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Auch Heinemann weg – Aufsichtsrat will Sportchef bis 2. Juni finden

23. Mai 2013

***Der HSV hat sein letztes Testspiel in Neuruppin mit 9:0 gewonnen. Bruma (2.), Ilicevic (5.), Rudnevs (34., 49., 51.), Beister (40., 61.), Jiracek (79.) und Nafiu (89.) trafen vor 2700 Zuschauern. Das für Freitag angesetzte Abschlusstraining wurde abgesagt. Feierabend!****

Die Entlassung Frank Arnesens kam für viele zwar nicht überraschend, sorgt aber für kontroverse Diskussionen. Und das, obwohl man sich vereinsintern erstaunlich einig ist bei der Entscheidung. Dafür aber bei den Anhängern. Schuld an allem hat der Aufsichtsrat – und natürlich die Presse. Aber dazu im Anhang an diesen Blog mehr und das auch gern nur für die, die diese sinnfreie Diskussion noch nicht Leid sind.

Dabei gibt es deutlich interessanter Ansätze. Einige davon werden auf unserer neuen Facebook-Seite (www.facebook.com/groups/matzab) diskutiert. Und das häufig auch sehr ergiebig. Zum Beispiel: Wer ist der beste Nachfolger? Felix Magath? Jörg Schmadtke? Oliver Kreuzer? Oder doch Dietmar Beiersdorfer? Fragen, die auch im Aufsichtsrat diskutiert werden. Natürlich. Denn die Kontrolleure sind bemüht, die Nachfolge möglichst schnell abzuklären. Manfred Ertel verweist darauf, sich einzig dem Thema widmen zu wollen, nicht aber darüber zu sprechen. Schon gar nicht öffentlich. Und der Rest des Rates wartet die Gespräche des Personalausschusses ab. Es herrscht angespannte Ruhe – und das ist auch mal ganz gut.

Zumal wir nicht lange warten müssen. Für Sonntagnachmittag ist die nächste Aufsichtsratssitzung anberaumt. Ob bis dahin ein Nachfolger gefunden ist? Eher unwahrscheinlich. Und das, obwohl der Aufsichtsrat – zumindest ein Teil davon – sehr bemüht ist, die Thematik noch vor der ordentlichen Mitgliederversammlung am 2. Juni zu klären. „Klar ist aber auch, dass wir uns nicht nur des Termines wegen schnell entscheiden sondern alles im Sinne des Vereins machen“, sagt ein Aufsichtsrat, „und wenn das bedeutet, am 2. Juni auf den Deckel zu bekommen, dann ist das so. Wer das nicht abkann, hätte sich nie wählen lassen dürfen.“

Stimmt. Wobei ich mir auch ohne neuen Sportchef ziemlich sicher bin, dass es verbale Haue geben wird…

Aber zurück zur Gegenwart. Es sind keine schönen Tage, diese beim HSV. Heute musste das Trainerteam einen Abgang verzeichnen: Frank Heinemann zieht es nach Bochum zu seinem Kumpel Peter Neururer. „Wir hätten gern mit ihm weiter gearbeitet“, sagt HSV-Vorstandschef Carl Jarchow, bevor er dem ehemaligen Co-Trainer viel Glück wünscht. Und der wiederum wäre gern geblieben. “Ich hatte hier zwei überragende Jahre, aber es lag kein Angebot vor.” Hintergrund: Heinemanns Vertrag wäre Ende Juni ausgelaufen. Gespräche über eine Vertragsverlängerung hatten bislang nicht stattgefunden. Heinemann weiter: “Deshalb habe ich mich umgehört und von meinem guten Freund Peter Neururer vom VfL ein Angebort bekommen und zugesagt.” Wer neuer Assistent von Fink wird ist unklar. Gut möglich, dass der HSV die Position, die mit Patrick Rahmen bereits einfach besetzt ist und bleibt – nicht neu besetzt. Kosten einsparen ist das Zauberwort…

Egal wie, weshalb man nicht schon einige Monate vorher gesprochen hat? Ich weiß es nicht. Ich weiß allerdings auch nicht, weshalb ein Heinemann nicht zu dem seinerzeit noch verantwortlichen Sportchef, Frank Arnesen, gegangen ist und ihn einfach darauf angesprochen/gefragt hat. Die beiden haben sich so oft gesehen und gesprochen – ein Satz in die Richtung hätte wahrscheinlich dieses Versäumnis verhindert. Es sei denn, die Trennung war erwünscht.

