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Gotoku Sakai bleibt vKapitän – und das ist auch gut so

Es ist die richtige Entscheidung: Gotoku Sakai bleibt HSV-Mannschaftskapitän. Der fleißige Japaner, der für mich im Preis-Leistungsverhältnis eins der wenigen Transferhighlights der letzten Jahre ist, hat seine Vorbildfunktion in der vergangenen Saison komplett angenommen. Gegen Hoffenheim am 20. November 2016 führte er die Mannschaft erstmals als Kapitän aufs Feld. Damals gab es für den Nachfolger vom damals degradierten Johan Djourou ein 2:2 in Hoffenheim. Seither sind es 20 Partien und 36 Punkte geworden für Captain Sakai. Diesen Schnitt auf eine Saison umgelegt, würde 61 Punkte und somit internationales Geschäft – wenn nicht gar Champions League bedeuten. Und neben der Mannschaft ist auch der Defensivallrounder an seiner Aufgabe gewachsen.

Auch in Sachen Selbstbewusstsein: „Ich bin jemand, der seine Taten sprechen lässt und nicht einfach dumm herumquatscht. Das war bereits in der letzten Saison so“, sagt Sakai auf hsv.de, um wie immer selbstkritisch hinterherzuschieben: „Ich weiß, dass ich vor dem Team und der Presse noch mit mehr Selbstbewusstsein und Eigeninitiative auftreten muss.“

Und ehrlich gesagt: Meiner Meinung nach muss er das nicht. Erb mus nicht perfekt Deutsch sprechen. Für mich ist vielmehr entscheidend, dass Sakais Art schon für sich spricht. Er ist einer der fleißigsten Spieler auf dem Platz. Immer. Ob im Spiel oder beim Training. Sakai liegt es fern, zu jammern. „Belastung ist dafür da, gemeistert zu werden“, sagt er und verrät sein Credo. Und genau das kommt in der Mannschaft an. Sakai lässt sich von nichts und niemandem sonderlich beeindrucken. Selbst seine damals für alle überraschende Ernennung zum Kapitän nahm Sakai sofort zu 100 Prozent an. Und wie auf dem Platz fordert er auch von sich als Kapitän noch mehr. Sakai: „Der Trainer hat mir gesagt, dass ich viele Sachen in der vergangenen Saison bereits gut gemacht habe, wünscht sich aber auch, dass ich noch mehr Verantwortung übernehme. Das fordere ich auch von mir ein.“ Und ich glaube es ihm aufs Wort.

Zudem glaube ich auch daran, dass die Position des Kapitäns eine größere Bedeutung hat, als nur die Seitenwahl zu übernehmen. Der Kapitän ist sportlich wie in Sachen Einstellung ein Vorbild, ein Leitfaden für schwierigere Charaktere, wie sie im Fußball immer wieder vorkommen. Und ich kann behaupten, dass in meinen nunmehr 18 Jahren als HSV-Reporter nur wenige Fußballer einen so verbindlichen, immer höflichen, respektvollen Umgang an den Tag gelegt haben wie Sakai. Er hat einfach den nötigen Respekt vor seinem Beruf und seinem Arbeitgeber bzw. dessen Anhängern gegenüber. Und das zu würdigen und zu fördern in Form der Beförderung zum Kapitän war und ist einer der besten Schachzüge von Trainer Markus Gisdol. Jetzt zusätzlich Kontinuität in das Amt zu bringen ist daher umso sinnvoller, da Sakai weiter daran wachsen wird – und mit ihm viele Spieler um ihn herum. Glaube ich. Und vor allem: Das hoffe ich, weil es ein Entwicklungsschritt für die gesamte Mannschaft bedeuten könnte.

Ansonsten gab es heute wieder viele Namen, die bestätigt oper dementiert wurden. Manchmal sogar beides. Das erspare ich mir an dieser Stelle. In diesem Sinne, bis morgen! Wobei, einen Namen möchte ich doch erwähnen: Dennis Aogo. Vor einigen Tagen hatte ich hier im Blog geschrieben, dass dem HSV die Kultur im Verein abhanden gekommen ist, weil man es nicht schafft, seine Ehemaligen ordentlich zu behandeln bzw. sie bei ihren Abgängen ausreichend respektvoll und dankbar zu verabschieden. Und dann lese ich hier Häme für einen Spieler, der 168 Spiele für den HSV absolviert hat. Nein. Man muss Dennis Aogo zweifellos sportlich nicht für eine Verstärkung halten. Tue ich aktuell auch nicht. Aber DAS hat so ein Ex-Spieler – Aogo ist dabei nur stellvertretend für viele andere – nicht verdient.

Wobei auch das muss dann an dieser Stelle gesagt werden: Passend zum Blog von vor ein paar Tagen kommt jetzt ein Talent von Ferencvaros Budapest zum HSV. Also von dem Klub, der aktuell von Extrainer (und vielleicht auch Tippgeber) Thomas Doll trainiert wird: Peter Beke. Der Kapitän der ungarischen U16-Nationalmannschaft startet am Wochenende mit der U17 (B-Regionalliga) in die Saison.

In diesem Sinne, bis morgen. Da wird übrigens unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainiert.

Scholle


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82
Kommentare

Bloozer
9. August 2017 um 19:00  |  1278813

Erster


9. August 2017 um 19:07  |  1278814

Schau Schollo, da wurde zum Zeitpunkt deiner Kritik doch bereits kräftig gewerkelt an einem solch prinzipiell guten Deal. 🙂


Ralli
9. August 2017 um 19:17  |  1278815

Moin,
was mir gerade völlig gegen den Strich geht ist die Diskussion um
Santos und Wallace . Wobei ich nicht weiß ob alles stimmt was geschrieben wird. Sie haben Vertrag und ich finde sie sollen bleiben. Selbst wenn ein Linksverteidiger kommt brauchen wir Sie. Egdal ist dauer verletzt und deshalb brauchen wir Wallace. Und Santos auch, außerdem Kann man Santos doch nicht verleihen . Das ist wohl wieder ein Hirngespinst von Herrn Todt.
ralli


Dukate
9. August 2017 um 19:32  |  1278816

Und bislang wurde in aller Öffentlichkeit der Ausschuss trainiert?


UweSeelerseineFrau
9. August 2017 um 19:48  |  1278817

Aogo und Westermann waren doch grosse Sargnägel HSV. darf man das etwa nicht mehr sagen? Besondere Häme kann ich bei den beiden Posts nicht erkennen.


Dukate
9. August 2017 um 19:49  |  1278818

Scholle, seh ich leider anders. Sakai war bis zu seiner Ernennung zum Kapitän ein wahrer Transfer-Glücksgriff. Ich glaube Lewis nannte ihn Mr. Perfect, weil er so gut wie keine Fehler machte, emsig war und meist die richtige Entscheidung traf. Dies waren ja wohl auch die Gründe für M. Gisdol ihm das Amt anzutragen. Im Grunde bestand wohl die Hoffnung einige „Sakais“ mehr in die Manschaft zu bekommen. Stattdessen hat man jetzt einen weniger. Ich erlebe ihn seitdem gleichermaßen übermotiviert wie verkrampft. Will m.E. zu viel und erreicht immer weniger. Zudem fehlt der Zugriff auf die Kollegen, die sich kaum erkennbar an ihm orientieren. Somit fühlt er sich für etwas verantwortlich, auf das er nur bedingt Einfluss hat. Immer eine ungute Konstellation. Zudem erinnere ich mich an die ungläubigen Blicke und Fragen eines japanischen Fernsehteams, das kaum glauben konnte, dass ein so junger Spieler Kapitän sein kann. Dort käme wohl immer nur der älteste Spieler in Betracht. Dies könnte ebenfalls dazu beitragen, dass sich Sakai selber mit der Binde eigentlich nicht wohl fühlt. Wer da besser geeignet wäre, weiß ich nicht. Am besten, die Binde nach der Seitenwahl um den Torpfosten binden. Mavraj bitte nicht, sonst muss der wie HW? damals auch immer spielen.


neeeneee
9. August 2017 um 19:49  |  1278819

Wenn ich so einen Scheiß lese, Häme über den Spieler Aogo,

A/ Herr Scholz wissen sie nicht, ob diejenigen die Häme über den Armen Spieler ausgeschüttet haben das auch so dankbar sehen wie sie, vielleicht waren oder sind sie der gleichen Meinung wie ich denn von den ca.160 Spielen waren meiner Meinung nach 2/3 Schrott und natürlich habe ich mich hin zu knien ,laut danke zu schreien das dieser Spieler es doch geschafft hat ,für so ca 1,5 Millionen im Jahr auf zulaufen,.

ich kann mich noch sehr gut entsinnen welche Häme Herr Matz hier im Blog über die Ära Hoffmann ausgeschüttet hat, aber das ist ja bestimmt was anderes.

