Archiv für das Tag 'Tesche'

Finks Startelf für Nürnberg steht – mit van der Vaart

17. Januar 2013

Wie bitter für die beiden Journalisten, wenn sie denn welche sind. Und über den sehr geschätzten Radio-Hamburg-Moderator John Ment, über dessen Fips-Asmussen-Humor ich des Öfteren gut lachen kann, konnte ich heute nur schmunzeln. Da kündigte das Radio-Hamburg-Urgestein heute doch tatsächlich voller Inbrunst an, dass sein Sender zwei Kollegen vor den Wohnungen von Sylvie und Rafael van der Vaart postiert hätte und wies auf deren spannende Erlebnisberichte hin. Was folgte war an Langeweile nicht zu überbieten, so sehr sich die beiden Mitarbeiter auch um eine spannende Erzählweise bemühten. Sylvie sei irgendwann gegen vier nach Hause gekommen, Rafael schon vorher. Wow!! Das war der erste Hammer.

Und der zweite folgte. Denn Rafael bekam Besuch von Boulahrouz’-Exfrau, deren Namen ich mir ob mangelnder Bedeutung für den HSV gar nicht erst merke. Und was bitte macht der HSV-Profi? Er fährt zu seiner Noch-Ehefrau. HAMMER! Wann gab’s sowas schon?

Und: Radio Hamburg war dabei! Investigativ wie man es sich nur wünschen kann… Da bin ich tatsächlich fast durchgedreht am Radio. Allerdings nicht vor Spannung – sondern Scham. Da trennen sich ein Fußballer und seine bekannte Frau und alles dreht durch. Warum bitte?, frag ich mich mal wieder und bekomme die Antwort von einer sehr guten Bekannten, die alles andere als oberflächlich ist – und wahrscheinlich deshalb ihr Statement nicht öffentlich mit ihrem Namen kennzeichnen mag: „Weil es die Leute tatsächlich interessiert. Die Leute lesen, schauen und hören sich sowas an. Ich auch.“

Na gut, mag sein. Dann bin ich offensichtlich kein Teil der „Leute“.

Im Gegenteil, ich freute mich heute vielmehr über die Tatsache, dass van der Vaart normal mittrainieren und dabei einen sehr guten Eindruck hinterlassen konnte. Beim Spiel auf sechs kleine Tore war der Niederländer stets Anspielpunkt seiner Mannschaft, die sich am Ende den orange gekleideten Kollegen geschlagen geben musste. „Stand heute könnte er spielen“, so Trainer Thorsten Fink, der seinen Top-Feldspieler beim Test gegen Hertha BSC (2:1) am Mittwoch auf Anraten der Mannschaftsärzte noch schonte. „Unsere Ärzte hatten noch kleinere Restbedenken. Und manchmal muss ein Trainer auch auf seine Ärzte hören. Aber heute sieht das gut aus. Wir werden vor dem Spiel noch mal die Muskulatur checken und dann sehen, ob Rafael 60 Minuten oder ganz durchspielen kann.“ Entscheidend aber wird auch das Okay des Spielgestalters sein. Fink: „Rafael kennt seine Muskulatur gut genug und hatte schon häufiger vergleichbare Verletzungen. Er wird wissen, wann es geht.“

Klar aber ist in jedem Fall, dass van der Vaart beginnen wird, wenn nichts mehr passiert. Wie sonst auch legte sich Fink bereits früh auf seine Startelf fest. Die letzte Frage, wer vorn im Angriff beginnen würde, beantwortete Fink heute klar: „Artjoms Rudnevs und Heung Min Son werden vorne beginnen. Obwohl es Maxi Beister genauso verdient hätte.“ Folglich wäre die Startelf: Adler – Diekmeier, Mancienne, Westermann, Jansen – Arslan, Badelj, van der Vaart, Aogo – Son, Rudnevs. Wobei ich nach dem Spiel gestern gegen Hertha kurzzeitig den Gedanken hatte, Fink könnte trotz wiederholt anderslautender Aussagen Per Skjelbred für Arslan aufstellen. Aber dem scheint nicht so. „Sollte Rafa ausfallen, würden wir wie zuletzt mit Per beginnen“, so Fink, „aber wenn Rafa dabei ist, muss Per zunächst auf die Bank.“ So bitter das für den formstarken Norweger auch sei.

Denn auch Skjelbred brennt vor Ehrgeiz. Im Training heute ging es (mal wieder) ordentlich zur Sache. Selbst der noch nicht zu 100 Prozent genesene Petr Jiracek, der gegen Nürnberg noch nicht zum Kader gehören wird, grätschte und zog die gesamte Einheit mit höchstem Einsatz durch. „Bei uns merkt man, dass Feuer drin ist, dass alle spielen wollen“, lobt Mannschaftskapitän Heiko Westermann, der aber warnt: „Die zweite Halbzeit gegen Hertha war ein schönes Warnzeichen für uns“, so Westermann über den schwachen Auftritt der vermeintlichen A-Elf gegen den Zweitligisten. „Wir haben da grundlegende Dinge einfach nicht gemacht. Bei uns fehlten Kampf, Leidenschaft und Einsatz.“ Und gerade bei den widrigen Bodenverhältnissen und dem Ausblick, auf einen Abstiegskandidaten zu treffen, sei eine radikale Steigerung dieser Eigenschaften bei ihm und seinen Kollegen nötig: „Das wird ein schweres Spiel, ein kampfbetontes. Denn auch wenn wir spielerisch besser besetzt sind, das interessiert am ersten Spieltag niemanden. Da muss man dann auch mal den Ball hinten rausschlagen anstatt immer wieder hintenrum zu spielen.“

