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Die Bilanz der Trainer

31. Dezember 2009

Welch eine Aufregung! Der Text war weg. Bis nachts um 1.30 Uhr hatte ich an den Tops und Flops des Hamburger Fußballs 2009 geschrieben. Parallel dazu schrieb auch Christian Pletz, bei ihm sollten die Zeilen dann auch zusammenlaufen, aber es sollte eben nur. 50 Zeilen von meinen rund 300 kamen nur bei meinem Kollegen an. Und dann begann das große Suchen und Fahnden. Ohne Ergebnis. Ich musste alles noch einmal, im Grunde genommen sogar zum dritten Mal schreiben. Wahnsinn. Ich war echt kurz vor dem Explodieren, passend zum Tage.

Ja, und weil jetzt alles fertig ist (steht im Abendblatt Sport), und weil ich noch so aufgekratzt bin, und weil einige von Euch noch etwas über die Trainer lesen wollten (!), so hauen ich eben jetzt noch in die Tasten. Man gönnt sich ja sonst nichts, es ist kurz nach 15 Uhr – und ich reagiere mich so am besten ab.

Übrigens: Die Hinrunden-Bilanz ist ergänzt worden, weil, wie viele von Euch völlig berechtigt reklamiert hatten, ja Jonathan Pitroipa vergessen worden ist. Der Schaden ist inzwischen aber auch behoben worden, wir gehen also glatt ins neue Jahr – sorry!

Hier also die Halbjahres-Bilanz für die HSV-Trainer:

Bruno Labbadia: Es gab im Sommer ja viele, viele Skeptiker in Hamburg. Ich gebe es zu, und das spricht nicht für mich, ich weiß es wohl, auch ich gehörte zu jener Gruppe. Zu frisch waren die Erinnerungen an das kleine Fiasko, das sich rund um das Pokalfinale mit Bayer Leverkusen und Labbadia ereignet hatte. Der „schöne Bruno“ hatte unmittelbar vor dem Endspiel ein Aufsehen erregendes Interview gegeben, und diese Geschichte musste unweigerlich zu einem Bruch, wahrscheinlich zum endgültigen Bruch zwischen dem Trainer und Bayer führen. Weil das Interview am Pressechef Uli Dost vorbei in die Süddeutsche lanciert worden war, musste auch er seinen Hut nehmen, das einmal ganz nebenbei.

Es rankten sich um dieses Interview einige böse Gerüchte, die Bayer-Mannschaft soll gegen den Trainer abgestimmt haben, und der ganze Klamauk erinnerte ein wenig an „schmutzige Wäsche waschen“. Das Verhältnis zwischen Bayer-Team und Labbadia sollte danach schon seit Beginn des Jahres total zerrüttet gewesen sein. Und, und, und.

Sicher kein idealer Start für Bruno Labbadia in Hamburg. Deshalb die vielen Skeptiker. Doch diese Gruppe nahm praktisch von Tag zu Tag ab. Weil der Coach mit unglaublicher Akribie an seine Arbeit beim HSV ging, weil er hundertprozentigen Einsatz zeigte, weil er auch nicht nur über seine fußballerischen Vorstellungen sprach, sondern sie auch auf dem Platz in die Tat umsetzte. Das gefiel, das kam an.

Auch ich hatte schon bald die Wende vollzogen, gebe ich zu. Die Leistungen des HSV stimmten, sie waren zum Teil überragend. Und der HSV spielte nicht nur modern, sondern erfolgreich, schoss zu Beginn die meisten Tore in der Bundesliga. Sicher auch ein Verdienst von Bruno Labbadia.

Was mir auffiel, da ich fast jedes Training sah (und sehe): Der Trainer spricht unheimlich oft und viel mit seinen Mannen. Mir, sage ich auch ganz ehrlich, manchmal ein wenig zuviel sogar. Aber so ist er nun einmal. Andere Trainer vor ihm haben kaum einmal den Mund aufbekommen, haben viel zu selten mit den Spielern kommuniziert, haben auch nur gelegentlich korrigierend im Training eingegriffen – bei Labbadia gibt es alle diese Sachen fast schon im Überfluss. Ihr erinnert Euch sicher, weil es damals „HSV-Oliver“ tage- und wochenlang wiederholt hatte, nämlich den Satz, den mir Felix Magath als HSV-Trainer immer dann um die Ohren gegeben hat, wenn ich meinte, dass er zu wenig mit den Spielern gesprochen hatte: „Matz, du bist und bleibst ein Amateur. Ein Profi hat zu funktionieren, wenn er das nicht macht, sollte er kein Profi werden.“

Bei Bruno Labbadia gibt es, wie gesagt, keinerlei Mangel an der Kommunikation mit seinen Jungs. Ob sie ihm immer ganz genau zuhören, ob sie immer hundertprozentig seinen Worten lauschen und sie auch verinnerlichen, das vermag ich nicht zu sagen – es hat sich bei mir in dieser Hinsicht auch noch kein Spieler beklagt. Also muss alles gut sein.

Was zudem für den neuen HSV-Trainer spricht: Er geht während der Einheiten im Volkspark sofort auf jene Sachen ein, die ihm während der vorangegangenen Spiele negativ aufgefallen sind. Das habe ich, immerhin seit den Tagen von Branko Zebec beim HSV-Training, in dieser Form noch von keinem Trainer erlebt. Das ist fast perfekt. Labbadia lässt auch Standards üben, mehr als seine Vorgänger, aber mir ist das, auch das gebe ich ehrlich zu, immer noch zu wenig. Doch auch das ist ganz allein seine Sache, er wird wissen, wo er, was er und wie er üben lässt.

Positiv ist zudem, dass er während der großen Verletzungsmisere kaum (oder so gut wie nie) geklagt oder gar gejammert hat. Und er hat auch nicht sofort nach neuen Spielern gerufen. Viele von Euch hätten es sicher sehr gern gesehen (das erinnere ich noch), dass Ebby Smolarek, der hier ein Probetraining absolvierte, verpflichtet worden wäre. Labbadia aber verzichtete – trotz des gelegentlich großen Drucks der Öffentlichkeit. Weil Smolarek seit Monaten keine Wettkampfpraxis mehr hatte, und weil der Pole ganz sicher auch Woche benötigt hätte, um jene Form zu haben, in der er dem HSV hätte helfen können. Bruno Labbadia hatte das erkannt. Und dass Smolarek erst zum 1. Januar 2010 einen neuen Verein (AO Kavala in Griechenland, nicht in einer europäischen Top-Liga!) gefunden hat, spricht auch für Labbadia.

Die gute Arbeit des früheren HSV-Stürmers wird übrigens von vielen Experten und ehemaligen HSV-Profis anerkannt. Und auch bei Euch sind die Skeptiker nun deutlich in der Minderheit. Und wenn der HSV nun in den kommenden Wochen personell wieder in Richtung 100 Prozent geht, dann wird sich die gute Arbeit des Trainers auch gewiss noch Richtung Saisonende auszahlen. Mit einem Titelgewinn? Ehrgeizig ist Bruno Labbadia sicher genug, um gleich in seinem ersten HSV-Jahr nach den Sternen greifen zu wollen. Zumal es ihm durch Klub-Boss Bernd Hoffmann vorgelebt wird, dass man seine Ziele nur mit vollem Einsatz und mit großem Ehrgeiz, nicht nach rechts oder links blickend, erreichen kann.

