Vom
Hamburger Abendblatt
Anzeige

Gedicht

3 markierte Artikel

36

Dieter Matz

Während sich der HSV in der Winterpause befindet, habe ich Euch aus guter Tradition ein Gedicht geschrieben. Meine lyrischen HSV-Wünsche zum Weihnachtsfest. Viel Spaß beim Lesen! …weiterlesen 

Anzeige
Donnerstag, 5.11.2015

Herzlichen Glückwunsch, Uwe Seeler!

55

Matz-Ab-Moderatoren-Team

Liebe Matz-abber,

heute wird Uwe Seeler 79 Jahre jung. Dazu möchte ich ihm ganz, ganz herzlich gratulieren – auch im Namen vieler Matz-abber, so denke ich. Für mich ist Uwe Seeler ein absolutes Vorbild, er ist ein großartiger, ein sensationeller Fußballer gewesen, er ist ein Weltstar, noch immer, und er ist vor allem stets – außer bei seinen Fallrückziehern und Kopfballtorpedos, immer auf dem Boden der Realität geblieben. „Uns Uwe“ ist, ganz einfach formuliert, ein feiner, ein großartiger Mensch.

Anlässlich seines 75. Geburtstages hatte ich die Ehre (der HSV bat mich darum), erstens ein Gedicht über Uwe Seeler zu verfassen, und es zweitens bei der großen Feier im Volkspark auf der Bühne vorzutragen. Letzteres ist mir unvergessen, denn zu meinen Füßen, und zwar unmittelbar, saßen der Schauspieler Jan Fedder und Günter Netzer. Beide blicken ein wenig verwirrt zu mir auf, um nicht zu sagen, entgeistert. Was macht der kleine Matz da oben auf der Bühne, wenn der 75. Geburtstag von Uwe Seeler gefeiert wird? Und Jan Fedder war ob meines Vortrages sicherlich auch peinlich berührt, denn ein Künstler wie er hätte diese Zeilen sicherlich viel, viel besser vorgetragen. Natürlich, keine Frage.

Uwe Seeler wird heute 79 Jahre jung

Uwe Seeler wird heute 79 Jahre jung

Nun gut, es ist Geschichte, Und auch Uwe Seeler war wohl nicht sonderlich glücklich, dass ich dort oben auftauchte. Jahre später habe ich ihn mal darauf angesprochen, und er verneinte – aber das war wohl mehr ein höflicher Akt . . . Ich kam mir seltener so fehlplatziert vor, aber jetzt ist auch gut. Zum heutigen Ehrentag Uwe Seelers möchte ich gerne noch einmal das Gedicht veröffentlichen, denn es ist damals nur im „Sonntags-Abendblatt“ (gab es damals) erschienen. Ich habe nur aus der 75 nun eine 79 gemacht. Und los geht es:

 

79? Nein, nein, nein, nein,
der Uwe kann so alt nicht sein.
Gestern sah’n wir ihn noch springen,
sah’n ihm Tore noch gelingen,
die so viele Gegner schlugen,
und die „Marke Seeler“ trugen.

 

Er war einer wie sonst keiner,
war ein Großer schon als Kleiner,
er war ein Knipser immer schon,
traf Spiel für Spiel in Perfektion,
„uns Uwe“ – der war weltbekannt,
als Deutschlands erster Tor-Gigant,
und war vor Müller – lange schon,
der erste Bomber der Nation.

 

Wir erinnern uns doch alle,
an das Seelersche „Geknalle“,
Uwe schoss aus allen Lagen,
traf sogar an schlechten Tagen,
schoss Tore wie vom „and’ren Stern“,
war nie ein „Mister Möchtegern“,
er gab nie ein Spiel verloren,
so als hätt’ er’s sich geschworen,
wenn es „Uwe, Uwe“ schallte,
er gleich noch viel härter knallte.

 

Er war der Liebling aller Massen,
Schützenkönig aller Klassen,
Uwe traf im Fallen, Liegen,
stehend, sitzend – und im Fliegen,
meistens war’n es Charlys Flanken,
die auf Uwes Kopf dann sanken,
beim Gegner gab es oft ein’ Schock,
sprang Uwe in den dritten Stock.

