Archiv für das Tag 'Höwedes'

Klare Entscheidungen – in Sachen Knäbel und auch sonst bitte

8. September 2014

Länderspiele der Deutschen haben ja schon seit längerer Zeit nur noch in Ausnahmefällen etwas mit dem HSV zu tun. Wobei das im Spiel gegen Schottland anders war. Nicht, weil die Viererkette ähnlich anfällig war wie der HSV gegen Paderborn. Vielmehr habe ich mich immer wieder gefragt, ob Joachim Löw das bewusst macht gegen einen vermeintlich nicht so starken Gegner. Denn anders war für mich nicht erklärbar, dass diese Viererkette (Rudy, Boateng, Höwedes, Durm) unverändert durchspielte. Zumindest die Linksverteidigerposition mit Durm war inakzeptabel schwach. Gut, es war Durms erstes Pflichtspiel für die Nationalelf – aber was genau ihn jetzt so sehr von Jansen abhebt, dass der HSV-Mann nicht einmal nominiert wurde, erschließt sich mir nicht.



Aber egal. Nationalmannschaft war – jetzt ist HSV. Und der befindet sich weiter auf dem Erneuerungspfad. Diesmal mit der seit Monaten erwarteten Verpflichtung von Peter Knäbel. Die soll (mal wieder) fix sein. Und egal wie wenig sattelfest diese von allen Tageszeitungen verkündete Nachricht ohne offizielle Bestätigung des HSV auch ist – ich bleibe natürlich unverändert bei meinem Statement aus dem Juli: Knäbel kommt.

Und der Chef des Schweizer Fußballverbandes wird in Hamburg weiter umbauen. Das war eine der Bedingungen für den ehemaligen St.-Pauli-Profi. Zuletzt waren die Gespräche immer wieder an dem Punkt gestoppt, wo es um die Festlegung der Kompetenzen ging. Das scheint sich geklärt zu haben. Jetzt, wo fast alle Vorstände im Urlaub weilen ist das zwar ein komischer Zeitpunkt – aber es ist für mich auch eine gute Nachricht. Immerhin gilt Knäbel als Entwickler, als Fußball-Stratege. Den Schweizer Fußballverband leitete er als Direktor bis hoch zum WM-Teilnehmer in die Zwischenrunde. Bei HSV-Nachwuchschef Bernhard Peters steht der 47-Jährige zudem ähnlich hoch im Kurs wie bei Beiersdorfer. Ergo: Knäbel wird ins neue Führungs-Team passen.

 

Für Abendblatt-Blogs


Dass auch diese Verpflichtung die Gerüchte um einen Trainerwechsel nicht leiser werden lassen – es ist zu erwarten. Leider. Zumal dann nicht, wenn ein Aufsichtsratsvorsitzender Forderungen an den Trainer formuliert – aber dazu später mehr. Oder auch nicht. Mal sehen…
 

Egal wie, die Trainerpersonalie ist für mich die letzte, die sich jetzt noch – und vor allem endlich! – langfristig klären muss. Beiersdorfer täte ganz sicher gut daran, nach seinem Urlaub ein klares Signal zu senden, ob und wie es weitergeht. Schon allein, um allen Gerüchten den Garuas zu machen. Und damit wende ich mich hier weder für noch gegen Slomka. Aber ich weiß, dass nichts schädlicher ist als ein geschwächter Trainer in einer schwierigen sportlichen Phase. Und dass sich ausgerechnet jetzt auch noch ein Mann wie Aufsichtsratsboss Karl Gernandt zu Wort meldet und den Trainer zu „mutigen Entscheidungen“ auffordert – es macht die Sache nicht einfacher. Nicht für Slomka, nicht für den HSV – und am wenigsten für alle zusammen. Ganz im Gegenteil.

 

Nein, so deutet fast alles daraufhin, dass Slomka beim HSV schon auf Bewährung ist. Die Frage ist nur, mit welchem Sinn das Ganze versehen sein könnte. Oder ist es nur, weil der potenziell Neue noch nicht überzeugt werden konnte? Glaubt tatsächlich irgendwer, dass ein Sieg in Hannover alles verändern könnte? Wäre dann plötzlich alles wieder gut und Slomka über alle Zweifel erhaben? Was passiert denn, wenn der HSV anschließend in Hannover gewinnt und gegen München direkt danach erwartungsgemäß verliert? Haben wir dann mehr geschafft, als dieselbe schädliche Diskussion auch noch nach dem vierten Spieltag zu führen?






Ich glaube nicht. Für mich ist vielmehr der Moment, in dem ein Trainerjob vom nächsten Spiel abhängig gemacht wird, schon der Moment, in dem gehandelt werden muss. So, wie damals vor Braunschweig, als Oliver Kreuzer als Sportchef mit Slomka eigentlich schon einig war und dem damaligen Trainer Bert van Marwijk trotzdem noch eine (unnötige weil nicht echte) „letzte Chance“ gab.
 

Apropos: Oliver Kreuzer befindet sich jetzt ja schon eine Weile im Urlaub. Gut bezahlt und mit Handy, Dienstwagen und Tankkarte des HSV ausgestattet. Und das bleibt bis zu seinem Vertragsende auch so. Zumindest sollen sich der HSV und sein ehemaliger Sportchef darauf außergerichtlich geeinigt haben. Entlassen zu werden kann eben tatsächlich auch schön sein – zumindest dann, wenn man vorher beim HSV angestellt war…
 

Gerade erst angekommen ist Julian Green. Heute war sein erster Trainingstag – und der macht Hoffnung. Schnell, ballsicher und torgefährlich präsentierte sich der US-Nationalspieler, der vom FC Bayern auf Leihbasis zum HSV gewechselt ist und hier das Ziel hat, den nächsten Karriereschritt einzuläuten. „Ich habe mich lange unterhalten und sowohl von Pep Guardiola als auch von meinem Nationaltrainer Jürgen Klinsmann die klare Empfehlung bekommen, zum HSV zu gehen“, so Green, der erst am letzten Donnerstag vor dem Ende der Transferperiode das erste Mal vom HSV angerufen worden war. „Guardiola meinte, es sei meine Entscheidung und ich solle nach Hamburg gehen und mich durchsetzen. Und das habe ich vor.“
 
Klingt gut. Wobei dem jungen Offensivspieler (bevorzugte Position links offensiv) die Demut vor der neuen Aufgabe anzumerken ist. Und das ist ein gutes Zeichen. „Ich weiß, dass ich Geduld brauche, um einen Schritt nach dem anderen zu machen.“ Weil er eben alle diese Schritte benötigen würde, um sich weiterzuentwickeln. In Hannover dürfte der flinke Rechtsfuß noch von der Bank aus kommen. Aber ich bin ehrlich gespannt, ob mit ihm, dem offensichtlich wieder genesenen Nicolai Müller sowie Ivo Ilicevic (trainierte heute separat: „Ich hoffe, dass ich am Donnerstag wieder mit der Mannschaft trainieren kann“) das Tempo in das HSV-Spiel kommt, dass Slomka für sein immer wieder gefordertes schnelles Umschaltspiel benötigt.
 
