Archiv für das Tag 'Doll'

Bandow will „Beiersdorfers Handschrift“ +++Breaking: Behrami bis 2018 in Watford+++

11. Juli 2015

Schöne Grüße aus dem Flieger. Am Nachmittag ist die HSV-Mannschaft per Charterflugzeug aus der Schweiz, genauer gesagt vom Flughafen in St. Gallen, aufgebrochen Richtung Düsseldorf. Von unterwegs sendeten Lewis Holtby, Nicolai Müller, Pierre Michael Lasogga und Ivica Olic einen fröhlichen Twitter-Gruß. Der erste Teil der Vorbereitung ist vorbei – und morgen steht also der erste öffentliche Gradmesser an für den HSV beim Telekom-Cup. Im Anschluss daran, dies müsst Ihr Euch bitte schon einmal vormerken, läuft wieder ein „Matz ab live“ – diesmal mit Joachim Dipner vom Hamburger Fußball Verband, der auch mit dabei war im Schweizer Trainingslager, sowie Trainer-Legende Bert Ehm. Los geht es gegen 19.30 Uhr, also nach Ende des Vierer-Turniers.

Natürlich kann man in Mönchengladbach keine Standortbestimmung erwarten. Das hat Bruno Labbadia schon nach wenigen Tagen im Trainingslager deutlich gemacht, und diese Aussage gilt nach wie vor – und sie gilt für alle teilnehmenden Teams: „Bei uns sind einige Spieler erst seit wenigen Tagen im Training und kommen mit unterschiedlicher Fitness. Es ist ein schönes Forum, um sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, aber es ist noch lange hin bis zum Bundesligastart.“

Wie es auch kommen mag und welche Transfers sich noch ergeben – der ehemalige Aufsichtsrats-Vorsitzende Udo Bandow erwartet ein anderes Auftreten vom HSV als in der abgelaufenen Saison. „Der auch von mir mit großen Erwartungen wiedergewonnene Dietmar Beiersdorfer konnte kurzfristig nicht an die erfolgreichen Verpflich­tungen, die wir in unserer gemeinsamen Zeit seit 2002 hatten, anknüpfen“, sagt Bandow rückblickend. Der 83 Jahre alte Banker war vor 13 Jahren einer der großen Befürworter des Einstiegs von Dietmar Beiersdorfer, und er hat auch 2014 im Hintergrund Gespräche geführt, damit Beiersdorfer zurückkommen konnte.

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Von Versprechungen, Forderungen und Altmeistern

20. Juni 2015

So eine Fußball-Sommerpause ist einfach nur schrecklich. Jahr für Jahr wieder. Zumal dann, wenn sich der HSV wieder einmal traditionell Zeit lässt, Zeit lassen muss, um neue Spieler zu verpflichten. Auch Jahr für Jahr wieder. The same procedure as every year – im Sommer, nicht zum Jahreswechsel. Still ruht der See. Es tut sich nichts. Obwohl die Herren des HSV schön unterwegs sind, um sich nach Verstärkungen umzusehen. Sogar bei der U21-Europameisterschaft waren sie in Tschechien, obwohl die Talente dort wohl allesamt eine Preisklasse zu hoch sein dürften für den HSV. Aber warten wir es ab, mehr bleibt ja nicht. Obwohl die Ungeduld wächst. Bei vielen HSV-Fans. Und eventuell auch bei manchem Angestellten des Clubs. So las ich heute beim Einkaufen die Titelseite der „Bild“, und dort stand zu lesen: „Olic fordert neue Stars“. Da dachte ich so bei mir: „Wer nicht?“
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Alle hoffen – und Gernandt spricht Klartext

29. März 2015

Das war doch mal wieder ein schöner Tag, den die über 32 000 Zuschauer da im Volkspark erlebt haben. Freude pur – und zwar überall. Und ich habe so viele Fans und Autogrammjäger nach dem Spiel gesehen, wie schon seit Jahren nicht mehr. Die „alten Herren“ ziehen eben immer noch. Und die „guten, alten Zeiten“ waren an diesem Nachmittag allgegenwärtig. Auf den Tribünen und auch in den Kabinen. Gemeinsam mit meinen Kollegen haben wir festgestellt, dass es nicht nur schöne Zeiten waren, die wir mit diesen „Jungs“ erlebt haben, sondern dass diese Herren auch fast alle das Herz an der rechten Stellen haben, dass sie immer noch voll in diese Welt passen, dass fast ein jeder absolut in Ordnung ist, geblieben ist. Und dass die ehemaligen HSV-Profis nicht nur über ihre tollen Zeiten in Hamburg sprechen, sondern dass sich ein jeder auch große Sorgen um den Ex-Club macht. Dass der HSV mit 5:7 gegen die tschechische Auswahl verlor, war an diesem Tag total nebensächlich, es war rundherum ein gelungenes Fest, in deren Mittelpunkt David Jarolim stand, der zur Recht lautstark und lange gefeiert wurde – er hat es sich verdient.

 

Nach dem Abschiedsspiel befand „Jaro“ zur aktuellen Situation seines HSV: „Die Jungs werden, davon bin ich absolut überzeugt, alles geben. Das sind alles Profis, sie werden es schaffen – und ich werde in den letzten Spielen dabei sein und ihnen die Daumen drücken.“

 

Das sagt Jarolim. Ihn haben die Fans sofort wiedererkannt, natürlich. Bei einem ehemaligen Kollegen hatten sie aber allergrößte Schwierigkeiten – wie ich gestern bereits schrieb. Tomas Ujfalusi, einst schlank und mit langen Harren, trat absolut gegenteilig auf. Und er gab zu: „95 Prozent der Leute hier haben mich nicht wiedererkannt. Ich habe mir vor zwei Tagen eine Glatze schneiden lassen. Ich wollte das schon lange Zeit. Ich habe nun Jahrzehnte lange Haare gehabt, jetzt wollte ich mal etwas anderes machen. Aber ich werden mir nun wohl einen neuen Pass machen lassen müssen, sonst werde ich es schwer haben, in andere Länder zu reisen.“

 

Über die schwere Lage seines ehemaligen Vereins befand der Tscheche: „Die Jungs schaffen das. Ansonsten wäre es sehr schade. Auch für mich. Für alle. Der HSV ist doch als einziger Club von Anfang an dabei und noch nie abgestiegen. Die müssen etwas ändern, so darf es nicht weitergehen. Der HSV ist doch ein Club, der eigentlich immer unter den besten fünf Vereinen der Bundesliga stehen müsste. Aber das braucht jetzt sicher einige Zeit. Nur absteigen darf der HSV nicht. Obwohl der HSV heute auch verloren hat . . .“

 

Mit ihm. Er hatte doch eine Halbzeit für den HSV, eine Halbzeit für das Dream-Team ge-spielt: „Ich habe einen Punkt geholt, denn zur Pause stand es immerhin 3:3“, sagt Ujfa-lusi scherzend. Er war einst Kapitän des HSV, daran erinnert er sich. Trainer Klaus Toppmöller hatte ihn dazu gemacht. Und der frühere tschechische Nationalspieler erinnert sich: „Ich war 14 Tage Kapitän, das stimmt, aber ohne gespielt zu haben, weil ich verletzt war.“ Und als er wieder fit war, wechselte er nach Italien . . . Und Daniel van Buyten wurde sein Nachfolger als HSV-Spielführer.

 

Erstaunlich, wie gut Ujfalusi immer noch Deutsch spricht. Wie geht das? Er erklärt: „Ich lese viele deutsche Zeitungen und Illustrierten. Ich will diese Sprache weiter beherrschen, sonst waren die dreieinhalb Jahre in Hamburg doch umsonst.“

 

Er lebt jetzt in Prag und wird dem Fußball nun als Spielerberater erhalten bleiben: „Ich will meine Kontakte nutzen, die ich zu vielen Ligen habe.“ Das wird er sicherlich auch so großartig tun, wie er einst als Profi auf dem Platz gewirkt hat. Ihn wiederzutreffen, war ein echtes Erlebnis, absolutes ein Highlight.

 

Das galt auch für Mladen Petric. Der Schweizer zur Lage des HSV und wie die Spieler nun reagieren sollten: „Nicht verzweifeln, trotz allem selbstbewusst auftreten und an sich selbst glauben.“ Petric wurde hier ebenfalls lautstark gefeiert, und er sagte über sich und Hamburg: „Ich hatte hier eine überragende Zeit, die Zeit beim HSV gehört zu den schönsten in meiner Karriere. Dass die Fans mich gefeiert haben, war ein sehr schönes und emotionales Gefühl, ich habe das sehr genossen. Das war ganz einfach fantastisch. Unwahrscheinlich schön, so etwas zu erleben, dass zu spüren, dass die Fans mich so sehr ins Herz geschlossen haben. Und es freut mich auch, dass die Zuschauer heute ihren Spaß hatten.“

 

Dann fügte er noch hinzu: „Ich habe das letzte Spiel gegen Hertha gesehen, das war schwierig, da hätte der HSV wenigstens einen Punkt holen müssen. Das Gute aber an der jetzigen Situation ist, dass sie es noch selbst in der Hand haben.“ Woran liegt es seiner Meinung nach, dass der HSV solche Schwierigkeiten hat? Petric: „Es liegt nicht daran, dass die Stürmer in jedem Spiel drei, vier Hundertprozentige versieben. So weit kommt der HSV ja meistens gar nicht.“

 

