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7:3 in Meldorf – auch Drobny trifft! ##### Ergänzung zum Thema Sportchef

20. Mai 2013

Würstchen. Bier und Autogramme, dazu viele strahlende Gesichter. Das ganze Dorf war da . . . Nein, ich weiß gar nicht, ob Meldorf ein Dorf ist. 10 000 Einwohner – eine kleine Stadt. Auf jeden Fall war der schöne Sportplatz des abstiegsgefährdeten Schleswig-Holstein-Liga-Clubs mit 2700 Zuschauern bestens gefüllt. Der HSV war da, Sponsor Holsten hatte es möglich gemacht, TuRa Meldorf hatte den Bundesliga-Vertreter „gewonnen“. Da das Wetter auch mitspielte, denn es regnete ausnahmsweise einmal nicht, war diese Partie ein richtig schönes Fußballfest – und zudem noch eine Werbung für den HSV. Der gewann mit 7:3 gegen einen Gegner, der am morgigen Dienstag noch ein schweres Punktspiel im Abstiegskampf – und zwar beim SV Henstedt-Rhen – zu bestreiten hat. Erschwerte Bedingungen für die Amateure.

Der HSV trat in Meldorf ohne Rene Adler, Dennis Diekmeier, Heiko Westermann, Marcell Jansen, Dennis Aogo, Tomas Rincon und Heung Min Son an. Es spielten in Halbzeit eins: Jaroslav Drobny, Jeffrey Bruma, Michael Mancienne, Slobodan Rakjovic, Petr Jiracek; Milan Badelj, Per Ciljan Skjebred, Ivo Ilicevic, Rafael van der Vaart, Artjoms Rudnevs und Maximilian Beister. Und diese Formation hatte nach Sekunden eine haarige Situation zu verkraften: Ein weiter Schlag von Meldorf-Torwart Pycha setzte in der HSV-Hälfte auf, Mancienne verschätzte sich und sprang unter dem Ball durch, und plötzlich stand Plötz frei vor Keeper Drobny. Der TuRa-Stürmer köpfte über und an Drobny vorbei, verfehlte aber auch um Zentimeter das Tornetz. Noch lange hielt sich der Meldorfer beide Hände vor das Gesicht, er konnte es nicht fassen, eine solche „Hundertprozentige“ vergeben zu haben.

Trotz allem fiel das erste Tor gegen den HSV. Von Bruma und Mancienne war nichts zu sehen, als Meldorfs Jeremejev allein auf Drobny zulief – und eiskalt traf. War das ein Jubel in der neunten Minute! Der HSV rückte die Verhältnisse danach aber schnell wieder zurecht. Rudnevs traf nach Zuspiel von Badelj zum 1:1 (16.), Ilicevic vollendete nach überragender Vorarbeit von Rudnevs zum 2:1 (18.) und Beister „hämmerte“ mit rechts ein – 3:1 (28.). Zwischendurch ließen Ilicevic und Rudnevs noch jeweils eine hundertprozentige Chance aus, dann tanzte Ilicevic „ganz Meldorf“ aus und legte den Ball mustergültig zur Mitte, wo Beister aus zwei Metern nur noch eindrücken musste (34.). Halbzeit.

Zur Pause wechselte der HSV dann kräftig aus, es spielten dann: Drobny, Skjelbred, Bruma, Mancienne, Angelo Langer; Matti Steinmann, Ndriqim Halili, Domink Masek, Ilicevic, Beister und Rudnevs. In der 55. Minute kam Josef Shirdel für den angeschlagenen Ilicevic.

Und der HSV ging zwei Minuten nach Wiederbeginn mit 5:1 in Führung. Rudnevs wurde im Strafraum gefoult, den fälligen Elfmeter wollte Beister schießen, doch von hinten stürmte Drobny heran. Der Keeper schoss. Und wie. Meldorfs Torwart wurde getäuscht, er flog, flog und flog nach rechts, wunderschön, wunderbar hoch und weit, und Drobny kullerte die Kugel durch die Mitte ins Netz. Obwohl ich gar nicht weiß, ob der Ball das Netz erreicht hat, es war tatsächlich nur ein Kullerball . . .

Der eingewechselte Shirdel traf danach zum 6:1, Vorlage Masek (57.). Und dann war Meldorf mal wieder dran: Till Balzer verkürzte auf 2:6 und wurde begeistert gefeiert (69.). Der kleine Halili hätte dann ein Tor köpfen (!) können, doch nach Beister-Ecke traf der aus fünf Metern das Tor nicht – und hielt sich entsetzt die Hände vor das Gesicht. Für das letzte HSV-Tor sorgte dann noch einmal Beister, als er den Innenpfosten traf – Tor (79.). Den Schlusspunkt aber setzte nach einem Foul von Langer der Meldorfer Timo Braasch, der den Elfmeter zum 3:7-Endstand verwandelte. Ein Torfestival beim TuRa-Fußballfest, die Fans gingen zufrieden gen Heimat.

