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. . . der muss zum Dino nach Hamburg!

10. Juni 2015

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Erste DFB-Pokalrunde:
FC Carl-Zeiss Jena gegen den HSV
Barmbek-Uhlenhorst empfängt den Erstliga-Absteiger SC Freiburg
Bernd Hollerbachs Würzburger Kicker treffen auf Werder Bremen
und, so viel Zeit muss sein: St. Pauli gegen Borussia Mönchengladbach
gespielt wird am 7. oder 8. August

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Labbadia: „Man darf nie aufgeben. Nie!“

14. Mai 2015

Das war mal ein ganz besonders schöner Vatertag. Oder? Schön ist eigentlich falsch, es war ein ungewöhnlicher Vatertag. Weil ich den HSV trainieren hören konnte. Was für ein besonderes Erlebnis. Ich hörte den HSV, konnte ihn aber nicht sehen. Geheimtraining heißt das Zauberwort. Es wurde nicht hinter den weißen Lappen geübt, sondern in der Arena, und die war hermetisch abgeriegelt. Alles ganz geheim, wie der HSV am Sonnabend in Stuttgart gewinnen will. Und wenn es denn so kommt, dann finde ich auch jedes Geheimtraining der Welt völlig gerechtfertigt. Völlig. So aber, zwei Tage vor dem Abstiegs-Endspiel am Neckar, kann ich Euch nicht berichten, wie das Training gelaufen ist, wer gut war, war schlecht war, wer laut war, wer früher vom Platz ging – null. Immerhin sickerte durch, dass Petr Jiracek heute nicht trainieren konnte, weil er seit dem gestrigen Training einen so dicken großen Zeh hat, dass er nicht in einen Fußballstiefel hinein kam. Soll aber wohl morgen, wenn wieder ganz geheim trainiert wird, wieder behoben sein. Ebenfalls nicht trainiert haben – jedenfalls nicht im Stadion – heute Valon Behrami und Nicolai Müller. Beide werden wohl auch bis zum Saisonende, das ja ohnehin ganz nah ist, ausfallen – bei Müller ist es ja schon seit einer Woche beschlossen und verkündet.
Dagegen kehrte heute der Brasilianer Cleber wieder ins Mannschaftstraining zurück. Ob der Innenverteidiger in Stuttgart schon wieder mit von der Partie ist, ließ sich Trainer Bruno Labbadia noch offen: „Darüber haben wir uns noch keine Gedanken gemacht, ob wir ihn in Stuttgart oder erst gegen Schalke brauchen, das wissen wir nicht – das, was wir heute von ihm gesehen haben, das war ordentlich, nun müssen wir abwägen, ob es schon sinnvoll ist, ihn mit nach Stuttgart zu nehmen.“ Ich denke und behaupte einmal: nein. Cleber wird noch ein Woche auf die Wiese gehen müssen, ehe er wieder dabei ist. Wenn überhaupt. Das kommt auch auf den Ausgang des Stuttgart-Spiels an.

 

Kurz noch zum Thema Behrami zurück. Der Schweizer liegt seit einigen Wochen flach, Knie- und Oberschenkel-Probleme. Bruno Labbadia zu seinem vielleicht schwierigsten Patienten: „Seine Probleme rühren her von seiner Operation, die er im Winter hatte, und sie sind eine Folge davon, dass er nicht die Zeit und die Möglichkeit hatte, das aufzuarbeiten. Da kommen viele Dinge zusammen, das ist sehr schade, aber wir müssen das akzeptieren. Wir müssen jetzt so mit ihm arbeiten, dass wenn wir ihn doch noch brauchen, er notfalls doch noch einsteigen könnte – aber im Moment ist das schwer.“

 

Auf der faulen Haut, das muss ich noch schnell einfügen, habe ich trotz allem während des Geheimtrainings zwischen zehn Uhr und 11.30 Uhr nicht gelegen, ich habe mir das Training der U23 „reingezogen“. Die Regionalliga-Truppe von Rodolfo Cardoso und Soner Uysal spielt an diesem Sonnabend in Lübeck um Punkte. Nur um Punkte, nicht um die Meisterschaft, dieses Ziel wurde ja am vergangenen Wochenende durch eine 0:2-Heimniederlage gegen Havelse verspielt. Und ich hatte den Eindruck, dass vor allem Uysal immer noch stocksauer darüber ist, dass die Meisterschaft so leichtfertig verspielt wurde. Aber so is Lebbe. So richtig aufgefallen ist mir bei diesem Training keiner, es waren ja auch die besten Leute beim gleichzeitigen Profi-Training beschäftigt . . . Für einige Minuten sah auch Sport-Chef Bernhard Peters dem bunten Treiben im Volkspark zu. Und Helm-Peter, der total enttäuscht war, dass er den Profis nicht mal durch ein Loch im Kunststoffzaun mit einem Auge folgen durfte. Aber es gibt ja Schlimmeres.

 

 

Zum Spiel gegen Stuttgart. Ich gebe zu, dass ich nicht besonders optimistisch bin. Das ist bei mir eigentlich ein ganz normaler Vorgang, diesmal aber wird dieser noch durch zwei Dinge etwas negativ beeinflusst. Erstens hat der HSV zuletzt gegen Freiburg wieder einmal, bis auf zehn Minuten in der Schlussphase, seine hässliche Fratze gezeigt, und zweitens befindet sich der VfB Stuttgart, auch wenn das die Ergebnisse nicht unbedingt belegen, seit einigen Wochen in einer konstant guten Form. Und die Schwaben haben nach dem 2:0 gegen Mainz ihr zweites Heimspiel in Folge, das halte ich für den jetzigen Stand der Meisterschaft, also zwei Spieltag vor Schluss, als etwas ungewöhnlich, aber es ist wohl vom Terminplaner her nicht anders möglich. Und da zuletzt, also am vergangenen Wochenende, in Stuttgart die „Hölle los war“, beim Spiel gegen Mainz, wird das auch für den HSV nicht so sonderlich leicht, dort gegen zwölf Mann zu bestehen. Wer sich erinnern kann: Die Super-Stimmung beim VfB wurde am vergangenen Montag von allen Zeitung und Illustrierten besonders hervorgehoben.

 

Leicht wäre das Spiel ohnehin nicht geworden, aber so wird es noch etwas schwerer. Für den HSV. Vermute ich jedenfalls. Und wenn ich so an Martin Harnik denke, den Hamburger im VfB-Trikot, dann wird mir sowieso schon immer leicht „schwummerig“, denn der Österreicher trifft ja ganz besonders gerne gegen den HSV, der einst sein Talent (bei Vier- und Marschlande) nicht erkannt (oder verschmäht) hatte. Sei es wie es sei, auf Harnik bin ich besonders gespannt – und Matthias Ostrzolek dürfte es bereits jetzt ähnlich ergehen. Da wird der ehemalige Augsburger schon mal sein Gesellenstück schmieden können, wenn er Harnik an die Kette legen würde. Wird aber haarig, keine Frage.

 

Und wer spielt beim HSV? Rene Adler im Tor, keine Frage. Die Viererkette davor bleibt auch unverändert, und auch die beiden Sechser dürften im Team bleiben: Gojko Kacar und Rafael van der Vaart. Dann aber wird es schon weniger mit den Stammplätzen. Ich denke mal, ohne dass ich ihn heute auf dem Rasen gesehen habe, dass Lewis Holtby wohl eher auf der Bank wird Platz nehmen müssen. Seine Vorstellung gegen Freiburg war doch viel zu wenig, als dass er noch einmal die Chance von Beginn an erhalten müsste. Ein Mittelfeld mit Zoltan Stieber, Ivica Olic und Marcell Jansen hätte gewiss seinen Reiz, allerdings würden sich dann dort gleich drei „Linksfüßer“ die Ehre geben, und ob das so spannend ist? Ich weiß es nicht. Aber Bruno Labbadia wird es wissen, das verriet er uns heute schon nach dem Training. Er hat die Aufstellung schon im Kopf, aber soweit geht die Liebe eben doch nicht, als dass er sie uns schon in die Blöcke diktieren würde. Geduld ist angesagt. Ich könnte mir trotz der Vorbehalte gegen drei „Linksfüßer“ vorstellen, dass es so kommen wird – und vorne soll und wird sich dann Pierre-Michel Lasogga versuchen.

 

Klingt doch auch nicht schlecht, diese Aufstellung. Aber im Ernst, so richtig schlecht klang die HSV-Aufstellung auch während dieser Saison eigentlich nie, und trotz allem wurde teilweise ein so finsterer Fußball zum Abgewöhnen dargeboten. Es kommt eben auf die Tagesform der Helden an – und auf die mentale Verfassung. Abstiegskampf wird im Kopf entschieden, heißt es ja so schön schon seit Wochen, nun wollen wir alle mal hoffen, dass die HSV-Jungs – alle – ihre Köpfe dafür frei haben. Nur mal so zur Erinnerung: Stuttgart als Schlusslicht hat 30 Punkte auf dem Konto, der HSV als Tabellenvierzehnter 32 Punkte. Sollten der VfB gewinnen . . .
Dann müsste der HSV wohl ganz auf die eine Woche später folgende Heim- und Schlusspartie gegen Schalke 04 setzen. Wirklich nur mal so am Rande. Damit sich alle, wirklich alle mental auf die Begegnung mit den Schwaben einstellen.
Meine Kollegen sind übrigens fast alle sehr bis verhalten optimistisch. Am meisten wurde ein 2:2 getippt, wobei ich mich frage, wer denn zwei Tore . . . Nun gut, auch das gab es ja zuletzt. Sohar einmal ein 3:2. „Helm-Peter“ wurde heute vom NDR-Hörfunk nach seinem Tipp gefragt – und was sagte er? Na klar, 2:2. Sollte es so kommen, werde ich ihm (im Picknick und beim nächsten Geheimtraining) eine Currywurst mit Pommes spendieren, damit er immer gut gestärkt auf seinem Drahtesel nach Hause strampeln kann.

 

Apropos Geheimtraining. Bruno Labbadia erklärte den Rückzug ins Stadion heute wie folgt: „Wir wollten einmal in der Abgeschiedenheit einige Dinge abtrainieren, vor allem auch die Ruhe genißene, die dazugehört – gerade am Vatertag.“ Auf Stuttgart bezogen sagte der HSV-Coach: „Wir sehen das Spiel als weitere Chance, unsere Situation weiter zu verbessern. Wir haben uns mit den letzten drei Spielen eine gute Ausgangsposition geschaffen, die wollen wir nun weiter verbessern.“ Co-Trainer Eddy Sözer und Sport-Direktor Peter Knäbel haben ja vor einer Woche den VfB gegen Mainz 2:0 gewinnen sehen und konnten mit Sicherheit live und vor Ort einige wichtige Eindrücke mit nach Hamburg bringen. Was, darüber allerdings schwieg der Trainer: „Sie haben mir berichtet, dass der VfB ein ordentliches Spiel gemacht hat – aber wir kennen den VfB ja auch, wir wissen, was auf uns zukommen wird, aber wir konzentrieren uns letztlich auf uns selber.“

 

Mein „Sky“-Kollege Sven Töllner sprach bei seiner Frage an den HSV-Trainer von einem „glücklichen Punktgewinn gegen Freiburg“ (so hätte ich es ganz sicher auch formuliert – weil es ganz glücklich war!), aber Bruno Labbadia stellte das 1:1 für sich in ein rechtes Licht: „Es war ein erkämpfter Punkt!“ Wie dem auch sei. Ich will das Spiel gegen Freiburg auch nicht im Nachhinein noch einmal von allen Seiten beleuchten, für mich war es einfach nur schlecht (vom HSV), und zwar erschreckend schlecht. Bis auf die Schlussphase. Und ich glaube, dass auch alle HSV-Verantwortlichen gut daran täten, wenn sie diese 90 Minuten aus dem vorletzten Heimspiel der Saison so oder ähnlich negativ einschätzen oder einstufen würden. Alles andere wäre Augenwischerei.
Bruno Labbadia relativierte aber aus seiner Sicht: „Das sieht man nicht nur bei uns, dass es da Schwankungen gibt, das ist auch bei anderen Mannschaften zu sehen. Ich habe zum Beispiel Kaiserslautern gegen St. Pauli gesehen, da lagen die Lauterer plötzlich 0:1 zurück und es ging nicht mehr viel. Das war bei uns ebenfalls so: Wir hätten das 1:0 gegen Freiburg machen können, kriegst aber das 0:1 und dann passieren solche Spiele. Dann, mit dem 1:0 im Rücken, macht es der Gegner auch gut, und dann gibt es solche Spiele. Freiburg hat es dann auch richtig gut gemacht, wir nicht – aber das haben wir ja auch zugegeben. Und ich habe einige Sachen bei uns gesehen, die nicht so liefen, wie wir uns das vorgestellt hatten.“ Dass es doch noch ein 1:1 gab, lag vornehmlich daran, dass Labbadia voll auf Offensive setzte und noch jeden Stürmer einwechselte, den er noch hatte. Auch wenn Maximilian Beister vielleicht einige Minuten zu spät kam, wie etliche Kollegen noch am Sonntag bemerkten.

