Archiv für das Tag 'van der Vaart'

Beister wechselt nach Mainz – Rajkovic wartet

27. Juni 2015

Slobodan Rajkovic

Slobodan Rajkovic

Ja, das ist mal (wieder) ein dickes Ding! Maximilian Beister wechselt vom HSV zu Mainz 05! Dem FSV ist gerade Mister Okazaki abhanden gekommen, den Japaner zieht es zu Leicester Ciy, da kommt dann ein ablösefreier Beister dann gerade recht – und man kann dabei nicht so viel verkehrt machen. Aber bevor nun wieder einige über den HSV herfallen: Ich möchte dem HSV bei seiner Kaderplanung immer noch folgen. Auch bei der Personalie Maxi Beister. Ich schrieb es bereits bei unserem Frage-und-Antwort-Spielchen am Donnerstag: Der Karren war hier in Hamburg total verfahren. Und zwar nicht einseitig, sondern von beiden Seiten. Deswegen ist es besser, dass Beister nun in neuer Umgebung einen nochmaligen Anlauf unternehmen kann, um „voll“ in die Bundesliga zu „rutschen“. In Hamburg wäre das nichts mehr geworden, davon bin ich überzeugt, weil irgendwie beide Seiten von der jeweils anderen enttäuscht waren. Den ganzen Beitrag lesen »

Von Versprechungen, Forderungen und Altmeistern

20. Juni 2015

So eine Fußball-Sommerpause ist einfach nur schrecklich. Jahr für Jahr wieder. Zumal dann, wenn sich der HSV wieder einmal traditionell Zeit lässt, Zeit lassen muss, um neue Spieler zu verpflichten. Auch Jahr für Jahr wieder. The same procedure as every year – im Sommer, nicht zum Jahreswechsel. Still ruht der See. Es tut sich nichts. Obwohl die Herren des HSV schön unterwegs sind, um sich nach Verstärkungen umzusehen. Sogar bei der U21-Europameisterschaft waren sie in Tschechien, obwohl die Talente dort wohl allesamt eine Preisklasse zu hoch sein dürften für den HSV. Aber warten wir es ab, mehr bleibt ja nicht. Obwohl die Ungeduld wächst. Bei vielen HSV-Fans. Und eventuell auch bei manchem Angestellten des Clubs. So las ich heute beim Einkaufen die Titelseite der „Bild“, und dort stand zu lesen: „Olic fordert neue Stars“. Da dachte ich so bei mir: „Wer nicht?“
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van der Vaarts leiser Abschied

12. Juni 2015

Während die Meldungen über Spielerwechsel in der Bundesliga nur so reintrudeln, gibt es vom HSV keinen Vollzug zu melden. Das ist nicht überraschend, und selbst die Personalie Süleyman Koc könnte sich noch einige Zeit hinziehen. Dessen Berater hat Druck gemacht und von einer grundsätzlichen Einigung mit dem HSV berichtet. Allerdings ist die Ablöse (zwischen 1,5 Millionen und 2 Millionen Euro) noch recht hoch. Nun also baut der Berater Druck auf den SC Paderborn auf, um von den Forderungen herunterzukommen. Ein nicht unübliches Spielchen, schließlich wollen alle Seiten Klarheit.
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. . . der muss zum Dino nach Hamburg!

10. Juni 2015

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Erste DFB-Pokalrunde:
FC Carl-Zeiss Jena gegen den HSV
Barmbek-Uhlenhorst empfängt den Erstliga-Absteiger SC Freiburg
Bernd Hollerbachs Würzburger Kicker treffen auf Werder Bremen
und, so viel Zeit muss sein: St. Pauli gegen Borussia Mönchengladbach
gespielt wird am 7. oder 8. August

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Nichts los im Volkspark – die Ruhe vor dem Sturm

9. Juni 2015

Die Transferperiode hat noch nicht einmal begonnen, und schon ist klar: Der HSV verpasst mal wieder einen gelungene Umbruch. So liest es sich zumindest größtenteils in den Kommentaren in verschiedenen Foren – nicht nur hier. Weil es heißt, Ivo Ilicevic soll einen neuen Vertrag bekommen. Einen leistungsbezogenen Einjahresvertrag, weil Trainer Bruno Labbadia die Chance sieht, dauerhaft von den zweifellos vorhandenen Qualitäten des Offensivspielers profitieren zu können. Vergessen die Verletzungsarie des heute 28-Jährigen, der seit seiner Unterschrift 2011 für den HSV 61 Spiele verpasste, das heißt jeweils 15 Spiele pro Saison im Schnitt. Verletzt.
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Auf der Suche nach dem neuen Herzstück

7. Juni 2015

Champions-League-Finale in Berlin. 75.000 im Stadion, halb Spanien und halb Italien vor den Fernsehgeräten. Es geht um den höchsten Titel in Europa. Am Ende gewinnt der Favorit, freut sich ekstatisch, und der gemeine Hamburger sitzt auf dem Sofa vor der Glotze und denkt sich nur: Regt Euch doch nicht so auf, seid doch nicht so nervös – es ist doch nur Champions League.

