Archiv für das Tag 'Götz'

Weihnachtsgedicht, Teil drei

26. Dezember 2015

Liebe „Matz-abber“!

 

Ist es nicht so? Da strampelt man sich wochenlang für diese Festtage ab, und dann ist Weihnachten auch schon wieder vorbei. Die Zeit läuft . . . Ich hoffe, dass Ihr alle wunderbare Feiertage hattet – und dass Ihr auch den morgigen Sonntag, quasi die Zusatzzahl, noch in Ruhe genießen könnt.
Hier an dieser Stelle erscheint heute, am zweiten Weihnachtstag, der letzte Teil des HSV-Gedichtes. Es geht vorrangig um die Offensive-Abteilung. Viel Spaß damit – und lasst es gemütlich und besinnlich ausklingen . . .

Den ganzen Beitrag lesen »

Holtby top, Lasogga ein Rätsel, Olic enttäuscht

9. Oktober 2015

Bruno Labbadia beim Test gegen den dänischen Verein Viborg FF

Bruno Labbadia beim Test gegen den dänischen Verein Viborg FF

HSV-Trainer Bruno Labbadia gestern nach dem 3:0 im Test gegen Viborg mit seinem Zwischenfazit dieser Saison:

„Gerade unsere letzten zwei Bundesliga-Spiele hängen mir nach. Ich finde, dass wir ein paar Punkte zu wenig auf dem Konto haben für das, was wir bislang gespielt haben. Auf der einen Seite ist es okay, dass wir solche Leistungen gezeigt haben. Aber ich bin eher so gestrickt, dass ich mir in den Hintern beiße, weil eben Punkte fehlen, die wir gern in den Händen gehabt hätten. Aber insgesamt waren auch einige positive Dinge dabei.“

Zehn Punkte, 11. Tabellenplatz, so marschiert der HSV am kommenden Wochenende gegen Bayern Leverkusen ins zweite Viertel dieser Saison. Ich habe alle Bundesliga-Partien der vergangenen Wochen live im Stadion gesehen und erlaube mir deswegen eine total subjektive Einschätzung dessen, was wer bislang geleistet hat.

Den ganzen Beitrag lesen »

Also dann, warten wir es ab…

25. August 2015

Gideon Jung gilt als Lichtblick in Sachen Talentförderung beim HSV

Während viele Talente gehen, gilt Gideon Jung aktuell als Lichtblick in Sachen Talentförderung beim HSV

Manche Tage gestalten sich sehr zäh. Insbesondere dann, wenn man viel warten muss. So, wie heute. Gefühlt 100 Telefonate, gefühlt tausende Fragen – und faktisch eine Antwort: „Warten wir es ab.“ Heute bedeutete das: Zuerst wartet man eigentlich nur noch auf die Vollzugsmeldungen (Demirbay, Jiracek, Gouaida), dann erhofft man sich parallel oder zumindest im Anschluss an die Abgänge neue Infos bezüglich neuer Spieler. Aber nichts kommt. Im Gegenteil: Die vielen bisher genannten Optionen scheinen allesamt keine Rolle mehr zu spielen und werden dementiert. Heute auch der bei Inter Mailand spielende Spahir Taider (19). Allein dass überhaupt noch jemand kommen soll, bekommt man gesagt. Inoffiziell natürlich. Offiziell antwortete einzig Vorstandsboss Dietmar Beiersdorfer gestern – und das ausweichend. Man müsse abwarten. Was sonst….?! Den ganzen Beitrag lesen »

Rudnevs: Einmal Griechenland und zurück!

5. August 2015

Griechenland und kein Ende. Seit Monaten drehte sich die große europäische Politik um dieses Land. Die Dauergrinser Tsipras und Varoufakis waren fast minütlich im deutschen Fernsehen zu sehen – man hatte die Nase voll davon. Und nun kommt einer aus Griechenland – und grinst nicht. Das ist Artjoms Rudnevs. Der HSV-Stürmer, fast hätte ich HSV-Torjäger geschrieben, hatte sich einen Tag – gemeinsam mit seiner Frau – in Griechenland umgesehen, weil der Spitzenverein PAOK Saloniki gerufen hatte. Eigentlich hatte der Lette gar nicht vor, zu wechseln, aber hinfliegen und ansehen, das kann man ja mal. Gesagt, getan. Den ganzen Beitrag lesen »

