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Willi Schulz: “Wer Dortmund 4:1 besiegt . . .”

26. April 2013

Nun soll der zuletzt so lange verletzt fehlende Klaas-Jan Huntelaar sogar in der Schalker Startelf stehen, wenn die Partie gegen den HSV am Sonntag um 17.30 Uhr auf Schalke angestoßen werden soll. Auch das noch. Bei Huntelaar denke ich immer sofort auch an Claudio Pizarro, der bekanntlich als Bremer und jetzt als Bayer bevorzugt gegen den HSV traf und trifft. Der Niederländer ja auch. Oder auf jeden fall fast so, denn in vier Spielen gegen den HSV schoss Huntelaar vier Tore. Das muss ja nicht unbedingt heißen, dass das immer so weitergeht, aber es könnte ja immerhin doch sein. Und irgendwie hat der HSV ja auch stets ein Herz für Clubs und Gegenspieler, die dringend mal wieder aufgebaut werden müssen. Obgleich ich mir das in der jetzigen Phase einfach nicht vorstellen kann, denn der HSV hat gestern und auch heute sehr, sehr gut trainiert. Das war Leben in der Bude, da war Feuer drin, da war viel Spaß dabei – das sah wirklich, ich kann es nur immer wieder betonen, richtig gut aus. Was natürlich auch nichts heißen muss, denn gut trainiert hat der HSV sicherlich schon des Öfteren, um dann im Spiel zu versagen – aber ich, der ansonsten immer leicht zum Pessimismus neigt, bin diesmal ganz zuversichtlich. Ich lege mich mal aus dem Fenster und behaupte frech: der HSV wird auf Schalke nicht verlieren.

Natürlich wird Trainer Thorsten Fink noch einmal das morgige Abschlusstraining (wieder unter Ausschluss der Öffentlichkeit) abwarten wollen, bevor er sich auf eine Startformation festlegt, aber alles läuft darauf hinaus, dass folgende elf Männer im HSV-Trikot beginnen werden:
Rene Adler; Jacopo Sala, Michael Mancienne, Heiko Westermann, Marcell Jansen; Tolgay Arslan, Dennis Aogo; Per Ciljan Skjelbred, Petr Jiracek; Rafael van der Vaart; Heung Min Son.
Schiedsrichter der Partie ist Peter Sippel aus München

Beim heutigen (und sehr langen) Vormittagstraining überzeugten mich gleich einige Spieler dieser Formation. Dennis Aogo zum Beispiel wirkte auf mich wie aufgezogen, er hatte richtig viel Spaß und Lust, sich auszutoben – auch wenn er beim abschließenden Spielchen mit einem schlimmen Patzer das 0:1, das Tolgay Arslan erzielte, ermöglichte. Aber wie Aogo über den Platz rannte und wieselte, das war schon sehenswert. Dazu hatte Rene Adler einen echten Schokoladen-Tag, wie er durch die Luft segelte, wie er Schüsse und Kopfbälle aus nächster Nähe entschärfte, das hatte was. Lediglich Artjoms Rudnevs traf gegen den Nationaltorwart zum zwischenzeitlichen 1:1. Und das Marcell Jansen das Siegtor für sein Team (um Rafael van der Vaart und Arslan) erzielte, das war auch kein Zufall. Jansen ist zurzeit einfach gut drauf – und wer kann sich eigentlich erinnern, dass er zuletzt mal verletzt ausgefallen ist? Das gibt es gar nicht mehr! Und sein Tor hat er mit einem sehr schwierigen und deshalb besonders sehenswerten Dropkick erzielt, das war Haltungsnote eins. Ein solches Ding auch auf Schalke – und es wird das Tor des Monats.

Apropos Schalke. Denk ich an Schalke bei der Nacht, frag ich mich gleich, was Willi macht? Willi Schulz. Der ehemalige Schalker. Er ist natürlich am Sonntag vor Ort – auf Schalke. Wie sich das für einen Jungen aus dem Ruhrpott gehört. Obwohl der „World-Cup-Willi“ ja längst HSVer und Hamburger ist. Er wird auch dementsprechend die Prioritäten setzen – und dem HSV die Daumen drücken. Was ist drin für die „jungen Finken“? Willi Schulz: „Der HSV ist auswärts ja besser als zu Hause, und Schalke ist daheim nicht gerade überzeugend – deswegen glaube ich, dass alles möglich ist, auch ein HSV-Sieg. Und den erhoffe ich mir natürlich. Der HSV kann ja seine zuletzt gute Form, die mit zwei Siegen untermauert wurde, unter Beweis stellen. Und dazu auch zeigen, dass die Sache mit dem neuen Kapitän keine Eintagsfliege ist. Rafael van der Vaart hat neuen Schwung in den Laden gebracht und für Frische gesorgt, und wenn das wieder da ist, dann gewinnt der HSV.“ Dann fügt Willi Schulz auch noch an: „Alle sprechen im Moment vom FC Baern und Dortmund, und hat nicht der HSV zuletzt zweimal gegen den BVB gewonnen? Und wer gegen Dortmund zweimal gewinnt, dabei auch ein 4:1 in Dortmund schafft, der kann auch auf Schalke gewinnen . . .“
Aber hundertprozentig.