Ja, was ist das alles im Vergleich zum Drama in Karlsruhe. Zweifelsohne eine andere Fußballwelt. Den ganzen Beitrag lesen »

“Tomorrow, my friend – tomorrow…”

2. Juni 2015

****Laut “Neue Presse” hat sich der HSV mit Admir Mehmedi auf einen Wechsel geeinigt. Ablöse-Verhandlungen mit Freiburg stehen noch aus.****

Ich bin voll im Eimer. Körperlich und seelisch, ehrlich gesagt. Auch deshalb kann ich gar nicht aufhören, die selbstgedrehten Videos auf den unterschiedlichsten Kanälen zu sehen. Und noch immer bekomme ich eine Gänsehaut, wenn ich an das Spiel denke. Marcelo Diaz schnappt sich einfach die Pille, zirkelt sie in letzter Sekunde rein. Und ausgerechnet Nicolai Müller, der in Hamburg eine rabenschwarze Saison hinter sich hat, rettet dem HSV die Klasse in der Verlängerung – mehr geht nicht. Bis knapp drei Uhr konnte ich nicht einschlafen – was auch daran gelegen haben könnte, dass ich mit ein paar Kumpels am Tresen saß und im Hintergrund das Spiel als Dauerschleife lief. Dreimal haben wir uns die kompletten 124 Minuten angeschaut – und ich hätte noch länger gekonnt…

So genügsam bin ich geworden. Das Minimalziel Klassenerhalt versetzt mich in einen Euphoriezustand, wie ich ihn nicht mal nach Götzes WM-Treffer empfunden habe. Den Möchtegern-Fußball-Moralisten sei an dieser Stelle gesagt: Mir ist egal, das ihr das alles für ungerecht haltet – am Ende ist es gerecht. Ich gehe in diesem Fall sogar so weit, dass sich der HSV den Klassenerhalt über die letzten acht Wochen hart erarbeitet und am gestrigen Abend in Karlsruhe sogar verdient hat. Auf jeden Fall aber schäme ich mich nullkommanullnullnullnullnull dafür, diesen Erfolg zu feiern. Aber wem sage ich das, den meisten hier wird es wahrscheinlich ähnlich gehen…

Dass die Mannschaft mal so richtig durchdreht, war klar. In Karlsruhe ging es im Bus los, anschließend wurde die Chartermaschine zum Party-Flieger umgestaltet (ganz weit vorn wie immer Lewis Holtby und Maxi Beister) und in Hamburg gings ins Zwick. „Das war schon ganz ordentlich“, resümierte Peter Knäbel, der trotz der kurzen Nacht ausgesprochen ausgeruht wirkte. Zwei Stunden im Regenerationsraum am Stadion, zwei Stunden im heimischen Bett – das reihte dem Direktor Profifußball, der in den nächsten Tagen unter Hochdruck die neue Saison planen muss. „Die Zeit der Relegation haben wir Rückstand auf alle anderen“, so Knäbel, „den einen oder anderen Spieler haben wir dadurch leider verloren. Stefan Reinartz zum Beispiel konnte nicht länger warten und hat mit Frankfurt die sicherere Variante gewählt. Das ist schade – aber das müssen wir aufholen.“

Zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden Dietmar Beiersdorfer und natürlich mit Bruno Labbadia will Knäbel jetzt zunächst die offenen Personalien intern (Westermann, Ilicevic, Kacar, Rajkovic) abarbeiten. „Bruno wollte im Tunnel bleiben, deshalb habe ich ihn nicht abgelenkt und alles soweit vorbereitet, dass wir Entscheidungen treffen können.“

36 Spieler stehen aktuell unter Vertrag, 25 sollen es zur neuen Saison nur noch sein. Müssen es sogar, da einhergehend der Gehaltsetat gesenkt werden muss. Da bedarf es keines Mathematikers, um nachrechnen zu können, wie viele Spieler gehen müssen. Zumal heute bereits ein Neuer verpflichtet wurde, den wir hier im Blog schon in der Winterpause angekündigt haben: Batuhan Altintas. Der 19-jährige Angreifer wechselt ablösefrei von Bursaspor, wo er die Saison über suspendiert war, nach Hamburg und soll hier an die Bundesliga herangeführt werden.

Aber zurück zum Wesentlichen: zur Rettung. Mein Lieblingskollege aus der Radiowelt und Mit-Blogger hier, Lars Pegelow, hat es in seiner sensationellen Reportage hervorragend zusammengefasst: Endlich ist Schluss. ( Unser Lars rastet aus…) Wobei das „endlich“ bei mir nur deshalb Gültigkeit hat, weil es ein gutes Ende genommen hat. Einen Abstieg habe ich nie als Alternative geschweige denn als „Chance“ gesehen. Ich gehöre nicht zu diesen „Jetzt haben wir es mal verdient, abzusteigen“-Schwätzern, die sich der Folgen gar nicht bewusst waren oder dem HSV schlichtweg nur Schlechtes wünschen wollten. Ich sehe schon allein in der Personalie Bruno Labbadia eine große Chance. Der HSV-Coach hat gegenüber seinem ersten Traineraufenthalt in Hamburg viel dazugelernt – und er macht nahezu alles richtig. Übrigens nur, weil seine Kinder ihn lassen. „Sie waren wegen meines ersten Abganges am Anfang so gar nicht dafür, dass ich das Amt annehme. Im Gegensatz zu meiner Frau, die wusste, dass ich das machen muss“, erzählte Labbadia heute. „Ich glaube aber, inzwischen sind auch meine Kinder einverstanden.“

