Archiv für das Tag 'Labbadia'

Die Mitgliederversammlung – harter Gang oder Überraschung?

13. Juni 2015

****Joe Zinnbauer übernimmt zur neuen Saison wieder die U23***

Na denn, der HSV will einen Ösi-Angreifer, der sich beim Ortsrivalen nicht durchsetzen konnte, dafür aber in Bochum positiv auffiel. Und er will voraussichtlich im Herbst den Vertrag mit Bruno Labbadia verlängern – und sagt das heute schon mal so an.

Oh Mann. Den ganzen Beitrag lesen »

van der Vaarts leiser Abschied

12. Juni 2015

Während die Meldungen über Spielerwechsel in der Bundesliga nur so reintrudeln, gibt es vom HSV keinen Vollzug zu melden. Das ist nicht überraschend, und selbst die Personalie Süleyman Koc könnte sich noch einige Zeit hinziehen. Dessen Berater hat Druck gemacht und von einer grundsätzlichen Einigung mit dem HSV berichtet. Allerdings ist die Ablöse (zwischen 1,5 Millionen und 2 Millionen Euro) noch recht hoch. Nun also baut der Berater Druck auf den SC Paderborn auf, um von den Forderungen herunterzukommen. Ein nicht unübliches Spielchen, schließlich wollen alle Seiten Klarheit.
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. . . der muss zum Dino nach Hamburg!

10. Juni 2015

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Erste DFB-Pokalrunde:
FC Carl-Zeiss Jena gegen den HSV
Barmbek-Uhlenhorst empfängt den Erstliga-Absteiger SC Freiburg
Bernd Hollerbachs Würzburger Kicker treffen auf Werder Bremen
und, so viel Zeit muss sein: St. Pauli gegen Borussia Mönchengladbach
gespielt wird am 7. oder 8. August

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Nichts los im Volkspark – die Ruhe vor dem Sturm

9. Juni 2015

Die Transferperiode hat noch nicht einmal begonnen, und schon ist klar: Der HSV verpasst mal wieder einen gelungene Umbruch. So liest es sich zumindest größtenteils in den Kommentaren in verschiedenen Foren – nicht nur hier. Weil es heißt, Ivo Ilicevic soll einen neuen Vertrag bekommen. Einen leistungsbezogenen Einjahresvertrag, weil Trainer Bruno Labbadia die Chance sieht, dauerhaft von den zweifellos vorhandenen Qualitäten des Offensivspielers profitieren zu können. Vergessen die Verletzungsarie des heute 28-Jährigen, der seit seiner Unterschrift 2011 für den HSV 61 Spiele verpasste, das heißt jeweils 15 Spiele pro Saison im Schnitt. Verletzt.
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Auf der Suche nach dem neuen Herzstück

7. Juni 2015

Champions-League-Finale in Berlin. 75.000 im Stadion, halb Spanien und halb Italien vor den Fernsehgeräten. Es geht um den höchsten Titel in Europa. Am Ende gewinnt der Favorit, freut sich ekstatisch, und der gemeine Hamburger sitzt auf dem Sofa vor der Glotze und denkt sich nur: Regt Euch doch nicht so auf, seid doch nicht so nervös – es ist doch nur Champions League.

Ja, was ist das alles im Vergleich zum Drama in Karlsruhe. Zweifelsohne eine andere Fußballwelt. Den ganzen Beitrag lesen »

Beister ist enttäuscht – wer wird sein Nachfolger?