Aber irgendwie passt so ein Fall zur gegenwärtigen Situation. Auch, dass sich die mal wieder arg gescholtenen Aufsichtsräte jetzt schweigen. Bis ein Ergebnis vorliegt, wollten sich alle nur auf die Suche und die Kandidaten konzentrieren. Einer der Namen: Jörg Schmadtke. Der Düsseldorfer Ex-Profi und ehemalige Hannover-Sportchef gilt neben anderen als heißester Anwärter, soll aber auch vom 1. FC Köln umworben werden. Pikant hierbei: Anfang 2013 hatte sich Schmadtke nach anhaltenden Querelen in Hannover freistellen lassen und dies mit „privaten Problemen“ begründet. Über die genauen Gründe wurde seinerzeit und wird aktuell im Aufsichtsrat des HSV diskutiert. Klar ist aber, dass Schmadtke, der auch vom 1. FC Köln umworben wird, kein Selbstgänger wird.

Zumal, das möchte ich hier anführen, eine noch bessere Idee kam aus der Schweiz. Telefonisch. Von einem absoluten Insider, wie der sympathisch klingende Herr Sch. mir versicherte. Er sei ein enger Freund von Herrn Kühne und wisse von dem Milliardär und HSV-Fan: „Herr Magath wird’s. Er bekommt von Herrn Kühne 30 Millionen Euro an die Hand und übernimmt den Laden.“ Nachfrage: Ob Kühne das Geld einfach so zahle? „Nein, er hat einen besonderen Sponsor an der Hand: einen Scheich.“ Oha, klingt wie bei 1001 Nacht. Wobei ein Märchen auch eine gelungene Abwechslung zum aktuellen Alptraum sein könnte. Aber weiter im Text. Denn es bleibt nicht allein bei Magath und 30 Millionen, denn der HSV hat noch Größeres vor: „Jupp kommt auch. Zumindest will das Herr Kühne und einige Aufsichtsräte auch.“ Welcher Jupp? „Der Heynckes natürlich. Erste Gespräche gab es bereits“, weiß Herr Sch. Auf die Nachfrage, in welcher Funktion Jupp Heynckes kommen soll und was mit HSV-Trainer Thorsten Fink passiere, kam die schlüssige Antwort: „Beide machen es zusammen. Der Fink soll ja bleiben. Den wollen die nicht loswerden.“ Und plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen: angesichts der gerade frei gewordenen Co-Trainerstelle würde das ganze auch wieder Sinn ergeben. Thorsten Fink rückt einfach eine Position zurück und arbeitet ab sofort als Assistent von und mit Don Jupp. Das hätte was…

Aber mal wieder, zurück zur Realität. Und die stellt mir eine Frage: wer leitet aktuell und bis zur Findung des neuen Sportchefs die sportlichen Geschicke leitet, wenn Arnesen nicht mehr im Amt ist? Wer führt die Verhandlungen beispielsweise mit Heung Min Son weiter? Die Antwort: Carl Jarchow. Der Vorstandsvorsitzende soll sich heute mit Frank Arnesen treffen und eine ordentliche Übergabe vollziehen. Dabei soll Jarchow von Arnesen in allen Verhandlungssachen auf den neuesten Stand gebracht werden.

Der Vorstandsvorsitzende als Sportchef: Eine Situation, die ich noch aus dem Juni 2009 erinnere. Damals musste Arnesens Vorgänger Dietmar Beiersdorfer gehen und Klubboss Bernd Hoffmann übernahm auch den sportlichen Part. Mit mäßigem Erfolg versuchte sich der Marketingexperte als Sportchef und musste dies länger machen, als ihm selbst lieb war, da kein neuer Sportchef gefunden wurde. Bis im Mai 2010 Interimslösung Bastian Reinhardt präsentiert wurde, dem wiederum mit Armin Veh ein erfahrener Trainer zur Seite gestellt wurde. Aber auch dieses Konstrukt hielt nicht einmal ein Jahr – bis Arnesen kam.

Der ist allerdings schon wieder weg. Nach zwei Jahren soll der Vertrag jetzt aufgelöst werden. Die Gespräche darüber laufen derzeit noch, es deutet aber vieles darauf hin, das der Däne einen Großteil seines ausstehenden Jahresgehaltes von zwei Millionen Euro bis Juni 2014 als Abfindung bekommt. Denkbar ist auch, dass der Vertrag einfach weiterläuft. Denn dann müsste sich Arnesen beim HSV melden, sollte er einen neuen Job antreten wollen.

Gemeldet haben sich auch verschiedene Aufsichtsräte bei Felix Magath und Dietmar Beiersdorfer. Offensichtlich gibt es im Kontrollgremium eine nicht gerade kleine Fraktion, die sich einen alten Bekannten nach Hamburg zurückwünscht – und das würde auf beide Kandidaten zutreffen. Gemeldet hat sich auch Dietmar Beiersdorfer, den ich in Russland erreicht habe. Allerdings wollte sich der Sportchef von Zenit St. Petersburg nicht zum Thema HSV-Sportchef äußern, da er in Russland unter Vertrag steht. Mehr als ein „Grundsätzlich interessiert mich immer alles, was beim HSV passiert“, war Beiersdorfer nicht zu entlocken.