Wobei ziemlich klar ist, dass es schlechter als zuletzt gegen Paderborn kaum werden kann. Deshalb hoffe ich zum einen auf klare Entscheidungen in Zeiten, in denen die Weichen für den zukünftigen HSV noch gestellt werden können. Und zum anderen hoffe ich natürlich darauf, dass in Hannover nicht nur neues Personal auf dem Platz zu erkennen sein wird, sondern endlich auch eine neue Mannschaft…
 
In diesem Sinne, bis morgen. Da wird um 10 und um 15.30 Uhr trainiert. Mittwoch ist trainingsfrei.
 
Scholle

Aogo fällt aus – und Arnesen ist wieder da

8. März 2012

Oha, das ging schneller als ich dachte. Eigentlich sollt sich der Einsatz von Dennis Aogo erst in den letzten Trainingseinheiten entscheiden. Aber als ich heute zur Pressekonferenz über den Parkplatz vor der Imtech-Arena schlenderte, kam mir Dennis Aogo in seinem Wagen entgegen. Er hielt kurz an und ich fragte, wie es mit seiner Wade aussehen würde. „Gar nicht gut“, so die niedergeschlagene Antwort des Linksfußes, „ich werde am Wochenende wohl nicht dabei sein.“ Eine Einschätzung, die HSV-Trainer Thorsten Fink nur wenig später konkretisierte. „Tomas Rincon hat mit Wadenproblemen gefehlt, soll aber morgen wieder dabei sein. Das wird bei Dennis leider nicht gehen. Dennis wird am Sonntag nicht dabei sein.“

Es drohen nach den Sperren für Jarolim (5. Gelbe) und Paolo Guerrero (acht Wochen) zwei weitere Ausfälle, die dem HSV sehr weh tun würden. Immerhin hatte Fink zuletzt den Versuch mit Marcell Jansen als Linksverteidiger als gescheitert bezeichnet. Heute revidierte er seine Worte: „Marcell ist ein gelernter Linksverteidiger. Das am Sonnabend war nicht gut. Ich glaube aber, dass er es am besten kann.“ Soll heißen: Gegen Schalke spielt Jansen links. Ob auch sonst die gegen den VfB so löchrige Viererkette bleibt?

Es sieht so aus.

Allerdings weniger, weil Fink davon überzeugt ist, als weil sich aus der zweiten (und teilweise dritten) Reihe wirklich niemand aufdrängt. Gestern beim Spiel gegen Victoria hatte ich jedenfalls den Eindruck, als wolle Jeffrey Bruma sich nicht wirklich empfehlen. Als einziger mit dieser neumodernen Schal-Halskrause (tragen zumeist die Keeper) auf dem Platz unterwegs, wirkte der Niederländer nicht wirklich motiviert. Er hielt sich bei Zweikämpfen zurück und ließ im Verbund mit Michael Mancienne in der Innenverteidigung dem Oberligisten eine Fülle von Chancen zu. Wobei man bei Mancienne, der am Ball unsicher wirkte, noch sagen kann, dass er zumindest alles versucht hat. Auch wenn es nicht gut war. „Das Spiel war sehr gut für mich“, gab sich Fink zunächst geheimnisvoll, „es hat mir einige wichtige Aufschlüsse geliefert.“

Welche genau? Na klar, zum einen den, dass Heiko Westermann auf der linken Seite in der Viererkette nichts zu suchen hat. Nicht, dass Westermann („Das habe ich bei Schalke 40- oder 50-mal spielen müssen“) das nicht könnte – er spielt das sicher solide. Nein, Fink musste erkennen, dass die Innenverteidigung nicht auf ihren Abwehrchef verzichten kann. Zu schlecht waren die Darbietungen des niederländisch/englischen Duos. „Ich wollte ja eh nicht allzu viel verändern“, versuchte Fink heute die Entscheidung nicht als gegen Bruma/Mancienne sondern für Westermann/Rajkovic zu umschreiben, „und ich musste erkennen, dass Heiko im Zentrum zu wichtig ist, als dass ich ihn außen spielen lasse. Das wird definitiv nicht passieren.“

Obwohl es sicher noch nicht komplett sicher ist, dass Rajkovic nach seinem Blackout-Spiel gegen Stuttgart wieder in die Innenverteidigung rückt. Fink hatte angekündigt, den Serben im Training ganz genau beobachten zu wollen. Er wollte zunächst abwarten, wie Slobodan Rajkovic das Katastrophenspiel verkraftet. „Slobodan hat gut trainiert. Nach seiner Roten Karte damals war er schlechter drauf.“ Fink stellt auf – nach dem Ausschlussverfahren…

Na gut, das muss noch lange nichts bedeuten. Im Gegenteil. Manchmal entwicklet sich aus der Notsituation etwas Positives. Allerdings ist es sicher alles andere als optimal vor einem schweren Auswärtsspiel wie dem beim FC Schalke. Wobei ich mir fast genauso große Sorgen um unser Mittelfeld mache. Ohne Jarolim und jetzt auch noch ohne Rincon? Dass Kacar kommt, war klar. Aber wer ersetzt im Falle seines Ausfalles Rincon? Robert Tesche? Das wäre ein wirklich hohes Risiko. Ein zu hohes, wie ich glaube. Allerdings gilt das auch für die Alternativen. Denn die beinhalten entweder eine Umstellung oder eine Premiere. So könnte Fink auch Jacopo Sala auf die Sechs ziehen. Dann hätte er zwar einen laufstarken, technisch guten Spieler mehr in der Zentrale – allerdings ohne diesen bislang in der Bundesliga dort spielen gesehen zu haben. Nur gut, dass Fink selbst heute noch sehr optimistisch formulierte: „Bei Tomas ist es eher nicht so ernst.“

Ernst hätte es in London werden können. Dort weilte Sportchef Frank Arnesen, um sich einen Überblick über personelle Möglichkeiten bei seinem Ex-Klub FC Chelsea zu machen. Er sprach mit dem FC-Präsidenten und dem Sportdirektor – auch über die Zukunft von Jeffrey Bruma. Ich habe Arnesen eben im Auto auf dem Weg zum Flughafen erreicht. Und er schien zufrieden mit den Gesprächen zu sein. „Wir haben über Jeffs Entwicklung bei uns gesprochen und Chelsea ist sehr zufrieden mit dem, was wir machen. Sie finden es gut, konnten aber natürlich noch keine konkrete Entscheidung treffen.“ Natürlich deshalb, weil der Abramowitsch-Klub seinen Trainer Andre Villas-Boas (für angeblich rund 14 Millionen Euro Abfindung!!) entlassen hat und bislang noch keinen neuen Trainer präsentieren konnte. „Von dieser Entscheidung hängt natürlich auch einiges ab“, erklärt Arnesen, „er muss sich entscheiden, mit wem er arbeiten will.“ Allerdings dürfte Jeffreys aktuelle Form dem HSV in die Karten spielen…