 

Er war ein echtes Phänomen,
konnt’ selbst die schönsten Dinger dreh’n,
er war schnell Hamburgs Attraktion,
nahm morgens pfeifend Pitralon,
kannte nie so was wie Krisen,
übersprang die größten Riesen,
– und er erfand den Torinstinkt,
er hat mit Schwalben nie gelinkt,
für ihn galt nie ein Flugverbot,
er schoss die Gegner schwer in Not,
er traf mit rechts, er traf mit links,
bei ihm saß praktisch jedes Dings,
ein Uwe-Hecht war stets ein Tor,
– so kam der HSV empor!

 

Uwes Kopfball – echt der Knaller,
waren schnell im Munde aller,
Uwe schleppte selbst die Bälle,
er stand niemals auf der Stelle,
sprintete in jede Gasse,
jeder Schuss von ihm war klasse,
Fallrückzieher Marke Seeler,
machten jeden Fan fideler,
lag Uwe quer mal in der Luft,
roch es nach Tor – sein schönster Duft,
Uwe nahm sie wie sie kamen,
dafür bürgte er mit Namen,
und er kämpfte wie von Sinnen,
für ihn gab’s nur eins: gewinnen,
er ging dorthin – wo’s weh ihm tut,
er hatte den besond’ren Mut.

 

Manchmal kochte Uwe über,
steckte Fouls und Nasenstüber,
locker weg – und ging zur Sache,
Tore waren seine „Rache“,
Uwe wurde oft getreten,
hat um Rücksicht nie gebeten,
ihm klopften sie die Knöchel grün,
er blieb trotz allem immer kühn,
er schmiss sich rein, zog nie zurück,
so machte er sein Fußball-Glück,
an ihm hingen sie wie Kletten,
doch auch das konnt’ sie nie retten,
Uwe machte alle alle,
lockte jeden in die Falle,
klotzen wollt’ er – und nicht kleckern,
– deshalb war er oft am Meckern,
er schimpfte sogar dann und wann,
ganz heftig mit dem eig’nen Mann,
fluchte wie ein Kesselflicker,
bis ihn Krug dann bremste: „Dicker,
nun mach’ mal Schluss und schieß dein Tor. . .“
Dann rauschte es auch im Kontor,
Uwe schwoll dann jede Ader,
lud so seinen Turbolader,
er zog dann durch, er zog davon,
und ließ es rappeln im Karton,
sein Dickkopf ging durch jede Wand,
er war dann schwer wie’n Elefant,
es trommelte in seiner Brust,
sein Kopf oft puterrot vor Frust,
er pöbelte, er keifte – schrie,
doch niemals nur als Alibi,
hat so manchen Sieg erzwungen,
wurd’ ein Vorbild für die Jungen,
– so riss er die Kollegen mit,
ja, Seeler, der war echt ein Hit!
Er war ein Star in dieser Welt,
ein fairer Sportsmann – der gefällt,
oft ausgezeichnet und geehrt,
seit vielen Jahren hoch verehrt.

 

Er war der Star vom Rothenbaum,
war früh Idol – für Fans ein Traum,
sah als König von der Elbe,
niemals Rot – höchstens ’ne Gelbe,
nur einmal wurde unser Held,
zum Duschen früher „freigestellt“:
Klopper war’ns, aus Bremerhaven,
die sein Schienbein zu oft trafen,
selbst er verlor mal die Geduld,
– es gab danach noch ein Tumult,
Fan-Gepöbel und Gezerre,
und auch noch ’ne Heimspielsperre,
„uns Uwe“ brummte für ein Spiel,
– was ihm nicht sonderlich gefiel . . .