 

Immerhin konnte Bruno Labbadia als Coach doch noch etwas Positives aus dem Freiburg-Spiel mitnehmen: „Es hat uns gezeigt, dass wir immer wieder aufstehen können. Dass wir zwar mal kurz am Boden liegen, dass wir mal Rückschläge erleiden, aber dass wir immer wieder dagegen an arbeiten, das hat uns dieses Spiel gezeigt, aber auch schon die Spiele davor. Wir sind zuletzt immer wieder aufgestanden, und das bringt uns dann auch eine gute Stimmung in die Mannschaft. Man darf nie aufgeben. Nie.“

 

Keine Frage (die am Rande eines Trainingstages immer mal wieder aufkommt!) spielt übrigens für den Trainer, ob Rafael van der Vaart auch in Stuttgart wieder zur Auflaufformation gehören wird: „Rafa hat sich gleich zu Anfang im Training gezeigt, dass er dem Verein und der Mannschaft helfen will. Das haben wir aufgenommen. Dann haben wir ihn auf verschiedenen Positionen eingesetzt, aber ganz klar ist er derjenige, der für mich auf der Acht spielen könnte – weil er eine gewisse spielerische Qualität bei uns reinbringt.“
Jetzt spielt der „kleine Engel“ aber auf der Sechs, doch auch das sieht der Trainer nur positiv: „Er hat das dort mit Gojko Kacar gemeinsam, was die Arbeit betrifft, was die Kompaktheit betraf, sehr gut gemacht. Und von dem her ist es gut, dass der Kapitän zuletzt solche Leistungen gebracht hat.“ Bruno Labbadia dann noch zum Abschluss über van der Vaart: „Ich glaube, dass er sich als Kapitän von seinem Verein einfach nur gut verabschieden will, und dazu kann er selbst viel beitragen.“ Mit einem Spiel mit Herz und Leidenschaft. Und das wird der Niederländer auch, bei aller Kritik, die es immer wieder mal für ihn gibt, auch am Sonnabend wieder an den Tag legen.

 

Apropos Tag. Bruno Labbadia befand über sein Wirken im Moment (weil er von den meisten neutralen Beobachtern gelobt wird): „Der Abstiegskampf hat mich zu einem kompletteren Trainer gemacht. Das ist eine ganz andere Art, zu arbeiten, aber ich brauche es nicht jeden Tag.“

 

Das Schlusswort zum Vatertag, aber eher schon im Hinblick auf Stuttgart, kam auch noch von Labbadia, der befand: „Wir haben uns zuletzt eine Ausgangslage geschaffen, von der wir vor einigen Wochen nur geträumt haben. Diesen Weg müssen wir jetzt weiter gehen. Das ist ein Kraftakt, aber es hilft nichts, es sind ja nur noch zwei Spiele.“

 

Und für die gilt:

Verlieren verboten!

 

Nur der HSV!

 

PS: Nachdem Lars Pegelow gestern so gefeiert wurde, weil er an Carl-Edgar Jarchow (der an diesem Freitag seinen letzten offiziellen HSV-Tag hat) gedacht hat, möchte ich mich auch noch kurz daran versuchen – und mir meine Belobigungen dafür abholen. Schon jetzt dafür ein herzliches Dankeschön!

Da ich weiß, dass im Hause Jarchow auf jeden Fall einer bei Matz ab mitliest, mache ich das mal so:

„Lieber Herr Jarchow, Sie haben gewiss keine schöne zweite HSV-Zeit (nach der Aufsichtsrat-Tätigkeit) gehabt, im Gegenteil, Ihr Wirken gestaltete sich äußerst zäh und wenig erfolgreich. Ich habe Ihnen immer gesagt, dass ich Ihren Mut bewundert habe, dass Sie dieses Amt übernommen haben. Kaum ein anderer HSVer hätte das gemacht. Und obwohl Sie ziemlich schnell wussten, was Sie da übernommen hatten, verlängerten Sie auch noch. Warum auch immer, spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte ich, Dieter Matz, das Handtuch geworfen.
Sie hatten in meinen Augen nie eine richtige, eine faire Chance, den HSV wieder nach oben zu führen, weil die Club-Kasse chronisch leer war. So ist es, die Ausnahme heißt Klaus-Michael Kühne, bis heute geblieben – und nun wollen wir mal sehen, wie sich der HSV in Zukunft so machen wird.

Auf jeden Fall waren Sie immer ein fairer Gesprächspartner, und obwohl Sie mitunter recht heftig kritisiert und attackiert wurden, haben Sie immer Rede und Antwort gestanden, ohne ausfällig oder beleidigt zu sein. Das war hanseatisch stark und immer Erste Liga!
Das muss Ihnen erst einmal – vor allem über eine so lange Zeit – einer nachmachen. Natürlich haben Sie auch manchen Fehler gemacht, ganz klar – aber wer macht die nicht? Diejenigen, die nun am meisten in die Luft gehen, die sollten sich vielleicht selbst einmal fragen, ob das alles so richtig ist, wie sie ihren Weg gehen – oder bislang gegangen sind . . .

Alles Gute für Ihren weiteren Weg, ich freue mich, dass Sie zum Hamburger Fußball-Verband gehen werden – ich bin dann ein „Untergebener“ von Ihnen.

Dieter Matz

 

18.04 Uhr

Wenn…

10. Mai 2015

  1. … der HSV in Stuttgart gewinnt, dann reicht die Niederlage eines anderen Konkurrenten (Freiburg gegen die Bayern, Hannover in Augsburg, Paderborn in Schalke), damit der HSV nicht mehr direkt absteigt.
  2. … der HSV in Stuttgart gewinnt, und zwei andere Konkurrenten verlieren, dann ist der HSV gerettet.
  3. … der HSV in Stuttgart gewinnt, und alle drei anderen Konkurrenten gewinnen ebenfalls, dann kann der HSV mit einer Niederlage gegen Schalke noch direkt absteigen.
  4. … der HSV in Stuttgart Unentschieden spielt oder verliert, dann werden alle Entscheidungen auf den letzten Spieltag vertagt.
  5. … der HSV in Stuttgart verliert und alle anderen Konkurrenten gewinnen, was der ungünstigste Fall wäre, dann würde dem HSV nicht einmal ein Sieg gegen Schalke ohne Schützenhilfe den Klassenerhalt sichern.

 

Mit anderen Worten: Der HSV muss auf jeden Fall punkten, um sein Schicksal am letzten Spieltag in den eigenen Händen zu halten.

Soweit zum Spekulationsbereich, der sich aus dem heutigen Nachmittagsspiel, dass der SC Paderborn gegen den VfL Wolfsburg mit 1:3 verloren hat, ergibt.

Die Situation im Tabellenkeller:

  • 13. Hertha          -15 34 (H Frankfurt, A Hoffenheim)
  • 14. HSV              -26 32 (A Stuttgart, H Schalke)
  • 15. Freiburg        -11 31   (H Bayern, A Hannover)
  • 16. Hannover      -18 31  (A Augsburg, H Freiburg)
  • 17. Paderborn     -32 31  (A Schalke, H Stuttgart)
  • 18. Stuttgart       -20 30 (H HSV, A Paderborn)

 

Trainer Bruno Labbadia hat seinen Profis für heute und für morgen weitestgehend frei gegeben. Luft holen nach dem Kraftakt gegen den SC Freiburg. „Wir wollen dann am Dienstag frisch und ausgeruht in die Trainingswoche vor dem Spiel gegen Stuttgart gehen“, begründete Labbadia seine Maßnahme. Einige Spieler müssen am Montag aber trotzdem zur Arena kommen, andere wüssten, so Labbadia, dass sie morgen eigenständig ein kleines Programm zu absolvieren hätten.

 

Und dann geht die Reise weiter. Zwar gab es die rechnerische Hoffnung, dass sich die Hamburger gegen Freiburg befreien konnten, doch dem war nicht so. „Wir haben uns im Rennen gehalten“, so Labbadia. „Vor kurzem waren wir am Ertrinken, nun haben wir die Lippen über Wasser und Luft bekommen. Die Situation ist besser als vor ein paar Wochen, aber es wird ein Kampf bis zum letzten Tag.“ So und nicht anders sieht es wohl aus, wenn am kommenden Wochenende nicht die beste aller oben skizzierten Konstellationen eintritt.

 

Dass es ein erneuter Kraftakt wird, dessen Ausgang ungewiss ist, hat schon eine Aussage von Gojko Kacar am Freitagabend gezeigt. Der Serbe wurde wieder zum Held für einen Tag und bekannte anschließend, wie müde er sei. „Wenn man die ganze Saison unten steht, ist man emotional etwas platt. Außerdem vertraut man nicht so in sein Spiel. Am Ende haben wir das Tor nur mit Willen getroffen.“ Und genau diese Eigenschaft gilt es noch zwei Mal abzurufen – und gerade vor dem Hintergrund der Selbsteinschätzung Kacars ist Labbadias Entscheidung, erst am Dienstag wieder in den geregelten Trainingsbetrieb zu gehen, einzuordnen.

 

Labbadia muss mit seinen Personalentscheidungen und mit seiner Aufstellung in Stuttgart nun die richtigen Lehren aus den Fehlern im Freiburg-Spiel ziehen. Ich habe über den Auftritt des HSV mit Martin Jol gesprochen, der ja erstmals seit seinem Abschied 2009 wieder im Volksparkstadion war. Zwei Dinge waren Jol insbesondere aufgefallen: „Rajkovic ist das Opfer der HSV-Spielweise.“ Und: „van der Vaart und Holtby sind gute Spieler. Aber sie bekommen überhaupt nicht den Ball.“

 

Zum Thema Rajkovic hat Scholle gestern schon etwas geschrieben. Die Verteidiger hatten keine Anspielstationen im Mittelfeld, weswegen vor allem Rajkovic zu einigen haarsträubenden langen Schlägen gezwungen war. Er hatte die meisten Ballkontakte aller HSV-Spieler, immerhin 71 Prozent seiner Pässe kamen auch an, aber dabei war viel Quergeschiebe, ehe der Pass in die Tiefe allzu oft beim Gegner landete. Außenverteidiger standen zu hoch, zentrale Mittelfeldspieler haben den Aufbau nicht an sich gerissen – darunter litt Rajkovic ganz besonders.

