Archiv für das Tag 'Mackerodt'

. . . der muss zum Dino nach Hamburg!

10. Juni 2015

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Erste DFB-Pokalrunde:
FC Carl-Zeiss Jena gegen den HSV
Barmbek-Uhlenhorst empfängt den Erstliga-Absteiger SC Freiburg
Bernd Hollerbachs Würzburger Kicker treffen auf Werder Bremen
und, so viel Zeit muss sein: St. Pauli gegen Borussia Mönchengladbach
gespielt wird am 7. oder 8. August

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Kein guter Tag für den HSV

19. Dezember 2014

Klaus Michael Kühne will sein 25-Millionen-Darlehen zu den bestehenden Konditionen nicht in Anteile umwandeln. Stattdessen lässt er sich seinen Kredit satt verzinst in den nächsten Jahren zurückzahlen. Eine Grundschuld auf das Stadion hat er bereits. Und obgleich der Wahlschweizer immer wieder betont, er wolle keine Macht beim HSV haben, deutet doch alles daraufhin. Denn klar ist, dass der HSV in den nächsten Jahren ohne Klaus Michael Kühnes Millionen Probleme bekommt, die er aus sich heraus nicht lösen kann. Und Kühne weiß das. Bislang blockte er die Frage, weshalb er dem HSV nicht einfach Geld schenkt, mit der Erklärung ab, dann würden teure Steuern fällig und man müsse einen anderen sinnvollen Weg finden. Wie eben den, über Anteile zu gehen. Und das Ergebnis ist seit heute allseits bekannt.

Wer auch immer jetzt glaubt, die aktuellen Nachrichten würden mir in irgendeiner Weise Genugtuung verschaffen, der irrt. Im Vorfeld der Ausgliederung und später im Sommer noch mal hatte ich das Bild von Kühne für viele Blogger falsch dargestellt und wurde dafür heftig kritisiert.

Sein Verzicht auf Anteile stellt den HSV vor große finanzielle Probleme:

Sein Verzicht auf Anteile stellt den HSV vor große finanzielle Probleme: Klaus Michael Kühne

Inzwischen bewahrheitet sich die Vermutung zunehmend. Schlimmer noch, es ist zu befürchten, dass Kühne den HSV wie im Sommer beim Lasogga-Transfer (Kühne zögerte lange und sicherte erst seine Unterstützung zu, als Calhanoglu schon verkauft und der HSV Lasogga selbst finanziert hatte) steuern will – und letztlich auch steuern kann. Dafür verzichtet man auch mal schnell auf eine traditionsreiche, immerhin 75 Jahre (!!) andauernde Partnerschaft mit Holsten für einen Vertrag mit Königs Pilsener – weil es um jeden Cent geht. Bitter.

Was noch immer für Kühne spricht: Er muss das alles nicht machen. Er hätte das Geld auch für andere Zwecke oder auch andere Vereine nutzen können. Viel mehr ist allerdings nicht geblieben von dem einstigen Heilsbringer, der sich letztlich auch im Zusammenhang mit seiner „großen Liebe HSV“ nicht mehr als Gönner sondern ausschließlich als Geschäftsmann entpuppt. Neue Freunde hat er sich damit allemal nicht gemacht.

Nein, ohne spektakuläre Lösung wird der HSV in absehbarer Zeit all seine Bedingungen akzeptieren müssen, wenn er die finanziellen Mittel zum Lizenzerhalt bekommen will. Und dass es ausgerechnet Kühnes Angestellter Karl Gernandt und Kühne-Liebling Joachim Hilke sind, die federführend einen Ausweg aus dieser Situation finden sollen, macht die Sache nicht leichter. Im Gegenteil. Zumal in Sachen Investoren von den vollmundigen Ankündigungen Gernandts („Wir stehen in sehr aussichtsreichen Gesprächen“) noch nichts umgesetzt werden konnte. Weniger sogar: Inzwischen muss man sogar das „sehr aussichtsreich“ aus Gernandts Formulierung streichen.

Aus dem Kader gestrichen wurde heute Tolgay Arslan. Es dürfte der letzte Sargnagel für die Zukunft des Deutsch-Türken beim HSV sein. Arslan selbst hatte zuletzt angedeutet, unzufrieden zu sein und eventuell schon im Winter wechseln zu wollen. Daraufhin hatte der HSV in Person Peter Knäbels seine Gesprächsbereitschaft signalisiert. Und Zinnbauer plant offenbar schon ohne ihn. Für den verletzten Pierre Michel Lasogga, den gelbgesperrten van der Vaart und den aussortierten Arslan rücken Julian Green, Slobodan Rajkovic und Ashton Götz in den Kader. Und Letztgenannter spielte heute im Abschlussspiel gleich im A-Team. Erst in der Halbzeit wechselte Zinnbauer dann ihn und auf links Ronny Marcos gegen Dennis Diekmeier und Matthias Ostrzolek aus. Welche Formation er bevorzugt? Zinnbauer weiß es joch nicht. Sagt er zumindest. „Ich wollte mal was ausprobieren, habe deshalb die Positionen umbesetzt“, so der HSV-Trainer nach dem Abschlusstraining, „aber wirklich schlauer gemacht hat mich diese Einheit nicht.“

Mich auch nicht. Im Gegenteil: Ich bin ob der heute dargebotenen Leistung zunächst sprachlos gewesen. Spielerisch ging gar nichts. Tore wurden nicht erzielt und eine Reaktion auf den schlimmen Auftritt gegen Stuttgart war das am allerwenigsten. Es glich eher einer Fortsetzung der spielerisch „hässlichen Fratze“ (O-Ton Knäbel) vom Dienstag. Auf dem rutschigen, regendurchtränkten Geläuf konnte weder die A- noch die B-Elf auch nur einen einzigen Angriff sauber vortragen. Fehlpässe und zögerliche Abschlüsse hatten Hochkonjunktur – einfach bitter. Würde man beim HSV – was schon lange nicht mehr geht – vom Training auf die Leistung morgen schließen können, man müsste ein Debakel befürchten. Sicher ist auf jeden Fall, dass der HSV seine Minusleistung aus der Vorjahres-Hinrunde auch sportlich einstellt, wenn auf Schalke nicht gepunktet wird.

Geht es nach dem Abschlusstraining, scheint für morgen folgende Elf vorgesehen zu sein: Drobny – Diekmeier (Götz), Djourou, Cléber, Ostrzolek (Marcos) – Behrami, Jiracek – Gouaida, Müller, Holtby – Rudnevs.

Mein geschätzter Kollege Andreas Hardt hatte derweil ein längeres Interview mit dem Schalker und Ex-HSVer Dennis Aogo geführt, das so in Gänze im Blatt (durch die Holsten-Geschichte) leider keinen Platz hat. Daher hier das ganze Gespräch:

Dennis, wie geht’s Dir jetzt, wie ist das Comeback nach der Verletzung bislang zu bewerten?

Sehr gut. Ich konnte die Vorbereitung ganz gut mitmachen, es gab dann noch eine kleine Muskelverletzung, aber das war kein Problem. Ich habe ab dem 3. Spieltag alles durchgespielt. Dass man nach so einer schweren Verletzung nicht sofort wieder absolutes Top-Niveau erreichen kann ist klar, aber jetzt bin ich wirklich ganz froh und auf einem guten Weg.

Wie erging es dir mit dem Kreuzbandriss?

Das war natürlich eine sehr harte Zeit. Ich musste acht Monate pausieren. Das ist verdammt lang. Vor allem, weil ich die Reha ja bei Schalke auf dem Vereinsgelände gemacht habe. Da sieht man die anderen Jungs jeden Tag und kann selber nicht spielen. Aber ich bin grundsätzlich ein positiver Mensch. So richtig traurig war ich nur an dem Tag, als es passiert ist. Danach habe ich schon wieder nach vorne geschaut und hatte das Ziel, auf jeden Fall zurückzukommen.

Du warst damals vom HSV nur ausgeliehen. Hattest Du irgendwann das Gefühl, dass Dein Wechsel platzen könnte?

Klar, war da kurz ein Gedanke, dass es jetzt schwierig wird. Aber ich muss Schalke und Horst Held ein Kompliment machen. Sie waren sehr zufrieden mit meinen Spielen vorher und haben schnell entschieden, dass sie mich trotz der Verletzung verpflichten wollen. Ich bin Schalke sehr dankbar dafür. Im Nachhinein ist der Wechsel das Beste, was mir passieren konnte. Über die nicht ganz glücklichen Umstände ist ja viel berichtet worden damals. Jetzt habe ich mich sportlich verbessert und habe die Möglichkeit, Champions League zu spielen.

Hoffst Du noch auf die Nationalmannschaft?

Trifft mit Schalke auf seinen Ex-Klub: Ex-HSV-Verteidiger Dennis Aogo

Trifft mit Schalke auf seinen Ex-Klub: Ex-HSV-Verteidiger Dennis Aogo

Da verschwende ich keinen Gedanken mehr dran. Ich hatte auch nach der Verletzung noch keinen Kontakt zum Bundestrainer. Joachim Löw hat für die Position jetzt ein paar junge nachgezogen, die in zwei Jahren bei der EM im richtigen Alter sind. Ich dagegen werde bald 28. Das heißt aber nicht, dass ich nicht trotzdem immer Vollgas geben werde.

Wie ist Dein Verhältnis zum HSV und zu Hamburg?

Ich wäre ein Heuchler, wenn ich sagen würde, der HSV würde mich nicht mehr interessieren. Ich hatte in Hamburg einfach eine sehr schöne Zeit. Ich war fünf Jahre da und es war meine erste Station bei einem ganz großen Club. Ich verfolge das Geschehen aus der Ferne auch noch und lese die Hamburger Zeitungen. Ich habe auch noch meine Wohnung in Hamburg und bin der Stadt sehr verbunden. Ich komme auch regelmäßig zu Besuch um Freunde zu treffen.

Besteht noch Kontakt in die Mannschaft?

Da gibt es nicht mehr so viel. Ab und an schicke ich noch ein paar SMS mit Tolgay (Arslan) und Jaroslav Drobny. Aber sonst ist das über die Zeit weniger geworden. Obwohl noch einige Spieler da sind, mit denen ich gespielt habe. Und Didi (Beiersdorfer) ist ja auch zurückgekommen, dem ich viel zu verdanken habe.

Du sagtest, Du verfolgst den HSV weiterhin. Worin siehst Du die anhaltende Krise begründet?

Das ist für mich aus der Ferne schwer zu sagen, dafür müsste ich mehr drinstecken. Ich glaube, dass Didi eine sehr gute Mannschaft zusammengestellt hat. Als ich noch da war, ging es ja auch schon los, dass die Ergebnisse nicht so waren, wie sie hätten sein sollen. Damals waren vielleicht noch ein paar ältere Spieler dabei, von denen man sagte, sie seien über den Zenit. Aber jetzt sind ja mehr junge und frische im Kader. Warum es trotzdem nicht läuft – keine Ahnung.

Wie ist es auf Schalke mit dem Druck von Fans und Medien?

Da nehmen sich Schalke und Hamburg absolut gar nichts. Die Medien und die Fans sind auf Schalke ebenso kritisch. Und dass, obwohl es bei uns insgesamt ja sogar erfolgreich läuft. Trotzdem steht man hier auch ständig unter einem hohen Erwartungsdruck.

Was erwartest Du für ein Spiel gegen Deinen Exklub?

Na ja, es ist das letzte Heimspiel des Jahres, da wollen wir natürlich unbedingt die Punkte holen und die Hinrunde trotz aller Probleme gut abschließen. Der HSV braucht seinerseits auch alle Punkte, das Spiel ist deshalb sehr gefährlich. Wir müssen absolut wach sein. Aber mit der Unterstützung unserer Fans sollte es mit einem Sieg klappen.

