Gelb ausgerufen wird rund um den Hamburger Volkspark. Nur zwei Punkte mehr hat der HSV auf dem Konto im Vergleich zum 19. Spieltag der vorigen Saison. „Es kann alles sehr schnell gehen, wenn wir so spielen wie in Stuttgart“, sagte Kapitän Johan Djourou. Und Regisseur Aaron Hunt meinte zum drohenden Abstiegskampf: „Wir haben ja nie etwas anderes gesagt. Wir wollten Punkte sammeln, um Vorsprung nach unten zu sammeln. Nun müssen wir so schnell wie möglich aus den Fehlern lernen und dürfen uns nicht verrückt machen lassen.“ Ein neuer Spieler könnte helfen – morgen um 18 Uhr endet das Transferfenster, und der HSV will bis dahin etwas hinbekommen.

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Lars Pegelow

Ergebnis des packenden Hinspiels. Und diesmal?

Ergebnis des packenden Hinspiels. Und diesmal?

HSV-Trainer Bruno Labbadia hatte die Frage auf der gestrigen Pressekonferenz, ob die Partie beim VfB Stuttgart ein Schlüsselspiel für die gesamte Rückrunde werden könnte, professionell beiseite geschoben. Jedes Spiel sei ein Schlüsselspiel, in jeder Partie gebe es ausreichend Druck. Faktisch ist das nicht zu bestreiten, und doch weiß Bruno Labbadia wie jeder andere, der am HSV interessiert ist: Geht das schief morgen in der Mercedes-Benz-Arena, dann geht es wieder los. Die Angst, in den Strudel da hinten hinein zu geraten. Nur noch einen Punkt stünde der HSV vor dem VfB – insbesondere nach den (aus HSV-Sicht) wenig begeisternden Ergebnissen des vorigen Wochenendes wäre der HSV wieder mit in der Verlosung. Irgendwie wäre dieses Szenario die Fortsetzung einer nicht gerade ebenmäßigen Rückrunden-Vorbereitung sowie einer bisher nicht von Erfolg gekrönten Suche nach neuen Spielern. Doch: Wer sagt eigentlich, dass es so schlecht kommen muss? Es gibt nämlich auch Anzeichen dafür, dass allzu große Sorgen um den HSV übertrieben sind.

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Marcus Scholz

Will in Chemnitz zeigen, dass er in die Bundesliga gehört: Matti Steinmann (hier mit Lewis Holtby, und Jacques Zoua)

Will in Chemnitz zeigen, dass er in die Bundesliga gehört: Matti Steinmann (hier mit Lewis Holtby, und Jacques Zoua)

Als Matti Steinmann vor ziemlich genau 18 Monaten mit seinem frisch unterschriebenen ersten Profivertrag beim Bundesligateam mittrainieren durfte und anschließend sogar die Trainingslager „oben“ mitmachen durfte, wie er es sagt, war der damalige Trainer Mirko Slomka zuversichtlich: „Der Junge packt das. Er hat alles, was man braucht, um oben anzukommen. Und wenn er so weitermacht, ist er der nächste Bundesligaspieler aus dem eigenen Nachwuchs.“ Tatsächlich schien es, als könne Matti Steinmann den Erwartungen zumindest annähernd gerecht werden. Er trainierte gut, wurde von allen Seiten gelobt und durfte schon am vierten Spieltag in der Bundesliga seine Premiere feiern. Und das sogar gegen niemand geringeren als den Rekordmeister FC Bayern München. Wenn auch nur für drei Minuten…
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Dieter Matz

 

Liebe „Matz-abber“!

 

Weiter geht es. Und zwar mit der etwas anderen Einzelkritik der HSV-Profis – ist ja Weihnachten. Heute ist erst einmal die etwas defensivere Region „dran“. Viel Spaß damit – und los geht’s:

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Marcus Scholz

Michael Gregoritsch (Mitte) will in der Rückrunde eine deutliche Steigerung - für sich wie für den HSV

Michael Gregoritsch (Mitte) will in der Rückrunde eine deutliche Steigerung – für sich wie für den HSV

Lewis Holtby hat gezeigt, dass er das kann, was man schon lange vorher von ihm erwartet hatte. Michael Gregoritsch ist da noch ein Schritt zurück – obgleich er einen riesigen Schritt nach vorn gemacht hat. Nach Anfangsproblemen, denn der junge Österreicher war erst mit Verspätung verpflichtet worden. „Ich habe ein paar Wochen gebraucht, um mich einzufinden“, gibt der U21-Nationalspieler Österreichs zu, „aber dann hat es funktioniert. Weil die Mannschaft funktioniert. Und weil der Trainer die richtigen Worte gefunden hat.“ Welche das waren? Gregoritsch: „Er hat mir gesagt, dass ich nicht weniger machen soll, wenn ich schlecht drauf bin – sondern mehr, wenn es nicht läuft. Er hat mir gesagt, dass sich harte Arbeit am Ende auszahlt. Und ich muss sagen: Er hatte Recht.“
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Marcus Scholz

Kraftpaket und "Duracell-Bunny": Lewis Holtby verfügt über überdurchschnittlich viel Energie

Kraftpaket und „Duracell-Bunny“: Lewis Holtby verfügt über überdurchschnittlich viel Energie

Die Mannschaft ist weg. Zumindest der große Teil. Lediglich die Langzeitverletzten Gojko Kacar, Albin Ekdal und der frisch verletzte Marcelo Diaz arbeiten auch über die Feiertage an und im Stadion, während auch der Großteil der Geschäftsstelle ausgeflogen ist. Dietmar Beiersdorfer bleibt in Hamburg, Trainer Bruno Labbadia zieht es auf die Insel und der Direktor Profifußball ist eh auf Abruf. Immerhin gilt es für ihn, Spieler abzugeben, um nach Möglichkeit noch einen oder zwei neue Spieler nach Hamburg zu lotsen. Vorstandsvorsitzender Dietmar Beiersdorfer: „Es ist nicht auszuschließen, dass nichts passiert. Aber wir wollen vorbereitet sein.“
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