Auf eine Einzelkritik verzichte ich – natürlich. Für mich aber war Ivo Ilicevic diesmal recht auffällig. Der ehemalige Lauterer deutete mehrfach sein großes fußballerisches Können an, das, was er uns allen in der gesamten Saison vorenthalten hat. Der Junge kann was, das stand vorher schon fest, heute deutete er mehrfach seine Klasse an – wenn er jetzt noch etwas mehr Pfeffer in den Hintern bekommen würde, dann könnte er ein „Neuzugang“ für die kommende Spielzeit werden. Mir jedenfalls hat es gefallen, auch wenn ihm längst nicht alles gelang.

So, das war Meldorf, aber zwei habe ich noch. Einmal gab es eine Meldung vom NDR:

Hartwig und Schnoor kritisieren HSV-Führung

Die ehemaligen HSV-Profis Jimmy Hartwig und Stefan Schnoor haben die Vereinsführung des Hamburger Bundesligisten sowie Sportdirektor Frank Arnesen harsch kritisiert: „Ich ärgere mich über den Aufsichtsrat und den Präsidenten. Der (Arnesen, d. Red.) kommt aus Chelsea und bringt lauter Fallobst mit als Spieler. Ich sehe, wie es Woche für Woche schlechter wird“, monierte Hartwig am Sonntagabend im NDR Sportclub.

Auch Schnoor sieht in Arnesen den Hauptverantwortlichen für das erneute Verpassen der Europa League. „Er hat die falschen Spieler verpflichtet. Gerade wenn du kein Geld hast, zeigt sich doch, ob du ein Guter bist oder nicht. Wenn du Geld hast, dann ist es einfach. Aber wenn nicht, dann muss ich mir etwas einfallen lassen. Dann muss ich mein Netzwerk spielen lassen und einen Blick für Talente haben“, sagte der 42-Jährige. Der HSV sei nicht in der Lage, sich für Europa zu qualifizieren. „Du hast ein paar Spieler dabei, die versuchen voranzugehen und sich reinzuhauen. Aber ein Großteil der Mannschaft ist alleine aufgrund seines Charakters nicht in der Lage dazu.“

Auch Heung Min Son sei „nicht der große Spieler, zu dem er immer gemacht wird. Wenn man für ihn 14 Millionen kriegen kann, dann weg“, meinte Schnoor.

Das ging und geht mir alles ein wenig zu weit. Teilweise habe ich gedacht: Sitzt da Paul Breitner? Der glänzte auch immer mit einem Halbwissen – jedenfalls dann, wenn er nicht über den FC Bayern spricht. Und wenn er über den HSV spricht, dann wird aus diesem Halbwissen auch gelegentlich ein Viertelwissen . . .

Die „alten Herren“ des HSV, Hartwig und Schnoor, die hätte ich mal sehen wollen, wenn sie Sportchef beim HSV geworden wären. Motto: „Nun kauft mal ein – aber ohne Geld.“ Und ich hätte Schnoor und Hartwig auch gerne mal gesehen, wenn sie unter falschen Voraussetzungen zum HSV gelockt worden wären. Die hätten sofort die Kurve gekratzt, davon bin ich überzeugt. Nun gut, Frank Arnesen verdient beim HSV fürstlich, vielleicht hätten es Schnoor und Hartwig ja auch für diese Summe getan, ist ja eine gewisse Entschädigung dafür, dass dem Herrn (Arnesen) viel versprochen wurde, von dem der HSV später (nach dem Führungswechsel) nichts mehr halten konnte. Weil einfach kein Geld da war. Und dann hat Arnesen, den ich gar nicht groß verteidigen will, ja auch tatsächlich seine Netzwerke spielen lassen – und hat sich bei Chelsea bedient. Sein Netzwerk. Und dazu noch Ivo Ilicevic (den einst die Bayern haben wollten!) und Per Ciljan Skjelbred gekauft. Nein, nein, da machen es sich einige Herren viel zu leicht, denn damals, als Arnesen beim HSV begann, war hier wirklich finanziell das Chaos ausgebrochen – „Holland in Not“.