Dennoch ist er optimistisch: „Ich hoffe, dass der HSV, der ja schon die letzten beiden Jahre immer im Abstiegskampf war, so viel Erfahrung dabei gesammelt hat, dass er davon nun profitieren kann. Die Situation ist sicher nicht leicht, ich glaube noch an ein gutes Ende.“

 

Dass in seinem Herzen noch immer eine kleine Raute steckt, dass verriet er dann, als er sagte: „Ich verfolge den HSV aus der Ferne ausführlich, sehe mir fast alle Spiele an. Die Lage mit dem neuen Trainer kann ich nicht beurteilen, aber Didi Beiersdorfer wird schon das Richtige machen, davon bin ich überzeugt, obwohl es schwierig für ihn ist. Er hat ja aber schon so viele gute Dinge für den HSV gemacht – und ich hoffe, dass noch alles gut wird.“
 

Mladen Petric machte an diesem Sonnabend einen rundherum zufriedenen Eindruck. Ihm geht es in Athen sehr gut, er hat mit Panathinaikos viel Erfolg, steht mit dem Traditions-Club zurzeit an zweiter Stelle: „Ich fühle mich dort super, ich bin glücklich, es läuft wunderbar – es stimmt alles, wahrscheinlich werde ich noch ein Jahr verlängern.“ Er stürmt gemeinsam mit Marcus Berg, den der HSV einst für zwölf Millionen (und mehr) gekauft hatte, dann nach Athen verschenkte! Petric: „Ich spiele hinter Marcus Berg, ich setze ihn mit meinen Vorlagen ein – wir verstehen uns prächtig. Er hat mittlerweile neues Selbstvertrauen, schießt viele Tore, es funktioniert gut mit uns.“

 

Zu Mladen Petric sagte mir der frühere HSV-Torwart Horst Schnoor (Meister-Keeper von 1960) nach dem Spiel etwas ganz Interessantes: „So einen, wie den Mladen Petric, den haben wir heute nicht in der Mannschaft. Wenn ich könnte, würde ich den sofort zurückholen. Und dazu den langen Jan Koller, der hat ja auch unfassbar gut gespielt – mit seinen mittlerweile 42 Jahren. Unfassbar.“

 

In diese Kategorie fiel wohl auch der Einsatz von Martin Groth, der auf der Rückreise von Sylt nach Hannover (mit seiner Familie) nur mal vorbeigucken wollte, und dann mitspielen durfte, musste: „Ich hatte dann schon Vorfreude gehabt, und es war nett, alte Gesichter wieder zu sehen. Obwohl ich nur gegen David Jarolim gespielt habe damals, nie miteinander.“ Natürlich verfolgt Groth den HSV noch aus der Ferne, und er sagt: „Ich verfolge den Club natürlich noch mit dem größten Interesse, ich hatte ja eine tolle Zeit hier. Und ich hoffe, dass das nicht eintritt, dass jetzt schon viele Leute wieder befürchten . . .“
Wir hoffen mit.

 

Der Rostocker Stefan „Paule“ Beinlich befand nach dem Spiel: „Es war wie ein Klassentreffen, das ist wunderschön, macht einfach nur Spaß. Nicht nur miteinander zu spielen, sondern auch zu klönen – wir waren ja, logisch, die Besten, das ist doch klar.“

 

Das dachte wohl auch Thomas Doll, der von den Fans großartig aufgenommen und begrüßt worden war. Der Trainer von Ferencvaros Bu-dapest sagte: „Es ist immer wieder großartig, in dieses tolle Stadion einzulaufen, das ist schon beeindruckend, einfach nur großartig. Super, die Spieler von früher zu treffen – und man trifft sich natürlich immer wieder gerne.“ Und wie denkt er über den HSV 2015? Das wurde er von unserem Matz-ab-Kollegen Lars Pegelow, der heute einen sehr guten Eindruck im „Doppelpass“ von Sport1 hinterließ, gefragt. Und Doll tat sich zunächst schwer: „Jetzt gebe ich meinen Senf auch noch dazu, okay: Sie werden in der HSV-Führung schon wissen, was sie machen. Peter Knäbel war ja eng an der Mannschaft dran, bekommt mit Peter Hermann eine sehr guten, einen absoluten Top-Mann an seine Seite. Trotz allem wird es schwierig, in den letzten acht Spielen noch etwas zu bewegen – aber sie werden schon wissen was sie machen.“

 

Dass an diesem Wochenende vier Spieler, nämlich Rafael van der Vaart, Marcell Jansen, Ivo Ilicevic und Gojko Kacar erfuhren, dass sie am Saisonende den HSV verlassen müssen, rückte Doll ins rechte Licht: „Für die Jungs ist es bitter, natürlich, aber sie werden alles geben, werden sich reinhauen, sie wollen auch nicht als die Spieler in die HSV-Geschichte eingehen, die als erste mit dem Club abgestiegen sind. Das ist der größte Ansporn für sie, ganz sicher.“

 

Zur Trennung von den vier „Altinternationalen“ äußerte sich auch Club-Chef Dietmar Beiersdorfer: „Wir haben mit Rafael und Marcell gesprochen, die Situation ist bei beiden fast identisch, sie können sich vorstellen, noch einmal ins Ausland zu gehen. Und es gibt im Fußball ja immer mal einen Zyklus, wo es gut zusammenpasst . . . Wir haben hier nun aber viele neue Dinge angestoßen, da gehört es für uns dazu, der Mannschaft ein neues Gesicht zu geben. Das wird nun geschehen, und wir glauben, dass wir das richtig gemacht haben.“

 

Mit Slobodan Rajkovic und Heiko Westermann sprachen Beiersdorfer und Peter Knäbel ebenfalls. Beiersdorfer: „Wir haben uns vertagt, weil es bei ihnen fehlende Planungssicherheit gibt. Erste Liga, zweite Liga? Das ist ja nicht geklärt. Deswegen können wir jetzt keine Entscheidungen treffen, das haben wir ihnen erklärt. Natürlich wir nehmen wir damit in Kauf, dass sie wechseln, sollten sie andere Angebote von anderen Vereinen haben. Dass sie dann auch wechseln, das ist dann ihre Sache, und ansonsten werden wir uns am Ende der Saison wieder zusammensetzen. Anders geht es für uns im Moment nicht.“

 

Dann gab „Didi“ Beiersdorfer auch noch zu: „Nach Hertha waren wir down, das ist doch klar, ist nicht einfach, einen Trainer freizustellen – bei dieser prekären Situation. Wir sind aber überzeugt, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben. Peter Knäbel ist sehr klar in seiner Ansprache, er vereinfacht einige Situationen, denn am Schluss ist Fußball doch nicht so kompliziert, wie er oft dargestellt wird.“
Hoffen wir das Beste.

 

Zu diesem Thema hat sich an diesem Wochenende dann auch Aufsichtsrats-Chef Karl Gernandt geäußert. Im NDR-Sportclub live sagte die „rechte Hand“ von HSV-Investor Klaus-Michael Kühne einige Dinge, die in der Freizügigkeit doch etwas überraschten. Zum Beispiel dies: „Wir wussten, dass es ein schwieriger Weg wird. Aber dass wir jetzt in einer wirklichen Existenzfrage stecken, haben wir uns überhaupt nicht vorstellen können. Das ist worst case, was wir hier zurzeit erleben.” Mit dem Trainerwechsel von Joe Zinnbauer zu Peter Knäbel soll nun der Abstieg verhindert werden. Gelingt dies, hat der HSV bereits die große Lösung parat: Die Option mit Thomas Tuchel als neuer Coach sei „sehr, sehr intensiv und detailliert durchdekliniert”, sagte Gernandt.

 

Der frühere Mainzer Trainer Thomas Tuchel steht beim HSV also tatsächlich hoch im Kurs. Karl Gernandt spricht im exklusiven Sportclub-Interview über die aktuellen Sorgen und Wünsche beim Bundesliga-Drittletzte: „Wir versuchen einen Trainer zu finden, der für einen langfristigen und sehr soliden Aufschwung steht. Wir wollen den HSV da hinbringen, dass sich Menschen innerhalb des HSV weiterentwickeln und nicht von außen kommen.” Der HSV sei bereit, „ein Konzept mit Tuchel zu gehen” – und hat mit den angekündigten Trennungen von Rafael van der Vaart, Marcell Jansen, Ivo Ilicevic uns Gojko Kacar bereits erste Weichen für die Zukunft gestellt. „Am Ende entscheidet Herr Tuchel, was er macht”, erklärte der 54-Jährige. Der Wunschcoach würde den HSV allerdings wohl nur in der Bundesliga betreuen. „Zweite Liga? Das ist schwer vorstellbar”, sagte Tuchel in der „Zeit”.
 

Dass Tuchel viel Geld kosten würde, ist der HSV-Führung klar. Doch die Mittel und die Bereitschaft, dieses Geld auch auszugeben, scheint beim HSV vorhanden zu sein. „Thomas Tuchel kostet viel Geld. Ob er teuer ist, muss man rausarbeiten. Wenn er es wert ist, ist er nicht teuer”, sagte Gernandt. Im Gegensatz zur sportlichen Misere fühlen sich die Verantwortlichen wirtschaftlich gut aufgestellt: „Die Sponsoren zeichne eine große Vereinstreue aus“, betonte Gernandt. Klaus-Michael Kühne, Alexander Otto und ein dritter Investor, der nicht genannt werden will, seien bereit, „ordentliche Beträge” auf den Tisch zu legen – und das, ohne Gegenleistungen dafür zu verlangen. „Von der finanziellen Seite her bin ich zufrieden mit dem, was wir in den vergangenen neun Monaten hinbekommen haben”, erklärte Gernandt: „Das passt alles. Das einzige, was nicht passt, ist unser Tabellenplatz.”
 