Wo ich ihnen recht geben muss , ist das der Verein nicht versucht Spieler ein zu binden, wenn ich da zum Beispiel an Adler denke der für mich immer noch zu den 5 besten TW der Liga spielt , der eine Persönlichkeit ist ,der nebenbei Sportmanagement Studiert hat und ,aber was will ein Bruchhagen oder ein Herr Todt denn mit solch einen und wenn ich schon mal dabei ,haben sie Herrn Bruchhagen jemals gefragt nach welchen Kriterien er den Sportchef ausgesucht hat,dass Hauptkriterium kann nur gewesen sein , mögliche viel Clubs , bei keinen was erreicht und musste überall schnell gehen,

Ich hoffe das sie irgendwelche Handwerker nicht auch so aussuchen, zum Beispiel beim Hausbau und nicht die Firma nehmen die schon 10x versucht hat ein Haus zu bauen , es aber nie fertig bekommen hat und den Bau verlassen musste , denn das wäre ähnlich.

Aber vielleicht gehört es ja auch nicht mehr zum Alltag eines Reporters Kritische Fragen zu stellen , sind wir ja irgenwie auch gewöhnt aus der Ära Jarchow ,knallharte Abrechnung ,wenn es nicht mehr dazu gehört dann Bitte ich um Entschuldigung ,für diese Kritischen Worte


kuemmel
9. August 2017 um 20:13  |  1278820

„Erb mus nicht perfekt Deutsch sprechen“
.
Herrlich.


Bastrup
9. August 2017 um 20:43  |  1278821

Aogo als Sargnagel zu bezeichnen ist solch ein riesengroßer Blödsinn, dass es kaum auszuhalten ist. Was sind das nur für Leute hier…..


nenndorfer
9. August 2017 um 20:43  |  1278822

AOGO kommt…..


Voraussager
9. August 2017 um 20:56  |  1278823

Scholle,
Häme ist hier über Aogo nicht ausgeschüttet worden sondern nur festgestellt worden das
dieser Herr keine BL- tauglichkeit nachgewiesen hat. Eigentlich sollte ein Fachmann wie
Du sowas auch erkannt haben,oder ??


Voraussager
9. August 2017 um 21:01  |  1278824

Nochmal für alle Aogo- Fans:
Kein taktisches Verhalten, keine Zweikampfstärke, keine Offensivstärken,es fehlt wirklich an allem was einen BL Spieler ausmacht


Eisenwilli
9. August 2017 um 21:11  |  1278825

Ich wünsche dem Herrn Aogo auch weiterhin viel Erfolg auf seinem Weg.
.
Die Bestätigung des Japaners Sakai als Kapitän indes finde ich in Ordnung. Alles hängt nun vom Trainerteam ab, ob sie es schaffen Ordnung in das Spiel des HSV zu bringen, eine homogene Einheit zu schaffen, die an einem Strang zieht. Und zwar alle! Es ist die Ungewissheit, die viele hier nervös macht, inklusvie meiner Wenigkeit. Wann wird endlich ein Spielsystem erkennbar sein? Tatsächlich kann es nicht sein, einzig auf aggressives Pressing zu setzen und dem Gegner den Ball abzujagen. Dominanter Wille, zum erfolgreichen Torabschluss zu gelangen, gepaart mit Spielintelligenz, scheint dem Team jedoch noch deutlich abzugehen.


Jimmy-B
9. August 2017 um 21:17  |  1278826

Kritik = Häme? Es gilt das Leisungsprinzip – Ei-Ei-Ei, Kuschel-Tuschel und überbezahlte Nieten durchschleppen hat den HSV an den Abgrund gebracht. Stehgeiger gab es genug, die doch „ganz dufte Typen“ waren/sind – DAS NÜTZT/E UNS ABER NIX! Ich will da nur mal an ein Spiel in Fürth erinnern – als ein „tadelloser Fußball-Arbeiter und dufter Typ“ uns beinahe kurz vor Schluss durch seinen Bock in die 2. Liga „gestolpert“ hätte. Nochmal: LEISTUNG, LEISTUNG, LEISTUNG – dafür gibt es ordentlich Schotter und wenn er es nach Vetragsende verdient hat auch Blumen und nen Anschluss-Job als Scout – alle anderen dürfen gerne nach Stoke oder Stuttgart.


spahic
9. August 2017 um 21:22  |  1278827

Ein HSV-Kapiten mus tatsächlih nichd perfegt Deutsh könen. Fon einem HSV-Bloger des Abentblats sollde mann es aper erwartn dürfn.


grauemaus
9. August 2017 um 21:23  |  1278828

Zum Thema Aogo -ohne Kommentar– Einsätze für Deutschland

2002–2003 Deutschland U-16 14 Spiele
2003–2004 Deutschland U17 7 Spiele
2005–2006 Deutschland U19 5 Spiele
2006–2007 Deutschland U20 2 Spiele
2007–2009 Deutschland U21 25 Spiele
2010–2013 Deutschland 12 Spiele

nicht BL-tauglich.


Claas
9. August 2017 um 21:35  |  1278829

Aogo hat damals nicht das gebracht, was man sich erhofft hatte – ganz klar. Allerdings darf man nicht vergessen, dass damals CL der Anspruch war. Heutzutage würde ich ihn für eine Verstärkung halten und besser als Ostrolzek war er mE allemal…


hsvfan1983
9. August 2017 um 21:42  |  1278830

@Eisenwilli
#Aogo Ja, solange sein Weg nicht zum HSV führt 😂


fan17
9. August 2017 um 21:50  |  1278831

Sakai hat eine top Einstellung und kämpft vorbildlich. Tatsächlich ist er mit der Ablöse von 700.000,- super günstig von Labbadia geholt worden.

Allerdings ist auch er sportlich limitiert. Auch er hat mehrere Gegentore eingeleitet. Auch hier, wie bei RV, LV, IVer und kreatives, offensives MF ist gutes Scouting gefordert, um uns sportlich voranzubringen.

Zumindest ist der Kader etwas stärker besetzt als Anfang der letzten Saison mit Hahn, Pollersbeck und van Drongelen. Ich hoffe, bin mir aber nicht sicher, dass das Team möglichst etwas Abstand zu den Plätzen 16 – 18 schaffen wird. Aber die anderen schlafen auch nicht …


Voraussager
9. August 2017 um 22:07  |  1278832

grauemaus,
Deine Aufzählung ist lächerlich, es gibt unzählige Spieler die in Jugendnatis gespiellt haben und dann in der Versenkung gelandet sind. Und in der Nationalmannschaft hat auch ein HW4 gespielt, das sagt gar nichts!!


flashbax
9. August 2017 um 22:19  |  1278833

hw4 ist gott


Kill Bill
9. August 2017 um 22:31  |  1278834

Aogo ist einer von sehr vielen Spielern der jüngeren Vergangenheit bei den Anspruch und Wirklichkeit, man kann auch Preis-Leistung sagen, nicht harmonierten.
.
Ich glaube auch nicht, das er beim Gastspiel des VfB in HH ausgepfiffen wird wie einst ein Calanoglu bei seiner Rückkehr.
.
Aber welche Verdienste hat er um den HSV das es rechtfertigen würde ihn zu huldigen?! 🤔
.
168 Spiele…..Na und?!
Diekmeier ist auch 162 mal in der BuLi mit der Raute aufgelaufen und wird irgendwann als der Ballabwischer in Erinnerung bleiben. Einer von vielen halt.
.
Aogo ist Vergangenheit beim HSV und das ist gut so.


HSK
9. August 2017 um 22:36  |  1278835

Kuddel
9. August 2017 um 22:44  |  1278836

„Zudem glaube ich auch daran, dass die Position des Kapitäns eine größere Bedeutung hat, als nur die Seitenwahl zu übernehmen.“
.
Wow 👍


Voraussager
9. August 2017 um 22:55  |  1278837

Ist doch wirklich zu begrüssen das ein Spieler wegen der tollen Atmosphäre in Stuttgart unterschreibt. Das es sowas noch gibt, ich bin begeistert!!!


HSK
9. August 2017 um 23:02  |  1278838

Damals gab es für den Nachfolger vom damals degradierten Johan Djourou ein 2:2 in Hoffenheim. Seither sind es 20 Partien und 36 Punkte geworden für Captain Sakai. Diesen Schnitt auf eine Saison umgelegt, würde 61 Punkte und somit internationales Geschäft – wenn nicht gar Champions League bedeuten. Und neben der Mannschaft ist auch der Defensivallrounder an seiner Aufgabe gewachsen.

