Archiv für das Tag 'Petric'

Die Träume platzten auch woanders . . .

16. Juni 2013

Wer kommt, wer geht? Fragen, die die Fans bewegen. Jetzt und in jeder Sommer- oder Winter-Pause. So auch im vergangenen Jahr, als sich im Juni gleich zwölf HSV-Spieler aus Hamburg verabschiedeten. Die meisten von ihnen sicherlich mit dem Gedanken, dass sie vom HSV verkannt worden sind, und dass sie mit dem nächsten Verein das ganz große Los gezogen haben, um nun karrieremäßig durchzustarten. Träume, die allerdings nur bei den wenigsten Spielern, die es beim HSV versucht haben und letztlich für zu leicht befunden wurden, in Erfüllung gegangen sind. Wer erinnert sich noch an die Profis, an die Namen – zwölf an der Zahl?

Einer, der es geschafft hat, ist sicherlich Paolo Guerrero. Der Peruaner wechselte (viel zu billig und für weniger, als es mit den angeblich fünf Millionen angegeben wurde) zu Corinthians Sao Paulo und wurde Stammspieler. 27 Partien bestritt Guerrero für den brasilianischen Erstliga-Club und erzielte dabei zwölf Tore. Kleiner Wermutstropfen: Paolo wurde insgesamt in neun Spielen ausgewechselt.

Etwas mehr hatte sich wohl Mladen Petric versprochen, als er vom HSV zum FC Fulham wechselte. Der Kroate brachte es zwar auf 23 Erstliga-Partien in England, wurde dabei aber vom ehemaligen HSV-Trainer Marin Jol in 14 Partien ein – und in acht Begegnungen ausgewechselt. Insgesamt brachte es Petric dabei nur auf 883 Spielminuten, in denen er immerhin fünf Treffer erzielen konnte. Sein letztes Länderspiel bestritt Mladen Petric am 6. Februar gegen Südkorea, sein Vertrag lief am 30. Juni 2013 aus – und bislang gibt es noch keinen Anschlussvertrag und keinen neuen Arbeitgeber. Dass hatte sich der Torjäger ganz sicher auch etwas anders vorgestellt, als er vor einem Jahr seine Zelten in Hamburg abbrach.

Ebenfalls nicht ganz so gut ist es für David Jarolim gelaufen, der vom HSV keinen neuen Vertrag mehr erhalten hatte und den es dann nach Frankreich zog. Zum Erstliga-Club FC Evian Thonon Gallard. Dort schaffte der Tscheche dann aber nur fünf Einsätze, dreimal wurde er dabei ausgewechselt. Aus persönlichen Gründen löste „Jaro“ dann im Herbst seinen Vertrag auf und schloss sich in Januar dem tschechischen Erstliga-Verein Mlada Boleslav an. Der 34-jährige Jarolim machte bis zum Sommer noch elf Spiele und steht zurzeit ohne neuen Verein da. Das alles ist sicherlich nicht ideal und auch nicht im Sinne des ehemaligen HSV-Kapitäns gelaufen, aber er besitzt mit dem HSV ja noch immer eine vertragliche Anschlussvereinbarung, und die könnte schon in diesem Sommer in Kraft treten: Jugendtrainer, Spieler bei der Regionalliga-Mannschaft? Vieles ist vorstellbar.

Ganz schlecht ist es sogar für Gökhan Töre gelaufen, der Deutsch-Türke galt bei vielen Experten als ein Jahrhunderttalent. Auch ich habe den „bulligen“ Dribbelkünstler weitaus höher eingeschätzt, und zudem habe ich bei seinem Wechsel zu Rubin Kazan gedacht, dass Töre nun die Russen aufmischen würde. Hat er vielleicht sogar, aber auf keinen Fall fußballerisch. Nur fünf Erstliga-Einsätze hatte er, dreimal ein- und einmal ausgewechselt, aber meistens war er gar nicht im Rubin-Kader für die Spiele. Töres Vertrag läuft noch bis zum Jahr 2016, jetzt aber wurde er von den Russen an den türkischen Erstliga-Club Besiktas Istanbul ausgeliehen. Vorerst für ein Jahr.

Und wer erinnert sich noch an Muhamed Besic? Der Bosnier hatte während seiner Hamburger Zeit immer leicht den Verdacht, dass ihn sein Arbeitgeber HSV unterschätzt. Im Sommer 2012 zog es den 20-jährigen Abwehrspieler dann nach Ungarn, um in der Ersten Liga für Ferencvaros Budapest zu spielen. Kein schlechter Plan, denn Besic machte 22 Spiele und schaffte dabei nur einmal nicht die volle Spielzeit. Das ist doch mal eine ordentliche Ausbeute . . .

Romeo Castelen war der dauer-Pechvogel des HSV, auch er erhielt keinen neuen Vertrag mehr – gab aber nie auf. Er verhandelte mit Birmingham City, schloss sich dann aber dem russischen Club Volga Nizhniy Novogrod an, für den er aber nur zwei Spiele machte – zwei Einwechslungen, einmal 15 und einmal 25 Minuten. Dreimal stand Castelen noch im Kader, brachte es aber nicht zu einem Einsatz – jetzt ist er wieder einmal vereinslos.

In die Dritte Liga hatte es Daniel Nagy gezogen, und zwar zum VfL Osnabrück. 33 Spiele bestritt der Mittelfeldmann für den VfL, wurde dabei aber in gleich 20 Partien von Trainer Claus-Dieter „Pele“ Wollitz vorzeitig vom Platz geholt. Nagy brachte es auf lediglich drei Tore. Die Frage, die sich wohl nicht nur der Spieler stellt, ist die: Ist die Dritte Liga schon das Ende der Fahnenstange einer Karriere, die durchaus mal zu großen oder größeren Hoffnungen Anlass gab?

Ähnlich dürften die fußballerischen Träume von Sören Bertram gewesen sein, den es vom HSV zum VfL Bochum gezogen hat. Dann gab es ein böses Erwachen, denn der 22-jährige Bertram schaffte nur drei Zweitliga-Einsätze – und 13 Spiele in der Regionalliga-Mannschaft des VfL Bochum. Das kann doch eigentlich noch nicht alles gewesen sein, oder?

Eine immer noch im Raum stehende Frage ist für mich der bislang unerklärliche Winter-Wechsel von Tom Mickel zur Spielvereinigung Greuther Fürth. Warum? Von der Nummer drei (oder vier) des HSV zur Nummer drei beim Erstliga-Absteiger, das macht auch heute für mich nur relativ wenig Sinn. Mickel brachte es auf keinen Erstliga-Einsatz, stand aber in neun Regionalliga-Partie (in Bayern) zwischen den Pfosten der Kleeblätter. Die Frage, die sich daran anschließt: wie geht es weiter?

Dann gab es da noch den einst mit ganz großen Hoffnungen in Hamburg begrüßten Macauley Chrisantus, der einst als eines der größten Talente der Welt galt. Beim HSV konnte er diesen Ruf nie auch nur annähernd rechtfertigen, er wurde verschiedentlich ausgeliehen, spielte zuletzt für den FSV Frankfurt. Im Sommer 2012 zog es ihn in die Segunda Division nach Spanien, wo er für DU Las Palmas stürmt. 41 Spiele schaffte er, wurde dabei in zwölf Begegnungen ausgewechselt. Das sieht nicht mehr nach der ganz großen Karriere aus.

Zwei haben wir dann noch. Mikael Tavares schloss sich ebenfalls dem FC Fulham an, brachte es aber auf keinen einzigen Premier-League-Einsatz und ist nun schon seit dem Januar 2013 vereinslos. Und Miroslav Stepanek, ebenfalls ein Dauer-Pechvogel des HSV (Kreuzbandrisse), spielte in der abgelaufenen Saison für zwei Vereine. Erst für den FC Senica, dann mit Beginn des Jahres beim MSV Duisburg II. Der Traum von der großen Fußball-Karriere – geplatzt.

So, das waren die zwölf ehemaligen HSV-Spieler, die einst im Sommer 2012 auszogen, doch noch den ganz großen Wurf zu landen. Nur ganz, ganz wenige haben es geschafft. Ob das vielleicht auch dem einen oder anderen Verantwortlichen im HSV zu denken gibt? Schließlich waren die Spieler einst zum HSV geholt worden, um den Rothosen auf die Sprünge zu helfen . . . Da wurde wohl mit wenig Auge und mit viel Geld eingekauft – besser wäre es natürlich umgekehrt.

Für die neue Spielzeit (2013/14) galt ja der Nürnberger Timm Klose als Wunschkandidat des HSV in der Abwehr – aber daraus scheint nichts zu werden. Klose hat beim 1. FC Nürnberg das Angebot einer Vertragsverlängerung abgelehnt und strebt jetzt einen Wechsel zum VfL Wolfsburg an. „Nach langer Überlegung habe ich mich entschieden, dass, wenn die Möglichkeit besteht, ich die neue Herausforderung annehmen werde und vorzeitig zum VfL Wolfsburg wechseln möchte“, sagt der Schweizer. Vom HSV hat er nichts gesagt.

Und dann noch einmal zum Pokal-Gegner in Thüringen. Der Oberliga-Aufsteiger SV Schott Jena darf sich bei seiner DFB-Pokalpremiere auf eine geballte Ladung Bundesliga-Tradition freuen. Anfang August empfängt der SV Schott im heimischen Ernst-Abbe-Sportfeld den HSV. „Auf 50 Jahre Erstliga-Erfahrung zu treffen, ist eine großartige Sache. Wir wollen das Stadion voll kriegen“, sagt Fußball-Abteilungsleiter Jörg Triller. Das Team von Trainer Steffen Geisendorf hatte Ende Mai im Landespokalfinale überraschend den deutlich favorisierten Drittliga-Vertreter Rot-Weiß Erfurt mit 1:0 bezwungen und sich so erstmals in der Vereinsgeschichte für den DFB-Pokal qualifiziert. Am Sonnabend hatte der SV Schott das letzte Punktspiel dieser Saison mit 8:0 gegen Meuselwitz II gewonnen.

16.47 Uhr

Fink, Teil 2: “Es war schon fast so weit, dass Arnesen oder ich gehen mussten…”

29. Dezember 2012

Morgen geht es wieder los. Um 15 Uhr bittet HSV-Trainer Thorsten Fink seine Spieler zur Vorbereitung auf die Rückrunde. Auch Petr Jiracek (Schambeim-OP) sowie Rafael van der Vaart sollen nach überstandenen Verletzungen wieder ins Training einsteigen. Ebenfalls die Spieler, denen der HSV einen Wechsel in der Winterpause nahe gelegt hat. Und davon sind noch einige da, nachdem bislang nur Tom Mickel (ablösefrei nach Greuther Fürth) abgegeben werden konnte. Fest steht inzwischen auch, dass David Jarolim dem HSV nicht als Führungsspieler für die U23 zur Verfügung stehen wird. Dass sich der Tscheche von Ex-Klubchef Bernd Hoffmann und Ex-Profi Stefan Schnoor helfen lässt – für mich nichts Besonderes. Deshalb gleich rein in Teil 2 von „Thorsten Fink über…“

…die Spieler, die ihre Verträge beim HSV „aussitzen“ wollen:
„Es steht mir nicht zu, über diese Spieler zu urteilen“, sagt Fink und fügt hinzu: „Wir haben Verträge mit den Spielern gemacht, die diese erfüllen können, wenn sie es wollen. Das ihr gutes Recht und die Pflicht des Vereins. Und bei mir haben alle Spieler die Möglichkeit, sich aufzudrängen. Allerdings haben wir mit allen Spielern sehr ehrliche Gespräche geführt und ihnen klar gemacht, dass sie sich dann auch über die Konsequenzen im Klaren sein müssen. Wir arbeiten hier offen und ehrlich und alle wissen, woran sie bei mir und uns als Verantwortliche sind. Denn so darf es keine Unzufriedenheit geben – weil sie es vorher wussten. Und letztlich entscheiden eh die Spieler, ob sie lieber spielen oder auf der Bank oder gar Tribüne sitzen wollen.

… seine größte Enttäuschung 2012:
Ich will da eigentlich nicht mehr auf Slobodan Rajkovic rumreiten. Boban und ich haben uns ausgesprochen und er ist wieder ein Teil des Teams wie alle anderen auch. Er kann sich mit guten Trainingsleistungen ebenso reinspielen wie alle anderen. Aber sein damaliges Interview war auch deshalb enttäuschend, weil ich den Spielern immer alle Freiheiten gebe. Fast genauso enttäuschend war für mich, wie Frank Arnesen hier einige Zeit lang beäugt wurde. Das habe ich mir anders vorgestellt. Immerhin will ich hier langfristig mit dem bestehenden Team zusammenarbeiten. Und dazu zählt ganz sicher auch Frank.

…die kritische Phase vor der Verpflichtung von Jiracek und van der Vaart:
Wir wurden hart kritisiert, und das wohl zurecht. Allerdings muss man hier in Hamburg lernen, dass wir erst einmal nur kleine Brötchen backen können. Hier lassen sich viele noch immer zu leicht von Momenten blenden. Sowohl wenn es ums Jubeln geht wie auch im negativen Fall. Das ist zwar überall so, das kenne ich ja auch noch aus meiner aktiven Zeit. Aber es ist hier schon extrem. Fakt ist, dass wir nach 2011/2012 auch dieses Jahr wieder einen Umbruch vollzogen haben und wichtige Spieler wie David Jarolim, Paolo Guerrero und Mladen Petric abgegeben haben, die allesamt als Leistungsträger galten. Wir sind noch nicht soweit, dass wir uns nur noch punktuell verbessern. Wir haben uns auch dieses Jahr nicht verstärkt sondern wieder etwas neu aufgebaut. Das Nachbessern und steigern kommt erst noch…

…die Systemumstellung:

Das System machen die Spieler, die ich als Trainer zur Verfügung habe. Und plötzlich musste ich mich fragen, wie ich zwei große Talente wie Son und Beister stärken kann. Ich musste mich fragen, wie ich das Problem im Sturm lösen und wie ich Dennis Aogo wieder einbauen kann. All das hat am Ende dazu geführt, dass wir umgestellt haben. Wir haben so mehr Ballsicherheit und sind zusätzlich über die Außen noch variabler. Positiv überrascht war ich davon, wie gut die Mannschaft all das umgesetzt hat, nachdem nach Jiracek auch noch van der Vaart ausgefallen war. Aber es zeigt mir auch, dass wir uns weiterentwickeln. Und darum geht es hier.

