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Rudnevs groß im Kommen – Skjelbred auch

8. Dezember 2012

„Das Unberechenbare an Rudi ist, dass er selbst nicht weiß, wohin er schießt.“ Hat Rene Adler über den HSV-Torjäger Artjoms Rudnevs gesagt. Über den Doppeltorschützen, der im Alleingang für den Dreier über harmlose Hoffenheimer gesorgt hat. Ihr habt es schon lange gewusst, dass der Lette einer ist, ich weiß es spätestens seit diesem Freitag. Mir haben heute zwei „Matz-abber“ per Telefon Beileid gewünscht, weil ich ja die Gefährlichkeit des neuen HSV-Bombers vor Wochen nicht – im Gegensatz zu euch – erkannt hatte, aber Beileid muss mir nun wirklich keiner spenden. Ihr seid eben die besseren Experten, eindeutig. Deswegen habt ihr ja auch immer emsig geschrieben, das der „Rudi“ nach der Eingewöhnungsphase noch ganz gewaltig kommen wird. Und wenn ich ihn, den Goalgetter, am Freitag im Hamburger Abendblatt ein wenig mit dem großen Horst Hrubesch verglichen habe (aber nur von der Statur her!), so denke ich jetzt auch ganz ernsthaft, dass Rudnevs jene 13 Treffer, die Hrubesch in seinen ersten 34 Bundesliga-Spielen für den HSV erzielen konnte, durchaus noch toppen könnte. Und wenn dem dann tatsächlich so wäre, dann würde, davon bin ich überzeugt, der HSV im Jahre 2013 auch noch nach einem internationalen Startplatz greifen können. Schön wäre es ja. Deshalb drücke ich dem „Rudi“ und dem HSV natürlich fest die Daumen.

Ansonsten war das schon eines der seltsamsten Bundesliga-Spiele, die ich jemals mitgemacht habe (als Berichterstatter). Die Spieler verschwanden in Windeseile in der Kabine, der Trainer hechelte schnell von Mikrofon zu Mikrofon, sprach auf der Pressekonferenz ein, zwei Sätze – und los. Das allein war schon total ungewöhnlich, dass aber die Abfahrt und der Abflug aus Fuhlsbüttel live bei und von Sky übertragen wurde, das war schon höchst seltsam. Aber Ehre wem Ehre gebührt. Der HSV nimmt mit dem Brasilien-Trip einige Strapazen auf sich, ich kann nur hoffen, dass sich die Spieler bis zum Anstoß am Sonnabend (15.30 Uhr) in Leverkusen wieder gefangen haben. Ich sprach gestern in der Arena mit einem Rundfunk-Reporter der ARD, und der berichtete mir: „Das ist für mich nicht eben mal hin, umziehen, spielen, und wieder zurück. Ich war dreimal in Brasilien, und jedes Mal wenn ich wieder in Deutschland war, hatte ich eine wunderschöne Erkältung.“ Nun gut, die HSV-Profis werden professionell betreut, vor Erkältungen wird die medizinische Abteilung wohl sicher ein „P“ setzen können. Davon gehe ich auf jeden Fall ganz verstärkt aus.

Inzwischen ist die HSV-Mannschaft auch in Porto Alegre wohlbehalten angekommen, der Flug, so sagte mir eine HSV-Mitarbeiterin, sei ohne Zwischenfälle ganz entspannt verlaufen. Dann hoffen wir mal, dass das heutige Spiel, das um Mitternacht angepfiffen werden soll, auch ohne Zwischenfälle personeller Art ablaufen wird – ich meine Verletzungen. Da ich Medien-Direktor Jörn Wolf nicht in Brasilien erreicht habe, auch den Kollegen Alexander Laux noch nicht, hoffe ich mal, dass es heute Nacht keine Probleme geben wird – denn ich möchte nach Spielschluss schon mit dem Resultat aufwarten. Damit ihr dann – nach der Weihnachtfeier (?) ganz entspannt zu Bett gehen könnt.

Nicht mit nach Brasilien flog übrigens Milan Badelj, der sich gegen Hoffenheim verletzte. So wie es im ersten Moment hieß, ist sogar fraglich, ob der Kroate am Sonnabend in Leverkusen wird mit von der Partie sein können. Das wäre natürlich eine gewaltige Schwächung, aber der HSV in den letzten Wochen bewiesen, dass er in der Lage ist, auch die größten Ausfälle (Rafael van der Vaart) kompensieren zu können. Da hat die Mannschaft schon eine gewaltige Wandlung hinter sich. Wobei ich kürzlich schrieb, dass das wohl auch ein Verdienst des Sportchefs Frank Arnesen sei – wofür ich doch einige mitleidsvolle Lächler von “großen” HSVer erntete. Worauf ich mir dann, das gebe ich zu, keinen rechten Reim machen konnte. Sollte das etwa ein Zeichen dafür gewesen sein, dass Arnesen da (doch) keinen Verdienst dran hat? Sondern nur – oder verstärkt – der Ersatz-Sportchef/Sponsor/Gönner/Mäzen Klaus-Michael Kühne?