Genau und in der neuen Saison sitzt Djourou Ihm nicht im Nacken, also sollte es locker für die Meisterschaft + DFB Pokalsieg reichen 😛


Ligafan
9. August 2017 um 23:05  |  1278839

Nun kann Aogo beim VFB zeigen, dass er seinen zweifelhaften Ruf bei vielen hier (auch bei mir) zu unrecht genießt und zeigen, dass er mehr als hintenrum spielen und Dienst nach Vorschrift schieben kann. Ich bin sehr gespannt🤔
.
Interessant wäre, ob er einen stärkt leistungsbezogenen Vertrag bekommen hat.


Ligafan
9. August 2017 um 23:06  |  1278840

stark


RaiDet
9. August 2017 um 23:11  |  1278841

@Voraussager
Welche gute Atmosphäre ? In Stuttgart ist Stimmung wie auf dem Friedhof
Kein Vergleich zu VolksparkStadion
Ich bin auf jeden Fall froh, dass Aogo nicht wieder bei ins spielt


Voraussager
9. August 2017 um 23:17  |  1278842

Scholle,
zu Deinem Mitleid mit Aogo und seiner hämischen Behandlung hier im Blog sage ich voraus das es Deinem Spezi Ballabwischer nach seinem hoffentlich auslaufenden Vertrag
2018 auch zu Recht nicht besser ergehen wird.Zum Glück gibt es hier im Blog viele User
die zwischen Leistung und Alibi unterscheiden können!!


Dehn
9. August 2017 um 23:30  |  1278843

spahic sagt 21:22
😎😆😉😁😊


Pegasus
9. August 2017 um 23:31  |  1278844

Voraussager sagt:
9. August 2017 um 21:01
Nochmal für alle Aogo- Fans:
Kein taktisches Verhalten, keine Zweikampfstärke, keine Offensivstärken,es fehlt wirklich an allem was einen BL Spieler ausmacht
————————————————————————————————-

quasi ein linksfüßiger diekmeier


Voraussager
9. August 2017 um 23:35  |  1278845

Pegasus, Du gehörst zu den Experten hier im Blog!!!!!


GV1977
9. August 2017 um 23:37  |  1278846

flashbax sagt:

9. August 2017 um 22:19

hw4 ist gott

>>>>>>>>>>“
„Gott ist tot“, vD4 ist da.


Pegasus
9. August 2017 um 23:41  |  1278847

vorraussager würde ich nicht sagen, aber bin weltoffen 🙂 ..da vermisst man richtig einen atouba auf links……
.
hatten wir nicht mal ein ähnliches anti-1.liga außenverteidiger duo mit klingbeil & demel????


GV1977
9. August 2017 um 23:45  |  1278848

Nach „Aggressive Leader“ und Capitano Fasson nun Captain Fleißig.
Für die Charakterrolle bleibt sicher ausreichend Entwicklungsspielraum.
Immerhin einer der ganz ganz wenigen, der trotz begrenztem Talent fortgesetzt Spielversuche unternimmt, auch wenn seine Kollegen meist garnicht wissen, was er da probiert…


GV1977
9. August 2017 um 23:47  |  1278849

Was auch immer so interessant sein mag, beim täglichen Wechselspiel von Transfermeldungs-Enten und tausender eigener Kaderfantasien mitzufiebern … sei’s drum.
Wieviel wichtiger noch ist doch, wenn es denn endlich losgeht, wie dieser Kader zu einer Mannschaft geformt, wie dieser Mannschaft Spielvermögen vermittelt, und in welcher Art und Weise die vorhandenen Möglichkeiten taktisch, mental, technisch und sozial möglichst gut entwickelt sowie effektiv eingesetzt werden könn(t)en.
Wie in wirtschaftlicher und organisatorisch struktureller Hinsicht kein goldenen Retter-Reiter in den Volkspark einreiten wird, so gilt dies auch beim sportlichen Aspekt.
Es wird zu allererst auf ein homogenes Teamgefüge und – daraus entwickelt – spieltaktische Handlungs- und Problemlösungsstrategien in umsetzbarer Form ankommen.
Übrigens würde dies auch für wechselwillige Spieler eine Plattform bieten, sich qualitativ gut zu präsentieren, wie ebenso Spielern ein Wechsel nach HH attraktiver machen.
.
Also, permanent nach diesem oder jenem tollen Kicker auszuschauen, der diesem maladen Club aus der Dauerkrise Erlösung brächte, ist ebensorealitätsfern sinnlos wie irrelevant.
Damit lässt sich nur kurzweilig leichter der Selbsttäuschung frönen.
Und der Ent-Täuschung wird man sich nicht entziehen können früher oder später.


jp
10. August 2017 um 0:31  |  1278850

Richtige Entscheidung. Sakai ist ein vorbildlicher Spieler. Wieviele Punkte es nun mit ihm als C gegeben hat, ist aber wirklich egal. Das ist zu viel der Statistik.


DerJan
10. August 2017 um 1:11  |  1278851

Sakai ist ein vorbildlicher Profi und zurecht weiter HSV-Kapitän. Wenngleich ich ihn mir in der Kabine nicht als Lautsprecher vorstellen kann. Da wird es mit Papa (emotional, anpeitschend) und vielleicht auch Mavraj (taktisch, erfahren) aber noch andere Spieler mit Führungsqualitäten geben. Wichtig wird sein, dass zu gegebener Zeit auch mal auf dem Platz jemand ein Zeichen setzt, das ist ja auch nicht gerade Sakais Art. Da mache ich mir aber keine Sorgen, neben den oben genannten haben wir ja z.B. auch noch einen Holtby…


10. August 2017 um 1:40  |  1278852

@Scholle
Die ganzen Wochen kritisierst du den HSV, weil er so, wie er jetzt aufgestellt ist, absteigt. Es fehlt ihm ja an allem, wie du schreibst.
.
Nun ist Sakai Kapitän und plötzlich rechnest du die letzten Spiele hoch und kommst auf einen CL Platz? Das nenne ich mal eine Kehrtwendung! 😀 Aber mir soll es recht sein, wenn es so eintritt.


Biker1952
10. August 2017 um 6:42  |  1278853

Einige Kommentatoren hier sind wahrscheinlich noch nicht einmal Kneipen Fußball tauglich, aber Spielern die Untauglichkeit für die Bundesliga unterstellen. Merken dann aber auch nicht das sie damit den Trainern der Spieler ebenfalls die Untauglichkeit unterstellen. Oder wer hat die Spieler so oft aufgestellt ?
Aber das ist halt die neue Art und Weise mit Menschen umzugehen, gilt mMn auch für den Umgang mit dem Blog. Wem es hier nicht gefällt kann ja gerne den Blog wechseln oder ihn so wie er ist mit allen Problemen und unterschiedlichen Meinungen über Scholle akzeptieren.


Biker1952
10. August 2017 um 6:48  |  1278854

So das mein Kommentar dazu, es ist nicht immer gut sich so wie Trump zu benehmen, man weiss nicht was am Ende dabei heraus kommt.
Werde auch nicht darauf antworten können heute da ich zu einer Untersuchung ins KKH muss.
Gruß Holger aus
Walmsburg


Voraussager
10. August 2017 um 8:21  |  1278855

Ist Euch schon aufgefallen das bis auf Kostic weil er verletzt ist sich die selbe A- Elf
zum Start herauskristallisiert welche im letzten Jahr fast abgestiegen ist.
Besonders einfallsreich ist das ja nicht,habe aber auch nichts anderes erwartet.
Schade das nicht wenigstens einer der jungen Spieler“ so weit ist“


Jens
10. August 2017 um 8:22  |  1278856

Moin, schön das überall Konstanz reinkommt und Sakai weiter machen darf, er hat definitiv die richtige Einstellung zu dem Sport!!!