Stimmt. Wobei der Anspruch des HSV bei seinem technisch sehr starken Mittelfeld auch ist, guten Fußball zu spielen, wie Fink betont: „In erster Linie wollen wir guten Fußball spielen“, so Fink, der für den Rückrundenauftakt das klare Ziel Auswärtssieg ausgibt, aber auch warnt: „Wir hatten eine hervorragende Vorbereitung, alles hat perfekt gepasst. Gerade in Abu Dhabi. Die Mannschaft scheint sich entwickelt zu haben.“ Aber sie zeige eben auch alte Schwächen auf. Wie beim letzten Test – einer allerdings nur fast misslungenen Generalprobe. „Wir haben gegen Hertha gesehen, dass es nur mit 100 Prozent Konzentration geht. Und die brauchen wir immer.“

Auch bei den Standards, die von allen Beteiligten immer wieder nach vorn geschoben werden, wenn es darum geht zu erklären, welchen Fortschritt man im Winter gemacht habe. „Wir haben auf dem Platz viele Feinheiten abgestimmt und trainiert. Wir sind, denke ich, gut vorbereitet. Gerade bei Standards sollte es jetzt endlich besser werden“, sagt HSV-Kapitän Heiko Westermann.

Na dann, warten wir es ab. Die neue Variante sieht unter anderem den Kapitän auf dem ersten Pfosten den Ball verlängern. Gegen Austria Wien gelang dies – allerdings mit Hilfe eines österreichischen Abwehrspielers, der den Ball an die eigene Latte verlängerte. „Standards waren in der Hinrunde nicht wirklich unsere Stärke“, so Fink vor der Winterpause – heute scheint er zufriedener. „Wir haben sehr gut gearbeitet. Auch in Hinblick auf unsere Standards konnten wir in Abu Dhabi sehr viel erarbeiten“, so der HSV-Coach.

Viel Arbeit vor sich hat auch noch Frank Arnesen. Der Sportchef, der aktuell die Vertragsverlängerungen von Heung Min Son ebenso vorantreibt wie die der umworbenen Top-Talente Levin Öztunali und Jonathan Tah („Wir führen sehr gute Gespräche, ich bin sehr positiv“) wirkt derzeit ein wenig gehetzt. Immerhin muss er im Winter 6,4 Millionen Euro einsparen. Durch die Abgabe von Tom Mickel und Robert Tesche konnte der HSV-Sportchef jedoch gerade – und da muss ich mich korrigieren – 700000 Euro einsparen. 200000 Euro davon bei Mickel, 500000 bei Tesche, der von Düsseldorf das Gehalt für die komplette Rückrunde erhält. Das wiederum sind nur 400000, an denen ich mich gestern orientiert hatte. Allerdings sind es „nur 400000“, weil Tesche auf einen Teil – ergo auf 100000 Euro – seines Gehaltes verzichtet hat. „Er hat Abstriche hingenommen, um spielen zu können“, so Arnesen, „das zeugt von sportlichem Ehrgeiz.“ Auch wenn es eine ganze Zeit gedauert hat, bis sich diese Eigenschaft bei Tesche gemeldet hat…

Melden möchte ich auch eine erstaunliche Geschichte. Zumindest für mich erstaunlich, weil ich nicht dachte, dass das geht. Als wir am Sonnabend die Sendung zum Austria-Spiel vorbereitet haben, hat mir HSV-Mitarbeiter Carlo Dannies erzählt, er würde sich von seinem Handy im Auto immer Matz ab vorlesen lassen. Zuerst war ich baff, weil ich nicht wusste, dass wir Podcasts anbieten. Sie also kann man sich den Blog vom Handy vorlesen lassen? Die Erklärung: Dannies hat ein Iphone. Er kopiert den Blog-Text auf folgende Seite

http://www.experto.de/b2b/computer/gadgets/von-iphone-und-ipad-markierte-texte-vorlesen-lassen.html

Dort ertönt dann die Stimme, die den Text vorliest. Eine gute Idee wie ich finde…

Noch besser fände ich allerdings, wenn der HSV am Sonntag den guten Vorbereitungsergebnissen ein gutes Liga-Ergebnis folgen lässt. Alle sind fit – bis auf Paul Scharner (Schleudertrauma). Was also sollte noch schiefgehen? Ich bin optimistisch und tippe auf einen 3:1-Sieg, der sich allerdings ändern könnte, sollte morgen (um 15 Uhr an der Imtech-Arena) oder am Sonnabend beim geheimen Abschlusstraining noch etwas passieren. Ich drücke die Daumen, dass dem nicht so ist…

In diesem Sinne, Euch allen einen schönen Rest-Donnerstag, bis morgen,
Scholle

Van der Vaart in Nürnberg dabei – Jiracek trainiert wieder

15. Januar 2013

Man merkt Thorsten Fink an, dass er zu lange theoretisch sein musste. Seit einigen Tagen wird der HSV-Trainer immer wieder auf die bisherige Vorbereitung angesprochen und wie weit seine Mannschaft ist. Eine Endlosschleife Fragen mit immer den Gleichen Antworten. So auch heute. Wie weit die Mannschaft denn ist, wollte ein Kollege wissen. Fink dazu: „Wir haben einige Spiele gehabt, die ganz gut waren und die wir gewonnen haben“, sagt Fink, „aber wir wissen auch, dass der Bundesligaalltag noch einmal ein ganz anderer Schnack sein wird.“

Dennoch ist es natürlich nicht von Nachteil, wenn die Mannschaft mit einigen Erfolgserlebnissen in die Rückserie startet. Eben ganz anders als in der Vorbereitung der Hinrunde, wo die letzten Tests im Gleichschritt mit dem Selbstvertrauen der Spieler verloren gingen. „Das waren ganz andere Voraussetzungen als heute“, freut sich Fink, der heute wieder auf Rafael van der Vaart zurückgreifen konnte. Der Niederländer absolvierte die komplette Trainingseinheit voll mit und wirkte so fit, als hätte er gar nicht gefehlt. „Wenn er gesund bleibt, wird er natürlich auch gegen Nürnberg auflaufen“, sagt Fink, der im Gegenzug Per Skjelbred aus dem Team nehmen müsste. Und das, obwohl Fink mit dem Norweger nach einer starken Phase am Hinrundenende sowie der Fortsetzung seines Positivtrends in der aktuellen Vorbereitung hochzufrieden ist. Fink: „Dass so ein Spieler wie Per auf die Bank müsste zeigt nur, dass wir wieder mit richtig Qualität arbeiten können.“