Und obwohl ich glaube, dass Beiersdorfer absolut interessiert ist, nach Hamburg zu seiner hier lebenden Familie und zum HSV zurückzukehren, bin ich mir auch sicher, dass er nichts riskieren wird. Ähnlich wie der einstige Topkandidat Andreas Rettig, der plötzlich seinem Arbeitgeber DFL erklären musste, ob er tatsächlich mit dem HSV verhandele und deshalb dem HSV absagte, bevor er seinen Job bei der DFL riskierte. Beiersdorfer gilt als absolut loyaler Typ, der zu seinem Wort steht. Auch bei St. Petersburg, dessen Saison im Juni endet.

Ich weiß aber inzwischen auch, dass Beiersdorfer innerhalb des Aufsichtsrates ein sehr hohes Ansehen genießt. Gut möglich, dass sich der Personalausschuss der Kontrolleure in den nächsten Tagen auch offiziell und mit Aufsichtsratsmandat um den ehemaligen Sportchef des HSV bemüht.

Abschließen möchte ich diesen Blog – zumal im Nachklapp noch mal etwas kontrovers – mit versöhnlichen Worten von Frank Arnesen, der sich via hsv.de zu Wort meldete:

Liebe Fans, Partner, Sponsoren und Freunde des HSV!

Ich möchte mich an dieser Stelle bei Ihnen allen für zwei sehr interessante und intensive Jahre bedanken.

Natürlich bin ich enttäuscht darüber, dass ich meinen Vertrag nicht bis zum Ende erfüllen werde. Aber ich kann die Entscheidung des Vereins respektieren und akzeptiere sie auch.

Da klar war, dass mein Vertrag kommenden Sommer nicht verlängert worden wäre, kann ich auch nachvollziehen, dass die Entscheidung jetzt so getroffen wurde. Ansonsten hätte es ständig Unruhe und Spekulationen gegeben.

Wir hatten schwere Momente zu überstehen und haben auch schöne Momente gemeinsam erlebt. Alles in allem war die Zeit beim HSV eine sehr gute Erfahrung für mich.

Der Verein ist aus meiner Sicht auf einem guten Weg. Mit dem siebten Platz haben wir das vor der Saison gesteckte Ziel erreicht. Ich hoffe, dass mein Nachfolger die Dinge in Ruhe weiterentwickeln kann. Dann wird der HSV schon bald wieder dauerhaft im internationalen Geschäft dabei sein, was mich sehr freuen würde.

Ich hatte am Mittwochabend ein freundschaftliches Gespräch mit dem Personalausschuss des Aufsichtsrates, in dem wir die Trennung professionell besprochen haben. So können wir vernünftig auseinander gehen.

Nochmals vielen Dank an alle. Auch an meine Vorstandskollegen, Mannschaft, Trainer und Mitarbeiter des HSV.

Viel Erfolg für die Zukunft.

Frank Arnesen

In diesem Sinne, Dir auch alles Gute, Frank! Und Euch sage ich: bis morgen. Da meldet sich dann Dieter wieder bei Euch.

Scholle

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Wer die Diskussion um Dieters und meine Rolle im HSV-Geschehen ebenso Leid ist wie ich, der/die kann sich an dieser Stelle ausklinken. Wer noch nicht weiß, dass wir nicht als Fans oder HSV-Offizielle bloggen und sich über unsere Kritik am Klub, an einzelnen und der Darstellung der Indiskretionen ärgert, kann gern weiterlesen. Für mich ist das Thema mit dem Punkt am Ende des letzten Satzes beendet.

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Aber: Einige Unbelehrbare wie „Ostermann“ („Mann, Scholle, ist das armselig.
Gestern noch den Sportchef denunziert, quasi verbal bespuckt und getreten und heute die öffentliche Demission als Posse anderer bezeichnen.
Würg!) schaffen es einfach nicht, den Beruf des Journalisten einzustufen. Ich bin einer und sicher nicht dafür verantwortlich, dass es dem HSV schlecht geht. Das machen die Verantwortlichen höchstselbst. Ich bin auf der anderen Seite auch nicht dafür verantwortlich, dass es dem Klub gut geht. So viel Einfluss habe ich nicht, will ich nicht und bekomme ich auch nicht. Ich bin ein Berichterstatter, der sich über HSV-Siege freut. Oder bedarf es einer noch genaueren Erklärung?

Vor allem aber: Wo bitte habe ich Arnesen denunziert, „Ostermann“? Ihr verlangt von mir, alles zigfach zu überdenken, ehe ich es poste. Und macht das selbst dann nicht. Vor allem: Wer bist Du, mir sowas vorzuwerfen? Kennen wir uns? Habe ich Dir gegenüber jemals etwas schlechtes über Frank Arnesen – zudem noch hinter seinem Rücken gesagt? Weißt Du vielleicht sogar mehr als ich über mich? Nein! Definitiv nicht. Im Gegenteil: Ich schreibe meine Gedanken in einem als personalisiert gekennzeichneten Blog auf. Für alle sicht- und lesbar. Auch für Arnesen. Und vor allem: Ich spreche sogar ehrlich und persönlich mit Frank Arnesen darüber. Und der mag nicht gern kritisiert werden, wer mag das schon?! Aber er mag es, wenn man ehrlich mit ihm umgeht. Und genau deshalb haben wir selbst jetzt noch ein sehr gutes und professionelles Verhältnis zueinander. Da fließt kein böses Blut, da ist nichts zu sehen von „absägen“ oder gar „denunzieren“.