Und sollte Frank Arnesen jetzt beim HSV bleiben, was ich, da bin ich ehrlich, nicht so recht mehr glauben mag, denn es gibt Gerüchte, dass es hinter den Kulissen eifrig rumort (und schon nach einem Nachfolger gesucht wird! Sogar schon gesprochen wurde!), also wenn Arnesen bleibt, dann ist er jetzt und in diesem Sommer tatsächlich gefragt. Geld gibt es immer noch nicht, die Chelsea-Nummer funktioniert auch nicht mehr – jetzt kommt es darauf an, dass der Däne ein gewisses Improvisations-Talent besitzt, um tatsächlich aus Nichts Gold zu machen. Da wird man mal abwarten müssen. Und auch die Herren Schnoor und Hartwig werden es tun müssen: warten.
Und noch eines: Zum Thema Charakter (über das Stefan Schnoor sprach) hätte ich noch eine ganze Menge zu erzählen und zu schreiben, aber das werde ich zu einem späteren Zeitpunkt erledigen. Ganz sicher sogar. Als ich das beim NDR sah und hörte, hüpfte mein Herz vor Vergnügen. Oder war es doch eher der Zorn, der mein Herz hüpfen ließ?

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Beginn der Ergänzung, die kurz vor Mitternacht am Pfingsmontag vorgenommen wurde.

Das ist eine Ergänzung, die am späten Montag, kurz vor Mitternacht, zu dem Sportchef Thema vorgenommen wurde. Das Hamburger Abendblatt berichtet in seiner Dienstag-Ausgabe in einem groß angelegten Artikel über die Entwicklung in Sachen „HSV-Sportchef“. Autoren des Artikels sind Alexander Laux und Kai Schiller. Sie haben mir gestattet, Auszüge ihres Berichtes zu übernehmen.

Es beginnt mit:

. . . was Arnesen zu jenem Zeitpunkt noch nicht wusste: er selbst ist offenbar der prominentester Streichkandidat des HSV. Wie das Abendblatt erfuhr, wird hinter den Kulissen bereits seit Wochen über eine vorzeitige Trennung des Managers debattiert. Innerhalb des Aufsichtsrats, der formell für die Bestellung und Absetzung des Vorstands zuständig ist, hat es bereits mehrere inoffizielle Gesprächsrunden zu der wohl wichtigsten Personalentscheidung des Sommers gegeben.

Weiter heißt es:

Der Personalausschuss (Manfred Ertel, Jens Meier, Christian Strauß und Eckart Westphalen) hat bereits mehrere Gespräche mit potenziellen Nachfolgern geführt.

Und:

. . . Dabei ist Arnesen auch innerhalb des Vorstands nicht unumstritten. Der Hauptvorwurf: Das Preis-Leistungs-Verhältnis beim teuersten Sportchef aller Zeiten habe nie gestimmt. So müsse man Arnesen zwar den Top-Transfer René Adlers hoch anrechnen. Gleichzeitig sei der Skandinavier, der 1,8 Millionen Euro verdient, aber für eine Reihe von Transferflops verantwortlich.

Gegen Ende des Artikels heißt es:

. . . Nun deutet alles darauf hin, dass Arnesen selbst einem Umbruch an der Spitze zum Opfer fällt. Aufsichtsratschef Ertel wollte die Vorgänge hinter den Kulissen zwar nicht kommentieren („Zu Gerüchten äußere ich mich nicht“), seine Gespräche mit mehreren Nachfolge-Kandidaten wollte er allerdings auch nicht dementieren. Wie das Abendblatt erfuhr gibt es derzeit drei Hauptkandidaten, von denen DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig der klare Favorit sein soll.

Was sagt der Sportchef dazu? Der Däne:

„Unser Mediendirektor Jörn Wolf hat mir morgens erstmals von all den Gerüchten berichtet“, sagte Arnesen am Montagabend dem Abendblatt, „vom Aufsichtrat hat dagegen niemand mit mir gesprochen.“

Wie gesagt, das sind lediglich einige Ausschnitte aus einem großen und umfangreichen Bericht. Ich danke den beiden Kollegen, dass sie mir gestattet haben, darüber schon vorab in „Matz ab“ zu informieren.
Bereits in meinem Bericht vom Meldorf-Spiel hatte ich ja schon kurz über den „Fall Arnesen“ geschrieben, dass es gewisse Gerüchte gibt. Die gibt es in der Tat schon eine geraume Zeit, ich habe davon schon vor mehr als 14 Tagen erfahren. Seit dieser Zeit habe ich gehört, dass auch der frühere HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer (jetzt Zenit St. Petersburg) erneut vom HSV angesprochen worden sein soll. Niemand allerdings wird das bestätigen.
Zur Personalie Andreas Rettig kann ich nur sagen: Sollte der DFL-Geschäftsführer (Nachfolger von Holger Hieronymus) tatsächlich die Nummer eins sein, so kann ich dem Aufsichtsrat und dem HSV nur gratulieren. Eine perfekte Wahl. Ich halte Rettig für einen erstklassigen Mann, er ist kein „Traumtänzer“, er stand stets mit beiden Beinen auf der Erde und hat in seinen bisherigen Bundesliga-Stationen gelernt, aus wenig viel zu machen. Ich jedenfalls würde Andreas Rettig mit offenen Armen beim HSV in Empfang nehmen.