…Frank Arnesen:
Frank ist ein guter Kollege und ein absoluter Teamplayer. Ich hätte es auch zur größten Enttäuschung 2012 zählen können, dass die Art und Weise, wie mit ihm umgegangen wurde, war nicht korrekt. Besser gesagt, die Art und Weise, wie mit uns umgegangen wurde. Denn einige haben so getan, als wollten sie uns helfen. Dabei haben sie nur versucht, uns ein gestörtes Verhältnis anzudichten. Auch wenn man es den Flüsterern nicht glaubt, ein klitzekleiner Rest Zweifel bleibt. Diese Situation wurde schon sehr weit getrieben. Ich dachte schon, einer muss gehen. Aber genau deshalb haben Frank und ich uns immer ausgesprochen. Wir wussten eigentlich immer, wie es um uns bestellt war. Wir verstehen uns top – aber wir diskutieren trotzdem. Das interpretieren offensichtlich einige falsch, denn das gehört dazu und ist sogar förderlich. Zudem ist Frank keiner, der laut wird. Und er setzt sich durch. So wie im Fall Rene Adler, was ich ihm hoch anrechne. Bei aller Kritik an Frank muss am Ende doch das gewertet werden, was rauskommt. Und da sehe ich sehr talentierte, junge Chelsea-Spieler. Die sind alle gut. Und für Töre gab es doch letztlich noch viel Geld! Wen hat Frank denn sonst geholt, der nicht gut ist? Rafa? Milan? Petr? Allesamt super. Aber das reicht einigen nicht. Die suchen dann Artjoms Rudnevs aus und bemängeln dessen technische Fähigkeiten. Trotzdem hat dieser Spieler im Ergebnis sechs Tore erzielt. Was also will man gegen Franks Personalstrategie sagen? Ich hoffe nur, dass hier alle etwas gemäßigter reagieren und uns in Ruhe arbeiten lassen, auch wenn es mal etwas schwer fällt. Denn inzwischen haben wir hier einen Trainerstab und Vorstand, die eng zusammenarbeiten und sich gegenseitig stützen. Hier braucht kein Spieler zu glauben, ein Trainerwechsel würde ihm Veränderungen bringen, nein. Wir haben hier eine gemeinsame Philosophie, die wir durchsetzen. Zusammen.

Klare Worte von Fink, die mich ahnen lassen, weshalb nahezu alle Spieler seine motivierende Art loben. Fink ist schon wieder auf Betriebstemperatur. „Ich brenne sogar auf den Beginn der Vorbereitung“, so Fink, der nach eigener Aussage keine Pause braucht, um Kraft zu tanken. „Für mich ist es nur wichtig, mal etwas Abstand zu den Leuten zu haben, mit denen ich täglich zusammenarbeite. Das garantiert, dass keine Abnutzung und/oder Gewöhnung uns lahmen lässt. Das ist wichtig. Denn so kommen wir zusammen und sprühen vor Energie.“

Wohin diese Energie führt, wollte Fink nicht abschließend prognostizieren. Dafür habe ich ihm noch ein paar Sätze in den Mund gelegt, die der Trainer mit Ernsthaftigkeit und auch mal der richtigen Portion Humor zu beantworten wusste. Aber lest selbst…

Am Saisonende werden wir…
…unsere Ziele erreicht haben.

Der HSV wird wieder Meister, wenn…

…man mich hier mal fünf Jahre am Stück arbeiten lässt (Fink lacht). Aber im Ernst, das steht in den Sternen, so etwa ist nicht kalkulierbar. Wir können nur zusehen, die Wahrscheinlichkeit eines Titels zu erhöhen, indem wir uns hier nicht vom Weg abbringen lassen. Dafür ist es besonders wichtig, dass die Entscheidungsträger die nötige Geduld mitbringen und alle den Blick für den eingeschlagenen Weg im Auge behalten. Egal, was gerade links oder rechts des Weges stört…

Hakan Calhanoglu wird bei uns…
…reifen und am Ende die Qualität haben, Rafael van der Vaart zu ersetzen. Hakan wird Zeit brauchen – und wir geben sie ihm. Denn er hat alle Voraussetzungen.

Für 2013 kann ich den Fans versprechen, dass sie…
…von mir nie irgendwelche Versprechung zu hören bekommen. Das ist nichts für mich. Ich mache lieber als nur darüber zu sprechen. Klar ist aber, dass sie 2013 häufiger Spiele sehen werden wie das gegen Schalke.

Tiki taka wird es beim HSV…
…niemals geben. Das ist dem FC Barcelona vorbehalten und innerhalb von ein, zwei Jahren nicht umzusetzen. Der Weg dahin ist sehr lang.

Lionel Messi würde beim HSV…
…sein fernbleiben zu Saisonbeginn wettmachen können, indem er herwechselt. Er würde auch sehr gut aufgehoben sein und unter meiner Führung aller Wahrscheinlichkeit nach (Fink lacht) einen Stammplatz haben.

Hamburg ist die Stadt…
…in der jeder mal gewohnt haben sollte. Ein Traum.

Ich werde 2013…
…versuchen, hier Trainer zu bleiben. Aber im Ernst: Ich werde mich aufreiben und in allen Bereichen Vollgas geben und den Verein mit allen mir verfügbaren Mitteln verteidigen. Ich brenne darauf, Fortschritte mit der Mannschaft zu machen und ich werde dafür alles geben. Sollte mich irgendjemand daran hindern wollen, wird es ungemütlich für ihn. Ich habe noch lange nicht genug, ganz im Gegenteil: Ich brenn’ wie ne Fackel…!

Ich auch. Auf den HSV und auf Fußball. Allerdings jetzt auch auf meinen Feierabend. In diesem Sinne, genießt das Wochenende. Morgen ist wieder Dieter dran, dann mit dem Trainingsauftakt. Davor stehen uns Rafael van der Vaart und Fink zur Verfügung.

Bis morgen,
Scholle

Es kommt noch ein Spieler – wenn überhaupt

20. August 2012

„Welch ein Elend.“ Das war nur ein Kommentar eines großen und berühmte HSVers heute Vormittag. Ein anderer sagte: „Du kannst in Karlsruhe keine vier Dinger fangen, das ist einfach nur lächerlich.“ Und noch ein anderer sagte mir: „Man kann doch keinen Paul Scharner holen und ihn auf die Ersatzbank setzen. Soll der sich erst in den nächsten Woche und Monaten in die Mannschaft spielen?“ Die Kommentare mögen hart sein, hart klingen – aber sie sind im Moment berechtigt. Und sie existieren deswegen, weil sich ein jeder HSVer, und ich schreibe bewusst „HSVer“, Gedanken und große Sorgen um seinen Klub macht. Jetzt geht es doch nicht mehr nur darum, auf die drei Buchstaben einzuprügeln, jetzt geht es darum, allen vor Augen zu führen, dass es bereits fünf nach Zwölf ist. Wenn jetzt nicht ein Ruck durch die Führung geht, wenn jetzt nicht noch kurz vor Toresschluss erkannt wird, mit welch schwachem Aufgebot der HSV den Klassenverbleib in der Bundesliga schaffen will, dann sind alle auf ihren Pöstchen falsch. Man kann jetzt nicht nur die Augen verschließen und sagen, wir müssen da durch. Ein Abstieg würde den HSV um Jahre zurückwerfen und auch teuer, sehr, sehr teuer zu stehen kommen. Darüber sollten nun alle einmal verstärkt nachdenken. Und gegebenenfalls über ihren Schatten springen. Jetzt oder nie.

Karlsruhe hatte in fünf Drittliga-Spielen ja nicht nur nicht gewonnen, der KSC hatte in diesen fünf Spielen auch nur drei (in Worten DREI) Tore erzielt. Und wenn man ganz ehrlich ist, dann hätte der KSC am Sonntag mindestens sieben Tore gegen den HSV schießen können, vielleicht sogar müssen. Mindestens. Und darüber hinaus gab es noch etliche Großchancen mehr. Und das gegen eine HSV-Mannschaft, für die Trainer Thorsten Fink ein paar Tage zuvor noch ein Lob ausgesprochen hatte: „Die Defensive steht jetzt sehr gut und kompakt, besser als in der Vorsaison, da hat sich unsere Arbeit schon ausgezahlt.“

Mir fiel nach der Pokal-Pleite noch spontan ein, dass sie Dennis Aogo ja zuletzt in der „Welt“ und in der „Mopo“ über die harte Kritik am „neuen HSV“ beschwert hatte. In der „Mopo“ hatte der Nationalspieler gesagt:

„Insbesondere in unserem Umfeld herrscht keine gute Stimmung”, klagt er. „Es kotzt mich an, dass alles kritisiert und negativ gesehen wird!” Und weiter: „Wenn wir durch die Stadt gehen oder auf dem Dorf spielen, habe ich den Eindruck, dass alle nur darauf warten, dass bei uns irgendetwas passiert. Mich nervt das total!” Zuletzt mussten sich die Profis am Dienstag nach dem 5:3 bei Altona 93 von Fans verhöhnen lassen.
Aogo hat davon genug. „In mir weckt das eine Jetzt-erst-recht-Einstellung”, sagt er. „Ich hoffe, dass wir richtig gut in die Saison starten, damit wir unseren Kritikern ins Gesicht sehen und sagen können: seht her.”
Deutliche Worte des Mannes, der bislang in der Vorbereitung noch nicht zu gewohnter Stärke finden konnte. Klar ist auch: Aogo setzt sich mit seinen Worten gehörig unter Druck. Wehe, es geht schon bei Zweitliga-Absteiger Karlsruhe schief. Dann würden ihm seine Sätze mit Wucht um die Ohren fliegen.

Das war der Artikel in der „Mopo“. Ich unterstelle Dennis Aogo mal, dass er erstens wirklich die Nase voll hatte (hat), und dass er sich in Karlsruhe wehren wollte und auch gewehrt hat. Weil er das immer so macht. Auch wenn er es zuletzt, wie auch die Kollegen der „Mopo“ geschrieben haben, nicht immer mit dem (von ihm und uns) gewünschten Erfolg getan hat. Das ist aber eine andere Geschichte. Mir geht es nur darum, dass sich Aogo wehren wollte – auf dem Platz. Und da stand er nach guten 15 Anfangsminuten dann doch bald ziemlich allein. Nicht ganz allein, das ist schon klar, aber neben ihm und vor ihm bröckelte es mit zunehmender Spieldauer immer mehr ab. Und das ist für mich nach wie vor unverständlich. Wieso wird aus dieser Mannschaft immer noch keine Einheit? Wieso kippen sie fast alle um, wenn ihnen nur der kleinste Hauch von Wind entgegenweht? Das ist doch alles so furchtbar unfassbar. Ich habe das Gefühl, dass man da auch eine aus elf Spielern bestehende Mannschaft auf den Rasen schicken könnte, die sich vor Minuten gerade zufällig getroffen hat, um nun miteinander zu spielen. Da greift doch nach dem ersten Missgeschick kein Rädchen mehr in das andere. Da wird nicht untereinander gesprochen, motiviert, geholfen, geführt – nichts. Wie die Einzelkämpfer, nach wie vor. Da gibt es keine Kompaktheit, da spielt jeder seinen Stiefel herunter. Dennis Aogo hatte vorher eine „Jetzt-erst-recht-Einstellung“, aber davon hatten nicht viele Kollegen etwas gehört. Oder sie kennen so etwas erst gar nicht.

Wenn es nicht so bitter wäre.

In unserem Kreis hat „Matz ab live“ ja einiges an Lob erhalten, ich bedanke mich nochmals ganz herzlich bei Benno Hafas, JU aus Qu und Lars 49 für die gute Gesprächsrunde. Sie haben ihre Meinung kund getan, andere „Matz abber“ tun es rauf und runter im Blog. Aus Sorge um den HSV. Wie zum Beispiel „Eiche“:

„Bei uns funktionieren einfachste Basic (noch?) nicht. Raumaufteilung, gesamtes Verschieben defensiv etc.
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Der Trainer labert von Chancen nutzen – und ihr seid schon wieder bei der großen Vereinspolitik.
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KOKOLORES
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Fink muss zusehen, dass er das gesamte Defensivverhalten trainiert. Sonst kommt da nichts bei heraus. Kinder lernen erst krabbeln dann laufen.
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Arnie sagt ja selber, der Kader ist nicht zu schlecht. Da bin ich bei ihm. Bleibt die Frage, warum ein Kader, der mittelmäßig genug ist aber in keinem Spiel funktioniert. Woran liegt das wohl?“

„Jetzt ist die Kritik wahrscheinlich berechtigt, und wir müssen eine Reaktion zeigen, um in der Meisterschaft direkt gut zu starten“, sagte HSV-Trainer Thorsten Fink. „Es ist klar, dass wir damit jetzt eine Woche leben müssen.“ Heute war übrigens Training. Nach einem Spiel am Sonntag eigentlich ungewöhnlich. Anzeichen dafür, dass der Coach die Zügel anziehen wird? Darüber habe ich schon zu Beginn des Jahres geschrieben,. Als angekündigt wurde, dass nun mehr im Training getan wird. Und es sollte zweimal pro Tag trainiert werden. Alle Zeitungen und Medien berichteten darüber, durch die gesamte Republik hieß es damals: „Schluss mit lustig beim HSV, Fink zieht die Zügel an.“ Das war damals dann aber so: „Morgens normales Training, nachmittags, die zusätzliche „Strafeinheit“, da wurde dann Fußball-Tennis gespielt . . .

Dabei muss doch jetzt, spätestens jetzt, etwas passieren. Die Mannschaft „verdaddelt“ eine Millionen-Einnahme im Pokal und geht dann zur Tagesordnung über. Als wäre es den Profis egal, woher das ganze Geld kommt, das sie pünktlich am Monatsende auf dem Konto haben wollen.

