Archiv für das Tag 'Lattek'

Vor dem Abstiegs-Endspiel in Lautern

29. März 2012

Diesmal die erfreuliche Nachricht zu Beginn des Beitrags:
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den HSV wegen mangelnden Schutzes des Gegners mit einer Geldstrafe in Höhe von 30 000 Euro belegt. Während des Bundesligaspiels zwischen dem HSV und Werder Bremen am 18. Februar war aus dem Hamburger Zuschauerblock in Richtung des Bremer Spielers Marko Marin ein Getränkebecher geworfen worden, in dem sich ein Feuerzeug befand. Marin wurde von dem Wurfgeschoss zwar getroffen, ging kurz zu Boden, trug aber keine Verletzung davon.

Erfreulich deshalb, weil es ja auch eine etwas härtere Strafe hätte geben können. Und damit ist nicht nur das Finanzielle gemeint. Geld hat der HSV ja genug, da kommt es nicht so groß darauf an, ob es nun eine sechs- oder doch nur eine fünfstellige Zahl an Strafe gibt. Bitter ist nur, dass die, die hinterher herumquaken, dass sich der HSV keine neuen Spieler mehr leisten kann, nach Herzenslust mit dem Geld des Klubs spielen. Aber das lasse ich lieber, Geld ist ja ohnehin ein ganz besonderes Thema (bei „Matz ab“) – und bei den Bilanzen kann der HSV ganz sicher noch viele, viele weitere Strafen mühelos aus der Portokasse bezahlen . . .

Nun gut, es gibt in diesen Tagen ja auch noch die etwas anderen Sorgen um die Raute. Das Reizthema wird auch „Abstiegsgefahr“ genannt. Und da steht am Sonnabend bekanntlich ein ganz schweres Spiel auf dem Programmplan: Kaiserslautern. Was mich an dieser Partie jetzt schon total nervt ist die Tatsache, dass ich überall nur höre: „Wir haben noch sieben Spiele vor der Brust. Und nach den 90 Minuten in der Pfalz immer noch sechs.“ Das mag ja wahr sein, aber im Moment kann und darf es nur dieses eine Spielchen geben, nur dieses eine. Und das ist als absolutes Endspiel zu betrachten. Der HSV spielt beim Tabellenletzten um den Klassenerhalt. Dort muss gewonnen werden. Und dort kann eigentlich auch gewonnen werden, denn der 1. FC Kaiserslautern ist nun mal die schlechteste Mannschaft der Liga. Wenn nicht dort gewinnen, wann dann? Gegen wen dann? Da ist es total egal, dass es hinterher noch sechs weitere Spiele geben wird. Spiele, die ganz sicher nicht leichter sind, als das vom kommenden Sonnabend.

Witzig finde ich, oder besser: Kurios finde ich, dass mit Marcus Berg nun innerhalb des HSV ein Strohhalm gefunden wurde, der vor Wochen noch gar keine Option gewesen ist. Der Schwede war jenseits von Gut und Böse, er fiel nur durch magere Trainingsleistungen auf, die sogar sein Trainer festgestellt hatte. Nun aber wird genau dieser Berg zum großen Hoffnungsträger. Ein Schuss und ein daraus resultierendes Tor hat dafür gesorgt. Marcus Berg hatte, so hat es mein Kollege Lars Pegelow (NDR 90.3) ausgerechnet, in Wolfsburg exakt 17 Ballkontakte (in 90 Minuten). Einen von den 17 Ballkontakten nutzte er zum 1:1. Das macht den Schweden nun, in dieser prekären Lage des Klubs, so besonders wertvoll.

„Er wirkt sehr selbstbewusst, er hat auch in dieser Woche im Training wieder sehr schöne Tore gemacht – und er braucht für seine Tore auch wenige Chancen. Und wir brauchen so einen Spieler, denn in letzter Zeit hatten wir ja einigen große und gute Chancen, die wir nicht ausgenutzt haben. In Wolfsburg hatte Marcus Berg eine Möglichkeit, und die hat er genutzt, das zeichnet einen guten Torjäger aus. Für uns kann er in den letzten Spielen sehr wichtig sein“, sagt Trainer Thorsten Fink über seinen großen Hoffnungsträger.

Und Marcus Berg? Kann er das alles, was jetzt um ihn herum passiert, alles nachvollziehen? Der Schwede sagt: „Ich habe zwar ein schönes Tor zuletzt gemacht, aber wichtiger ist, dass wir zusammen gut spielen, dass wir die Taktik befolgen und hart kämpfen. Nur das zählt jetzt.“ Zur allgemeinen Lage befindet Berg: „Die Stimmung ist gut, das Training ist hart, aber wir sind locker drauf und haben Spaß. Und bei uns gibt es viele Spieler, die genug Erfahrungen haben, um dieses schwere Spiel zu meistern. Sie haben schon schwere Spiele hinter sich gebracht, so dass sie wissen, was auf sie zukommen wird.“

Was glaubt Marcus Berg, wie kann das Spiel in Kaiserslautern positiv für den HSV laufen? „Das wird ganz, ganz schwer, aber wir müssen die drei Punkte holen, und dazu müssen wir unser Spiel spielen, den Ball lange halten, hart kämpfen.“ Und Tore schießen. Du eine Einheit sein, die Berge versetzen will – und kann.