Eddy Sözer: Labbadias Co-Trainer begann etwas verhaltend, wirkte am Anfang der Saison noch zurückhaltend und abwartend. Das hat sich in den letzten Wochen aber gelegt, Sözer, den ich mal als „Gentleman“ unter den Trainern beuzeichnen möchte, kommt mehr und mehr aus sich heraus, ergreift auch oft genug die Initiative im Training, hilft den Spielern, korrigiert sie, gibt Tipps, motiviert und sorgt dann, wenn es angebracht ist, durch einen flotten Spruch für gute Laune bei der Arbeit. Letzteres nicht oft, aber immerhin kommt es vor. Und vielleicht legt er ja auch in diesem Punkt noch zu.

Ganz sicher ist Sözer ein total loyaler „zweiter Mann“, der seinem Chef nie in den Rücken fallen, ihm auch niemals die Show stehlen würde. So gesehen halte ich den intelligenten Eddy Sözer, der sich stets sehr gewählt ausdrücken kann, für den idealen Assistenten.

Claus Reitmaier: Der Torwart-Trainer ist schon vor der Labbadia-Ära beim HSV gewesen. Der ehemalige KSC-Keeper ist ein harter Hund, und zwar gegen sich selbst, denn er läuft immer, bei Wind und Wetter, in kurzer Hose über den Platz. Und wenn ich einmal seine erste Zeit beim HSV mit der heutigen vergleiche, so ist auffällig, dass er inzwischen viele sehr gute Variationen im Torwart-Training parat hat. Für mich gibt es ja in diesem Metier nur einen, der es dabei auf 100 Prozent gebracht hat, und das ist Sepp Maier. Den guten Mann schätze ich nicht unbedingt als Menschen (weil er nicht längst so spaßig ist, wie er im Fernsehen immer tat!), aber als Torwart-Trainer war Maier der allerbeste Mann, er war einfach nur sensationell. Reitmaiers Vorgänger beim HSV hatten von Maier nicht mal einen Hauch, die brachten es gegenüber dem ehemaligen Bundestorwart-Trainer nur auf 15 Prozent – aber Claus Reitmaier tritt aus diesen Schatten heraus, und zwar deutlich.

Es ist gewiss nicht leicht, mitunter drei Torhüter auf einmal zu beschäftigen, aber auch das gelingt dem HSV-Torwart-Trainer recht gut. Mein Fazit: Claus Reitmaier, dem gelegentlich ein wenig mehr Temperament zu wünschen wäre, ist auf dieser Position seit über einem Jahrzehnt der beste Mann beim HSV.

Ricardo Moniz: Der Niederländer ist noch ein „Mitbringsel“ von Martin Jol. Wieso ihn der Chef nicht mit zu Ajax Amsterdam nahm, ist mir bis heute ein Rätsel geblieben, aber es ist eben so. Moniz ist in seiner lauten Art sicher gewöhnungsbedürftig. Er schreit oft, er brüllt sogar sehr oft, und er bedient sich auch gelegentlich einer gewissen Fußballer-Sprache, die mit „sehr deftig, sehr rustikal“ noch human umschrieben ist. Für die jungen Talente, das schrieb ich schon einmal, mag Moniz ein exzellenter Mann sein, denn er kann ihnen Dinge beibringen, die einem Rastelli schon sehr nahe kommen. Bei den erfahrenen Spielern allerdings ist er klug beraten, sich ein wenig zurück zu halten, denn die meisten von ihnen sind Nationalspieler, haben ihre Karriere voll im Griff und lassen sich nur noch höchst selten etwas sagen. Und wenn, dann in netter Art, ohne große Lautstärke – die sicher ein kleines Manko für den Technik-Trainer ist.

Meines Wissens läuft der Vertrag von Ricardo Moniz nur noch bis zum Saisonende, und noch einmal meines Wissens: Über eine eventuelle Verlängerung ist noch nicht gesprochen worden – Stand Anfang Dezember. Mein Tipp: Das sieht eher nach einer Trennung zum Saisonende aus.

So, das waren nun auch noch die Trainer des HSV, es ist mittlerweile 16.28 Uhr, ich habe mich auch wieder „runtergefahren“ – das war es nun auch endgültig mit der Halbjahres-Bilanz. Ich werde mich jetzt erst am Sonnabend aus dem türkischen Trainingslager in Belek wieder melden. Bis dahin alles Gute für Euch, einen wunderschönen Rutsch ins neue Jahr – und viel Erfolg, Glück und beste Gesundheit in 2010. Wir lesen uns!

16.32 Uhr

Kein neuer Stürmer!

6. Oktober 2009

Die schwere Verletzung von Mladen Petric wirft viele Fragen auf. Wie geht es weiter? Wer kann ihn ersetzen? Kauft der HSV noch einen neuen, einen zurzeit arbeitslosen Stürmer? Können Eljero Elia und Marcus Berg den HSV so nach vorne schießen – oder dort oben halten -, wie es zuvor Petric und Paolo Guerrero getan haben? Fragen über Fragen wirft diese schlimme Situation auf, doch anscheinend bleibt die Führung um Bernd Hoffmann cool.

Die wichtigste Frage ist wohl die: Wird ein Ersatzmann verpflichtet. So viel drang schon mal es dem Klub hervor: Nein! Medien-Chef Jörn Wolf: „Wo es nichts gibt, kann man auch nichts holen.“ Der HSV hatte den Markt bereits seit Monaten sondiert, es gibt keine Soforthilfe. Zudem muss eines noch einmal ganz klar festgehalten werden: Ein jetzt freier Stürmer ist nicht grundlos ohne Arbeitgeber. Und: Ein solcher Angreifer hat seit Wochen, meistens seit Monaten nicht mehr gespielt und vernünftig trainiert. Es würde Wochen und Monate dauern, ehe er diesen Rückstand aufgeholt hätte. Also: Augen zu und durch.

Auch Ebi Smolarek, der zuletzt als Testspieler im Volkspark trainiert hat, kommt nicht noch einmal nach Hamburg. Dieses Thema fand vor neun Tagen ein absolutes Ende – Deckel drauf!
Und andere Kandidaten gibt es, wie bereits gesagt, nicht. Genau deswegen wird auf jene Spieler gesetzt, die bereits unter Vertrag stehen (oder besser: die einen Vertrag mit dem HSV haben!). Das sind Marcus Berg, Tunay Torun, Tolgay Arslan und Elia, der ja durchaus in der Spitze einzusetzen ist.

Aus der „Zweiten“ sehe ich weit und breit keinen Angreifer, der den Profis nun helfen könnte. Bruno Labbadia aber wird sicher versuchen, den einen oder anderen „Amateur“ nach oben zu ziehen. Maximilian Beister hat durchaus Talent, ob er auch das nötige Durchsetzungsvermögen hat, wird sich erweisen müssen. Grundsätzlich muss ich aber hier noch einmal anfügen: Beister könnte es meiner Meinung nach, wenn er den Willen dazu aufbringen kann. Und wenn er merken würde, dass es da einen Trainer gibt, der etwas von ihm hält – und auch will.