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Ende der Ergänzung kurz vor Mitternacht am Montag.

So, dann gibt es noch die HSV-Tour nach Neuruppin. Wenige Tage nach dem Ende der Bundesliga-Saison 2012/2013 wird der HSV von morgen an (Dienstag) bis zum 24. Mai in das Resort Mark Brandenburg nach Neuruppin reisen. Dort wird der Bundesliga-Siebte um Trainer Thorsten Fink und Rafael van der Vaart herum an einer Teambuilding-Maßnahme des Resort Mark Brandenburg teilnehmen. Und am Donnerstag, den 23. Mai, findet dann auch um 19 Uhr ein Testspiel im Neuruppiner Volksparkstadion gegen den Sechstligisten und Lokalmatador MSV Neuruppin statt.
„Mit dem HSV hat nun erstmals auch ein Fußball-Erstligist das erstklassige Teambuilding-Angebot unseres Hauses für sich entdeckt“, freut sich Martina Jeschke, Hoteldirektorin des Resort Mark Brandenburg.

16.15 Uhr

1:4 auf Schalke – einfach nur blamabel!

28. April 2013

Ihr werdet euch erinnern: „Nun spielt auch noch der Huntelaar von Beginn an . . . .“ So hatte ich am Donnerstag meinen Bericht begonnen. Und Huntelaar spielte tatsächlich und erschoss den HSV. Schalke lag zwar schnell 0:1 zurück, aber dann schossen die „Knappen“ die Hamburger brutal ab – 4:1. „Da spielt die Spitze hinter der Bundesliga-Spitze“, sagte Sky-Reporter Marcel Reif und machte sich damit über das Niveau der deutschen Eliteliga lustig. Völlig berechtigt, denn vor allem der HSV versagte total. Natürlich ist das Wort, das mit einem großen „E“ beginnt, immer noch möglich, aber spricht das für diese Bundesliga? Ganz sicher nicht. Das hat mit internationalen Ansprüchen nichts zu tun, was der HSV diesmal in Gelsenkirchen geboten hat, das ist unterste Bundesliga-Schublade, da muss man mal Realist sein. Der HSV hat auf Schalke wieder einmal sein hässliches Gesicht gezeigt. Und deswegen höre ich nun auch wieder nur auf die Hamburger Verantwortlichen, die ja schon seit Wochen immer wieder predigen: „Lasst uns nur von Spiel zu Spiel denken.“ Es sind jetzt ja auch nur noch drei . . . Und der HSV kann schon seit geraumer Zeit nicht mehr absteigen.
Und: Europa nein danke!

Der Start war ideal, geradezu bilderbuchartig. Und genau so, wie es sich jeder Trainer erhofft. In der vierten Minute hieß es schon 1:0 für den HSV. Eckstoß von links von Rafael van der Vaart, der nun doch eingesetzt werden konnte (hatte am Sonnabend das Training wegen einiger Oberschenkel-Probleme abbrechen müssen), am langen Pfosten stieg Heiko Westermann (gegen Matip) hoch und köpfte den Ball zu Marcell Jansen, der das Luft-Duell mit Neustädter gewann – Kopfball, die Führung für den HSV. Da dachte ich an die heutige „Bild am Sonntag“, in der Schalkes Manager Heldt prophezeit: „Wir müssen höllisch aufpassen, nicht unter die Räder zu kommen.“ Wie nun? Gegen den HSV? Unter die Räder kommen? Schalke? Was ist das denn für eine Aussage? Da kann doch etwas nicht stimmen. Und plötzlich drohte es tatsächlich. Nach vier Minuten 1:0 für den HSV, das war ja ganz locker und flockig . . . Und für jede Mannschaft eigentlich ein Traum.

Nur nicht für den HSV. Das ist schon wie verhext. Was sich in den folgenden Minuten nach dem Führungstreffer offenbarte, waren wieder einmal haarsträubende Abwehrfehler. Das ist wie bei einer Bubi-Truppe, das, das muss ich so krass sagen, hat mit Bundesliga nichts zu tun. Es ging danach, nach dem 1:0, das ja eigentlich beruhigen soll, drunter und drüber. Und es dauert nur sechs Minuten, als es 1:1 hieß. An der Mittellinie wollte Jacopo Sala den Ball auf Per Ciljan Skjelbred spielen, zu durchsichtig, ein Schalker dazwischen – und schwupps lief der Konter. Huntelaar spielte auf Bastos, der schoss nicht hart, aber platziert – der Ausgleich. Rene Adler schien mir etwas auf dem falschen Fuß erwischt zu sein, den hält er eigentlich, denn er hält gelegentlich ja auch den einen oder anderen „Unhaltbaren“. Diesmal nicht. Aber es lag ja auch nicht am Keeper, sondern daran, wie leichtfertig der Ball im Mittelfeld verschenkt worden war – und wie „gnadenlos“ der Gegner, die Hausherren, zum Kontern eingeladen, nein, sogar gebeten worden war. Es ist zum Aus-der-Haut-fahren.

