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Oliver Kreuzer: “Wir reden nichts schön . . .”

26. August 2013

Beim HSV wird jetzt schon eine 0:1-Niederlage wie ein Sieg gefeiert, nur deshalb, weil es nur ein 0:1 und kein 1:5 war. Das sagen Spötter – und zwar landauf, landein. „Falsch“, sagt HSV-Sportchef Oliver Kreuzer, „wir feiern keine Niederlage, und wir reden auch nichts schön. Ich bleibe dabei, wir reden nichts schön. Aber es ist doch normal: Wenn man 1:5 verliert, und dann hat man in der folgenden Woche solche Probleme – das geht doch an keiner Mannschaft spurlos vorüber. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass wir in Berlin nach anfänglichen Schwierigkeiten besser ins Spiel gekommen sind. Eigentlich hätten wir da einen Punkt verdient gehabt. Und mit etwas mehr Abschlussglück und mit etwas mehr Zielstrebigkeit holen wir auch einen Punkt dort.“ Kreuzer weiter: „Dann haben wir zwar immer noch keinen Sieg, aber nach Hoffenheim musst du doch auch die kleinen Dinge aufgreifen, um voran zu kommen. So wissen wir natürlich selbst: Drei Spiele, ein Punkt – große Kacke. Ja, das wissen wir selbst. Aber wir feiern jetzt keine Niederlage, feiern auch keine Wiederauferstehung. Nein, es war ein Trend zu sehen, und diesen Trend müssen wir gegen Braunschweig intensivieren.“

Kreuzer ging auch kurz noch einmal auf die vergangene Woche ein, als der HSV Gesprächsthema Nummer eins in Fußball-Deutschland war: „Was da passiert ist, ist eigentlich nicht förderlich für einen Fußball-Verein, auch nicht für eine Fußball-Mannschaft. Das waren Dinge, die nichts mit dem Fußball zu tun hatten, aber es waren Dinge, die uns und die Mannschaft natürlich begleitet haben. Das soll aber keine Entschuldigung sein für die Niederlage in Berlin.“ Und, um gleich in die Zukunft zu blicken: „Wir wollen am Sonnabend gegen Braunschweig gewinnen, ganz klar, deswegen hoffen wir auch auf Ruhe in dieser Woche, damit wir uns ruhig und konzentriert auf dieses Spiel vorbereiten können.“

Speziell zu Kühne sagte Kreuzer: „Ich hatte vor drei Wochen ein sehr angenehmes Gespräch mit dem Herrn Kühne, deswegen hat mich diese Pauschal-Kritik an alle Leute im Verein geärgert. Man kann immer diskutieren über Struktur-Änderungen, das ist in Ordnung, aber ob man das in dieser Form machen muss, darüber kann man auch diskutieren, doch ich fand es komplett unangebracht, dass er auf einzelne Personen losgeht, die er gar nicht kennt, deren Arbeit er aus der Distanz gar nicht beurteilen kann.“

Drei Spiele, ein Pünktchen – träumt der HSV immer noch international? Oder werden die Ansprüche nun doch schon zurückgeschraubt? Kreuzer: „Das wollen wir noch nicht, ich glaube, die Mannschaft hat diese Qualität. Wenn wir nach dem 3:3 gegen Schalke gegen Hoffenheim gewonnen hätten, dann hätte das alles eine gewisse Eigendynamik abgenommen – leider lief es nicht so, leider sind wir gegen Hoffenheim untergegangen. Und dann hatten wir diese schwere Woche, dann das Spiel in Berlin, in dem die Mannschaft zunächst noch unter dem Einfluss des 1:5 stand. Trotz allem bin ich der Meinung, dass wir in Berlin eine Leistungssteigerung in allen Bereichen haben erkennen lassen.“

Ich bleibe dabei: Wenn der gute „Rudi“ Artjoms Rudnevs eine oder zwei von seinen drei Groß-Chancen genutzt hätte, dann hätte der HSV nie verloren. Vielleicht auch deshalb will der HSV die Suche nach einem neuen Angreifer noch einmal verstärken. Plötzlich und unerwartet hatte ja Club-Chef Carl-Edgar Jarchow am Sonntag beim NDR-Sportclub live zu diesem Thema gesagt:

„Wir würden sicherlich gerne noch einen weiteren offensiven Spieler verpflichten. Wir wären sicherlich dazu in der Lage, aber wir haben uns gewisse Budgetziele gesetzt . . .“

Was Jarchow sonst noch gesagt hat, könnt Ihr im weiteren Verlauf dieses Berichtes lesen.