6. Juni 2015

Das Wetter ist eigentlich viel zu schön, um sich über vereinzelte Kommentare zu ärgern. Deshalb lasse ich es auch und gehe zum – heute kurz und bündig dargestellten – Tagesgeschäft über. Maxi Beister soll gehen, schrieb ich gestern. Und dem ist auch heute noch so. Ich habe inzwischen mit ihm sprechen können und ihn sehr aufgeräumt erlebt. Zu enttäuscht ist der Lüneburger, der einst das neue Gesicht des HSV werden sollte, als dass er lospoltern wollte. „Was soll ich dazu denn schon sagen“, so Beister aus dem Urlaub, „ich hätte mich sehr gern beim HSV angeboten und durchgesetzt. Logisch, dass ich nicht glücklich bin mit der Entscheidung. Ich hatte viel vor. Aber ich muss mit der neuen Situation umgehen und schauen, wie es weitergeht.“ Den ganzen Beitrag lesen »

Aussortiert! Maxi Beister soll sich einen neuen Verein suchen!

5. Juni 2015

Hätte ich gewusst, was der spätere Nachmittag noch bringt – ich hätte sicherlich angefangen mit der Nachricht des Tages. Aber so steht sie am Ende. Hinter Sätzen, die ein Erlebnis der ganz besonderen Art beschreiben…

Denn Dieter hatte sogar Tränen in den Augen, als tatsächlich die Zusage da war: „Dittsche und Uwe kommen, sie haben zugesagt“, sagte er mir am Telefon ganz ruhig, um dann hinzuzufügen: „Ich könnte heulen!“ Das wiederum lag daran, dass Dieter diese Kombination zweier großer HSVer – der eine als HSV-Idol, der andere als HSV-Fan und TV-Idol – seit langem versucht hatte, einzuladen. Letztes Jahr hätte es auch tatsächlich geklappt, wäre da nicht die Relegation dazwischengekommen. Dieses Jahr drohte Gleiches – und doch klappte es, weil sich Olli Dittrich mit Seeler zusammentat und sich den Termin freischaufelte. Ein großer dank dafür – und ein noch größeres Kompliment an Dieter, für den die beiden das ermöglicht haben.

Und während Dieter vor der Sendung schon Tränen in den Augen hatte, war ich danach stolz, an einer solchen Runde teilgenommen zu haben. Und ehrlich gesagt haben Dieter und ich eigentlich nur als Staffage gedient, weil sich die beiden Freunde unterhielten. Das übrigens schon eine halbe Stunde vorher, in der wir über Dittrichs neues Projekt „Schorsch Aigner“ (http://www.ardmediathek.de/tv/Comedy-Satire/Schorsch-Aigner-der-Mann-der-Franz-/Das-Erste/Video?documentId=28690672&bcastId=25304236) sprachen. Dabei spielt Dittrich ein Beckenbauer-Double, das die Wahrheit über den Weltfußballer auspackt. Mehr als empfehlenswert!!

Aber zurück zum Treffen mit den beiden Granden ihres Business’: Dittrich und Seeler wirkten wie zwei Schuljungs, die sich ewig nicht gesehen haben und vor Freude etwas überdrehen. Sie scherzten, lachten – und steckten alle im Tram damit an. Bis es ernst wurde und über den HSV gesprochen wurde. „Oh Mann, es war gerade so lustig“, scherzte Dittrich, der im B-Rang seine Dauerkarte hat und zu den „engagierteren“ Fans gehört. Als der HSV Schalke 2:0 geschlagen hatte und Freiburg in Hannover in der Nachspielzeit auf 1:2 verkürzt hatte, stand ich neben ihm und versorgte ihn über WLAN mit dem Liveticker. Und obgleich ich schon „Puls“ hatte, beruhigte es mich fast zu sehen, wie sehr Dittrich abging. Ähnlich erging es übrigens auch Seeler, also Ilka Seeler. Uwe Seelers Gattin hielt es am Montag nicht mehr aus und musste im Laufe der letzten Minuten die Lokalität „La Veranda“ um den HSV-Fan und Wirt Paco verlassen. „Sie konnte nicht mehr und wollte spazieren gehen“, so Uwe mit einem Schmunzeln, „das Ganze nimmt uns halt alle mit.“ Stimmt. Und obgleich immer wieder gern der Scherz gemacht wird, dass sich Uwe Seeler IMMER Sorgen um seinen HSV macht – es stimmt. Seeler ist vom HSV vollständig eingenommen, er kann sich gar nicht wehren. Trotz des Ärgers um seinen Enkel Lewin. „Darüber spreche ich nicht mehr“, so Seeler bestimmt, „heute ist das Thema abgehakt.“

