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“Ruhig bleiben, nicht von Europa reden”

14. April 2013

War der HSV nun so stark, oder war Mainz 05 so schlecht wie nie? In der Redaktion gingen darüber die Meinungen auseinander. Letztlich war und ist es unwichtig, denn die Talfahrt ist gestoppt worden. Vielleicht war es sogar so, dass der HSV besser war als zuletzt, und Mainz hat nur seinen Trend fortgesetzt, denn die Truppe von Trainer Thomas Tuchel konnte nur eine der zurückliegenden zehn Partien gewinnen. Der stets engagierte 05-Coach gab schonungslos zu: „Wir haben spieltaktisch, technisch und zum ersten Mal auch in der Mentalität, dem Siegeswillen, der Lust auf Zweikämpfe ein enttäuschendes Spiel abgeliefert. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir mal 90 Minuten so unseren eigenen Ansprüchen hinterhergehinkt sind. Das war jedenfalls ein krasser Ausreißer nach unten.“ So habe ich das auch gesehen. Und ich habe Tuchel noch nie so tatenlos und mit zunehmender Spieldauer auch mutlos gesehen. Dabei war der HSV ganz sicher nicht besonders brillant, aber er hat diesmal konzentriert und diszipliniert gespielt – und auf seine Chance gewartet. Dieses Warten dauerte zwar bis nach der Pause, aber es hat sich gelohnt, in Ruhe abzuwarten.

Und natürlich haben sich die Umstellungen des Trainers bezahlt gemacht, bei diesem Auswärtssieg des Tabellenelften HSV gegen den Tabellenachten Mainz. Und bei der Gelegenheit: Wenn immer (seit Wochen und Monaten) über die europäischen Wünsche (oder sind es Ansprüche) des HSV gelächelt und gelästert wird, was hätte denn eine Mannschaft wie Mainz in der Europa League zu suchen? Auch nichts. Oder nicht viel. Aber würde Mainz es dennoch schaffen, so würden sie eben doch europäisch spielen – so einfach ist das. Ob das von Dauer wäre, das wissen wir alle doch nicht. Oder kann jemand mit Bestimmtheit sagen, wie stark die europäische Konkurrenz (in den ersten Runden) sein wird?

Ich werde trotz allem nicht mehr von Europa faseln, das habe ich mir fest vorgenommen. Und der eine oder andere HSV-Spieler wohl auch. So erklärte Kapitän Rafael van der Vaart in Mainz: „Wir sollten jetzt nicht so viel feiern, und wir sollten nun ruhig bleiben und nicht gleich wieder über Europa reden.“ Über seine Ernennung zum Spielführer sagte er fast nebenbei: „Änderungen können gut sein, wenn es nicht so läuft. Aber so wichtig war die Änderung nun auch wieder nicht.“ Nun ja.

Auf jeden Fall hatten die Maßnahmen, die Thorsten Fink in der Woche vor dem Mainz-Spiel ergriffen hatte, durchaus ihre Wirkung. Bei einem Sieg hat der Trainer ohnehin „alles richtig gemacht“, wie unser „Matz-ab-Gast“ Bernd Enge (ehemals HSV-Aufsichtsrat) nach dem 2:1-Erfolg gesagt, und er liegt damit ja auch nicht verkehrt, dennoch muss festgehalten werden, dass es durchaus mutig war von Fink, so zu agieren. Er muss nun nur noch seine Linie durchziehen – knallhart. Oder auch nur hart. Aber er muss jetzt ohne Kompromisse in die letzten fünf Spiele gehen. Denn nun wissen die meisten, dass auch mal beim HSV „Schluss mit lustig“ ist.

Thorsten Fink hätte sich nach dem Dreier in Mainz selbst auf die Schultern klopfen können, aber er verzichtete darauf. Es ist wohl auch besser so, denn noch ist ja nichts so, wie es einmal vor Wochen schon schien, als der HSV sogar noch in Reichweite der Champions-Legaue-Qualifikation stand. Dabei ist die Ausgangsposition sicherlich gut, sie wird von manchen Optimisten sogar als sehr gut bezeichnet, aber Fink hebt warnend den Finger: „Wir dürfen nicht überschwänglich werden. Aber natürlich ist es so, dass man auf diesen Sieg aufbauen kann. Jeder hat gesehen, dass diese Mannschaft lebt.“ Und das muss sie auch, wenn sie die letzten fünf Spiele positiv beenden will. Jetzt kommt Düsseldorf, dann geht es auf Schalke, es kommt der VfL Wolfsburg, es geht nach Sinsheim (gegen Hoffenheim); und dann folgt am 18. Mai der Schlusspunkt der Saison, das Heimspiel gegen Bayer Leverkusen am 34. Spieltag. Natürlich, auf dem Papier (oder jetzt auf dem Computer) sieht dieses Restprogramm nicht ganz so schwierig aus, aber was ist denn schon leicht in der Liga? Ich bin da bei Thorsten Fink und seinen Spielern: Lasst uns von Spiel zu Spiel denken. Und nicht träumen, nicht schon vorher einen Haken hinter der einen oder anderen Partie machen. Gas geben ist angesagt, der Trainer hat es gefordert, die anderen Verantwortlichen auch – und dann wird Bilanz gezogen und abgerechnet.

