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Drei Tore, 3:1-Sieg – Platz drei!

27. Juli 2014

Na bitte, es geht doch! Der HSV schaffte im Spiel um Platz drei des Telekom-Cups gegen Borussia Mönchengladbach einen verdienten 3:1-Erfolg und belegte damit zum Schluss einen versöhnlichen dritten Platz. Alles wird gut? Alles wird gut. Ein besonderes Lob erhielt nach dem Spiel der Kapitän. Trainer Mirko Slomka sagte über Rafael van der Vaart: “Er ist serh agil und schon enorm spritzig, er hat auch eine gute Ansprache innerhalb des Teams – er kommt immer besser in Fahrt.” Sehr, sehr schön. So wünschen sich die Fans dann in ein paar Tagen den ganzen HSV- Den Cup gewonnen hat übrigens der FC Bayern, der gegen den VfL Wolfsburg in den ersten 30 Minuten ein 3:0 schaffte, darunter zweimal Lewandowski – und bei diesem Spielstand blieb es dann auch nach 60 Minuten.

Nach dem 0:0 des Vortags gegen den noch ersatzgeschwächten VfL Wolfsburg startete der HSV am Sonntag mit einem Blitztor gegen Borussia Mönchengladbach. Ecke Rafael van der Vaart, in der Mitte stieg Jacques Zoua in die zweite Etage (!) und köpfte den Ball an die Unterkante der Latte. Von dort prallte der Ball nach unten, an den Rücken von Borussen-Keeper Heimeroth – Tor. Das Nachstochern von Gojko Kacar war unerheblich, die Kugel war schon vorher drin. Und irgendwie gut, dass Zoua als Torschütze gefeiert und angesagt wurde, er hatte diesen Treffer schon verdient . . . Dieses 1:0 geschah in der dritten Minute, aber nur Sekunden später hieß es schon 1:1. Raffael zog an Marcell Jansen und Zoltan Stieber am rechten Strafraumeck vorbei und schoss in die lange Ecke – da wirkte die HSV-Defensive noch ein wenig unsortiert nach dem Torjubel zuvor. Diese beiden Treffer passten aber super zu diesem flotten Spielchen, es war mehr drin, als noch am Tag zuvor bei HSV gegen Wolfsburg.

Wobei das erneute Führungstor des HSV ein wenig kurios fiel. Der eingewechselte Tolgay Arslan setzte den Gladbacher Brandenburger kurz vor dem Borussen-Strafraum energisch unter Druck, der ball kam zu Rafael van der Vaart, der den Ball aus 20 Metern (halbrechte Position) am noch an der Strafraumgrenze stehenden Heimeroth vorbei ins Tor beförderte. Schiedsrichter Bastian Dankert ließ sich auch von nur zaghaft aufkommenden MG-Protesten nicht beeindrucken, er gab den Treffer (21.). War auch in Ordnung so! Dieser Vorsprung wurde auch in die Pause gerettet, obwohl Raffael kurz vor dem Seitenwechsel noch die Querlatte des HSV-Tores traf.

Im zweiten Durchgang kam von den Gladachern kaum noch etwas nach vorne, und wenn, dann stand Heiko Westermann wie ein Fels in der Brandung. Gute Frühform des Abwehrmannes. In der 53. Minute war das Spiel dann entschieden. Brouwers vertändelte den Ball vor dem Strafraum, Milan Badelj lief mit der Kugel bis an den Fünfmeterraum und passte dann quer au den mitgelaufenen Kerem Demirbay, der ohne Mühe aus einem Meter vollenden konnte. Platz drei in diesem Turnier für den HSV.

Der spielte mit folgender Mannschaft: Adler; Diekmeier, Westermann, Kacar, Jansen; Skjelbred (15. Arslan), Badelj; Zoua, van der Vaart, Stieber; Rundnevs. In der Pause kamen Ilicevic, Demirbay und Jiracek für van der Vaart, Jansen und Stieber. Später kamen noch Steinmann für Rudnevs (46.) und Tah für Diekmeier (53.).

