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Bangen um Adler – Jansens Freude auf Bayern

11. Dezember 2013

Nun ist der HSV ja nicht Manchester City, das ist schon klar, aber die Engländer haben es immerhin geschafft, den großen FC Bayern, den europäischen Überflieger, die zurzeit weltbeste Vereinsmannschaft zu besiegen. Damit ist immerhin der Beweis angetreten, dass ein solches Unterfangen durchaus gelingen kann, da muss man nicht einmal Weltklasse-Fußball abliefern oder bieten – weil die Bayern ganz einfach schwach waren. Zwei geschenkte Tore zu Beginn, und dann wurde nur noch „Fünf gegen Zwei“ gespielt. Das musste sich rächen. Und dann bewahrheitete sich auch wieder einmal eine alte, eine ur-alte Fußballer-Weisheit, die besagt, dass man den Hebel dann nicht mehr umlegen kann, wenn der Schlendrian erst einmal Einzug in die Mannschaft gehalten hat. Spätestens nach dem 2:3 hatte ich das Gefühl, dass die Bayern dann doch noch einmal ein wenig wollten, aber es ging nichts mehr. Das sollte den HSV doch ermutigen, dass die Sache vielleicht doch nicht ganz so aussichtslos ist, wie sie uns allen bislang noch erscheint.


„Blöd gelaufen.“ Das sagte Bayerns Nationalspieler Mario Götze nach der Niederlage. In der Tat, das war blöd gelaufen. Und Trainer Pep Guardiola mutmaßte: „Vielleicht brauchen dieser Verein, dieser Trainer und die Mannschaft eine Niederlage, um zu wissen, wie schwierig es ist, die Spiele zu gewinnen – in der Bundesliga und in Europa.“ Und Karl-Heinz Rummenigge forderte seine Stars auf, „aus dieser Niederlage die richtigen Lehren zu ziehen“. Franck Ribery konnte die 90 Minuten unmittelbar nach dem Schlusspfiff noch nicht fassen: „Ich weiß nicht, was passiert ist.“ Doch Thomas Müller befand: „Da sind so ein bisschen die Menschen in uns durchgekommen.“ Stimmt wohl auch. Die Bayern wurden schon als Außerirdische angesehen, nun aber haben sie gezeigt, dass selbst sie verwundbar sind. Ich hoffe nur, dass mit der sich nun eventuell einstellenden Bayern-Wut der HSV gut umgehen kann – und nicht so leiden muss. Ich hoffe . . .

Obwohl ich glaube, dass zurzeit nicht alle Bayern-Überflieger ihre beste Form mit sich herumtragen. Kroos habe ich kaum gesehen, Müller nur so richtig beim 1:0, Ribery im zweiten Durchgang kaum noch einmal, Götze tauchte unmittelbar nach seinem (Abseits-)Tor zum 2:0 ab, Alaba war schon einmal dominierender auf links, Boateng war nicht so sicher wie sonst, und wen ich ja ein „wenig gefressen“ habe, das ist Dante. Der gibt als Innenverteidiger den Spielmacher. Wobei sein Pass zum 1:0 auf Müller Weltklasse war, das stimmt, aber ansonsten stochert der nur noch wie ein Storch im Salat herum. Da fehlen nur noch weiße „Buffer“ und weiße Handschuhe. Dante war früher eine Kante, der langte zu, der ging zur Sache, aber heute will er seine Aufgaben mit links, auf jeden Fall nur spielerisch lösen – und das geht in letzter Zeit einige Male schön daneben. Die Chance für den HSV? Für Pierre-Michel Lasogga? Es wäre zu hoffen.

Auf jeden Fall weiß der HSV, dass die Bayern nicht unverwundbar sind, und der HSV wird wissen (darüber hat sie Trainer Bert van Marwijk schon eindringlich aufgeklärt!), dass er dramatisch zulegen muss, um doch wenigstens eine ganz kleine Chance in München zu haben. Dramatisch zulegen!

Dabei steht noch gar nicht fest, mit welcher Formation der „Dino“ in München wird antreten können, denn Ivo Ilicevic, der für den gesperrte Maximilian Beister spielen sollte, fehlte auch heute aus „familiären Gründen“ beim Training, und auch von Rene Adler war nur etwas zu sehen, als er die Arena betrat. Auf dem Rasen zeigte sich der Nationaltorwart gestern und heute nicht, er arbeitete im Stadion. Sein Einsatz aber für Sonnabend steht in den Sternen, denn der HSV-Torwart hat sich eine Sprunggelenkverletzung zugezogen, eine Kapseldehnung. Einsatz, so hieß es heute beim HSV, am Sonnabend ungewiss. Sollte Adler nicht durch sein Tor fliegen können, wäre das natürlich ein herber Rückschlag für den HSV, obwohl mit Jaroslav Drobny natürlich auch ein erstklassiger Keeper als Ersatz parat stünde. Mal abwarten, wie sich diese nicht ganz so nette Geschichte entwickelt.