Acht Spiele hat Interimstrainer Knäbel nun noch Zeit, den ersten Bundesliga-Abstieg der Vereinsgeschichte zu verhindern, darunter die schweren Partien in Leverkusen, gegen Wolfsburg und das Nordderby in Bremen. „Wenn Peter Knäbel derjenige ist, der die Uhr im Stadion abstellt, wird sein Gesicht mit einer solchen Niederlage zusammengebracht. Es wird dann schwer, wieder positive Strahlkraft rauszuholen”, weiß Gernandt um das Risiko: „Auf der anderen Seite weiß jeder, dass er den Job für acht Spiele hat und er jemand ist, der vom ersten Tag an funktioniert. Wir haben kein Problem, was das Trainingskonzept angeht, wir müssen die Mannschaft erreichen.” Der Aufsichtsratschef hofft inständig, dass alle Spieler mitziehen. „Es ist 30 Sekunden vor zwölf. Wir müssen mit Sicherheit noch mehr als sechs Punkte holen, ansonsten weiß ich nicht, wie wir uns retten sollen. Wir haben schwierige Spiele vor uns.” Und wenn der Tag X am Ende doch kommt? „Dann muss man in die Hände spucken und verdammt hart weiterarbeiten”, so Gernandt.
 

Bei NDR-Moderator Alexander Bommes ist am heutigen Sonntag auch noch Dietmar Beiersdorfer zu Gast, die Sendung im Dritten beginnt um 22.30 Uhr.

 

PS: Heute war trainingsfrei, morgen ist ebenfalls kein Training im Volkspark angesetzt.

 

PSPS: Ich danke Lars Pegelow für die tolle Zusammenarbeit, das hat ganz fein gepasst – trotz des Doppelpasses.

 

18.37 Uhr

David Jarolim beim 5:7 herzlich gefeiert

28. März 2015

Endlich einmal HSV-Tore im Volkspark! „An Tagen wie diesen“ sangen die „Toten Hosen“, aber an diesem Sonnabend herrschte im Volkspark alles andere als „tote Hose“. David Jarolim bat zu seinem Abschiedsspiel, und viele, viele kamen. 32 000 Zuschauer waren dabei, und etliche Stars aus Tschechien und vom HSV. Das Jaro-Dream-Team aus Tschechien siegte 7:5, aber das Resultat war ganz sicher unwichtig. Es war eine schöne Abschiedsparty für einen großen HSV-Spieler, der hier immer alles gegeben hat. Und der vielleicht auch irgendwann noch einmal nach Hamburg zurückkehren wird, um beim HSV zu arbeiten. „Diesen Tag werde ich niemals vergessen“, sagte „Jaro“ bei seiner kleinen Dankesrede, und er versprach: „Ich werde versuchen, bei den letzten Spielen das HSV in dieser Saison dabei zu sein um die Daumen zu drücken.“ Alle Zuschauer feierten den Helden des Tages, besonders der Norden – und dafür danke ich ganz besonders, denn „Jaro“ hat es hier auch einst anders kennengelernt. Dabei viel mir heute vorher und auch nachher der große Udo Lattek ein, der einst beim „Doppelpass“ über David Jarolim gesagt hatte: „Ich kann ihn nicht ab, er provoziert, spielt zu oft foul – aber als Trainer hätte ich dieses Schlitzohr liebend gerne in meiner Mannschaft gehabt. So einen brauchst du.“ Mehr Lob geht doch fast gar nicht.

 

Beim Einlaufen der Spieler gab es viel Beifall der 32 000 Zuschauer. Jeder Profi wurde herzlich begrüßt. Lauter wurde es bei Mehdi Mahdavikia, und ganz laut wurde es bei Thimothee Atouba, der geradezu enthusiastisch gefeiert wurde. Atouba! Er tanzte hier nur ganz kurz auf, aber ihn lieben sie hier noch immer. Weil er Dinge drauf hat, die kein anderer macht. Besonders laut wurde es dann aber, als der Mann des Tages einlief – mit seinen Kindern an der Hand und auf dem Arm: David Jarolim. Der Norden sang, alle Zuschauer standen auf. Lotto King Karl und Carsten Pape sangen „Hamburg meine Perle“, und HSV-Boss Dietmar Beiersdorfer hielt eine kurze, aber unheimlich warmherzige Rede: „David, Du bist ein großartiger Mensch mit einem ganz feinen Charakter, Du warst immer ein vorbildlicher Spieler.“ Dem war nichts hinzuzufügen. Und nicht wenige auf der Tribüne hatten den Eindruck, dass der Vereins-Chef bei seinen Sätzen kurz davor war, die eine oder andere Träne zu verdrücken . . .

 

Mein persönliches Highlight an diesem Nachmittag, und es war nicht nur meines, heißt aber nicht in erster Linie Jarolim, auch nicht Atouba, sondern Tomas Ujfalusi. Nein, nein und noch einmal nein, ich hätte ihn nicht erkannt. Und ich konnte es eine Halbzeit lang nicht glauben, dass der etwas rundliche Herr mit dem etwas mehr an Bauch, mit ohne Haare auf dem Kopf, dafür sehr, sehr viel am Kinn, dass der wirklich unser „Ujfi“ ist. Nein, und irgendwie kann ich es immer noch nicht fassen. Obwohl ich ihn schon eine Stunde vor dem Spiel in den Katakomben sah – und mich fragte, wer dieser Mann denn ist? Aber er war es tatsächlich, auch wenn der neben mir sitzende „Scholle“ es bis zum Schlusspfiff nicht glauben wollte.

 

Während des Spiels, das von Radio-Hamburg-Moderator John Ment kommentiert wurde, wurde übrigens Ballermann-Musik gespielt. „Schatzi schenk mir ein Foto“, und zum Beispiel: „Atemlos“. Ob der HSV den Antrag stellen wird, künftig auch während der Bundesliga . . . Nein, lassen wir das. Denn diese Musik war ja auch gewöhnungsbedürftig.
Das Spiel wurde geleitet von Schiedsrichter Babak Rafati aus Hannover – er hatte ein leichtes Amt, es gab weder Fouls noch Meckereien.

 

Die erste Möglichkeit der Partie hatte David Jarolim, der plötzlich allein vor Stefan Wächter stand – aber den Ball nicht stoppen konnte! Wie bitter war das denn?! Kurz darauf hatte Atouba einen bühnenreifen Auftritt, als er drei Tschechen an der linken Eckfahne vorführte. Er hat es eben immer noch nicht verlernt.

 

Bis zur 11. Minute hieß es 0:0 im Volkspark (wie sonst?), dann aber fielen die Tore. Lukas Jarolim schoss das 1:0 für das Dream-Team, nachdem zuvor Wächter noch großartig einen Fallrückzieher von Koller gehalten hatte. Für das 1:1 zeichnete Mladen Petric verantwortlich. Koller traf zum 1:2, Wildcard-Spieler Norman Lessmann glich aus. Noch einmal Lukas Jarolim und auch noch einmal Mladen Petric, der immer noch schlitzohrig über den Platz läuft und Torchancen erahnt, sorgten für das 3:3 zur Halbzeit.
Der HSV hatte mit Stefan Wächter (Claus Reitmaier), Guy Demel, David Rozehnal, Tomas Ujfalusi, Thimothee Atouba, Mehdi Mahdavikia, Stefan „Paule“ Beinlich, Thorsten Fink, Thomas Doll, Mladen Petric und Norman Lessmann begonnen.

 

Im zweiten Durchgang kam dann folgende HSV-Mannschaft zum Zuge: Reitmaier (Drobny),Demel (Martin Groth), Milan Fukal, Bastian Reinhardt, Atouba (Dennis Aogo), David Jarolim, Rodolfo Cardoso, Marcel Meyer (mit Wildcard), Lessmann, Sergej Barbarez und Vahid Hashemian. Interessant: Martin Groth sollte eigentlich gar nicht spielen, war ohne Fußball-Klamotten nach Hamburg gekommen, aber plötzlich durfte er dabei sein. Weil doch einige angekündigte Spieler nicht gekommen waren.

 

Für die erst- und einmalige HSV-Führung in diesem Spiel sorgte Wildcard-Spieler Marcel Meyer, der das 4:3 markierte. Koller, Poborsky, Kuka und Wildcard-Spieler Stefan Kück schossen dann die Tore für den Sieger, für den HSV verkürzte David Jarolim nur noch per Elfmeter, den Ujfalusi an ihm verschuldet hatte – das war ja wohl auch Pflicht. 5:7 hieß es am Ende, aber diese HSV-Niederlage tat ausnahmsweise einmal nicht weh.
Als Trainer fungierten an diesem Tag übrigens Bruno Labbadia, Ralf Zumdick, Klaus Augenthaler und Vater Karel Jarolim. Im Dream-Team standen so bekannte Stars wie Koller, Poborsky, Kuka, Nikl, Smicer und Tyce.

 

Und während es nach diesem Spiel noch an der Alster weitergeht und ging, geht es für einige HSV-Spieler nun auch offiziell nicht mehr weiter. Rafael van der Vaart, Marcell Jansen, Ivo Ilicevic und Gojko Kacar erhielten nun vom HSV die Mitteilung, dass der Club künftig ohne sie plane. Dietmar Beiersdorfer: „Sie haben es sportlich aufgenommen, und alle haben ihre persönlichen Belange hintenangestellt – denn alle wollen, dass der HSV nicht absteigt. Dafür werden sie noch bis zuletzt alles geben.“

Toi, toi, toi.