Im Gegenteil. Nur ein Beispiel von vielen: Ich habe Arnesen im Trainingslager im Januar 2012 gefragt, ob er die Bundesliga unterschätzt hat. Weil ich das Gefühl hatte, dass dem so war. Die Frage an sich ist schon ein harter Kritikpunkt. Aber Arnesen war nicht sauer und hat ehrlich geantwortet: ja. Und obwohl es ein wunderbar offenes und ehrliches Gespräch war, habe ich selbstverständlich geschrieben, dass das ein großer Fehler des Sportchefs war und dass das einige Einkäufe nachträglich erklärt. Und wisst Ihr was? Selbst damit kam Arnesen klar. Er sprach weiterhin offen und ehrlich mit mir. So, wie mit fast allen anderen Journalisten auch. Er war nicht immer meiner Meinung, sah einiges anders – aber das war klar und absolut okay. Darüber wurde dann kurz diskutiert, ohne sich jemals zu verunglimpfen. Weil es normal ist. Weil es auch richtig so ist. Und genau so komme ich damit wunderbar klar. Nicht anders.

Danke.

Hrubesch und Jahn: In der HSV-Nachwuchsarbeit fehlt es an Ehrlichkeit und Kompetenz

22. März 2013

Nichts. Kein Spieler, kein Funktionär, kein Training – beim HSV passiert aktuell nichts. 15 Akteure schnüren ihre Fußballschuhe für ihr jeweiliges Land – der Rest macht frei. Michael Schröder nicht. Der muss arbeiten. Und das nicht zu knapp. Der neue Nachwuchsleiter tritt ein hartes Erbe an. Und dafür bedarf es eigentlich Tage, die 25 Stunden haben. Und er braucht Hilfe von außen, von Leuten, die in diesem Bereich lange arbeiten und die Hamburg kennen. So einer wäre Horst Hrubesch. Das HSV-Idol der Achtzigerjahre war am Montag zu Gast in Hamburg. Einige Blogger waren beim Oddset-Talk mit dem Hamburger Fußballverband und Dieter Matz auch dabei. Und die meisten haben sich immer wieder gefragt: Warum hat er HSV nie versucht, Horst Hrubesch zum HSV zu lotsen? Zumindest habe ich mir und den HSV-Verantwortlichen genau diese Frage schon des Öfteren gestellt.

Immerhin verfügt Hrubesch, der von 1978 bis 1983 beim HSV spielte und Torschützenkönig („Banane Manni – ich Kopf – Tor“) der Saison 1981/1982 wurde, arbeitet mit einer Unterbrechung seit 1998 für den Juniorenbereich des DFB. Die kurze Ära als Co-Trainer von Erich Ribbeck bei der EM 2000 lasse ich mal unerwähnt… Egal wie, auf jeden Fall aber ist Hrubesch seit nunmehr fast 15 Jahren als Angestellter des DFB für den bundesdeutschen Nachwuchs zuständig. Hrubesch war dabei, als der DFB zusammen mit der DFL 2000 das neue Jugendkonzept (Verpflichtung der Bundesligisten zur Errichtung von Leistungszentren sowie Gründung der bundesweiten DFB-Stützpunkte) verabschiedete. Und er ist beim HSV noch immer sehr nah. Obgleich es ihm nicht leicht gemacht wird.

Was im ersten Moment parteiisch aufgeschrieben wirkt, ist tatsächlich meine Überzeugung. Und die habe ich in nunmehr dutzenden Gesprächen mit den verschiedenen Verantwortlichen, von dem viel zu früh verstorbenen Werner Hackmann, Holger Hieronymus, über Bernd Hoffmann und Dietmar Beiersdorfer bis zum heutigen Klubboss Carl Jarchow samt Frank Arnesen gewonnen. Alle wie sie da waren und noch immer sind, haben die Sinnhaftigkeit erkannt, mit ehemaligen Größen den Nachwuchsbereich qualitativ anzuheben. Nur erkennbar gemacht hat bislang keiner was. Oder besser: es wurde zu wenig gemacht. Horst Hrubesch beispielsweise wurde nur einmal um Rat gebeten. „Dietmar Beiersdorfer hat mich mal gefragt, ob ich dem HSV helfen würde. Ich habe natürlich ja gesagt und wir haben gesprochen.“ Allerdings genau einmal. Ansonsten gab es nur losen Kontakt. Ausgenommen diesen einen Anruf von Hoffmann vor den Halbfinals in der Europa League, über den Hrubesch heute lieber nicht mehr sprechen will…

