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Hamburger Abendblatt
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Hallo, liebe Blog-Gemeinde,
das nasskalte Hamburger Wetter passte heute eins zu eins zur Stimmungslage beim HSV. Das völlig unnötige 1:2 gegen Eintracht Frankfurt war ein Wirkungstreffer, der auch noch am Tag danach den Beteiligten richtig wehtat. Trainer Markus Gisdol analysierte mit dem Team die Partie, die man aufgrund von zwanzig völlig desolaten Minuten in der ersten Hälfte herschenkte und sprach anschließend Klartext: Denn auch der 48-Jährige weiß, dass die Tabellensituation trügerisch ist. „Wir spielen gefühlt gut, besser als letztes Jahr, aber fahren die Punkte nicht ein, die wir aufgrund der Leistung verdient hätten. Deswegen ist die Situation gefährlich“

Und damit trifft Gisdol den Nagel auf den Kopf. Angesichts von 15 Zählern aus 16 Partien droht das Horrorszenario, dass man nach dem Spiel am Freitag bei den heimstarken, aber in dieser Saison inkonstanten Borussen aus Mönchengladbach auf einem direkten Abstiegsplatz ins neue Jahr geht. Nur dreimal in der Vereinsgeschichte stand es noch schlechter zu dem Zeitpunkt in der Saison.

Und das Fußballjahr 2018 beginnt mit einer Auswärtspartie beim Überraschungsteam aus Augsburg, einer Heimspiel gegen den 1.FC Köln, der kaum noch etwas zu verlieren hat und einer Reise zu RB Leipzig…Puh! Schöne Aussichten…

Es geht gar nicht darum, irgendwelche Horrorszenarien aufzuzeigen, aber Fakt ist: Der HSV muss höllisch aufpassen, sich nicht ein Loch zu graben, aus dem es sehr schwer wird, wieder herauszukommen.

Realismus statt Schulterklopfen

Angesichts der Konstellation tut der HSV gut darin, die Situation realistisch zu betrachten. Während Sportchef Jens Todt die Partie deutlich besser sah, als sie schlussendlich war („Seit ich in Hamburg bin, habe ich noch kein Spiel erlebt, in dem wir mehr und bessere Torchancen hatten“) und die Spieler die positive spielerische Entwicklung hervorhoben, schlägt Trainer Gisdol mahnende Töne an. “ Wir müssen wieder mehr Gift in unser Spiel bringen“, sagte Gisdol, „ein bisschen mehr von den unschönen Dingen, die man vielleicht nicht so gerne sieht“.

In der Tat fehlte es dem HSV an mentaler Schärfe in dem Spiel. Dennis Diekmeier träumte beim ersten Gegentor ebenso wie Walace und Christian Mathenia, beim zweiten Frankfurter Tor verlor Gideon Jung den Torschützen aus dem Auge.

Die klare Botschaft des Trainers: Man darf nicht in Schönheit sterben, sondern muss endlich einen Weg finden, Spiele zu gewinnen. Egal wie. Zur Not auch ekelig. Die HSV-Konkurrenten machen es vor, wie es geht. Und das macht die Situation umso gefährlicher. Das Motto muss lauten: Lieber hässlich in der Liga bleiben, als elegant in die Zweite Liga schlittern. Die Hamburger können sich derzeit kein Ergebniskrise leisten

Arp kann die HSV-Offensive nicht allein tragen

Wobei man in meinen Augen den Begriff „schön spielen“ auch relativieren muss. Ja, der HSV spielt „besseren“ Fußball als in der Vergangenheit und hat in der zweiten Halbzeit gegen Frankfurt eine fast 45-minütige Druckphase gehabt, in der man aber auch zwei Dinge klar festhalten muss: Es fehlt im Mittelfeld an Kreativität und ein gestandener Stürmer, der in der Lage ist, jene Effizienz an den Tag zu legen, die nötig ist, um auch ein Spiel im Abstiegskampf mal dreckig zu gewinnen.

Und bevor jetzt alle Schnappatmung kriegen: Nein, das ist keine Kritik an Fiete Arp. Ich finde es nach wie vor bemerkenswert, wie sich der Youngster Woche für Woche präsentiert, wie er in jedem Spiel sich mindestens eine Großchance erarbeitet, aber man kann von dem Jungen einfach nicht erwarten, dass er den HSV offensiv trägt. Mit 17 hat man Schwankungen, die Erwartungshaltung ist ja in den letzten Wochen ohnehin schon ins Unermessliche gestiegen. und vergebene Großchancen wie g gegen Wolfsburg und Frankfurt gehören zu einer Entwicklung dazu. Ich mache mir keine Sorgen, dass er daran zu sehr zu knabbern hat. Arp ist ein kluger Bursche und tut dem HSV gut. Punkt.

Fiete Arp erspielt sich in jedem Spiel eine Großchance, doch der Youngster kann die Offensive nicht allein tragen Foto: Witters

Die Rolle des Stürmers Nummer eins sollte in dieser Saison ohnehin  Bobby Wood einnehmen, doch nach seiner Vertragsverlängerung im Sommer muss man klar konstatieren, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis beim US-Amerikaner in keinem Verhältnis steht. Ob Wood am Freitag zur Verfügung steht, ist indes fraglich, da er noch immer an einer Kniereizung laboriert. Zwischen den Zeilen hörte man bei Gisdol heute raus, dass er sich gegen einen neuen Torjäger in der Winterpause nicht wehren würde.  „Das muss ich mit Jens Todt besprechen“, so der Coach. Doch woher nehmen, wenn nicht stehlen? Torjäger, der verfügbar und am besten ohne die Hilfe von Klaus-Michael Kühne zu finanzierbar ist? Viel Erfolg bei der Suche!

Wobei das „Stürmerproblem“ in meinen Augen nur bedingt eines ist. Auf dem Papier standen gegen Frankfurt zwar 20 Torschüsse, aber man muss auch die Qualität der Schüsse betrachten.

HSV fehlt es an Kreativität

Wo wir beim Thema Kreativität im Mittelfeld wären. Es war gegen die Eintracht interessant zu sehen, wie sich der HSV in der Drangphase präsentiert hat. Gerade in der Schlussphase standen sechs, sieben HSVer auf einer Linie auf Höhe des 16-Meter-Raums. Der Spieler (häufig Papadopoulos) der den Ball hatte, war aber die ärmste Sau, weil es schlicht an Anspielstationen im Zentrum mangelte. So kam der „lange Hafer“ und die Hoffnung, den zweiten Ball zu bekommen. Aber das haben die kompakt stehenden Frankfurter richtig gut verteidigt.