Dazu traf sich die Mannschaft am Mittwoch im Restaurant „Gallo Nero“ in Winterhude. Essen etwas Nicht-Alkoholisches trinken, Fernsehen, und zwar die Champions League. Und natürlich viel miteinander reden. Manchmal ist das hilfreich. „Das war locker, das war in Ordnung, wir haben in aller Ruhe beisammen gesessen – es war nur schön“, sagt Berg. Gemeinsam sind wir stark. Ob es tatsächlich etwas gebracht hat, das wird der Sonnabend zeigen.

Und wenn nicht? Dann werden die Sorgen in Hamburg noch größer – und in ganz Deutschland ebenfalls. Ich sprach heute mit Udo Lattek, dem einstmals erfolgreichsten Trainer der Welt. Auch er macht sich Gedanken um den Dino: „Ich mache, das gebe ich zu, mir natürlich Sorgen um den HSV, ich weiß aber nicht, ob sich die Leute beim HSV auch Sorgen um den Verein machen. Da habe ich meine leisen Zweifel. Was sich in Hamburg zuletzt alles so abgespielt hat – da hätte ich als Trainer keine ruhige Minute mehr gehabt“, sagt Udo Lattek und fügt hinzu: „Ich weiß auch nicht, ob jeder HSV-Spieler weiß, um was es jetzt geht. Aus der Ferne habe ich oftmals das Gefühl. Dass es dem einen oder anderen Profi wurscht ist, was passiert, denn er wird ja auch jeden Fall einen neuen Klub finden, für den er im Falle des HSV-Abstiegs weiterhin erstklassig spielen kann.“ Dann erinnert Udo Lattek an die vergangene Saison: „So lief es doch auch in Frankfurt. Da hat zur Halbzeit der Saison niemand an Abstieg gedacht, und als es passiert war, da sind die Spieler dann ganz schnell zu anderen Vereinen gegangen.“

So läuft das heute im Profi-Fußball. Udo Lattek hat mit seinen Mannschaften nie gegen den Abstieg kämpfen müssen , kennt er überhaupt ein solches Gefühl? Er korrigiert mich: „Mit Borussia Dortmund habe ich den Abstiegskampf genossen, da wurde ich als Retter geholt – eine harte Zeit. Lieber spiele ich Jahr für Jahr um die Meisterschaft, als noch einmal gegen den Abstieg. Ich habe in Dortmund auch die große Flatter gekriegt, weil man Tag und Nacht damit beschäftigt ist, einen solchen Klub vor dem Sturz nach unten zu bewahren. Keine schöne Zeit für mich.“

Was tippt Lattek für den Sonnabend? Auf Kaiserslautern oder den HSV? Er sagt: „Das ist völlig offen, und da ich beide Klubs lange nicht mehr live gesehen habe, enthalte ich mich bei diesem Tippspiel.“ Immerhin sagt Lattek in Richtung Hamburg: „Der HSV ist etwas ganz Großes im deutschen Fußball, so etwas darf nicht absteigen. Die Mannschaft ist von den Positionen her ganz gut besetzt, sie dürfte eigentlich nichts mit dem Abstieg zu tun haben, aber sie war wohl auch oft genug keine Einheit auf dem Platz – So kam es mir jedenfalls manchmal vor – Und es spielen ja auch immer mal wieder neue Leute, kontinuierlich mit einem Team zu spielen war da nicht viel.“ Dann rede ich mit dem Meister-Trainer über Paolo Guerrero, dass der Peruaner ja jetzt auch ganz schmerzlich vermisst wird. Lattek: „Ich verstehe es bis heute nicht, wie ein Spieler so ausrasten kann. Ich verstehe es nicht. Das ist doch auch eine Sache der Erziehung. Wenn ich an diesen Vorfall, an dieses Foul denke, dann macht es mich krank . . .“

Ganz zum Schluss: Wie denkt Udo Lattek über Thorsten Fink? Lattek sagt: „An ihm kann es nicht liegen, dass der HSV dort unten steht, denn überall wo ich hinhöre, wird er gelobt. Vor allen Dingen in der Schweiz, da wird er mit Lob geradezu überhäuft . . .“

Vielleicht kann man das ja auch irgendwann in ferner Zukunft über Hamburg und Thorsten Fink sagen. Vielleicht.

