Vom
Hamburger Abendblatt
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Der neue Klopp ist da. Beim HSV. Wahnsinn. Und ich darf darüber berichten.

Aber: Das mache ich nicht. Zumindest noch nicht.

Denn einen Joe Zinnbauer – so sympathisch und erfolgreich er auch ist – ist noch nie Deutscher Meister geworden, er ist noch kein DFB-Pokalsieger geschweige denn Champions-League-Finalist als Trainer wie sein Freund Jürgen Klopp. Und wenn es nach mir geht, muss Zinnbauer auch gar kein Klopp werden, schließlich kann und soll er hier doch seine eigene Erfolgsgeschichte schreiben. „Kloppo ist geil. Als Spieler, Trainer und als Typ. Bei einem Zinnbauer muss man das noch abwarten…“, sagte er heute völlig zurecht in der ihm eigenen, sehr unterhaltsamen Art, die erahnen lässt, dass die Ansprachen bei vielen Spielern Wirkung zeigen. Dennoch, kann ich ihn als Bundesligatrainer noch lange nicht beurteilen und halte es auch für höchst unseriös, etwas Derartiges zu behaupten.

Nichtsdestotrotz gibt es für mich bislang zwei Indizien, die erst einmal für Zinnbauer sprechen: Seine Art, sich mitzuteilen klingt nach Teamwork, nach Gemeinschaft und Ehrgeiz, es als unverbrauchter Bundesligatrainer weit zu bringen. Zudem sein bisherigen Erfolg als HSV-Trainer in der U23 sowie beim Profi-Debüt gegen Bayern München, wo er ganz offenbar den rechten Ton getroffen hat sowie das Urteil des renommierten Trainers, Trainer-Scouts und Trainer-Ausbilders Bernhard Peters.


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