Nein, als Übergangslösung ist Hrubesch nicht zu haben. Im Gegenteil. Das einstige Kopfballungeheuer setzt auf Konstanz, hofft genau darauf auch bei seinem HSV. „Es ist nicht wichtig, ob ich da bin oder jemand anders“, sagt Hrubesch, „es zählt nur, dass der Verein eine einheitliche Philosophie vertritt. So, wie es am Anfang der Saison 2011/2012 wirkte. Von Oenning bis hin zu Fink setzte der Verein auf junge Trainer und junge Spieler.“ Ein Umstand, der ebenso aus der Not heraus geboren war, wie er Hrubesch gefiel. „Es wirkte einheitlich und klar. Aber diesen Weg muss man klarer gehen, der muss deutlicher erkennbar werden.“ Rafael van der Vaart, Milan Badelj und Petr Jiracek passten da nicht sofort ins Bild, das sich weiter verziehen könnte. Hrubesch: „Jetzt muss der HSV zu Bayern und hat danach auch noch einige unangenehme Aufgaben vor sich. Welchen Weg geht der HSV, wenn er sich nicht international qualifiziert?“

Horst Hrubesch macht sich Sorgen. Das bundesweit kolportierte Bild vom HSV („Ich beurteile das natürlich nur als Außenstehender“) gefällt ihm nicht. Gerade das Thema Nachwuchsarbeit, sein Steckenpferd, bereitet ihm Kopfzerbrechen. „Ich frage mich oft: Was passt da überhaupt?“ Insbesondere der Fall Levin Öztunali habe ihn wieder aus allen Wolken gerissen. „Dass der Junge ein richtig Guter ist, war lange vorher bekannt. Trotzdem hat sich der HSV erst spät bemüht. Dass der Spieler dann aber, wo sein Vertrag am Saisonende ausläuft, für einen anderen Club entscheidet, halte ich für völlig legitim. Nicht aber, ihn fortan vom Spielbetrieb auszuschließen. Da verstehe ich Uwe, dass er sauer wird. Mit dieser Art habe ich auch ein Problem. Welches Elternteil vertraut diesem Verein – bei der heutzutage so großen Konkurrenz – denn seinen Jungen an, wenn so etwas passiert? Da herrscht einfach kein Vertrauen. Da fehlt mir Ehrlichkeit.“

Die Vertrauensbasis zerstört ist auch zwischen dem HSV und dem Hamburger Fußballverband. Vor knapp zwei Jahren hatte sich der HSV von der Abstellung seiner Spieler für das Verbandstraining losgesagt – und war damit auf Konfrontationskurs mit Verbandstrainer Uwe Jahn gegangen. „Ich habe viel unternommen, Gespräche gesucht und geführt – alles erfolglos. Jetzt führe ich keine Gespräche mehr, sofern der HSV kein Interesse daran annonciert.“ Einzig mit einigen Trainern aus dem HSV-Nachwuchsbereich habe sich das Verhältnis normalisiert, dort würden Spieler das Verbandstraining besuchen dürfen. „Aber ansonsten verhält sich der HSV äußerst ungeschickt“, so Jahn, der vor allem mangelnde Kompetenz beim HSV ausgemacht hat. „Mir fehlt bei den handelnden Personen die Kompetenz und vor allem die Kenntnis, bei den Jugendlichen Prognosen zu stellen.“ Umso bitterer sei es, dass sich der HSV durch sein Abkanzeln auch die Hilfe der Verbandstrainer nimmt. „Die Ausbildung ist lückenhaft. Mentale Ausbildung kaum gegeben“, kritisiert Jahn Dinge, die inzwischen allseits bekannt sind. Dabei sieht sich der HSV doch korrekterweise als Wirtschaftsunternehmen. Er handelt nur nicht danach. Denn in jedem größeren Unternehmen würde eine Analyse der Schwachstellen vorgenommen und dort investiert, wo die Prognose am besten ist.“ Insofern wundere es ihn nicht, dass der HSV seinen Nachwuchsetat weiter zusammenkürzt. „Und das in einer finanziell derart angespannten Phase, wo der HSV quasi verpflichtet ist, insbesondere diesen Bereich zu stärken.“