 

„Wir sind sehr selbstkritisch mit dem Spiel umgegangen“, sagte Bruno Labbadia dazu. „Teilweise war es mehr das Negative, das auch die Mannschaft angesprochen hat. Sie waren sehr selbstkritisch. Wir haben uns nicht optimal mit dem Ball verhalten und Fehler gemacht in der Vorwärtsbewegung.“ Rafael van der Vaart, um zu Martin Jols zweiter Anmerkung zu kommen, hatte mit 12,7 Kilometern Laufleistung den höchsten Wert aller Hamburger Spieler. Doch ist Laufen seine größte Stärke? Van der Vaart hatte nur 57 Ballkontakte – gerade einmal halb so viele wie Rajkovic. Und Lewis Holtby hatte in seiner knappen Stunde auf dem Rasen nur 33 Mal den Ball. Dass beiden Kreativen, van der Vaart und Holtby, darüber hinaus äußerst wenig aus ihren Aktionen gemacht haben, kommt erschwerend hinzu.

 

Welche personellen Alternativen ergeben sich nun fürs Stuttgart-Spiel? Diaz im zentralen Mittelfeld statt van der Vaart. Diekmeier als Rechtsverteidiger, dafür Westermann statt Rajkovic in der Mitte. Jansen für Holtby. Das sind Gedankenspiele, wobei Labbadia ja dazu neigt, wenig zu verändern. Wir werden sehen.

 

Vor allem ist und bleibt ALLES eine Frage der Einstellung. Labbadia: „Entscheidend aber war gegen Freiburg, dass wir in der zweiten Halbzeit Mut gezeigt haben. Das nehme ich mit.“ Und die Mannschaft sollte es auch, sonst steht der aktuelle Tabellenletzte VfB Stuttgart nach dem 33. Spieltag vor dem HSV. Als Sinnbild bezeichnete Labbadia dabei die Leistungssteigerung von Gojko Kacar während des Spiels: „Er hat wie einige andere in der ersten Halbzeit nicht so gut gespielt Aber er hat es in der zweiten korrigiert, war kurz am Boden und ist wieder aufgestanden. Mit dem Tor hat er sich belohnt und die Mannschaft reich beschenkt.“

 

Wie reich und was dieser eine Punkt am Ende bringt – auch das werden wir sehen.

 

Gestern waren Labbadias Assistent Eddy Sözer und der Direktor Profifußball Peter Knäbel live in Stuttgart. Dort haben sie sich das 2:0 des VfB gegen Mainz 05 angesehen. In Stuttgart war, abgesehen davon, dass der Sieg verdient war, eine ebenso stürmische Atmosphäre wie in den letzten zwei Heimspielen des HSV zu erleben. Und auch darauf müssen sich die Hamburger Spieler einstellen. Beim VfB wird ähnlich um den Klassenerhalt gefightet wie in Hamburg. Und die Stuttgarter haben ähnlich wie der HSV alles selbst in der Hand. Zwei Spiele gegen direkte Konkurrenten – Huub Stevens wird alles mobilisieren, damit sein Ruf als ultimativer Retter auch danach noch Bestand hat.

 

Neben den aktuellen Sorgen um den Klassenerhalt nehmen natürlich auch die Meldungen und Gerüchte zu, was das HSV-Gesicht der kommenden Saison angeht. Während Bruno Labbadia nach wie vor versichert, sich um dieses Thema im Moment überhaupt nicht zu kümmern, gehen Namen rum. Jonathan Schmid vom SC Freiburg; heute kam aus Frankreich die Meldung, die Hamburger würde sich um den mosambikanischen (heißt das so???) Innenverteidiger Mexer von Stade Rennes kümmern.

 

Im Gegenzug werden auch hier in den Kommentaren Dutzendweise Namen von aktuellen HSV-Spielern genannt, die bitteschön endlich verschwinden sollen. Ich finde, mit allem muss man sich inzwischen mal ein wenig zurückhalten. Was wurde geschimpft auf van der Vaart, Ilicevic und Co. – jetzt hat sie Bruno Labbadia zu seiner Rettungsmission reaktiviert. Ein Spieler, ob Behrami, Cleber oder Kacar, funktioniert immer im Mannschafts- oder Vereinsgefüge. Natürlich sind einige nach Jahren der Misserfolge und der Querelen in Hamburg wie durch den Fleischwolf gedreht und entsprechend erfolgen auch personelle Wechsel. Entscheidend aber ist, dass Bruno Labbadia ein Gefüge entwickelt, einen Mannschaftsgedanken fortführt, den er auch jetzt immer im Abstiegskampf betont. Auf einer anderen Grundlage sind Augsburg, Mainz und Freiburg in den vergangenen Jahren auch nicht erfolgreich gewesen. Auf dieser Grundlage funktioniert – in seiner deutlich höheren Spielklasse – auch der FC Bayern. Ich möchte einfach nicht wieder millionenschwere Spieler in Hamburg sehen, die ihr Eingewöhnungspaket wie einen Ballast auf dem Rücken herumtragen. Ich möchte keine Kompromiss-Transfers (Aggressive Leader, aber chronisch verletzt) oder hektische Last-Minute-Aktionen (Stürmer mit HSV-Gen, aber kurz vor der Rente) erleben. Dies nur als Gedankenansatz – die Zukunftsplanungen und vor allem die Fehler-Analyse dieser Saison, die sich ganz stark auf die Vereins-Spitze beziehen muss, werden folgen, wenn’s geschafft ist.

 

Vorbei ist es in der Zwischenzeit wohl für die U 23 von Rodolfo Cardoso. Nach dem 1:0 unter der Woche gegen Werder Bremen gab es heute eine 0:2-Niederlage gegen den TSV Havelse. Und diese Niederlage war hochverdient. Der Koreaner Kim in der Innenverteidigung leitete das 0:1 mit einem schlimmen Stockfehler ein (später sah Kim nach einem Ellbogenschlag auch noch Rot – aber die Entscheidung war zu hart, so schlimm war der Hieb nicht). Torchancen für den HSV gab es kaum, was auch an einem recht blutarmen Auftritt von Maximilian Beister lag, über dessen Leistung auf der Tribüne kräftig geschimpft wurde.

 

Morgen ist noch einmal trainingsfrei, ehe es am Dienstag mit zwei Einheiten am Stadion weitergeht.

 

Lars

18.10 Uhr

Der HSV ist Meister…

1. April 2015

im Machen halber Sachen. Außer in der Vorstandsetage gibt es in bislang noch jedem Bereich des Vereins halbe Sachen, offensichtliche Kompromissentscheidungen und offene Planstellen. Selbst im täglichen Training beherrschen Übergangslösungen und Kompromisse das Geschehen. In einer derart unsicheren Phase wie in diesem harten Abstiegskampf kann diese Unklarheit auf allen Ebenen ein wesentlicher Faktor werden. Befürchte ich. Aber der Reihe nach:

 

Der Nachwuchs: Bernhard Peters wischt hier seit Sommer radikal durch. Auf der einen Seite sorgt das für Unsicherheiten bei den Übungsleitern – auf der anderen Seite war das nach Jahren der Erfolglosigkeit zwingend notwendig. Selbst die Trainer der zwei wichtigsten Nachwuchsteams bekamen frühzeitig mitgeteilt, dass sie für diese Saison noch gut genug seien, ab der neuen Serie aber von anderen ersetzt werden. In der U23 soll ein Fußballlehrer kommen, während der gerade krankheitsbedingt als U23-Trainer zurückgetretene Daniel Petrowski den Fußballlehrer und Dauer-U19-Coach Otto Addo ablösen soll.

Kluger Kopf udn Stratege: Bernhard Peters sortiert den Nachwuchs um. Noch mit mäßigem Erfolg.

Kluger Kopf und Stratege: Bernhard Peters sortiert den Nachwuchs um. Bilsnag noch mit mäßigem Erfolg.

Seit der Mitteilung im Dezember läuft es bei beiden Mannschaften eher schlecht als recht. Dass jetzt ausgerechnet der vor Saisonbeginn bei der U23 gefeuerte und anschließend als Techniktrainer geparkte Rodolfo Cardoso interimsweise übernommen hat spricht für sich. Kurzum: Der Nachwuchsbereich gleicht weiter einer Baustelle ohne klares System. Noch. Denn wie zu hören ist, soll zur neuen Saison mit neuen Verantwortlichen strukturell Klarheit geschafft werden. Besser gesagt: Es muss Klarheit geschafft werden, will man in der Jugend der Konkurrenz nicht weiterhin hinterherlaufen.

 

Die Mannschaft: Auch heute pausierte Valon Behrami, obgleich er für die Schweiz zuletzt nicht auflaufen musste. Als absoluter Führungsspieler war er im Sommer angepriesen worden, obgleich er in allen Gesprächen vom Verein die Zusicherung einforderte, unter der Woche immer wieder pausieren zu dürfen, da seine Knie einfach nicht mehr hergeben. Im Gegenzug versprach er, jedes Spiel zu spielen – auch wenn er dafür mal Schmerzen in Kauf nehmen muss. Der HSV stimmte zu, weil er keine bessere Alternative hatte. Eine Kompromisslösung, die nur bedingt funktioniert. Trainieren kann Behrami selten. Zweifellos: Wenn er denn mal auf dem Platz ist, spielt Behrami sein Spiel und hilft dem HSV. Aber er musste im Winter operiert werden und fehlte in bislang sechs Rückrundenspielen. Erst dreimal wirkte er 2015 mit. Dass er sich intern ob seiner andauernden Trainingspausen mit der Mannschaft nicht optimal einspielen kann – keine Frage.

Fehlt oft - in Trainingseinheiten wie Spielen: Valon Behrami, der als "Aggressive Leader" der Mannschaft Impulse verleihen soll

Fehlt oft – in Trainingseinheiten wie Spielen: Valon Behrami, der als “Aggressive Leader” der Mannschaft Impulse verleihen soll

 

Hinzu kam, dass die zweite, entscheidende Personalie nicht griff, und der Kapitän einfach sportlich nicht mitkam. Im vergangenen Sommer entschied sich der HSV nach langen Überlegungen, Rafael van der Vaart doch zu behalten. Mehr noch: Der Niederländer ist sogar der festgelegte Kapitän. Und als in den ersten Spielen deutlich wurde, dass der einstige Weltklassemann einfach nicht mehr das nötige Tempo hat, wurde er auf die Sechs geschoben. Für ihn musste ein junger und zweifelsfrei talentierter Spieler wie Tolgay Arslan weichen und im Winter letztlich sogar gehen. Dabei setzte van der Vaart in bislang einem einzigen Spiel positive Signale: Im Hinspiel gegen Bayer Leverkusen. Ansonsten fiel der Held alter HSV-Tage hinten über. Allein die Trainer versuchten ihn immer wieder ins Team zu drücken und konterkarierten damit ihr eigens ausgerufenes Leistungsprinzip zu offensichtlich.

 

Dass jetzt auch noch die Torwartposition neu diskutiert wird, dürfte der Sicherheit im Team nicht zuträglich sein. Im Gegenteil: Trotz Adlers guter Listungen und einer zweifellos besseren, längerfristigen sportlichen Perspektive, ist die Abwehr mit Drobny eingespielt. Der Tscheche war unumstrittene Nummer eins bis zur Roten Karte. Er galt und gilt als verbaler Antreiber und zuverlässiger Rückhalt. Eine Änderung auf der Position wäre vertretbar – aber unnötig. Zumal Drobny in der Mannschaft aktuell ein höheres Standing genießt als Adler.

 

Der Trainer: Nachdem Slomka im Sommer mangels Alternative weitermachen durfte, folgte Zinnbauer auf ihn. Beide Trainer hatten immer den Namen Thomas Tuchel, der über ihnen schwebte und sich bis heute hält. Auch die Mannschaft registrierte, dass die Trainer nicht erste Wahl waren – was nie gut ist. Die Akzeptanz des Chefs leidet und die unzufriedenen Spieler trauen sich noch eher, schlechte Laune zu verbreiten und der Teammoral zu schaden. Peter Knäbel ist jetzt schon der dritte Übergangstrainer in einer Saison – ein Indiz, das einen Abstieg erklären könnte.

