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Donnerstag, 10.8.2017

Wohin soll das alles führen?

Ein genialer Fußballer, der großes Interesse weckt und der dem Vernehmen nach einem unmoralischen Angebot erlegen ist: Dortmunds Ousmane Dembele.

Dembele, Mbappe, Neymar – der Wahnsinn hat viele Namen. Ablösesummen jenseits der 100-Millionen-Grenzen sind inzwischen schon üblich – aber für mich tatsächlich nicht mehr greifbar. Sie sind für mich vielmehr der Anfang einer Entwicklung, wie sie im Fußball von allen Seiten fahrlässig provoziert wird. Geld ist alles. Welt- und Europameisterschaften werden meistbietend verkauft, die europäischen Wettbewerbe maximal ausgereizt. Dafür werden sogar usnere Bundesliga-Spieltage inzwischen auf vier Tage und sechs Anstoßzeitpunkte gestreckt, um wirklich jeden Werbe-Euro rauszuquetschen. „Das müssen wir ja, um mit den Milliarden TV-Geldern in England zu konkurrieren“ heißt es dann immer. Und damit beginnt das Übel. Es wird wettgerüstet, bis es nicht mehr geht. Und das ist bei vielen Vereinen, hier darf man den HSV auch nicht gänzlich ausnehmen, schon längst erreicht. Sie haben sich in die Hände von Investoren, Mäzene und/oder Firmen begeben, ohne die sie nicht mehr handlungsfähig wären. Abramowitsch war dabei nur der Anfang. Inzwischen sind die Investoren in allen Ligen angekommen. Und das vermeintliche Ende dieser Entwicklung ist ein Horrorszenario. Dabei könnte so eine Art milliardenschwerer Betriebssport auf Profiebene herauskommen. Grausam.

Dass Spieler dabei ihre Verträge plötzlich nicht mehr erfüllen wollen, ist unehrenhaft. Okay. Aber wenn ich höre, dass Paris St. Germain – investorengesteuert selbstredend – einem jungen Spieler wie Dembele ein Handgeld im zweistelligen Millionenbetrag sowie zehn Millionen Euro netto pro Saison anbietet – wer will es ihm verdenken? Das ist ein schlichtweg unmoralisches Angebot an einen gerade einmal 20 Jahre alten Jungen, der in seinem Leben früh darauf ausgerichtet wurde, mit Fußball viel Geld verdienen zu können. Erschwerend hinzukommt, dass er von seinem Berater angetrieben wird, der ebenso das Geschäft seines Lebens wähnt. Hier widerstehen wirklich nur die, die Fußball nicht allein wegen des Geldes professionell betreiben. Und davon gibt es nur sehr, sehr wenige. Wobei das nicht neu ist. Selbst beim HSV gibt es diese Spieler, die sich lieber eine Saison lang auf der Bank bzw. der Tribüne antun, als auf einen Teil ihres üppigen Gehaltes zu verzichten. Und hier dreht es sich nicht um 100 Millionen Euro, sondern um eine oder zwei Millionen. Wobei ich auf das „nur“ ganz bewusst verzichte…

 

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Wechselt Lasogga nach England in die Zweite Liga?

Beim HSV spielt er keine Rolle mehr, vermutlich müsste Pierre-Michel Lasogga sogar um einen Platz im 18-Mann-Kader zittern. Laut „Abendblatt“ meldet nun der englische Zweitligist Leeds United sein Interesse am 25-jährigen Angreifer an. Ein Verkauf, aber auch ein Leihgeschäft seien denkbar. Fakt ist: Der HSV würde seinen Topverdiener (3,4 Millionen Euro pro Saison) lieber jetzt als gleich von seiner Gehaltsliste streichen.

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Ich gebe zu, ich kann jeden Tag Fußball im Fernsehen ertragen. Sehr gut sogar. Europa- und Weltmeisterschaften sind traumhafte Wochen, auf die ich mich jedes Mal aufs Neue freue. Wenn ich aber sehe, dass ein Supercupspiel ohne deutsche Beteiligung im öffentlich-rechtlichen TV einer Leichtathletik-WM mit deutscher Beteiligung vorgezogen wird, dann überschreiten wir auch hier Grenzen der Vernunft. Und es erscheint mir fast schon geheuchelt, wenn sich dann plötzlich alle darüber wundern, dass die deutschen Athleten immer weniger erfolgreich agieren. Ergo: Der Fußball verdrängt alles und gerät dabei selbst immer mehr ins Hintertreffen. Konzerne, Scheichs und Privatinvestoren rüsten um die Wette – koste es, was es wolle. Aber damit erzähle ich Euch allen nichts Neues. Ich wollte es nur einmal an dieser Stelle loswerden, weil es mich wirklich stört. Nein, es entfremdet meinen Sport sogar so, dass ich mir Sorgen mache.

Umso netter ist es, wenn man Leute wie Gotoku Sakai hört. Nicht, dass er sich nicht auch über Multimillionen freuen würde – wer würde das nicht? Aber der HSV-Kapitän ist für mich noch ein Spieler der Kategorie vorbildlich. Auch deshalb hat ihn Trainer Markus Gisdol erneut zum Kapitän ernannt. „Die Kapitänsbinde ist für mich eine große Ehre“, sagte uns Sakai heute und führte das nach dem Videointerview noch ein wenig aus: „Schon letzte Saison hat mit die Kapitänsbinde viel Kraft gegeben.“ Aber hört selbst. Das Interview:

Bis morgen!
Scholle

Heute beim Geheimtraining fehlten die üblich Verdächtigen: Ekdal (Rücken) und Thoelke (Knie) blieben zur Behandlung drin, während Lasogga und Kostic individuell trainierten.


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104
Kommentare

lo-king-kai
10. August 2017 um 19:00  |  1278891

Endlich mal wieder ein Blog, in dem ich mich zu 100% wieder finde. Leider ist dieser Irrsinn aber nicht mehr aufzuhalten.
Und ich befürchte, es werden sich in naher Zukunft immer mehr Mensch von unserem geliebten Fußball abwenden.
Auch die Worte betreffend Super – Cup und Leichtathletik WM habe ich gestern so ähnlich gewählt.
Ich hoffe, irgend jemand schiebt dieser Farce endlich einmal einen Riegel vor. Nur ist das leider naiv gedacht, so lange die Stadien voll sind und die Fernseher hohe Einschaltquoten haben.


PicoDelTeide
10. August 2017 um 19:05  |  1278894

Moin@all,
finde ich Klasse, das der BVB 150 Mio. für Dembele aufruft…
Ich hoffe sie können mächtig Kapital aus der Geschichte schlagen.
Hätte der HSV mit Tah und Schanalulu auch haben können. Okok, nur in kleineren Dimensionen…


Dithm._Jung
10. August 2017 um 19:12  |  1278895

Englischer Zweitligist will Lasogga verpflichten (Abendblatt)
Sollten wir ihn tatsächlich noch loswerden?


Pegasus
10. August 2017 um 19:12  |  1278896

mal so nebenbei herr todt
vw wolfsburg der gerade noch die reli geschafft hat
hat reagiert und ist in dieser transferperiode 18 spieler losgeworden
dazu noch 15 spieler geholt
und was haben sie getan herr todt,
über skype gescoutet und das bochumer-karlsruhe-network erweitert?


Dithm._Jung
10. August 2017 um 19:16  |  1278897

Pegasus, sehr albern dieser Vergleich, wie Äpfel mit Zitronen.


PicoDelTeide
10. August 2017 um 19:23  |  1278898

Ditm._Jung
Der sitzt lieber auf der Tribüne seinen Vertrag in Hamburg aus.
Spielen ist ihm nicht wichtig, sonst hätte sich Mutti schon um einen Verein bemüht.
Vielleicht sind die Schnittchen in Hamburg auch besonders lecker…


Dithm._Jung
10. August 2017 um 19:28  |  1278900

PicoDelTeide, hoffen wir das Beste


10. August 2017 um 19:30  |  1278901

@Scholle #Peter Beke (Vorblog)
Zur Info: Der Junge ist definitiv nicht auf Empfehlung von Thomas Doll gekommen. Also nix mit Tipps von einem Ex wie du es dir vor Tagen wünschtest.


paulinski
10. August 2017 um 19:36  |  1278903

Scholle, ich danke Dir für die Wahrheiten.


paulinski
10. August 2017 um 19:37  |  1278904

Pegasus, mach mal ein Päuschen. Ich denke, Du hast es nötig.


Halilovic
10. August 2017 um 19:41  |  1278905

Heute muss ich Scholle Recht geben….guter Blog. Diese Unsummen die da fließen, das ist doch der Wahnsinn und es wird immer wahnsinniger. Mich ko…. es mittlerweile nur noch an, weil es eben nur noch um’s verdammte Geld geht. Das andere Drumherum ist nur geheuchelt! Meine Meinung!

Kurz noch zu unserem HSV. Da sehe ich schwarz diese Saison-Stand jetzt. Es sei denn unser Spodi hat uns bis jetzt nur getäuscht und er versteht tatsächlich etwas von seinem Job und labert nicht nur.


paulinski
10. August 2017 um 19:41  |  1278906

Auf der anderen Seite, alle Fans hier, ausnahmslos, wenn hier ein Kühne soviel Schotter spendieren würde, dass wir von Neuer bis Ronaldo, alles was Rang und Namen hat, im Volkspark hätten, gäbe es keine Kritik mehr an den absurden Summen für Spieler, Berater und Vereine……oder?


Mustang
10. August 2017 um 19:45  |  1278907

@dead-alive (Vorblog) 18:35 – das Fehlen der Basics als Grundübel und Ursache des Verfalls und Verflachens der HSV Fußballkultur seit 8 – 9 Jahren (seit Huub Stevens); @scorpion (Vorblog) 19:37- die fehlende Leistungskultur und die Verschlechterung aller zum HSV stoßenden Spieler
.
dead – eine sehr interessante These: Was dagegen spricht, Deine Einsicht zum alle spielerischen und taktischen Missstände erläuternden Faktor zu „erheben“, ist die Tatsache, dass sie an guten Tagen befreit aufspielen und beinahe alles gelingt (Beispiel: 3: 0 Auswärtssieg in Leipzig in der letzten Rückrunde, das famose 4 : 1 in Dortmund im Feb 2014 unter Thorsten Fink), nur gelingt das sehr selten und gibt es nur ganz wenige solcher guten Tage. Es muss also die psychische Belastung, der viele unserer Spieler nicht gewachsen sind, hinzugefügt werden. Dann wird Deine Analyse etwas stimmiger. Vielen Dank jedenfalls für die interessante These und den vorzüglich geschriebenen Beitrag.
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Ich denke, dass die neulich auch von Slaven Bilic angesprochene psychische Belastung die Brücke schlägt zu scorpions Erweiterung der grundsätzlichen Analyse. Auch hier danke für den Ansatz. Die fehlende Leichtigkeit und Verkrampfung ließe sich in dieser Saison nur lösen, wenn wir einen einigermaßen erfolgreichen Saisonstart hinlegen würden, um nicht wieder in die Angst vorm Versagen zurück zu fallen, die die gesamte letzte Saison überschattet hatte.


