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Die Sorgen der Anderen

3. Februar 2014

Tausende haben gestern bei „Sky“ und der Sendung „0800“ angerufen, um über den HSV zu plaudern, nur wenige sind dran gekommen – aber die Zahl war schon immens und beeindrucken. Das Thema HSV in Abstiegsnot schient die ganze Republik zu beschäftigen, und darüber hinaus auch weltweit. Die Zahlen derer, die sich die allergrößten Sorgen machen, steigt nicht nur täglich, ich habe das Gefühl, sie steigt stündlich. Was in meinem Postfach und auf dem Handy los ist, das habe ich in dieser Form noch nie erlebt, wobei die meisten „Matz-abber“ schon aufgegeben haben – weil das, was der HSV als Erstliga-Fußball anbietet, einfach nicht ausreichend ist. Wie schon der Kapitän selbst zugab . . .


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Viele, viele Ehemalige und Fußball-Prominenz aus dem Lande schickten mit eine SMS oder riefen mich an, zu 99 Prozent wird gefordert, dass die Führung endlich einmal Härte zeigen und durchgreifen soll. Auch der ehemalige HSV-Profi Franz Beckenbauer bezog bei „Sky“ Stellung zum Abstiegskandidaten aus Hamburg, der Kaiser sagte: „Im Kopf müssen sie frei werden, Fußball spielen können sie. Vielleicht kapieren sie es jetzt. Ich kann mir den HSV nicht in der 2. Liga vorstellen. Deswegen muss alles getan werden. Das darf nicht passieren, dass sie in die 2. Liga absteigen.“

Bei „Matz ab“ rauschte es auch im Karton, Beiträge über Beiträge, sie alle sorgen sich um ihren Club. Die Moderatoren haben mir ein paar Mails geschickt, die ich nun gerne für die veröffentlichen möchte, die sonst nichts lesen. So aber kann jeder für sich (ein weiteres Mal) überprüfen, wo er steht, ob seine Meinung mit einigen (oder vielen) deckungsgleich ist.

Beginnen möchte ich mit einer Analyse eines mir bekannten Users, der bewusst darauf verzichtete, genannt zu werden. Ich halte seinen Beitrag aber für extrem lesenswert – und wie gesagt, Name des Absenders ist mir bekannt. Er schrieb mir als Einleitung:

Es ist an der Zeit, das die Verantwortlichen medial endlich an den Pranger gestellt und aus den Positionen getrieben werden. Von alleine tun sie es ja nicht.

Versuch einer konsequenten, rücksichtslosen Analyse der Situation des HSV aus der Sicht eines Unternehmensberaters und wohlwollenden HSV-Fans.

Kurzfassung

Sportliche Situation

Desaströs. Mannschaft verunsichert, überschätzt, taktisch und physisch unzureichend trainiert, mental schwach, ohne Einstellung zu Beruf, Fans, Arbeitgeber. Egoistisch, ohne Teamspirit, ohne wirksame Hierarchie. Abstiegsangst, keine Erfolgsidee.

Trainerteam mit zu wenig Einfluss auf die wesentlichen Themen von Leistungsbereitschaft, Leistungsentwicklung, Teamorientierung, Fußballtaktik

Negativspirale seit mehreren Spielzeiten, geprägt durch mangelnde einheitliche Philosophie, zu viele Trainer- und Sportdirektorenentlassungen. Kein Aufbau eines Systems, einer Spielidee.

Wirre Ein- und Verkaufspolitik; keine erkennbare Linie bei der Zusammenstellung der Kader. Keine nachhaltige Transferpolitik, für den Verein ungünstige Vertragsgestaltungen.
Vernachlässigung des Nachwuchsbereichs mit der Folge sportlicher Talfahrt der U23 und zu vieler Jugendmannschaften.

Wirtschaftliche Situation

Bedenklich. Reserven aufgebraucht. Kosten des laufenden Geschäfts höher als dessen Einnahmen. Negatives Eigenkapital steigt unaufhörlich. Sparstrategien erforderlich, im Hinblick auf die sportliche Situation kontraproduktiv. Der Rest reicht für relevante Einsparungen nicht aus. Ein echtes Dilemma. Zudem: Mindestens bei Abstieg drohen Lizenzprobleme.