 

Den Uwe hat ein jeder gern,
ob nah aus Hamburg – ob von fern,
nie hat’s ihn hier weggetrieben,
ist ein Mann des Volks geblieben,
schreibt Autogramme mit Geduld,
ist nun schon seit Jahrzehnten Kult,
er war hier sogar Präsident
(ohne das rechte Happy End!),
doch gab’s dabei auch sehr viel Schmerz,
– er trägt die Raute tief im Herz,
der HSV ist sein Verein,
so war es – und so wird’s stets sein,
Uwes Tore – Extraklasse,
er schoss davon eine Masse,
wer erinnert sich nicht gerne,
an das Spie hier gegen Herne:
Uwe saß im Volkspark-Rasen,
mit Tilkowski – wie zwei Hasen,
doch Uwe dann nach oben schnellt,
ein Fallrückzieher – 2:1 fällt!
Heut’ noch herrscht darüber Staunen,
nie verebbt ist dieses Raunen,
was damals durch ganz Deutschland ging,
– doch war’s nicht Uwes schönstes Ding.

 

Ilka war sein bester Treffer,
die Frau Buck, mit Pep und Pfeffer,
sie wurde dann ja seine Frau,
vor 52 Jahr’ genau (!),
heut’ ist sie Chef in Norderstedt,
weiß immer wann – und ob was geht,
im Seeler-Bau in Ochsenzoll,
sie managt wirklich alles toll,
sie schenkte ihm drei Töchter – fein
(die Jungs mussten dann Enkel sein),
sie kümmert sich um Hof und Haus,
– Uwe ihr Mäuschen, sie die Maus,
zusammen sind sie wunderbar,
wie aus dem Bilderbuch ein Paar,
„uns Uwe“ hat sein Glück gemacht,
die Seelers, nein, welch eine Pracht!
Ein langes Leben – und viel Glück,
und schau’n Sie ruhig oft zurück,
es lief nichts falsch – im Seeler-Haus,
und deshalb gibt es nun Applaus.

Heute Abend gibt es (selbstverständlich) noch einen neuen Blog von Scholle.
Dieter

Samstag, 24.12.2011

Und noch’n Gedicht

149

Dieter Matz

So, vielleicht noch gerade rechtzeitig kommt das Gedicht, das ja mehr ein Schüttelreim (wie passend, dieses Wort – zu diesem HSV-Jahr!) ist. Vor allen Dingen im Abendblatt ist es das, wo die Verse ja mächtig durchgeschüttelt wurden.
Ich weiß aus alter Tradition, dass in Familien von ganz „harten“ HSV-Fans schon auf diese Verse gewartet wurde, denn dort ist es Sitte, dass die kleinen Knaben diese Reime unterm Tannenbaum vorlesen (müssen!?).
Ich wünsche allen viel Spaß dabei. Und bitte immer dran denken: Nicht alles ist so tierisch ernst gemeint, es darf ruhig auch ein wenig geschmunzelt werden.

Allen Matz-abbern wünsche ich schnell und nochmals wunderschöne Festtage, lasst es ruhig angehen – genießt die stille Zeit. Und auch nochmals vielen Dank für Eure Treue und Mitarbeit, das ist einfach nur toll zu wissen, dass es so viele nette Menschen hier gibt.
Danke.

 

Und nun die Reime – Ihr werdet ein wenig Zeit brauchen:

Du lieber guter Weihnachtsmann,

wahrscheinlich nerv ich dann und wann,

doch es ist ja gute Sitte,

dass ich Dich zum Feste bitte

dass Du was tust, Du weißt genau,

was Gutes für den HSV.

 

Du hast es schwer, das ist schon klar,

mit uns’rem Klub (das Jahr für Jahr),

im Volkspark herrscht das Mittelmaß,

wer hat an diesem Spiel noch Spaß?