 

PS: Morgen, am Sonntag, sitzt nach “Scholle” ein weiterer Mann von “Matz ab” beim Doppelpass vom Sport1: Lars Pegelow gibt sich die Ehre. Alles Gute, mein Lars!

 

PPS: Heute gibt es keine Matz-Ab-Live-Sendung.

17.16 Uhr

Entwarnung bei Lasogga – dafür fällt Jansen aus

11. März 2015

Dann also doch nur eine Vorsichtsmaßnahme. Zum Glück. Pierre Michel Lasogga konnte heute schon wieder individuell mit Rehatrainer Markus Günther trainieren. Ohne abzubrechen. Schon morgen oder spätestens am Freitag soll der bullige Angreifer wieder auf dem Platz voll mittrainieren können und am Sonnabend in Hoffenheim im Kader stehen. Da definitiv noch nicht dabei sein wird Marcell Jansen, der seinen Muskelfaserriss noch nicht ausreichend auskuriert hat, wie Röntgenaufnahmen heute bestätigten. Eine bittere Nachricht für den Linksfuß, der vor seiner Verletzung in guter Verfassung war und sich für einen neuen Vertrag empfehlen will. Noch bitterer für das HSV-Urgestein: Seine Verletzungsanfälligkeit, so oft sie auch in Sportunfällen begründet ist, dürfte eher gegenteiliges bewirken.

Für Abendblatt-Blogs


Ebenfalls auszufallen drohte Rafael van der Vaart, der seine Grippe aber heute schon auskuriert hatte, bzw. sie an Maxi Beister weitergereicht hatte. Denn der Hoffnungsträger so vieler HSV-Fans lag heute flach. Ob Beister ausfällt, ist offen. Ich drücke ihm von hier aus auf jeden Fall beide Daumen, dass er endlich wieder hundertprozentig fit und den HSV-Angriff somit schnellstmöglich bereichern wird. Die Mannschaft braucht ihn. Ebenso wie einen gesunden Pierre Michel Lasogga, der im Hinspiel gegen die TSG den Treffer beim 1:1 erzielen konnte.

Damals ebenfalls dabei war Lewis Holtby, der wieder mit der Mannschaft trainiert und auf sein Comeback drängt. Auch heute war er wieder dabei und agierte sogar zweitweise im A-Team. Nicht unbedingt, weil er sich aufdrängen konnte. Dafür aber, weil es an Alternativen mangelt. Beister fehlt krank, Jansens und Müller (fünfte Gelbe) fallen aus. Bleiben für die Außen noch Green und Ilicevic, sowie der zuletzt gute Mohamed Gouaida auf den Außenbahnen, während zentral Zoltan Stieber – wer hätte das in der Hinrunde gedacht – als gesetzt gilt. Da scheint nicht mal mehr ausgeschlossen, dass Holtby gegen Hoffenheim sein Comebck feiert – wenn auch zunächst nur von der Bank aus.

 

Gestern jedenfalls absolvierte der Linksfuß – wie eigentlich immer – nach Trainingsende noch eine kleine Sondereinheit. Zusammen mit Brunst im Tor und Zoltan Stieber als Passgeber übte der Linksfuß den Torabschluss. Und das war wirklich imposant. Brunst chippte den Ball auf Steiber und Holtby im Wechsel, die die Kugel entweder direkt oder nach einmal hochhalten für den anderen auflegten.

Steht kurz vor seiner Rückkehr in den Kader: Lewis Holtby

Steht kurz vor seiner Rückkehr in den Kader: Lewis Holtby

Und ich habe mitgezählt: Von 19 Versuchen aus mehr als  20 Metern konnten die beiden dank ihrer überragenden Schusstechnik elf Treffer per Direktabnahme erzielen. Eine starke Quote. Insofern ist Holtby – bei Stieber ist das inzwischen bekannt – in Sachen Torschuss schon mal wieder auf der Höhe. Und ich bin gespannt, ob Zinnbauer das Wagnis eingeht, Holtby mitzunehmen.

Apropos Zinnbauer: Heute hat Thomas Doll in der „SportBild“ eine für mich ebenso wenig überraschende wie richtige Kritik am HSV geäußert. Den Kollegen sagte er im Interview: „Das Problem ist, dass seit Jahren nach jedem Trainerwechsel dieselben Spieler die gleichen Sprüche machen. Dann sagen sie: ‚Der neue Trainer spricht mit uns, wir trainieren mehr, stehen kompakter, arbeiten jetzt als Team.’ Drei Wochen später bringen sie wieder keine Leistung. Während die Trainer fliegen, sind diese Spieler noch immer da: Der HSV muss ausmisten. Der HSV muss sich dazu bekennen, dass er hinteres Mittelmaß ist. Da muss der Club wieder anfangen und kleine Brötchen backen. Da darf keiner Europa im Hinterkopf haben.“

Alles richtig. Und ich glaube, diese Gedanken sind gerade im Doppelpass mit der von meinem Kollegen Alexander Laux heute sehr anschaulich dargestellten düsteren Finanzsituation auch den Verantwortlich längst nicht mehr fremd. Zumindest erklärt das HSV-Direktor Bernhard Peters im Abendblatt-Interview, das morgen erscheinen wird: „Wir sind natürlich noch lange nicht da, wo wir mal hinwollen“, so Peters auf die Frage, wie er zum aktuell eher rustikalen denn technisch hochwertigen Fußball steht.


Bernhard Peters gilt als Trainerausbilder - auch für HSV-Coach Zinnbauer (l.)

Bernhard Peters gilt als Trainerausbilder – auch für HSV-Coach Zinnbauer (l.)

„Momentan sind wir in einer Situation, wo der Zweck die Mittel heiligt. Das ist aber auch völlig normal. Wir wollen beim HSV langfristig etwas aufbauen – und momentan sind wir eben ganz am Anfang dieser Entwicklung. Wir wollen eine HSV-Identität mit einer klaren Orientierung schaffen. Unser Ziel muss es sein, dass man eine HSV-Handschrift auf und neben dem Platz erkennt.“ In dem Interview erklärt Peters eindrucksvoll, was der HSV von Hoffenheim aber auch von Mainz und beispielsweise Freiburg lernen kann, welche nachvollziehbare Parallele Zinnbauer mit Pep Guardiola hat und wie sich der HSV seinem Entwicklungsziel nähern will. Ein definitiv lesenswertes Interview meines Kollegen Kai Schiller!

Dass Rafael van der Vaart den gesamten von Peters beschriebenen Weg mitgehen wird ist nahezu ausgeschlossen. Als Aktiver allemal. Denn wie ich gehört habe, ist auch die vorzeitige Abgabe von Rafael van der Vaart längst nicht mehr ausgeschlossen. Obwohl der Direktor Sport, Peter Knäbel, eine vorzeitige Abgabe gerade erst ausschloss, soll überlegt werden, ob man den Niederländer, der beim HSV nicht mehr über die Rolle des Reservisten hinauszukommen scheint, in der Länderspielpause an Sporting Kansas City abgibt und so neben einer kleinen Ablöse, die man kassieren würde, noch ein wenig Gehalt spart. Es wäre ein trauriges Ende eines großen HSVers mit enormen Verdiensten rund um diesen Verein – aber es wäre mit Sicherheit nicht die schlechteste Entscheidung. Für beide Seiten.

Und nur um das noch mal den wenigen klarzumachen, was ich gestern meinte, als ich den rustikalen Fußball als beste Lösung beschrieb: Es geht mir nicht darum, der Mannschaft das Potenzial für einen geordneten Spielaufbau und ansehnlichen Fußball abzusprechen, ganz sicher nicht. Ich glaube, dass dieses Potenzial da ist. Ich bin mir aber sicher, dass der HSV nicht die Zeit hat, das auszuprobieren. Dafür fehlt der gesicherte Klassenerhalt. Deshalb schrieb ich auch, dass dieser Fußball sicher nicht der Anspruch des HSV generell sein darf – er es aber im Moment sein muss. Soll heißen: Jetzt mit simpelsten Mitteln den Klassenerhalt sichern, und dann wieder Fußball probieren, wie ihn der FC Schalke gestern unter anderen mit den überragenden Meyer, Huntelaar und Fuchs spielte. Insbesondere der Erstgenannte war für mich so stark, dass Schalke schon sehr bald sehr großes Werben um ihn „befürchten“ muss…

 

In diesem Sinne, morgen melde ich mich nach dem Nachmittagstraining um 15.30 Uhr wieder.

 

 

Scholle

 

P.S.: Mit Lasogga trainierten heute auch Dennis Diekmeier und Johan Djourou vorsichtshalber individuell mit Lasogga und Rehatrainer Markus Günther. Alle drei sollen morgen oder spätestens Freitag wieder einsteigen können.

Wohin mit van der Vaart?

26. November 2014

Klarer Fall: Das war ein Punktsieg für die Jungs aus der U 23 heute beim Training. Es war, da sind sich alle Trainingszuschauer einig gewesen, der erste echte eisige Tag in diesem Herbst. Morgens mussten die Besucher eine dreiviertel Stunde ausharren, ehe das kurze Training draußen auf dem Platz begonnen hat. Nachmittags dann bat Joe Zinnbauer etwa 90 Minuten zum Tanz mit dem Ball. Und bei der abschließenden Spielform schließlich zeigte es sich endgültig – drei U-23-Spieler trainierten nur mit kurzer Hose (Ronny Marcos, Ashton Götz und Mohamed Gouaida), aber nur zwei Profis (Dennis Diekmeier und Lewis Holtby).