Mustang
10. August 2017 um 19:46  |  1278908

Februar 2013 unter Thorsten Fink, pardon.


Halilovic
10. August 2017 um 19:48  |  1278909

@paulinski 1941: Nicht alle in einen Topf schmeißen!!!!


scorpion
10. August 2017 um 20:19  |  1278911

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Diskussion aus dem Vorlog.
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Die ewige Frage nach dem „warum“.
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Wenn hier viele den Spielern des HSV grundlegende fußballerische Fähigkeiten absprechen, dann frage ich mich, warum wurden sie denn dann erst – egal ob zu teuer oder nicht – gekauft?
Zumindest einige haben in ihren vorherigen Vereinen diese Fähigkeiten anscheinend ja noch gehabt.
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Es entsteht der Eindruck, dass die Spieler in Hamburg schlechter zu werden.
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Warum und ist das wirklich so?
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Es gibt wenige Menschen, die, egal unter welchen Bedingungen immer in der Lage und Willens (!) sind 100% ihrer Leistungen abzurufen. Diese Spieler hat der HSV nicht.
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Insbesondere gelingt das nicht in einem Umfeld, welches mehr geprägt ist von Grabenkämpfen, Egoismen und Ratlosigkeit, denn von dem unbedingtem Willen alles für den sporlichen und finanziellen Erfolg dieses Vereins/Unternehmens zu tun – auch wenn es harte, unpopuläre und einschneidende Maßnahmen erfordert.
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Kurz, hier kann, vorgelebt durch die Protagonisten, jeder machen was er will, sein eigenes Süppchen kochen, nur so hoch springen wie man unbedingt muss, und sich, ganz wichtig, einerseits gute Ausreden für den Misserfolg ausdenken und andererseits einen guten Draht zu den Hamburger Medien pflegen – und all das ohne auch nur im Ansatz Konsequenzn für Minderleistungen befürchten zu müssen.
Im Zweifel wird man lediglich mit einer Abfindung vom Hof geschickt…
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Wer unter diesen Umständen nicht täglich durch Eigenmotivation seine 100% abrufen kann/will, den kann ich durchaus verstehen.
Es wird in diesem Verein weder gefordert, noch gefördert. Man suhlt sich in den Erfolgen längst vergangener Epochen.
Der gemeine Fan, inklusive der Hamburger Medien, scheinen bisher ganz gut damit zu leben, was die fast immer volle Arena und die teils peinlichen Kommentare und Interviews zu bestätigen scheinen.
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Dieser Verein hängt schon seit Jahren an der Herz Lungenmaschine, mehrmals wiederbelebt, betreut durch ständig wechselnde, aber in ihrer Unfähigkeit sich gleichende Ärzte, allein am Leben erhalten durch den, der die Maschine bezahlt …
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In diesem Umfeld ist es einfach nicht möglich als Spieler dauerhaft Top Leistungen zu erbringen.


marc1887HSV
10. August 2017 um 20:22  |  1278912

Moin, ich hoffe ja nicht die Aktion mit Neymar Schule macht, der Transfer ist nur mit trickserei zu Stande gekommen! Soweit ich weis musste er sich ja selbst herraus kaufen und ist jetzt WM Botschafter in Katar die ihm dafür die Kleinigkeit von 222 Mio euro bezahlen + Spesen natürlich!

Normalerweise hätten die FIFA und UEFA da ein Veto einlegen müssen selbst 100 Mio ist noch zu viel für einen Spieler den selbst in England würden die Fernsehgelder nicht ausreichen um einen Neymar zu verpflichten.

Nur der HSV


GV1977
10. August 2017 um 20:31  |  1278913

@Blog:
Die Beteiligung deutscher Athleten beim Leichtatletik Event in London hält sich aber auch ziemlich in Grenzen.
Ansonsten war es ungeachtet des ganzen Wahnsinns um das pervertierte Geschäft ein ansehnliches gutes Fußballspiel, dieser Euro-Supercup.
Auf annähernd diesem Niveau habe ich seit mindestens 8 oder 9 Jahren keine HSV Mannschaft auch nur phasenweise mal spielen gesehen.
Natürlich könnten die dabei mitwirkenden Kicker ähnliches auch ohne diesen üblen Fußball-Kapitalismus leisten.


GV1977
10. August 2017 um 20:40  |  1278914

scorpion sagt:
10. August 2017 um 20:19
>>>>>>>>>>>>>>>>>
Ja, das trifft wohl den Kern des Übels. Es betrifft den HSV auf jeder Ebene, jedem Bereich in Sachen Fußball.
Ein ganz grundsätzliches Identitätsproblem und des Leistungs(selbst)verständnisses.


topmanager
10. August 2017 um 20:41  |  1278915

Dembele, Mbappe, Neymar…

Und was ist mit diecki?


GV1977
10. August 2017 um 20:43  |  1278916

Kann Lasogga nicht Fußball-Botschafter von Leeds werden ?
Mit alten ehedem mal erfolgreichen Clubs hat er doch auch Erfahrung.
😉


Oldenburger
10. August 2017 um 20:48  |  1278917

Gutes Blog-Thema, das eigentlich nicht oft genug angesprochen werden kann, aber man wird den Markt kaum ändern oder reglementieren können. Financial-Fairplay ist ein zarter Versuch, der nicht funktioniert. Das krasseste ist aber der Unterschied zu anderen Sportarten. Wie Hürdensprinter Matthias Bühler vorgestern auch plakativ anmahnte, können Spitzensportler teilweise kaum ihre Miete zahlen. Wohlgemerkt Sportler, die sich meist deutlich mehr den Hintern aufreissen als Fussball-Profis. Wenn wir uns schon unsere Sky- und Eurosport-Abos kaufen, können wir auch mehr Steuern zahlen, um eine vernünftige Sportförderung in Deutschland zu gewährleisten. Diese steht ja gerade auf dem Prüfstand, aber ein Quantensprung ist hier nicht zu erwarten.


Dehn
10. August 2017 um 20:56  |  1278918

@Blog
abgesehen davon, dass der Supercup ein wirklich hochattraktives Spiel war, wurden alle Wettkämpfe in London, gerade auch die mit deutscher Beteiligung, nachträglich gezeigt – nicht live, aber Entbehrungsfrust musste der Fan des deutschen Sports 🙄 nicht erleiden.


GV1977
10. August 2017 um 21:03  |  1278919

dead-alive sagt:
10. August 2017 um 18:35 Vorblog
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
Dieser Aspekt, der eigentlich fast zu peinlich für eine weitere Erörterung ist, sehe ich in Ergänzung zu den Beiträgen von Scorpion und Mustang sowie frank70 neulich.
Betrachtet man diese Aspekte zusammen, so ergibt sich daraus schon ein deutliches Symptombild der Krise, „HSV-Virus“ u.ä. verlieren das Ominöse Unerklärbare – und damit auch quasi Unlösbare. Teufelskreise werden greifbarer.
Der nächste Schritt wären die Lösungswege…


GV1977
10. August 2017 um 21:06  |  1278920

Dehn sagt:
10. August 2017 um 20:56
„Entbehrungsfrust musste der Fan des deutschen Sports 🙄 nicht erleiden“
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
Ja, nicht wegen der Übertragung, aber schon betreffend der Ergebnisse, mit sehr wenigen Ausnahmen.


Yeti
10. August 2017 um 21:20  |  1278921

Versteh die Aufregung nicht, das Supercup-Finale bot doch guten Fußball und die deutschen Leichtathleten finden in London doch gar nicht statt.


Fischkopp58
10. August 2017 um 21:40  |  1278922

Moin,
Kollege rrose hat dies schon vor Wochen hier geäußert
dennoch ein sehr guter Blog.
============================
Übrigens
Danke an GV1977, dead-alive, Mustan, abraeumer, scorpion und einige mehr
sehr, sehr gute Beiträge……….vielen Dank.
Gruß aus Remscheid, Wolfgang


Fischkopp58
10. August 2017 um 21:41  |  1278923

Entschuldigung
muss Mustang heißen.
Wolfgang


kreuzband
10. August 2017 um 21:56  |  1278924

Moin,
.
Ja, unser HSV steckt in einem Teufelskreis (GV), oder wohl schon eher -spirale, die immer kleiner wird (in der Tat war der Nichtabstieg im letzten Jahr auch dem Glück des Verzweifelten geschuldet). Von den vielen guten Erklärungsversuchen bin ich Mustang am nächsten. Auch weil er den noch optimistischten (was für ein Wort) Ansatz wählt.
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Dass Spieler immer (oder meistens) schlechter werden, wenn sie zum HSV kommen (dead-alive), stimmt natürlich auch. Das hängt aber wohl vor allem mit dem genannten Teufelskreis zusammen – und an der oft genug falschen Auswahl von Spielern (under / oder der fehlenden Bereitschaft / Einsicht beim HSV, diese zu führen / an die Hand zu nehmen, wenn es denn sein muss). Hier wurde und wird (?) viel zu viel Stückwerk geliefert. Ist sicherlich kein Zuckerschlecken, in eine nicht funktionierende Mannschaft zu kommen.
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Scorpion möchte ich zustimmen, was das insgesamt offenbar nicht leistungsförderliche Umfeld angeht. Inwieweit das die Mannschaft beeinflusst, möchte ich eher bezweifeln – aber förderlich ist es sicherlich nicht (zumal dieses Umfeld dann doch Einfluss auf den allgemeinen Geschicke der HSV nimmt). Den generellen Leistungswillen würde ich den allermeisten Spielern jedoch nicht absprechen.
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Der Nachfolger von HB sollte jemand sein, der mit einem frischen und unabhängigen Blick und mit Entschlossenheit die notwendigen Veränderungen im Gesamtkonstrukt HSV vorantreiben kann. Dazu gehören klare, messbaren Zielvorgaben, auch was die sportliche Ausrichtung angeht.