Qualität, die in der nächsten Zeit um einen weiteren Hochkaräter gesteigert werden kann: Petr Jiracek. Der Tscheche war die Überraschung im heutigen Training. Den obwohl Fink bei dem Tschechen zuvor noch ein dosiertes Trainingspensum angekündigt hatte, absolvierte der Linksfuß die komplette Einheit mit. Und das sehr gefällig. Wann der Tscheche, der seinen letzten Einsatz beim unsäglichen 0:1 am 21. Oktober gegen Stuttgart hatte, wieder zum Kader stoßen kann, ist allerdings weiter offen. „In Nürnberg ist er natürlich noch nicht dabei“, sagt Fink, der Jiracek auch eine Woche später, am 27. Januar beim Nordderby gegen Werder Bremen in der Imtech-Arena, noch nicht im Kader sieht. „Ich will nichts ausschließen, es können sich ja noch Spieler verletzen und Petrs Einsatz notwendig machen“, sagt Fink, der aber zugleich anmahnt, dass Jiracek lange raus war. Zudem ist die trotz aller Forschungen und Studien noch immer schwer zu behandelnde Schambeinentzündug bei Jiracek noch nicht gänzlich auskuriert. Oder besser gesagt, niemand weiß etwas Genaues. „Wir müssen abwarten, ob es eine Reaktion gibt oder alles hält“, warnt Fink vor zu früher Freude über die Rückkehr des späten Zugangs. „Allerdings ist klar, dass Petr unsere spielerische Qualität noch mal anheben würde.“

Und das, obwohl Fink gerade im Spielerischen den größten Fortschritt seiner Mannschaft sieht. „Wir lassen den Ball momentan sehr gut laufen, habe ich das Gefühl“, so der HSV-Coach, dem ich so uneingeschränkt zustimmen würde. Was genau das wiederum für die aktuelle Zielsetzung bedeutet, wollte Fink nicht sagen. „Wir sind gut beraten, nicht wieder zu früh zu hochgegriffene Ziele auszurufen. Wir sollten erst Taten vollbringen, ehe wir den Mund aufmachen.“ Wobei Fink sich dann doch zu einem Rechenspiel hinreißen lässt. „Wir haben 24 Punkte mit dem Kader geholt, den wir jetzt haben. Und das in 14 Spielen.“ Zur Erklärung: Bei den ersten drei Ligaspielen waren noch nicht alle Neuen dabei. Fink weiter: „Wenn wir diesen Punkteschnitte beibehalten, wäre ich sehr zufrieden.“

Und das könnte er auch. Immerhin wären das am Ende rund 53 Punkte (24 Punkte geteilt durch die 14 Spiele, in denen der Kader komplett war – das multipliziert mit 17 Rückrundenspielen plus die bisherigen 24 Punkte) – und mit hoher Wahrscheinlichkeit ein internationaler Startplatz. „Wir können in der Rückrunde sicherlich auch noch mehr Punkte holen als in der Hinrunde, in der wir sicherlich noch nicht am Limit gespielt haben“, sagt Fink, der in der Wintervorbereitung ein besonders großes Augenmerk auf die bisherige Schwäche gelegt hatte: die Offensive. Wer dort neben dem gesetzten Artjoms Rudnevs beginnen wird? Fink weiß es schon, will es aber noch nicht sagen. „Die Jungs sind einfach zu gut drauf, als dass ich jetzt etwas Definitives dazu sagen sollte“, sagt Fink, der sich dadurch auch in der letzten Trainingswoche vor dem Rückrundenauftakt hohen Konkurrenzkampf erhofft. „Zumindest kann so keiner nachlassen.“

Loslassen kann offensichtlich auch Robert Tesche, der sich bislang trotz des dringenden Rates der HSV-Offiziellen noch nicht zu einem Vereinswechsel überreden konnte. Das allerdings könnte sich jetzt ganz schnell ändern. Denn Tesche fehlte beim Training, „weil er in der Kabine bleiben musste, um wichtige Gespräche zu führen“, wie Fink mit einem Lächeln verriet. Dabei besprach sich Tesche mit seinem Berater. Gut möglich also, dass der aussortierte Mittelfeldspieler in den nächsten Tagen einen neuen Verein präsentiert und Frank Arnesen somit (nach den wenigen Euros durch Tom Mickels Abgang) die ersten echten Einsparungen beschert.

Einige Telefonate sparen wird sich indes Fink, der privat sehr gut mit dem aktuellen Nürnberg-Trainer Michael Wiesinger befreundet ist und regelmäßig Kontakt zu seinem ehemaligen Mannschaftskollegen hat. „Wir haben zusammen bei Bayern eine sehr erfolgreiche Zeit gehabt. Unsere Frauen haben sich zudem sehr gut verstanden – und daraus ist eine Freundschaft entstanden. Diese wird aber am Sonntag für 90 Minuten ruhen. Bei mir gleichermaßen wie bei ihm“, verspricht Fink, der nach dem Spiel nicht mit der Mannschaft nach Hamburg sondern mit Wiesinger zusammen direkt zur DFB-Trainertagung nach Düsseldorf fliegt. Fink: „Da werden Michael und ich genug Zeit haben zu reden.“