Interessant aber war, dass der HSV „dazu in der Lage wäre“. Das hieß doch in den letzten Wochen ganz anders: Erst verkaufen, um Geld zu haben für einen neuen Stürmer. Und noch immer sind Robert Tesche, Gojko Kacar, Michael Mancienne und Slobodan Rajkovic nicht verkauft beziehungsweise nicht verschenkt worden – und trotz allem „in der Lage“? Was ist über Nacht passiert? Ein Lottogewinn? Oder hat Klaus-Michael Kühne doch noch ein Einsehen gehabt? Ich bin gespannt, wie sich diese Suche und das Bezahlen eines neuen Stürmers noch entwickelt. Eren Derdiyok (Hoffenheim) könnte der „Neue“ sein, Julian Schieber (BVB) oder auch Patrick Helmes (Wolfsburg II), vielleicht auch Ciprian Marica (zuletzt Schalke 04). Mladen Petric ist es nicht, das steht fest. So gut wie, denke ich mal, man soll im Fußball ja nie nie sagen.

Oliver Kreuzer zur Stürmer-Suche: „Wir werden heute im Verein beraten, was machbar ist. Wir brauchen in der Offensive noch einen guten Mann, nicht allein deswegen, um dem Rudi Druck zu machen, sondern auch deshalb, um dem Trainer eine Alternative anzubieten. In Berlin saß kein Stürmer mehr auf der Ersatzbank, und da ist es für einen Trainer schon wichtig, wenn man gegen Ende des Spiels noch einmal Druck machen will, dass man dann noch eine Alternative hat.“ Kreuzer sagt dann noch zwei wichtige Dinge: „Die Zeit drängt. Und ein neuer Stürmer würde absolut Sinn machen. Absolut Sinn machen, keine Frage. Denn wenn man keinen Stürmer mehr holen würde, begibst du dich natürlich in gefährliche Situationen. Es kann doch mal sein, dass sich der Rudi für acht Wochen verletzt, oder er kassiert eine dumme Karte. Und dann hätte man keine Alternative, und das halte ich für gefährlich. Man würde den Erfolg gefährden, denn um Spiele zu gewinnen, braucht man Tore . . .“

Auch auf der Abgabenseite will der HSV in dieser Woche – natürlich – noch etwas tun. Gut sieht es – so der Sportchef – bei Robert Tesche aus, dem ein Angebot aus Deutschland vorliegen soll, und gut sieht es auch bei Gojko Kacar aus, der beim russischen Tabellenletzten Tom Tomsk im Gespräch sein soll. Michael Mancienne möchte gerne gehen, Slobodan Rajkovic möchte gar nicht so gerne gehen – offenbar ist der HSV-Vertrag doch zu gut.

Dass diese „aussortierten“ Spieler eventuell doch noch einmal eine Rolle beim und für den HSV spielen könnten, verneint Oliver Kreuzer strikt: „Das wäre grundverkehrt, da macht man sich als Verein auch lächerlich. Man muss jetzt dazu stehen, denn wir haben beschlossen, dass wir unseren Weg ohne diese Spieler gehen – da gibt es auch kein Zurück mehr.“ Das wäre also endgültig geklärt.

So, dann noch einmal zurück zum vergangenen Sonntag. Da war der HSV-Vorstandsvorsitzende Carl-Edgar Jarchow zu Gast im NDR Sportclub live und gab ein ausführliches Interview zur Lage des HSV. Er sagte dabei über . . .

. . . Trainer Thorsten Fink:
Er hat noch Kredit, keine Frage.

… zu möglichen Verpflichtungen:
Wir würden sicherlich gerne noch einen weiteren offensiven Spieler verpflichten. Wir wären sicherlich dazu in der Lage, aber wir haben uns gewisse Budgetziele gesetzt, wir wollen keinen Verlust machen, insofern werden wir versuchen, unseren Kader in den nächsten Tagen noch zu verkleinern. Auf alles andere sind wir vorbereitet.

… zum Kühne-Interview im Hamburger Abendblatt:
Seine Vorschläge, das ist seine private Meinung, die kann er gerne äußern. Ich werde das nicht befeuern, indem ich dazu Stellung nehme. Man sollte ganz deutlich sagen, der HSV ist kein Verein, der sich von außen hineinregieren lässt, sondern der Vorstand ist für den Trainer zuständig und der von den Mitgliedern gewählte Aufsichtsrat für den Vorstand und so wird es auch bleiben. Die Frage einer veränderten Struktur werden wir intern besprechen und als Vorstand auch begleiten.
Der HSV wäre schlecht beraten, wenn er sich von außen unter Druck setzen ließe von einer einzelnen Person, die sagt, wenn ihr das und das macht, dann kriegt ihr mein Geld. Wenn wir uns in diese Abhängigkeit begeben, wären wir schlecht beraten.