 

Für Knäbel spricht, dass er als Direktor Sport der oberste Vorgesetzte der Spieler ist. Auch jetzt als Trainer und Direktor Profifußball in Personalunion. Die Spieler wissen also, dass sie sich gerade bei ihm nichts erlauben dürfen, wenn sie in Hamburg bleiben wollen. Das lässt zumindest ein wenig hoffen. Aber selbst der neue, von allen hoch gelobte und von den Spielern jetzt schon gefeierte Cotrainer Peter Hermann ist nur bis Saisonende da. Derart viel Unruhe und Unklarheiten hat sonst kein Bundesligaklub auf der Position der sportlichen Führung.

 

Und das alles, um die Position für einen Trainer offen zu halten, der dem HSV zwar positive Signale sendet, der aber noch nicht zugesagt hat? Hier geht der HSV ein enorm hohes Risiko, selbstverschuldet den Weg in die zweite Liga antreten zu müssen. Denn klar ist, dass Beiersdorfer vor der Saison die Defizite erkannt und angesprochen hatte – nur abzustellen wusste auch er sie nicht. Vor allem aber verwunderte mich heute der – absolut zutreffende! – Satz Beiersdorfers in der Bild: „Es funktioniert beim HSV seit Jahren nicht, weil die Mannschaftsstruktur nicht gefestigt ist. Das müssen wir ändern. Wir müssen eine klare Linie reinbringen, die vorgibt, welche Spieler und Trainer für uns infrage kommen.“ Worte, die der Vorstandsboss so auch schon vor der Saison sagte, bevor er zusammen mit seinen Kollegen 33 Millionen Euro in neue Spieler investierte.

 

 

Ihr seht, das Konzept 2014/2015 ist nicht nur ohne Erfolg – es besitzt keine Stringenz. Selbst die Entscheider, die den Weg beim HSV derzeit vorgeben, waren anfänglich nicht komplett. Die Kaderplanung im Sommer wurde jedenfalls nur anteilig vom Hauptverantwortlichen (Knäbel) getätigt, das dieser erst spät im Sommer mit dem HSV einig wurde. Ich behaupte, dass Dietmar Beiersdorfer trotz seiner unbestrittenen herausragenden analytischen Fähigkeiten bei seiner Zusage die Tragweite der hier vorherrschenden Mängel nicht bewusst war. Dadurch ist der HSV weiterhin nichts anderes als ein Flickenteppich. Es gilt das Motto: Irgendwie die Klasse halten „und dann mal so richtig umstrukturieren“. Dann wird alles anders – und vor allem besser. Diesmal auch wirklich…! Mit Tuchel samt neuem Trainerteam, mit vier sicheren und einigen weiteren Abgängen sowie Zugängen für rund 25 Millionen Euro soll dem seit Jahren inflationär genannten Umbruch in Hamburg endlich mal Genüge getan werden.

 

Und damit Ihr mich nicht falsch versteht, ich hoffe, dass es so kommt. Ganz klar. Ich glaube auch, dass Beiersdorfer, Knäbel, Peters und letztlich auch Tuchel einen Plan haben, wie das umzusetzen ist. Aber ich weiß eben leider auch, wie knapp es in der vergangenen Saison war und wie hart das Restprogramm in dieser Saison ist. Und eindeutige Ansätze, dass es dieses Jahr klappen wird, habe ich nicht. Ich sehe in jedem Bereich offensichtliche Mängel – ohne klare Stärken, die man dagegen setzen kann. Ich habe das Gefühl, dieses Jahr herrscht sogar etwas mehr Abstiegsangst vor als letzte Saison.

 

Dass (auch ich) ohne Rücksicht auf vorliegende Fakten immer wieder sage: „Ach, irgendwie wurschteln die sich da durch“ ist (zumindest bei mir) nicht mehr als Zweckoptimismus. Gegen die eigene Überzeugung oder realitätsfremd mag man das nennen – aber es ist angesichts der schon jetzt verkorksten Saison auch das letzte Stilmittel, um der Mannschaft zumindest moralisch von außen noch zu helfen. Eben so, wie es Fans machen. Und wahrscheinlich auch so, wie es die Beiersdorfer, Knäbel, Peters, Hermann und Co. inzwischen machen. Und egal wie es am Ende ausgeht: Wundern muss sich in diesem Verein niemand mehr.

In diesem Sinne, bis morgen. Da wird um 15 Uhr trainiert. Dann soll auch Marcell Jansen wieder dabei sein, der heute entgegen eigener Hoffnungen noch nicht wieder mittrainierte. Auch Valon Behrami soll am Donnerstagnachmittag wieder voll einsteigen.

 

Bis dahin.

Scholle

P.S.: Hier noch – absolut passend zum heutigen Thema – eine unterstützenswerte Aktion, wie ich finde. Lasse führt sogar mit seinem Burgerentwurf in Hamburg. Logisch….!!!

Der Link zur Abstimmung:
11092580_794392257317070_1753192337_n
http://meinburger.mcdonalds.de/burger/20763720322113

David Jarolim beim 5:7 herzlich gefeiert

28. März 2015

Endlich einmal HSV-Tore im Volkspark! „An Tagen wie diesen“ sangen die „Toten Hosen“, aber an diesem Sonnabend herrschte im Volkspark alles andere als „tote Hose“. David Jarolim bat zu seinem Abschiedsspiel, und viele, viele kamen. 32 000 Zuschauer waren dabei, und etliche Stars aus Tschechien und vom HSV. Das Jaro-Dream-Team aus Tschechien siegte 7:5, aber das Resultat war ganz sicher unwichtig. Es war eine schöne Abschiedsparty für einen großen HSV-Spieler, der hier immer alles gegeben hat. Und der vielleicht auch irgendwann noch einmal nach Hamburg zurückkehren wird, um beim HSV zu arbeiten. „Diesen Tag werde ich niemals vergessen“, sagte „Jaro“ bei seiner kleinen Dankesrede, und er versprach: „Ich werde versuchen, bei den letzten Spielen das HSV in dieser Saison dabei zu sein um die Daumen zu drücken.“ Alle Zuschauer feierten den Helden des Tages, besonders der Norden – und dafür danke ich ganz besonders, denn „Jaro“ hat es hier auch einst anders kennengelernt. Dabei viel mir heute vorher und auch nachher der große Udo Lattek ein, der einst beim „Doppelpass“ über David Jarolim gesagt hatte: „Ich kann ihn nicht ab, er provoziert, spielt zu oft foul – aber als Trainer hätte ich dieses Schlitzohr liebend gerne in meiner Mannschaft gehabt. So einen brauchst du.“ Mehr Lob geht doch fast gar nicht.

 

Beim Einlaufen der Spieler gab es viel Beifall der 32 000 Zuschauer. Jeder Profi wurde herzlich begrüßt. Lauter wurde es bei Mehdi Mahdavikia, und ganz laut wurde es bei Thimothee Atouba, der geradezu enthusiastisch gefeiert wurde. Atouba! Er tanzte hier nur ganz kurz auf, aber ihn lieben sie hier noch immer. Weil er Dinge drauf hat, die kein anderer macht. Besonders laut wurde es dann aber, als der Mann des Tages einlief – mit seinen Kindern an der Hand und auf dem Arm: David Jarolim. Der Norden sang, alle Zuschauer standen auf. Lotto King Karl und Carsten Pape sangen „Hamburg meine Perle“, und HSV-Boss Dietmar Beiersdorfer hielt eine kurze, aber unheimlich warmherzige Rede: „David, Du bist ein großartiger Mensch mit einem ganz feinen Charakter, Du warst immer ein vorbildlicher Spieler.“ Dem war nichts hinzuzufügen. Und nicht wenige auf der Tribüne hatten den Eindruck, dass der Vereins-Chef bei seinen Sätzen kurz davor war, die eine oder andere Träne zu verdrücken . . .

 

Mein persönliches Highlight an diesem Nachmittag, und es war nicht nur meines, heißt aber nicht in erster Linie Jarolim, auch nicht Atouba, sondern Tomas Ujfalusi. Nein, nein und noch einmal nein, ich hätte ihn nicht erkannt. Und ich konnte es eine Halbzeit lang nicht glauben, dass der etwas rundliche Herr mit dem etwas mehr an Bauch, mit ohne Haare auf dem Kopf, dafür sehr, sehr viel am Kinn, dass der wirklich unser „Ujfi“ ist. Nein, und irgendwie kann ich es immer noch nicht fassen. Obwohl ich ihn schon eine Stunde vor dem Spiel in den Katakomben sah – und mich fragte, wer dieser Mann denn ist? Aber er war es tatsächlich, auch wenn der neben mir sitzende „Scholle“ es bis zum Schlusspfiff nicht glauben wollte.

 

Während des Spiels, das von Radio-Hamburg-Moderator John Ment kommentiert wurde, wurde übrigens Ballermann-Musik gespielt. „Schatzi schenk mir ein Foto“, und zum Beispiel: „Atemlos“. Ob der HSV den Antrag stellen wird, künftig auch während der Bundesliga . . . Nein, lassen wir das. Denn diese Musik war ja auch gewöhnungsbedürftig.
Das Spiel wurde geleitet von Schiedsrichter Babak Rafati aus Hannover – er hatte ein leichtes Amt, es gab weder Fouls noch Meckereien.

 

Die erste Möglichkeit der Partie hatte David Jarolim, der plötzlich allein vor Stefan Wächter stand – aber den Ball nicht stoppen konnte! Wie bitter war das denn?! Kurz darauf hatte Atouba einen bühnenreifen Auftritt, als er drei Tschechen an der linken Eckfahne vorführte. Er hat es eben immer noch nicht verlernt.

 

Bis zur 11. Minute hieß es 0:0 im Volkspark (wie sonst?), dann aber fielen die Tore. Lukas Jarolim schoss das 1:0 für das Dream-Team, nachdem zuvor Wächter noch großartig einen Fallrückzieher von Koller gehalten hatte. Für das 1:1 zeichnete Mladen Petric verantwortlich. Koller traf zum 1:2, Wildcard-Spieler Norman Lessmann glich aus. Noch einmal Lukas Jarolim und auch noch einmal Mladen Petric, der immer noch schlitzohrig über den Platz läuft und Torchancen erahnt, sorgten für das 3:3 zur Halbzeit.
Der HSV hatte mit Stefan Wächter (Claus Reitmaier), Guy Demel, David Rozehnal, Tomas Ujfalusi, Thimothee Atouba, Mehdi Mahdavikia, Stefan „Paule“ Beinlich, Thorsten Fink, Thomas Doll, Mladen Petric und Norman Lessmann begonnen.

 

Im zweiten Durchgang kam dann folgende HSV-Mannschaft zum Zuge: Reitmaier (Drobny),Demel (Martin Groth), Milan Fukal, Bastian Reinhardt, Atouba (Dennis Aogo), David Jarolim, Rodolfo Cardoso, Marcel Meyer (mit Wildcard), Lessmann, Sergej Barbarez und Vahid Hashemian. Interessant: Martin Groth sollte eigentlich gar nicht spielen, war ohne Fußball-Klamotten nach Hamburg gekommen, aber plötzlich durfte er dabei sein. Weil doch einige angekündigte Spieler nicht gekommen waren.

 

Für die erst- und einmalige HSV-Führung in diesem Spiel sorgte Wildcard-Spieler Marcel Meyer, der das 4:3 markierte. Koller, Poborsky, Kuka und Wildcard-Spieler Stefan Kück schossen dann die Tore für den Sieger, für den HSV verkürzte David Jarolim nur noch per Elfmeter, den Ujfalusi an ihm verschuldet hatte – das war ja wohl auch Pflicht. 5:7 hieß es am Ende, aber diese HSV-Niederlage tat ausnahmsweise einmal nicht weh.
Als Trainer fungierten an diesem Tag übrigens Bruno Labbadia, Ralf Zumdick, Klaus Augenthaler und Vater Karel Jarolim. Im Dream-Team standen so bekannte Stars wie Koller, Poborsky, Kuka, Nikl, Smicer und Tyce.