Es wurde dazu bei „Matz ab“ auch nach Hanno Behrens gefragt („Propper 74“). Ich sah ihn kürzlich gegen den Regionalliga-Letzten Plauen (1:1), da war er zwar torungefährlich, aber er kämpfte, lief und rackerte 90 Minuten. Er war immer auf Achse, und er war bemüht, da vorne etwas zu reißen. Für die Bundesliga aber, so Leid es mir tut, wird es nicht (noch nicht) reichen. Dann wäre da noch Rafael Kazior. Der 26-jährige war Profi in der Zweiten Liga (MSV Duisburg, Wacker Burghausen, dazu Holstein Kiel und Rot-Weiß Essen), er hätte bestimmt das Selbstbewusstsein und die Erfahrung, aber auch bei ihm muss leider das Prädikat gelten: Die Erste Liga ist zu hoch für ihn. So gut er hin und wieder schon für die „Zweite“ gespielt hat.

Der HSV wird jenen Spielern vertrauen müssen, die bereits „oben“ sind. Und so wie ich die Zeichen aus der Geschäftsstelle deute, will Bruno Labbadia das auch. Nur das, nichts anderes. Und, das gebe ich Euch zu bedenken, es hilft ihm jetzt nicht, an die ausgeliehenen Stürmer zu denken. Deswegen solltet es Ihr hier auch nicht tun. Es ist nun mal Tatsache, daran lässt sich auch nichts mehr ändern. Und zurückholen? Zur Rückrunde ist doch Mladen Petric auf jeden Fall wieder fit.

Was jetzt zu tun ist? Die Ruhe bewahren, nicht in Panik zu verfallen. HSV-Medienchef Jörn Wolf hat es gesagt: „Wir sind zwar alle tief, tief traurig über diese schwere Verletzung von Mladen, aber jetzt müssen wir damit leben. Und wir müssen ab sofort alle Kräfte bündeln, alle enger zusammenrücken.“ Dazu muss das Umfeld mitmachen. Fans und auch die Medien.
Niemand nämlich kann jetzt erwarten, dass der so immens geschwächte HSV alle Gegner aus den Stadien fegt (es wäre zwar schön, aber es wäre auch vermessen zu denken, dass es so kommt). Also wird es den einen oder anderen Rückschlag geben. Da müssen dann ALLE Hamburger durch. Und, das kann ich behaupten: Genau so denkt Bruno Labbadia.

PS: Ich bin gespannt, wo Günter Perl am nächsten Wochenende (nach dem Länderspiel) pfeifen darf? Ob er es überhaupt (noch) darf? Der 39-Jährige aus Pullach hat es mir wirklich angetan, obwohl ich damit wohl allen Kredit bei den Schiedsrichtern restlos verspiele. Tut mir Leid, aber ich kann es immer noch nicht begreifen, wie ein Erstliga-Schiedsrichter so viele Fouls und Bösartigkeiten übersehen konnte. Es ist mir immer noch ein absolutes Rätsel. Aber natürlich wird Mladen Petric davon auch nicht wieder gesund. Und hätte Perl in dieser Szene Freistoß gepfiffen und Gelb für Kaka gegeben – Petric wäre trotz allem so schwer verletzt gewesen.

19.33 Uhr

Petric fällt lange aus

6. Oktober 2009

Das ist ganz bitter für den HSV: Diese Mitteilung gab der Klub soeben bekannt:

„Durch einen Tritt auf das rechte äußere Sprunggelenk hat sich Mladen Petric im Spiel bei Hertha BSC Berlin am Sonntag die Führung der sogenannten Peroneussehne gerissen. Die Führung wird am Mittwoch während einer Operation vom Spezialisten Prof. Dr. Bernhard Segesser in Basel fixiert. „Mladen Petric wird dem HSV danach bis zum Ende der Hinrunde fehlen“, so HSV-Mannschaftsarzt Dr. Oliver Dierk.
Was nun, HSV?

Ebi Smolarek ist gerade nach Hause geschickt worden, er war kein Thema mehr. Ob er es jetzt doch noch einmal sein würde? Schwer vorstellbar. Der HSV muss sich mit Marcus Berg und Eljero Elia im Angriff begnügen, dazu dann noch Tunay Torun und Tolgay Arslan.

Wenn es einmal dick kommt, dann kommt es meistens gleich knüppeldick. Mehr Pech geht eigentlich gar nicht.

12.40 Uhr

Smolarek ist weg

2. Oktober 2009

Das Europa-League-Spiel gegen Tel Aviv ist kaum vorbei, da hagelt es schon wieder zahlreiche Nachrichten. Jerome Boateng wurde von Joachim Löw für die Nationalmannschaft berufen, zudem hatte Ebi Smolarek heute seinen letzten Tag beim HSV. Bruno Labbadia und der Verein haben sich gegen eine Verpflichtung des Polen entschieden.

Doch zunächst einmal zu Boateng. Der Junge hat sich seine Nominierung mehr als verdient. Ihm haben die diversen Einzelgespräche mit Trainer Labbadia, von denen ich Euch in den vergangenen Wochen ja auch immer wieder mal geschildert habe, offenbar sehr gut getan. Momentan, und da wirken die besonders starken Eindrücke des Sieges gegen die Bayern und gegen Tel Aviv besonders stark nach, ist der Abwehr-Allrounder in einer herausragenden Form. Er scheint begriffen zu haben, dass die Kritik der Trainer keine persönlichen Angriffe auf seine Person sind. Das war nicht immer so. Aus dem „Ja-aber-Typ“, der sich seine guten Ansätze oft mit übermotivierten Aktionen, mit Hitzköpfigkeit und mitunter auch Naivität zunichte machte, ist ein gestandener Vollprofi geworden. Boateng scheint seine gelegentlich vorhandene Wut (nach Fehlern oder ungeahndeten Gegnerattacken oder auch Kritiken) besser im Griff zu haben. Wenn er seine Leistungen nun stabilisiert, kann ich ihn mir bei der WM bestens in der Innenverteidigung, eventuell sogar als Rechtsverteidiger vorstellen. Das Zeug dazu hat er allemal.