Wie dem auch sei. Arnesen hat, wie ihr, auf jeden Fall immer an Artjoms Rudnevs geglaubt. Weil er ihn ja auch geholt hat. Eigentlich schon ein Jahr früher hätte holen wollen. Da hat der Däne schon einen guten Blick bewiesen. Und nicht nur da. Plötzlich ist auch Per Ciljan Skjelbred da. Die Frage, die ich mir dabei stelle, ist die: Wo war Skjelbred all die Monate zuvor? Was hat dafür gesorgt, dass er nicht diesen Fußball spielte und zeigte, den er nun zelebriert? War das eventuell nur eine überlange Eingewöhnungsphase? Wovon ich nicht ausgehe. Aber jetzt gibt Skjelbred Gas, jetzt zeigt er, wozu er in der Lage ist – und warum ihn Arnesen einst nach Hamburg geholt hat. Der norwegische (Ex-)Nationalspieler (16 Länderspiele) stellt sich in diesen Tagen dribbelstark, flink, ideenreich, technisch versiert und lauffreudig vor. Da wischt man sich die Augen. Wie kann das angehen?

Und dieser Per Ciljan Skjelbred hat ja nicht nur die gute „Tante JU“ als freundschaftlichen Helfer an seiner Seite, er hat auch einen ganz „dicken“ Fan: Horst Schnoor. Ich traf den ehemaligen HSV-Torwart (Meister 1960) nach dem 2:0-Sieg über Hoffenheim, und der Keeper sagte mir: „Skjelbred war für mich der beste Mann auf dem Platz. Ich freue mich für den Jungen, bei ihm ist jetzt ganz offensichtlich der Knoten geplatzt. Er spielt selbstbewusst und frech auf, der kann alles am Ball – er ist eine Bereicherung für dieses HSV-Spiel. Und ich kann die Verantwortlichen nur darum bitten, den Norweger nicht zu verkaufen. An diesem Spieler werden wir noch viel Freude haben, ich freue mich schon jetzt für ihn, dass er uns allen doch noch zeigen kann, wie gut er ist.“

Ja, Skjelbred ist ganz sicher eine Überraschung, ihn hatte vor Wochen noch keiner beim HSV (oder ihr?) auf dem Zettel. Aber davon gibt es ja auch gleich mehrere Spieler. Michael Mancienne zum Beispiel. Erinnert ihr euch? In Frankfurt, am 16. September bei der 2:3-Niederlage (mit nur zehn Mann – unberechtigtes Rot für Petr Jiracek), wurde der Engländer ausgewechselt, weil er sich von den Hessen hatte Knoten in die Beine spielen lassen. Eigentlich wäre er damit aus der Mannschaft gewesen, Jeffrey Bruma sollte zum nächsten Spiel kommen – und fiel dann überraschend aus. So kam Mancienne zurück und ist seit dieser Zeit ein großartiger, absolut zuverlässiger Innenverteidiger. Das war so nicht zu erwarten. Und in diese Kategorie gehört dann auch Dennis Diekmeier, der auf dem besten Wege ist, ein richtig guter Rechtsverteidiger zu werden. Und noch ein weiterer Spieler überrascht: Dennis Aogo. Der Nationalspieler scheint sich im Mittelfeld – trotz aller gegenteiliger Meinungen – sehr wohl zu fühlen. Aogo tritt nicht besonders in den Vordergrund, sein Spiel ist auch nicht brillant, aber er läuft und läuft und läuft, er ist bienenfleißig und ein vorbildlicher Teamplayer. Ich bin mal gespannt, wie sich Trainer Thorsten Fink entscheiden wird, wenn zu Beginn der Rückrunde wieder alle Mann an Deck sein sollten.

Apropos, alle an Deck. Stuttgart hat jetzt nicht mehr alle dabei. Im Spiel gegen Schalke. Weil der Japaner Sakai nach einem Foul an Holtby mit Rot vom Platz gestellt wurde (67.). Von Schiedsrichter Felix Zwayer aus Berlin. Völlig berechtigt nebenbei, so denke ich. Obwohl VfB-Trainer Bruno Labbadia den vierten Offiziellen am Rande aufgebracht anherrschte: „Das kann doch nicht euer Ernst sein!“ Aber der Coach wird sich spätestens dann beruhigen, wenn er diese Szene im Fernsehen sieht. Das war glatt Rot – weil einfach nur brutal. Vielleicht unabsichtlich, aber der Platzverweis war klar.