Was er von der Niederlage gegen Manchester City halten sollte, das wusste heute Marcell Jansen nicht so recht. Der Ersatz-Kapitän des HSV sagte über die derzeitige Situation: „Nach dieser Niederlage könnte man vermuten, dass die Bayern so ehrgeizig sind, um am Sonnabend erst recht gegen uns zu gewinnen. Hätten sie hoch gegen ManCity gewonnen, dann hätte man gesagt, dass sie es nun am Sonnabend locker gegen den HSV angehen lassen können – aber so etwas gibt es im Endeffekt nicht. Die Bayern haben einen ganz klaren Plan, den sie durchziehen, und wir müssen uns darauf konzentrieren, dass wir an diesem Sonnabend an unsere Grenzen kommen, um einen richtigen Fight abzuliefern. Das ist entscheidend, unabhängig von dieser knappen Bayern-Niederlage.“

Marcell Jansen kehrt an eine seiner früheren Stationen zurück, er war ein Bayern-Profi, kennt die Münchner Verhältnisse. Er lässt sich von den „Überfliegern“ nicht schrecken: „Ich fahre dorthin, um ein geiles Spiel zu machen. Ein tolles Stadion, ein Mega-Bundesliga-Spiel, darauf freue ich mich, darauf sollten wir uns alle freuen.“ Aber wie kann man dort gewinnen? Jansen: „Wir müssen aus unseren Köpfen streichen, was war, einfach nach vorne blicken. Wir müssen Spaß und Frischheit entwickeln, um kleine Nadelstiche und freche Aktionen zu setzen. Und man muss als Mannschaft sehr, sehr gut verteidigen – und zwar als Mannschaft gut verteidigen. Das ist uns beim 2:9 zuletzt natürlich nicht gelungen, aber wenn es diesmal klappt, dann können wir auch dort ein gutes Spiel machen. Aber es muss eben an diesem Tag auch vieles passen.“ Dann sagt Marcell Jansen weiter: „Für uns geht es um viel in den letzten beiden Spielen des Jahres, wir haben halt vorher auch ein bisschen etwas liegen lassen an Punkten, und dazu zähle ich nicht das Augsburg-Spiel. Das war ein gebrauchter Tag, da waren wir einfach nicht gut; damit kann ich besser leben, als vorher mit den Spielen in Wolfsburg, Leverkusen und Mönchengladbach, da hätten wir uns eigentlich viel mehr ärgern sollen, denn da war mehr möglich.“

Dann konkretisiert er: „Nach dem Spiel in Wolfsburg konnte ich die Nacht nicht schlafen, so sehr habe ich mich geärgert. Da haben wir die letzte halbe Stunde auf ein Tor gespielt und nur ein 1:1 erzielt, das kann ich nicht fassen, nach einem solchen Spiel bin ich dann lange nicht ansprechbar. Nach dem Augsburg-Spiel dauert es vielleicht nur zwei Stunden, bevor ich einschlafe, weil ich einfach sage, dass wir den größten Mist zusammengespielt haben. Anders als zuvor in Leverkusen und Mönchengladbach, wo mehr drin war, wo wir uns aber selber geschlagen haben – und damit kann ich dann nicht leben, das ärgert mich maßlos.“

Fährt er nicht auch nach München mit dem Hintergedanken im Gepäck, Schadensbegrenzung zu betreiben? Marcell Jansen wird sofort lebhaft: „Wenn man als Sportler mit dem Gedanken anreist, nur Schadensbegrenzung betreiben zu wollen, dann solltest du besser gleich zu Hause bleiben und sagst dem Trainer, dass du nicht spielen willst. Fehler machen und verlieren, das kann man gegen jeden Gegner in der Bundesliga, das ist klar, gegen Bayern zu verlieren wäre auch keine Schande, aber ich denke über Schadensbegrenzung gar nicht erst nach. Ich fahre nach München, um mich mit diesen Spielern zu messen, ich versuche dort, an meine Grenzen zu gehen, das ist entscheidend. Und wenn man so eingestellt ist, das hat der Fußball doch schon so oft bewiesen, dann kann man durchaus auch positive Dinge kreieren – und etwas holen. Das ist unsere Aufgabe am Sonnabend.“