Wobei die „Abrechnung“ wohl nicht ganz so spektakulär ausfallen dürfte, wie es sich viele HSV-Fans erhoffen oder auch nur vorstellen. Der HSV hat keinen Pfennig auf der Naht, er kann sich keine neuen Spieler mehr erlauben – erst einmal muss dieser viel zu große und viel zu teure Kader abgespeckt werden. Das ist nach wie vor die Realität, auch wenn dies nicht von allen so angenommen wird. Oder anders gesagt: Auch wenn das von vielen ganz einfach ignoriert wird. Aber keiner kommt um diese Feststellung herum, keiner und niemand, das ist nun mal die bittere Realität.

HSV-Chef Carl-Edgar Jarchow hat dazu in der vergangenen Woche schon reichlich etwas erzählt (dem Hamburger Abendblatt). Es wird ein zweistelliges Minus in Millionenhöhe erwartet. Wie hoch es tatsächlich ist, darüber lässt sich die Club-Führung natürlich nicht genau aus, sie wäre ja auch unklug, so etwas an die Öffentlichkeit zu bringen. Jeder aber kann davon ausgehen, dass dieses Minus ein „sattes“ sein wird.
Deshalb auch wurde schon oft ein rigoroser Sparkurs des HSV angekündigt. Und Tatsache ist nun einmal auch: Wenn Sportchef Frank Arnesen schon im Winter vergeblich darum kämpfte, den einen oder anderen Ersatzspieler an einen neuen Club zu bringen, so dürfte dieses Unterfangen auch im Sommer 2013 ähnlich schwierig sein. Und Tatsache ist doch auch: Für diese Spieler kann der HSV keine Millionen-Summen eintreiben oder fordern. Kleinvieh macht auch Mist, heißt es im Volksmund so schön, in diesem Falle aber stimmt es eben nicht. Einzig und allein der Verkauf von Heung Min Son, Rene Adler oder Rafael van der Vaart würde dem HSV eine stattliche Summe in die leere Kasse spülen. Und da Jarchow schon gesagt hat, dass weder Adler noch van der Vaart zu verkaufen sind, bliebe Son.

Ein Millionen-Transfer Sons in die englische Premier League, wo zurzeit Tottenham Hotspur angeblich Interesse an dem Südkoreaner hat, käme in dieser Situation gerade recht. Heung Min Son könnte der Thomas Doll der HSV-Neuzeit werden. Wir erinnern uns: 1991 wurde Doll nach nur einer, zugegeben überragenden, Saison an Lazio Rom verkauft. Ein Betrag in der Höhe von 15 oder 16 Millionen rettete den HSV damals vor dem finanziellen Kollaps. So könnte es in diesem Sommer auch mit Son gehen, obwohl ich nicht glaube, dass es einen zweistelligen Millionen-Betrag für Son geben würde. Aber das entscheide ja auch nicht ich.

Mein Freund Peter, der aus der rheinischen Provinz (Mühlheim), hat mir allerdings heute gesagt, dass diese Rechnung eine Milchmädchen-Rechnung sei. Und ob wir alle wahnsinnig wären, in Hamburg? Sind wir? Er sagt nämlich: „Wann hatte der HSV zuletzt einen Stürmer, der am 29. Spieltag schon elf Tore auf seinem Konto hatte? Mit Son hätte der HSV auf jeden Fall schon mal einen – für die nächsten Jahre. Bekäme der HSV acht Millionen für Son, bekäme der HSV sicherlich keinen adäquaten Ersatz für ihn. Ohne Son aber kann man doch die nächsten Spielzeiten schon wieder abhaken, denn wer schießt denn dann die Tore? An Rudnevs allein glaube ich nicht.“ Mein Freund sagt weiter (oder rechnet mir vor): „Selbst wenn der HSV in diesem Sommer keinen oder keine Spieler kaufen kann, so müsste er dann eben mit diesem dann abgespeckten Kader in die neue Saison gehen. Und? Da sind doch viele entwicklungsfähige Spieler drin. Auch in dieser Spielzeit haben sich ja einige schon großartig entwickelt, sonst wäre der HSV doch in Sachen Abstiegszone nicht so früh aus dem Schneider gewesen. Mit Son, und nur so geht es in meinen Augen, wäre der HSV aber in naher Zukunft durchaus ein Kandidat für Europa. Und deswegen darf Son, so einfach ist das, nicht verkauft werden.“

Mag sein. Es ist auf jeden Fall etwas dran. Aber wenn der HSV verkaufen muss, um überhaupt weiter atmen zu können, was dann? Dann muss Son zum HSV-Retter werden. Und ich, das muss ich zugeben, ich glaube daran, dass es so kommen wird. Ohne die Son-Millionen, so glaube ich, kann der HSV den Laden dichtmachen. Auch wenn ich nun sofort und ohne Ende jede Menge Protestschreiben erhalten werde. Erst 2015, wenn die Arena zum großen Teil bezahlt worden ist, erst dann kann der HSV aufatmen und von besseren Zeiten träumen. Aber auch erst dann. Leider.