Abgesehen von diesem hochbrisanten Umstand scheint Joe Zinnbauer das Training sehr gut gefallen zu haben. Zum Abschluss klatschte er zufrieden in die Runden und schmetterte den Kickers ein „Gutes Training heute!“ entgegen. Das sollte dann das richtige Signal sein fürs schwere Auswärtsspiel am Sonnabend beim FC Augsburg, auf das es aufstellungstechnisch heute noch keine Rückschlüsse gab. Bleibt Gouaida im Team? Bleibt van der Vaart vor der Abwehr? Antworten, wenn sie es denn überhaupt geben wird vor dem Anpfiff in drei Tagen, gab es heute ganz sicher nicht.

Rafael van der Vaart ist der teuerste Spieler des HSV. Er verdient am meisten. Er ist der Kapitän. Und: Er spaltet die Fan-Gemeinde. Die einen sehen in ihm immer noch das Potential und die spielerischen Fähigkeiten von einst, die aktuell allerdings nur sporadisch aufblitzen, andere vermuten in dem 31 Jahre alten Niederländer ein Auslaufmodell. Ich muss bei van der Vaarts Entwicklung zurück denken an eine andere Rückholaktion, die damals für viel Begeisterung gesorgt, im Endeffekt aber nicht die gewünschte Wirkung hatte.


Im Juli 2001 hat der HSV einen bis dahin in dieser Größenordnung nicht gekannten Transfer getätigt. Für 10 Millionen Mark kam Jörg Albertz von den Glasgow Rangers nach Hamburg zurück. Der damalige Sportchef Holger Hieronymus wusste, dass er für „Ali“ wohl ein paar Groschen zu viel überwiesen hat. Denn Albertz, dieser gewaltige Linksfuß, der damals 30 Jahre alt war, hatte seine beste Zeit hinter sich. Von 1996 bis 2001 kickte er in Schottland. Drei Mal stand der gebürtige Mönchengladbacher für die deutsche Nationalmannschaft auf dem Rasen.

Trotz der Zweifel: Ein neuer Leader musste her. Der HSV, unter Frank Pagesldorf in der Saison zuvor glorreich in die Champions League eingezogen, war schneller auf dem Boden angekommen als geahnt. Nach dem 4:4 gegen Juventus kam nicht mehr viel. Das Team schied im UEFA-Pokal gegen den AS Rom aus und war chancenlos. Außerdem langte es in der Bundesliga nur zu Rang 13. Jörg Albertz wurde kurzerhand zum Hoffnungsträger. Mit viel Jubel und unter großem Brimborium am Hamburger Flughafen begrüßt, war er der Heilsbringer.

Die ersten Eindrücke im Training waren respektabel. Coach Pagelsdorf setzte im Trainingslager im österreichischen Leogang Torschuss-Training an. Eine Übung, wie gemalt für Albertz. Der Ball wurde kurz abgelegt – und dann Feuer frei. Keeper Martin Pieckenhagen flogen die Bälle um die Ohren. War er mal dran, brannten die Fäuste. An Schussgewalt hatte Albertz schon mal nichts eingebüßt.

Dann das erste Heimspiel im Stadion. Gegner war der VfB Stuttgart. Die Partie endete 2:0. Matchwinner: Der Rückkehrer aus Glasgow. Ein Tor geschossen, eins vorbereitet. Großer Jubel um Albertz, Holger Hieronymus hatte alles richtig gemacht.

Wie wir inzwischen wissen, hielt die Initialzündung Albertz am Ende nicht, was sich viele versprochen hatten. Der Schachzug, mit einer Schlüsselfigur den ganzen Laden nach vorn zu bringen, ging nicht auf. Mitten in der Saison wurde Trainer Pagelsdorf entlassen, wenige Monate später folgte Sportchef Hieronymus. Albertz selbst brachte es in den zwei Saisons auf 28 Bundesligaspiele und sechs Tore, er wurde später von Pagelsdorf-Nachfolger Kurt Jara aussortiert.

Parallelen zum Jahr 2012 und der Rückholaktion von Rafael van der Vaart sind unverkennbar. Vor gut zwei Jahren mangelte es nicht an mahnenden Stimmen, die auch an Albertz erinnerten. Aber van der Vaart war ein HSV-Held zwischen 2005 und 2008. Dann ging er in die große Fußball-Welt, wurde spanischer Supercupsieger mit Real Madrid und erzielte in zwei Saisons bei Tottenham Hotspur 24 Tore. In Südafrika war Rafael van der Vaart Vize-Weltmeister geworden. Sein Marktwert kletterte zwischenzeitlich auf 26 Millionen Euro. Und weil der HSV vor gut zwei Jahren mal wieder mächtig unter Druck war, starteten die Verantwortlichen – am Ende mit Erfolg – den Rückkauf des „kleinen Engels“.

14,5 Millionen Euro flossen in die englische Hauptstadt. Klaus-Michael Kühne gewährte dem Verein ein Darlehen von 13 Millionen, ansonsten wäre der Transfer nicht zu wuppen gewesen. Als van der Vaart nach tagelangem Transfer-Gerangel vor der Buseinfahrt der HSV-Arena vorgefahren wurde, brandete auch hier Riesen-Jubel auf. „Van-der-Vaart“-Sprechchöre mitten in der Woche an einem stinknormalen Arbeitstag. Der Held von einst sollte dem Dino, zuvor auf Platz 15 gestrandet, reanimieren. Warnungen, der Club könnte sich an den Rückzahlungen des Kredits an Kühne überheben, wurden zur Kenntnis genommen, aber im Abwägen mit den sportlichen Chancen für zweitrangig befunden. Dann sein erstes Heimspiel – es wurde ein berauschendes 3:2 gegen Borussia Dortmund. Man of the match: Rafael van der Vaart mit zwei prächtigen Assists. In dieser Saison sammelte sich der HSV und wurde Siebter. So weit, so gut.

Heute mehren sich die Stimmen, die Rafael van der Vaart möglichst eher sofort als später abschieben würden. Tatsächlich weisen seine persönlichen Daten nach unten. In seiner besten HSV-Saison 2007/08 hatte er noch 22 Scorerpunkte. Nach seiner Rückkehr zunächst 15, dann 16. Aktuell – durch den verwandelten Elfmeter aus dem Leverkusen-Spiel – gerade einen einzigen. Das ganze spielt sich noch auf einem anderen Niveau, auf einem höheren, ab als bei Jörg Albertz. Weil dem damals die Spritzigkeit fehlte, seinen gefürchteten Schuss einzusetzen, blieb nahezu sein komplettes Spiel harmlos. Aber ähnlich ist es bei van der Vaart doch: die Fertigkeiten mit dem Ball sind da, aber er schafft es nicht, sich in entscheidenden Positionen auf dem Rasen in vielversprechende Abschlussaktionen zu bringen. Seine 33 Torschussbeteiligungen in sieben Partien dieser Spielzeit gingen überwiegend auf das Konto von geschlagenen Ecken oder Freistößen – also ruhenden Bällen. Aus dem Spiel heraus kommt, so scheint es, immer weniger.

Und doch hat van der Vaart – und das ist der Ansatz für diese Worte – am Sonntag sein persönlich bestes Spiel gemacht in dieser Saison. Und zwar auf ungewohnter Position als Ballverteiler vor der Abwehr. Ein klassischer Abräumer auf der sechs wie Valon Behrami wird van der Vaart dabei ganz sicher nicht werden. Doch: je weiter van der Vaart auf dem Spielfeld nach hinten geht, desto mehr Räume hat er, die er ganz eindeutig braucht, um kluge Pässe zu spielen. Van der Vaarts große Stärke war es nur zum Teil, mit blitzgescheiten Zuspielen im Strafraum des Gegners für Gefahr zu sorgen. Der tödliche Pass war nie sein ganz großes Markenzeichen. Das war eher seine Torgefahr und seine bestechende Ballsicherheit. Und gerade dies hat Zinnbauer gegen einen extrem defensiv ausgerichteten Gegner wie Werder Bremen zu nutzen versucht. Das besonders gegen tief stehende Mannschaften geforderte ruhige Verteilen auf die Flügel oder zu den offensiveren Mittelfeldspielern – diese Aufgabe ist van der Vaart zumindest für dieses eine Spiel gut gelungen.

Wie oft haben wir in den vergangenen Monaten Spiele erlebt, wo der HSV sich an tief stehenden Gegnern die Zähne ausbiss? Wo den Profis nichts einfiel außer Ballgeschiebe und sich ihre Unsicherheit langsam aufs Publikum übertrug und am Ende ein Grottenkick herauskam. Mit der Variante wie gegen Bremen hat Joe Zinnbauer zumindest für solche Partien einen Lösungsansatz gefunden. Eine Variante für Augsburg wäre es auch allemal, zumal der FCA keine Mannschaft ist, die auf hohen Ballbesitz aus ist und den HSV um dessen Strafraum einschnüren wollte.

Was heißt das nun aber für die Zukunft von van der Vaart in Hamburg? Sein Vertrag läuft aus, das ist klar. Er selbst hat sich unlängst in einem Interview in den Niederlanden zu seinem persönlichen Ziel bekannt, noch einmal in Italien zu spielen. Soweit deutet also alles auf Abschied hin. Und ehrlich gesagt fällt es schwer, Szenarien zu entwerfen, in denen der Kapitän unbedingt an der Elbe gehalten werden müsste. Na klar, er müsste auf sie Hälfte seines bisherigen Gehalts verzichten (aktuell etwa 3,5 Millionen Euro jährlich), mehr als ein Einjahresvertrag plus Option käme ohnehin nicht infrage. Und dann müsste er sich auf einer Position, und da sehe ich allenfalls die Werder-Position, als Leistungsträger erweisen, der von keinem Arslan oder Demirbay ersetzt werden könnte. Im Moment ist der Star des Teams weit entfernt davon, auch nur entsprechende Gedanken bei den HSV-Verantwortlichen aufkommen zu lassen. Aber diese Saison ist noch lang, und mangelt es an Alternativ-Angeboten und stabilisiert sich die Mannschaft, könnte es zu früh sein, van der Vaart abzuschreiben.