Marcell Jansen war nach dem Augsburg-Spiel der einzige HSV-Spieler, der nicht um den heißen Brei herumgesprochen, sondern klar und deutlich gesagt hat, wieso es zu einer solchen Pleite kommen konnte. Erntet er dafür von allen Seiten Zuspruch? Jansen: „erstens nehme ich da selbst nicht aus, denn ich rede immer von uns und von der Mannschaft, aber ich kann die Fans verstehen, wenn sie nach einer solchen Vorstellung sauer sind. Das ist ganz einfach nicht gut.“ Stimmt. Dann bekräftigt Marcell Jansen noch einmal: „Ich habe diese Tendenz der ersten Halbzeiten auch in den Spielen nicht gesehen, wo es danach hieß, wir hätten ein Riesen-Spiel gemacht. Ich habe in den letzten Spielen keine gute erste Halbzeit gesehen – auch weil wir als Spieler auf dem Platz die falschen Entscheidungen getroffen haben. Wir haben uns in diesen ersten Halbzeiten das Leben selbst schwer gemacht, haben uns nicht gegenseitig geholfen – ob das Hannover war, Wolfsburg, Köln oder in Leverkusen. Und gegen Augsburg hat uns die erste Halbzeit zum ersten Mal die Strafe gegeben, dass wir auch in der zweiten Halbzeit nicht mehr ins Spiel hineinkamen.“

Gegen Augsburg schien Trainer van Marwijk draußen am Rand heißer zu sein, als seine Spieler auf dem Rasen. Sieht Jansen das auch so? Der Nationalverteidiger sagt: „Der Trainer ist immer heiß. Aber vielleicht hat er frühzeitig gemerkt, dass wir auf dem Platz zu viel nachdenken, anstatt zu machen. Wir waren einfach unsicher, uns war einfach nicht klar, wie wir uns in dieses Spiel hineinkämpfen sollen.“

Dann habe ich Marcell Jansen noch gefragt, ob er sich als HSV-Spieler noch an einen positiven HSV-Auftritt in München gegen den FC Bayern erinnern kann? Er konnte nicht, denn Jansen sagte: „Ich kann mich an ein Spiel Bayern – HSV erinnern, da erzielte Nigel de Jong kurz vor dem Ende das Siegtor für den HSV. Damals hat es geschneit – aber da habe ich noch nicht für den HSV gespielt.“ Richtig. Der Schnee von gestern. Das Spiel, was Marcell Jansen meint, fand am 4. März 2006 statt, der HSV gewann 2:1 bei und gegen die Bayern. Damals hatte Trainer Thomas Doll (der zu 99 Prozent neuer Coach des ungarischen Erstliga-Clubs Ferencvaros Budapest wird – soll heute noch oder morgen perfekt gemacht sein!) folgende Mannschaft aufgeboten: Wächter, Mahdavikia, Demel, Boulahrouz, Atouba, Jarolim, de Jong, Trochowski (90. Reinhardt), van der Vaart (67. Klingbeil), Takahara (87. Fillinger). Guy Demel hatte das 1:0 erzielt, bevor de Jong in der 89. Minute traf.
Marcell Jansen aber kam erst im Sommer 2008 zum HSV . . .
Aber dann könnte er ja jetzt Geschichte mit dem HSV in München schreiben. Wir alle würden uns dann garantiert noch Jahrzehnte später dran erinnern.

So, noch einige Dinge am Rande:

Im Training hat heute Tomas Rincon Rechtsverteidiger gespielt. Auch eine Variante. Vielleicht sogar eine viel bessere. Dazu dann Tolgay Arslan und Milan Badelj als „Sechser“ – das hätte schon was.

Und: Bislang sind 43 000 Karten für das letzte HSV-Spiel des Jahres verkauft, der HSV trifft unmittelbar vor dem Weihnachtsfest im Volkspark auf Mainz 05. Gaaaanz wichtig, diese Begegnung, gaaaaaanz wichtig.


