Archiv für das Tag 'Rudnevs'

Bis Schlusspfiff ist nichts wichtiger als dieses Spiel…!

27. Mai 2015

Da schreibe ich einmal wieder über Rafael van der Vaart und alle drehen durch. Dabei steht in meinen Zeilen, dass van der Vaart in meinen Augen keine Erstligatauglichkeit hat und in meinen Augen auch nur dann zum Einsatz kommen dürfte, wenn Lasogga und/oder Olic ausfallen UND HSV-Trainer Bruno Labbadia es als die beste Lösung ansieht. Eben jener Labbadia, der (man glaubt es kaum!!) deutlich näher an dem Niederländer dran ist und dessen momentane Leistungsfähigkeit besser einschätzen kann als ich, ihn als die momentan beste Besetzung für die etwaige Position sieht. Ich vertraue dem Trainer nach dessen überzeugender Performance in den letzten Wochen – mehr nicht. Auch dann, wenn er im Gegensatz zu mir glaubt, dass van der Vaart der Mann ist, der jetzt gebraucht wird.

 

Ich maße mir schlichtweg nicht an, es besser zu wissen. Schon gar nicht, nachdem ich nur Bruchteile der letzten Einheiten mitverfolgen konnte. Und vor allem: auf mich kommt es auch überhaupt nicht an. Ich will nur, dass der HSV die Relegation übersteht – erst einmal. Danach wird abgerechnet. Auch mit van der Vaart. Daher, noch mal für alle, für die ich mich nicht klar genug ausgedrückt habe: Mit keinem Wort heiße ich van der Vaarts Aktion in Stuttgart nachträglich gut – im Gegenteil: Das war eines Mannschaftskapitäns mehr als unwürdig, das war definitiv voll fürn A….. Und ich schrieb daher auch, dass ich ihn allein ob dieser Szene nicht aufstellen würde. Obwohl ich ihn in den Jahren kennengelernt habe und weiß, dass er diesen Fehler wiedergutmachen will…

Aber zurück zum einzig Wichtigen, was in meinen Augen bis zum Klassenerhalt auch alles andere in den Schatten stellt: zum Sportlichen. Heute fand in Malente die letzte Trainingseinheit statt. Nach dem Feuerschwur, den meine „BILD“-Kollegen beim gestrigen Lagerfeuer ausgemacht hatte, ging es heute noch einmal zur Sache. Die letzten Feinschliffe für die zwei Spiele der Saison sollten geholt werden – und neben Petr Jiracek (brach ab) fehlte Ivica Olic ob seiner anhaltenden Rückenprobleme. Es droht also weiterhin der Ausfall des 1:0-Torschützen vom Sonnabend. Positiv: Pierre Michel Lasogga indes ist offenbar wieder gesund. Heute trainierte er erneut voll mit und dürfte somit auch morgen von Beginn an auflaufen können.

Die große Frage also ist: Wer ersetzt Olic, sollte der Kroate ausfallen? Zuletzt hatte Labbadia immer betont, bei einem Stürmerausfall logischerweise Artjoms Rudnevs reinwerfen zu wollen. Allerdings ging es dabei eher um einen Ausfall Lasoggas. Das viel größere Problem aber ist, dass auch Rudnevs heute ausfiel und nicht im Kader steht. Der Lette leidet an Adduktorenproblemen. Statt seiner agierte im heutigen Training Zoltan Stieber als Linksaußen, während Lewis Holtby die „Neuneinhalb“ spielte und van der Vaart nur im B-Team agierte. Im A-Team beließ es Labbadia erwartungsgemäß bei der Abwehr aus dem Köln-Spiel sowie erneut Marcelo Diaz neben Gojko Kacar.