Das warnende Beispiel Lasogga

25. Juli 2015

Lasogga

Hier freut sich Pierre Michel Lasogga (l.) noch über sein 1:0 in Kassel

Vor ein paar Tagen schon hat HSV-Trainer Bruno Labbadia seine Mannschaft in Harsewinkel zusammen getrommelt. Er hat ihnen gegen Mitte des Trainingslagers angekündigt, dass das Pensum in der Klosterpforte hoch bleiben würde – drei Einheiten pro Tag. Kein freier Nachmittag, wie sonst üblich. Dafür würden die Spieler ein freies Wochenende haben. Unklar ist, ob diese Ankündigung etwas zu tun hat mit Labbadias Unzufriedenheit, die sich nach dem 2:0 im abschließenden Test insbesondere gegen Pierre Michel Lasogga richtete. Aber dass ein Spieler wegen schlechter Leistung in einem Testspiel vorzeitig ausgewechselt wird – das ist schon außergewöhnlich.

Den ganzen Beitrag lesen »

2:0 in Kassel – Sieg ohne Sternchen

24. Juli 2015

Hessen Kassel-HSV

Zwei Tore im Auestadion für den HSV

Der Test beim KSV Hessen Kassel mag von den äußeren Umständen den Charakter des DFB-Pokalspiels bei Carl Zeiss Jena am 9. August vorempfunden haben – die Leistung des HSV, bei dem Ivo Ilicevic die Kapitänsbinde trug, sollte sich steigern. Mit 2:0 gewann die Elf von Bruno Labbadia am heutigen Abend. Immerhin ein Sieg im dritten Auftritt innerhalb der Harsewinkel-Woche – viel mehr positive Erkenntnisse dürften die Verantwortlichen nicht mitgenommen haben. Lasogga und Cleber erzielten die Treffer, Gregoritsch und Schipplock liefen erstmals im HSV-Trikot auf.

Den ganzen Beitrag lesen »

Mails von Euch – und ein offener Brief vom DFB

10. Juni 2015

Liebe Matz-abber!

Keine Angst, es wird heute auch noch einen „vernünftigen“ Blog-Beitrag geben. Weil der DFB-Präsident Wolfgang Niersbach heute mit einem „offenen Brief“ an alle Fußball-Anhänger gegangen ist, und weil die Zeitungen einen solchen langen Beitrag sicherlich nicht zu 100 Prozent abdrucken werden, versuche ich es einmal, diese Gedankengänge des Präsidenten näher zu bringen. Und zwar zu 100 Prozent.
Den ganzen Beitrag lesen »

Nichts los im Volkspark – die Ruhe vor dem Sturm

9. Juni 2015

Die Transferperiode hat noch nicht einmal begonnen, und schon ist klar: Der HSV verpasst mal wieder einen gelungene Umbruch. So liest es sich zumindest größtenteils in den Kommentaren in verschiedenen Foren – nicht nur hier. Weil es heißt, Ivo Ilicevic soll einen neuen Vertrag bekommen. Einen leistungsbezogenen Einjahresvertrag, weil Trainer Bruno Labbadia die Chance sieht, dauerhaft von den zweifellos vorhandenen Qualitäten des Offensivspielers profitieren zu können. Vergessen die Verletzungsarie des heute 28-Jährigen, der seit seiner Unterschrift 2011 für den HSV 61 Spiele verpasste, das heißt jeweils 15 Spiele pro Saison im Schnitt. Verletzt.
Den ganzen Beitrag lesen »

Hilfe! Labbadia will nichts ändern!

1. Mai 2015

Wenn am Sonntag gegen halb drei in der Mainzer Coface-Arena die Mannschaftsaufstellungen vor der Bundesliga-Partie von Mainz 05 gegen den HSV verteilt werden, dann wissen alle Hamburger Fans schon, ob’s was werden kann. Im Training hat sich auch heute angedeutet, dass Coach Bruno Labbadia die elf Spieler auf den Rasen lässt, die beim 3:2 gegen Augsburg in der Startelf standen. Wahrscheinlich weiß Labbadia nicht, dass statistisch alles gegen ihn spricht, wenn er dabei bleibt. In dieser Saison hat der HSV immer verloren, wenn der jeweilige Trainer einer Elf vertraute.

