Archiv für das Tag 'Scheel'

Bravo! Die U 23 begeistert weiter!

11. Oktober 2014

Aus aktuellem Anlass stelle ich heute nicht die Profis nach vorn, sondern den Nachwuchs. Heute Nachmittag hat die U 23 des HSV ihre Serie fortgesetzt. In der Regionalliga Nord gewann das Team von Trainer Daniel Petrowsky mit 4:1 gegen Hannover 96. Und es war zeitweise Fußball wie aus einem Guss. Am Anfang kamen die Niedersachsen, auch angetrieben von ihren zahlreichen Fans, zum ersten Treffer. Doch der HSV hielt dagegen. Glänzend, wie der Ausgleich durch Tolcay Cigerci von Philipp Müller vorbereitet wurde (Ich musste spontan an Scholles Blog vorgestern denken, als er von Müller geschrieben hat. Der Bursche hat echt was drauf.)! Wunderbar die Kombination vor dem 2:1 mit dem letzten Pass von Kapitän Sven Mende in die Mitte zum Torschützen Mohamed Gouaida! Und ebenso klasse die Vorarbeit von Ronny Marcos, die wieder Cigerci zum 3:1 nutzte!

Es gab begeisterten Beifall des Publikums. 1400 Zuschauer haben sich an diesem sonnigen Tag auf den Weg an die Hagenbeckstraße gemacht – und sie haben ihr Kommen ganz sicher nicht bereut. Spielfreude und Tempo waren in der Partie. Das war ohne Einschränkungen wirklich erste Sahne. Nach zwölf Saisonspielen steht die Mannschaft bei elf Siegen und einem Unentschieden, also 34 Punkten, an der Tabellenspitze. 38:9 Tore hat sie geschossen. Eine beeindruckende Bilanz, und von der Stärke des HSV-Nachwuchses hat sich auch Uwe Erkenbrecher überzeugen können. „Erke“ ist aktuell Trainer des VfR Neumünster, des nächsten HSV-Gegners. Dann müssen die Hamburger Jungs auswärts antreten.

Im Publikum staunte übrigens auch die gesamte HSV-Prominenz. Trainer Joe Zinnbauer kam mit dem Fahrrad, auch Sportdirektor Bernhard Peters und der Vereins-Boss Dietmar Beiersdorfer waren da.

So spielte der HSV II: Brunst – Götz, Kim, Jung, Marcos – A. Arslan, Mende, Steinmann (83. Jordan), Gouaida – Cigerci (74. Masek), P. Müller (67. Brüning)
Tore: 0:1 Ernst (7.), 1:1 Cigerci (14.), 2:1 Gouaida (35.), 3:1 Cigerci (38.), 4:1 Arslan (55.)

Die Bundesliga-Profis hatten zum Zeitpunkt des Spiels ihre Einheit am Volkspark bereits hinter sich. Etwa eineinhalb Stunden wurde hier bei besten Bedingungen geübt. Im Mittelpunkt standen Kleinfeldspiele. Und auffällig dabei nicht nur für mich: Rafael van der Vaart in sehr guter Spiellaune. Es macht den Eindruck, als ob ihm seine kleine verletzungsbedingte Zwangspause Frische zurückgegeben hat. Und durch diese Frische hat er Handlungsschnelligkeit zurück erlangt und einige feine Törchen geschossen, die man so ganz sicher von keinem anderen HSV-Spieler sehen würde. Die Spannung steigt vor dem Bundesliga-Duell mit Hoffenheim in der kommenden Woche. Die Spannung über Aufstellung und Leistung im Mittelfeld des HSV.

Nach dem Training mit dem Ball ging es für einige Zeit noch zum Laufen in den Volkspark. Mit dabei war dann auch Julian Green, der sich das Balltraining noch geschenkt hatte. Wenn nach den beiden trainingsfreien Tagen morgen und am Montag dann am Dienstag wieder trainiert wird, wird wohl auch Artjoms Rudnevs wieder dabei sein. Der Lette hat sich gestern Abend in der EM-Quali gegen Island (0:3) die Gelb-Rote Karte eingefangen und ist somit beim nächsten Spiel der Letten nicht spielberechtigt. Zum Zeitpunkt der Hinausstellung stand es übrigens noch 0:0 – in Unterzahl ging das Spiel dann verloren.

