Archiv für das Tag 'Hrubesch'

Poker um Gregoritsch – HSV und Bochum nähern sich an

29. Juni 2015

Sitzt auf gepackten Koffern und will zum HSV: Michael Gregoritsch Foto: Witters

Sitzt auf gepackten Koffern und will zum HSV: Michael Gregoritsch Foto: Witters

Sie nähern sich hier und da an – aber einen echten Vollzug gibt es noch immer nicht zu vermelden. Außer bei Ivo Ilicevic, der auf dringlichen Wunsch von Trainer Bruno Labbadia hin noch ein Angebot erhielt und dieses jetzt auch annahm. Für ein Jahr darf der verletzungsanfällige Dribbelkünstler auf leistungsbezogener Basis seine Künste beweisen und so versuchen, sich für eine erneute Verlängerung zu empfehlen. Ob das auch für Gojko Kacar gilt, wird heute ungeklärt bleiben, soll sich nach Möglichkeit aber morgen entschieden haben. Den ganzen Beitrag lesen »

Beister wechselt nach Mainz – Rajkovic wartet

27. Juni 2015

Blickt ab sofort besseren Zeiten entgegen: Maxi Beister. Foto: Witters

Blickt ab sofort besseren Zeiten entgegen: Maxi Beister. Foto: Witters

Ja, das ist mal (wieder) ein dickes Ding! Maximilian Beister wechselt vom HSV zu Mainz 05! Dem FSV ist gerade Mister Okazaki abhanden gekommen, den Japaner zieht es zu Leicester Ciy, da kommt ein ablösefreier Beister gerade recht – und man kann dabei nicht viel verkehrt machen. Aber bevor nun einige über den HSV herfallen: Ich möchte dem HSV bei seiner Kaderplanung immer noch folgen. Den ganzen Beitrag lesen »

Von Versprechungen, Forderungen und Altmeistern

20. Juni 2015

So eine Fußball-Sommerpause ist einfach nur schrecklich. Jahr für Jahr wieder. Zumal dann, wenn sich der HSV wieder einmal traditionell Zeit lässt, Zeit lassen muss, um neue Spieler zu verpflichten. Auch Jahr für Jahr wieder. The same procedure as every year – im Sommer, nicht zum Jahreswechsel. Still ruht der See. Es tut sich nichts. Obwohl die Herren des HSV schön unterwegs sind, um sich nach Verstärkungen umzusehen. Sogar bei der U21-Europameisterschaft waren sie in Tschechien, obwohl die Talente dort wohl allesamt eine Preisklasse zu hoch sein dürften für den HSV. Aber warten wir es ab, mehr bleibt ja nicht. Obwohl die Ungeduld wächst. Bei vielen HSV-Fans. Und eventuell auch bei manchem Angestellten des Clubs. So las ich heute beim Einkaufen die Titelseite der „Bild“, und dort stand zu lesen: „Olic fordert neue Stars“. Da dachte ich so bei mir: „Wer nicht?“
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van der Vaarts leiser Abschied

12. Juni 2015

Während die Meldungen über Spielerwechsel in der Bundesliga nur so reintrudeln, gibt es vom HSV keinen Vollzug zu melden. Das ist nicht überraschend, und selbst die Personalie Süleyman Koc könnte sich noch einige Zeit hinziehen. Dessen Berater hat Druck gemacht und von einer grundsätzlichen Einigung mit dem HSV berichtet. Allerdings ist die Ablöse (zwischen 1,5 Millionen und 2 Millionen Euro) noch recht hoch. Nun also baut der Berater Druck auf den SC Paderborn auf, um von den Forderungen herunterzukommen. Ein nicht unübliches Spielchen, schließlich wollen alle Seiten Klarheit.
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Labbadia setzt auf Adler, van der Vaart und Lasogga

17. April 2015

Er macht, was er in der kurzen Zeit machen kann. Fleißig wie immer ackert Bruno Labbadia das weg, was er abarbeiten kann. „In die Köpfe der Spieler“ wollte er kommen. Platz genug ist ja da, mag man meinen – aber Labbadia wollte damit eigentlich nur ausdrücken, dass es aktuell weniger darauf ankomme, die Spieler laufen zu lassen denn mit den Spielern eine Bande zu knüpfen und ihnen Last abzunehmen. Dafür war er extra ins niedersächsische Rotenburg gereist, nutzte die Zeit dort, um viele Gespräche zu führen. „Wichtig war aber auch, dass die Mannschaft die Zeit genutzt hat, um zusammenzukommen. Ich glaube, dass das Kurztrainingslager unter tollen Bedingungen seinen Sinn erfüllt hat.“

Was soll er auch sonst sagen? Labbadia macht das, was ein neuer Trainer machen muss. Er spricht viel mit den Spielern und versucht, sie aufzubauen. Besonders auffällig war es, als Labbadia heute auf Pierre Michel Lasogga angesprochen wurde. Er sei „ein Bär“, der bereit ist, so Labbadia. „Ich glaube, dass er uns extrem helfen kann, dass er brennt“, so Labbadia, ehe er Lasogga eine Startelfnominierung für Sonntag versprach. Ebenso wie übrigens Rene Adler und Rafael van der Vaart. Labbadia zieht alle Register, um aus den Spielern alles rauszuholen. Er versucht es insbesondere bei den Spielern, denen man immer wieder ein Potenzial nachsagt, das zu gut sei für die aktuelle Tabellenplatzierung.

 

Viele spektakuläre Änderungen hat Labbadia nicht geplant. Sagt er. Personell muss er es allerdings. So rückt Slobodan Rajkovic für den gesperrten Djourou und Zoltan Stieber für den auf die Doppelsechs zurückgezogenen Lewis Holtby (ersetzt den verletzten Diaz) ins Team. Wieder nicht dabei ist Maxi Beister – aber was nicht ist kann ja noch werden. Und mit Beister hat Labbadia zumindest eine frische Kraft auf der Bank, die das Spiel noch mal verändern kann, wenn es nötig wird.

 

Dass sich Beister mehr erhofft hatte ist klar. 16 Tore hat die HSV-Offensive ohne ihn auf die Beine gestellt – ein katastrophaler Wert und ein Argument, vorn etwas zu ändern. Dennoch wird er warten müssen. Weil Labbadia alles darauf setzt, die einzelnen Qualitäten seiner Spieler stark zu reden. Er schaue nicht in die Vergangenheit und spreche auch nicht über die Schwächen. Labbadia als Hobbypsychologe hofft darauf, dass unter ihm als neuen Trainer die bislang enttäuschenden Holtbys, Lasogga, Olics und van der Vaarts noch mal explodieren.

Neben Lasogga wird auch van der Vaart eine erneute Chance bekommen. In leicht abgeänderter Rolle als Zehner hat er unter Labbadia kaum noch Defensivaufgaben. „Ich habe ihm klar gesagt, ich erwarte keine Grätsche. Aber ich erwarte seinen besten Fußball. Und ich hoffe, dass er uns und den Zuschauern den noch mal zeigt.“ Oha, das hatte ich auch lange Zeit gehofft. Ebenso wie eine klare Einordnung von Valon Behrami. Er würde ein wichtiger Teil für die Mannschaft, wenn er funktioniert, hatte Labbadia am Mittwoch bei seiner Präsentation gesagt. Aber: Funktioniert der eigenwillige Schweizer?