Allein vier Mal in dieser Saison ist eine unveränderte HSV-Formation in ein Stadion eingelaufen. Die eindeutige Bilanz: vier Niederlagen. So vertraute Trainer Mirko Slomka am 2. Spieltag gegen den SC Paderborn den Spielern, die in der Woche zuvor ein 0:0 zum Saison-Auftakt in Köln geholt hatten. Das Ergebnis war desaströs, der HSV ließ sich beim 0:3 gegen den Aufsteiger geradezu vorführen.

Joe Zinnbauer ist anschließend drei Mal gescheitert, wenn er versucht hatte, absolute Konstanz in die Mannschaft zu bekommen. Auf sein 0:0 zum Start gegen die Bayern folgte mit selber Elf ein 0:1 in Mönchengladbach. Später holte die Fighter-Truppe, die Leverkusen 1:0 niederrang, eine 0:2-Pleite in Wolfsburg ab. Und schlimm wurde es kurz vor Ende der Hinrunde. 0:0 in Freiburg – der Lohn für eine passable Leistung war Bewährung beim nächsten Heimspiel gegen Stuttgart – das Vertrauen des Trainers wurde mit einer schwachen Leistung und einer 0:1-Niederlage verspielt.

Und hier die komplette Liste der Startelf-Veränderungen in dieser Saison:

  • 1. Spieltag: 0:0 in Köln
  • 2. Spieltag: 0:3 gegen Paderborn (0 Veränderungen)
  • 3. Spieltag: 0:2 in Hannover (7)
  • Trainerwechsel Slomka / Zinnbauer
  • 4. Spieltag: 0:0 gegen die Bayern (2)
  • 5. Spieltag: 0:1 in Mönchengladbach (0)
  • 6. Spieltag: 1:2 gegen Frankfurt (1)
  • 7. Spieltag: 1:0 in Dortmund (2)
  • 8. Spieltag: 1:1 gegen Hoffenheim (2)
  • 9. Spieltag: 0:3 bei Hertha (2)
  • 10. Spieltag: 1:0 gegen Leverkusen (2)
  • 11. Spieltag: 0:2 in Wolfsburg (0)
  • 12. Spieltag: 2:0 gegen Bremen (1)
  • 13. Spieltag: 1:3 in Augsburg (3)
  • 14. Spieltag: 2:1 gegen Mainz (5)
  • 15. Spieltag: 0:0 in Freiburg (1)
  • 16. Spieltag: 0:1 gegen Stuttgart (0)
  • 17. Spieltag: 0:0 in Schalke (4)
  • 18. Spieltag: 0:2 gegen Köln (5)
  • 19. Spieltag: 3:0 in Paderborn (2)
  • 20. Spieltag: 2:1 gegen Hannover (1)
  • 21. Spieltag: 0:8 bei den Bayern (2)
  • 22. Spieltag: 1:1 gegen Mönchengladbach (7)
  • 23. Spieltag: 1:2 in Frankfurt (1)
  • 24. Spieltag: 0:0 gegen Dortmund (4)
  • 25. Spieltag: 0:3 in Hoffenheim (2)
  • 26. Spieltag: 0:1 gegen Hertha (4)
  • Trainerwechsel Zinnbauer / Knäbel
  • 27. Spieltag: 0:4 in Leverkusen (2)
  • 28. Spieltag: 0:2 gegen Wolfsburg (5)
  • Trainerwechsel Knäbel / Labbadia
  • 29. Spieltag: 0:1 in Bremen (2)
  • 30. Spieltag: 3:2 gegen Augsburg (3)

In dieser Statistik, die natürlich auch eine Spielerei ist (Verletzungen und Sperren finden keine Berücksichtigung) fallen zudem die beiden Ausschläge nach oben auf. Mirko Slomka hat bei seinem letzten Versuch, in Hamburg noch alles zu retten, Risiko gewählt. Nach dem 0:3 gegen Paderborn krempelte er das Team fast komplett um, was ihm anschließend in Hannover nicht den gewünschten Erfolg brachte. Ebenfalls sieben Änderungen nahm Joe Zinnbauer nach dem 0:8-Debakel bei den Bayern vor, was im nächsten Spiel wenigstens zu einem Teilerfolg führte.

Klar ist jedenfalls: Aufpassen, Herr Labbadia, ein und dieselbe Elf des HSV hat in dieser Saison noch nie in zwei Spielen hintereinander überzeugt.

