Archiv für das Tag 'Keegan'

“Dittsche”: “Adler ist ein reiner Titan!”

30. September 2012

„Wir sind alle sehr dankbar, dass unser Verein nicht zwei Wochen früher gegründet wurde . . .“ Bei seiner Begrüßungsansprache in der 02 World-Arena scherzte der HSV-Vorstandsvorsitzende Carl-Edgar Jarchow über die aktuelle Punktausbeute seines Klubs – denn vor einer Woche hatten viele Skeptiker noch befürchtet, dass der Klub ohne einen Punkt in die Feierlichkeiten zum 125. Geburtstag gehen würde. Dieses Horror-Szenario aber blieb dem HSV zum Glück erspart. Nach dem glücklichen 1:0-Sieg gegen Hannover 96 war „ganz Hamburg“ in Partylaune. Fast 12 000 Zuschauer waren nur ein, zwei Stunden nach dem zweiten „Dreier“ der Saison gekommen, um den Ehrentag des Bundesliga-Dinos zu feiern. Ganz sicher gab es spät in der Nacht, das will ich nicht verheimlichen, auch manche kritische Stimme, weil bestimmt nicht alles so rund gelaufen war, wie gedacht oder geplant. Es gab auch manche kritische Stimme, weil das Jubiläums-Programm nicht jedermanns Geschmack war – aber ich kann für mich sagen: Ein toller und gelungener Abend, es waren großartige Künstler dabei, die mir alle uneingeschränkt sehr gefallen haben. Die Geschmäcker sind eben verschieden.

Für mich war es wunderschön – und fast unglaublich, wie viele prominente HSV-Persönlichkeiten zu diesem Festtag mal wieder nach Hamburg gekommen waren. Das war ein Klassentreffen XXXL. Ganz, ganz hervorragend. Wo soll man anfangen, wo soll man aufhören? Als Uwe Seeler vorgestellt wurde, erhoben sich alle Gäste von ihren Sitzen. Und donnernden Beifall gab es, als „uns Uwe“ sagte: „Für mich ist der HSV schon immer alles – das war mein Leben: Erst Schule und Sport – das war der HSV. Nachher Beruf und Sport – das war auch der HSV. Und jetzt als Passiver auch der HSV. Der HSV wird immer der HSV bleiben und in meinem Herzen verankert sein.“

Die Spieler der Meistermannschaft von 1960, Horst Schnoor, Jochen Meinke, Klaus Neisner, Gert Dörfel und Franz Klepacz (der nicht spielte) waren zu diesen Feierlichkeiten gekommen, der schwer erkrankte Erwin Piechowiak fehlte. Ich hatte den Verteidiger noch am Vormittag getroffen, er ist am Freitag aus dem Krankenhaus entlassen worden, es geht ihm den Umständen entsprechend gut. Für dieses Fest aber wäre er noch nicht wieder fit gewesen.

Ansonsten waren die meisten Größe anwesend: Günter Netzer war da, Manfred Kaltz, Horst Hrubesch, Ditmar Jakobs, Holger Hieronymus, Thomas von Heesen, Wolfgang Rolff, Felix Magath, Dieter Schatzschneider, Benno Möhlmann, Hans-Jürgen „Dittschi“ Ripp, Helmut „Ratte“ Sandmann, Rolf Fritzsche, Jörg Butt, Uli Stein, Jimmy Hartwig, Bernd Wehmeyer, Jürgen Milewski, Michael Schröder, Richard Golz, Harry Bähre, Nico Hoogma, Erik Meijer, Harald Spörl, Carsten Kober, Mehdi Mahdavikia, Sergej Barbarez, Peter Lux, Tobias Homp, Stig Töfting, Thomas Doll, Rodolfo Cardoso (wurde er als Bruno Cardoso vorgestellt? Mir war fast so), Caspar Memering, Uwe Hain, Manfred Kastl, Borisa Djordjevic, Ralf Brunnecker und, und, und. Ich habe ganz sicher etliche HSV-Spieler vergessen zu erwähnen, aber es waren ganz einfach zu viele dabei. Ein traumhafter Abend für jeden HSVer.

Kleine aber nicht unbemerkte Begebenheit am Rande: Als in der Halle große und ganz große sowie verdienstvolle HSVer, die inzwischen verstorben sind, auf den Leinwänden gezeigt wurden, da gab es, als das Foto von Werner Hackmann aufleuchtete, viel und herzlichen Beifall. Welch eine große Geste für den Mann, der maßgeblich (neben Uwe Seeler) mitgeholfen hatte, aus dem kalten Volksparkstadion eine neue Arena zu bauen. Hackmanns Ehefrau Ulla war (mit ihrer Tochter) zu dieser Feier gekommen, sie registrierte den Applaus mit stiller Freude. Wie schön, das es im so coolen Profi-Sport auch noch eine solche Herzlichkeit gibt.