So auch in der 21. Minute. Schalke durfte am HSV-Strafraum „herumdaddeln“, das war wie auf einem Bolzplatz um die Ecke. Draxler jonglierte den Ball gegen Westermann, Sala, Tolgay Arslan und Michael Mancienne. Scheinbar mühelos. Ein Querpass zu Huntelaar – 2:1 für Schalke. So spielt man mit Studenten. Unfassbar. Und unfassbar wie leicht das alles ging.

Auch in der 36. Minute. Im Mittelfeld konnten Heung Min Son und Arslan den Ball nicht stoppen, wieder kontert Schalke. Bastos schickt Huntelaar, der steht frei vor Rene Adler, der HSV-Keeper rettet zur Ecke. Sekunden später, wer weiß, wie es dann geworden wäre, schlägt van der Vaart einen Freistoß von halbrechts zur Mitte, Westermann steigt hoch (hat er die Kugel noch berührt?) – und der Ball prallt an den Pfosten. Um ehrlich zu sein: Hildebrand, der Schalker Schlussmann wäre wohl da gewesen. Auf der Gegenseite war dann Sekunden vor dem Halbzeitpfiff Adler noch einmal da – aber wie! Nach einem Eckball köpft Jones mit Anlauf und viel Wucht auf das Tor, aber der HSV-Torwart rettet mit einem Weltklasse-Reflex zur Ecke. Halbzeit.

Und das Hamburger Drama setzte sich fort. 58. Minute: Skjelbred und Jiracek werden von Raffael vorgeführt, Flanke zur Mitte, Huntelaar ist zur Stelle – 3:1. Und dann auch noch 4:1. Draxler lässt Son mit einem Liedchen auf den Lippe stehen, Ball zur Mitte, Adler hechtet und faustet – auf den Kopf von Huntelaar – alles klar! So wird ein Torjäger, der wochenlang verletzt gefehlt hat, wieder aufgebaut. Und so etwas kann der HSV immer sensationell gut. Ich habe das Gefühl, dass nur der HSV so etwas so gut kann. Das beherrscht kein anderer Bundesliga-Verein. So gut. Wer erinnert sich nicht als Hamburger an den Frankfurter Lakic? Der kam nach Monaten mal zu Zuge – und zwei Tore gegen den HSV (in Hamburg). Danach hat er nie wieder für die Hessen getroffen . . . Noch Fragen?

Das ist einfach nur blamabel und kümmerlich und erschütternd und amateurhaft.
Ich habe fertig.

Die Einzelkritik:

Rene Adler hielt einmal mehr sehr gut, obwohl er beim 1:1 nicht optimal stand (und dann flog) und beim 4:1 mithalf. Aber er bewahrte sein Team mit Sicherheit noch vor vier weiteren Gegentoren und verhinderte damit auch ein Debakel. Note zwei. Ist am nächsten Sonntag wegen der fünften Gelben gegen Wolfsburg gesperrt.

Jacopo Sala hatte viele gute Szenen im Gang nach vorne, aber das ist es ja leider nicht allein, wenn es um den rechten Mann in der Viererkette geht. Er ist allerdings, das wissen wir ja auch, kein Rechtsverteidiger, er musste da ja nur aushelfen . . .

Michael Mancienne liebt das körperlose Spiel, was grundsätzlich nicht zu verurteilen ist. Allerdings dürfte er dann – meiner Meinung nach – keine Position in der Innenverteidigung innehaben, sondern irgendwo im Mittelfeld „herumtoben“. Es ist einfach zu leicht, gegen diese HSV-Abwehr zu Toren und zu Chancen zu kommen, dafür war dieses Schalke-Spiel wieder einmal ein klassischer Beleg.

Heiko Westermann war oft Retter in höchster Not, auch wenn ihm wieder mal einige Abspielfehler (oder auch technische Fehler) unterliefen. Er hielt aber wenigstens immer voll dagegen.

Marcell Jansen war nicht nur aufgrund seines Tores zum 1:0 eine Stütze der Mannschaft, er bestätigte seine gute Trainingsform von dieser Woche – leider war er einer der wenigen Hamburger, der das tat.

Tolgay Arslan begann gut und spritzig, aber das war spätestens nach 15 Minuten vorbei, dann spielte er nicht mehr Fußball, dann arbeitete er nur noch Fußball.