Zudem nutzte Arnesen den Trip, um mögliche interessante Leihgeschäfte auszuloten. So sprach er auch über Romelu Lukaku, der beim HSV seit Jahren auf dem Wunschzettel steht, bei Chelsea bislang nicht über Einwechslungen hinauskam, aber trotzdem über einen Marktwert von 15 Millionen Euro verfügt. „Wir haben über ihn gesprochen“, gibt sich Arnesen betont vorsichtig, „aber bei ihm wird es ganz sicher keine Entscheidung über seine Zukunft geben, bevor nicht der neue Trainer da ist.“ Und auch der zweite Name, den wir hier im Blog zuerst ins Gespräch gebracht hatten, wurde von Arnesen bestätigt. Tomas Kalas, der tschechische Innenverteidiger, der momentan vom FC Chelsea an Vitesse Arnheim verliehen ist, gilt als einer der Lieblingsspieler vom HSV-Sportchef. „Wir haben damals sehr viel Potenzial in ihm gesehen“, erzählt Arnesen, dessen Sohn Sebastian den heute 18-Jährigen einst für Chelsea gescoutet hatte. „Tomas steht auf unserer Liste, ist aber auch erst 18 Jahre alt. Wir verfolgen seinen Weg. Er hat viel Talent und ist ein Spieler mit einer sehr guten Zukunft. Aber im Moment haben wir vier gute Verteidiger.“

Heute Abend kehrt Arnesen aus London zurück. Etliche Gespräche im Rücken und einige neue Eindrücke im Gepäck. Und obwohl er (zumindest offiziell) noch nichts zu vermelden hat, so ist er „sehr, sehr positiv“, wie er selbst sagt. Und das gelte auch für das Spiel auf Schalke. Arnesen glaubt an eine Reaktion der Mannschaft. Ebenso wie es der heute ungewohnt wortkarge Heiko Westermann sieht: „Wir haben das Debakel gegen Stuttgart abgearbeitet. Jetzt müssen wir eine Reaktion zeigen. Wir haben uns die Suppe selbst eingebrockt – jetzt müssen wir auch wieder aufstehen.“

Punkt. Mehr wollte Westermann eigentlich gar nicht erzählen. „Nach einem 0:4 zu Hause gibt es auch nicht mehr viel zu erzählen. Stattdessen würde ich lieber jetzt als gleich das 0:4 wieder gutmachen.“ Ausgerechnet bei dem Klub, von dem Westermann zum HSV wechselte. „Es ist schon ein anderes Spiel als sonst“, erzählt Westermann, der noch immer Freunde beim FC hat. „Ich habe noch guten Kontakt zu Benedikt Höwedes“, sagt Westermann, „ich hatte dort eine schöne Zeit.“ Als Linksverteidiger? „Auch. Auf links, auf rechts, in der Mitte – und im Mittelfeld“, scherzt Westermann leicht gequält. Dem HSV-Kapitän war anzumerken, dass ihm noch lange nicht nach Scherzen zumute ist.

Und das ist auch gut so. Denn in den nächsten Wochen, mit Schalke, danach dem Heimspiel gegen den SC Freiburg sowie den beiden Auswärtsspielen in Folge gegen Wolfsburg und Kaiserslautern stehen schwere, richtungweisende Spiele an. In den vier Partien kann sich der HSV ebenso nach unten hin komplett absichern wie wieder mitten in den Abstiegskampf geraten.

Schon deshalb verstehe ich, dass Heiko Westermann nicht nach Scherzen zumute ist. In diesem Sinne, bis morgen. Da wird um 15 Uhr an der Arena trainiert.

Scholle

Endlich zählts: die Bundesliga! Und eine neue Chance…

12. Januar 2011

Der HSV will den vielen starken Worten der letzten Tage gegen Schalke am Sonnabend Taten folgen lassen – das belegte das heutige Training. Nach intensiven Technikübungen folgte ein noch intensiveres Trainingsspiel. Veh beorderte mit Brügmann und Akyol erneut zwei Talente aus der Regionalligamannschaft zu den Profis (Pressel ist ja ohnehin schon länger dabei), um sein A-Team wettbewerbsgleich gegen elf Spieler (in diesem Fall Reservisten) antreten zu lassen. Und es war ordentlich Tempo in der Partie. 45 Minuten (mit zwei kleinen Pausen) ließ Veh seine Schützlinge aufeinander los und man sah am Einsatz aller, dass der Kampf um die Plätze im Kader voll entbrannt ist. Doch nicht alles dürfte dem Coach gefallen haben: Die Stammelf (Rost – Demel, Westermann, Kacar, Aogo – Jarolim, Zé Roberto – Pitroipa, Ben-Hatira, Elia – van Nistelrooy) gewann durch Tore von Pitroipa und van Nistelrooy, die sich auch jeweils als Vorbereiter einmal eintrugen, zwar mit 2:0. Die Reservisten hätten das Spiel aber ihrerseits gut und gerne gewinnen können. Torun, Choupo-Moting (nach bösem Schnitzer von Westermann) und Jansen vergaben beste Chancen. Es geschah genau das, was Veh nach dem Ajax-Kick und in einer Videoanalyse vor dem heutigen Training noch angemerkt hatte, es wurden zu viele Chancen zugelassen. „Wir dürfen nicht so viele Möglichkeiten des Gegners zulassen, daran werden wir in der Trainingswoche verstärkt arbeiten“, hatte Veh versprochen. Und seit heute weiß er, dass er morgen und Freitag noch eine Menge Arbeit vor sich hat.

Zumal die Schalker Mannschaftsicher nicht schlechter sein wird als die B-Elf des HSV. Das verriet Ex-Schalker Westermann. Der Abwehrchef hatte sich bei seinen Ex-Kollegen etwas umgehört und dabei Interessantes zutage befördert. Zum Beispiel verriet er, dass er nicht daran glaube, dass Farfan wirklich nicht zur Startelf der Gelsenkirchener gehören wird. Genauso wie er gehört haben will, dass Höwedes trotz seines Anfang des Monats erlittenen Bänderrisses gegen den HSV auflaufen wird. Die Magath-Wunderheilung in zehn Tagen? Abwarten. Der Ex-HSV-Profi kann dabei noch mit anderen seltenen Maßnahmen aufwarten: So kehrt er mit seinen Schalkern erst am Freitag aus dem Trainingslager im türkischen Belek zurück – und nur einen Tag später geht es bei 20 Grad weniger gegen den HSV. Gut, vielleicht wird die S04-Turnhalle ja ordentlich geheizt?!? Andererseits kann ich dieses Vorgehen von einem peniblen Macher wie Magath absolut nicht nachvollziehen. Und so sehr ich ihn als Fachmann schätze – so etwas gehört einfach bestraft…
Aber zurück zu dem, was wir selbst verantworten und beeinflussen können. Beim Abschlussspiel nahm Kacar wie erwartet neben Westermann den Platz in der Innenverteidigung ein, bekam aber den einen oder anderen Rüffel des Trainergespanns von der Seitenlinie zu hören. „Was machst du da, Gojko, wo treibst du dich rum“. Immer wieder musste Kacar in seine Rolle zurückbeordert und neu gestellt werden. Glänzen konnte dagegen vor allem zu Beginn des Trainingsspiels einmal mehr Ben-Hatira mit guter Übersicht und tollen Pässen. Und auch wenn er zum Ende des Trainings ein wenig abbaute, an seinem Einsatz von Beginn an besteht wohl kein Zweifel mehr. Änis selbst wollte diese Woche nicht viel sagen, sondern erst mit Taten glänzen. Er hat aus seinen Fehlern gelernt. Der Junge ist fast schon beängstigend erwachsen geworden… Obwohl, ein bisschen was hat er dann doch zum Besten gegeben: „Ich weiß ja noch nicht einmal, ob ich spiele. Aber wenn, werde ich Gas geben ohne Ende. Ich habe zuletzt immer gespürt, kein Notnagel mehr zu sein, sondern über gute Trainingsleistungen die Chance zu haben, mich anzubieten.“ Am Ziel ist er dennoch noch lange nicht. „Das ist erst der erste Schritt.“
Die sonstigen Eindrücke aus dem Training: Pitroipa war auffälliger als Elia, die rechte Seite der A-Elf war insgesamt effektiver als die linke. Etwas überraschend – aber so war es. Und Besic hatte in der B-Elf gute Szenen – er scheint sich nicht aufgegeben haben im Kampf um die zentrale Position in der Abwehr. Der Junge begeisterte mit guten Zweikämpfen und er dirigierte fleißig.
Einer der größten Besic-Befürworter ist übrigens Kapitän Westermann. Und der kam heute vor dem Training zu uns in die Presserunde. Er erzählte, dass er immer noch in Kontakt zu einigen Schalkern steht, vor allem zu Neuer und Höwedes. Aber das hatte ich eingangs dieses Blogs ja schon. Er weiß allerdings auch, wie man gegen die Königsblauen gewinnt. Die Chance gegen die Magath-Befehlsempfänger bestünde vor allem in der Schwierigkeit der Schalker, selbst das Spiel zu machen. „Wenn wir alle Räume eng machen, werden sie es schwer haben. Zudem ist die Abwehr nicht die beste, sie haben zum Beispiel derzeit keinen Rechtsverteidiger zur Verfügung.“ Was für Zyniker nach dem aktuellen HSV-Problem mit „Giiiiiii“ klingt, gilt offenbar auch für Westermanns Ex-Klub. „Dafür“, und das betonte er auch, weil es sein direktes Arbeitsfeld betrifft, „sucht der Sturm mit Raul und Huntelaar seinesgleichen in der Bundesliga.“