„Bis zum Ende der Woche haben wir noch was zu bereden“, kündigte Thorsten Fink an. Das gilt wohl auch für die Absprache zwischen Trainer und Sportchef. Neue Leute braucht der Klub, und zwar im Mittelfeld und im Sturm. Fink aber sagt: „Ich fordere gar nichts ein. Wir werden das zusammen besprechen und zusammen entscheiden.“ Arnesen hat aber heute auf meine Frage, ob nicht auch noch ein Stürmer kommen müsse, geantwortet: „Nein, ich denke, dass wir einen Mann im Mittelfeld brauchen, der die Stürmer füttern kann und soll.“ Auf die Frage, ob er denn glaube, dass Marcus Berg und Artjoms Rudnevs als Stürmer ausreichen, sagte der Däne: „Wir haben ja auch noch Heung Min Son und Maximilian Beister. Wenn wir 4:4:2 spielen würde, dann bräuchten wir noch einen Stürmer, aber mit 4:2:3:1 haben wir genügend Leute, die stürmen.“

Heute in den Abendstunden will Frank Arnesen mit dem Vorstand darüber sprechen, wie viel Geld noch für eine Verstärkung vorhanden ist. Bekäme er noch Summe x, dann hätte er wahrscheinlich auch mindestens einen Mann für das HSV-Mittelfeld an der Hand. Arnesen: „Es gibt mehrere Kandidaten, die wir noch bekommen können.“ Aber, wie gesagt, es wird nur noch einen geben. Leider. Ich würde am liebsten noch fünf, sechs neue Spieler holen . . .

„Gegen einen Drittligisten müssen wir gewinnen, aber ich habe trotz der Niederlage in Karlsruhe noch volles Vertrauen in die Mannschaf“, sagt Arnesen, der zugab, sehr enttäuscht“ zu sein“: „Aber wir haben am Sonnabend die Zeit, Revanche zu nehmen, in einem Heimspiel gegen Nürnberg. Diese Chance müssen wir nutzen. Wir fangen an bei Null, und ich glaube immer noch, dass wir besser werden als in der vergangenen Saison.“

Das sehen inzwischen (ganz offensichtlich) viele HSV-Fans und auch große, verdiente HSVer längst anders. Auch schon vor dem KSC-Spiel. Siehe Aogos Beschwerde. Dass diese Kritiker nicht unbedingt falsch liegen, hat die Partie im Karlsruher Wildpark wohl mehr als deutlich offenbart. Und während der HSV diese Schwächen an den Tag legte, schoss Mladen Petric zwei Tore bim 5:0-Sieg des FC Fulham gegen Norwich. War es nicht doch ein Fehler, den (äußerst lauffaulen) Torjäger gehen zu lassen? Ich gebe zu, dass ich es auch getan hätte, denn Petric hatte zuletzt nicht mehr die richtige Einstellung zum und für den HSV, er brauchte eine neue Herausforderung, aber einige HSVer sagen nun auch: „Den Petric hat ganz allein der HSV und Trainer Michael Oenning auf dem Gewissen. Der Kroate sollte vor einem Jahr im österreichischen Trainingslager HSV-Kapitän werden, aber obwohl alles schon darauf hindeutete, wurde er es nicht – sondern es blieb Heiko Westermann. Eine Enttäuschung, die Petric nie verdaut hat.“

„Ich glaube, dass wir mit Berg, Rudnevs und Son drei gute Stürmer für eine Position haben. Wir wissen aber auch, dass Rudnevs noch seine Zeit braucht, aber das haben wir einkalkuliert. Und dann wird sich mit der Zeit zeigen, ob es eine gute Entscheidung war von uns, ihn zu verpflichten.“

Ja, so kommt Baustelle zu Baustelle – in diesem HSV. Ich kann nur davor warnen, dass mit einem „Zehner“ im Mittelfeld alle Sorgen beiseite gelegt sind. Dieser eine Mann wird es allein nicht richten können, weil auch ansonsten Qualität im Team fehlt. Natürlich hat der HSV kein Geld, aber andere Klubs haben es vorgemacht, dass man auch „mit Auge“ einkaufen kann.

Frank Arnesen soll ja Angebote gehabt haben (oder hat er sie noch?), nach England oder Russland zu wechseln. Nervt es ihn nicht, dass er in Hamburg immer auf den letzten Cent gucken muss, um Leute verpflichten zu können? Der Däne sagt: „Nein, ich habe immer gesagt, dass es eine Herausforderung für mich ist. Wir können nicht mehr machen als das, was der Verein mir gibt. Ich habe hier für drei Jahre unterschrieben, und dann mache ich das auch. Wenn wir diese Saison durchstehen, dann haben wir wahrscheinlich im nächsten Jahr schon wieder mehr Möglichkeiten.“ Und dann sagt der Sportchef weiter: „Deshalb setzen wir ja auch auf junge Spieler. Wir haben Hakan Calhanoglu, Matti Steinmann, Son, Sala, Nörgaard – wir haben viele gute Talente, mit denen wir diesen Weg gehen wollen, und das macht mir auch Spaß. Ich sehe das als großes Plus, wenn man nicht so viel Geld hat, um groß einzukaufen. Wir haben Talente, die für eine gute Zukunft des HSV stehen.“ Der Sportchef weiß aber auch. „In diesem Moment ist es schwer für uns, für alle. Auch für die Fans. Deswegen ärgern wir uns ja auch alle, dass es nicht schneller geht, aber wir müssen Geduld haben. Natürlich hilft dann eine solche Niederlage wie am Sonntag überhaupt nicht, aber jetzt müssen wir aufstehen und kämpfen, schon am Sonnabend gegen Nürnberg damit anfangen.“

Wobei es nicht die besten Voraussetzungen dafür gibt, denn:
Tolgay Arslan hat einen Muskelfaserriss erlitten, und Paul Scharner (der den Österreichischen Fußball-Verband wegen des Rausschmisses aus der Nationalmannschaft – und der falschen Aussagen dazu – verklagen will) einen Innenbandriss im Knie (Pause von mindestens sechs Wochen). Die Nackenschläge nehmen zu – es geht schon wieder los . . .

Am Dienstag wird um 16 Uhr im Volkspark geübt.

17.08 Uhr

Ein Neuneinhalber statt eines Zehners?

13. August 2012

Das überrascht dann doch. Wochenlang hieß es beim HSV, dass ein neuer Zehner gesucht und geholt werden soll. Und nun das: Sportchef Frank Arnesen sagte beim Abstecher nach Mallorca: „Wir werden keinen neuen Zehner verpflichten, nur um einen neuen Zehner zu verpflichten. Wenn wir keinen mehr bekommen, dann bekommen wir eben keinen.“ Deutlicher geht es nicht. Oder? Wobei mein Kollege Kai Schiller, der für das Hamburger Abendblatt mit auf der Insel weilte, ja davon überzeugt ist, dass doch noch ein Zehner kommen wird. Und dass diese Transaktion schon sehr bald, also in den nächsten Tagen, über die Bühne gehen könnte. Die Kollegen der Bild zitierten Arnesen aber ähnlich: „Ich hole auf der Position nur einen Top-Mann. Wenn wir den nicht finden, werde ich die Finger davon lassen.“ Das kann ja heiter werden. Oder eventuell doch nur besser? Für den HSV.

Meine Theorie im „Fall Zehner“ ist ja folgende: Erstens nervt es Frank Arnesen, ständig auf den noch fehlenden Spielmacher angesprochen und hingewiesen zu werden – er lässt sich eben höchst ungern unter Druck setzen. Und zweitens nervt es ihn, dass ihm ständig und von überall her vorgehalten wird, wo es beim HSV noch nicht passt – personell. Denn er sagte auf Mallorca ja auch: „Wir wissen genau, was wir noch brauchen.“ Das klingt erstens gut, und zweitens nach einem Stürmer. Denn den braucht der HSV auf alle Fälle sehr, sehr dringend. Das, obwohl Marcus Berg ja nun auf Mallorca sogar ein Tor erzielen konnte. Aber wenn man sich das mal nur vor Augen führt: Mit Paolo Guerrero und Mladen Petric wurden zwei (in Worten: zwei) namhafte Stürmer abgegeben, und mit Artjoms Rudnevs kam nur ein neuer hinzu – wenn man einmal davon ausgeht, dass Maximilian Beister ein offensiver Mittelfeldspieler ist. Also fehlt schon rein rechnerisch ein Stürmer – bevor ein Zehner geholt wird, der keine Sofort-Hilfe bedeuten würde.

Mit seinem Schwenk, weg vom Zehner, wollte Frank Arnesen eventuell auch den neuen der auch neuesten Weg aufzeichnen – weg vom Spielmacher, hin zu einem „Neuneinhalber“. Oder von mir aus auch „Zehneinhalber“. So ein Typ wie zum Beispiel Marco Reus, der hinter der Spitze spielt, auch mal in vorderster Linie auftauchen kann, der aber aus der Reihe hinter dem zentralen Stürmer den entscheidenden, den „tödlichen“ Pass geben kann – oder es „notfalls“ auch auf eigene Faust versucht. Ein solcher Typ könnte zum Beispiel Hakan Calhanoglu sein. Der 18-jährige Mittelfeldspieler vom kommenden Pokalgegner Karlsruher SC soll ja erst nächste Saison kommen, aber eventuell wird der HSV versuchen, das Juwel schon in diesen Tagen zu verpflichten, um es dann noch für ein Jahr an den KSC auszuleihen. Das hätte auf jeden Fall schon mal den Vorteil, dass der HSV Calhanoglu fest an der Angel hat und dass kein anderer Klub mehr dazwischenfunken kann.

Zurück zum Zehner. Vergangene Saison hatte der HSV ja schon ein ähnliches Modell. Da spielte Mladen Petric ganz vorne und Paolo Guerrero dahinter. Allerdings kam schon zu jener Zeit (und davor) immer die Ruf nach einem Regisseur auf. Und eigentlich wollte der HSV ja auch einen solchen Mann holen. Wenn es finanziell und sportlich passt. Das scheint bislang allerdings bei allen Fällen noch nicht so recht gepasst zu haben. Fest steht für mich: Spielen Heiko Westermann und Zugang Milan Badelj, der ja bekanntlich erst im September kommen wird, gemeinsam auf der Doppel-Sechs, dann wird es einen zweiten Stürmer nach dem „Petric-Guerrero-Modell“ geben – und keinen Spielmacher mehr. Davon bin ich überzeugt, denn Badelj hat ja durchaus auch offensive Qualitäten, er kann sich, wann immer sich die Gelegenheit dazu bietet, mit in die Offensive einschalten. Entweder als Passgeber, oder als zusätzlicher Mann hinter der Spitze.

Es wird, davon können wir alle aber ausgehen, noch etwas im Offensiv-Bereich des HSV passieren. Das hat mir heute noch einmal ein führendes HSV-Mitglied bestätigt, und auch Arnesen hat ja gesagt, dass er weiß, was noch gebraucht wird. Gefahr erkannt, Gefahr . . .

Viel wird ohnehin davon abhängen, wie sich der HSV als Mannschaft präsentiert. Eine Einheit oder sind es (wieder) nur elf Solisten? Trainer Thorsten Fink sprach ja nach dem 1:0-Sieg auf Mallorca von einem „guten Geist“ in der Truppe. Dieser gute Geist kann ja auch im schwedischen Überlebens-Camp Einzug beim HSV gehalten haben. Schön wäre es auf jeden Fall. Wie man große Erfolge als Team, als verschworener Haufen, feiern kann, das haben uns nun gerade die Olympischen Spiele von London gezeigt. Paradebeispiel dafür ist für mich der deutsche Achter. Was für eine verschworene Truppe. Und seit Jahr und Tag habe ich nie eine solche Mannschaft gesehen, die sich so dermaßen verausgabt hat. Diese acht Männer konnten ja selbst zehn, 15 Minuten nach ihrem Zieleinlauf kein klares Wort reden – das war Weltklasse. Da hat ein Rädchen ins nächste gegriffen, und zwar perfekt. Ähnlich dazu auch die Hockey-Herren, über die der Bundestrainer nach dem Gold-Triumph sagte: „Diese Mannschaft liegt voll auf einer Wellenlänge.“ Und wenn das so ist, dann lassen sich solche Erfolge auch einfahren. Der Wille versetzt manchmal Berge.

Bei der „neuen“ HSV-Mannschaft wird sich, davon bin ich überzeugt, positiv auswirken, dass mit Rene Adler und auch Paul Scharner, der bekanntlich noch keinen Einsatz im HSV-Trikot hatte, zwei Spielertypen dazu gekommen sind, die in meinen Augen absolute Teamplayer gelten. Beide Spieler werden der Mannschaft sicherlich in Sachen Zusammenhalt sehr gut tun. Und vielleicht schließt sich diesen beiden Herren ja auch noch der eine oder andere HSV-Profi an, der es bislang nicht geschafft hat, sich in erster Linie in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Wobei Heiko Westermann und Dennis Aogo damit ausdrücklich nicht gemeint sind, denn sie sind schon seit langer Zeit ganz auf einer Wellenlänge mit Adler und Scharner. Damit sind es auf jeden Fall schon mal vier – und auch ein Fortschritt gegenüber der vergangenen Saison.

Wenn sich jetzt auch noch spielerisch eine Entwicklung abzeichnet – dann könnte der HSV-Fan schon mal ein wenig optimistischer in die Zukunft blicken. Und ein Lichtblick gibt es da für ich bereits, denn der klein Zhi Gin Lam scheint sich ja als Verteidiger zu entwickeln. Dass man hinten rechts (oder links) nicht unbedingt ein Kraftei, ein Bulle oder ein Riesenbaby sein muss, das hat in diesem Land ja Philipp Lahm schon zur Genüge bewiesen. Offenbar hat Thorsten Fink mit seinem Umschulungsversuch ein gutes Händchen bewiesen, und nun bin ich mal gespannt, wie sich das im Bundesliga-Alltag (und auch beim Pokalspiel in Karlsruhe?) anlassen wird.