Von Außenstehenden ist tatsächlich nur sehr wenig Gutes zu hören über den HSV-Nachwuchs. Und auch ehemalige Mitarbeiter sprechen von eher wachsenden Problemen. Die Hoffnung, dass Michael Schröder diesen Problemberg beheben kann, ist bei vielen nur gering. Und das weniger, weil man es dem Ex-Profi nicht zutraut. Jahn: „Nein, beim HSV fehlt eine klare Philosophie, die vom Präsidenten oder in diesem Fall vom Vorstandsvorsitzenden mitgeteilt und ausgegeben wird. Und vor allem muss der Club zu dieser Philosophie stehen. Und das ist nicht der Fall. Wie sonst ist es zu erklären, dass seit Jahren aus Hamburg kaum mehr was kommt? Aktuell haben wir noch Jonathan Tah in der U17, der beim HSV spielt. Anschließend wird es in den Nationalmannschaften aber schon sehr dünn.“ Dass dies zu Zeiten Beiersdorfer/Hoffmann anders war, will Hrubesch nicht gelten lassen. „Damals hat man sich die Talente aus Berlin geholt, eingekauft. Aber ausgebildet wurden die nie in Hamburg. Der HSV hat es nicht geschafft, Spieler wie Sam, Beister, Ben-Hatira, Torun und Schahin auszubilden. Das mussten sich die Spieler alle woanders holen.“ Wenn er eine Frage frei hätte, was er die HSV-Verantwortlichen fragen würde: „Ganz einfach, ich würde fragen, was der HSV vorhat und wie er das erreichen will…“

Eigentlich wollte ich heute Michael Schröder zu all diesen Punkten befragen. Immerhin hat er eine faire Chance absolut verdient. Und wer weiß, vielleicht hat der sympathische Ex-HSV-Profi ja genau diese Baustellen auf dem Zettel und sucht nach Lösungen. Zuzutrauen ist es ihm allemal. Leider konnte ich ihn nicht erreichen. Aber das werde ich nachholen. Ganz klar. Zum einen, um die Berichterstattung zu einem derart wichtigen Thema wie der Nachwuchsarbeit nicht einseitig werden zu lassen. Zum anderen aber, weil ich die Hoffnung (so naiv das sein mag) einfach nicht aufgeben will, dass die seit etlichen Jahren bekannten Probleme irgendwann auch beim HSV angegangen werden. Ob mit oder ohne Hrubesch, das ist mir dabei fast egal. Es geht um die Sache. Ich habe es nur satt, dass alle immer alle Probleme erkennen – aber niemand etwas dagegen unternimmt. Der HSV muss endlich einen starken Mann in den Vorstand holen, der die Nachwuchsarbeit zur Chefsache erklärt und der die Nachwuchsphilosophie vorgibt und vorlebt. Einen, der den Weg konsequent durchsetzt und dabei die nötige Zeit und vor allem die nötige Rückendeckung im Vorstand hat. Es wäre ein Anfang – auch, wenn das nur der erste Schritt von vielen wäre…

So, damit schließe ich den ‚Dreiteiler Nachwuchsarbeit’ und übergebe an Dieter, der morgen wieder für Euch da ist. Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende und hoffe, dass wir in den Spielen der deutschen Nationalmannschaft gezeigt bekommen, wie schön es aussehen kann, wenn Talente optimal gefördert werden…

In diesem Sinne, schönes Wochenende,
Scholle

Van der Vaart in Nürnberg dabei – Jiracek trainiert wieder

15. Januar 2013

Man merkt Thorsten Fink an, dass er zu lange theoretisch sein musste. Seit einigen Tagen wird der HSV-Trainer immer wieder auf die bisherige Vorbereitung angesprochen und wie weit seine Mannschaft ist. Eine Endlosschleife Fragen mit immer den Gleichen Antworten. So auch heute. Wie weit die Mannschaft denn ist, wollte ein Kollege wissen. Fink dazu: „Wir haben einige Spiele gehabt, die ganz gut waren und die wir gewonnen haben“, sagt Fink, „aber wir wissen auch, dass der Bundesligaalltag noch einmal ein ganz anderer Schnack sein wird.“

Dennoch ist es natürlich nicht von Nachteil, wenn die Mannschaft mit einigen Erfolgserlebnissen in die Rückserie startet. Eben ganz anders als in der Vorbereitung der Hinrunde, wo die letzten Tests im Gleichschritt mit dem Selbstvertrauen der Spieler verloren gingen. „Das waren ganz andere Voraussetzungen als heute“, freut sich Fink, der heute wieder auf Rafael van der Vaart zurückgreifen konnte. Der Niederländer absolvierte die komplette Trainingseinheit voll mit und wirkte so fit, als hätte er gar nicht gefehlt. „Wenn er gesund bleibt, wird er natürlich auch gegen Nürnberg auflaufen“, sagt Fink, der im Gegenzug Per Skjelbred aus dem Team nehmen müsste. Und das, obwohl Fink mit dem Norweger nach einer starken Phase am Hinrundenende sowie der Fortsetzung seines Positivtrends in der aktuellen Vorbereitung hochzufrieden ist. Fink: „Dass so ein Spieler wie Per auf die Bank müsste zeigt nur, dass wir wieder mit richtig Qualität arbeiten können.“