Generell ist in der Führungsetage des HSV natürlich klar: Im kommenden Sommer kommt der große Schnitt. Es war schon Tenor des ablaufenden Jahres, dass mit den aktuellen Leistungsträgern kein Neuanfang gestartet werden kann. Das betrifft insbesondere jahrelange Kern-Figuren wie Marcell Jansen, Heiko Westermann und eben van der Vaart. Vor allem van der Vaart steht für eine recht lange zurückliegende, erfolgreiche HSV-Zeit. Ich meine nicht die beiden Europapokal-Halbfinals, die Marcell Jansen miterlebt hat. Sondern die Champions-League-Zeit unter Trainer Thomas Doll, in der der HSV den besten, attraktivsten und erfolgreichsten Fußball der vergangenen 25 Jahre gespielt hat. Da hatte van der Vaart bessere Mitspieler, ohne Frage, aber er war auch selbst besser.

Nun hat er es selbst in der Hand, nach umjubelter Begrüßung 2012 auch ein würdiges Ende zu erspielen. Den Bonus des teuersten Spielers der Vereins-Geschichte besitzt er nicht mehr. Aber ein großer Fußballer ist er so oder so, der mit den beiden teuersten Spieler der Geschichte, Ronaldo und Gareth Bale, zusammen gespielt hat. Vielleicht sehen wir sein Können ja noch mal öfter aufblitzen als in den vergangenen Monaten.

Zum Abschluss möchte ich jetzt schon einmal auf eine spannende Reportage im NDR-Fernsehen hinweisen. Am kommenden Sonntag um 23.35 Uhr läuft im Dritten ein Film mit dem Titel „Flucht aus der Kurve“. Inka Blumensaat beschäftigt sich mit ausgestiegenen Fußball-Fans – was den HSV angeht also denjenigen, die nach der Ausgliederung der Profi-Fußballer in eine AG dem Verein den Rücken gekehrt haben und mit anderen Projekten, zum Beispiel dem HFC Falke, etwas Neues wagen. Auch andere Vereine und Fans werden begleitet – sehr spannend und bestimmt sehenswert.

Morgen trainieren die Profis wieder einmal, um 15 Uhr.

Lars
18.42 Uhr

Jansen trifft zweimal für das A-Team!

8. November 2014

„Wir gewinnen! 2:0 für’n HSV, logisch. Ja ist doch logisch. Wer gegen Bayern 0:0 spielt, gegen Dortmund 1:0 gewinnt und gegen Leverkusen auch, der gewinnt doch auch in Wolfsburg. Vor Wolfsburg müssen wir nun wirklich keine Angst haben.“ Sagt wer? Das sagte mir heute vor dem Abschlusstraining im Volkspark „Helm-Peter“. Der Mann („Tschuldigung, da muss ich kurz mal dazwischen grätschen“) mit dem Bart. Und mit dem Fahrrad. Peter war einer von ganz wenigen Kiebitzen, die an diesem wunderbar sonnigen Tag den Weg zum HSV gefunden hatten. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde trainiert, aber ein bisschen sehen kann man ja immer. Und festgestellt wurde schnell, dass Tolgay Arslan nicht mit von der Partie ist. Der „Pferdekuss“, den er sich im Training eingefangen hat, ließ heute kein Training zu – und morgen auch keinen Einsatz in Wolfsburg.

 

Die Sendung beginnt um 17:30 Uhr.

 

Ebenfalls fehlen wird an diesem Sonntag der ehemalige Wolfsburger Petr Jiracek, der an einer Fußprellung leidet und heute nur mit Reha-Coach Markus Günther durch den Volkspark lief. Ansonsten alles an Bord (natürlich bis auf Rene Adler und Maximilian Beister). Also auch Valon Behrami, der das gesamte Programm ohne Einschränkung absolvieren konnte.
Es wurde heute leicht und locker trainiert, nach der Aufwärmphase wurden Spielzüge über die Außen-Positionen geübt, in der Mitte wurde die jeweilige Spitze angespielt, der Ball dann nach außen weitergeleitet, Flanke – Tor. So sollte es jedenfalls im Normalfall aussehen, sah es natürlich nicht immer. Ist ja klar.

 

Nach dieser Übung ging es auf jenen Platz, der schlecht einsehbar ist – da spielte dann die A-Elf gegen das B-Team. Dieses Match ging über zwei Halbzeiten und dauerte 20 Minuten, die Stamm-Formation gewann durch zwei Treffer von Marcell Jansen 2:0. Und nach dem Spielchen applaudierte Trainer Joe Zinnbauer seinen Mannen und sparte auch nicht mit Lob: „Das war gut, Jungs, das war gut, das sah gut aus.“ Hoffentlich ernten die HSV-Profis auch morgen so viel Beifall. Apropos: Den erntete heute Artjoms Rudnevs bei der ersten Übung, als er eine Flanke knallhart und technisch super verwandelte. Da klatschten und lobten viele Mitspieler den Letten. Beifall gab es dazu auch für Pierre-Michel Lasogga, der auch einige Male sehr schön verwandelte.

 

Um Rudnevs gab es später noch einige Sorgen, denn der Lette war von Johan Djourou gefoult und zu Boden befördert worden. „Rudi“ humpelte danach einige Sekunden länger, hielt dann aber bis zum Schluss tapfer durch – um dann doch mit einem leicht schmerzverzerrtem Gesicht in die Kabine zu humpeln. Mal sehen, wie sich diese Verletzung noch am Abend „entwickelt“; kommen die Muskeln zur Ruhe (und werden kälter), könnte das durchaus noch richtig schmerzhaft werden. Das sah wie bei einem „Pferdekuss“ aus.

 

Kurz noch einmal zu Rudnevs. Beim „Matz-ab“-Treffen vor einer Woche wurden wir ja (u. a.) gefragt, warum der gute „Rudi“ zuletzt zweimal nicht mal auf der Bank saß, also keine Berücksichtigung bei Trainer Joe Zinnbauer fand. Es soll so sein, dass Artjoms Rudnevs einfach nur schlechter als die Kollegen trainiert hat, dass er im Training große Abschlussschwächen offenbart hat, und dass er die Laufwege der Mannschaft noch nicht so „kapiert“ hat, wie die anderen Mitspieler. So langsam soll es „kommen“, heute allerdings war davon nicht allzu viel zu erkennen. Ich habe, das muss ich mal sagen, Rudnevs schon besser und effektiver gesehen und erlebt. Er könnte es sicher noch besser, als er es derzeit anbietet. Aber vielleicht wird es ja demnächst noch etwas – wo er doch so von seinen Fans über den Rasen getragen wird. Das muss doch mal auf fruchtbaren Boden fallen, diese Fan-Liebe.

 

Zum Abschluss des heutigen Trainings gab es dann „Feuer frei“. Es wurde nach Herzenslust geschossen, wer immer wollte, der durfte, und die drei Torhüter (Jaroslav Drobny, Alexander Brunst und Kevin Otremba) flogen nach allen Regeln der Torwart-Kunst, weil ihnen mitunter auch gleich zwei oder sogar drei Bälle um die Ohren sausten. Das sollte Spaß machen, und es machte allen offenbar viel Spaß. Da hatte jeder einmal oder auch mehrfach das Gefühl, es ja doch noch zu können. Wäre für morgen ja gar nicht so unwichtig, mal das eine oder andere Törchen zu erzielen. Bei bislang erst vier HSV-Buden . . .

 

Apropos vier Buden. So etwas wird es wohl nie wieder geben: Der HSV spielte am 3. März 2000 in Wolfsburg und „schaffte“ nach einem 4:1-Vorsprung nur ein 4:4. Das allein ist schon denkwürdig, aber dass es im selben Jahr, und zwar am 23. September, beim erneuten Aufeinandertreffen in der Autostadt erneut ein 4:4 gab, das ist für mich immer noch sensationell. Wie oft gibt es in der Bundesliga ein 4:4? Und dann gelingt dieses Resultat zweimal hintereinander. Das ist wie ein Sechser im Lotto. Und was würden die HSV-Fans dafür geben, wenn heutzutage mal wieder vier Tore für ihre Mannschaft fallen würden!

 

Nur mal so zur Erinnerung, weil es so schön war. Das erste 4:4 erreichte für den HSV folgende Spieler: Butt, Hoogma, Hertzsch, Panadic, Hollerbach, Kovac, Fischer, Cardoso (Ernst), Mahdavikia, Yeboah (Hashemian), Präger (Dembinski). Die Tore schossen Mahdavikia (zwei) und Cardoso (zwei). Das zweite 4:4 „erspielten“ folgende Herren: Butt, Fukal, Hoogma, Hertzsch, Hollerbach, Töfting (Sandmann), Kovac, Cardoso (Ketelaer), Mahdavikia, Barbarez, Präger (Kientz). Die HSV-Tore markierten Mahdavikia, Fukal, Cardoso und Präger, der heute ja wieder ein „Wolf“ ist. Trainer der ganzen Geschichte war Frank Pagelsdorf, der offenbar Gefallen an diesem Ergebnis hatte, denn zwischendurch gab es ja noch ein 4:4 – das legendäre gegen Juventus Turin (13. September).
Wie schön, ich muss es noch einmal sagen, wären mal wieder vier HSV-„Dinger“. Und wenn es morgen ein 4:4 geben sollte – auch damit könnte ich (jetzt noch) wunderbar leben.