Das Gegenteil musste DFB-Präsident Wolfgang Niersbach erfahren, der oft lautstark ausgepfiffen wurde. Dafür habe ich mich geschämt, gebe ich zu. An einem solchen Abend hätten die Fans, die schlecht auf den Deutschen Fußball-Bund zu sprechen sind, besser einmal geschwiegen . . . Ganz nebenbei kenne ich Niersbach schon ganz lange, er war einst ein Kollege (vom Sport-Informations-Dienst SID) und ist ein fabelhafter Mensch. Dazu auch noch ein absoluter Fußball-Experte, der in der ganzen Welt höchste Anerkennung genießt.
Schade, schade, dass es diese Pfiffe gab.

Nicht nur die Pfiffe waren störend, auch der Wechsel von einer Arena in die andere. Zum Einlass der After-Show-Party hatten die Organisatoren eine halbe (!) Tür geöffnet, die Schlange (der VIP’s) wurde lang und länger – mir taten vor allem die frierenden Frauen Leid. Und wer es dann in die Räumlichkeiten geschafft hatte, der war nicht nur geschafft, sondern auch überrascht. Weil Frau und Mann eigentlich keine Chance hatten, umzufallen. Wer irgendeine Schwäche gezeigt hätte, vielleicht ohnmächtig geworden wäre, der hätte keine Möglichkeit gehabt, zu Boden zu gehen. So übervoll war das. Da muss dem HSV irgendein Planungsfehler unterlaufen sein, da waren ganz sicher viel zu viele Gäste geladen worden – aber der Verein braucht eben jeden Euro. Das war massenweise Aufbauhilfe HSV. Aber man kann eben nicht alles haben . . .

Dafür war die Show in meinen Augen gelungen. Die drei Moderatoren Judith Rakers, Alexander Bommes und Johannes B. Kerner, dazu zeitweise Sylvie van der Vaart (sie soll gedacht haben, dass sie den ganzen Abend mitmoderieren sollte?), Carlo von Tiedemann und Dieter Thomas Heck, machten ihre Sache gut. Hamburgs Perle „Lotto King Karl“ hatten einen überragenden Auftritt, dazu der hervorragende Rea Garvay, auch Scooter (ebenfalls super!) war dabei und der einfach nur großartige Olli „Dittsche“ Dittrich, dazu auch Otto Waalkes (der nur langsam in Fahrt kam . . .) und der Kinderchor „Alsterspatzen“ (heißen sie so?). Nein, das alles hatte was und konnte sich sehen und hören lassen. Auch wenn die Show gegen Ende ein wenig an Stimmung einbüßte. Das Bubble-Footballspiel war absolut überflüssig.

Ganz zum Schluss wurde die von der „Bild“ (den Lesern) gewählte 125-Jahr-Mannschaft vorgestellt. Das sind folgende Spieler: Uli Stein, Jupp Posipal, Peter Nogly, Willi Schulz (er fehlte an diesem Abend), Manfred Kaltz, Ditmar Jakobs, Gert „Charly“ Dörfel, Uwe Seeler, Kevin Keegan (er fehlte leider auch – sehr), Karsten Bäron, Mehdi Mahdavikia, Thomas Doll, Thomas von Heesen, Felix Magath, Rafael van der Vaart, Horst Hrubesch, dazu Trainer Ernst Happel (für den Sohn Ernst junior aus Wien erschienen war) sowie Kult-Masseur Hermann Rieger, der an diesem Abend mehrfach stürmisch gefeiert wurde.

Der unumstrittene Star der gesamten Feierlichkeiten aber war ein anderer Mann: Rene Adler, der mit der gesamten Mannschaft zum Geburtstag gekommen war – samt Spielerfrauen (die sogar auch noch ihren Auftritt hatte). Der HSV-Torwart, der zuvor Hannover 96 an den Rande des Wahnsinns gebracht hatte, wurde geradezu enthusiastisch umjubelt und gefeiert. „Wenn Rene so weitermacht, dann wird er bald wieder in der Nationalmannschaft spielen“, prophezeite Uli Stein. Aber zu diesem Thema gab es kürzlich im Hamburger Abendblatt einen Artikel meines Kollegen Alexander Laux:

„Bundestrainer Joachim Löw macht Torhüter Rene Adler Hoffnungen auf ein Comeback in der Nationalmannschaft nach fast zweijähriger Pause. „Bei Rene Adler muss man jetzt mal nach seiner langen Verletzung abwarten. Aber auch ihn werden wir beobachten”, sagte Löw im Interview des Sportmagazins „Kicker”. Für die nächsten vier Länderspiele habe er sich aber auf Manuel Neuer, Marc-Andre ter Stegen und Ron-Robert Zieler festgelegt, während Bernd Leno die Rolle bei der U21 übernehmen soll.“