 

Und während es nach diesem Spiel noch an der Alster weitergeht und ging, geht es für einige HSV-Spieler nun auch offiziell nicht mehr weiter. Rafael van der Vaart, Marcell Jansen, Ivo Ilicevic und Gojko Kacar erhielten nun vom HSV die Mitteilung, dass der Club künftig ohne sie plane. Dietmar Beiersdorfer: „Sie haben es sportlich aufgenommen, und alle haben ihre persönlichen Belange hintenangestellt – denn alle wollen, dass der HSV nicht absteigt. Dafür werden sie noch bis zuletzt alles geben.“

Toi, toi, toi.

 

PS: Morgen, am Sonntag, sitzt nach “Scholle” ein weiterer Mann von “Matz ab” beim Doppelpass vom Sport1: Lars Pegelow gibt sich die Ehre. Alles Gute, mein Lars!

 

PPS: Heute gibt es keine Matz-Ab-Live-Sendung.

17.16 Uhr

Es stimmt hinten und vorne nicht!

15. März 2015

„Jetzt müssen wir am Freitag gegen Hertha BSC gewinnen, das ist sehr wichtig. Wir müssen zeigen, dass wir eine Mannschaft sind.” Gesagt hat es Dennis Diekmeier, aber es dieses Zitat könnte von jedem HSV-Spieler und von jedem Offiziellen stammen. Es ist fünf vor Zwölf, obwohl ich gar nicht von der „ewigen Uhr” anfangen möchte. Neun Spiele hat der HSV noch, gegen Berlin, in Leverkusen, gegen Wolfsburg, in Bremen, gegen Augsburg, in Mainz, gegen Freiburg, in Stuttgart und gegen Schalke 04. Und einige Experten hatten schon vor Wochen errechnet, dass der HSV fünf, mindestens aber vier Siege benötigt, um zu überleben. Die Spiele aber werden immer weniger, und Hamburger Siege stellen sich partout nicht ein. Wo wird das enden? Immer mehr Fans, Experten und Ehemalige sind fertig mit den Nerven und behaupten: „Diesmal steigt der HSV ab!” Zumal sich die Entwicklung des Vorjahres noch nicht abzeichnet. Damals verloren Braunschweig und Nürnberg immer einträchtig mit, jetzt tun es die Stuttgarter noch, und Paderborn sackt immer tiefer ab – aber ansonsten wehren sich die Abstiegskandidaten 2015 wesentlich besser – als der HSV.

 


 

 


„Wir sind wieder ein Stück weitergekommen, auch wenn die Ergebnisse nicht passen. Aber die werden irgendwann kommen, da bin ich mir ganz sicher.” Hat HSV-Trainer Joe Zinnbauer abends bei seinem zweiten Auftritt im ZDF-Sportstudio gesagt. Eine mutige Aussage, denn zu Buche stand und steht ja immerhin die 1:3-Niederlage in Augsburg.

 

Dieses „Dokument” habe ich heute per Zufall entdeckt. Es stammt vom 29. November 2014. Die Ergebnisse stimmen immer noch nicht, und es fällt mir persönlich schwer, daran zu glauben, dass sie noch einmal besser werden. Bei 16 geschossenen Toren! SECHSZEHN! In 25 Spielen. Ich sah gestern noch die Schlussphase von Dortmund gegen Köln (0:0). In der Schlussphase des Spiels fuhren die „Geißböcke”, denen nachgesagt wird, dass sie mauern würden, einen mustergültigen Konter-Angriff, wie ihn der HSV nicht hinbekommen würde. Sechs Kölner liefen im Sprinter-Tempo gegen den BVB-Strafraum an, sechs! Ich muss es wiederholen: sechs! Und Dortmund hat im Gegenzug kein Tor geschossen (logisch, bei 0:0), aber der BVB schoss auch deshalb kein Tor, weil alle Kölner – kurz vor Schluss – im Sprinter-Tempo wieder hinten waren. So geht Fußball. Beim HSV läuft meistens nur einer nach vorne, das ist der leidgeprüfte Ivica Olic, der arme Teufel – und die anderen sehen meistens zu und wünschen viel Erfolg. Warum sollten sie auch mit nach vorne laufen, der Ball geht doch gleich wieder verloren. Dann kann man auch hinten bleiben und getrost auf den nächsten Angriff des Gegners warten.

 

Nein, meine Herren, es stimmt hinten und vorne nicht. Vorne ganz offensichtlich, aber hinten deswegen, weil es kaum Unterstützung für den Einzelkämpfer dort vorne gibt. Sechszehn Tore: Das muss man sich mal vorstellen. In 25 Spielen. Das ist doch unfassbar. Und zu diesem Dilemma gesellt sich dann auch noch viel Pech. Hier ab und zu mal ein „falscher Elfmeter” (wie zum Beispiel in Augsburg und Frankfurt), dort mal ein „richtiger” Strafstoß mit anschließendem Platzverweis – und wer weiß schon, was es in Zukunft noch alles für und gegen den HSV geben wird? Auch an Verletzungen? Immer wieder aufbrechende Blessuren, oder auch neue, wie jetzt zum Beispiel Heiko Westermann. Der Routinier erlitt in Sinsheim eine Innenbandverletzung im Knie. Und eine solche Verletzung klingt nicht nur nicht gut, sie dürfte auch nicht schnell zu „beheben” sein. Zumindest das „Endspiel” gegen Hertha dürfte „HW4″, der in Sinsheim sein 150. Bundesliga-Spiel mit der Raute auf der Brust absolvierte, schon einmal verpassen.
Wobei ich mir jeglichen weiteren Kommentar verkneife, das darf sich ein jeder hier selbst eintragen . . .

 

Der HSV, das nur mal so zur Erinnerung, ist die schwächste Auswärtsmannschaft der Liga. Zwei Siege, neun Pünktchen und sechs (!) zu 24 Törchen. Wir schreiben inzwischen März 2015 – wer soll denn aus der Bundesliga absteigen? Die Tabelle lügt nicht, heißt es immer so schön. Aber, und das sei nun mal zum Öffnen der Augen angeführt, aus welchem Stoff sind eigentlich Absteiger gebaut? Gerade jetzt, zu diesem Zeitpunkt der Saison, wo es mit allen Entscheidungen enger, enger und enger wird, darf das ja mal gefragt werden. Und mal ehrlich, warum ist das Hertha-Spiel denn jetzt auf einmal so wichtig? Hoffenheim wäre auch mal ganz wichtig gewesen. Und die Gegner zuvor wären auch alle schon ganz, ganz wichtig gewesen. Wie oft haben wir das schon gehört, dass das alles so wichtig ist. Und dann? Passiert doch meistens nichts. Wie oft stand er HSV in der jüngeren Vergangenheit schon vor ganz wichtigen Spielen – und hat dann doch nichts geholt. Unzählige Male gab es das schon. Unzählige Male. Ich kann und mag es nicht mehr hören.

 

Natürlich hatte der HSV in Sinsheim das Pech, dass Jaroslav Drobny früh die Rote Karte gesehen hatte. Es war der zweite Platzverweis eines HSV-Torhüters seit de, 17. September 1994, als Uli Stein beim 1:1 gegen Bayern München Rot gesehen hatte. Die Statistik damals in den Spielen davor liest sich zudem ziemlich gruselig, das nur mal so nebenbei: Gelb
-Rot für Andreas Sassen (am 19. August gegen Stuttgart), Gelb-Rot für Valdas Ivanauskas (am 3. September gegen den KSC) und Rot für Michael Kostner am 10. September im Pokalspiel gegen Schalke – und danach Stein. Der hatte bekanntlich davor schon einmal „voll“ Rot gesehen, im DFB-Supercup gegen Bayern München (18. Juli 1987, 1:2 verloren), als er die „Kobra“ schlug – Jürgen Wegmann.

 

Ich sprach es ja bei „Matz ab live“ kurz an, es sei noch einmal erwähnt: Am 28. Januar 2001 verlor der HSV daheim gegen Hertha BSC 1:2. Rob Maas sah in der 28. Minute Rot, Jörg Butt verwandelte den Elfmeter zum 1:0 für den HSV – Halbzeit. Dann stellte Berlins Trainer Jürgen Röber um, von Vierer- auf Dreierkette, hatte dadurch einen Mann mehr im Mittelfeld – und der HSV verlor noch 1:2. Unterstützt auch durch eine Rote Karte für Rodolfo Cardoso (77.) – zu diesem Zeitpunkt hieß es 1:1. Aber, und das ist die Moral von der Geschicht, es geht doch, auch aus einer solchen schweren Situation noch „etwas“ zu machen.
Man muss es nur wollen? Nein, so einfach ist es dann doch nicht. Man muss auch die nötige Qualität haben, das trifft es wohl eher.

 

Und daran hapert es beim HSV gewaltig. Zwei mickrige Chancen hatten die Zinnbauers, die ja immerhin noch ohne Marcell Jansen, Slobodan Rajkovic, Marcelo Diaz, Nicolai Müller, Pierre-Michel Lasogga, Johan Djourou und Maximilian Beister auskommen mussten, in Sinsheim. Zwei. Ganze zwei. Nach einer Ecke kam Cleber zum Kopfball, Baumann hielt (61.). Und kurz vor Schluss, unmittelbar vor dem 0:3, zog Zoltan Stieber aus 16 Metern ab, traf aber genau TSG-Keeper Baumann. Ansonsten null Chancen.

 

„Anderen Mannschaften in Unterzahl wäre es nicht anders gegangen, als uns heute”, befand der für Drobny eingewechselte Rene Adler, befand zur misslichen Tor-Lage seines Teams aber auch: „Wir müssen auch mal einen machen, dann nehmen wir halt ein 1:1 mit. So machen wir blind auf und verlieren das.” Und zu diesem schwierigen Thema äußerte sich auch Joe Zinnbauer, der nach dem Spiel dem ZDF sagte: „Wichtig ist, dass die Tore in den wichtigen Spielen fallen. Am Freitag gegen Hertha BSC, da muss ein Tor fallen, und wenn wir dann keines bekommen, dann hätten wir schon mal drei Punkte mehr auf dem Konto . . .“ Wenn wir dann keines bekommen. Jawollo. Wenn.

 

Aber das ist alles Zukunftsmusik. Erst einmal schwebt hier noch ein, zwei Tage Hoffenheim durch den Volkspark, und das ist schlimm genug. „Da geht man natürlich enttäuscht raus. Die Situation ist nach wie vor nicht gut”, sagte HSV-Sportdirektor Peter Knäbel. Zwei Pünktchen Vorsprung auf den Relegationsplatz, nur zwei Pünktchen. Vor dem SC Paderborn, von dem sein Trainer Andre Breitenreiter nach der Niederlage in Frankfurt gesagt hat: „Heute haben wir gespielt wie ein Absteiger.“ Der Aufsteiger wandelt, zum Glück für den HSV (?), auf den Spuren von Nürnberg und Braunschweig. Ich glaube aber immer noch nicht, dass Stuttgart dort unten bleibt. Ich traue es Huub Stevens nach wie vor zu (und bin da ja in einem Boot mit den VfB-Verantwortlichen), dass der die Schwaben noch rettet. Denn eines muss ja festgestellt werden: So schlecht, wie es das 0:4 besagt, waren die Stuttgarter in Leverkusen nun wirklich nicht. Im Gegenteil, irgendwie habe ich nach wie vor das Gefühl, dass der VfB noch ein ganz gute Offensive hat . . .
Und der HSV hat eben keine. Das muss man so sehen – bei nur 16 Dingern. Knäbel sagt vielsagend über die Freitags-Partie gegen die Berliner: „Da müssen wir das machen, was nötig ist – nämlich den direkten Konkurrenten zu Hause schlagen. Gegen einen direkten Konkurrenten haben wir aber nicht immer überzeugt . . .” Leider ist es so. Leider, leider. Deswegen fügt Knäbel auch hinzu: „Dieses Spiel ist das bisher wichtigste Spiel in der Rückrunde für uns.”

