Archiv für das Tag 'Gottlob'

Wenn Stark Elfmeter gegeben hätte . . .

20. Juni 2012

„Vielen Dank für das große Interesse, das Sie an den Schiedsrichtern zeigen.“
„Die zwölf Schiedsrichter, die hier sind, gehören zu den Besten in Europa.“
„Sie haben recht, der Ball war hinter der Linie. Es war ein menschlicher Fehler, verursacht durch einen Menschen.“
„Wenn wir jetzt über einzelne Fälle von Schiedsrichterentscheidungen sprechen würden, säßen wir Weihnachten noch hier.“
Aussagen von Uefa-Schiedsrichter-Chef Pierluigi Collina am Mittwoch in Warschau.

Das Interesse an den Schiedsrichtern dürfte spätestens nach England gegen die Ukraine sprunghaft angestiegen sein. Wobei ich die Diskussion um dieses nicht gegebene Tor irgendwie auch unfair finde. Ich habe nämlich damals, als diese Torschiedsrichter eingeführt wurden, gleich gesagt habe, dass es auch mit diesen Herrn, denen ich den Spaß an diesen Dienstreisen durchaus gönne, zu Fehlentscheidungen kommen wird. Ist doch klar. Der Mann sieht diese Szene auch nur einmal. Soll der innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde sagen: „Ja dieser Ball war ganz drin.“ Das kann der doch gar nicht. Ich habe Gerd Gottlob, den ARD-Kommentator bewundert, dass der gleich gerufen hat: „Dieser Ball war drin!“ Ich habe es vermutet, aber erst später, nämlich dann, als die Szene angehalten wurde, gesehen, dass das tatsächlich ein Tor gewesen ist. Künstlerpech.

Was hätten wir wohl alle gesagt, wenn dieser Torrichter auf Tor entschieden hätte, die Kugel aber tatsächlich nur zu einem Dreiviertel und damit nicht im vollen Umfang „drin“ gewesen wäre? Das Fernsehen hätte das bewiesen, ganz sicher – aber der arme Kerl da an der Seite? Der sieht das doch auch nur einmal, wäre aber total zerrissen worden. Obwohl er natürlich nicht mal eine Zeitlupe oder ein Standbild da draußen hat. Ich behaupte, dass nur eine Spielunterbrechung und der Kamerabeweis helfen können. Und so viele strittige Szenen, ob nun Tor oder kein Tor, gibt es zum Glück ja auch nicht. Was also würde es wohl ausmachen, wenn eine solche Szene tatsächlich „draußen“ noch einmal durchleuchtet wird? Das ist doch nur eine (Verletzungs-)Pause mehr. Und es ist ja so: In einem solchen EM-Turnier geht es doch um Millionen, da wäre es doch nur okay, wenn man sich einer solchen professionellen Hilfe bedienen würde. Das würde nicht mal eine Minute kosten. Und das hätten nicht nur die Mannschaften verdient, sondern auch die Fans. Zudem wäre es ein zusätzlicher Nervenkitzel (wie beim Eishockey), und alle wären zufrieden. Alle. Denn alle, Freund und Feind, wüssten, dass das tatsächlich auch ein reguläres Tor gewesen ist. Oder auch nicht.

Und komme mir dabei niemand mit der „Gleichbehandlung“ im Fußball. Dass Profis und Amateure gleich zu behandeln wären, und dass es dann auch Torkameras bei den Amateuren geben müsste. Hirnrissig ist ein solches Argument, denn der Profi-Fußball hat sich heutzutage doch schon sehr weit, meilenweit von den Amateuren abgesetzt – das gibt es inzwischen doch viel zu viele Unterschiede. Und auf diese Unterschiede nimmt schon lange keiner mehr Rücksicht oder prangert sie an. Nein, solche umstrittenen Tor-Szenen sind nur durch eine Kamera zu lösen. Und da das Fernsehen ja jetzt schon auf der „Torlinie“ steht, wie gestern bewiesen, wäre es doch ganz leicht gewesen, auf Tor zu entscheiden. Anstatt dieses Männlein, das sich Torrichter nennt, den Fußball-Fans in aller Welt zum Fraß vorzuwerfen.