 

Im Moment aber ist ja Tor-Armut angesagt. Was dann ja auch zu verkraften wäre, wenn es denn – wie in Dortmund und gegen Leverkusen – einen 1:0-Sieg geben würde. Oder auf jeden Fall keine Niederlage. Ich bin gespannt, wie sich die Mannschaft kämpferisch aus der Affäre ziehen wird. Ob sie sich wieder zu reinhängt, wie zuletzt gegen die Werks-Elf aus Leverkusen, oder ob sie „halblang“ macht – wie gegen die jetzt schwer kriselnden Berliner? Ich habe immer noch eine Aussage von
Rafael van der Vaart im Ohr, der nach dem Sieg gegen Bayer bei „Sky“ gesagt hat: „Es war nicht nur für mich persönlich eine Befreiung, sondern auch für die ganze Mannschaft. So zu kämpfen, war schon geil. Für uns war es wichtig, zu zeigen, dass wir hier die Chefs sind.“ In Wolfsburg sind sie morgen ganz sicher nicht die Chefs, aber kämpfen darf man auch als nur „kleiner Angestellter“. Denn sie alle, die „kleinen Angestellten“ haben eines gezeigt: das sie es können! Also, macht’s noch einmal, Jungs!

 

Der HSV wird morgen mit jener Formation antreten, die auch zuletzt gegen Leverkusen begann – und das ist ja auch etwas Besonderes. Zweimal in Folge mit demselben Team, das gab es lange nicht (wenn ich richtig erinnere) – und zwei Siege hintereinander erst recht nicht. Morgen würde sich mal wieder die Chance dazu bieten – also fangt damit an!

 

Von Erfolg zu Erfolg eilen derweil die Regionalliga-Spieler des HSV, die ihr schweres Auswärtsspiel am Freitag in Havelse mit 2:1 gewannen. Es ist ein unglaublicher Lauf, den diese Talente da hinlegen, 16 Spiele, 14 Siege, zwei Unentschieden zu Hause, 52:11 Tore, 44 Punkte! Sensationell! Die Tore an diesem Freitag schossen Matti Steinmann und Ahmet Arslan. Super, super, großartig – weiter so! Und herzliche Glückwünsche!

 

So, ich komme zum Quiz. Es ging um die hervorragenden Illustrierten unseres Kollegen Oliver Wurm, der mit jedem deutschen WM-Helden sprach und es zu Papier gebracht hat. „Olli“ wird dafür wahrscheinlich einen Preis gewinnen, er ist für eine größere Auszeichnung nominiert. Völlig berechtigt, ganz nebenbei. Diese drei Hefte sind wahrscheinlich schon bei ihren Gewinnern. Und da ich die Postkarten in der Redaktion gelassen habe, es heute aber aufklären will, versuche ich mich zu erinnern, wohin diese Illustrierten gingen: Einmal nach Hamburg, zu Herrn Joppe. Dann nach Hille (wo immer es auch liegt) zu Herrn, und den weiß ich nun wirklich nicht mehr genau, ich tippe auf Herrn Fendel. Wir aber auf jeden Fall noch nachgereicht, damit mir kein Schmu unterstellt wird. Und der dritte Gewinner ist Carsten Hahn aus Windbergen (weiß ich auch nicht, wo das liegt). Alle drei Gewinner sind mir nicht persönlich bekannt, aber diese drei Herren haben eines gemeinsam: Sie sind die einzigen Teilnehmer an diesem Quiz, die alle zwölf Namen richtig haben.

 

Zu erraten waren: Paul Scharner, Manfred Kaltz, Harry Bähre, Holger Hieronymus, Thomas Doll, Hermann Rieger, Uwe Seeler, Lotto King Karl, Sven Neuhaus, Horst Schnoor, Klaus Neisner und Hans-Jürgen „Dittschi“ Ripp.

 
Eine Sache muss ich in diesem Zusammenhang noch erwähnen. Es gab eine Mail, auf der auch einige richtige Namen standen – und ich finde, dieses „Werk“ sollte dann auch ruhig mal Erwähnung finden, auch wenn es nicht ganz richtig ist – aber immerhin zum Schmunzeln. Allerdings, das vergaß der Absender wohl, ohne Adresse. Also wenn er gewonnen hätte, dann hätte ihn dieses WM-Heft wohl kaum erreicht. Hier nun der Text dazu:
 

sorry, der nachfolgende text passtnicht auf eine postkarte…

Ein Gewinnspiel, ein Gewinnspiel:
Ich KALTZ im Kopf nicht aus.
Was BÄHRE „Matz ab” ohne ein Gewinnspiel.
Hoffentlich gewinnt nicht ein SCHARNERtan,
sondern ein Teilnehmer, der von Zero to “HIERO” aufsteigt.
Das wäre DOLL.
Es gibt ja mehrere Gewinner, aber die entscheidende Frage lautet:
Wer wird erster RIEGER beim Promi-Quiz…?
Es heißt zwar “Geben ist SEELER denn nehmen”,
aber Preise abstauben ist letztlich wie im “LODDO” zu gewinnen.
Davon kann man sich dann ein NEUHAUS bauen
oder aber die kleinen Wünsche des Alltags erfüllen.
Das ist wie beim Durchtrennen der Nabel-SCHNOOR –
ein echtes Glücksgefühl.
Man ist zudem beliebt wie die größten STARS,
die ja auch immer diese tollen “FUMMEL” tragen.

Mit sportlichen Grüßen
WORTSPIELER

 

So, am morgigen Sonntag gibt es nach dem Spiel wie immer die immer beliebter werdende (ich muss es einfach mal wieder loswerden) HSV-Talk-Runde „Matz ab live“, diesmal mit den Gästen Stefan Schnoor und Alexander Laas sowie eventuell einem Überraschungs-Gast. „Scholle“ und ich, wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr wieder mit von der Partie sein würdet.

 
Dann komme ich – sehr gerne übrigens – noch einmal auf das „Matz-ab“-Treffen vor einer Woche im „Anno 1887“ in Norderstedt zurück. Weil ich im Nachhinein gedacht habe, dass ich unseren „Mitstreiter“ Lars Pegelow zu wenig erwähnt habe – für einige „Neulinge“ auch nicht vorgestellt hatte. Sorry, mein Lars, das war ein Fauxpas der selten-blöden Art, ich entschuldige mich dafür. Du bist, das möchte ich sehr gerne hier erwähnen, eine sehr wertvolle Verstärkung für das „Matz-ab“-Team, Deine Texte sind immer sehr schön zu lesen und reichlich gefüllt mit Inhalt. Vielen Dank dafür. „Scholle“ hatte ich an diesem Abend gelobt, den Lars leider nicht, und deshalb hatte ich in dieser Woche doch reichlich Gewissensbisse.

Auch gegenüber unsere jungen „Mutter der Kompanie“, Eva/Hope. Sie fehlte an diesem Abend, hatte ihn aber vorher super organisiert, dafür auch an dieser Stelle und ganz offiziell herzlichen Dank für Deine großartige Hilfe, liebe Eva/Hope. Du bist in diesem Blog unersetzlich – und einfach nur toll!

 

PS: Zum „Matz-ab“-Treffen habe ich etliche Dankesschreiben (auch Fotos! Danke dafür, HSV-Lünen!) und –Anrufe erhalten, vielen dank dafür. Eine Zuschrift möchte ich schnell noch öffentlich machen, ich hoffe, dass ich das auch darf – aber sie hat mir deshalb so gut gefallen, weil sie das Niveau und die Stimmung an diesem Abend so gut widerspiegelt:

„Hallo Manfred,

kennen H. Matz und Herr Scholz eigentlich schon das schönste Garagentor in Nordrhein-Westfalen? Diese Bilder sind wirklich Klasse.
Morgen Abend schaue ich mir HSVII in Havelse an, von meiner Arbeitsstelle in Hannover ist dies nur ein Katzensprung entfernt. Am Sonntag bin ich mit Alnipe, Thomas Kerfin und Flashzbax in Wolfsburg.
Dank H. Matz kennen auch wir uns. Dadurch sind inzwischen schon richtige Freundschaften entstanden. Auch die “Nicht Plusser und Nicht Realos” sind HSVer. Deshalb halte ich Kontakte zu allen Fraktionen, u.a. Bob Dylan, Alnipe, usw., denn eines eint uns alle, die Liebe zu unserem HSV.

