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Das Mittelfeld – Saison-Rückblick Teil IV

2. Juni 2014

Das wird ja lustig! Ohne Stürmer hat Deutschland wahrscheinlich noch keine Weltmeisterschaft gespielt, aber öfter mal was Neues! Nach dem Kick gegen Kamerun habe ich meine ohnehin schon geringen Hoffnungen auf eine erfolgreiche deutsche WM noch einmal ganz gewaltig zurückgeschraubt. Im Grunde genommen schon so weit, dass ich mir sage: Deutschland spielt bei dieser WM in Brasilien genau jene Rolle, die der HSV in der abgelaufenen Bundesliga-Saison für sich in Anspruch genommen hat. Mir graust vor diesem Turnier – mit einem Miroslav Klose als Spitze, der es im Rücken, in den Waden, in den Knöcheln, in den Knie und bestimmt auch in der Brust hat – aber mit darf. Unfassbar, aber wahr. Wie und was soll das werden? Jede andere Mannschaft, die dort in Südamerika aufdribbelt, kommt mit einem Angriff, sogar Kamerun, das bestimmt keine Chance auf den WM-Titel haben wird, hat einen erstklassigen Sturm – und Deutschland hat nicht mal ein laues Lüftchen. Aber vielleicht wird Kevin Großkreutz ja doch noch ein weiteres Mal umfunktioniert, man soll die Hoffnung ja nie aufgeben.

Gedacht habe ich gestern oft an Pierre-Michel Lasogga. Wie leicht wäre es für ihn gewesen, mit nach Brasilien zu fliegen – wenn er fit gewesen wäre. Dann wäre er wohl Deutschlands Sturm-Hoffnung gewesen. Ja, ja, ich weiß, hätte, wenn und aber.

Nach diesem Länderspiel in Mönchengladbach schrieb mir mein alter Freund und Wegbegleiter (in der Jugend) Rolf Höfert aus Bern in der Schweiz. Okay, den meisten wird der Name Höfert aus zweierlei Gründen nichts sagen: Erstens ist er ein „alter Sack“ wie ich, wir haben uns in derselben Altersklasse duelliert (er bei Paloma, ich bei BU) – und dann, das ist jetzt zweitens, wurde er Fußball-Profi beim FC St. Pauli und dort sogar Erstliga-Spieler und lange Jahre Kapitän. Wenn Höfert heute auf Heimatbesuch ist, dann ist er immer auch im Volkspark – um ein HSV-Spiel live zu sehen. Er ist „Matz-abber“ geworden, hat mit dem HSV im Abstiegskampf gelitten, weil er ja Hamburger ist. Und als Hamburg hält man es auch als St.-Pauli-Spieler gelegentlich mit dem HSV – er öfter als gelegentlich. Eben ein Vollblut-Fußballer.

Ja, und heute schrieb mir Rolf Höfert, ob Fußball-Deutschland da nicht einst einen großen Fehler begangen hat, als er Eric-Maxim Choupo-Moting, immerhin auch ein Hamburger (!), damals nach Kamerun ziehen ließ, statt ihn hier „einzudeutschen“. Um ehrlich zu sein, ist Choupo-Moting nur ein weiterer (ehemaliger) HSV-Spieler, bei dem ich mich – fast schon dramatisch – getäuscht habe. Niemals hätte ich geglaubt, dass der junge Mann aus Altona eines Tages neben dem großen Eto’o Seite an Seite für Kamerun stürmen würde – aber er stürmt. Und wie! Er wird immer besser, der „Choupo“, und ich sage Chapeau! Aber hallo.

Der Noch-Mainzer hat enorm dazugelernt, das muss man ihm schon attestieren. Und er ist zudem ein sehr guter Athlet geworden, muskulär und rank und schlank, aus der Entfernung würde ich sage: „Da stimmt alles.“ Weil er ja nicht nur Tore schießt, sondern auch dribbeln kann, und weil er Ideen hat im Spiel. So war er früher doch nicht, oder? Vielleicht musste er nach Mainz, vielleicht wäre sein Stern in Hamburg und beim HSV sonst niemals aufgegangen. Wer weiß es schon? Der Wechsel hat ihm auf jeden Fall nicht nur gut getan, er hat davon enorm profitiert.