Löw müsste also, falls sich nicht noch ein Torhüter verletzten sollte (was niemand hofft!), im Hinblick auf die Spiele gegen Irland und Schweden wortbrüchig werden, und das ist kaum anzunehmen. Adler muss sich also noch ein wenig in Geduld üben – aber er wird ganz sicher bald wieder für Deutschland zwischen den Pfosten stehen. Ganz sicher. In dieser Form, in dieser Über-Form gibt es nämlich keinen besseren Torwächter, als ihn. Obwohl der HSV-Keeper absolut und total bescheiden bleibt – in all der Jubelarien: „Es ist ja mein Job, Bälle zu halten, das mache ich nur. Ich spiele ja nicht allein. Alle haben sich gegen Hannover den Arsch aufgerissen. Und ich mag solche heiß und hart umkämpften Siege viel lieber, als wenn man klar und deutlich gewinnt. Die Stimmung im Stadion war hervorragend.“

Eine ganz besondere Lob-Rede hielt an diesem Abend “Dittsche” auf den HSV-Helden zwischen den Pfosten: “Rene Adler ist ein reiner Titan – er ist der neue reine Torwart-Titan.” Und Torhüter-Legende Horst Schnoor befand: “Ich habe Rene kürzlich beim Abendblatt-Interview kennengelernt, er ist ein ganz feiner Kerl. Und als Torwart sowieso überragend, er wird bald wieder bei Jogi Löw sein.”

Solche Sätze sorgten für Super-Stimmung in der Halle natürlich auch. Besonders zu Beginn der Veranstaltung brodelte es auf den Rängen. Aber da schwebten ja auch alle Zuschauer noch auf Wolke sieben, denn sieben Punkte in einer Woche – die sorgten schon für eine besondere Befreiung.

Die gab es auch für Trainer Thorsten Fink: „Ich bin natürlich überglücklich, denn wir haben ja eine recht schwierige Zeit hinter uns.“ Der HSV-Coach lobte nach dem 1:0-Sieg nicht nur Adler, sondern auch den Kapitän: „Heiko Westermann hatte sich beim 2:2 in Mönchengladbach einen fünf Zentimeter langen Muskelfaserriss zugezogen, aber er wollte unbedingt spielen, und er hat gespielt und durchgehalten. Wie er das gemacht hat, das ist mir schleierhaft, aber der Heiko muss eine Art von Ur-Mensch sein. Wie er das trotz aller Schmerzen hingekriegt hat, mit welcher Leidenschaft er gespielt hat, das ist schon sensationell. Und deswegen habe ich ihn diesmal extra mal gelobt.“

Lob verdienten sich diesmal viele HSV-Spieler. Tolgay Arslan zum Beispiel, der ein riesiges Spiel gemacht hat. Fink über den neuen „Sechser“: „Tolgay hat gelernt, den Ball mal abzuspielen. Das muss er jetzt machen, wenn er neben Rafael van der Vaart spielt. Dieses Spiel tut ihm gut, er sieht nun auch, dass man mit ein, zwei Kontakten viel besser spielen kann, als wenn man zu viel dribbelt. Ich habe vorher auch nicht gedacht, dass er defensiv so gut arbeiten kann, aber er kann es, und deswegen bin ich sehr zufrieden mit ihm.“

Für mich etwas überraschend hatte Fink Petr Jiracek auf der Bank gelassen. Der Tscheche war in Frankfurt mit der Witz-Karte des Jahres (von Wolfgang Stark gegeben!) vom Platz gestellt worden, völlig zu Unrecht, und deswegen hatte ich eigentlich erwartet, dass er gleich wieder in der Anfangsformation stehen würde. Denkste. Fink setzte ein Zeichen. Für den Nachwuchs, für die Jungen, für die Talente. Auch das hat ein Lob verdient. Für Jiracek aber tat es mir Leid, denn ohne diese Rote Karte hätte ja wohl er immer noch gespielt . . . „Wenn ein Mann wie Arslan so gut einschlägt, dann sollte man nicht gleich wieder alles auseinander reißen. Es ist doch schön, dass wir mit Petr Jiracek noch einen so guten Mann auf der Bank hatten, dass wir noch so viele starke Spieler in der Hinterhand haben – aber Jiracek ist genau so wichtig für uns wie alle anderen Spieler.“

Zur Leistung von Rene Adler befand der Trainer: „In Mönchengladbach hat er so gehalten, wie er normal halten muss, diesmal hat er uns den Sieg festgehalten. Er hält im Moment top. Und er ist wichtig für die Mannschaft, denn er sagt mal was. Das ist auch wichtig, dass man nicht nur Spiele hat, die stumm wie Fische sind. Er redet mit seinen Vorderleute, er motiviert sie, und er scheißt sie auch manchmal an, wenn es sein muss. Rene ist ein großartiger Führungsspieler.“

Viel Lob vom Trainer erhielten auch die Fans: „Sie haben hier vier Wochen jeden Tag gearbeitet, das ist sensationell, auch deswegen freut mich der Sieg über Hannover besonders, denn sie hätten nichts anderes verdient. Ich habe hier einige Anhänger jeden Tag gesehen, die müssen Urlaub genommen haben, das nenne ich mal einen leidenschaftlichen Einsatz für den HSV.“

Aber das gilt wohl für viele HSVer an diesem Wochenende. Auf dem Rasen und nebenbei, dazu die vielen, vielen fleißigen Hände bei der Gala und danach – vielen Dank.