Hoffentlich nicht. Auch wenn das heute ganz sicher kein guter Tag war für den HSV, wenigstens ein Punkt sollte es morgen werden, um die Negativberichte etwas einzudämmen und nicht mit einem komplett beschissenen Gefühl in die Winterpause gehen zu müssen. Wir melden uns auf jeden Fall morgen nach dem Spiel wieder aus dem „Champs“ in Bönningstedt. Diesmal mit unseren Gästen Frank Mackerodt und Jürgen Wähling.

Bis dahin!
Scholle

 

Kommt Hollands Nationalverteidiger Stefan de Vrij?

8. Juli 2014

Am Montag stand er erstmals wieder beim Trainingsspiel zwischen den Pfosten, heute erneut – und morgen soll Rene Adler nach seiner Bandescheiben-Verletzung sein Comeback gegen den chinesischen Testspielgegner Guangzhou R&F geben. Die Partie gegen das Team des ehemaligen schwedischen Nationaltrainers Sven-Göran Eriksson wurde unterdessen um 30 Minuten nach hinten verlegt und wird somit um 20 Uhr Ortszeit (14 Uhr MESZ) angepfiffen. „Ich hoffe, dass ich bis zum Saisonauftakt wieder bei 100 Prozent bin“, sagt Adler, dessen Kompagnon heute im Training für eine heftige Schrecksekunde sorgte. Denn kurz bevor Trainer Mirko Slomka die Vormittagseinheit beenden konnte, kippte Nachwuchstorwart Alexander Brunst auf dem Platz um und blieb regungslos liegen.


Kreislaufprobleme! Die HSV-Ärztin Dr. Caroline Friebe und die Physiotherapeuten kümmerten sich sofort. „Wir haben das unterbunden, was die Kreislaufproblemen ausgelöst hat, sprich die Hitze gedrosselt sowie Glukose und Wasser verabreicht“, erklärte Physiotherapeut Jörg Fick. Brunst geht es inzwischen schon wieder deutlich besser. Zur Vorsicht gab es im Krankenhaus weitere Kontrolluntersuchungen, um mögliche Risiken auszuschließen. Schon am Mittwoch soll er wieder normal trainieren und eventuell auch im Spiel mitwirken.

Noch nicht dabei war Dietmar Beiersdorfer. Der designierte Vorstandsboss musste noch die AG-Eintragung abwarten, die sich eigentlich noch einige Tage – wenn nicht gar Wochen hätte hinziehen sollen. Zumindest nach dem Willen von Klaus Meetz. Der hatte Befangenheitsanträge gegen die für die Eintragung verantwortlichen Richter des Amtsgerichtes gestellt und dem Vernehmen nach weitere Zeit fordernde Klagen und Anträge vorbereitet. „Es wird dauern, weil es dauern muss, um ordentlich gemacht zu werden“, hatte er mir am Sonntag vor einer Woche gesagt und sich siegessicher gegeben.

Jetzt ist er raus aus der Nummer. Zumindest kann der ehemalige Volleyball-Profi des HSV die Eintragung der AG nicht mehr verhindern. Die ist vollzogen.

Dachten alle.


Aber die haben nicht mit dem Kampfgeist von AG-Schreck Meetz („Ich bin für die Ausgliederung – aber nicht so“) gerechnet. „Das ist Quatsch“, sagt Meetz, „ab morgen ermitteln die Staatsanwälte gegen die Richterin Frau Dr. Mosenheuer, die die Eintragung vorgenommen hat. Ich habe Strafanzeige gegen die Richterin wegen des Verdachtes der Bestechlichkeit sowie Rechtsbeugung gestellt, weil sie meine Anträge missachtet hat. Denn sie hätte erst nach der Prüfung der Anträge entscheiden dürfen. Das wäre das rechtsstaatliche Verfahren gewesen.“ Konsequenz: Sollte die Staatsanwaltschaft den von Meetz angezeigten Verlauf so bestätigen, könnte die Eintragung der AG „von Amts wegen“ gelöscht werden.

Dietmar Beiersdorfer dürfte dann jedoch weiter werkeln. Um gleich das Wichtigste vorwegzunehmen. Zumal er eh schon seit Wochen für den HSV ackert. Auch heute war Dietmar Beiersdorfer schon wieder fleißig. Obwohl er erst morgen um 12 Uhr (PK live und kostenlos bei HSVtotal zu sehen) offiziell als Erster Vorsitzender des Klubs präsentiert werden soll, ließ er keine Sekunde verstreichen, um sich heute schon bei seinen künftigen Mitarbeitern vorzustellen. Er bezog zwar noch kein Büro (offen ist, ob er das von Jarchow bezieht oder nicht), aber er ließ die Mitarbeiter wissen, wie er sich den HSV der Zukunft vorstellt. Allerdings mehr philosophisch denn kadertechnisch betrachtet.

Denn der Kader soll erst jetzt richtig vorangetrieben werde. Ungeachtet des drohenden Ungemachs seitens Meetz soll vor allem auch mit Hilfe des Speditionsmilliardärs Klaus Michael Kühne der Kader verstärkt werden. Ostrzolek ist einer der Namen, der geholt werden soll. Allerdings ist der Linksverteidiger (noch) nicht die Kategorie anzusiedeln, in der Beiersdorfer für den HSV Notwendigkeit sieht. In Hamburg traf sich der HSV-Boss am Wochenende mit Huub Stevens’ Sohn Maikel, der auch mal für den HSV gearbeitet hat und zu dem Beiersdorfer ebenso wie zum Vater ein exzellentes Verhältnis pflegt. Dabei soll es, so habe ich es jetzt gehört, um den niederländischen Nationalspieler Stefan de Vrij gegangen sein, den Spielerberater Maikel Stevens vertritt. Der 22-Jährige passt voll in das von Slomka, Kreuzer und Beiersdorfer vor zwei Wochen erstellte Anforderungsprofil: Er ist mit 22 Jahren noch jung, er ist als Nationalspieler aber erfahren. Er ist 1,89 Meter groß, kopfball- und zweikampfstark, schnell – und er wäre damit sicher ein Führungsspieler beim HSV. Problem ist, dass der Niederländer einen Marktwert von für den HSV ohne Kühne unrealistischen sechs Millionen Euro hat. Das Gute ist, sein Vertrag beim holländischen Erstligisten Feyenorord Rotterdam läuft in einem Jahr aus.

Das mit Abstand Allerbeste jedoch ist: Das ist ein richtig Guter, wie er bei der WM unter Beweis stellt. Von Spiel zu Spiel. Daher: Mach et, Didi! Der Junge dürfte schnell mehr Wert sein, als die von Transfermarkt.de veranschlagten sechs Millionen Euro…

Wobei, eigentlich ist es schon fast Frevel, an dieser Stelle über einen niederländischen Nationalspieler lobende Worte zu verlieren, da sie uns (hoffentlich) im Finale begegnen können. Von daher fahre ich mein HSV-Interesse mal schnell auf ein Mindestmaß runter und richte den Blick voraus auf das Halbfinale gegen Brasilien, von dem viele meiner Bekannten „eine wilde Treterei erwarten“. Dabei haben wir das doch gar nicht nötig, habe ich mir bislang immer gedacht, bis ich die Begründung hörte: „Die Brasilianer müssen sich doch etwas einfallen lassen, weil wir deutlich spielstärker sin.“

Klar!

In diesem Sinne, ohne Merte, mit Klose – so habe ich gehört – spielen wir heute gegen den Gastgeber. Aber wenn wir vor allem einen mit auf dem Platz haben, kann nichts mehr schiefgehen: Den Faktor Ruhe und Disziplin sowie das Selbstvertrauen der letzten Spiele. Mir haben die Deutschen auf dem Platz auf jeden Fall bislang immer sehr viel Spaß gemacht. Ich sehe sie seit Jahren gern und finde, dass die Entwicklung so weit fortgeschritten ist, dass sie cool spielen. Das ist für mich titelreifer Fußball! Und ich bin mir sicher, das werden sie heute auch wieder beweisen.

Bis später! Freuen wir uns jetzt auf ein tolles WM-Halbfinale unserer Jungs und im Anschluss an den Finaleinzug auf eine tolle Sendung mit Bernd Enge sowie dem Frank Mackerodt, der Meetz vor zig Jahren kennengelernt hat, als Gäste unser Late-Night-Sendung „Matz ab live“.

Scholle

Für das Verständnis, und weil es gefragt wird: In der neuen HSV Fußball AG besetzen Carl Jarchow und Joachim Hilke weiter Vorstandsposten, Oliver Kreuzer als Sportchef nicht mehr und Oliver Scheel ist raus. Letztgenannter bildet als kommissarischer Schatzmeister mit dem kompletten alten Vorstand das Präsidium des e.V., das im Januar neu gewählt wird.

Ein Küsschen für den Klassenerhalt – und nächste Saison dann Elfter!

15. März 2014

Mirko Slomka hat es heute wieder recht kurz gemacht beim Abschlusstraining vor diesem so eminent wichtigen Spiel gegen den 1. FC Nürnberg. Nach den intensiven Einheiten unter der Woche waren die Profis heute keine ganze Stunde auf dem Trainingsplatz. Aufwärmen, Passübungen, ein Spielchen (mit einigen Toren von Jacques Zoua) – das sollte dann auch genug sein.

Angedacht und angekündigt war diese Einheit einmal als Training unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Rund 150 Fans waren trotzdem dabei, und Mirko Slomka tat ihnen den Gefallen, nicht im abgesperrten Bereich zu üben sondern frei sichtbar. Und die Stimmung war gelöst, zum Trainingsbeginn flog ganz legal eine Leuchtkugel in die Luft, bei einem sehenswerten Treffer von Rafael van der Vaart gab es Applaus auf offener Szene. Ebenso wurden die Spieler am Ende des Trainings mit Beifall verabschiedet.

Dabei kam es dann auch zur Szene des Tages. Stürmer Zoua, der vor ein paar Wochen im Zusammenhang mit den Fan-Protesten nach dem Hertha-Spiel weinend in die Kabine gegangen war, bekam heute einen dicken Kuss auf die Wange. Gelächter von allen Seiten, Zoua fand die Geste prima und strahlte übers ganze Gesicht.


Und genau so wollen alle Fans den Kameruner ja auch morgen Nachmittag nach einem erfolgreichen Spiel gegen den 1. FC Nürnberg sehen. Nach den Ergebnissen heute wäre das umso wichtiger. Es ist wahr: Gewinnt der HSV gegen die „Clubberer“, dann verbessern sich die Hamburger auf Platz 14 – schnurstracks an Stuttgart und Nürnberg vorbei. Das wäre eine angenehmere Ausgangsposition vor der Partie am Neckar und beim ehemaligen HSV-Coach Huub Stevens am kommenden Sonnabend. Gut schon einmal: Martin Harnik hat sich in Bremen die 5. Gelbe Karte eingefangen und wird gegen den HSV fehlen.

So könnte der HSV gegen Nürnberg spielen: Adler – Diekmeier, Djourou, Mancienne, Westermann – Calhanoglu, Badelj, Arslan, Ilicevic – van der Vaart, Zoua.

Schon hinter sich hat die Regionalliga-Mannschaft des HSV ihre Wochenende-Schicht. Es ging wieder einmal daneben. 0:1 zu Hause gegen den SV Meppen – die Abstiegssorgen werden immer größer. Dabei ist die Truppe von Rodolfo Cardoso aber auch mit dem letzten Aufgebot angetreten. Auf der Bank saß nur ein Spieler, und der kam auch noch aus einer längeren Verletzung. Cardoso musste drei weitere Jungs bei der A-Jugend lassen, die ebenfalls in Abstiegsgefahr schwebt. Routinier Fabio Morena fehlte wegen Rot-Sperre, der andere „Alte“ Patrick Owomoyela war für „Sky“ im Einsatz. Schlechte Bedingungen für ein erfolgreiches Spiel.