So, schnell noch ein Blick zum Gegner:

Trainer Krassimir Balakow setzt bei Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern vor dem Abstiegsduell gegen den HSV auf Torschusstraining, Einzelgespräche und eine Prise Lockerheit. „Im Fußball ist Psychologie ein wichtiger Faktor. Wir wollen mit Mut nach vorne spielen und beschäftigen uns nicht mit dem Gegner“, sagte Balakow, der am Donnerstag seinen 45. Geburtstag feierte.

Seit 17 Spielen hat der FCK nicht mehr gewonnen und in dieser Saison erst 17 Tore erzielt.

Und dann noch „Matz-ab-intern“

„Der Allgäuer” schreibt:

PROST – wer trinkt mit mir? Ich habe heute Geburtstag und schon mal auf das neue Lebensjahr angestossen. Das zweite Glass will ich jetzt auf den H S V leeren, damit die Mannschaft in Kaiserslautern das Punktekonto um 3 Punkte füllt. Ich gehe mal ganz fest davon aus auch im 72sten Lebensjahr mit dem HSV in der 1.BUNDESLIGA zu spielen.

Eure Kommentare lesen sich alle, durch die Bank, wie aus dem tiefen dunklem Keller in dem wir zurzeit sitzen und wir hoffen inständig die Tür nach oben noch vor dem Abpfiff der Saison zu finden. Ich bin sicher, wenn wir alle wollen dann finden wir die Tür und sehen wieder Tageslicht in dem wir dann in der nächsten Saison -umgebrochen- ungebrochen wieder auf die treffen, die uns in dieser Saison so manches Mal die Nase gezeigt haben. Ab morgen erhole ich mich für eine Woche in der Türkei und dann geht es aufbauend auf dem Dreier vom Betzenberg in die letzten 6 (END-)Spiele dieser Saison und dann ist Tag der Abrechnung an dem wir auf einem Platz stehen, der den DINO auch in der nächsten Saison in der 1. Bundesliga spielen lässt. (An Geburtstagen sind Wünsche ja nun mal erlaubt!!!!)
Euer Allgäuer.

Von „we_are_family“ kam das:

… Ähnlich klang CEJ zum Thema “Generationen” am Sonntag im Sportclub. Zitat: “…. In erster Linie den Spielern des Mannschaftsrates kommt jetzt eine besondere Aufgabe zu. In erster Linie unser Kapitän Heiko Westermann, der das auch macht, aber auch Drobny, Jaro, Petric und Aogo müssen voran gehen, müssen den 19-jährigen den Weg weisen und motivieren” … – Über wie viele reden wir da eigentlich, die 19 oder jünger sind, die sich seit Wochen um die 18 Plätze im Kader und der Start 11 streiten? ….. Über genau EINEN, nämlich Son! – Gegen Wolfsburg hatte unsere Start11 ein Durchschnittsalter von 26,7 (!) Jahren; der jüngste war mit 22 Dennis Diekmeier! Alle 11 Nationalspieler! (Werder 22,7 (!), Freiburg 23,7 (!).

Wir werden von 3 Spielern in den Abstiegskampf geführt, die – Stand heute – in der neuen Saison nicht mehr beim HSV sein sollen. Dazu Spieler, die im Falle eines Abstiegs und nicht akzeptierter Gehaltskürzungen ablösefrei gehen könnten. Wirkt sich das eher motivierend aus oder besteht die Gefahr eines “Mir doch egal, über MEINE Zukunft brauche ich mir keine Gedanken zu machen”.? … Ich weiß`es nicht. Das alles unter der Leitung von 3 Bundesliga-Neulingen (VV, SpoDi, Trainer), die alle 3 Null Erfahrung im Abstiegskampf haben.

Sonnabend wird richtungsweisend und der Rest der Saison ein Tanz auf der Rasierklinge. Hoffentlich geht es gut!

Und vom HSV-Presseservice kam auch das noch:

Ostern mit der ganzen Familie zum HSV Am Ostersonntag, 08. April 2012, empfängt der HSV das Team von Bayer 04 Leverkusen in der Imtech Arena (Anstoß 17.30 Uhr). Zum Fest der Familie öffnet der HSV die komplette Südtribüne zu Familienblock-Konditionen. Die Preise liegen bei 34 EUR bzw. 25 EUR für Erwachsene und 10 EUR für Kinder. Die Tickets sind wie alle anderen Karten auch im Onlineshop auf www.hsv.de, in den HSV Fanshops, im Service Center in der Imtech Arena, in allen HSV-Vorverkaufsstellen oder über die Telefonhotline 01805 – 478 478 (0,14 EUR/Min. aus dem Festnetz; Mobilfunk max. 0,42EUR/Min.) erhältlich.

Training ist am Freitag nicht öffentlich.