Gut nur, dass sich Westermann – wie gestern schon Gojko Kacar – selbst topfit fühlt. Allerdings räumte der Kapitän ein, wenn man sein Spiel gegen Amsterdam zum Maßstab nähme, könne man kaum sagen, er sei schon in der bestmöglichen Form. Er habe selbst einige Stockfehler in seinem eigenen Spiel sowie im Zusammenspiel mit seinem neuen serbischen Innenverteidiger-Kollegen erkannt. Man kann bei Westermann über alles meckern, man kann ihm viele Vorwürfe machen, aber dieser Mann hat Charakter. Der stellt sich nach jedem Spiel, der reagiert auf bittere Pfiffe gegen seine Person mit einer anschließend blitzsauberen Leistung (gegen Hoffenheim) – und er ist selbstkritisch. Gesund selbstkritisch. „Unser Job ist mit vielen Vorteilen behaftet, die wir schätzen müssen, um nicht die Bodenhaftung zu verlieren“, hatte er schon bei seiner Vorstellung zu Saisonbeginn gesagt. Westermann damals: „Dazu gehört es auch, in schwierigen Zeiten die Arschbacken zusammenzukneifen und sein Ego hintenanzustellen.“ Dass er sich in allen Lagen und zu allen Themen stellt, bewies er auch heute wieder, als er einem Radioreporter noch zum Besten, dass er sich über den Dioxin-Skandal keine großen Gedanken macht und weiter Eier esse. Respekt! Das sind doch mal Informationen…

Nun gut, wir wissen alle nicht, ob das Experiment mit Westermann/Kacar gut geht, aber die beiden wirken zumindest in sich gefestigt, als seien sie sich ihrer Verantwortung bewusst. Kacar sieht die Chance, sich auf einer anderen Position als der Sechs in die Startelf zu spielen. Und Westermann ist wie immer heiß darauf, endlich mit dem HSV durchzustarten. Im Mittelfeld hat Veh die Qual der Wahl – und mit Ben-Hatira eine neue Alternative, auf die ich ebenso gespannt bin wie auf Westermann/Kacar. Was mich allerdings etwas verwundert: Beim HSV schwärmen sie alle von Schalkes Offensive mit Huntelaar und Raul. Das kann man machen. Die sind schon ne Hausnummer. Aber, um mal das eigene Licht nicht unter den Scheffel zu stellen, wer offensiv mit eben jenem Ben-Hatira, Pitroipa, einem Eljero Elia und noch dazu mit einem Ruud van Nistelrooy antreten kann, sollte mehr seine eigene Stärke betonen, denn über andere philosophieren. Bei allem Respekt vor dem S04-Angriff…

Aber gut, das Schönste am heutigen Tag war, dass es der erste seit Wochen war, an dem ich nicht ein einziges Gespräch geführt habe, in dem es um Hoffmann, den Vorstand allgemein oder den Aufsichtsrat ging. Endlich, und es sind ja nur noch drei Tage, haben sich alle wieder aufs Kerngeschäft konzentriert: die Bundesliga. Ich auch. Und ich werde hier, das kündige ich schon mal an, bis einschließlich zum Anpfiff am Sonnabend um 18.30 Uhr optimistisch sein. Ich will es einfach versuchen. Weil mir alle Spieler, Trainer und sonstigen Verantwortlichen von Gesundung und Besserungen berichtet haben. Ich will einfach optimistisch sein. Frei nach dem Motto: Der HSV beginnt neu und kriegt dafür eine neue Chance. Auch wenn es meinen Beobachtungen hier und da mal widerspricht. Weil alles andere keinen Spaß macht. So habe ich das bei unserer traditionellen Abendblatt-Tipprunde übrigens auch immer gehandhabt. Bei mir hat der HSV, ob bei Pagelsdorf, Jara, Toppmöller, Doll, Stevens, Jol oder auch Labbadia in den letzten zehn Jahren jedes Spiel gewonnen – ausnahmslos. Dadurch habe ich einige Runden knapp die Geldränge verpasst – aber dafür war die Freude doppelt groß, als ich die letzten Runden gewinnen konnte. Ich verspreche Euch hiermit allerdings auch, dass diese Unvernunft spätestens mit der Analyse nach dem Schalke-Spiel beendet ist.

Übrigens: Das Spiel gegen Schalke war aufgrund der Dachschäden durch die Schneemassen der letzten Wochen bis gestern sogar noch gefährdet. Erst am späten Nachmittag kam die endgültige Bestätigung, dass gespielt werden kann – zumindest solange das Wetter so bleibt, wie es ist. Gegen den HSV werden Regencapes an die Zuschauer auf den betroffenen Plätzen verteilt, wo das Dach nicht dicht ist. Wenn es jedoch wieder schneien sollte, sind Spielabsagen bis Ende März nicht ausgeschlossen.

In diesem Sinne: Nur der HSV!

20.29 Uhr

P.S.: Um mal mit einem Gerücht aufzuräumen: Dennis Aogo erhält für seine Vertragsverlängerung eine Verdoppelung des bisherigen Jahressalärs. Allerdings entspricht das längst den Taut-Vermutungen (drei Millionen Euro) sondern beläuft sich auf „nur“ rund zwei Millionen Euro per annum.