 

Das ist nichts mehr für Ästheten,

oftmals hilft da nur noch beten,

deshalb musst Du alles geben,

mag es Dir auch widerstreben,

versuch es noch ein letztes Mal,

auch wenn Du sagst: „Das ist ’ne Qual.“

 

Ich bitte Dich, hilf dem Verein,

und sag nicht einfach nur brüsk: „Nein.“

Ich weiß, dass Du verzweifelt bist,

dass Du schon lange schimpfst: „So’n Mist!“

 

Du fragst Dich auch, was das noch soll,

und guckst dabei sehr sorgenvoll,

denn meine Wünsche, ist schon klar,

die werden mehr von Jahr zu Jahr,

Du tust, was man nur machen kann,

doch kommt der Klub kein’ Schritt voran,

und das ist schon seit Jahren so,

das macht letztendlich keinen froh.

 

Auch Du find’s kein’ Gefallen dran,

wenn man nicht richtig kicken kann,

Du liebst den Fußball von Real,

auch Barcelona – kolossal,

doch Hamburgs Fußball, der stagniert,

– es ist schon so – man resigniert.

 

Denn selbstverständlich hast Du recht,

sie spiel’n ja auch schon lange schlecht,

sie machen Fehler noch zu Hauf,

doch bitte gebe noch nicht auf;

der Umbruch ist das Zauberwort,

setz ihn ab jetzt behutsam fort.

 

Wir war’n einst die Macht im Norden,

und sind jetzt so klein geworden,

Du aber, Du ganz alleine,

stell uns wieder auf die Beine,

der HSV, ganz zweifelsfrei,

gehört doch nicht in Liga zwei.

 

Sieh Dir nun meine Wünsche an,

und streng Dich bitte nochmals an,

hauch uns’rer Mannschaft Leben ein,

da unten krebsen kann’s nicht sein,

gib dieser Truppe Mumm und Kraft,

dass sie’s ins Mittelfeld bald schafft,

möglichst noch vor Werder Bremen,

niemand wird’s Dir übelnehmen,

lass uns auch mal Dortmund schlagen

– und vielleicht die Bayern jagen?

 

Gib uns’rem Vorstand kluge Tipps,

tritt jedem Mitglied auf den Schlips,

das streiten will, das Ärger macht,

verhind’re jede Niedertracht.

 

Denn ihr Süppchen kochen viele,

viele haben falsche Ziele,

sorg endlich mal für Einigkeit,

es gab zu oft viel Neid und Streit,

lass uns an einem Strange zieh’n,

und gib ’ne Menge Disziplin,

sag jedem Mann und jeder Frau,

hier zählt nur eins – der HSV.

 

Und dazu bitt ich noch formell,

für jeden Spieler ganz speziell,

stärk dem Drobny seinen Rücken,

er soll weiter Bälle pflücken,

die ihm um die Ohren fliegen,

lass ihn keine Krise kriegen,

er war zuletzt ganz groß, ein Held,

er trägt die Brust zu recht geschwellt,

nur dass er zurzeit nicht mehr spricht,

das passt nicht recht, das steht ihm nicht.

 

Halt Tom Mickel bei der Stange,

denn er wartet nun schon lange,

Ersatzmann sein, das ist sein Part,

nur auf der Bank sein, das ist hart,

doch gibt es um ihn kein Tumult,

er kennt wohl keine Ungeduld.

 

Diekmeier – hinten rechte Bahn,

dem gib doch bitte einen Plan,

wie er die Gegner stoppen kann,

er rennt zu oft nach vorn, der Mann,

gib ihm auch defensiv den Blick,

das wär für ein zu Null ganz schick.

 

Dem Jeffrey Bruma schärfe ein,

er soll stets bei der Sache sein,

er ist ja stark, er ist ja gut,

doch oft macht er im Übermut,

den einen Fehler noch zu viel –

mach ihn doch einfach nur stabil.

 

Bei Westermann hast Du’s geschafft,

er strotzt jetzt doch nur so vor Kraft,

Du hast ihn wieder aufgebaut,

wer hat ihm das noch zugetraut?

Er wurde hier oft ausgebuht,

das tut ’nem Spieler selten gut,

doch steckte er das alles weg,

als wär es von den Fans ein Gag

– Herr Westermann, mein Kompliment,

das ist ein tolles Happy End!