Unter dem Mangel an Ideen aus der Mittelfeldzentrale leiden die Offensivspieler. Beispiel Filip Kostic. Der Serbe ist dann stark, wenn man ihn in die Gasse schickt und er aus vollem Lauf von der Grundlinie flanken kann. Er ist nicht der Typ Spieler, der sich an der Mittellinie den Ball holt, drei Leute austanzt, und dann flankt oder zum Abschluss kommt.

Es fehlt einfach ein Spieler, der die Bälle in die Schnittstellen bringt und so eine Tempoverschärfung initiiert. So wirkt das HSV-Angrifffspiel häufig statisch, berechenbar und leicht zu verteidigen. Und die letzten guten Halbfeld-Flanken brachte Martin Groth vor gut 20 Jahren….Ihr erinnert euch sicher…

Aaron Hunt ist im zentralen Mittelfeld ein richtig guter Fußballer, das steht außer Frage, aber eben nur dann, wenn er Raum und Zeit hat. Im modernen Fußball eine Rarität….

Mich würde interessieren, wo ihr das Problem seht: Eher im Mittelfeld oder doch im Sturm? Oder in beiden Bereichen? Wo würdet ihr nachrüsten?

Ekdal dürfte sich Startplatz erspielt haben

Ich bin jedenfalls gespannt, wie Gisdol in Mönchengladbach aufstellen wird. Es ist deutlich herauszuhören, dass es Veränderungen geben wird. Ich könnte mir vorstellen, dass André Hahn, zuletzt ein wenig außen vor, gegen seinen Ex-Club eine Chance bekommen wird. Sicher dürfte auch sein, dass Albin Ekdal nach seinem starken Joker-Einsatz gegen Frankfurt vor der Abwehr beginnen wird.

Gute Nachrichten gab es heute immerhin von HSV e.V., der einen positiven Jahresabschluss in Höhe von 166.000 Euro zu verzeichnen hat. „Unser Ziel ist es immer mit einer soliden Finanzpolitik die Basis für den Verein langfristig zu stärken.  Dies ermöglicht uns notwendige Investitionen zu tätigen und damit wichtige Vereinsprojekte, die  zum Teil Jahrzehnte lang nicht möglich waren, zu verwirklichen“, sagte Präsident Jens Meier.

Wir melden uns morgen wieder.

Habt einen schönen Abend

Alex

 


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Kommentare

Reiner Petri
13. Dezember 2017 um 17:14  |  1291586

Melde mich sehr enttäuscht aus dem Urlaub.
Anders als der Kommentar sehe ich nicht etwa 20 Minuten Blackout, sondern einen Fehler in der taktischen Ausrichtung der Partie! Das auswärts stärkste Team der Hinrunde in einem 4-2-3-1 System einfach unterbuttern zu wollen war in meinen Augen naiv! Auch zu Hause im Volkspark muss letztlich das Denken: „Die Null muss stehen“ der Ausgangspunkt sein. Man konnte, auch in der Drangphase des HSV sehen, dass das Mittelfeld zu schnell von der SGE überrannt wurde.Jung als defensiven Mittelmann kann ich akzeptieren, wobei er in der 2. Hälfte als IV besser gespielt hat!
Aber Walace sehe ich nicht im defensives Mittelfeld. Es gab eine Riesenlücke zwischen dem Angriff und der Defensive.
Erst als das defensive Mittelfeld verstärkt war, wurde es besser.
Falsch war auch die Auswechslung von Waldschmidt. Es war doch deutlich, dass die Achse Waldschmidt, Ito, Arp und als Verstärkung Diekmeier funktionierte, da waren doch auch Ideen und Spielzüge! Und das muss auch in Zukunft so sein, Ito, Waldschmidt, Arp und ein aufrückender Verteidiger bilden eine Raute und produzieren so Lücken beim Gegner. Das kann dann auf der linken Seite ebenso passieren, Santos war wirklich ein sicherer Rückhalt, ihm fehlt der Anspielpartner rechts neben sich und auch der wirkliche Mitspieler links außen.
Also Waldschmidt und Ito funktionierten.


Mmmarcxxx
13. Dezember 2017 um 17:19  |  1291587

Ich sehe den Grund für die 20 Horrorminuten leider weiter in einer Personalie begründet. Wenn Du als Torwart in einer Saison bereits häufiger Unsicherheit ausgestrahlt hast und Spiele durch Torwartfehler verloren gegangen sind, bist Du in den Augen Deiner Mitspieler ein Risikofaktor. Da kann Dich der Trainer noch so stark reden, Mathenia war nicht in einem Spiel dieser Saison der Winner.
Die drei zu Null Spiele sind nicht durch ein Paradenfestival des Keepers gekommen, sondern durch eine grandiose Abwehrkette. Der Torwartfehler beim Ausgleich gestern hat die gesamte Truppe verunsichert und Erinnerungen an Hannover, Mainz und auch Berlin – der Zwischenschritt bei der zweiten Ecker hätte einem guten Keeper geholfen – wachgerufen.
Jetzt ist genau der gute Zeitpunkt, um Herrn Pollersbeck ins Beckern zu werfen. Schlechter wird es ganz sicher nicht. Und nach einigen Spielen und der einhergehenden Sicherheit haben wir vielleicht wieder einen Keeper, der für uns Spiele gewinnt und nicht verliert. Torwartwechsel jetzt!!!


hansiat83
13. Dezember 2017 um 18:02  |  1291588

Das Problem der mangelnden Kreativität beginnt doch schon in der Abwehr. Beide IV sind fußballerisch derart limitiert, dass mit ihnen kein vernünftiges Aufbauspiel möglich ist. Auf den AV Positionen hat sich Santos zuletzt gut entwickelt. Seine Impulse nach vorne haben „Hand und Fuß“. Diekmeier ist sehr engagiert. Seine Flanken und Pässe sind aber kaum verwertbar. Sein Hauptnutzen besteht also eher darin, seine Gegenspieler tief in deren Hälfte zu binden. Im defensiven Mittelfeld lagen meine Hoffnungen auf Walace; in der Rolle eines Achters. Er hat meiner Meinung nach die technischen Fähigkeiten, einen verwertbaren Pass in die Offensive zu spielen. Um so enttäuschender sein gestriger Auftritt. Und nun zu Hunt. Er passt mit seinem Schlafwagenfußball nicht mehr in die heutige Zeit. (Hat er überhaupt schon mal in irgend eine Zeit gepasst?). Holtby ist in den meisten Fällen zu hippelig am Ball.
.
Fazit: Den Stürmern fehlen gute, verwertbare Zuspiele weil durchgehend durch ALLE Mannschaftsteile die Kreativität fehlt. Um so unverständlicher, dass da im Sommer nicht nachgebessert wurde. Stattdessen wurde mit Hahn der nächste Rumpelfußballer verpflichtet.


merkosh63
13. Dezember 2017 um 18:10  |  1291589

Wenn ich Gisdols Aussage richtig interpretiere, dann wird am Freitag Beton angerührt. Ein weiteres 0:0 wird als oberstes Ziel ausgegeben, um mit einem positiven Gefühl in die Winterpause zu gehen.
Bin nur gespannt, ob die Kräfte reichen werden. 3 Spiele in 6 Tagen, dass sind die Jungs nicht gewohnt.