Und noch ein Mann hat sich in der Vorbereitungszeit des HSV hervorgetan: Marcell Jansen. Von mir oft genug auch deutlich und kräftig kritisiert, nun aber muss dem ehemaligen Nationalspieler bescheinigt werden, dass er sehr wohl wieder auf einem guten Weg ist. Er sollte (und wollte), so hieß es kürzlich bei seiner Vertragsverlängerung, ja künftig mehr Verantwortung übernehmen, und das scheint er nun auch in die Tat umsetzen zu wollen. Wenn es in diesem HSV mal etwas wie ein Offensivspiel gab (und davon gab es noch nicht so sehr viel!), dann war es meistens Jansen, der seinen linken Fuß mit im Spiel hatte. Er ist offensichtlich dabei, seine frühere Dynamik wiederzufinden – fast so etwas wie ein weiterer HSV-Zugang. Hoffen wir mal, dass er auf diesem Weg weitermachen wird. Und vielleicht auch noch so manch anderer HSV-Spieler. Dann befände sich der Klub dann schon mal auf dem Wege der Besserung.

PS: Der HSV trainiert am Dienstag um 10 Uhr im Volkspark und spielt am Abend um 19 Uhr bei Altona 93 (Adolf-Jäger-Kampfbahn).

17.55 Uhr

Matz ab feiert dritten Geburtstag – danke!

6. August 2012

Vielen Dank für die zahlreichen Glückwünsche zum Dreijährigen! Es gab für mich viel Post und auch Anrufe, und zwar aus aller Welt! Danke dafür, danke auch für eure Treue. Drei Jahre „Matz ab“, wie die Zeit vergeht. Und es ist auch so, als würden es schon so viele Jahre mehr sein, die wir gemeinsam auf dem Buckel haben – gefühlt sind es für mich mindestens zehn Jahre “Matz ab“. So intensiv war das alles, verlief das alles. Ich habe viele, viele großartige Menschen kennen und schätzen gelernt, es gab hervorragende Begegnungen und Erfahrungen – das war schon traumhaft. Und dafür bedanke ich mich noch einmal ausdrücklich. Natürlich gab es auch gelegentlich Ärger, aber darüber möchte ich an einem solchen Tag gar nicht erst schreiben. Mir tut es nur um jene Leute Leid, das sage ich offen und ehrlich, die zuerst ganz „große Matz-abber“ waren, die dem Blog überaus positiv gegenüber standen, die dann aber mit der Zeit abgesprungen sind. Ich trauere in dieser Hinsicht vielen Menschen nach, die ich auch persönlich kennen lernen durfte, von denen ich auch menschlich total beeindruckt und begeistert war – die es dann aber vorzogen, nicht mehr zu unserem Kreis gehören zu wollen. Schade kann ich dazu nur sagen – ich vermisse euch. Und allen anderen „Matz-abbern“ möchte ich an diesem Tag zurufen: „Auf die nächsten drei Jahre!“

Um einmal einen Glückwunsch aus der Flut der vielen Glückwünsche herauszupicken:

Von „suedstern”:

„hallo herr matz und herr scholz,
herzlichen glückwunsch zum 3jährigen. ich halte mit meinen aufkleber am
auto und auf meinem pc in ganz wuerttemberg zur stange. viele hsv fans im
sueden sprechen mich auf grund meiner aufkleber an. diese grüße ich auch
hiermit. sie sind bei weitem nicht so negativ eingestellt, wie viele hier
im blog. das ist wahrscheinlich die gnade der weiten entfernung zu ihrem
lieblingsverein.
viele grüße w.w.“

So, zurück zum Wesentlichen:

„Internet ist das Schwerste was es gibt.“ Das sagten (und bestätigten) mir am Wochenende viele Kollegen, die es von „außerhalb“ in den Volkspark gezogen hatte, um den „Liga-total-Cup“ zu verfolgen und darüber zu berichten. Recht haben sie, aber auch darüber will ich nicht groß schreiben (und reden). Hier treffen sich eben verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Auffassungen zum Fußball allgemein und zum HSV ganz speziell. Diese Leute alle unter einen Hut zu bekommen, ist nicht zu schaffen, dank des großartigen Moderatoren-Teams aber geht es „Matz ab“ heute wesentlich besser als noch vor eineinhalb Jahren. Deswegen bedanke ich mich auch an die drei Moderatoren – und zwar ganz ausdrücklich und von Herzen. Ihr macht einen tollen Job, quasi rund um die Uhr, das ist sensationell und hervorragend. Danke.

Es gab bei „Matz ab“ in diesen drei Jahren ein stets Auf und Ab. Es gab viele Höhepunkte, auch viele Tiefpunkte – aber der absolute Knüller in dieser Geschichte ist und bleibt der „Fall van Nistelrooy“, den die beiden „Matz-abber“ „Eiche Nogly und Jacek Dembinski „aufdeckten“. Das war einmalig, es wird wohl auch einmalig bleiben, aber vor allem werden wir (ich auf jeden Fall) noch in Jahrzehnten darüber sprechen. Das Zusammenspiel zwischen Fans und den HSV-Verantwortlichen war in dieser Geschichte nahezu perfekt – ich bin, das gebe ich gerne zu, noch heute davon begeistert, wie das damals alles (unter der Decke) lief. Auch dafür noch einmal vielen Dank – und (immer noch und immer wieder) meine Hochachtung, ihr Experten!

In dem Zusammenhang, und damit komme ich zum aktuellen Tagesgeschehen, gab es am Wochenende auch eine Mal, die wie folgt aussah:

„Moin Dieter,
haben wir nun unseren langersehnten Spielmacher? In Italien heißt es heute, dass Jorquera, der schon seit Wochen immer mal wieder mit uns in Verbindung gebracht wird, nun tatsächlich zu uns wechseln soll/wird. Vielleicht kannst Du/könnt Ihr Dich/Euch ja mal beim Liga-Total Cup danach umhören.

Gruß, NicNac“

Ein neuer „Fall van Nistelrooy“? Nicht ganz. Erstens wird dieser Name schon seit einiger Zeit in Hamburg gehandelt (das Abendblatt hatte ihn vor 14 Tagen gespielt), zweitens wissen auch die anderen Medien der Stadt von diesen Verhandlungen. Es soll „etwas dran sein“, aber mehr wohl auch noch nicht. Der HSV hat mit Jorquera gesprochen, aber perfekt ist noch nichts – wenn es klappen sollte, dann werden wohl auch noch einige Tage ins Land ziehen. Cristobal Andres Jorquera Torres ist vor zwei Tagen 24 Jahre alt geworden, er ist 1,74 Meter groß und aktueller Nationalspieler Chiles. Er spielt beim italienischen Erstliga-Klub FC Genua, er ist Rechtsfuß und hat laut „Transfermarkt“ einen aktuellen Marktwert von „nur“ 1,8 Millionen Euro.

Wie geschrieben, es ist „etwas dran“, aber „etwas dran“ war auch an anderen Spielern immer mal wieder etwas – deswegen abwarten. Es könnte aber immerhin sein, dass es mit dem Chilenen endlich etwas werden könnte. Ein kleiner Fortschritt.

Von noch einem Südamerikaner ist (und war?) ja auch im Zusammenhang mit dem HSV die Rede: St. Paulis Abräumer Carlos Zambrano. Soll aber nichts dran sein. Soll. Man weiß es ja aber nie so genau. Und dann taucht in den letzten Stunden immer wieder ein neuer Name auf: Der 32 Jahre alte Österreicher Paul Scharner, der sich eine Woche bei Eintracht Frankfurt auf- du fitgehalten hat. Die Hessen werden den 1, 93 Meter großen Innenverteidiger, der zuletzt in England spielte (West Bromwich Albion und Wigan), aber nicht verpflichten. Auch deshalb, weil sie Zambrano holen wollen . . . Scharner dürfte aber für den HSV so etwas wie (jetzt) erste Wahl sein, ich rechne eigentlich stündlich damit, dass er unter Vertrag genommen wird.

Dann kämen also Milan Badelj und Paul Scharner, aber wie steht es um einen Stürmer? Der HSV, das offenbarte doch der Liga-total-Cup ganz eindrucksvoll, braucht einen Angreifer. Dringend. Händeringend. Bitte, bitte. Uwe Seeler („Der HSV braucht noch einen Brecher“) hat es schon lange erkannt, der letzte HSV-Anhänger jetzt spätestens am Sonntag. Ein Stürmer muss her. So wird das nichts. Wobei ich doch gar nichts gegen Artjoms Rdnevs habe. Er soll ja bleiben und sich entwickeln. Es kann ja mit ihm noch was werden, aber der HSV benötigt trotz allem noch einen Stürmer. Wer das nicht sieht, der sollte sich später nicht wundern . . .

Ich sprach heute mit HSV-Boss Carl-Edgar Jarchow. Ich wollte von ihm wissen, ob der HSV diese Baustelle überhaupt auf dem Plan hat. Jarchow antwortete gelassen: „Wir wissen, wo wir noch etwas tun müssen, davon können Sie ausgehen. Und wir müssen sicherlich auch – alles im Rahmen unserer Möglichkeiten – etwas tun . . .“ Ein Glück. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Oder? Denn ich sage mir ja auch: „Wenn Carl-Edgar Jarchow das weiß, hoffentlich weiß es auch der Sportchef. Denn zuletzt hieß es vom HSV ja immer nur: Wir brauchen einen Zehner und einen Innenverteidiger. Von einem Stürmer war weit und breit nichts zu hören . . .“

Und wo ich gerade mit dem Vorstandsvorsitzenden gesprochen habe, da habe ich auch nach Klaus-Michael Kühne gefragt. Herr Jarchow, gibt es eigentlich noch Kontakt zum großen HSV-Gönner, Mäzen und Sponsor? Jarchow: „Gibt es, das schläft auch nicht ein, denn der alte Vertrag mit Herrn Kühne läuft ja immer noch weiter.“ Okay. Aber bezüglich eines neuen Engagements des Milliardärs? Jarchow: „Da war das Interview, das Herr Kühne zuletzt gegeben hatte, ja nicht gerade hilfreich und förderlich.“ Das mag so sein, wäre ja auch nur normal. Nach den Aussagen. Carl-Edgar Jarchow sagte aber zur „Mitarbeit“ Kühne auch noch: „Das Engagement war ja mehr oder weniger auf einen Namen reduziert, nämlich Rafael van der Vaart, und wie alle wissen, hat das nicht geklappt.“ Stimmt. Deswegen glaube ich auch, dass der Herr Kühne seinen noch immer laufenden Vertrag erfüllen wird, aber ein neues Engagement wird es wohl (so schnell) nicht wieder geben.
Schade eigentlich.

Kühne war immer mein großer und auch mein letzter Strohhalm, an den ich mich geklammert habe. Auch im Hinblick auf einen neuen Stürmer. Und wenn ich so daran denke, dass es der Herr Kühne einst ja auch schon ganz gut mit „seinem“ HSV gemeint hat, so sollte er einmal daran denken, kurz über seinen eigenen Schatten zu springen: Dieser HSV braucht dringend Soforthilfe, Herr Kühne, Sie könnten helfen, weil Sie dazu in der Lage sind – und wenn Sie und auch Ihre Frau den Verein lieben, dann helfen Sie bitte noch einmal. Trotz aller unterschiedlicher Meinungen. Es geht doch nur um den Klub.

Dieser HSV braucht Ihre Hilfe, Herr Kühne, mehr denn je!

Und wenn ich dazu noch einmal auf Zugang Artjoms Rudnevs zurückkommen darf. Dazu gibt es immer wieder Mails, zwei davon möchte ich euch einmal zu Gemüte führen:

„Hallo Herr Matz,

warum sieht man den Spieler Rudnews schon jetzt so negativ? Es war einmal, so fangen viele Märchen, bei einem Heimspiel meines HSV wurde ein neuer Spieler eingesetzt, ich hatte einen Platz auf der alten Haupttribüne in der ersten Reihe, konnte also die Spieler beim warmmachen wunderbar beobachten. Es war ein neuer großer Spieler dabei, er kam von Rot Weiss Essen.
Der Mann war nach meinem ersten Eindruck ein Antifussballer, jeder Ball sprang ihm vom Fuss. Der Spieler hieß übrigens Hrubesch, also bitte etwas Geduld.
Mfg. Peter W.“

Und von unserer treuen Seele „Nordbert” kam zum Thema die folgende Mail:

„Moin Dieter, moin Leute,

ich erinnere mich noch an einen gewissen Bernardo Romeo, der schon ein ziemlicher Knipser war. Mit dem Ball alleine auf den Torwart durfte man ihn nicht loslassen, aber im Strafraum war er großartig und hatte enormen Unterhaltungswert (zumindest, wenn man HSV-Fan war). Wenn ich es richtig erinnere, hat Dein Kumpel Thomas Doll (bitte berichtigt mich, wenn ich hier falsch liege) ihn damals nicht mehr haben wollen, weil er nicht mehr in das Spielsystem paßte. Nun finde ich, daß Toreschießen schon in ein HSV-Spielsystem passen sollte, aber Thomas Doll war da in der Tat der weitsichtigere Mensch, denn seitdem haben ja alle HSV-Trainer am System ohne Toreschießen festgehalten und soviele Fachleute können sich ja nicht irren… :roll:

Ich sehe das Problem, das Rudnevs und Berg vermutlich bekommen, eher darin, daß sie nicht mit den Vorlagen gefüttert werden, die sie brauchen, um eine gute Torquote zu erzielen. Von Marcell Jansen, der in seiner HSV-Anfangszeit irre gefährliche, flache Hereingaben von der Grundlinie aus geschlagen hat, kommt so gut wie gar nichts mehr. Dennis Diekmeyer geht vorsichtshalber kaum noch zu Grundlinie. Ecken sind traditionell seit Jahren högscht ungefährlich (gegen Barca sah das besser aus, ich habe mich echt gewundert – wäre schön, wenn das konserviert werden könnte). Ein Problem übrigens, mit dem meiner Meinung nach auch Van the Man zu kämpfen hatte. Von Laufwunder Petric ganz zu schweigen. Ich mache mir von daher weniger Sorgen wegen unserer Stürmer, sondern sehe die Probleme vor allem beim Anspiel in die Spitze.“

Dazu habe ich ja auch schon etwas geschrieben (im Abendblatt). Es gab eine Saison, in der der HSV gleich vier hochbegabte „Daddelbrüder“ (Spielmacher) in seinen Reihen wusste, die alle einen Stürmer einsetzen konnten. Rafael van der Vaart, Stefan Beinlich, Sergej Barbarez und Piotr Trochowski. Das war in der Saison 2005/06. Der HSV belegte Platz drei in der Liga und schoss dabei die viertmeisten Tore (53). Das gelang mit vier Vorlagengebern. Jetzt aber sucht der HSV einen! Und ob der es dann reißen wird? Da braucht man schon eine gehörige Portion Optimismus. Aber ich will ja nicht meckern, ich harre aus. Und warte auf die Dinge, die da noch passieren sollen – und müssen.