 

Aogo Dennis – Jogis Mann,

zeigt bei der Nati was er kann,

beim HSV da könnt er mehr,

da spielt er noch zu oft leger,

er soll wollen, noch mehr beißen,

soll die Fans vom Hocker reißen,

gib ihm den Tipp, wie das gelingt,

weil das ihn weit nach vorne bringt.

 

Thomas Rincon, den lass ackern,

der soll kämpfen, rennen, rackern,

er soll grätschen und auch kratzen,

und nicht ganz so oft mehr patzen,

er ist gut schon für sein Alter,

doch (noch lang) kein Spielgestalter,

Schuster – bleib bei deinen Leisten,

das hilft uns’rem Team am meisten.

 

Dem Robert Tesche Fußball-Gott,

den reiß doch bitte aus dem Trott,

er braucht viel Feuer – mach ihn heiß,

er wirkt oft wie ein Klotz aus Eis,

gib ihm ein Schuss mehr Temp’rament,

dann spielt er bald auch effizient.

 

Gojko Kacar mach auch Beine,

lass ihn endlich von der Leine,

er wirkt auf mich oft sehr gehemmt,

und läuft im Spiel oft rum wie fremd,

er spielt oft zu brav und bieder,

gib ihm doch sein Können wieder . . .

 

Dem Gökhan Töre mach nur Mut,

der Bursche, der ist richtig gut,

lass ihn flanken, lass ihn schnibbeln,

er soll auch vor Lust viel dribbeln,

und dann lass ihn Kraft noch tanken,

dann wird keine Leistung schwanken,

er ist dann fit und quietsch-fidel,

und bleibt das größte Klub-Juwel.

 

Führ Marcell Jansen doch zurück,

zeig ihm den Weg zurück zum Glück,

er war in Deutschland ein Talent,

das man höchst selten mal so kennt,

er spielte bei den Bayern vor,

er schoss und flankte – volles Rohr,

er konnt rauf und runter toben,

war auch hier schon mal ganz oben,

doch nun wirkt er wie Flasche leer,

stell ihn doch bitte wieder her.

 

Ilicevic, den heiß willkommen,

er ist noch nicht angekommen,

erst lang verletzt, dann noch nicht fit,

so kam er bislang nicht in Tritt,

mach ihn doch bitte ganz geschwind,

zu einem echten Wirbelwind,

der allen Gegnern – ganz gezielt,

viel Knoten in die Beine spielt.

 

Dem Herrn Mancienne hilf aus dem Tal,

schenk ihm doch Muskeln hart wie Stahl,

dann hat er’s künftig nicht mehr schwer,

denn so gibts keine Zerrung mehr,

er kann sprinten wie ein Hase,

führt die Gegner an der Nase,

so kämpft er sich dann wieder ran,

und wird ganz schnell für Fink ein Mann.

 

Den Rajkovic, den mach nicht zahm,

denn sonst wird er ja unwirksam,

die Rote Karte – abgehakt,

er hat ’nen Tritt zu viel gewagt,

doch brauchen wir den „harten Hund“,

sonst hat der Gegner keinen Grund,

auch einmal zurückzuziehen,

– die soll’n schon vor Angst mal fliehen.

 

Dem Dauerrenner Jarolim,

schenk noch zum Fest ein neues Team,

er hat’s noch drauf, steht voll im Saft,

er läuft und spielt noch fabelhaft,

er ist noch immer richtig heiß

– zu schade für ein Abstellgleis,

bring ihn noch einmal groß heraus –

dann kriegst Du auch von mir Applaus.

 

Ein Mann mit viel Vergangenheit,

den mach für’s neue Jahr bereit,

Per Skjelbred – der hätt’s wirklich drauf,

der ist für mich kein Fehleinkauf,

der Mann braucht nur Betätigung,

bring ihn nun ziemlich schnell in Schwung,

er muss nur mehr Tempo machen,

dann lässt er es hier schön krachen,

der Mann hat Spielwitz und Ideen,

und wird vielleicht noch eine Zehn.