Voraussager
13. Dezember 2017 um 18:10  |  1291590

Wieso wäre Gisdol nicht abgeneigt einen torgefährlichen Stürmer zu holen?
Er hat doch seinen Wunschstürmer Schipplock bekommen, warum stellt er ihn denn nicht auf?


Ekstase
13. Dezember 2017 um 18:50  |  1291592

Ein Stürmer wird also gesucht. Er soll sicher Zunkunftspotenzial haben 😉
Bitte schön, je nach Budget und Verhandlungsgeschick mehr oder weniger machbar:
https://www.transfermarkt.de/sebastian-driussi/profil/spieler/294853
https://www.transfermarkt.de/lautaro-martinez/profil/spieler/406625
https://www.transfermarkt.de/jonathan-bamba/profil/spieler/292818
https://www.transfermarkt.de/theo-bongonda/profil/spieler/280701
https://www.transfermarkt.de/rui-pedro/profil/spieler/328943
https://www.transfermarkt.de/tammy-abraham/profil/spieler/331726
https://www.transfermarkt.de/maxwel-cornet/profil/spieler/234781
Goncalo Guedes, Patrick Schick, Andre Silva, Gabriel Jesus,Arkadiusz Milik, Kelechi Iheanacho lasse ich mal weg , die wären wohl schon zu teuer.
Pro Hoffmann, pro scouting, pro HSV 😉


Ekstase
13. Dezember 2017 um 18:53  |  1291593

hsvoli
13. Dezember 2017 um 18:58  |  1291594

Gisdol fordert mehr Galligkeit, das hört sich ja gut an, aber sowenig trainiert und soviele freie Tage gab es noch nie. Einzeltraining, Sonderschichten, wo findet das statt? nicht beim stolzen HSV der träumt noch von goldenen Happel Zeiten. Ein alter Spruch sagt „Übung macht den Meister“ oder „du spielst wie du trainierst“. Im Endeffekt bekommt der HSV genau dafür die Rechnung präsentiert.


pwehsv
13. Dezember 2017 um 19:06  |  1291595

Derzeit keine Ergebniskrise leisten? Ach so, weil man „nur“ dreimal schelchter stand in der Historie. Na dann.

Häßlich in der Liga bleiben?
Nichts anderes findet seit Jahren statt, garniert von ständig steigenden Verbindlichkeiten, trotz der Möglichkeit, Anteile zu verkaufen.

Wie meinte ein ehem. ARV? Exzellent….

Spielaufbau ist seit ebenso vielen Jahren ein Fremdwort. Speziell was IV und VI betrifft. Schnittstellen-Pässe sind so selten wie Platzierungen unter den ersten 10.
Reichlich ausführlicher Blog für keineswegs unbekanntes. Konnten andere Blogautoren aber hier auch schon.


nenndorfer
13. Dezember 2017 um 19:06  |  1291596

Vorraussager
Bleib mal bei der Wahrheit.


Voraussager
13. Dezember 2017 um 19:16  |  1291597

nenndorfer,
so leid es mir wirklich für Dich tut,
genau das ist die Wahrheit. Zitat Gisdol im Sommer: Ich möchte unbedingt Schipplock zurück, passt genau in mein System.
Und nu?


Heindampf
13. Dezember 2017 um 19:40  |  1291598

Ich schrieb es schon im Vor-Blog: Es ist Zeit für einen Torwartwechsel und zwar jetzt sofort. Auch Mavraj ist ein ständiger Unsicherheitsfaktor. Beide Personalien sind mit Pollersbeck (habe ich das richtig geschrieben) und „Big Rick“ intern lösbar. Ein oder zwei gute Mittelfeldspieler (davon gerne einen torgefährlichen, vielleicht Marke Vidal) bräuchten wir, dann treffen Fiete oder meinetwegen Bobby ganz von alleine.

Dass richtig trainiert wird, bezweifle ich inzwischen auch. Gisdol hat statistisch eine schlechtere Bilanz als Labbadia, wenn man den Zahlen glauben darf. Es ist alles einfach nur grausam. Ekdal scheint langsam in Form zu kommen. Bis zur nächsten Verletzung? Wenn mit Holtby nicht mehr geplant wird, sollte man versuchen, ihn zu verkaufen. Hunt ebenfalls.


Heindampf
13. Dezember 2017 um 19:46  |  1291599

Noch eine Anmerkung bezgl, neuer Stürmer:: Bei uns könnte auch Lewandowski im Sturm spielen. Mit den Nebenleuten schießt der auch keine Tore.


nenndorfer
13. Dezember 2017 um 19:55  |  1291600

Es fehlt nur etwas Glück.


Heindampf
13. Dezember 2017 um 20:17  |  1291601

Der war gut @Nenndorfer.

Ich halte die Lage für bedrohlicher als vor 12 Monaten, als man ja beinahe schon hoffnungslos abgeschlagen war. Das jetzige Tabellenbild mit dem sich scheinbar in Reichweite befindenden Mittelfeld ist rügerisch – sehr trügerisch.

Ich würde gar nicht groß Winterpause machen. Kein Trainingslager in der Sonne, sondern im kalten Deutschland einfach versuchen, im Rhythmus zu bleiben. An den offensichtlichen Schwächen trainieren und zur sofortigen Überprüfung Testspiele machen. Die ersten Spiele der Rückrunde – da wird es auch noch kalt sein. Es könnte ein Vorteil sein, wenn man sich gar nicht groß an schöne Temperaturen im Trainingslager gewöhnt hat.

Das nenne ich „rund um die Uhr arbeiten“.