Denkt mal an Bordon

30. Mai 2010

Die HSV-Krise ist immer noch allgegenwärtig, vielleicht ist es sogar so etwas wie ein Fluch. Das habe ich jedenfalls heute spontan gedacht, als ich die Neuigkeiten von der Nationalmannschaft erfahren habe. Kaum tauchte der Schalker Heiko Westermann auf der Kandidatenliste des HSV auf und wurde als potenzieller Nachfolgekandidat für Jerome Boateng in der Innenverteidigung gehandelt, war für ihn das WM-Aus quasi besiegelt. Kahnbeinbruch – damit dürften für den Schalker Kapitän auch die Vorbereitung und der Saisonstart 2010/11 gelaufen sein.

Das von einigen von Euch kürzlich angestimmte „Zwölf kleine Aufsichtsräte“ sollten wir besser auf die DFB-Auswahl anstimmen. Wenn es so weiter geht, braucht Joachim Löw seinen Kader vor dem WM-Start gar nicht mehr zu reduzieren – das geschieht schon von selbst. Was glaubt Ihr eigentlich, was Deutschland in Südafrika reißen kann? Eigentlich sprechen ja alle Vorzeichen gegen eine erfolgreiche Reise des Löw-Teams. Aber da wir uns ja nach dem HSV-Desaster am Saisonende auf eine optimistischere Ausrichtung verständigt hatten, halte ich mich mit sorgenvollen Einschätzungen zurück. Und da es neben dem DFB-Kader ja noch andere mit einigen Verletzungssorgen und Formschwächen gibt, möchte ich mich erst unmittelbar vor Turnierstart mit meiner endgültigen Prognose melden. Bis dahin warte ich natürlich vor allem gespannt ab, was mit unseren Hamburger WM-Fahrern passiert. „Boa“ – ja, bis 30.6. ist er noch HSVer – und Piotr Trochowski bezeichne ich mal als gesetzt. Marcell Jansen und Dennis Aogo müssen sich in den kommenden Tagen unabdingbar machen. Lassen wir uns überraschen.

Nun habe ich aber noch eine Information, die ich gerne mit Euch teilen möchte. Nicht etwa die neuesten Gerüchte in Sachen Stürmersuche. Da kursierte ja zuletzt die Nachricht, Andrej Voronin sei in Hamburg gesichtet worden. Ich will gar nicht behaupten, dass der Ukrainer nicht in der Hansestadt war. Allerdings habe ich bis heute noch keinerlei Information erhalten, dass der frühere Berliner auf dem Wunschzettel des HSV stehen soll. Dafür spräche auch wenig, sofern Neutrainer Armin Veh auf die Angreifer Paolo Guerrero, Mladen Petric und Ruud van Nistelrooy plus eine Ergänzung setzen sollte. Und genau davon gehe ich aus. Zudem würde ich wetten, dass Marcus Berg noch vor dem WM-Ende zu einem englischen Verein verliehen wird. Es soll ja einige Interessenten geben. Ich glaube jedenfalls nicht, dass er zu Saisonbeginn in Hamburg erscheinen wird.

Nun aber zurück zu meiner Information. Nachdem vorgestern ja extrem viel über Höwedes und Westermann diskutiert wurde – inhaltlich meist wertvoll, wie ich fand -, rief mich ein guter Bekannter aus Gelsenkirchen an und erklärte mir, in Hamburg seien alle auf dem Holzweg, was die potenziellen Neuzugänge aus dem Kader der Königsblauen betrifft. Ich erwiderte: Klar, am besten wäre eine Verpflichtung Rafinhas, weil damit die Rechtsverteidigerprobleme prompt behoben wären. Aber dann fiel mir die neue Charakteroffensive ein, und da passt der Brasilianer dann doch nicht.

Mein Bekannter und ich haben dann länger gesprochen und er hat mich wirklich bis zu allerletzt gereizt und versucht auf die richtige Fährte zu bringen, ehe er die Katze dann aus dem Sack gelassen hat. Und das war für mich dann doch eine Überraschung, zumal ich von ihm wirklich zu 100 Prozent immer richtige und zutreffende Infos erhalten habe. Er schwor Stein und Bein, dass sich der HSV nach Marcello Bordon erkundigt hätte.

Wirklich. Kein Scherz. Und soll ich Euch mal etwas sagen? Ich war und bin bis jetzt baff. Nun weiß ich natürlich nicht, ob sich an der Schalker Bereitschaft Bordon abzugeben etwas geändert hat, nachdem sich Westermann so schwer verletzt hat, aber alleine die Vorstellung einer Innenverteidigung Bordon/Joris Mathijsen hat mir so viele Gedanken bereitet, dass ich immer mal wieder den Kopf schütteln muss. Wer – bitteschön – sollte denn dann blitzschnelle Konterstürmer stoppen? Oder gibt es im Sommer vielleicht noch einen ganz großen Knall, bei dem sich „Matjes“ auch noch vom HSV verabschiedet? Ach was, ich mag es mir gar nicht vorstellen.

Ich lass Euch jetzt mal alleine mit diesen Informationen und werde morgen früh lesen, was Euch dazu so einfällt. Zu Khalid Boulahrouz muss ich auch noch kurz etwas sagen. Nämlich, dass ich weiß, dass er sich seit seinem Abschied aus Hamburg ständig nach seinen Ex-Kollegen, seinen Freunden und dem HSV erkundigt hat. Ich möchte sogar behaupten, dass er seinen unrühmlichen Abschied aus Hamburg damals schon mehrfach bereut hat. Vielleicht wäre er ja sogar die kostengünstigste Innenverteidigerlösung. Zumindest wäre es eine Diskussionsgrundlage. 

PS: Ein kleiner Nachtrag noch zum Junggesellenabschied von Thomas Doll. Einige von Euch dachten ja, Doll stehe vor seiner dritten Hochzeit. Das ist aber nicht so. Die Ehe mit Biljana in Zürich wird Dolls zweite Eheschließung. Mit Roberta war der frühere HSV-Trainer nicht verheiratet.

22:50 Uhr

Nachfolger für Moniz?

29. Mai 2010

Einige von Euch haben es ja bemerkt. In meinem Beitrag zum Rücktritt von Sergej Barbarez habe ich versehentlich geschrieben, dass der Posten im Aufsichtsrat bis in den Herbst hinein unbesetzt bleiben wird. Richtig ist aber, dass es erst im neuen Jahr eine Mitgliederversammlung mit dazugehöriger Wahl des Kontrollgremiums geben wird. Also bleiben es bis 2011 elf Räte. Schande auf mein Haupt.

Viele von Euch wollen ja nun wissen, was aus Horst Becker wird. Ich kann es Euch sagen: Ich weiß es nicht. Und ich bin der festen Überzeugung, dass der Aufsichtsratvorsitzende es selbst noch nicht weiß. Eigentlich wollte er sich ja schon in dieser Woche entschieden haben, aber nach den neuen Turbulenzen um Sergej Barbarez’ Rücktritt wird sich Becker erst am 8. Juni auf der nächsten Sitzung der Räte erklären. Ich bin schon jetzt gespannt, ob einige von Euch danach wieder in Anlehnung an ein bekanntes Kinderlied „Zwölf kleine Aufsichtsräte“ anstimmen, die von Woche zu Woche weniger werden.