Und noch einmal zu einem ehemaligen Schalker, und das ist ja der ehemalige HSV-Kapitän Heiko Westermann: Der Abwehrmann verließ gestern ja das Trainingsgelände mit einem dick bandagierten rechten Knie. Eine Vorsichtsmaßnahme. Heute ging es ohne Verband, obwohl es noch ein wenig zwickt und schmerzt. Westermann aber ist ja ein „harter Hund“, der zur Not auch mit dem Kopf unter dem Arm aufläuft, er wird auch gegen seinen früheren Arbeitgeber Gas geben – für den HSV. Und schnell noch eine Personalie: Maximilian Beister, dessen Rot-Sperre am Sonntag nach dem Schalke-Spiel enden wird, fehlte auch heute noch erkrankt. Aber er hat ja dann bis zum nächsten Sonntag, wenn das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg auf dem Programm steht, Zeit, sich zu erholen.

Nicht auf Schalke dabei sein wird, erwartungsgemäß, Milan Badelj. Der Mittelfeldspieler nahm heute auch nicht am Mannschaftstraining teil, sondern lief mit Reha-Trainer Markus Günther durch den Volkspark. Thorsten Fink zum Fitness-Stand des „Sechsers“: „Milan ist gut gelaufen, sogar sehr gut, aber er müsste morgen noch einen Belastungstest mit Markus Günther machen, doch wir spielen ja schon einen Tag später. Deshalb ist mir das Risiko doch zu groß – zumal ich unheimlich viel Vertrauen habe in die Männer, die dann auf der Sechs spielen werden.“ Fink sagte noch ergänzend: „Ich schaue mir den Milan noch mal am Sonnabend an, und sollte sich im Training noch einer verletzten, dann würde ich ihn eventuell auch noch mitnehmen – aber nur für den Notfall. Ich will kein Risiko eingehen. Und wir haben ja auch danach noch drei schwere Spiele vor uns, da brauchen wir ihn dann gesund.“

Die Entscheidung auf der „Sechs“ pro Dennis Aogo und gegen Tomas Rincon begründet Thorsten Fink wie folgt: „Wir wollen auf Schalke im Ballbesitz bleiben, das könnte mit Dennis Aogo besser klappen. Ich finde auch, dass er seine Sache zuletzt gegen Düsseldorf auch gut gemacht hat, wenn man mal davon absieht, dass er beim Gegentor und der Standardsituation ein bisschen geschlafen hat.“ Die zweite „Sechs“ ist ja Tolgay Arslan, der zum Düsseldorf-Spiel ja erkrankt ausgefallen war. Und „Ali“, wie Arslan nur von den Kollegen gerufen wird, macht auf mich im Training auch einen erstklassigen, engagierten und aggressiven Eindruck – das musste ich schnell noch einmal loswerden.

Übrigens sprach ich heute ganz kurz mit Thorsten Fink über das Thema „Champions League“. Und schoss dabei ein bildschönes Eigentor, was die Lacher der Kollegen hervorrief. Ich sagte nämlich: „Ist das nicht eine verrückte Saison? Nach diesen Resultaten, einem 1:5 und einem 2:9 ist für den HSV jetzt sogar noch ein Platz in der Champions League möglich. Ich will da ja gar nicht groß drüber sabbeln, aber verrückt ist es schon, oder?“ Finks Antwort sorgte für die Lacher: „Ich will da auch gar nicht drüber sabbeln . . .“ Gelächter. Und dann sagte er: „Wenn man gewinnt, dann ist alles möglich, ganz klar, aber dazu müssen wir auf Schalke gewinnen. Letztlich aber wollen wir uns mal darauf konzentrieren, dass wir da überraschen können, dass Schalke auch Druck hat – und dass wir diesen positiven Druck haben. Den sollten wir mitnehmen ins Spiel und dann versuchen, es erfolgreich zu bestreiten. Ein Punkt wäre auch schon toll, ein Sieg wäre noch schöner – und dann kann sich jeder selbst ausrechnen, was noch möglich ist.“ Der Coach weiter: „Aber erst einmal sehen, was wir auf Schalke tatsächlich bringen. Nachher verlieren wir dort und dann muss man wieder sehen, dass man Platz acht oder Platz neun belegen kann. Es geht alles so schnell. Aber es ist eben in dieser Saison alles möglich, dass sehen wir alle, auch die anderen Clubs – und jetzt wird es ja auch eng, denn wir haben schon den 31. Spieltag . . .“
Wenn man so will: Der HSV hat am Sonntag ein Endspiel um die Champions League.