Im Gegenteil zum Spiel in Dortmund. Da pfiff Wolfgang Stark BVB gegen Wolfsburg. Und stellte den Dortmunder Schmelzer vom Platz – Handspiel auf der Torlinie. War es aber nicht. Es war Knie. Bitter, dass es da Elfmeter und die Rote Karte gab. Stark hat nicht seine beste Saison zufassen, denn die Rote Karte für Petr Jiracek, die ich eben erwähnte, war auch von ihm gegeben worden. Was danach zu einer vorübergehenden Nichtberücksichtigung für Erstliga-Spiele nach sich zog. Wobei ich mal für die heutige Karte für Schmelzer eine Lanze für Stark brechen möchte. Er hat keine Zeitlupe, alle Wolfsburger haben leidenschaftlich „Hand“ reklamiert, und da Stark ganz offensichtlich nicht allzu viel gesehen hatte, verließ er sich wohl auch ein wenig auf seinen Assistenten Pickel – per Headset. Schiedsrichter müssen eben innerhalb von Sekunden solche schwierigen Entscheidungen treffen, da gibt es keine Zeitlupe. Und dann es eben auch mal zu solchen (Fehl-)Entscheidungen kommen. Bitter für Dortmund, bitter aber auch für Stark. Dieses Rot wird ihm nicht gut tun.

Abgesehen davon – es war ein sehr lebhafter Spieltag an diesem kalten Sonnabend. Zum Glück hatte der HSV ja seine Schäfchen gestern schon ins Trockene gebracht – den Dreier gegen Hoffenheim. Sehr beruhigend, die Situation. Und wenn dazu noch ein Auswärtssieg nur ein paar Stunden später käme (nämlich in Brasilien), dann wäre das schon irgendwie etwas ganz Besonders. Dann bis heute Nacht – wer Lust darauf hat.

PS: Wer es noch nicht mitbekommen hat: Ernst-Otto Rieckhoff, der ehemalige Aufsichtsrats-Chef des HSV, wollte sich eigentlich zur Wiederwahl in den Aufsichtsrat stellen (im Januar), hat nun aber doch – völlig überraschend – darauf verzichtet. Und gibt keinen Kommentar dazu ab. Von anderen Räten war aber war zu hören, dass Rieckhoff wohl über die neuen vier Räte, die dazu kommen werden, nicht sonderlich begeistert war. Weil dieser Aufsichtsrat wohl im kommenden Jahr überwiegend aus HSV-Fans bestehen wird . . . Ich hatte so etwas schon vor Wochen kommen sehen – und geschrieben: “Jeder Verein bekommt den Aufsichtsrat, den er verdient hat.” Dafür habe ich von einigen Seiten (ganz) etwas auf den Deckel bekommen, aber ich habe es überstanden. Und wiederhole diese Feststellung noch einmal in ganzer Länge. Viel Spaß, HSV!

PSPS: Wer im Ausland sitzt und die Bundesliga-Ergebnisse wissen möchte, hier sind sie:

Dortmund – Wolfsburg 2:3, Augsburg – Bayern 0:2, Nürnberg – Düsseldorf 2:0, Stuttgart – Schalke 3:1, Freiburg – Fürth 1:0.

17.34 Uhr

Fink: “Marcell redet manchmal etwas schnell – und etwas viel”

27. September 2012

Ich gebe es zu: Ich bin enttäuscht, dass es nur zu einem Punkt in Mönchengladbach gereicht hat. Ich habe selten so überlegen geführte Partien des HSV gesehen. Und ich habe selten so viele potenzielle Großchancen. Denn neben den beiden Toren und dem Elfmeter hatte der HSV gefühlte 100 Konterchancen gegen überfordert wirkenden Gladbacher. Es fehlte leider immer der finale Pass. Arslan versuchte sein ansonsten sehr gutes Spiel mit einem Traumpass in die Tiefe zu vergolden und scheiterte mehrfach. Am schlimmsten erwischte es letztlich Ivo Ilicevic, der offensiv viele gute Szenen hatte und auch bei den Kontern bis zum letzten Pass alles richtig machte. „Wir haben gekontert wie die Amateure“, schimpfte Marcell Jansen direkt nach der Partie. Wobei Jansen einfach nur anprangern wollte, wie fahrlässig der HSV mit potenziell guten Chancen gerade bei Kontern umgegangen war. Und damit hatte er Recht, wie ich finde, auch wenn Fink alles ein wenig relativierte: „Wir haben unsere Konter nicht zum Abschluss gebracht. Aber ich teile nicht, dass das amateurhaft war. Auch wenn wir die Möglichkeiten noch mehr nutzen müssen – ich glaube, nach dem Spiel rutscht es einem Spieler schon mal raus.“ Vor allem Marcell Jansen, der sogar von einer gefühlten 0:6-Niederlage sprach. Fink über die Äußerungen seines wortstarken Linksverteidigers mit einem Schmunzeln: „Marcell redet manchmal etwas viel – und etwas schnell…“

