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The same procedure… **Aktualisiert**

28. Mai 2014

***Am Textende aktualisiert***

Heute ist ein toter Tag. Nichts los. Sagt man mir. Ok, Rafael van der Vaart fällt aus, kann die WM nicht spielen. Anhaltende Wadenprobleme sind Schuld daran, dass der HSV-Kapitän seine wahrscheinlich letzte WM-Chance auf eine WM nicht wahrnehmen können wird. Es sei das schlechteste halbe Jahr seiner Karriere ließ van der Vaart wenig überraschend verlauten – und ich hoffe, dass das so bleibt. Zumindest für den Fall, dass der Mittelfeldmann beim HSV bleibt. Und davon muss man hier trotz immer wieder auftauchender Türkei- und Ajax-Gerüchte noch ausgehen. „Rafa ist bei uns unter Vertrag und wir haben nichts anderes gehört, als dass er hier bleibt. Der Trainer plant mit ihm“, hatte Kreuzer noch vor einigen Tagen gesagt. Und daran hat sich nichts geändert. Ebenso wenig geändert wie an der Situation um Dietmar Beiersdorfer, auf dessen Inthronisation in Hamburg gewartet wird.

Momentan sind es mal ganz irdische Hindernisse, die überwunden werden müssen. Urlaub zum Beispiel. „Einige Beteiligte sind derzeit in ihrem wohl verdienten Urlaub“, sagt der designierte Aufsichtsratsboss Karl Gernandt, für den der Stress jetzt erst so richtig beginnt. Obgleich er noch nicht im Amt ist. „Die Zusammenarbeit mit dem alten Aufsichtsrat funktioniert aber sehr gut“, lobt der Kühne-Attaché seine Vorgänger. Am Montag wird es ein weiteres Treffen mit Noch-AR-Boss Jens Meier geben, der ja bereits angekündigt hatte, dem aktiven Handeln der Neuen nicht im Wege stehen zu wollen. Auch nicht in Sachen Beiersdorfer.


Hier hatte sich Karl Gernandt sehr weit vorgewagt. Und es deutet auch – damit hier kein falscher Zungenschlag aufkommt – alles darauf hin, dass Beiersdorfer der neue starke Mann wird. „Wenn Herr Gernandt eine Personalie kommentiert, wird er sich vorher komplett abgesichert haben, dass dem auch so ist“, hatte HSVPlus-Initiator Otto Rieckhoff zuletzt die Vertrauenswürdigkeit Gernandts unterstrichen. Muss er auch nicht. „Wir werden erst dann wieder etwas verkünden, wenn etwas unterschrieben und beschlossen ist. Wir werden aus dem Schatte der Erwartungen aber definitiv hervortreten“, sagt Gernandt.

Das gilt auch für den sportlichen Bereich. Dort wurde Zoltan Stieber verpflichtet, ein weiterer soll kommen. Für Matthias Ostrzolek hat der HSV beim FC Augsburg inzwischen ein Angebot abgegeben. Zwei Millionen Euro wäre der HSV bereit, zu zahlen. Der FCA, der mit Hahn (Gladbach) und Voigt (1. FC Köln) schon zwei Leistungsträger verloren hat, ist indes nicht bereit, den Linksverteidiger unter drei Millionen Euro abzugeben. Obgleich meine Kollegen hier von 2,5 Millionen gesprochen hatten. Aber der Ablösepoker läuft. FCA-Manager Stefan Reuter und Kreuzer stehen aktuell in Telefonkontakt. Und – gestern geschrieben – es ist wenig anders als bei Calhanoglu. Nur mit veränderten Rollen. Diesmal will der HSV einen Spieler, der bei seinem Verein auf Wechsel pocht – und der abgebende Verein sperrt sich. „Ich werde mich zu unentschiedenen Personalien schon aus Respekt den anderen Beteiligten gegenüber nicht äußern“, sagt Oliver Kreuzer. Und das ist auch richtig so. Obgleich sich der HSV mit Ostrzolek – respektive Kreuzer mit dem Spieler und dessen Berater Thomas Strunz – einig ist und der Spieler das auch dem Verein mitgeteilt hat.

Ihr seht – the same procedure as everywhere…

Kein Thema ist übrigens momentan Guy Demel, der sich selbst ins Spiel gebracht hatte. Ebenso wenig ist Mame Diouf ein Kandidat auf den Stürmerposten. Für mich kein Thema ist das, was sich mir nach meiner Kritik an dem ehemaligen HSV-Aufsichtsratsposten ergeben hat. Da stehe ich drüber….

In diesem Sinne, heute mal kurz gefasst. Gestattet mir diese Ausnahme nach den vergangenen anstrengenden Wochen ausnahmsweise, denn mehr will ich heute nicht. Oder besser: Mehr gab es heute nicht. Morgen geht es in die Analyse. Beginnend mit der ganz oberen Etage – sofern wir nicht unerwartet von der Aktualität überrollt werden…

Bis dahin,
Scholle

*Aktualisierung:* Weil ich es gefragt werde: Samaras ist beim HSV KEIN Thema und bislang gibt es auch keine Proteste gegen die Wahl. Wie auch, ohne sich lächerlich zu machen bei einer derartigen Deutlichkeit. Dafür wechselt Alexander Brunst-Zöllner in den Profikader. Der 18-Jährige ist bereits seit seiner Zeit in der U14 beim HSV. Der aus Neumünster stammende Keeper soll die Nachfolge von Sven Neuhaus antreten, der seine Profi-Karriere im Alter von 36 Jahren beenden wird. Daher auf diesem Weg noch einmal zu einem der zweifellos sympathischeren Gäste von Matz ab live: Herzlichen Dank, Sven! Und alles, alles Gute im neuen Job!!

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