Und immerhin hat Schalke zuletzt mit der Niederlage in Frankfurt bewiesen, dass die Formkurve der „Knappen“ nicht kontinuierlich nach oben zeigt. Und das Schalke durchaus verwundbar ist – trotz Klaas-Jan Huntelaar. Schlusswort von Thorsten Fink: „Es kommt immer darauf, was WIR aus diesem Spiel machen.“ Genau, Trainer. Nun macht mal schön.

PS: Unser User “Enno” erinnert sich – und korrigiert mich dabei (was ich zuletzt schrieb):

“Denkt doch bitte einmal kurz zurück, ich sprach mit einigen Kollegen heute vor der Pressekonferenz darüber, wie es damals mit Hasan Salihamidzic war. Als der 1998 vom FC Bayern gekauft wurde, war er gerade mal 21 Jahre alt.”
Gekauft? Salihamidzic ist damals vom HSV ablösefrei zu Bayern gegangen, er wurde also nicht ge- bzw. verkauft.

Danke für diese Korrektur.

18.25 Uhr

Der Kacar-Wechsel könnte noch platzen

3. Januar 2013

Jetzt könnte es doch noch eng werden. Für Gojko Kacar und den HSV. Denn der fast schon als „perfekt“ gemeldete Wechsel des Mittelfeldspielers zu Hannover 96 könnte jetzt doch platzen – oder bereits geplatzt sein. Denn die Niedersachsen haben nun (erst einmal) André Hoffmann vom abstiegsgefährdeten Zweitliga-Klub MSV Duisburg verpflichtet. Der U19-Nationalspieler erhält bei 96 einen Vertrag bis 2016 und kostet „nur“ 800 000 Euro. Der defensive Mittelfeldspieler kam in der Hinrunde der Zweiten Liga zu 13 Einsätzen für die „Zebras“ und kann – wie Kacar – auch als Innenverteidiger eingesetzt werden. Hoffmann hat sieben Spiele für die deutsche U-19-Nationalmannschaft absolviert und gehört zum Kader der U-20. Jetzt will Hannover nur noch einen Spieler verpflichten, und dabei geht es um Gojko Kacar und den Schweizer Innenverteidiger Johan Djourou vom FC Arsenal. Gut möglich, dass die Entscheidung darüber doch nicht bis zum 4. Januar fallen wird – am 5. Januar fliegt 96 ins Trainingslager, da sollten die Neuzugänge eigentlich dabei sein.

Ob sich Kacar verpokert haben könnte? Darüber ließe sich trefflich spekulieren, aber das wird natürlich geheim gehalten. Es kann vermutet werden – oder auch nicht. Ein Gerücht, dass zurzeit zwischen Hannover und Hamburg hin und her geschoben wird, besagt, dass es letztlich – oder bislang – an der zu hohen Abfindungsforderung, die Kacar vom HSV haben wollte, gescheitert ist. Das kann sein, muss aber auch nicht. Für den HSV auf jeden Fall keine angenehme Situation, besonders nicht für Sportchef Frank Arnesen, der ja die hohe Summe von 6,4 Millionen Euro bis zum Beginn der Rückrunde eingespart haben sollte. Der Däne wusste im fernen Abu Dhabi nichts von der Verpflichtung Hoffmanns (zu 96), wollte aber auch nichts davon wissen, dass damit die Wechselabsichten Kacars endgültig geplatzt sind.

Zum heutigen Start in Abu Dhabi. Der Flug verlief problemlos, die Ankunft aber erfolgte nach Mitternacht. Erst gegen drei Uhr waren die Spieler in dem Fünf-Sterne-Hotel, das zwei Jahre alt ist und keine Wünsche offen lässt. Nach einem kleinen Snack ging es auf die Zimmer zum Schlafen. Morgens gab es dann um zehn Uhr das erste lockere Training, und die zweite Einheit erfolgte am Nachmittag um 16 Uhr. Tagsüber herrschten 23 Grad, die Sonne zeigte sich von ihrer besten Seite, nachmittags zogen während des Trainings einige Wolken auf – und es wurde etwas kühler. Hervorragende Bedingungen (so lobten auch die meisten Spieler) aber für ein Training, das heute vornehmlich aus kleinen Spielchen bestand.

Bis auf Petr Jiracek, der mit Reha-Coach Markus Günther lief, und der 18-jährige Nachwuchsmann Valmir Nafju (wurde vom FC Basel verpflichtet), waren alle Spieler auf dem Platz. Auch in der Ferne blicken natürlich viele Augen nur auf Rafael van der Vaart. In Hamburg ist die Ehe-Krise des niederländischen Paares immer noch das Gesprächsthema Nummer eins, in Abu Dhabi ebenfalls. Für das gesamte HSV-Team schon eine besondere Situation. Über die Trainer Thorsten Fink verriet: „Wir sprechen mit Raffa, er geht sehr professionell mit seiner Situation um. Wir sind für ihn da, wenn er uns braucht. Im Fußball kann man sich gut ablenken. Manche haben nicht viel, er hat die Mannschaft und den Fußball.“

Allgemein – und zu den Bedingungen in der Wüste – befand Thorsten Fink: „Die Plätze sind bundesligatauglich, ich bin damit sehr zufrieden.” Er will seinen Spielern während des Trainingslagers maximal einen Nachmittag (wahrscheinlich am Sonntag) freigeben.