Zu Wort kam in der Sendung auch der ehemalige HSV-Präsident Dr. Wolfgang Klein. Er sagte im NDR Sportclub-Interview …

… zur Reaktion von HSV-Sportdirektor Kreuzer auf die Kühne-Kritik:
Ich finde es schlicht und ergreifend dumm. Das spricht nicht unbedingt für Herrn Kreuzer. Darüber gibt es ja hoffentlich keine Debatte, dass Herr Kühne für den HSV bisher weit mehr geleistet hat als Herr Kreuzer. Und Herr Kreuzer schneidet sich damit möglicherweise Investitionsmöglichkeiten ab, um die Mannschaft zu verstärken. Ich hoffe, dass das nicht geschieht, aber die Gefahr ist groß. Wenn man so unüberlegt reagiert, dann ist das einfach dumm.

… zur Personalie Carl-Edgar Jarchow:
Er hat seine eigene Position geschwächt, indem er auf die Frage zur Strukturreform sinngemäß gesagt hat: Das ist nicht mein Bier, das ist Sache der Mitglieder. Wenn man das vergleicht mit einem mittelständischen Unternehmen, dann möchte man wissen, was mit dem Geschäftsführer eines solchen Unternehmens wäre, wenn der sich so äußern würde.
Er muss sich hinterfragen, was überhaupt seine Aufgabe ist. Was eigentlich notwendig ist für den HSV. Und wenn er nicht einsieht, dass er sich selbst stark machen muss für die Strukturreform, für die Ausgliederung des Profi-Fußballs, dann hat er auch keine Position mehr nach einer Strukturreform im HSV.

… zum Image des HSV:
Ich kenne keinen in Deutschland, der ein bisschen Ahnung vom Fußball hat, der sagt, der HSV hätte noch bis Ende letzten Jahres ein positives Image gehabt. Ich kenne keinen Spielerberater, der gerne mit dem HSV verhandelt, ich kenne keinen Spieler, der von sich aus gerne zum HSV kommen würde, und ich kenne auch keinen Sportchef und keinen Aufsichtsratskandidaten, der bei dieser Struktur wirklich gern mit dem HSV spricht. Und das sage ich eben. Die notwendige Grundlage für eine verbesserte Situation ist einfach die Strukturreform.“

… zur Strukturreform:
Ich habe die große Hoffnung, dass in der Mitgliederversammlung im Januar bereits sehr ernsthaft nicht nur über die Strukturreform geredet wird, sondern dass wir sogar eine Dreiviertelmehrheit zusammenkriegen. Und das würde die Ausgliederung des Fußballbereichs bedeuten. Ich verwende das Wort Ausgliederung ganz bewusst. Ich weiß, beim HSV soll man nur Strukturreform sagen, aber ich weiß nicht, warum dieses alberne Unterscheiden notwendig sein soll.“

Ja, ich will Euch nicht langweilen, aber ich werde mit Mails und sonstigen Nachrichten-Formen zugeschmissen. Ist ja auch logisch. Ich wurde u. a. gefragt, ob ich meine Telefonnummer nicht preisgeben könne, weil es so einfacher wäre, Probleme zu besprechen. Andere „Matz-abber“, so ist hier zu lesen (stimmt ja!), hätten meine Nummer ja auch. Da bitte ich um Nachsicht, dass ich meine Handy-Nummer nicht öffentlich machen möchte. Diejenigen, die sie haben, die waren wohl einst mal Matz-ab-Gewinner und wurden von mir angerufen, oder sie hatten die Nummer schon früher, bevor ich mit „Matz ab“ losgelegt habe. Wenn ich aber meine Nummer hier nennen würde – ich würde kaum noch zu anderen Arbeiten kommen, ganz sicher. Deswegen bitte ich um Verständnis, dass nicht . . .

Dann bekam ich auch einige Leserbriefe, die so begannen:

Ich bin mal gespannt, ob Sie den Mut finden oder haben, meine Zuschrift zu veröffentlichen . . .