Kommen wir zu einem anderen Thema. Maximilan Beister hat heute zur Eröffnung geladen einer neuen Einrichtung in Eimsbüttel. Mit Fußball hat das Projekt „Immerschlau“ gar nichts zu tun. Beister unterstützt eine Nachhilfe-Einrichtung in der Schwenckestraße. Schüler und Kinder allen Alters, aller Klassen und aller Schulformen können sich an „Immerschlau“ wenden, wenn sie Nachhilfe oder Lernförderung haben möchten. Infos könnt Ihr unter www.immerschlau.de nachlesen.

Gerade in der Jugend und in der U-23-Mannschaft in der Regionalliga beobachtet Beister, wie er sagte, Kollegen und Mitspieler, die sich nur auf den Fußball stürzen. „Fußball ist aber nicht alles. Eine Ausbildung ist wichtig.“ Daher sein Engagement bei „Immerschlau“, das einfach nur zu loben ist.

Was seine Verletzung angeht, ist Maxi Beister aktuell sehr zufrieden. Im Januar hatte er sich im Trainingslager in Abu Dhabi das Kreuzband gerissen. „Mittlerweile mache ich erste Übungen und man erkennt meinen Oberschenkelmuskel bereits wieder, der zwischenzeitlich verschwunden war“, berichtet Beister. Wassergymnastik um die Kniescheibe in Bewegung zu bringen – das steht kurzfristig auf seinem Plan. Einen großen Teil seiner Reha wird Beister in Düsseldorf absolvieren. Monatelang immer an einen Ort zu pilgern, das sei im zu monoton, so Beister. Abgesehen davon fliegt er zwischendurch immer wieder zu Nachuntersuchungen nach Augsburg, wo er operiert wurde.

Für die Partie morgen gegen Nürnberg sieht auch Beister die große Bedeutung. „Es ist ein sehr wichtiges Spiel. Wir müssen als Männer kämpfen und zusammen stehen. Die elf auf dem Rasen, dazu sieben Ersatzspieler und 50.000 im Stadion müssen gemeinsam alles tun für den Erfolg.“ Das werde am Ende auch gelingen, davon ist Maxi Beister überzeugt. „Wenn ich wieder auf dem Rasen stehe, dann möchte ich das gern in der Ersten Liga tun.“

Zu guter letzt das leidige Thema Geld beim HSV. Am Freitag mussten alle Bundesligisten ihre Lizenz-Unterlagen für die kommende Saison bei der DFL einreichen – für die Erste Liga wohlgemerkt. Die Zahlen für die eventuelle Zweite Liga müssen am 1. April in Frankfurt vorliegen.

Nach den desaströsen wirtschaftlichen Ergebnissen der vergangenen Jahre wurden die Planzahlen nun erheblich nach unten angepasst. Der Jahresumsatz wird zurückgehen, der Aufwand für den Spielerkader soll endlich unter die seit Jahren avisierte Grenze von 40 Millionen Euro fallen. Dazu müssen natürlich weitere Spieler gehen. Mit Aogo und Rudnevs sind zuletzt schon zwei weitere teure Spieler von der Payroll gestrichen worden, wobei Hannover 96 seine Kaufoption für den lettischen Stürmer Rudnevs erst noch wahrnehmen muss.

Dass weitere Spieler folgen werden, die den HSV verlassen, ist ein offenes Geheimnis. Dazu kommt nämlich, dass der sportlich wankende HSV der DFL nicht noch einmal solch eine utopische sportliche Zielvorgabe wie diese Saison (Platz 6) anbieten kann. Für 2014/2015 plant der Verein nur noch mit Platz 11 und dem Erreichen der zweiten Runde im DFB-Pokal.

Natürlich haben die beiden Trainerwechsel dieser Saison dem HSV zusätzlich geschadet. Nicht nur sportlich, auch finanziell. Im Zusammenhang mit Bert van Marwijk hatte das Abendblatt zuletzt exklusiv berichtet, dass im Vertrag des Niederländers eine Millionenprämie für den Nichtabstieg verankert ist. Wie aber verhält es sich jetzt mit dieser Prämie, da van Marwijk nicht mehr da ist und Mirko Slomka das Zepter übernommen hat?

Generell gelten Prämienvereinbarungen beim HSV, egal ob es sich um Auflauf-, Punkt-, oder wie auch immer geartete Erfolgsprämien handelt, nur bis zu dem Zeitpunkt einer eventuellen Freistellung. Entsprechend soll, das sind meine Informationen, auch der Vertrag mit Bert van Marwijk gestaltet gewesen sein. Das heißt: van Marwijk hat zwar Anspruch auf sein Grundgehalt bis 30. Juni 2015, nicht aber auf die vereinbarte Nichtabstiegsprämie.

Dies würde den HSV natürlich entlasten. Im Übrigen hat es noch keine gesonderte Einigung zwischen dem Verein und dem Ex-Trainer gegeben, die die Höhe der Abfindung endgültig regelt. Wie auch bei Frank Arnesen und Thorsten Fink ist es das Bestreben des Vereins, nicht die volle Restsumme von mehr als 1,5 Millionen Euro an Bert van Marwijk auszuzahlen.

Morgen nach dem Spiel melden sich Dieter und Scholle bei Euch mit „Matz ab live“. Ein Gast steht fest, es ist der ehemalige Aufsichtsrat und Top-Volleyballer Frank Mackerodt. Außerdem wird noch ein Ex-Profi des HSV erwartet, lasst Euch überraschen.

Bis denn – alles für die drei Punkte!
Lars

Verhandlungen mit Tah haben jetzt schon begonnen

19. Oktober 2013

51.000 Karten sind bisher verkauft worden für das Spiel gegen den VfB Stuttgart am Sonntag um 15.30 Uhr, und nicht viel weniger Fans waren heute wohl beim Abschlusstraining am Stadion dabei. Unglaublich, was da los war! Busse aus der Schweiz und den Niederlanden brachten Fußball-Interessierte. Sie alle haben eine sehr gelöste Einheit erlebt vor dem Kick gegen die Schwaben. Wenige Verletzte, das 5:0 in Nürnberg im Rücken, einige erfreuliche Länderspielerlebnisse für den einen oder anderen HSV-Profi – das sorgt für Vorfreude auf das erste Bundesliga-Heimspiel unter Bert van Marwijk. Der Trainer sah sich das muntere Treiben seiner Spieler entspannt an, nachdem er zuvor allerdings Lehrgeld bezahlen musste. Van Marwijk hat seinen Wagen nämlich wie jeden Tag direkt auf dem Parkplatz vor dem Stadion abgestellt, dabei allerdings vergessen, dass dieser Platz schon einen Tag vor einem Spiel für die Fernseh-Ü-Wagen reserviert ist. Ein Ordner musste rennen und das Fahrzeug umparken. Dieser kleine Fauxpas wird Bert van Marwijk sicher nicht noch einmal unterlaufen…

Wichtiger ist sowieso, wie das Spiel läuft gegen den VfB Stuttgart. Aus dem Interview von Scholle mit Martin Harnik gestern war schon herauszulesen, dass die Gäste durchaus gewarnt sind vor dem „neuen“ HSV. Manager Fredi Bobic beurteilt die Hamburger durchaus zwiespältig. „Natürlich haben wir gesehen, dass die einen Aufwärtstrend haben. Vier Punkte in zwei Auswärtsspielen hintereinander holst du nicht mal eben so nebenbei. Gerade das 5:0 in Nürnberg hat gezeigt, wozu diese Mannschaft in der Lage ist. Aber wir haben auch beobachtet, dass der HSV zuletzt Schwierigkeiten mit seinen Heimspielen hatte. Da wollen wir ansetzen. Und wir wollen den Hattrick: die letzten beiden Auswärtsspiele in Hamburg konnten wir gewinnen, jetzt wollen wir den dritten Erfolg in Serie.“ Soweit also Fredi Bobic.

Beim HSV wird es in der Startelf vermutlich wenige Veränderungen geben. Zoua oder Beister auf der rechten Mittelfeldseite, das scheint die einzige Unbekannte zu sein. Hier wird es davor abhängen, wie Bert van Marwijk die Trainingsleistungen der beiden Spieler in den vergangenen Tagen bewertet hat. Für Beister spricht die größere Durchschlagskraft und Torgefahr. Vielleicht bringt van Marwijk ihn deswegen in dem Heimspiel.

Erst zum zweiten Mal in dieser Saison ist Ivo Ilicevic dabei. Nicht in der Startelf, aber zumindest auf der Bank. „Ich bin froh und fühle mich besser. Ich hoffe, dass dies jetzt mal von Dauer ist“, sagte Ilicevic nach dem Abschlusstraining. Nur beim 4:0 gegen Braunschweig saß der Kroate in dieser Spielzeit schon einmal auf der Bank. Ansonsten haben ihn seine Muskelverletzungen immer wieder gestoppt. „Der Trainer war von seinen Trainingsleistungen überzeugt“, sagte Sportchef Oliver Kreuzer, der sich die komplette Abschlusseinheit bei doch sehr frischen Temperaturen im Volkspark angeguckt hat. Ilicevic mischte munter mit, könnte eine Alternative auf dem Flügel sein, wenn im Laufe des Spiels gegen Stuttgart ein Schuss mehr Unberechenbarkeit gefragt ist.

Seinen Stammplatz sicher hat der 17 Jahre junge Jonathan Tah in der Innenverteidigung. Es gibt eigentlich keinen Grund zu glauben, dass der Bursche dieser Aufgabe nicht gewachsen sein sollte. Selbst wenn er es mit Vedad Ibisevic, einem der aktuell besten Stürmer in der Liga, zu tun bekommt. Erst im Januar hatte Tah seinen Vertrag in Hamburg bis 2016 verlängert. Am vergangenen Donnerstag hatte Tahs Berater Akeem Adewunmi einen Termin bei Sportchef Kreuzer. Klar, dass Tah als ganz junger Spieler keine Unsummen beim HSV verdient. Klar aber auch, dass der HSV im Auge behalten muss, dass sich das Talent und die Spielstärke des Spielers so langsam nicht nur in Deutschland, sondern darüber hinaus herum spricht.

Auf den Stand der Gespräche mit Berater Adewunmi angesprochen sagte Oliver Kreuzer heute nur kurz: „Es ist noch ein Stück Weg zu gehen.“ Auf jeden Fall ist es in hohem Maße im Interesse des HSV, wenn der Vertrag Tahs nicht nur verlängert, sondern schon demnächst echten Profi-Bedingungen angepasst wird. Es lässt sich schon nach wenigen Wochen in der Bundesliga erkennen, dass Tah seinen Weg gehen wird im Profi-Geschäft. Und es wäre sehr erfreulich, wenn der Verteidiger nicht nur seine ersten Schritte in Hamburg nehmen würde, sondern länger bleibt als manch anderer junger Spieler.

Ich schreibe diesen Blog gerade aus dem „Anno 1887“. Um 19 Uhr geht’s los hier an der Ulzburger Straße in Norderstedt mit dem Matz-ab-Treffen, und nur wenige Meter von hier wird in wenigen Minuten sicherlich ein Bus eintreffen mit gutgelaunten Fußballern. Die Männer von Rodolfo Cardoso, die U 23 des HSV also, hat heute einen beachtlichen 6:2-Auswärtssieg bei Weiche Flensburg gefeiert. War auch mal wieder fällig nach langen Wochen ohne Dreier und dem Abrutschen auf einen Abstiegsrang. Von den Profis war nur Robert Tesche dabei, der hat mit dem Treffer zum 1:1 aber gleich ein wichtiges Zeichen gesetzt. Die übrigen Tore für die U 23 haben Josef Shirdel (2), Fabio Morena, Dennis Bergmann und Nils Brüning geschossen. In der Tabelle ist der Nachwuchs immerhin auf den 13. Platz geklettert.