Ein Satz noch zu Rafael van der Vaart. Er spielte eine sehr gute erste Halbzeit (für mich), dann tauchte er gelegentlich ab. Die Kraft. Drei Spiele in einer Woche, dass war für ihn, der stets ein riesiges (Lauf-)Pensum erledigt, wohl zu viel. Fink über die „23“: „Rafael hat dem Spiel diesmal nicht seinen Stempel aufgedrückt, aber er fightet und geht immer voran.“ Und van der Vaart bekannte: „Das war kein gutes Spiel von uns, Hannover war spielerisch besser. Ab er das ist mir heute egal, es zählt nur der Sieg.“ Über den Fink sagte: „Es war ein dreckiger Sieg, aber auch muss man mal gewinnen können.“

Und zu Artjoms Rudnevs sei gesagt: Der Lette wird immer besser, auch wenn ihm noch lange nicht alles gelingt. Aber er trifft, und das haben einige Experten (des HSV) prophezeit. Macht er erst ein Tor, dann werden andere folgen. Stimmt. So darf der „Rudi“ weitermachen. Was man ihm aber auf jeden Fall attestieren muss: Rudnevs läuft viel, geht weite Wege, geht auch dorthin, wo es weh tut – deswegen ist er schon jetzt sehr wertvoll geworden.

Alles wird gut.

PS: Es gibt noch einen prächtigen Nachschlag in Sachen 125-Jahr-Feierlichkeiten: Der Fernsehsender “HH1″ überträgt am Montag von 20.15 Uhr an über 90 Minuten auch eine HSV-Geburtstags-Gala. An ihr werden viele namhafte HSV-Größen von einst teilnehmen, so sind dabei Horst Schnoor, Jochen Meinke, Thomas Doll und Richard Golz, Horst Hrubesch und Holger Hieronymus, dazu Klub-Chef Carl-Edgar Jarchow, Kult-Masseur Hermann Rieger und “Ober-Fan” Johannes “Jojo” Liebnau. Es wäre schön, wenn ihr einschalten würdet.

PS PS: Am Montag ist trainingsfrei. Sie haben es sich verdient.

16.31 Uhr

Dennis Aogo fällt mindestens 14 Tage aus

12. September 2012

Im Volkspark ist „die Hölle los“. Es gibt keine Ferien mehr, und dennoch gibt es beim HSV-Training täglich mehr Fans. Das Stichwort dafür ist wohl Rafael van der Vaart. Alle lieben „ihren Raffa“, alle wollen ein Autogramm oder ein Foto mit ihm. Doch allmählich wird es ernsthafter, denn demnächst geht es ja um Bundesliga-Punkte: Sonntag in Frankfurt. Und vor diesem so wichtigen Spiel, das ja die Wende einläuten soll, gibt es durchaus einige Sorgen beim HSV. Fest steht, dass Dennis Aogo ausfallen wird. Der Verteidiger hat ein Infekt verschleppt und soll nun 14 Tage total aus dem Verkehr gezogen – und so wieder „aufgepäppelt werden“. Das heißt, dass der Nationalspieler auch für die Partien gegen Dortmund und Mönchengladbach ausfallen wird. Darüber hinaus zittert der HSV auch noch um seinen neuen Mittelfeldspieler Milan Badelj, der erst am Donnerstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen soll. Wenn er morgen dabei ist und die Einheit ohne Schmerzen absolvieren kann, dann sieht es wohl gut aus – aber erst einmal heißt es abwarten.

Um noch einmal auf Dennis Aogo zurückzukommen. Als ich am Dienstag Österreich gegen Deutschland gesehen habe, da dachte ich immer an den HSV-Abwehrspieler. Weil ich Dortmunds Schmelzer im deutschen Team hinten links schwimmen sah. 90 Minuten. Ich dachte so bei mir: „So schlecht habe ich Aogo nie gesehen, wie diesmal BVB-Schmelzer.“ Und ich dachte bei mir weiter: „Wie die Fans der Borussia jetzt wohl über ihren Spieler herfallen? Die müssen ihn doch jetzt vernichten, oder? Bei einer solchen Minus-Leistung? In Hamburg jedenfalls hätten die HSV-Fans Dennis Aogo auf ihre ganz spezielle und ganz eigene Art kritisiert. Wenn man damit ausgekommen wäre . . . Mit kritisiert – meine ich.“

So wie es im heutigen Training aussah, wird wohl Zhi Gin Lam für Aogo verteidigen. Eine kleine Chance auf einen Einsatz hat vielleicht auch Dennis Diekmeier, er später auch „hinten links“ getestet wurde. Auf der rechten Abwehrseite wird, so sah es heute aus, der Niederländer Jeffrey Bruma bleiben.