Montefusco
10. August 2017 um 22:22  |  1278925

In Zeiten der im Zusammenhang mit Profifussball einhergehenden Gehaltsexplosion darf sich der geschätzte GEZ Gebühren-Zahler freuen, dass Mehmet Scholl mit 2 Mio pro Jahr eingespart wird. Oder wechselt der etwa zum ZDF und hat bei der ARD eine Abfindung verhandelt. Dann kann er sich während der Woche vor lachen wund liegen …


Montefusco
10. August 2017 um 22:29  |  1278926

@ Scorpion
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Sehr treffend Deine Ausführungen. In einem Wort: Wohlfühloase. Am besten dokumentiert am Beispiel von Diekmeier. Ein völlig unzulänglicher Spieler, der sich mit seiner Presseverbundenheit über Jahre ein Millionengehalt gesichert hat ohne eine vernünftige Saison zu spielen. Warum das allerdings die Verantwortlichen mitmachen ist das weitaus größere Übel. Aber die Hamburger Presse gibt ja auch ehemaligen Verantwortlichen wie Jarchow eine Bühne sich über den HSV auszukotzen. Jemand, der massgeblich zum Stillstand bzw. Rückschritt beigetragen hat durch sein (Nicht-)Handeln. Man darf sich über nichts mehr wundern.


Rautenfan
10. August 2017 um 22:31  |  1278927

Dass sich für den Saisonstart die Stammelf der Rückrunde als wahrscheinlich herauskristallisiert, empfinde ich nicht als verwerflich.
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Diese Truppe ist immer noch Rückrunden-Siebter geworden. Dass man gegen den Abstieg gespielt hat, ist auch immer noch dem völlig verkorksten Saisonstart geschuldet.
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Wäre es andersrum gelaufen, hätte ich deutlich mehr Bauchschmerzen.
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Neben der Baustelle Abwehr, hat man mit der Verpflichtung von Hahn den Grund für den Einbruch gegen Ende der Rückrunde behoben: der Ausfall von Müller hat uns die Geschwindigkeit gekostet, mit der wir bis dahin die einmalige Aufholjagd gestaltet hatten. Man musste ins alte Spielsystem mit weniger Tempo zurückkehren, sodass gegen tief stehende Gegner nur noch Ballgeschiebe zustande kam.
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Mit Hahn hat man jetzt einen Ersatz, der es möglich macht, solche Ausfälle zu kompensieren.
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Wenn ich nun zudem noch lese, dass Hunt dieses Spiel besser annimmt, als letzte Saison, empfinde ich auch das als Fortschritt.
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Die Probleme, die hier von Mustang, scorpion und anderen beschrieben wurden, lassen eben keine Veränderungen von heute auf morgen zu. Dazu ist auch auf anderen Ebenen konstantes Arbeiten notwendig. Dass dies in den letzten Jahren nicht geschehen ist, muss aber nicht heissen, der jetzt beschrittene Weg zum Scheitern verurteilt ist.
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Ein ungefährdeter Pokalsieg und sechs Punkte aus den ersten drei Spielen gäben ein ganz anderes Selbstbewusstsein als das Pokalglück und die unglücklichen ersten Spiele der letzten Saison. Nur mal zur Erinnerung: dem Heimspielunentschieden gegen Ingolstadt folgte die komplett unnötige Niederlage gegen Leverkusen mit dem Ausgleich in der 90. und der Niederlage in der Nachspielzeit. Schon am 5. Spieltag hat die Mannschaft, wissend um die Stimmungslage bzgl. Labbadia gegen Bayern auch bis zum Schluss gut mitgehalten und auch da erst spät mangels Konzentration den Lohn für die Mühe verspielt.
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Dass sie es kann, hat sie bewiesen.
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Ein guter Saisonstart kann genauso viel Kräfte freisetzen und künftigen Gegnern Respekt abverlangen, wie ein schlechter Start alles in Frage stellen.
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Soviel nur dazu, dass viele hier den Saisonstart in der Gesamtbetrachtung gerne unterschlagen.
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Damit will ich die vielen Baustellen, die einige hier bzgl. des Gesamtkonstruktes HSV aufgezeigt haben nicht kleinschreiben.


kutte
10. August 2017 um 22:57  |  1278928

moin,
was ist los mit euch?
haben wir nicht alle mit an diesen wahnsinns summen teilgenommen und ein bisschen schuld?
ich sage nur sky und jetzt auch noch eurosport abonniren.
wer macht es nicht um seinen verein zusehen?
das gleiche gilt für dauerkarten.
eine dauerkarte im block 3c beim hsv kostet ca. 400,-euro
hätte damals jemand für eine karte 800,-dm bezahlt?
nein !!!
sind wir nicht alle einfach ein bisschen zuviel fusballgeil?

ich denke einfach, wenn die masse sich zurückhält werden die oben es ganz schnell merken und wieder auf einen normalen status zurück kehren.
nur leider kann man die masse nicht kontrollieren 🙁


Montefusco
10. August 2017 um 23:00  |  1278929

Rautenfan
.
Den Ausgleich gegen Leverkusen haben wir in der 79. Minute gefangen, nachdem wir Ewigkeiten drum gebettelt hatten. Ekdal wurde halb verletzt eingewechselt und war völlig überfordert. Kann mich noch gut dran erinnern.


hansiat83
10. August 2017 um 23:08  |  1278930

Zum Blog
Scholle, du fragst wo das alles hinführen soll? Ich frage mich: wo fängt der Wahnsinn an? Bei dem Kreisligaspieler der für 5000€ vom Nachbarverein abgeworben wird. Nur weil ein örtlicher Bauunternehmer seinen Spaß am Fußball entdeckt? Beim ex Wolfsburger Horn, der nach ein paar Bundesligaspielen für 7 Mio nach Köln wechselt. Bei M. Philipp. der für eine Summe nach Dortmund wechselt, die fast so hoch ist wie die, die vor kurzem noch für die Robbens dieser Welt aufgerufen wurde? Bei Bale? Bei Pogba? Und würde sich unter den HSV Fans einer beschweren, wenn Herr Kühne mal klotzen und nicht nur kleckern würde?
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Fußball ist der Sport in dem sich die meiste Aufmerksamkeit erzielen lässt. In der dörflichen Struktur, in der Kleinstadt, in den großen Bundesligaarenen, auf europäischer Ebene und – exportiert von der Fifa – inzwischen nahezu weltweit. Und warum ist das so? Weil die Massen diesen Sport konsumieren. Weil sie in die Stadien strömen, TV-Abos abschließen, Trikots kaufen, usw. usw.
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Ein Ende ist nicht absehbar. Sicher gibt es auch kritische Stimmen. Z.b. auch an der PayTV Situation in Deutschland. Gefällt mir auch nicht. Aber was soll man machen? Fußballfan sein ist ja keine rationale Entscheidung. Was soll man machen, wenn es langsam wieder anfängt zu kribbeln, weil in 9 Tagen die Sommerpause endlich vorbei ist. Und tausende wieder in die Stadien strömen oder vorm Fernseher sitzen!


altona
10. August 2017 um 23:14  |  1278931

Nur 130 Mio. für Dembele. Frechheit !
Alles Verbrecher bei Barca.
Machet, Watzke.
Ist ja für‘ guten Zweck.
Vieleicht ist dann wirklich eine höhere Ausschüttung für die BVB-Aktionäre drin.
Konkret denke ich da an weit über 7 cent mehr pro Aktie.


Pegasus
10. August 2017 um 23:20  |  1278932

Dithm._Jung sagt:
10. August 2017 um 19:16

Pegasus, sehr albern dieser Vergleich, wie Äpfel mit Zitronen.
————————————————————————————————-

stimmt sorry hast recht….todt ist ja nur 3.-4. klassiger manager…also eher die zitrone?
danke für den hinweis

@paulinski
…geh schwimmen


michailow
10. August 2017 um 23:24  |  1278933

„Wohin soll das alles führen?“
Dieses Unbehagen gegenüber den von realer Wertschöpfung abgelösten Transfersummen und der „totalen Vermarktung des Fussballs“ muss leider auch auf die drohenden Gewaltexzesse von HSV-Ultras in Osnabrück bezogen werden. Hoffentlich wird der Auftritt von Teilen der Nordtribüne beim Pokalspiel nicht zu einem Eigentor.


Rautenfan
10. August 2017 um 23:27  |  1278934

Montefusco sagt:
10. August 2017 um 23:00
.
Da hast Du recht. Trotzdem war die Niederlage in der Nachspielzeit unnötig und hat mMn zu Verunsicherung maßgeblich beigetragen.


SW11
10. August 2017 um 23:30  |  1278935

@ Montefusco, scorpion, Mustang:
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Der HSV ist für die Spieler mMn eben keine Wohlfühloase. Der HSV ist eine vollkommen unzulänglich gemanagte Anti-Organisation, die ihre wichtigsten Aktiva durch fehlende Struktur, Strategie und Leistungskultur stetig selbst entwertet.
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Die Spieler beim HSV sind arme Säue, die versuchen müssen, das Anspruchsdenken zu erfüllen, während sie einer dysfunktionalen Einheit dienen und aufgerieben wegen zwischen verschiedensten Fronten: Ultras, die den Verein zur Selbstdarstellung missbrauchen und unverantwortliches Feuerwerk unter dem Deckmantel der antikapitalistischen Systemkritik abbrennen, während der Vorstand zu feige ist, die normalen Fans und Dpieler vor diesem Wahnsinn durch klare Distanzierung und Sanktionierung zu schützen, fundamentslisten, die den selbstbestimmten Verein (was immer das sein mag) über den sportlichen Erfolg stellen und ebenfalls in leitenden Funktionen gut repräsentiert sind; leitende Angestellte mit professionellem Anspruch aber fehlender Lobby als Seiteneinsteiger, willkürlich gewählten Trainern und Sportdirektoren ohne einheitliche Philosophie und Strategie und mehr.
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In einem solchen Konfliktfeld ist es klar, dass es zu Identifikationsfikations- und Motivationsmängeln kommen muss, die leistungsmindernd wirken.
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Deutlich wird, dass die vielgepriesene Ruhestrategie von Bruchhagen (und Beiersdorfer zuvor) kontraproduktiv ist. Der HSV muss anerkennen, dass es intern Gräben gibt, die nicht überwunden werden können und sich für eine Seite entscheiden: professioneller und kommerzialisierter wettbewerbsorientierter Sport oder traditioneller Amateurismus.
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Und dann muss eine interne Reinigung von entgegenstehenden Kräften stattfinden. Das wird nicht lautlos abgehen, ist aber unvermeidbar, wenn man mittelfristig nicht mehr als Karikatur eines Bundesligisten wahrgenommen werden will.