 

Inzwischen ist klar, dass der von der Mannschaft so gefeierte Cotrainer Peter Hermann auch wegen eben jener Mannschaft gegangen ist, die ihm nicht so behagte. Ein Baustein könnte dabei auch Behrami gewesen sein, mit dem Hermann in den letzten Tagen aneinandergeraten war, als der Schweizer im Fitnessbereich arbeitete und dabei die Musikanlage bis zum Anschlag aufgedreht hatte. Hermann fand es zu laut und drehte leiser, was Behrami umgehend wieder änderte – sehr zum Ärger von Hermann. Okay, es wird sicher nicht der entscheidende Punkt für Hermanns Abgang gewesen sein – aber es spiegelt das Dilemma wieder in dieser Mannschaft.

 

Auch deshalb betont Labbadia bei jeder Gelegenheit, alles auf null zu setzen und einen Neustart zu beginnen. Und Behrami, der in meinen Augen kaum noch zu halten ist, profitiert davon unter Umständen am meisten. Und das, obwohl er jüngst bei meinen Kollegen sagte, „Hamburg bleibt eine negative Erfahrung“. Unfassbar…

 

Aber hoffen wir mal, dass Labbadia bei dem enfant terrible „im Kopf“ angekommen ist. Hoffentlich kann Behrami seine Chance auch nutzen. Indem er einfach den Ball gewinnt und ihn einem Fußballer zuspielt. Behrami sollte “Karo einfach” spielen. Ein passtechnisch so limitierter Kämpfer wie er sollte im Mittelfeld alles abarbeiten, was durchkommt und auf gar keinen Fall derjenige sein, der den Ball hinten abholt und das Aufbauspiel ankurbeln muss. Dass ein Trainer (wie zuletzt gegen Wolfsburg) auf diese Idee gekommen ist, kann ich ehrlich gesagt bis heute nicht fassen.

 

Zudem hoffe ich, dass Labbadia deutlich gemacht hat, wie kurz Behrami vor seinem Aus steht. „Natürlich hat er seine Persönlichkeit“, umschreibt der Neu- und Alt-HSV-Trainer geschickt Behramis umsrittene Eigenwilligkeit, die bei der Mannschaft zuletzt zunehmend schlecht ankam. Und auch jetzt dürfte es viele verwunderte Blicke geben, wenn am Ende tatsächlich Behramis Name und nicht der von Gojko Kacar an der Tafel steht. Verständlicherweise, wie ich finde, denn bei dem Serben ist zumindest der Teamgedanke erkennbar, den Labbadia mit der immer wieder betonten „Geschlossenheit“ einfordert. Ob ich Kacar hätte spielen lassen? Ja. Bei mir wäre Behrami nicht wieder ins Team gerückt, bis zu erkennen ist, dass er verstanden hat, worum es geht. Auch auf die Gefahr hin, dass das nie wieder eintreten würde. Aber gut, der „Geist von Rotenburg“, wie ein Kollege sagte, könnte ja auch bei Behrami angekommen sein. Labbadia hat sich auf jeden Fall intensiv mit dem Schweizer beschäftigt und wird es einzuschätzen wissen. Warten wir mal ab, was Behrami daraus macht.

 

Es ist tatsächlich in meinem Umfeld, hier im Blog und auch beim HSV eine gewisse Aufbruchsstimmung zu erkennen. Ein Funken Hoffnung ist wieder da. Eben das, was Labbadia in der so kurzen Zeit bewirken konnte, scheint er bewirkt zu haben. Die Mannschaft habe seinen Plan verstanden und wisse, dass es nur zusammen geht, so Labbadia vor dem Derby. Auch er weiß, auf welch schmalem Grat er und alle sonst hier wandeln. Ein Sieg in Bremen könnte tatsächlich noch einmal eine Initialzündung sein. Eine Niederlage indes könnte den erhofften Trainerwechsel-Effekt nach nur fünf Tagen wieder verkehren. Aber glaubt man der Statistik – und viel mehr habe einige Fans schon nicht mehr -, kann eigentlich gar nichts schief gehen. „Das wusste ich gar nicht“, so Labbadia mit einem Lächeln auf die Frage, ob er seine Statistik, immer das erste Spiel als Trainer gewonnen zu haben, fortführen würde. „Auf jeden Fall gibt mir diese Nachricht noch mal 2 Prozent mehr.“

 

Es ist, das muss man so festhalten, das beim Trainerwechsle entstanden, was man sich noch erhoffen konnte. Der neue Trainer redet seine Mannschaft unermüdlich stark, betont ihre Stärken und die Verantwortung, die die Spieler tragen. Er versucht mit aller Macht, die zuletzt zu Auslaufmodellen avancierte einstigen Führungsspieler neu zu aktivieren, ihnen neues Leben einzuhauchen. Mehr kann er (noch) nicht machen. Und ich hoffe, wie Ihr alle sicherlich, dass das greift.

Aus gegebenem Anlass heute noch eine Audio-Datei mit einem Interview einem der größten DFußballer der HSV-Geschichte: Horst Hrubesch. Das einstige Kopfballungeheuer des HSV feiert heute seinen 64. Geburtstag – und macht sich natürlich Sorgen um seinen HSV. Wir von Matz ab gratulieren Horst Hrubesch allerherzlichst!

Das Interview:

In diesem Sinne, bis morgen. Da wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der Arena trainiert. Ich melde mich nach den Samstagsspielen bei Euch.

 

Bis dahin,

Scholle

Das 1:0 – ein großer Schritt zum Profi-Vertrag für Joe Zinnbauer

5. Oktober 2014

Genau ein halbes Jahr war vergangenen seit dem bis dahin letzten Sieg in der Bundesliga. Fast ein ganzes Jahr seit dem letzten Auswärtssieg. Es war überhaupt der erste Saisonsieg – und dann ausgerechnet in der deutschen Fußball-Kathedrale in Dortmund. Aufatmen beim HSV. Sie können doch noch gewinnen, und die Verbesserungen der vergangenen Wochen unter Trainer Joe Zinnbauer haben sich nun auch in einem Resultat niedergeschlagen. Dieses 1:0 fühlt sich an wie ein Brustlöser.

„Der HSV war definitiv stark. Das ist jetzt auch schon eine Tendenz“, meinte Mittelfeldspieler Tolgay Arslan. „Der Trend geht nach vorn und die Mannschaft lebt, wir spielen als Mannschaft.“ Kollege Marcell Jansen ergänzte: „Fürs Herz und für die Fans und für uns ist es ein Gefühl, das wir unbedingt brauchten.“ Ein verdientes Gefühl, meinte Heiko Westermann: „Wir haben uns belohnt für ein gutes Spiel. Eigentlich waren wir die letzten Wochen schon dran. Wir haben an uns geglaubt, und dafür wir man irgendwann belohnt.“

Okay, Borussia Dortmund hat sicher nicht das gebracht, was die Mannschaft in den vergangenen Jahren schon öfters gebracht hat. Aber: Der HSV spielte genau so, wie es der BVB nicht mochte. Am Mittwoch in der Champions League hat es der belgische Verein RSC Anderlecht den Westfalen noch zu leicht gemacht. Gegen den HSV musste die Klopp-Elf über den Schmerzpunkt gehen, sich immer wieder stemmen gegen das stramme Pressing des HSV, durfte sich keine Konzentrationslücken leisten. Und weil die Hamburger in ihrem Bemühen nicht nachgelassen haben, war das 1:0 am Ende sicher auch verdient.

