Archiv für das Tag 'Gräfe'

Ein HSV-Tag zum Einrahmen!

10. Februar 2013

„Aufwachen ist der erste Schritt, seine Träume wahr zu machen.“
Hat einst die amerikanische Schauspielerin Diane Keaton gesagt. Schön gesagt. Und so treffend. Es blieb auf jeden Fall der Nachwelt erhalten, und genau dieser Spruch prangte auf dem Blatt des 9. Februars des (begehrten) Springer-Kalenders. Als ich das morgens beim Frühstück las, da keimte dann doch ein wenig Hoffnung auf. Sollte in Dortmund doch etwas gehen? Und dann wachte der HSV tatsächlich auf, und es wurde dieser 9. Februar ein so wunderbarer Tag. Auch wenn das Dortmunds Trainer Jürgen Klopp nach der 1:4-Heimpüleite natürlich völlig anders sah, denn er sprach von einem „Scheiß-Tag“, den niemand braucht. Einspruch, Euer Ehren, ich brauchte den. Darauf haben wir, genau auf einen solchen Tag, doch schon seit Jahren gewartet. Ich kann nur hoffen, dass HSV-Trainer Thorsten Fink sein kleine Geheimnis jetzt für immer in der Tasche behalten wird: den Glücks-Cent. Ihr erinnert euch? Am Freitag, nach dem Abschlusstraining, fand der Coach, kurz bevor er die Treppen in Richtung Kabine betrat, diesen Cent. Er hob ihn auf, bevor es ein anderer machen konnte, und sagte: „Der bringt Glück.“ Tat er tatsächlich. 4:1 in Dortmund ist ein Traum! Jetzt sollte mit diesem glitzernden Cent eine Sieges-Serie gestartet werden. Und dazu muss die Mannschaft nun auch stets hellwach bleiben – aufgewacht ist sie ja jetzt schon.


Am Tag danach war trainingsfrei. Das hatten sich die Helden auch verdient. Umso erstaunlicher, dass der Doppelpack-Torschütze Son an diesem Sonntag um 14 Uhr einen Fitness-Club in Eppendorf betrat, um dort nach allen Regeln der Kunst kräftig zu arbeiten. Wer rastet der rostet, und von nichts kommt nichts. Zur Nachahmung empfohlen. Auch wenn Per Ciljan Skjelbred nach dem grandiosen Erfolg im Westen ganz nüchtern festgestellt hatte: „Wenn man 4:1 gegen Dortmund gewinnt, dann hat man vieles richtig gemacht.“ So ist es. Und Marcell Jansen dachte schon an die nächsten Aufgaben: „Wir haben gezeigt, dass wir als Mannschaft funktionieren, dieser Sieg war so wichtig für uns.“ Unheimlich wichtig. Denn mit diesem Dreier, auch mit diesem Spiel, hat sich der HSV zurückgemeldet und sich wieder einmal Respekt erspielt. Das war ein HSV-Tag zum Einrahmen.

„Wir haben diesen 4:1-Erfolg gefeiert wie eine Meisterschaft, wir waren an diesem Tag die bessere Mannschaft“, meinte Rafael van der Vaart. Und Dennis Aogo befand: „Dass wir gewonnen haben, das ist kaum zu glauben, weil der BVB normalerweise zu Hause eine Macht ist. Das sollte uns Auftrieb geben.“ Natürlich. Heung Min Son stammelte auch weit nach dem Schlusspfiff immer wieder: „Das ist ein Traum. Ich kann es nicht glauben, ich kann es nicht glauben . . .“ Und dazu gehört wahrscheinlich auch die Tatsache, dass der HSV den Meister gleich zweimal in einer Saison besiegt hat. Thorsten Fink gab zu: „Mit diesem Sieg konnte keiner rechnen – nach der Heimniederlage gegen Frankfurt. Ich habe den Jungs aber gesagt, sie sollen nach vorn spielen. Das ist ein Teil meiner Philosophie, so stelle ich mir Fußball vor: Freude am Spiel zu haben und mutig nach vorn. Diesmal haben wir von Beginn an mutig gespielt.“

Europapokal, Europapokal, Eu-ro-pa-pokal . . . Platz fünf am Sonnabend sah doch schon mal super aus. Und träumen, das hat Armin Veh (der Eintracht-Trainer) im ZDF-Sportstudio gesagt, träumen ist erlaubt. Sonst macht das ganz Leben ja keinen Spaß.