Vom Abendblatt vor Ort ist Chefreporter Kai Schiller, und der sagte mir über das Spielchen am Nachmittag: „Mir gefielen eben vor allem Rafael van der Vaart, der viele glänzende Pässe aus seinem linken Fuß hervorzauberte, und dazu auch Tolgay Arslan, der einmal mehr sehr, sehr bissig wirkte.“ Dass nicht alles gleich nach Wunsch funktionierte, das sahen die Trainingskiebitze an den Reaktionen von Heiko Westermann. Der Kapitän war einige Male sehr unzufrieden mit seinen Vorderleuten, schimpfte mehrfach recht lautstark und drosch einmal den Ball mit Vehemenz – und vor Wut – in die Botanik.
Aber gut Ding will eben Weile haben – auch in Abu Dhabi.

Morgen, am Freitag, stehen ebenfalls zwei Einheiten auf dem Programm. Und falls bis zum Wochenende nicht doch noch ein weiterer Gegner für ein Testspiel gefunden wird (es wird wohl noch daran gearbeitet), findet am Montag das erste Spiel statt. Es geht dann gegen den usbekischen Meisterschafts-Dritten Lokomotiv Tashkent. Einen Tag später folgt die Partie gegen den saudi-arabischen Vertreter Al-Shabab FC, und das letzte Spiel der „Wüsten-Tour“ findet dann in Dubai einen Tag vor der Rückreise statt, es geht gegen den Bundesliga-Achten Borussia Mönchengladbach (der sich dort auf Bundesliga-Werbe-Tour befindet). Am 12. Januar erfolgt dann der Auftakt im Volkspark, wenn der österreichische Spitzen-Klub Austria Wien zu Gast ist (dieses Spiel wird live im Dritten Programm übertragen).

Kurz noch eine Personalie: In Sachen Robert Tesche hat sich bislang noch nichts Neues ergeben. Und irgendwie bin ich (und bleibe ich) skeptisch, ob sich daran noch etwas ändern wird. Welcher Klub (vor allem dann, wenn es sich um einen Zweitliga-Vertreter handelt) ist denn schon bereit und auch in der Lage, ein „fürstliches“ Gehalt – wie es der Erstliga-Vertreter HSV zahlt – zu bieten? Und finanzielle Abstriche nimmt wohl jeder Mensch, da ist Tesche keine Ausnahme, nicht ganz so gerne hin. Es sei denn, er will als Fußball-Profi auch wieder mal mitspielen dürfen . . .

Nach wie vor finde ich aber gut, dass der HSV es vorgezogen hat, auf junge Spieler wie Matti Steinmann oder auch Christian Nörgaard zu setzen – und sie deshalb auch mit in die Sonne genommen hat. Solche Talente, so sie sich denn später einmal behaupten und durchsetzen können, sind die Zukunft des Klubs. Und sie wurden ja auch von Scouts für förderungswürdig gehalten und einst zum HSV gelockt.

17.26 Uhr

Turbulenzen in der Luft – und im Volkspark

11. Dezember 2012

Hamburg hat sie wieder – die HSV-Profis. Um 7.23 Uhr am frühen Dienstag ist die HSV-Mannschaft in Fuhlsbüttel aufgeschlagen – mit leichter Verspätung. Weil es schon in Brasilien mit einer Stunde später losging. Eine Halbe Stunde wurde bis zur Zwischenlandung in Dakar aufgeholt, zum guten Schluss waren es dann noch 23 Minuten. Schwamm drüber. Der HSV hat mit diesem Kurz-Trip Geld gemacht, und er hat mit seiner B-Mannschaft auch gut gegen Gremio Porto Alegre ausgesehen – trotz der 1:2-Niederlage. Und nun geht es mit der A-Mannschaft am Sonnabend gegen und in Leverkusen weiter. Der Jahresabschluss. Ein ganz besonderer für Rene Adler, der seinen Ziehvater, Rüdiger Vollborn, den ehemaligen Bayer-Keeper, wieder sehen wird. Und nicht nur ihn, Und alle werden sie in der BayArena sehen, wie super sich der HSV-Schlussmann wieder entwickelt hat. Ich muss dabei immer noch an das Lob denken, dass der ehemalige Aufsichtsrat des HSV, Frank Mackerodt, bei „Matz ab live“ über Adler gesagt hat: „Er hat uns in dieser Hinserie mindestens schon acht Punkte geholt und gerettet.“ Stimmt. Mindestens acht. Und damit kann er in Leverkusen gerne weitermachen. Noch einmal drei – das wäre ein prächtiger Jahresabschluss.