Dennis Aogo müsste auf der „Sechs“ eigentlich – oder vornehmlich – etwas defensiver stehen, aber er läuft auf dieser Position immer noch so viel, als würde er – so wie bis vor einigen Wochen – immer noch im Mittelfeld spielen.

Per Ciljan Skjelbred lief mit viel Aktionismus in den Stiefeln auf, aber dann kam nicht viel – oder eher fast gar nichts. Sein Fleiß ist okay, aber das müsste sich dann auch mal für die Mannschaft bezahlt machen, und das macht es sich nicht.

Petr Jiracek mit guten Szenen, wenn es nach vorne ging, defensiv arbeitete er eher „luschig“.

Rafael van der Vaart ging (leicht?) angeschlagen ins Spiel, riskierte dementsprechend nicht viel (und schon gar nicht alles!), deswegen lief über ihn auch kaum etwas nach vorne. Aber was wäre die Alternative für Thorsten Fink gewesen? Ganz auf ihn verzichten? Das wäre es sicherlich auch nicht gewesen.

Heung Min Son war kaum zu sehen. Das ist nun mal so bei ihm: Entweder er trumpft groß auf, oder er steckt in einem Loch fest. Letzteres war diesmal wieder der Fall.

Artjoms Rudnevs (ab 62. Min für Skjelbred) sollte noch etwas bewegen, aber das ließ sich mit dieser HSV-Mannschaft nicht mehr machen.

Tomas Rincon (ab 69. Min. für van der Vaart) sollte einen restlosen Untergang verhindern, irgendwie ist dieses Vorhaben sogar aufgegangen . . .

So, das war das Spiel. Wir sind nun gleich (hoffentlich) mit Matz-ab-live aus dem Block House in Eidelstedt auf Sendung, unsere Gäste sind heute die ehemaligen HSV-Profis Jürgen Stars (Torwart) und Klaus Zaczyk (Mittelfeldspieler).

Und dann noch ein Leserbrief, der die Redaktion erreicht hat, und zwar zum Thema „Die Großen fressen die Kleinen“ vom Freitag im Hamburger Abendblatt. Dazu erreichten mich diese Zeilen:

Sehr geehrter Herr Matz,

Ihr Bericht im HA vom 26.04. auf Seite 2 ist von ihnen richtig beurteilt. Allerdings haben sie vergessen zu schreiben, daß der HSV durch die Verkäufe auch viel Geld eingenommen hat; jedenfalls mehr, als dafür ausgegeben. Trotzdem hat der HSV in den letzten 5 – 6 Jahren ca. € 150 Mio. für Spieler ausgegeben – wofür??
Dortmund hat in diesem Zeitraum auch nicht mehr investiert.

Mit freundlichen Grüßen,
Hans St.

Das kann man sich auch mal auf der Zunge zergehen lassen. Vielen Dank für diese Ergänzung.

19.27 Uhr

Das 2:1 taumelnd ins Ziel gerettet!

20. April 2013

Gut gebrüllt, Löwe! Das große Freitags-Donnerwetter von Thorsten Fink hat Früchte getragen. Der HSV-Trainer hatte seine Mannschaft im Abschlusstraining lautstark zusammengestaucht und wohl auch gerade noch rechtzeitig geweckt. Auf jeden Fall hat es gelangt, denn Fortuna Düsseldorf wurde mit 2:1 besiegt. Obwohl der Abstiegskandidat in Halbzeit zwei deutlich die bessere Mannschaft war, oftmals vor dem Ausgleich stand – der HSV taumelte mit viel, viel Glück und eigentlich stehend k.o. über die Ziellinie. Wenn die Fortuna, die von 7000 Anhängern unterstützt wurde, immer so leidenschaftlich spielt, dann wird sie mit dem Abstieg nichts zu tun haben – aber dafür kann sich diesmal kein Düsseldorfer etwas kaufen. Der HSV schaffte endlich einmal wieder zwei Sieg in Folge und darf träumen. Wovon? Das überlasse ich jedem HSV-Fan in seinem stillen Kämmerlein – am nächsten Sonntag muss die Fink-Truppe auf Schalke antreten.


Um 15.22 Uhr wurde die neue Stadionuhr enthüllt – welch ein toller Anblick. 49 Jahre, 238 Tage und ein paar Stunden, Minuten und Sekunden. Toll! Herzlichen Glückwunsch, HSV, dieses Stück hat gefehlt. Und vielleicht bricht ja jetzt auch eine neue Zeitrechnung an. Der Aufbruch zu besseren Tagen, Monaten und Jahren? Schön wäre es ja.