Heung Min Son kann das schon eher. Tor für Tor wird er nicht nur teurer, sondern auch interessanter. Der Doppeltorschütze weiß das, strahlte aber am Sonnabend zunächst einmal nur über seine beiden Treffer: „Es ist wie ein Traum, diese zwei Tore sind natürlich etwas Besonderes. Sie waren für mich und die Mannschaft enorm wichtig nach den Niederlagen und der schweren Zeit zuletzt.“ Thorsten Fink lobte den Matchwinner. „Sonni hat super gearbeitet, und das erste Tor war für ihn und für uns alle ein großer Brustlöser. Das ist Effektivität.“ Und Torgefahr. So etwas wird gesucht. Auf der ganzen Welt. Deswegen wäre es klug, etwas zügiger an die Vertragsverlängerung – so sie der HSV denn überhaupt will – heranzugehen. Thorsten Fink jedenfalls wünscht sich etwas mehr Eile und drängt auf eine vorzeitige Verlängerung: „Wir sollten sehen, dass wir das bald tun. Sonni will das auch – und er weiß, dass ich auf ihn baue.“ Natürlich. Welcher Trainer würde denn nicht auf ein solches Juwel bauen?

Seit vielen Wochen liegt diese Zukunft des HSV aber in den Händen von Sportchef Frank Arnesen. „Son hat in der letzten Saison sechs Tore geschossen, nun steht er schon bei elf. Das ist mit 20 Jahren ein sehr guter Erfolg.“ Stimmt. Und seit Wochen heißt es, dass Arnesen in einem „ganz engen Kontakt zu Son-Berater Thies Bliemeister stehe“. Oft hieß es dazu auch, dass „schon in der nächsten Woche etwas passieren könne“ – aber immer wieder passierte nichts. Warum?

Über dieses Thema sprach Frank Arnesen übrigens mit dem NDR, der uns folgende Sätze zur Verfügung stellte:

Frank Arnesen ist optimistisch, dass der Hamburger SV sein Offensivjuwel Heung Min Son halten kann. „Er hat noch ein Jahr Vertrag und wir haben auch noch kein Angebot von anderen Vereinen. Wir sind eigentlich in einer sehr guten Phase mit ihm und seiner Vertragsverlängerung. Deshalb bin ich positiv, dass wir mit ihm für eine lange Periode verlängern werden“, sagte der Sportchef dem NDR Sportclub. Trotz der finanziell angespannten Situation des HSV will sich der Däne um den jungen Südkoreaner bemühen: „Ich habe gesagt, dass ich lieber keine Spieler verkaufen will, die wir brauchen können. Und Son mit seinen 20 Jahren ist einer der Spieler, die wir gerne behalten wollen“, betonte Arnesen.

Spätestens im kommenden Jahr sei die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb Pflicht, sagte Arnesen weiter. „Wenn wir keinen Führungs- oder Topspieler verkaufen müssen, dann werden wir auch im nächsten Jahr besser. Wir haben eine junge Mannschaft und junge Spieler, die jeden Tag besser werden. Sie haben in diesem Jahr einen guten Schritt gemacht. Im nächsten Jahr muss der Schritt dann sein, dass wir realistisch im europäischen Fußball spielen.“

Mehr zum Thema im Sportclub am 22.45 Uhr im NDR Fernsehen.

Kurz noch ein Absatz zu Rafael van der Vaart. Ihn schien das Kapitänsamt auf jeden Fall etwas beflügelt zu haben. Worüber ich mich gefreut habe, sogar sehr gefreut habe, ist dies: Nach dem 1:0 von Son, das der Niederländer mit einem glänzenden und schnellen Pass eingefädelt hatte, lief der neue Kapitän an den Spielfeldrand und genau in die Arme seines Trainers. Sieht man nicht so oft, jedenfalls nicht beim HSV. Für mich hatte das schon eine besondere Bedeutung. Und auf alle Fälle nicht die, dass sich van der Vaart damit bei Fink bedanken wollte, dass er nun endlich die Binde tragen darf. Ich glaube vielmehr, dass sich da zwei gefreut haben, weil alles das, was vorher geplant worden war, aufgegangen ist. Und van der Vaart hatte bereits am Mittwoch nur lobende Worte über den Trainer, seinen Trainer gefunden. Ist ja bei uns nachzulesen. So etwas sagt kein Fußball-Star, wenn es nicht stimmen würde. Und erst recht sagt es niemand, wenn er zu dieser Aussage vorher gar nicht bewegt worden ist. Rafael van der Vaart hat es aus freien Stücken erzählt – und das allein zählt für mich. Und viele, viele, die dem Coach zuletzt ans Leder (oder an den Kragen oder an seinen Stuhl) wollten, die sollten das einmal kurz überdenken.
Wäre in meinen Augen auf jeden Fall sehr empfehlenswert.