Noch aber sieht es doch so aus: Rudnevs ist hinter Marcus Berg bislang Stürmer Nummer zwei. Weil er sich erst noch umstellen muss. Berg aber war zuletzt meistens Stürmer Nummer drei – hinter Paolo Guerrero und Mladen Petric. Wie soll das jetzt gehen? Wir alle haben es ansatzweise gegen Dortmund und Bayern gesehen – es geht nicht. Oder auf jeden Fall nicht viel. Ich kenne keinen auswärtigen Journalisten, der am Wochenende in der Arena saß, der sich nicht große Sorgen um den HSV macht – um den Dino. Sie alle wollen, dass der HSV drin bleibt, aber sie alle wissen auch, dass das noch sehr, sehr schwer werden wird. Sie alle haben Hamburg jedenfalls äußerst nachdenklich verlassen, wenn es in ihren Gedankengängen um die sportliche Zukunft des HSV ging.

Aber gut, es geht heute und morgen ja auch noch nicht los. Und die Verantwortlichen bleiben ja noch total ruhig. Trainer Thorsten Fink jedenfalls scheint im Moment die Ruhe selbst zu sein: „Wir werden am ersten Spieltag zu 100 Prozent da sein.“ Und: „Ich sage klipp und klar, dass der HSV nicht zu den Abstiegskandidaten gehören wird. Wir sind rund um Platz zehn anzusiedeln.“

Hoffentlich. Damit wäre ich sehr, sehr zufrieden. Sehr. Aber sagen kann man ja viel. Wie ich schreiben. Nur was dann hinten dabei rumkommt, das werden wir erst in einigen Wochen erleben. Kurios ist, dass mir auf meinem Schreibtisch heute – genau in diesem Zusammenhang – die „HSV live“ vom 17. März 2012 entgegenflatterte. Der HSV erwartete den SC Freiburg zum Punktspiel. Und da steht auf Seite 34: „Wir werden dieses Spiel gewinnen!“ Gesagt hatte es damals in einem vereinseigenen Interview Trainer Fink. Er sagte ganz zum Schluss: „Wichtig ist der Sieg, nur das zählt. Wir werden dieses Spiel gewinnen. Punkt.“
Der HSV verlor 1:3.

Denn etwas sagen oder eine Prophezeiung ist das eine, und die Realität etwas ganz anderes.

Einen schönen „Matz-ab“-Geburtstag wünsche ich euch allen.

PS: Training ist morgen (Dienstag) zweimal im Volkspark. Um 10 Uhr, und dann am Nachmittag eigentlich um 15.30 Uhr. Aber meine Kollegen sprechen in diesem Fall von 18.30 Uhr. Also könnte es durchaus spät werden.

17.57 Uhr

Der HSV hat Schweden überlebt

31. Juli 2012

Es gab heute die Gelbe für mich. Oder war es schon die Gelb-Rote? Das Moderatoren-Team hat schwer mit mir gemosert, denn meinen letzten Beitrag fanden die Moderatoren nicht sonderlich gut gelungen. Ja, die Tagesform, ich sag es ja. Manchmal hat man eben auch mal einen gebrauchten Tag erwischt – das (oder den) kennt ja wohl jeder. Offenbar hatte ich den gestern. Die Moderatoren (und wohl nicht nur sie) unterstellen mir, dass ich wieder mal wie eine „beleidigte Leberwurst“ gewirkt habe. Das mag so gewirkt haben, aber ich kann jedem nur versichern, dass ich es nicht bin. Mehr möchte ich aber auch nicht sagen, sonst könnte ich eventuell noch einmal böse Geister wecken.

Der HSV, um das Thema zu wechseln, ist nun auf dem Rückweg. Offenbar gab es im schwedischen Überlebenscamp keine personellen Verluste, ich habe Fotos gesehen, auf denen sich die Mannschaft vor dem Bus versammelt hat, der die Spieler in Richtung Flughafen bringen wird. Die Reise wird sich gelohnt haben, denke ich. Nach allem was ich gehört und gelesen habe (HSV), sind alle enger zusammengerückt. Mich hat ein Foto besonders gefreut, zeigt es doch die beiden Torhüter Jaroslav Drobny und Rene Adler beim Einsteigen (mit Brot in den Händen) in ein Boot. Trotz der großen Konkurrenz – alle sitzen in einem Boot. Und das ist auch gut so.

Ansonsten möchte ich heute einen „Kummerkasten-Tag“ einlegen. Das heißt: Briefe und Mails an mich, die euch und auch mich bewegen. Vielleicht erkennt sich ja einer in einem Beitrag wieder.

Von “Jan B.” kam heute:

„Dieter, ich hab da mal ne Frage zu deinen Sorgen im Sturm. Welcher HSV Stürmer hat in den letzten 5 Jahren mehr als 15 Bundesligatore geschossen? Ich sag es dir, keiner. Unser Problem liegt nicht bei guten oder schlechten Stürmern. Wir als HSV schießen insgesamt zu wenig Tore. Der HSV hat es in den letzten 10 Jahren und länger nicht fertiggebracht die 60 Tore Marke zu knacken. Selbst mit einem van der Vaart sind wir nur bei 55 Toren angekommen.

Wenn du vom HSV Tore sehen willst, musst du über das Spielsystem nachdenken. Tore schießt die Mannschaft und nicht ein einzelner Spieler. Selbst Gomez war maßgeblich von Ribery und Robben abhängig. Auch bei einem Huntelaar ohne Raul wirds diese Saison schwer. Wir sollten vielleicht dringlichst unser Spielsystem optimieren so das die Tore wieder fallen. Wir müssen uns entscheiden ob wir über die Flanken mit einem 4-3-3 kommen oder spielerisch durch die Mitte mit dem 3-5-2, oder auf Konter mit einem 4-5-1 oder 4-1-4-1. Alle diese Varianten sind derzeit vom Kader her spielbar. Es fehlt dafür nur ein spielstarker Mittelfeldspieler, mehr nicht. Eventuell kannst du noch über einen Abwehrspieler nachdenken, aber Kacar hat ja keiner mehr auf dem Schirm.

Wir sollten nicht dauernd nach neuen Spielern schreien. Jetzt ist unser Trainer in der Pflicht die vorhandenen Spieler zu formen und zu fördern. Dann schießen Rudnevs, Berg, Beister, Son und illicevic auch wieder Tore. Das sie es können haben alle schon gezeigt.

In diesem Sinne schau mehr auf das Training und die Spielerentwicklung, das bringt uns derzeit weiter.“

Letzterer Punkt liegt mir sehr am Herzen, wird mir auch künftig weiter sehr am Herzen liegen. Ich glaube ja auch, dass in diesem Punkt in der gesamten Liga mächtig geschludert wird. Da könnte mehr getan werden, und da sollte auch mehr getan werden – hoffentlich wird es erkannt. Um es noch einmal zu sagen: Das ist kein Thema für die Kombination Fink/Arnesen, sondern für alle. So wie es Fink/Arnesen bislang gemacht haben, so haben es auch alle ihre Vorgänger gemacht. Aber, wie geschrieben, es könnte eben noch mehr gemacht werden. Gerade in dem Punkt Spielerentwicklung. Ich würde sogar Spielerweiterentwicklung schreiben.

Ein Punkt liegt mir zudem noch am Herzen: Kacar hat keiner mehr auf dem Schirm. Stimmt wohl, denn ich höre nichts mehr davon, dass er diese oder jene Lücke schließen könnte. Okay, noch ist er verletzt, das dauert ganz sicher auch noch einige Wochen – aber dann könnte er ja durchaus noch kommen. War er nicht schon mal ein ausgezeichneter Innenverteidiger beim HSV? Ich habe das so empfunden, damals sahen wir (ich) den besten Kacar, den es je in Hamburg gegeben hat. Wenn er daran wieder anknüpfen könnte, dann wäre das für mich wie ein neuer Spieler für den HSV. Man muss (oder müsste) es ihm nur mal wieder zutrauen . . .

Und speziell zum Thema Sturm oder Angreifer: Wann hatte der HSV mal einen echten Reißer, einen echten Brecher wie einst Uwe Seeler? Einer, der dorthin geht, wo es wehtut. Der den direkten Weg zum Tor sucht, wenn nötig, dann auch mit dem Kopf durch die Wand? Einen Stürmer, der wendig und schnell ist, der Tore „riechen“ kann. So war Paolo Guerrero nicht, so war Mladen Petric nicht, so ist Marcus Berg auch nicht. Ivica Olic war halbwegs ein solcher „Verrückter“, der abging wie Schmidt’s Katze, der unorthodox spielte und unberechenbar war für Freund und Feind, der jedem Ball hinterher sprintete ohne Ende – wenn der HSV mal wieder einen solchen Mann einfangen könnte, dann wäre mir wohler. Ich habe, um es mal klar und deutlich zu sagen, die Nase voll von nur „spielenden“ Stürmern, ich wünsche mir einen Mann, der mit starkem Willen Tore machen will, der marschiert, de sich da vorne rein wirft, der sich voll reinhängt.

Wobei ich selbstverständlich weiß, dass es von solchen Spieler-Typen nicht mehr ganz so viele gibt, und dass diese Spieler-Typen natürlich ihren Preis haben. Aber vielleicht könnte der HSV einen solchen Stürmer ja auch mal selbst heranzüchten? Uwe Seeler (irgendwie lande ich immer wieder beim ihm) kam doch auch einst aus der eigenen Jugend hervor – und machte mit 17 schon sein erstes Länderspiel! Ich weiß, ich weiß, ein Jahrundert-Talent, aber warum kann es einen solchen Stürmer nicht noch einmal beim HSV geben?

Und damit sind wir bei der nächsten Mail – und beim nächsten Thema. Zur Nachwuchsarbeit des HSV gab es folgende Mail:

„Sehr geehrter Herr Matz,

Ja, die Nachwuchsarbeit unseres HSV ist seit Jahren eine Katastrophe. Im letzten Jahr hat es keine Jugendmannschaft geschafft, in ihrer Liga ganz oben zu stehen. Warum schaffen es Mannschaften aus einem kleinstädtischen Umfeld oder der Nachwuchs anderer Bundesligavereine? Spielen beim HSV immer nur solche Jungs, die sich mit dem Image des HSV schmücken wollen? Was bringt das alles, was bisher unternommen wurde?

Der direkte Bundesliganachwuchs spielt regelmäßig im Mittelfeld der 4. Liga. Der HSV käme nie auf die Idee, Spieler aus der 4. Liga für seine Bundesliga zu verpflichten. Wieso soll das aus einer eigenen Nachwuchsmannschaft aus der 4. Liga gelingen? Die Wenigen, die mal nach oben kommen, versauern entweder lange auf der Ersatzbank oder werden ausgeliehen. Der Trainer der Bundesligamannschaft kann nur in Ausnahmefällen große Risiken eingehen und Nachwuchskräfte einsetzen, die „noch“ so weit vom erforderlichen Bundesliganiveau entfernt sind. Deshalb wird es auch nichts mit einem erfolgreichen Nachwuchs beim HSV.

Jahr für Jahr hören wir nun, jetzt wird sich das alles ändern. Verdiente Ligaspieler übernehmen das Amt, das Ergebnis: unser HSV kommt keinen Schritt weiter. Nun ist dem HSV eingefallen, neues Beton anzumischen und ein neues Leistungszentrum bauen zu wollen. Es fehlt aber nicht an Gebäuden sondern an Kreativität, Können und Professionalität in der Nachwuchsförderung. Das ist mit Beton nicht zu erreichen.

Was sollte getan werden? Es bedarf eines exzellenten, als Fachmann ausgewiesenen, Toptrainers. Eines sportlichen Leiters, der in seinem Denken kein Verwalter und/oder nur Organisator sein sollte. Es wird ein professionelles Scouting-Team für junge Talente benötigt, das seinen Namen verdient. Es muss damit aufgehört werden, Nachwuchsarbeit nebenbei zu erledigen und nur ehemaligen „verdienten“ Spielern einen neuen Karriereschritt zu ermöglichen. Nur wer den Nachweis erbracht hat, dass er es auch wirklich kann, sollte eine Chance erhalten. Ein toller Bundesligaspieler ist noch lange kein guter Trainer.

Ich halte es für wichtiger, kräftig in den Nachwuchs zu investieren, als die letzten Cents für die Bundesliga zusammen zu kratzen. Dem Sparkommissar Herrn Jarchow muss klar sein, er muss (leider) überall den Rotstift ansetzen, um den Verein vor einer Überschuldung zu retten. Beim Nachwuchs muss er kräftig investieren. Vielleicht gibt es ja mit ein wenig Phantasie auch dafür Investoren.

Mit besten Grüßen, Wolfgang I.“

In vielen Punkten, das gebe ich zu, spricht mir Wolfgang I. aus der Seele. Der eine oder andere Punkt wurde auch schon an anderer Stelle aufgegriffen (auch von mir) – aber genützt hat es leider nur wenig, im Grunde genommen gar nichts. Mit Sportchef Frank Arnesen kam ja 2011 auch eine Crew in Sachen Nachwuchsarbeit, sie ist nun ein Jahr dabei – und wann immer ich meine Ungeduld zum Ausdruck bringe, höre ich nur: „Wir können keine Wunder vollbringen so etwas muss aufgebaut werden, behutsam betreut und gepflegt werden – aber das dauert eben einige Jahre.“

Was ja wohl oder auch ganz sicher stimmen mag – nur haben wir diese Sätze schon seit Jahrzehnten gehört, immer und immer wieder. Da ist wohl Kontinuität gefragt – und die gab es auch in diesem Punkt beim HSV so gut wie nie. Ungeduldig wurden meistens mitten im Galopp die Pferde gewechselt – und alles begann wieder von vorn . . .