Montefusco
10. August 2017 um 23:34  |  1278936

Rautenfan
.
Die ersten 3 Spiele gegen Audi, Bayer und RB waren unterirdisch. Da haben wir unterschiedliche Meinungen. Klar war dann die Verunsicherung da aber die wurde durch eine chaotische Vorbereitung mit sinnfreien Aufstellungen von Labbadia in den Testspielen ausgelöst und nicht durch unglückliche Niederlagen in den ersten Pflichtspielen.


Rautenfan
10. August 2017 um 23:35  |  1278937

hansiat83 sagt:
10. August 2017 um 23:08
.
Wenn mich nicht irre, hat der BVB damals ein 15Mio-Angebot der Bayern für Lewandowski abgelehnt. Ist noch nicht so lange her.
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Verglichen mit den aktuellen Ablösesummen war das doch ein Schnäppchen.
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Die Preise steigen derzeit ins Irrationale.


Rautenfan
10. August 2017 um 23:38  |  1278938

Montefusco sagt:
10. August 2017 um 23:34
.
Naja, RB hat wohl so ziemlich alle vor sich hergespielt, die waren auch nicht unser Maßstab.
.
Wie auch immer, ich hoffe auf einen besseren Start in diese Saison.


hansiat83
10. August 2017 um 23:43  |  1278939

@Rautenfan
Ich glaube es waren so um die 30 Mio. Was aber an der Tatsache nichts ändert, dass es verglichen mit Heute ein Schnäppchenpreis war.
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Aber wie schon geschrieben, die Ablösesummen steigen ja nicht nur an der Spitze ins Unfassbare. Der Wahnsinn beginnt -auf niedrigerem Niveau – schon in den Kreisligen und im Jugendbereich.


Montefusco
10. August 2017 um 23:49  |  1278940

Rautenfan
.
Am 3. Spieltag war noch nicht absehbar wohin die RB Reise führt. Da waren die noch ein Aufsteiger mit einem guten Start. Aber noch nicht in einer anderen Liga.


Montefusco
10. August 2017 um 23:50  |  1278941

Und ja – natürlich hoffe ich auch auf einen besseren Start. Vor allen Dingen gegen Augsburg wenn ich vor Ort bin.


HSV63
11. August 2017 um 1:32  |  1278942

@Scholle
Wo siehst du da ein Problem, erst jetzt oder schon immer?


Mustang
11. August 2017 um 4:56  |  1278943

Ich möchte einen weiteren subjektiven Eindruck weitergeben: Ich würde Holtby und Walace auf die Doppel-„6“ beordern und Hunt davor spielen lassen
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Beide können nach hinten absichern, aber auch in der Vorwärtsbewegung das Spiel und den Aufbau ankurbeln. Hunt kann den Ball aufnehmen und verteilen. Würden wir mit Doppelspitze spielen, wird entweder Hunt draußen gelassen oder einer der beiden „6er“. In Heimspielen wäre ich für eine Doppelspitze Wood – Lasogga. Solange Kostic verletzt ist, kann er durch Hahn ersetzt werden. Die Möglichkeiten des Trainers sind im OM und im Angriff besser geworden. Auswärts wäre im Moment für Lasogga noch keine Verwendung, er muss erst wieder zu seinem Spiel zurück finden oder wird in den kommenden Wochen doch noch an einen anderen Verein abgegeben.
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Natürlich wäre es wünschenswert, noch einen weiteren LV zu verpflichten, damit auf der Position ordentlicher Konkurrenzdruck herrscht, Santos würde ich indes nicht abgeben. Gleiches gilt für einen erfahrenen IV, weil Mavraj schwächelt und Papadopoulos schlicht zu verletzungsanfällig ist. Ekdal sollte nur noch mal für den HSV auflaufen dürfen, wenn er vollkommen genesen und gesund ist, zu häufig hat er uns – nur halb rekonvalesziert und immer noch geschwächt – in eine Niederlage reingeritten. Im Moment fehlt mir die Phantasie, mich für Jung auf der „6“ einzusetzen, er ist defensiv im DM nicht robust genug und hat kaum Ideen für den Aufbau. Als IV-Ersatz jedoch hat er seinen Wert für die Mannschaft, insofern könnte man daran denken, ihn dort häufiger für Mavraj einzusetzen, solange jener derart schwächelt.
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Sollte dead-alive mit seinem provokanten Post von gestern Nachmittag recht haben, dass das fußballerische Können, gerade der Basics, des HSV-Kaders derart verkommen und schlecht ist, dass in erster Linie daran und an Standards gearbeitet werden muss oder sollte, dann sind alle meine Vorstellungen von taktischer Geschmeidigkeit und Anpassungsfähigkeit je nach neuem Gegner in der Tat zu optimistisch. Ist der Kader handwerklich doch etwas reifer als die Einschätzung von dead, ist es wohl die Frage der Lockerheit und des Selbstvertrauens, die für den Ausgang der ersten Partien in der neuen Saison in Pokal und Liga ausschlaggebend sein wird. Über gewisse personelle Rochaden und Experimente sowie Öffnung auf eine Spielanlage mit Doppel-Spitze haben viele von uns schon zu häufig Stellung bezogen.


Frank
11. August 2017 um 8:40  |  1278946

Ach Scholle, ist das wohltuend, dass auch Du endlich kapierst, wo Kapitalismus (auch beim Fußball) hinführt. Nun wird es aber Zeit, dass Du den Sack zu machst und mal irgendeine Konsequenz aus Deinen Schlussfolgerungen ziehst. Noch vor zwei Tagen mussten wir hier lesen, wie toll Du einen Herrn Hoeness findest, nun dürfen wir einen vollends geläuterten Godfather of Blog befürchten hören: „Und das vermeintliche Ende dieser Entwicklung ist ein Horrorszenario.“ Sortier Dich und teil uns Deine Schlussfolgerungen mit. Ich bin gespannt!


bopsi
11. August 2017 um 8:43  |  1278947

Irrsinn, oder der „falsche Weg“ ist es doch nur, weil der HSV zusehen muss, wie die anderen die großen Geschäfte machen.
Hat dem HSV irgendjemand verboten, z.B. einen Dembele zu verpflichten? Das Geld war ja da. Nein, wir kaufen lieber teuer die Holtbys, Behramis dieser Welt.
Nein, es ist nun mal der Weg, den die FIFA, teilweise auch UEFA vorgibt. Die UEFA müsste für die CL nur strikte Regeln einführen, der „Irrsinn“ wäre schnell beendet. Aber ist das denn gewünscht?
Dass der Fußball alles andere erdrückt und deshalb andere Sportarten vernachlässigt werden, ein Argument von verweichlichten Verlierern, die von eigenen Fehlern ablenken wollen. Der Hype um Usain Bolt wurde auch hier im öffentlich rechtlichen Fernsehen geschürt und voll mitgenommen. Die Speerwerfer werden nun bis morgen angepriesen ohne Ende.
Wieviel Hundertausende waren in Düsseldorf zum Start der Tour de France?
Boxen, der Sport der Unterwelt, von einem Henry Maske hoffähig gemacht, begeisterte ein Millionenpublikum.
Vor dem Interesse steht die Leistung, ist diese da, erwacht das Interesse, siehe z.B. Biathlon, das früher keine Sau interessierte.
Eishockey hat sich selbst zerstört. Wer möchte schon 4.-klassige Ausländer sehen? Die deutschen Stars spielen in den USA, unbeobachtet von der dt. Öffentlichkeit.
Der Fußball macht das, was er machen darf. WIR entscheiden, ob wir den Weg mitgehen wollen. Jammern ist da völlig fehl am Platz.
Die Chance ergreifen, selbst sich mit einem einzigen Transfer schuldenfrei zu machen, das wäre mal ein (richtiger) Ansatz.


GV1977
11. August 2017 um 8:59  |  1278948

Mustang sagt:
11. August 2017 um 04:56
>>>>>>>>>>>>>>>>>
Moin, die Variante mit Holtby als 6er und Hunt davor ist ja nicht neu. Schon Labbadia stellte 2015/16 so auf (mit Ekdal, Diaz, später Jung als zweitem 6er), allerdings damals in weniger eindeutiger intensiver Spielweise.
Damals hat vor allem Hunt völlig enttäuscht, zwischen Holtby und den Stürmern klaffte eine unüberbrückbare Lücke (daher rührte wohl auch Beiersdorfers einfach gestrickte Idee zu Halilovic).
Sehr viel hängt dabei von Aaron Hunt ab, ein evtl. leichtes Spiel für die Gegner ?
Außerdem funktionierte dies sowieso nur, wenn auch auch auf die Basics Verlass wäre.
Die Befürchtungen von dead-alive sind ja auch nicht gerade aus der Luft gegriffen.
Natürlich bedeutete es eine Hinwendung zu mehr vertikalerem Spiel, was allemal erfreulich wäre, das HSV-Spiel zudem gefährlicher machte.
Wahrscheinlich ist hier vieles davon abhängig, ob positive Erfahrungen während der Startphase gemacht werden können (siehe @frank70). Dann kann es auch zu erfreulichen Wechselwirkungen betreffend Passspiel und Vertikalspiel kommen.
Dass wir wir andersherum damit rechnen können, eben mittels vertikalem offensivem Spielaufbau Positivergebnisse zu erreichen, scheint mir doch sehr zweifelhaft mangels sicherer Grundbeherrschung der Basics, Kreativität und Selbstvertrauen.
Lasogga halte ich grundsätzlich für nicht beweglich schnell und Antizipationsfähig genug.
Mehr als eine Rolle als Abstauber im Schlussgetümmel wird er kaum erreichen können;
dann wird eher noch mit Schipplock etwas anzufangen sein.
Dennoch sind solche Entwürfe für ein echtes Spielkonzept sehr interessant und sollten nicht aus den Augen gelassen werden; der Schwung eines -wie auch immer – gelungenen Starts könnte so genutzt und weitergeführt werden.
Ansonsten bin ich eindeutig für regelmäßige Extra-Schichten bei defizitären technischen Fähigkeiten.