Qualität, die in der nächsten Zeit um einen weiteren Hochkaräter gesteigert werden kann: Petr Jiracek. Der Tscheche war die Überraschung im heutigen Training. Den obwohl Fink bei dem Tschechen zuvor noch ein dosiertes Trainingspensum angekündigt hatte, absolvierte der Linksfuß die komplette Einheit mit. Und das sehr gefällig. Wann der Tscheche, der seinen letzten Einsatz beim unsäglichen 0:1 am 21. Oktober gegen Stuttgart hatte, wieder zum Kader stoßen kann, ist allerdings weiter offen. „In Nürnberg ist er natürlich noch nicht dabei“, sagt Fink, der Jiracek auch eine Woche später, am 27. Januar beim Nordderby gegen Werder Bremen in der Imtech-Arena, noch nicht im Kader sieht. „Ich will nichts ausschließen, es können sich ja noch Spieler verletzen und Petrs Einsatz notwendig machen“, sagt Fink, der aber zugleich anmahnt, dass Jiracek lange raus war. Zudem ist die trotz aller Forschungen und Studien noch immer schwer zu behandelnde Schambeinentzündug bei Jiracek noch nicht gänzlich auskuriert. Oder besser gesagt, niemand weiß etwas Genaues. „Wir müssen abwarten, ob es eine Reaktion gibt oder alles hält“, warnt Fink vor zu früher Freude über die Rückkehr des späten Zugangs. „Allerdings ist klar, dass Petr unsere spielerische Qualität noch mal anheben würde.“

Und das, obwohl Fink gerade im Spielerischen den größten Fortschritt seiner Mannschaft sieht. „Wir lassen den Ball momentan sehr gut laufen, habe ich das Gefühl“, so der HSV-Coach, dem ich so uneingeschränkt zustimmen würde. Was genau das wiederum für die aktuelle Zielsetzung bedeutet, wollte Fink nicht sagen. „Wir sind gut beraten, nicht wieder zu früh zu hochgegriffene Ziele auszurufen. Wir sollten erst Taten vollbringen, ehe wir den Mund aufmachen.“ Wobei Fink sich dann doch zu einem Rechenspiel hinreißen lässt. „Wir haben 24 Punkte mit dem Kader geholt, den wir jetzt haben. Und das in 14 Spielen.“ Zur Erklärung: Bei den ersten drei Ligaspielen waren noch nicht alle Neuen dabei. Fink weiter: „Wenn wir diesen Punkteschnitte beibehalten, wäre ich sehr zufrieden.“

Und das könnte er auch. Immerhin wären das am Ende rund 53 Punkte (24 Punkte geteilt durch die 14 Spiele, in denen der Kader komplett war – das multipliziert mit 17 Rückrundenspielen plus die bisherigen 24 Punkte) – und mit hoher Wahrscheinlichkeit ein internationaler Startplatz. „Wir können in der Rückrunde sicherlich auch noch mehr Punkte holen als in der Hinrunde, in der wir sicherlich noch nicht am Limit gespielt haben“, sagt Fink, der in der Wintervorbereitung ein besonders großes Augenmerk auf die bisherige Schwäche gelegt hatte: die Offensive. Wer dort neben dem gesetzten Artjoms Rudnevs beginnen wird? Fink weiß es schon, will es aber noch nicht sagen. „Die Jungs sind einfach zu gut drauf, als dass ich jetzt etwas Definitives dazu sagen sollte“, sagt Fink, der sich dadurch auch in der letzten Trainingswoche vor dem Rückrundenauftakt hohen Konkurrenzkampf erhofft. „Zumindest kann so keiner nachlassen.“

Loslassen kann offensichtlich auch Robert Tesche, der sich bislang trotz des dringenden Rates der HSV-Offiziellen noch nicht zu einem Vereinswechsel überreden konnte. Das allerdings könnte sich jetzt ganz schnell ändern. Denn Tesche fehlte beim Training, „weil er in der Kabine bleiben musste, um wichtige Gespräche zu führen“, wie Fink mit einem Lächeln verriet. Dabei besprach sich Tesche mit seinem Berater. Gut möglich also, dass der aussortierte Mittelfeldspieler in den nächsten Tagen einen neuen Verein präsentiert und Frank Arnesen somit (nach den wenigen Euros durch Tom Mickels Abgang) die ersten echten Einsparungen beschert.

Einige Telefonate sparen wird sich indes Fink, der privat sehr gut mit dem aktuellen Nürnberg-Trainer Michael Wiesinger befreundet ist und regelmäßig Kontakt zu seinem ehemaligen Mannschaftskollegen hat. „Wir haben zusammen bei Bayern eine sehr erfolgreiche Zeit gehabt. Unsere Frauen haben sich zudem sehr gut verstanden – und daraus ist eine Freundschaft entstanden. Diese wird aber am Sonntag für 90 Minuten ruhen. Bei mir gleichermaßen wie bei ihm“, verspricht Fink, der nach dem Spiel nicht mit der Mannschaft nach Hamburg sondern mit Wiesinger zusammen direkt zur DFB-Trainertagung nach Düsseldorf fliegt. Fink: „Da werden Michael und ich genug Zeit haben zu reden.“