Um noch einmal kurz auf die Rückreise von Porto Alegre zu kommen. Es gab nach der Zwischenlandung (und dem Auftanken) in Dakar das Startzeichen zum Schlafen (von Mannschaftsarzt Philip Catala-Lehnen angeordnet), doch daraus wurde bei einigen Spielern nichts – denn es gab doch einige kleinere (gelegentlich auch größere) Turbulenzen.

Die gab es heute auch noch im Volkspark – aber dazu komme ich gleich noch. Erst einmal noch zu zwei nicht unwichtigen Personalien. Milan Badelj, der sich im Spiel gegen Hoffenheim eine leichte Muskelverhärtung eingefangen hatte, hat heute im Volkspark mit Reha-Trainer Markus Günther gearbeitet, und so wie es zurzeit aussieht (also Stand jetzt!), wird der „Ordnungsdienst“ im HSV-Mittelfeld am Sonnabend in Leverkusen aufdribbeln können. Was ja nicht ganz so unwichtig wäre. Und dann noch zu Maximilian Beister. Er ist heiß. Dafür haben wohl auch – oder vor allem – seine ersten beiden Bundesliga-Tore gesorgt. „Maxi“ will, aber bevor er darf, hat Trainer Thorsten Fink gesagt, wird es noch einen Vier-Augen-Unterhaltung zwischen dem Coach und dem Angreifer geben. Fink will wissen, ob es auch tatsächlich geht. Nicht dass Beister aus falschem Ehrgeiz zu viel riskiert und die Verletzung (ein leichter Muskelfaserriss) dann erst recht und viel schlimmer aufreißt.

Und nun zu den heutigen Turbulenzen beim HSV. Stichwort „Viagogo“. Für viele HSV-Fans ein rotes Tuch, das sich jetzt aber wohl erledigt hat. Man trennt sich. Nicht im beiderseitigen Einvernehmen, wie es sonst immer so schön (und in die falsche Richtung deutend) heißt, sondern im Streit. Es soll sogar noch Ärger folgen, es könnte noch ein gerichtliches Nachspiel haben – diese Vernunfts-Ehe. Der HSV erklärte die heutige Trennung mit den folgenden Sätzen:

Nach intensiven Gesprächen mit der Mitgliedschaft kündigt der HSV den Vertrag mit Viagogo zum 31. Juli 2013 und erhöht die Dauerkartenpreise zur Saison 2013/14.
Der Vorstand des Hamburger Sport-Vereins wird das in der Mitgliedschaft umstrittene Vertragsverhältnis mit der Ticketbörse Viagogo zum nächstmöglichen Zeitpunkt am 31. Juli 2013 beenden. „Es war wichtig, zu diesem Thema den Dialog mit Vertretern der Mitgliedschaft zu suchen”, sagt Marketing-Vorstand Joachim Hilke.

Um einen wirtschaftlichen Ausgleich zu schaffen, werden die Dauerkartenpreise zur Saison 2013/14 erstmals seit fünf Jahren angehoben. „Der Vorschlag zu dieser neuen Preisstruktur kam aus dem Fanlager”, so Oliver Scheel, Vorstand für die Belange der Mitglieder. Dabei werden auch die Mitgliederrabatte über alle Preiskategorien auf einheitlich 20 Euro angepasst. „Ich bin überzeugt, dass wir jetzt gemeinsam eine Lösung gefunden haben, die allen zu vermitteln ist”, sagt Supporters-Vorsitzender Ralf Bednarek.

Die „Gegenseite“ reklamierte allerdings für sich, die Trennung herbeigeführt zu haben. Welche von beiden Versionen ist wohl die richtige?

Der britische Ticketanbieter hat dem HSV gekündigt. „Wir sehen uns zu diesem Schritt gezwungen, weil sich unsere Ansprechpartner beim HSV von Beginn des Vertragsverhältnisses an nicht an die wesentlichen Punkte des Vertrages gehalten haben”, teilte Viagogo am Dienstag mit. „Wir bedauern diesen Schritt sehr, schließlich ist der HSV ein großer, traditionsreicher Verein mit einem großen Stadion und tollen Fans und wir waren stolz darauf, diese Partnerschaft einzugehen.

Der HSV hatte erst im September einen Zweijahresvertrag mit der Ticketplattform abgeschlossen. Der Verein erhielt dafür ein sogenanntes Signing Fee in sechsstelliger Höhe, die Summe beläuft sich auf 800 000 Euro. Der HSV sollte dem Online-Portal 1500 Karten pro Spiel zur Verfügung stellen. Nach der Vereinbarung hätte mit offizieller Zustimmung des Vereins jeder Kartenbesitzer, also auch Inhaber von Tickets auf der Nordtribüne, Karten mit einem Aufschlag bis zu 100 Prozent bei Viagogo verkaufen können.