Weniger Zeit hat in Zukunft Katrin Sattelmair, die es in ihrem dritten Versuch erstmals in den Aufsichtsrat schaffte. Die beruflich erfolgreiche Anwältin und Notarin wurde im zweiten Wahlgang gewählt. Ob sie nach der überraschenden Wahl im eigenen Zuhause mit Problemen rechnen muss? „Nein, da habe ich großes Glück. Mein Mann hat mir aber unmittelbar nach der Wahl gesagt, dass er mich zu 100 Prozent unterstützt. Seine genauen Worte waren: ‚Du hast einen völlig freien Rücken’. Mein Glück dabei: Er ist selbst ein großer HSV-Fan“, so Sattelmair, die selbst nicht mit ihrer Wahl gerechnet hatte. „Ich hatte Jens Meier und Ralf Bednarek auf eins und zwei, Herrn Wöhlke auf dem dritten Platz. Ich hatte zwar gehofft, dass ich mit den anderen Kandidaten um die Vergabe von Platz vier mitmachen könnte, aber diese Hoffnung war nach dem Vortrag von Ali Eghbal und dessen Wahl auch schon dahin. Zu meinem Mann habe ich nach Herrn Eghbals Vortrag nur gesagt: Schatz, da hat uns einer wie Frank Baumann einst auf der Zielgeraden rechts überholt.’ Zum Glück hatte ich nur bedingt Recht.“ Denn wie bereits bekannt, wurde Eghbal zwar noch vor Sattelmair gewählt, allerdings mussten Wöhlke und Topfavorit Bednarek die Segel streichen und Katrin Sattelmair durfte sich freuen.

Auch, weil sie bereits zum dritten Mal kandidierte. „Eigentlich wollte ich kein drittes Mal kandidieren, weil eine dritte Nicht-Wahl schon heftig gewesen wäre. Andererseits hat meine Beharrlichkeit den Mitgliedern vielleicht gezeigt, wie ernst es mir ist. Sie kannten durch die letzten Wahlen und die vielen Veranstaltungen, die ich besucht habe, auch mein Gesicht“, so Sattelmair, die auf mich einen sehr strukturierten, sympathischen Eindruck macht Was sie als erstes machen wolle? „Ganz klar“, so Sattelmair, „ich werde so viele Infos über die Vorgänge innerhalb des Vereines sammeln, dass ich sachliche Entscheidungen treffen kann in einem Gremium, das in Zukunft hoffentlich hoffentlich nicht mehr als ‚Club der Ahnungslosen’ bezeichnet wird. Es sollte das gemeinsame Ziel sein, gut nach innen zu arbeiten und mit einer Stimme nach außen zu sprechen. Ähnlich, wie es der Ehrenrat macht, der seit Jahren sehr viel Positives erarbeitet und dennoch nur sehr wenig öffentlich in Erscheinung tritt.“

Wäre doch mal was Neues. Neu war für mich auch, dass Frau Sattelmair nicht annähernd so eng mit Bernd Hoffmann befreundet ist, wie es erzählt wird. „Auch wenn das anders dargestellt wurde, er war auf jeden Fall nicht meinetwegen bei der ersten Kandidatenvorstellung in der Imtech-Arena. Ich habe ihn und Frau Kraus über ihre Arbeit beim HSV kennengelernt und stehe dazu, dass ich sie dafür sehr schätze. Es ist aber falsch, dass mich Herr Hoffmann auf die Aufsichtsratswahl vorbereitet hat.“ Zudem würde sie sich darüber freuen, von Hoffmanns Erfahrungsschatz profitieren zu können. „Es macht immer Sinn, wenn man Leute hat, bei denen man sich Rat einholen kann. Es wäre doch schön doof, wenn ich das Wissen anderer nicht annehmen würde. Aber das gilt in meinem Fall nicht nur für Herrn Hoffmann sondern für sehr viele andere in unserem Verein auch, die mir helfen können und würden.“

Macht Sinn. Dennoch dürfte auch Sattelmair wissen, dass allein die Nähe Hoffmanns bei dessen Kritikern erste Verschwörungstheorien sprießen lässt. Allerdings werde ich mich diesen hier nicht anschließen.

Dafür schließe ich diesen Blog ab mit den Worten von Paul Scharner (pausierte heute wegen starker Kopfschmerzen nach dem Lauftraining) am Sonnabend im Anschluss an das Austria-Wien-Spiel: „Dieser Verein hat so viel Potenzial wie wenige andere. Es müssen nur alle merken.“

Stimmt.

In diesem Sinne, bis morgen. Da wird um 10 Uhr an der Imtech-Arena trainiert. Mit van der Vart, Jiracek und hoffentlich auch allen anderen. Damit der Rückrundenstart mit dem machbaren Auswärtsspiel in Nürnberg sowie zwei darauf folgenden Heimspielen (Werder, Frankfurt) zum Gegenteil des Saisonauftaktes wird.

Bis morgen,
Scholle

Fink: “Auf Dauer keine 28 Feldspieler . . .”

11. Januar 2013

„Wir haben gut gearbeitet, die Rahmenbedingungen stimmten, die Sonne schien, die Plätze waren sehr gut – es stimmte alles, und deswegen konnten wir auch gut arbeiten in Abu Dhabi – das war wichtig“, sagte Thorsten Fink nach der Rückkehr in Hamburg. Im Moment hat der HSV ja auch im Hinblick auf das erste Bundesliga-Spiel im Jahre 2013 (Sonntag in einer Woche beim 1. FC Nürnberg) nur zwei „Sorgenkinder: Petr Jiracek und Rafael van der Vaart. Beide liefen am heutigen Freitag mit Reha-Trainer Markus Günther durch den Volkspark, und bei beiden Spielern besteht noch die Hoffnung, dass sie bis zur Partie bei den „Clubberern“ noch fit werden könnten. Wobei die Hoffnung bei van der Vaart gewiss größer ist, als die bei Jiracek, denn der Tscheche hat ja noch gar nicht mit der Mannschaft trainieren können. Gut für den HSV haben sich die Verletzungen von Maximilian Beister und Tolgay Arslan entwickelt. Um beide Spieler durfte ja während des Trainingslagers auch noch ein wenig gebangt werden, da sie ja aber noch in Dubai beim 2:2 gegen Mönchengladbach zum Einsatz gekommen sind, dürften sie auf jeden Fall zur Verfügung stehen. Ganz gute Voraussetzungen also, dass der HSV positiv in die Rückrunde wird starten können – personell sah es schon mal weitaus schlechter aus.