Aber das ist natürlich Sache der Uefa oder auch der Fifa. Und da dauert es manchmal . . . Weil die Herren inzwischen schon mein Alter erreicht haben – oder noch viel älter sind.

Das gilt übrigens auch für das Thema „Wolfgang Stark“. Den möchte ich bei der Gelegenheit einmal in Schutz nehmen. Wer mag nur auf die Idee gekommen sein, Stark für ein Spiel Spanien gegen Kroatien anzusetzen? Auch das war hirnrissig. Und zwar total. Was wäre wohl gewesen, wenn Stark diesen Elfmeter gegeben hätte – und Spanien wäre dadurch ausgeschieden? Dann hätte ganz Spanien „gejubelt“: „Ein deutscher Schiedsrichter eliminiert Spanien und macht den Weg frei für Deutschland.“ So wäre es doch gewesen. Nun schreit „nur“ Kroatien auf, aber die unterstellen Stark ja auch nur „Blindheit“, nicht aber Parteilichkeit.
Aber wenn Spanien wegen des Elfmeters hätte nach Hause fahren müssen, dann wären die Deutschen ganz sicher ihr 17. Bundesland losgeworden: Mallorca. Die Insel hätten sie uns deswegen, nur wegen des Elfmeters, hundertprozentig wieder weggenommen. Kurz und schmerzlos und ohne großartig die Bürokratie zu bemühen – einfach nur wech! Deswegen war es eigentlich nur logisch, dass Wolfgang Stark nicht auf Strafstoß entschieden hat.

Wobei ich von dieser ominösen Lippen-Ableserin doch schon mal ganz gerne erfahren hätte, was der „28. Mann“ da draußen an der Seite, nämlich Florian Meyer (er war wohl der Torrichter auf dieser Seite!?) unmittelbar nach diesem Foul an dem Noch-Wolfsburger Mandzukic in sein Mikrofon (in Richtung Wolfgang Stark) gesprochen hat. Hat er nun gesagt: „Du musst nicht pfeifen, Wolfgang, diesen Tritt hättest auch du überlebt, alles ganz harmlos. “ Oder hat er gesagt: „Wenn ich du wäre, würde ich nun auf den Elfmeterpunkt zeigen – aber ich bin ja nicht du.“ Vielleicht verrät es mir Florian Meyer ja später mal, wenn er, der Mann aus Burgdorf, mal wieder in Hamburg angesetzt ist, um ein HSV-Spiel zu pfeifen. Vielleicht.

Apropos Schiedsrichter. Es sind nur zwölf (erste) Herren in Polen und der Ukraine zugegen. Also zwölf Männer, die das Ding auch tatsächlich pfeifen. Bei der nächsten EM müssen es zwangsläufig mehr werden, dann wird die EM ja kräftig aufgestockt. Dann starten 24 Länder – man gönnt sich ja sonst nichts, bei der Uefa. Dann wird aus einer Europameisterschaft, die bislang fußballerisch wertvoller als jede Weltmeisterschaft war, doch eher ein verwässertes Turnier. Aber da bin ich ja wohl der letzte Mensch, der sich darüber (viel zu spät) aufregt. Aber es geht ja auch nicht um den Fußball an sich, sondern viel mehr ums Geld. Ist schon okay. . . Geld regiert die Welt.

Womit ich zur deutschen Mannschaft kommen möchte. Speziell zu Mesut Özil. Ich kann nämlich nicht begreifen, wieso dem ehemaligen Schalker unterstellt wird, bislang eine schlechte EM gespielt zu haben. Er war zwar in den ersten drei Spielen nie so überragend, wie er es aufgrund seiner überragenden Fähigkeiten hätte sein könnte, aber dennoch gehörte er für mich stets zu den besseren deutschen Spielern. Was dieser Mann an und in den Beinen hat, ist unfassbar. Und dazu hat er es auch im Kopf, denn er denkt vor, legt vor, hat viele, viele kluge Ideen. Ich könnte mit dem Özil, so wie er sich bislang präsentiert hat, sehr gut leben, hoffe aber auch darauf, dass er noch „ein wenig explodiert“ – so wie es der Bundestrainer in Aussicht gestellt hat. Wäre aber ganz sicher nicht verkehrt, wenn dazu dann andere noch viel mehr explodieren würden. Wenn das passieren sollte, dann wäre Deutschland tatsächlich ein heißer Kandidat auf den Turniersieg. Aber bevor Özil explodieren „muss“, da sollten sich andere (Podolski, Gomez, Müller, Schweinsteiger . . .) doch schon mal etwas eher aufgerufen fühlen, ebenfalls noch kräftig zuzulegen.