Und während des Spiels am Sonntag habe ich mich daran erinnert, dass „Choupo“ ja kürzlich noch einen Besuch im ZDF-Sportstudio hinter sich zu bringen hatte. Damals habe ich mir während des Interviews ganz leise gedacht: „Man, man, ganz schön selbstbewusst geworden, der junge Mann.“ Der nun ja auch eine internationale Karriere starten wird. Und „schuld“ daran hat laut „Choupo“ der ehemalige Trainer der Mainzer, Thomas Tuchel. „Er hat mir beigebracht, wie ich zu laufen habe – und wie viel. Er hat mir erklärt, dass es nicht langt, nur vorne zu laufen, sondern dass ich auch nach hinten zu laufen habe“, hat Eric-Maxim gesagt und fügte hinzu: „Kein Stürmer mag es, viel zu laufen, schon gar nicht viel nach hinten zu laufen. Das ist Drecksarbeit, die habe ich schon immer nicht gemocht. Tuchel aber hat es mir im harten Training beigebracht, dass ich das ersten erlerne, und dass ich es zweitens auch machen kann. Das war durchaus nicht leicht, aber heute kann ich es, heute weiß ich es auch, dass es dazugehört, und deswegen mache ich es heute auch gerne.“ Und weil er das heute gerne macht, ist Eric-Maxim Choupo-Moting auch zu einem der besten Bundesliga-Stürmer geworden. In Hamburg, das behaupte ich mal ganz frech, hätte das nie geklappt, weil sich da, ich wiederhole mich ungern, aber es muss sein, seit Jahr und Tag kein HSV-Trainer für zuständig fühlt, aus Talenten auch tatsächlich große Fußballer zu formen. Entweder es klappt von allein, oder sie fallen beim HSV mit Pauken und Trompeten durch. Eiskalt. Ende und weg mit ihm . . . „Choupo“ musste diesen Weg gehen, aber heute kann er dem HSV einen gewissen Finger zeigen – alles richtig gemacht. Kompliment.

Ob, und damit komme ich noch einmal zu Rolf Höfert, Fußball-Deutschland jemals eine Chance hatte – oder bekommen hätte, aus „Choupo“ einen deutschen Nationalspieler zu machen, das vermag ich nicht zu sagen, ich könnte mir aber auch vorstellen, dass damals kein einziger deutscher Funktionär drauf gekommen wäre. So spielt das Leben – im Profi-Fußball.

Es ist ein hartes Geschäft, trotz aller Vorzüge, wie zum Beispiel ein Millionen-Gehalt. Das weiß wahrscheinlich beim HSV derzeit keiner besser als Rafael van Vaart. Es ging ja auch in Hamburg für ihn auf und ab. In der „Bild“ hat er heute ja nach seinem WM-Aus ein Interview gegeben und dabei – unter anderem – gesagt, dass er „richtig Bock“ auf den HSV hat, dass er bleiben wird. Da bin ich mal gespannt, ob er das auch einhalten wird. Wenn aber ja, da freue ich mich auch auf ihn, das muss ich schon gestehen, denn ich erwarte ja von der „neuen“ HSV-Mannschaft, dass sie endlich wieder einmal das macht, was den Fußball auszeichnet: „Laufen, laufen, sprinten, spielen, kämpfen, Zweikämpfe annehmen, laufen, laufen und sprinten. Und dabei stets versuchen, Tore zu schießen, um nach 90 Minuten, in denen man auch bis zuletzt laufen, laufen, laufen und sprinten konnte, als Sieger den Platz zu verlassen. Ich habe das Gefühl, dass daran im Moment tatsächlich gebastelt wird. Dass die HSV-Verantwortlichen Leute holen werden und wollen (oder umgekehrt), die tatsächlich laufen, laufen und laufen wollen. So in der Art, wie es Eric-Maxim Choupo-Moting zuvor als „Drecksarbeit“ tituliert oder abgestempelt hat. Danach sehen ich mich ja, um es ehrlich zu sagen, aber ich weiß, dass ich damit nicht allein bin. Und auch Trainer Mirko Slomka hat da wohl eine gewisse Sehnsucht, die er nun ausleben will. Hoffentlich. Womit ich beim Saison-Rückblick Teil drei bin, mit dem Mittelfeld des HSV. Mein ganz, ganz großes Sorgenkind, das gestehe ich, für mich hat dieser Mannschaftsteil fast total versagt, sodass ich ihm eine Einheitsnote von einer glatten Sechs geben möchte. Hier die Spieler, die sich im HSV-Mittelfeld versuchten:

 

Tolgay Arslan verkündete, es war überall zu lesen und zu hören, ausgerechnet vor dem Rückrunden-Auftakt gegen Schalke 04, dass er einen deutlich höheren Vertrag vom HSV erwarte, weil er immerhin ein gutes Jahr gespielt hatte, und da wollte er schon eine „gewisse Wertschätzung“ von Seiten des Clubs erfahren. Und dann ging dieser Schuss so dermaßen nach hinten los, mehr ging ja gar nicht. Wir hatten später mal bei „Matz-ab-live“ zwei ehemalige Profis zu Gast, die unabhängig voneinander erklärten, dass ein solcher Spieler früher, der seinen Mund zu unangebracht voll nimmt, eine schlechte Woche für sich gehabt hätte: „Für den hätte es einen echten Spießrutenlauf gegeben, der hätte schon sehr hoch springen müssen, um nicht so oft getroffen zu werden . . .“ Beim HSV geschah aber nichts. Weder Trainer Bert van Marwijk reagierte, noch der Verein. Tolgay Arslan spielte gegen Schalke natürlich 90 Minuten mit – der HSV verlor 0:3, der steile Absturz nahm seinen Lauf.
Zu Arslans Entschuldigung möchte ich anführen, dass er auf der Sechs nicht auf dem Posten gespielt hat, den er vom Typ her spielen müsste. Und wenn man einen Spieler, der eher die Veranlagung für die Zehn hätte, als für die Sechs, dann dort hinten einsetzt, dann müsste es eine ganz spezielle Ansprache des Trainers geben. Wenn es nötig ist, sogar täglich und vor jedem Spiel ganz eindringlich. Dann hätte es vielleicht etwas werden können – aber es wurde nichts. Das war die schlechteste Spielzeit, die Tolgay Arslan hier beim HSV absolviert hat, das war eine glatte Sechs. Hoffentlich kann ihn Mirko Slomka noch einmal aufbauen, denn Fußball spielen, das könnte der „schönste Fußballer“ der Bundesliga auf jeden Fall, er muss nur jede Mal ganz kräftig in den Hintern getreten werden. Sonst wird das nichts mehr, dann wäre Galatarasay wirklich der bessere Weg für ihn.

 

Milan Badelj startete einst riesig beim HSV, um dann stetig nachzulassen. Im Moment ist er auf seinem Tiefpunkt angelangt. Keine WM-Teilnahme für Kroatien, das ist sicherlich ein Schlag ist Kontor für ihn. Aber ich kann Nationaltrainer Niko Kovac durchaus verstehen, denn richtig fit war Badelj zuletzt nie, richtig trainiert wahrscheinlich auch nicht. Diesbezüglich hoffe ich ebenfalls auf die neue Saison, unter dem Motte „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt“. Er könnte es doch. Obwohl ich ihn auch eher nicht – oder nicht unbedingt – auf der Sechs sehe, er ist doch auch ein Spieler-Typ, der mit dem Ball nach vorne etwas anfangen könnte. Jemandem mit Härte auf die Füße zu treten, das ist er in meinen Augen (die natürlich nicht maßgeblich sind) nicht – wird es wohl auch nicht mehr. Zuletzt, da muss man nicht drum herumreden, war das Spiel von ihm ebenfalls eine glatte Sechs. Zu langsam, zu unkonzentriert, zu lasch. Was ich nur und ausschließlich darauf zurückführe, dass beim HSV genau so trainiert wurde.

