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Aktualisiert: Tesche-Wechsel geplatzt! Und: Horst Heese: “Die verstecken sich alle!”

31. Januar 2014

******ACHTUNG, WICHTIG!*****
Manchmal muss man sich ehrlich schämen. Da erreicht mich heute Vormittag die Nachricht, dass Eva mit fiesen, beleidigenden Mails bombardiert wird. Von dem einen war das zu erwarten. Aber dass es da mehrere gibt, kann ich nicht fassen. HSV-Fans beleidigen sich untereinander? Weil Eva sich mit fremden Federn schmückt?

BITTE?!?! GEHTS DENN NOCH??

Es steht in diesem Blog für alle nachlesbar, dass Eva mich bat, den Brief, den sie ebenso wie ich für eine sehr gute Sache halten, zu veröffentlichen. Für diesen Tipp war ich Ihr dankbar, daher habe ich sie im Blog nur zu gern erwähnt. Mit keinem einzigen Wort aber haben weder Eva noch ich jemals behauptet, der Brief sei von ihr verfasst. Also, bitte: Erst lesen, kurz drüber nachdenken – und dann kommentieren. Danke. Und entschuldige bitte, Eva!

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Es war in dieser Saison 1989/90, als der HSV am 29. Spieltag auf dem vorletzten Platz der Bundesliga rangierte. Damals trugen Spieler wie Richard Golz, Carsten Kober, Hans-Werner Moser, Dietmar Beiersdorfer, Ditmar Jakobs (neun Spiele lang), Holger Ballwanz, Thomas von Heesen, Armin Eck, Harald Spörl, Michael Schröder, Detlev Dammeier, John Jensen, Jan Furtok, Andreas Merkle, Nando und Oliver Bierhoff die Raute auf ihrer (Trikot-)Brust. Trainer waren Willi Reimann, der nach 21 Spielen von Gerd-Volker Schock abgelöst wurde. Und es gab einen HSV-Spieler namens Sascha Jusufi. Der kam eines Tages nach dem Training in Ochsenzoll laut fluchend und schimpfend aus der Kabine. „Was ist los, Sascha?“ Der Mittelfeldspieler: „Das ist mir alles zu lasch hier, es krempeln nicht alle die Ärmel auf. Das habe ich mal etwas lauter gesagt, denn ich habe keine Lust, auf jener Spieler-Liste zu stehen, die den HSV erstmals in seiner Bundesliga-Geschichte haben absteigen lassen. Ich erwarte von jedem, dass er nun einen Schlag mehr reinhaut, wir müssen endlich kämpfen, kämpfen, kämpfen. Wir müssen uns mit allen Mitteln gegen den Abstieg wehren. Mit allen Mitteln.“

Matz_ab_ankuendigung_1730_Uhr

Der HSV hielt bekanntlich doch noch die Klasse, lief noch auf Rang elf ein, fünf Punkte Vorsprung auf den vorletzten Tabellenplatz. Das war knapp. Und glücklich. So wie in der Saison 1972/73. Da taumelte der HSV monatelang auf dem letzten und vorletzten Platz herum, dann durfte doch noch gefeiert werden (den Nicht-Abstieg), denn dank „Retter“ Horst Heese lief der HSV noch auf Platz 14 ein. Drei Punkte vor einem Abstiegsplatz!

Mit Horst Heese sprach ich heute über den heutigen HSV, den er – in Ost-Belgien wohnend – immer noch sehr genau verfolgt. Drei Spiele seines Ex-Clubs hat er live im Stadion gesehen, die anderen im Bezahl-Fernsehen. Horst Heese (70) über seine derzeitige Stimmungslage: „Ich habe enorme Angst vor dem Abstieg des HSV, muss man doch. Weil keiner Verantwortung übernimmt, da schwimmen alle nur im seichten Gewässer mit, keiner geht nach vorne und reißt die anderen mit – Motto: ‚Jetzt geht es rund!’ So einen Mann sehe ich weit und breit nicht beim HSV – leider. Die verstecken sich alle. Alle.“

Können aber diese HSV-Profis, die nun den Karren aus dem Dreck ziehen sollen, noch das Kämpfen lernen? Heese: „Aber natürlich. Es geht doch innerhalb des Clubs um viele Arbeitsplätze dafür muss doch gekämpft und geackert werden. Obwohl die Spieler heutzutage ja gar keine Existenzängste haben müssen, die steigen ab und haben innerhalb von wenigen Tagen einen neuen Verein. Selbst die schlechtesten Spieler finden wieder einen neuen Arbeitgeber – das macht mich oft fassungslos.“