Beste Spieler waren aus meiner Sicht Valon Behrami, der in dieser Verfassung kaum wegzudenken ist aus dem Team. Wo es brennt auf dem Feld, ist der Schweizer und hält seinen Fuß hin. Seine ersten Spiele in Hamburg haben mir noch nicht so gut gefallen, aber hätte er nicht den Japaner Kagawa an die Kette gelegt – wer weiß, wie es ausgegangen wäre. Und dann ist da noch Nicolai Müller, der immer spritziger wird.

Nicht von ungefähr ging die Aktion des Tages auf das Konto von Nicolai Müller. Zuletzt gegen Frankfurt beendete er schon den Torfluch, jetzt hat er seinen ersten HSV-Assist auf dem Konto. Klasse, wie der Ex-Mainzer das Tor durch Pierre Michel Lasogga vorbereitet hat. Zum Spiel sagte Müller: „Wir hatten einen Plan, den haben wir sehr gut umgesetzt. Vergangene Woche haben wir mit dem Tor schon den Bock umgestoßen, jetzt haben wir den ersten Sieg. Unsere Entwicklung geht nicht von einem Tag auf den anderen, sondern wir müssen weiter hart arbeiten und bescheiden bleiben.“

Für Abendblatt-Blogs


Natürlich war es die Geschichte des Tages, dass nun gerade Pierre Michel Lasogga getroffen hat. Vielleicht hätte Uli Stein den Ball auch reingemacht, aber auch wenn es ein relativ einfaches Tor war, sollte es dem Torjäger der vergangenen Saison helfen, zu alter Form zurückzufinden. „Ich weiß, dass Kritik dazugehört. Aber es hat mich kalt gelassen die letzten Wochen. Ich konnte immer in den Spiegel gucken die letzten Spiele, weil ich wusste, dass ich alles gegeben hatte. Und ich wusste, dass ich es ja nicht verlernt habe. Irgendwann würde es zurück kommen – jetzt ist es zurück gekommen. Schön!“ Bei „Sky“ fügte Lasogga noch hinzu, er wisse gar nicht, wer dieser Uli Stein ist, der ihn da so heftig kritisiert hatte.

Heute trat Uli Stein („Lasogga hätte früher bei uns nur das Ballnetz getragen“) noch einmal bei Sport1 auf. Was ja ein wenig untergegangen ist in der Debatte um die rechte Wortwahl zum HSV-Angreifer sind Steins Einschätzungen über die insgesamt positive Entwicklung beim HSV unter Dietmar Beiersdorfer und Joe Zinnbauer. Hier könnte mal also ein wenig differenzieren, ehe Uli Stein pauschal abqualifiziert wird für seine Äußerungen. Der Mann ist immerhin der beste Torwart, den der HSV je hatte – und er hat Erfolge erreicht, die beispielsweise Pierre Michel Lasogga nur ganz schwer erreichen kann. Insofern – Aserbaidschan hin oder her – darf dieser Uli Stein auch mal den Finger in die Wunde legen, wenn er es für notwendig hält.

Gestern habe ich eine Schlagzeile gelesen: „Ex-Außenminister Genscher kritisiert Zustand der Bundeswehr!“ Darf der das auch nicht, der Genscher? Seine aktive Zeit ist ja in etwa so lange vorbei wie die von Uli Stein, oder? Vielleicht sollten viele das Thema Lasogga und Stein mal gelassener sehen – „das ist Stürmerschicksal“, wie Peter Knäbel ganz richtig sagte.

Lasoggas gesamte Leistung gestern in Dortmund war ja auch noch ausbaufähig. Kaum gehaltene Bälle, wenige konstruktive Aktionen. Viele sagen, das sei ja auch alles gar nicht seine Stärke, er müsse gefüttert werden. Ich sehe das nicht ganz so. Vergangene Saison war Lasogga ein Kraft- und Energiebündel, der mit seiner Power manche Situation gelöst hat, die er aktuell noch nicht löst. Es fehlt nach wie vor körperlich, und vielleicht macht er sich auch zu viele Gedanken um seine Situation. Woher mögliche Zweifel kommen, weiß ich nicht. Spürt Lasogga größeren Druck? Wollte er mit Gewalt auch gegen seine persönliche Torflaute angehen? Die meisten Kritiker – außer Stein – haben ja immer mildernd darauf hingewiesen, dass die mangelnde Form des Angreifers vor allem seinem Trainingsrückstand geschuldet ist. Tolgay Arslan sagte heute zu Lasogga: „Für ihn war es wichtig, ein Tor zu schießen. Jetzt muss er weitermachen. Ein Spiel ist schön, mehrere Spieler sind schöner. Pierre habe ich in den letzten Wochen noch nie so erlebt. Er hat viel nachgedacht – ich glaube schon, dass da jetzt ein Knoten geplatzt ist.“

Ein anderer 83er hat gestern im Sportstudio auch seine Meinung gesagt. Wahrscheinlich wird er dafür nicht beschimpft, denn er hat ja auch viel Positives zum Besten gegeben. Horst Hrubesch hat sich Steins Meinung über Pierre Michel Lasogga nicht angeschlossen. Und auch nicht der über Rafael van der Vaart, den Stein gleichsam auf dem Kieker hat. „Van der Vaart ist darauf angewiesen, dass die Mannschaft funktioniert. Das war nicht so in den vergangenen Jahren. Da hattest du nie das Gefühl, dass es voran geht. Mich freut es, dass eine Aufbruchstimmung da ist. Eventuell war das der Brustlöser in Dortmund. Und ich hoffe, dass das nicht wie im letzten Jahr bei einem Spiel bleibt.“

Was die Trainerfrager angeht, sieht Hrubesch durchaus ein Modell für die Zukunft gefunden: „Zinnbauer zu nehmen, war absolut in Ordnung. Ich habe anfangs nur gezweifelt, ob er soweit ist. Aber er hat die Mannschaft wieder aufgerichtet. Alles, was man hört, ist absolut positiv. Ich hoffe, die Mannschaft richtet sich nach ihm und nimmt seinen Einsatz wahr und folgt ihm.“

Damit hat Hrubesch gleich den Punkt getroffen, der am Sonntag auch durch Peter Knäbel, den neuen Direktor Profi-Fußball thematisiert wurde. „Joe hat Werbung gemacht, auf Sicht ein Bestandteil des HSV zu sein“, sagte Knäbel mit Blick auf die ersten vier Spiele unter dem neuen Cheftrainer. In den kommenden zwei Wochen, so viel verriet Knäbel, werde er mit Zinnbauer und seinem Team nun weitreichende Gespräche geben über die Vertragsgestaltung der Zukunft führen. Diese Aussagen darf man sicher so interpretieren, dass die „Bis-auf-weiteres“-Lösung Zinnbauer in eine Dauerlösung umgewandelt werden soll. Knäbel weiter: „Die Art und Weise, wie wir spielen, kommt an. Man darf eines nicht unterschätzen: Joe und sein Team sind eigentlich für den Nachwuchs geholt worden, und arbeiten jetzt mit sehr viel Leidenschaft bei den Profis. Ich habe mich gestern ganz persönlich für Joe gefreut, weil der Sieg eine Belohnung war.“