Ob Piotr Trochowski in den bald anstehenden Länderspielen eine Rolle spielen wird, muss sich zeigen. Momentan plagt „Troche“ eine schwere Erkältung. Ich habe am Rande des Tel-Aviv-Spiels einige Stimmen gehört, die sein Fehlen gar nicht so schlecht fanden. Man habe es überhaupt nicht gemerkt, die Truppe spiele vielleicht sogar besser ohne ihn, war da aus Experten- und Fan-Mund zu hören. Da möchte ich einmal ganz deutlich widersprechen. Natürlich hat Trochowski in dieser Saison noch nicht so viele überragende Spiele gezeigt. Aber warum sind die Erwartungen so vieler Betrachter eigentlich dermaßen in die Höhe geschnellt? Das beziehe ich nicht nur auf „Troche“, sondern auch auf die Mannschaft allgemein. Ich habe mehr und mehr das Gefühl, dass die Erwartungshaltung nur noch auf Tricks, Zauberpässe, Zu-Null-Siege und chancenfreie Gegner abzielt. Dass der HSV aber regelmäßig viele Tore schießt, als Team (meistens) funktioniert und mitunter spektakulären Fußball bietet, scheinen viele schon als Selbstverständlichkeit anzusehen. Um auf Trochowski zurückzukommen: Er ist wichtig für die Mannschaft, ein begnadeter Fußballer mit einer außergewöhnlichen Schusstechnik, und von seiner Spielweise profitieren seine Mitspieler sehr. Ich halte daher wenig davon, seine schwächeren Leistungen aufs Übelste zu verdammen und ihn dahin zu wünschen, wo der Pfeffer wächst, seine stärkeren Auftritte im Gegenzug aber als selbstverständlich wahrzunehmen. Das heißt nicht, dass er in Watte gepackt werden soll. Trochowski, der auf jeden Fall bei der WM auflaufen will, weiß selbst, dass er sich in den kommenden Wochen steigern muss; und wer ehrlich ist und sich an seine stärksten Spiele erinnert, der weiß auch, dass er eine Menge Potenzial dafür hat.

Nun zu Ebi Smolarek, der seine letzte Trainingseinheit beim HSV absolviert hat. Nach dem Training hat sich Bruno Labbadia mit dem Testspieler zusammengesetzt und ihm erklärt, dass es nicht zu einer Verpflichtung kommen wird. Labbadia und seine Mitstreiter haben in den vergangenen Tagen viel überlegt und diskutiert, Smolarek hat im Training auf keinen Fall enttäuscht, aber vielleicht waren der Sieg gegen Tel Aviv und auch die Präsentation von Tunay Torun der letztendliche Beweis, dass der HSV eventuelle Sturmprobleme aus den eigenen Reihen lösen könnte. Den notwendigen Mut dazu hat Bruno Labbadia jedenfalls, das hat er ja schon gegen die Israelis mit seiner Torun-Aufstellung bewiesen.

Sorgen bereiten mir aus dem aktuellen Kader derzeit nur zwei Personen: Mickael Tavares und Mladen Petric. Erster, weil er nur noch ein Schatten des Spielers ist, der zum HSV wechselte und sich hier als passsicherer, eleganter und zugleich zweikampfstarker Mittelfeldmann zeigte. Angesichts der Trainingseindrücke lässt sich nachvollziehen, warum Tavares momentan überhaupt keine Rolle spielt. Dabei bin ich überzeugt, dass er eine ernsthafte Alternative für David Jarolim oder auch Ze Roberto sein könnte.

Bei Petric ist der Fall etwas anders gelagert. Der Kroate ist mit Sicherheit eine große Stütze des HSV, keine Frage. Dass er nun aber öffentlich jedem erzählt, dass ihn die derzeitige Vertragssituation belaste, ist fast abenteuerlich. Petric hat einen Vertrag bis 2012. Darum sieht Klubboss Bernd Hoffmann auch keinen Anlass zur Dringlichkeit, um schon jetzt (zur Erinnerung: Wir haben 2009) über eine vorzeitige Vertragsverlängerung zu reden. Das hat offenbar Petrics Berater auf den Plan gerufen, der seinem Schützling nun einen Floh ins Ohr gesetzt haben könnte. Die Äußerungen Petrics klangen jedenfalls ziemlich zielorientiert, um öffentlichen Druck aufzubauen, sich möglicherweise auch für andere Vereine interessant zu machen. Würde ein Vorstand oder Aufsichtsrat solche Kommentare abgeben, die so gar nicht zur jüngsten sportlichen Entwicklung passen, hätte ich schon längst von einem „Fehlerflüsterer“ geschrieben, dem Petric hier aufgesessen ist. So aber überlasse ich die Deutung jedem selbst. Bruno Labbadia täte aber gut daran, seinen Torjäger davon zu überzeugen, dass er sich lieber auf seine fußballerischen Aufgaben konzentrieren soll.

16:30 Uhr

Petric so gut wie nie

29. September 2009

Frau M. saß ganz gespannt vor dem Fernseher. Im Dritten lief der „Sportclub live“, Star-Gast Mladen Petric. Der HSV-Stürmer saß nicht nur live im Studio, er wurde auch privat als Film gezeigt, die Kollegen sprachen über ihn – und er selbst gab auch bereitwillig Auskünfte über sich. Am Ende des Blocks stellte Frau M. laut fest: „Ich bin ab jetzt Petric-Fan. Der ist ja ganz locker drauf, ist intelligent, ruhig, lächelt smart, und er scheint auch ein toller Vater und ein ganz netter Mensch zu sein.“ Dabei war Frau M. vorher nur Fan von Peter Maffay. Nun also auch noch Mladen Petric. Warum auch nicht? Der sympathische Torjäger befindet sich offenbar in der Form seines Lebens.
Übrigens: Als Mladen Petric davon erfuhr, dass er mit Frau M. nun einen (weiblichen) Fan mehr auf dieser Erde hat, antwortete er spontan: „Wieso erst jetzt?“ Gute Frage. Wahrscheinlich deswegen, weil Frau M. den großartigen Menschen hinter dem erfolgreichen Torjäger erst durch die Kollegen im Dritten richtig kennengelernt hat.

Für Petric war das Bayern-Spiel mit seinem Sieg-Treffer ganz sicher ein Highlight, beim Dienstag-Training hat er auch die Kehrseite des Profi-Lebens zu fühlen bekommen. Erst prallte er mit Guy Demel zusammen – Schmerzen! Dann bekam er die Stollen von Tolgay Arslan ins Gesicht – große Schmerzen! Und dann wurde er auch noch von Joris Mathijsen recht unsanft zu Boden gegrätscht – Frust, Schmerzen und böse Blicke! Selbst Minuten danach noch.
Ohnehin ging es in diesem Training hoch her. Da war Feuer drin, da flogen die Fetzen. Und es gab Worte und Widerworte (Mathijsen, Trochowski, Boateng). Sowie für ein, zwei Sekunden Handgreiflichkeiten (Berg, Boateng). Das war ein Training wie es Trainer lieben, da war Zug drin, da war Kampf drin, da war auch Klasse drin. Wie schon vor einigen Wochen von mir festgestellt, ich muss es wiederholen: Der HSV trainiert unter Bruno Labbadia auf ganz hohem Niveau. Und ich bin sicher, dass sich das auf Dauer auch auszahlen wird.

Wobei ich von vielen Fans (auch beim Training) darauf hingewiesen werde, nur noch nichts von der Meisterschaft zu schreiben. Ihnen genügt es, dass davon schon der eine oder andere Spieler – viel zu verfrüht – spricht. Wie zum Beispiel Ze Roberto und Mladen Petric. Aber was ist denn auch bislang schon passiert? Der HSV ist Erster – okay. Aber der HSV hat auch enorm viele und vor allen Dingen schwerer verletzte Spieler. Und der FC Bayern zum Beispiel hatte in Hamburg mal eben einen Mario Gomez und einen Miroslav Klose auf der Bank sitzen. Nicht ganz so schlecht, oder? Und der HSV? Ihr könnt Euch wahrscheinlich selbst die Antwort geben, oder? Die Saison ist noch so lang.