Woran aber liegt es seiner Meinung nach, dass der HSV so abgestürzt ist? Horst Heese: „Das liegt einzig und allein an der Zusammenstellung des Kaders. Da ist arglos gehandelt worden, da wurden sich von irgendwelchen Spielervermittlern Leute aufs Auge gedrückt worden, die gar nicht zusammenpassen. Diese Jungs arbeiten doch nicht zusammen, da ist jeder froh, wenn der Ball, weg ist. Jeder verdrückt sich so schnell er nur kann – furchtbar.“ Heese weiter: „Es gibt in diesem Team ja auch keine Hierarchie. Wenn ich da an den Kapitän Rafael van der Vaart denke, der hat mehr mit seinen Frauen als mit Fußball zu tun. Dabei hat der die Marschrichtung vorzugeben. Passiert aber nicht.“

Heese ging damals als Zugang gleich voran. Mit Leistungen, und auch verbaler Natur. Er sagt: „Da musste erst einmal in der Mannschaft aufgeräumt werden. Wir hatten Klasse-Spieler, aber es gab keine Spannung. Da habe ich dann einigen Jungs mal die Köpfe gewaschen – und dann ging es. Da ging es auch im Training zur Sache, da haben dann einige gespürt, wie es ist, wenn man zur Sache kommt. Und so sprang der Funke dann über.“

Auch taktisch ist der HSV schlecht aufgestellt. Heese: „Die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen sind viel zu groß, die Viererkette steht zu weit auseinander, der Abstand zwischen der Viererkette und den anderen Mannschaftsteilen ist zu groß – da kann jeder Gegner schön bequem aufspielen, da wird kaum einer gestört. Das sind elementare taktische Fehler, und ich kann mir auch gut vorstellen, dass daran gar nicht gearbeitet wird . . .“ Einmal Training am Tag. Wissenschaftlich erwiesen, dass das reicht – so der Trainer Bert van Marwijk. Und lieber mal nur einmal am Tag, dafür aber intensiver – so der Sportchef. Wobei „intensiver“ ja dehnbar ist. Horst Heese: „Ich habe gelesen, dass die Spieler einen zu großen Druck verspüren, jetzt muss man mir nur noch was vom Bio-Rhythmus erzählen, dann falle ich tot um. Die Spieler sollten sich mal andere Sportler ansehen, was die für einen Druck haben, dann wissen sie, woran sie noch zu arbeiten haben.“

Sportchef Kreuzer hatte zu Jahresbeginn darüber philosophiert, dass der Trainer seine Spieler künftig „härter anfassen“ wird. Aber denkste! Es wird weiter gepudert und mit Pampers gearbeitet. Heese: „Ich will gar nicht von früher sprechen, darüber lachen die Jungs ja heute nur, obwohl wir auch Fußball gespielt haben. Wir haben aber einst sieben Mal die Woche trainiert. Da ging dienstags die Post so etwas von ab, da waren die Zehnkämpfer Wanzen dagegen. Mensch, was will man in zwei, drei Einheiten trainieren? Da vergeht allein durch das Aufwärmen schon eine halbe Stunde. – Wahnsinn alles.“

Horst Heese über dieses Übel: „Diese Laschheit ist tödlich. Und das sieht man ja auch, diese HSV-Mannschaft hat ja nichts drauf. Die Spieler können gar kein Pressing spielen, die pumpen doch gleich . . . Man kann doch nicht immer nur die weiche Welle fahren. Die müssten Kilometer machen, die müssten rennen bis die Hacken brennen.“

Denkt Horst Heese an das morgige Spiel, dann wird ihm schlecht. Er glaubt an nichts Gutes mehr. „Wenn da morgen keine richtige Ansprache kommt, dann ist dieser Club zum Tode verurteilt. Da kann man den HSV lieben, da kann man HSV-Fans sein, da kann man dem HSV die Daumen drücken – wenn da keine vernünftige Absprache kommt, dann wird sich nichts ändern. Schluss, aus. Entweder ändert sich der Trainer, aber der verdrückt sich hinterher nach Holland und hat nichts mehr mit dem HSV zu tun. Dann ist das Thema für ihn erledigt. Er nimmt das Geld, und weg. Nach mir die Sintflut.“ Heese weiter: „Da hat auch die Führung des HSV versagt, denn da wurden und werden Trainer genommen, die einfach nicht passten. Wie zuletzt Thorsten Fink, der kommt zu einem Verein wie den HSV und hat keine Erfahrung. Schlimm.“