Interessant auch zu hören, wie Knäbel sein erstes Spiel auf der Trainerbank und die Leistung der Mannschaft beurteilt hat. Ob der HSV so etwas wie der Gewinner des Spieltages sei, wurde Knäbel gefragt: „Wenn man vergleicht, was im Misserfolgsfall hätte geschehen können, dann kann man das schon sagen. Dann wären wir zwei Punkte hinter den anderen gewesen, schon ein bisschen abgeschlagen. Jetzt haben wir den letzten Platz verlassen und sind ein bisschen nach oben gekrabbelt. Klar sind wir ein Gewinner, aber das sind auch andere. Wenn man sieht, wie stabil unser nächster Gegner Hoffenheim ist, zählen die zum Beispiel mehr zu den Gewinnern. Aber wir nehmen natürlich jeden Schwung und jede Energiequelle mit.“

Recht bedeckt hielt sich Knäbel zur Lasogga-Debatte. Der habe durch das Tor seine beste Antwort gegeben und sich für hohen Laufaufwand der vergangenen Wochen belohnt. Auf die Kommentare der Ex-Stars angesprochen, möchte Knäbel darauf nicht generell verzichten: „Wenn jemand wie Horst oder Uli Stein oder andere Stimmungen wahrnehmen, ist es immer etwas wert, wenn sie das sagen. Weil sie auch einen Vergleich haben. Ich finde das wichtig. Und wenn ich von Horst Hrubesch höre, dass er Aufbruchstimmung spürt, freut mich das. Und es ist auch Verantwortung und Motivation für uns.“

Für Peter Knäble geht es nun darum, seinen neuen Verein und die Mannschaft noch besser kennenzulernen. Die Länderspielpause soll da helfen, er will viele Gespräche führen, so wie er es mit dem Mannschaftskapitän schon getan hat. Über Rafael van der Vaart hat Peter Knäbel übrigens eine klare, eine positive Meinung: „Rafael van der Vaart ist der Kapitän der Mannschaft und ein Weltklassespieler, der Spiele entscheiden kann. Für ihn sind die zwei Wochen ungemein wichtig. Ich hoffe, dass er mit der nötigen Kondition und Spielfreude zurückkehrt.“ Den Nutzen der Pause sieht Knäbel auch für andere wie Marcell Jansen, der gestern in Dortmund schon mal einen guten Anfang gemacht hat. „Nach der Länderspielpause geht es Schlag auf Schlag“, so Knäbel.

Soweit also Peter Knäbel, der bei aller positiven Energie nicht ungehemmt aufs Gaspedal treten möchte: „Es ist ein Spiel, das wir gewonnen haben. Es ist lange her, dass wir zwei Mal hintereinander gewonnen haben. Kümmern wir uns darum. Ich spüre eine große Sehnsucht, dass wir einen guten Fußball-Alltag auf hohem Niveau in Hamburg haben.“ Also: Konstanz und Nachhaltigkeit in den Laden bekommen, und nicht von neuen Zielen sprechen.

Kommen wir noch einmal zu Joe Zinnbauer. Der Trainer sagte nach der Partie über…

… den Sieg: „Es fühlt sich gut an, aber es war auch harte Arbeit. Ich sehe, dass wir zu einem Auswärtsspiel fahren und hungrige Spieler haben. Das habe ich auch in den Augen der Spieler gesehen.“
… zur Länderspielpause: „Wir haben jetzt zwei Wochen Zeit, etwas mehr zu machen. Aber wir haben auch zehn Spieler bei den Nationalmannschaften. Wir müssen uns für Hoffenheim genauso einstellen, dürfen keinen Zentimeter nachlassen. Im Gegenteil: Wir müssen noch einen Zentimeter weiter gehen.“
… zu Pierre-Michel Lasogga: „Die Mannschaft muss Pierre unterstützen, nicht nur er. Pierre ist ein Torjäger, das weiß nicht nur ich, sondern auch Jogi Löw zum Beispiel. Man muss dem Jungen auch ein bisschen Zeit geben.“
… zu seiner eigenen Perspektive: „Da mache ich mir gar keine Gedanken. Wir haben das Vertrauen aller Beteiligten bekommen. Was geschieht, entscheiden andere. Wir wollen unseren Job machen, und wenn die Mannschaft so weitermacht, wird es sich von allein regeln. Ich habe eh Vertrag und fühle mich wohl in Hamburg. Ob U 23 oder erste Mannschaft, ist natürlich nicht egal, aber ich will Trainer sein. Und das lässt der HSV gerade zu. Und wenn es in der ersten Mannschaft ist – umso schöner.“
… zu seiner Energie: „Es prasselt viel ein, das ist sicher ungewohnt. Auch der Umgang mit den Medien frisst viel Zeit, aber das ist sehr positiv – im Moment jedenfalls. Es ist toll, ich bin belastbar, das war ich schon immer in meinem Leben – nicht nur als Spieler, auch als Privat-Mensch. Ich versuche meine Ziele umzusetzen, wenn mir etwas Spaß macht.“

Gestern in Dortmund musste Dennis Diekmeier angeschlagen ausgewechselt werden. Seine Verletzung stellte sich als nicht so schwerwiegend heraus. Diekmeier hat einen Schlag in die Kniekehle erhalten und soll am Dienstag, bei der nächsten Trainingseinheit, wieder mitmischen.

Oben könnte Ihr Euch auch, wie gewohnt, noch einmal die „Matz-ab-live“-Sendung von gestern angucken. Aus besonderem Anlass dazu ein paar Zeilen von Dieter:

Die Resonanz war groß. Es gab viele Mails und Anrufe, in denen wir Lob für unsere Sendung „Matz ab live“ nach dem Dortmund-Sieg gelobt wurden. Lag es ganz einfach an der guten Stimmung danach, oder war es die Erleichterung? Kann sein. Ich glaube aber eher, dass wir ganz tolle Gäste hatten. Wenn „Scholle“ und ich nach einer solchen Runde auseinander gehen, dann rufen wir uns meistens noch einmal an – und einer fragt den anderen: „Wie fand’s du es? War das so in Ordnung? War es gut? Hat was gefehlt?“ So auch diesmal. „Scholle“ kam mir zuvor, wir haben im Prinzip zugleich an diese „Manöver-Kritik“ gedacht. Und wir waren uns einig: „Das war diesmal sehr gut.“
Was hauptsächlich, das war unser Empfinden, an unseren beiden Gästen lag:Tim Oliver „Timo“ Horn sowie Martin Oetjens. Das sind der frisch gewählte Vorsitzende der Supporters-Abteilung sowie dessen Stellvertreter. Herzlichen Dank an beide Herren, dass sie bei uns waren, das war einfach nur klasse. Diese „Jungs“ haben etwas zu sagen, und sie sind für mich wirklich großartige HSV-Fans. Es war schön zu erleben, dass es zwei Rothosen sind, die mit beiden Beinen auf dem Boden stehen. Sie wollen nur das Beste für den HSV, und dafür opfern sie viel Zeit. Was mich absolut positiv gestimmt hat war dies: Da sitzen keine Fans und sagen immer nur: „Wir wollen das, wir brauchen jenes, und ohne uns geht schon mal gar nichts, wir fordern hier und wollen da – also spurt mal schön. Sonst werdet ihr schon erleben, wie es hier demnächst lang geht.“
Horn und Oetjens sind genau das Gegenteil davon. Sie, so mein Gefühl, möchten dem HSV helfen, sie möchten dem HSV dienen, sie bieten dem Club ihre Unterstützung an, sie geben dem Verein ihre Hilfe, damit es überall und in allen Belangen wieder aufwärts geht. Sie möchten kitten und vermitteln, sie möchten alle HSVer wieder zusammenführen. Bravo. Nicht sie stellen sich in den Mittelpunkt, sondern es steht bei ihnen in erster Linie nur der HSV im Blickpunkt ihrer Arbeit und ihres Engagement. Hervorragend. Und Martin Oetjens war einer derjenigen, die die HSV-Reform geplant haben. Die AG und HSVplus haben sich durchgesetzt, aber Oetjens hat nicht aufgegeben, nicht resigniert, nicht beleidigt reagiert und sich auch nicht schmollend zurückgezogen – sondern Flagge gezeigt. Er will mithelfen, dass dieser Verein wieder geeint wird.
Ich war und bin immer noch total begeistert, dass dieser HSV solche großartigen Mitglieder noch immer hat, dass es so etwas gibt. Das gebe ich ehrlich und auch gerne zu. Und zugleich bewundere ich ihren Mut, diese Posten überhaupt angetreten zu haben, ich stelle mir das – gerade in der jetzigen Situation – unheimlich schwer vor. Und ich gestehe auch: das wäre nichts für mich. Aber ich möchte beiden, dem Timo und dem Martin, auch sagen, dass wir ihnen dann helfen werden, wenn sie einmal unsere Unterstützung benötigen – wie auch immer das einmal aussehen könnte.
Danken möchte ich bei der Gelegenheit auch allen jenen, die uns und mir geschrieben haben, oder die mich angerufen haben. Das waren diesmal nicht wenige. Und das zeugt davon, dass sie nicht nur diese Sendung, in der es nur um den HSV geht, gesehen haben, sondern auch davon, dass sie ähnlich (oder genau so) wie wir denken.
Alles Gute und viel Erfolg, Ihr Supporter-Chefs.

Und schließlich noch eine Info für alle, die sich auf das geplante und schon einmal verschobene Testspiel am kommenden Sonnabend in Danzig gefreut hatten: Die Partie wird vermutlich erneut verschoben.

18.10 Uhr
Lars

“Der HSV muss wieder hanseatisch werden”

5. Juni 2014

„In den letzten fünf Jahren ist es drunter und drüber gegangen.“ Das hat der neue Aufsichtsrats-Boss der HSV-Fußball-AG, Karl Gernandt, in einem Interview mit der Bild zugegeben. Wieso fünf Jahre, habe ich mich gefragt, wie kommt der Gernandt gerade auf diese Zahl? Geht es nicht schon viel länger im HSV drunter und drüber? Gefühlt zehn Jahre? Aber egal, wichtig ist, dass solche Aussagen jetzt kommen, denn solche und genau dieser Art hat es beim HSV zuvor nie gegeben. Da wurde immer alles mit dem Mantel der Nächstenliebe zugedeckt. Obwohl jeder – oder fast jeder – wusste, auf welche gefährliche Art der HSV in Sachen Abgrund geführt wurde. Gernandt sagt auch drastisch: „Wenn man das Tohuwabohu sieht, da kriegt man Hautausschlag.“ Stimmt.


 

Und deswegen wird es Zeit, dass beim HSV die Aufräumarbeiten beginnen. Leider, leider ist bei der Mitgliederversammlung am 25. Mai keiner aus der HSV-Führung aufgestanden und hat mal offen und ehrlich Ross und Reiter genannt, warum es so gekommen ist mit dem Club. Ein Mann hatte es mir Wochen vorher versprochen, dass er Tacheles sprechen wird, dass es mal Butter bei die Fische geben wird – aber die Traute dazu ist ihm dann wohl doch „unterwegs“ auf der Strecke geblieben. Irgendwann, so hoffe ich weiter, wird es aber mal so kommen, dass die Mitglieder über alle die schlimmen Dinge, die da gelaufen sind, aufgeklärt werden. Hoffentlich. Ich kenne nur hartnäckige Gerüchte, aber es gibt ganz sicher Leute, die dazu auch die passenden Unterlagen hätten . . .

 

Seit dem bewussten 25. Mai sind neue Strukturen im HSV beschlossene Sache. 86,9 Prozent der anwesenden Mitglieder haben dafür gestimmt. Bis zum 1. Juli, also in 26 Tagen, darf die „alte“ Club-Führung noch „machen“, dann kommen die neuen Herren. Bis dahin sollte es Hand in Hand gehen, aber geht es das wirklich? Neue Strukturen soll es geben, aber davon ist bislang nichts zu sehen und zu spüren. Im Gegenteil. Es wird genau so weitergemacht, wie bisher. Es wird gewurschtelt. Stefan Schnoor, der ehemalige HSV-Spieler, hat zu diesem Thema ein großartiges Interview im heutigen Hamburger Abendblatt (Seite 26) stehen, das ist die Wahrheit, der „harte Hund“ von einst legt knallhart die Finger in (fast) alle HSV-Wunden. Wer es nicht gelesen hat – es ist wirklich sehr empfehlenswert.

 

Er spricht darin – unter anderem – auch über den AG-Vorstandsvorsitzenden Dietmar Beiersdorfer. Schnoor hätte an dessen Stelle lieber Holger Hieronymus gesehen – und Beiersdorfer als Sportchef. Geht mir ähnlich, sehe ich ähnlich. Ich hätte vor allem sehr gerne gehabt, dass Thomas von Heesen kein Aufsichtsrats-Mitglied ist, sondern im operativen Geschäft mitmischen kann und darf. Sind von Heesen die Hände gebunden, so verschenkt der HSV in meinen Augen ein unglaublich großes sportliches Potenzial. Und ich wiederhole mich gerne: ein unglaublich großes fußballerisches Potenzial.

 

Wobei ich bei einem Lieblingsthema von mir bin: Wo sind Hieronymus, Ditmar Jakobs und Horst Hrubesch, die sich einst für die Initiative „HSVPlus“ engagiert und stark gemacht hatten, denn jetzt eigentlich hin? Ich hatte mir erhofft und vorgestellt, dass mindestens alle drei Herren – möglichst noch mehr aus dieser Kategorie – in einem sportlichen Aufsichtsrat sitzen werden und den Trainer und den Sportchef bestimmen, mit ihnen Hand in Hand arbeiten. Aber so wie es jetzt aussieht, wird daraus ja wohl nichts (mehr). Was ich für äußerst schade halte, denn solche Experten, die zudem nicht auf irgendwelche Pöstchen – vielleicht auch HSV-Gelder – aus sind, stünden dem „Dino“ gerade jetzt sehr gut zu Gesicht. Diese „Ehemaligen“ hätten nicht ihre Eitelkeiten im Volkspark pflegen lassen, sondern sie hätten sich nur zum Wohle des HSV eingesetzt. Schade, schade.