PS: Morgen, am Montag, wird im Volkspark nicht trainiert.

PSPS: Das „Matz-ab-live“ vom Sonnabend, als wir mit unseren Gästen Bernd Enge und Michael Schröder (HSV-Nachwuchsleiter) über das Mainz-Spiel und auch generell über den HSV sprachen, ist sehens- und auch empfehlenswert. Den Herren Enge und Schröder auf diesem Wege noch einmal vielen Dank für ihr Kommen. Und, um das noch einmal loszuwerden: Wir lagen uns erst nach der Sendung alle in den Armen. Nach der Sendung muss aber auch erlaubt sein.

PSPSPS: Am Freitag findet im HSV-Restaurant „1887“ in Norderstedt (HSV-Ochsenzoll) von 19 Uhr an unser Matz-ab-Treffen statt. Weil ich nun schon mehrfach gefragt worden bin: Es dürfen alle „Matz-abber“ dabei sein und kommen, auch jene, die nicht im Blog schreiben. Alles klar? Dann bis Freitag.

Noch kurz ein Wort zur Zweiten:
Die zweite Mannschaft des HSV kommt einfach nicht aus dem Tabellenkeller der Regionalliga Nord. Das Team von Trainer Rodolfo Cardoso verlor bekanntlich das Stadtderby gegen die zweite Mannschaft des FC St. Pauli mit 1:2. Erdogan Pinis per Foulelfmeter und Debütant Modijeb Jamali erzielten die Tore für St. Pauli, George Kelbel traf für den HSV, der auch das vierte Derby in Serie nicht gewinnen konnte. Das Cardoso-Team wartet weiterhin auf den ersten Sieg des Jahres und bleibt mit acht Punkten Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz Tabellenletzter (weil der VfB Lübeck als Schlusslicht schon definitiv abgestiegen ist und nur noch Freundschaftsspiele bestreitet).

Worüber sich alle mal Gedanken machen sollten – noch einmal, immer wieder: Der SC Victoria bezwang am Sonnabend den BSV Rehden mit 4:2. Das muss man sich mal vorstellen: Victoria besiegt Rehden mit 4:2, und dieses Rehden hatte zuvor den HSV mit etlichen Profis mit 4:1 nach Hamburg zurückgeschickt. Quervergleiche hinken, sagt man im Fußball, man soll sie nicht anstellen, aber diesmal scheint es mir unumgänglich. Rehden hatte vor dem Victoria-Spiel auch schon gegen Oberneuland verloren – nur der HSV mit seiner mit vielen Profis „verstärkten“ Zweiten schafft das nicht. Es ist immer noch unfassbar!

19.18 Uhr

Arnesen: “Wir müssen uns gedanklich mit dem Abstieg beschäftigen”

11. April 2013

So wichtig das Spiel der Bundesligamannschaft am Sonnabend in Mainz auch ist, ich muss einmal eine Etage tiefer schauen. Leider. Denn da gab es am Mittwoch ein enttäuschendes 2:2 gegen starke Flensburger – und das dürfte nicht reichen. Nicht, um zufrieden zu sein. Und höchstwahrscheinlich noch weniger, um nicht abzusteigen. „Wir haben noch zehn Spiele“, sagt Sportchef Frank Arnesen und rechnet vor, dass somit noch 30 Punkte zu holen sind für den Bundesliga-Unterbau zu holen wären. Allerdings schiebt er auch gleich nach, dass er selbst nicht mehr daran glauben mag. „Realistisch gesehen müssen wir uns mit dem Gedanken beschäftigen, nächste Serie nicht in der Regionalliga zu spielen.“ Ein Satz, der mir als Sportchef des großen HSV im Halse stecken bleiben würde – weil es mir schlichtweg zu unangenehm wäre. Die zweite Mannschaft des Bundesliga-Dinos schafft es trotz eines Millionen-Etats (rund 2 Millionen Euro für die U23 und den Trainerstab des Leistungsbereiches) nicht, Teams wie Cloppenburg, Rehden, Weiche oder auch Goslar hinter sich zu lassen – um nur einige zu nennen. Der HSV ist abgesehen von den zwangsabgestiegenen Lübeckern Tabellenschlusslicht der Regionalliga Nord. Und, was ich noch viel schlimmer finde, im Verein scheinen sich alle damit anzufreunden. Auch wenn es „nicht schön“ sei. So tief ist der eigene Anspruch gesunken, dass man seinen Nachwuchsspielern nächstes Jahr Schnelsen, Curslack und den schönen Grandacker von Paloma vorsetzt und es mit „leider“ abtut. Ob das nicht eher der GAU ist? Arnesen verneint: „Es ist nicht gut. Aber dann müssen wir eben so schnell es geht wieder hoch. An unserer Ausrichtung im Nachwuchsbereich ändert das nichts.“

Wobei sich mir daraus eine entscheidende Frage stellt: Welche Ausrichtung ist gemeint?