Mal ehrlich: Ginge es nicht um den HSV, könnten die Geschichten und Geschehnisse in diesem Aufsichtsrat wirklich amüsant sein und als Sommerpausenkomödie durchgehen. Man stelle sich mal folgendes vor: Es gibt im Rat in Abwesenheit von Sergej Barbarez eine Art Vorabstimmung, was Barbarez’ Position als potenzieller Sportchef betrifft. Diese fällt gegen den Bosnier aus. UKE-Chef Jörg Debatin wird beauftragt, Barbarez diese Entscheidung vorab mitzuteilen, um ihn einer offiziellen Wahlniederlage zu entziehen. Und was passiert? Debatin gelingt es offenbar nicht, den Ex-Profi von der Sachlage zu informieren. Wie so etwas geht? Ist mir schleierhaft. Jedenfalls musste Becker die Nachrichtenlage dann kurz vor der entscheidenden Sitzung überbringen. Dankbare Aufgabe…

Ich weiß, ich weiß. Ihr giert nach Neuigkeiten und Nachrichten. Ihr wollt nicht ständig olle Kamellen aufgewärmt haben, sondern möchtet am liebsten täglich exklusive Meldungen. Aber das ist nicht so einfach in diesen Tagen. Beim HSV herrscht eine heikle Sensibilität. Das verstehe ich aber auch, denn derzeit sind explosive Personalentscheidungen ja nicht so selten. Und da möchte sich halt niemand die Zunge verbrennen oder sich möglicherweise selbst ins Abseits manövrieren.

Fangen wir also mit etwas Harmlosen an. Am Montag ist bei den Trainingsplätzen Baubeginn – und damit wird quasi der Startschuss zur neuen Saison abgegeben. Der hervorragend gepflegte Rasen wird mit Flutlichtmasten versehen. Der Grund für den Bau der Flutlichtanlage ist ebenso sinnvoll wie in diesem Fall mit einer Portion Galgenhumor versehen. Ursprünglich sollte das Licht genutzt werden, um in Europapokal-Wochen auch mal zeitmäßig angemessen, also in den Abendstunden im Spätherbst oder Winter, zu trainieren. Auf derartige Einheiten müssen die HSVer aber nun ja bekanntlich mindestens ein Jahr warten.

Weiter geht’s in Sachen Abwehrdiskussion. Heute spuken ja die Namen Heiko Westermann und Benedikt Höwedes durch die Tagesmedien. Beide Schalker Innenverteidiger werden ganz bestimmt nicht in Hamburg landen. Eher erwarte ich, dass Felix Magath seinen Brasilianer Bordon aufs Altenteil abschiebt und Höwedes im internen Ranking aufsteigt. Westermann könnte eher in Frage kommen, sofern die Ablöseförderungen für den Kapitän mit Vertrag bis 2014 nicht in die Höhe schnellen. Mehr als drei Millionen Euro wird der HSV bestimmt nicht zahlen wollen – und können – wenn überhaupt…!?

Vielleicht gibt es ja aber doch auch interne Lösungsmöglichkeiten. Guy Demels Zeiten als Rechtsverteidiger dürften bei einer konsequenten und schonungslosen Analyse der vergangenen Spielzeit gezählt sein. Aber als Nebenmann von Joris Mathijsen könnte ich ihn mir schon vorstellen, zumal er technisch hervorragend bestückt ist. Ob seine Schnelligkeit ausreicht, muss Armin Veh entscheiden.

Daran wird dann wohl aber auch ein neuer Co-Trainer mit arbeiten können. Und diesbezüglich habe ich tatsächlich mal eine Neuigkeit für Euch. Ich habe nämlich erfahren, dass Urs Siegenthaler mitnichten zu 100 Prozent für den DFB auf Achse ist, sondern immer noch die eine oder andere richtungweisende Entscheidung pro HSV mit auf den Weg bringt. Beim Schweizer Nationalverband hat sich Siegenthaler mit einem Auswahltrainer besprochen und möchte diesen Coach als Nachfolger für Ricardo Moniz, also als zweiten Co-Trainer neben Michael Oenning, an die Elbe lotsen. Ich habe gebohrt und nachgehakt, aber den Namen habe ich nicht in Erfahrung bringen können. Vielleicht schaffe ich es ja bis morgen.

17:30 Uhr

Ein Profi(l) für die Nachfolge

14. April 2010

Tag eins nach Jerome Boatengs Abschiedsentscheidung fiel draußen beim Training ziemlich leise aus. „Boa“ kam wie immer zur Einheit, er trainierte ordentlich und schrieb anschließend Autogramme. Seinen Abgang gen Manchester City mochte der Verteidiger nicht kommentieren: „Ich habe nichts zu sagen!“ Dafür wurde hinter den Zäunen wie auch in vielen Eurer Beiträge gesprochen, diskutiert, analysiert – und spekuliert. Boatengs Entscheidung, ob nun sportlich, finanziell oder auch beiderseits begründet ist egal, haben die meisten Fans zähneknirschend hingenommen. Einige prophezeien ihm ein klägliches Scheitern, andere halten seine frühzeitige Vereinswahl VOR der WM sogar für einen wirtschaftlichen Fehler (weil er bei einer guten WM noch viel mehr kassieren und noch viel bessere Klubs bekommen könnte). Heute war aber in vorderster Linie der Tag der Nachfolgespekulationen.

Ich weiß ja, dass viele von Euch dieses Namen-auf-den-Markt-Gewerfe nicht mögen, darum möchte ich mich der Thematik erst einmal sachlich widmen. Ich teile nämlich die Ansicht, dass die HSV-Abwehr ohne Boateng um einen ganz wichtigen, wenn nicht sogar den wichtigsten Stützpfeiler ärmer sein wird. Joris Mathijsen ist ohne seinen deutschen Nebenmann erheblich instabiler. Wohl auch, weil sich beide hervorragend ergänzen. Boatengs Tempo gepaart mit seinen herausragenden Diagonalbällen und dem (meist) geschickten Zweikampfverhalten haben sich seit jeher beruhigend auf Mathijsen ausgewirkt.