Vereinsverfassung

Aufsichtsorgan (AR) und Operatives Organ (Vorstand) arbeiten seit Jahren ohne ausreichenden Erfolg. Vielmehr beschäftigen sie sich streitig miteinander anstatt die Kräfte zugunsten des HSV zu bündeln. Reibungsverluste sind die Folge.
Unaufhörliche und unvertretbare Indiskretionen, gepaart mit unverständlichen und falschen Entscheidungen haben zu einem dramatischen Imageverlust geführt. Kollektive Verantwortungslosigkeit greift um sich, Schwarze Peter Spiele werden gespielt.
Eitelkeit, Egoismus und Selbstdarstellung sind wichtiger als Erfolg, positive Außendarstellung und Nachhaltigkeit. Das nennt man Missmanagement.

Grundlegende Initiativen zur Veränderung der Vereinssituation werden bekämpft, tiefe Risse durchziehen sowohl die Mitgliedschaft, die Gremien und die Fans. Initiativen, den Verein zu befrieden sind entweder kümmerlich, nicht ernst gemeint oder verlaufen im Sande. Die Pflege interner Feindschaften ist Teil der Vereinskultur, die sich im Übrigen durch, Seilschaften, Cliquen und Intrigen auszeichnet. Das Engagement aufrichtiger, ehrenwerter und am Verein interessierter Mitglieder wird entwertet.
Insbesondere die sog. Machtübernahme durch die Vertretung der nicht-aktiven Mitglieder und Fans hat dazu geführt, dass Separatinteressen die Oberhand gewonnen haben über die Vereinsinteressen und dass inkompetente Mitglieder an die Schalthebel der Vereinsmacht gekommen sind.
Es ist zu befürchten, dass sich die Machtfaktoren gegenseitig blockieren und die Aktivitäten stärker darauf gerichtet sind, als das Überleben des Vereins, insbesondere aber nicht nur in der 1. Liga, zu gewährleisten.
Insgesamt eine kranke Organisation!°
Schlussfolgerung

Es ist eine Radikalkur notwendig.

Bis auf wenige Ausnahmen sollten sofort alle Verantwortlichen der ersten Linie von ihren Ämtern und Positionen zurücktreten. Das gilt insbesondere für die Aufsichtsräte Ertel, Floberg, Eghbal, Erhardt, Hunke, Klüver, Strauss und Wulff. Möglicherweise können die (stellvertretenden) Vorsitzenden Meier, Westphalen und Sattelmair als Not-AR fungieren und die Vereinsrettung und seine Umgestaltung kooperativ begleiten.
Vorstandsvorsitzender Jarchow sollte sofort zurücktreten oder seines Amtes enthoben werden und die Verantwortung für die Talfahrt übernehmen. Das Gleiche gilt für Sportdirektor Kreuzer und Cheftrainer van Marwijk unter deren Führung die Situation verschlimmbessert wurde. Entweder wird ein neuer Cheftrainer für den Rest der Saison verpflichtet oder – besser – der Assistenztrainer Coeman mit der Aufgabe betraut.
Der von den Mitgliedern gewählte Vorstand Scheel kann im Amt bleiben bis eine neue Vereinsverfassung in Kraft tritt. Er sorgt für eine reibungslose Verwaltung im Übergang.
Die Führung des Vereins übernimmt übergangsweise der bisherige Marketingvorstand Hilke bis zur Einführung einer neuen Verfassung des Vereins, deren Einführung durch eine ao. MV im Mai/Juni 2014 beschlossen wird. Dann wird entweder HSVPLUS oder eine andere Verfassung beschlossen und eine neue Führung für den Verein und/oder seine ausgegliederte Kapitalgesellschaft bestellt. Er bestellt, leitet und überwacht ein Restrukturierungs- und Übergangsteam, das aus internen und externen Experten besteht.
Andere Maßnahmen als diese Radikalkur erscheinen nicht ausreichend. Es ist ein Notfall, Rettungsmaßnahmen sind sofort und konsequent erforderlich.

Aus dem Hessischen kamen folgende Zeilen:

Hallo Blogvater Dieter, lieber Scholle, verehrte Moderatoren,

bin der Andreas aus Wiesbaden, eingefleischter HSVer seit Jahren und seit der ersten Stunde ein Leser des MATZ AB Blogs. Schön, dass für auswärtige Fans ein solcher Service geboten wird.
Hauptsächlich aktiv bin ich im Rauern-Forum, einem unabhängigen Fan-Forum.