Und diese Frage habe ich heute auch Frank Arnesen stellen können, dem man wenigstens eines nicht vorwerfen kann: er drückt sich nicht vor unangenehmen Fragen. Im Gegenteil. Er beantwortet sie:

MatzAb (MA): Herr Arnesen, rechnen Sie noch mit dem Klassenerhalt der U23?
Frank Arnesen: Es sind noch 30 Punkte zu holen, und dafür müssen alle alles geben. Abstieg? Realistisch betrachtet, müssen wir damit rechnen, dass das passieren kann. Unser Plan bleibt aber derselbe und wir müssen schnell wieder aufsteigen.

MA: Wurde die U23 erst zu spät von Profis unterstützt?
Arnesen: Nein. Es gab den regelmäßigen Austausch mit Trainer Rodolfo Cardoso.

MA: Cardoso selbst sagte zuletzt, er hätte sich schon früher mehr Unterstützung gewünscht.
Arnesen: Nein, so meint er das nicht. Es gab immer Gespräche und die gibt es auch jetzt. Ein Grund dafür, dass wenige Spieler abgestellt wurden ist, das Thorsten Fink sehr viele Freundschaftsspiele gemacht hat, um alle zum Einsatz kommen zu lassen. Jetzt schicken wir sie runter, um der U23 zu helfen. Aber das geht auch nur noch bis fünf Spieltage vor Schluss. Von da an dürfen nur noch die spielen, die weniger als 50 Prozent der Spiele in der Bundesliga gemacht haben.

MA: Also beispielsweise ein Ivo Ilicevic.
Arnesen: Logisch! Ivo wird sicher bei der U23 beginnen. Aber es werden weiterhin mehrere Spieler aushelfen.

MA: Bleiben die eigenen Toptalente oder kommen gar welche, wenn sie wissen, dass sie in der Oberliga eingesetzt werden?
Arnesen: Einige wollen gehen, andere bleiben. Der Abstieg würde es nicht leichter machen. Aber insgesamt haben wir weiter sehr hohe Qualität im Nachwuchs.

MA: Sie sind ein Däne, der zuvor in einen englischen Premier-League-Klub gearbeitet hat und in einer sehr schwierigen Bundesligaphase beim HSV nach Hamburg gekommen ist. Hatten Sie seitdem überhaupt die Möglichkeit, dem Nachwuchsbereich ausreichend Zeit zu widmen?
Arnesen: Das ist schwer zu beantworten. Wir haben aber gute Leute in den Bereichen.

MA: Kennen Sie sich denn bundesweit in Sachen Nachwuchs aus? Haben Sie einen ausreichenden Überblick?
Arnesen: Ja, das schon. Wobei ich sicher die Verantwortung trage, die Kernarbeit aber bei anderen liegt. Marko Diaz ist da beispielsweise oder jetzt auch Michael Schröder, der hervorragende Arbeit leistet.

MA: Schröder sprach von einer neuen Philosophie, Sie von einer intern bekannten, gemeinsamen Ausrichtung. Welche ist das?
Arnesen: Unsere Priorität liegt auf der Ausbildung von Bundesligaspielern. Das kann dazu führen, dass der eine oder andere U19-Spieler wegen guter Leistungen mal hochgezogen wird und in der U23 spielt, um den nächsten Schritt zu machen. Das ist für ihn gut, kann aber dazu führen, dass die U19 beispielsweise geschwächt würde und verliert. In dem Fall hätte ich damit aber kaum Probleme.

MA: Geben Sie das Spielsystem der Nachwuchsmannschaften vor?
Arnesen: Ja.

MA: Welches ist das?
Arnesen: Wir wollen offensiv ausgerichtet ein 4-3-3-System mit variablen Mittelfeldspielern spielen.

MA: Das wurde nicht immer so umgesetzt.
Arnesen: Deswegen werde ich mir auch künftig einige Spiele mehr ansehen.

MA: Gibt es im Trainerbereich Konsequenzen?
Arnesen: Nicht, wie Sie meinen. Wir werden uns sicher an der einen oder anderen Stelle neu orientieren – müssen. Aber darüber werde ich mit den Beteiligten sprechen, bevor ich öffentlich irgendwas dazu sage.

MA: Cardoso bleibt aber U23-Trainer?
Arnesen: Klar, wir planen weiter mit Rodolfo. Er macht demnächst seinen Fußballlehrer und in der Zeit wird sein jetziger Cotrainer Soner Uysal übernehmen. Ansonsten ändert sich da nichts. Ebenso wenig wie in der U19, die Otto Addo weiter trainiert.