Das WALACE nicht wechseln darf ist gut und richtig, allerdings würde ich mir das auch für Santos wünschen, den Spielern muss man einige Zeit geben, sofern aber Stafylidis kommt…..TSCHÜSS, denn dieser ist wesentlich robuster, agressiver und torgefährlicher…bin gespannt was passiert….


paulinski
10. August 2017 um 8:41  |  1278857

Her mit der Saison! Ich werde ab jetzt jedes Gequatsche überspringen, was nicht aktuell mit dem realen Fussball auf dem Platz zu tun hat. Nun ist genug fantasiert und spekuliert worden, tausenderlei Blicke zurück. Genug! VFL, wir kommen und müssen euch weghauen. Wir müssen und können das auch!


frank70
10. August 2017 um 8:46  |  1278858

Ein wenig Sorgen mache ich mir schon angesichts der Kaderplanung (Hörst Du mich Uwe? :-). Bereits im Vorjahr tat sich der HSV sehr, sehr schwer, sich Chancen gegen tiefstehende Mannschaften herauszuspielen. Die Passquote war eher schwach, meistens wurde das Mittelfeld aufgrund mangelhaftem spielerischen Vermögens mit langen Ballen überbrückt.
.
Die Antwort der Verantwortlichen des HSV ist nicht etwa, Spieler mit größerem technischem Vermögen und/oder größerer Spielintelligenz zu verpflichten. Die Antwort des HSV sind Mentalitätsspieler. Nichts gegen Mentalität, aber ich brauche doch auch Spieler die mit dem Ball umgehen können und Spielsituationen schnell lesen/antizipieren können.
.
Papadopoulous, Hahn, van Drongelen, jetzt vielleicht noch Stafylidis statt Santos ….. alles Kanten, die über die Körperlichkeit/Athletik kommen.

Und das zu einem bestehenden Kader in dem Mavraj, Diekmeier,Jung, Holtby, Kostic, Müller und Wood ebenfalls immer wieder durch einen Mangel an Fußball-IQ/Spielübersicht oder mangelhaften technischen Fähigkeiten auffallen.
.
In jedem Teilbereich der Mannschaft sollte zumindest ein Spieler sein, der sich über das fußballerische definiert. Abwehr: Ein Spieler der seine Stärken im Spielaufbau hat und sich nicht scheut auch einmal vertikal zu spielen (Typ Kompany). Im Mittelfeld einen Ballverteiler mit Übersicht und überdurchschnittlicher Passquote, der nicht nur Sicherheitspässe spielt (Typ Diaz). Im Angriff einen Spieler, den man anspielen kann, der die technischen Fähigkeiten hat den Ball zu sichern und weiterzuleiten (Typ Guerrero).
.
Das alles sehe ich im jetzigen Kader nicht. Alles Athleten, zugegebenermaßen mit guter Geschwindigkeit, die immer wichtiger wird. Aber ist das genug, um sich als Verein/Mannschaft weiter zu entwickeln? Ich bin skeptisch. Fußballerische Leckerbissen erwarte ich nicht – eher im Gegenteil. Es läuft alles wieder auf einen Abnutzungskampf hinaus. In jedem einzelnen Spiel – aber wohl auch über die gesamte Saison hinweg.
.
P.S.: Wenn ich spielerisch limitiert bin …. warum versuche ich dann nicht wenigstens einen absoluten Standard-Spezialisten zu verpflichten. Auch so kann man Tore schießen – statistisch gesehen sogar eine sehr gute Möglichkeit.


Reto Cahn
10. August 2017 um 9:05  |  1278859

Scholz schreibt:
„…. muss er das nicht. Erb mus nicht perfekt Deutsch sprechen.“
.
Das ist Slapstick in Reinform.
Matz-ab-Blog-Journalismus pur.
Absolut unfreiwillig.


abraeumer5
10. August 2017 um 9:24  |  1278860

Sakai ist, glaube ich, zum Kapitän gemacht worden, weil Gisdol damals festgestellt hatte, dass er eine Spaßtruppe, der die professionelle Einstellung zum Leistungssport fehlte, übernommen und vor sich hatte. Mit Sakai, der kein großer Fußballer ist und in der Mannschaftshierarchie eher unten angesiedelt war, hat er ein deutliches Zeichen gesetzt und die Mannschaft hat nach 2 Punkten aus 10 Spielen begriffen, dass jeder Einzelne seine Einstellung verändern muss. Dieses Zeichen von Gisdol war richtig und wichtig. Dementsprechend sind auch die Verpflichtungen von Papadopoulos und Mavraj, die nunmehr mit Sakai wohl den Mannschaftsrat bilden, im letzten Winter zu verstehen. Mit Hahn ist ein weiterer Spieler gefolgt, dem auch eine gute Mentalität nachgesagt wird. Auch die Gehaltserhöhung für Wood und die Nichtabgabe von Müller reihen sich in diese Absicht, insbesondere auf Spieler zu setzen, die die richtige Einstellung haben und für das Team arbeiten, nahtlos ein. Die Brasilianer, die grundsätzlich einen Hang zum Zauberfussball und sich im Abwehrverbund nicht immer diszipliniert entsprechend der Vorgaben verhalten haben, sollen daher, so deute ich es zumindest, abgegeben werden. Warum Walace im Winter geholt wurde, bleibt nach den heutigen Kenntnissen unverständlich. Holtby, der durchaus auf dem Platz vorangeht und hinsichtlich des Kampfgeists ein Vorbild ist, fällt z. B. durch seine DJ- Aktivitäten außerhalb des Platzes auf, und wird sicherlich auch dadurch intern in der Schublade „Spaßspieler“ stecken. Aufgrund seines Gehalts und dieser ausgemachten fehlenden Einstellung, soll er wohl abgegeben werden. Der potentielle Neuzugang Stafylidis past mit seiner aggressiven Spielweise und seinem Kampfgeist zu der Absicht Gisdols, die Mentalität in der Mannschaft zu verändern. Eigentlich geht Gisdol den Weg, den damals Klopp in der Anfangszeit in Dortmund mit laufbetontem Spiel mit Spielerverpflichtungen wie Nelson Valdez ( der damals als Chancentod galt und jeder sich über den Transfer gewundert hat) gegangen ist. Erst später kamen in Dortmund technisch hochbegabte Spieler hinzu. Und bei den technisch hochbegabten Spielern sind wir bei dem Punkt, der hier im Blog viele, wie z. B. GV1977 oder Mustang, stört, dass das technische Fußballspiel mit einer aktiven, schön anzuschauenden Spielidee fehlt. Auch wenn ich die Gedanken der HSV-Verantwortlichen nachvollziehen kann und der Weg, wie in Dortmund aufgezeigt wurde, nicht falsch sein muss, ist der Grat zwischen Verändern der Mentalität der Mannschaft und dem Aufbau einer reinen Kloppertruppe schmal. Der HSV muss sich sicherlich durch ein kampfbetontes Spiel erst festigen, aber – wie in Dortmund – darf auch eine aktive, nicht nur auf Reaktion und Gegenpressing basierende Spielidee mit technisch gutem Fußball nicht aus den Augen verloren werden. Dazu bedarf es neben gezieltem Training auch der Verpflichtung technisch beschlagener Spieler. Bei den Verpflichtungen wird darauf momentan überhaupt kein Wert gelegt, so dass unklar bleibt, ob ein solcher Plan zumindest mittelfristig verfolgt wird oder hier in Hamburg nur eine reine Kloppertruppe, die Fußball nur kämpft, aufgebaut wird.


Mustang
10. August 2017 um 9:38  |  1278861

@Biker1952 06:42, @abraeumer5 09:42
.
Biker, so ist es ja nicht – keiner hier weiß irgendwas besser; aber Gisdol scheint, so sieht es auch abraeumer soeben, auf Stabilität/Konstanz/Reißfestigkeit zu setzen. Dabei aber hat er wie Labbadia das Spiel in die Breite verschoben und vertikal läuft im letzten Spielfelddrittel vor des Gegners Tor nicht gerade viel zusammen. Wir sind wohl weniger konteranfällig, aber im Vorwärtsgang und in der Torgefahr herrscht Alarmstufe 1, weil der Mannschaft nichts einfällt. Wie im Training, als des Trainers Nerven blank lagen, weil die Truppe den Ball nur zur Seite geschoben hatte, aber den vertikalen Pass in die Spitze oder auf die Flügel schlicht nicht drauf hat.
.
Das ist alles ungut und ich habe am 8. August um 15:20 Uhr in einem längeren Post Gestaltungsvorschläge unterbreitet, die vermeintlich schon totgesagten/von den Daumensenkern in der sportlichen Leitung und im weiten Rund abgehalfterten Spieler wie Lasogga, Santos, Walace und Holtby stärker einzubinden und Positionen und Kombinationen für sie zu finden, damit sie wieder erstarken oder sich endlich eingewöhnen. Nur weil sie überbezahlt werden oder von Leuten verpflichtet wurden, die nicht mehr im Amt sind, muss man sie nicht gleich als schlechte Fußballer abqualifizieren, auch Lasogga nicht, der als Doppel-Spitze aufblühen würde, wie es auch einst Rudnevs ging, solange er mit Son die Doppelspitze besetzen durfte. Diese Blog-interne Diskussion ist von Scholle – zu meinem Frust – nicht aufgegriffen worden und wird sicherlich seitens des Trainerstabs belächelt. Warum eigentlich, was fällt denn dem Trainerteam schon Originelles ein, damit sich HSV-Fußball mal merklich und sichtlich vom Einhaltsgebolze des unteren Drittels der Liga unterscheidet? Im Moment, da alles auf Sicherheitsfußball, Job- und Klassenerhalt angelegt ist, fällt ihnen so gut wie gar nichts Neues ein. Wir dümpeln taktisch und spielerisch auf der Stelle und alle spüren es. Und keiner weiß Bescheid.


nenndorfer
10. August 2017 um 9:51  |  1278862

HW4 war der beste vorlagen geber ever.


nenndorfer
10. August 2017 um 9:57  |  1278863

Kommt jetzt der Libero wieder….man weiss es nicht.