Mein Gruß des Tages geht an den geschätzten Kollegen Babak Milani von der „Bild“. Als wir vorhin, während das HSV-Training lief, vom 0:1-Halbzeitrückstand der Bayern gegen Mainz 05 gehört haben, waren wir uns auf zweierlei Weise einig: wäre super, wenn Mainz gewinnt, denn die Bayern-Serie ohne Niederlage soll doch bitteschön reißen, ehe die 36-Spiele-Marke des HSV aus dem Jahr 1982/83 geknackt wird. Zum Zweiten haben wir aber gemeinsam darauf getippt, dass die Partie heute noch mit 4:1 an den Triple-Gewinner gehen würde. Unser Gespräch muss dann irgendwie Einfluss gehabt haben auf den Verlauf der zweiten Halbzeit in der Allianz Arena….

So könnte der HSV spielen gegen den VfB Stuttgart: Adler – Westermann, Tah, Djourou, Jansen – Arslan, Badelj – Beister, van der Vaart, Calhanoglu – Lasogga

Morgen berichtet Euch Scholle von der Partie gegen den Stuttgart – vielleicht mit den nächsten Toren von Pierre Michel Lasogga, der bei jedem Training sprüht vor Energie und Tatendrang. Ein Sprung auf Tabellenplatz zehn ist möglich. Ganz sicher gibt es hier dann anschließend die Live-Sendung mit Dieter, Scholle und ihrem gemeinsamen Gast Frank Mackerodt, früherer HSV-Volleyballstar und Ex-Aufsichtsrat.

Einen guten, erfolgreichen Fußball-Sonntag wünscht Euch
Lars

Der HSV vor einem “heißen” Wochenende

31. Mai 2013

Es geht um die Situation allgemein. Und um die Verlängerung von Vermarkter Sportfive ganz speziell. Darüber steht auf Abendblatt.de ein ganz besonderer Artikel. Der die Tatsache in den Mittelpunkt rückt, dass die HSV-Mtglieder zu diesem deal (Sportfive) befragt werden sollen. Frank Mackerodt, das ehemalige HSV-Aufsichtsrats-Mitglied und früherer Kapitän der Volleyball-Nationalmannschaft, hat sich zu diesem Thema kurz einmal freigesprochen:

. . . Dieses Vorgehen sorgt besonders bei einem Mann für Kopfschütteln: Ex-Aufsichtsrat Frank Mackerodt. Auf Facebook lässt der 50-Jährige so richtig Dampf ab und schießt gegen seine Nachfolger in dem Gremium: „Da kann man einfach nun noch den Kopf schütteln: Der AR will die Hauptversammlung um ihre Meinung zu einem neuen Sportfive-Deal befragen. Aus wirtschaftlicher Sicht gibt es gar keine andere Möglichkeit, als den Vertrag zu verlängern! Warum also die Nachfrage bei der Hauptversammlung?”, schreibt Mackerodt.

Und einmal in Fahrt schreibt er weiter: „Die Herren sollten erst mal klären, wer überhaupt den HSV überhaupt in diese Situation gebracht hat, diesen Vertrag verlängern zu müssen? Das ist leider alles so durchsichtig und armselig! Vielleicht sollte der AR zukünftig auch bei allen Spielerverträgen die Meinung der Hauptversammlung einholen! Noch weitergedacht, sollten doch auch alle Mitglieder die Verträge dann gleich mit unterschreiben!“

Mackerodts Sorge: „Leider wird unter diesen Umständen dieser wunderbare Verein in den Abgrund gewirtschaftet. Gerade von den Herren, die uns immer unter Zeit unter Udo Bandow für alles und jedes kritisiert haben. Unter anderem über den Sportfive-Deal, Umgang mit Investoren etc. Und jetzt machen sie alles mit . . .“

Neuer Sprengstoff für das ohnehin prall gefüllte Pulverfass HSV. Denn diese Äußerungen werden sicherlich Reaktionen hervorrufen.

Aber nicht nur diese Äußerungen, das ist klar. Es wird am Sonntag wohl noch ganz andere Reaktion geben. Ich bin auf diese Mitgliederversammlung (Sonntag, 11 Uhr, Arena im Volkspark) sehr gespannt, weil ich weiß, dass sich einige Herren schon mal besonders „präpariert“ haben. Pulverfass ist vielleicht schon das richtige Wort . . .

Wobei ich Frank Mackerodt, den ich über die Maßen schätze (weil er in hundertprozentiger HSVer ist!), natürlich recht geben muss. In allen Punkten. Über diese Punkte wird ganz sicher noch zu reden sein. Und die Mitgliedschaft des HSV wird feststellen, wie schnell aus einem Menschen mit festen Prinzipien ein schillernder Wendehals werden kann . . . Und das ist auch sicher: nicht nur EIN Mensch, sondern mehrere. Mehrere Wendehälse. Schillernde.

Bei der Gelegenheit: Sorry, lieber Frank, dass ich Dich in der heutigen Aufzählung der großen HSV-Größen (Hamburger Abendblatt Seite zwei) vergessen habe aufzuzählen – das ist leider ein unverzeihlicher Fauxpas von mir. Du gehörtest natürlich und selbstverständlich dazu. Und deswegen finde ich es schon mal überragend, dass Du in dieser Form „Gas gegeben“ hast – ohne dazu (von mir) „aufgefordert“ worden zu sein. Großartig. Von diesen HSV-Größen müssten sich viele, viele mehr einmischen, erst einzeln, dann aber auch noch einmal gemeinsam. Und mit Vehemenz.

Der HSV steht ja vor einem „heiße“ Wochenende. Erst der Sonnabend in Berlin. Dort wird Oliver Kreuzer als neuer HSV-Sportchef verpflichtet. Davon gehe ich hundertprozentig aus, denn alles andere kann sich der Club und kann sich der Aufsichtsrat gar nicht leisten. Soll Kreuzer jetzt – aus welchen Gründen auch immer – doch noch abspringen (müssen), dann wäre der HSV tatsächlich die größte Lachpille der Liga, dann würde er auch aus den letzten Zipfeln dieser Republik Hohn und Spott ernten. Gespannt bin ich nur darauf, ob es hinterher verkündet wird, auf welche Ablösesumme es denn letztlich hinausgelaufen ist. Wenn es diese Zahlen dann tatsächlich in der Öffentlichkeit gibt.

Gratulieren möchte ich dem HSV zur Vertragsverlängerung von Jaroslav Drobny. Dass der Tscheche nun doch kein Herthaner wird, sondern in Hamburg bleibt, das halte ich für sehr wichtig. Obwohl ich sehr wohl weiß, dass Drobny natürlich viel und gut verdient. Das ist erstens berechtigt, und zweitens hat Qualität eben seinen Preis. Der HSV geht dabei auf Nummer sicher – und das ist nur zu befürworten. Die Position des Torhüters ist viel zu wichtig. Und ich habe, das gebe ich zu, noch keinen HSV-Nachwuchstorwart gesehen, der dann in die Bresche springen könnte, wenn Rene Adler einmal ausfallen sollte. Das mag ja noch kommen, aber im Moment gibt es einen solchen Nachwuchsmann noch nicht. Es sei denn, die Torwarttrainer Ronny Teuber und Richard Golz sehen das anders – sie sind dafür ja auch vorgesehen und aufgrund ihrer Erfahrung auch viel prädestinierter als ich.
Bei der Gelegenheit: Ein Tom Mickel, der im Winter vom HSV zur Spielvereinigung Greuther Fürth gewechselt und dort total in der Versenkung verschwunden ist, der hätte dem HSV jetzt bestimmt gut zu Gesicht gestanden. Und was aus einem „gereiften“ Ersatztorwart werden kann, das hat ja Wolfgang Hesl in Fürth gezeigt – Stammtorwart. Bei einem Absteiger, aber immerhin.

Ansonsten Mails, Briefe, Anrufe und auch so manche sms. Die Fans und Mitglieder des HSV sind besorgt. Und weil es ja immer wieder gerne mal genommen (und gelesen) wird, möchte ich eine Mail veröffentlichen, die mich dieser Tage erreicht hat. Immer wieder gern genommen? Natürlich weiß ich schon, dass es einigen „Matz-abbern“ ein Dorn im Auge ist, wenn ich so etwas – wie nun folgend – veröffentliche, aber niemand ist vollkommen. Ich erst recht nicht. Ich weiß aber sehr wohl, dass es auch User gibt, die sich über eine solche Veröffentlichung freuen, weil sie sonst keine Kommentar bei „Matz ab“ lesen. Also – mehr Toleranz auf beiden Seiten.
Los geht es:

Lieber Dieter, lieber Scholle,

vorab bedanke ich mich für euren Blog der für alle Menschen mit der
Raute im Herzen eine tolle Plattform und Informationsquelle ist. Die
Liebe zum HSV springt einem wirklich aus jeder Zeile entgegen.
Für mich ist es das erste Mal überhaupt, dass ich mich zu meinem
Verein schriftlich äußere. Der Grund: ich muss meine Sorgen mal
loswerden.

Nach 41 Jahren, in denen der HSV immer Bestandteil meines Lebens war,
ist nun mein letztes Fünkchen Hoffnung erloschen, dass unser Verein
in absehbarer Zeit wieder “die Kurve” kriegt. Die aktuellen
Ereignisse zeigen überdeutlich, dass es einen gravierenden Fehler im
(Vereins)System gibt, der ein Anknüpfen an die sehr alten Erfolge
heute und in Zukunft unmöglich macht. Die jüngsten Aussagen von
Wolfgang Klein und Felix Magath bestätigen mich m. E. in meiner
Einschätzung.

Tatenlos müssen wir mit ansehen wie der “Elfer-Rat” in wechselnder
Besetzung den Verein immer wieder an die Wand fährt. Nirgendwo auf
der Welt könnte ein mit elf Hobby-Experten besetzter Aufsichtsrat ein
Unternehmen oder Projekt professionell und erfolgreich führen. Nur in
Hamburg wird das immer wieder versucht. Strukturreformen initiiert
durch den Aufsichtsrat? Gott bewahre, da könnten einige Herrschaften
ja an Einfluss und damit an Strahlkraft verlieren. Und das die
Mitglieder keine Reform einfordern wird für mich auf ewig ein Rätsel
bleiben.

Das Leiden steigert der Aufsichtsrat dann noch durch verbale
Ballverluste (siehe Causa Ertel) oder mit eklatanten Abwehrfehlern
sprich dem Ausplaudern von Interna. Es ist doch nur eine Frage der
Zeit, wann wieder der Trainer gehen muss und danach dann der
Sportchef. Wahrscheinlich verkündet von einem Vorstandsvorsitzenden
Jarchow, der sich – außer durch monotone Spar-Appelle und
Dauer-Leichenbittermiene- noch in keinster Weise profiliert hat, aber
vom Aufsichtsrat seltsamerweise auch nicht hinterfragt wird.

Ich bin bestimmt kein negativer Mensch, sonst hätte ich mich nicht
– nach 12 Jahren Axel Springer – mit fast 50 Jahren noch einmal
selbstständig gemacht. Aber der HSV zeigt leider nur Kontinuität bei
den Managementfehlern und das geht zu Lasten meiner Lebensqualität.
Daher wird es für meine Familie und mich zur neuen Saison keinen
Stadionbesuch und kein TV-Bundesliga-Abo mehr geben.

Lieber Dieter, lieber Scholle, macht so positiv weiter, ich bin dann
mal weg.