Dortmunds Coach Jürgen Klopp, die sonstige Frohnatur, war natürlich bedient: „Das ist nicht leicht zu erklären. Das Spiel hat so viele Geschichten geschrieben. Ich habe nach dem Schlusspfiff gemerkt, das Leben geht weiter und endet nicht mit so einem Dreck. Leider gehören solche Scheißtage zum Leben eines Fußballers dazu. Das war für uns ein gebrauchter Tag gegen einen starken HSV.“ Und noch ein Lob in Richtung Hamburg hatte „Kloppo“ parat: „Das 2:1 war ein Weltklassetor von Son.“

Ja, der HSV-Angriff. Wer hätte das zu Beginn der Saison gedacht, dass Artjoms Rudnevs und Heung Min So mal das Prunkstück des HSV werden? Beide haben jetzt zusammen 19 der 26 HSV-Tore erzielt. Rudnevs zehn, Son, neun. Und mal unabhängig von diesen Treffern – wie sich beide bemühen, wie sich beide voll reinhängen, wie sie beide spielen und Torgefahr ausstrahlen, das ist schon klasse. Und wenn man Rudnevs immer daran festmacht, dass er ein „Grob-Techniker“ sei, dann konnte und kann das nicht für die Partie in Dortmund gelten. Da hatte der Lette nämlich auch viele gute und erstaunliche Szenen am Ball. Das Einzel- oder Sonder-Training macht sich bezahlt, keine Frage.

Natürlich kam dem HSV entgegen, dass BVB-Torjäger Robert Lewandowski in der 24. Minute (nach einem bösen Foul an Per Ciljan Skjelbred) vom Platz gestellt worden war. Eine völlig richtige Entscheidung. Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) hat ohnehin in diesem Spiel eine ganz starke Leistung gezeigt, hat sich auch von den 80 645 Zuschauern nie beeindrucken lassen und seine Linie konsequent beibehalten. Dass Rafael van der Vaart dem Unparteiischen eine kleine Nachhilfe-Minute in Sachen Platzverweis gegeben hat – Schwamm drüber. Das war aber in meinen Augen überflüssig. Auch wenn der Niederländer eine Befürchtung hatte: „Der Schiedsrichter wollte keine Rote geben. Da habe ich ein wenig Theater gemacht.“ Wie der „kleine Engel“ bemerkt haben will, dass Gräfe kein Rot ziehen wollte, bleibt mir schleierhaft, denn der HSV-Star lief ja sofort und total aufgebracht auf Lewandowski zu, um dem Polen schnell mal die Meinung zu „geigen“. Wie hat der gute „Raffa“ dabei noch den Schiedsrichter im Auge gehabt? Na gut, es muss ja ohnehin immer für alles im Fußball eine Erklärung geben, sonst sind wir wohl nicht zufrieden . . .

Dass van der Vaart nur wenige Minuten später vor der mit BVB-Fans („die Wand“) besetzten Südtribüne von einem Gegenstand am Körper getroffen wurde, wollte van der Vaart nach dem Schlusspfiff nicht an die große Glocke hängen. Und auch schon während des Spiels zog er keine große Show ab. Das war absolut okay, das war fair und hochanständig, so verhält sich in der heutigen Zeit (und in einer so hitzigen Atmosphäre!) absolut nicht jeder Profi. Leider, leider.

Pech hat der HSV jetzt allerdings mit seinen Innenverteidigern. Michael Mancienne verletzt, Paul Scharner verliehen, Jeffrey Bruma (60.) vom Platz gestellt und nun gesperrt. Jetzt schlägt die Stunde von Slobodan Rajkovic und wohl auch die von Gojko Kacar. Beide werden nun ganz dringend benötigt – so schnell kann es gehen. Für beide Spieler hat es mich aber auch gefreut, dass sie bei diesem Sieg dabei sein konnten (und durften). Es war ohnehin ein großartiger Tag für den Gemeinschaftssinn des HSV, denn es haben sich in Dortmund ja alle von ihrer besten Seite gezeigt. Skjelbred zum Beispiel spielte hervorragend mit und gewann vor dem 3:1 ein ganz wichtiges Kopfballduell (!) am Dortmunder Strafraumeck, danach flankte dann van der Vaart auf den Kopf von Rudnevs. Und dann erst das 4:1. Eine grandiose Einzelleistung von Jansen, der sich erst den Ball an der Eckfahne energisch erkämpfte (Super-Einsatz!), dann Slalom lief und den Ball anschließend zur Mitte passte, wo Son zur Stelle war – 4:1.

Ja, Jansen, er hatte in Dortmund einen unglaublichen Schokoladen-Tag, endlich einmal wieder, und er hatte ja auch schon das 1:1 traumhaft vorbereitet, als er einen millimetergenauen Pass auf Aogo gespielt hatte, der den Ball zur Mitte gab – Tor Rudnevs. Und den Pass auf Son, als der das 2:1 machte, hatte Bruma gespielt – was auch höchst selten vorkommt, dass der Niederländer mal als „Vorlagengeber“ glänzt. Nein, diesmal passte wirklich alles, diesmal griff tatsächlich ein Rädchen in das nächste.