GV1977
10. August 2017 um 10:19  |  1278864

abraeumer5 sagt:

10. August 2017 um 09:24
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
Das klingt und ist auch durchaus sinnvoll gedacht, zumal Mentalität und Kampfkraft eine allemal offene Baustelle waren.
Die sehr konsequente Bearbeitung dieses Themas ist aber nicht DER Lösungsweg, denn wie Mustang richtig feststellt „…fällt ihnen so gut wie gar nichts Neues ein. Wir dümpeln taktisch und spielerisch auf der Stelle..“
Diese seit langem zu beobachtende Stagnation wird zwangsläufig weiterhin dazu führen, dass es nur zum akuten Abstiegskampf reicht. Dabei gehen zunehmend Perspektiven und der Blick für weitere Optionen verloren. Personelle Erweiterung allein hilft hier nicht (auch nicht mit 40+Mio. Invests)
Für einen Schritt aus diesem Auf-der-Stelle Kreiseln im Abstiegsverhinderungskampfgetümmel ist eine konzeptionell spielerisch taktische Erweiterung der Perspektiven und Möglichkeiten unabdingbar;
wie es ja auch in Deinem Beispiel des Dortmunder Weges geschahbzw. sehr kompetent verfolgt wurde.
Der HSV stolpert seit mindestens fünf Jahren bereits auf der Stelle im Bemühen sich zu „erstmal“ zu festigen.
Insgesamt zementiert sich dabei auch weiter das Selbstverständnis als Abstiegsverhinderungs-Dino und Vorstellungen qualitativ hochwertigen Fußballs finden sich zunehmend in alten Erinnerungen und Tagträumen wieder. Es ist so lange her, dass erfolgreicher guter Fußball in Hamburg zu sehen und erwartbar war – er verblasst sozusagen immer mehr.
Höchste Zeit dies zu verändern !


frank70
10. August 2017 um 10:25  |  1278865

@GV1977

Sehr richtig.
.
Das führt noch einmal zurück zu meiner rudimentären psychologischen Analyse der letzten Woche: Die Angst vor dem Verlieren ist größer als die Lust am Spiel/Gewinnen.
.
Ich halte die Transferpolitik dieser Periode für perspektivisch besorgniserregend. Es scheint so zu sein, als wenn man durchaus bereit sei, auch die Brasilianer abzugeben – wenn das Geld stimmt. Dann ginge noch mehr fußballerische Qualität verloren. Das scheint aber beim HSV 2017 gar kein wirkliches Kriterium mehr zu sein.

Ich denke an das Team mit Petric, Guerrero, Ze Roberto, van der Vaart, Trochowski, van Nistelrooy …. dieses Team hatte auch Abräumer und Mentalitätsspieler wie de Jong, Boularouz und van Buyten. Aber die Mischung hat gestimmt. Da müssen wir wieder hin.


GV1977
10. August 2017 um 10:33  |  1278866

Mentalität und Kampfkraft sind unverzichtbare VORAUSSETZUNGEN für Fußball, nicht aber Fußball selbst.
Dies zu wissen, Biker, hätte ich nicht selbst spielen müssen.
Um eine Sonnenfinsternis erklären zu können und dabei nicht an göttliche Omen zu glauben, muss ich auch nicht Astronom sein. Befasse ich mich damit noch ein wenig tiefergehend als Amateur, weiß ich auch, wann die nächste eintreten wird.
(Auf nach Malle 2026)🌚


GV1977
10. August 2017 um 10:38  |  1278867

nenndorfer sagt:

10. August 2017 um 09:57

Kommt jetzt der Libero wieder….
>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
Der HSV hätte keinen, der das könnte, hinten.
Oder meinst Du 9er Kette mit Libero vorne ? 😂😅


Meaty
10. August 2017 um 10:41  |  1278868

Mustang sagt: 10. August 2017 um 09:38
@Biker1952 06:42, @abraeumer5 09:42
Biker, so ist es ja nicht – keiner hier weiß irgendwas besser; aber Gisdol scheint, so sieht es auch abraeumer soeben, auf Stabilität/Konstanz/Reißfestigkeit zu setzen. Dabei aber hat er wie Labbadia das Spiel in die Breite verschoben und vertikal läuft im letzten Spielfelddrittel vor des Gegners Tor nicht gerade viel zusammen. Wir sind wohl weniger konteranfällig, aber im Vorwärtsgang und in der Torgefahr herrscht Alarmstufe 1, weil der Mannschaft nichts einfällt. Wie im Training, als des Trainers Nerven blank lagen, weil die Truppe den Ball nur zur Seite geschoben hatte, aber den vertikalen Pass in die Spitze oder auf die Flügel schlicht nicht drauf hat…
_
Genau, das ist der Knackpunkt!
Deswegen kann der Spieler auf der 10er Position auch nur Aaron Hunt heißen, weil er der einzige ist, der etwas Kreativität ins Spiel bringt. Die Elite-Sprinter auf den Außen und unser quirliger Stürmer müssen mit vernünftigen Pässen in Szene gesetzt werden. Jedoch, befürchte ich, dass sich unsere Gegner wieder recht schnell auf die zwei, drei “Kreativspieler“ stürzen werden und sie so aus dem Spiel nehmen. In der vergangenen Saison erfolgte dann häufig das gefürchtet “Kick and Rush“, weil der Rest der Truppe nicht die technischen Fähigkeiten hatte, um nur etwas spielerische Kreativität zu erzeugen. Meine Hoffnungen ruhen daher auf einen Walace oder Hahn, die möglicherweise für zusätzliche spielerische Akzente sorgen könnten, damit unser Spiel nach vorne nicht wieder so berechenbar wird. Dazu gehört auch, dass auch die zentralen Mittelfeldspieler für zusätzliche Torgefahr sorgen, hier sehe ich leider niemanden, der diese Rolle übernehmen kann.


Mustang
10. August 2017 um 11:15  |  1278869

@frank70 08:46
.
Stimme mit Deiner Analyse überein. [Vorhin war der Post noch nicht freigegeben, deswegen konnte ich nicht darauf reagieren]. Deshalb auch mein ketzerischer Vorschlag, Alen Halilovic zurück zu holen, der ist ja vertraglich noch HSV Spieler, und den Neu-Versuch unternehmen, ihn zu integrieren, trotz HeLuechts nicht unbegründeter Skepsis aus seinen Trainingsbeobachtungen heraus, mit denen ich nicht dienen kann. Denn wir sind uns alle einig, dass der was drauf hat, wenn es ihm auch schwer gefallen ist, sich einzuordnen, darüber haben wir vor ein paar Tagen reichlich debattiert.


paulinski
10. August 2017 um 12:07  |  1278870

Mustang, wenn Du einmal bei Deinen sehr ehrenwerten respektablen Gedankengängen etwas Realismus mit einbeziehst, wirst Du doch auch noch zu dem Schluss kommen, dass Halilovic mit Gisdol, vllt. sogar beim Team, keine Zukunft hat. Also sind Deine Überlegungen hinsichtlich Halilovic leider nur Seifenblasen. Der HSV muss und kann mit dem Stamm, der vom letzten Jahr übrig blieb, den paar Neuen, aber vor allem mit seinen wenigen Talenten die kommenden Jahre in der Buli bestehen. Wenn! ja wenn das Trainerteam sich dieser Herausforderung annimmt…… und ihr gewachsen ist.