Wer könnte diese Rolle nun einnehmen? Beim Blick auf die internen Kandidaten, Bastian Reinhardt und David Rozehnal, komme ich unweigerlich zu einem Kopfschütteln. Mal kann diese Variante vielleicht gut gehen, aber auf Dauer ist sie meines Erachtens ungeeignet. Ups – fast hätte ich Alex Silva vergessen, den der HSV nach Brasilien zum FC Sao Paulo verliehen hat. Ein Freund von mir hat ihn erst kürzlich in Brasilien spielen gesehen und mir von einem guten Auftritt des Innenverteidigers erzählt. Als er von Boatengs Abgang hörte, sagte er spontan zu mir: „Dann müssen sie ja nur Alex Silva wiederholen, der spielt die Rolle vielleicht sogar noch etwas besser, weil konstanter!“

Ich traue meinem Freund zwar eine fußballerische Bewertung zu, habe da aber doch so meine Zweifel. Silva ist in Hamburg ja nicht sportlich gescheitert, sondern vielmehr wegen seines Treibens abseits des Platzes. Da soll der Verteidiger nämlich einige brasilianische Fußballerklischees bestätigt haben, was ihm vom Vorstand sogar fast eine Abmahnung eingebracht hätte. Ob das Tischtuch in diesem Fall zerschnitten ist, kann ich – ehrlich gesagt – nicht sicher sagen. Ich habe aber gehört und ja vor einiger Zeit auch schon mal geschrieben, dass der HSV-Vorstand Silvas Berater beauftragt hat, einen neuen Verein für den kopfballstarken und schnellen Abwehrmann zu finden. Das würde die Personallücke dann allerdings nicht schließen. Aber vielleicht denken die Klubbosse nach der Boateng-Entscheidung noch einmal um. Für diesen Fall sollten sie sich auf den Weg nach Brasilien machen und einfach mal ein offenes Gespräch mit ihrem Spieler führen. Wer weiß, vielleicht hätte sich die Boateng-Problematik dann sogar von selbst erledigt. Andernfalls ist die Scoutingabteilung, allen voran Michael Schröder, gefragt. Das Profil des gesuchten „Boa“-Nachfolgers ist eindeutig und dürfte die Angelegenheit auch für Spielerberater und ihren Drang der Angebotsunterbreitung einfacher machen.

Gesucht wird ein Spieler mit folgenden Eigenschaften:

– Sehr schnell
– Kopfballstark
– Rechtsfüßer
– Möglichst deutschsprachig
– Starkes Zweikampfverhalten
– Möglichst erstligaerfahren
– Charakterlich stabil
– Alter: 20-27 Jahre
– Nicht verletzungsanfällig
– Ablöse: unter fünf Millionen Euro

Dieses Profil dürfte manchen der genannten Typen bereits aus der Kandidatenliste katapultieren. In Sachen Christoph Metzelder glaube ich, dass das Geschwindigkeitsniveau das entscheidende Ausschlusskriterium sein dürfte – von der Verletzungsanfälligkeit ganz zu schweigen. Gladbachs Dante käme da eher in Betracht, zumal die Borussen ja kürzlich erst einen neuen Brasilianer aus Düsseldorf verpflichtet haben. Mats Hummels würde vielleicht auch passen, aber der Dortmunder ist zu teuer. Beim Namen Höwedes hege ich eigentlich erst Zweifel, seitdem ich die Ablösevermutungen kursieren höre. Fünf bis zehn Millionen Euro (was ist das überhaupt für eine Spanne?!?) werden da gehandelt – das ist dann doch etwas happig, finde ich.

Nun gut, dabei belasse ich es vorerst in Sachen Personalspekulation. Vom Training hat mir heute wieder mein Kollege Christian Pletz berichtet. Und zwar, dass ein ziemlich kalter Wind wehte, dass es eine Mini-Hiobsbotschaft gab (schon wieder, wenn er draußen ist) und dass jede Menge Zuschauer da waren.
Vorweg die schlechte Nachricht: Mladen Petric hat die Einheit wegen einer Adduktorenzerrung vorzeitig beendet. Er hatte wegen einer entsprechenden Reizung eigentlich ohnehin nicht mitwirken wollen, stieg aber wegen der sportlichen Bedeutung für die letzten Wochen doch ein – und stapfte schließlich sichtlich frustriert vom überragenden Trainingsrasen. Fürs Wochenende sieht es schlecht aus. Aber noch ist sein Ausfall nicht besiegelt.

Um Ruud van Nistelrooy, der eine Einheit im Kraftraum abspulte, muss sich Bruno Labbadia glücklicherweise keine Sorgen zu machen. Der Niederländer hält sich mit einem Spezialprogramm in Schuss, damit er Woche für Woche trotz seiner vorherigen langen Spielpause mitwirken kann. Marcus Berg bekam einen kleinen Schlag im Training ab, mischte ansonsten aber auffällig munter mit (da könnte sich ein baldiges Tor des Schweden anbahnen…).

Labbadia ließ erst zwei gegen zwei, dann drei gegen drei und später fünf gegen fünf mit Außenanspielern trainieren – intensiv und gut, was auch die Trainingsgäste Otto Addo (beginnt demnächst seine A-Lizenz als Trainer) und Marco Bode (drehte für seine TV-Kindersendung) sahen. Einzig Tunay Torun wirkte aus der Stammelf defensiv etwas „angeschlagen“, leistete sich ebenso wie Paolo Guerrero beim drei gegen drei einige klägliche Abwehrfehler, die prompt zu Gegentoren und zum Unmut der Teamkollegen führten. Und Dennis Aogo hatte beim drei gegen drei einen Minuten-Blackout mit direkter Vorlage für den Gegner und Eigentor, ansonsten war der Linksverteidiger aber wieder auf der Höhe.

Das war es erst einmal von mir. Ich bin gespannt auf weitere Personalvorschläge für die Boateng-Nachfolge.

17:25 Uhr

Belohnung von Bruno

8. Januar 2010

Der Freitag in Belek war überragend. Und überraschend. Es war warm, die Sonne zeigte sich in voller Pracht, und dazu gab es keine einzige Wolke am Himmel. Belohnung für einen 3:0-Sieg am Vorabend gegen Kayserispor? Nein, damit kam erst Trainer Bruno Labbadia. Nach dem Auslaufen am Vormittag hatte er das Mittagessen im Hotel Kempinski kurzerhand auf die Terrasse verlegt – und gemeinsames Grillen angeordnet. Nicht nur unter der Sonne, sondern auch mit „echtem“ Fleisch, das auf den Teller kam. Und, um die Belohnung auch noch vollständig und rund zu machen: Labbadia gab den Spielern am Nachmittag zum ersten Mal in diesen türkischen Tagen frei.

Um noch einmal auf das Spiel gegen die Türken zurück zu kommen: Einige von Euch haben mir vorgeworfen, dass ich Tomas Rincon zu gut gesehen habe. Inzwischen habe ich mich „schlau“ gemacht, sprach auch mit einigen Kollegen und sehe ein: ich lag falsch. Ich habe ihn, das sage ich noch einmal, in Halbzeit eins solide gesehen, und im zweiten Durchgang über die eine oder andere Schwäche hinweg gesehen. Nicht deshalb (wurde mir so unterstellt), weil ich zu sehr Fan bin, sonder weil ich auch „wollte“, dass Rincon eine gute Partie ablieferte, denn: Wer soll denn am Sonnabend, wenn es gegen den SC Freiburg (16. Januar) wieder in der Bundesliga losgeht, rechter Verteidiger sein? Ich sehe keinen anderen als ihn. Bruno Labbadia brachte schon Robert Tesche ins Spiel, aber den sehe ich dort ganz sicher nicht. Erstens traue ich ihm diese Position nicht zu, zweitens hat er noch nicht bewiesen, dass er auch dort spielen könnte.

Kurz noch einmal auf den Schiedsrichter eingehend: Ich wollte nicht schon wieder auf den 23. Mann einprügeln, sonst hätten mir viele von Euch schon eine Neurose untergejubelt. Und zum „harten Spiel“, mit „Hakan und Ösan“: Ich achte eben sehr, sehr gerne auch auf die kleinsten Kleinigkeiten, wenn der Ball schon weg ist, ob dann noch etwas folgt. Und da folgte schon noch das eine oder andere Foul – ohne Pfiff. Ihr werdet Euch erinnern: Bei mir sagte dann auch der Trainer des HSV unter anderem: „. . . gegen einen robusten Gegner.“ Warum sagt Bruno Labbadia „robust“, wenn es sich doch nur um ein Freundschaftsspiel gehandelt hat?