Heute möchte aber mit dieser ersten Mail an Dieter und seinem Team einen Gedanken aufbringen, vielleicht kann er in einem Blog aufgegriffen werden:

Wenn wir doch mal ehrlich sind, hat BvM eigentlich keine Zukunft mehr beim HSV. Denn welcher angeschlagene Trainer hat denn nach einem “Sack voll Kritik” noch die Kurve bekommen? Ich denke da vielleicht mit einem neidischen Blick an Markus Weinzierl vom FC Augsburg.

Aber ich möchte gleich zur Sache kommen: Auch wenn unser Vorstandsvorsitzender heute gesagt hat (oder gesagt haben soll), dass auch bei einer Pleite gegen Berlin BvM eine Jobgarantie hat, glaube ich nicht daran, dass er auch wirklich gegen die Bayern auf der Bank sitzt. Ich schätze, dass der HSV gegen Berlin verliert und dann ein neuer Trainer her muss.

Meine Favoriten wären ja Martin Jol und Mirko Slomka, wobei es Dinge gibt, die gegen sie sprechen: Martin Jol wird sicher JETZT zu teuer sein und ist Mirko Slomka ein Retter? Ich denke noch daran, wie er 2009 / 2010 die ersten sechs (!) Spiele mit Hannover verlor. Ihn könnte ich mir ab Sommer, mit HSV plus im Rücken, wenn es um einen Neustart geht, unabhängig in welcher Liga, beim HSV vorstellen. Und ich glaube, so ganz abgeneigt wäre er nicht.

Zur Zeit aber gibt es einen Mann, der den HSV sicher retten würde: Christian Groos. Derzeit frei. War schon fast im Herbst mit Nürnberg einig, aber wegen verschiedener, unbekannter Gründe, kam es zu keiner Einigung. Er startete damals mit dem VfB Stuttgart sensationell, holte Sieg um Sieg, erst unser Ruud mit seinem Doppelpack binnen vier Minuten brachten ihm die erste Niederlage bei.

Er ist hervorragend geschult, ein Taktikfuchs seinesgleichen, irre sympathisch und ein autoritärer Typ, wie es der HSV jetzt braucht.

Deshalb lieber Dieter und Scholle: Dies ist der Mann, der den HSV retten kann! Und wenn man ihn lässt: Retten wird! Und nur darum geht es!

Also: Gebt BvM noch dieses eine Spiel, aber dann holt bitte Christian Gross!

Nur der HSV!

Gruß aus Wiesbaden

Von „Raab“ kam:

Hallo Dieter,

also ich lese nun seit ein paar Jahren hier mit und dafür erstmal danke, an solche Infos würde ich hier in Südhessen wohl sonst kaum kommen. Ich bin jetzt kein über ober Fan ,aber wenn es sich einrichten lässt schaue ich mir die Spiele im TV an und gehe hin und wieder ins Stadion. Die Optionen hierfür sind gering, kommt eigentlich nur Frankfurt in Frage oder Mainz. In Frankfurt war ich schon des Öfteren, nach Mainz komme ich zum letzten Spieltag.

Einmal habe ich es auch nach Hamburg geschafft, war allerdings eine harte Busfahrt und am Ende 24h on Tour. Naja, jetzt aber zum Thema.

Ich selbst spiele Handball und finde Fußballer ohnehin als Weicheier. Aber,…ABER ich betreibe dies als Freizeitsport und nicht mehr. Meinen Job mache ich auch und zwar zu 100 %. Wäre ich nun Profisportler, hätte also mein Hobby zum Beruf…nunja das wärs wohl. Ich sehe hier nur noch 2 Möglichkeiten.

1. Diese Mannschaft hat einfach nicht die Qualität Bundesliga zu spielen, oder….
2. Sie bringt einfach nicht die Einstellung auf den Platz die sogar ich als Amateur erreiche.

Was mir als Sportler am Training immer am wenigsten Spaß macht ist das Training ohne Ball. Bei den HSV PROFIS scheint es aber egal… Am Montag turnen wir locker über den Platz spielen ein bisschen mit dem Ball umher und sehen gut aus ,weil wir eben keine Gegner im Training haben. Bringt keinen weiter. Was solls ,wir bekommen ja unsere Kohle.