Reiner Petri
10. August 2017 um 12:25  |  1278871

Voraussager sagt:
10. August 2017 um 08:21
Ist Euch schon aufgefallen das bis auf Kostic weil er verletzt ist sich die selbe A- Elf
zum Start herauskristallisiert welche im letzten Jahr fast abgestiegen ist.
—————————————-

Ich denke das muss man anders betrachten, es kristallisiert sich die selbe A-Mannschaft heraus welche im vergangenen Jahr den 14. Tabellenplatz geschafft hat!
Dazu kommen aber noch ein paar weitere Jungs! Hahn wurde verpflichtet, van Drongelen und der Nachwuchs steht bereit und zumindest auf LV steht ein anderer Verteidiger! Der sitzt auf der Bank oder kommt eventuell schon in der Startelf zum Einsatz.
Bei Stafylidis bin ich mir nicht sicher. Stellt auch vor, der spielt am 19. gegen uns, hat schon alle Verträge abgesprochen und ist dann einen Woche später beim HSV! Das wäre verrückt!? Wie soll der denn gegen den HSV spielen?
Bedeutet, wenn er nicht aufgestellt ist, dann kann man davon ausgehen, dass er zu uns wechselt, oder der Vollzug wird nächste Woche gemeldet.
Man wird sehen.
KMK wird wohl noch 7 oder 8 Mio in der Portokasse haben!


kreuzband
10. August 2017 um 12:36  |  1278872

@paulinski: wollte gerade nach dem Lesen der (interessanten) Kommentare von GV, Mustang, frank70 (und anderen) dasselbe schreiben.
.
Vielleicht liegt ihr ja alle gar nicht soweit daneben, wenn es dem jetzigen Kader gelingt, über zunächst „erarbeitete“ Erfolge die nötige Lockerheit and das Selbstbewusstsein zu erlangen, um auch wieder richtigen Fussball zu zeigen. Es gibt nämlich auch durchaus fussballerisches Potential in der Truppe (wenn endlich einmal die Hektik abgelegt werden könnte).
.
Ich hielte es für unrealistisch, an all den vorgeschlagenen Stellschrauben gleichzeitig zu drehen (ganz losgelöst davon, dass diese qua Spielermarkt oft gar nicht realisierbar wären).
.
Biker: Dir alles Gute heute …


frank70
10. August 2017 um 13:11  |  1278873

@Mustang
.
ein Halilovic hätte ganz gut in die 70er und 80er Jahre gepasst. Als Regisseur ohne Defensivaufgaben. Diese Zeiten sind einfach vorbei.
.
Ich liebe kreative Spieler, die auch einmal für etwas ganz besonderes gut sind. Wie ich schon weiter oben schrieb: Die Truppe, die wir in der Hoffmann/Beiersdorfer Zeit hatten, war wirklich eine Augenweide. Ich erinnere mich an ein 4:1 zu Hause gegen Dortmund, oder das 4:2 in Wolfsburg. Das ist Fußball, den ich sehen möchte. Das geht aber mit einer sooo einseitigen Kaderzusammenstellung einfach nicht.
.
Nur Kampf und Pressing will doch keiner auf Dauer sehen. Und diese Philosophie führt uns niemals dauerhaft wieder an die europäischen Plätze (viell. auf dem Niveau von Gladbach, was doch möglich wäre).
.
„I am not convinced“, hat der damalige Außenminister Joschka Fischer Herrn Rumsfeld mal entgegen gebellt. Tja, so geht es mir auch. Ich bin sehr enttäuscht von der Entwicklung. Das ist mir zu wenig. Man muss auch mal etwas Mut haben. Und einen Diaz, Hunt oder etwas vergleichbares muss ein gutes Kollektiv einfach defensiv mitziehen können. Gelingt ja in anderen Mannschaften auch, die Fußballspieler aufstellen …. nicht nur Athleten. Dass ein Dennis Diekmeier seit Jahren einen Stammplatz hat, ist ja, wenn man seine fußballerischen Defizite in Betracht zieht, an und für sich ein Armutszeugnis.


Voraussager
10. August 2017 um 13:18  |  1278874

Reiner Petri
um es ganz genau zu formulieren:
Es kristallisiert sich die selbe Mannschaft die im Vorjahr bis 3 Spieltage vor Schluss und in diesem Jahr bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg gespielt hat.


Voraussager
10. August 2017 um 13:19  |  1278875

heraus!


Dukate
10. August 2017 um 13:30  |  1278876

Holt Halihallo zurück und wir rocken die Liga.


Reiner Petri
10. August 2017 um 13:36  |  1278877

Mathenia, dan jeweils von links nach rechts:
Santos, Mavraij, Papa, Diekmeier
Sakai, Hahn, Jung, Hunt
Wood, Müller
Backup:
Van Drongelen, Behouneck, Janjicic, Jatta, Schipplock, Waldschmidt (Lasogga)
Fiete


Reiner Petri
10. August 2017 um 13:36  |  1278878

dann jeweils!


Nando
10. August 2017 um 13:47  |  1278879

Moin,
@abräumer5 und co. wg. der mangelnden Technik im Kader…
Ich finde mit Hunt, Holtby, Müller, Waldschmidt, Kostic, Wallace, Ekdal, Wood, Santos um nur einige zu nennen hat man durchaus die Möglichkeit guten Fußball zu spielen. Letzte Saison gg. Köln und Gladbach im Pokal war das gut anzusehen, man muss nur nicht die Gegner im Strafraum umtreten, dann wäre gegen Gladbach auch mehr „drin“ gewesen.
Wie wäre es mit einem Tipp für den Saisonverlauf bzw. -Ausgang. Ich denke, wir werden 10ter mit einer Schwächeperiode, in der alle im Blog wieder alles in Frage stellen……, aber in Summe für den HSV eine gute Saison.
Gruß Nando


Dehn
10. August 2017 um 13:52  |  1278880

@Reiner Petri
ganz ohne Wallace? Ohne soll der verkauft sein?


Reiner Petri
10. August 2017 um 14:01  |  1278881

Walace für Jung!


fm54
10. August 2017 um 14:04  |  1278882

Bei Demirbay schrieb ich damals: trotz der Unstimmigkeiten ihn integrieren.
Tenor im Blog: geht nicht! Dann wenigstens 20 Mio fordern.
Jetzt bei Halilovic das Gleiche: geht nicht. Auch Gisdol ist Angestellter.
Die spielerischen Elemente in Form der beiden Brasilianer müssen bleiben!
Manchmal liegen die Trainer wohl auch richtig, wie der Abgang von Stieber in die USA zeigt.
biker 🐞🍀👍🏻☀️


JU aus Qu
10. August 2017 um 15:11  |  1278883

Leute,

ihr könnt hier noch so viel über Technik, Spielmacher und Schöngeister diskutieren, wer selber einmal Fussi gekickt hat und das in einer Mannschaft wie beim HSV, wo immer die „Kacke am dampfen“ war, der wird mit Schöngeistern nicht weiter kommen, sonder mit vor allem Ärmel hoch krempeln und den Acker umpflügen und genau an dem Punkt steht der HSV nach wie vor, was auch Gisdol weiß.
Klar sind einige in der Mannschaft die am Ball alles können……..“einfetten, aufpumpen“ 🙂 und auch die Nebenspieler einsetzen, aber um Anschluss ans Mittelfeld zu finden, muss erst einmal Fussi gearbeitet werden.
Nur immer den Ball ins Tor tragen, da habe ich auf Dauer auch keinen Bock drauf, diese Ballgeschiebe solange anzugucken, bis er am Ende doch nicht im Netz liegt.
Den HSV trennen noch Welten von den Ballkünstlern wie sie bei den Bayern und dem BVB auf dem Platz stehen und vielen anderen geht es noch genau so.
Die einzigen die vom Fussi weitgehend mit den Oberen teilweise mithalten können, sind die Breisgau Brasis, die aber auch entsprechend geschult werden, weil ihnen ein Trainerkünstler vorsteht und ein top Management.
Die Zeiten wo ein Füssikünstler einen Freifahrtschein auf dem Platz hatte, gehören der Vergangenheit an, das beste Beispiel sind die 11 Künstler die bei den Lederhosen immer auf dem Platz stehen, wo auch einer für den anderen mit auf dem Platz steht, weil sie wissen das sonst kein Erfolg möglich ist, siehe ein weiteres Mal die Königlichen.
Solange sich die Mor´s, Halilovic`s sich dem nicht stellen, werden sie am Ende unter fernerliefen landen, aber nicht in Mannschaften der Spitzenklasse, wo sie eigentlich vom Potential hingehören könnten.
Genau so wenig werden Spieler wie Hunt, Holtby etc. es auch kaum weiter schaffen als bislang.
Frank hat es schon richtig angesprochen, was aber ja nicht neu ist, hier immer wieder Thema war, die Mischung macht es und die zwischenmenschliche Führung, wie ich sie beim HSV nur einem Horst Hrubesch zutraue, weil der auch wirklich die Raute dafür im Herzen trägt um auch richtig zwischen jung und „alt“ zu vermitteln und die richtigen Spieler dafür mit nach HH zu lotsen.
Man spricht seit Jahren davon das es beim HSV vor allem vom Kopf stinkt, hat zwar jetzt mit HB und JT etwas geändert, aber der Geruch bleibt, weil man nie richtig durchgewischt hat.
Die Aussagen aller Spieler die unter seiner „Fuchtel“ beim DFB dabei waren, sind eindeutig positiv in diese Richtung, auch wenn He Luecht es nicht mehr hören kann.
Wer nicht etwas wagt, der wird auch nie jemanden für sich gewinnen.