19.16 Uhr

In eigener Sache:
Am Sonnabend wartet eine wirklich nette Überraschung auf Euch, eine absolute Neuheit – nicht nur bei Matz Ab! Mehr dazu im morgigen Blog…

Nachbetrachtung zum 96. Nordderby

19. Februar 2012

Auch das ist Fußball: Otto Rehhagel ist neuer Hertha-Trainer, demnächst wird Udo Lattek seinen erfolglosen Kumpel Jupp Heynckes den beim schwer kriselnden FC Bayern München ablösen, falls Rehhagel dann doch nur so lange wie Michael Skibbe durchhalten sollte, dann stünde schon Erich Ribbeck in den Startlöchern, und Dr. Theo Zwanziger tritt die Wulff-Nachfolge an und wird neuer Bundespräsident. Irgendwie alles unfassbar, was sich so im Lande tut, es ist wirklich fix was los – aber was ist schon fassbar? Ich zum Beispiel kann es immer noch nicht fassen, dass der HSV gegen Werder Bremen verloren hat. Die Schaaf-Truppe hatte in diesem Jahr noch kein Bundesliga-Spiel gewonnen. Und dann waren bei den Bremern solche bekannten Fußball-Größen wie Florian Hartherz, Zlatko Junuzovic, Tom Trybull, Francios Affolter, Lukas Schmitz und Zlatko Ignjovski dabei. Natürlich ist es gegen Werder immer eine besondere Kiste, selbstverständlich ist ein Nordderby etwas Besonderes – aber diesmal standen die Vorzeichen doch eindeutig auf einen HSV-Erfolg. Und dann dies. Dieses erschütternde 1:3.

Zu dem der (äußerlich) gefasste HSV-Trainer Thorsten Fink befand: „Ich war mit der Gesamtleistung meiner Mannschaft sehr zufrieden. Wir haben gefightet, wir haben gekämpft, wir haben nach vorne gespielt, wir haben uns Chancen herausgespielt, wir haben alles getan – so muss eigentlich ein Derby aussehen. Leider haben wir aber einfache Fehler in der Vorwärtsbewegung gehabt, wir hatten einfache Ballverluste, die wir so in der Vorwoche in Köln nicht gehabt haben, und diese einfachen Ballverluste wurden sofort bestraft. Wenn man natürliche solche Fehler macht, dann kann man ein solches Derby nicht gewinnen, wir sind aber trotzdem mit der Leistung, mit der Gesamtleistung, zufrieden. Wir wollten fighten, wir wollten kämpfen, wir hatten einen guten Spielaufbau, haben viele Zweikämpfe gewonnen, das alles haben wir gemacht. Wir haben auch gesehen, dass unser Anspruch nicht der Uefa-Cup ist – ich habe immer wieder gewarnt. Unser Anspruch ist immer noch der gesicherte Mittelfeldplatz – den Unterschied haben wir heute gesehen.“ Später sagte der HSV-Coach auch noch: „Ich lasse mir von niemandem etwas aufschwatzen, wir haben drei, vier Fehler gemacht, aber die Gesamtleistung stimmte, wir haben ein rassiges Derby gesehen. Und Fehler passieren immer wieder, sonst würden wir ja in der Champions League spielen“ Und – auch das noch: „Wenn man ein Derby verliert, dann bin ich nicht glücklich, das ist auch klar.“

Ganz ehrlich: Ich bewundere Thorsten Fink dass er so die Ruhe behalten hat – oder auch immer und in jeder Situation die Contenance bewahrt. Das gilt übrigens für alle HSV-Verantwortlichen an diesem Sonnabend. Hut ab! Keine Panik, keine Hektik, keine Bitterkeit, keinen großen Ärger, keine übergroße Säuernis – der HSV akzeptierte diese verdiente Niederlage sportlich fair und in aufrechter Haltung. Vorbildlich, anerkennenswert, nachahmenswert.

Was aber soll Thorsten Fink nach einem solchen 1:3 schon sagen? Soll er seine Spieler nach allen Regeln der Kunst „zusammenfalten“? Dann würden sie völlig das Selbstvertrauen verlieren. Oder eventuell auch nur „bocklos“ werden und auf Dienst nach Vorschrift umschalten. Damit wäre dem HSV aber gewiss nicht gedient, denn noch sind 14 Punkte einzufahren, damit der Klassenerhalt gesichert ist. Sind jedoch erst einmal diese ominösen 40 Zähler (die zum Nicht-Abstieg berechtigen) auf Hamburger Seite, dann könnten wohl Fink als auch Sportchef Frank Arnesen jedes Mal dann die volle Wahrheit sagen, wenn ihnen danach ist. Bis dahin allerdings muss wohl oder übel „gepudert“ werden. Und das macht Thorsten Fink meisterhaft. Er hat eben das berühmte Gen dafür.