Mit im Kader für das erste Relegationsspiel ist (noch) Ivica Olic. Und obwohl noch nicht klar ist, ob er Olic spielen kann (der Mopo sagte er: „Abwarten. Heute könnte ich noch nicht…“), sorgte sein Sturmpartner Pierre Michel Lasogga heute für Freude im Trainerteam. Bei den Abschlussübungen mit Flanken über die Außen traf der letztjährige Relegationsheld nahezu wie er wollte. Mit dem Fuß links wie rechts und mit dem Kopf – und das Lob von Trainer Labbadia war ihm sicher. Zumal der sich gegen defensiver spielende Karlsruher gut beraten ist, das eigene Spiel über die Außen zu forcieren und Lasogga zu suchen. Denn wichtig wird sein, dass der bullige Angreifer möglichst oft im oder zumindest direkt am Strafraum in Ballbesitz kommt. Nur dann ist er wirklich gefährlich – wie auch das heutige Training eindrucksvoll bewies. Und sollte Labbadia letztlich doch eine zweite Spitze brauchen, hat er ja auch noch Offensivallrounder Maximilian Beister im Kader…

Es gäbe tatsächlich an einem Tag wie diesem noch so viel zu berichten, man könnte so viele verschiedene Aufstellungsmöglichkeiten diskutieren. Aber ich belasse es heute beim Notwendigsten. Ich glaube, dass bis morgen nach dem Spiel wirklich nichts anderes wichtig ist als das, was die Mannschaft unterstützt. So, wie der erneute Aufruf zum Spalierstehen für die Mannschaft. Auf www.hsv-ev.de heißt es:

Alles geben für die Relegation

Wir haben gezittert, wir haben gebangt, wir haben gejubelt. Und wir alle haben immer noch Gänsehaut, wenn wir an den 23.05.2015 denken.

MACHT ES NOCH EINMAL

Die Begrüßung der Mannschaft war ein toller, großartiger Erfolg. Tausende HSV Fans säumten den Weg von der Sylvesterallee bis direkt vor das Stadion und sorgten für Gänsehautatmosphäre – auch im Mannschaftsbus. Die Mannschaft war so begeistert, dass wir gebeten wurden, die Aktion vor dem Relegationsspiel am kommenden Donnerstag zu wiederholen.

MACHT ES NOCH EINMAL

Kommt alle am Donnerstag um 19 Uhr zur Sylvesterallee und begrüßt unser Team! Wir brauchen noch mehr Leute, noch mehr Stimmung, NOCH MEHR GÄNSEHAUT!

Und danach mobilisieren wir alle im Stadion nochmal all unsere Kräfte und geben 90 Minuten ALLES!

Ihr werdet gebraucht!

MACHT ES NOCH EINMAL

 

 

Eine mehr als unterstützenswerte Aktion, wie ich finde. Weniger Verständnis habe ich für die kurzfristige Vorverlegung des Rückspiels auf 19 statt 20.30 Uhr am kommenden Montag. Angeblich will man so der Dunkelheit nach dem Spiel aus dem Weg gehen, die der Sicherheit abträglich wäre. Ich hoffe nur, dass alle HSV-Fans mit langer Anreise trotz dieser Verlegung pünktlich im Stadion sein werden.

 

Aber zurück zum morgigen Hinspiel! Morgen heißt es, noch mal alles zu geben – und am besten noch mal ein wenig mehr als sonst! 90 Minuten lang Vollgas auf und neben dem Platz! Auch, wenn man sich mal nicht einer Meinung ist, und auch wenn man mit der Aufstellung mal nicht einverstanden ist – Einzelschicksale zählen nicht mehr. Was auch immer irgendwer glaubt, kritisieren zu müssen – er sollte damit warten bis nach Schlusspfiff dieser Relegation. Es zählt gegen den KSC tatsächlich ausschließlich das Ergebnis. Kurz gesagt: Die elf, die auflaufen, müssen es richten – mit der uneingeschränkten Unterstützung von den Rängen. Und ich bin mir sicher, dass sie morgen genau das von den Rängen der Imtech-Arena bekommt. So, wie zuletzt immer…

 

In diesem Sinne: Alle Mann an Bord!!!

 

Bis morgen!

 

Scholle

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