Vorschlag: Ein Orden für die HSV-Fans . . .
8. April 2013
Viele, viele Lesrebriefe, Anrufe und Mails heute – und gestern. Zu viele, sodass ich nicht jedem antworten kann. Vielen Dank aber dafür, es ist ein Zeichen, dass sich noch immer jede Menge HSV-Fans um ihren Club die allergrößten Sorgen machen. Wenn ich auch überrascht bin, dass sie die Zahl derer, die für einen erneuten Trainerwechsel beim HSV plädieren, ständig und sogar – wie ich finde – dramatisch steigt. Irgendwie, das muss ich zugeben, kann ich die Leute ja verstehen, denn es läuft ja zurzeit alles andere als gut, aber dennoch sage ich: Was hat der HSV allein aus den Trainerwechseln dieses Jahrtausends gemacht? Nichts! Null. Keinen Schritt nach vorn.
Mit jedem neuen Coach waren die allergrößten Hoffnungen verknüpft, die jedoch nie gehalten werden konnten. Mal abgesehen davon, dass ein Huub Stevens dem HSV die Erste Bundesliga gerettet hat, als ich es schon nicht mehr für möglich gehalten hatte. Deswegen trage ich Stevens auch auf Händen, obwohl wir uns menschlich nie nahe waren – eher war das Gegenteil der Fall. Aber da muss man Prioritäten setzen. Er hat hier eine Super-Arbeit abgeliefert, und das ist einfach nur anerkennenswert. Er war ganz sicher einer jener Trainer, die durchaus langfristig für den HSV hätten arbeiten können – aber letztlich haben Leute seines Kalibers dann doch aufgegeben, weil es hinten und vorne sowie oben und unten beim HSV nicht gepasst hat. Und genau darüber sollte nicht nur der Verein mal nachdenken, sondern auch die HSV-Fans, die jetzt schon wieder einen neuen Trainer fordern. Es liegt nicht an Thorsten Fink. Ganz sicher, das muss ich zugeben, macht der noch junge Trainer immer wieder mal Fehler, aber daran liegt es doch nicht, dass der HSV schon seit Jahrzehnten auf der Stelle tritt. Fink allein kann den Umschwung sicherlich nicht schaffen, aber er allein kann es auch nicht bewirken, dass der HSV zugrunde geht. Die gesamte Führung ist jetzt gefragt, und zwar nicht im Rumeiern, auch nicht mit „Hände-in-den-Schoß-legen“, sondern damit, mal ganz gehörig mit der Faust auf den Tisch zu schlagen. Tacheles reden, nicht um den heißen Brei herum, sondern die nackte und schonungslose Wahrheit sagen.
Und die Wahrheit ist doch die: Dieser Fußball, der vom HSV gespielt wird, darf nicht Fußball genannt werden. Weil es einfach nur grottig ist. Und diese Ansprüche sollten alle, die beim HSV unter Vertrag stehen, allemal haben. Endlich mal eine Reihe von Spielen in Folge, in denen nicht gestolpert, gepatzt und gestümpert wird, sondern in denen es zur Sache geht, in denen Tempo gebolzt wird und in denen um den Sieg gespielt und gekämpft wird. Und endlich mal wieder kein Rückpass-Festival. Bitte, bitte, endlich einmal wieder kein Rückpass-Festival. Das ist ja nicht mehr zu ertragen. Diese Hilflosigkeit . . .
Bei der Gelegenheit: Klaus Toppmöller war ja auch mal HSV-Trainer. Er muss wohl doch ein wenig gelitten haben, während dieser Zeit, denn wir erinnern uns eventuell noch daran, was der frühere „Coach des Jahres“ noch vor dem Freiburg-Spiel prognostiziert hatte: „Der HSV wird Freiburg überrennen. . .“
Mein Gott, „Toppi“, ich bin ja schon ein lausiger Vorhersager, aber so daneben . . .
Aber zurück zum Wesentlichen:
Wie oft hieß es in der Vergangenheit, dass dem HSV ja deshalb die Hände gebunden wären, weil die Mannschaft noch im Abstiegskampf steht. Deswegen konnten und könnten keine Disziplinarmaßnahmen durchgeführt werden, deswegen konnte der Club oft keinen Spieler (oder keine Spieler), keinen Versager vor die Tür setzen – sie alle wurden noch benötigt. Jetzt aber wäre die Chance da, sich schon von dem einen oder anderen Profi, der es noch immer nicht verstanden hat, zu trennen. Um auch mal ein Zeichen zu setzen. Der HSV kann nicht mehr absteigen, er könnte sogar seine „Zweite“ spielen lassen, und die würde garantiert auch nur mal 2:9 verlieren – trotz der Tatsache, dass sie nun aus der Regionalliga absteigen wird.