 

Stimmt. Und als HSV-Fan kann man nur hoffen. Trainer Zinnbauer aber weiß schon, wie es mit einem Dreier klappen könnte: „Ich hoffe, dass einige Verletzte zurückkommen. Dann werden wird das Ding schon hinkriegen.” Der HSV-Coach hatte sich in Sinsheim nach der Pressekonferenz kurz verlaufen, war statt in die HSV-Kabine in den TSG-Fanshop gegangen. Seine scherzhafte Erklärung: „Ich wollte noch ein paar Fan-Artikel kaufen.” Aber so gut war Hoffenheim doch wirklich nicht. Ich hätte es gerne mal gesehen, wie das Spiel bei elf gegen elf ausgegangen wäre. Aber es ist müßig, darüber zu lamentieren oder zu spekulieren, es ist wie es ist.

 

Und unter dem Strich ist es schlimm. Schlimm bestellt um den Dino. Obwohl, es gibt doch drei kleine Aspekte, eigentlich Aspektchen, die irgendwie einen kleinen Hauch von Optimismus versprühen, die auch etwas versöhnlich (?) stimmen (könnten):

1.) Rene Adler zeigte nach seiner Einwechslung eine starke Leistung, er verhinderte eine noch höhere Niederlage. Und er unterstrich dabei seine Ansprüche, wieder als Nummer eins ins Tor des HSV zurückkehren zu wollen. Nach dieser Vorstellung in Sinsheim muss man ihm bestätigen, dass er wieder auf einem guten Weg ist, zumal Drobny nach seinem Rot ja wohl mindestens für ein Spiel gesperrt werden wird.

2.) Lewis Holtby „turnte“ zwar nur einige Minuten über den Sinsheimer Rasen, aber in dieser kurzen Zeit machte er einige gute Sachen. Das macht (mir) Mut. Auch wenn er nach der langen Zwangspause natürlich noch nicht wieder in Form sein kann, das ist schon klar. Dennoch ist auch er einer, auf den die HSV-Anhänger noch hoffen dürfen. Ich hoffe mit. Aber ganz kräftig sogar.

3.) Großartig war, dass die HSV-Fans ihr Team in Sinsheim mit Beifall verabschiedeten. Das ist doch mal ein Zeichen. Super! Vielleicht ist das ein Anreiz für alle, ihren Lieblings-Club in den restlichen Spielen so zu unterstützen, wie es sich für einen „richtigen“ Fan gehört, anstatt eigene Spieler auszupfeifen. Ich wiederhole mich in diesem Punkt gerne: Jetzt muss alles dafür gegeben werden, damit der HSV „drin“ bleibt. Alles. Gepfiffen, gemeckert oder verurteilt darf dann im Sommer werden, dann ist genügend Zeit dazu da – es findet ja keine WM oder auch nur eine EM statt. Deswegen war der Beifall der „Mitgereisten“ eine echte Wohltat – mehr davon. Bitte, bitte mehr davon. Auch wenn es mitunter, bei der Art des Fußballs, der vom HSV dargeboten wird, schwerfällt.

 

Gefragt wurde ich seit gestern um 17.20 Uhr oftmals nach Rafael van der Vaart. Der „kleine Engel“ schmorte 90 Minuten auf der Ersatzbank. Ich muss immer noch gestehen, dass ich mir (es ist meine ganz persönliche Meinung, aber die will so mancher hier ja auch hören) wünschen würde, dass „Raffa“ wieder in dieses HSV-Team zurückkehrt. So schlecht, dass er in dieser gelegentlich richtig schlechten Mannschaft noch abfallen würde, ist er gewiss nicht. Er weiß immer noch, was er mit der Kugel am Fuß zu tun hat. Und gerade jetzt, wo es im Abstiegskampf um fast schon alles geht, ist auch ein Tick Erfahrung gefragt. Schnelligkeit hin, Langsamkeit her. Bekommt van der Vaart genügend Unterstützung von seinen Kollegen, und ich meine damit nicht nur die läuferische oder kämpferische Unterstützung, sondern auch die moralische, dann wird er es allen noch zeigen, dass er es nicht verlernt hat. Davon bin ich überzeugt, auch wenn das natürlich einige, etliche oder viele inzwischen längst anders sehen.

 

Zum Schluss möchte ich noch einmal in die Vergangenheit gehen. Der HSV hat ja schon oft genug mit dem Rücken zur Wand gestanden, wo wie jetzt. Immer wieder zog der Club noch den Kopf aus der Schlinge. Und ich muss, wenn ich daran denke, immer wieder an Sascha Jusufi denken. Der HSV-Mittelfeldspieler war in der Saison 1989/90 zwar kein Kapitän, er gehörte aber zum Mannschaftsrat, und er rüttelte wochenlang seine Mitspieler auf, schärfte alle Sinne für den Abstiegskampf. Bei den Spielen, im Training und drumherum. Der HSV stand am 29. Spieltag an vorletzter Stelle, lief dann aber noch auf Platz elf ein – fünf Punkte besser als der erste Absteiger (Waldhof Mannheim). Jusufi prägte damals ein Motto, dass heute, bei der heutigen Generation von Profis, wohl kaum noch Gehör finden würde. Er sagt immer und immer wieder: „Ich werde mir hier den Hintern aufreißen, ich werde alles für den HSV geben, und das erwarte ich auch von jedem meiner Kollegen, denn ich möchte nicht in der Reihe jener Spieler stehen, die erstmalig für den Abstieg des HSV in die Geschichtsbücher eingehen.“ Aber juckt das heute noch einige Spieler? Ich glaube nicht. Dann denke ich kurz mal wieder an jene Kicker, die vor einem Jahr nach Hamburg ´geholt wurden, die aber nie ankamen, die eigentlich und bestimmt nie wussten, für welchen Verein sie da jetzt die Knochen hinhalten sollen: Ola John und Quasim Bouy. Und von diesen Johns und Bouys gibt es heute, allgemein in der Bundesliga, genügend Vertreter. So irre ist das Fußball-Geschäft inzwischen geworden.

 

Fast zum Schluss möchte ich mit dem „Schneckenrennen” aussteigen. Das „Rennen“ der diesjährigen Abstiegskandidaten kommentierte Joe Zinnbauer in Sinsheim dann doch noch mit einem Schuss Humor: „Wenn man unten drin hängt, ist es manchmal gut, wenn es beim Schneckentempo bleibt. Sonst würden uns andere überholen.” In diesem Sinne, hofft darauf, dass die alte Dame aus Berlin am Freitag ihre Zähne in der Schublade lassen wird.

 

Dann möchte ich mich noch einmal für die Panne mit „Matz ab live“ entschuldigen, und zwar ganz, ganz herzlich. Wenn einer stirbt bei einer solchen Vorstellung, dann bin ich das. Das möge man mir glauben. Ich habe leider erst nach dieser Nicht-Sendung davon erfahren, und dann bin ich immer so am Ende, dass ich nichts mehr sehen, hören und schreiben will. Nur weg, nur weg vom Ort des Grauens. Tut mir leid, dass wir Euch so lange in Unwissenheit gelassen haben, es soll nicht wieder passieren. Aber da bleibt mir – wie in der oben ausführlich angeführten Sache – auch nur das Prinzip Hoffnung

Ich habe aber volles Verständnis dafür, wenn zum Beispiel der Herr „Scorpion” geschrieben hat:

„@ Mods, @ Dieter@ Scholle.
.
Sorry, aber Eure Öffentlichkeitsarbeit ist genau so grenzwertig, wie die des HSV.
.
Könnt Ihr nicht einmal proaktiv hier einstellen, ob, wann und ob überhaupt ein „Matz ab live” stattfindet?
.
Unprofessionell. Leider.”

Stimmt. Auch leider. Aber wie gesagt, ich erfuhr es erst nach der Nicht-Sendung. Gute Nacht.
Bei der Gelegenheit möchte ich mich schnell noch einmal bei Ex-HSV-Profi Stefan Schnoor und Kult-Sänger Lotto King Karl bedanken, die wieder einmal Super-Gäste und ganz einfach nur klasse waren – vielen, vielen Dank dafür!
Dieter

 

PS: Im Prinzip dürfte morgen, am Montag, im Volkspark trainiert werden, weil ja jetzt schon am Freitag das nächste Spiel auf dem Programm steht, ich weiß aber leider nicht, wann dieses Training stattfinden wird.

 

18.31 Uhr

Was hat Joe Zinnbauer vor?

21. November 2014

Das war mal eine Nebeleinheit heute Nachmittag. „Verschleierungstaktik“, twitterte der HSV schon am Morgen beim Blick über den diesigen Trainingsrasen heraus. Von „Fog – Nebel des Grauens“ war die Rede – und nicht wenige Zuschauer fragten sich besorgt, wie der Brasilianer Cleber wohl seine mutmaßlich erste Trainingsschicht bei derartigen Bedingungen und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt überstehen würde.

Zumindest die Sorge bezüglich des Südamerikaners war unbegründet. Cleber mischte munter mit, natürlich mithilfe dicker Handschuhe, einer Mütze und der langen Trainingshose. Ihm war sogar großer Einsatz anzusehen und auch anzuhören. Es ist schon jetzt unverkennbar, wenn seine dunkle Stimme über den Trainingsplatz dröhnt. Und die von Cleber war heute bei weitem nicht die einzige. 24 Feldspieler hat Trainer Joe Zinnbauer dabei gehabt, es wurde in verschiedenen Formen auf kleinem Feld geübt. Es war sehr laut und augenscheinlich, dass Zinnbauer zwei Absichten verfolgte.

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Zum einen deuteten die Übungen auf kleinem Feld immer wieder darauf hin, dass auch übermorgen im Nordderby gegen Werder Bremen ein harter Kampf um jeden Zentimeter im Mittelfeld erwartet wird. Das Spiel eng machen, sich dort zweikampfstark und mit schnellen Zuspielen behaupten. Das erwartet uns alle also am Sonntag ab 15.30 Uhr im ausverkauften Volkspark. Zum zweiten möchte Zinnbauer durch den bewusst großen 24er-Kader den Konkurrenzkampf am Leben halten. Zum vermeintlichen Stamm zählten heute beispielsweise Mohamed Gouaida, Ronny Marcos, Ashton Götz, Julian Green – dafür mussten sich Matthias Ostrzolek oder auch Tolgay Arslan mit einer möglichen Reservisten-Rolle vertraut machen. Rafael van der Vaart könnte sich gegen Bremen im defensiven Mittelfeld wiederfinden.

Es ist kaum zu erwarten, dass Zinnbauer gleich ein ganzes Quartett unerfahrener U-23-Spieler ins Nordderby schicken wird. Aber warum sollte eigentlich nicht Mohamed Gouaida sein Debüt in der Bundesliga geben? Links im Mittelfeld fällt Marcell Jansen aus. Die Variante mit Lewis Holtby hat bei Hertha BSC nicht geklappt. Zoltan Stieber konnte dort ebenfalls noch nicht begeistern und Ivo Ilicevic bleibt fürs erste wegen seiner ständigen Verletzungen und Trainingspausen ein unsicherer Kandidat. Warum also nicht Gouaida, der vergangenen Sonnabend beim 2:2 der U 23 durch ein wundervolles Tor (übrigens nach Doppelpass mit Philipp Müller und nicht Ahmet Arslan, wie ich vergangene Woche irrtümlich geschrieben hatte) den Endstand erzielte? Der Bursche hat schon was, ist schnell und selbstbewusst. 21 Jahre alt ist der Franzose mit tunesischen Wurzeln, der in Straßburg geboren wurde, und den der HSV im Sommer vom SC Freiburg geholt hat.