Ganz vorne gibt es beim HSV auch noch eine – wie ich finde – spannende Frage zu klären. Stürmt der Lette Artjoms Rudnevs, der noch nicht am heutigen Training teilnahm, oder doch Heung Min Son? Der Südkoreaner wurde heute auf jeden Fall auf dieser Position (in der gedachten Stamm-Formation) eingesetzt. Und es würde für mich auch Sinn machen, Son dort einmal einzusetzen, denn er ist schnell und spielstark, und er weiß auch, wo das Tor des Gegners steht. Das konnte er bei seinen Spielen auf der rechten Außenbahn nicht zeigen. Fast nie sogar.

Aber vielleicht wird jetzt, wo der HSV „mit dem kleinen Engel in der Tasche“ spielt, ja alles besser. Die Vorzeichen stehen nicht schlecht, denn im Volkspark ist eine gewisse Aufbruchstimmung unübersehbar. Dank van der Vaart. Er reißt alle mit, er sorgt für neue Hoffnungen bei den Fans, er ist ihr Strohhalm. Das sehen wohl auch die neuen Teamkollegen so. Kapitän Heiko Westermann sagt zur Lage: „Man merkt, dass der Spaß und die Freude wieder zurück sind, dass jeder wieder Lust hat, dabei zu sein, die Stimmung ist jetzt gut. Und wir wissen, dass wir nun eine schlagfertige Truppe haben, und dass es nun darum geht, Punkte einzufahren.“ Noch allerdings steht bei Punkten eine Null, und auch bei den geschossenen Toren: Null.

Dennoch scheinen die negativen Vorzeichen bei kaum einem Fan noch eine Rolle zu spielen. Mit „Raffa“ beginnt eine neue HSV-Zeit, jetzt geht es erst richtig los. Westermann dazu: „Wir haben jetzt drei neue Spieler in unseren Reihen, gestandene Profis, die schon Erfahrungen gesammelt haben. Das merkt man. Allein wenn ‚Raffa’ auf dem Platz steht, das merkt man. Er zieht besonders die jüngeren Spieler mit, nimmt ihnen viel Druck ab. Und auch uns älteren Spielern tut er gut, das ist keine Frage.“

Nach der 0:2-Niederlage in Bremen wurde nicht mehr lange und groß über den erneuten Misserfolg des HSV gesprochen, denn es ging danach nur um van der Vaart. Das war ganz sicher gut für die Fink-Truppe, die so nicht groß mit dem verpatzten Saisonstart konfrontiert, sondern durch den „Star-Einkauf“ ein wenig aus der Schusslinie genommen wurde. Westermann: „Klar nimmt er enorm viel Zug von uns weg. Er zieht enorm viel zu sich hin, und das ist für eine junge Mannschaft auf jeden Fall sehr gut. Und er kann mit dem Rummel, der um ihn herum ist, bestens umgehen, die Stationen Real Madrid und Tottenham haben ihn da sicher abgeklärter gemacht. Die Lasten in unserer Mannschaft sind jetzt auf jeden Fall auf mehreren Schultern verteilt, und das ist gut.“

Gegen Bremen hat der HSV eine gute erste Halbzeit gespielt, hatte im Tempo zugelegt, hatte schneller und ideenreicher nach vorne gespielt. Dann sorgten die individuellen Fehler für die verdiente Niederlage. Trotz allem sollten die ersten guten 45 Minuten für Selbstvertrauen sorgen, denn die Mannschaft hat da gezeigt, dass sie es kann – dass sie es könnte. Und da noch ohne van der Vaart. Und mit einem Milan Badelj, der zur Pause verletzt raus musste, und mit einem Petr Jiracek, der bereits nach zehn Minuten schwer angeschlagen war, dennoch aber bis zum Ende durchhielt. Bei sicherlich nur 70 oder 80 Prozent. All das sollte Mut für Frankfurt machen.

Auch wenn der Aufsteiger mit zwei Siegen sehr gut in die Saison gestartet ist. Heiko Westermann: „Die Eintracht wird ganz sicher selbstbewusst gegen uns auftreten, aber sie ist nicht unschlagbar.“ Und genau das muss der HSV am Sonntag (Anstoß 17.30 Uhr) beweisen.

So, und nun zu einem ebenfalls wichtigen Thema. Geld. Bei „Matz ab“ gab und gibt es immer mehr HSV-Fans, die dem Klub finanziell unter die Arme greifen wollen. Es wurde ja schon vorgeschlagen, dass wir ein „Matz-ab-Konto“ eröffnen, um dort Geld zu sammeln – aber das ist keine Lösung. Ich sprach heute über dieses Thema mit dem HSV-Vorstandsmitglied Joachim Hilke, und der machte folgende Aussagen: „Wir bauen doch jetzt den HSV-Campus, und das ist die Zukunft des HSV. Weil damit die Nachwuchsarbeit untermauert wird. Damit wird eine langfristige Basis geschaffen, um dieses Nachwuchs-Thema auf Dauer erfolgreich zu machen. Und die Chance der Mitglieder und der Fans, für jeden, der den HSV mag, ist die, eine Anleihe zu kaufen.“