 

Ich habe darüber mit Ditmar Jakobs gesprochen, obwohl er zuerst nicht so recht wollte: „Alles das, was es über den HSV momentan zu sagen gibt, das hat Stefan Schnoor heute im Abendblatt bereits getan – das war sehr, sehr gut, das waren viele sehr richtige Dinge dabei. Er hat es auf den Punkt gebracht. Mehr muss man gar nicht sagen.“ Ich habe trotz allem mal nachgebohrt. Zum Beispiel habe ich gefragt, warum es um ihn so still geworden ist, warum er beim neuen HSV nicht mitmacht? Der ehemalige HSV-Kapitän: „Es war klar, dass ich keine Rolle spielen werde. Klar war auch, dass ich HSVPlus unterstützen würde, weil es für mich die einzige Möglichkeit war, innerhalb des HSV etwas zu verändern. Das war die einzige Möglichkeit, und deswegen bin ich als Unterstützer von HSVPlus aufgetreten. Bis zur Mitgliederversammlung, so war es abgesprochen, so hatte ich es mir vorgenommen.“

 

Ich hatte diese Jakobs-Rolle etwas anders interpretiert, nämlich dass er dem HSV, seinem HSV, auch danach noch helfen würde. „Diesen Weg sind wir bis zum Schluss gegangen, Horst Hrubesch und auch Holger Hieronymus. Damit haben wir das gehalten, was wir vorher versprochen hatten, und wir schießen jetzt auch nicht quer.“ Jetzt soll der HSV und seine neue Führung mal machen . . .

 

Was bislang – wenn überhaupt – nur eingeschränkt funktioniert. Es wird mit Thomas Westphal einen neuen Teammanager aus Hannover geben – von Trainer Mirko Slomka geholt. Marinus Bester geht auf seinen alten Posten zurück – fühlt sich allerdings, das ist zugegeben, pudelwohl dabei. Sportchef Oliver Kreuzer hatte das Geschäft mit Zoltan Stieber (kommt aus Fürth) schon vor Monaten eingefädelt – und zog es jetzt durch. Obwohl es durchaus Widerstände gab – aber dieser Transfer war eben schon zu „alten“ HSV-Zeiten angeschoben worden . . . Zudem hat Kreuzer aus seiner Stadt Karlsruhe (und vom Karlsruher SC) den neuen U-23-Trainer (Nachfolger von Rodolfo Cardoso) Josef Zinnbauer geholt – allerdings auch schon vor dem 25. Mai. Damals machte im Prinzip jeder das, was er machen wollte. Hier kommt ein Freund, da der nächste. So holte einst Thorsten Fink aus Basel seinen ehemaligen Spieler Jacques Zoua. Warum? Das weiß in Hamburg bis heute kaum einer. Es sieht alles eher ein wenig nach Klüngel aus, aber nicht nach Profi-Verein.

 

Dabei war und ist meine ganz große Hoffnung doch die, dass man endlich Schluss machen würde mit dem Selbstbedienungsladen HSV. Dass in diesem Verein endlich einmal so richtig gut gearbeitet wird, dass man es als professionell bezeichnen könnte. Noch scheint es weiter drunter und drüber zu gehen, wie es Karl Gernandt nennen würde. Aber wahrscheinlich muss der neue Rat diese Kröte nun noch (bis zum 1. Juli) schlucken, damit es keinen Ärger gibt. Ärger, der dann womöglich in der Öffentlichkeit ausgetragen werden würde.

 

Das sieht wohl auch Ditmar Jakobs so. „Der HSV hat mit dem 25. Mai eine neue Philosophie bekommen, habe ich jedenfalls gedacht, aber diese Philosophie wird bislang nicht umgesetzt. Alles läuft so weiter wie zuvor. Dabei müssten Leute, die zum HSV kommen, sich dieser Philosophie unterstellen, mit diesem Konzept müssten sie konform gehen. Im Moment ist es so, wie es bislang beim HSV schon seit Jahrzehnten war: Sportchef und Trainer bringen ihre Philosophie durch, nicht die des HSV. Und das kann es nicht sein. Nach ein paar Monaten oder Jahren sind diese Leute weg, dann kommen neue Kräfte – und die bringen dann wieder nur ihre Philosophie durch? Und so geht es immer weiter? Dann kommt der HSV doch nie mehr auf einen grünen Zweig. Deswegen wird es Zeit, dass die Philosophie des Vereins umgesetzt wird, deswegen wurden doch jetzt die neuen Strukturen gewählt. Und wenn Sportchef und Trainer damit nicht einverstanden sind, dann müssen sie die Konsequenzen ziehen.“ Jakobs fügt hinzu: „So, wie es zurzeit noch läuft beim HSV, so darf es nicht laufen, das kann es ganz einfach nicht sein, und wie es anders läuft, das zeigt uns Bayern, das zeigt uns Dortmund. Da ordnen sich alle der Philosophie des Vereins unter.“ Mit großem Erfolg. Und selbst bei Mainz 05 ist es so . . .

 

Ditmar Jakobs wirkt leicht desillusioniert: „Ich finde das schade, dass dieses neue Vorhaben, das ja nun gewählt worden ist, ein wenig verwässert. Wirklich schade.“ Und weiter: „Wir wollten, dass die neuen Leute diesem Verein endlich eine Philosophie geben, dass ein neues Konzept mal über drei bis fünf Jahre umgesetzt wird. Und wenn ich jetzt sehe, wer wen da holt, wer einen Platz im HSV erhält, wer sich auch einen Platz innerhalb des HSV sicher will, dann sehe ich das Konzept schon wieder sehr infrage gestellt. Das finde ich schade. Denn da ist bislang nichts passiert, und meiner Meinung nach ist das noch überhaupt nicht richtig gelaufen.“

 

In der letzten Winterpause wurden mit Quasim Bouy und Ola John zwei Spieler vom Trainer geholt, nicht vom Sportchef. So soll es nie wieder laufen – im neuen HSV. Weil Sportchef Oliver Kreuzer bei Trainer Bert van Marwijk keinen Stich landen konnte. Jakobs hat noch ein anderes Beispiel parat: „Diese vier Aussortierten, was wurden die niedergetrampelt innerhalb des HSV. Wer hat damals nicht alles gesagt: ‚Unter meiner Führung spielen die nie mehr, sonst gehe ich . . .’ Und dann? Plötzlich spielten sie alle wieder. Und? Ist deswegen einer von seinem Posten zurückgetreten? Ich habe keinen gesehen. Aber ich weiß nur, dass der HSV ohne diese vier Aussortierten abgestiegen wäre. Das kann doch so nicht gehen. Diese vier Spieler wurden total verdammt, und niemand ist dagegen eingeschritten.“ Auch von „ganz oben“ niemand.