JU aus Qu
10. August 2017 um 15:13  |  1278884

…da ist was mit Hotte verrutscht……wird aber wohl hoffentlich jeder daraus schlau…


10. August 2017 um 16:00  |  1278885

Passend zum Blog von vor ein paar Tagen kommt jetzt ein Talent von Ferencvaros Budapest zum HSV.

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Wow, da wir jetzt damit aufgemacht, dass ein Ungar für die U17 kommt. Bild, Mopo, und auch Scholle hier.
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Ich verüble niemanden, wenn er sich nicht täglich mit dem Nachwuchs befasst und sich in dem Bereich nicht auskennt. Ich verüble es den Schreibern allerdings, dass sie erst durch einen Artikel bei hsv.de darauf aufmerksam wurden und offensichtlich nicht in der Lage sind zu lesen, seteht dort doch:
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So trainiert Beke schon seit Vorbereitungsstart am 3. Juli mit der Mannschaft von Coach Pit Reimers.
https://www.hsv.de/nachwuchs/meldungen/saison-201718/august-2017/mit-einem-neuen-aus-ungarn-u17-saisonauftakt-gegen-dresden/


Mittelmass
10. August 2017 um 16:00  |  1278886

Der Dembele von Dortmund ist verschütt gegangen.
Der möchte ja unbedingt zu Barca.
Vielleicht sollten die mal Hakans Ärztin fragen.


Mustang
10. August 2017 um 17:25  |  1278887

@paulinski 12:07, @kreuzband 12:36 ,@frank70 13:11, @JU aus Qu 15:11
.
Es stimm schon, dass die Mischung von Fähigkeiten und richtige menschliche Führung überragend wichtig sind. Wir sind aber alle – bis vieleicht auf frank70 – nicht sonderlich psychologisch oder psychoanalytisch geschult, da kommt es halt vor, dass wir über Taktik schreiben und dann auch auf die ganze Dimension wie Sich-was-Einfallen lassen, Ideen, Spielwitz, Kreativität und stärkere Unberechenbarkeit seitens der Gegner bezüglich unserer Spielweise zu sprechen kommen – taktische Variabilität eben.

Sicherlich, Alles schon ein Dutzend Mal hier in den letzten Jahren durchgekaut, aber immer wieder und immer noch aktuell angesichts unseres auf weniger Gegentore und Stabilität bedachten taktischen Einheitsbreis von Konterfußball mit Umschaltspiel, der mangels Passgenauigkeit und Zielstrebigkeit im Spiel nach vorne am gegnerischen Strafraum kläglich versandet. Die Jungs kommen entweder gar nicht zum Abschluss oder semmeln drüber, alle miteinander. Da kann man sich nur Sorgen machen und an Spieler denken, die mit ihrer Spielintelligenz und ihren überraschenden Finten was daran ändern können. Ansonsten gibt es zwischen unserer Spielweise und dem oberen Drittel von Liga II und unteren Drittel von Liga I keinerlei Unterschiede, sondern entscheidet immer nur der Kampf und die Tagesform. Das kann es nicht gewesen sein bei diesem finanziellen und organisatorischen Aufwand.


JU aus Qu
10. August 2017 um 18:19  |  1278888

@Mustang,

Du sprichst das Übel genau an, finanzieller und organisatorischer Aufwand, ich sage dazu Preis /Leistung, damit haben wir das Übel an der Wurzel gepackt.
Den/die Verursacher dafür kennen wir, aber solange wir weiter da unten rum krebsen, wird kaum eine Verbesserung des Ist Zustandes eintreten, auch nicht durch die neue Führung, weil der HSV nicht mehr der aus der Vergangenheit ist, ben das bekannte Brett, sondern eine baufällige Ruine, die sich von einer TÜV Abnahme zur nächsten hangelt.
Daher wird es auch schwer das nicht nur von dir angestrebte Spiel erleben zu dürfen, wobei ich auch gern Kampfspiele mit den entsprechenden technischen Einlagen sehe, wobei dann auch gern ein Sieg rausspringen darf.
Aber in Punkto (überschätztes) junges Talent haben wir in Berlin mit Kurt den nächsten „Härtefall“ in der BuLi.