Da gibt es zweierlei Projekte. Hilke: „Es gibt die Global-Anleihe, die legen Sie sich in Ihr Bank-Depot. Die kauft man sich einfach über eine Bank. 125 Euro ist die kleinste Anleihe, das geht dann hoch bis 1887 Euro. Wie auch immer, es wird Leute geben, die für 10 000 Euro zeichnen. Bei einer Global-Urkunde gibt es automatisch eine Verzinsung.“ Die zweite Variante klingt ebenfalls sehr spannend. Hilke: „Das ist die Schmuck-Urkunde. Die sieht sehr schick aus, die kann man sich rahmen und an die Wand hängen, und dann schneidet man sich jedes Jahr einen Zins-Coupon ab, und den löst man dann ein und bekommt so sein Geld zurück.“ Der Clou daran: Man muss diesen Zins-Coupon nicht abschneiden, man kann diese Schmuck-Urkunde auch ganz lassen – und dann hat man dem HSV dieses Geld gespendet.
Diese (beiden) Anleihen laufen sieben Jahre; bei der Global-Urkunde gibt es jedes Jahr automatisch sechs Prozent auf das eingesetzte Kapital. Und nach sieben Jahren gibt man die Global-Urkunde zurück und man erhält das eingesetzte Kapital zurück.
Joachim Hilke: „Wer also dem HSV Geld spenden möchte, der sollte es über diese Anleihe machen, genau dafür ist das doch geplant. Dadurch, dass das Geld von außen, von den Mitgliedern und Fans kommt, wird der HSV doch entlastet und kann sein Geld für andere Dinge ausgeben.“

Am 29. September, dem 125. Geburtstag des HSV, beginnt der Verkauf der Campus-Anleihe. Und wie kann man diese zeichnen? Joachim Hilke: „Über die Bank, bei der man sein Konto hat – zum Beispiel. Die Anleihe bekommt eine Wertpapier-Kennnummer, eine so genannte WKN. Oder man geht in den HSV-Fan-Shop, oder man zeichnet sie im Internet unter www.Anleihe-HSV.de. Ganz normal, so als wenn man sich ein Buch kaufen möchte.“

Okay, diese ganze Aktion hat natürlich nichts (oder nur ganz, ganz am Rande) mit der Idee von Klaus-Michael Kühne zu tun – aber, so denke ich, sie hilft dem HSV enorm. Und deswegen halte ich von dieser Lösung auch am meisten. Wer also spenden will, der tut mit dieser Campus-Anleihe schon mal Gutes für den HSV.

Dann noch kurz eine ganz andere Sache. Panini. Es gibt da ja das spezielle HSV-Panini-Album, und das ist ein großer Erfolg. „Unser“ Oliver Wurm, den die meisten von euch aus dem „Sport1-Doppelpass“ und auch von „Matz-ab-live“ kennen (und lieber Kollege von mir) hat dazu geschrieben:

“Das Album wird begeistert aufgenommen. Die Startauflage von 500.000 Tütchen (2,5 Mio Bilder) war nach zehn Tagen vergriffen. So schnell wie bei dieser Kollektion haben wir noch nie nachgedruckt. Nicht mal beim ersten Album „Hamburg sammelt Hamburg”.

Ab Donnerstag sind 500.000 neue Sammeltütchen im Markt! Druckfrisch. Die Botschaft, die wir gerne vermitteln würden: Jetzt einsteigen! HSV-Album jetzt schon Kult! Sammelspaß für alle HSV-Fans von 9-90. Auch Rafael van der Vaart ist bereits mit einem Sticker im Album. Der kleine Engel ist einer von 24 Glitzerstickern und klebt auf der Sammelwelt „Hamburger Weltauswahl” neben Stars wie Kevin Keegan, Sergej Barbarez und David Jarolim. Klar: Schon jetzt ist die Nr. 180 (van der Vaart) einer der begehrtesten Sticker im Album.

Alben und Sticker gibt es an über 1700 Verkaufsstellen in und um Hamburg. In allen HSV-Fanshops. Über den Supporter-Club. Und online unter: www.juststickit.de/shop.
Auch auf der HSV-Geschäftsstelle wird wie verrückt gesammelt. Direktor Dirk Mansen plant, ein voll geklebtes Album ins HSV-Museum zu stellen.”

PS: An diesem Donnerstag wird um 10 Uhr im Volkspark geübt.

19.13 Uhr

“Maxi” Beister im Stile von Jordi Alba . . .