Themenwechsel:
Zum gestrigen Beitrag des „Matz-abbers“ „Waltero“ gab es heute eine Ergänzung, und wie ich finde, ist das eine überaus lesenswerte Ergänzung. Auch von „Waltero“ geschrieben – vielen Dank dafür. Es geht los – und ich glaube, dass einige von Euch bass erstaunt sein werden, wenn sie das hier gelesen haben:

Guten Abend Herr Matz,

erst einmal schönen Dank, dass Sie meinen Kommentar herausgestellt haben. Im Endeffekt habe ich mir die Zahlen von Bundesliga.de etwas genauer angeschaut, um meine subjektiven Eindrücke zu der fehlenden Laufleistung der Profis zu untermauern. Und ich finde, in den Zahlen von Bundesliga steckt auch eine Menge an Informationsgehalt, zumal man die Werte aller Vereine vergleichen kann. Aus diesem Grund habe ich Ihnen auch noch einmal die Tabelle angehängt.
Kurz zu meiner Arbeit: Ich habe nach bestem Wissen und Gewissen gearbeitet, kann aber natürlich nicht komplett ausschließen, dass ein Zahlendreher enthalten ist. Die Daten stammen wie gesagt von Bundesliga.de und können dort von jedem Interessierten eingesehen werden (Analyse, Teamstatistik). Ich habe in der Tabelle Minimalwerte rot und Maximalwerte grün gekennzeichnet. In der oberen Hälfte finden sich die Tracking-Daten vom 15. Spieltag. Da ich mir die Daten vor den Sonntags-Spielen angeschaut habe, habe ich für die vier Sonntags-Teams die Tracking-Daten vom 14. Spieltag verwendet. In der unteren Hälfte finden sich die gesamten Tracking-Daten der Mannschaft des HSV in dieser Saison, unterteilt nach Spieltagen. Mit der Spalte „Anzahl der Kategorien besser als Gegner oder gleich gut“ habe einen (einfachen) Indikator konstruiert, mit dem ich bewertet habe, ob die Laufwerte des HSV besser oder schlechter als die Gegners waren. Ich habe dazu einfach die Kategorien gezählt (also Gesamtdistanz, intensive Läufe usw.), in denen der HSV einen besseren oder gleichguten Wert wie der Gegner hatte. Bei 0-3 Punkten habe ich den HSV als läuferisch unterlegen bewertet, bei 4 Punkten gleich gut und ab fünf Punkten überlegen.

Was mich ärgert bei der Betrachtung der Zahlen: Dass sich der HSV von einer Woche auf die nächste von einer Mannschaft, die sich behäbig über den Platz bewegt (1. bis 6. Spieltag Durchschnittsgeschwindigkeiten zwischen 6,5 und 7 km/h), zu einer der bewegungsfreudigsten Teams in der Bundesliga wandelt (7. bis 11. Spieltag zwischen 6,9 und 7,5 km/h – also am oberen Limit; am 15. Spieltag war Stuttgart am schnellsten unterwegs mit 7,6 km/h) – und alles nur, weil ein neuer Trainer da ist… Offensichtlich kann die Mannschaft ja schneller laufen, ruft es allerdings nicht ständig ab. Leider geht der Trend inzwischen schon wieder in die andere Richtung, die Durchschnittsgeschwindigkeit sinkt stetig…

Guckt man sich den Vergleich der Tracking-Daten mit denen des direkten Gegners an, fällt auf, dass wir nur in drei Spielen überwiegend bessere Laufwerte als der Gegner hatten. Ich hatte es ja schon geschrieben, dass Braunschweig viel weniger als alle anderen läuft und dem Gegner so natürlich weniger abverlangt. Es ist sicherlich kein Zufall, dass wir ausgerechnet gegen Gladbach und Leverkusen mehr gelaufen sind. Die Teams sind spielerisch überlegen und Gegner müssen daher mehr investieren, um diese beiden Mannschaften zu schlagen. Die Spiele gingen ja trotzdem verloren. Aber gegen alle anderen Mannschaften, insbesondere die auf Augenhöhe, sieht man läuferisch nicht gut aus… Das kann doch irgendwo nicht sein! Wie will man ein Team, das sich spielerisch auf Augenhöhe befindet, besiegen, wenn man weniger als der Gegner investiert? Und bei den Top-Mannschaften haut man dann die Kilometer raus, weil man ja ansonsten keine Chance hat. Im Ergebnis wird allerdings immer zu wenig investiert, wenn man eine derartige Saisonarbeitermentalität an den Tag legt… Ich denke, das ist auch der Grund, weshalb ausschließlich gegen die schwächeren Teams gewonnen wird – bei den anderen wird systematisch zu wenig investiert oder sie sind einfach spielerisch so deutlich überlegen, dass das durch mehr Laufen nicht zu kompensieren ist.