Auch Toni Kroos gehört zu diesem Kreis, der noch zulegen sollte. Der Bayern-Spieler ist ja bekanntlich sauer über seine Reservistenrolle, aber in meinen Augen hat er nicht den geringsten Grund dazu. Im Gegenteil, Kroos sollte eher in sich gehen. Was er beim letzten Test vor dem EM, dem Länderspiel in Leipzig gegen Israel, geboten hat, das war gar nichts. Für mich war er bei diesem Kick der schlechteste deutsche Spieler, und mit einer solchen Leistung bietet man sich als ein Spieler, der „auf der Kippe steht“, nicht gerade an. Aber damit sind wir schon wieder bei dem leidigen Thema Selbstkritik. Ist leider schon lange zu einer Seltenheit verkümmert, wird auch immer mehr zu einer absoluten Seltenheit.

So, zum Abschluss dann etwas, was ich bei dieser EM noch nicht gesehen habe. Und irgendwie kann ich es auch immer noch nicht glauben. War es tatsächlich so? Oder habe ich etwas verpasst? Seitenwahl beim Spiel England gegen die Ukraine. Die beiden Kapitäne begrüßen die Schiedsrichter um den Ungar Kassai. Timoschtschuk gibt den Unparteiischen die Hand, dann auch Gerrard. Die Wahl wird vorgenommen, die Münze fällt, die Seiten werden verteilt und wer Anstoß hat. Dann gibt Gerrard den fünf Schiedsrichtern noch einmal die Hand – aber Timoschtschuk nicht mehr! Er drehte ab und ging. Lag es daran, dass Timoschtschuk nur der „Ersatz-Kapitän“ für Schewtschenko war und es nicht besser kannte? Oder hatte der Bayern-Profi einfach keine Lust mehr auf diese ganze „Schüttelei“? Denn, und das konnte und kann man während dieser EM sehr gut beobachten: Schon in den Katakomben der jeweiligen Stadien geben sich die Kapitäne und die Schiedsrichter schon mal zu Begrüßung die Hände. Auf dem Platz dann noch zweimal – bis auf Timoschtschuk. Endlich einmal bringt einer den Mut auf, sich zu verweigern – und deshalb bekommt er auch garantiert keinen „Tennisarm“.

So, einen kleinen, ganz, ganz kleinen Abstecher zum HSV habe ich auch noch. In dieser Woche wird noch etwas in Sachen Vertragsverlängerung passieren – aber neue Spieler sind noch nicht in Sicht.

Dafür gibt es ein „dickes Millionen-Ding“ von einem Ex-Hamburger:
Änis Ben-Hatira soll laut Medienberichten beim Absteiger Hertha BSC vor dem Absprung stehen. Der Club Baniyas SC aus Abu Dhabi soll dem Stürmer angeblich sechs Millionen Euro für einen Vier-Jahres-Vertrag geboten haben.
Sechs Millionen. Und immer fein die schöne Sonne auf dem lockigen Haar. Wer würde da schon nein sagen (wollen)? Man muss nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein.

In diesem Sinne, einen fröhlichen und ruhigen EM-freien Feierabend.