Dann gab es auch die folgende inhaltsreiche Mail an mich, mit reichlich Kritik auch an meiner Person – aber ich veröffentliche sie trotz allem, denn alles das, was da geschrieben wurde, geschah oberhalb der Gürtellinie:

„Lieber Matz,

als langjähriger HSVer, Fan und Mitglied mache auch ich mir Sorgen um den HSV. Sicher gibt es diverse Baustellen in dieser Mannschaft und darum, aber die Ursachen dafür liegen vor allem in der Vergangenheit. Deswegen bin ich der Meinung, dass dafür in erster Linie auch die
Vergangenen verantwortlich sind. Als jemand, der nicht aus Hamburg kommt und nicht wie du und manch andere das Glück haben, täglich das Training zu besuchen und dicht am Geschehen zu sein ist mir der Blog eine Möglichkeit, teilzuhaben, danke dafür.

Jedoch muss ich mich doch auch etwas wundern. Zum einen, was da so zu lesen ist. Waren wir uns nicht vor kurzem alle einig, dass es endlich Zeit ist, einen neuen HSV aufzubauen? Ohne
Söldner? Mit Herz für den Verein? Genau daran wird jetzt gearbeitet, mit den Hypotheken der Vergangenheit. Vielleicht ist es auch ganz gut, nicht so wie ihr, so dicht am Geschehen zu sein, mit etwas Abstand sieht man die Dinge vielleicht ja etwas anders… Aus der Ferne (Braunschweig, doch dazu später mehr) betrachtet stellt sich unser HSV als Lachnummer
da. Besser gesagt: Er wird als Lachnummer dargestellt. Und daran seid ihr vom Abendblatt/Mopo leider beteiligt.

Das Interview mit Rajkovic zum Beispiel. Worin liegt der Nutzen dieses Interviews? Einem Spieler, der – aus welchen Gründen auch immer – suspendiert wurde, eine derart große Bühne für die persönliche Abrechnung/Frustbewältigung zu geben, das verstehe ich unter geschäftlichen Gesichtspunkten, aber kann es nicht nachvollziehen, dass Ihr als HSVer dies tut, das schadet dem Verein. Das bringt Unruhe, das bringt Missstimmung, das ist nicht das, was der HSV braucht. Hat es denn dem Abendblatt eine höhere Auflage verschafft? Ich hoffe wenigstens das. Da pöbelt ein durchschnittlicher Profi gegen den Trainer in einer Weise, die Du in deiner aktiven Laufbahn sicher auch nicht hättest hören wollen. Das ewige Argument der journalistischen Notwendigkeit zieht meiner Meinung nach nur sehr bedingt, denn man hätte
damit auch anders umgehen können.

Zum anderen muss ich mich wundern, wie scharf du heute Herrn H. aus Essen abserviert hast. Was steht denn in dem Text, dass du dich gleich so angemacht fühlst? Oder wurden die Teile, die dich so erbost haben, nicht veröffentlicht? In manchen Teilen denke ich denau so wie Herr H. Wie scharf du Rudnevs runtermachst nach gerade einmal 10 Spielen, das verstehe ich nicht. Übrigens auch andere, mit denen ich mich darüber unterhalten habe auch nicht. Sicher, er vergeigt zur Zeit etliche dicke Dinger, aber über ihn so hart zu urteilen, das geht gar nicht. In diesem Punkt hat Herr H. aus Essen recht. Vielleicht sieht man aus der Ferne die Dinge ja doch etwas gelassener.

Und direkt im Anschluss trauerst du darüber, dass in HH keine Stars mehr geboren werden, das ist meiner Meinung nach leicht widersprüchlich. Das Rudnevs Tore Schießen kann, das
hat er bereits gezeigt. Marcus Berg im übrigen auch. s. Herr H. aus Essen.

Kommen wir zum Ende:
Wenn wir uns jetzt nicht die Zeit nehmen, einen neuen HSV aufzubauen, dann wird das nie etwas. Die Mannschaft braucht Zeit, das Umfeld braucht Ruhe. Wir brauchen Ruhe! Und die kriegen wir nicht hin, wenn ständig aus der Hamburger Medienlandschaft Unruhe geschrieben wird, zu hohe Erwartungen geschührt werden. Der Umbruch ist da, gebt den jungen doch einmal die Chance, es gut zu machen. Wir haben kein Geld für Spieler wie vdV und außerdem wollten wir Spieler, die wie unsere Fans alles geben für den HSV. Habt ein wenig Vertrauen in die sportliche Leitung. Wenn du wen kennst, der es besser kann, schön. Aber zur Zeit brauchen wir keine Personaldiskussion. Die hatten wir in den vergangenen Jahren genug, jetzt wieder den Trainer, Sportdirektor oder wen auch immer in Frage zu stellen, das bringt nichts. Haben sich eigentlich mal die, die in den vergangenen Jahren ich-weiß-nicht-wie-viele-Trainer “kritisch hinterfragt” haben mal selber hinterfragt, was das immer gebracht hat?

Genau: Das hat den Verein dahin gebracht, wo er jetzt steht. Fink und Arnesen sollten jetzt mal in Ruhe das Ding zu ende bringen dürfen, dann steht der HSV in ein/zwei Jahren wieder da, wo er hingehört: auf Rang 3-5. Alles andere würde den HSV nie zur Ruhe kommen lassen, so wie den Traditionsverein aus meiner Stadt – den BTSV Eintrach Braunschweig.

In diesem Sinne, sportvereinliche Grüße, Giso K.“

Dazu drei kurze Anmerkungen. Aus der Ferne sieht man vielleicht etwas gelassener, das mag so sein, aber man sieht nicht besser. Garantiert nicht. Mehr möchte ich zu diesem Punkt nicht (mehr) sagen. Dass Rudnevs Tore schießen kann, auch Marcus Berg, das haben sie schon gezeigt. Nur wo? In der Bundesliga? Rudnevs konnte es logischerweise noch nicht, Berg hätte es reichlich machen können – traf aber meiner Meinung nach zu selten. Dazu gebe ich dann auch zu, dass es mir Sorge bereitet, wenn ich daran denke, dass Berg nun die große Tor-Hoffnung des HSV werden sollte oder werden könnte. Aber vielleicht platzt der Knoten bei dem Schweden ja nun, wo er sich durch das schwedische Überlebenscamp gekämpft hat.
Und zur speziellen Thematik mit „Herrn H. aus Essen“ sei gesagt, dass ich ihn gestern nicht „runtermachen“ wollte, ihn meiner Meinung nach auch nicht „runtergemacht“ habe. Herr H. aus Essen hat mir heute noch einmal geschrieben, er hat nichts von einem „Runtermachen“ meinerseits gegen ihn geschrieben:

„Sehr geehrter Herr Matz!

Danke für Ihre Reflexion auf mein gestriges Anschreiben. Ich verstehe Ihre Gedanken und “die Gedanken sind frei!”
Ich verstehe Ihre Tätigkeit möglicherweise anders, als Sie sie darstellen. Sie sehen sich als Spiegel der Meinungsvielfalt um den HSV?
Gut. Aber als Fan können Sie doch was tun für unseren Verein! Da sich Fussball im Wesentlichen im Kopf abspielt ist es doch wichtig, dass man beispielsweise folgendes Szenario vermeidet: Ein Spieler wechselt in ein fremdes Land,in einen Job, dessen Anforderungen er genau kennt, nicht aber seine diesbezügliche Potenz. Bei seinen ersten Aktionen im neuen Team gelingt noch nicht viel. Er wird logischerweise mehr als Andere beäugt. Druck baut sich auf, dieser Druck ist kontraproduktiv…

Ich habe genauso wenig von Rudnevs gesehen, wie Sie es auch unterstellen. Aber er bringt eine nicht unerhebliche Empfehlung mit. Diese basiert auf einer Qualität. Und selbst wenn die Bundesliga “härter” ist, beweist ja der BVB, dass polnische Qualität belastbar ist. Also gebe ich dem Spieler Vertrauensvorschuss. Nur das braucht er! Alles andere hat er.

Ich weiss, dass sie nicht der Psychologe des Vereins sind, aber Sie sitzen an einer Stelle, die die Dinge in die eine oder andere Richtung in Bewegung setzen kann. Das beschissene Abschneiden des HSV in der letzten Saison hat im Kopf begonnen:

“Mein Gott,so ein schweres Anfangsprogramm,!” ” Wenn wir nach 5 Spielen 6 Punkte haben sind wir gut!” -Drobnys Formsuche verunsichert die Hintermannschaft, die Hintermannschaft verunsichert Drobny, viele Gegentore in den letzten Minuten: “Wir können keine Führung über die Zeit bringen!” (Hertha, Köln). Das erlebt man z. B in Freiburg auch, aber da haut keiner drauf….da heisst es: “Wenn ihr absteigt, reissen wir euch nicht den Kopf ab!” Das hilft! Das macht sicherer! Manche Kritik ist einfach fruchtlos. Das meine ich nicht speziell in Bezug auf Ihre HSV-Ecke, eher allgemein.

Heute wieder die von Uwe : “Es ist schon sehr spät, es wird immer schwerer, gute Spieler zu verpflichten!” Das ist, mit Verlaub, Käse! Der Transfermarkt schliesst am 31.8. und erfahrungsgemäss kommt gegen Ende noch Bewegung in den Markt!?! – Die Befürchtungen von Uwe Seeler aber stehen im Raum, setzen unter Druck und schaffen wieder nur Unruhe im Umfeld etc.pp.

Dass Sie sich mit meinen Gedanken auseinander gesetzt haben, ehrt mich und ich will mich bemühen, meine Intentionen nicht zum Allgemeingut machen zu wollen und Ihre Zeit nicht über Gebühr zu stehlen!

Hoffentlich geht’s bald wieder los…die Karten für Karlsruhe liegen schon bereit! Schreiben Sie doch mal über den Pokal und seine Gesetze…Aua!?!

Herzliche Grüße! Ralf H.“

So, das war „Herr H. aus Essen“ mit seiner Antwort. Vielen Dank dafür. Ich möchte dazu auch nicht mehr viel sagen, nur: Herr H. schreibt: „Aber als Fan können Sie doch was tun für unseren Verein!“ Und dann auch: „Ich weiss, dass sie nicht der Psychologe des Vereins sind, aber Sie sitzen an einer Stelle, die die Dinge in die eine oder andere Richtung in Bewegung setzen kann.“
Genau das ist der Punkt. Das ist falsch! Erstens schreibe ich für das Hamburger Abendblatt seit nunmehr 27 Jahren nicht als HSV-Fan, sondern als Redakteur dieser Zeitung. Wäre dem nicht so, müsste ich für die HSV-Vereinszeitung schreiben, aber die zahlt weniger gut . . . Wenn ich bislang als HSV-Fan für das Hamburger Abendblatt geschrieben hätte, dann hätte ich eventuell ein Jahr, vielleicht auch zwei Jahre überlebt – aber keine 27. Job ist Job. Wer will denn Berichte wie diese jeden Tag lesen: „Beim HSV ist wirklich alles bestens in Ordnung, die Spieler mögen sich, alle wollen sie den Ausrutscher der vergangenen Saison, als der Verein nur knapp an der Europa League vorbeischrammte, so schnell wie möglich vergessen machen. Sie brennen auf die neue Saison, sie wollen Titel, Titel, Titel, dafür geben sie alles, und die Stimmung im Team ist super. Die Mannschaft trainiert, wie immer, wie aus einem Guss, so vorbildlich, so engagiert, so konzentriert, so diszipliniert – HSV-Fans, macht euch keine Sorgen, der HSV ist wieder da! Und der Volkspark ist dazu wunderbar grün, die Schäfchenwolken am blauen Himmel sorgen für ein total stimmungsvolles Gesamtbild. Und: Lieber Herr Fink, führen Sie Ihre Mannen nun zu neuen großen Taten – auf ihr Männer, packt es an! Ihr könnt es, ihr habt das Potenzial, ihr habt so eine wunderbare Substanz in euch – ihr könnt ganz Großes vollbringen.“

Das klingt schon toll, oder? Aber so ganz verstehe ich trotz allem auch die Kritik am Rajkovic-Interview nicht, noch immer nicht. Ich habe es ja nicht geführt, aber ich habe mich mit „uns Matz-ab-Scholle“ mächtig gefreut, denn er bekam für diese Glanzstück viel, viel Lob von allen Seiten, und zwar wirklich von allen Seiten – auch von der härtesten Konkurrenz. Ob dieses Interview eine Auflagensteigerung gebracht hat, das kann ich nicht sagen – ich kann es nur vermuten. Und wenn es so war, dann gratuliere ich dem Blatt – und auch „Scholle“ noch einmal. So, genau so geht Zeitung.

Was wäre das denn wohl für eine Art Journalismus, wenn in den Zeitungen immer nur das geschrieben stünde, was gut für den Verein ist? Kein Journalismus wäre das! Das wäre dann doch nur die HSV-Vereinszeitung – in der Tat. Und über dem Titel „Hamburger Abendblatt“ müsste dann stehen: „Das offizielle Vereinsorgan des Hamburger Sport-Vereins“.
Mal ganz kurz weg vom HSV: Die Akte Blatter, von einem Schweizer Journalisten beharrlich verfolgt, jahrelang nachgeforscht und dann nach hartem Kampf mit der Justiz veröffentlicht. In der ganzen Welt! Darf der Mann das? Dieser Schweizer Journalist? Sollte er nicht besser geschwiegen haben? Ganz egal, was da bei der Fifa gemauschelt wurde?
Oder jetzt Uwe Seelers Aussagen. Verschweigen? Alle Hamburger Zeitungen haben es heute berichtet, dass sich der Ehrenspielführer Sorgen um „seinen“ HSV macht. Ich finde, dass es Uwe Seeler sehr sympathisch macht, wenn er sich sorgt. Er macht sich doch aber nur Sorgen, er will weder Frank Arnesen abschießen, noch will er Trainer Thorsten Fink umkippen. Seeler wäre doch der Allerletzte, der seinem Klub etwas Schlechtes wünscht oder antut. Er möchte doch nur, dass im HSV engagiert, mit Weitblick und profihaft – von allen – gearbeitet wird, damit es dem HSV eines fernen Tages wieder einmal besser geht. Mehr will er nicht.
Einige aber sehen das so, dass er (Uwe Seeler) damit Unruhe schürt, andere jedoch finden es sicher gut – weil sie sich in den Sätzen von Seeler total wiederfinden.
Denn auch sie sorgen sich so wie „uns Uwe“ um den HSV.