Natürlich: Der HSV ist Spitzenreiter, hat sechs Punkte Vorsprung auf den großen FC Bayern – diese Momentaufnahme sollten alle HSV-Fans – am 122. Geburtstag des Vereins (großartig, „hsvboerni“!) – ausgiebig genießen. Am Abend darf selbstredend gefeiert werden, aber dann sollte der Ball auch schon wieder gaaaaanz flach gehalten werden. Voller Demut dem nächsten Spiel entgegenblicken. Und das ist die nicht unwichtige Partie gegen Hapoel Tel Aviv. Wie schon von einigen von Euch bemerkt – ich kann es auch nicht so richtig begreifen, dass der Vorverkauf so schleppend läuft, es steht doch viel auf dem Spiel. Wenn es auch mit und in der Europa League weitergehen soll, dann muss diese Begegnung gewonnen werden – mit Eurer Unterstützung. Jene Unterstützung, die gerade von Bayern-Manager Uli Hoeneß ehrlichen Herzens so gelobt wurde.

Apropos: Lob hat nach dem Dienstag-Training auch Ebi Smolarek verdient. Der polnische Testspieler war diesmal ganz anders, viel besser drauf, bewegte sich viel besser als noch am Vortag, als er die Flügel ein wenig hängen ließ. Nicht ganz so gut waren dagegen diesmal Tomas Rincon und Romeo Castelen (einige Stockfehler) drauf. Bei Marcus Berg hielt die Berg- und Tal-Fahrt an, guten Szenen wechselten sich munter mit schlechteren ab. Gut für den HSV: Guy Demel mischte so mit, als wäre er gegen den FC Bayern nicht wegen einer Fuß-Verletzung ausgewechselt worden. Dagegen fehlte Ze Roberto, am Sonnabend von Bastian Schweinsteiger gefoult, auch den zweiten Tag in Folge. Ein Ausfall des Brasilianers für Donnerstag soll aber dennoch nicht drohen.

Wobei ich in diesen Tagen immer wieder höre, wie gut Ze Roberto dem HSV tut – und umgekehrt. Ich behaupte ja, dass er hier noch besser geworden ist, als zuletzt beim FC Bayern. Obwohl er da schon super drauf war. Ich unterhielt mich nun gerade mit dem Comedian Olli Dittrich („Dittsche“), der nicht nur ein großer Schauspieler ist, sondern auch ein exzellenter Fußballkenner. Er sagte mir: „Ich glaube, dass Ze Roberto jetzt so großartig drauf ist, wie seinerzeit in Leverkusen, als er gemeinsam mit Michael Ballack ein Super-Mittelfeld-Duo bildete und so für den Erfolg der Bayer-Truppe sorgte.“ So ist es.
Und um noch einmal auf „gut drauf“ zurückzukommen: Eingangs dieses Berichts schwärmte ich von den menschlichen Qualitäten des Mladen Petric. Ich darf natürlich nicht vergessen, auch die sportliche Seite zu erwähnen. Erinnert Ihr Euch noch? Zu Beginn der Saison hing der gute Mladen leistungsmäßig ein wenig durch. Der eine oder andere von Euch machte sich Sorgen – schrieb diese auch bei „Matz ab“ nieder. Nach dem Ausfall von Paolo Guerrero aber ist Petric voll da. So, als hätte ihm jemand gesagt: „Mladen, mit dir steht und fällt der HSV, du musst jetzt für zwei rennen, kämpfen, spielen und Tore schießen.“ Und so macht er es nun. Ich glaube fest, dass ein Mladen Petric noch nie so viel gelaufen, gegrätscht und gekämpft hat, wie zurzeit. Und das ist einfach nur vorbildlich.

Petric ist selbstbewusst und in absoluter „Geburtstagsform“ – und Ihr dürft nun alle kräftig feiern. Auf die Raute! Aber, wie gesagt, nur einen Abend, danach ist wieder Bodenhaftung für alle angesagt. Besser ist es nämlich.

18.20 Uhr

Hertha fehlt die Qualität

28. September 2009

Wir sehen uns sonntags in der Redaktion ja immer die Zweite Liga an. Mittags. Danach die Erste Liga. Natürlich. Und dann kann es passieren, dass man noch immer bei der Zusammenfassung ist, obwohl das nächste Spiel schon läuft. Naja, fünf Minuten Verspätung verkraftet man, in den ersten fünf Minuten passiert ja meistens nicht so viel. Einer von uns sagte dann aber: „Wir müssen jetzt schnell mal umschalten, Hoffenheim gegen Hertha läuft schon.“ Gesagt, getan. Genau vier Minuten und 43 Sekunden waren gespielt, als wir „auf Sendung“ waren, und da stand es schon 2:0. Alle dachten spontan, was einer laut aussprach: „Das war es dann für Lucien Favre. Und das ist gewiss nicht so gut für den HSV.“ Man musste kein Prophet sein, aber schlecht ist es wohl in jedem Falle, denn nun soll ein neuer Trainer die jetzt enorm abgetakelte Hertha wieder auf die Beine stellen. Zu einem für den HSV höchst ungünstigen Zeitpunkt, denn am Sonntag geht es ins Olympiastadion. Der „alte Notnagel“ der Berliner, Karsten Heine, soll es wieder einmal und vorerst richten, abwarten, ob er dieser leblosen Truppe noch einmal neues Leben einhauchen kann.
Ich habe, das gebe ich zu, meine leichten Zweifel, dass das gelingt, denn dieser Berliner Mannschaft fehlt ganz einfach die Qualität. Und die kann auch kein Heine über Nacht und durch einfaches Handauflegen in diese mittelmäßige Hertha-Elf zaubern. Pantelic und Voronin sind schon herbe Verluste gewesen, gewiss, aber der größte Verlust für die Herthaner war in meinen Augen der Abgang von Josip Simunic. Der frühere HSV-Profi, der in Hamburg nur verletzt war und deshalb kaum gespielt hat, hielt bei der Hertha jahrelang den Laden zusammen. So richtig gedankt wurde es ihm nie, er war nicht der Held, der er eigentlich nach seinen guten Leistungen hätte sein müssen.

Ihr erinnert Euch vielleicht noch an die vergangene Saison: Da setzte Favre nicht nur den Herrn Pantelic hin und wieder auf die Bank, sondern auch Simunic. Damals dachte ich bei mir: „Ganz schön mutig, dieser Schweizer, dass er das riskiert. Oder er hat noch nicht begriffen, wie wertvoll dieser Simunic ist.“ Es ging ja gut. Und vielleicht haben die Berliner auch deshalb nichts gerafft. Simunic, der ja zu dieser Saison beim HSV im Gespräch gewesen ist (einige von Euch standen ihm ablehnend gegenüber, ich hätte mich sehr gefreut), ist in vielen Spielen, die die Hertha mit nur einem Tor Unterschied gewann, der Fels in der Brandung gewesen. Das ist er nun in Hoffenheim, weil der „Herr Professor“ Ralf Rangnick das erkannt hat – und die Hertha macht Nase. Zu dumm zum-zum, kann ich da nur sagen. In Berlin haben sie offenbar immer noch keine Ahnung davon, was ihnen gut tut – und was nicht.