Denen würde ich den Ball wegnehmen und ein paar Laufschuhe geben. Die sollten solange im Kreis laufen bis die Sohlen abgelaufen sind. Danach Medizinbälle umher werfen, oder Panzer schieben und dann das nächste Paar Schuhe ablaufen. Am nächsten Wochenende ,wenn wieder verloren wird, wissen ja alle was kommt. Fußball spielen muss, oder kann man denen nicht mehr beibringen, zumindest nicht auf Bundesliga Niveau. Jeden Tag im Training kotzen bis zum Anschlag. Keinen Ball. Die spielen ja von Woche zu Woche schlechter. Vielleicht hätten die dann nach einiger Zeit keine Lust mehr drauf und würden sich mal so richtig den Arsch auf dem Platz aufreißen. Sonst fährt der Zug ganz schnell ab und der HSV kann nächste Saison nach Darmstadt fahren, kann ich dann auch mit dem Bus hinfahren.
Gruß Raab

Diese nachstehenden Zeilen kamen von Paul S.:

Sehr geehrter Herr Matz,
es ist schon erschreckend mit welcher Leistung diese Elf die Spiele bestreitet. Da ist es immer leicht gesagt, wenn einige Fans den Sportdirektor als Drittligasportdirektor bezeichnen, andere gleich einen anderen Trainer wollen. Der Ok hat beim KSC gute Arbeit abgeliefert, den Erfolg der Mannschaft als Aufsteiger ist sichtbar. Was beim HSV schon seit vielen Jahren nicht mehr zusammenpasst ist der ganze Kader. Wenn man ein Spielgewinnen will, dann sollte die Mannschaft während des Spiels als eine verschworene Gemeinschaft auftreten. Das heißt, es müssen alle gemeinsam kämpfen, spielen und einer für den anderen laufen und rennen. Mit viel Glück sollte diese Mannschaft noch einmal den Klassenerhalt schaffen können. Aber am Ende der Saison sollte dann diese Mannschaft zerlegt werden. Es müssen Spieler ohne Rücksicht auf Rang und Namen aussortiert werden. Hoffentlich kommt HSV Plus durch. Dann kommt vermutlich auch Geld in die Kasse und zweitens werden dann in der Führung die Zügel auch angezogen.

Einen großen Industriebetrieb kann man auch nicht von Laien managen lassen, die Führungsetage besteht auch aus Dipl.- Kaufleuten, Dipl-Ing.,
usw.. Die jetzt den Aufstand gegen HSV Plus führen wollen, denen muss man den Weitblick für die Entwicklung des Profifußballs absprechen. Mit Tradition können Kreisklassenvereine geführt werden, selbst diese Mannschaften haben schon Sponsoren. Zur neuen Spielzeit sollte beim HSV eine ganz andere Abwehr und ein besser besetztes Mittelfeld spielen. Mit dieser Abwehr ist das Ende des HSV bald da:

Es muss sich vieles im Verein von der Führung bis zur Mannschaft ändern, nur dann kann es wieder aufwärts gehen. Aber diese Aufgaben müssen wirkliche neue Fachleute übernehmen, keiner von denen die schon einmal eine Führungsaufgabe beim HSV ausgeführt haben, dann würde es im alten Stil weiter gehen. Dat hebt wi jümmers so mokt, dat mokt wi uk wieder so. Da können wir nur gute Nacht HSV sagen.

Paul S.

Von unserem „Matz-abber“ Mustang dieser Beitrag:

Die Mannschaft benötigt taktisch und mental stabilisierende Impulse von außen – es scheint, als ob BvM samt stab und OK sie nicht beitragen können – leider wahr
.
Wenn man ganz nüchtern bilanziert, haben die HSV-Verantwortlichen es letzte Woche versäumt, am Dienstag im Laufe des Tages ein intensives Videostudium und Fehleranalyse der Heimniederlage gegen Schalke und zur Vorbereitung auf die Kraichgauer durchzuführen, sowie Einzelgespräche gerade mit den Neuankömmlingen zu führen; und am Mittwoch Vormittag eine taktische Sonderschicht zum Thema Spieleröffnung und Aufbau anzusetzen.
BvM und OK sind sich uneins darüber gewesen. OK hat den Kardinalfehler begangen, Rudnevs abzugeben und steht auf verlorenem Posten. BvM, OK und auch VV CEJ wirken verbraucht und verbrannt in ihrer Rat-, Sprach- und Konzeptlosigkeit. Dass Rudnevs jetzt in zwei Partien hintereinander jeweils das 1 : 0 für seinen neuen Arbeitgeber erzielt, setzt der Fehlkalkulation dieses unglücklich planenden und unheilvollen Trios der für die Zukunft des HSV sportlich Verantwortlichen CEJ, OK und BvM die Krone auf. Wie konnten sie sich nur jemals eine solche Blöße geben? Wie konnte OK nicht auf Mindesteinsatzzeiten für Rudnevs bestehen?
.
Die Mannschaft benötigt Hilfsangebot durch das Trainer-Team und den SpoDi gleichermaßen. Der HSV muss verschiedene Systeme spielen können, um besser auf jeden noch kommenden Gegner vorbereitet zu werden, bzw. während eines Spiels die Taktik wechseln zu können; und ist traditionell mit zwei Stürmern und/oder der Doppel-6 besser gefahren. Es sind aber bisher offenbar keinerlei Anstrengungen unternommen worden, über das Standard-Repertoire des 4-2-3-1 das flache 4-4-2 einzustudieren oder meinetwegen am 4-4-2 mit Raute zu feilen. Es fehlt also an allen Ecken und Ende am taktischen Grundverständnis, obschon doch genügend Trainer-Personal beim HSV angestellt sind, solche Übungen sowie auch Einzeltraining vormittags gezielt durchzuziehen, so dass es bei der nachmittäglichen Belastung durch das Haupttraining unter Wettkampfbedingungen mit Rücksicht auf den Stundeplan des Gymnasiasten Tah bleiben kann.
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Die Erfolgslosigkeit von BvM und OK deuten darauf hin, dass es von der Kommunikation her weder in der Mannschaft noch zwischen den beiden richtig passt. Ich plädiere nach wie vor, kampfstärkere Spieler wie Kacar, Jiracek, Rajkovic und Rincon zu berücksichtigen, die heute wiederum nicht zum Einsatz gekommen sind – nicht einmal als Ersatzspieler von der Bank. Stattdessen hat man die gewohnt ineffektiven Arslan und Ilicevic reingeholt, deren Wirkung gleich verpuffte. Die Neuzugänge können es bestimmt noch nicht richten, dafür war die Eingewöhnungszeit viel zu kurz und offenbar hat man ja auch sich noch gar nicht mit ihnen intensiver befasst oder sie gar schon in die Mannschaft integriert. In der Not der Stunde wäre an eine kommissarische Übernahme des Trainings durch Felix Magath zu denken in der Hoffnung, dass er zusammen mit Holler als Co den Abstieg verhindern kann und gleichzeitig nicht der Totengräber von HSV+ wird. Mir fällt nicht mehr viel anderes an kurzfristigen Rettungsmaßnahmen
ein, denn Huub Stevens steht in Brot und Arbeit in Griechenland. Es sei denn, man möchte Martin Jol reaktivieren, der vom FC Fulham kürzlich freigestellt wurde und die Hamburger Verhältnisse bereits einigermaßen kennt.
Soweit ist es gekommen, leider!

Stefan W. schreibt:

Liebe Verantwortlichen beim HSV,

bitte zeigt Größe und gesteht euch ein, dass ihr diesem HSV nichts, aber auch rein gar nichts mehr anzubieten habt. Das wäre die einzige Chance, dass ihr so ehrlich zu euch und den Fans seid, und dieses einseht und entsprechend handelt. Allen Eltern, die ihre Familie so kaputt machen, würde man sagen: Holt euch Hilfe.
Und genau das solltet ihr auch: Holt euch Hilfe von HSV-positiv Gesinnten die noch ehrlich bereit sind zu helfen (auch wenn dieses sicherlich ständig weniger werden) und dieses auch können. Bitte, bevor es ganz zu spät ist. Es braucht jetzt kein langfristiges Konzept mehr, sondern Feuerwehrmaßnahmen für ein paar Monate. Danach brauchen wir HSV-Plus und dann ein langfristiges Konzept.

Von „Dosentoast“ kam dieser Beitrag:

Also eine Lizenz für die zweite Liga ist wohl eher unwahrscheinlich. Habe mir mal die Lizensierungsregeln der DFL angeschaut. In §8 ( von 13 Paragraphen ) ist die finanzielle Lizenz geregelt. Dieser Punkt macht 40% des Regelwerks aus. In der Anlage IX steht ausdrücklich, dass Anlagevermögen ( also die Arena ) NICHT mitgezählt wird. Der zweite große Aktivposten sind ja unsere Spieler. Aber die meisten dürften wohl keinen
Vertrag für die zweite Liga haben. Gehen die dann ablösefrei? Und die Spieler die bleiben, haben sicherlich zu hohe Gehälter für die zweite Liga. Wird man die dann überhaupt los? Nur mal eine Zahl. In dieser Saison erhält der HSV € 23,5 Mio aus den Fernsehgeldern. St. Pauli nur € 6,2 Mio.