18.09 Uhr

Löw lobt Boateng

13. Oktober 2009

Erst der HSV, dann die Nationalmannschaft. So lief das am Dienstag mit dem Training im Volkspark ab. Bei Bruno Labbadia tobten immerhin schon wieder zwölf Spieler über den Rasen, mit von der Partei Jerome Boateng. Beim abschließenden Spielchen über drei Drittel ging es mit Feuer zur Sache, das war schön anzusehen – auch wenn die Gruppe nur klein war. Und was mir besonders imponierte: Die Torhüter waren bei jedem Gegentor mächtig „auf Zinne“. Frank Rost schrie mehrfach laut auf und stauchte seine Vorderleute zusammen (besonders Robert Tesche), und auf der Gegenseite fuhr auch Wolfgang Hesl mächtig aus der Haut, wenn er bezwungen worden war – und das war zum Schluss nicht ganz so selten. Mir gefällt es aber, wenn alle voller Ehrgeiz bei der Sache sind, sich auch in einem eigentlich unbedeutenden Trainingskick nicht nur nicht hängen lassen, sondern alles geben. So soll es sein, das ist profihaft und vorbildlich.

Nach dem HSV-Training fuhr ich noch zur Pressekonferenz der Nationalmannschaft. Dort stellte sich Bundestrainer Joachim Löw den Fragen der Medienvertreter aus Deutschland. Löw antwortete auch auf die Frage, was für einen Stellenwert Piotr Trochowski im DFB-Team hat: „Einen sehr hohen.“ Er schätzt den Hamburger vor allem wegen seiner Ballfertigkeit. Nach diesem Pauschal-Lob kann ich mir nicht vorstellen, dass die Weltmeisterschaft in Südafrika im nächsten Jahr ohne Trochowski stattfinden wird – der HSV-Spieler ist dabei.

Das gilt auch für Jerome Boateng. Der Abwehrspieler wäre ganz sicher etwas ins Schwitzen geraten, hätte er die Lobeshymne, die der Bundestrainer auf ihn hielt, live mitgehört. Keine Frage: Löw ist in den letzten Wochen zum absoluten Boateng-Fan geworden, der Coach trug den ehemaligen Hertha-Spieler nun bei der Pressekonferenz, die im Hause Beiersdorf (der Pflaster-Hersteller) stattfand, geradezu auf Händen. Nach diesen Löwschen Worten bin mir absolut sicher: Der 21-jährige Hamburger Profi wird auf jeden Fall mit nach Südafrika fliegen, da beißt die Maus keinen Faden mehr ab.

Was mir während der Pressekonferenz ein Kollege aus dem Westen der Republik flüsterte, wird Euch sicher auch sehr interessieren: Bei einem Geheimtraining der Nati-Kicker im Volkspark wurden Standards geübt, und bei dieser Einheit, die eigentlich niemand sehen sollte (bei denen aber immer doch der eine oder andere Kollege noch ein Schlupfloch findet), war Piotr Trochowski mit Abstand der beste Spieler. Er soll unglaublich viele Freistöße direkt verwandelt haben, und er soll auch jene Freistöße, die als Vorlagen in den Strafraum segeln sollten, mit einer unwahrscheinlichen Präzision und in überragender Manier zur Mitte geschlagen haben. Hey, was ist da los? Wieso geht es bei Löw mit einem Male?

Aber es wäre doch schön, wenn „Troche“ diese Form mit hinüber in die Bundesliga retten würde. Vielleicht zeigt er es schon am Sonnabend gegen Leverkusen, dass er es kann, dass er es wieder kann.
Übrigens: Bei der PK in Eimsbüttel flüsterte mir auch ein ranghoher DFB-Mitarbeiter zu, dass sie alle von Jerome Boateng begeistert sind. Nicht nur als Spieler, aber auch („Er hat in Moskau bis zu seinem Platzverweis absolut überzeugend und stark gespielt“) – und dazu als Mensch, der sich ohne Probleme in die für ihn neue Gemeinschaft eingefügt hat. Wörtlich hieß es: „Boateng ist ein großer Gewinn für die Nationalmannschaft, er wird seinen Weg hier gehen.“

Ich war und bin davon ja schon seit Monaten überzeugt. Und irgendwie ist das Risiko, das Joachim Löw mit dem Debüt von Jerome Boateng im Russland-Spiel einging, ja auch mit der Qualifikation zur WM belohnt worden. Wenn das allerdings schief gegangen wäre, dann hätte ich nicht in der Haut des Bundestrainers stecken mögen, denn dann wäre der „Jogi“ fein säuberlich und in aller Öffentlichkeit zerlegt worden. Deswegen: Kompliment, Herr Bundestrainer!