Ohnehin finde ich es höchst befremdlich, dass ein Hauptstadt-Klub schon seit Jahren versucht, auf die Hufe zu kommen, aber sie schaffen es ganz einfach nicht. Dabei hatten sie geglaubt, den Schlüssel zum Erfolg endlich gefunden zu haben, indem sie Manager Dieter Hoeneß schassten – aber Pustekuchen. Wer so ahnungslos – oder auch so klamm – ist, seine drei besten Leute vom Hof zu jagen und dann für keinen adäquaten Ersatz zu sorgen, der muss damit leben, dass er in Abstiegsgefahr gerät. Ich habe das übrigens, klingt wieder einmal neunmalklug, ist aber Tatsache, jedem erzählt, der es hören wollte: Hertha BSC bekommt in dieser Saison allergrößte Schwierigkeiten.

Jetzt bin ich nur gespannt, was da am Sonntag in Berlin abgeht. Denke ich an die vergangene Saison, packt mich immer noch das Grausen: Der HSV erteilte den Berlinern in den ersten 45 Minuten eine Fußball-Lektion, die es in sich hatte,  die Berliner wurden regelrecht an die Wand gespielt – aber am Ende hatte Hertha 2:1 gewonnen. Und niemand, wirklich niemand wusste warum. Selbst die Berliner nicht. Es war einfach nur Wahnsinn, wie ein solches Spiel so auf den Kopf gestellt werden konnte. Kaum zuvor einmal hatte der HSV im Olympiastadion so hoch überlegen aufgetrumpft, und dennoch schlichen die Hamburger mit leeren Händen in die Kabine.
Jetzt sind die Vorzeichen allerdings so, dass der HSV mit dem Selbstbewusstsein eines 1:0-Erfolgs über den FC Bayern anreist, und die Hertha ist dramatisch verunsichert. Da muss doch in Berlin endlich mal etwas gehen für den Rauten-Klub. . .

Und die Euphorie an der Elbe ist groß. Zum Montag-Training waren 100 Fans in den Volkspark gepilgert, trotz des miesen, kalten und regnerischen Wetters. Viele von ihnen machten sich allerdings auch rasch wieder auf den Heimweg, denn sie sahen ein Training wie beim kleinen Klub nebenan: Eine halbe Stunde Aufwärmarbeit, danach dann lange flache, weite und auch hohe Pässe. Das wird wahrscheinlich genau so bei Germania Schnelsen, Viktoria Harburg oder auch beim TuS Dassendorf geübt. Sah langweilig aus, aber von nichts kommt eben nichts. Jede Ballberührung, jede Ballannahme und jeder Schuss sorgt für mehr Sicherheit im Fuß, alles muss ständig wiederholt und geübt werden, damit es automatisiert wird und in Fleisch und Blut übergeht. Nach den Pässen wurden Spielzüge einstudiert, und die Abwehrspieler mussten immer und immer wieder üben, das Spiel vom Abspiel des Torwarts (Tom Mickel) nach vorne zu entwickeln und aufzubauen. Das klappte sicher nicht immer zur Zufriedenheit von Trainer Bruno Labbadia, denn etliche Bälle verendeten sang- und klanglos im Niemandsland. Besonders Jerome Boateng, der sich aus Scham oft die Hände vor das Gesicht hielt, schoss etliche Fahrkarten zuviel.

Bei den Proben der Offensivabteilung, bei der Piotr Trochowski beim Flanken von der linken Seite (mit dem linken Fuß) nicht den glücklichsten Tag erwischt hatte, war auch Testspieler Ebi Smolarek dabei. Ich hatte den Eindruck, der Pole ist nur mit halber Kraft dabei. Ich will ihm da keineswegs zu nahe treten, aber das waren für mich keine 100 Prozent. Aber wieso? Müsste er nicht alles in die Trainingseinheiten legen? Die Frage, die ich mir gestellt habe: Hat Smolarek eventuell gemerkt, dass seine Chancen, beim HSV unterzukommen, auf ein Minimum gesunken sind? Ich würde es zurzeit auf jeden Fall so einschätzen. Obwohl ich auch zugeben muss: Ein Smolarek im Vollbesitz seiner Kräfte, der Biss und den Willen hat, dem Gegner weh zu tun, der wäre durchaus ein Gewinn für den HSV. Aber wie gesagt, er zeigt es den Verantwortliche (im Moment) nicht so, dass er tatsächlich will. Obwohl er im abschließenden Spiel das einzige Tor für sein Team (gegen Frank Rost) köpfte. Ich bin gespannt, wie es mit Ebi Smolarek weitergeht, ich denke eher, dass man den Daumen nach unten halten kann.

Übrigens: Bestens aufgelegt war diesmal Tunay Torun. Dem Nachwuchsstürmer taten seine beiden Tore (zum 2:0-Sieg in Hannover) offensichtlich sehr gut, er wirkte schwungvoll und engagiert.
Apropos Daumen hoch oder Daumen runter? Diese Frage gilt nun auch für Guy Demel. Gegen die Bayern noch vorzeitig wegen des Verdachts auf einen Bänderriss ausgewechselt, nun aber doch wieder im Training. Ein Wunder? Ich fragte den neuen Hamburger Publikumsliebling Guy Demel, der nachmittags humpelnd den Platz verließ, nach seinem Befinden. Er antwortete: „Ich habe Schmerzen.“ Ich: „Warum hast du dann überhaupt trainiert?“ Demel: „Ich will nicht schon wieder verletzt ausfallen, ich will dabei bleiben.“ Und: „Wie geht es jetzt weiter?“ Demel: „Ich werde nun die Nacht abwarten, wie sich der Fuß und die Schmerzen entwickeln. Schmerzt er weiter, geht es am Dienstagmorgen zur Kernspin-Untersuchung, habe ich keine Schmerzen, werde ich trainieren.“ Kurios: Zwei Abendblatt-Praktikanten hatten sich nur Sekunden vor mir nach seinem Zustand erkundigt, da hatte Guy Demel noch geantwortet, dass er wohl ausfallen werde. Das galt aber wahrscheinlich nur für das Europa-League-Spiel am Donnerstag gegen Hapoel Tel Aviv (Anstoß um 21.05 Uhr!). Am Sonntag, so schätze ich die Lage ein, wird Demel wieder dabei sein – und Biss zeigen.

23.05 Uhr

“Wie heißt du?”

22. September 2009

Als er allein vom Trainingsplatz kam, stürzten sich einige jugendlichen Autogrammjäger auf ihn. Die Frage allerdings, die die jungen Herren dem „HSV-Profi“ stellten, war mehr als unpassend: „Wie heißt du?“ Wahrheitsgemäß antwortete der neue Testspieler des HSV: „Ich bin Ebi Smolarek.“ Und dann durfte er tatsächlich auch noch unterschreiben. Immerhin könnte der 28-jährige Stürmer schon demnächst für den HSV auf Torejagd gehen. So er sich denn in die Herzen der Klub-Verantwortlichen und der Trainer schießt und dribbelt. „Smolarek ist flink, schnell und torgefährlich“, lobt HSV-Co-Trainer Eddy Sözer die Testperson. Bis mindestens Mitte nächster Woche soll Smolarek noch in Hamburg vorspielen, erst dann soll eine Entscheidung darüber fallen, ob er tatsächlich als Soforthilfe verpflichtet wird.