Dass es nicht zum Tor reichte, wäre allerdings auch nicht so schlimm gewesen, hätte der HSV das 2:1 über die Zeit gerettet. So aber fingen sich Rafael van der Vaart und Co. trotz eines fast durchgehend souverän geführten Spiels nach einem völlig überflüssigen Foul von Ilicevic noch das 2:2 und verschenkten damit zwei sicher geglaubte und eigentlich auch verdiente Punkte. Wobei dieses Tor leicht zu verhindern gewesen wäre, ohne Ilicevic-Foul – und von Marcus Berg. Der Schwede, der für mich unverständlicherweise für den gestern guten Rudnevs (dazu später mehr) gekommen war, ließ seinem Gegenspieler im Sechzehner mehr Raum als mir in meiner eigenen Wohnung zur Verfügung steht. „Ich verstehe nicht, wie man seinen Mann so laufen lassen kann“, schimpfte Kapitän Heiko Westermann nach dem Spiel eindeutig in Richtung Berg, der sich schon unmittelbar nach der kritisierten Szene einige sehr harte Worte von Torhüter Rene Adler gefallen lassen musste. „Beim zweiten Standard muss jemand dabei sein. Es gab eine klare Einteilung und derjenige muss eigentlich beim Mann bleiben“, bemängelte Fink das fehlende Stören Bergs, ohne dessen Namen auszusprechen. „Ich mache hier keine Einzelkritik, sondern werde mit ihm sprechen.”

Berg ist vielleicht der einzige – zumindest aber der größte Verlierer. Und ganz ehrlich, ich will Berg hier auch nicht in Schutz nehmen. Dafür hatte er einfach schon zu viele Chancen. Allerdings halte ich dem sensiblen Angreifer zugute, dass er unmittelbar vor Saisonbeginn noch mal gesagt bekommen hatte, dass er gehen könne bei einem passenden Angebot. Das ist für jeden Profi hart. Zumal auch Berg mitbekommen haben dürfte, dass der HSV gern noch einen Angreifer holen wollte und weiterhin holen will. Alles das dürfte an ihm nagen, ihn ablenken und seine unmotiviert wirkende Körpersprache erklären – allerdings nicht entschuldigen. Denn, und da lege ich mich fest, Berg hätte ebenso wie der HSV die Reißleine ziehen können. Oder besser: Er hätte sie ziehen müssen. Genau so, wie er sich jetzt zusammenreißen und in den Dienst der Mannschaft stellen muss, ohne sich selbst sowie sein eigenes Schicksal zu bedauern.

Ein gutes Beispiel, wie man sich an den eigenen Haaren aus dem Negativsog ziehen kann, ist Artjoms Rudnevs. Der erste lettische Bundesliga-Torschütze belohnte sich gegen Gladbach für ein mal wieder sehr laufintensives Spiel. 10,11 Kilometer lief der bullige HSV-Angreifer – in 77 Minuten. Ich bin mir sicher, dass die Nummer Zehn des HSV in den verbliebenen 13 Minuten noch mindestens zwei Kilometer gemacht hätte und sich somit in die Top-Drei des HSV in Sachen „zurückgelegte Distanz“ katapultiert hätte. Das wiederum ist besonders beachtenswert, weil Rudnevs seine Kilometer in einem durchschnittlich deutlich höheren Tempo als ein Mittelfeldspieler zurücklegt. Aber okay, genug Statistik. Das nächste Spiel steht an. Mit Rudnevs, den Fink lobte: „Dass er sich viele Chancen erarbeitet, ist seine Stärke. Er ist schnell und unbequem, verfügt über einen tollen Teamgeist und hat ein schönes Tor gemacht. Und es ist ja oft so, dass Stürmer nach ihrem ersten Treffer im nächsten Spiel wieder treffen…“

Schon deshalb will Fink mal wieder versuchen, wenig zu verändern. Am besten nichts. „Ich werde nur umstellen, wenn einer nicht 100 Prozent fit ist“, so der Trainer, dem am Sonnabend gegen Hannover sicher wieder Petr Jiracek und eventuell wieder Jeffrey Bruma zur Verfügung stehen. Insbesondere Erstgenannter hatte überzeugt, bis Schiri Stark eine Idee hatte und ihn in Frankfurt für ein gelbwürdiges Foul überhart mit Rot (was bitte hätte denn dann Xhaka gestern bei seinem gestreckten Bein gegen Adler bekommen sollen???) abstrafte. „Jiracek ist ein guter Fußballer“, lobt Arslan, der die Position des Tschechen in Gladbach gut (für sehr gut fehlte der finale Pass) vertrat und seinerseits Ansprüche anmeldet: „Ich kann viele Positionen spielen – aber Jiracek kann auch außen spielen“, so Arslan, „ich glaube auch nicht, dass ich gegen Hannover wieder auf die Bank muss.“