Auch zu Marcell Jansen bezog Löw in Hamburg Stellung. Zwar ein wenig vorsichtig, aber immerhin, der Trainer hat ihn noch auf dem Zettel. Allerdings führte er auch die Verletzungen an, die den HSV-Spieler immer wieder mal zurückwerfen, die ihn jedes Mal wieder dazu zwingen, sich kraftraubend an das Team heranzukämpfen. Ob sich da positiv auf eine Turnier-Nominierung auswirken wird? Eher wohl nicht, obwohl Joachim Löw dazu – natürlich – nichts sagte.

Dafür gab er Auskunft über jenen jungen Spieler, der schon demnächst, in den Länderspielen gegen Chile und wahrscheinlich gegen Ägypten (beide im November), eine Chance erhalten wird: Thomas Müller. Löw ist von der Blitzkarriere des Bayern-Torjägers sehr angetan – und wenn man ehrlich ist, muss das auch jedem neutralen Beobachter so gehen. Deswegen kann ich es nicht so richtig verstehen, wie man hier gegen Müller – oder zum Beispiel auch Holger Badstuber (Bayern) – meckert. Jeder junge Mann, der helfen könnte den WM-Titel zu holen, ist mir hoch willkommen. Und da ist es egal, von welchem Verein auch immer kommt. Deswegen würde ich es auch begrüßen, wenn Stefan Kießling bald schon wieder für Deutschland stürmen würde, denn den Bayer-Angreifer fand ich schon stark, als er einst beim 1. FC Nürnberg seine ersten Gehversuche im Profi-Fußball (mit Erfolg) unternahm.

Ich hätte mich damals zum Beispiel gefreut, wenn der HSV auch einmal ein solches Talent frühzeitig entdeckt – und nach Hamburg geholt hätte. Das hätte doch was, einen jungen deutschen Nationalstürmer hier zu haben, und dazu auch noch etwas preiswerter als einen Mann, der für viele Millionen (mehr) von einem anderen (ausländischen) Klub losgeeist werden muss. Wobei das in Zukunft wohl nur noch eine Ausnahme darstellen wird, denn der HSV hat zu dieser Saison doch zu sehr über seine (finanziellen) Verhältnisse gelebt. Das gab nun –ganz nebenbei – der Boss des Aufsichtsrates, Horst Becker, in der „Bild“ zu: „Klar ist, dass wir im Sommer mehr ausgegeben haben, als wir wollten.“

Oha! Das war doch mal Butter bei die Fische. Und irgendwie werte ich das auch als ein kleines Alarmzeichen. Dazu passt es, dass mir Martin Jol damals, als er noch einige wenige Tage HSV-Trainer war, verriet, dass es weit weniger Geld für Neueinkäufe geben wird (soll), als noch zur Saison 2008/2009. Ähnliches hatte mir auch Dietmar Beiersdorfer (nach seinem Rücktritt) angedeutet. Ich bin deshalb wirklich sehr, sehr gespannt, wie sich die HSV-Finanzen bis zur nächsten Einkaufsperiode im Winter entwickeln werden. Was ja auch keine ganz so unwichtige Frage ist, denn immerhin forderten (und fordern) auch schon HSV-Profis, dass ihre durch Verletzungen arg geschwächte Mannschaft verstärkt werden muss.

Übrigens: Das Finnland-Länderspiel wird in der ARD von meinem Hamburger Kollegen Gerd Gottlob kommentiert. Ich sagte an dieser Stelle bereits, dass der ehemalige Morgenpost-Redakteur Ahnung vom Fußball hat, er hat auch einst selbst gespielt (TuS Hoisdorf). Ich schätze Gottlob als kompetenten und netten Kollegen, und nach der harschen Kritik an Bela Rethy (im Moskau-Spiel) bin ich sehr gespannt, wie Ihr nun den ARD-Mann beurteilen werdet. Um ihm schon mal einige Vorschusslorbeeren mit ins Spiel zu geben: Mich hat Gerd Gottlob noch nie enttäuscht, der Mann weiß wovon er spricht. Und ich drücke ihm die Daumen, dass er kein langweiliges 0:0 kommentieren muss.

17.04 Uhr