Jetzt muss aber noch der Sonnabend – mit dem Testspiel gegen Austria Wien – abgewartet werden. Diese Partie beginnt um 15.30 Uhr im Volkspark, und sie ist natürlich die Generalprobe für das Nürnberg-Spiel. Ohnehin steht dem HSV ja ein „langes Wochenende“ bevor, denn am Sonntag folgt im CCH ja die Mitgliederversammlung, die um11 Uhr beginnen wird. Vorstandsmitglied Oliver Scheel sagte mir heute, dass er keine große Brisanz, erst recht keinen Ärger erwartet, eher ist das Gegenteil der Fall: „Ich erwarte eine ganz harmonische Mitgliederversammlung.“ Bei der die Wahlen der vier neuen Aufsichtsrats-Mitglieder sicherlich im Mittelpunkt stehen werden. Das wird mit Sicherheit eine spannende Angelegenheit werden.

Gespannt bin ich zudem darauf, wie über die neueste Beurteilung der finanziellen Lage des HSV, die Klub-Chef Carl-Edgar Jarchow ja noch in Abu Dhabi abgegeben hatte, diskutiert wird. Ob überhaupt? Die Lage ist ernst, so war zu hören und so lesen, die Lage ist nicht besser geworden – eher ist auch hier das Gegenteil der Fall. Inzwischen aber haben es wohl, so hat es für mich den Anschein, selbst die größten Optimisten eingesehen, dass es wirtschaftlich sehr schlecht um den HSV bestellt ist. Wenn ich noch daran denke, wie „Scholle“ und ich einst um die Ohren bekommen haben, als wir damals die Wahrheit geschrieben haben – dann haben sich die Zeiten doch ein wenig geändert. Einst wurde uns („Scholle“ und mir) ja in diesem Blog Woche für Woche vorgerechnet, dass es ja noch die Millionen des Verkaufs von de Jong geben müsste, auch die vielen Millionen von Kompany, die von und für Boulahrouz, das viele Geld vom Van-der-Vaart-Verkauf, und, und, und. Diese Rechner haben aber zum Glück mit ihren Rechnungen irgendwann dann doch aufgegeben, denn unter dem Strich haben sie auch einsehen müssen: Es ist, schlicht und einfach, kein Geld mehr da. Und genau das hat Carl-Edgar Jarchow nun schon unzählige Male sagen und wiederholen müssen.
Und genau das haben wir, „Scholle“ und ich, damals auch nur geschrieben. Allein es fehlte vielen der Glaube daran. Aber es ist so – wie es ist.

Vielleicht hilft uns aber auch diesbezüglich Heung Min Son weiter. Er soll ja in England heiß begehrt sein. Sogar zehn Millionen sollen für den Südkoreaner gezahlt werden. Wobei ich glaube, dass da unter 15 Millionen Eure nichts laufen wird. Nachlassen kann man später ja immer noch . . . Für Nigel de Jong gab es schließlich ja auch so ein Betrag zwischen 16 und 20 Millionen – genau war das nie zu erfahren. Son würde, falls er denn verkauft werden könnte, ebenfalls (wie einst Thomas Doll zu Lazio Rom) als „Retter“ des HSV in die Vereins-Geschichte eingehen. Ich würde ihm natürlich immer dankbar sein dafür. Und ich wünsche ihm für seine Reise auf die Insel schon jetzt einmal alles Gute. Er wird dort sein Ding schon machen. Glaube ich jedenfalls. Er hat es doch in vielen Bundesliga-Spielen schon bewiesen, dass er es kann. Deswegen gilt auch für mich: Reisende soll man nicht halten. Erst recht nicht, wenn der HSV dafür Millionen erhält. Zu diesem Thema sagte Thorsten Fink heute noch einmal: „Heung Min Son hat in dieser Saison eine sehr, sehr gute Entwicklung genommen, aber er entwickelt sich immer noch weiter, und dazu benötigt er Zeit. Diese Zeit bekommt er bei uns, das kann ich ihm immer nur mit auf den Weg geben, bei uns kann er auch mal ein schlechteres Spiel machen. Trotzdem muss er sich natürlich immer wieder beweisen, muss auch im Training immer wieder Gas geben – und auch in den Spielen. Ob er sich aber schon in England so weiterentwickeln kann, bei einem Verein der dazu eventuell noch in der Champions League spielt, das vermag ich nicht zu beurteilen. Ich denke, die sportliche Perspektive für einen Jungen in seinem Alter sollte ausschlaggebend sein.“ Für einen Verbleib beim HSV . . . Vorläufig jedenfalls noch.

Schließt Thorsten Fink denn einen Son-Wechsel in diesem Winter aus? Der Coach sagt: „Ich von meiner Seite schließe das aus. Wir brauchen ihn, denn wir haben ja auch unsere Ziele. Wir haben ja nicht Top-Spieler wie van der Vaart oder Adler geholt, um dann im Mittelmaß zu verharren. Auf Dauer wollen wir europäisch spielen, das ist ja auch ein Zeichen für einen Jungen, dass sich hier etwas entwickelt. Trotzdem weiß ich auch, dass in unserem Fall immer wieder Grenzen gibt. Es ist doch ganz klar, dass wenn man in einem gewissen Bereich kommt, dass man dann einen Spieler nicht mehr halten kann . . .“ Also ab 15 Millionen aufwärts. „Läppische“ zehn Millionen sind mir in diesem Fall zu wenig.