Nach dem Video, das ich Euch hiermit ans Herz legen möchte, saßen wir noch eine Weile zusammen und diskutierten bei einer guten Portion Chilli con Carne. Dittrich und Seeler parlierten über Franz Beckenbauer und dessen Schulterverletzung bei der WM 1970 in Mexiko. Früher sei sicher nicht alles besser gewesen, aber eben einiges. Unter anderem der Zusammenhalt in Mannschaften. Seeler erzählte, wie sie es früher handhabten. Wenn etwas in der Abwehr nicht lief, „lief ich eben – und zwar nach hinten, um den Rest aufzuwecken. Ich habe manchmal richtig übel geschimpft und bekam nur als Antwort: Geh nach vorn und schieß ein Tor, damit wir gewinnen, den Rest erledigen wir.“

Oft klappte das auch. „Wenn nicht, gab es einen Mannschaftsabend bei dem jeder – und damit meine ich wirklich alle Spieler der Mannschaft – anwesend waren und sagten, was sie stört. Das tat mal weh – aber es war reinigend. Vielleicht ist das ja etwas für heute…“, so Seeler, ehe er hinzufügt: „Aber dafür ist die Zeit wahrscheinlich zu modern. Warum auch immer…“, so Seeler, der ganz offensichtlich große Hoffnungen in Trainer Bruno Labbadia und Vorstandsboss Dietmar Beiersdorfer setzt. Ebenso wie Dittrich.

Vor einigen Wochen hatte ich mich geärgert, als sich Uwe Seeler wieder öffentlich Sorgen um den HSV machte. Nach dem Interview habe ich mit ihm darüber sprechen können und bin mir in sehr, sehr vielen Punkten einig. Nein, das klingt arrogant: In erster Linie höre ich einem Uwe Seeler zu und vertraue auf sein Fachwissen, zumal er völlig frei von dem Verdacht ist, sich selbst in den Vordergrund spielen zu wollen. Der Ehrenspielführer der Deutschen Nationalmannschaft ist einfach ein außergewöhnlich bodenständiger Ex-Weltfußballer mit einer an Leidenschaft grenzender Sympathie für seinen Heimatklub. Kurzum: Seeler ist ein ehrlicher Mensch, dessen Qualitäten der HSV deutlich zu wenig nutzt. Während andere Vereine ihre größten Idole immer wieder einbinden, ist Seeler zwar ein gern gesehener Gast, der in der Loge die Spiele verfolgt. Aber leider nicht mehr, leider…

Wobei ich ehrlich gesagt gar nicht weiß, ob die Stürmer von heute überhaupt zu schätzen wüssten, jemanden wie Uwe Seeler kennenzulernen. Dennoch würde ich solche Treffen arrangieren, um zumindest versucht zu haben, den Spielern die Tradition des Klubs zu verdeutlichen. Denn dafür reicht eine fragwürdige Uhr im Stadion allemal naicht. Nein, wenn der HSV endlich wieder Profil haben will, sollte er seine Vergangenheit zu seinem Vorteil nutzen und den Spielern von heute zeigen, dass sie nicht wichtiger sind als das Bundesliga-Urgestein, das schon deutlich bessere Tage erlebt hat. Der Klub muss der Star sein, nicht die Spieler – egal wie viel sie verdienen.