Ganz sicher dabei sein dürfte Milan Badelj. Der Dauerläufer (12,95 Kilometer waren der absolute Topwert des Spiels), der zusammen mit Ivo Ilicevic für die beiden Qualifikationsspiele der kroatischen Nationalmannschaft zur WM 2014 gegen Mazedonien (12.10.) und auf Wales (16.10) nominiert wurde, ist aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken. Mit einer Bärenruhe reißt der technisch versierte Mittelfeldmann seine Kilometer mit maximal 26,4 Kmh (unterer Durchschnitt) ab. Und das so passsicher wie lange keiner mehr beim HSV! Sagenhafte 60 von 61 Pässen des Neuzugangs kamen an. Das sind 98,33 Prozent „angekommene Pässe“. Unfassbar, da es auch nicht nur Dreimeterpässe waren, sondern unter anderen auch die schöne Flanke zum 2:1 von Rudnevs. „Man sieht, dass wir da einen guten Mann gekauft haben“, sagt Fink, „Milan kann das Spiel lesen und sein Puls geht scheinbar nie hoch.“ Stimmt. Und das ist auch gut so. Badelj ist das Gehirn im Mittelfeld. Wie sagte Dietmar Beiersdorfer einst so treffend (damals über Atouba): „Er versteckt sich nie und stellt so immer eine Lösung für seine Mitspieler dar.“

In diesem Sinne, bis morgen. Dann wird Dieter Euch darüber informieren, wer am Sonnabend im Vorfeld der 125-Jahr-Gala (es gibt noch rund 1000 Tickets) gegen den kleinen (aber stetig wachsenden) HSV aus Niedersachsen von Beginn an aufläuft. Und dass wir hier wieder darüber diskutieren können, wer am besten helfen kann ist sehr, sehr positiv. Denn das Schlimmste an der vergangenen Saison war doch, dass wir beim Zusammenstellen unserer Wunschstartelf danach entschieden haben, wer der Mannschaft am wenigsten schadet… Ergo: es geht aufwärts. Fink nannte das Spiel in Gladbach „das beste Spiel, seit ich da bin“. Und ich stimme dem zu. Auch wenn das alles sehr relativ ist. Denn bei aller Freude über den Sieg gegen Dortmund und das gute Spiel in Gladbach – der Weg ist noch weit. Und hoffentlich gerade erst beschritten worden…

Scholle

P.S.: Aus gegebenem Anlass wollte ich noch mal ganz kurz eine Diskussion widergeben, die ich mitbekommen habe. Hauptdarsteller ist ein sehr guter Bekannter von mir (St.-Pauli-Fan) und sein Arbeitskollege (HSV-Fan). Mein Bekannter erwehrte sich dabei der Forderung des Kollegen, dass Ilicevic zum Schiedsrichter hätte gehen müssen, um zu sagen, dass es kein Foul und somit kein Elfer war. Denn so wäre Stranzl (wurde für ein Spiel gesperrt) nicht mit Rot vom Platz gegangen.

Soweit so gut. Fair wäre es. Insofern bislang keine Einwände.

Aber als der Kollege auch noch Stranzl als gutes Beispiel zitierte, da dieser ja nach dem Spiel auch zugegeben hätte, dass sein Treffer irregulär war, musste ich einschreiten. Denn: was bringt es der Welt NACH dem Spiel? Hätte Stranzl wirklich diesen außergewöhnlichen Drang zur Ehrlichkeit, hätte er es im Spiel machen müssen. Und, damit Ihr mich nicht falsch versteht: ich fordere nicht, dass jedes Aufstützen, jedes Zupfen etc. beim Schiri per Selbstanzeige gemeldet wird. Es ist auch gut, dass er es zugibt. Aber in dem Moment zählt das Tor schon – da ist es auch leicht und hält dem eben erwähnten Vergleich leider absolut nicht Stand. Anders gestaltet sich das Beispiel Miroslav Klose, der für Lazio beim Stand von 0:0 seinen Handtreffer beim Schiedsrichter anmeldete, obwohl der das Tor gegeben hatte. Dabei hatte der Schiedsrichter nicht einmal gefragt. Bitter dabei nur: Lazio verlor letztlich mit 0:3 – aber die Römer feierten Klose als kleinen Helden…

Der Meister kommt gerade recht

17. September 2012

„Wenn wir einfach mal gewinnen, dann würden wir so was von an Selbstvertrauen gewinnen und werden so was von stark – warum sollte das denn Sonnabend nicht so sein? Ein Heimspiel gewinnen, dann ist die Initialzündung da, dann geht es ab im Kopf.“

Sagt HSV-Coach Thorsten Fink vor dem nächsten Spiel seiner Mannschaft, dem Heimspiel am Sonnabend gegen Double-Sieger Borussia Dortmund. Fromme Wünsche. Des Trainers. Wie soll das gegen Dortmund gehen? Mit dieser Abwehr. Mit dieser Defensive, die Fink noch vor Bundesliga-Beginn so gelobt hatte. Wunschdenken?