Gegen die unangenehmen Düsseldorfer tat sich der HSV in der Anfangsphase schwer, denn die Fortunen bissen, kämpften, traten und gaben keinen Zentimeter freiwillig ab. Sie griffen, mutig, mutig für einen Anstiegskandidaten, den HSV meistens schon am Hamburger Strafraum an. Das hatte schon was. Die Mannschaft von Trainer Meier war läuferisch voll auf der Höhe – aber der HSV auch. Es entwickelte sich von Beginn an ein flottes Spielchen, mit harten und verbissen geführten Duellen, und mit hohem Tempo. Meistens jedenfalls. Von Sommerfußball war trotz des Sonnenscheins nichts zu spüren. Und der HSV spielte mit „zwölf Mann“, denn am Rande machte es sich Thorsten Fink nicht eine Sekunde gemütlich. Der Trainer dirigierte, motivierte, schrie, klatschte Beifall und gab jede Menge Tipps. So habe ich ihn selten – oder sogar noch nie – erlebt. Eine Fortsetzung vom Freitags-Abschlusstraining, als der Coach die Peitsche ausgepackt hatte. Fink will auch, das zeigt er mit jeder Geste, er stand völlig unter Strom und war nicht eine Sekunde ruhig. Vorbildlich. Und mitreißend. Die meisten seiner Spieler ließen davon anstecken.

Marcell Jansen zum Beispiel, der seinen Trainer ja ständig im Nacken hatte. Der Nationalspieler setzte sich in der 14. Minute super gegen gleich drei Düsseldorfer durch, ließ sich auch durch eine harte Attacke von Levels nicht stoppen, flankte von links herrlich zur Mitte, wo Rafael van der Vaart den Ball volley nahm. Kein harter Schuss, aber platziert, Fortuna-Keeper Giefer flog bildschön durch die Luft, schien den Ball auch zu haben – aber das schien nur so. Plötzlich war die Kugel wieder frei sodass der HSV-Kapitän per Kopf ins Netz traf – ein erlösendes, beruhigendes und schnelles 1:0.

Bitter die Szene vier Minuten später: Jansen wird ganz übel vom Düsseldorfer Lambertz getreten, der mit seinen Stollen voll das Schienbein des Hamburgers erwischt und einmal süffisant nach unten Richtung Knöchel rutschen lässt. Das war glatt Rot – aber Schiedsrichter Robert Hartmann (Wangen), der in Halbzeit eins ein gutes Spiel machte (dann aber ein wenig abbaute), beließ es leider bei Gelb. Die Strafe folgte – für die Düsseldorfer – auf dem Fuße: Heiko Westermann trieb den Ball links über die Mittellinie, ein Pass auf Jansen, der schickte Petr Jiracek und der zu van der Vaart. Es folgte ein ganz, ganz freches Ding. Der Niederländer tanzte auf der Außenlinie, genau neben dem Pfosten, den kantigen Riesen Latka aus, ließ Malezas ins Leere grätschen und „tunnelte“ Giefer – sensationell. Und alles kein Zufall, sondern genau so gewünscht. Ein großartiges Stück Törchen (20.) – 2:0. Der HSV schien auf dem sicheren Weg zu seinem achten Heimsieg. Zur Erinnerung: In der Vorsaison brachte es die Fink-Truppe lediglich auf drei Dreier daheim im Volkspark.

Aber so klar, wie das 2:0 es ausdrückte, war das nicht. Reisinger hätte in der 22. Minute das 1:2 herstellen müssen, drosch den Ball aber volley aus sechs Metern genau auf Rene Adler. Hey, das war aber reichlich Glück, eigentlich war da ein Düsseldorfer Treffer fällig. Glück hat auf Dauer nur der Tüchtige, und das war der HSV – tüchtig. Obwohl die Defensive mitunter löchrig wie ein Schweizer Käse war. Das ging manchmal viel zu leicht für die Fortunen, an der HSV-Abwehr vorbei zu kommen. Ich hatte das Gefühl, dass die beiden „Sechser“ des HSV, Milan Badelj und Dennis Aogo, ihre Rolle ein wenig zu euphorisch und zu offensiv interpretierten.

Die zweite Düsseldorfer Möglichkeit hatte der eingewechselte und frühere HSV-Spieler Schahin auf dem Fuß, aber Adler flog, und flog und flog. Und hielt (33.). 60 Sekunden später aber konnte der Nationaltorwart nichts mehr retten. Freistoß (den Aogo verschuldet hatte) von halbrechts für die Fortuna, Bellinghausen schlug den Ball super zur Mitte, wo Schahin unbewacht aus fünf Metern einköpfen konnte – nur noch 1:2. War hatte das gepennt? Wir auf der Tribüne hatten Aogo ausgemacht, was aber nicht stimmen muss, weil wir von der Entfernung ja nicht die Zuteilung kennen . . .