Nein, dieser HSV muss endlich einmal ein Zeichen setzen, sonst tanzen ihm die Profis, die hier für allerhöchstens mittelmäßige Leistungen Millionen wegschleppen, weiter auf der Nase herum.
Und ferner bin ich der Meinung, dass nun auch der Sportchef gefordert ist. Ganz dringend sogar. Frank Arnesen müsste seinem Trainer mal deutlich zur Seite stehen, indem er den Profis einmal den Spiegel vor das Gesicht hält. Solche Gurkenspiele, wie sie in diesem Jahr im Volkspark abgeliefert wurden, dürfen nicht länger beschönigt und auch nicht schöngeredet werden. Nicht länger schöngeredet werden. Jetzt ist die gesamte sportliche Führung gefragt – und nicht nur Thorsten Fink. Der HSV ist wieder einmal auf dem besten Wege, zur Lachnummer der Bundesliga zu verkümmern, es ist fünf Minuten vor Zwölf – jetzt muss etwas passieren. Jetzt. Sofort. Es ist dramatisch genug.
In den vergangenen beiden Tagen haben mir genügend HSV-Fans mitgeteilt, dass sie nicht länger gewillt sind, ihre Dauerkarte zu kaufen. Weil diese Art von Anti-Fußball allmählich auch die treuesten Fans aus dem Stadion treibt. Auf meine Antwort, dass die Sommerpause bis jetzt noch jede Wunde geheilt und geschlossen hätte, wurde mir stets geantwortet: „Diesmal nicht. Diesmal vergesse ich nicht – ganz sicher.“ Ich bin gespannt. Und wenn es so wäre, dann täte mir der HSV zwar leid, aber ich hätte Verständnis für jeden dieser frustrierten Anhänger. Denn wer will ein solches Gekicke, das hier dargeboten wird, tatsächlich noch sehen? Wer kann es noch ertragen? Das müssen Masochisten sein. Das geht doch längst schon über das erträgliche Maß hinaus. Und trotz allem sind immer über 50 000 Gucker im Volkspark, wenn es wieder mal losgeht. Ich bewundere den Langmut der HSV-Fans, allein deshalb haben sie mal einen Orden verdient. Europa hat den Friedensnobel-Preis bekommen, also müsste sich doch auch ein Preis oder ein Orden finden lassen für diese einmaligen HSV-Fans, die immer und immer wieder zu ihrem Club stehen. Obwohl sie in schönster Regelmäßigkeit nur noch Gurkenspiele sehen dürfen . . .
Bei der Gelegenheit: Wann sind Sie, wann bist Du, zum letzten Mal so richtig und über 90 Minuten lang vom HSV im Volkspark aus dem Sitz gerissen worden? Von vielen höre ich dann immer wieder: „Das war beim 4:4 gegen Juventus Turin.“
Nur mal zur Probe: das war am 13. September 2000.
Heute schreiben wir den 8. April 2013.
In Hoffenheim haben sie gleich mehrfach in dieser Saison den Trainer vor die Tür gesetzt. Und? Hat es geholfen?
Auf Schalke hat die Öffentlichkeit lange und lautstark gefordert, den Stevens-Nachfolger Jens Keller wieder zu feuern. Und jetzt? Schalke auf dem Weg in die Champions League. Das sind nur zwei Beispiele – von unzähligen. Und die besten Beispiele hat der HSV ja immer noch selbst in seiner Bundesliga-Historie. Allein seit dem Jahr 2000.
Es stimmt doch überall nicht mehr. Rehden ist dazu ein sehr passendes Thema. Wie kann der mit vielen Profis gespickte HSV II in Niedersachsen 1:4 verlieren? 4:1 und aufwärts hätte ich getippt, für den HSV, als ich hörte, wer dort alles aufläuft. Und dann ein solcher fußballerischer Offenbarungseid. Nach dem 2:9 von München ist das ein weiteres Spiel, nach dem sich jeder der Beteiligten schämen sollten – wochen- und monatelang. Aber wer macht das schon? Nicht einer. Obwohl es nach einer solchen Blamage eigentlich Pflicht wäre.
Es ist ja alles so bitter.
Und dennoch greift niemand ein, erst recht niemand durch. Trostlos.