Nein, der HSV hat noch so viele Baustellen, ich glaube, das wissen die Verantwortlichen noch immer nicht. Wie soll eine Abwehr funktionieren, in der die jungen Leute immer wieder Aussetzer haben und die größten Böcke produzieren? Das, was Jeffrey Bruma und vor allen Michael Mancienne in Frankfurt gespielt haben, ist nicht erstligareif. Ganz sicher nicht. Und diese beiden Talente haben auch nicht jene Schritte nach vorne gemacht, wie nach der verkorksten Saison 2011/12 von Sportchef Frank Arnesen prognostiziert. Immer wieder sogar. Nur werden es dadurch auch keine Schritte mehr – hin zur Verbesserung. Ich behaupte, dass beide Spieler total auf ihrem Level stehen geblieben sind. Und so wird der HSV auf Dauer nicht einmal eine „Goldene Ananas“ gewinnen.

Amateurhafte Fehler ohne Ende. Und das nicht nur in Frankfurt. Und dazu keine Manndeckung, sondern nur ein viel zu lascher Begleitservice. Da freut sich jede Sturm-Reihe, gegen diese gepuderte und mit Watte eingewickelte HSV-Abwehr spielen zu dürfen. Was heißt gegen? Mit! Mit dieser Abwehr zu spielen. Man, man, da kann keine Mannschaft gegen anspielen, mit dieser schweren Patzern der „Wiederholungstäter“. Es fehlen diesem HSV die Kanten in der Viererkette. Eine hätte er, nämlich Slobodan Rajkovic, aber der hat sich durch das Abendblatt-Interview selbst ins Abseits manövriert. Und von dort gibt es auch kein Zurück. Der Innenverteidiger hat den Trainer nun einmal schwer beleidigt, und das langt – für immer. Jedenfalls so lange, wie Thorsten Fink HSV-Coach ist. Aber dadurch hat der HSV natürlich einen Spieler, der ein absoluter „Kanten-Typ“ ist, weniger. Solche Leute wie zum Beispiel Dante, van Buyten, Badstuber, Boateng (alle Bayern), Noveski (Mainz), Haggui (Hannover), Niedermeier (Stuttgart), Pogatetz (Wolfsburg), Zambrano (Frankfurt), Papadopoulos (Schalke) – die gibt es beim HSV eben nicht. Abwehrrecken, die ihren Gegenspielern schon beim Einlaufen Angst und Schrecken einflößen. Wer aber soll vor Bruma und Mancienne schon Angst haben? Eher scheint es mir umgekehrt zu sein.

Vielleicht wird der Österreicher Paul Scharner diese Lücken schließen, aber der benötigt nach seinem Innenbandriss noch weitere zwei Wochen Pause, bevor er wieder ins Training einsteigen kann. Und dann wird es mit Sicherheit noch einmal zwei bis drei Wochen dauern, eher er fit für einen Einsatz ist. Bis dahin muss sich der HSV so durch die Saison mogeln. Und darauf hoffen, dass diese Bubi-Abwehr so weit wie möglich nicht auf- und erst recht nicht weiter abfällt. Aber Erstliga-Reife, die wird man dieser HSV-Defensive wohl auf Wochen oder gar Monate hinaus nicht bescheinigen können – so gerne es die Verantwortlichen auch möchten.

Und wenn, das ist ja die Ironie dabei, dann schon mal einer zur Sache geht, dann gibt es auch gleich Rot. So wie Petr Jiracek gegen den Frankfurter Anderson. Der hat sich lange vor Schmerzen am Boden herumgewälzt, als es dann Rot gegeben hatte, da erhob sich der Eintracht-Spieler und lächelte. HSV-Profis berichten sogar davon, dass er gelacht habe. Egal, es ist vorbei, Jiracek wird gegen Dortmund und gegen Mönchengladbach fehlen, damit muss der HSV nun leben.

Trotz allem ist dieses Rot für mich ein Skandal. Und wird es, egal welche Einwände auch immer von links, rechts, oben oder hinten kommen, immer bleiben. Ich bin da bei unserer Fußball-Legende. Franz Beckenbauer hat bei „Sky“ gesagt: „Er kann Foul geben, war vielleicht berechtigt, nach den neuen Regelerkenntnissen ist es vielleicht in Ordnung, wenn er pfeift. Und wenn er es schlecht meint mit dem HSV, dann kann er ihm vielleicht die Gelbe Karte geben, aber es war niemals eine Rote Karte! Früher, als man da mit der Ferse auf dem Boden war und du gehst mit gestrecktem Bein rein, dann war das nicht mal ein Foul. Heute hast du da einen Platzverweis. Da siehst du mal, wie verweichlicht diese Generationen werden.“

Ich bin ja oft (oder meistens) auf der Seite der Schiedsrichter, die haben wirklich den schwersten Job in der Liga, aber diese Entscheidung von Wolfgang Stark geht nicht. Und es ist für mich auch ein Unding, dass der Verband so etwas nicht sehen will. Die Herren Unparteiische haben Narrenfreiheit. Sie entscheiden nach Bauch. Erst will Stark Gelb geben, dann zieht er Rot. Das ist wirklich nur noch lächerlich. Ich verstehe mich eigentlich ganz gut mit „Deutschlands bestem Schiedsrichter“, aber diesmal lag er ganz kräftig daneben. Gewaltig daneben. Aber vielleicht muss auch er erst einmal in Form kommen – nach dem EM-Aus im Sommer . . . Ein Skandal bleibt es trotz allem für mich.