Beste Grüße, Thorsten

Und dann noch eine kurze „Wasserstandsmeldung“. Für alle, die jetzt noch auf ihre Dauerkarte verzichten möchten – und hinterher vielleicht dann doch traurig sind, dass sie bei Saisonstart „weg“ ist:

Noch bis zum morgigen Sonnabend läuft der Dauerkartenvorverkauf für Inhaber einer Saisonkarte der vergangenen Spielzeit. Bislang haben bereits 25 000 Fans von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch gemacht. Vom 11. bis zum 17. Juni läuft der Dauerkartenvorverkauf für HSV-Mitglieder, ehe am 18. Juni der freie Verkauf beginnt.
Wer seinen Dauerkartenplatz der letzten Saison auch in der kommenden Spielzeit besetzen möchte, der kann ihn sich jetzt im Online-Ticketshop auf www.hsv.de, unter der Telefonnummer 040 4155-1887 oder direkt im HSV-Service-Center buchen.

17.08 Uhr

Ein Trainer und fünf Stuttgarter “Helden”

11. März 2013

„Eine hervorragende Mannschaft; und ein Trainer, der sich taktisch immer sehr viele gute Sachen einfallen lässt.“ Das hat niemand über den HSV gesagt, sondern der HSV-Trainer über den VfB Stuttgart. Vor dem Spiel am Neckar. Und dann gewinnt der HSV 1:0. Nicht weil er die überragend bessere Mannschaft gewesen ist, sondern wohl auch deshalb (oder vor allem?), weil sich der HSV-Coach taktisch etwas hatte einfallen lassen: Thorsten Fink. Vielleicht lässt sich ja demnächst Bruno Labbadia mal zu einem solchen Spruch hinreißen: „Eine hervorragende Mannschaft, und ein Trainer, der sich taktisch immer sehr viele gute Sachen einfallen lässt.“ Es war übrigens das erste Mal, dass der Fink dem Labbadia gezeigt hat, was eine Harke ist . . . Und das in seinem 50. Spiel als HSV-Coach – mit einer eher vorsichtigeren Taktik – um nicht Defensiv-Taktik zu sagen. Vorher hatte es ja in Hamburg die eine oder andere Stimme gegeben, die es nicht befürworteten, dass Fink auf nur eine Spitze setzen wollte, um dazu – wie zu Saisonbeginn – mit einer „Doppel-Sechs“ anzutreten. Und diese Änderung war genau richtig, sodass Thorsten Fink auch einmal kräftig gelobt werden sollte. Auch von den Skeptikern. Kapitän Heiko Westermann lobte die taktische Umstellung: „Erstmalig wieder mit einer Doppel-Sechs, ich glaube, dass das der Schlüssel zum Sieg war.“

Neben Fink hatte dieser Sieg auf Hamburger Seite auch weitere fünf Helden – für mich. Da sind zu nennen Rene Adler, Heiko Westermann, Tomas Rincon, Per Ciljan Skjelbred und Artjoms Rudnevs. Wobei Adler und Westermann in dieser Aufzählung wohl als „normal“ zu nennen sind – aber die anderen Profis?

Rincon, den ich ja gerne immer „Popeye“ nenne, weil er die Brust raus hat – und stets so aussieht, als wenn er fragen könnte: „Meine Herren, wo steht das Klavier?“ Dieser Tomas Rincon ist schlicht ein Phänomen. Immer dann, wenn er gerade mal benötigt wird, zeigt er, wie stark er eigentlich ist. Ich habe heute mit meinem Freund Bert Ehm über den HSV-Sieg gesprochen, und der Trainer von Germania Schnelsen befand: „Dieser Rincon hat unglaublich gut gespielt – wie immer, wenn er mal darf. Wenn ich HSV-Trainer wäre, dann würde Rincon immer spielen, weil er einfach klasse ist. Und er ist sich auch für nichts zu schade, der geht zur Sache, räumt mächtig ab- da bekommt jeder Gegner von Beginn an Respekt, und zwar gehörigen Respekt. So einen Mann brauchst du in der Truppe.“ Stimmt. Bitter aber für Rincon: Gegen Augsburg (am Sonnabend um 15.30 Uhr) wird er wohl wieder auf der Bank sitzen müssen, weil es dann doch wieder offensiver wird. Zwei Spitzen, die hatte Thorsten Fink bereits vor dem Stuttgart-Spiel angekündigt. Aber wie schön ist es zu wissen, dass dieser HSV nicht nur noch einen Tomas Rincon in der „Hinterhand“ hat, sondern dass sich dieser HSV auch schon wieder erlauben kann, einen so guten Mann wie Tomas Rincon draußen zu lassen.

Wobei zur „Doppel-Sechs“ auch noch zu sagen wäre, dass Milan Badelj zu Saisonbeginn ja auch noch einen Mann neben sich gehabt hat: Petr Jiracek. Und in dieser Konstellation ging der Stern von Badelj gleich so richtig auf. Er würde bestimmt jetzt auch dafür plädieren, künftig wieder mit der „Doppel-Sechs“ zu spielen – aber die beiden Spitzen haben damals, nach der Umstellung, auch sehr, sehr gut getan. Im nächsten Auswärtsspiel, das den HSV zum neuen Meister FC Bayern führen wird (nach der Länderspiel-Pause), sind aber ganz sicher wieder zwei Mann angesagt. Wahrscheinlich Rincon und Badelj.

Und dann zu Skjelbred. Der Fast-Ausgemusterte. Der Hin-und-her-Springer. Sowohl auf dem Spielfeld, als auch als Spieler überhaupt. Mal draußen, mal drinnen. Nachdem er im Herbst eigentlich schon durchgefallen war und auf der Abschiebeliste als Nummer eins geführt wurde. Und dann diese „Wiederauferstehung“. Fast unglaublich. Der Zögling von „JU aus Qu“, um es einmal sehr überspitzt zu formulieren, hat gewiss schon einige recht gute oder auch sehr gute Spiele abgeliefert, aber vielleicht war dieser Auftritt im Frühling von Stuttgart sein bester überhaupt. In dieser hervorragenden Verfassung wäre es kein Wunder, wenn er demnächst schon wieder eine Einladung von der norwegischen Nationalmannschaft erhielte – denn Spieler dieser Güte hat Norwegen bestimmt nicht allzu viele. Das muss mal festgehalten werden: Per Ciljan Skjelbred, das war eine Klasse-Partie von dir – herzlichen Glückwunsch. Und mehr davon. Es waren 90 Minuten Konzentration, Herz, Engagement, Leidenschaft und Willen (ohne Pause) erkennbar – das war vorbildlich. Und wenn wir uns daran erinnern, was der gute Per vor dem Spiel noch gesagt hatte, angesprochen darauf, was er über seine Rolle als Hin-und-her-Springer denkt? Da hat er doch verkündet: „Ich will zwar immer spielen, aber wenn es zum Wohle der Mannschaft ist, dann geht das eindeutig vor.“ Genau das ist die richtige Einstellung.

Die Null sollte, so wollte es der Trainer, in Stuttgart ja hinten stehen – und sie stand. Dank Rene Adler. Der eine Weltklasse-Partie ohne jeden Fehler ablieferte. Kompliment. Nach dem Tief Hannover und der undankbaren Nummer gegen Fürth zeigte sich der Nationaltorwart nicht nur von seiner besten Seite, sondern avancierte auch zum Matchwinner. Note eins für diesen Adler, obwohl ich, das gebe ich zu, vorher noch einige Bedenken gehabt hatte. Ich glaubte, dass sich der Keeper nun ein kleinen „Zwischentief“ genommen hätte, aber davon war in Stuttgart nun nichts, aber auch absolut nichts zu sehen. Und ich erinnere mich gerne an die Beurteilung von „Lotto King Karl“, der ja (gemeinsam mit dem Ex-Aufsichtsrat Frank Mackerodt – vielen Dank für euren hervorragenden Einsatz!) bei „Matz ab live“ zu Gast war. Hamburg „seine Perle“ sagte: „Adler und Neuer sind zwei der weltbesten Torhüter, wenn sie nicht die beiden weltbesten sind – ich war mir sicher, dass Adler wieder so gut halten würde, wie vor dem Hannover-Spiel. Der Mann ist super.“

Eben die Note eins. Die sich auch Heiko Wesermann verdient hat. Der Kapitän musste ja in der 64. Minute vorzeitig vom Platz, aber nicht, wie ich befürchtet hatte, wegen seines Kopfes (gegen den ja das Bein des Stuttgarters Martin Harnik geprallt war), sondern wegen seiner Wade. Die hatte schon während der gesamten Woche (nach dem Fürth-Spiel) für Kummer gesorgt, aber Westermann wollte sich durchkämpfen. Er hatte sogar, weil er sich so gut fühlte, auf eine Schmerztablette verzichtet, aber während der Partie ging es in der Wade immer schmerzhafter zu. Und bevor etwas ganz kaputt geht, ging er vorsichtshalber raus. Heute gab der HSV dazu bekannt: „Ein Einsatz am Sonnabend gegen Augsburg ist nicht gefährdet.“ Alles richtig gemacht, Käpt’n. Aber noch einmal: Heiko Westermann hat in meinen Augen in Stuttgart ein ganz großes Spiel geliefert. Viele Löcher gestopft, weite Wege gegangen, totalen körperlichen Einsatz (wie in der Szene mit Harnik) gezeigt – einfach nur großartig. Das sollte – endlich einmal – auch seine Kritiker anerkennen – und nicht immer gleich nach jedem kleinen Fehlpass aufspringen und ihn verdammen. Westermann ist unheimlich, und ich wiederhole das gerne, unheimlich wichtig für dieses Team.

Das könnte – eventuell – auch eines Tages über Jeffrey Bruma geschrieben werden. Noch aber ist es nicht ganz so weit. Weil sich in das Spiel des Niederländers ja bekanntlich immer einige oftmals unglaublich Böcke einschleichen. So zum Beispiel der eine Kopfball, den er über das eigene Tor setzte. Da hat sich doch so mancher gefragt: „Wieso hat er eine solche Nummer eigentlich noch immer drauf?“ Gute Frage. Obwohl ich glaube, dass es diesmal am Timing lag. Bruma ist zu früh gesprungen, traf die Kugel erst in der Landephase mit der Stirn, deswegen ging dieser Ball dann nach hinten los. Gefährlich aber sah es trotz allem aus. Und er wäre gut beraten, wenn er solche „Dinger“ künftig schon im Vorfeld bekämpfen würde. Stichwort Konzentration. Dass Bruma nach dem Spiel in einem Stuttgarter Krankenhaus mit vier Stichen an der Lippe genäht werden musste, dass hatte er dem „netten Herrn“ Ibisevic (aus Frust, weil er gegen Bruma keine Schnitte sah?) zu verdanken. Der VfB-Torjäger hatte wieder einmal mit dem Ellenbogen zugelangt – das wäre Rot gewesen, Herr Dingert (der ansonsten gut gepfiffen hat!). Diese Unsitte Ellenbogenschlag sollte ja eigentlich vom DFB massiver bekämpft werden, aber das wird wohl nichts. Wochenende für Wochenende sieht man solche brutalen Schläge, und höchst selten nur wird dafür einmal Rot gezeigt. Schade eigentlich, denn ich glaube, dass man nur so zu einer Reduzierung dieser üblen Fouls kommen könnte.

Wobei ich auch da die Herren Schiedsrichter mal in Schutz nehmen möchte, denn: Zeigt mal einer Rot, wird das ja spätestens am nächsten Tag irgendwie und irgendwo (von Experten) auseinandergepflückt. Motto: „Diese Rote Karte war aber so etwa von überflüssig.“ Ich bin in dieser Thematik ja immer ganz besonders begeistert, wenn Mario Basler so etwas sagt . . . Aber das ist dann doch wieder ein anderes Thema.