Den alten Abstand hatte der HSV dann in der 40. Minute auf dem Fuß. Heung Min Son, der der Musik so ein bisschen hinterherlief, schoss den Ball aus 22 Metern völlig übermotiviert in die Wolken (den suchen sie morgen noch!), statt rechts auf Per Ciljan Skjelbred zu passen. Der Norweger stand völlig allein am Strafraum und konnte es nicht fassen, dass er dermaßen übersehen wurde. Und für mich war das auch unfassbar. Das war dann doch einen Tick zu egoistisch.

Beifall zur Pause von den 57 000 Zuschauern im ausverkauften Volkspark. Alle hatten ein richtig gutes Fußballspiel gesehen.

Turbulent wurde es im zweiten Durchgang in der 55. Minute. Aogo hatte von links zur Mitte geflankt, dort sprang dem Düsseldorfer Malezas der Ball an die Hand – für mich ein klarer Elfmeter. Für Robert Hartmann nicht. Trotz der Proteste des HSV. Sportchef Frank Arnesen war entrüstet aufgesprungen und an den Spielfeldrand geeilt, Thorsten Fink auch. Beide mussten vom vierten Mann, Volker Wezel (Tübingen) gebremst und besänftigt werden. Dennoch, ein für mich glasklarer Elfmeter.

Düsseldorf kam. Meier nahm den (ehemaligen) Hamburger Tesche vom Rasen, bracht Altmeister Woronin für dem Sturm, es wurde alles auf eine Karte gesetzt. Mitunter sah das böse wackelig aus, was der HSV defensiv anstellte. Düsseldorf drängte, Düsseldorf stürmte, Düsseldorf gab alles, Düsseldorf hatte den HSV fest im Griff, aber es passierte nichts mehr. Obwohl Latka noch in der Nachspielzeit die Latte des HSV-Gehäuses traf. Glück.
Aber wer hat Glück? Auf Dauer nur der Tüchtige.

Die Einzelkritik:

Rene Adler bot eine sehr gute Partie, am 1:2 war er schuldlos. Hielt in der 66. Minute großartig gegen Schahin.

Dennis Diekmeier hatte Bellinghausen nie im Griff, wenn Düsseldorf kam, dann über seine rechte Seite – Note vier. Gerade noch.

Michael Mancienne lieferte eine solide Partie ab, ohne großen Schnitzer – aber seine vielen Quer- und Rückpässe gehen mir inzwischen doch, das gebe ich zu, ein bisschen auf die Nerven.

Heiko Westermann war wieder einmal enorm wertvoll. Und wer das nicht glauben mag, der soll sich nun ganz allein noch einmal ansehen, was der Ex-Kapitän da alles rettet, ist sensationell. Wenn der HSV Westermann nicht hätte . . .

Marcell Jansen bot eine hervorragende erste Halbzeit, dann ließ er etwas nach. Dennoch insgesamt Note drei – und ein Pluspunkt.

Milan Badelj fand nie so richtig zu seinem Spiel und damit ins Spiel. Das war gar nichts – Note fünf. Zu spät ausgewechselt.

Dennis Aogo war für den erkrankten (Grippe) Tolgay Arslan ins Team und damit auf die „Sechs“ gerutscht und war auf der für ihn neuen Position nicht so effektiv, wie er es sonst links im Mittelfeld war. Er hätte bestimmender auftreten müssen.

Per Ciljan Skjelbred gab von Beginn an Gas, war engagiert, wuselig, immer unterweg, hatte auch den einen oder anderen schönen Trick auf Lager – Note drei.

Petr Jiracek ist immer noch nicht in „EM-Form“, aber er kommt so langsam. Ich bin mir sicher, dass der Tscheche schon bald nicht mehr aus der HSV-Mannschaft wegzudenken ist – Note drei.

Rafael van der Vaart schoss zwei bildschöne Tore, machte viel, lief enorm und war der Vordenker seiner Mannschaft. Er nähert sich seiner Bestform.

Heung Min Son war diesmal nicht zu sehen, aber auch das muss einem jungen Mann wie ihm einmal (mehr) zugestanden werden.

Tomas Rincon (ab 69. Min. für Badelj) war als Kämpfer gefordert – und er knüppelte mit. Auf ihn ist immer Verlass, der geht zur Sache.

Artjoms Rudnevs (ab 80. Min. für Son) durfte zu spät eingreifen, zu diesem Zeitpunkt lief kaum noch etwas nach vorne beim HSV.

Slobodan Rajkovic (ab 90. Min. für van der Vaart) sollte den Sieg mit über die Zeit retten – es half.

So, und nun sind wir (hoffentlich) gleich auf Sendung mit „Matz ab live“. Kurzfristig musste und Vahid Hashemian absagen, deswegen sind nun unsere Gäste der ehemalige HSV-Torwarttrainer Claus Reitmaier und der Kult-Masseur der Bundesliga, uns aller Hermann Rieger. Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr wieder einschalten würdet. Bis gleich.

17.31 Uhr

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