Trotz allem muss festgehalten werden: Die anfängerhaften Fehler hat nicht Stark begangen, sondern die HSV-Defensive – das ist auch klar.

„Wir haben jetzt ein paar Gegentore bekommen, da kann man dann nicht behaupten dass wir super standen. Wir arbeiten daran, das ist klar, und wir reden mit den Spielern, um zu erfahren, woran es lag“, sagt Thorsten Fink und fügt an: „Wir können diese Fehler dadurch wieder gut machen, indem wir nun ein paar Spiele zu null spielen.“ Hinten natürlich. Vorne stand die Null bis zum Frankfurt-Spiel schon zu lange.

Dass Thorsten Fink zur zweiten Halbzeit von Wolfgang Stark auf die Tribüne geschickt wurde, weil der Coach ihm wegen der Roten Karte einen Vorwurf gemacht hatte („Wir haben unter Ihrer Leitung noch nie gewonnen“), machte dann das Maß noch voll. Fink: „Ich glaube, dass ich ihn damit nicht beleidigt habe. Über solche Dinge muss man auch mal reden können. Und zum Fußball gehören nun einmal Emotionen. Wir hatten eine schwierige Situation, hätten in Frankfurt aber gewinnen können – und dann das. Ich denke, dass man so etwas ganz einfach einmal sagen darf.“

Dann sagte Fink aber auch: „Ich möchte mich jetzt aber nicht über die Leistung des Schiedsrichters beschweren, das galt nur für die Rote Karte, die hat mich sauer gemacht. Wir hätten aber in den ersten 20 Minuten besser spielen können, dann hätten wir nicht gleich zwei Gegentore kassiert, dann hätten wir mit unseren Chancen auch die Möglichkeit zur Führung gehabt. Wenn es 0:0 steht, dann verwertet man diese Chancen, wenn man mit 0:1 oder 0:2 zurück liegt, dann musst man diese Chance machen und verkrampft – daran müssen wir arbeiten.“ Dann ergänzt Thorsten Fink noch: „Wir müssen gewisse Dinge einfach besser machen, wir müssen energischer spielen, gerade in der Anfangsphase, wir müssen, wenn wir nicht gut spielen, den Ball einfach mal über die Tribüne hauen oder nach vorne dreschen – und dann so langsam ins Spiel kommen. Das haben wir später gezeigt, aber da lagen wir bereits mit 0:2 hinten . . .“

Trotz allem wäre ja auch mit dezimierter Mannschaft noch mindestens ein 3:3 möglich gewesen. Thorsten Fink: „Wenn Dennis Diekmeier das 3:3 macht, dann sagt jeder hinterher, dass er hier in Frankfurt einen ganz anderen HSV als vorher gesehen hat. So bleibt immer ein negativer Beigeschmack, denn wir haben dieses Spiel verloren.“

Positiv aber war der Einstand des „kleinen Engels“. Der HSV-Trainer über das Comeback von Rafael van der Vaart: „Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht, er war an allen unserer gefährlichen Situationen beteiligt. Das ist das, was wir uns von ihm natürlich erhofft haben. Er ging mit dem Druck, der auf ihm lastete, sehr gut um, er hat auch auf dem Platz etwas gesagt, er hat die Leute eingeteilt, er hat defensiv gut gearbeitet. Und das war nach dem Platzverweis sehr schwierig für ihn, als Spielmacher vor der Abwehr noch zuzumachen. All das hat er aber sehr gut gemacht, er hat gezeigt, dass er mit dem Druck umgehen kann – von daher war ich mit seinem Einstand sehr zufrieden.“

Und nun gegen Kloppos Meister-Elf. Kann das gut gehen? Fink sagt voller Optimismus: „Ich glaube, so ein Meister kommt gerade recht. Besser als eine Mannschaft, die mit uns da unten drin steht, da verkrampft man dann leicht. Es ist immer schön, gegen den Meister zu spielen, da haben wir nichts zu verlieren, da sind wir für mich krasser Außenseiter – und im letzten Jahr haben wir das hier gegen Bayern München ja auch ganz gut gemacht. Mit den Fans zusammen könnte das auch gegen Dortmund etwas werden.“ Und: „Nürnberg hat es doch vorgemacht, dass man Minimum ein Unentschieden gegen Dortmund holen kann, in Nürnberg stand er Meister doch sogar am Rande einer Niederlage. Dortmund ist doch eine Mannschaft, die man schlagen kann. Dortmund ist zu Haus eine Macht, aber hier bei uns haben wir die Möglichkeit, den Meister zu ärgern, und wenn uns das gelingen sollte, dann täte uns das sicher auch sehr gut.“