Wobei ich mir gerade vorstelle, wie Werder-Trainer Thomas Schaaf wohl reagiert hätte, wenn das Ergebnis umgekehrt gewesen wäre – und der Schiedsrichter nur zwei Minuten hätte nachspielen lassen. Das wäre ein Aufstand gewesen, aber hallo . . . Zwei Bremer lagen in der zweiten Halbzeit jeweils drei Minuten und länger am Boden. Von Marko Marin an der Eckfahne einmal abgesehen (dazu komme ich später). Und dazu gab es dann auch noch diverse andere Zeitverzögerungen der Bremer. Beim HSV aber nahm man all diese besonderen Umstände ganz gelassen hin. Sportlich fair eben. Und großartig. Allerdings, das ist wohl unbestritten, hätten an diesem Tag ja auch sechs Minuten Nachspielzeit nichts gebracht und am Spielausgang geändert, denn zwei oder drei Tore hätte der HSV an diesem Tag auch bis zum Beginn des Klitschko-Boxkampfes kurz vor Mitternacht nicht mehr geschossen. Was natürlich hypothetisch ist, zugegeben.
Und wenn ich schon dabei bin: Gegen Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer will ich damit nichts, rein gar nichts gesagt haben, denn das hat erstens schon der Herr Schaaf an der Seitenlinie und vor seiner Bank 90 Minuten lang recht ausgiebig getan, und zweitens hat Kinhöfer – das sage ich als (halbwegs) neutraler Beobachter – eine gute Leistung gebracht.

Kurz noch zu der statistischen Seite des 96. Nordderbys:
18:13 Torschüsse für den HSV, 3:2 Ecken für den HSV, 62:38 Prozent Ballbesitz für den HSV, 56:44 gewonnene Zweikämpfe für den HSV, 10:23 Fouls (da war Werder mal vorn), 4:1 Abseits für den HSV, Slobodan Rajkovic hatte die meisten Ballkontakte (99), Werders Bester war Fritz (55), Rajkovic hatte 62 Prozent gewonnene Zweikämpfe, Bremens Hartherz brachte es auf 64 Prozent, Dennis Aogo gab sechs Torschussvorlagen, für Werder war Marin der Führende (drei), Mladen Petric hatte als Hamburgs Bester fünf Torschüsse, Marin brachte es auf vier – und dann standen am Schluss 1:3 Tore für die Bremer zu Buche. Letzterer Wert dieser ansonsten wertlosen Statistik war und ist im Fußball ganz entscheidend.

Die Deutsche Presseagentur (DPA) schreibt heute übrigens:
In dieser Verfassung kann der HSV seine Träumereien von Europa beenden und muss nächsten Freitag bei Borussia Mönchengladbach aufpassen, nicht unter die Räder zu kommen.
Der DPA dann auch noch weiter:
Werder-Trainer Schaaf war während der 90 Minuten unter Hochspannung und kommentierte jede Schiedsrichterentscheidung lautstark. Dabei wird sein aus Verletzungs- und Finanznot geborener Jugendstil bei Werder immer ansehnlicher. Der Coach hatte die junge Garde um Trybull, Florian Hartherz (beide 18) und Zlatko Junuzovic (24) taktisch so gut eingestellt, dass sie mit temporeichem Passspiel durch die Reihen der Hamburger marschieren konnte.

So, zu den Vorkommnissen am Rande (außer der Pöbelei):

Ein Nachspiel könnte der Becherwurf aus der HSV-Fankurve an die Wade von Marko Marin bei einem Eckball haben. „Das ist eine Frechheit. Eigentlich aber sind die Hamburger Fans nicht so“, sagte der Bremer, „das ist trotzdem ärgerlich für den Fußball und ich hoffe, dass es nicht üblich wird, die Gegner auf diese Art zu verletzen“. Marin war bei diesem Eckstoß aufreizend langsam zur Eckfahne gegangen, das brachte einen HSV-Fan wohl zu sehr in Rage, aber aufreizend langsam gehen ist eben erlaubt – so lange es der Schiedsrichter nicht anders sieht. Deshalb ist diese Selbstjustiz wieder einmal blöde, denn sie wird dem HSV wieder einiges an Geld kosten. Wenn schon keine Bengalos in den HSV-Reihen (Werder-Anhänger zündelten sehr wohl), dann tut es eben auch ein mit einem Feuerzeug „gefüllter“ Becher – die Dummen sterben nie aus. PS: Dass Marin, dem in dieser Republik noch nie einer so etwas wie Fallsucht unterstellt hat (oder irre ich da?), von diesem „Treffer“ dann noch (kurz) zu Boden geht, das spricht eine ganz besondere Sprache. Im Prinzip aber muss das jeder Spieler mit sich selbst im stillen Kämmerlein ausmachen, ob er sich auf diese unrühmliche Art und Weise outen oder blamieren will. Es sei denn, die Offiziellen des Vereins reden diesem Spieler (oder diesen Spielern) mal ins Gewissen . . .