 

Stichwort Philosophie. Ditmar Jakobs sagt: „Das beinhaltet, wie ich mich als Verein in der Öffentlichkeit gebe, wie ich mich innerhalb des Clubs gebe, welches spielerisches Konzept ich habe, welche Spieler möchte ich haben, um dieses Konzept auch umsetzen zu können, wie die Nachwuchsarbeit laufen soll, ob ich vorzugsweise Leute aus der norddeutschen Region haben möchte – all das muss nach außen gekehrt werden. Der HSV muss wieder hanseatisch werden. Und Sportchef und Trainer müssen sich diesem Konzept voll unterordnen.“

 

Ob das alles so gehen wird, wie es sich die neuen Führungs-Herren vorstellen, oder vorgestellt haben? Weil ja doch Männer wie Mirko Slomka und Oliver Kreuzer zu anderen HSV-Zeiten geholt worden sind. Zu Zeiten, in denen der HSV wie ein Kaninchenzüchter-Verein geführt wurde.

 

So, zum Schluss noch etwas Aktuelles vom Tage:

 

Zhi Gin Lam hat heute einen Drei-Jahres-Vertrag mit dem Zweitliga-Club (!) Greuther Fürth unterschrieben – für ungefähr 200 000 Euro Ablöse.

 

Der designierte AG-Vorsitzende Dietmar Beiersdorfer weilte (weilt) heute in St. Petersburg, um seine Freigabe von Zenit zu erreichen. Bislang war nichts aus Russland zu vernehmen, ob diese Visite erfolgreich gewesen ist. Im HSV allerdings geht niemand mehr davon aus, dass dieser Deal noch platzen wird – Beiersdorfer kehrt zurück, ohne wenn und aber. Ich gehe, sonst bin ich da ja ein wenig vorsichtiger geworden, mal ganz mutig von 100 Prozent aus.

 

Dann stand in der „Bild“ eine Meldung, die aufhorchen ließ. Danach steht Hakan Calhanoglu an 13. Stelle der besten Fußball-Talente der Welt. Und dafür will Bayer Leverkusen nur zwölf Millionen Euro zahlen? Ein Witz! Zumal „Hackis“ Vertrag doch noch bis 2018 läuft. Wie es zu gehen hat, das hat Stefan Schnoor (auf Seite 26) heute ebenfalls schon erklärt. Nur so und nicht anders. Denn Leverkusen hat heute gerade seinen Spieler Can an Liverpool verkauft – für zwölf Millionen Euro. Da stimmt doch die Relation nicht, oder liege ich da falsch?

 

Das war es dann für heute in groben Zügen. Wir sind gleich, ich tippe mal auf 18.10 Uhr (auf jeden Fall in der Gegend), mit „Matz-ab-live“ auf Sendung. Unsere Gäste sind „Matz-abber“, mit denen ich über die abgelaufene Saison sprechen werde, über die abgelaufene Mitgliederversammlung, die neuen Strukturen und die neue Saison. Wäre toll, wenn Ihr wieder so zahlreich zusehen könntet.

 

Einen schönen Feierabend wünscht Euch Dieter.

 

17.22 Uhr

Wieder Rote Zahlen – HSV schreibt zwei bis drei Millionen Euro Miese

1. Juni 2014

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Aktualisierte Meldungen ganz unten (DFB-Pokal, Lasogga, Doll)
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Mit unserer Serie über die Beurteilung einzelner Mannschaftsteile wollen wir heute mal einen Tag aussetzen. Dieter macht dann morgen weiter mit dem Mittelfeld. Genau eine Woche nach der geschichtsträchtigen Vereins-Versammlung in der Arena und eine Woche nach der faktischen AG-Gründung heute nun einige aktuelle Zwischenstände.

Karl Gernandt, der designierte Aufsichtsrats-Vorsitzende der Fußball AG, war ja offensiv vorgeprescht mit seiner Ankündigung, Dietmar Beiersdorfer zum neuen Vorstands-Vorsitzenden des HSV zu machen. „Daran lasse ich mich messen“, so Gernandt. Im Moment ist es noch nicht so weit. Carl Jarchow und Oliver Kreuzer führen sowieso noch die Geschäfte. Erste Transfers werden abgewickelt. Der alte Aufsichtsrat arbeitet diesbezüglich mit dem neuen zusammen, es kann ja nicht alles liegengelassen werden. Denn schon am 18. Juni beginnt die Vorbereitung auf die kommende Saison. Und Trainer Mirko Slomka hat sicherlich wenig Lust, erst ganz spät sein Team zusammen zu haben.

Wobei man sich schon ein bisschen wundert, woher der HSV plötzlich seine wirtschaftlichen Mittel hat. 1,2 Millionen Euro für Zoltan Stieber, zwei (gebotene) Millionen für Matthias Ostrzolek. Gar nicht mal wenig für den Pleite-Verein der Liga schlechthin. Natürlich wird sich auch noch einiges tun in Sachen Abgängen. Und mit Robert Tesche und Tomas Rincon sind ja auch schon zwei Spieler von der Pay-Roll verschwunden. Dennoch: wie schlecht es laufen kann auf dem Transfermarkt, hat die Transferperiode im vergangenen Sommer gezeigt. Aber ich will nicht unken, es soll ja alles besser werden.

Deshalb zurück zu Beiersdorfer. In der kommenden Woche, so ist es zu hören, sollen sich entscheidende Dinge tun. Beiersdorfer selbst bricht zu Gesprächen nach St. Petersburg auf, wo er mit den Entscheidungsträgern von Zenit über seine vorzeitige Freigabe verhandeln möchte. Gazprom, der russische Energie-Riese, sitzt mit am Tisch. Läuft alles glatt, diesen Zeitrahmen hat sich der neue Aufsichtsrat gesteckt, dann soll direkt nach Pfingsten die Entscheidung verkündet werden.

Karl Gernandt, designierter neuer Chef des AG-Aufsichtsrates, scheint bis dahin recht entspannt zu sein. Heute hat er sich die Entscheidung im Deutschen Springderby in Klein Flottbek vor Ort angeschaut. Morgen steigt er dann wieder voll ein am HSV-Verhandlungstisch. Mit dem aktuellen Aufsichtsrats-Vorsitzenden Jens Meier steht ein Gespräch an über die Übergabe der Geschäfte. Formal ist Meier mit seinen sieben Leuten an der Seite ja noch im Amt, bis die AG im Handelsregister eingetragen ist.

Entsprechende Unterlagen sind mittlerweile notariell beglaubigt. Sie liegen bei der Richterin des Registergerichts, also beim Amtsgericht in der Caffamacherreihe. Geht innerhalb von vier Wochen kein Einspruch ein gegen die Registrierung im Handelsregister, dann ist die HSV Fußball AG Ende Juni Tatsache.

Erst dann nimmt der neue Aufsichtsrat auch formell seine Arbeit auf und kann den neuen Vorstand bestimmen. Immer wieder gibt es diesbezüglich ja auch zweifelnde Stimmen. Hat sich Karl Gernandt schon zu weit nach vorn gewagt? Passt das überhaupt – Beiersdorfer mit Joachim Hilke als zweitem Mann?

Tatsächlich scheint es, sollte es so kommen, keine Liebesheirat zu werden – muss es aber auch nicht, wenn die Personalien am Ende im Sinn des HSV sind. Jedenfalls zeichnet es sich vorsichtig ab, so viel ist eine gute Woche vor der erhofften Bekanntgabe zu prognostizieren, dass die beiden die Favoriten auf die Vorstands-Ämter im neuen HSV sind. Aber diese Kuh ist noch nicht vom Eis.