Zum Abschluss möchte ich mich noch einmal (und an dieser Stelle) kurz bei Thomas Doll und Torsten Walter bedanken, dass sie gestern im „Grand Elysee“ unsere Gäste bei „Matz ab live“ waren. Es ist ganz sicher keine Selbstverständlichkeit, dass da ein Publikumsliebling wie Doll aufläuft, wir (und ich) wissen das zu schätzen – es hat Spaß gemacht. Und wir waren hinterher erleichtert: Weder „Scholle“ noch ich haben auch nur ein einziges Mal „Dolli“ gesagt. Weil er ja auch Thomas Doll heißt.

So von einem „Altmeister“ zum nächsten „Altmeister“, ein älterer „Altmeister“ sogar, der aber auch ein ganz großes Stück HSV-Geschichte mitgeschrieben hat. Morgen, am Montag, ist der große Flügelflitzer Gert „Charly“ Dörfel in der Sendung Rasant zu Gast, der Live-Auftritt beginnt um 20.15 Uhr – natürlich bei „HH1“. Ein paar “Matz-abber”, so wurde mir geflüstert, sind als Zuschauer auch mit von der Partie.

PS: An diesem Montag wird im Volkspark nicht trainiert.

17.58 Uhr

Das war ein großer Schritt in die richtige Richtung – mehr aber noch nicht

28. November 2012

Der Tag danach – bis auf Tolgay Arslan, der sich langsam der Bedeutung seiner Sperre bewusst, freute er alle komplett und uneingeschränkt. „Das war ein wichtiger Sieg für die Fans, den Verein, für die Mannschaft“, so sich Per Skjelbred, „und für mich. Ich habe vier Monate warten müssen und dann die Chance bekommen, die ich genutzt habe. Der Trainer meinte: ‚Gut gemacht, Junge.’ Und das fand ich auch. Ich bin mit meiner Rolle in diesem Spiel sehr zufrieden.“ Und das darf er absolut auch sein.

Skjelbred, der auf der von ihm eher ungeliebten rechten Mittelfeldseite ein extremes Laufpensum an den Tag legen musste, wird auch am Sonntag in Wolfsburg beginnen. Darauf legte sich Trainer Thorsten Fink („Per hat seine Aufgabe hervorragend gelöst“) bereits fest. Denn auch bei den Niedersachsen will Fink mit einem spielerisch starken Mittelfeld punkten. „Wir haben gewonnen, weil wir guten Fußball gespielt und dabei einen großen Fight geliefert haben“, fasste Milan Badelj nach dem Spiel zusammen. Und der Kroate hatte Recht. Der HSV lief 114,4 Kilometer, die Schalker hingegen nur 110,4 Kilometer. „So haben wir Druck gemacht“, freute sich Fink und Badelj ergänzte: „In Düsseldorf haben wir versucht, mit nur nett anzusehenem Fußball zu gewinnen. Aber spätestens jetzt wissen wir, dass wir gut spielen müssen UND immer kämpfen. Dann werden wir vielleicht bald wieder sagen können: Das war unser bisher bestes Spiel.“

Der beste Mann auf dem Platz neben – wie eigentlich immer – Adler, war für mich Badelj. So sehr ich mich über Skjelbred, Beisters ersten Treffer und natürlich über die starke Rückkehr Aogos auf seiner neuen Position gefreut habe, der Kroate machte auf der Sechs alles. Er war das Gehirn des HSV – und das funktionierte besser als das Starensemble aus Gelsenkirchen. „Bei Milan hat einfach alles geklappt. Er hat die Rolle als einziger Sechser angenommen und war der dominante Mann auf dem Platz. Er war die Schaltzentrale zwischen Abwehr und Mittelfeld. Und meistens auch noch zwischen Mittelfeld und Angriff“, lobt Arnesen den Rechtsfuß mit dem Ball-Magneten im Schuh. Nur fünf seiner 68 Pässe (Topwert aller Spieler) verfehlten den Mitspieler. Nur der ebenfalls bärenstarke Heiko Westermann (92) hatte mehr Ballkontakte als Badelj (87), der mit 11,58 Kilometern nach Aogo (12,12 Kilometer) auch noch der laufstärkste Spieler war. Mit 12 gewonnen Zweikämpfen schon sich Badelj zudem zwischen die vier Abwehrspieler. „Bei Milan fängt unser guter Fußball an, weil er für unsere Abwehr immer als Anspielpunkt dient. Egal, wer um ihn herum steht, Milan will den Ball und behauptet ihn auch. Er ist eine Lösung für alle Mitspieler und der Chef auf dem Platz“, so Arnesen. Und dass der Kroate den Elfer schießen durfte („Normalerweise hätten die Stürmer schießen müssen, ich wollte aber unbedingt“), spricht für Badeljs Akzeptanz bei den Kollegen.