3. Juli 2012

Dem HSV gehen die Zuschauer aus. Aber nur beim Training. Und nur im Vergleich zu gestern. Zum Auftakt waren mehr als 1000 Fans in den Volkspark gepilgert, heute waren es um die 300 bis 400 Kiebitze, die den zweiten Tag erleben wollten. Für die Spieler zwar etwas weniger „Arbeit“, aber immer noch genug: Autogramme schreiben. Sportlich lässt es Trainer Thorsten Fink noch relativ „harmlos“ angehen, soll heißen, dass so richtig Schweißtreibendes noch nicht dabei ist. Noch nicht. Gestern noch hatte Fink ja davon gesprochen, dass es schon bald zur Sachen gehen wird: „Qualität soll ja von Qual kommen . . .“ Im Moment aber hält sich diese Qual noch in Grenzen. Was auch noch absolut verständlich ist, denn das erste Punktspiel findet erst am 25. Oder 26. August statt. Viel Zeit bis dahin, sich in Form zu bringen, viel, viel Zeit.

Das Programm heute im Volkspark: 20 Minuten Zirkeltraining auf dem neuen Platz. Dann 15 Minuten Pass-Übungen, 15 Minuten „sieben gegen drei“, es folgte ein Spielchen über zweimal zehn Minuten. Da spielte eine Truppe (X) mit Sven Neuhaus, Dennis Diekmeier, Muhamed Besic, Janek Sternberg, Dennis Aogo; Jacopo Sala, Matti Steinmann; Macauley Chrisantus, Marcell Jansen; Marcus Berg. Team zwei (Y) spielte mit Rene Adler (Tom Mickel), Michael Mancienne, Zhi Gin Lam, Per Ciljan Skjelbred, Heiko Westermann, Christian Nörgaard, Robert Tesche, Heung-Min Son, Tolgay Arslan, Maximilian Beister, Artjoms Rudnevs. Team Y gewann das Ding 1:0, mit einem „spanischen“ Tor. Son schickte den an ihn in rasender Jordi-Alba-Manier vorbeisprintenden Beister, der legte – frei vor Mickel aufkreuzend – den Ball quer zu Rudnevs, der die Kugel nur noch einnetzen musste.

Nicht nur bei diesem Tor war Tempo drin, auch ansonsten war alles mit „Musik“. Es ging zur Sache, da will sich offenbar schon jetzt jeder beim Trainer zeigen. Im Gegensatz zu gestern (hörte ich von den Kollegen) zeigte Rudnevs, der von den Kollegen offenbar „Rudi“ gerufen und genannt wird, heute keine so herausragende Leistung. Dafür zeigte sich heute „Heimkehrer“ Chrisantus, der von seinen Kollegen „Mecky“ gerufen wird, etwas mehr als noch gestern. Vielleicht hat es ja ein interessierter Verein beobachtet, denn ich denke, dass sich der Stürmer erneut nach einem Klub umsehen muss, der ihn ausleihen will.

Interessant das Trainingsende. „Maxi“ Beister schnappte sich (aus eigenem Antrieb) einen Ball und schoss ihn fast eine Viertelstunde lang immer wieder gegen eine Mauer, von der die Kugel natürlich prompt zurücksprang. Dann war stoppen angesagt, oder das Leder so zu verarbeiten, dass man es spielen kann. Und an einem Tor schoss Dennis Aogo gegen Tom Mickel Freistöße aus 16 bis 20 Metern. Und wie der Nationalspieler sie schoss! Mickel weiß heute beim Einschlafen ein Lied davon zu singen, ganz sicher, denn fast jeder zweite Schuss (okay, fast jeder dritte) landete im oberen linken oder oberen rechten Torwinkel. Das animierte die bis dahin im Gras liegenden Son und Arslan nach zehn Minuten, ebenfalls zu schießen. Freistöße und Elfmeter. Mickel flogen die Bälle nur so um die Ohren. Was ich ganz nett fand: Co-Trainer Frank Heinemann betätigte sich, was er natürlich absolut nicht nötig hätte, als Ballholer (für die Bälle, die dann doch mal vorbeigeflogen waren). Nach 25 „Über-Minuten“ verließen dann auch die letzten Spieler um 17 Uhr den Trainingsrasen – und begaben sich in die Hände der Autogrammjäger.

So, und ansonsten stand der Tag heute ganz im Zechen des 125.Geburtstages des HSV, der ganz besonders begangen werden soll. Der Verein veröffentlichte dazu heute, was bislang geplant ist:

Am 29. September 2012 wird der Hamburger Sport-Verein 125 Jahre alt. Diesen besonderen Tag wird der HSV nicht nur mit einem Bundesliga-Heimspiel in der Imtech Arena gegen Hannover 96 feiern, sondern gemeinsam mit 13.000 Fans und dem Partner NDR auch im Rahmen einer großen rund dreistündigen Geburtstagsgala.

In der benachbarten O2-World werden die Moderatoren Johannes B. Kerner, Judith Rakers und Alexander Bommes durch den Abend führen, der ein Programm aus Show, Talk und Musik bereithält. Neben Künstlern wie Rea Garvey, Scooter, Otto, Olli Dittrich und dem Hamburger Urgestein Lotto King Karl, werden Stars aus Politik und Wirtschaft, Sport, Unterhaltung, Kultur und Helden der HSV-Geschichte von Uwe Seeler über Franz Beckenbauer bis hin zu Kevin Keegan dabei sein.