Abwarten, was Joe Zinnbauer wirklich plant. Wie Ihr auch im Video von der heutigen Pressekonferenz hören könnt, möchte sich der Trainer alle Optionen offen halten. Wobei er auch klar sagt, dass vor den jungen Nachrückern immer noch eine Reihe Älterer steht, die „einen Schritt“ voraus seien. Aber punktuell kann man sicher mit einem jungen die alte Garde aufmischen. Nach den Länderspielen der vergangenen Woche sind vor allem die beiden Schweizer mit leichten Beschwerden zurückgekehrt. Allerdings gab es heute auch gleich Entwarnung. Sowohl Valon Behrami als auch Johan Djourou konnten im Training wieder dabei sein. Ihr Einsatz am Sonntag ist nicht gefährdet.

Auffällig ist ja vor diesem Nordderby, dem 101. Der Bundesliga-Geschichte, dass sich die Protagonisten mit allzu viel Gedröhne zurückhalten. Das mag auch wiederum zwei Gründe haben. Auf der einen Seite polarisiert die Werder-Truppe in Hamburg sicher nicht mehr so wie mit Tim Wiese oder Torsten Frings. Auf der anderen Seite ist die sportliche Lage sowohl an Weser wie an Elbe alles andere als dafür geschaffen, große Töne zu spucken. Wie würde sich das anhören, wenn die HSVer posaunen würden, Werder aus dem Stadion zu pusten? Da muss man nur mal die Heimstatistik rausholen. Und Werder, mit der zweitschwächsten Deckung der Liga, steckt in etwa so tief im Schlamassel wie der HSV.

Der Weg der beiden Vereine in den vergangenen Jahren lief ja parallel nach unten. Werder Bremen stand zwischenzeitlich fünf Mal in Folge in der Champions League. Geblieben ist von entsprechenden Einnahmen und vom hohen Marktwert der Spieler – nichts. Der HSV war internationaler Dauergast in den 2000er Jahren. Davon geblieben ist – noch weniger als nichts. Beide Nordvereine können ruhig als Prototypen herhalten für diejenigen Bundesliga-Vereine, die mit allergrößtem Aufwand und größtmöglichem Transferrisiko ihre Mannschaft aufgepumpt haben. Der sportliche Erfolg gab ihnen kurzfristig recht, doch sportliche Schwächephasen brachten das ganze Konstrukt zum Einsturz. Der HSV überhob sich (und überhebt sich noch) an seinen viel zu hohen Personalkosten. Werder wurde Opfer einiger teurer Transferflops. Als die Zeiten der genialen Spielmacher Micoud, Diego und Özil vorbei war, wurde teuer investiert in Nachfolger (Arnautovic, Carlos Alberto), die die Erwartungen nicht erfüllten. Was in Hamburg aufgefressen wurde durch zahllose Abfindungen, das ging auch an Werder nicht vorüber. Dort hat man darüber hinaus in Steine statt weitere Beine investiert. Das Stadion wurde umgebaut. Nachhaltig und sinnvoll, aber für den Moment ist Werder Bremen sportlich in einer tiefen Delle. Die Truppe ist eindeutig nicht gut, und nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Franco di Santo im Sturm besitzt der HSV ja berechtigte Hoffnungen, diesmal als Sieger vom Platz gehen zu können.

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Apropos Abfindungen. Vier Stunden tagten die DFB-Schlichter gestern mit den Anwälten des HSV und von Mirko Slomka und Nestor el Maestro. Dann war der Gütetermin friedlich beendet. Mehr als 1,4 Millionen Euro Abfindung wollte allein Slomka haben. Am Ende soll eine Summe von 1,8 Millionen herausgesprungen sein. Damit können wir zusammenfassen, dass der Ex-Trainer von Hannover 96 für seine sieben Monate in Hamburg knapp 2,5 Millionen Euro eingestrichen hat. Das ist etwas weniger als Bert van Marwijk für die knapp sechs Monate seiner Amtszeit erhalten hat. Es ist doch schön zu sehen, wie gnädig der HSV mit seinen leitenden Angestellten umgeht. Nicht, dass daraus nachher noch ein Sozialfall wird.

Aber im Ernst: Was ist da eigentlich los in den verantwortlichen Gremien des HSV? Was haben Anwälte, Vorstände und Aufsichtsräte für löchrige Verträge ausgehandelt? Wieso wird da ständig die Abfindung eingeklagt und nach oben verhandelt? Gibt’s das bei anderen Bundesligisten? Cardoso, Addo, Kreuzer, Slomka, el Maestro, van Marwijk – allein in den vergangenen Monaten? Die Verträge liegen dem HSV natürlich nur intern vor. Aber das hier ganz offensichtlich fehlerhaft gearbeitet wurde, liegt zunächst auf der Hand. Bei Kreuzer, so viel ist klar, hat der neue Aufsichtsrat bei der Vertragsumstellung Kreuzers von e.V. auf AG ein Versäumnis begangen und eine ursprünglich gültige Abfindungsregelung nicht übernommen. Glückwunsch dazu! Alle anderen Dinge, wie auch gestern von Scholle zum Fall Otto Addo beschrieben, sind im einzelnen sicher unterschiedlich. Zwei Prozesse stehen übrigens noch an. Am 1. Dezember geht es vor dem Arbeitsgericht um die fristlose Kündigung von Oliver Kreuzer. Und der Gütetermin mit dem ehemaligen Fitness-Trainer Nikola Vidovic, der heute vor dem Arbeitsgericht sein sollte, wurde kurzfristig verlegt. Dazu diese Mitteilung des Arbeitsgerichts:

Herr Vidovic wurde beim HSV e.V. mit Arbeitsvertrag vom 19. Oktober 2011 befristet bis zum 30. Juni 2014 eingestellt. Dieser Arbeitsvertrag wurde nachfolgend bis zum 30. Juni 2016 verlängert. Herr Vidovic war direkt dem Cheftrainer unterstellt. Das Arbeitsverhältnis ging später auf die HSV Fußball AG über. Mit Schreiben vom 16. September 2014 wurde Herr Vidovic durch die HSV Fußball AG freigestellt und am 22. September zum 31. Oktober 2014 gekündigt. Gegen diese Kündigung wendet sich Herr Vidovic vor dem Arbeitsgericht Hamburg. Weil beide Seiten eine einvernehmliche Regelung derzeit für nicht möglich halten, haben Sie beantragt, den Gütetermin vom 21.11.2014 zu verlegen, und den Kammertermin unmittelbar anzuschließen. Daher hat der Vorsitzende den Termin vom 21.11.2014 aufgehoben und zur mündlichen Verhandlung Termin anberaumt auf den 11. Februar 2015.

Verrückt, diese Prozessflut. Eigentlich kann es nicht im Sinn des Vereins sein, dass die anberaumten Verhandlungen tatsächlich öffentlich stattfinden. Im Zweifel würde wohl nur offenbar, welche Versäumnisse der HSV sich vorzuwerfen hat.

Zu guter Letzt noch ein Hinweis auf eine neue Sonderausstellung im HSV-Museum. Mit 40 geladenen Gästen wurde vorhin der neue Bereich eingeweiht, der noch bis Ende des Jahres zu sehen sein wird und „Charly“ Dörfel gewidmet ist. „Charly“ selbst war anwesend, und das ist umso erfreulicher, weil der geniale Linksaußen von einst ja gerade einen Krankenhausaufenthalt hinter sich hat. Aber, wie er selbst jetzt wohl sagen würde: „Unkraut vergeht nicht!“ Also: Ein Blick ins Museum lohnt sich mal wieder.

Morgen wird noch einmal unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainiert. Für die Matz-ab-live-Sendung am Sonntag nach dem Nordderby haben Dieter und Scholle den ehemaligen Torwart Sven Neuhaus zu Gast. Ein zweiter Gast folgt wie immer.

Lars
18.52 Uhr

Jansen trifft zweimal für das A-Team!

8. November 2014

„Wir gewinnen! 2:0 für’n HSV, logisch. Ja ist doch logisch. Wer gegen Bayern 0:0 spielt, gegen Dortmund 1:0 gewinnt und gegen Leverkusen auch, der gewinnt doch auch in Wolfsburg. Vor Wolfsburg müssen wir nun wirklich keine Angst haben.“ Sagt wer? Das sagte mir heute vor dem Abschlusstraining im Volkspark „Helm-Peter“. Der Mann („Tschuldigung, da muss ich kurz mal dazwischen grätschen“) mit dem Bart. Und mit dem Fahrrad. Peter war einer von ganz wenigen Kiebitzen, die an diesem wunderbar sonnigen Tag den Weg zum HSV gefunden hatten. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde trainiert, aber ein bisschen sehen kann man ja immer. Und festgestellt wurde schnell, dass Tolgay Arslan nicht mit von der Partie ist. Der „Pferdekuss“, den er sich im Training eingefangen hat, ließ heute kein Training zu – und morgen auch keinen Einsatz in Wolfsburg.

 

Die Sendung beginnt um 17:30 Uhr.

 

Ebenfalls fehlen wird an diesem Sonntag der ehemalige Wolfsburger Petr Jiracek, der an einer Fußprellung leidet und heute nur mit Reha-Coach Markus Günther durch den Volkspark lief. Ansonsten alles an Bord (natürlich bis auf Rene Adler und Maximilian Beister). Also auch Valon Behrami, der das gesamte Programm ohne Einschränkung absolvieren konnte.
Es wurde heute leicht und locker trainiert, nach der Aufwärmphase wurden Spielzüge über die Außen-Positionen geübt, in der Mitte wurde die jeweilige Spitze angespielt, der Ball dann nach außen weitergeleitet, Flanke – Tor. So sollte es jedenfalls im Normalfall aussehen, sah es natürlich nicht immer. Ist ja klar.

 

Nach dieser Übung ging es auf jenen Platz, der schlecht einsehbar ist – da spielte dann die A-Elf gegen das B-Team. Dieses Match ging über zwei Halbzeiten und dauerte 20 Minuten, die Stamm-Formation gewann durch zwei Treffer von Marcell Jansen 2:0. Und nach dem Spielchen applaudierte Trainer Joe Zinnbauer seinen Mannen und sparte auch nicht mit Lob: „Das war gut, Jungs, das war gut, das sah gut aus.“ Hoffentlich ernten die HSV-Profis auch morgen so viel Beifall. Apropos: Den erntete heute Artjoms Rudnevs bei der ersten Übung, als er eine Flanke knallhart und technisch super verwandelte. Da klatschten und lobten viele Mitspieler den Letten. Beifall gab es dazu auch für Pierre-Michel Lasogga, der auch einige Male sehr schön verwandelte.

 

Um Rudnevs gab es später noch einige Sorgen, denn der Lette war von Johan Djourou gefoult und zu Boden befördert worden. „Rudi“ humpelte danach einige Sekunden länger, hielt dann aber bis zum Schluss tapfer durch – um dann doch mit einem leicht schmerzverzerrtem Gesicht in die Kabine zu humpeln. Mal sehen, wie sich diese Verletzung noch am Abend „entwickelt“; kommen die Muskeln zur Ruhe (und werden kälter), könnte das durchaus noch richtig schmerzhaft werden. Das sah wie bei einem „Pferdekuss“ aus.