Und wenn wir schon mal ein so gutes Spiel des HSV im Rücken haben, will ich nicht aufhören, das Positive hervorzuheben. Immerhin hatte ich bei Maximilian Beister lange das Gefühl, dass ihm die Härte fehlt. Auch gegen Schalke. Immer wieder verlor Maxi leichte Bälle, er verlor die Zweikämpfe, weil ihn seine Gegenspieler schier mühelos zur Seite schoben. Und das, obwohl Maxi durchaus robust gebaut ist. Und dann traf er. Mit 116 Kmh schlug der Ball direkt über Unnerstall ein. Dass der Ball haltbar war, ist für mich in diesem Fall ebenso unstrittig wie unwichtig. Denn entscheidend war, dass Beister sich endlich etwas zutraut. „Das war ein besonderer Moment für mich, mein erstes Bundesligator. Das pusht, das gibt mir neues Selbstvertrauen – und plötzlich klappen auch solche Hackentricks. Mit dem Tor ist eine Menge Druck von mir abgefallen, weil die Leute auch Erwartungen haben und ich natürlich auch an Toren gemessen werde.“

Dennoch, Beister braucht noch Zeit. Noch fehlen dem sympathischen und talentierten Linksfuß einige Bausteine, um komplett als Erstligaspieler anzukommen. Das weiß er auch selbst: „Ich weiß, dass ich immer noch in der Entwicklungsphase bin. Ich werde jetzt auch ganz sicher nicht ungeduldig. Der Rest kommt von allein.“

Auch wenn der letzte Satz eher eine Floskel als eine Wahrheit ist, so ist Beister deutlich anzumerken, dass er Fortschritte macht. Immer wieder musste er unmittelbar nach seinem ersten Treffer die Frage beantworten, ob er jetzt endlich „angekommen“ sei. Eine Frage, die dem intelligenten Offensivmann zu plump war. Er umschiffte die Frage gekonnt und formulierte wie ein alter Hase: „Diesmal kam viel zusammen. Die Position passte, weil ich sehr viel Raum hatte, meine Schnelligkeit nutzen konnte. Ich genieße einfach, dass ich von Spiel zu Spiel mehr Selbstvertrauen bekomme und der Trainer mir immer mehr Vertrauen entgegenbringt. Angekommen bin ich vor Monaten. Ich wusste damals aber auch, dass ich geduldig sein muss. Deshalb war und bin ich nicht unruhig.“

Muss er auch nicht sein. Im Gegenteil, die Richtung stimmt ja nachweislich. In Freiburg war er kurz vor seinem ersten Treffer, in Düsseldorf war er einer der wenigen Spieler mit positiven Ansätzen. Und jetzt hat er nicht nur getroffen sondern zudem auch das 2:0 mit initiiert. „Ich war mit ihm am Vortag noch essen, da haben wir schon viel gesprochen. Er ist mein Freund und ich habe mich über sein Tor so gefreut, als hätte ich es selbst geschossen“, freut sich Arslan für Beister, der ergänzt: „Wir haben gezeigt, dass wir trotz schwerwiegender Ausfälle gewinnen können. Das war die wichtige Lehre dieses Spiels.“

Leider keine Lehre gezogen hatte indes Arslan vor dem Spiel aus dem persönlichen Gespräch mit Fink. „Der Trainer hat mich extra zur Seite genommen und gewarnt. Er meinte, ich sei als halber Türke vom Temperament her gefährdet und müsse mich besonders gut im Griff haben. Aber das hatte ich nicht. Ich konnte einfach nicht ruhig bleiben“, so Arslan zur fatalen Szene. Der Ersatz von Rafael van der Vaart ist zudem selbstkritisch genug, um zu wissen, dass er einen Fehler gemacht hat. „Der Schiedsrichter Gräfe war ein sehr guter Leiter der Partie. Er hat immer mit uns gesprochen, hat mich auch ruhig ermahnt. Aber ich konnte irgendwie nicht anders. Ich hätte mir die Gelbe auch gegeben. Und so dumm die fünfte Gelbe von mir war, die Mannschaft wird mich in Wolfsburg ersetzen können. Das haben wir gezeigt.“

Auch, weil sich alte Stammkräfte stark zurückmeldeten wie Dennis Aogo. „Die Position war überraschend und neu für mich, zudem haben wir im Mittelfeld taktisch umgestellt, das hat es nicht leichter gemacht. Aber wir hatten den Willen, die Laufbereitschaft und den Einsatzwillen, dieses Spiel egal wie zu gewinnen“, freut sich Aogo, der selbst für das Beschriebene ein Paradebeispiel darstellte. Bis zur völligen Erschöpfung („Ich hatte schon fast Krämpfe, die Beine wurden schwerer. Ab der 80. Minute war es richtig hart“) ackerte Aogo und lieferte ein bemerkenswert starkes Spiel ab. Zumindest erinnere ich mich nicht an ein Spiel, das ähnlich auffällig gut von ihm war. Warum das in Düsseldorf nicht abrufbar war? „Keine Ahnung“, so Aogo ehrlich, „es ist tatsächlich schon komisch. Wir das schaffen das nicht, wenn wir mal einen wichtigen Schritt nach vorn gehen können. Aber solche Spiele gewinnen wir.“ Dennoch sei er sich sicher, dass es in Wolfsburg die Fortsetzung geben wird. „Wir wissen, was nie fehlen darf…“