Das rief den Zorn vieler HSV-Fans hervor, es wurde lautstark protestiert und gefordert, dass dieses Geschäft sofort wieder gekündigt werden sollte. Nun ist Viagogo dem HSV wohl zuvor gekommen. Die AG betont allerdings ausdrücklich, die Kündigung habe nichts mit der Kritik der HSV-Fans zu tun. „Im Gegenteil, das Geschäft mit den HSV-Tickets hat sich als eines der attraktivsten Angebote in der Bundesliga erwiesen, das von vielen Fans genutzt wurde. Die Gründe für die Kündigung liegen vielmehr einzig in der Nichteinhaltung des Vertrages”, teilte Viagogo mit.

„Es geht ja dabei nicht darum, welche Version die richtige ist, unsere oder die von Viagogo. Wir haben gesagt, dass wir so schnell wie möglich und zum frühest möglichen Zeitpunkt aus diesem Vertragsverhältnis wieder aussteigen wollen und werden, wir haben uns deshalb sofort auch um eine neue Eintrittskarten-Struktur bemüht. Viagogo hat das gewusst, deswegen nun diese Erklärung“, sagt HSV-Vorstandschef Carl-Edgar Jarchow dazu.

Nun bin ich mal gespannt, ob diese Trennung noch eine „Schlammschlacht“ nach sich ziehen wird. Zu befürchten ist es. Aber gut, der HSV hat schon Schlimmeres überstanden. Und in diesem Fall sind die Fans wohl sicher auf der Seite des Vereins, denn sie konnten ja von Anfang an nichts mit diesem Via-Nogo-Deal anfangen. Hat sich nun erledigt, wenn auch erst im Sommer 2013.

So, und dann gab es heute noch über die DPA (Deutsche Presse-Agentur) einen interessanten Artikel über eine zurzeit ganz wichtige HSVer. Da ich nicht glaube, dass die hiesigen Zeitungen diesen Bericht abdrucken werden (weil zu lang), stelle ich ihn hier nun einmal rein. Es geht um ein brisantes Thema, das uns zuletzt alle beschäftigte. Nicht zuletzt bei den Spielen, die so richtig stimmungsvoll erst nach 12:12 Minuten begannen. Hier der DPA-Bericht über Philipp Markhardt, der zugleich einer der sieben Autoren des HSV-Buches “Kinder der Westkurve” ist:

Philipp Markhardt kann sich noch genau an sein erstes Mal erinnern. Anfang der 1990er Jahre nahm ihn sein Vater mit ins Hamburger Volksparkstadion. Der HSV unterlag Wattenscheid 09 mit 0:1. Trotz der Niederlage war dies der Startschuss für eine leidenschaftliche Karriere als Fußball-Fan. „Normalerweise bindet so ein Kick niemanden an einen Verein“, sagte Markhardt der Nachrichtenagentur dpa. An jenem Tag erregte ohnehin nicht so sehr das Spiel die Aufmerksamkeit des damals 11-Jährigen. „Ich habe fasziniert auf die Fankurve geschaut. Da wurden auch die einen oder anderen Bengalos gezündet“, erinnerte sich der bekannteste deutsche Ultra.

Als Sprecher der Organisation „ProFans“ und der Protestaktion „12:12“ ist Markhardt die zentrale Figur der Fans und ihrer Ablehnung des Sicherheitskonzeptes der Deutschen Fußball-Liga (DFL) und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Er ist das Sprachrohr von circa 50 deutsche Ultragruppen, die in der heftig geführten Sicherheitsdebatte eine Gefahr für ihre Fankultur sehen. Sie hoffen, dass die Vertreter der 36 Proficlubs am Mittwoch auf der Mitgliederversammlung in Frankfurt/Main das umstrittene Konzept nicht verabschieden oder zumindest die Entscheidung vertagen.

Obwohl das Konzept bereits überarbeitet wurde, lehnen Markhardt und die Fan-Organisationen das Papier ab. Auch von Vereinsseite des HSV bestünde noch Kritik: „Es hat sich nicht viel geändert, da ist es logisch, dass die Clubs das nicht einfach abnicken.“ Doch nicht nur die Hamburger Club-Verantwortlichen äußerten Zweifel. Eine Reihe von Vereins-Vertretern kritisierten vor allem den Zeitpunkt zur Abstimmung.

Das Thema Ganzkörperkontrollen erregt bei den Fans ganz besonderen Missmut. „Das neue Papier enthält zwar das Wort Vollkontrollen nicht mehr, dennoch findet man weiterhin Umschreibungen, die letzten Endes darauf hinauslaufen. Solche Kontrollen greifen zu sehr in die Persönlichkeitsrechte aller Fans ein, weswegen wir das Entkleiden weiter kategorisch ablehnen“, erklärte Markhardt.