GV1977
13. Dezember 2017 um 20:51  |  1291602

Reiner Petri

13. Dezember 2017 um 17:14  |  1291586

>>>>>>>>>>>>>>>
Da ist was dran. Es wäre ein Ansatzpunkt, müsste aber wie an anderen Punkten intensiv trainiert und entwickelt werden.
Aber da schon wieder befinden wir uns im Konjunktiv, das geschieht unbestreitbar bei weitem nicht genug.
Stattdessen wird hochoffiziel als Strategie der Rückzug auf allereinfachste Kick and Rush Methodik gepredigt und vertreten.
Völlig dem Spielvermögen kontraproduktiv.


nenndorfer
13. Dezember 2017 um 21:10  |  1291603

In der Regel sind wir in der Rückrunde stärker.


GV1977
13. Dezember 2017 um 21:12  |  1291604

Heindampf

13. Dezember 2017 um 13:18  (Vorblog)

Da widerspreche ich. Wenn wir einerseits bessere Fußballer hätten und andererseits Spieler wie Wallace und viele andere ihr Können abrufen würden, gäbe es auch kein „Anti-Fußball-System“, oder wie du es nennst.
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
ich halte das für zu kurz gedacht. Es liegt nicht ursächlich am Leistungsabrufvermögen einzelner Spieler. Es fehlt ihnen über „Null muss stehen“ und „der Ball muss vor“ massiv an konzeptioneller spielerischer Klarheit und Linie im ganzen Bereich ‚Umschalt-‚ und ‚Offensivspiel‘.
Und natürlich fehlt es massiv seit langem am Einstudierenderartiger Albläufe, Strategien.
Immer, wenn sich der HSV im Offensivdrang und/oder Druck befindet, zu stürmen, ist überaus deutlich, wie wenig sicher und klar zielführend dies geschieht. Da wird dann mit wilder Macht aber wenig Spieloptionen nach vorne gedrückt und gestürmt; wobei diese Aktionen entweder sehr sehr simpel und durchschaubar oder ziemlich unvorbereitet und unklar aber wenig antizipierend ins Kraut schießen.
Oft scheint es zudem, der Kader sei in seinen entsprechenden Mannschaftsteilen garnicht in diese offensiv-spielerische Richtung homogen aufgestellt, sondern eigentlich nach der Maßgabe ‚Destruktionspressing‘ und Einzelfall-Fehlernutzung sowie ‚die Null hinten‘
ausgerichtet.
So wird das nie was.


GV1977
13. Dezember 2017 um 21:20  |  1291605

Und wenn in heißer Schlussphase der Trainer den einzigen noch Torungefährlicheren Kicker als DD einwechselt, braucht sich schließlich niemand mehr zu beschweren…


GV1977
13. Dezember 2017 um 21:27  |  1291606

In der Regel sind wir in der Rückrunde stärker.
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
Ach !? Belege ?


nenndorfer
13. Dezember 2017 um 21:33  |  1291607

Kannst du deine Weisheiten belegen?


hazuka
13. Dezember 2017 um 21:48  |  1291608

Moin
Ich würde Walace ins om stellen, er ist doch einer der den Pass in die Schnittstelle spielen kann. Er denkt zu offensiv. Vor dem Ausgleich geht er so stürmisch rein, da hat schon an den Gegenangriff gedacht. Zu Gisdol und Todt klar gibt es bessere Leute, aber die bekommen wir nicht mehr. Und wenn man eines als hsv Fan gelernt haben muss, ist das ständige Trainerwechsel nichts bringen. Wir brauchen Kontinuität. Gisdol ist stand jetzt der richtige.


dead-alive
13. Dezember 2017 um 22:13  |  1291609

Der Stadionbesuch hat folgende Eindrücke hinterlassen:

Es gibt keine Aufwärtstendenz, keine Serie und kein erkennbares Spielsystem. Deswegen war der Ausgang des Spiels auch keine Überraschung. Der HSV ist auch keine Heimmacht. Die Ergebnisse sind das Resultat von intakter Kampfmoral, spielerischem Unvermögen und ganz viel Zufall. Insofern ist es überhaupt nicht auszuschliessen, dass es in Gladbach für einen Punkt reicht. Ohne dass irgendetwas dafür spräche. Eben Zufall.

Um es mit den Worten des Totalversagers Beiersdorfer zu sagen: Einige Spieler haben Defekte. Unabhängig von den bekannten Defiziten von Mathenia, Diekmeier, Mavraj, Jung, Schipplock und den nicht eingesetzten Sakai, Hahn und Holtby, gibt es zwei Spieler, die sämtliche Bemühungen der Mannschaft zunichte machen: Hunt und Kostic. Es ist unfassbar, mit welcher Einstellung diese beiden Typen auf dem Platz rumtraben und es permanent verweigern, an der einzig verbliebenen Tugend, der Kampfmoral, teilzunehmen. Die gesamte Körperhaltung bringt zum Ausdruck, dass sie keinerlei Motivation haben, Teil des Elends zu sein, das der HSV bekanntermaßen nur produzieren kann. Solange diese beiden Arbeitsverweigerer auflaufen, spielt der HSV nur mit neun Mann. Es ist eine bodenlose Frechheit, dass diese Versager immer wieder vom Trainer aufgestellt werden und untergräbt die verbliebene Kampfmoral in eklatanter Weise. Die anderen Spieler sind zwar technisch extrem limitiert und leisten sich regelmässig schlimmste Aussetzer, aber sie kämpfen wenigstens.

Der Cheftrainer Gisdol führt unverändert das Leistungsprinzip ad absurdum und schwächt dadurch die Mannschaft nachhaltig. Hinzu kommt, dass er den Spielern weiterhin wichtige Trainingsinhalte verweigert. Es ist völlig unverständlich, dass es keinen Spieler gibt, der vernünftige Standards beherrscht, der Wirkungsgrad von Ecken, Freistössen und Flanken geht immer wieder gegen Null. Warum wird das Schusstraining nicht intensiviert? Warum ist keiner da, der sich die Pille schnappt und den Torwart mit ins Tor schiesst? Warum akzeptiert man diese schlechte Passquote? Die peinlichen Abspielfehler der Spieler treiben die Zuschauer jedesmal in den Wahnsinn. Die häufigste Unmutsäusserung des enttäuschten Publikums lautete, was trainieren die eigentlich. Der ewig grinsende Gisdol vergeht sich damit an dem Verein, den er eigentlich als Übungsleiter zum Erfolg führen soll. In jeder anderen Branche stünde bei diesem vereinsschädigenden Verhalten eine sofortige Entlassung an. Darüberhinaus hustet Gisdol weiterhin seine dreisten Lügen zum Spielverlauf in die Mikrofone und beleidigt damit die Intelligenz eines jeden interessierten Fussball-Fans. Mit dem Ausleben seiner narzistischen Anwandlungen schändet Gisdol die Marke HSV, die ohnehin seit Jahren völlig zu recht am Boden liegt anstatt es mal mit der für jedermann erkennbaren Wahrheit zu versuchen. So ein Verhalten ist eines Cheftrainers unwürdig. Von Bruchhagen und Todt mal ganz zu schweigen. Niemand darf sich wundern, dass der HSV weiterhin in ganz Fussball-Deutschland verachtet wird.