Nicht mehr fehlen wird bei den Niedersachsen am Sonntag (17.30 VW-Arena) voraussichtlich Heung Min Son, der nach seiner Verletzungspause davon profitieren könnte, dass Arslan gesperrt ausfällt. Heute absolvierte der bisherige Toptorschütze bereits wieder Lauftraining und könnte morgen schon wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, das von zehn auf 13 Uhr verlegt wurde. Allerdings dürfte auch Son klar geworden sein, wie wenig unverzichtbar er ist. „Es ist toll für die Mannschaft, dass sie auch ohne Sonni und Rafa gewinnt“, fasst Sportchef Frank Arnesen zusammen. „Zudem ist es auch gut für Rafa, weil es Druck von ihm nimmt. Auf jeden Fall war es das beste Spiel von uns, seitdem ich hier bin.“

Dennoch, bei aller Freude über das gute Spiel war Arnesen schnell wieder zurück im Alltag. Immerhin muss der Däne im Winter versuchen, 6,4 Millionen Euro Kosten einzusparen, indem er Spieler verkauft und von der Gehaltsliste bringt. Dazu zählt neben Drobny, Tesche und Rajkovic („Am kommenden Montag will ich wieder mit der Mannschaft trainieren“) auch weiterhin Per Skjelbred. Arnesen zu Skjelbred: „Wir haben viel gesprochen und sprechen noch immer sehr viel miteinander. Er wollte sich durchsetzen und ist geblieben – das ist legitim. Er hat auch Pech gehabt, als er gegen den KSC aufgestellt wurde und lange der beste Mann von uns war, bis die gesamte Mannschaft samt ihm abgestürzt ist. Aber er hat sich im Training immer reingehauen, lässt nie den Kopf hängen und will unbedingt zeigen, dass er es kann. Gegen Schalke hat er schon mal seine Visitenkarte abgegeben. Das freute mich sehr für ihn, denn per ist ein guter Fußballer und ein absoluter Teamplayer. Wir schauen uns das jetzt alles die nächsten Wochen an und werden dann sehen, was am besten ist. Denn klar ist: Per will spielen. Das ist das Wichtigste.“

So sieht es auch Ju’s Lieblingsspieler, der einen weniger anschaulichen, dafür aber sehr sinnvollen Oberlippenbart trägt. „Movember“ heißt die November-Aktion, bei der sich weltweit hunderttausende Männer einen Oberlippenbart stehen lassen, um so für Spenden zur Krebsforschung aufzurufen. Auch Skjelbred nimmt daran teil. Zu seiner HSV-Zukunft sagt er: „Ich denke jetzt nur an den HSV und habe keine Kontakte zu irgendwelchen anderen Vereinen. Entscheidend ist, was der Chef (zeigt auf Geschäftsstelle) da oben sagt. Ich habe immer gesagt, dass ich mich hier genauso wie meine Frau und meine Kinder sehr wohl fühle. Im Winter schauen wir dann, wie es weitergeht.“

Sollte er bis dahin noch drei Spiele wie gestern machen, wird er sich seine Zukunft wahrscheinlich selbst aussuchen können. Ich würde es dem sympathischen Blondschopf allemal gönnen.

In diesem Sinne, ich gönne mir heute Abend die Diskussion in der Raute. Fans und Verein diskutieren über das neue DFL-Sicherheitspapier, das am 12.12 (daher der Name 12.12 für die 12 Minuten und 12 Sekunden langen Protest-Schweigeaktionen in den Stadien an den Spieltagen 14 bis 16) in Frankfurt verabschiedet werden soll. Hitzige Diskussionen sind programmiert. Aber vielleicht zeigen die Verantwortlich und die Fans heute Abend ja mal eine ähnlich starke Leistung wie die Mannschaft gestern.

Bis morgen!

Scholle

P.S.: Damit niemand denkt, ich hätte ihn vergessen: Ganz stark war auch Dennis Diekmeier, der immer konstanter wird. Am Freitag haben wir den Rechtsverteidiger bei uns in der Runde. Dann kann und soll er uns erzählen, woran es liegt, dass er immer besser in Fahrt kommt.

Feuer im Stadion – bitte nur auf dem Rasen!