Zum Thema Umbruch hat Horst Heese auch noch seine persönliche Meinung: „Der HSV hat, durch den ganzen Chelsea-Mist, zwei Jahre an Aufbau-Arbeit verloren. Die Spieler aus London haben Plätze besetzt, die der HSV mit Amateuren hätte besetzen können. Das wäre besser gewesen. Zwei Jahre Aufbau-Arbeit sind verloren, dank Frank Arnesen. Dabei gibt es doch Spieler, die es könnten, die muss man nur suchen. Bei HSV aber wurde die bequeme Tour gefahren. Ein Toni Kroos oder ein Bastian Schweinsteiger sind doch auch nicht vom Himmel gefallen. Man muss aber schon suchen, in den Schoß fallen einem solche Talente nicht. Aber beim HSV denken sie schon seit Jahren so, das zieht sich durch den Club wie ein roter Faden. Da müsste meiner Meinung nach mal zusammengefegt werden – und dann müssten Köpfe rollen. Wobei ich nicht vom Vorstand spreche, da gibt es genügend andere Leute, die nichts machen oder nichts können.“

Wie wahr. Und genau deswegen zittern wir nun alle – wieder einmal um den HSV.

Ich gebe aber heute zu, dass ich seinerzeit, als es wieder einmal eine Minute vor Zwölf war, und zwar am 31. Januar 2007, so fest mit dem Abstieg des HSV gerechnet habe, wie vielleicht noch nie. Das erste Spiel des Jahres endete 1:1 in Bielefeld, dann gab es ebenfalls ein 1:1 zu Hause gegen Cottbus. Das war für mich das Ende – Abstieg. Thomas Doll wurde entlassen, es kam Huub Stevens. Der Retter. Der ließ die Null stehen – und gewann dann auch häufig. Ich habe es oft genug geschrieben: Stevens ist nicht mein Freund, wird es auch nie – aber für diese Leistung hätte man ihm eigentlich ein Denkmal setzen müssen. Neben dem Uwe-Seeler-Fuß. Und wer wird in diesem Jahr der Retter des HSV? Ich sehe noch keinen einzigen. Weit und breit nicht. Ich habe nur Angst. Und die ist längst so groß, wie im Januar 2007 – oder sogar noch größer. Ich gehe vom Schlimmsten aus, denn diese Mannschaft mag ja gute Fußballer in ihren Reihen haben, aber kämpfen kann sie nicht. Und da keiner von außen mit bestem Beispiel voran geht, wird sie es auch nicht mehr lernen.

Ich habe heute auch mit Bundesliga-Profi Nummer eins gesprochen. Harry Bähre, der war als Typ „Terrier“ ein echter und harter Kämpfer, will sich jedoch aus dem aktuellen Geschehen strikt heraushalten. Er sagte aber immerhin: „Ich mache mir, wie alle HSVer die ich kenne, ganz, ganz große Sorgen um den Club, denn so schlimm war es noch nie – obwohl es einige Male schon echt sehr schlecht um den HSV bestellt war.“ Ansonsten aber schweigt Harry Bähre. Es ist wohl die Angst, die ihn lähmt.

Was mich an der heutigen so prekären Lage des HSV stört: Wo gibt es denn noch einen Sascha Jusufi? Einen Profi, der sich wehren will, der dafür auch mal unbequem den eigenen Kollegen gegenüber wird? Der Tacheles spricht, der auf dem Rasen zur Sache geht, der Gras frisst? Solche Typen gibt es heutige nicht mehr. Auf jeden Fall nicht mehr beim HSV. Ich sehe ein solches Vorbild schon seit Jahren nicht mehr in diesem HSV. Und das ist das Gefährliche. Zumal sich der Club (wahrscheinlich wohl aus finanziellen Gründen? Ein Scherz!) nicht erlauben konnte, einen Typen wie Horst Heese zu verpflichten. Leider, Leider. Es wäre so schön gewesen, und es wäre gewiss auch ein kleiner Strohhalm gewesen. Wäre.