Und dann sorgten zwei vor der Partie festgenommene HSV-Anhänger noch zusätzlich für Aufregung. Beide hatten schon Tage (oder einen Tag?) vorher zwei mit Brandbeschleuniger getränkte Fahnen und Transparente in die Arena geschmuggelt und bestens versteckt (glaubten sie jedenfalls), diese beiden Utensilien wurden aber zeitig vor dem Spiel entdeckt – und bewusst in ihrem Versteck liegen gelassen. Als diese beiden Fußball-
Fans der besonderen Art dann kurz vor dem Anpfiff die (un-)sicher deponierten Sachen abholen wollten, griff die schon auf der Lauer liegende Polizei zu. Die Dummen sterben eben nie aus – Teil zwei. Das ist doch alles nur noch unterirdisch. Gehört wohl aber zum Fußballverständnis einiger Leute von heute dazu. Bin gespannt, was das für Strafen gibt . . .

Auch am Rande: Die „Schlagzeilen“ des aktuellen – und immer sehr, sehr gut gemachten (Kompliment, liebe Kollegen!) – Stadionheftes „HSVlive“ lautete diesmal: „Jaro – einer von uns“. Wie trügerisch!

Nicht mehr lange nämlich ist „Jaro einer von uns“, denn der Abschied des tschechischen Dauerläufers ist für den HSV beschlossene Sache. In der Halbzeitpause diskutierten wir (Kollegen fast aller Hamburger Zeitungen) über den HSV, über das Spiel, speziell über das Mittelfeld. Ein (mir bekannter) Kollege befand dann – nicht untypisch: „Der HSV wird sich zur neuen Saison gleich drei neue Sechser suchen müssen, denn so ist das doch nichts Halbes und nichts Ganzes. Den einzigen Sechser jedoch, den du noch gebrauchen könntest, den, ausgerechnet den, den lassen sie laufen. Fußball verkehrt.“

Gemeint war mit dem Einzigen natürlich David Jarolim. Auch diesmal eine Stütze des HSV-Teams. Ich hatte ja gemeint, dass „Jaro“ schon mit gesenktem Kopf auf den Rasen gelaufen sei, weil ja in den Tagen zuvor in allen Zeitungen ausgiebig zu lesen war, dass am Saisonende Schluss ist für ihn, aber meine Vermutung stimmte nicht. „Ich war gut drauf, habe mich auch gut gefühlt. Und ich habe nicht mit gesenktem Kopf gespielt, ganz im Gegenteil, ich werde hier bis zum letzten Spiel alles für den HSV geben.“ Dann fügte der Tscheche noch hinzu: „Es ist für mich nach wie vor ein Traum, dass ich hier noch spielen darf, damit habe ich nämlich schon gar nicht mehr gerechnet.“ Und: „Keine Sorge, ich bin klar im Kopf, weiß meine Situation hier ganz genau einzuschätzen.“

Ganz, ganz am Rande hat er HSV – besser einer seiner Altmeister – an diesem Wochenende einen Rekord eingebüßt. Manfred „Manni“ Kaltz ist nicht mehr alleiniger Rekordhalter in Sachen Bundesliga-Eigentoren. Der Mainzer Noveski (der, an dem Eljero Elia bestimmt immer denken wird) zog im 1:1-Spiel gegen Hoffenheim mit seinem sechsten Eigentor in der Liga mit dem HSV-„Flankengott“ gleich.

So, und dann bin ich auch durch (das muss aber noch!): Tolgay Arslan, in der 72. Minute für Jacopo Sala eingewechselt, war für mich ein Lichtblick an diesem ansonsten sehr trüben 18. Februar 2012.

Morgen, am Montag, ist kein Training im Volkspark. Um 15 Uhr aber trifft der HSV auf dem Trainingsplatz auf den FC Kopenhagen.

16.25 Uhr

Komplimente, Komplimente!

22. August 2010

„Familientreffen“ in München. Bastian Reinhardt und ich stiegen am Vormittag aus dem Flieger und stellten fest, dass wir nichts gesehen hatten. Und er auch nicht: Wolfgang Stark. Der Schiedsrichter aus Landshut flog zurück in die Heimat, der HSV-Sportchef zum Doppelpass. Natürlich sprachen wir über das Spiel. Zwei HSV-Tore, zwei Gelbe Karten. Bitter. Weil zweimal so gejubelt wurde, wie es nicht erlaubt war. Ruud van Nistelrooy und Ze Roberto sprangen jeweils über die Bande und liefen die Treppe hinauf zu den Fans, um mit ihnen zu feiern, Das ist verboten. Neu? Stark sagte: „Nein, nein, das ist schon immer so. Die Spieler wissen das auch, dass sie das nicht dürfen.“ Ihr werdet Euch erinnern: Als van Nistelrooy sein Gelb kassierte, legte er seinen Kopf an die Brust des Unparteiischen, umarmte ihn dabei und sagte: „Ich weiß es ja, ich weiß es ja.“ Aber schön war es doch. Und es ist wirklich jammerschade, dass so etwas bestraft wird – du armer, armer Fußball!