„Wir freuen uns sehr darauf, gemeinsam mit unseren Fans diese Jubiläums-Gala zu feiern, die den krönenden Abschluss unserer 125-Jahr-Feierlichkeiten bildet. Wir möchten das Beste aus 125 Jahren HSV präsentieren und unseren Fans tolle Unterhaltung bieten mit Comedy, Musik und interessanten Gesprächen”, so Carl Jarchow, Vorstandsvorsitzender des HSV.

Den Zuschauern ist durch den Bau einer speziell für den HSV designten CENTER-Stage optimale Sicht von allen Plätzen garantiert:

https://dl.dropbox.com/u/22897858/125JahreHSV-Buehneklein.wmv

(Urheber: Hassler Made GmbH)

Hier werden u.a. die schönsten Tore der Vereinsgeschichte, die kultigsten Fans und die 125-Jahre-Elf präsentiert, und große Emotionen erlebt. Und auch rund um die O2-World wird es spannende Aktionen geben.

Karten für die Feier kosten zwischen 18,00 und 87,00 Euro. Der Vorverkauf für Mitglieder beginnt am Donnerstag, 5. Juli 2012, im Onlineshop auf www.hsv.de/tickets und im HSV Service Center. Am 12. Juli startet der freie Verkauf im Onlineshop, in den HSV Fanshops, im Service Center in der Imtech Arena und über die Telefonhotline 01805 – 478 478 (0,14 EUR/Min. aus dem Festnetz; Mobilfunk max.
0,42EUR/Min.).

Die Gala findet in Kooperation mit der NDR-Tochter Studio Hamburg statt und wird am 29. September 2012 im NDR ausgestrahlt. Ausführender Produzent ist Rolf Hellgardt von Riverside Entertainment: „Studio Hamburg und den Hamburger Sport-Verein vereinen bereits die Namen – die gemeinsame Wurzel ist die Hansestadt Hamburg. Es ist schön, gemeinsam ein Stück Hamburger Tradition zu feiern.”

„Es soll eine große und einmalige Feier werden, und so viele Fans und Mitglieder sollen daran teilnehmen. Wir wollen den hoffentlich 13 000 Zuschauern in der Halle und den vielen Zuschauern am Fernsehschirm die Gelegenheit geben, mit dem HSV zu feiern. Und wir möchten den HSV in seiner ganzen Vielfalt, also nicht nur mit dem Fußball, sondern auch mit den vielen anderen Sportarten näher erläutern und präsentieren“, sagte Carl Jarchow auch. Sein Vorstandskollege Joachim Hilke befand: „Wir haben noch einige Überraschungen mehr parat, aber zu einem Geburtstag gehören auch Überraschungen, und deswegen halten wir einige Dinge auch noch geheim. Dieser Abend soll auf jeden Fall ein ganz besonderer werden, so etwas wird es dann nicht noch einmal geben.“

Am 8. September spielt die Altliga im Rahmen der Feierlichkeiten in Fallingbostel gegen Ajax Amsterdam. „Zudem wird an jedes unserer über 70 000 Mitglieder eine Festschrift verschickt. Dieses Heft wird im Umfang aber sogar über 125 Seiten haben“, sagt Vorstandsmitglied Oliver Scheel.

Im Gegensatz zum 100. Geburtstag des HSV, der damals mit Udo Jürgens und der Pepe-Lienhard-Band in einem großen Hamburger Hotel feierlich begangen wurde und somit enorm viel Geld verschlang (es wird noch heute davon gesprochen, dass der HSV dafür sein letztes Hochhaus, das an der Rothenbaumchaussee stand, opfern und verkaufen musste . . .), will der traditionell (seit 25 Jahren) finanziell klamme HSV am liebsten noch Geld an diesem Event verdienen. Die auftretenden Künstler erhalten zwar Gage, aber diese Gagen sollen sich entgegen sonstigen Gepflogenheiten in Grenzen halten. Ein netter Zug.

PS: Weil es rund um diesen 29. September auch noch kleinere Feierlichkeiten geben wird, bin ich von dem Gedanken abgerückt, am 28. September ein „Matz-ab“-Treffen zu arrangieren. Darüber sollten wir dann doch noch einmal diskutieren, bevor es damit dann losgehen wird.

Am Mittwoch wird um 10 Uhr im Volkspark trainiert, wahrscheinlich übt dann aber nicht die gesamte Mannschaft, weil wieder Laktat-Tests angesetzt worden sind.

PS: Die Stadion-Uhr hat vorübergehend ihren Geist aufgegeben. Damit sie in Zukunft wieder fehlerfrei laufen wird, erhält sie in diesen Tagen ein neues Werk. Auf die nächsten 50 Jahre!

19.11 Uhr

Letzte Meldung vor Grenze (Tagesgrenze):
Basels Innenverteidiger David Abraham geht nun doch zum FC Getafe nach Spanien, kommt nicht zum HSV. Wer hatte etwas anderes erwartet?

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