Im Gegensatz zu den Dortmundern, die Bruna Labbadia zuletzt extra nicht (!) unter Artenschutz gestellt hatte, stehen die HSV-Profis offenbar genau unter diesem Artenschutz. „Die Spieler werden jetzt nicht geschlachtet“, hatte Frank Arnesen nach dem 2:9 noch verkündet. Auch nach dem 0:1 gegen Freiburg wurde niemand und keiner geschlachtet. Immerhin: Ein jeder durfte an diesem Montag darüber nachdenken, und zwar zu Hause, welchen Bockmist er da am Wochenende wieder mal verzapft hat. Das ist ja auch schon mal eine Strafe . . .
Und hoffentlich hat Heiko Westermann diese (Frei-)Zeit genutzt, um seine Zukunft zu überdenken. Er soll ja überlegen, ob er von seinem Kapitänsamt zurücktritt, und ich würde ihm dringend raten: sofort! Nicht noch damit bis zum Saisonende warten. Sofort. Dieses Trauerspiel muss ein Ende haben. Weil diese Mannschaft einen solchen Kapitän, der sich stets in jedem Spiel von Minute eins bis zum Abpfiff den Hintern aufreißt, ganz einfach nicht verdient hat. Da soll sich mal ein anderer mit herumschlagen, der wird dann recht bald merken, dass bei dieser Truppe Hopfen und Malz verloren ist. Die braucht keinen Kapitän, die braucht ein Kindermädchen zum Pudern. Und noch einen Grund habe ich, warum Westermann sofort aufgeben sollte: die Pfiffe der Fans. Er wird es in diesem Profi-Leben nicht mehr schaffen, die HSV-Fans auf seine Seite zu ziehen. Ein Fehlpass, und schon geht diese elende Pfeiferei los. Zum Davonlaufen. Zum Heulen. Das sind schon tolle Fans! Hut ab! Da freue ich mich doch lieber mit einem Michael Mancienne, der im Freiburg-Spiel 80 Prozent seiner Pässe an den eigenen Mann gebracht hat. Super! Herzlichen Glückwunsch!
Nicht auszudenken, wenn mal der eine oder andere Pass nicht zum eigenen Mann gekommen wäre – dann wären das lauter Eigentore gewesen, denn ich habe nur Rückpässe von Mancienne auf Rene Adler gesehen. Die sollte man dann doch tatsächlich beherrschen, ansonsten hätte es mal schnell ein 0:9 gegen können. Und passte Mancienne einmal nicht zu Adler zurück, dann war es ein Querpass auf Westermann. Und der durfte dann, weil es lange genug gedauert hatte, die Kugel – teilweise hart bedrängt – nach vorne kloppen und auf die Pfiffe warten, wenn ein Freiburger auf Empfang war. Mancienne war aber stets fein raus . . .
Ja, so bitter und ungerecht kann Fußball sein.
Hoch lebe der HSV!
Wobei ich mich frage, ernsthaft frage, ob sich Rene Adler nicht längst schon fragt, wo er da eigentlich hineingeraten ist – mit seinem Weg nach Hamburg und zum HSV. Aber das ist noch ein ganz anderes Thema.
Ein ganz anderes ist auch noch der Auftritt von Marcell Jansen im NDR-Sportclub am Sonntag. Endlich mal wieder eine großartige Vorstellung eines HSV-Profis. Hervorragend! Ob sich der Nationalspieler damit allerdings einen Gefallen bei seinem Mannschaftskollegen getan hat, wage ich zu bezweifeln, aber darum geht es wahrscheinlich schon lange nicht mehr. Bei keinem.
Ich fand Jansens Auftritt allein schon deswegen gut, weil er erstens nichts beschönigt hat, und weil er zweitens (im Gespräch mit Moderator Gerhard Delling) nicht ein einziges Mal gelächelt oder gelacht hat. Eben den deprimierenden Umständen angepasst. Was Jansen alles gesagt hat, das ist hier zu lesen, es wurde vom NDR freigegeben:
Jansen: „Schwer, mit so viel Frustration umzugehen”
HSV-Profi Marcell Jansen hat im NDR Sportclub deutliche Kritik geübt. Der Nationalspieler, der seit 2008 beim Bundesligisten unter Vertrag steht, bemängelte unter anderem die Einkaufspolitik der Hanseaten und die damit verbundene mangelnde Konstanz: „Ich glaube, es gibt noch zwei Spieler, mit denen ich vor fünf Jahren beim HSV angefangen habe. Ich weiß nicht, wie viele Trainer, Sportdirektoren und andere Verantwortliche den Verein mittlerweile durchlaufen haben“, sagte der 27-Jährige und ergänzte zur aktuellen Diskussion um Führungspersönlichkeiten im Team: „Wir sind im letzten Jahr mit Ach und Krach vor dem ganz Schlimmen bewahrt worden, spätestens das hätte uns wachrütteln sollen. Aber Führungsspieler kann man sich nicht schnitzen, sondern die müssen vom Naturell so sein. Damit muss man sich auseinandersetzen, ob man danach auch verpflichtet hat – über Jahre.“ Der HSV belegt derzeit den elften Tabellenplatz – und steht dort in Jansens Augen auch zu Recht: „Das ist für mich auch eine Qualitätsfrage, die wir so im Moment nicht regeln können. Namen hin oder her, das schaffen wir nicht auf den Platz zu bringen“, sagte er.