So, zum Familientreffen gehörte aber nicht nur der gute Schiedsrichter (hat er einen Fehler gemacht? Ich konnte keinen erkennen!). Mittags, vor dem Abflug lief uns erst David Jarolim über den Weg. Der Ex-Kapitän auf dem Weg nach Prag, zu seiner hochschwangeren Frau. Was „Jaro“ zu erzählen hatte, war schon etwas pikant: „Ich weiß nicht, wer es mir gesagt hat, aber angeblich soll Paul, die Krake, den HSV als Deutschen Meister auserkoren haben.“ Wenn das stimmen sollte . . . Haut rein, Jungs, Ihr seid schon auf einem guten Weg, jetzt müsst Ihr nur noch die restlichen 33 Spiele möglichst ungeschlagen überstehen, damit „Paul“ wieder richtig liegt.

Der dritte Bekannte, den wir dann noch trafen, war Benny Lauth. Der flog mit 1860 nach Düsseldorf, die Münchner spielen morgen in Bochum um Zweitliga-Punkte. Ich habe den ehemaligen HSV-Stürmer schnell noch einmal gelobt, weil er im Testspiel vor einigen Wochen gegen den HSV (in Schwaz in Österreich – sorry und danke) eine wirklich gute Leistung gebracht hatte. Obwohl ich einschränkend auch sagte, dass damals David Rozehnal auch nicht seinen besten Tag gehabt hat. Lauth darauf mehr zu Bastian Reinhardt als zu mir: „Ja, der Rozehnal hat ohnehin wohl ein wenig Pech bei Euch . . .“ Kann man so sehen.

Bei der Gelegenheit: Ich will gar nicht mehr über den Doppelpass reden. Nur so viel: Bastian Reinhardt wurde von Moderator Jörg Wontorra und den Machern der Sendung für seinen prima Auftritt sehr gelobt. Und ich habe Udo Lattek und meinem Freund „Manni“ Breuckmann einige Autogrammkarten aus ihren Kreuzen geleiert. Wer daran Interesse hat, der möge es bitte bei seiner Antwort beim neuesten Gewinnspiel vermerken, sie werden Euch dann zugeschickt.

So, nun aber zum Schalke-Spiel. Um noch einmal ein dickes Kompliment, das gestern vielleicht ein wenig zu kurz gekommen ist, los zu werden: Ihr Fans wart fantastisch, grandios, einmalig, sensationell! Welch eine Unterstützung, welch eine Lautstärke! Traumhaft. Kommentar von Armin Veh: „Es war wunderbar. Ich habe als Gästetrainer schon immer die Atmosphäre genossen, besonders wenn wir gewonnen haben. Aber auch bei Niederlagen, denn die Stimmung hier ist wirklich überragend. Und wenn du dazu noch so viele Schalke-Fans im Stadion hast, die auch noch richtig laut sind, dann ist es als Zuschauer etwas ganz anderes als die WM in Südafrika mit der Tröterei.“ Überhaupt kein Vergleich. Ich hatte das Gefühl, dass es in der Arena diesmal noch lauter war als sonst.

Es war ja auch eine Werbung für die Bundesliga, was dort auf dem Rasen ablief. Kompliment an beide Mannschaften, besonders aber an den HSV. Die nackten Zahlen belegen die Überlegenheit des HSV. 18 Torschüsse gegen 13, sieben Ecken gegen 4, 16 Flanken gegen neun. Ballkontakte waren 50:50, in den Zweikämpfen lag der HSV mit 58 Prozent recht deutlich vorn. Schalke führte nur in der Foul-Liste mit 16:12. Die meisten Torschüsse gaben Mladen Petric und Ruud van Nistelrooy ab, jeweils sechs.Raktic brachte es nur auf drei, war damit bester Schalker. Er führte auch in der Wertung der Ballkontakte (93), bester HSV-Spieler hier Jarolim mit 87. Sieger in Sachen Zweikampfstärke, und nun genau hinsehen: Guy Demel (74 Prozent). Wenn das nicht erfreulich ist.

Ohnehin gab es ja viele erfreuliche Aspekte für den HSV in diesem Spiel. Der „Veh(l)-Start“, der von vielen (oder auch nur einigen?) prophezeit worden ist, trat nicht ein. Der HSV engagiert, konzentriert und diszipliniert auf. Auch dafür ein dickes Kompliment, denn in Torgelow und zuvor gegen Cottbus hattees noch ganz anders ausgesehen. Und: Alle Fans, die an Trainer Veh gezweifelt haben, müssten spätestens jetzt ins Grübeln kommen. Motto: “Kann es der Veh vielleicht doch besser, als ich gedacht habe?” Ich bin davon überzeugt. Der Mann ist die Ruhe selbst, er weiß genau, was er will, und die Spieler folgen ihm offensichtlich. Das war zwar auch vor einem Jahr, bei Vehs Vorgänger, der Fall, aber damals nutzte es sich schnell, viel zu schnell ab. In dieser Saison, auch da lege ich mich fest, wird das nicht passieren. Weil der HSV erstens nicht nur eine gute Mannschaft hat, sondern auch eine starke Ersatzbank – Veh hat also immer die Wahl. Und zweitens lässt sich Veh nicht auf der Nase herumtanzen. Er hat einfach Ahnung und Erfahrung, dieser Coach weiß, wie es zu laufen hat – Kompliment, Herr Veh.