Zum Alltag der Bundesliga-Mannschaft. Trainer Bruno Labbadia hat am Vormittag zur 90-Minütigen Einheit auf dem Rasen gebeten. Auch wenn das Training hinter den Planen stattfand, war doch deutlich zu hören, dass Labbadia immer wieder unterbrochen hat und geradezu penibel genau darauf achtete, dass seine taktischen Vorgaben erfüllt sein müssen. Verschieben, Löcher zulaufen, Räume ausfüllen. Da muss jeder Einzelne genau aufpassen, sonst stimmt das gesamte Gefüge nicht. Im Grunde ist diese Art von Training Taktik-Grundlage für eine Saison-Vorbereitung. Was dabei herauskommt, würde man als Labbadias Handschrift bezeichnen, so wie sie im Sommer 2009 deutlich wurde, als der Coach mit einer unzweifelhaft stärkeren HSV-Mannschaft Tabellenführer der Bundesliga wurde. Das ist übrigens keinem anderen Trainer in Hamburg nach ihm gelungen.

Was die Aufstellung angeht, müssen sich Valon Behrami nach seiner Rot-Sperre sowie Lewis Holtby nach seiner Gelb-Sperre weiter offenbar hinten anstellen. Ivo Ilicevic bleibt vermutlich im Team, wobei er meiner Auffassung nach ein erster Wackelkandidat wäre. Holtby über die linke Seite oder Marcell Jansen – das wären die Alternativen. Übrigens trainierte Maximilian Beister, über den in den vergangenen Wochen so viel geschrieben wurde, bei den Profis mit und darf sich Hoffnungen auf eine Kader-Nominierung machen. Das trifft zunächst nicht auf die jungen Ashton Götz, Mohamed Gouaida und Ronny Marcos zu, die gestern beim 1:2 der U 23 in Meppen auf dem Rasen standen und heute nur leicht ausliefen.

Nach dem Mannschaftstraining und den taktischen Spielen stand noch der Torabschluss auf dem Programm. Offenbar hat Labbadia vor, Mainz über deren rechte Abwehrseite zu knacken. Matthias Ostrzolek haute die (guten) Flanken rein, in der Mitte profilierten sich insbesondere Pierre Michel Lasogga und Heiko Westermann mit kernigen Abschlüssen. Knifflig wurde es nur einmal: Ivica Olic war im „Dreikampf“ mit zwei Gegenspielern am rechten Fuß getroffen worden und humpelte danach vom Trainingsplatz. „Ist aber kein Problem“, sagte Olic anschließend, so dass sein Einsatz in Mainz wohl nicht gefährdet ist.

Heute habe ich die Bundesliga-Studie der DFL 2015 in die Hände bekommen. Die Studie ist zwar bereits im Januar erschienen, doch sie enthält viele interessante Daten. Generell ist da von der wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung der gesamten Liga und auch der 2. Bundesliga die Rede. Und es wird deutlich, dass der HSV zu den Vereinen gehört, die die Statistik noch deutlich nach unten zerren. Vieles im wirtschaftlichen Konstrukt des HSV ist ungesund. In Relation viel zu hohe Personalkosten, eine viel zu niedrige Eigenkapitalquote (11,5 % gegenüber 35,3 % in der Bundesliga) – nur fünf von 18 Bundesligisten haben zuletzt Rote Zahlen geschrieben. Mit einem Minus von 6,6 Millionen Euro gehörte der HSV natürlich dazu. Aber darauf wollte ich nicht hinaus, das ist überwiegend bekannt, und nicht zuletzt durch den Einstieg zweier Aktionäre (Klaus-Michael Kühne und Helmut Bohnhorst) sowie der Campus-Spende von Alexander Otto werden sich die Zahlen zum 30.6.2015 deutlich verschieben. Dennoch: Der „Bundesliga-Report 2015“ ist lesenswert, ich kann sie jedem empfehlen, der sich bis Sonntagnachmittag langweilt.

Morgen trainiert die Mannschaft noch einmal ohne Öffentlichkeit. Dieter hält Euch dann über das Tagesgeschehen auf dem Laufenden. Sonntag um 15.30 Uhr ist Anpfiff in Mainz – und in „Matz ab live“ begrüßen wir direkt anschließend Thomas von Heesen als Gast. Das solltet Ihr Euch vormerken.

Lars
18.15 Uhr

Nächste Einträge »