12. Dezember 2011

Heute einmal, weil es ein Ruhetag beim HSV gibt, die etwas andere Eröffnung.
Der Sport-Informations-Dienst berichtet (auch) über einige Fußball-Fans, die es nicht lassen können:

Das Entzünden von Bengalos beim Ostderby gegen Energie Cottbus könnte Fußball-Drittligist Dynamo Dresden im Kampf gegen den Pokalausschluss um die letzte Chance bringen. Der DFB ermittelt. Dunkler Qualm stieg im Dresdner Block auf. Vermummte Anhänger wedelten freudig erregt mit brennenden Bengalos umher. Sicherheitskräfte versuchten vom Rasen aus, mit Wasserwerfern zu löschen – doch der Eklat war nicht mehr zu stoppen. Der Einsatz von Pyrotechnik einiger unverbesserlicher Rowdys kurz vor dem Ostderby gegen Energie Cottbus sorgte bei Dynamo Dresden trotz des 2:1-Sieges für Entsetzen. „Der DFB-Kontrollausschuss ist informiert“, bestätigte Sprecher Jens Grittner.

„Da haben uns wieder einige einen Bärendienst erwiesen“, sagte Dresdens Präsident Andreas Ritter und ergänzte ziemlich verbittert: „Jeder, der normalen Menschenverstand besitzt, weiß doch, wie sehr uns diese Vorfälle jetzt schaden. Sollten wir wegen dieser Vorfälle eine Geldstrafe erhalten, werden wir uns das Geld von den Verursachern zurückholen.“ Der Klub-Boss befürchtet – wohl zu Recht – einen negativen Einfluss auf das Berufungsverfahren, mit dem sich der Klub derzeit gegen den Pokalausschluss für die kommende Saison wehrt.

Warum ich das veröffentliche? In Mainz waren einige HSV-Fans auch mit viel Feuer bei der Sache. Wie immer. Aber, und das sollte sich jeder jetzt einmal vor Augen führen: Dresden ist hart bestraft worden. Und deswegen geht Dresden auf die Barrikaden. Ost und West wird ungleich behandelt – so das Motto der Dynamos. Und weil es dafür auch Unterstützung aus dem Osten gibt, wird es nicht lange dauern, bis der erste West-Klub nicht zur zur Kasse gebeten wird (das wird er ohnehin schon immer), sondern auch aus irgendeinem Wettbewerb ausgeschlossen wird. Oder, wie jetzt Hansa Rostock, vor leeren Rängen ein Heimspiel austragen muss.
Alles kein Problem?
Okay, dann weiter so!
Der Verein, in diesem Fall der HSV, muss doch kaputt zu kriegen sein . . . Indem ihm ein klein wenig Feuer gemacht wird. Ich sage aber: Feuer im Stadion? Bitte nur auf dem Rasen!

Um noch einmal auf den morgigen Dienstag zu kommen. Fußballgrößen wie Zinedine Zidane, Ronaldo und Luis Figo sind die Topstars beim neunten „Spiel gegen die Armut“ im Volkspark. Bei dieser von den Vereinten Nationen unterstützten Partie soll Geld für hungernde Menschen am Horn von Afrika gesammelt werden. Das Spiel beginnt um 19.05 Uhr, wird live auf „Sport 1“ übertragen – aber sollte auch immer noch – einige Zuschauer in die Arena ziehen. Der HSV tritt gegen „Ronaldo, Zidane und Friends“ mit seinen Nationalspielern an – und dazu kommen einige Altstars zum Einsatz.

Das „Spiel gegen die Armut“ ist für Zidane, mittlerweile Sportdirektor bei Real Madrid und ehrenamtlich UNO-Goodwillbotschafter, eine echte Herzensangelegenheit. „Wir wollen nicht nur Geld sammeln, sondern auch sensibilisieren für die Not der Menschen in dieser Region. Die Botschaft muss heißen, dass wir uns um bedürftige Menschen kümmern müssen“, sagt der Franzose voller Engagement.

Nach UNO-Schätzungen leben rund 13 Millionen Menschen in Dschibuti, Somalia, Äthiopien und Kenia in bitterster Armut und sind vom Hungertod bedroht. Und so kommen auch noch aktive Fußballstars wie Didier Drogba in die Hansestadt, um zu helfen. Der Torjäger des FC Chelsea ist selbst in der Elfenbeinküste in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen: „Deshalb ist es mir eine Ehre, diese Menschen zu unterstützen.“

Das Publikum erwartet eine Fußballshow der Extraklasse, denn die „Freunde“ von Ronaldo und Zidane sind durchaus prominent. Jens Lehmann wird das Tor hüten, die Fußballschuhe schnüren werden weiterhin Fabio Cannavaro, Fernando Hierro und Gheorghe Hagi. Zum Team der HSV-Allstars gehören unter anderem die Ex-Rothosen Ze Roberto, Mehdi Mahdavikia, Sergej Barbarez, Stefan Beinlich und Jörg Albertz. Und selbst die „Pfeife“ ist ein Star: Pierluigi Collina, zwischen 1998 und 2003 sechsmal in Folge Welt-Schiedsrichter des Jahres, leitet die Partie. Als Trainer der Gäste fungieren Marcello Lippi und Bora Milutinovic. Und damit auch Deutschlands Tennisheld Boris Beck in offizieller Funktion irgendwie dazugehört, hat man den „Bobbele“ zum Team-Manager gemacht.