Am Tag eins im Volkspark aber war absolut nicht erkennbar, wohin der Hase laufen wird. Ebi Smolarek hat sich in den letzten Wochen allein fit gehalten, hat viele Waldläufe absolviert. Ob er das mit Erfolg tat, war beim besten Willen nicht zu erspähen, denn die meiste Zeit stand Smolarek wie ein Fremdkörper auf dem Trainings-Rasen herum (siehe auch das Video bei „Matz ab“). Gefordert wurde er überhaupt nicht, ein Spiel, in dem er sein Können hätte unter Beweis stellen können, fand auch nicht statt, und irgendwie konnten die Trainingskiebitze den Eindruck gewinnen, als hätte sich Smolarek an diesem Nachmittag eine leichte Unterkühlung zugezogen.

Zum Schluss der zweistündigen Übungseinheit, die immerhin über 200 Zuschauer verfolgten (!), durfte Ebi Smolarek wenigstens noch etwas von seiner Klasse zeigen, die er anscheinend immer noch hat. Bruno Labbadia warf ihm Bälle zu (oder spielte sie ihm in die Füße), und dann durfte der polnische Nationalstürmer nach Herzenslust draufhalten. Und das tat er in den meisten Fällen überzeugend – rechts wie links. Dass er dann als erster Spieler den Platz verließ und allein in Richtung Kabine marschierte, war wohl auch nicht untypisch für den schlaksigen Profi, denn schon in Dortmund, als BVB-Stürmer, hatte er den Ruf weg, ein (gelegentlicher) Einzelgänger zu sein.

Fazit: Der erste Smolarek-Tag in Hamburg konnte keinerlei Aufschlüsse darüber geben, ob aus diesem eventuellen Not-Einkauf etwas werden könne. Am Dienstag fuhr der Testspieler nach dem Training zurück nach Rotterdam, um einige Dinge zu klären und einige Sachen nach Hamburg zu holen, am Mittwoch wird er dann an die Elbe zurückkehren, um am Donnerstag wieder mit seiner (zukünftigen?) Mannschaft zu trainieren.

Mein erster Eindruck? Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, bereits heute ein kleines Urteil über den Polen abzugeben, aber das ist schlichtweg nicht möglich  er stand die meiste Zeit fast tatenlost herum. Immer wieder wurde ich gefragt, warum ein Ebi Smolarek derzeit ohne Vertrag und Verein ist, aber auch diese Frage kann ich nicht beantworten. Co-Trainer Sözer sagte dazu: „Das werden wir mit Ebi unter sechs Augen besprechen.“

Auf jeden Fall steht fest: Smolarek will wieder (unbedingt) in die Bundesliga zurück, und er will zu einem Spitzenklub. Dazu gibt er alles, auch wenn er das im ersten Training nicht zeigen (und geben) durfte. Immerhin aber ist sich ein aktueller polnischer Nationalspieler nicht zu schade, sich einem mehrtägigen Probetraining zu unterziehen. Das spricht für seinen Charakter und seinen Willen, noch einmal angreifen zu wollen.

Für mich, wenn ich da einmal auf „ältere Tage“ zurückgreifen darf, war Ebi Smolarek immer eine „äußerst unangenehmer Gegenspieler“ für den HSV. Saß ich oben auf der Tribüne, habe ich ihn im Geiste als „Filzlaus“ tituliert. Und das ist keineswegs böse gemeint. Vielmehr ist es angelehnt an den Film-Klassiker mit Lino Ventura, der als Killer einen Staatspräsidenten erschießen soll, aber immer dann, wenn er schussbereit war, fiel ihm die „Filzlaus“, die Selbstmord begehen wollte, vor die Flinte. Jeder Selbstmordversuch der „Filzlaus“ scheiterte kläglich, der Mann schaffte es lediglich immer wieder, Ventura zu nerven und zu stören. Stören ist dabei das Stichwort: Vielleicht erinnert sich der eine oder andere HSV-Fan an Spiele gegen Dortmund (mit Ebi Smolarek). Ich sehe sie noch vor mir: Beim HSV hinten die eisenharten Khalid Boulahrouz und Daniel van Buyten, und mittendrin stets der “dritte Mann”: Smolarek. Wurde er getreten, trat er zurück. Wurde er gehalten, hielt er auch. Wurde gepöbelt, pöbelte er mit. Wurden sich abseits des Balles „körperliche Nettigkeiten“ wie Rempeln, Stoßen oder Kneifen ausgetauscht – er mischte immer munter mit. Motto: Keine Angst vor großen Tieren. Smolarek ließ sich nie abschütteln; lag er am Boden, stand er sofort wieder auf und ging unerschrocken mächtig zur Sache. Und hinzu kam natürlich auch seine große Torgefährlichkeit, sein schlitzohriges Talent, immer dort zu sein, wo es gefährlich werden könnte.

Genau das hatte ihn zuletzt wohl  nach England und nach Spanien gebracht. Warum es da aber nicht funktionierte, entzieht sich meinen Kenntnissen. Vielleicht deshalb, weil diese Ligen doch zu stark (auf jeden Fall stärker als die Bundesliga) sind. Und genau das ist der Punkt, warum ich glaube, dass Ebi Smolarek demnächst ein HSV-Profi ist. Er wird in der Bundesliga wieder sein Ding machen, weil hier die Abwehrspieler nicht ganz so eng und körperbetont decken, vielleicht auch nicht ganz so brutal hart sind wie in England und im Süden Europas.