Für Abendblatt-Blogs


Eine Sache wollte ich schon immer mal ansprechen, sie ist in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder hochgepoppt. Seit geraumer Zeit werden wir ja überversorgt mit vielen Statistiken zu den Bundesliga-Spielen. Ganz besonders beliebt ist dabei immer wieder die Laufstatistik. Der HSV ist zu faul, läuft soundsoviele Kilometer weniger als der Gegner, ohne Laufen gewinnt man keine Spiele usw. Über bundesliga.de oder auch montags im kicker kann jeder Interessierte ganz viele Daten bekommen, die für viel Diskussionsstoff sorgen.

Ich möchte mich jetzt auf die Gesamt-Laufleistung beziehen, hier habe ich einen Zusammenhang festgestellt, der die vermeintlich klare erste Erkenntnis relativiert. Es steht nämlich diese Laufleistung eines Teams in der Regel in unmittelbarem Zusammenhang mit der Ballbesitz-Statistik. Ganz konkret bedeutet dies: Hat eine Mannschaft einen deutlich höheren Balbesitzanteil als der Gegner, dann hat der Gegner die höheren Laufwerte. Das ist logisch, denn ohne Ball muss man hinterherlaufen und verteidigen. Ab einem deutlichen Ballbesitz-Übergewicht von mindestens 60 Prozent gibt es fast nie ein Team, das gleichzeitig auch mehr läuft. Mit anderen Worten: Der Laufwert ist nicht in erster Linie ein Indiz für Fitness oder Einsatzbereitschaft eines Teams, sondern für die Spielanlage. Unter Coach Thorsten Fink, der seine Philosophie auf Ballbesitz ausgelegt hatte, besaß der HSV fast immer schlechtere Laufwerte als der Gegner. Jetzt mit Joe Zinnbauer ist das anders. Die Hamburger Mannschaft agiert mit Gegenpressing, ähnlich Borussia Dortmund, was von Haus aus sehr laufintensiv in der Verteidigung ist. Das Spiel nach vorn wird nicht breit gemacht (hoher Ballbesitz, geringe Bewegung), sondern geht in die Tiefe (niedriger Ballbesitz, da riskantes Spiel, und mehr Bewegung).

Ich würde wetten: Wenn wir uns die kommenden Bundesliga-Statistiken unter diesen Kriterien anschauen, dann wird der Zusammenhang sichtbar. Ich schreibe dies, weil es mir oft schlicht zu einfach ist, die Kilometer-Leistung gleichzusetzen mit der eingebrachten Energie der Mannschaft. Ich finde zum Beispiel, dass der HSV hohen Aufwand (bei ganz geringem Ertrag) im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt betrieben hat – am Ende stand ein lächerlich geringer Laufwert von 112 Kilometern. Aussagekräftiger finde ich schon die Statistik der angezogenen Sprints, weil sie auch zeigt, wie intensiv Druck ausgeübt wird auf den Gegner.

Am Ende ist natürlich vieles Glaubenssache – letztlich denke ich, dass Fußball-Statistiken häufig nicht so viel über ein Spiel sagen wie im Basketball oder Baseball.

Zu einem anderen Thema. Was ist eigentlich aus den Ermittlungsverfahren und Strafanträgen geworden, die Klaus Meetz in die Wege geleitet hat? Im Sommer war der ehemalige Volleyball-Star des HSV in aller Munde. Im Hintergrund werden verschiedene Verfahren weitergeführt. Zum einen ist da der Strafantrag, den Meetz gegen den “alten” HSV-Vorstand beantragt hat – der Vorwurf lautete Veruntreuung der Millionen-Anleihe, die im Zusammenhang mit dem Nachwuchs-Konzept “Campus” aufgelegt wurde. Das Ermittlungsverfahren wurde mittlerweile eingestellt. Warum, Herr Meetz, ist die Sache für Sie aber noch nicht erledigt?