Apropos Geld, rund zehn Millionen Euro Gehaltseinsparungen muss Peter Knäbel durchsetzen und hat parallel zehn Millionen Euro für Neue. „Täglich 20 neue Namen“ würden ihm genannt, so Mediendirektor Jörn Wolf zum Thema potenzielle Zugänge. Admir Mehmedi war einer der Namen, Oliver Sorg ein weiterer Kandidat für den HSV vom Absteiger SC Freiburg. Und auch beim zweiten Absteiger ist der HSV an einem Offensivmann dran – und das bereits seit der Winterpause, wie in verschiedenen Foren und Zeitungen bereits berichtet wurde. Paderborns Rechtsaußen Süleyman Koc ist demnach im HSV-Visier und könnte ob einer Ausstiegsklausel in seinem bis 2018 datierten Vertrag für rund eine Million Euro Ablösesumme zum HSV wechseln. Gegenüber Goal.com bestätigte Koc etwaige Gespräche mit dem HSV: „Es ist vorstellbar.“

Klar, für den HSV auch. Knäbel forstet sich durch die Absteiger auf der Suche nach einem „Schnäppchen“. Parallel scheinen in der aktuellen Mannschaft kaum Spieler unverkäuflich. Der HSV braucht nämlich nicht nur einen Neuanfang, sondern auch neues Geld. Und dafür müssen Spieler abgebeben werden – obgleich der HSV mit seinen Spielern bislang auf dem Markt eher nicht erste Adresse ist. Mal wieder nicht… „Es muss etwas passieren. Es gibt inzwischen schon mehr Dinge, die sich ändern müssen als Dinge, die beibehalten werden sollten“, scherzte Seeler am Rande und hatte mehr Recht, als ihm lieb war.

Soll sich einen neuen Verein suchen: Maxi Beister

Soll sich einen neuen Verein suchen: Maxi Beister

Denn einen hatte Seeler dabei ganz sicher nicht auf dem Zettel – im Gegenteil: Von Maxi Beister erhoffte sich Seeler mit einer neuen Vorbereitung neuen Schwung. Und so gern ich den heutigen Blog auch allein im Zeichen des Interviews gelassen hätte, diese Nachricht torpedierte dieses Vorhaben: denn dass der Rechtsfuß inzwischen vom HSV mitgeteilt bekommen hat, dass er gehen soll, wusste Seeler zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Fakt aber ist: Maxi Beister hat vom Verein mitgeteilt bekommen, er möge sich per sofort nach einem neuen Klub umsehen – was auch die Personalien Mehmedi und Koc noch nachvollziehbarer wirken lässt.

Haben keinen Draht zueinander: Trainer Bruno Labbadia (l.), und Beister

Haben keinen Draht zueinander gefunden: Trainer Bruno Labbadia (l.), und Maxi Beister (r.)

Was ich hier immer wieder zwischen Zeilen angedeutet habe, hat sich tatsächlich bewahrheitet. Der Offensivspieler spielt in den Planungen des HSV keine Rolle mehr. Schon länger nicht mehr. Auch deshalb wurde er in den entscheidenden Spielen nicht gebracht. Und obwohl ich eigentlich vorhatte, heute das Interview an sich wirken zu lassen und den Blog kurz zu halten, komme ich an einem solchen Hammer natürlich nicht vorbei. Zumal der bis 2016 unter Vertrag stehende Göttinger von bislang allen Trainern als Hoffnungsträger genannt worden war – Labbadia ausgenommen. Der neue Coach scheint keinen Draht zu Beister gefunden zu haben oder schlichtweg nicht auf dessen Qualitäten setzen zu wollen.

Eine Nachricht, die in den nächsten Tagen sicherlich noch für viel Aufsehen sorgen wird. Mich hat sie aus den Socken gehauen – weil ich gehofft hatte, dass man sich in einem vernünftigen Vieraugengespräch schnell auf eine Zusammenarbeit einigen könnte. Offensichtlich war das Gegenteil der Fall…

In diesem Sinne, bis morgen. Dann vielleicht auch mit einer Reaktion der Offiziellen. Ich hatte heute Dietmar Beiersdorfer erreicht, der sich zu der Personalie allerdings nicht äußern wollte. Dennoch bin ich mir ziemlich sicher, dass es in den nächsten Tagen auch vom HSV eine offizielle Reaktion geben wird.

Bis dahin,
Scholle

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