Ganz kurz möchte ich dann auch noch auf Artjoms „Rudi“ Rudnevs eingehen. Er trifft sensationell. Und wie schon lange kein HSV-Spieler mehr. Woche für Woche leisten wir Abbitte, am Sonntag war es noch einmal „Scholle“ – und es gesellen sich immer mehr (von Tag zu Tag) hinzu. Da kann man ja auch meckern wie man möchte (möchte ja keiner mehr!), aber die Zahlen sind nicht von der Hand zu weisen. Noch einmal Gratulation an alle, die den guten „Rudi“ schon immer so gut gesehen haben – aber ich kann nur sagen, dass Thorsten Fink ihn zu Saisonbeginn auch nicht unbedingt so gut gesehen hat – denn damals, wir erinnern uns, spielte ja noch Marcus Berg . . . Aber, bei dem Schnee von heute, das ist ja auch schon längst der Schnee von gestern. Kurios ist, dass Thorsten Fink in Stuttgart zur Pause überlegte, den Lette auszuwechseln – gegen Maximilian Beister. Wie gut, dass der Coach da noch rechtzeitig eine Eingebung hatte. Und: Dieses Rudnevs-Tor, ihr lieben HSV-Fans, sollte doch „Tor des Monats“ März werden, oder? Solche ein Hammer. VfB-Torwart Ulreich stand ja dort, wo der Ball über seinem Scheitel einschlug, aber zu halten gab es da nichts. Selbst wenn der Schuss auf Mann gekommen wäre, dann hätte der Stuttgarter Keeper nun “ein Loch im Bauch” . . .

So, das war es in groben Zügen, was zum Sonntags-Spiel des HSV von meiner Seite aus zu sagen wäre. Andere Stimmen könnt ihr – wie immer – bei „Matz ab live“ hören und sehen. Eines möchte ich aber schnell noch einmal aufarbeiten. Ich hatte Tolgay Arslan ja zuletzt, gegen Fürth, als guten Einwechselspieler beschrieben, musste das aber einen Tag später revidieren. Habe es ja auch getan – und zwar mit (der eigenen) Überzeugung. Dass Thorsten Fink nicht nachtragend ist, das zeigte er nun in Stuttgart, als er Arslan in der nicht ganz so unwichtigen Schlussphase einwechselte. Das zeugt davon, dass der Coach Vertrauen zu seinen Leuten hat – ein sehr gutes Zeichen. Besser: Noch ein sehr gutes Zeichen.

In Sachen Stimmung hatte dann auch Rafael van der Vaart (bei Sky) etwas zu sagen – und auch über die internationalen Startchancen: „Ich denke, dass wir eine gute Mannschaft haben, es fehlt nur noch ein bisschen die Konstanz. Bei uns ist jede Woche anders: Heute ist die Stimmung positiv, gegen Augsburg kann es schon wieder anders sein.“

Fredi Bobic (Manager VfB Stuttgart) klagte bei Sky hingegen über die negative Stimmung unter den VfB-Fans: „Das ist bei uns ein Phänomen. Natürlich wollen die Fans die eigene Mannschaft siegen sehen. Aber das bringt der Mannschaft unheimlich wenig. An der Einstellung gibt es nichts zu mäkeln.“ Aber in Stuttgart nimmt es bisweilen schon komische Züge an – wie mir mein Abendblatt-Kollege Kai Schiller berichtete. Als Labbadia den Italiener Molinari einwechseln wollte, der Spieler sich auch schon erhoben hatte, da pfiffen die meisten VfB-Fans nach Leibeskräfte. Moliari setzte sich wieder – und kam nicht. Ud dass Mittelfeldspieler Hajnal nicht zum Einsatz kam, das kommentierte Labbadia wie folgt: “Was soll es, wenn ich einen Spieler bringe, der von den eigenen Fans immer ausgepfiffen wird . . ?”
Das klingt, in der Tat, nicht wirklich gut.

Dann möchte ich noch sagen, dass morgen um 14 Uhr trainiert wird (so es die Schneemassen erlauben!), und dann um 15 Uhr gegen Valerenga Oslo auch gespielt wird. Dann wohl eher vom zweiten Anzug – und ganz sicher auch ohne den angeschlagenen Kapitän.

Schlussphase jetzt von „Matz ab“:
Durch den Sieg in Stuttgart ist Platz vier und damit die Qualifikationsspiele zur Champions League nur noch einen Punkt entfernt. Dazu die Gedankenspiele des „Großmeisters“: „Wir hoffen, es geht so weiter, dann schaffen wir das“, sagt Rafael van der Vaart.

Und, weil wir so lange nichts von ihm gehört haben: Der Sport-Informations-Dienst hat heute auch darüber berichtet:

Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer vom russischen Fußball-Meister Zenit St. Petersburg erwartet durch die WM-Endrunde 2018 in seiner Wahlheimat einen Schub für die Vereine. „Ich denke, dass die russische Liga in den kommenden Jahren sehr stark zulegen wird. Allein wegen der anstehenden WM 2018 wird es infrastrukturelle Veränderungen geben. Deshalb werden sich auch die Vereine weiterentwickeln“, sagte der deutsche Ex-Nationalspieler in einem Interview mit dem kicker. Beiersdorfer sieht besonders noch einen Nachteil der russischen Eliteklasse gegenüber europäischen Top-Ligen wie der Bundesliga: „Die Infrastruktur und die Stadien haben allgemein Nachholbedarf.“ Die Konzentration der Macht bei den russischen Vereinen auf Konzerne und Oligarchen sieht Beiersdorfer als Ergebnis eines Entwicklungsprozesses. „Früher gab’s in der Sowjetunion Polizei- oder Armee-Sportklubs. Daraus sind jetzt eben neue Strukturen entstanden“, meinte der ehemalige Sportchef des Bundesligisten Hamburger SV.

Nun bin ich aber wirklich am Ende. Vielen Dank möchte ich aber schnell noch an die “Matz-abber” sagen, die uns bei der Block-House-Premiere in Eidelstedt Rückendeckung gaben (das war sehr schön!), und ein kurzes Dankeschön auch noch an „Horst Schlau“ (für den ausführlichen Bericht – war gut!) und für den folgenden Satz: “Wer Rechtschreibfehler gefunden hat, darf sie behalten . . .” Dank auch, und dann bin ich wirklich am Ende, an „We are family“, der dagegen protestiert hatte, dass ich einem Abstieg der Regionalliga-Mannschaft des HSV nichts Schlechtes abgewinnen könnte. Dazu sage ich: Es ist (leider) mein Ernst, dass ich nichts gegen einen Abstieg hätte. Wer sich als Talent nach „oben“ durchbeißen will, der wird es auch aus der Oberliga Hamburg. Zumal uns ja gerade zwei HSVer (ein Noch-HSVer), Jonathan Tah und Levin Öztunali gezeigt haben, dass es aus der Jugend (!) sogar ohne die Zwischenstation „Cardoso“ in die Bundesliga gehen könnte (oder kann?). In der Oberliga könnte der HSV zudem viel Fahrgeld sparen . . . Und auch die Platzmiete würde wegfallen. Es gäbe sicherlich einige Gründe mehr, die für einen Abstieg des HSV II sprechen würden. Wohl auch dieser Grund, dass eine (viel zu junge) Mannschaft deshalb absteigt, weil sie – vielleicht – zu schlecht ist.

18.08 Uhr

Turbulenzen in der Luft – und im Volkspark

11. Dezember 2012

Hamburg hat sie wieder – die HSV-Profis. Um 7.23 Uhr am frühen Dienstag ist die HSV-Mannschaft in Fuhlsbüttel aufgeschlagen – mit leichter Verspätung. Weil es schon in Brasilien mit einer Stunde später losging. Eine Halbe Stunde wurde bis zur Zwischenlandung in Dakar aufgeholt, zum guten Schluss waren es dann noch 23 Minuten. Schwamm drüber. Der HSV hat mit diesem Kurz-Trip Geld gemacht, und er hat mit seiner B-Mannschaft auch gut gegen Gremio Porto Alegre ausgesehen – trotz der 1:2-Niederlage. Und nun geht es mit der A-Mannschaft am Sonnabend gegen und in Leverkusen weiter. Der Jahresabschluss. Ein ganz besonderer für Rene Adler, der seinen Ziehvater, Rüdiger Vollborn, den ehemaligen Bayer-Keeper, wieder sehen wird. Und nicht nur ihn, Und alle werden sie in der BayArena sehen, wie super sich der HSV-Schlussmann wieder entwickelt hat. Ich muss dabei immer noch an das Lob denken, dass der ehemalige Aufsichtsrat des HSV, Frank Mackerodt, bei „Matz ab live“ über Adler gesagt hat: „Er hat uns in dieser Hinserie mindestens schon acht Punkte geholt und gerettet.“ Stimmt. Mindestens acht. Und damit kann er in Leverkusen gerne weitermachen. Noch einmal drei – das wäre ein prächtiger Jahresabschluss.

Um noch einmal kurz auf die Rückreise von Porto Alegre zu kommen. Es gab nach der Zwischenlandung (und dem Auftanken) in Dakar das Startzeichen zum Schlafen (von Mannschaftsarzt Philip Catala-Lehnen angeordnet), doch daraus wurde bei einigen Spielern nichts – denn es gab doch einige kleinere (gelegentlich auch größere) Turbulenzen.

Die gab es heute auch noch im Volkspark – aber dazu komme ich gleich noch. Erst einmal noch zu zwei nicht unwichtigen Personalien. Milan Badelj, der sich im Spiel gegen Hoffenheim eine leichte Muskelverhärtung eingefangen hatte, hat heute im Volkspark mit Reha-Trainer Markus Günther gearbeitet, und so wie es zurzeit aussieht (also Stand jetzt!), wird der „Ordnungsdienst“ im HSV-Mittelfeld am Sonnabend in Leverkusen aufdribbeln können. Was ja nicht ganz so unwichtig wäre. Und dann noch zu Maximilian Beister. Er ist heiß. Dafür haben wohl auch – oder vor allem – seine ersten beiden Bundesliga-Tore gesorgt. „Maxi“ will, aber bevor er darf, hat Trainer Thorsten Fink gesagt, wird es noch einen Vier-Augen-Unterhaltung zwischen dem Coach und dem Angreifer geben. Fink will wissen, ob es auch tatsächlich geht. Nicht dass Beister aus falschem Ehrgeiz zu viel riskiert und die Verletzung (ein leichter Muskelfaserriss) dann erst recht und viel schlimmer aufreißt.

Und nun zu den heutigen Turbulenzen beim HSV. Stichwort „Viagogo“. Für viele HSV-Fans ein rotes Tuch, das sich jetzt aber wohl erledigt hat. Man trennt sich. Nicht im beiderseitigen Einvernehmen, wie es sonst immer so schön (und in die falsche Richtung deutend) heißt, sondern im Streit. Es soll sogar noch Ärger folgen, es könnte noch ein gerichtliches Nachspiel haben – diese Vernunfts-Ehe. Der HSV erklärte die heutige Trennung mit den folgenden Sätzen:

Nach intensiven Gesprächen mit der Mitgliedschaft kündigt der HSV den Vertrag mit Viagogo zum 31. Juli 2013 und erhöht die Dauerkartenpreise zur Saison 2013/14.
Der Vorstand des Hamburger Sport-Vereins wird das in der Mitgliedschaft umstrittene Vertragsverhältnis mit der Ticketbörse Viagogo zum nächstmöglichen Zeitpunkt am 31. Juli 2013 beenden. „Es war wichtig, zu diesem Thema den Dialog mit Vertretern der Mitgliedschaft zu suchen”, sagt Marketing-Vorstand Joachim Hilke.

Um einen wirtschaftlichen Ausgleich zu schaffen, werden die Dauerkartenpreise zur Saison 2013/14 erstmals seit fünf Jahren angehoben. „Der Vorschlag zu dieser neuen Preisstruktur kam aus dem Fanlager”, so Oliver Scheel, Vorstand für die Belange der Mitglieder. Dabei werden auch die Mitgliederrabatte über alle Preiskategorien auf einheitlich 20 Euro angepasst. „Ich bin überzeugt, dass wir jetzt gemeinsam eine Lösung gefunden haben, die allen zu vermitteln ist”, sagt Supporters-Vorsitzender Ralf Bednarek.