Gegen den offensichtlich als “Gefälligkeit” erlassenen, abwegigen Einstellungsbescheid der Staatsanwaltschaft Hamburg vom 11.09.2014 habe ich am 30.09.2014 form- und fristgerecht das gebotene Rechtsmittel „Beschwerde” eingelegt. Dieses Verfahren ist bei der Generalstaatsanwaltschaft anhängig. Gegen die unterzeichnende Oberstaatsanwältin Gräwe habe ich gleichzeitig, da offensichtlich keine “ernsthaften” Ermittlungen vorgenommen wurden, wegen der von ihr offensichtlich begangenen strafbaren Handlungen (Rechtsbeugung, Strafvereitelung im Amt und Begünstigung) Strafanzeige gestellt. Insoweit verweise ich auf den Inhalt meines Ihnen vorliegenden Schreibens vom 30.09.2014, in dem nochmals die strafbaren Handlungen der Herren Jarchow, Kreuzer, Hilke und Scheel und der dem HSV entstandene und noch entstehende Schaden (17,5 Mio. € zweckentfremdete “Campus-Anleihe”, zzgl. Zinsen und Rückzahlung!) nachgewiesen worden ist.

Die Schreiben liegen uns tatsächlich vor. Was den ablehnenden Bescheid der Staatsanwaltschaft angeht, wird dies insbesondere damit begründet, dass kein Geschädigter vorliege. Das heißt: nach Ansicht der Staatsanwaltschaft sei nach wie vor gesichert, dass die Anlagen-Zeichner ihr Geld zurückbekommen, wenn sie es wünschen. Und Meetz reicht diese Begründung eben nicht aus.

Zweites großes Thema ist die Ausgliederung der Profi-Fußball-Abteilung
in eine AG. Auch hier laufen bzw. liefen Strafanträge gegen Richter des Amtsgerichts, darüber hinaus strebt Meetz nach wie vor an, die Ausgliederung anzufechten. Auch hier gab es bisher durch die Bank ablehnende Briefe der Gerichts – mit welchem Ziel gehen Sie weiterhin dagegen an?

Vorbemerkung:
Es gab bisher keinen einzigen ablehnenden Bescheid eines Gerichts. Am 14.08.2014 habe ich die gegen die Richter des Vereins- und Handelsregisters
gerichtete Strafanzeige ergänzt und sie aus gegebener Veranlassung begründet gegen die Justizsenatorin Schiedeck, den Amtsgerichtspräsidenten Rzadtki und den ersten Bürgermeister Scholz erweitert. Gegen den offensichtlich ebenfalls als “Gefälligkeit” erlassenen, abwegigen Bescheid der Staatsanwaltschaft Hamburg vom 04.09.2014, mit dem die “Aufnahme von Ermittlungen” abgelehnt (!) worden ist (obgleich mir mit Schreiben vom 14.07.2014 die Einleitung des Ermittlungsverfahrens mitgeteilt worden war und die Akten des Vereins- und Handelsregisters von der Staatsanwaltschaft angeblich beigezogen worden sind!) habe ich form- und fristgerecht das gebotene Rechtsmittel “Beschwerde” eingelegt. Dieses Verfahren ist bei der Generalstaatsanwaltschaft anhängig. Gegen die unterzeichnende Staatsanwältin Wichmann habe ich gleichzeitig, wegen der von ihr offensichtlich begangenen strafbaren Handlungen (Rechtsbeugung, Strafvereitelung im Amt und Begünstigung) Strafanzeige gestellt. Mit Schreiben vom 26.09.2014 wurde mir von der Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass “das Ermittlungsverfahren gegen Wichmann unter o.a. Aktenzeichen geführt wird.” – 3404 Js 358/14. Insoweit verweise ich auf den Inhalt meines Ihnen vorliegenden Schreibens vom 19.09.2014, indem nochmals die strafbaren Handlungen der Beschuldigten begründet nachgewiesen worden sind. Mein simples Ziel ist es, in den Vorgängen die Einhaltung rechtsstaatlicher Normen zu erreichen und in der Folge, die “meinem” HSV entstandenen Schäden von deren Verursachern ersetzen zu lassen.

Dies für Euch einmal als Zwischenstand. Mit Sicherheit werden sich die Verfahren noch hinziehen. Klaus Meetz hat angekündigt, notfalls bis vor das Oberlandesgericht ziehen zu wollen.

Für heute einen schönen Länderspielabend!
Lars 18.14 Uhr

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