Ich nebenbei auch, aber ich habe dem Medien-Direktor Jörn Wolf versprochen, dass ich bis zum letzten Tag die Ruhe bewahre werde und nicht in Panik verfalle. Es soll sich ja noch einiges tun beim HSV. Personeller Art. Und deshalb warte ich mal ab, was und wer da noch kommt. Erst wenn sich dann bis zum 31. August nichts mehr getan hat, dann werde ich alle im HSV daran erinnern, was da im Juni/Juli 2012 versprochen worden war – aber bis dahin harre ich aus und hoffe, dass die richtigen Entscheidungen noch getroffen werden. Und wenn Frank Arnesen schon festgestellt hat, dass er und Thorsten Fink „bislang fantastisch gearbeitet“ haben, denn wird da sicher auch noch weitere fantastische Arbeit folgen. Davon bin ich total überzeugt.

So, um noch ein bisschen olympische Stimmung aus London bei „Matz ab“ zu verbreiten, gibt es hier diese SID-Meldung:

Britische Zeitung verspottet Torfrau: „Wie ein Huhn“

Ausgerechnet eine englische Zeitung macht sich am Rande der Olympischen Spiele über Torfrau Annette Ngo Ndom aus Kamerun lustig. Die Fußballerin, schreibt das Gratisblatt Metro, habe eine „Aversion gegen Bälle“ und flattere herum „wie ein Huhn in der Disco“.

Ngo Ndom musste zum Auftakt des Olympia-Turniers gegen Brasilien (0:5) fünf Mal hinter sich greifen, gegen Großbritannien setzte es im zweiten Spiel ein 0:3. Zum Abschluss der Vorrunde trafen die „Unzähmbaren Löwinnen“ am Dienstagabend auf Neuseeland.

Hätte Kameruns Coach „Miss N N“ jeweils nach zehn Minuten durch einen „Stock mit Handschuhen“ ersetzt, schrieb Metro weiter, „wären die Niederlagen wohl glimpflicher ausgefallen“. Vor dem Spiel gegen Neuseeland prophezeite das Blatt Besserung. „Wenn die Kiwis keine Freistöße in Strafraumnähe oder Ecken bekommen und keine einzige Flanke schlagen, sollte sie in Ordnung sein.“

Ganz zum Schluss möchte ich eine Bitte meines Kollegen Volker Sarbach (ist auch bei „Matz ab live“ dabei – oft an der Kamera) erfüllen:

„Lieber Dieter, lieber Scholle!

Als HA-Tipp-Spiel-Beauftragter bitte ich euch, auf unser Bundesliga-Tippspiel im Blog hinweisen. Wir haben derzeit über 1500 Mitspieler. Zum Saisonende gibt es 300, 200 und 100 Euro zu gewinnen. Vielleicht ist es für Matz-ab-Blogger interessant, dass man sich auch zu Teams zusammenschließen kann (derzeitig haben wir 75 Teams). Hier der Link mit weiteren Infos:http://www.abendblatt.de/sport/article975645/Jetzt-anmelden-beim-grossen-Bundesliga-Tippspiel.html. Danke!“

PS: Am Mittwoch ist trainingsfrei im Volkspark.

PSPS: Die Mails an mich, die hier veröffentlicht wurden und werden, sind von mir – wie immer – nicht korrigiert noch sonst in irgendeiner Form bearbeitet worden.

18.04 Uhr

Runterfahren und überleben

28. Juli 2012

So, den Sommer haben wir auch hinter uns, viereinhalb Tage Sonne, das reicht ja auch wirklich – wir sind ja nicht verwöhnt. Zumal der HSV in Schweden nicht nur ums Überleben kämpft, sondern auch nicht gerade gutes oder bestes Sommer-Wetter hat. Die Mannschaft ist „dort oben“ gut angekommen, Medien-Direktor Jörn Wolf hat schon eine Menge Fotos an die Redaktionen geschickt – es wirkt alles bestens. In diesem Camp hängt übrigens ein handgeschriebenes Herzlich-willkommen-Plakat, und darauf stehen die Erwartungen, die alle an diesen ungewöhnlichen Trip haben. Also:

Erwartungen:

Ruhe.
Runterkommen.
Überleben.
Spaß.
Essen besorgen.
Was Neues erleben.
Neue Erfahrungen.
Gesund hier rauskommen.
Verantwortung füreinander.
Sich helfen.
Ohne Handy zurechtkommen.
Viele Mücken.
Mit der Mannschaft etwas erleben.
Besser kennen lernen.
Die Spieler das Beste geben.

Vor der Reise nach Schweden gab es am Abend ja noch das Testspiel in Norderstedt. 6:0, das Ergebnis ist bekannt, es hätte in meinen Augen auch ein 8:4 für den HSV heißen und geben können, denn der Fünftliga-Klub hatte mindestens vier glasklare Tormöglichkeiten – aber das ist ja auch relativ unwichtig, denn ein solches Spiel hat ja keinerlei Einfluss auf die nun kommende Saison.

Für mich hat diese Partie dennoch eine ganz wichtige Erkenntnis gebracht. Wer auch immer etwas am Verhältnis zwischen Trainer Thorsten Fink und Sportchef Frank Arnesen zu mäkeln hat, er liegt wohl daneben, denn: Beide Herren saßen während des Spiels Schulter an Schulter und unterhielten sich fleißig. Sie sprachen über einige Szene, sie scherzten auch einige Male (mehr), und sie wirkten so, als wenn dort zwei Freunde sitzen, die gemeinsam „ihr Ding“ machen wollen. Genau so hatte es auch Thorsten Fink noch vor dem Anpfiff gesagt: „Was da über uns gesagt und geschrieben wurde, das ist alles Blödsinn.“ So muss es, wie gesagt, tatsächlich sein, denn Fink und Arnesen saßen wie zwei Freunde nebeneinander. Wären sie das nicht, hätten sie sich gewiss nicht so auf die Bank gesetzt und sich so der Öffentlichkeit präsentiert.

Vor dem Spiel unterhielt ich mich lange mit Medien-Direktor Jörn Wolf – auch und natürlich über den „Matz-ab-Blog“. Und auch darüber, dass hier zuletzt so manche harte Kritik an den Klub und die Verantwortlichen gekommen ist. „Falls ich damit gemeint sein sollte, so muss ich für mich feststellen, dass ich mir zum jetzigen Zeitpunkt große Sorgen um den HSV mache. Ich habe Angst um den HSV, Angst davor, dass es wieder eine Saison gibt, die im Abstiegskeller gespielt wird . . .“ Das sagte ich Wolf – und er antwortete: „Angst ist ein schlechter Berater.“ Stimmt wohl. Aber im Moment ist es eben noch so, denn für mich sind mit Petric, Jarolim und Guerrero drei erfahrene Leute gegangen, und bislang sehen ich eine ganz, ganz junge HSV-Mannschaft, die noch viele, viele Schwächen abzulegen hat. Und die Saison rückt näher. Was ein Fehlstart für Folgen haben kann, haben wir alle 2011 eindrucksvoll und negativ genug erfahren müssen.

Wolf aber rückte meine Sorgen auch noch einmal in aller Form und ganz nüchtern zurecht: „Was haben wir immer wieder gesagt, als die Saison beendet war? Wir müssen erst Spieler verkaufen, bevor wir einkaufen können.“ Richtig. Das haben sie alle immer wieder gesagt, Frank Arnesen hat es jeden Tag sogar mehrfach sagen müssen. Und trotz allem habe ich (und wohl auch noch einige andere Leute) es vergessen, daran zu denken. Bevor Guerrero und Töre nicht verkauft waren, das ist eben die nackte HSV-Tatsache, war einfach kein Geld da, um zu planen, um neue Spieler ins Visier nehmen zu können. Das ist – nach wie vor – die Wahrheit.

Thorsten Fink jedenfalls, das hat er in Norderstedt auch noch einmal betont, ist zum jetzigen Zeitpunkt ganz gelassen, denn er weiß, dass jetzt, wo Guerrero und Töre weg sind, Geld da ist, um noch etwas zu tun. Und es wird, so wurde es mir am Freitag von allen Seiten versichert, es wird etwas getan. So wie jetzt auch die Sache mit Milan Badelj in trockenen Tüchern ist. Es geht voran, auch wenn es nicht alles sofort und nicht von heute auf morgen geht.

„Du musst dir keine Sorgen machen, und Angst haben musst du erst recht nicht haben“, hat mir Jörn Wolf mit auf den Weg gegeben – und ich versuche es, jetzt damit umzugehen. Und ich versuche mich bis zum Auftakt-Spiel gegen den 1. FC Nürnberg zu disziplinieren, die Angst zu unterdrücken. Gut Ding will Weile haben, auch in dieser Saison. Und dann werden wir mal abwarten, wie es diesmal läuft. Vielleicht werden ja auch jetzt, gerade in diesen Tagen und Stunden, die Weichen für eine erfolgreichere Saison gestellt – in Schweden, im Überlebenscamp, abseits von jeglicher Zivilisation. Schön wäre es auf jeden Fall.

So, dann komme ich zur Abteilung „Kummerkasten“. Mails, Mails, Mails – ob privat oder bei Matz ab. Es gibt Bewegungen, der HSV steht im Mittelpunkt.

Lieber Herr Scholz,
lieber Herr Matz,

vielen Dank für die damalige Reaktion / Antwort auf meine Mail.

Nun brennt mir aber doch eine Frage auf den Lippen bzw. kann die aktuelle Berichterstattung nicht nachvollziehen! Im Abendblatt, sowie in der Matz Ab Berichterstattung wird immer wieder Frank Arnesen angeprangert, dass Arnesen endlich liefern muss und geeignete Neuzugänge präsentieren muss. Ist sicherlich richtig, dass die Mannschaft in der aktuellen Kaderbesetzung kaum Konkurrenz darstellen wird und Neuzugänge präsentiert werden müssen!

Bloss wieso nimmt man Hr. Jarchow hier nicht mit in die Kritik? Unser VV erschwert doch die Arbeit erheblich… z.B. die aktuelle Personalie Badelj. Da posaunt Jarchow via Presse, dass dieser in Kürze präsentiert wird. Arnesen wiederum, dass noch Gespräche anstehen, nichts fix sei und ggfs der AR noch über das Finanzpaket Badelj abstimmen muss. Hr. Jarchow gefährdet diesen Transfer doch erheblich mit seinen Äusserungen. Wieso wird diese Thematik nicht aufgegriffen bzw angeprangert?

Folgender Absatz aus dem Abendblatt:
…Milan Badelj ist trotz anderslautender Ankündigungen von HSV-Vorstandschef Carl Jarchow längst nicht mehr sicher. Fenerbahce Istanbul soll dem 23-Jährigen ein finanziell reizvolleres Angebot unterbreitet haben. Und so droht nach Granit Xhaka und Rafael van der Vaart auch bei dem Kapitän von Dinamo Zagreb, dessen Verpflichtung Jarchow bereits vermeldet hatte, eine weitere Absage, die Arnesen angelastet würde.

Wieso wird diese Absage Arnesen angelastet? Arnesen hat diesen Transfer nie als fix vermeldet! Die Personalie wurde doch durch den Vorstoß von Hr. Jarchow gefährdet.

Zudem lese ich dann im gestrigen Matz Ab Blog folgende Passage:
Adler spricht von Erfahrung, von Haudegen. Und nach dem Vorfall um Slobodan Rajkovic (Faustkampf mit Heung Min Son sowie das Abendblatt-Interview) spricht Trainer Fink von einer neuen Situation, die noch einen neuen Innenverteidiger erfordert. Wir erinnern uns vielleicht noch alle: Vor diesem Rajkovic-Son-Boxkampf wollte der HSV noch einen Zehner und einen Achter, von einem Innenverteidiger war nie die Rede. Aber nun.

Nun Frage ich mich, ob die Berichterstattung um Abraham schon vergessen wurde. Diese Personalie wurde doch auch vom Abendblatt und dem Matz Ab Blog aufgenommen und drüber berichtet. Wie kann man nun zu der BErichterstattung kommen, dass von einem IV nie die Rede war? Mir vollkommen schleierhaft.

Über eine Antwort / Rückmeldung zu den beiden angesprochenen Punkten würde ich mich sehr freuen!

Sonnige Grüße

Ja, ich habe Angst, andere haben Sorgen. Ich bin immer wieder erstaunt, was die Leute so alles wissen. Und wen sie als Schuldigen ausgemacht haben. Das sind wahre Insider-Kenntnisse, die so nicht einmal ein Vorstandsmitglied hat. User, die solche Einblicke haben (oder ihre Meinung derart verkaufen), sind zu bewundern. Dass Carl-Edgar Jarchow der Schuldige ist – natürlich. Und wer noch alles . . .

Nein, nein, das ist (mir) alles viel zu einfach. Und ich veröffentliche eine solche Mail auch nur deshalb, damit andere User, die ebenfalls sehr viel oder auch schon alles wissen, eventuell mal in sich gehen. Und damit auch andere „Matz-abber“ mal sehen, wie man woanders über die derzeitige Lage des Klubs denken (und schreiben) kann.

Dazu gibt es noch einige andere Mails, nur auf eine möchte ich hier noch kurz eingehen. Ein Ausschnitt aus der Mail, die mich privat erreichte. Es geht dabei um die Kritik an Arnesen und Fink:

„Hallo Dieter, ich muß leider zugeben, hier wird leider auf die Falschen draufgehauen!!!
Wenn Herr Arnesen so wie oben geschrieben die Arbeit schwer gemacht wird, wenn er ständig neue Knüppel zwischen die Beine geworfen bekommt, wie soll da eine gute, zufriedenstellende Arbeit bei rauskommen???
Hier wird auf die Falsche eingedroschen, Herr Matz, oder Dieter, unser – oder das Grundübel, das Geschwür des HSV Ist der harte Kern des SC!!!