MA: Dennoch ist bekannt, dass Sie finanziell weiter Abstriche machen müssen. Wie hart trifft das den Nachwuchs?
Arnesen: Das ist noch nicht klar. Wir werden das in den nächsten Wochen mit dem Aufsichtsrat besprechen. Aber klar ist, dass wir weiter sparen müssen. In allen Abteilungen.

MA: Rund vier Millionen Euro werden jährlich in den Nachwuchs gesteckt, davon rund zwei Millionen in die U23 und den Trainerstab. Würde das auch für die Oberligasaison gelten?
Arnesen: Grundsätzlich wollen wir möglichst wenig verändern.

MA: Was ist falsch gelaufen? Welche Fehler wurden gemacht?
Arnesen: In der Hinrunde haben wir gepunktet, da war alles okay. Dann wurden die Punkte gegen Lübeck abgezogen und aktuell hat die Mannschaft Probleme, auch wenn sie wie gegen Weiche mal gut spielt. Aber auf dem leider schlechten Platz (Plambeck-Stadion von Eintracht Norderstedt, d. Red.) ist es schwer. Wir spielen guten Fußball – das ist dort schwer. Und der Gegner hat hervorragend gekämpft. Es kommt im Moment sehr viel zusammen – aber nur wenig passt.

Das stimmt. Gleiches gilt für den Bundesligabereich, der spätestens seit Freiburg quasi ohne höhere Ziele durch die Saison geistert. Zeit, um etwas auszuprobieren? Auf jeden Fall kündigte Fink heute schon mal an, dass er eine personelle Veränderung vornehmen will. So soll Petr Jiracek – auch wenn Fink das nicht ausdrücklich sagte, ist der Tscheche gemeint gewesen – ins Team rücken. Voraussichtlich neben Milan Badelj auf der Doppel-Sechs. Zudem erklärte Fink heute, dass er in Mainz definitiv mit nur eine Spitze spielen lassen will, dahinter ein offensives Dreier-Gespann (voraussichtlich Aogo, van der Vaart und Skjelbred) aufbietet.

Das soll es für heute gewesen sein. Wenig Profifußball, viel Amateurbereich – aber sicher thematisch im Moment hoch zu hängen.

Womit ich mich meinem heutigen Blog-Ende nähere. Das allerdings nicht, ohne Euch vorher erzählt zu haben, wen wir am Sonnabend bei „Matz ab live“ zu Gast haben. Thematisch passend sind das der neue Nachwuchsleiter Michael Schröder sowie der ehemalige Aufsichtsrat und Amateurfußballkenner Bernd Enge. Zwei Gäste, die sich im Profibereich ebenso auskennen wie im Amateurfußball und somit bestens darüber sprechen können. Sendebeginn ist wie immer bei 15.30-Spielen um 17.30 Uhr aus dem Block House in Eidelstedt.

Bis morgen. Dann werde ich mich noch mal mit dem Thema der Woche bei Euch melden: dem Kapitänswechsel. Von Fink heute als „Richtungswechsel“ bezeichnet, von mir noch immer nicht endgültig verstanden.

In diesem Sinne,
Scholle

P.S.: Michael Mancienne musste heute etwas früher in die Kabine. Leichte Oberschenkelprobleme habe der Engländer, so Fink, der den Einsatz des Innenverteidigers als „ungefährdet“ bezeichnet. Zudem legte sich Fink fest, dass Badelj („Er hat die Pause von letzter Woche super verkraftet und wieder zu alter Form gefunden“) wieder in die Startelf rückt.

Hrubesch und Jahn: In der HSV-Nachwuchsarbeit fehlt es an Ehrlichkeit und Kompetenz

22. März 2013

Nichts. Kein Spieler, kein Funktionär, kein Training – beim HSV passiert aktuell nichts. 15 Akteure schnüren ihre Fußballschuhe für ihr jeweiliges Land – der Rest macht frei. Michael Schröder nicht. Der muss arbeiten. Und das nicht zu knapp. Der neue Nachwuchsleiter tritt ein hartes Erbe an. Und dafür bedarf es eigentlich Tage, die 25 Stunden haben. Und er braucht Hilfe von außen, von Leuten, die in diesem Bereich lange arbeiten und die Hamburg kennen. So einer wäre Horst Hrubesch. Das HSV-Idol der Achtzigerjahre war am Montag zu Gast in Hamburg. Einige Blogger waren beim Oddset-Talk mit dem Hamburger Fußballverband und Dieter Matz auch dabei. Und die meisten haben sich immer wieder gefragt: Warum hat er HSV nie versucht, Horst Hrubesch zum HSV zu lotsen? Zumindest habe ich mir und den HSV-Verantwortlichen genau diese Frage schon des Öfteren gestellt.