dead-alive
10. August 2017 um 18:35  |  1278889

Die hier vorgetragenen unterschiedlichen Analysen und Ansätze sind in ihrer Vielfalt bemerkenswert und ich glaube kaum, dass der einfallslose Trainerstab es sich erlauben kann, diese Vorschläge zu belächeln (wie Mustang befürchtet), aber die werden natürlich einen Teufel tun, hier mitzulesen.
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Ich möchte noch einen ganz anderen Ansatz einbringen, warum die Versuche sämtlicher Trainer der letzten Jahre, der Truppe ein Spielsystem zu vermitteln, im Wirkungsgrad eher gegen Null gehen: Überqualifizierung. Nicht, dass die Herren Fink, Marwijk, Slomka, Labbadia usw. Trainer mit übergrosser Expertise waren, aber sie trainierten in dem nachvollziehbaren Selbstverständnis, daß beim HSV auf Bundesliganiveau übliche Trainingsinhalte an Spieler auf Bundesliganiveu vermittelt werden sollen. Und auf diesem Niveau sollte man sich nicht mehr mit Basisfähigheiten wie Ballstoppen, sauberes Kurzpaßspiel, platziertes Schüsse, präzise Flanken, genaue Doppelpässe, raffinierte Freistöße usw. befassen müssen, sondern eben taktische Varianten einstudieren, Umschalten zwischen Spielsystemen üben und je nach aktueller Spielkultur z.B. ein anspruchsvolles Tiki-Taka oder ein gepflegtes Offensivpressing verinnerlichen usw.
.
Leider beherrschen die Spieler diese Basics schon seit Jahren nicht mehr, es wurde ihnen mit Beginn der unsäglichen Ära des Welttrainers Fink systematisch „abtrainiert“. Den ganzen Blödsinn mit dem abfallenden 6er und dominanten Ballbesitz mit Spielern spielen zu wollen, die weder die technischen Fähigkeiten noch das Spielverständnis hatten, und zwar über einen Zeitraum von fast 3 Jahren, war die Keimzelle allen Übels. Dadurch wurden die Spieler verdorben, indem sie etwas spielen mussten, was sie nicht beherrschten. Gleichzeitig entstand eine Eigendynamik, wodurch die Spieler eine Verlagerung zu anderen Tugenden vollzogen haben, um eben doch ausreichend Punkte zu sammeln, um nicht abzusteigen. Kämpfen, Anlaufen, Nachsetzen, Wegschlagen, Zweikampfhärte, eben all das, was jedem halbwegs talentierten Fußballer möglich ist, aber kombiniert mit einer Kondition auf Bundesliganiveau viele Gegner ziemlich nerven konnte und diese dann auf das HSV-Niveau herunterziehen konnte. Die daraus erzielten Erfolge sorgten wiederum dafür, dass die labilen Charaktere dazu übergingen, diese Fähigkeiten nur bei Bedarf abzurufen. Gegen Saisonende stand man dann jedes Mal so unter Druck, dass das erlernte unansehnliche Kampfspiel nur mit der Zugabe von reichlich Glück und Zufall zum Erfolg führte und Spieler und das Umfeld immer wieder an die mentalen Grenzen brachte.
.
Obwohl sich dieser Automatismus jahrelang wiederholte, aber weder von den wechselnden Spielern noch von den wechselnden Trainern erkannt und reflektiert wurde, konnte auch keine Weiterentwicklung erfolgen. Da zur nächsten Saison immer nur einige Spieler die Mannschaft verliessen, konnte dieses Verhaltensmuster (der ominöse HSV-Virus) jedes Jahr von den verbliebenen Spielern vererbt werden und innerhalb kürzester Zeit auf die neuen Spieler übertragen werden. Dadurch würde sich auch das immer wiederkehrende Phänomen erklären, dass sich letztendlich alle HSV-Spieler nur verschlechtern. Je stärker der Charakter, desto länger dauert der Wiederstand, sich dieser Spielkultur anzupassen. Typen wie Rajkoviv, Scharner, Behrami, Spahic wurden nicht so leicht gefressen und haben sich (teilweise mit fragwürdigen Methoden) gegen den Niedergang gewehrt, andere (vorzugsweise Typen aus der Pussi-Gang wie Osterzollek und Holtby) sind innerhalb kürzester Zeit zur dunklen Seite der Macht übergetreten. Danach lief dann ein Battle intrinsische Motivation versus garantiertes Mio.-Gehalt ab, aus dem sich kein Spieler befreien konnte.
.
Da kein einziger Trainer seit Huub Stevens in der Lage war (und dies gilt auch für Herrn Gisdol), diese seltsamen Abläufe zu erkennen und entsprechend gegenzusteuern, konnte sich nichts ändern. Jeder Trainer versuchte, Spielsysteme und Taktiken zu ändern, aber niemand kam auf die Idee, in einem Bootcamp-ähnlichen Trainingslager die Basisfähigkeiten so lange zu trainieren, bis diese letztendlich in jedem Pflichtspiel nachhaltig abgerufen werden können. Man braucht sich nur das Elend von Fehlpässen, Ballwegspringen, schlechten Ecken und Freistößen anzuschauen, das zieht sich wie ein roter Faden durch alle HSV-Mannschaften der letzten Jahre, egal wer Trainer war. Und das war auch in den aktuellen Testspielen so und wird im Pokal (auch wenn vielleicht gewonnen wird) und gegen Ausgburg wieder so sein. Und selbst Gisdols fragwürdige Strategie mit der Kombination aus aufwändigem Offensivpressing und langem Hafer konnte und kann nicht funktionieren, denn spätestens , nachdem man einen verloren Ball wieder erobert hat, wird es wieder darum gehen, einen Angriff zu starten. Und egal, welches Spielsystem trainiert wurde, wenn man keinen Kurzpass an den Mann bringt und nicht flanken kann (Kostic) und einfach NULL Bestrebungen zu erkennen sind, diese Basics mit den Spielern zu trainieren, wird alles beim Alten bleiben. Auch eine Integration von Spielern wie Halilovic ist unabhängig von seiner charakterlichen Entwicklung solange zum Scheitern verurteilt, bis Gisdol oder wer auch immer über seinen Schatten springen wird und die Truppe wie in der B-Jugend die Basics trainieren lassen wird.
.
Dass diese, meine Theorie eigentlich abwägig ist, liegt natürlich auf der Hand. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Wie soll so etwas möglich sein? Naja, die Liste der Dinge beim HSV, die eigentlich undenkbar sind, ist ziemlich lang. Und auf der Ebene der Exzellenzen haut eben niemand dazwischen, entweder aufgrund von Inkompetenz oder aus politischen Gründen. Wer mir eine bessere Erklärung liefern kann, warum die Fehlpassquote seit Jahren so katastrophal ist, unabhängig vom Trainer, unabhängig vom Spielsystem, unabhängig von der Spielsituation, der möge sie hier anbieten. Bisher habe ich dazu keinen Ansatz gehört. Ich würde mir wünschen, dass z.B. bei einer Pressekonferenz die Frage gestellt wird, warum die Fehlpassquote in den ganzen Jahren so schlecht ist. Habe ich noch nie gehört. Und weiterhin dann die Frage an den Trainer zu stellen, wann und wie oft diese technische Grundfertigkeit denn trainiert wird oder warum sie nie oder so selten trainiert wird. Habe ich auch noch nie gehört. Warum fragt das keiner von den Medienvertreten? Aus Angst, jemanden zu beschädigen? Weil das niemand hören will? Oder etwa, weil das Trainerteam das natürlich schon erkannt hat (hahaha) und bereits einen Prozess angeschoben hat, um eine signifikante Verbesserung zu erzielen? Und deshalb fragt man das nicht? Ok, aber wann findet diese Verbesserung statt? Wann ändern sich die Trainingsinhalte? Da kommt dann nicht mehr viel. Bis zum nächsten Pflichtspiel, in dem die nächste Fehlpassorgie stattfindet und sich alle enttäuscht abwenden. Was soll das alles?


fm54
10. August 2017 um 18:58  |  1278890

still- alive
könnte was Wahres dran sein, wenn man bei Real Madrid gesehen hat, wie bei 40 bis 50 m Pässen der Ball beim annehmenden Spieler am Fuß kleben blieb.


fm54
10. August 2017 um 19:02  |  1278892

Aber unsere Brasilianer müssten das eigentlich auch können


Dithm._Jung
10. August 2017 um 19:04  |  1278893

Voraussager sagt:

10. August 2017 um 13:18

Reiner Petri
um es ganz genau zu formulieren:
Es kristallisiert sich die selbe Mannschaft die im Vorjahr bis 3 Spieltage vor Schluss und in diesem Jahr bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg gespielt hat.
++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Die Mannschaft wurde in der Winterpause verstärkt (Papa,Mavraij), auf Müller mussten wir lange verzichten, und erreichten in der Rückrunde Platz sieben.
Mit Platz 8 in der neuen Saison wäre ich auch zufrieden.


scorpion
10. August 2017 um 19:27  |  1278899

.
Die ewige Frage nach dem „warum“.
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Wenn hier viele den Spielern des HSV grundlegende fußballerische Fähigkeiten absprechen, dann frage ich mich, warum wurden sie denn dann erst – egal ob zu teuer oder nicht – gekauft?
Zumindest einige haben in ihren vorherigen Vereinen diese Fähigkeiten anscheinend ja noch gehabt.
.
Ergo scheinen die Spieler in Hamburg schlechter zu werden.
.
Warum?
.
Es gibt wenige Menschen, die, egal unter welchen Bedingungen immer in der Lage und Willens (!) sind 100% ihrer Leistungen abzurufen. Diese Spieler hat der HSV nicht.
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Insbesondere gelingt das nicht, wenn Sie in ein Umfeld kommen, welches mehr geprägt ist von Grabenkämpfen, Egoismen und Ratlosigkeit, denn von dem unbedingtem Willen alles für den sporlichen und finanziellen Erfolg dieses Vereins/Unternehmens zu tun, auch wenn es unpopuläre und einschneidende Maßnahmen erfordert.
.
Hinzu kommt, die absolute Konzequenzlosigkeit, wenn Ziele nicht erreicht und Vorgaben, wenn sie denn gemacht werden, nicht erfüllt werden.
.
Kurz, hier kann, vorgelebt durch die Protagonisten, jeder machen was er will, sein eigenes Süppchen kochen, nur so hoch springen wie man unbedingt muss, und sich, ganz wichtig, einerseits gute Ausreden für den Misserfolg ausdenken und andererseits einen guten Draht zu den Hamburger Medien pflegen – und all das ohne auch nur im Ansatz Konsequenzn für Minderleistungen befürchten zu müssen.
Im Zweifel wird man lediglich mit einer Abfindung vom Hof geschickt…
.
Wer unter diesen Umständen nicht täglich durch Eigenmotivation seine 100% abrufen kann/will, den kann ich durchaus verstehen.
Er wird in diesem Verein weder gefordert, noch gefördert. Man suhlt sich in den Erfolgen längst vergangener Epochen und der gemeine Fan, inklusive der Hamburger Medien, leben bisher ganz gut damit. Warum also etwas ändern?
.


Meaty
10. August 2017 um 19:58  |  1278910

Im Nachmittagstraining am Dienstag wurde eine neue Standardsituation trainiert, wobei ein Spieler die flach hereingespielte Ecke auf den vor ihm laufenden Mitspieler ablegt, wenn der vorher in einem Bogen zurückläuft. Dieser steht dann auf höhe des ersten Pfostens und hat dann die Möglichkeit einen Torschuss oder eine Weitergabe des Balles anzubringen.
Natürlich kann so ein Trick nicht sofort hunderterprozentig funktionieren, verlangt ja auch niemand. Da aber das Funktionieren der Aktion stark vom ballweiterleitenden Spieler abhängig war, wurden nicht gerade technisch schwache Spieler für die Aufgabe ausgesucht. Jedoch war ich verwundert, wie viel Schwierigkeiten einige Spieler mit diesem kurzen Rückpass hatten. Meines Erachtens sollte so eine Art “Rückläufer“ einem Bundesligaprofi keine großen Probleme bereiten, da wurde ich aber eines besseren belehrt.

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