Spannend zu sehen wird sein, wie es in der Ebene darunter aussehen wird. Sport-Direktor, Finanz-Direktor, Marketing-Direktor, Medien-Direktor – auch dieses Team sollte ja bis Ende Juni stehen, damit der Verein dann mit neuen Schwung und auch mit Sicherheit auf allen Schnittstellen in die Zukunft starten kann. Mal abgesehen davon, dass eine Aufwertung des Nachwuchsbereiches und ein verschärfter Blick auf die Arbeit in Ochsenzoll genauso dringend kommen muss, wie angekündigt wurde.

In der laufenden Woche kam ja auch noch die entscheidende Nachricht von der Deutschen Fußball Liga. Alle Vereine haben spätestens auf dem zweiten Bildungsweg die Lizenz für die kommende Saison erhalten. Dazu gehört auch der HSV, der nach dem ersten Anlauf noch Bedingungen zu erfüllen hatte. Weil dies ein Besorgnis erregender Vorgang war, der in der HSV-Vergangenheit kaum einmal vorkam, wurde viel spekuliert und weitreichend verhandelt. Von Fehlbeträgen zwischen zehn und 20 Millionen Euro war die Rede. Mit Klaus-Michael Kühne hatte sich ein Bürgschaft-Geber gefunden, der für zehn Millionen Euro gerade stehen wollte, sollte es eng werden. Weitere zwei Millionen Tilgungsaufschub hatte Kühne in Aussicht gestellt. Im Hintergrund hatte sich auch Jürgen Hunke bereit erklärt, zu bürgen – wenn auch nur für den Erstliga-Fall.

Am Ende musste der HSV keine der Bürgschaften in Anspruch nehmen – diese Informationen liegen uns mittlerweile vor. Demnach hatte die DFL für den Erstliga-Fall zunächst einen Fehlbetrag von 11,4 Millionen Euro beim HSV gesehen. Ein Großteil dieses Betrages führte zurück auf Worst-Case-Annahmen was das TV-Ranking angeht. Einige andere Bundesligisten hatten so oder ähnlich ebenfalls mit schlechten Planzahlen der DFL zu kämpfen, Werder Bremen hatte sogar offiziell Einspruch gegen den ungünstigen Lizenz-Vorbescheid eingelegt. Der HSV hat den Zahlen ebenfalls widersprochen, und damit inhaltlich Recht behalten.

Denn am Ende der Saison war der HSV mit Bundesliga-Platz 16 bei der DFL plötzlich nur noch mit 3,8 Millionen Euro „in der Kreide“. Diesen Betrag wies der Verein durch die Verlängerung des Ausrüster-Vertrages mit adidas, der ein Signing Fee von sechs Millionen Euro mit sich führte, nach. Das heißt: der HSV erhielt die Lizenz, ohne auf die Bürgschaft von Klaus-Michael Kühne angewiesen zu sein.

Was bedeutet das ganze nun für die Bilanz des Vereins in der abgelaufenen Saison? Drei Mal in Folge hatte der HSV tiefrote Zahlen geschrieben. Allein im TV-Ranking gingen dem Verein zuletzt sieben Millionen Euro flöten. Mit Platz 6 war kalkuliert worden, mit Platz 13 ging der HSV in dieser Rangliste aus der schlechtesten Saison der Geschichte heraus. Dagegen standen einige unerwartete Einnahmen, wie zum Beispiel das Viertelfinale im DFB-Pokal mit dem ausverkauften Haus gegen Bayern München. Über das Ergebnis des Spiels decken wir noch einmal den Mantel des Schweigens.

Aber auch andere Einnahmen kamen dazu, bzw. Minderausgaben. So „sparte“ sich der HSV ein halbes Jahr Gehalt für Maximilian Beister und einige Monate bei Slobodan Rajkovic. Beide fielen und fallen mit ihren Kreuzbandrissen aus. Die Berufsgenossenschaft übernahm das Gehalt.

Dagegen stehen nun wieder unerwartete Verpflichtungen wie die vielen und hohen Trainergehälter. Bert van Marwijk zum Beispiel ist bis heute nur freigestellt und hat im Prinzip Anspruch auf Gehalt beim HSV bis Juni 2015. An einer Auflösungsvereinbarung wird gearbeitet – dieser Faktor kann die Bilanz des noch laufenden wie des folgenden Geschäftsjahres beeinflussen.

Es gibt also noch einige Unbekannte, dennoch ist deutlich abzusehen, dass der Verein auch in dieser Saison mit Roten Zahlen abschließen wird. Dem Vernehmen nach liegt die Summe zwischen zwei und drei Millionen Euro. Nicht so schlimm wie in den Vorjahren, aber immer noch schlimm genug.

Der kroatische Nationaltrainer Niko Kovac hat heute seinen 23-Mann-Kader für die WM in Brasilien benannt. Dazu passt diese Meldung der dpa:

Mit den drei Bundesliga-Profis Mario Mandzukic vom deutschen Meister Bayern München sowie den Wolfsburgern Ivan Perisic und Ivica Olic nimmt Kroatien die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien in Angriff. Nach dem 2:1 (1:0) im Testspiel am Samstag in Osijek gegen Mali, in dem Perisic beide Treffer (15./64. Minute) erzielte, legte sich Nationaltrainer Niko Kovac auf seinen endgültigen 23er-Kader fest. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Ivo Ilicevic (Hamburger SV) sowie Niko Kranjcar und Ivan Strinic strich Kovac auch den zweiten HSV-Spieler Ivan Badelj (Muskelverletzung) aus seinen Überlegungen.

Bitter für Milan Badelj. Und die Liste der HSV-Profis an der Copacabana ist auf einen geschrumpft. Johann Djourou, der Schweizer Verteidiger. Eine traurige HSV-Bilanz am Ende einer traurigen Saison.

Heute Abend noch interessant: Die Auslosung im DFB-Pokal (18.50 Uhr in der ARD, Horst Hrubesch zieht die Lose) und das Test-Länderspiel Türkei (mit Hakan Calhanoglu) gegen den deutschen WM-Gruppengegner USA. Anpfiff in New Jersey 20 Uhr MEZ.

Für heute grüßt Euch Lars

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AKTUELLE MELDUNGEN:
1) Soeben hat Horst Hrubesch gezogen – der HSV tritt in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Zweitliga-Absteiger Energie Cottbus an. Die Spiele finden vom 15. bis 18. August statt.
2) Laut „Sky“ hat Stürmer Pierre Michel Lasogga dem HSV abgesagt. Demnach hätte der HSV zwar angekündigt, Lasogga ein Angebot zu unterbreiten, dies aber versäumt. Deswegen, so die Darstellung des Spielers, habe sich das Thema HSV für ihn erledigt.
3) Ein großer Glückwunsch geht nach Ungarn. Thomas Doll hat durch einen 2:0 gegen Paks FC mit seinem Verein Ferencvaros Budapest den neunten Sieg in Folge errungen und damit die Europa League erreicht. „Dolly“ wird in der ungarischen Hauptstadt seit Wochen gefeiert – für ihn ist das ein großartiger Erfolg!
4) Und ein weiterer Glückwunsch, diesmal zum Geburtstag, geht nach Berlin an unseren „Matz-ab-Rechtsanwalt“!

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