Betroffen zeigte sich der HSV-Profi von der peinlichen Pleite der zweiten Mannschaft der Hamburger, die trotz Unterstützung von sechs Bundesliga-Stars am Sonntag in der Regionalliga mit 1:4 in Rehden verlor und als Tabellenvorletzter akut vom Abstieg bedroht ist. „Es wäre dramatisch für den Verein, wenn die zweite Mannschaft in der nächsten Saison in der Oberliga spielt, weil wir gute, talentierte, junge Spieler zur nächsten Saison bekommen. Wenn die in der Oberliga spielen müssen statt eine Liga höher, ist das sehr problematisch“, betonte der Verteidiger und ergänzte: „Das spiegelt ein bisschen die Situation wider, wie sie insgesamt ist. Da müssen wir Spieler uns auch alle fragen, ob das von der Einstellung her so das Richtige ist.“ Es sei schwierig, mit so viel Frustration umzugehen, meinte Jansen, der auch das geplante Grillen mit den Fans kritisierte: „Der Ernst der Lage in der letzten Saison war um einiges beschissener. Da hätte man überlegen sollen, zur neuen Saison vielleicht ein Grillen zu machen. Aber nicht wenn man 2:9 verliert. Dann ist man gestraft genug. Dann brauche ich kein Grillen. Das braucht kein Mensch.“ Nach dem Heimspiel der Hamburger am 20. April gegen Fortuna Düsseldorf laden die Spieler alle Zuschauer zu Fleisch, Wurst und Getränken ein, um sich nach der 2:9-Klatsche bei Bayern München mit ihren enttäuschten Anhängern zu versöhnen.
Das Grillen braucht also kein Mensch. Und damit lieg Jansen – ebenfalls richtig! Volltreffer! Beendet das Grillen, bevor der 21. April 2013 gekommen ist, denn es würde nur Ärger geben. Auch zu diesem Thema habe ich Anrufe und Mails erhalten. Viele schlagen nur vor: absagen! Und einige beschweren sich, dass sie ihre Gratis-Wurst erst am Tag nach dem Düsseldorf-Spiel erhalten sollen: „Sauerei!“ Weil sie doch von außerhalb kommen, und nicht am nächsten Tag – für die eine läppische Wurst – noch mal nach Hamburg kommen können.
Sollte das Grillen aber stattfinden, dann sollte der HSV allen jenen Fans, die von außerhalb kommen und nicht noch einmal kommen können, eine Wurst nach Hause senden. Gut wäre es auch, wenn diese Wurst dann auf jeden Fall schon mal halb angegrillt wäre, damit es dann mit dem Verzehr schneller klappt. Und noch besser wäre es, wenn es zwei Würste wären, die in den Versand gehen, denn dann könnte man sich ja noch das Mittagessen sparen. Und jeder Zuschauer sollte dann auch vor dem Düsseldorf-Spiel auf der Eintrittskarte ankreuzen können, ob die Wurst mit Ketschup oder Senf geliefert werden sollte. Senf dann der scharfen Düsseldorfer Art, oder doch nur mittelscharf? Und Ketschup mit Paprika oder ohne? Die angekreuzten Karten sollten nach Verlassen der Arena dann in einen Briefkasten an der Ecke Nord-Ost eingeworfen werden . . .
Sorgen gibt es, die gibt es gar nicht.