Für mich auffällig beim und an diesem HSV: Rene Adler ist schon jetzt in einer sehr guten Verfassung und wieder eine Bank dort hinten. Und Neuzugang Zoltan Stieber macht schon mal gut Alarm auf der linken Seite, der Mann aus Fürth ist eine Bereicherung. Weiterhin stellte Dennis Diekmeier seine schon gute Form erneut unter Beweis. Gut auch, wie schon erwähnt, Westermann und Milan Badelj, der gegen die Gladbacher einige sehr schöne Szenen hatte und insgesamt beweglicher wirkte als noch in der vergangenen Saison. Was ich mich frage an diesem neuen HSV: Was hat Trainer Mirko Slomka mit Gojko Kacar vor? Der spielte erneut Innenverteidiger – eine neue Rolle, oder ist das nur ein Ins-Schaufenster-stellen? Kacar spielte an beiden Tagen hinten durch, machte seine Sache ordentlich. Mir fehlt noch ein wenig die Spritzigkeit, wobeoi ich mich frage, ob die noch kommen wird – oder eben nicht? Und wenn ich an die Innenverteidigung denke, dann frage ich mich natürlich auch, was der Coach mit Jonathan Tah vorhat? Weiter Bank? Oder doch langsam aufbauen und dann rein mit ihm ins kalte Wasser? Letztere Version wäre mir schon lieber.

Drei Dinge noch: Ivo Ilicevic traf nach glänzender Vorarbeit von petr Jiracek noch aus 15 Metern den Pfosten des Borussen-Gehäuses. Pierre-Michel Lasogga fehlte, weil er im Wolfsburg-Spiel einen Schlag auf den Knöchel bekommen hatte, er soll aber morgen (dann in Österreich) schon wieder mittrainieren können. Und Johan Djourou hat Rücken. Wie sich das entwickelt, das muss noch mal abgewartet werden.

Und dann las ich schon einen der ersten Beiträge – zu Zoua. Er hatte “sein Tor” es deswegen verdient, weil er bei diesem Treffer enorm hoch gesprungen ist und auch gut köpfte. Ansonsten bringt es ja nicht so sehr viel, ihn immer wieder zu verdammen, der Mann ist jung – und vielleicht, ja vielleicht lernt er aus seinen Auftritten ja so schnell, dass er doch noch ein vollwertiger Bundesliga-.Spieler wird. Im Moment ist er es nicht, aber die Hoffnung stirbt auch bei Jacques Zoua zuletzt.

Kurz noch zum Finale, das jetzt erst beginnt (Stand nach vier Minuten 1:0 für den FCB). Das Spiel wird gepfiffen von Peter Gagelmann aus Bremen. Das ist der Schiedsrichter, der sich am Vortag erdreistet, zwei (!) Elfmeter gegen den großen FC Bayern zu pfeifen. Darf der das? Nein, natürlich nicht, Das ist der FC Bayern, und der darf auch in einem solchen Pille-Palle-Club nicht benachteiligt werden. Wie sehr die Herren Sammer und Guardiola hinterher auf der Palme waren, das sollte jedem zu denken geben. Jedem. Das war auf jeden Fall, aus Sicht des Fernseh-Zuschauers, eine ganz, ganz schlechte Eigenwerbung für die Münchner, die sich so immer mehr ins Abseits befördern. SAT.1-Reporter Hansi Küpper hatte es am erstemn Tag ganz richtig gesagt: “Wenn die im Angriff befindlichen bayxern diese beiden Elfmeter nicht bekommen hätten, hätten sie noch mehr Theater gemacht.” Und gaenau so ist es. Der DFB und die DFL sollten dem FC Bayern endlich eine eigene Liga geben, damit sie endlich restlos glücklich und unantastbar werden . . . Und ein Wort noch zu Gagelmann, der für mich in den letzten Jahren stets zu den besten Bundesliga-Schiedsrichtern gehörte – und am Ende dieser Saison leider (aus Altersgründen) aufhören muss.

So, das war aus Hamburger Sicht der Telekom-Cup 2014. Der HSV reist morgen früh ins österreichische Trainingslager, genau nach Stegersbach ins Burgenland. Dort bleibt das Team etwas mehr als eine Woche – und kehrt am Vormittag des 5. Augusts zurück nach Hamburg. „Scholle“ wird aus Österreich für „Matz ab“ berichten.

Erfreulich, nein überaus erfreulich verlief der Saison-Auftakt der Regionalliga-Mannschaft des HSV. In der vergangenen Spielzeit ist das Team in Goslar noch böse unter die Räder gekommen, diesmal gab es am ersten Spieltag einen glatten und überragenden 4:0-Erfolg. Ganz stark, meine Herren! Nico Carrier, der zweimal traf, Mohamed Gouaida und Matti Steinmann trafen, bester Vorlagengeber war Tolcay Cigerci. Und dieser Sieg unterstreicht den Optimismus, den einigen rund um die Zweite schon vorher hatte. Der neue Trainer Josef Zinnbauer, noch von Oliver Kreuzer (aus Karlsruhe) geholt, leistet, so ist zu hören, sehr gute Arbeit und hat den Laden offensichtlich super im Griff. Weiter so!