Smolarek zur Probe

21. September 2009

Jetzt also doch. Ebi Smolarek kommt zum HSV. Erst einmal auf Probe, aber ich glaube nun fest daran, dass er doch noch verpflichtet wird. Die Zeichen stehen für mich eindeutig auf Notkauf. Auch wenn Trainer Bruno Labbadia gestern noch befand: „Wenn ein Spieler so lange nicht gespielt hat, dann benötigt er erfahrungsgemäß eine wochenlange Phase, um den Rückstand aufzuholen.“ Ob Smolarek das schaffen wird? Ob er sich zur Soforthilfe für den HSV entwickeln kann, das wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Wie ich schon in der „ersten Sprechstunde“ schrieb, bin ich davon überzeugt, dass es Smolarek in der Bundesliga noch einmal packen wird, und zwar sehr schnell. Ich habe  in den vergangenen Tagen mit einem Dortmunder Kollegen telefoniert, der mir nur das beste Zeugnis für den ehemaligen BVB-Stürmer ausgestellt hat. Der „Ebi“ ist immer noch ein Publikumsliebling in Westfalen, am liebsten hätten sie ihn in Dortmund sogar zurück, doch dazu fehlt das nötige Geld. Und es gibt da noch die eine Tatsache, dass die Borussia mit ihren Angreifern (angeblich) sehr zufrieden sein soll.
In Sachen Sturm-Verstärkung läuteten dann für mich am Montag nach dem Vormittagstraining die Glocken noch ein wenig lauter, als ich Marcus Berg hörte. Der Schwede sagte bemerkenswerte Sätze. Einer davon lautete: „Ich fühle mich frisch, aber ich bin nicht in Form.“ Und ein anderer lautete: „Es gibt beim HSV mit Mladen Petric und mir zwei gestandene Stürmer, und mit Tunay Torun und Tolgay Arslan zwei jüngere. Ich würde dem HSV in der derzeitigen Situation raten, noch einen erfahrenen Mann für den Angriff zu verpflichten.“ Nach Petric sagte es nun sogar Berg. Wobei ich den Eindruck habe, dass seine Formschwäche vor allem am mangelnden Selbstvertrauen (und an den hohen Erwartungen der Hamburger) liegt – aber er redet sich leider ein wenig zu klein, ein wenig zu schlecht, der junge Schwede. Allerdings weiß ich nicht, ob das wirklich nur ein schlechtes Zeichen ist? Vielleicht ist der talentierte Stürmer ja nur viel selbstkritischer als so mancher Mitspieler, der noch so schlecht spielen kann, aber von schlechter Form nichts wissen will? Früher gab es einen netten Slogan in Deutschland: „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt“. Wenn Marcus Berg weiß, dass er zurzeit nicht in Bestform ist, dann wird er sicher alles dafür tun, diesen Zustand ändern zu wollen.
Bei der Gelegenheit kann ich schnell noch den Wunsch von „Letche“ erfüllen, der sich nach meinen Trainingseindrücken von Torun und Arslan erkundigte. Die Beobachtungen sind die, und da kann ich meinen Abendblatt-Kollegen Christian Pletz durchaus mit einbeziehen, dass die beiden jungen Leute im Moment ein wenig „durchhängen“. Ich habe nicht den Eindruck, als seien sie im Moment in jener Form, in der der Trainer ihnen einen (Kurz-)Einsatz in der Bundesliga zutrauen würde und könnte. Eher ist das Gegenteil der Fall, Torun und Arslan bieten sich zurzeit keineswegs für höhere Aufgaben an, weil sie nicht die Leistungen bringen, die sie eigentlich bringen könnten. Es fehlt ihnen im Moment ein wenig an Biss, Konzentration, Durchsetzungsvermögen – und sicher fehlt auch ein großer Schuss Selbstbewusstsein.
Dazu passt allerdings, dass am Montag auch Jonathan Pitroipa in Sachen Leistung ein wenig abfiel, obwohl doch nur neun Feldspieler (plus Wolfgang Hesl) trainierten. Vielleicht aber fiel es genau deswegen so deutlich auf, dass Pitroipa schwächelte, dass er auf mich sogar ein wenig lustlos wirkte. Eine Vorstellung, wie es sie eigentlich in den vergangenen Wochen noch nie von ihm gegeben hat. Eventuell lag es daran, dass er ein wenig darüber „maulte“, dass er ja auch in Frankfurt eingewechselt wurde, dennoch mit jenen Spielern auf den Rasen gebeten wurde, die nicht zum Einsatz gekommen waren (außer Robert Tesche und Romeo Castelen) – während sich die Stammspieler pflegen lassen konnten. Das aber wirklich nur eventuell, ich kann es lediglich vermuten und will ihm da keineswegs etwas unterstellen.
Am Rande des Trainingsplatzes war übrigens auch Marcell Jansen aktiv, gemeinsam mit Reha-Trainer Markus Günther. Jansen lief schon wieder sehr flott, aber auf einen baldigen Einsatz des Nationalspielers darf sich dennoch noch niemand freuen, denn Bruno Labbadia dämpfte alle zu frühen Erwartungen: „Das dauert noch eine ganze Weile.“ Weil der Trainingsrückstand zu groß ist. Und zudem muss Jansen ja auch erst noch beweisen, dass er gesundheitlich auch mal eine gewisse Konstanz an den Tag legen kann.
Zum Schluss noch einige kleine Randbemerkungen:
Auch wenn es der „Peter“ nicht so gerne liest („Jetzt ist gut mit Golz, Dörfel und Konsorten“), ich hoffe dennoch, dass es sehr wohl noch den einen oder anderen HSV-Fan interessiert: Thomas Doll, einst ja Publikumsliebling in Hamburg, eilt in der Türkei mit seiner No-name-Mannschaft von Genclerbirligi von Sieg zu Sieg. Nun verriet mir Doll, dass ihn sein Präsident sogar schon vorzeitig zu einer Vertragsverlängerung um zwei Jahre bewegen wollte. Das ist deswegen so spektakulär, weil Genclerbirligi in den vergangenen 24 Monaten sage und schreibe zwölf Trainer (!) „verbraucht“ hat.
Dann hat der nette Radio-Kollege und Kult-Reporter Manni Breuckmann ein neues Buch geschrieben, es geht um „die 50 legendärsten Szenen des deutschen Fußballs“. Zwei von den 50 beschäftigen sich auch mit dem HSV: Einmal die schlimme Torhaken-Geschichte, die das Ende der großartigen Karriere von Ditmar Jakobs bedeutete, dann findet auch noch das „Traumtor“ von Felix Magath im Europapokal-Finale 1983 gegen Juventus Turin noch Erwähnung.
Ein anderer Punkt: Bei einigen von Euch stieß ja wohl übel auf, dass sich Ivica Olic nun bei den Bayern als „Star“ fühlt. Seht es ihm bitte nach, er hat es sicher nicht als Provokation gemeint. Olic ist ein unheimlich netter und bescheidener Mensch, der stets auf dem Teppich geblieben ist, er würde niemals so großspurig auftreten, wie man es nun vermuten könnte. Er hat es sicher ganz anders gemeint. Und ich weiß auch, dass er sich in Hamburg stets unheimlich wohl gefühlt hat, dass er stets gerne an diese Zeit zurückdenken wird. Ivica Olic ist ein ganz lieber Kerl, ein Profi zum Anfassen, und ganz sicher will er dem HSV und den HSV-Fans nichts Schlechtes. Und: Sollte er am Sonnabend doch ein Tor gegen den HSV schießen, so ist das nur seine Aufgabe, für die er nun vom FC Bayern bezahlt wird. Denkt bitte noch einmal zurück: Olic gab im Januar seinen Wechsel nach München bekannt. Danach hieß es in Hamburg: „Jetzt wird er sich schonen, jetzt wird er nur noch an München denken, jetzt kannst du Olic für den Rest der Saison vergessen.“ Und? Was war tatsächlich? Er hat alles, wirklich alles für den HSV gegeben – bis zuletzt. So vorbildlich nämlich ist die Einstellung zu seinem Fußball-Profi-Job. Also, nochmals meine große Bitte an Euch: Verdammt ihn nicht, Ihr würdet einen Falschen treffen.
Und zuletzt möchte ich noch auf das „Matz-ab“-Gewinnspiel hinweisen, bei dem es neben dem Volker-Schmidt-Trikot immerhin auch zwei Karten für das Bayern-Spiel (sollen ja Raritäten sein!)  am Sonnabend abzustauben gibt. Sicher ein kleiner Anreiz, dieser Liga-Knüller – und auch ein bisschen Hoffnung, eventuell doch noch dabei zu sein.

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