Dass er es kann, das kann ich auch anhand eines Beispiels belegen: Zu welchem Thema könnte Armin Veh folgenden Beitrag gesagt habe: „Ich bin Trainer hier, und die Spieler haben da zu spielen, wo ich sie hinstelle.“ Ja, zu welchem HSV-Profi passt das? Genau. Zu Mladen Petric. Der Kroate hatte nach dem Spiel gesagt: „Ich mache gerne die Drecksarbeit, so lange es am Ende dazu führt, dass die Mannschaft Erfolg hat. Aber bald kann ich auch für den Marathon melden . . .“ Das hat er nicht im Bösen gesagt. Er hat sich so geäußert, weil er jetzt plötzlich, in einer neuen Rolle, viel mehr laufen muss, viel mehr nach hinten arbeiten muss. Petric sieht sich ansonsten ja mehr ganz vorne, dort, wo jetzt van Nistelrooy spielt. Weil Petric meint, dort am besten Tore machen zu können. Dazu Veh: „Wenn man aus der Position, auf der Mladen zum Einsatz kam, keine Tore machen kann, dann kann ich das alles nicht nachvollziehen.“

So, und damit erst einmal Ende dieses Themas. Aber, so vermute ich auch, Fortsetzung folgt.

Erfreulich an diesem Spiel und diesem Sieg waren aber auch andere Dinge. Zwei ganz große „Sorgenkinder“ trumpften riesig auf: David Jarolim und Jonathan Pitroipa. Mein Komplimet an diese beideen Spieler. Es waren vielleicht zwei Auftritte, die bei einigen HSV-Fans auch dazu führen könnten (oder sollten?), ihre absolut kritische Haltung gegenüber diesen beiden HSV-Profis noch einmal zu überdenken, gegebenenfalls sogar zu revidieren? Schön wäre es. Wobei im Falle Jarolim eigentlich die Aussagen von Armin Veh, der den ehemaligen Kapitän bei Amts-Beginn eigentlich nicht so recht auf dem Zettel gehabt hatte, ihn nun aber als Vorbild-Profi lobt und hinstellt, zu denken geben sollten. Der Trainer ist ja nun absolut unverdächtig, Partei für einen Spieler zu ergreifen, der beim eigenen Anhang nicht nur Freunde hat. Diesmal müssen aber eigentlich „Freund und Feind“ anerkennen, dass Jarolim eine erstklassige Leistung geboten hat.

Wie natürlich auch Ruud van Nistelrooy. Als er zu Saisonbeginn im (Lauf-)Trainingslager auf Sylt immer nur hinterher lief, dachte nicht nur ich bei mir: „Das wird nichts mehr. Schade.“ Und dann dieser Wandel, dieser Einsatz des Niederländers, dieser Kampfgeist, diese Aufholjagd, die Lust am Job, diese Freude am Fußball. Kompliment, Ruud van Nistelrooy, das ist wirklich Weltklasse. Und dabei ein so vorbildlicher Profi und auch noch ein netter, authentischer und volksnaher Star. Und Kompliment auch an den HSV, zu Jahresbeginn voll auf die Karte van Nistelrooy gesetzt zu haben – obwohl es schon ein großes Wagnis war. Aber, wie hatte der damalige Trainer doch immer wieder betont: „Wir bauen Ruud vor allem für die nächste Saison auf.“ Genau so ist es gekommen.

Und damit auch Mladen Petric noch seine Streicheleinheiten bekommt: Er lief tatsächlich viel (mehr als sonst), er arbeitete für die Mannschaft, dirigierte und motivierte. Für ihn absolutes Neuland, aber er sollte versuchen, sich daran zu gewöhnen. Zu seinem Trost sei dazu noch gesagt: Es ist ja nichts Verwerfliches, wenn man alles für die Mannschaft tut, ackert, rackert, kämpft und spielt. Das machen andere Kollegen ja auch schon seit Jahren (Jarolim). Wenn es dann, Petric selbst hat es ja schon erkannt, immer von Erfolg gekrönt ist, dann hat er, dann hat der Trainer und dann hat auch das Team alles richtig gemacht. Ich jedenfalls kann für mich feststellen, dass ich mit Mladen Petric in der neuen Rolle durchaus zufrieden war. Wobei ich auch festhalten möchte: Sein Ersatzmann Paolo Guerrero hatte später dann auch noch einige ganz feine Szene.

Das aber ist ja nur ein großer Vorteil für den HSV. Und wer weiß, vielleicht hat „Paul“ ja doch recht, am Ende der Saison?

20.15 Uhr