Wer aber wird den gesperrten Petr Jiracek ersetzen? Fink tendiert wohl zu Jacopo Sala. Wobei der Coach noch einige Umstellungen mehr überlegt. Gegen Dortmunds rechte Seite mit „Kuba“ Blaszczykowski und Piszczek müsste der unerfahrene Zhi Gin Lam spielen – ginge das gut? Das wäre auf jeden Fall kein geringes Risiko, obwohl Lam in Frankfurt ganz passabel gespielt hat. Trotz allem gibt es die Idee, Marcell Jansen zurückzuziehen, um davor dann den erfahrenen Ivo Ilicevic (der am Sonntag einen Schlag auf die Wade bekommen und heute pausiert hat) zu bringen. Keine schlechte Idee. Fink spielt auch mit dem Gedanken, Tolgay Arslan auf die Sechs (neben Milan Badelj) zu stellen. Fink: „Tolgay hat sich in den Testspielen super mit Rafael van der Vaart verstanden.“ Sala könnte dann rechts vor Dennis Diekmeier (Fink: „Er hat seine Chance in Frankfurt genutzt“) zum Einsatz kommen, und für Artjoms Rudnevs könnte in der Spitze dann Heung Min Son eine erste Chance (als Spitze) bekommen. Fink abschließend: „Wir schauen mal.“

So könnte die Mannschaft für Sonnabend aussehen: Adler; Diekmeier, Bruma, Westermann, Jansen; Arslan, Badelj; Sala, van der Vaart, Ilicevic; Son.

Thorsten Fink sagt aber zur Situation des HSV auch generell: „Es ist klar, dass alle nun noch eine Schippe mehr drauflegen müssen.“ Und: „Überall kann man mal schauen, was wir verändern könne, wir gucken von Spiel zu Spiel, wir müssen auch schauen, wer sich im Training anbietet, wir müssen sehen wie es passt, um Spiele zu gewinnen; denn wir haben nicht den Luxus sagen zu können, jetzt lassen das mal ein paar Spiele so laufen. Die Mannschaft muss sich jetzt ganz schnell sicher fühlen und kann nicht noch den einen oder anderen Spieler, der nicht in Form ist, mit durchziehen.“ Das gilt in erster Linie für Mancienne, aber sicher auch für den einen oder anderen Spieler mehr. Fink nimmt sie dennoch in Schutz: „Es sind Menschen, die machen auch mal Fehler, die unterliegen auch mal gewissen Schwankungen.“ Natürlich. Aber irgendwann sollte dann doch mal eine HSV-Mannschaft stehen – und viel weniger Fehler machen.

Thorsten Fink aber bittet um Nachsicht – und um Geduld: „Wir haben vorher ja gesagt, dass wir Zeit brauchen. Dagegen kann auch keiner etwas sagen. Das dauert eben ein paar Tage. Ich werde meine Linie beibehalten, werde versuchen, dass wir besser nach vorne spielen, dass da noch mehr Spielwitz reinkommt, aber das braucht seine Zeit. Und dass wir von unseren Schwächen, die wir haben, ein wenig ablenken können, indem wir mehr Ballbesitz haben.“

Weiter sagt Fink: „Ehe sich das alles automatisiert hat, dauert das ein paar Wochen. Was nicht heißen soll, dass wir nun ein paar Wochen auf den ersten Sieg warten sollen. Man muss jetzt aber nicht denken, dass wenn man mit ein paar Leuten drei Tage trainiert, dass man dann Zauberfußball spielt. Das muss sich alles einspielen. Wenn man uns die Zeit gibt, dann bin ich davon überzeugt, dass diese Mannschaft das Potenzial hat, unter die Top ten zu kommen – da lasse ich mich einfach nicht von abbringen.“ Dann fügte der Trainer noch ergänzend an: „Ich bin von dieser Mannschaft überzeugt, man hat auch spielerisch gesehen, dass sie es kann. Wir müssen jetzt noch ein paar Dinge abstellen, dann stellt sich der Erfolg auch ein. Ich sehe die positiven Dinge, die wir gemacht haben, und darauf kann man aufbauen.“

Übrigens: Am Rande des Vormittags-Trainings gab es das Gerücht, dass der 22-jährige Japaner Hiroshi Kiyotake, der nun beim 1. FC Nürnberg wirbelt und für Furore in der Liga sorgt, auch dem HSV vor Saisonbeginn angeboten worden ist. Schade, schade, wenn dem so ist, denn einen solchen Vollblutfußballer hätte der HSV sehr wohl sehr gut gebrauchen können.

PS: Am Dienstag wird im Volkspark um 10 Uhr geübt.

18.34 Uhr

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