Mit bundesweiten Demonstrationen und der beispiellosen Protestaktion „12:12“ an drei Spieltagen hintereinander haben die Ultras im Vorfeld des Termins medienwirksam auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht und ein noch nie dagewesenes Echo erzeugt. „Viele Ultras wollen eigentlich nicht mit den Medien sprechen“, betonte Markhardt, „doch ich erachte es als sinnvoll, die Medien für uns nutzen. Für mich war das ohnehin kein Problem, ich arbeite in einer PR-Firma.“ Dass Markhardt ständig in Sachen Fußball und HSV unterwegs ist, und Ultras in der öffentlichen Wahrnehmung ein „Böses-Buben-Image“ besitzen, stört seinen Chef nicht. „Der ist selbst HSV-Fan und zusammen mit mir im Europapokal auswärts mitgefahren“, offenbarte Markhardt.

Bevor sich der 32-Jährige in Fan-Organisationen engagierte, ging er als „normaler“ Fan ins Stadion. Die erste HSV-Dauerkarte kaufte er sich 1993. „Die war allerdings an schulische Leistungen geknüpft“, bemerkte er. Drei Jahre später schloss er sich dem HSV-„Supporters-Club“ an und reiste fortan auch auswärts mit. Dem Fanclub „Chosen Few“ trat er 1999 bei, stieg nur ein Jahr später zum führenden Mitglied auf und ist es noch heute. „Damals spielten Ultras noch überhaupt keine Rolle. Den Gruppen gehörten keine 100 Mann an“, erinnerte er sich.

Um die Jahrtausendwende verloren die Hooligans in Deutschland an Bedeutung, und der Fokus der Polizei richtete sich vermehrt auf die aufkommende Ultrabewegung. „Die Polizei beging damals den Fehler, das auf die Hooligans zugeschnittene Konzept ’Sport und Sicherheit’ auf die Ultras anzuwenden“, meinte Markhardt. Das habe zu Spannungen zwischen der Polizei und den Ultras geführt, die sich bis heute gehalten hätten. Er moniert das ruppige Verhalten vieler Beamter gegenüber den Ultras. Dazu fällt ihm der Satz ein: „Behandle Menschen wie Tiere und sie werden wie welche.“

Für die Zukunft hofft Markhardt, dass sich das Verhältnis zwischen den Ultras und den Verbänden samt Vereinen entspannt. „Ich hoffe die DFL hält Wort und lässt den Worten Taten folgen“, sagte er mit Blick auf eine weitere Zusammenarbeit, „wir setzen jedenfalls auf den Dialog.“

Und dann gibt es da noch einen Bericht von einem Hamburger, der sich mit der HSV-Anleihe befasst. Jens A. aus Berlin schreibt:

Fan- oder Subkultur?

Über den Umgang von Bundesligisten mit ihren Anleihekäufern!

Geboren und aufgewachsen in Hamburg verfolge ich aus Berlin immer mit Sympathie die Spiele der Hamburger Bundesligisten. Mit beiden Vereinen verbinde ich sehr gute Erinnerungen. In der Nähe des Volksparkstadions (das wird es wohl immer für mich bleiben, wie heißt die Arena derzeit noch?) habe ich die Jugend verbracht. Der langjährige Aufsichtsratsvorsitzende Herr Bandow hat mir und den anderen Azubis bei der Vereins- und Westbank regelmäßig Mut gemacht, dass man auch mit einer Fünf in Mathe immer noch Vorstand einer Bank werden könne. Außerdem hat er meinen Respekt, da er auch im höheren Alter und hoher Position sich immer noch für die Fußball- Betriebsportmannschaft angeboten und zeitlich frei gemacht hat. Den Mythos St. Pauli hingegen konnte ich durch meine aktive Zeit in deren Jugendmannschaften hautnah erleben. Insbesondere durch Seppo Eichkorn und Helmut Schulte habe ich zu schätzen gelernt, dass Professionalität und Beibehaltung einer Vereinskultur keine gegensätzlichen Inhalte darstellen.

Keine Frage also, wenn einer dieser Vereine Fan-Anleihen herausgibt, dann gehören die Schmuckurkunden in unser Besprechungszimmer gehängt: Für uns als Vermögensverwalter die ideale Verbindung unseres sportlichen Interesses und der Geldanlage.

Die persönliche Abholung der Urkunden bleibt mittels der dankbaren Vor-Ort-Unterstützung meiner Mutter auch aus der Ferne organisierbar.
Überraschend ist aber dann doch, wie unterschiedlich die Ausgabe der Fan-Anleihen von den beiden Vereinen organisiert wird:

Am Millerntor ein gut organisiertes Fan-Fest mit unentgeltlicher Versorgung mit Kaltgetränken, Würstchen, Kaffee, Kuchen. Mittendrin Spieler des Kiez-Clubs im Gespräch mit den kleinsten Kreditgebern des Vereins und Zeit für gemeinsame Fotos (Mama ist immer noch stolz auf das Bild mit dem gefühlt vier Köpfe größeren Pauli-Keeper Tschauner) und Unterschriften auf den Schmuckurkunden. Insgesamt besitzt die ganze Veranstaltung die Atmosphäre eines großen Events, hier ist man willkommen. Die nächste Zeichnung wieder mit uns!