Wobei „Scholle“ ja immer noch damit spekuliert (oder ist es schon mehr?), dass Per Ciljan Skjelbred noch verkauft werden könnte. Norwich City soll den Norweger ja an der Angel haben. Thorsten Fink über den „Comebacker des Jahres“: „Per kam zu mir in die Kabine, irgendwann Ende Oktober, und fragte mich, ob er sich eventuell in der Winterpause ausleihen lassen sollte – und ich habe ihm geantwortet: ja. Aber so ist das nun mal im Fußball, und das ist auch ein gutes Zeichen für andere Spieler, die im Moment nicht so die Chance haben. Sie müssen immer weiter hart arbeiten, müssen Teamwork zeigen – und Per ist ein Team-Spieler. Er hat im Training immer Gas gegeben, und das hat sich für ihn ausgezahlt. Er spielt jetzt bei uns eine große Rolle.“
Und genau das könnte ja auch für Norwich City interessant sein . . .

Zurück zum Wesentlichen. Thorsten Fink hat, so war heute überall zu lesen, einen Sieg von seinen Mannen in Nürnberg gefordert. Das ist auch gut so. Und gewiss auch nicht unmöglich. Das rechnete der Trainer auch heute schnell noch einmal vor: „Mit den neuen Spielern haben wir 24 Punkte geholt, diese Serie wollen wir fortsetzen.“ Nachdem der Saisonstart ohne Rafael van der Vaart, Petr Jiracek und Milan Badelj gründlich verpatzt worden war. Bis auf wenige Ausnahmen aber ging es aber mit dem HSV bergauf, sodass nun voller Optimismus in die Zukunft geblickt werden kann. Fink: „Die Mannschaft wirkt hungrig, sie wirkt so, als wenn sie mehr erreichen will. Da ist mit den Führungsspielern, die wir jetzt haben, ich nenne da nur mal Rene Adler oder Rafael van der Vaart, ich könnte noch einige andere Spieler nennen, ein ganz anderer Zug in der Mannschaft. Das gibt mir die Zuversicht, dass wir einen besseren Start haben als in der Vorrunde.“

Jiracek soll zu Beginn der Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen können, bei van der Vaart sieht es ebenfalls danach aus, als könne er am Dienstag (Montag ist frei) wieder mit dem Team trainieren. Bereits heute haben übrigens Robert Tesche und Gojko Kacar wieder mittrainiert. Für das Wien-Spiel allerdings werden sie nicht im Kader sein. Zu diesem speziellen Thema befand Fink: „Ich bin der Meinung, dass sich Tesche und Kacar hier nichts zuschulden kommen lassen haben. Ich werde noch einmal mit Frank Arnesen über die beiden Spieler reden, was wir da nun machen. Grundsätzlich wissen die beiden Spieler aber um ihre Situation, denn wenn man zu Hause bleibt, dann merken sie vielleicht, wie die Situation für sie ist.“ Dann fügt Fink noch ergänzend hinzu: „In Kürze muss sicherlich etwas passieren, denn ich kann nicht auf Dauer mit einem Kader von 28 Feldspielern trainieren.“
Aber wenn ich Carl-Edgar Jarchow richtig verstanden habe (in Abu Dhabi), dann rechnet der Klub-Chef ja auch ganz fest damit, dass bis zum 31. Januar doch noch der eine oder andere HSV-Profi verkauft wird.

Für diejenigen HSV-Fans, die morgen nicht in den Volkspark kommen können: Der NDR überträgt ab 15.25 Uhr live das Testspiel HSV gegen Austria Wien im Dritten Programm und im Livestream auf ndr.de/sport. Im „Sportclub live” spricht Moderator Andreas Käckell mit HSV-Trainer Thorsten Fink über die sportliche Situation vor dem Rückrundenstart und mit Frank Arnesen über die angespannte finanzielle Lage und den „Transferdruck” auf den Sportmanager.

Und wer weder Lust hat, zum HSV zu gehen, noch den SV im Fernsehen zu sehen, dem seien die Hamburger Fußball-Hallenmeisterschaften in der Sporthalle Hamburg in Alsterdorf empfohlen. Der Fußball-Verband möchte diese Tradition auf jeden Fall fortsetzen (wenn es schon keinen Schweinske Cup mehr gibt!) und hat zwei Turniertage mit Liebe und Akribie auf die Beine gestellt. Am Sonnabend beginnen die Herren, die Kassen an der Halle sind um 11 Uhr geöffnet, Einlass ist um 12 Uhr –und um 13 Uhr wird das Turnier mit der Partie St Pauli II – Buchholz 08 gestartet.

In der Gruppe A spielen diese beiden Klubs, dazu noch Germania Schnelsen und Eintracht Norderstedt. In der Gruppe B treffen Victoria, Curslack-Neuengamme, Altona 93 und der FC Elmshorn aufeinander. Schiedsrichter sind Dennis Krohn (Reinbek); Thomas Bauer (Rahlstedt) und Paul Jennerjahn (Wellingsbüttel). Hallensprecher sind Tim Niemeyer und Tobias Stegemann.

Die Frauen starten am Sonntag um 11 Uhr (Turnierende 16 Uhr). In der Gruppe A stehen sich Bramfeld, Eilbek, Nienstedten und DuWo 08 gegenüber, in Gruppe B spielen Bergedorf 85, Niendorf, Vier- und Marschlande sowie Union Tornesch. Schiedsrichterinnen sind Kristina Nicolai (DuWo 08), Christin Gomes da Silva (1. FFC Wilhelmsburg) und Jacqueline Hermann (TuS Osdorf).