Was ist mit den Sponsoren IMTECH und Emirates? ( beide wohl je € 6,0 Mio. pa. ) Bleiben die auch zu solchen Konditionen in der zweiten Liga? Wohl eher nicht. Vor dem Hintergrund, dass wir jährlich ca. 10,0 Mio Kreditrate fürs Stadion abzuzahlen haben und ja auch die bald fällig werdende € 17,0 Mio Fan-Anleihe ansparen müssen, erscheint mir eine Lizensierung mehr als unwahrscheinlich. Wie will man die € 2,8 Vorstandsgehälter denn überhaupt finanzieren? Ganz schlimm wird es, wenn sich unser großer Vorsitzender auf seine hanseatischen Werte berufen sollte und sagt: „Ich bin ein Ehrenmann und mein Wort gilt” und dann im März noch den versprochenen € 12,0 Mio-Bauauftrag für den Campus erteilt. Mit einer Lizenz an den HSV würde man auch all den Vereinen unrecht tun, die sich um ordentliche Finanzen bemühen. Ich glaube, der HSV geht gleich in die dritte Liga, spielt da eine Saison vor leeren Rängen und wird dann Insolvenzantrag stellen. Habt Ihr überhaupt eine Vorstellung wie hoch die Betriebskosten für die Arena sind? Und gegen einen Drittligisten bekommt man auch keine € 70,00 pro Ticket mehr. Das wird nicht funktionieren.
.
Und das Schlimme daran? Was sollen dann die SC’ler tun? Einen neuen Verein suchen? Die will doch keiner mehr haben!! Ein klassisches Eigentor wegen Selbstüberschätzung.

„Randnotiz“ schreibt:

Der HSV ist ein Abziehbild der vergangenen Jahre. Es hat sich etwas angesammelt und die Faulgase kommen jetzt an die Oberfläche.
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Ich bin keiner der gegen Trainer schießt, aber die Teilnahmslosigkeit und Phrasendrescherei von BVM zeigt mir, dass er einen Job macht von dem er nicht mehr überzeugt ist und da er sich auch nichts mehr beweisen muss, ist es ihm auch egal, ob er entlassen wird oder nicht. Es hat keinen Einfluss auf seinen weiteren beruflichen Werdegang.
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Und genau diese abwartende Haltung der netten Worte spiegelt sich in der Spielweise des Teams wider.
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Mal wieder Ratlosigkeit und keiner ist da, der die Zügel in die Hand nimmt und den HSV anfängt zu führen. Jeder hofft, dass der andere diese Position übernimmt und handelt.
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Es fehlen Macher auf allen Ebenen.
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Beten! Beten! Beten, und hoffen, dass es irgendwie gutgeht.
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Natürlich habe ich auch die Schnauze voll, aber die, die das heute im Stadion gesungen haben, waren noch am 19. laut grölend aus dem Saal marschiert, weil sie alles so behalten wollen wie es ist. Ein Paradoxon.
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Ich habe die Schnauze voll und werde trotzdem dabei bleiben, weil der HSV (lieber rrose) eben kein Produkt für mich ist, der nach Einschmeißen einer Münze nach meiner Pfeife tanzt. Der HSV ist für mich Leidenschaft, Faszination und das gewisse etwas was ich eben nicht erklären kann. Einen Verein wie den HSV, der mich seit frühester Kindheit intensiv begleitet und einfach zu mir gehört, den lässt man (auch wenn man es am liebsten möchte) nicht einfach fallen.
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Hoffen das wir es schaffen und HSVPLUS endlich durchkommt und tatsächlich etwas grundlegend im HSV verändert. Mehr als dieser schwache Glaube bleibt mir aktuell nicht.
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Jeder der im HSV ein Produkt sieht, sollte sich ein anderes Projekt zulegen mit einer besseren Rendite.

PS: Am heutigen Abend ist Frank Rost zu Gast bei „HH1“ und der Sendung „Rasant“, die um 20.15 Uhr beginnt und dann mehrfach wiederholt wird, Moderator ist Uli Pingel.

Und an diesem Abend wird Euch dann „Scholle“ über das aktuelle Geschehen im und um den Volkspark herum informieren.

Nur der HSV!

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