Da ist die Vorfreude auf die Urkundenübergabe beim HSV doch gleich viel größer! Zudem im Anschreiben für die Rautenfreunde eine professionelle Beschreibung des Ablaufes erfolgt, mit dem Hinweis, dass auch für das leibliche Wohl gesorgt wird und dass auch Spieler für Unterschriften und Fotos da sein werden.

Vor Ort dann aber Ernüchterung: Die Übergabe steril, über viele Räume verteilt und unübersichtlich. Ach ja, das leibliche Wohl ist gesichert: Der Cappuccino für EUR 3,00, drei kleine Pfannkuchen zu EUR 3,50. Stellt man sich das als Fan so vor? Insbesondere nach der Ankündigung? Die armen Servicekräfte verstehen die Rückfragen, warum dass bei St. Pauli so anders war. Aber auch sie haben für ihre Sechs-Stunden-Schicht nur ein Getränk und einen Snack frei.

Doch Rafael van der Vaart ist da und gibt Unterschriften. Wo denn? Da hinten im Nebenraum, wo die Wartenden anstehen. Einmal vorsichtig an der Schlange vorbeigegangen, um die Wartezeit einzuschätzen: Oh, da stehen aber viele an. Ein netter Mann, der die Hälfte des Wartens schon hinter sich hat, gibt Auskunft. Bislang wartet er 45 Minuten. Also eine und eine halbe Stunde Anstehen für eine Unterschrift? So viel Fan sind wir dann doch nicht. Das Fazit der Veranstaltung: Sicherlich eine verpasste Chance für die Blauen, etwas für die Verbindung zu ihren Anhängern und kleinen Geldgebern zu machen. Oder einfach nur eine professionellere Sichtweise? Schließlich kann man sich durch das entgeltliche Sorgen für das leibliche Wohl schon einen Teil der Zinsausgaben wieder hereinholen. Die nächste Anleihezeichnung? Eher ohne uns…

In meinem Studium habe ich gelernt, dass ein zufriedener Kunde ca. einem bis zwei Bekannten diese Dienstleistung oder dieses Produkt empfiehlt, ein unzufriedener Kunde aber ca. fünf bis sechs Bekannte über seine Verärgerung informiert. Ich stelle an mir fest, dass mein Bedürfnis über die Erfahrungen im Volkspark zu berichten tatsächlich deutlich höher ist, als über die Begeisterung am Millerntor. Komisch!

Dennoch werde ich auch zukünftig den Fußballvereinen meiner Heimat die Daumen drücken! Aber vielleicht kann das Prozedere beim bisher erfolgreicheren Verein im Umgang mit den Fans und Sympathisanten ja doch noch einmal überdacht werden…?

So, nun bleibt mir nur noch auf das Training am Mittwoch hinzuweisen. Es findet um 15 Uhr an der Arena statt.

Einen aber habe ich noch, versprochen ist versprochen. Es geht um zwei großartige und einzigartige HSV-Bücher, die noch vor Weihnachten an ihre neuen Besitzer übergehen werden. Der bekannte Hamburger Sporttograf Thomas Metelmann und der Kollege und Buchautor Hans Vinke haben nun das Buch “Mythos HSV” herausgebracht. Darin wird die Geschichte des HSV seit der Gründung im Jahre 1887 in Bildern (Fotos) gezeigt. Ein tolles Werk, das das Klubleben des Universalsportvereins HSV mit hervorragenden Fotos zeigt. Einmalig an diesem Buch ist, dass Fotograf Otto Metelmann und sein Sohn Thomas die Geschehnisse um den HSV seit über 65 Jahren aus nächster Nähe dokumentiert haben. Sie setzen mit ihren Fotos dem “Mytos HSV” ein einmaliges Denkmal.
Ich habe den großen Otto Metelmann selbst noch am Rothenbaum erlebt. Es ist heute noch ein kleines Wunder für mich, dass es alle Schiedsrichter geduldet haben, dass der Fotograf (mit dem langen, meines Wissens auch bunten Loden-Mantel) immer direkt neben dem Pfosten stand – gerade so, als wäre er ein zweiter Pfosten. Gelegentlich traf ihn dann auch ein Schuss des Gegners – was natürlich ein höhnisches Gelächter der Fans zur Folge hatte.

Wer sich nun um eines der beiden Bücher bemühen möchte, der sollte bis zur Nacht von Sonnabend auf Sonntag (Mitternacht) folgende Frage beanwtorten (entweder in der Gewinnspieladresse, oder bei Matz ab):

Welche HSV-Spieler wurden im letzten Bundesliga-Aufeinandertreffen mit dem VfB Leipzig ausgewechselt?

18.01 Uhr

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