Immerhin verfügt Hrubesch, der von 1978 bis 1983 beim HSV spielte und Torschützenkönig („Banane Manni – ich Kopf – Tor“) der Saison 1981/1982 wurde, arbeitet mit einer Unterbrechung seit 1998 für den Juniorenbereich des DFB. Die kurze Ära als Co-Trainer von Erich Ribbeck bei der EM 2000 lasse ich mal unerwähnt… Egal wie, auf jeden Fall aber ist Hrubesch seit nunmehr fast 15 Jahren als Angestellter des DFB für den bundesdeutschen Nachwuchs zuständig. Hrubesch war dabei, als der DFB zusammen mit der DFL 2000 das neue Jugendkonzept (Verpflichtung der Bundesligisten zur Errichtung von Leistungszentren sowie Gründung der bundesweiten DFB-Stützpunkte) verabschiedete. Und er ist beim HSV noch immer sehr nah. Obgleich es ihm nicht leicht gemacht wird.

Was im ersten Moment parteiisch aufgeschrieben wirkt, ist tatsächlich meine Überzeugung. Und die habe ich in nunmehr dutzenden Gesprächen mit den verschiedenen Verantwortlichen, von dem viel zu früh verstorbenen Werner Hackmann, Holger Hieronymus, über Bernd Hoffmann und Dietmar Beiersdorfer bis zum heutigen Klubboss Carl Jarchow samt Frank Arnesen gewonnen. Alle wie sie da waren und noch immer sind, haben die Sinnhaftigkeit erkannt, mit ehemaligen Größen den Nachwuchsbereich qualitativ anzuheben. Nur erkennbar gemacht hat bislang keiner was. Oder besser: es wurde zu wenig gemacht. Horst Hrubesch beispielsweise wurde nur einmal um Rat gebeten. „Dietmar Beiersdorfer hat mich mal gefragt, ob ich dem HSV helfen würde. Ich habe natürlich ja gesagt und wir haben gesprochen.“ Allerdings genau einmal. Ansonsten gab es nur losen Kontakt. Ausgenommen diesen einen Anruf von Hoffmann vor den Halbfinals in der Europa League, über den Hrubesch heute lieber nicht mehr sprechen will…

Nein, als Übergangslösung ist Hrubesch nicht zu haben. Im Gegenteil. Das einstige Kopfballungeheuer setzt auf Konstanz, hofft genau darauf auch bei seinem HSV. „Es ist nicht wichtig, ob ich da bin oder jemand anders“, sagt Hrubesch, „es zählt nur, dass der Verein eine einheitliche Philosophie vertritt. So, wie es am Anfang der Saison 2011/2012 wirkte. Von Oenning bis hin zu Fink setzte der Verein auf junge Trainer und junge Spieler.“ Ein Umstand, der ebenso aus der Not heraus geboren war, wie er Hrubesch gefiel. „Es wirkte einheitlich und klar. Aber diesen Weg muss man klarer gehen, der muss deutlicher erkennbar werden.“ Rafael van der Vaart, Milan Badelj und Petr Jiracek passten da nicht sofort ins Bild, das sich weiter verziehen könnte. Hrubesch: „Jetzt muss der HSV zu Bayern und hat danach auch noch einige unangenehme Aufgaben vor sich. Welchen Weg geht der HSV, wenn er sich nicht international qualifiziert?“

Horst Hrubesch macht sich Sorgen. Das bundesweit kolportierte Bild vom HSV („Ich beurteile das natürlich nur als Außenstehender“) gefällt ihm nicht. Gerade das Thema Nachwuchsarbeit, sein Steckenpferd, bereitet ihm Kopfzerbrechen. „Ich frage mich oft: Was passt da überhaupt?“ Insbesondere der Fall Levin Öztunali habe ihn wieder aus allen Wolken gerissen. „Dass der Junge ein richtig Guter ist, war lange vorher bekannt. Trotzdem hat sich der HSV erst spät bemüht. Dass der Spieler dann aber, wo sein Vertrag am Saisonende ausläuft, für einen anderen Club entscheidet, halte ich für völlig legitim. Nicht aber, ihn fortan vom Spielbetrieb auszuschließen. Da verstehe ich Uwe, dass er sauer wird. Mit dieser Art habe ich auch ein Problem. Welches Elternteil vertraut diesem Verein – bei der heutzutage so großen Konkurrenz – denn seinen Jungen an, wenn so etwas passiert? Da herrscht einfach kein Vertrauen. Da fehlt mir Ehrlichkeit.“

