Archiv für das Tag 'Diekmeier'

1:1 – HSV wankte, aber er fiel nicht um

12. Dezember 2015

Die zwei Gesichter des HSV. VfL-Trainer hatte vor diesem Spiel davon gesprochen. Heute zeigte der HSV tatsächlich wieder zwei Gesichter, denn nach 45 Minuten führte er beim VfL noch mit 1:0, am Ende gab es ein erzittertes 1:1 – und mit diesem Punkt kann die Labbadia-Truppe ganz sicher leben. Im zweiten Durchgang nämlich spielte nur noch eine Mannschaft: Wolfsburg. Der HSV stand nur hinten drin, schlug die Bälle oft in höchster Gefahr nach vorne – planvoll war da gar nichts mehr. Das zweite Gesicht eben. Am nächsten Sonnabend geht es nun im Volkspark gegen den (vor allem im Europapokal) wiedererstarkten FC Augsburg, ein erneut schweres Spiel. Vielleicht gibt es dann ja für die HSV-Fans ein passendes Weihnachtsgeschenk. Mit 25 Punkten nach 17 Spielen ließe sich dann ganz sicher ganz entspannt Weihnachten feiern. Drück die Daumen.

Einen schönen dritten Advent für Euch und Eure Lieben.

Nur der HSV!

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Ruhig? Besinnlich? So wird das nix beim VfL!

11. Dezember 2015

Im April verlor der HSV zu Hause mit 0:2 gegen den VfL Wolfsburg

Im April verlor der HSV zu Hause mit 0:2 gegen den VfL Wolfsburg

Genügend Power hat er noch, der Bruno Labbadia, das sagte er gestern auf der Pressekonferenz. Zwei Mal muss er seine Jungs noch froh und munter machen vor dem Feste, damit dieses ereignisreiche Hamburger Fußballjahr sein angemessenes, friedvolles Ende finden kann. „Ich bin noch nicht besinnlich gestimmt“, so Labbadia. Doch ob der normale HSV-Wettkampfmodus ausreicht, um beim Achtelfinal-Teilnehmer der Champions League, dem VfL Wolfsburg, zu bestehen, ist doch ein wenig fraglich. Acht Mal in Folge keinen Sieg geholt gegen die Niedersachsen, die zwei beeindruckende Heimspiele hinter sich haben – das spricht für den VfL. Eins ist wohl klar: Etwas Außergewöhnliches ist nötig vom HSV in Wolfsburg, um dort einen Punkt mitzunehmen. Verlockend ist das Szenario, wonach der VfL ja ohnehin der haushohe Favorit ist. Steckt im HSV genügend Leben und Energie, um sich gegen diese allgemeine Erwartungshaltung zu stemmen? Vielleicht ist Bruno Labbadia ja dankbar für den Hinweis, den er heute von seinem Kollegen Dieter Hecking erhalten hat: „Der HSV zeigt zwei Gesichter – daran muss Bruno Labbadia noch arbeiten.“ Vielen Dank für den Hinweis, wobei die Hamburger in dieser Saison gerade auswärts ihr besseres Gesicht zeigten.

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Das 103. Nordderby wirft seine Schatten voraus

27. November 2015

Michael Gregoritsch also. Nicht Relegationsheld Marcelo Diaz rückt für den verletzten Gojko Kacar ins Team, sondern der junge Österreicher, der im Laufe dieser Saison schon gezeigt hat, dass er die Position hinter den Spitzen hervorragend ausfüllen kann. In Hoffenheim von Beginn an und zuletzt gegen Dortmund in der Schlussphase durfte Gregoritsch ran – und morgen in Bremen im 103. Nordderby offenbar wieder. Zumindest war der torgefährliche Mittelfeldspieler heute durchgehend im A-Team – und vor allem: gut dabei. Die potenzielle Startelf: Adler – Sakai, Djourou, Cléber, Ostrzolek – Jung, Holtby – Müller, Gregoritsch, Ilicevic – Lasogga.
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Lasogga, Hunt und Kacar fehlen – langsam wird es eng

26. November 2015

Das Gute vorweg: zwei Tage vor dem 103. Nordderby gegen Werder Bremen geht es in diesem Blog ausschließlich um die schönste Nebensache der Welt: Fußball. Das Schlechte daran – ist der Grund dafür. Denn heute war zweifellos kein guter Tag für den HSV. Nachdem sich Aaron Hunt gestern wieder fit zurückgemeldet hat, musste er heute doch endgültig passen. Allerdings fällt der Spielmacher nicht wegen seiner Oberschenkelverletzung aus, sondern wegen eines grippalen Infektes und einer Mandelentzündung. Und als wäre das noch nicht genug, wurde bei Gojko Kacar ein Innenbandriss im linken Knie diagnostiziert. Bitter für den Serben. Bitter für den HSV.
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Hunt hofft wieder aufs Nordderby: Entscheidung am Donnerstag