Ich gebe zu, dass ich gestern während des Spiels nicht verstanden habe, weshalb er Ivica Olic nicht spätestens zur Halbzeit auswechselte. Ich gebe auch zu, dass ich generell mit seinen Aus- und Einwechslungen meine Probleme hatte. Angesichts der Ballstafette zum Siegtreffer (Stieber auf Cléber, der auf Müller) muss ich allerdings Abbitte leisten. Gestern hat Labbadia so gesehen wirklich absolut alles richtig gemacht. Spät – aber eben nicht zu spät. Sich feiern lassen will er aber nicht. Labbadia freut sich über den Klassenerhalt, aber im Gegensatz zu mir dreht er nicht durch. „Bei aller Freude müssen wir lernen, Demut zu zeigen. Wir haben uns viel erarbeitet, haben hart gearbeitet. Wir haben den Klassenerhalt verdient – aber wir hatten auch Glück.“

Am Tag nach der Rettung ist Labbadia schon wieder fokussiert (um mal das Unwort dieser HSV-Saison zu benutzen). „Wir müssen viele Gespräche nachholen, die wir für die Zeit der Relegation aufgeschoben haben“, so Labbadia, der sich nicht von den Emotionen des Klassenerhaltes lenken lassen will.

Schlussjubel Trainer Bruno Labbadia (HSV) Fussball Bundesliga, Relegation Rueckspiel, Karlsruher SC - Hamburger SV 1:2 n.V.

Schlussjubel Trainer Bruno Labbadia (HSV)
Fussball Bundesliga, Relegation Rueckspiel, Karlsruher SC – Hamburger SV 1:2 n.V.

„Wir haben es geschafft, weil wir Zusammenhalt hatten. Die sechs Spieltage waren für mich vom Gefühl her mehr Erfahrung als sonst in einer ganzen Saison. Aber ich kann das unterscheiden – ich entscheide nicht aus einer Emotion heraus, sondern überlegt. Und wir alle wissen, dass sich vieles ändern muss.“ Wie er zu Westermann, Boban, Kacar und Ilicevic steht verriet Labbadia nicht. „Das entscheiden wir jetzt in Ruhe und mit aller Sorgfalt.“ Es wird sich was ändern. Da bin ich mir nicht erst seit heute sicher. Personell im Kader, und auch im Trainerstab. Zuletzt hatte ich gehört, dass U23 und Bundesliga die Konditionstrainer tauschen. Aber das ist noch nicht bestätigt.

Wer an dieser Stelle noch eine Diskussion über Manuel Gräfes Freistoßentscheidung erwartet, den muss sich enttäuschen. Die Szene ließ verschiedene Entscheidungen zu – zu unserem Glück hat er sich für Freistoß entschieden. Eine Fehlentscheidung war das aber allemal nicht. Punkt. Dafür aber rankt sich um den Freistoß eine andere, witzige Geschichte. „Respekt an Marcelo“, sagte Labbadia, „dass er Rafa den Ball wegschnappt und so eiskalt versenkt – alle Achtung. Dabei weiß ich, dass Rafa sich gut fühlte und darauf gehofft hatte, das Spiel mit gerade so einem Standard zu entscheiden.“

Hat er aber nicht. Dabei, so erzählen es sich die Spieler untereinander, wollte van der Vaart auch schießen. Er sagte es Diaz auf Englisch auch. „Ich schieße!“ Wirklich beeindruckt hatte er Diaz damit aber nicht, denn der antwortete angeblich nur: „Yeah! Tomorrow, my friend – tomorrow!“ und schoss… Egal wie, van der Vaarts Nichtstun war vielleicht der alles entscheidende Akt und entsprechend sah er es anschließend auch. „Auch das zeigt, dass wir als Einheit aufgetreten sind. Alle hatten ein gemeinsames Ziel“, freute sich Knäbel und nannte eine Szene exemplarisch: „Als jemand nach dem Spiel fragte, wer denn das 2:1 gemacht hatte, gab es als Antwort von einem Fan: Wir alle! Und genau so war es auch. Genau so muss es immer sein…“

In diesem Sinne, ich muss meine Kopfschmerzen auskurieren – und das geht am besten mit einer Exkursion durch die tausend Videos vom Spiel. Aber bevor ich diesen Blog abschließe, möchte ich Euch noch einen tollen Sportsmann ans Herz legen: Markus Kauczinski. Wie er die aus KSC-Sicht unfassbar bittere Niederlage wegsteckte und fair gratulierte ohne groß zu hadern – ganz großer Sport! Aber hört selbst: https://www.youtube.com/watch?v=-N1P031ecrE

Bis morgen. Dann ausgeruht und mit dem ersten Teil der Saisonanalyse. Ich bin fertig. Fix und…

Scholle

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