Und nicht vergessen: Es geht hier ums Helfen.

Noch nicht vergessen ist, jedenfalls bei mir, dass sich unmittelbar vor der Erstansetzung des Bundesliga-Spiels 1. FC Köln gegen Mainz 05 der angesetzte Unparteiische Babak Rafati in einem Kölner Hotel das Leben nehmen wollte (19. November). Der ehemalige Berliner Bundesliga-Schiedsrichter Lutz Michael Fröhlich, Abteilungsleiter Schiedsrichter beim Deutschen Fußball-Bund (DFB), nimmt nun wegen exakt dieses Suizidversuchs den eigenen Verband in die Pflicht. „Ein kleines Trainer- und Coaching-Team, ergänzt um den Rat und die individuelle Unterstützung von Fachexperten, das ist wohl der richtige Weg auch für unsere Schiedsrichter. Da brauchen wir in der Schiedsrichterführung auch mehr Ruhe für den Blick und das Ohr für den Schiedsrichter als Menschen“, sagte Fröhlich.

Morgen wird das Bundesligaspiel zwischen dem 1. FC Köln und dem FSV Mainz 05 nachgeholt. Fröhlich untermauerte, dass auch die medizinische und sportliche Betreuung der Schiedsrichter besser werden müsse. „Wir müssen dranbleiben, können an internationalen Vorgaben nicht einfach vorbeigucken. Das Thema Support und Impulse zur Verbesserung der Fitness werden wir kurzfristig aufgreifen. Dazu gehören auch die Themen Regeneration und medizinische Betreuung“, sagte Fröhlich.

Zu abstrakt ist für Fröhlich auch die Forderung von Fifa-Präsident Joseph S. Blatter angestoßene Diskussion über Profi-Schiedsrichter: „Das ist in dieser Form nur eine leere Hülle, die manchmal etwas zu populistisch auf den Markt geworfen wird. Inhalte sind wichtig, wie zum Beispiel: Welche Einstellungen haben die Schiedsrichter zu ihrer Tätigkeit? Wie arbeiten Schiedsrichter, und wie wird mit Schiedsrichtern gearbeitet? Und: Wie sind die Rahmenbedingungen ausgestaltet?“, sagte Fröhlich.

Bei der Gelegenheit ist mir am Wochenende eine Szene übel aufgestoßen. Es war beim Spiel Köln gegen Freiburg. Vor dem 1:0 wurde Lukas Podolski steil geschickt. In der Fernseh-Wiederholung, nur eine von unzähligen an diesem Tag, wurde der Fuß des Kölners farbig eingekreist – weil der Fuß im Abseits stand. Ich frage mich aber, ob es wirklich der Fuß war, oder nur der große Zeh? Oder nur der Fußnagel des großen Zehs? Nein, nein, das ist schon pervers. Wird in dieser Szene auf eine Abseitsstellung entschieden, wird im Fernsehen sicher gesagt: „Schade, ursprünglich sollte es ja so ausgelegt werden: Im Zweifel für den Stürmer.“ Und wenn nicht so entschieden wird, dann heißt es: „Abseits, dieser Treffer hätte eigentlich nicht zählen dürfen.“

Welche Chance haben da eigentlich noch die Schiedsrichter? Die können doch gar nicht gegen 30 Kameras und mehr (?) anpfeifen, die müssten doch Woche für Woche wahre Wunder vollbringen, wenn sie ohne große Fehlentscheidungen über die 90 Minuten kommen wollten. Und trotzdem, fast unglaublich, schaffen es immer viele – oder welche. So wie am Sonntag Manuel Gräfe aus Berlin, der Stuttgart gegen Bayern wieder einmal super geleitet hat. Auch wenn die Schwaben noch immer Gift und Galle spucken. Ich sage: Kompliment, Herr Gräfe!