25. November 2015

Und plötzlich war er da. Aaron Hunt stand auf dem Platz und via Twitter und andere soziale Netzwerke überschlugen sich die Meldungen meiner Kollegen – und auch ich twitterte: „Hoffnung: Aaron #Hunt trainiert wieder mit der Mannschaft. Bleibt er schmerzfrei, könnte es bis zum Nordderby gegen Werder reichen. #HSV“

Aaron Hunt hofft wieder auf seinen Einsatz gegen Bremen. Am Donnerstag soll entschieden werden, ob es geht

Aaron Hunt hofft wieder auf seinen Einsatz gegen Bremen. Am Donnerstag soll entschieden werden, ob es geht

Und während auch die Zaungäste fast nur Augen für Hunt hatten, trainierte dieser, als wäre nichts passiert. Als wäre er nicht raus gewesen. „Ich habe nichts mehr gespürt, keine Schmerzen“, so Hunt nach dem Training, das er nach eigener Aussage ohne Abstriche mitmachen konnte: „Ich konnte volle Belastung gehen. Und auch die Luft war okay, obwohl ich zehn Tage ganz raus war.“ Sollte Aaron Hunt auch am Donnerstag, dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit, wieder voll mittrainieren können, wird er im Kader stehen. Und das, obgleich seine Einsatzchancen zu Wochenbeginn noch mit 10 Prozent betitelt worden waren.
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Auf dem Platz wird es endlich besser – drumherum leider nicht

24. November 2015

Derbywoche. Das Spiel der Spiele aus norddeutscher Sicht steht unmittelbar bevor. Und der HSV ist auch noch gut drauf. Zumindest sportlich. Finanziell dagegen mal wieder – oder besser gesagt: noch immer – nicht. Hier steht ein Minus in zweistelliger Millionenhöhe (zwischen zehn und 12 Mio. soll es liegen) in der Bilanz. Und die Welle der Enttäuschung rollt schon wieder an. Denn: Wirklich probate Mittel, dem HSV-Fan an sich Hoffnung auf Besserung zu machen, verfehlen brutal ihr Ziel. Preiserhöhungen vor der Saison für Dauerkarten und jetzt auch auf einzelne Spieltickets sind nichts als Flickschusterei und für den Moment. Kreativität steckt nicht dahinter.
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Die Vorfreude lass’ ich mir nicht nehmen – und Labbadia setzt auf Lasogga als Nationalspieler

23. November 2015

Der selbe Gegner wie beim Amtsantritt - aber komplett andere Voraussetzungen für Bruno Labbadia vor dem Nordderby am Sonnabend

Der selbe Gegner wie beim Amtsantritt – aber komplett andere Voraussetzungen für Bruno Labbadia vor dem Nordderby am Sonnabend

Gestern Abend war ich noch immer voller Zuversicht, nach dem gelungenen Auftritt am Freitag heute mit einem sportlich umfassenden, rundum optimistischen Blog in die Derbywoche zu starten. Denn diese Woche ist endlich wieder so, wie ich es mir lange gewünscht hatte: Begründet optimistisch, den sportlichen Erzrivalen bezwingen zu können. Und sportlich hat sich daran auch nichts geändert – aber mal wieder rutscht eine Nebensächlichkeit dazwischen, die zumindest heute nicht unerwähnt bleiben darf. Thorsten Runge, der zwischen 2013 und 2014 dem Seniorenrat angehörte und erklärter Gegner der Ausgliederung war/ist, hat dem Verein einen Bärendienst erwiesen, um es mal ganz vorsichtig zu formulieren. Seine Beleidigung gegen Klaus-Michael Kühne, die meine Kollegen der „Mopo“ heute öffentlich gemacht haben, ist unfassbar niveaulos.
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Spahic fällt aus – ansonsten stimmt fast alles…