Ich wünsche allen Besucher viel Spaß, ich war in den vergangenen Jahren stets bei diesen Meisterschaften und weiß, dass sich dort viele ehemalige und natürlich auch jetzige Hamburger Fußballer treffen – es ist wie bei einer großen Familie, die sich dann nicht nur am Fußball erfreut, sondern auch an den netten Gesprächen unter dem Motto: „Weißt du noch?“

Zum Schluss hat mir das Moderatoren-Team heute noch den Beitrag von unserem User „Randnotiz“ ans Herz gelegt, und es wäre sehr schön, wenn alle diejenigen, die ihn nicht lesen möchten, nun abschalten und erst recht von bösen und gehässigen Kommentaren absehen. Lasst es einfach nur mal unkommentiert stehen, um irgendwann einmal mit Fairness voranzugehen. Oder zu beginnen. Ich wäre euch auf jeden Fall sehr dankbar. Haltet euch zurück, damit irgendwann einmal so etwas wie Frieden hier einkehren kann. Es geht los:

Ich möchte noch ein paar Anmerkungen (meine besonderen Fans nennen sie eher
randnotizen ;) ) zu Spielern, Transfers und Außendarstellungen machen, weil
in den letzten Tagen darüber viel und auch oft gut diskutiert wurde.
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(Achtung, länger):