PS: Bitte höflichst um Stellungnahme

PPS: Ich kann und will nicht glauben, dass weder Herr Arnesen, noch Herr Fink von dir, bzw. Scholle „sturmreif geschossen” werden sollen!!!“

Ich kann dazu nur für mich sprechen: Ich habe weder eine Waffe die schießt, noch habe ich Frank Arnesen oder Thorsten Fink angegriffen. Ich will sie auch nicht „weghaben“. Ich möchte eigentlich nur, dass der HSV nicht noch einmal eine so schlechte Saison spielt, wie zuletzt, und ich will auch, dass der HSV endlich wieder viele, viele Erfolge feiert. Mehr nicht. Und wenn ich als Journalist sehe, dass hier und da etwas nicht rund läuft, dass es hier und dort noch hakt, dann ist es meine Aufgabe, das auch zu schreiben. Da ist es ganz egal, ob der HSV darauf eingeht, ob der HSV es mag, was ich schreibe, ob der Trainer, der Sportchef oder der Spieler es gerne haben, was ich denke – es ist ganz einfach mein Job. Und diesen übe ich nunmehr seit über 32 Jahren aus, Ende 2013 ist Schluss. Wenn ich so oft so krass daneben gelegen hätte, dann hätte ich sicherlich nicht bis 2013 schreiben dürfen, dann hätte der Verlag sicherlich schon eher ein Ende mit mir gefunden. Wobei ich niemandem verübeln werde, dass er eine andere Meinung hat. Das ist sogar gut so. Zweierlei aber stört mich allerdings doch: Kritik unterhalb der Gürtellinie – und wenn einer, den ich nie im Volkspark (auch in der Woche) oder beim HSV antreffe oder sehe, alles ganz genau weiß, was da so zwischen Trainer, Sportchef und Vorstand alles abläuft. Motto: „Der ist unschuldig, der ist schuldig!“ So etwas für „hundertprozentig“ zu halten und zu veröffentlichen, das ist schon sehr mutig.

So, und dann muss ich mich für einen Fauxpas entschuldigen. Ich hatte, wie oben bereits zu recht kritisiert, geschrieben, dass eigentlich kein Innenverteidiger geholt werden sollte. Das ist falsch. In der Tat wollte der HSV den Argentinier Abraham vom FC Basel, der dann zum FC Getafe ging, nach Hamburg holen. Für mich stellte es sich damals aber so dar, dass Abraham (ein ehemaliger Fink-Schützling) auf dem Markt war, und dass der HSV so nicht nur einen neuen Abwehrspieler bekommen hätte, sondern auch Heiko Westermann dadurch frei für die Sechser-Position werden würde. Als Abraham dann nicht kam, sah ich (nur ich!) Westermann wieder auf der Position des Innenverteidigers – aber offenbar hält Trainer Fink an seiner Idee fest – was ja auch absolut okay ist. Er hat die Verantwortung für den sportlichen Erfolg des HSV, er ganz allein.

Also noch einmal: Es war mein Fehler, dass ich einen Innenverteidiger in Abrede gestellt habe, und ich entschuldige mich dafür. Es war falsch, was ich schrieb.

PS: Ich lasse die mir zugeschickten Mails so, wie sie vom Verfasser ins Netz gestellt wurden, ich korrigiere nichts, denn ich möchte diese Schreiben in keiner Weise und in irgendeiner Form manipulieren.

Petric soll zum FC Fulham wechseln

28. Juni 2012

Also doch! Der Sport-Informations-Dienst meldet heute:

„Stürmer Mladen Petric vom Fußball-Bundesligisten Hamburger SV steht nach englischen Medienberichten vor einem Wechsel zum FC Fulham nach London. Der Vertrag des 31-Jährigen bei den Hanseaten läuft am Samstag aus und wird nicht verlängert. Coach beim Premier-League-Klub ist der Niederländer Martin Jol, unter dem Petric in der Saison 2008/2009 bei den Norddeutschen trainierte.“

Ich habe es vor Wochen schon geahnt – und hier geschrieben, zumindest den vagen Verdacht geäußert. Damals war der Bruder von Martin Jol, „Cock“ Jol, beim HSV-Training im Volkspark. Und er begrüßte Mladen Petric zwar sehr nett, aber eben auch ein wenig zu cool – wie ich fand (ich stand zufällig daneben). Deswegen schrieb ich, dass ich mir einen Wechsel des hSV-Torjägers zum FC Fulham durchaus vorstellen könne. Fast schon ein Treffer! Und es wird wohl auch einer. Da kann man Petric nur beglückwünschen. Bin aber trotz allem sehr gespannt darauf, wie er sich dem schnellen Spiel in England anpassen wird. Aber das wird man sehen – England ist ja nicht aus der Welt.

(um 17.31 Uhr ergänzt: Petric wird zum FC Fulham wechseln, das soll am Abend noch perfekt gemacht werden.)

Bei der Gelegenheit: „Cock“ Jol hatte mir damals verraten, dass sein Bruder gerne Marcell Jansen bei sich sehen würde. Also auch beim FC Fulham. Das aber würde daran scheitern, dass der HSV erstens Jansen nicht gehen lassen will, und zweitens eventuell auch nur den Preis in die Höhe treiben möchte. Nun steht Jansen ja inzwischen vor der Vertragsverlängerung, es soll ja auch alles perfekt sein – nur die Unterschriften fehlen noch. Weil einige maßgebliche Herren noch im Urlaub weilen. Aber mal abwarten, wie lange sich das noch hinzieht.

So, noch ist ja EM. Und ich warte immer noch auf den „Maulwurf“. Vor dem Viertelfinale gegen Griechenland war jetzt um diese Zeit schon lange die Aufstellung „draußen“. Und jetzt immer noch nicht. Das „Tierchen“ lässt jetzt schon nach. Nun gut, es ist ja auch noch ein wenig Zeit bis zum Anpfiff.

Vorher gibt es aber noch einen dapd-Bericht über einen wohl ziemlich schwer enttäuschten Dr. Theo Zwanziger. Der Mann, wer weiß es noch, stand einst an der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes. Motto: „Ich werde immer ein Kämpfer für den Amateurfußball bleiben.“ Das haben alle Amateur-Klubs auch gemerkt. Und nun meldet sich Zwanziger wieder einmal zu Wort:

Theo Zwanziger hat kurz vor dem Ende der Fußball-Europameisterschaft öffentlich nochmals die Menschenrechtsverletzungen in der Ukraine angeprangert und auch versteckte Kritik an der Spitze des deutschen Fußball-Bundes (DFB) geübt. „Ich bin nicht mehr Delegationsleiter der deutschen Mannschaft und habe deswegen keine Verpflichtung, Spiele in der Ukraine zu besuchen. Sport und Politik sind kein Gegeneinander, sondern sie müssen sich wechselseitig unterstützen“, sagte der ehemalige DFB-Präsident in einem Interview des Fachmagazins „Kicker“.

Zwanziger wird auf einen Besuch des Finales am Sonntag verzichten – auch bei einer Beteiligung Deutschlands, das am Donnerstag in Warschau gegen Italien im Halbfinale spielte. Am Freitag reist der 67-Jährige zur Exekutiv-Sitzung der UEFA nach Kiew und am Samstag zurück nach Deutschland.

Der Jurist, Mitglied im Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA), stieß damit im Sport die heftige Kritik an der Staatsführung mit Präsident Wiktor Janukowitsch öffentlich erneut an. Vor dem Turnierstart hatten bereits Bundestrainer Joachim Löw und Mannschaftskapitän Philipp Lahm öffentlich den Umgang mit der ehemaligen Ministerpräsidentin Julia Timoschenko kritisiert, die in Charkiw eine siebenjährige Gefängnisstrafe verbüßen muss.

Zwanziger hielt seinem Nachfolger Niersbach, der seit dem 2. März an der DFB-Spitze steht, versteckt inkonsequentes Handeln vor. „Wolfgang Niersbach hat im Mai vollkommen zurecht gesagt, dass die Euro auch die Chance bietet, Missstände in der Ukraine anzuprangern. Dann muss man es aber auch tun, wenn man dort ist“, sagte der Jurist zur Diskussion, ob man die EM überhaupt in einem solchen politischen System überhaupt austragen hätte dürfen. „Aber was ist passiert? Die Euro ist ein großes Spektakel. Der ukrainische Staatspräsident wird überall hofiert auf der Ehrentribüne. Ich frage mich: Was denken in einer solchen Situation die Minderheiten, die Betroffenen des Regimes, die außerhalb des Fußballs stehen?“, sagte Zwanziger.

Zwanziger rief dazu auf, im Fußball mehr Flagge zu zeigen und nicht nur in sportbezogenen Kategorien zu denken. „Wir Fußballer können … die aktuellen Verhältnisse in der Ukraine nicht umkrempeln, aber wir sollten schon ein bisschen Mut haben und darauf hinweisen“, sagte er.

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Zwanziger hätte besser geschwiegen. Aber gut, es ist nun einmal passiert.
Und dann gibt es noch, weil es ja irgendwie auch unsere „Schublade“ betrifft, diesen Bericht von dapd über ein besonders EM-Gezwitscher:

Was Spieler und Prominente über die Fußball-EM auf Twitter und Facebook schreiben
Ein Großteil der Spieler bei der Fußball-EM ist bei sozialen Netzwerken und beim Kurznachrichtendienst Twitter aktiv. Die Trainer gehen unterschiedlich tolerant mit dem Thema um. dapd verfolgt die Tweets der Spieler und ihre Facebook-Accounts und fasst die Ergebnisse täglich zusammen.

GUTE STIMMUNG: „Die Vorfreude auf das Halbfinale gegen Italien ist riesig. Wir sind gut drauf und die Stimmung in der Truppe ist ausgezeichnet. Das ganze Team ist heiß auf das Spiel.“ Via Facebook lässt der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, Philipp Lahm, die Fans teilhaben an der Atmosphäre im Team. Nach vier Siegen aus vier Spielen nur allzu verständlich.
( http://url.dapd.de/opT3BG )

PUBLIC VIEWING: Jürgen Klinsmann entpuppt sich als Fan des Public Viewing. „Ich habe das Spiel auf der Fanmeile in Warschau geguckt. Gratulation an Spanien zum Erreichen des Finales“, twitterte der aktuelle Nationaltrainer der USA. Das Beweisfoto lieferte er direkt mit.
( http://url.dapd.de/qWZjEV )

ERINNERUNG: Vor dem Halbfinale erinnert Oliver Pocher an das schmerzhafte Halbfinal-Aus bei der Weltmeisterschaft 2006 im eigene Land. Als den „schlimmsten Tag 2006!!!!“ bezeichnete er den Moment der Niederlage. Auch einige aktuelle Nationalspieler waren damals schon dabei und werden vor dem Halbfinale gewarnt sein.
( http://url.dapd.de/WjMZ2J )

ÜBERRASCHUNG: Michael Owen räumt Italien vor dem Halbfinale gegen Deutschland gute Chancen ein. „Ich denke Italien kann morgen für eine Überraschung sorgen“, twitterte er am Abend vor dem Halbfinale. Es bleibt zu hoffen, dass seine Vorhersage nicht eintritt.
( http://url.dapd.de/PCjWlM )

VAMOS: Die Freude der Spanier nach dem Halbfinalsieg gegen Portugal ist verständlicherweise groß. Noch aus der Kabine kamen die ersten Grüße an die Fangemeinde. „Was für eine Freude!! Wir sind im Finale! Dieses Team ist großartig. Danke!“ schrieb Andres Iniesta via Twitter und fügte gleich ein Bild mit lachenden Spaniern hinzu.
( http://url.dapd.de/hI2Wh9 )

URLAUB: Nach dem enttäuschenden Ausscheiden der Engländer weilt Wayne Rooney mit seiner Freundin inzwischen schon im Urlaub. „Ich und Coleen sind beim Abendessen in Los Angeles. Zeit zum Entspannen.“
( http://url.dapd.de/3ysNFi )

ANFEUERUNG: Englands ausgemusterter Superstar Rio Ferdinand hat im Halbfinale am Mittwoch für seine Freunde aus Portugal gefiebert. Via Twitter nannte er seinen Mitspieler „Super-Nani“ und feuerte zudem Cristiano Ronaldo an, der mit Ferdinand bei Manchester United kickte.

Dann gab es noch eine besondere Mail mit einem Tipp an den HSV-Sportchef:

Lieber Dieter,
ich habe mich ewig nicht mehr im Blog gemeldet, weil ich auch die Kommentare teils sehr unqualifiziert finde. Den Blog lese ich aber täglich!

Hier nur ein Tipp für Frank Arnesen, falls er bei seinen Gesprächen mit Alkmaar nicht nur Rasmus Elm bespricht bzw. der zu teuer wird. Ich gehe davon aus, dass die Journalisten ihm etwas sagen dürfen. Ob er etwas daraus machen möchte, steht auf einem anderen Blatt.
Adam Maher soll laut Aussage meiner Kollegen in Groningen (ein Kollege war selbst Fußballer, hat auch mit Elia zusammengespielt früher) sehr gut sein, jung und talentiert. Hat gute Saison gespielt.

Ich kann nicht beurteilen ob er schon die Übersicht und Struktur bringen kann wie es hoffentlich Elm bringt. Einfach erwähnen und dann sehen wir weiter. Dank im voraus und

Nur der HSV :-)
Andreas
(bin Jg. 64, kein Fußballer, dafür hat mein Papa als Schüler bei Walddörfer auch gegen Uwe gespielt).

So, immer noch nichts vom Maulwurf, ich muss nun aber – gemeinsam mit „uns Scholle“ – los. Auf ins „Champs“ nach Schnelsen, dort sind heute „Lotto King Karl“ und HSV-Vorstandsmitglied Joachim Hilke zu Gast bei „Matz ab live“. Wir werden kurz nach dem letzten Ballwechsel in Warschau auf Sendung gehen – und ich hoffe schwer auf euch, dass auch ihr dann wieder mit von der Partie seid. Bis nachher also.
PS: Schnell noch ein Dankeschön an alle User, die sich “Matz ab live” ansehen – und ein ganz spezieller Gruß geht diesmal nach Köln: Lieber Sebastian, vielen Dank für Dein Lob, noch mehr Dank aber für Deinen “glänzenden” Tipp. Ich werde schon heute meine Lehre daraus ziehen, “uns Scholle” will sich das noch nicht antun, aber vielleicht kann ich ihn ja noch überreden. Wenn nicht – Du wirst uns den Unterschied berichten. Und ihm.

17.03 Uhr

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