Die „Gegenseite“ reklamierte allerdings für sich, die Trennung herbeigeführt zu haben. Welche von beiden Versionen ist wohl die richtige?

Der britische Ticketanbieter hat dem HSV gekündigt. „Wir sehen uns zu diesem Schritt gezwungen, weil sich unsere Ansprechpartner beim HSV von Beginn des Vertragsverhältnisses an nicht an die wesentlichen Punkte des Vertrages gehalten haben”, teilte Viagogo am Dienstag mit. „Wir bedauern diesen Schritt sehr, schließlich ist der HSV ein großer, traditionsreicher Verein mit einem großen Stadion und tollen Fans und wir waren stolz darauf, diese Partnerschaft einzugehen.

Der HSV hatte erst im September einen Zweijahresvertrag mit der Ticketplattform abgeschlossen. Der Verein erhielt dafür ein sogenanntes Signing Fee in sechsstelliger Höhe, die Summe beläuft sich auf 800 000 Euro. Der HSV sollte dem Online-Portal 1500 Karten pro Spiel zur Verfügung stellen. Nach der Vereinbarung hätte mit offizieller Zustimmung des Vereins jeder Kartenbesitzer, also auch Inhaber von Tickets auf der Nordtribüne, Karten mit einem Aufschlag bis zu 100 Prozent bei Viagogo verkaufen können.

Das rief den Zorn vieler HSV-Fans hervor, es wurde lautstark protestiert und gefordert, dass dieses Geschäft sofort wieder gekündigt werden sollte. Nun ist Viagogo dem HSV wohl zuvor gekommen. Die AG betont allerdings ausdrücklich, die Kündigung habe nichts mit der Kritik der HSV-Fans zu tun. „Im Gegenteil, das Geschäft mit den HSV-Tickets hat sich als eines der attraktivsten Angebote in der Bundesliga erwiesen, das von vielen Fans genutzt wurde. Die Gründe für die Kündigung liegen vielmehr einzig in der Nichteinhaltung des Vertrages”, teilte Viagogo mit.

„Es geht ja dabei nicht darum, welche Version die richtige ist, unsere oder die von Viagogo. Wir haben gesagt, dass wir so schnell wie möglich und zum frühest möglichen Zeitpunkt aus diesem Vertragsverhältnis wieder aussteigen wollen und werden, wir haben uns deshalb sofort auch um eine neue Eintrittskarten-Struktur bemüht. Viagogo hat das gewusst, deswegen nun diese Erklärung“, sagt HSV-Vorstandschef Carl-Edgar Jarchow dazu.

Nun bin ich mal gespannt, ob diese Trennung noch eine „Schlammschlacht“ nach sich ziehen wird. Zu befürchten ist es. Aber gut, der HSV hat schon Schlimmeres überstanden. Und in diesem Fall sind die Fans wohl sicher auf der Seite des Vereins, denn sie konnten ja von Anfang an nichts mit diesem Via-Nogo-Deal anfangen. Hat sich nun erledigt, wenn auch erst im Sommer 2013.

So, und dann gab es heute noch über die DPA (Deutsche Presse-Agentur) einen interessanten Artikel über eine zurzeit ganz wichtige HSVer. Da ich nicht glaube, dass die hiesigen Zeitungen diesen Bericht abdrucken werden (weil zu lang), stelle ich ihn hier nun einmal rein. Es geht um ein brisantes Thema, das uns zuletzt alle beschäftigte. Nicht zuletzt bei den Spielen, die so richtig stimmungsvoll erst nach 12:12 Minuten begannen. Hier der DPA-Bericht über Philipp Markhardt, der zugleich einer der sieben Autoren des HSV-Buches “Kinder der Westkurve” ist:

Philipp Markhardt kann sich noch genau an sein erstes Mal erinnern. Anfang der 1990er Jahre nahm ihn sein Vater mit ins Hamburger Volksparkstadion. Der HSV unterlag Wattenscheid 09 mit 0:1. Trotz der Niederlage war dies der Startschuss für eine leidenschaftliche Karriere als Fußball-Fan. „Normalerweise bindet so ein Kick niemanden an einen Verein“, sagte Markhardt der Nachrichtenagentur dpa. An jenem Tag erregte ohnehin nicht so sehr das Spiel die Aufmerksamkeit des damals 11-Jährigen. „Ich habe fasziniert auf die Fankurve geschaut. Da wurden auch die einen oder anderen Bengalos gezündet“, erinnerte sich der bekannteste deutsche Ultra.

Als Sprecher der Organisation „ProFans“ und der Protestaktion „12:12“ ist Markhardt die zentrale Figur der Fans und ihrer Ablehnung des Sicherheitskonzeptes der Deutschen Fußball-Liga (DFL) und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Er ist das Sprachrohr von circa 50 deutsche Ultragruppen, die in der heftig geführten Sicherheitsdebatte eine Gefahr für ihre Fankultur sehen. Sie hoffen, dass die Vertreter der 36 Proficlubs am Mittwoch auf der Mitgliederversammlung in Frankfurt/Main das umstrittene Konzept nicht verabschieden oder zumindest die Entscheidung vertagen.

Obwohl das Konzept bereits überarbeitet wurde, lehnen Markhardt und die Fan-Organisationen das Papier ab. Auch von Vereinsseite des HSV bestünde noch Kritik: „Es hat sich nicht viel geändert, da ist es logisch, dass die Clubs das nicht einfach abnicken.“ Doch nicht nur die Hamburger Club-Verantwortlichen äußerten Zweifel. Eine Reihe von Vereins-Vertretern kritisierten vor allem den Zeitpunkt zur Abstimmung.

Das Thema Ganzkörperkontrollen erregt bei den Fans ganz besonderen Missmut. „Das neue Papier enthält zwar das Wort Vollkontrollen nicht mehr, dennoch findet man weiterhin Umschreibungen, die letzten Endes darauf hinauslaufen. Solche Kontrollen greifen zu sehr in die Persönlichkeitsrechte aller Fans ein, weswegen wir das Entkleiden weiter kategorisch ablehnen“, erklärte Markhardt.

Mit bundesweiten Demonstrationen und der beispiellosen Protestaktion „12:12“ an drei Spieltagen hintereinander haben die Ultras im Vorfeld des Termins medienwirksam auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht und ein noch nie dagewesenes Echo erzeugt. „Viele Ultras wollen eigentlich nicht mit den Medien sprechen“, betonte Markhardt, „doch ich erachte es als sinnvoll, die Medien für uns nutzen. Für mich war das ohnehin kein Problem, ich arbeite in einer PR-Firma.“ Dass Markhardt ständig in Sachen Fußball und HSV unterwegs ist, und Ultras in der öffentlichen Wahrnehmung ein „Böses-Buben-Image“ besitzen, stört seinen Chef nicht. „Der ist selbst HSV-Fan und zusammen mit mir im Europapokal auswärts mitgefahren“, offenbarte Markhardt.

Bevor sich der 32-Jährige in Fan-Organisationen engagierte, ging er als „normaler“ Fan ins Stadion. Die erste HSV-Dauerkarte kaufte er sich 1993. „Die war allerdings an schulische Leistungen geknüpft“, bemerkte er. Drei Jahre später schloss er sich dem HSV-„Supporters-Club“ an und reiste fortan auch auswärts mit. Dem Fanclub „Chosen Few“ trat er 1999 bei, stieg nur ein Jahr später zum führenden Mitglied auf und ist es noch heute. „Damals spielten Ultras noch überhaupt keine Rolle. Den Gruppen gehörten keine 100 Mann an“, erinnerte er sich.

Um die Jahrtausendwende verloren die Hooligans in Deutschland an Bedeutung, und der Fokus der Polizei richtete sich vermehrt auf die aufkommende Ultrabewegung. „Die Polizei beging damals den Fehler, das auf die Hooligans zugeschnittene Konzept ’Sport und Sicherheit’ auf die Ultras anzuwenden“, meinte Markhardt. Das habe zu Spannungen zwischen der Polizei und den Ultras geführt, die sich bis heute gehalten hätten. Er moniert das ruppige Verhalten vieler Beamter gegenüber den Ultras. Dazu fällt ihm der Satz ein: „Behandle Menschen wie Tiere und sie werden wie welche.“

Für die Zukunft hofft Markhardt, dass sich das Verhältnis zwischen den Ultras und den Verbänden samt Vereinen entspannt. „Ich hoffe die DFL hält Wort und lässt den Worten Taten folgen“, sagte er mit Blick auf eine weitere Zusammenarbeit, „wir setzen jedenfalls auf den Dialog.“

Und dann gibt es da noch einen Bericht von einem Hamburger, der sich mit der HSV-Anleihe befasst. Jens A. aus Berlin schreibt:

Fan- oder Subkultur?

Über den Umgang von Bundesligisten mit ihren Anleihekäufern!

Geboren und aufgewachsen in Hamburg verfolge ich aus Berlin immer mit Sympathie die Spiele der Hamburger Bundesligisten. Mit beiden Vereinen verbinde ich sehr gute Erinnerungen. In der Nähe des Volksparkstadions (das wird es wohl immer für mich bleiben, wie heißt die Arena derzeit noch?) habe ich die Jugend verbracht. Der langjährige Aufsichtsratsvorsitzende Herr Bandow hat mir und den anderen Azubis bei der Vereins- und Westbank regelmäßig Mut gemacht, dass man auch mit einer Fünf in Mathe immer noch Vorstand einer Bank werden könne. Außerdem hat er meinen Respekt, da er auch im höheren Alter und hoher Position sich immer noch für die Fußball- Betriebsportmannschaft angeboten und zeitlich frei gemacht hat. Den Mythos St. Pauli hingegen konnte ich durch meine aktive Zeit in deren Jugendmannschaften hautnah erleben. Insbesondere durch Seppo Eichkorn und Helmut Schulte habe ich zu schätzen gelernt, dass Professionalität und Beibehaltung einer Vereinskultur keine gegensätzlichen Inhalte darstellen.

Keine Frage also, wenn einer dieser Vereine Fan-Anleihen herausgibt, dann gehören die Schmuckurkunden in unser Besprechungszimmer gehängt: Für uns als Vermögensverwalter die ideale Verbindung unseres sportlichen Interesses und der Geldanlage.

Die persönliche Abholung der Urkunden bleibt mittels der dankbaren Vor-Ort-Unterstützung meiner Mutter auch aus der Ferne organisierbar.
Überraschend ist aber dann doch, wie unterschiedlich die Ausgabe der Fan-Anleihen von den beiden Vereinen organisiert wird:

Am Millerntor ein gut organisiertes Fan-Fest mit unentgeltlicher Versorgung mit Kaltgetränken, Würstchen, Kaffee, Kuchen. Mittendrin Spieler des Kiez-Clubs im Gespräch mit den kleinsten Kreditgebern des Vereins und Zeit für gemeinsame Fotos (Mama ist immer noch stolz auf das Bild mit dem gefühlt vier Köpfe größeren Pauli-Keeper Tschauner) und Unterschriften auf den Schmuckurkunden. Insgesamt besitzt die ganze Veranstaltung die Atmosphäre eines großen Events, hier ist man willkommen. Die nächste Zeichnung wieder mit uns!

Da ist die Vorfreude auf die Urkundenübergabe beim HSV doch gleich viel größer! Zudem im Anschreiben für die Rautenfreunde eine professionelle Beschreibung des Ablaufes erfolgt, mit dem Hinweis, dass auch für das leibliche Wohl gesorgt wird und dass auch Spieler für Unterschriften und Fotos da sein werden.