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Jugendarbeit.
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Ich kann beim besten Willen nicht beurteilen, ob unsere Jugendarbeit gut
oder schlecht ist, weil ich davon überhaupt nichts mitbekomme. Wir haben
aber doch immer wieder gute Talente hervorgebracht. Dass diese sich in der
Vergangenheit nicht immer in der ersten Mannschaft etablieren konnten,
klammere ich mal aus, das haben wir hinlänglich diskutiert und ist wohl
auch den diversen Trainerwechseln und das nicht vorhanden sein eines Spodis
geschuldet, der solche Dinge in die Hand genommen hätte. Seit FA/TF ist es
für mich ganz eindeutig besser geworden. Es funzt zwar noch nicht alles,
aber man ist auf einem guten Weg.
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Es ist auf jeden Fall ein Aufwärtstrend zu sehen, die Entwicklung geht
eindeutig in die richtige Richtung und mit dem Campus ist ein Zeichen
gesetzt worden, dass zumindest bei den Jugendmannschaften in und um
Lüneburg Gehör findet. Für viele ist es auf einmal ein Anreiz dort einmal
hinzukommen. Das ist das was ich aus LG mitbekomme, ansonsten bin ich
1vieeeel zu weit um mir ein Urteil zu bilden, aber ich denke das geht wohl
den meisten in diesem Blog so und man schreibt eher sein eigenes Befinden
nieder, ohne zu wissen, wie der HSV tatsächlich bei denen ankommt, für die
es zählt, nämlich den Jugendfußballern. Es ist nicht wichtig was wir
denken, sondern ob Jugendfußballer beim HSV eine Perspektive sehen und da
haben wir alten Säcke oftmals eine viel zu eingefahrene, verzweigte Sicht
auf die Dinge. Die jungen Leute sehen das heute viel cooler.
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Und das Spieler vom HSV bei anderen Mannschaften immer erfolgreicher sind
als beim HSV, ist doch eher ein Totschlagargument, dass aber nicht immer
greift wenn man ehrlich ist. Kaum ein Spieler, der beim HSV weggegangen
ist/wurde ist zu 100 % eingeschlagen ( Kompany ist da die große Ausnahme
und Boateng mit Abstrichen) ansonsten haben es weder Torun, Sam
( mittlerweile nur noch Wechselspieler bei Lev.) und Choupo zum echten Star
und Leistungsträger gebracht. Also was wirft man dem HSV genau vor?
.
Und das einem mal ein Jungstar von der Angel geht, wie jetzt vlt. wieder
bei Tah ( was ich nicht hoffe), das passiert auch anderen Vereinen. Das
kann man nicht immer verhindern. Genauso wenig wie es immer am Verein
liegt, ob ein Spieler groß herauskommt oder nicht. Der Wille des
Jugendlichen auf vieles zu verzichten und unbedingten Ehrgeiz zu zeigen
gehört ebenso dazu, wie der Einfluss von Eltern, Freunden und auch schon
Beratern, die ja selbst heutzutage schon talentierte 15-jährige haben
( Irre!). Es sind eben viele Faktoren, die aus einem talentierten Spieler
einen echten Sahne-Spieler machen. Denn der Kopf ist genauso wichtig wie das
Können.
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Spieler
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Also ich bin ehrlich, ich habe mich damals gefreut als Berg und Kacar
geholt worden. Berg war damals einer der am heißesten gehandelten
Jungspieler, der bei vielen Vereinen auf dem Zettel stand. Für mich war es
eine Auszeichnung, dass der HSV den Zuschlag bekam. Aber da waren wir auch
noch erfolgreich und hat ein gutes Duo mit BH/DB was die Professionalität
in ihrem Job anbelangt. Kacar war für mich einer der vielseitigsten
Defensivspieler sowohl für die IV als auch für die 6. Und das ist er auch
heute noch für mich, wenn ihn nicht immer wieder Verletzungen rausgebracht
hätten.
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Als man damals beide Spieler geholt hat, hat man nichts verkehrt gemacht
und wären sie so eingeschlagen wie man es hätte erwarten können, würden wir
heute nicht darüber reden. Aber jetzt ist man natürlich in einer guten
Position, wenn man diese Transfers kritisiert.
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Und auch bei Tesche hat man damals nicht viel verkehrt gemacht. Auch bei
ihm habe ich mich gefreut, weil er in Bielefeld viele richtig gute Spiele
gemacht hat und ich ihn eher als Arbeitsbiene mit dem spielerischen Etwas
gesehen habe. Also ein perfekter Spieler den man in seinen Reihen braucht.
Und das für kleines Geld und auch für relativ kleines Gehalt (angeblich
800.000 im Jahr). Die Verlängerung des Vertrages habe ich dann allerdings
nicht mehr so wirklich verstanden, lag aber wohl an den vielen Verletzungen
einiger Spieler zur Zeit der Verlängerung und da war eine
Vertragsverlängerung wohl billiger als einen neuen Spieler einzukaufen,
zumal man eh kein Geld hatte.
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Und auch bei Skjelbred sieht man jetzt was er wirklich kann. Auch da hat
sich FA nicht geirrt als er ihn geholt hat. Dass er dann nicht so
einschlägt wie er soll, liegt dann in der Regel nicht mehr am Spodi. Was
hat FA für Schelte einstecken müssen wegen Adler und nun ist er DER
Buli-Spieler der gesamten Hinrunde.
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Ich wollte nur damit sagen man muss das Gesamtpaket sehen und da wird
vieles richtig und natürlich auch einiges falsch gemacht. Das ist aber
immer so in diesem Geschäft, denn die Ware / das Produkt heißt Mensch und
hat ein Eigenleben, dass man nicht immer in Gänze beeinflussen kann.
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Außendarstellung
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Es ist heute leider Übel und Pflicht, dass sich Spieler und Funktionäre
pausenlos irgendwo äußern MÜSSEN, ob sie nun wollen oder nicht. Da wird
natürlich vieles wiederholt und auch so mancher Schmarrn verzapft und nicht
alles ist besonders publikumswirksam ausgedrückt worden. Auch hier zählt
der Mensch und die Tagesform. Man hat auch mal private Probleme und muss
dann lieb und nett in die Kameras lächeln und zum wiederholten Male zu
irgendeiner dusseligen Frage Stellung beziehen, weil es Usus ist. Das geht
dann auch mal schief.
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Und wenn es nicht so gut läuft, dann hat man als Fan das Gefühl, dass es
sich alles noch ein wenig schlimmer anhört. Aber glaubt mir auch bei
anderen Vereinen wird viel Blödsinn verzapft, da bekommen wir es nur nicht
so mit, weil wir es nicht auf dem Ticker haben und nicht die dortigen
Tageszeitungen lesen. Ich weiß, dass mein Schwiegervater sich auch häufig
über Hannoveraner Aussagen aufregt, von denen ich gar nichts hier
mitbekomme. Der HSV ist sicher nicht schlimmer als so mancher anderer
Verein. Jarchow ist natürlich eine spezielle Sache, er sollte wirklich
einfach mal zu einigen Themen keine Stellung beziehen mit dem Hinweis, es
gibt zur Zeit nichts zu vermelden. Das kann und muss er besser machen,
finde ich und feindet auch dieser Blog.
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Aber ich weiß (von vielen mit denen ich mich unterhalte, dass Jarchow sehr
gut ankommt. Die Fans freuen sich, nach dem Trubel der letzten Jahre, dass
der HSV endlich mal einen seriöus wirkenden Anchorman hat) Auch Arnesen
kommt viel besser weg als in diesem Blog (Das soll kein Indikator für gute
oder schlechte Leistungen sein, sondern einfach nur eine Feststellung der
Außenwirkung). Außerdem ist Jarchow nicht unser Problem, auch nicht TF, FA
und Hilke. Unsere Probleme liegen immer in der Struktur und der
Zerissenheit im Verein. Da krankt es nach wie vor und da sind auch unsere
Bremsen. Wenn wir da nicht alle an einem Strang ziehen und den Gedanken vom
Low-Budget-Breitenfußball (danke FR) in die Tonne werfen, dann werden wir
auch in 10 Jahren noch über die selben Probleme klagen.
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Der HSV im Vergleich zu anderen Mannschaften
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Angeblich macht der HSV ja mehr falsch als richtig und immer sind die
anderen Mannschaften besser oder uns einen Schritt voraus. Meistens sind die
Trainer besser, das Management sowieso und auch die Jugendarbeit und auch
die Spielertransfers im Allgemeinen sind immer besser als unsere Transfers.
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Wenn ich mir dann aber die Tabelle so ansehe, dann sind diese
Mannschichten, die uns ja eigentlich aufgrund ihrer viel besseren Arbeit,
um Längen voraus sein müssten, doch nur auf Augenhöhe und wir haben alle
Möglichkeiten am Ende der Saison zwischen Platz 6 bis 10 einzulaufen.
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Also können wir gar nicht alles falsch machen und auch der Kader ist dann
wohl doch nicht so schlecht wie wir ihn hier machen.
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Der HSV steht nirgendwo anders so unter Dauerbeschuss wie in diesem Blog.
Ich bin ja auch für Kritik, aber doch nicht so wie hier, wo man tagtäglich
erst einmal das Netz durchforstet um irgend etwas zu finden um sich über
den HSV aufzuregen. Man hat sich in diesem Blog angewöhnt erst einmal
Personen aufs heftigste zu kritisieren und das über einen langen Zeitraum.
Und wenn es sich dann doch anders entwickelt, meint man es mit einem kurzen
“habe mich wohl geirrt” abzutun. Die Person ist aber erst einmal angezählt.
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Beginnt den Tag doch mal mit einem Lächeln und freut euch, dass ihr Fans
dieses geilen Vereins seid und das es einen auch viel schlimmer hätte
treffen können. :) :)
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DER HSV! SIMPLY THE BEST!!!!

PS: Morgen (Sonnabend) gibt es – zeitig nach dem Wien-Spiel – wieder ein “Matz ab live”, unsere Gäste (von “Scholle” und mir) werden dann der Österreicher Paul Scharner und der Bundesliga-Profi Nummer eins, Harry Bähre sein. Über euer Einschalten würden wir uns wieder sehr freuen.

18.09 Uhr

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