Gruß R.“

 

So, ich habe fertig. Ich wünsche Euch und Euren Lieben ein wunderschönes Wochenende, und dem HSV (damit uns allen) einen Auswärtssieg in Wolfsburg. Alles Gute!
Dieter

 

17.57 Uhr

Ein legendärer Tag mit den Legenden

7. September 2014

Für Abendblatt-Blogs


„Die Hamburger haben dieses Spiel, das hat uns alle überrascht, sehr verbissen gesehen, zu verbissen gesehen, die sind schon enorm zur Sache gegangen.“ Eine Einschätzung, die man sich als Hanseat einmal ganz genüsslich auf der Zunge zergehen lassen kann. Gesagt hat es heute Michael Ballack, und er sprach natürlich nicht über den HSV, sondern über das „Spiel der Legenden“ vor einem Jahr. Von der Verbissenheit von damals ist alles geblieben, davon konnten sich 25 183 zahlende Zuschauer live überzeugen, und Hundertausende bei der TV-Übertragung von „Sport 1“, denn das Match Deutschland gegen Hamburg stand zur Pause noch 0:0. Dabei hatten sich alle prominenten Kicker vor dem Anpfiff noch ein torreiches Spiel gewünscht. Waren die Trainer der Mannschaften, Jupp Heynckes (für Deutschland) und Helmut Schulte zu genau – und zu gut in ihren Anweisungen? Oder waren die Abwehrspieler zu stark? Es lag wohl eher an den überragenden Torhütern, Für Hamburg hielt Richard Golz überragend, und für Deutschland riskierte Claus Reitmaier mehr als einmal wieder Kopf und Kragen. Schuld an dieser Tor-Armut hatten, ganz klar, die Keeper. Die waren vor ausverkauftem Haus am Millerntor super. Gewonnen hat letztlich die zehnte Auflage des Tages der Legenden das Team Deutschland, das einen 5:3-Sieg schaffte und damit die Bilanz etwas verbessern konnte – Hamburg führt nur noch mit 6:3 Erfolgen. Gewonnen hat auch der von ARD-Moderator Reinhold Beckmann gegründete Verein „Nestwerk e.V.“, denn durch dieses Fußballfest kam in etwa eine Viertelmillion Euro zusammen, die den benachteiligten und sozial ausgegrenzten Hamburger Jugendlichen zugute kommen wird. Es war ein wunderbarer Tag am Millerntor – und es folgt, darauf haben sich alle Beteiligten schon riesig gefreut, noch eine sensationelle Nacht auf dem Kiez und im Schmidts Tivoli.






 

Zum Spiel: Nach dem Seitenwechsel war es zunächst Ballack persönlich, der das erste Tor des Tages erzielte, ein strammer 20-Meter-Flachschuss, unhaltbar für Mathias Hain, der nun im Tor stand (48.). Und dann auch noch gleich das 2:0 hinterher – St. Paulis früherer Spieler Matthias Scherz überlistete Hain mit einem Eigentor (50.). Damit waren die Weichen für einen Sieg? Nein, Hamburg wehrte sich. Und die St.-Pauli-Männer trafen. Martin Driller, Ivan Klasnic und Thomas Meggle drehten mit ihren Toren das Spiel – aber das war nicht das Ende. Carsten Jancker traf zum 3:3, Maurizio Gaudino zum 4:3 für Deutschland, und den Endstand zum 5:3 markierte Arne Friedrich. Zu erwähnen sei noch ein Fast-Kopfballtor von Thomas Doll beim Stande von 3:3, der Trainer von Ferencvaros Budapest scheiterte an Torwart Andreas Reinke und dem Torpfosten.

 

Am Rande machten es sich die Ganz-Alt-Internationalen bei Kaffee und Kuchen gemütlich: Horst Eckel, der Weltmeister von 1954, dazu Uwe Seeler, Bernd Wehmeyer und Max Lorenz. Sowie der Schirmherr der Veranstaltung, Franz Beckenbauer, der vor 50 Jahren am Millerntor sein Debüt in der Profi-Mannschaft des FC Bayern feierte. Wenn ich es richtig erinnere, dann damals als Linksaußen! Beckenbauer: „Eine schöne Erinnerung, wir haben damals 4:0 gewonnen und ich habe dabei mein erstes Pflichtspieltor für die Bayern geschossen. Wenn mir damals jemand gesagt hätte, was ich in meiner Zeit als Profi und auch danach durch diesen wunderbaren Sport alles erleben würde – ich hätte es nie für möglich gehalten.“ Legende, Lichtgestalt und Kaiser eben. Dass er am Millerntor diesmal auf Schritt und Tritt von zwei Bodyguards bewacht wurde, ist die Kehrseite der Medaille. Anders geht es wohl heutzutage nicht. Schade, schade.

 

Franz Beckenbauer war ja auch einst HSV-Spieler, ich habe ihn damals sogar schon interviewen dürfen, einen Termin besorgte mir damals HSV-Busfahrer Willi Meyer, indem er mich an die Hand nahm und zu Beckenbauer schleifte. Hat aber großartig geklappt. Die weiteren HSV-Spieler, die an diesem Tag im Einsatz waren: Nico Hoogma, Manfred Kaltz, Christian Rahn, Bastian Reinhardt, Stefan Schnoor, Stefan Studer (in der Jugend beim HSV), Otto Addo, Stefan Beinlich, Thomas Doll, Sergej Barbarez, Roy Präger, Thomas von Heesen (alle für Hamburg) sowie Markus Babbel, Patrick Owomoyela und Oliver Kreuzer (Sportchef) und Claus Reitmaier (Torwarttrainer).

 

Natürlich gab es mit einigen von ihnen ein freudiges Wiedersehen. Das begann schon bei Sergej Barbarez. Mit ihm sprach ich – natürlich – über seinen HSV und die derzeitig angespannte Lage. Und Barbarez sprach – wie man es von ihm gewohnt ist – Klartext: „Dieser Fehlstart des HSV überrascht mich nicht, denn der Heilsbringer sitzt oben auf der Tribüne, und unten auf dem Rasen spielen die alten Leute. Und die haben es lange genug bewiesen, dass sie es nicht können, ihnen fehlt die Qualität.“ Klingt hart, aber es trifft genau. Und mit Heilsbringer war natürlich Dietmar Beiersdorfer gemeint.

 

In der Zeit, in der ich nun geschrieben habe, hat mein Kollege Axel Leonhard (der große Regisseur – von Matz ab live) die Gespräche, die ich heute am Millerntor führte, schon im HA-Internet veröffentlich. Ich stelle diese Geschichte nun auch hier hinein, es gab ein Wiedersehen mit Nico Hoogma, Richard Golz, Thomas Doll, Thomas von Heesen, Michael Ballack, Stefan Studer, Patrick Owomoyela, Bastian Reinhardt, Hamburg-Trainer Helmut Schulte, mit Initiator Reinhold Beckmann, it St.-Pauli-Trainer Thomas Meggle (ein langjähriger Freund), Schiedsrichter Walter Eschweiler und vielen, vielen mehr. Wenn Ihr die Zeit habt, dann schaut mal in dieses Video hinein.
Wobei ich eine kleine Einschränkung machen muss. Es sind nicht alle ehemaligen Stars zu sehen, die ich eben genannt habe, der Herr Leonhard wollte dieses Video wohl nicht zu doll überfrachten . . .

 

Dann gab es noch einen freundlichen Hinweis auf meine Geschichte von gestern – ich hatte meine HSV-Mannschaft nominiert:

Lieber Dieter.

ich bin bei der neuen Mannschaft schon etwas verwirrt. Wozu haben wir denn Nicolai Müller gekauft, der für das schnelle Umschaltspiel geholt wurde? Außerdem weiß niemand, ob Julian Green überhaupt Fußball spielen kann, nur weil er von Bayern München kommt. Also überlege Deine Mannschaft noch mal.
Mit freundlichen Grüßen, Arne P.

 

Dazu muss ich sagen, dass ich mir diese HSV-Mannschaft, die ich ohne Nicolai Müller aufgestellt habe, schon für das nächste Spiel, als das in Hannover, gewünscht habe und hätte. Müller sehe ich noch nicht so fit, dass er es bis zur Begegnung gegen 96 schaffen wird und kann. Natürlich erwarte ich Müller im HSV-Team, ich habe ihn in Erfurt gesehen, und das war schon mal sehr gut, was dort zu sehen war. Der Mann geht ab wie Schmidts Katze – oder wie eine Rakete. Das macht Spaß, ihm zuzusehen. Und er wird ganz sicher eine Bereicherung für den HSV sein, leider (wohl) noch nicht für das kommende Wochenende. Wobei wir schon wissen, ob ein Julian Green Fußball spielen kann – er kann. Und wer das wirklich noch nicht weiß, der wird sich davon schon bald, hoffentlich am nächsten Sonntag, überzeugen können.

 

Ja, und dann noch ein Hinweis in eigener Sache, denn das Hamburger Abendblatt hat schon seit einigen Tagen mal wieder etwas Neues:

Jeden Montag kann man sich künftig ab 4 Uhr morgens über ikiosk.de oder über die ikiosk App das Sonderheft „HSV KOMPAKT“ herunterladen. Die Ausgabe mit jeweils zwölf Seiten startet jeweils mit den Berichten zum aktuellen Bundesliga-Spiel. Dann folgen die Artikel, die wir unter der Woche über den HSV gemacht haben.

Für treue Leser unseres HSV-Blogs „Matz ab“ gibt es noch einen besonderen Service. In gekürzter Form erscheinen auf einer Doppelseite die Kolumnen unserer Experten Dieter Matz, Marcus Scholz und Lars Pegelow. Jede „HSV KOMPAKT“-Ausgabe schließt mit einer historischen Seite, wo wir Triumphe und Dramen der langen HSV-Geschichte Revue passieren lassen.

„HSV KOMPAKT“ kostet nur 0,89 Cent pro Ausgabe im Einzelverkauf über ikiosk.de oder die ikiosk App (gibt es für iPhone, iPad (iOS) und für Geräte mit Googles Android). Natürlich kann man sich die zwölf Seiten einfach ausdrucken. Während der Winter- und der Sommerpause der Bundesliga erscheint „HSV KOMPAKT“ nicht.

 

PS: Morgen, am Montag, wird beim HSV wieder im Volkspark trainiert, nur die Uhrzeit stand bis jetzt noch nicht fest.

 
18.11 Uhr

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