paulinski
11. August 2017 um 8:59  |  1278949

Pegasus 23:20, tja, Pegi, auch diese Hinweise sind der Beweis, dass Du nicht mehr so ganz auf der Höhe bist und dringend ein kleines Päuslein brauchst (grinsi)


frank70
11. August 2017 um 9:01  |  1278950

@Mustang
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Man braucht nicht sehr lange, um zu sehen, dass fast alle Spieler des HSV fußballerische Defizite haben – fast alle!
Deshalb glaube ich auch, dass Du die Weiterentwicklung des Teams auf technischer und spielerischer Ebene viel zu optimistisch siehst. Wenn ein Spieler mit Mitte zwanzig nicht ordentlich mit dem Ball umgehen kann und eine unterdurchschnittliche Spielintelligenz aufweist, kann auch der Trainer nicht sehr viel machen. Dieser Zug ist bei Spielern wie Diekmeier, Holtby und noch einigen anderen schon lange abgefahren. Das war ja auch Inhalt meiner gestrigen Kritik an dieser Transferphase.
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Eine gute Mannschaft besteht aus taktisch gut geschulten, laufstarken Komplementärspielern. Diese Spieler erfüllen die Grundaufgaben des Teams, die Basics (Räume richtig besetzen, Zweikämpfe gewinnen, einfache Pässe zum Nebenmann). Komplementärspieler müssen, offensiv gesehen, aber „eingesetzt“ werden. Ihn fehlen wichtige Fähigkeiten, um alleine Wirkung zu entfalten.
Eine Mannschaft braucht deshalb aber auch „Aktiv-Spieler“. Spieler, die durch einen Pass, ein Dribbling, eine überraschende Aktion, die Grundordnung des Gegners für wenige Momente zerstören können. Das kann ein Typ Boateng sein mit seinen spielöffnenden 60-Meter Diagonalbällen. Das kann ein Typ Toni Kroos sein, der durch seine Vertikalpässe oftmals viele gegnerische Verteidiger mit einer Aktion überspielt. Das können auch Typen wie Robben oder Ribery sein, die durch ihre Geschwindigkeit oder ihre Dribblingqualitäten einen, oder gar zwei weitere Gegenspieler auf sich ziehen.
Diese „Aktiv-Spieler“ haben das Können aber auch das Ziel/den Mut mit ihren Aktionen den Unterschied zu machen. Mit dem Wissen, dass ihre Aktionen eine höhere Gefahr eines Fehlers/Ballverlustes beinhalteten.
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Der HSV 2017 besteht aus meiner Sicht fast ausschließlich aus Komplementärspielern. Deshalb tut man sich auch so schwer, einen Gegner aus der Grundordnung zu bekommen. Es fehlen überraschende Elemente im Spiel ….. weil den meisten Spielern diese Gabe, Talent/Spielintelligenz einfach fehlt. Der einzige Ansatzpunkt beim HSV ist die vorhandene Schnelligkeit im Team, vor allem in der Offensive. Deshalb finde ich Gisdols taktischen Ansatz auch richtig. Ich hätte mir aber gewünscht, dass man in dieser Transferphase „Aktiv-Spieler“ sucht. Das ist überhaupt nicht geschehen. So ganz verstehe ich das nicht. Man hat doch die spielerischen/kreativen Defizite in der letzten Saison doch in fast jedem Spiel gesehen.


GV1977
11. August 2017 um 9:05  |  1278951

Frank sagt:
11. August 2017 um 08:40
>>>>>>>>>>>>>>>>>
🙂 🙂


paulinski
11. August 2017 um 9:14  |  1278952

Man sollte von Verbands- und Vereinsseite mal darüber nachdenken, ob man die Spieler nicht einfach nur rundum leiht, damit auch keiner mehr sagen muss, dass gerade dieser Verein seine Herzensangelegenheit ist. Naja, vllt. brauch ich auch mal ne Pause.


Blogfan
11. August 2017 um 9:25  |  1278953

Montefusco sagt:
10. August 2017 um 22:29
@ Scorpion
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Sehr treffend Deine Ausführungen. In einem Wort: Wohlfühloase. Am besten dokumentiert am Beispiel von Diekmeier. Ein völlig unzulänglicher Spieler, der sich mit seiner Presseverbundenheit über Jahre ein Millionengehalt gesichert hat ohne eine vernünftige Saison zu spielen. Warum das allerdings die Verantwortlichen mitmachen ist das weitaus größere Übel. Aber die Hamburger Presse gibt ja auch ehemaligen Verantwortlichen wie Jarchow eine Bühne sich über den HSV auszukotzen. Jemand, der massgeblich zum Stillstand bzw. Rückschritt beigetragen hat durch sein (Nicht-)Handeln. Man darf sich über nichts mehr wundern.
———————————————————

….. und trotzdem rannten und rennen sie ins Stadion um diesen seit „Jaaahren“ gezeigten Rumpelfussball zusehen.
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Ist doch komisch, wenn ein neuer Kinofilm nicht die Zuschauber bringt, wird er kurzer Hand abgesetzt, aber beim HSV können all die Diekmeiers u. Co, all die 3.Liga Spodis u.
Welttrainer samt Chaoten VV’s/AR’s ihren Mist tägl. unters Fussivolk bringen….
die Lemminge brauchen Bier, Wurst usw… egal wie teuer oder jedes Jahr teurer werden…


scorpion
11. August 2017 um 9:25  |  1278954

.
GV1977 sagt:
10. August 2017 um 21:03
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Der nächste Schritt wären die Lösungswege…
+++++++++++++++++++
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Meiner Meinung nach gibt es nur einen Lösungsweg.
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Man muss den HSV auf einem leeren Blatt Papier neu aufstellen.
Eine eigene Identitität definieren, Ziele setzen und bereit sein, diese Ziele mit aller Konsequenz, auch gegen (Rest)Traditionen und Personen die diesen Zielen im Wege stehen durchzusetzen.
Man muss erarbeiten, wer oder was ist an Bord um diese Ziele schnellstmöglich zu erreichen, und wer oder was nur unnötiger Ballast ist und damit von Bord muss.
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Dass dazu u.a. auch zusätzliche finanzielle Mittel nötig sind, steht ausser Frage. Jedoch ohne die konsequente und in einigen Fällen auch teure Trennung von nicht den Zielen nützlichen Teilen der Organisation, Mitarbeitern und Spielern, wird dies nicht zu lösen sein.
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Dass der Einsatz von erheblichen finanziellen Mitteln in die aktuelle personelle und organisatorische Struktur des HSV, wenn überhaupt, nur kurzfristige Erfolge schafft, sehen wir alle Tag für Tag.
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Dieser, für mich einzige Weg zur Gesundung des Vereins, kann jedoch nicht von zaudernden Managern beschritten werden, die nur den Mangel verwalten, ständig den Weg des geringsten Widerstandes gehen, mehr reagieren denn agieren und als einziges „Pfund“ die Tradition des Vereins in die Waagschale werfen.
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Sondern es Bedarf willenstarker, durchsetzungs- und führungsstarker Persönlichkeiten, gerne mit einem Schuss Charisma und Empathie, deren einziges Ziel der Erfolg des HSV ist und nicht everybodys darling zu sein.
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Sie müssen in der Lage sein, dieser Geilheit auf Erfolg alles unterzuordnen, sie in alle Winkel des HSV und in jeden Mitarbeiter zu implementieren, ständig zu erneuern und gegen alle Widerstände zu verteidigen.
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Dass diese Personen, in einer Welt, in der political correctness, die Sicherung eigener Pfründe, die Ablehnung jeglicher Verantwortung und die Sucht nach Egotrips vorherrschen, schwer oder gar nicht zu finden sind, ist mir bewusst.
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Es sollte aber kein Hinderungsgrund sein, sie nicht zu suchen.


frank70
11. August 2017 um 9:40  |  1278955

@scorpion

Jawoll!! KMK müsste auf einen Schlag 100 Millionen auf den Tisch legen.
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Macht er nicht, weil wir diese Führungspersönlichkeit noch auf keiner der wichtigen Schaltzentren gefunden haben – Gisdol traue ich noch am meisten zu. Bruchhagen? Todt? Nein, zu wenig charismatische Fähigkeiten. Zu wenig Wille zur Leistung – zumindest sind beide nicht in der Lage, eine solche Atmosphäre zu transportieren.
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Was macht eigentlich Bernd Hoffmann? :-). Man darf ja nicht vergessen, dass er den HSV in die Top 20 Europas noch unter der alten „Kaninchenzüchterverein-Struktur“ geführt hat.
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Jetzt hätte er die ausgegliederte AG, die er immer wollte. Die er schon wollte, als viele andere noch gar nicht darüber nachgedacht haben. Dieser Mann wusste schon vor 10 Jahren, wohin die Reise perspektivisch hingeht – um an Scholles Blog anzuknüpfen. Mir tut es immer noch weh, dass Profilneurotiker und ahnungslose „Traditionalisten“ diesen Mann vom Hof gejagt haben. Das heiß nicht, dass er alles richtig gemacht hätte – keiner ist unfehlbar. Aber die Gesamtentwicklung kannte nur eine Richtung: nach oben. Und das lag eben auch an den herausragenden Führungsqualitäten dieses Mannes. Und ja: Gut führen kann man auch, wenn man im persönlichen Umgang kein Weichspüler ist.
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Was hätte ich gerne gesehen, was Bernd Hoffmann gemeinsam mit Frank Arnesen mit dem zur Verfügung gestandenen Geld der letzten drei Jahre gemacht hätten…..


jp
11. August 2017 um 9:40  |  1278956

Sehr guter blog. Noch funktioniert im Grossen und Ganzen das Milliardenspiel. Aber es werden womöglich am Ende nur wenige Clubs übrig bleiben, wenn z.B. die FIFA das Financial fair play weiter nicht forciert. Aber es kann auch massiv schiefgehen, wie 1860 München beweist. Oder vielleicht ja auch der HSV, der ja auch mit zig Millionen an Aufwand bislang regelmässig fast absteigt.