 

Heung Min Son, den lass nun reifen,

der muss jetzt ganz schnell begreifen,

dass Fußball nicht nur Spielchen ist,

da ist viel Ernst, auch sehr viel List,

da gibt es Härte – und Gefahr,

und auch mal Spaß, das ist ganz klar,

doch all das gibt’s nur wohl dosiert,

wenn das der Son ganz schnell kapiert,

dann wird er wirklich noch ganz groß –

drum Weihnachtsmann, dann nun mal los.

 

Ein Fallrückzieher Marke Seeler,

macht den Spieler stets fideler,

der Fallrückzieher Marcus Berg,

ist für die Schulter Teufelswerk,

drum baue, lieber Weihnachtsmann,

den Schweden auf, dass er’s bald kann,

Uwe soll ihm Technik lehren,

soll das Landen ihm erklären,

dann bleibt das Schlüsselbein auch ganz,

„uns Uwe“ staunt: „Mein Gott, er kann’s.“

 

Mladen Petric – lass ihn bleiben,

er soll nun bald unterschreiben,

er passt zu uns, er passt hierher,

was ist daran denn noch so schwer?

Gib Mladen nun ein klares „ja“,

dann bleibt er noch so manches Jahr,

was Fans und ihn zugleich erfreut,

mach es nicht morgen – mach’s noch heut’.

 

Halt Guerrero auch bei Laune,

ich geb zu, dass ich nur staune

– er blüht jetzt im Dezember auf,

und war noch niemals besser drauf,

er wirkt voll fit, hoch motiviert,

und gar nicht mehr so kompliziert,

so kann es – nicht übertreiben –

ruhig noch zehn Jahre bleiben.

 

Führ Castelen nochmals heran,

er ist bewundernswert, der Mann,

ihm geht es schon so lang nicht gut,

und trotzdem steckt er voller Mut,

gib ihm die Kraft, heil ihm das Knie,

das wär die beste Therapie.

 

Denk auch an den Kindergarten,

die Talente, die noch warten,

bau Zhi Gin Lam behutsam auf,

schenk Besic wieder mal ’nen Lauf,

mach Arslan nun auch bald gesund,

bei ihm läuft’s schon so lang nicht rund,

auf Sala, der von Chelsea kam,

mach auch ein wenig aufmerksam,

förder die Cardoso-Knaben,

die wir für die Zukunft haben.

 

Und danke dem Frank Arnesen,

von dem bin ich jetzt echt ein Fan,

weil der so gute Sachen macht,

was er gekauft – die wahre Pracht,

er kaufte nur mit Auge ein,

und erntete, das war gemein,

von den „Experten“ Hohn und Spott,

angeblich holte er nur „Schrott“

– trotz der Sprüche, all den miesen,

ist das Gegenteil bewiesen,

der Arnesen, der ist ein Held,

drum schenk ihm künftig auch mal Geld,

dass er tatsächlich „kaufen“ kann –

das bringt uns dann noch mehr voran.

 

Zum guten Schluss – kommt Thorsten Fink,

dem schenke noch ein dickes Ding,

’nen Spieler Marke van der Vaart,

zum neuen Jahr – das wär ein Start,

gib ihm auch reichlich Energie,

er führt hier engagiert Regie,

das hat bislang sehr gut getan,

er packt hier an mit viel Elan,

und dann noch dieses Bayern-Gen

– schon viele uns bald feiern seh’n,

drum schenk ihm stets ’ne gute Hand,

und in der Stadt ’nen guten Stand,

dass er den Klub nach oben führt,

wenn Du das schaffst – ich wär gerührt.

 

Ich dank Dir nun ganz allgemein,

und hau jetzt schnell und tüchtig rein,

es wird noch eng, die Zeit wird knapp,

und mach nicht zwischendurch mal schlapp,

ich bitte Dich um Dein Bemüh’n

ich weiß, manch Wunsch ist schon sehr kühn,

doch denke dran, es geht allein,

um Hamburgs besten Sport-Verein,

Du kannst jetzt helfen – ganz genau,

es grüßt ein Fan vom HSV.

11.21 Uhr


Anzeige