Umso bemerkenswerter war es, dass selbst in dieser katastrophalen Gemengelage etwas Positives wahrgenommen werden konnte: Arp und Ito, teilweise auch Waldschmidt. Es ist eine einzige Freude, zuzuschauen, mit welchem Elan die beiden Youngster sich in das Getümmel schmeissen und versuchen, Fußball zu spielen und Tore zu schiessen oder diese vorzubereiten. Leider ist genauso klar zu erkennen, dass die beiden in keinster Weise im Training gefördert werden und somit unter dem Schweine-Spielsystem, welches Gisdol zwangsverordnet hat, langsam aber sicher zu Grunde gehen werden. Wenn man die beiden intensiv betreuen würde und taktisch geschickter einsetzen würde , könnten beide richtige Waffen werden. Den Ito sollte man zunächst nur 45 bis 60 Minuten einsetzen und ihm seine Dribblings einfach lassen. Bei fünf Versuchen wird er viermal an den Abwehrkanten hängenbleiben aber einmal durchkommen oder gefoult werden. Wenn dann noch ein präziser Assist folgt und das ganze dreimal im Spiel wiederholt wird, ist das mehr als Kostic in einer ganzen Saison produziert. Und Fiete Arp muss unbedingt im Sturm Unterstützung erhalten, um von dem Abnutzungskampf als einzige Spitze entlastet zu werden, der schon Bobby Wood ausgelaugt hat. Es war schon sehr beeindruckend, wie das Publikum den Ito bei jedem Sturmlauf mit antreiben wollte, so ähnlich wie zu Zeiten der Mighty Mouse, als Kevin Keegan sich den Ball schnappte und im Mittelfeld durchmarschierte. Und beim Fiete wurde regelrecht mitgeschoben und mitgedrängelt, wenn der Bub versuchte, sich im Strafraum durchzutanken und die Aktion endlich mit einem Torschuss abzuschliessen. Was auch mit der Energie eines 17-jährigen eher selten klappt, wenn man beim HSV spielen muss. Und die ganze Hoffnung eines Stadions auf den Schultern ruht. Das war übrigens die zweithäufigste Frage im Publikum, warum muss ein 17-jähriger den HSV retten, obwohl der Verein über 100 Mio Euro investiert hat. Nummer drei war das Verfluchen der Tapete Diekmeier, nachdem er in unerträglicher Selbstüberschätzung in Führung liegend davon ausging, dass das Spiel bereits gewonnen ist und dann mit seinem fatalen Gedaddel die Niederlage einleitete.

Eines ist auch klar geworden: Die überwiegende Anzahl der Stadionbesucher setzt sich nicht mal ansatzweise so intensiv und detailliert mit den Defekten, äh Defiziten des HSV auseinander wie es in den verschiedenen Blogs getan wird, egal ob von Pestern oder Hüpfern. Auf der Pöbelebene kann man ganz schnell auf dem Niveau von Jonny oder BCMOON einsteigen, aber beim Versuch, mal über Trainingsinhalte oder Pressekonferenzen oder Aufsichtsräte zu sprechen, bleibt der Austausch unidirektional, da kommt nicht viel vom gemeinen Event-Fan, da grüsst eher Helm-Peter. Auch wenn man sich hier teilweise im schärfsten Dissenz befindet, der Pool an Metawissen, das durch jahrelanges Lesen und Schreiben in den Blogs angewachsen ist, ist ganz erheblich. Und grenzt einen, allerdings wenig hilfreich, von den Massen im Stadion ab. Die (nicht ganz ernst gemeinte) Hoffnung (natürlich nur aus Pester-Sicht), dass von den 40.000 Zuschauern Abertausende ebenfalls der Meinung sind, das die drei Pfeifen schnellstmöglich wegmüssen und wir alle nach Spielende am Zaun rütteln und Bruchhagen zum gemeinsamen Rücktritt drängen können, stirbt spätestens beim Anblick der mit gesenktem Haupt aus dem Stadion trottenden Massen, die wiedermal von ihrem bevorzugten Verein enttäuscht wurden bzw. genauer gesagt von den handelnden Personen, die den Verein repräsentieren, wiedermal verarscht wurden.

Es ist nur Fussball. Und nur der HSV. Und vielleicht kommt ja Bernd Hoffmann.


GV1977
13. Dezember 2017 um 22:18  |  1291610

Billige Retourkutsche.
War demnach ein leincht widerlegbarer Spruch, oder vielleicht ein Witz (?)


GV1977
13. Dezember 2017 um 22:38  |  1291611

dead-alive
13. Dezember 2017 um 22:13
„Warum ist keiner da, der sich die Pille schnappt und den Torwart mit ins Tor schiesst?“
>>>>>>>>>>>>>
Ganz einfach, sie treffen ihn nicht, den Torwart. 😃
.
Ja, vielleicht kommt Hoffmann – zu spät ?
Vielleicht bekommt Hoffmann den alten Herrn in seine Spur. Doch auch ihm sind in keiner Weise die Möglichkeiten wie vor zehn Jahren offen.


WizzOo
14. Dezember 2017 um 0:17  |  1291612

Also ich hoffe, dass Herr Gisdol in seiner Aussage differenziert.
Klar braucht man mehr Giftigkeit. Ich habe zwar die erste Halbzeit nicht gesehen, aber wenn man auseinander genommen wird und dann kein einziger sich eine gelbe Karte abholt,
dann fehlt tatsächlich Gift!
Nur jetzt das ganze System wieder auf hoch und weit zurück zu drehen ist mir zu viel.
Wie sollen wir dann jemals besser werden?
Automatismen in der Offensive lernen?
Dazwischen hauen und das Spiel auf hoch und weit ändern wenn man schwimmt: klares JA!
Wieder das Team allgemein in der Spielweise um neun Monate zurück versetzen: klares NEIN!