Kaderplaner
11. August 2017 um 9:50  |  1278957

Die Transferaktivitäten und die dabei gezahlten Ablösesummen, die wir momentan gewahr werden, sind ethisch wie moralisch nicht mehr zu rechtfertigen – zweifelsohne.
Zurück aber zum Titel des Blogs: „Wohin soll das alles führen?“ Zu einer Strategie! Zu einer Strategie des HSV bzw. dessen Leitung, die die Überreaktionen am Markt ausnutzt, die es leistet, ein Stück dieses riesigen Kuchens mittelfristig abzubekommen, um sich damit finanziell aufzupolstern und zu sanieren. Rüdiger für 35 Mio. zu Chelsea? Hoho! Modeste für 35 Mio. zu Quanijan? Hahahaha! Draxler für 40 Mio. zu PSG? Hehehehe! Dembele für 120 Mio. nach Barcelona? Huhuhuhuhu – freuen wir uns doch!
Seit wie vielen Jahren lamentieren alle hier über die Höhe der Verbindlichkeiten, die den HSV belasten – ein Kaufmann würde aber heute eventuell sagen: „Tja, 100 Mio. Euro Verbindlichkeiten und wenn man’s richtig anstellt 50 Mio. Euro Transfererlös für ein 19 jähriges Eigengewächs? Da ist unser risk ballancing doch noch voll im Grünen Bereich…“
Vor ein paar Jahren konnten wir die Clubs, die sich Transfers mit Ablösen jenseits der 50 Mio. Euro-Marke leisten konnten an ein, zwei Händen abzählen: Real u. Barca, ManU, Arsenal, Chelsea, der FC Bayern vielleicht. Heute können alle zwanzig Premier League Clubs, uns unbekannte chinesische Clubs, PSG, Milan und wer alles noch dank solventer Eigentümer und überbordender TV-Gelder solche Transfers stemmen ohne mit der Wimper zu zucken.
Lasst es 30 Vereine sein á 24 Stammspielern von denen pro Saison 1/4 bis 1/5 ausgestauscht werden: das wären dann 30×5 = 150 Spieler á – konservativ gedacht – 20 Mio. Ablöse: das sind zukünftig also mind. 3 Milliarden Euro, die jedes Jahr umgesetzt werden.
Uli Hoeneß hat einmal – dem Sinn nach – gesagt: „ob 70 Mio. Ablöse zu viel sind? Schauen, Sie, wenn nur 5% der Chinesen bereit wären, 1x im Jahr 1 Euro für ein Spiel der Bayern im Pay per View zu zahlen, nähmen wir allein damit 65 Mio. Euro ein – so viel zur Verhältnismäßigkeit
Arsenne Wenger hat vor kurzem im Übrigen in einem sehr interessanten Interview darauf hingewiesen, dass die Wertschöpfungskette bei den jetzt aufgerufenen Ablösen nicht mehr mühelos erweiterbar sei: Clubs, die 100 Mio. + für einen Spieler zahlten und diesen mit einem Gehalt ausstatteten, gegen das die 4 Mio. von PML albern erscheinen, könnten nicht erwarten, dass dieser Spieler vor Ablauf seines (5-Jahres-)Vertrags noch den Verein wechsle.
Wir reden also im Großen und Ganzen über Spekulation: es werden horrende Wetten auf die Zukunft sehr junger und charakterlich noch unausgereifter (Dembele: sic!) Spieler geschlossen, das Risiko, dass sich der Deal nicht auszahlt, ist angesichts der zu Verfügung stehenden Budgets akzeptabel.
Natürlich wird damit ein Teil der fußballhistorischen Kultur zu Grabe getragen: dass Spieler acht, zehn, zwölf Jahre bei einem Verein bleiben und zum Symbol selbigen werden ist nur noch dann zu erwarten, wenn der Spieler eben nicht den Glanz- u. Erwartungsgrad erreicht, der ihn zum Spielball o.g. Spekulation werden lässt.
Ist mir im akuten Zustand des HSV gerade Wurscht: angenommen van Drongelen spielt die Saison seines Lebens und im April 2018 kommt der Herr Li vom AC Milan und bietet 45 Mio. Euro Ablöse: na dann ab nach Mailand und den Verein konsolidieren.
Vielleicht habe ich da zu wenig Herzblut, vielleicht bin ich zu pragmatisch – aber ich habe gerade das Gefühl, dass genau dieser Pragmatismus dem HSV gut zu passe käme.


Reiner Petri
11. August 2017 um 10:11  |  1278958

Guter Blog Scholle!
Den Punkt getroffen und das beschrieben was schon seit geraumer zeit, also nicht nur in dieser Wechselperiode erkennbar ist.
Doch gehen wir zurück in die Vergangenheit, als es noch nicht um 150 oder 200 Millionen ging.
Die Explosion der Transfererlöse war doch in der Vergangenheit genau so deutlich wie heute, nur die großen Betriebsvereine konnten dort mitspielen und mal 30 oder 40Millionen in den Ring werfen! Die Bayern als Eigentum von Allianz und Adidas und Audi zähle ich dazu. Beim HSV waren 14 Millionen Rekordsummen. Wie bei anderen auch. Eng wird es, wenn sich Differenzen zwischen den europäischen Vereinen ergeben. Doch das war ja vorhersehbar. Die Privatisierung nimmt ihren Lauf, da können wir beim HSV mit 17% Privatanteil noch glücklich sein. Aber es wird sicher anders kommen, dafür wird die DFL sorgen! Auch Bayern kann längst im europäischen Wettbewerb nicht mehr mithalten. UH betrachtet das mit Sorge und die werden ein Konzept entwickeln, dass die üblichen Vereinsstrukturen sich in den kommenden Jahren ändern. Hin zu reiner privaten Betrieben, wie hier im Blog schon manchmal gefordert. Ob das insgesamt positiv für die Vereine und vor allem den Fußball sein wird wage ich zu bezweifeln.
Gerade der HSV ist eben nicht ein identitätsloser Haufen zusammengewürfelter Jungakademiker, sondern ein Beweis dafür, dass es in der BL tatsächlich noch gewachsene Legenden gibt, die trotz des Herz-Schmerzes zu begeistern wissen, wie gerade auch dieser Blog mit seinen eindrucksvollen Kommentatoren zeigt.
Die BL wird sich immer deutlicher zwischen den straffen und privatisierten AG´s und den mittellosen Normalovereinen aufsplitten.
Solange aber der HSV in der Lage ist, mit seinem, im Vergleich zu Top-Vereinen geradezu lächerlichen Budget auch im einstelligen Tabellenplatz mitzuschwimmen, solange wird er Dino die Fans, egal ob auf der Nord oder Osttribüne begeistern und zum Hüpfen bringen.
Die Saison wird dieses mal anders verlaufen, davon bin ich überzeugt, da MG ein Quantensprung als Trainer gegenüber Bruno darstellt und der Kader endlich einmal auch vernünftige Backups besitzt.


JU aus Qu
11. August 2017 um 10:11  |  1278959

moin all,

@Frank,

Du hast neben Bernd Hoffman und Frank Arnesen noch Katja Kraus vergessen, eine überaus fähige Frau, die dazu sehr sympathisch rüber kommt.


kuemmel
11. August 2017 um 10:11  |  1278960

Wenn man hierzulande auf Dauer international mithalten möchte, wird man sich der Entwicklung irgendwann beugen müssen. Außer Bayern ist sonst die Bundesliga nur noch zweitklassig. Das kann man als Fussballromantiker zwar auch ok finden, mein Anspruch als Fan in einer Stadt wir HH ist das nicht. Und ganz ehrlich: wenn die 50+1-Regel irgendwann kippt (und nicht am Veto des FCB scheitert), sich irgendein Scheich den HSV schnappt und uns Weltstars ins Volksparkstadion holen würde – ich hätte nach 30 Jahren Tristesse, sportlicher Bedeutungslosigkeit und Nervenflattern im Abstiegskampf mittlerweile nichts (mehr) dagegen.


Raibi
11. August 2017 um 10:13  |  1278961

@jp 09:40h

1860 München scheint der einzige Beweis zu sein, das es schiefgehen kann. Positiv-Beispiele findest Du zu genüge in England & Frankreich sogar in der BL mit LEV, WOB & RB.


scorpion
11. August 2017 um 10:18  |  1278962

.
Zum „Milliardenspiel“.
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Ich befürchte, dass in den nächsten Wochen nicht die horrenden Transfers das vorherrschende Thema sein werden, die ja irgendwie für den HSV ganz weit weg sind, sondern die Probleme, die die kriminellen Ultras in die Stadien und Vereine tragen werden, die dann wiederum ganz nah beim HSV sind…


Ruediger
11. August 2017 um 10:26  |  1278963

Ich denke, dass das Financial Fair Play ein Placebo ist. Wenn es stimmt, was Rummenigge in seinem Interview von sich gab, hat seinerzeit die Politik auf EU Ebene das Thema Salary Capping mit Bezug auf die Grundsätze des freien Marktes abgelehnt. Daraufhin hat man versucht, auf Verbandsebene die Entwicklung einzudämmen. Das kann aber nicht funktionieren, wenn am Ende ausserhalb der Verbandsjuristerei die Urteile gekippt werden.

Der Verweis der EU auf die Mechanismen des freien Marktes sind in meinen Augen lächerlich, da gefühlte 80% der Gesetze genau den Märkten Vorschriften machen. Es gibt kaum einen Wirtschaftsraum, der so gegängelt wird, wie die EU. Man hätte daher das entgrenzte Fussballgeschäft schon lange an die Leine legen können.

Aber wie immer, wenn viel Geld im Spiel ist, kann man auch viel Geld an Entscheidungsträger transferieren. Platter &Co habe es doch vorgemacht.


Ruediger
11. August 2017 um 10:27  |  1278964

Platter = Blatter 😉


Ruediger
11. August 2017 um 10:31  |  1278965

Ich hoffe nur, dass sich die Ultras untereinander einigermaßen kontrollieren können.

Sie vertreten durchaus Ansichten, die eine breite Masse mittlerweile auch unterstützen, leider sind die Wahl der Mittel zu Meinungsäusserung desaströs.