 

Kurz noch einmal zu Rudnevs. Beim „Matz-ab“-Treffen vor einer Woche wurden wir ja (u. a.) gefragt, warum der gute „Rudi“ zuletzt zweimal nicht mal auf der Bank saß, also keine Berücksichtigung bei Trainer Joe Zinnbauer fand. Es soll so sein, dass Artjoms Rudnevs einfach nur schlechter als die Kollegen trainiert hat, dass er im Training große Abschlussschwächen offenbart hat, und dass er die Laufwege der Mannschaft noch nicht so „kapiert“ hat, wie die anderen Mitspieler. So langsam soll es „kommen“, heute allerdings war davon nicht allzu viel zu erkennen. Ich habe, das muss ich mal sagen, Rudnevs schon besser und effektiver gesehen und erlebt. Er könnte es sicher noch besser, als er es derzeit anbietet. Aber vielleicht wird es ja demnächst noch etwas – wo er doch so von seinen Fans über den Rasen getragen wird. Das muss doch mal auf fruchtbaren Boden fallen, diese Fan-Liebe.

 

Zum Abschluss des heutigen Trainings gab es dann „Feuer frei“. Es wurde nach Herzenslust geschossen, wer immer wollte, der durfte, und die drei Torhüter (Jaroslav Drobny, Alexander Brunst und Kevin Otremba) flogen nach allen Regeln der Torwart-Kunst, weil ihnen mitunter auch gleich zwei oder sogar drei Bälle um die Ohren sausten. Das sollte Spaß machen, und es machte allen offenbar viel Spaß. Da hatte jeder einmal oder auch mehrfach das Gefühl, es ja doch noch zu können. Wäre für morgen ja gar nicht so unwichtig, mal das eine oder andere Törchen zu erzielen. Bei bislang erst vier HSV-Buden . . .

 

Apropos vier Buden. So etwas wird es wohl nie wieder geben: Der HSV spielte am 3. März 2000 in Wolfsburg und „schaffte“ nach einem 4:1-Vorsprung nur ein 4:4. Das allein ist schon denkwürdig, aber dass es im selben Jahr, und zwar am 23. September, beim erneuten Aufeinandertreffen in der Autostadt erneut ein 4:4 gab, das ist für mich immer noch sensationell. Wie oft gibt es in der Bundesliga ein 4:4? Und dann gelingt dieses Resultat zweimal hintereinander. Das ist wie ein Sechser im Lotto. Und was würden die HSV-Fans dafür geben, wenn heutzutage mal wieder vier Tore für ihre Mannschaft fallen würden!

 

Nur mal so zur Erinnerung, weil es so schön war. Das erste 4:4 erreichte für den HSV folgende Spieler: Butt, Hoogma, Hertzsch, Panadic, Hollerbach, Kovac, Fischer, Cardoso (Ernst), Mahdavikia, Yeboah (Hashemian), Präger (Dembinski). Die Tore schossen Mahdavikia (zwei) und Cardoso (zwei). Das zweite 4:4 „erspielten“ folgende Herren: Butt, Fukal, Hoogma, Hertzsch, Hollerbach, Töfting (Sandmann), Kovac, Cardoso (Ketelaer), Mahdavikia, Barbarez, Präger (Kientz). Die HSV-Tore markierten Mahdavikia, Fukal, Cardoso und Präger, der heute ja wieder ein „Wolf“ ist. Trainer der ganzen Geschichte war Frank Pagelsdorf, der offenbar Gefallen an diesem Ergebnis hatte, denn zwischendurch gab es ja noch ein 4:4 – das legendäre gegen Juventus Turin (13. September).
Wie schön, ich muss es noch einmal sagen, wären mal wieder vier HSV-„Dinger“. Und wenn es morgen ein 4:4 geben sollte – auch damit könnte ich (jetzt noch) wunderbar leben.

 

Im Moment aber ist ja Tor-Armut angesagt. Was dann ja auch zu verkraften wäre, wenn es denn – wie in Dortmund und gegen Leverkusen – einen 1:0-Sieg geben würde. Oder auf jeden Fall keine Niederlage. Ich bin gespannt, wie sich die Mannschaft kämpferisch aus der Affäre ziehen wird. Ob sie sich wieder zu reinhängt, wie zuletzt gegen die Werks-Elf aus Leverkusen, oder ob sie „halblang“ macht – wie gegen die jetzt schwer kriselnden Berliner? Ich habe immer noch eine Aussage von
Rafael van der Vaart im Ohr, der nach dem Sieg gegen Bayer bei „Sky“ gesagt hat: „Es war nicht nur für mich persönlich eine Befreiung, sondern auch für die ganze Mannschaft. So zu kämpfen, war schon geil. Für uns war es wichtig, zu zeigen, dass wir hier die Chefs sind.“ In Wolfsburg sind sie morgen ganz sicher nicht die Chefs, aber kämpfen darf man auch als nur „kleiner Angestellter“. Denn sie alle, die „kleinen Angestellten“ haben eines gezeigt: das sie es können! Also, macht’s noch einmal, Jungs!

 

Der HSV wird morgen mit jener Formation antreten, die auch zuletzt gegen Leverkusen begann – und das ist ja auch etwas Besonderes. Zweimal in Folge mit demselben Team, das gab es lange nicht (wenn ich richtig erinnere) – und zwei Siege hintereinander erst recht nicht. Morgen würde sich mal wieder die Chance dazu bieten – also fangt damit an!

 

Von Erfolg zu Erfolg eilen derweil die Regionalliga-Spieler des HSV, die ihr schweres Auswärtsspiel am Freitag in Havelse mit 2:1 gewannen. Es ist ein unglaublicher Lauf, den diese Talente da hinlegen, 16 Spiele, 14 Siege, zwei Unentschieden zu Hause, 52:11 Tore, 44 Punkte! Sensationell! Die Tore an diesem Freitag schossen Matti Steinmann und Ahmet Arslan. Super, super, großartig – weiter so! Und herzliche Glückwünsche!

 

So, ich komme zum Quiz. Es ging um die hervorragenden Illustrierten unseres Kollegen Oliver Wurm, der mit jedem deutschen WM-Helden sprach und es zu Papier gebracht hat. „Olli“ wird dafür wahrscheinlich einen Preis gewinnen, er ist für eine größere Auszeichnung nominiert. Völlig berechtigt, ganz nebenbei. Diese drei Hefte sind wahrscheinlich schon bei ihren Gewinnern. Und da ich die Postkarten in der Redaktion gelassen habe, es heute aber aufklären will, versuche ich mich zu erinnern, wohin diese Illustrierten gingen: Einmal nach Hamburg, zu Herrn Joppe. Dann nach Hille (wo immer es auch liegt) zu Herrn, und den weiß ich nun wirklich nicht mehr genau, ich tippe auf Herrn Fendel. Wir aber auf jeden Fall noch nachgereicht, damit mir kein Schmu unterstellt wird. Und der dritte Gewinner ist Carsten Hahn aus Windbergen (weiß ich auch nicht, wo das liegt). Alle drei Gewinner sind mir nicht persönlich bekannt, aber diese drei Herren haben eines gemeinsam: Sie sind die einzigen Teilnehmer an diesem Quiz, die alle zwölf Namen richtig haben.

 

Zu erraten waren: Paul Scharner, Manfred Kaltz, Harry Bähre, Holger Hieronymus, Thomas Doll, Hermann Rieger, Uwe Seeler, Lotto King Karl, Sven Neuhaus, Horst Schnoor, Klaus Neisner und Hans-Jürgen „Dittschi“ Ripp.

 
Eine Sache muss ich in diesem Zusammenhang noch erwähnen. Es gab eine Mail, auf der auch einige richtige Namen standen – und ich finde, dieses „Werk“ sollte dann auch ruhig mal Erwähnung finden, auch wenn es nicht ganz richtig ist – aber immerhin zum Schmunzeln. Allerdings, das vergaß der Absender wohl, ohne Adresse. Also wenn er gewonnen hätte, dann hätte ihn dieses WM-Heft wohl kaum erreicht. Hier nun der Text dazu:
 

sorry, der nachfolgende text passtnicht auf eine postkarte…

Ein Gewinnspiel, ein Gewinnspiel:
Ich KALTZ im Kopf nicht aus.
Was BÄHRE „Matz ab” ohne ein Gewinnspiel.
Hoffentlich gewinnt nicht ein SCHARNERtan,
sondern ein Teilnehmer, der von Zero to “HIERO” aufsteigt.
Das wäre DOLL.
Es gibt ja mehrere Gewinner, aber die entscheidende Frage lautet:
Wer wird erster RIEGER beim Promi-Quiz…?
Es heißt zwar “Geben ist SEELER denn nehmen”,
aber Preise abstauben ist letztlich wie im “LODDO” zu gewinnen.
Davon kann man sich dann ein NEUHAUS bauen
oder aber die kleinen Wünsche des Alltags erfüllen.
Das ist wie beim Durchtrennen der Nabel-SCHNOOR –
ein echtes Glücksgefühl.
Man ist zudem beliebt wie die größten STARS,
die ja auch immer diese tollen “FUMMEL” tragen.

Mit sportlichen Grüßen
WORTSPIELER

 

So, am morgigen Sonntag gibt es nach dem Spiel wie immer die immer beliebter werdende (ich muss es einfach mal wieder loswerden) HSV-Talk-Runde „Matz ab live“, diesmal mit den Gästen Stefan Schnoor und Alexander Laas sowie eventuell einem Überraschungs-Gast. „Scholle“ und ich, wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr wieder mit von der Partie sein würdet.

 
Dann komme ich – sehr gerne übrigens – noch einmal auf das „Matz-ab“-Treffen vor einer Woche im „Anno 1887“ in Norderstedt zurück. Weil ich im Nachhinein gedacht habe, dass ich unseren „Mitstreiter“ Lars Pegelow zu wenig erwähnt habe – für einige „Neulinge“ auch nicht vorgestellt hatte. Sorry, mein Lars, das war ein Fauxpas der selten-blöden Art, ich entschuldige mich dafür. Du bist, das möchte ich sehr gerne hier erwähnen, eine sehr wertvolle Verstärkung für das „Matz-ab“-Team, Deine Texte sind immer sehr schön zu lesen und reichlich gefüllt mit Inhalt. Vielen Dank dafür. „Scholle“ hatte ich an diesem Abend gelobt, den Lars leider nicht, und deshalb hatte ich in dieser Woche doch reichlich Gewissensbisse.

Auch gegenüber unsere jungen „Mutter der Kompanie“, Eva/Hope. Sie fehlte an diesem Abend, hatte ihn aber vorher super organisiert, dafür auch an dieser Stelle und ganz offiziell herzlichen Dank für Deine großartige Hilfe, liebe Eva/Hope. Du bist in diesem Blog unersetzlich – und einfach nur toll!

 

PS: Zum „Matz-ab“-Treffen habe ich etliche Dankesschreiben (auch Fotos! Danke dafür, HSV-Lünen!) und –Anrufe erhalten, vielen dank dafür. Eine Zuschrift möchte ich schnell noch öffentlich machen, ich hoffe, dass ich das auch darf – aber sie hat mir deshalb so gut gefallen, weil sie das Niveau und die Stimmung an diesem Abend so gut widerspiegelt:

„Hallo Manfred,

kennen H. Matz und Herr Scholz eigentlich schon das schönste Garagentor in Nordrhein-Westfalen? Diese Bilder sind wirklich Klasse.
Morgen Abend schaue ich mir HSVII in Havelse an, von meiner Arbeitsstelle in Hannover ist dies nur ein Katzensprung entfernt. Am Sonntag bin ich mit Alnipe, Thomas Kerfin und Flashzbax in Wolfsburg.
Dank H. Matz kennen auch wir uns. Dadurch sind inzwischen schon richtige Freundschaften entstanden. Auch die “Nicht Plusser und Nicht Realos” sind HSVer. Deshalb halte ich Kontakte zu allen Fraktionen, u.a. Bob Dylan, Alnipe, usw., denn eines eint uns alle, die Liebe zu unserem HSV.

Gruß R.“

 

So, ich habe fertig. Ich wünsche Euch und Euren Lieben ein wunderschönes Wochenende, und dem HSV (damit uns allen) einen Auswärtssieg in Wolfsburg. Alles Gute!
Dieter

 

17.57 Uhr

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