WizzOo
14. Dezember 2017 um 0:25  |  1291613

Achso,
Spieler oder Mannschaftsteile nach ein zwei Spielen öffentlich loben: Absolutes No Go!!!
Jung „konstantester Spieler momentan“ -> erst rot dann foulelfmeter
Defensive „Stabilität“ -> Hühnerhaufen
Walace „starkes Spiel“ -> Totalausfall
Albin Ekdal „hervorragender Spieler, am liebsten immer für 90 Minuten“ ->
Lasst ihn am besten nächstes Spiel draußen 😀


Voraussager
14. Dezember 2017 um 0:36  |  1291614

dead-alive,
danke wieder einmal für Deine 100 Prozent richtige Analyse. Bis auf ganz wenige hier im Blog haben es alle begriffen.
Ich frage mich täglich was können wir tun um diesem unseglichen Treiben dieser an Unfähigkeit nicht zu überbietenden Dilettanden Einhalt zu gebieten?? Nichts, es gibt immer noch zig Tausende die ins Stadion rennen und mit Lotto die schwachsinnigste Hymne der Liga singen und allein damit zufrieden nach Hause gehen.
So können wir dem Treiben der 3 Unfähigen kein Ende machen.
Übrigens, wie vor Wochen vorausgesagt, Weihnachten stehen wir hinter Werder!!


Voraussager
14. Dezember 2017 um 0:41  |  1291615

unsäglich !! nicht unseglich


scorpion
14. Dezember 2017 um 7:41  |  1291616

@dead-alive 👍👍👍


GV1977
14. Dezember 2017 um 8:08  |  1291617

Gisdols Bilanz sieht doch ziemlich nach ‚viel hässlich Verlieren‘ aus.
Er könnte langsam mal ein wenig an „schön gewinnen“ arbeiten, find‘ ich.


DortmundMac
14. Dezember 2017 um 9:18  |  1291618

Fakt ist, wir spielen seit 4 Jahren gegen den Abstieg. 2/3 des Personals sind immer noch hier. Wie soll also etwas besseres entstehen? Wir stehen da, wo wir hingehören. Und diese Saison endet die Geschichte Bundesliga! Dabei bin ich total emotionslos. Wir haben von der Nr. 1 bis 39 die Qualität eines Absteigers. Höhere Qualität haben die Nr. 40 und 43. Das wird kaum reichen. Wenn die Berater Gute sind, kann man nur einen Wechsel im Sommer forcieren. Der arme Arp hat teilweise 5 Ballkontakte im Spiel gehabt, gegen Frankfurt vielleicht 15. Das ist einfach zu wenig und unser Kernproblem. Woran liegt es? Für mich hat Hunt keine Handlungsschnelligkeit, er verzögert das Spiel, kennt die Laufwege von Arp oder Ito überhaupt nicht. Der Rest dahinter ist leider noch unfähiger. Grundsätzlich ist für mich das System mit Schuld. Ich verstehe nicht, warum nicht 2 Stürmer aufgestellt werden? Neben Arp noch einer von den Amateuren. Auf der 10 Waldschmidt. Mittelfeld eine Raute, wobei der 6er aller Jakobs als Vorstopper agiert. Warum ist unser Holländer nicht mehr dabei? Der muss zwingend in die IV. Mit Selbstvertrauen könnte der Junge den Spielaufbau von hinten machen. Aber der Junge wird – wie üblich – auch vernichtet. Gregerl grüßt! Und nein, Für die Situation ist nicht DB verantwortlich, sondern die gegenwertig handelnden Personen.


Voraussager
14. Dezember 2017 um 10:11  |  1291619

Auch wenn Hoffmann für mich ein letzter Strohhalm ist, hat er denn überhaupt entscheidenden Einfluss als
e.V. Vorsitzender? Kann das jemand beantworten?


GV1977
14. Dezember 2017 um 10:42  |  1291620

Voraussager

14. Dezember 2017 um 10:11
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
„Bei einer Rückkehr zum HSV wäre er der mächtigste Mann im Verein. Der Präsident vertritt die knapp 80 000 Mitglieder. Die Satzung sichert ihm zu,
dass er die Aufsichtsräte der Fußball AG vorschlägt und diese auch abberufen kann. Da der e.V.-Präsident selbst einen festen Sitz im AG-Kontrollgremium hat, entscheidet er über die Besetzung des Vorstands und die Linie im Klub mit, über Budgets für die Profis, über Transfers und Trainer-Verpflichtungen. Der Gesamtverein ist der Eigentümer der
Fußball-Tochter.“ (aus dem Blog nebenan)


GV1977
14. Dezember 2017 um 10:44  |  1291621

…von Gravesen gestern 😉


Voraussager
14. Dezember 2017 um 10:53  |  1291622

GV1977,
vielen Dank für die Erklärung.
Wäre wie gesagt ein Strohhalm wenn es nicht schon zu spät ist.
Hätte er überhaupt Chancen gewählt zu werden, ich kann mir vorstellen das die meisten Mitglieder dem Desaster ziemlich kritiklos gegenüber stehen,oder?


Kopfballungeheuer
14. Dezember 2017 um 11:08  |  1291623

Ich finde die Kommentare der Verantwortlichen ehrlich gesagt ungeheuerlich. Diese Selbstzufriedenheit und mangelnde Kritikfähigkeit ist komplett erschreckend. Wenn jemand (der HSV) stirbt, dann doch sicherlich nicht „in Schönheit“. Spielerisch anspruchsvoll und „schön“ war noch überhaupt kein Spiel in dieser Saison. Dann Todt: „noch kein Spiel erlebt, … mit besseren Torchancen“. Das stimmt doch auch komplett nicht. Das waren vielleicht drei gute Chancen, mehr nicht, und diese wurden nicht genutzt.
Ich verstehe auch gar nicht, warum immer erzählt wird, der HSV habe das Spiel wegen 20 schlechter Minuten verloren. Es stand in der 24. Minute 2:1. Da hat das Team und der Trainer noch über 65 Minuten Zeit ein (oder zwei?) Tore zu schießen. Das schaffen andere Mannschaften im Abstiegskampf auch. Aber wenn die Führung natürlich schon sagt „wenn wir mal in der ersten Halbzeit zurückliegen, dann kann es auch nicht mehr klappen“, dann müssen eben diese „schwachen 20 Minuten“ herhalten für die Niederlage. Niemals wird zugegeben, dass die Gesamtleistung ungenügend war. Immer gibt es Ausreden und „Erklärungen“ warum man verloren hat.
Ich bin der Ansicht Trainer und Manager haben fertig. Man ist einfach zufrieden damit, dass man nicht so schlecht spielt wir im letzten Jahr und nur auf dem 16. statt dem 17. Platz steht. Beide retten sich nur noch über die Zeit und hoffen auf eine Abfindung. Wo ist in der Führung der Biss?
Nur kurz zum Thema Stürmer: Wenn man jetzt meint, man bräuchte Verstärkung im Sturm, dann verstehe ich die Kaderplanung nicht. Im Sommer war man noch der Ansicht, man sei vorne ausreichend besetzt. Jetzt kommt sogar wie aus dem Nichts noch Arp als Leistungsträger hinzu und trotzdem meint der Trainer vorn Verstärkung zu brauchen. Wie kann man denn dann die Kaderplanung erklären? Gut, von Wood wurde mehr erwartet, aber trotzdem. Immer wird nach externen Gründen und Problemlösungen gesucht, dabei sind die Probleme intern.
Diese Spiele und dann die folgende Selbstzufriedenheit sind nur schwer zu ertragen. Gruß