Weniger Zeit hat in Zukunft Katrin Sattelmair, die es in ihrem dritten Versuch erstmals in den Aufsichtsrat schaffte. Die beruflich erfolgreiche Anwältin und Notarin wurde im zweiten Wahlgang gewählt. Ob sie nach der überraschenden Wahl im eigenen Zuhause mit Problemen rechnen muss? „Nein, da habe ich großes Glück. Mein Mann hat mir aber unmittelbar nach der Wahl gesagt, dass er mich zu 100 Prozent unterstützt. Seine genauen Worte waren: ‚Du hast einen völlig freien Rücken’. Mein Glück dabei: Er ist selbst ein großer HSV-Fan“, so Sattelmair, die selbst nicht mit ihrer Wahl gerechnet hatte. „Ich hatte Jens Meier und Ralf Bednarek auf eins und zwei, Herrn Wöhlke auf dem dritten Platz. Ich hatte zwar gehofft, dass ich mit den anderen Kandidaten um die Vergabe von Platz vier mitmachen könnte, aber diese Hoffnung war nach dem Vortrag von Ali Eghbal und dessen Wahl auch schon dahin. Zu meinem Mann habe ich nach Herrn Eghbals Vortrag nur gesagt: Schatz, da hat uns einer wie Frank Baumann einst auf der Zielgeraden rechts überholt.’ Zum Glück hatte ich nur bedingt Recht.“ Denn wie bereits bekannt, wurde Eghbal zwar noch vor Sattelmair gewählt, allerdings mussten Wöhlke und Topfavorit Bednarek die Segel streichen und Katrin Sattelmair durfte sich freuen.

Auch, weil sie bereits zum dritten Mal kandidierte. „Eigentlich wollte ich kein drittes Mal kandidieren, weil eine dritte Nicht-Wahl schon heftig gewesen wäre. Andererseits hat meine Beharrlichkeit den Mitgliedern vielleicht gezeigt, wie ernst es mir ist. Sie kannten durch die letzten Wahlen und die vielen Veranstaltungen, die ich besucht habe, auch mein Gesicht“, so Sattelmair, die auf mich einen sehr strukturierten, sympathischen Eindruck macht Was sie als erstes machen wolle? „Ganz klar“, so Sattelmair, „ich werde so viele Infos über die Vorgänge innerhalb des Vereines sammeln, dass ich sachliche Entscheidungen treffen kann in einem Gremium, das in Zukunft hoffentlich hoffentlich nicht mehr als ‚Club der Ahnungslosen’ bezeichnet wird. Es sollte das gemeinsame Ziel sein, gut nach innen zu arbeiten und mit einer Stimme nach außen zu sprechen. Ähnlich, wie es der Ehrenrat macht, der seit Jahren sehr viel Positives erarbeitet und dennoch nur sehr wenig öffentlich in Erscheinung tritt.“

Wäre doch mal was Neues. Neu war für mich auch, dass Frau Sattelmair nicht annähernd so eng mit Bernd Hoffmann befreundet ist, wie es erzählt wird. „Auch wenn das anders dargestellt wurde, er war auf jeden Fall nicht meinetwegen bei der ersten Kandidatenvorstellung in der Imtech-Arena. Ich habe ihn und Frau Kraus über ihre Arbeit beim HSV kennengelernt und stehe dazu, dass ich sie dafür sehr schätze. Es ist aber falsch, dass mich Herr Hoffmann auf die Aufsichtsratswahl vorbereitet hat.“ Zudem würde sie sich darüber freuen, von Hoffmanns Erfahrungsschatz profitieren zu können. „Es macht immer Sinn, wenn man Leute hat, bei denen man sich Rat einholen kann. Es wäre doch schön doof, wenn ich das Wissen anderer nicht annehmen würde. Aber das gilt in meinem Fall nicht nur für Herrn Hoffmann sondern für sehr viele andere in unserem Verein auch, die mir helfen können und würden.“

Macht Sinn. Dennoch dürfte auch Sattelmair wissen, dass allein die Nähe Hoffmanns bei dessen Kritikern erste Verschwörungstheorien sprießen lässt. Allerdings werde ich mich diesen hier nicht anschließen.

Dafür schließe ich diesen Blog ab mit den Worten von Paul Scharner (pausierte heute wegen starker Kopfschmerzen nach dem Lauftraining) am Sonnabend im Anschluss an das Austria-Wien-Spiel: „Dieser Verein hat so viel Potenzial wie wenige andere. Es müssen nur alle merken.“

Stimmt.

In diesem Sinne, bis morgen. Da wird um 10 Uhr an der Imtech-Arena trainiert. Mit van der Vart, Jiracek und hoffentlich auch allen anderen. Damit der Rückrundenstart mit dem machbaren Auswärtsspiel in Nürnberg sowie zwei darauf folgenden Heimspielen (Werder, Frankfurt) zum Gegenteil des Saisonauftaktes wird.

Bis morgen,
Scholle

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