21. November 2015

Wenn ich früher mit einer 1- nach Hause kam – was nicht allzu oft vorkam – hat mein Vater nicht selten gesagt: „Eine glatte eins wäre besser.“ Allerdings, und das wusste ich, war das ein Scherz. Er nahm damit unbewusst die aufs Korn, die wirklich so sind. Und offenbar gibt es davon nicht wenige im HSV-Umfeld, die den HSV beiu Niederlagen klar kritisieren und bei Siegen vor der Qualität des HSV erst einmal die Minusleistung des jeweiligen Gegners stellt. So auch diesmal, denn einer der meistgesagten Sätze nach dem 3:1-Sieg des HSV war: „Aber Dortmund war auch erschreckend schwach…“

Aber: War wirklich nur Dortmund zu schwach?
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Ein außergewöhnlich trauriger Tag geht zu Ende

10. November 2015

Bevor ich über irgendetwas schreibe, was sich in der vergleichsweise oberflächlichen Welt des Fußballs und des HSV getan hat, möchte ich an dieser Stelle einem Menschen Danke sagen, ohne den wir alle heute sicher nicht das Leben hätten, das wir führen dürfen. Mit 96 Jahren ist heute Helmut Schmidt in seinem Haus in Langenhorn gestorben.

Schmidt meisterte als Hamburger Senator der Polizeibehörde (heute Innensenator) die Sturmflut auf seine Art: Direkt und unkompliziert. Er nutzte seine Kontakte zur Bundeswehr und er NATO, ohne sich die bürokratisch erforderlichen Legitimationen einzuholen. „Ich habe das Grundgesetz nicht angesehen in jenen Tagen“, wurde Schmidt anschließend zitiert. Eine Handlungsweise, die erfolgreich war und ihm bundesweit großes Ansehen einbrachte. 1969 berief ihn der damalige Kanzler Willy Brandt zum Verteidigungsminister, ehe er 1972 nach dem Rücktritt von Karl Schiller für knapp sieben Monate als „Superminister“ Verteidigungs- und Finanzminister zugleich war. Seit Dezember 1972 fungierte Schmidt schließlich ausschließlich als Finanzminister und gilt als Mitbegründer der heutigen Währungsunion.

Als Nachfolger von Willy Brandt war Schmidt von 1974 bis 1982 Deutscher Bundeskanzler. Der Diplom-Volkswirt und spätere Mit-Herausgeber der Zeitung „Die Zeit“ war unter anderem mit der weltweiten Ölkrise in den 70er Jahren und dem anhaltenden Kampf gegen den Terrorismus der RAF (Rote Armee Fraktion“) konfrontiert. Auch die Auseinandersetzung um den Nato-Doppelbeschluss sowie die langsame Heranführung von Ost und West prägten Schmidts Kanzlerschaft.

Heute nun ist Schmidt gegangen. Der Aussage seines Hausarztes nach starb der leidenschaftliche Raucher heute um 14.30 Uhr. Und das mit stattlichen 96 Jahren und einem bedeutsamen Leben hinter sich, das wahrscheinlich mehr zeitgeschichtlich entscheidende Momente aufweisen kann, als jemals irgendwer aufschreiben kann. Ich habe ihn als kleiner Junge aus den Erzählungen meiner von der Sturmflut betroffenen Großeltern immer als den Politiker wahrgenommen, den irgendwie alle liebten. Und auch wenn Schmidt sicher mehr geachtet als geliebt wurde, verneige ich mich an dieser Stelle vor einem der wichtigsten Menschen der Bundesrepublik Deutschland.

Ruhe in Frieden, Helmut Schmidt.

Franz Beckenbauer - die Umstände der WM-Vergabe 2006 scheinen sein Verhängnis zu werden

Franz Beckenbauer – die Umstände der WM-Vergabe 2006 scheinen sein Verhängnis zu werden

Und so schwer es ist, an einem Tag wie diesem den Schwenk zum HSV zu bekommen, ich versuche es. Dabei schien sich selbst der verbissene, Vollblut-Fußballtrainer Bruno Labbadia heute mit anderen Themen zu beschäftigen. Zumindest kam auch er am Ende (und noch vor der Nachricht von Schmidts Tod) nicht um das beherrschende Fußballthema herum: „Was sagt ihr denn dazu?“, drehte der eben noch von uns Befragte den Spieß einfach herum und wollte von uns wissen, was wir über die Schmiergeldaffäre des DFB und heute insbesondere über den Beschuldigten Franz Beckenbauer sagen. Über den Menschen, der für mich spätestens seit 1990 der zweitgrößte deutsche Sportheld war – nach Boris Becker. Und nachdem mein blumiges Bild meines Tennishelden nach Beendigung seiner Tenniskarriere zunehmend verblasste und sich meine Bewunderung in teilweises Fremdschämen verkehrt hatte soll jetzt auch Beckenbauer kriminell sein?
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