HSV II: Brunst – Götz, Tah, Marcos, Jung, Steinmann, Cigerci (66. Masek), Mende (76. Brüning), Arslan (64. Derflinger), Gouaida, Charrier

Tore: 0:1 Charrier (27.), 0:2 Gouaida (41.), 0:3 Charrier (57.), 0:4 Steinmann (72.) – Zuschauer: 650.

Dann noch ein kurzes Wort zu gestern. Da hatte „Scholle“ etwas zu „Didi“ Beiersdorfer, nämlich dass der gleich zu Beginn, als noch alles oder vieles unklar war, ans Aufhören gedacht hatte. Das wurde hier von einigen Usern kritisiert, aber ich möchte dazu grundsätzlich mal sagen, dass wir uns hier nichts aus den Fingern saugen, um mal groß aufzutrumpfen. Es sei denn, wir kündigen es vorher an. In diesem Falle ist es so, dass „Scholle“ die Wahrheit geschrieben hat, es ist nun einmal so. Allerdings wird sich Beiersdorfer nun nicht hinstellen und sagen: „Es war so.“ „Scholle“ weiß es nun einmal, er hat es mir erzählt – und ich habe keinerlei Grund, daran zu zweifeln. Den gab es in all den Jahren, in denen wir nun schon zusammen arbeiten, nie. Nicht ein einziges Mal. Deswegen weiß ich auch jetzt, dass es so stimmt, wie er es geschrieben hat.

Ich war einst in einer ähnlichen Situation. Muss im Frühjahr 1987 gewesen sein, Felix Magath war gerade HSV-Manager geworden. Trainingslager auf Teneriffa, es hatte tagelang vorher geregnet, alle Plätze im Norden der Insel unter Wasser – fit für Wasserball. Der HSV sollte und musste sich einen einzigen Platz mit Bayer Leverkusen teilen (!), ein Novum. So kam es, dass Trainer Willi Reimann nur drei Stunden nach der Ankunft mit Abreise drohte. Intern, unter sechs, acht Augen. Magath erzählte es einem mitgereisten Stammtischbruder, und weil dieser Stammtischbruder auch zugleich meiner war, erzählte er es mir weiter. Um es zu verdeutlichen: Magath, meine Wenigkeit und der dritte Mann, wir waren drei Brüder eines Norderstedter Stammtisches. Als ich das im Abendblatt geschrieben hatte, hat es Felix Magath am nächsten tag auf Nachfrage der anderen Zeitungen nicht bestätigt. Reimann auch nicht. Und ich stand dumm da. So dumm, dass die anderen Kollegen nicht mehr mit mir sprachen, weil ich in ihren Augen die Unwahrheit geschrieben hatte. Dabei stimmte alles haargenau. Wir haben Jahre später noch herzhaft über diese Situation gelacht, was mir dann nicht mehr half – natürlich nicht. Und so in etwa ist diese Situation jetzt auch für „Scholle“.

Und noch eines möchte ich für mich klarstellen. Ich schrieb kürzlich ein böses Wort mit S, ich möchte es nicht wiederholen. Es hat mir einigen Ärger eingebracht. Ich wurde in eine Ecke gestellt mit einem besonderen Mann der deutschen Geschichte – und mit einem Mann der türkischen Geschichte. Wer mich kennt, der wüsste, dass ich mit beiden Herren nichts am Hut habe, ganz im Gegenteil. Es tut mir leid, dass ich dieses S-Wort benutzt habe, ich kann aber auch allen Fußball-Fans versichern, dass ich nicht an diese beiden Herren denke, wenn ich über den Ball und ganz speziell über den HSV schreibe. Dann denke ich eben nur an Fußball und den HSV. Ich hoffe, das reicht als Entschuldigung – und als Erklärung. Ich selbst wurde in diesem Blog schon als einer dieser beiden Un-Herren beschimpft, sodass ich die Springer-Rechtsabteilung einschaltete, ich wurde schon ganz anders beschimpft, und das kam auch aus dieser einen bewussten Ecke, mit der ich nun absolut nichts zu tun habe und niemals zu tun haben möchte. Und dieses S-Wort werdet Ihr in diesem Blog nie wieder lesen. Ganz klar. Sorry und Entschuldigung.

18.02 Uhr

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