Vor Ort dann aber Ernüchterung: Die Übergabe steril, über viele Räume verteilt und unübersichtlich. Ach ja, das leibliche Wohl ist gesichert: Der Cappuccino für EUR 3,00, drei kleine Pfannkuchen zu EUR 3,50. Stellt man sich das als Fan so vor? Insbesondere nach der Ankündigung? Die armen Servicekräfte verstehen die Rückfragen, warum dass bei St. Pauli so anders war. Aber auch sie haben für ihre Sechs-Stunden-Schicht nur ein Getränk und einen Snack frei.

Doch Rafael van der Vaart ist da und gibt Unterschriften. Wo denn? Da hinten im Nebenraum, wo die Wartenden anstehen. Einmal vorsichtig an der Schlange vorbeigegangen, um die Wartezeit einzuschätzen: Oh, da stehen aber viele an. Ein netter Mann, der die Hälfte des Wartens schon hinter sich hat, gibt Auskunft. Bislang wartet er 45 Minuten. Also eine und eine halbe Stunde Anstehen für eine Unterschrift? So viel Fan sind wir dann doch nicht. Das Fazit der Veranstaltung: Sicherlich eine verpasste Chance für die Blauen, etwas für die Verbindung zu ihren Anhängern und kleinen Geldgebern zu machen. Oder einfach nur eine professionellere Sichtweise? Schließlich kann man sich durch das entgeltliche Sorgen für das leibliche Wohl schon einen Teil der Zinsausgaben wieder hereinholen. Die nächste Anleihezeichnung? Eher ohne uns…

In meinem Studium habe ich gelernt, dass ein zufriedener Kunde ca. einem bis zwei Bekannten diese Dienstleistung oder dieses Produkt empfiehlt, ein unzufriedener Kunde aber ca. fünf bis sechs Bekannte über seine Verärgerung informiert. Ich stelle an mir fest, dass mein Bedürfnis über die Erfahrungen im Volkspark zu berichten tatsächlich deutlich höher ist, als über die Begeisterung am Millerntor. Komisch!

Dennoch werde ich auch zukünftig den Fußballvereinen meiner Heimat die Daumen drücken! Aber vielleicht kann das Prozedere beim bisher erfolgreicheren Verein im Umgang mit den Fans und Sympathisanten ja doch noch einmal überdacht werden…?

So, nun bleibt mir nur noch auf das Training am Mittwoch hinzuweisen. Es findet um 15 Uhr an der Arena statt.

Einen aber habe ich noch, versprochen ist versprochen. Es geht um zwei großartige und einzigartige HSV-Bücher, die noch vor Weihnachten an ihre neuen Besitzer übergehen werden. Der bekannte Hamburger Sporttograf Thomas Metelmann und der Kollege und Buchautor Hans Vinke haben nun das Buch “Mythos HSV” herausgebracht. Darin wird die Geschichte des HSV seit der Gründung im Jahre 1887 in Bildern (Fotos) gezeigt. Ein tolles Werk, das das Klubleben des Universalsportvereins HSV mit hervorragenden Fotos zeigt. Einmalig an diesem Buch ist, dass Fotograf Otto Metelmann und sein Sohn Thomas die Geschehnisse um den HSV seit über 65 Jahren aus nächster Nähe dokumentiert haben. Sie setzen mit ihren Fotos dem “Mytos HSV” ein einmaliges Denkmal.
Ich habe den großen Otto Metelmann selbst noch am Rothenbaum erlebt. Es ist heute noch ein kleines Wunder für mich, dass es alle Schiedsrichter geduldet haben, dass der Fotograf (mit dem langen, meines Wissens auch bunten Loden-Mantel) immer direkt neben dem Pfosten stand – gerade so, als wäre er ein zweiter Pfosten. Gelegentlich traf ihn dann auch ein Schuss des Gegners – was natürlich ein höhnisches Gelächter der Fans zur Folge hatte.

Wer sich nun um eines der beiden Bücher bemühen möchte, der sollte bis zur Nacht von Sonnabend auf Sonntag (Mitternacht) folgende Frage beanwtorten (entweder in der Gewinnspieladresse, oder bei Matz ab):

Welche HSV-Spieler wurden im letzten Bundesliga-Aufeinandertreffen mit dem VfB Leipzig ausgewechselt?

18.01 Uhr

Muskelfaserriss – macht Son jetzt den Beister?

3. Dezember 2012

Es gibt viele verschiedene Trainertypen. Und das ist auch gut so, da es auch sehr viele verschiedene Mannschaftskonstellationen gibt. Felix Magath beispielsweise ist ein absoluter Verfechter von Konditionstraining. Fußball spielen könnten sie alle, deshalb seien sie in einer der besten Ligen der Welt. Aber sie müssten obendrein fit sein. Am besten fitter als der Gegner, pflegt Magath zu sagen. Und wenn man sich gestern Wolfsburg angesehen hat ist man geneigt, dem ehemaligen Europapokalhelden des HSV Recht zu geben. Denn der VfL drückte ab der 60. Minute kontinuierlich. Dass es am Ende nur zu einem irregulären Tor gereicht hat – umso bitterer für den HSV.

Rene Adler, dessen Worte höchstselten bis nie undurchdacht sind, hatte sich darüber ebenso aufgeregt, wie er zuvor die Trainingseinheiten gelobt hatte. „Sensationell“ habe die Mannschaft trainiert, sagte er uns in der Runde – und erstaunte mich. Denn das, was die Mannschaft auf dem Platz machte, war sicher oft nett anzusehen – es hatte aber mit Anstrengung nur selten (bei intensiveren Spielen auf verkürztem Feld beispielsweise) zu tun. Die normalen Krafteinheiten fanden nicht öffentlich statt. Beim 1:0 gegen Mainz saß ich neben Dieter und Linne (Matthias Linnenbrügger, inzwischen Mopo), die sich darüber ärgerten, dass der HSV Mitte der zweiten Hälfte einzubrechen schien. Ein Zustand, der sich seitdem in allen Spielen hielt. „Ich habe gemerkt, dass bei mir zum Ende die Kräfte gefehlt haben“, sate Dennis Aogo nach dem 1:1 in Wolfsburg und fügte kritisch hinzu: „Unser Spiel ist sehr laufintensiv, wir versuchen alles in allerhöchstem Tempo. In der zweiten Hälfte waren wir leider oft einen Schritt zu spät.“ Und das, obwohl sich der HSV seit dem frühen Pokal-Aus in Karlsruhe nur in einem Wettbewerb befindet. Mehrfachbelastung? Fehlanzeige. Ob in letzter Zeit zu wenig Krafteinheiten absolviert werden? „Wir arbeiten viel drinnen“, entgegnet Trainer Thorsten Fink, der seither immer die erste Einheit der Woche im Kraftraum absolviert. Und eigentlich müsste Champions-League-Sieger Fink die richtige Balance zwischen Kraft- und Technikeinheiten noch aus eigener Erfahrung abschätzen können.

Insofern bleibt es Spekulation, woran es liegt, dass die Mannschaft immer ab der 60. Minute einen Gang zurückschalten muss. Ebenso spekulativ ist, wo die vermehrt vorkommenden Muskelverletzungen herrühren. Denn: Nach Rafael van der Vaart und Heung Min Son hat es binnen drei Wochen mit Maxi Beister den dritten Spieler im Spiel erwischt. Der Torschütze aus den letzten beiden Spielen zog sich in Wolfsburg einen Muskelfaserriss im hinteren linken Oberschenkel zu. Der Linksfuß fällt somit sicher gegen Hoffenheim am Freitag aus. Zudem ist sein Einsatz gegen Leverkusen im letzten Hinrundenspiel am 15. Dezember mehr als fraglich.

Bitter.

Und das große Glück für Heung Min Son, der seine Rolle als gesetzter Angreifer verloren zu haben schien. Artjoms Rudnevs und Beister hatten mit zwei Toren und einem Assist ein effektives Doppelpack im Angriff abgegeben und ihre Chance somit genutzte. Ganz im Gegensatz zum Südkoreaner, der gegen Wolfsburg nach seiner Einwechslung wie ein Fremdkörper wirkte. 13 Ballkontakte hatte Son, führte gerade mal 3 Zweikämpfe binnen 40 Minuten. Wert am unteren Limit. Dass selbst Adler als Torwart in 90 Minuten mehr lief (5,39 Km) als Son (4,66) in 40 Minuten als Feldspieler – bezeichnend. Zumal Son in einer Phase mitwirkte, in der die Mannschaft vermehrt Läufe insbesondere der gerade erst frisch eingewechselten Spieler gebraucht hätte.

Dennoch, trotz der schlechten Daten wird Son am Freitag voraussichtlich im Angriff beginnen. Zumindest deutete Fink an, sein System beibehalten zu wollen. Und nach Beisters Ausfall bliebe die Wahl zwischen Marcus Berg und Son. Und da hat Son dann nachweislich noch die Nase vorn. Der Südkoreaner, der zuletzt dem öffentlichen und aus meiner Sicht stark übertriebenen Hype um seine Person ein wenig erlegen schien, ist und bleibt ein großes Talent. Wobei ich hier gern die Worte von Frank Mackerodt aus dem „Matz-ab-Live“ vom Sonntag aufgreifen will, der da sagte, dass die Entwicklung beim HSV nicht ausreichend zu erkennen sei. Denn eines der besten Beispiele dafür ist in meinen Augen Son. Trotz der Tore.

Denn Son versteht sich noch immer nicht auf Defensivarbeit. Der Südkoreaner führt Zweikämpfe, die er so nicht mal gegen Landesligisten gewinnen würde. Offensiv lässt sich Son mit kleinen Remplern aus dem Tritt (oder zum Fallen) bringen. Und defensiv ist das kaum besser. Immer wieder zieht Son das Tempo an, als sei er festen Willens, den Ball zu erobern. Er läuft seinem Gegenspieler hinterher, holt ihn dank seiner zweifellosen Sprintstärke oft – aber er stoppt unmittelbar bevor er ihn erreichen würde. Son scheint Defensiv-Zweikämpfen regelrecht aus dem Weg zu gehen.

Weil er es nicht kann?

Es sei nicht unbedingt die Mentalität des Südkoreaners, defensiv zu arbeiten hatte uns Frank Arnesen mal erklärt und im selben Atemzug betont, dass Son das dennoch schnellstmöglich lernen müsse. Immerhin ist diese Schwäche Sons Achillesferse. Bei seiner Schussstärke links wie rechts, seiner außergewöhnlich hohen Ballfertigkeit und seiner Schnelligkeit hat Son beste Voraussetzungen als Angreifer.

Nur um eines klarzustellen: Ich halte Son mit seinen gerade mal 20 Lenzen für ein riesengroßes Talent. Allerdings ist das HSV-Spiel derzeit eher auf Lauffreudigkeit der zwei Spitzen ausgelegt. Und daran muss sich auch Son halten. Also komplett anders, als er es in Wolfsburg versucht hat. „Wir wollen früh Druck machen“, sagt Fink, „und das beginnt defensiv schon ganz vorn.“ Soll heißen: Wenn der Gegner den Ball hat, sind die beiden Angreifer sind die ersten Verteidiger. Eine Disziplin, die nur die allerwenigsten Angreifer mögen…

Allerdings ist diese Taktik, wenn sie denn auf dem Platz so umgesetzt wird, äußerst effektiv. Insbesondere gegen verunsicherte Mannschaften wie den VfL – und ziemlich sicher auch die TSG aus Hoffenheim, die gerade heute (leider!) ihren Trainer Markus Babbel entlassen hat (ich würde wetten, dass Felix Magath sehr bald in Hoffenheim Thema wird…) Sollte der HSV die ersten Minuten wieder ähnlich stark beginnen wie gegen Schalke und Wolfsburg und dazu noch die sich jeweils gebotene Chance zum 2:0 nutzen dürfte es den nächsten Dreier in der Imtech-Arena zu feiern geben. Wenn Son den Beister macht.

In diesem Sinne, bis morgen. Da wird um 15 Uhr an der Arena trainiert.

Scholle

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