Darauf bin ich nicht so sehr gespannt, denn das ist für mich die denkbar schlechteste Variante, einen Leserbrief zu beginnen. Wenn ein Brief gut ist, wenn dazu auch die Chance besteht, es vom Platz her zu veröffentlichen, dann wird er auch hier gezeigt. So wie die, die nun noch folgen. Wer sich gelangweilt fühlt, sollte nun „abschalten“, aber ich denke, es sind ganz lesenwerte Beiträge aus unserer Mitte. Und noch ein kurzer Hinweis: Ein User schrieb mir, dass Günter Netzer mein Favorit Nummer eins sei. Das stimmt grundsätzlich, denn ich hänge, wo immer Netzer auch etwas sagt, stets an seinen Lippen. Der Mann ist Weltklasse. Aber ich habe niemals behauptet, er sei ein Mann für den HSV, Netzer sei der Mann, der den HSV aus dem Sumpf führen kann. Da muss ein Missverständnis vorliegen, so etwas habe ich nie geschrieben und nie behauptet.

Nun aber der erste Beitrag aus unserer Mitte:

Einen Funken Hoffnung bitte!!!
Sehr geehrter Herr Matz, für uns alle als HSVer sind es wieder mal schwere Tage… und alle sind sicherlich froh um jeden kleinen Hoffnungsschimmer. Daher möchte ich eine Frage an Sie richten. Generell ist es ja mehr als lobenswert, wenn bei unserem Verein auch mal passiert, ohne das dies direkt in den Medien breitgetreten wird. Daher ist es für Sie natürlich auch wohl sehr schwierig meine Frage betreffend eine Antwort zu formulieren, da ja eigentlich im besten Fall alles hinter verschlossenen Türen eingetütet werden soll, bevor es nach außen dringt. Fragen muss ich trotzdem: Sie haben wiederholt angedeutet, dass “etwas Großes” passieren kann/soll/wird… ehemalige HSV-Größen und ein paar Millionen von Herrn Kühne könnten dabei eine Rolle spielen.

Meine Frage: läuft die Planung nach aktueller Kenntnis weiterhin? Und wann ist ENDLICH!!! mit einer entsprechenden Entscheidung zu rechnen? Ich frage mich ernsthaft wie es nur sein kann, dass eine Kapazität des deutschen Fußballs wie Felix Magath mit seiner Geschichte in unserem Verein im AR keine Mehrheit finden kann. Gut, die Probleme sind mir bekannt… aber generell ist es einfach unfassbar. Zwischen den Zeilen ist ja sehr deutlich zu lesen, dass Magath nur zu gerne zur Verfügung stehen würde. Wenn ich zudem lese, dass Horst Hrubesch sagt er würde, unter den richtigen Voraussetzungen, gerne helfen und in der angespannten finanziellen Situation in entsprechender Konstellation auch von Herrn Kühne eine weitere “Schenkung” erfolgen könnte, dann frage ich mich: wann geht da jemand mal richtig in die Offensive, wann passiert da was?

Magath könnte als einer der wenigen für etwas Ruhe in der Presselandschaft UND im Verein sorgen, Hrubesch kennt alle Talente im deutschen Fußball… all das muss man ja keinem erzählen… wie soll und kann das laufen? Verschiedene Personen müssten ja letztlich freiwillig zum Wohle des Vereins zurücktreten, um den Weg frei zu machen. Magath & Co. werden es sicher nicht auf eine “Kampfabstimmung” ankommen lassen, die haben sie nämlich nicht nötig… und sie würden “es” nur machen, wenn eine Ausgliederung erfolgt?! Also müsste der aktuelle Vorstand diese durchbringen. Das Interesse daran erscheint mir von dort jedoch insgesamt sehr vage. Und eine Ausgliederung hätte wohl entweder nur dann, oder zumindest weit größere Chancen, wenn Magath und andere namentlich sich dann auch zur Verfügung stellen würden. Offiziell, nicht so schemenhaft wie bisher. Vielleicht können Sie ja aus ihrer Sicht, ohne vielleicht zu viel zu verraten, zumindest mal skizzieren, wie sich die Angelegenheit darstellen könnte.
Ich bin gespannt…
Danke und Gruß, Sascha

Zur allgemeinen Lage des HSV erhielt ich – schätze ich mal – weit über 100 Mails, und täglich kommen mehr. Hier nur ein Exemplar davon:

Guten Tag.

Seit zwei drei Tagen kämpfe ich mit mir, ob ich mich in dieser Angelegenheit auch zu Wort melden soll. Ich wollte allerdings in keinem Fall einen Matz-ab-Kommentar verfassen, denn in diesem Forum geht es ja hauptsächlich um Rechthaberei – mir allerdings ist das nicht das Wichtigste.