 

Tomas Rincon versuchte sich mal auf der Sechs, mal als – man höre und staune (!) – „Rechtsaußen“. Letzteres bei Mirko Slomka. Zu einer solchen höchst ungewöhnlichen Maßnahme gehört sehr, sehr viel Vorstellungskraft, mir ist sie in diesem Fall total abhanden gekommen. „Popeye“ ist einer, der einem Gegenspieler auf die Füße treten kann, der dazwischenhauen kann, der sich einen Gegenspieler ganz gehörig zur Brust nehmen kann – aber rechts draußen? Nein, nein, das kann es nicht sein. Für mich wäre Rincon eine Sechs gewesen, wenn man ihm die Sache schmackhaft gemacht hätte – und ihm auch das Vertrauen ausgesprochen hätte, so aber war es nie, Rincon hat Hamburg verlassen – und bekommt von mir noch eine glatte Sechs mit auf den Weg. Das war gar nichts, in dieser schlechten Verfassung haben wir den Südamerikaner zuvor nie erlebt – auch das führe auch auf das einzigartige Trainingspensum, was es vor der Slomka-Ära gegeben hat. Wahnsinn, das alles.

 

Als sich Petr Jiracek – aus Wolfsburg kommend – für Hamburg entschieden hatte, da gehörte ich nicht zu einer Gattung, die die Nase rümpfte. Ich war mit einer wahren Vorfreude ausgestattet, hatte der Tscheche doch gerade eine super EM gespielt. Seit dieser Zeit jedoch kommt nichts. Null. Das zog sich auch durch die gerade abgelaufene Saison. Im Mittelfeld war zwar nichts von „Jira“ zu sehen, aber „hinten links“, als Ersatz für Marcell Jansen, da blühte er ein wenig auf. Kommt da noch was, oder kommt da jetzt doch nichts mehr? Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass es bei ihm vielleicht nicht nur das mangelhafte Training, sondern auch eine großartige Ansprache ist, die ihn doch noch auf die Füße stellen könnte. Herr Slomka, übernehmen Sie – auch diesen Fall! Damit Sie aus einer glatten Note sechs eine bessere machen – zum Wohle des HSV.

 

Ja, dann ein weiteres Sorgenkind, Rafael van der Vaart. In dieser Saison war nichts von ihm zu sehen. Zu viele andere Sachen, die ihn ablenkten, die dem Beruf schwer schadeten. Schade, schade. Es ist viel gesagt und viel geschrieben worden über den „kleinen Engel“, ich fasse mich kurz. Sollte es den einen oder anderen Fußballer geben, der den HSV doch noch anlaufen will und wird, dann könnte van der Vaart vielleicht doch wieder die Lust an seinem Job wiederfinden. Aber nur dann. Bleibt er allein mit seinem großen Können (und das hat er natürlich immer noch), dann bleibt er auch ein total hoffnungsloser Fall. Für Hamburg jedenfalls. Und kommt zudem Ruhe in sein Privatleben, und danach sieht es ja wohl aus, dann könnte dieser Punkt durchaus ein unterstützender sein. Hoffen wir es mal – für ihn, für uns, für den HSV. Für das vergangene Jahr kassiert van der Vaart von mir ein glatte Fünf.

 

Für Kummer sorgt auch Hakan Calhanoglu, allerdings erst während der Relegation. Abhauen, die Flatter machen – so sein Ansinnen, nachdem er seinen Vertrag im Februar bis 2018 verlängert hatte. Das klingt alles höchst unlogisch, und das ist es sicherlich auch – aber der Bursche ist ja noch viel zu jung. Er wird geleitet, von außen, und da hört er heute so und morgen so. Wäre er heute bereits 30 Jahre alt, würde ich ihn zerreißen, so aber habe ich nur Mitleid. Er wird natürlich den HSV verlassen, es geht ja nur um das liebe und schnöde Geld, aber dann, wenn er erst in Leverkusen ist, dann ist der ganze Mann gefragt. So gut nämlich, wie er denkt, ist er noch nicht. Messi und Ronaldo als Vorbilder haben, ist das eine, so zu spielen und sich so reinzuhängen, das andere. Es fliegt niemandem etwas über Nacht zu, dazu muss geackert, geackert, geackert und gearbeitet werden, Tag und Nacht. Und ob der gute „Hacki“ dazu bereit ist? Da habe ich doch ganz leichte Zweifel. Vielleicht reichen ihm ja auch schon diese ersten und vielen Millionen, sind ja auch schon mal was. Und Messi und Ronaldo? Sollen die doch glücklich bleiben, muss ja nicht jeder so werden. Für die gerade beendete Saison, seine letzte beim HSV, erhält Calhanoglu von mir die Note vier.