Deswegen: sagt dieses unsägliche Grillen ab! Bitte. Der Schuss könnte sonst schnell mal nach hinten losgehen
Noch einmal kurz in eigener Sache. Ich wurde für „Matz ab live“ von einigen kritisiert. Was grundsätzlich gut ist, denn das war ja alles auch sachlich. Und nicht ganz unbegründet. Dennoch möchte ich schnell mal erklären, warum was passiert ist – und warum auch nicht. Wer es nicht weiß: Ernst-Otto Rieckhoff (ehemals Schatzmeister und Aufsichtsrats-Chef des HSV) und der frühere Bundesliga-Profi Carsten Kober waren bei „Scholle“ und mir zu Gast, und sie waren sehr gut (auch wenn mir der „Master of Grätsche“ nur Widerworte gab!). Vielen Dank noch einmal auch an dieser Stelle dafür.
Ich wurde kritisiert, dass ich erstens zu viel selbst gesprochen habe, und dass ich zweitens Otto Rieckhoff zu oft unterbrochen habe. Daraus wurde gefolgert: Rieckhoff hätte bestimmt noch richtig ausgepackt, wenn Matz nicht zu viel selbst erzählt hätte, und wenn er ihn nicht so oft unterbrochen hätte.
Dazu möchte ich festhalten: es stimmt. Oder: die Vorwürfe stimmen. Fast jedenfalls.
Wenn ich so viel – oder zu viel – erzählt habe, dann denke ich, dass ich einfach Flagge zeigen muss. Ich möchte, will und kann mich nicht hinter den Meinungen anderer Leute verstecken, ich möchte allen selbst mitteilen, was ich und wie ich über das Spiel und den HSV denke (auch wenn ich es vorher schon im Blog geschrieben habe!). Drauf wartet vielleicht trotz allem der eine oder andere HSV-Fan. Diesmal habe ich, das sei zugestanden, aber vielleicht übertrieben. Wobei das dann eventuell auch am Resultat von 0:1 lag. Weil der HSV doch die Freiburger „überrennen“ sollte.
Zurück zum Thema:
Das mit dem „Auspacken“ von Otto Rieckhoff. Er hätte nicht mehr „ausgepackt“. Das hat er mir noch am Sonntag, also eine Nacht nach „Matz ab live“, versichert. Rieckhoff ist ein HSVer durch und durch, der hätte doch nicht ausgepackt, der hätte niemanden diskreditiert, der hätte doch nicht für Unruhe sorgen wollen. Richtig ist allerdings, dass Otto Rieckhoff noch zwei Dinge ansprechen wollte, es aber dann in der Aufregung um dieses 0:1 „vergessen“ hatte. Auch wohl deshalb, weil die Zeit zu knapp war. Rieckhoff aber hat eingesehen, dass ich ihm gegen Ende der „Sendung“ noch zweimal einen Ball auf die Torlinie gelegt hatte. Da hatte er die Chance, versäumte aber das Verwandeln – weil er diese Chancen nicht erkannt hatte. Ich habe ihm aber zugesagt, dass er das bei passender Gelegenheit noch nachholen darf – bei einer neuen „Matz-ab-live-Sendung“.
Dass ich ihn dann tatsächlich einige Mal unterbrochen habe, das liegt einfach und allein nur daran, dass zu lange Monologe (egal von wem) eine solche „Sendung“ nicht gerade beleben, sondern eher langweilen. Deswegen möchte ich mit meinen (gelegentlichen) Unterbrechungen etwas für Tempo sorgen. Nur das ist der Grund.
Grundsätzlich war es am Sonnabend so, dass ich schon unmittelbar nach „Matz ab live“ von den zuschauenden „Benno Hafas“ und „JU aus Q“ (schwer?) kritisiert worden bin. Wegen meiner Unterbrechungen, wegen meiner Vorträge. Ich ziehe mir den Schuh an, das habe ich schon erklärt, und dann wollen wir mal sehen, wie es beim nächsten Mal wird.
Ich bin aber richtig gut gelaunt wegen der Kritik, zeigt sie mir doch, dass erstens sachlich kritisiert wird (bei der Gelegenheit: vielen Dank an das großartige Moderatoren-Team!), und dass zweitens „Matz ab live“ immer mehr gesehen wird. Vielen Dank auch dafür!
PS: Morgen, am Dienstag, wird um 10 Uhr im Volkspark geübt – und am Abend um 18 Uhr in Lübeck gegen den in Not geratenen VfB gespielt. Da darf sich dann wahrscheinlich die Rehden-Truppe rehabilitieren.
PSPS: Mein Kollege Mirko Schneider hat mir gerade ein besonderes Liedchen zugemailt: „Norbert und die Feiglinge“ mit „Trotzdem HSV“. Passend zur Gesamtlage des Vereins. Sollte man mal reinhören . . .
18.01 Uhr