Anderes Thema: Warum kein Talent aus dem Schuppen der Zweiten? Das sehe ich zurzeit noch nicht. Ich habe nun immer beim Training in Belek zugesehen, Ihr könnt mir glauben, dass ich mich riesig mit den jungen Leuten freuen würde, wenn sie den Sprung zu den Profis denn schaffen würden, aber: Es bot sich in der Türkei nicht wirklich einer zwingend an. Es waren noch zu viele technische Fehler erkennbar, fast bei jedem jungen Mann, es gab in Sachen Tempo Probleme, mental waren sie auch nicht „da“, zudem wären sie mit dem Spielsystem überfordert. Auch wohl deshalb, weil sie in der Regionalliga anders spielen.

Es wurde ja heute aus Eurem Kreis schon gefragt, wo denn gegen Kayserispor die Rasselbande blieb, aber mit der obigen Einschätzung möchte ich diese Frage kurz einmal beantwortet haben. Mein Fazit: Es geht noch nicht. Womit ich nicht gesagt haben will, dass das nie etwas werden wird. Das wird schon noch. Siehe Tunay Torun. Der hat sich nie entmutigen lassen. Mit viel Geduld wird der eine oder andere junge Mann ganz sicher seinen Weg gehen. Und allen von ihnen sei auch noch schnell ins Stammbuch geschrieben: Bitte lasst nun die Köpfe nicht hängen, gebt auf keinen Fall auf, sondern nehmt die Erfahrung dieses Trainingslagers mit den Profis mit in die Rückrunde. Und dann so richtig Gas geben.

Nun sind wir bei den Gerüchten. Ich habe alle, wirklich alle Eure Einträge von heute gelesen, vielen Dank dafür. Wie immer witzig und wie immer auch gut. Um es kurz zu machen: Ich bin nicht nur auf der Seite von „Eiche Nogly“, sondern unterstreiche ausdrücklich, was er in Sachen Höwedes, Demel und Boateng geschrieben hat. „Eiche“ könnte glatt beim Abendblatt anfangen. Woher er diese, seine Informationen hat, das weiß auch ich nicht, aber sie decken sich mit den meinen. Klingt unglaublich, ich weiß, ist aber so. Kompliment „Eiche“. Bleibt nur abzuwarten, was letztlich dabei rumkommt? Ich fürchte, auch da bin ich ganz nah bei „Eiche“, dass nichts aus diesen Plänen wird, denn es ist ja alles eine Frage des Geldes. Und davon hat der HSV eben nicht ganz so viel, wie zum Beispiel die Bayern, wie Hoffenheim oder wie Wolfsburg. Ich kann nur hoffen, dass ein Mann wie Höwedes in echter „Ivanauskas-Manier“ sagt, dass er nicht in die Provinz (Wolfsburg) gehen will.

Dass ich ihn (Höwedes) gerne in Hamburg sehen würde, liegt nun auf der Hand. Der junge Noch-Schalker ist demnächst Nationalspieler. Und: Wenn er jetzt käme, dann wäre der HSV auf jeden Fall für den Fall gewappnet, falls Jerome Boateng im Sommer (für läppische zwölf Millionen Euro) seine Koffer packen sollte. Nicht zum FC Bayern, natürlich, sondern gleich zu einem Spitzenklub. In der Größe von Chelsea, ManU oder FC Barcelona. Und irgendwie beschleicht mich schon seit Jahresbeginn das dumpfe Gefühl, dass Boateng hier nur noch bis zum Sommer tanzt. Kann mich natürlich täuschen, aber so ist es nun einmal. Weil ja auch noch die WM in Südafrika auf ihn (und uns) wartet, und die wird er schon – ganz nebenbei natürlich – zum Vorspielen in eigener Sache nutzen.

So, zum Schluss noch zwei Dinge in eigener Sache. Ich bin wieder in Hamburg, vorzeitig zurück geflogen, weil ich am Freitag, beim Neujahrsempfang des Abendblattes in der Elbphilharmonie, die Meisterspieler von 1960 betreuen durfte. Es waren alle da: Horst Schnoor, Erwin Piechowiak, Franz Klepacz, Gerhard Krug, Jochen Meinke, Klaus Neisner, Uwe Seeler und Gert „Charly“ Dörfel. Und die „alten Herren“ erhielten von der gesamten Hamburger Prominenz donnernden Applaus, als sie von Chefredakteur Claus Strunz vorgestellt wurden. Ein Vorgeschmäckle auf den Sommer, wenn sich der Gewinn der Meisterschaft zum 50. Mal nähert. Es war, das gebe ich zu, ein unglaublich schöner Tag, mit meinen Helden von einst einen ganzen Vormittag verbringen zu dürfen. Und ich war, um Euch ein wenig neidisch zu machen (nur ein Scherz, bitte, nur ein Scherz), nicht nur nebenbei, sondern immer mittendrin. Für einen, der früher um Autogramme bei den Herrschaften bettelte, war das wie ein Sechser im Lotto.

Und die zweite Sache: Immer wieder taucht sie auf, diese Frage, warum ich nicht mehr im Abendblatt schreibe, schreiben darf. Ich will mich da nicht zu lange erklären, es gab einige Meinungsverschiedenheiten verbaler Natur, ich bin Angestellter des Springer-Verlages – und gehorche. War bitter für mich, nach 30 Jahren HSV-Reporter, aber so ist es nun einmal, das Arbeitsleben von heute. Mehr verbirgt sich nicht dahinter, und ich hoffe auch, dass diese Erklärung Euch nun reicht. Und, weil es gerade passt, schnell noch zu der Frage, ob es vor Matz ab schon einmal bei anderen Tageszeitungen so etwas gegeben hat? Nein, hat es nicht. Aber, und das finde ich klasse, es wollen nun viele nachahmen. Oder einige auf jeden Fall. Aber noch wehren sich die arrivierten Kollegen, vom Print in den Blog zu gehen – ich konnte mich, wie eben geschrieben, nicht so richtig wehren . . .

Bitte, bitte, keinen auf den Deckel geben, aber ich habe das Spiel am Sonnabend schlicht vergessen. Tut mir leid, ist mir gerade in der U-Bahn eingefallen. Also: Sonnabend, 19.15 Uhr (deutscher Zeit), das Testspiel (und das “Finale”) gegen Besiktas Istanbul. Der letzte Härtetest vor dem Freiburg-Spiel. Das hier habe ich nun um 21.12 Uhr ergänzt.

Und wo ich gerade dabei bin: Meine Trennung als Schreiberling vom HA hat nichts, wirklich nichts mit der HSV-Berichterstattung zu tun, es ging, so viel sei noch einmal verraten (dann soll dieses leidige Thema auch für immer schlummern), um persönliche Dinge. Dieses musste ich zum Schutze der Kollegen jetzt schnell noch einmal ergänzend sagen.

19.46 Uhr (ergänzt um 21.12 Uhr)