So wird sich der HSV an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen müssen. Ob ausgerechnet gegen Hoffenheim die Wende eingeläutet wird? Beim letzten Aufeinandertreffen in Sinsheim gab es einen 4:1-Erfolg des HSV. Das macht schon mal Mut. Am 11. Mai 2013 schossen Heung Min Son, Dennis Aogo, Petr Jiracek und Artjoms Rudnevs den Sieg heraus – drei Spieler davon spielen zurzeit nicht mehr für den HSV, einer (Jiracek) spielt, obwohl ihm eigentlich mal kämpferische Qualitäten nachgesagt wurden, nur eine Nebenrolle in Hamburg. In den bisherigen fünf Spielen zwischen Hoffenheim und dem HSV gab es drei Heimsiege und ein Unentschieden. Diesmal prallen die beiden Schießbuden der Liga aufeinander, denn die TSG hat bereits 42 Gegentreffer, der HSV bringt es „nur“ auf 41. Schlechtere Vereine gibt es in dieser Statistik nicht. Die Null muss stehen? Das wäre wohl ein kleines Fußball-Wunder, oder sogar ein größeres, wenn das morgen klappen sollte – oder überhaupt noch einmal in dieser Spielzeit.

Beim HSV gibt es personell noch einige Wackelkandidaten. Fest steht: Johan Djourou blieb in Hamburg zurück, wird also ein weiteres Mal fehlen. Beim heutigen Vormittags-Training war in Sachen Aufstellung nichts zu erkennen, im Abschlussspielchen standen sich zwei bunt durcheinander gewürfelte Mannschaften gegenüber. Pech für den HSV, dass Marcell Jansen mit einer Knie-Prellung auszufallen droht. Für ihn gäbe es zwei Kandidaten, die einspringen könnten: Slobodan Rajkovic und Zhin Gin Lam. Letzterer hat heute erstmalig in dieser Woche mit der Mannschaft trainiert, Rajkovic wäre plötzlich und unerwartet mittendrin statt nur dabei.

Und das erinnert mich dann an die erste kostenlose Vorführung des HSV gegen Hoffenheim – und zwar am 26. Oktober 2008 in Mannheim. Trainer Martin Jol hatte – im Übermut (?) – Joris Mathijsen als Linksverteidiger aufgeboten, Innenverteidiger waren Alex Silva und Bastian Reinhardt. Alle drei Herren wurden schwindelig gespielt, und nicht nur die. Nach 35 Minuten hieß es bereits 3:0 – es war ein Desaster. Auch deshalb, weil Mathijsen von innen nach außen gedrückt worden war. Das konnte er nun ganz und gar nicht. Und Rajkovic? Ich habe nichts gegen „Slobo“, aber Linksverteidiger? Da habe ich aber meine ganz großen Zweifel.

Auf der Sechs wird es diesmal wohl das Duo Bouy/Badelj geben – Tolgay Arslan bleibt draußen. Ich bin gespannt, ob Quasim Bouy die Sechs kann, aber er soll es ja offenbar können. Grundsätzlich ist mir die HSV-Sechs aber stets zu offensiv besetzt, nur wer erkennt das, wer hat es in den letzten Jahren erkannt? Keiner! Ja, und dann gibt es noch die linke Offensiv-Position: Hakan Calhanoglu oder Ivo Ilicevic? Das Rennen ist völlig offen. Ich würde mich (anstelle des Trainers) für Calhanoglu entscheiden, aus dem Bauch heraus. Und vorne Jacques Zoua. Oder Zoua raus, „Calle“ vorne und Ilicevic links. Wobei rechts Ola John wirbeln soll. Hoffentlich tut er es, hoffentlich hat er sich vom HSV-Virus noch nicht packen lassen.

Übrigens hat ein „Matz-abber“ heute beim Training einen interessanten Vorschlag gemacht: „Rafael van der Vaart sollte eine Verletzung bekommen oder kriegen, damit er mal eine schöpferische Pause einlegen kann. Weil er zuletzt ohnehin nicht viel gebracht hat . . .“ Es darf diskutiert werden.

So, dann hat heute Patrick Owomoyela noch einen Vertrag beim HSV unterschrieben: für die Zweite. Der Kontrakt läuft bis zum Sommer 2014.

Dann gibt es noch in eigener Sache zu berichten:

Der „Matz-ab“-Schreiber Lars Pegelow sitzt am Sonntag beim Doppelpass auf „Sport1“, die Sendung beginnt elf Uhr Und der „Matz-ab“-Schreiber Dieter Matz ist am Sonntag zu Gast bei „0800 – Du bist dr@uf!“, von 21.30 Uhr bis 23 Uhr auf Sky Sport News HD. Die HSV Fans können bei der Sendung von Maik Nöcker live mitdiskutieren, via Telefon, kostenfrei unter 08000 366466. Oder Twitter mit #ssnhd oder direkt an @Sky_MaikN.