Ich will auch nicht groß meine Meinung zu den vielen aktuellen Affären des HSV darlegen, ich möchte nur einmal darauf hinweisen, wie dies Theater in anderen Gegenden Deutschlands – in meinem Fall in Frankfurt am Main – ankommt. Der HSV und seine Protagonisten verkommen hier zur Lachnummer der Nation. Es wird schon nicht mehr über die HSV-Eklats berichtet, nein, sie werden nur noch glossiert. Speziell in Frankfurt steigt das Ansehen Armin Vehs, der ja von sich aus nicht mehr beim HSV bleiben wollte, bevor er entlassen wurde.

Wenn tatsächlich die zwei freien Tage bereits vorher, vermutlich in allgemeiner Erwartung eines sicheren Sieges, gewährt wurden, dann ist es sicherlich wenig verwerflich, dass diese Tage von zwei wahrscheinlich daran unbeteiligten Ersatzspielern verplant wurden. Der Flug nach Mallorca ist nur knapp eine Stunde länger als der nach München, wo der Trainer die zwei freien Tage bei seiner Familie verbracht habe, hieß es in den hiesigen Zeitungen.
Natürlich tragen auch die Medien in Hamburg dazu bei, und ich frage mich wirklich, warum es notwendig ist, alles, wirklich aber auch alles breitzutreten. Wenn ich beispielsweise an Wochenenden meinem Basketballverein hinterherfahre, obwohl ich auch andere Dinge zu tun hätte, schreibt kein Mensch darüber. Wenn Vertragsverhandlungen unterbrochen werden – ein völlig normaler Vorgang – dann wird drei Tage lang ein Trara gemacht. Warum kann die Presse nicht auch einmal einvernehmlich sagen: „Das ist nun eigentlich Privatsache und keiner Berichterstattung wert?”

Wenn sich also noch mehr Deutsche außerhalb Hamburgs bestens amüsieren sollen, dann sollte sowohl der HSV als auch die Hamburger Presse so weitermachen, auch die Kabarettisten und Satiriker werden sich sicher freuen, während die Fans sich schämen.

Soweit das Stimmungsbild aus Frankfurt, kann gerne auch an die Herren Matz und Scholle weitergegeben werden – was vermutlich aber nicht nötig sein wird, da ich vermute, dass sie bestens informiert sind.

Klaus G.

Dann zu den neuen Strukturen, die kommen müssen und sollten, wenn der HSV weiterhin in der Ersten Liga spielen soll. Es ist nur ein Ausschnitt aus einer längeren Mail:

. . . .Ich finde es aber schade, so hab ich das Gefühl, das du ein wenig in der Neutralität zu diesem Thema abtauchst und deine täglichen Hoffnungsvolle Worte in Bezug auf:
„Da tut sich was und das ist gut so!“ kaum noch wissen lässt. Zumal es gestern in der Bild am Sonntag eine Steilvorlage von Herrn Netzer gab dieses Thema wieder und wieder zu thematisieren!

Oder ist es mittlerweile (kenne ja die Mails, SMS, etc. nicht an dich) zu heikel geworden, dieses täglich in deinem Blog so rüber zu bringen?

Dazu möchte ich sagen, dass ich nicht müde geworden bin, dass ich aber nicht immer mit dem langweilen möchte, was ich bisher schon geschrieben habe. Tatsache ist, dass es hinter den Kulissen reichlich Betrieb gibt, und schon bald wird der eine oder andere HSVer, der daran beteiligt ist, damit an die Öffentlichkeit treten. Das soll, so wie ich weiß, schon in der kommenden Woche der Fall sein – Ihr werdet es dann von allen Seiten erfahren. Nur Geduld. Aber es tut sich etwas. Etwas Gutes, so denke ich. Auch wenn vom Aufsichtsrat ja der eine oder andere schon tatkräftig dagegen arbeitet, aber das ist ja auch alles eine Sache der Einstellung. Punktspiele auf dem Grandplatz an der Gustav-Falke-Straße, oder weiterhin in der Ersten Liga und im Volkspark, das ist hier die Frage.

PS: Morgen (Dienstag) wird im Volkspark um 10 Uhr trainiert. Um 18.30 Uhr spielt dann der HSV in Heide gegen den „kleinen HSV“ aus der Schleswig-Holstein-Liga.

18.06 Uhr

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