So, ich möchte auch noch einmal explizit auf den HSV kommen. Ich denke mit einem leicht mulmigen Gefühl an das letzte Heimspiel des Jahres, am Sonnabend, tatsächlich noch einmal um 15.30 Uhr (womit hat der HSV das verdient?), gegen den zuletzt sehr aufmüpfigen Aufsteiger FC Augsburg. Dazu hat HSV-Nationalspieler Dennis Aogo nach dem 0:0 in Mainz einiges gesagt, und das möchte ich Euch nicht vorenthalten: „Es wäre sehr wichtig für uns, wenn wir mit einem Heimsieg in die Winterpause gehen könnten, es wäre der krönende Abschluss der letzten Wochen, wir wollen uns unbedingt belohnen für die gute Arbeit. Es wäre für jeden Spieler ideal, mit einem guten Gefühl in die Winterpause zu gehen, und es wäre zudem auch in der Tabelle ein entscheidender Schritt.“

Generell befand Aogo zum letzten halben Jahr: „Der Knackpunkt für uns war der Trainerwechsel, Thorsten Fink hat der Mannschaft Selbstvertrauen, Sicherheit und eine Spielidee gegeben, die wir umsetzen. Man hat in Mainz deutlich gesehen, dass sich die Mainzer in dieser Woche sehr viele Gedanken um uns gemacht haben. Sie waren auf der Suche nach Lösungen, um unser Konzept zu stören, das ist ihnen sicherlich auch ganz gut gelungen, aber es zeigt mir auch, dass wir uns den Respekt der Liga zurück erarbeitet haben.“

Um noch einmal auf das Feuer im Spiel zurück zu kommen. Dazu gab es zahlreiche Beiträge bei „Matz ab“, hier nur einige wenige Ausschnitte:

„UnsUwe“: „Ich bin einfach gegen Bengalos in Stadien und denke auch, dass man dies auch ohne „Schande” vertreten kann. Ich habe noch bei keinem Stadionbesuch erlebt, dass es Pyros die Stimmung verbessern, sondern eher negativ anheizen und wirklich gesund ist es auch nicht. Wenn wenigstens nur die „Zünder” von dem Rauch betroffen wären, ok, aber solche „intelligenten Pyros”, welche keine Kollateralschäden verursachen, wurden vermutlich noch nicht erfunden… Schwieriges Thema, aber wenn man sagt, dass man solche Dinge in “allen Stadien” nicht sehen möchte, dann kann man wohl kaum von einer heuchlerischen Debatte sprechen. Finde ich.
.
Noch etwas: Ich wundere mich etwas über den so plötzlich sachlichen und umgänglichen Ton hier im Blog, nein, eigentlich ich freue mich drüber. Weiter so.“

„Mladenhüter“: „Ich habe mich in über zwanzig Jahren bei keinem meiner zahlreichen Stadionbesuche durch Pyrotechnik belästigt gefühlt.“

„PeVo“: „Ich werde auf jeden Fall am 15.01.12 zur Mitgliederversammlung gehen. Und wenn Oliver Scheel sich nicht klar und deutlich gegen diesen Unsinn ausspricht, ist er für mich nicht wählbar.“

„Kollauer“: „Ich sehe immer noch alle Vereine in der Pflicht, diese objektiv potenzielle Gefahr für die Stadionbesucher nicht mehr zuzulassen.“

So, ich bin am Ende. Für heute. Und bitte an morgen denken: 19.05 Uhr in der Arena, der HSV gegen den Rest der Welt – für einen guten, guten Zweck.

16.59 Uhr

PS: Morgen (Dienstag) Training um 10 Uhr im Volkspark.

Und noch eine Ergänzung. Ich sprach eben mit Supporters-Chef Ralf Bednarek, der gestern in einem Beitrag bei “Matz ab” genannt wurde. Weil er die Bengalos legalisieren möchte. Bednarek sagte mir: “Ich setze mich für die Legalisierung ein, nicht dafür, wie damit im Moment umgegangen wird. So wie es jetzt gehändelt wird, so ist es natürlich sehr gefährlich. Ich möchte aber extra freie Zonen dafür, ungefährlichere Materialien, die sich nicht so sehr erhitzen, ich möchte, dass dann mindestens ein Feuerwehrmann dabei ist – und derjenige, der die Bengalos abbrennt, der müsste als Bühnen-Pyrotechniker ausgebildet sein. Ich kenne einige Fans, die sich dazu ausbilden lassen würden.” Ralf Bednarek weiter: “Mit Verboten werden wir, davon bin ich überzeugt, das Problem kaum lösen können. Zum Beispiel Mainz. Da waren die Kontrollen so scharf wie nie. Und trotzdem ist es gelungen, diese Sachen einzuschleusen. Wenn aber Bengalos genehmigt sind, dann wissen alle, DFB, Verein und die Behörden, wer damit am Werk ist.” Zum Schluss sagt der Supporters-Chef noch: “Ganz klar sage ich: Wir wollen keine Böller im Stadion, keine Rauchbomben, die auf die Augen gehen, die auch die Atemwege reizen. Leute, die damit erwischt werden, wenn sie so etwas abbrennen, die müssen mit Strafen rechnen. So wie schon in der Vergangenheit immer.”
Ergänzt um 17.41 Uhr

Nächste Einträge »