Dukate
11. August 2017 um 10:35  |  1278966

Sorgenscholle.


kauz
11. August 2017 um 10:39  |  1278967

Moin Moin,
wegen dem Finanziellen möchte ich mal anmerken, daß unsere Marketing Abteilung scheinbar immer noch nicht bemerkt hat, was für den HSV in Japan möglich wäre!!
Erinnert euch, kurz nachdem Sakai Käptn wurde tauchte ein ganzen Fernsehteam aus Japan in HH auf und diese Tatsache zu feiern.
Die konnten das gar nicht glauben.
Der erste Japaner als Kapitän einer europäischen Profimannschaft,
und dazu noch so jung!
Und jetzt, nach seinem Urlaub, erzählzte Gotoku, daß er sich Zuhause verkleiden muß,
wenn er aus dem Haus geht.
So einen Hype machen die da offenbar um unseren Käptn!
Wären unsere Marketingleute halbwegs clever, ein wenig pfiffig, aufmerksam und fähig,
diese Situation zu antizipieren und nicht nur mit sich selbst beschäftigt,
dann hätte man in dieser Sommerpause schon dort in Nippon ganz sicher ein paar Milliönchen einspielen können.
Ist aber von den Spezialisten und Experten dort wohl noch gar nicht bemerkt worden.
Das Eisen ist immer noch heiß, besonders jetzt, wo Sakai als Käptn bestätigt wurde.


Fischkopp58
11. August 2017 um 10:50  |  1278969

Moin,
Mustang sagt:
11. August 2017 um 04:56
„……Ich würde Holtby und Walace auf die Doppel-„6“ beordern und Hunt davor spielen lassen…..“
Ich würde es mit Walace und Janjicic auf der „Doppel-6“ machen, beide „harmonieren sehr gut zusammen.
In der „Anlehnung“ an Klopp damals beim BVB, den man auch sehr belächelte als er mit Hummels + Subotic in der IV seine „Milchbubis“ aufstellte.
Bei Jung gehe ich mit dir konform.
Zur Zeit würde ich vor der „Doppel-6“ Hunt oder Holtby setzen, mit Porath wird man ja wohl nicht mehr rechnen können( schade, sehr schade).
Gruß aus Remscheid, Wolfgang


Oldenburger
11. August 2017 um 11:03  |  1278970

„Ruediger sagt:
11. August 2017 um 10:26
Der Verweis der EU auf die Mechanismen des freien Marktes sind in meinen Augen lächerlich, da gefühlte 80% der Gesetze genau den Märkten Vorschriften machen. Es gibt kaum einen Wirtschaftsraum, der so gegängelt wird, wie die EU. Man hätte daher das entgrenzte Fussballgeschäft schon lange an die Leine legen können.“
.
„Freier Markt“ und „Vorschriften“ sind doch kein Widerspruch, sondern das normale Spannungsfeld legislativer Gestaltung. Die EU hat für einen Binnenmarkt zu sorgen, der sowohl freien Wettbewerb ermöglicht und als auch gesellschaftlich gewollte Rahmenbedingungen setzt. Dazu gehört normalerweise NICHT, festzulegen „wie teuer“ etwas maximal sein darf. Ich halte daher eine Festlegung von „Gehaltsobergrenzen“ für den (Fussball)sport für illusorisch. Abgesehen davon, würden sicher Umgehungswege gefunden werden.


fm54
11. August 2017 um 11:04  |  1278971

Frank👍🏻👍🏻👍🏻
Genau deshalb die wenigen spielerischen Elemente aus Brasilien nicht verkaufen.
DA 98 , Mainz, Augsburg und Ingolstadt waren unsere schwierigsten Aufgaben.


Ruediger
11. August 2017 um 11:06  |  1278972

Warum ist das illusorisch? Funktioniert im Urkapitalismus USA auch????

Ausserdem ist es noch nicht so lange her, als das EU Roaming im Mobilfunk angegangen wurde. Da wurde heftigst am Preis gedreht.


JU aus Qu
11. August 2017 um 11:19  |  1278973

@scorpion,

genau da sehe ich auch duster, wei auch Michailow schon anmerkte.

@Ruediger,

nicht die Ultras werden sich untereinander kontollieren, sondern sié werden die Vereine kontrollieren, weil diese Angst vor entsprechenden Maßnahmen haben.
Der Fall Burnley hat doch schon gezeigt wohin der Weg gehen wird, sie haben im Ausland versucht Kind/96 aufzuzeigen zu was sie alles im Stande sind.
Ich habe diese Vollpfosten einmal live im Norden erlebt bei einem Bayern Spiel, als selbst die eigenen Fans ihnen im Weg waren, nur weil die Polizei zur Sicherheit aufgezogen war ohne etwas zu unternehmen, was diesen Idioten schon zu viel war.


Helmut
11. August 2017 um 11:43  |  1278974

Warum greifen die Vereine nicht durch! Ist man abhängig von solchen Idioten!
Wäre es nicht sinnvoller Familien und Kinder vor denen zu schützen!
Kein Funktionär spricht Klartext und nennt das Kind beim Namen!
Klartext bedeutet einmal der Öffentlichkeit zu sagen wir verzichten auf
kriminelle die auf die Gesundheit anderen keine Rücksicht nehmen! Heut zu Tage
mit Videoüberwachung kann es doch wohl möglich sein die Hauptverantwortlichen
zu selektieren!


Voraussager
11. August 2017 um 11:46  |  1278975

Zum Thema Millionenwahsinn kommt bestimmt noch vor der Wahl ein Quotenvorschlag
vom Buchhändler aus Würselen. Der ist doch täglich krampfhaft auf der Suche nach Wahlkampfthemen.


Oldenburger
11. August 2017 um 11:56  |  1278976

@Rüdiger: Nö. Beim Roaming geht es doch um das Verbot von Aufschlägen im Ausland (Binnenmarkt) und nicht um normative Preisobergrenzen. Binnenmarkt meint ja nur die Schaffung gleicher (Rahmen)bedingungen.
Dass die EU oder ein Verband „vorschreibt“, dass ein Fussballspieler max. 6 Mio Euro pro Jahr verdienen darf oder die Ablösesumme für einen Fussballspieler max. 60 Mio Euro betragen darf, halte ich für nicht machbar. Weder mit „freiheitlich-rechtlichen Grundsätzen“ vereinbar noch in der Praxis faktisch durchsetzbar.


GV1977
11. August 2017 um 12:05  |  1278977

scorpion sagt:

11. August 2017 um 09:25
.
@frank70 um 9:40

>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
Ja, so könnte es gehen. Jetzt ein Traum, vor noch nicht so langer Zeit war noch einiges möglich.
Nun sind Hoffmann, Kraus, Arnesen weg, aber die Karnickelzüchter noch da.
Die selbsternannten Ober-Rammler luken aus all ihren vielen Löchern und klopfen weiter.
.
Ein leeres Blatt könnte es natürlich auch nach einem Crash geben, ein paar Etagen tiefer mit Neustart.


merkosh63
11. August 2017 um 12:08  |  1278978

Leeds United wäre für Lasogga keine große Umstellung.
Er würde weiter auf der Einwechselbank sitzen.
Und der Stürmer, der spielt, heißt auch Wood, Chris Wood, und ist besser als unser Bobby.
Also, mach es, PML.


Ruediger
11. August 2017 um 12:09  |  1278979

Was ist das denn anderes als ein Capping der Kosten? Natürlich haben die die Preisgestaltung beeinflußt.

In der Agrarwirtschaft nimmt die EU seit Jahrzehnten Einfluß auf die Preise.

Und beantworte mir doch einfach die Fragem warum es in den USA geht? Da wird sofort geklagt, wenn es um die Freiheit des Geld verdienens geht.

Es geht immer , wenn man nur will.


GV1977
11. August 2017 um 12:10  |  1278980

kauz sagt:

11. August 2017 um 10:39
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
Japaner ! Wir brauchen mehr Japaner !
.
Poldi ist König in Japan.


kreuzband
11. August 2017 um 12:16  |  1278981

@scorpion (um 09:25): eine sehr gute Zusammenfassung zu der Frage, welche Art von Führungskraft der HSV braucht. Ob Bierhoff da der Richtige ist, möchte ich (leider) eher bezweifeln.
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Da man ja bekanntlich ein Kind nicht gleich mit dem Bade ausschütten sollte, wäre eine wichtige Frage, was denn die dringlichsten Baustellen wären (mit denen dann zuerst aufzuräumen wäre) ?


frank70
11. August 2017 um 12:21  |  1278982

@Fm54
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Im Basketball spricht man von der „Gravität“ eines Spielers. Dort gibt es sehr, sehr in die Tiefe gehende Statistiken. Die „Gravität“ ist eine relativ neue Messgröße. Sie definiert und misst wissenschaftlich, wie sich die alleinige Anwesenheit und das spezifische Verhalten eines Spielers mit und ohne Ball AUF DAS VERHALTEN DES GEGNERS auswirkt.
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Fußball ist nicht Basketball. Aber wir kennen das ja auch. Bekommt Robben den Ball auf dem Flügel, wird sofort versucht zu doppeln … was wieder Freiräume für andere entstehen lässt. Früher hatten beim HSV ein van der Vaart oder ein van Nistelrooy diese Gravität/Bedeutung.
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Der HSV 2017 hat einfach zu wenige Spieler, die diese Gravität haben. Spieler, die den Gegner zwingen seine Grundordnung in gewissen Situationen aufzugeben.


kauz
11. August 2017 um 12:23  |  1278983

GV1977:
das mußt Du nicht veräppeln.
Clever wäre es gewesen, den Hype um Sakai dort auszunutzen, mit ein paar Jungs für eine Woche dahinfliegen, 2 – 3 Freundschaftsspiele, in denen Gotoku den HSV als Kapitän auf den Platz führt, dazu noch ein paar Pressetermine, Autgrammstunden etc.
und der HSV hätte Japan rocken können.
Die Prämien von den Freundschaftsspielen mitnehmen,
die Merchandising Abteilung mal auf Touren bringen,
unterm Strich wäre da bestimmt die ein- oder andere Million dringewesen.
Aber unser Marketingdirektor (war das eigentlich noch Hilke zu diesem Zeitpunkt?)
hat entweder nix davon mitgekriegt oder hatte mit sich selber mehr als genug zu tun.
Schade eigentlich…


Oldenburger
11. August 2017 um 12:23  |  1278984

In den USA kann erfolgreich geklagt werden, wenn ein NBA-Star zuviel Geld verdient?
Und ja, wahrscheinlich würde Dein Schnitzel ohne EU-Agrarpolitik einen etwas anderen Preis haben, aber eine analoge „EU-Sportpolitik“ ist nun kompletter Humbug.