Die Vertrauensbasis zerstört ist auch zwischen dem HSV und dem Hamburger Fußballverband. Vor knapp zwei Jahren hatte sich der HSV von der Abstellung seiner Spieler für das Verbandstraining losgesagt – und war damit auf Konfrontationskurs mit Verbandstrainer Uwe Jahn gegangen. „Ich habe viel unternommen, Gespräche gesucht und geführt – alles erfolglos. Jetzt führe ich keine Gespräche mehr, sofern der HSV kein Interesse daran annonciert.“ Einzig mit einigen Trainern aus dem HSV-Nachwuchsbereich habe sich das Verhältnis normalisiert, dort würden Spieler das Verbandstraining besuchen dürfen. „Aber ansonsten verhält sich der HSV äußerst ungeschickt“, so Jahn, der vor allem mangelnde Kompetenz beim HSV ausgemacht hat. „Mir fehlt bei den handelnden Personen die Kompetenz und vor allem die Kenntnis, bei den Jugendlichen Prognosen zu stellen.“ Umso bitterer sei es, dass sich der HSV durch sein Abkanzeln auch die Hilfe der Verbandstrainer nimmt. „Die Ausbildung ist lückenhaft. Mentale Ausbildung kaum gegeben“, kritisiert Jahn Dinge, die inzwischen allseits bekannt sind. Dabei sieht sich der HSV doch korrekterweise als Wirtschaftsunternehmen. Er handelt nur nicht danach. Denn in jedem größeren Unternehmen würde eine Analyse der Schwachstellen vorgenommen und dort investiert, wo die Prognose am besten ist.“ Insofern wundere es ihn nicht, dass der HSV seinen Nachwuchsetat weiter zusammenkürzt. „Und das in einer finanziell derart angespannten Phase, wo der HSV quasi verpflichtet ist, insbesondere diesen Bereich zu stärken.“

Von Außenstehenden ist tatsächlich nur sehr wenig Gutes zu hören über den HSV-Nachwuchs. Und auch ehemalige Mitarbeiter sprechen von eher wachsenden Problemen. Die Hoffnung, dass Michael Schröder diesen Problemberg beheben kann, ist bei vielen nur gering. Und das weniger, weil man es dem Ex-Profi nicht zutraut. Jahn: „Nein, beim HSV fehlt eine klare Philosophie, die vom Präsidenten oder in diesem Fall vom Vorstandsvorsitzenden mitgeteilt und ausgegeben wird. Und vor allem muss der Club zu dieser Philosophie stehen. Und das ist nicht der Fall. Wie sonst ist es zu erklären, dass seit Jahren aus Hamburg kaum mehr was kommt? Aktuell haben wir noch Jonathan Tah in der U17, der beim HSV spielt. Anschließend wird es in den Nationalmannschaften aber schon sehr dünn.“ Dass dies zu Zeiten Beiersdorfer/Hoffmann anders war, will Hrubesch nicht gelten lassen. „Damals hat man sich die Talente aus Berlin geholt, eingekauft. Aber ausgebildet wurden die nie in Hamburg. Der HSV hat es nicht geschafft, Spieler wie Sam, Beister, Ben-Hatira, Torun und Schahin auszubilden. Das mussten sich die Spieler alle woanders holen.“ Wenn er eine Frage frei hätte, was er die HSV-Verantwortlichen fragen würde: „Ganz einfach, ich würde fragen, was der HSV vorhat und wie er das erreichen will…“

Eigentlich wollte ich heute Michael Schröder zu all diesen Punkten befragen. Immerhin hat er eine faire Chance absolut verdient. Und wer weiß, vielleicht hat der sympathische Ex-HSV-Profi ja genau diese Baustellen auf dem Zettel und sucht nach Lösungen. Zuzutrauen ist es ihm allemal. Leider konnte ich ihn nicht erreichen. Aber das werde ich nachholen. Ganz klar. Zum einen, um die Berichterstattung zu einem derart wichtigen Thema wie der Nachwuchsarbeit nicht einseitig werden zu lassen. Zum anderen aber, weil ich die Hoffnung (so naiv das sein mag) einfach nicht aufgeben will, dass die seit etlichen Jahren bekannten Probleme irgendwann auch beim HSV angegangen werden. Ob mit oder ohne Hrubesch, das ist mir dabei fast egal. Es geht um die Sache. Ich habe es nur satt, dass alle immer alle Probleme erkennen – aber niemand etwas dagegen unternimmt. Der HSV muss endlich einen starken Mann in den Vorstand holen, der die Nachwuchsarbeit zur Chefsache erklärt und der die Nachwuchsphilosophie vorgibt und vorlebt. Einen, der den Weg konsequent durchsetzt und dabei die nötige Zeit und vor allem die nötige Rückendeckung im Vorstand hat. Es wäre ein Anfang – auch, wenn das nur der erste Schritt von vielen wäre…

So, damit schließe ich den ‚Dreiteiler Nachwuchsarbeit’ und übergebe an Dieter, der morgen wieder für Euch da ist. Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende und hoffe, dass wir in den Spielen der deutschen Nationalmannschaft gezeigt bekommen, wie schön es aussehen kann, wenn Talente optimal gefördert werden…

In diesem Sinne, schönes Wochenende,
Scholle

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