Und wer immer mehr HSV braucht und will: Sportchef Oliver Kreuzer sitzt am Sonntag von 18 Uhr an vor dem Mikrofon von NDR 90,3, die Sendung „Sportplatz Hamburg“ wird von Britta Kehrhahn moderiert.

Bereits am Sonnabend, nach dem Schlusspfiff in Sinsheim, werden wir mit „Matz ab live“ über das Spiel sprechen, unsere Gäste sind Lotto King Karl (der zurzeit allerdings ein wenig schwächelt – ich drücke ihm und uns die Daumen, dass er rechtzeitig gesund wird!) und der frühere Volleyball-Bundestrainer (und heutige „Matz-abber“) Olaf Kortmann. Wir würden uns freuen, wenn Ihr einschalten würdet. Vielen Dank dafür.

Und dann noch ein Hinweis: „Scholle“ wird diesen Text noch ein wenig ergänzen – hat er gesagt. Das sollte zeitnah geschehen. Also immer noch einmal hier hineinschauen. Danke. Bis morgen.

***Ergänzung***
Robert Tesche steht – mal wieder – dem Vernehmen nach kurz vor einem Wechsel ins Ausland. Noch ist der Transfer aber nicht beschlossen. Sollte sich hier noch etwas tun, melde ich mich noch mal.

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Aktualisiert

Laut Tesches Berater Roland Kopp hat sich der Wechsel des HSV-Mittelfeldspielers zerschlagen. Die Engländer – es war von Wigan Athletic die Rede – hätten ihr Interesse zurückgezogen.

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Und dann bat mich Eva noch, einen offenen Brief hier reinzustellen. Oder besser gesagt, den Text und einen wichtigen Link dazu. Und das mache ich gern, weil es eine gute Sache ist. Und weil ich mir sicher bin, dass diese Mannschaft Hilfestellung von außen unbedingt braucht, da sie sich selbst momentan nicht helfen kann. Daher, hier der Text:

Verschwört Euch gegen die Umstände, die sich gegen Euch verschworen haben! Überwindet gemeinsam alle Widerstände!
Liebe Mannschaft!
Lieber Bert, Rafael, René, Jaroslav, Sven, Florian, Michael, Heiko, Johan, Lasse, Jonathan, Slobodan, Marcell, Dennis, Zhi Gin, Tomás, Milan, Matti, Gojko, Ouasim, Tolgay, Kerem, Robert, Petr, Hakan, Ivo, Ola, Pierre-Michel, Maxi, Jacques, Valmir
seit dem Wochenende wissen alle HSVer, was die Stunde geschlagen hat. Die Lage ist ernst, sehr ernst.
Gemeinsam können wir, Ihr Spieler und wir Fans, das Ruder herumreißen.
Ihr seid die Mannschaft des HSV. Wir sind die leidenschaftlichen Fans. Gemeinsam sind wir ein TEAM!!!
Lasst es uns gemeinsam anpacken.
Der Verein befindet sich im Umbruch.
Lasst uns daraus eine positive Aufbruchstimmung machen.
Teilt uns mit, wie wir Fans Euch unterstützen, Euch helfen können.
Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.

Kurz – aber präzise. Wer diesen Brief an die Mannschaft unterschreiben will, kann das hier tun:

wir-sind-ein-team@gmx.de

Und ich bin auf die Reaktion der Mannschaft gespannt. Schon in Hoffenheim werden wir sehen können, ob diese Mannschaft noch ein Team ist. Denn wenn stimmt, was mir heute in einem langen Telefonat erzählt wurde, steht diese Mannschaft ziemlich hilflos da. Aufgeteilt in Grüppchen. Mit einem Kapitän, der intern Gift und Galle spucken soll. Bleibt nur zu hoffen, dass dieser Frust ausschließlich dazu führt, dass Rafael van der Vaart vorwegmarschiert…

In diesem Sinne, auch von mir noch mal: Euch allen einen schönen Freitagabend und hoffentlich bis morgen, wo wir nach dem ersten, kleinen schritt in die richtige Richtung bei Matz ab live darüber diskutieren, wie gut van der Vaart doch noch sein kann.

Oder so ähnlich zumindest.

Scholle

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