Voraussager
14. Dezember 2017 um 12:44  |  1291624

Kopfballungeheuer,
Du bist noch einer der es total auf den Punkt bringt.
Warum liest man niemals auch nur ansatzweise so etwas in der Presse?
Was sind die sog. Journalisten nur für
A…..kriecher.
Bei den politischen Journalisten ist das doch in Ansätzen besser, da wird zumindest manchmal der Finger in die Wunde gelegt.


Dukate
14. Dezember 2017 um 13:32  |  1291625

Warum immer wieder Jung? Eine absolute Pfeiffe, bestenfalls dritte Liga. Stattdessen muss Walace runter, der einmal zu spät kommt aber in jeder Hinsicht talentierter ist.


Reiner Petri
14. Dezember 2017 um 13:55  |  1291627

Als Bruno Labbadia von Gisdol abgelöst wurde hatte ich mich sofort gefragt: Warum das denn? Und warum Gisdol, wo ist denn da die Verbesserung? Wenn die Defizite behoben werden sollen dann benötigt man doch einen Trainer der die taktischen und technischen Finessen verbessert und auf den Platz bringt.
Wie dem auch sei, man musste halt mit dieser Entscheidung leben. Die Art und Weise wie Gisdol das Spiel versteht, hat aber mit modernem Fussball nichts zu tun. Die Wellenbewegung die ein modernes Fussballteam heute beherrscht, ist beim HSV nicht vorhanden, sondern es wird im statischen Verfahren „hinten, mitten, vorne“ das Heil der Mannschaft gesucht.
Nach wie vor fehlt dem HSV ein Knipser und ein offensiver Mittelfeldspieler, der die Ideen hat. Die Jugend mit Arp, Waldschmidt und Ito verstehen diese Ideen. Kostic ist drüber weg und Hunt hat einfach Angst vor dem Pass in die Tiefe. Wer in der heutigen Bundesligapartie das Mittelfeld beherrscht, sich bei Gegenangriffe mit zurückorientierten Mittelfeldspielern verstärkt, der erzeugt die Lücken und die Tormöglichkeiten.
Zu Matthenia ist zu sagen, vielleicht sollte man den Sprung wagen und ihn mittels Belastungssteuerung erst einmal neu aufbauen. Pollersbeck würde es dem Trainer danken, denn das man so einen Schuss von Wolf mal um die Stange lenkt, dafür hat man einen guten Tortwart.


Biker1952
14. Dezember 2017 um 16:09  |  1291628

@ GV1977
Aus der Satzung der HSV Fußball AG ergibt sich kein Passus der den Präsidenten des e.V. berechtigt ein AR Mitglied der AG abzuberufen. Der Präsident ist zwar durch das Amt geborenes AR Mitglied mehr aber auch nicht. Er ist auch nicht automatisch der Vorsitzende des AR der Fussball AG weil der von der HV gewählt wird.
In der ganzen Satzung findet man nirgends etwas über die Abberufung eines AR Mitgliedes, lediglich was beim Ausscheiden passiert.
Wäre nett wenn du denn $ mal nennen könntest. Also soviel Macht hätte Hoffmann also meiner Meinung in der Fußball AG nicht. Er kann weder den Vorstand noch den Sportdirektor alleine bestimmen, weil er nur eine von 6 Stimmen hat.


GV1977
14. Dezember 2017 um 16:11  |  1291629

Reiner Petri
14. Dezember 2017 um 13:55
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>><
Dass Mathenia dauerhaft nicht das erforderliche Niveau halten kann, dass eine solche Vordermannschaft notwendig macht, war schon klar, als er kam.
Dass Pollersbeck weit mehr Potential hat, ebenso.
Inzwischen hätte der Junge längst entwickelt und herangeführt sein können. Wer glaubt, Pollersbeck würde mehr und schwerwiegendere Fehler als Mathenia machen, vortreten.
???
.
Welcome back aus dem rosa Nimmerland in der Realität. Hier ist es nicht so schön gefärbt, weitaus ärgerlicher aber auch ehrlicher.


Biker1952
14. Dezember 2017 um 16:23  |  1291630

Na, vielleicht beschert uns Peters noch das eine oder andere Talent da er ja jetzt um 2 Jahre verlängert hat.


Biker1952
14. Dezember 2017 um 16:35  |  1291631

Und Ito mit Vertrag bis 2021.


GV1977
14. Dezember 2017 um 16:50  |  1291632

Biker1952
14. Dezember 2017 um 16:09
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
ich glaube, Du hast recht, ein formales Abberufungsrecht hat er nicht.
Dass der E.V. präsident automatisch den AR Vorsitz hätte, hat doch niemand behauptet. Er „schlägt die Räte vor“ oder real – er bestimmt sie.
Allerdings ist doch auch klar, dass in der Realität ohne den Vereinspräsidenten und 75% Eigner nichts geht.


kreuzband
14. Dezember 2017 um 17:01  |  1291634

Moin,
.
Ein Haufen sehr gute Kommentare hier, nicht nur der von dead-alive. Man muss nicht unbedingt zu denselben schonungslosen Schlussfolgerungen kommen, aber nüchtern betrachtet, ist die (traurige) Realität ebenso treffend wie grell ausgeleuchtet.
.
Ich hatte mir von Markus Gisdol viel mehr versprochen (den „wellenbewegten“ Fussball von Reiner Petri halt). Sicherlich waren die Erblasten erheblich, nur sind diesen nur noch weitere hinzugefügt worden. Wären die jungen Spieler nicht noch „aufgetaucht“, wären die allerletzten Patronen wohl schon verschossen worden. So bleibt noch ein Fünkchen Hoffnung, aber wozu eigentlich ?
.
Ich hatte es vor kurzem in einem Zufallsgespräch mit einem Fussballinteressierten selbst einmal von einem Aussenstehenden gehört, wie tief das Ansehen des HSV gesunken ist. Jemand sagte hier oder in der Perle, dass die BL einen HSV braucht, der schönen und erfolgreichen Fussball spielt. Das würden auch viele Nicht-HSVer sofort unterschreiben. Nur, vor diesem HSV grausen sich die meisten mittlerweile nur noch. Rein schon aus diesem Grund sollte es nur die Flucht nach vorne geben: gebt den Spielern den Vorzug, die wirklich Talent zum modernen Fussballspielen haben. Das ist schon aus Marketinggründen das Gebot der Stunde.