Noch ein abschließendes Wort zu dieser Tabelle: Ich gebe zu, dass es wirklich etwas schwierig ist, Schlüsse aus diesen Zahlen zu ziehen. Und viel Laufen ist natürlich auch nicht alles im Fußball. Da wir jedoch spielerisch momentan alles andere als Top sind, sollte zunächst einmal Einsatzwille und Laufbereitschaft vorhanden sein, um überhaupt einen gleichstarken bzw. auch stärkeren Gegner zu bezwingen. Und da habe ich (nicht nur wegen der Zahlen) so meine Zweifel. Wenn der Trend so weiter geht und BvM das Ruder nicht rum reißt (wie es Fink in seiner Amtszeit diverse Male gemacht hat), kann das diese Saison noch eine ganz bittere Geschichte werden!

Vielen Dank „Waltero“, auch dieser Beitrag ist wieder sehr, sehr lesenswert, es stehen viele interessante Dinge darin – die mich zum Staunen und zum Nachdenken gebracht haben. Ich hoffe nur, dass das auch mal an maßgeblicher Stelle gelesen wird, damit dem einen oder anderen Herrn in der HSV-Führung doch einmal die Augen aufgehen.
Ich habe übrigens einiges an Lob erhalten, weil ich gestern den Beitrag von „Waltero“ veröffentlicht habe, denn es ging offenbar vielen „Matz-abbern“ so wie mir – sie bekamen den Mund vor lauter Staunen nicht mehr zu. Also, „Waltero“, gleich zweimal Dank für diese Berichte und Erkenntnisse.


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Und noch eine Ergänzung zum Beitrag vom Dienstag. Es geht um die widerwärtige Schal-Aktion, die für Empörung und Entsetzen gesorgt hat. Dazu erreichte mich auch eine Zuschrift, die ich gerne weitergebe (der Absender ist mir persönlich bekannt):

Hallo Dieter,

da lese ich doch Deinen Blog und möchte mich auch mal kurz zu der Schal-Affäre melden.

Es war definitiv nicht nur ein Schal. Nach den Erzählungen vermute ich, dass das in so gut wieder jeder Toilette im B/C-Rang in Nord der Fall war. Ich habe es selbst gesehen in der Toilette zwischen Nord und West. Ein Schal in der Rinne – ein zweiter direkt im Klo.

Blöderweise habe ich nicht schnell genug geschaltet. Ich hatte nur gedacht, was denn da Doofes passiert ist. Erst danach habe ich mitbekommen, dass HSV Plus Schals verteilt hat – und dann konnte ich mir meinen Teil denken.

Ich weiß von anderen, die in andern Toiletten das auch gesehen haben. Also definitiv kein Einzelfall.

Ich finde es absolut erschreckend, wie hier vorgegangen wird und teile die Sorgen, dass es immer schmutziger (im wahrsten Sinne des Wortes) zugehen wird. Sehr schade!

Dann gibt es noch etwas Neues bei „HSVPlus“. Erst-Otto Rieckhoff hat einen weiteren prominenten Mitstreiter an seiner Seite, nämlich Werner E. Klatten. Der 69-jährige Jurist ist aktueller Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Sporthilfe und Mitglied des Kuratoriums Bundesligastiftung. Zusätzlich ist er ehemaliger Chef von SAT 1 und DSF, Spiegel TV und Spiegel Net AG, EM.TV bzw. Constantin Medien.

Mit Klatten hat HSVPlus ein Interview geführt, dass Ihr selbstverständlich auch bei HSVPlus lesen könnt, ich habe mir mir einmal die erste Frage herausgepickt:

Herr Klatten, in den letzten zehn Jahren sind Sie im Zusammenhang mit dem Hamburger Sport-Verein nicht in Erscheinung getreten. Gleichwohl sind Sie mit der Beteiligung an TEAM quasi als einer der Erfinder der Champions League eine führende Persönlichkeit in der deutschen Sport- bzw. Fußballszene. Warum unterstützen Sie HSVPLUS?

Werner E. Klatten: „Ich habe den Großteil meines privaten Lebens in Hamburg verbracht. In jener Zeit ist meine persönliche Liebe zum HSV gewachsen. Seither verfolge ich die Entwicklung auf und neben dem Platz. Ich halte die Initiative von Otto Rieckhoff – damit meine ich im Kern die Trennung von Universalsportverein und Profifußball – für zwingend. Das vorliegende Konzept ist eine sehr gut gemachte und vernünftige Grundlage für bessere Rahmenbedingungen innerhalb des Traditionsvereins HSV mit angeschlossenem Wirtschaftsbetrieb.“

Wie geschrieben, auf HSVPlus gibt es das ganze Interview mit Klatten zu lesen.

PS: Am Donnerstag gibt es kein öffentliches Training.

18.17 Uhr

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