 

Ein großer Hoffnungsträger bleibt Kerem Demirbay im HSV für mich. Der Pechvogel war zu lange verletzt, er wird noch kommen, ich bin davon überzeugt und hoffe, mich hier nicht (auch) zu irren. Und dann hoffe ich zudem, wenn der gute Kerem seinen Weg geht, dass Leverkusen nicht auch in diesem Fall gleich wieder mit den ganz dicken Scheinen wedelt. Weil Demirbay viel zu lange verletzt war, bleibt er ohne Benotung.

 

Als Trainings-Weltmeister geht Robert Tesche in die HSV-Geschichte ein, weil es auf dem „kleinen Rasen nebenan“ immer bestens für ihn lief, um dann im Stadion kaum etwas auf die Reihe zu bringen. Zu lethargisch, der Herr Tesche, da fehlen Wallungen im Blut. Jetzt wird er es woanders versuchen müssen – hier gab es für ihn nur die Note sechs.

 

Wie Tesche gehörte auch Gojko Kacar zu den „Verbannten“ des HSV. Immer noch Horror und Wahnsinn zugleich, dass sich Trainer und Club einen solchen Luxus erlaubten, obwohl es stetig bergab ging. Kacar war zu Saisonbeginn zur Zweiten abgeschoben, dribbelte dort in einer solch schlimmen Verfassung auf, dass man von einem Freizeit-Fußballer sprechen konnte. Die vielen Pfunde hatte er dann schnell wieder runter, aber er blieb außen vor. Unglaublich, immer wieder unglaublich, denn eigentlich hätte es Kacar drauf gehabt. Als Innenverteidiger jedenfalls. Aber das wollte er ja nicht – im Hinblick auf die Nationalmannschaft. Doch die hat er deswegen auch nie wieder gesehen – schade um sein Talent, er hat es verschenkt. Note sechs.

 

Valmir Nafiu war dabei, aber nie wirklich mittendrin. Gewogen und für zu leicht befunden, da kam nie wirklich etwas. Note sechs. Und nun bin ich gespannt, wo er demnächst ganz groß herauskommen wird – in der Art wie Eric-Maxim Choupo-Moting? Irgendeiner beim HSV muss sich ja mal was mit dieser hoffnungsvollen Verpflichtung gedacht haben – oder waren es doch ganz andere Motive?

 

Quasim Bouy war die „Erfindung“ von Bert van Marwijk, er kam nach Hamburg und wusste bestimmt nie, was er hier sollte. Vielleicht das größte Missverständnis der HSV-Geschichte, die Note, die Bouy hier verdient hätte, die gibt es eigentlich nicht – deswegen nur Note sechs!

 

Ola John, auch ein Van-Marwijk-Jünger, zog zu Beginn des Jahres in seinem ersten Einsatz für den HSV, es war ein Testspiel (oder Ablösespiel für Thorsten Fink) gegen Basel, groß auf. Das ist ja ein Kracher – so dachte ich, so dachten wohl auch viele, und dann dieser unglaubliche Rohrkrepierer. Auch er unfassbar, auch er nie wirklich in Hamburg angekommen, auch er hätte eine Note verdient, die es so nicht gibt – deswegen bleibt nur eine glatte Sechs übrig. Und tschüs und weg.

 

So, das war das Mittelfeld. Alle anderen HSV-Spieler, die nun noch nicht „abgefrühstückt“ wurden, die erscheinen morgen beim Angriff.

 

PS: Gerade bekomme ich noch diese Mail:

Die HSV-Mitgliederversammlung hat uns bis heute 80.502 Videoabrufe beschert. Hinzu kommen 7.075 Videoabrufe auf Youtube.

 

Das ist eine Meldung von unserem “großen Regisseur” (es gibt auch einen “kleinen”) Axel Leonhard, der sich am 25. Mai 2014 selbst übertroffen hat, denn es gab nur von ihm, ohne Hilfe im Stadion, neun Filmchen von der Mitgliederversammlung. Und weil diese Nachricht so schön ist, stelle ich diese Videos noch einmal rein – kann ja sein, dass sie einer von Euch noch nicht kennt. Das wäre jammerschade.


HIER GEHT‘S ZUM TICKER FÜR SMARTPHONES

 

18.18 Uhr

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