Voraussager
14. Dezember 2017 um 17:16  |  1291635

Rainer Petri,
gaaaaannnns langsam begreifst selbst Du was wirklich Realität ist, ich bin begeistert, weiter so!! 👍


GV1977
14. Dezember 2017 um 17:23  |  1291636

kreuzband
14. Dezember 2017 um 17:01
„…Man muss nicht unbedingt zu denselben schonungslosen Schlussfolgerungen kommen…“
„…schon aus diesem Grund sollte es nur die Flucht nach vorne geben: gebt den Spielern den Vorzug, die wirklich Talent zum modernen Fussballspielen haben. Das ist schon aus Marketinggründen das Gebot der Stunde.“
>>>>>>>>>>>>>
Nein, man muss nicht zu denselben Schlussfolgerungen kommen ?!
Dein zweiter Satz oben bewegt sich, wie bei vielen hier, schon wieder im Konjunktiv, zwischen „Gebot der Stunde..“ und „müsste…“, „sollte…“ bis zu „bleibt zu hoffen…“ usw.
Denn die Realität ist doch ganz anders: Gisdol, Todt, HB, die Spieler, alle predigen den vorsätzlich hässlichen einfachen (Anti)Fußball.
Sie tun dies bewusst mit vollster Absicht !
Sie trainieren doch auch kaum anderes; heute beim Abschlusstraining war nach einer halben Std. Schluss (laut BLÖD).
Für „Wellenbewegungs-Spiel“ und „schönen … modernen Fußball“ reichen auch 90 Min. täglich nicht, wenn man vom Niveau des HSV ausgeht.
Macht Euch doch keine falschen Hoffnungen. Die versuchen einzig irgendwie noch den eigenen Ar… zu retten, von Tag zu Tag, Woche zu Woche, seit Jahren. Ein Konzept oder Plan spielerischer oder taktischer strategischer Art existiert bestenfalls bei Peters im U-Bereich, nicht bei der BL-Mannschaft.
Bei Gisdol kommt da bestenfalls das gleiche heraus wie vorher bei Bruno oder Knäbel oder Zinnbauer.
Fußball findet woanders statt.
Traurig aber wahr.


Reiner Petri
14. Dezember 2017 um 17:58  |  1291637

Moin Voraussager. Hab ich schon früh begriffen, nur wenn du nur Wurst im Kühlschrank hast, dann kannst du keine Käsebrote machen oder umgekehrt.
Das ist für einen Trainer halt eine Zwickmühle. wenn du das Sytem umstellst und ich geh davon aus, dass auch Gisdol die Systeme kennt, dann kannst du leicht verurteilt werden als Nichtskönner. Dann bleibt man halt lieber bei dem Altsystem.
Aber was in der zweiten Halbzeit auf rechts vorne abging, das hatte schon sehr gute Ansätze. Wenn das Gisdol nicht gesehen hat, dann ist ihm wirklich nicht mehr zu helfen.
Was halt noch eingetroffen ist ist meine Vorhersage, wer denn letztlich um den Nicht-Abstieg kämpft und alle sind dabei. Leider auch mein geliebter HSV.
Das bedeutet, hoffen auf Freitag, einen wirklich guten Tag, göttliche Eingebung bei Gisdol und einen Funken Glück. Anders als manche erwarte ich, dass die Mannschaft alles für einen Dreier tut! Erst 18 Punkte wären das Ziel, denn nur auf die Konkurrenz hoffen, das ist zu wenig.
Noch was zu Ito. Wenn ich den Dribbler haben möchte, benötige ich jemanden der ihm den Weg freiräumt. Will sagen, wenn die Einsfuffzig nicht gegen die Abwehr ankommt, dann muss ich eine Freiräumer an seiner Seite haben. Vielleicht auch Wood, der ihm den Rücken freihält.
Oder aber Walace der stark genug wäre.


kreuzband
14. Dezember 2017 um 19:41  |  1291638

@GV: ich denke, dass wir da gar nicht weit auseinderanderliegen. Manches von mir sehr geschätzten (weil substantiellen) Mitbloggern wie Dir & dead-alive ist mir einfach nur ein Ticken zu schwarz-weiss. Und in meinem 2ten Satz habe ich eben nicht im Konjunktiv meinen bescheidenen Beitrag zu einem möglichen Weg voraus gegegen (quasi aus der stilbildenden Warte, auch über diese Saison hinweggedacht).
.
Ansonsten ist dieser HSV trotz allem nicht ohne Chance, diese Saison wieder einmal zu überstehen. Auch sind gewisse Fortschritte erkennbar, mögen diese auch manchmal zufällig (oder unter extremen Druck entstanden) sein. Immerhin etwas, irgendwie muss es ja trotz allem weitergehen (und an die „grosse Lösung“ glaubt doch nicht einmal mehr der Weihnachstmann, da ist bereits jedes Pulver verschossen).


GV1977
14. Dezember 2017 um 19:43  |  1291639

Reiner Petri
14. Dezember 2017 um 17:58
„Noch was zu Ito. Wenn ich den Dribbler haben möchte, benötige ich jemanden der ihm den Weg freiräumt. Will sagen, wenn die Einsfuffzig nicht gegen die Abwehr ankommt, dann muss ich eine Freiräumer an seiner Seite haben. Vielleicht auch Wood, der ihm den Rücken freihält.“
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Ja, richtig. Aber so ein Dribbelspieler ist vor allem auch auf NebenSPIELER angewiesen, er muss FREIGESPIELT werden bzw. freispielen können. Nur räumen reicht nicht, ist aber auch nötig.

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