Ruediger
11. August 2017 um 12:28  |  1278985

Beantworte doch nur die Frage, warum es in den USA geht????


GV1977
11. August 2017 um 12:34  |  1278986

kauz sagt:

11. August 2017 um 12:23

>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
Pardon. Recht hast Du !
Doch die Penntüten sind wohl wirklich nur mit sich selbst beschäftigt und bekommen eh nichts mit.
Es braucht außerdem auch ein waches Hirn, um neue Gelegenheiten zu erkennen, aufzutun und zu nutzen.


Nordisch
11. August 2017 um 12:58  |  1278987

Ja, in der Major League Soccer gibt’s salary caps, vom Verband festgelegte Obergrenzen insgesamt und pro Spieler (~480k USD momentan, wenn ich mich recht entsinne). Dazu drei dedicated players, die außerhalb dieser Regeln stehen. Das sind dann meistens die ausländischen Spieler wie früher z.B. David Beckham oder Thierry Henry, oder jetzt Sebastian Giovinco und Kaká.
 
Das zeigt auch gleich das Problem auf: diese Spieler kommen nur, wenn sie entsprechend Geld verdienen können. Bei Obergrenzen bei uns, die natürlich europäisch festgelegt werden müssten um überhaupt zu funktionieren (wofür die EU aber vermutlich kein Mandat hat, es müsste also von der UEFA kommen, und die gesetzliche Grundlage in den einzelnen Staaten geschaffen werden), wird sich für für einige Spieler die Frage nach mehr Geld anderswo stellen. Andererseits bleibt natürlich die sportliche Attraktivität der europäischen Ligen — die aber wiederum auch ein Produkt ihrer (Star-)Spieler ist und ohne die nicht (so) funktionieren würde.
 
Die MLS hat all das nicht. Dies also als Vergleich heranzuziehen finde ich deshalb etwas zweifelhaft. Ich würde nicht behaupten, voraussagen zu können wie genau sich Gehaltsobergrenzen auf dem europäischen Fußball auswirken. Was also dort „funktioniert“ (und einige Teams sind immer gleicher als andere, und sehr kreativ, was die Regeln betrifft), muss hier noch lange nicht funktionieren.
 
Ganz abgesehen davon, dass der Widerstand der reichen Clubs natürlich das ganze hypothetisch macht. Der Vorschlag der Bayern ist ja schon Jahre alt, und in irgendwelchen Schubladen verschwunden.


Ruediger
11. August 2017 um 13:28  |  1278988

Mag alles sein, ich bin auch kein linker Träumer, nur entgrenzt sich das Fussballgeschäft zunehmen und nimnmt auch langsam kriminelle Strukturen an. Wir wissen es alle nicht, aber man kann davon ausgehen, dass ein Haufen Geld in diesem Geschäft nicht rechtskonform fließen. Der Fussballmarkt ist doch schon lange aus den Fugen geraten und kein Markt unter Gleichen. Dafü hat schon völlig aus dem Lot geratene CL gesorgt.

An das Märchen, dass sich Märkte selbst regulieren, glaubt doch keiner mehr. Weil es auch widerlegt und falsch ist. Die ganzen Wirtschaftskrisen sind durch Gier und regellose Geschäftsmodelle ausgelöst worden. Auch das ist heute unumstritten.

Man kann immer argumentieren, dass die paar Oligarchen nur Ausnahmen sind, sind sie aber nicht. Jeder fühlt doch, dass es nicht mehr richtig zugeht. Daher sich einfach wegducken und den Markt die Geschichte regeln lassen, wird nicht funktionieren.

Funktioniert übrigens seit Jahrzehnten nicht – es gibt immer nur Momentaufnahmen, in der es einigen sehr gut geht – die vielen Verlierer blendet man gerne aus.

Und man muss übrigens auch nicht immer alles mitmachen – unsere Liga läuft immer noch sehr gut.

Entschuldigt bitte, aber im Urlaub und bei dem scheiss Wetter hier kommt man mal auf diese Frustgedanken.


Dietersad
11. August 2017 um 13:55  |  1278989

Ich gebe Herrn Kühne Recht mit der Entwicklung des HSV bisher wurde nur Geld verbraten ohne Verbesserung des Kaders. In der jetzigen vorgesehenen Stämme stehen nur Spieler(Versager) der letzten Saison. Da kann man keine Verbesserung herbeiführen
Schaue schon jeden Tag auf Transfer arktischen ob Todt draufsteht…… Enttäuschung
Bei mir wäre er schon längst geflogen hat doch kein Niveau und schlägt nur Schaum halt 3.Liga


Blogfan
11. August 2017 um 14:18  |  1278990

…erste Maßnahme gegen die Ultras und die anderen Chaoten : NUR noch Sitzplätze…und zwar sofort, sollte sich auch nur irgendeine Tendenz in Richtung Gewalt abzeichnen.
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Es liegt nur an den Vereinen, dass dieser Abschaum noch weiterhin Einlass in die Stadien bekommt.


JU aus Qu
11. August 2017 um 14:25  |  1278991

@Ruediger,

was meckerst Du eigentlich, das ganze Jahr zwischen Luzern und Berlin hin und her, meistens schönes Wetter, kennst Du für den Urlaub kein Reisebüro 😉 😉 😉


Ruediger
11. August 2017 um 14:30  |  1278992

Ich will aber meinen Stehplatz behalten!

Ju, bei gut 200 Hotelübernachtungen und vielen Flügen brauche ich das in meinem Urlaub nicht. Da stehe ich lieber in Norden im Stadion 😂😂😂


Kill Bill
11. August 2017 um 14:32  |  1278993

Soeben per WhatsApp erhalten:
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„Neymar kassierte in Barcelona vergangene Saison 9 Mio.Euro pro Jahr und schoss 20 Tore.
Macht 450.000 Euro pro Tor.
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Lassoga kassiert beim HSV 3,5 Mio. Euro und er war vergangene Saison zwei mal erfolgreich.
Macht 1,75 Mio Euro pro Treffer.
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Ein Tor von Lassoga ist also VIER MAL mehr wert als ein von Neymar.
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Die sind ganz schön blöd, die Pariser!“
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🙂


abraeumer5
11. August 2017 um 14:40  |  1278994

Nun ist die falsche Entscheidung getroffen worden, Mathenia steht im Tor. Es ist wiederum ein deutliches Zeichen, dass ein junger Spieler nicht zum HSV wechseln sollte. Mir ist dabei bewusst, dass 99 % hier im Blog und im Umfeld, diese Entscheidung wieder nachvollziehbar und ganz toll finden. Es ist aber einfach nur schade, der HSV hätte einen modernen, überdurchschnittlichen Torwart gebrauchen können. Es ist unglaublich, der HSV hat den U21-Nationaltorwart und setzt ihn auf die Bank. Ich wünsche Pollersbeck, dass er schnell eine Gelegenheit findet zu wechseln.


kuemmel
11. August 2017 um 14:50  |  1278995

Zum Glück gibts noch andere Kriterien als das Alter.
Pollersbeck würde in den ersten Spieltagen verbrennen.


Ulle
11. August 2017 um 14:56  |  1278996

abraeumer5 sagt:
11. August 2017 um 14:40
Nun ist die falsche Entscheidung getroffen worden, Mathenia steht im Tor. Es ist wiederum ein deutliches Zeichen, dass ein junger Spieler nicht zum HSV wechseln sollte. Mir ist dabei bewusst, dass 99 % hier im Blog und im Umfeld, diese Entscheidung wieder nachvollziehbar und ganz toll finden.
>
Es ist jetzt auch keine wirkliche Überraschung, dass DU das scheizze findest


Kuddel
11. August 2017 um 15:01  |  1278997

Bin ich froh, dass der Trainer über die Torhüterposition entscheidet……. 😉


pwehsv
11. August 2017 um 15:10  |  1278998

@paulinski sagt:
10. August 2017 um 19:41
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Unter einem strategischen Investor stelle ich mir etwas anderes vor.
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kutte sagt:
10. August 2017 um 22:57
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Zusatzabo kommt mir nicht ins Haus


Rautenfan
11. August 2017 um 15:24  |  1278999

Wie alt ist Mathenia noch mal? Ach ja, 39 und kurz vorm Karriereende?
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Nee, der ist nur 2,5 Jahre älter und hat jetzt zwei Jahre Erstligaerfahrung hinter sich. Mit Abstiegsdruck und allem was dazu gehört. Da gilt es jetzt für Pollersbeck sich durchzubeißen.
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Pollersbeck wird gewusst haben, dass er keinen vertraglichen Anspruch auf die Nr. 1 hat. Er wird sich hinten anstellen müssen und sich im Ernstfall zeigen müssen. Wie auch Mathenia, der übrigens Stammtorhüter bei einem Erstligisten war.
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Vielleicht setzt Gisdol ja gegnerbezogen auf den einen oder den anderen, was ich aber nicht glaube.


hansiat83
11. August 2017 um 15:26  |  1279000

@abraeumer5
Ja, ich finde die Entscheidung pro Mathenia richtig. Und ich finde es trotzdem richtig, dass der HSV Pollersbeck verpflichtet hat. Warum?
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1. Mathenia hat in der letzten Saison gut gehalten. Pollersbeck war somit sein Herausforderer. Die Leistung im Training kann ich nicht beurteilen. In den Testspielen war Mathenia der Bessere. Also spielt er! #Leistungsprinzip.
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2. Zwei gute Torhüter sorgen schon im Training für ein hohes Niveau und einen gesunden Konkurrenzkampf. Davon profitiert der HSV.
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3. Die Entscheidung gilt jetzt. Was in Zukunft ist, weiß doch keiner. Verletungsfrei kommt keiner durch die Saison. Die Chance für Pollersbeck wird kommen. Wenn er durchstartet kann man ihn in ein paar Jahren gewinnbringend verkaufen. Mit Mathenia hätte man eine gute Nr. 2. Akzeptiert er das nicht kann auch er mit Gewinn verkauft werden.
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Also: Alles Gut!


Voraussager
11. August 2017 um 15:41  |  1279001

Wir werden uns auch diese Saison wie seit Jahren immer wieder anhören: Die Jungen sind noch nicht so weit. Trotzdem ist es für den Start richtig Mathenia spielen zu lassen.

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