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Adler: “Unsere Gegner müssen wissen, dass es bei uns weh tut”

16. Mai 2013

Was sind schon 27 Jahre Ferguson bei ManU oder 14 Jahre Schaaf in Bremen – gegen 75 Jahre Holsten beim HSV? Der Brauereiriese verlängerte heute seine Partnerschaft mit dem Bundesliga-Dino. Als hätte Marketingvorstand Joachim Hilke die Aufforderung im Blog gelesen, legte der findige 44-Jährige heute gleich mal zwei gute Geschäftsmodelle/Einnahmequellen vor. Zunächst einen Dreijahresvertrag mit der Carlsberg-Brauerei und im Speziellen Holsten. Zum anderen wurde heute eine so noch nie gesehene HSV-Bundesliga-Chronik vorgestellt, die nicht in jedem Auto ausreichend Stauraum vorfindet und die eine oder andere Ein-Zimmerwohnung komplett dicht machen würde. „70 mal 50 Zentimeter“, sei die mit 2500 Fotos bespickte Chronik der HSV-Bundesligageschichte vom ersten Tor Charly Dörfels bis heute. Erhältlich ist das gefühlt zwei Zentner schwere Schmuckstück ab August. Wobei der exklusive Kreis von 999 neuen Besitzern nicht auf den Cent angewiesen sein darf – das Buch kostet immerhin sage und schreibe 2999 Euro.

Schön, spektakulär, exklusiv, teuer – aber mir soll es egal sein. Es wird sicher ausreichend Abnehmer für das teuerste Buch der Vereinsgeschichte geben und der HSV wird ein wenig daran verdienen können. Und so soll es ja sein. Der HSV soll sich gute Geschäftsideen einfallen lassen und von mir aus Milliardenumsätze einfahren. Solange dafür nicht jedes Mal die Ticketpreise angezogen werden. Und daher kann ich dem HSV und Herrn Hilke diesbezüglich nur gratulieren und wünschen: Weiter so. Nur so.

Noch lange nicht aufhören will René Adler. Zum einen nicht mit der laufenden Saison – „Wir haben noch ein echtes Finale vor uns und brauchen dafür das Maximalmaß Konzentration“ – zum anderen nicht mit der Nationalelf, mit der er im Anschluss an die Saison am 29. Mai in Boca Raton gegen Ecuador und am 2. Juni in Washington gegen die USA antritt. Zusammen mit Dennis Aogo, Marcell Jansen und Heiko Westermann bildet Adler einen richtigen DFB-Block. Und wenn man ganz ehrlich ist, hätte es sogar sechs HSVer sein müssen, da man Sidney Sam niemals hätte ziehen lassen (er ging letztlich aufgrund eines Streits mit einem Vorstand) und Max Kruse nicht verpassen dürfen. Letztgenannter war beim HSV auf dem Beobachtungszettel und wurde letztlich als „ungeeignet“ eingestuft. Angeblich sei der Linksfuß zu faul im Spiel… Aber egal, vier sind dabei und das sind so viele wie lange nicht mehr im A-Team der Nationalelf. „Natürlich wissen wir, dass viele Stammspieler verhindert sind und wir deshalb so viele HSVer dabei haben“, sagt Adler, „aber trotzdem zeigt das doch, dass man wieder auf Hamburg schaut.“

Traurige Nachrichten gab es dafür aus dem U21-Bereich. Tolgay Arslan wurde zwar vorläufig nominiert, hat aber noch immer mit seiner Kreuzbandzerrung zu kämpfen. „Es wird schwierig für ihn“, sagt Sportchef Frank Arnesen, „wir müssen bei der schweren Verletzung sehr vorsichtig sein und es sind nur noch zehn Tage.“ Arnesen hat bereits mit Arslan gesprochen und den noch immer um seine Teilnahme kämpfenden Mittelfeldspieler auf eine wahrscheinliche Absage vorbereitet: „Es ist sehr schade für ihn, allerdings soll er das positiv nehmen. Es gibt noch einen Tag nach morgen und das weiß Tolgay. So kann er sich komplett auskurieren und fit in der Vorbereitung zur neuen Saison angreifen.“

Das gilt auch für Maxi Beister. Der Offensivmann erhielt am Mittwoch von U21-Trainer Rainer Adrion die Mitteilung, dass er nicht zum Kader gehören wird. Und das, nachdem der Linksfuß zwei Jahre lang unumstrittener Stammspieler mit vielen wichtigen Toren war. „Es ist sehr enttäuschend“, sagte uns Maxi heute, ohne näher darauf eingehen zu wollen. Es war dem Youngster anzumerken, wie tief ihn die Absage getroffen hatte. Zumal Beister teamintern bei der U21 als Führungsspieler gilt. „Ich kann und will dazu nicht viel sagen“, sagte ein sichtbar enttäuschter HSV-Trainer Thorsten Fink, „aber ich kann mir vorstellen, dass Maxi Beister der Mannschaft fehlen wird.“

So groß die Verärgerung über Adrion, Beister hat sie mit seiner Roten Karte selbst provoziert. „Der wird jetzt bis Saisonende kaum noch spielen und kaum Praxis haben“, hatte mir Horst Hrubesch damals unmittelbar nach Beisters Platzverweis gesagt, „dann wird es auch eng mit der EM. Zumindest hätte ich als Trainer so meine Bedenken.“ Und so kam es letztlich. Obgleich ich mich frage, warum Adrion sich nicht bei Fink nach Beisters Leistungsstand erkundigt hat. So etwas ist normalerweise üblich, wenn es um Stammspieler geht. Und das war Beister. Der Junge hatte wochenlang geschwiegen, um nichts Dummes zu sagen und sich voll auf den Fußball zu konzentrieren. Es war Beister deutlich anzumerken, dass er seinen Fehler erkannt hatte und dass er gewillt ist, ihn wiedergutzumachen. Zudem hat er bislang 24 Einsätze in seiner ersten Bundesligasaison gehabt – das ist allemal eine Bewerbung für eine Nachwuchs-EM.

Egal wie, Beister hat auch Zuspruch. Nicht nur von mir. Ich bin da ganz sicher nicht wichtig. Dafür aber von Sportchef Frank Arnesen. Der Däne versuchte Beister geradewegs wieder aufzubauen und fand sogar etwas Positives: „Maxi hat ein paar aufregende Tage und Wochen hinter sich. Ich habe ihm gesagt, dass er enttäuscht sein darf und vielleicht sogar muss. Aber er soll versuchen, nach ein paar Tagen auch das Positive zu sehen: So kann er nach der Saison länger Urlaub machen und mal so richtig ausspannen, um frisch in seine zweite Bundesligasaison zu gehen. So überrascht wir alle sind, auch ich – ich bin mir sicher, Maxi verdaut das Ganze.“

Am Sonnabend allemal. Da geht es auch für den Youngster noch mal um alles. Und die Aussicht auf internationale Spiele dürfte auch Beister zufriedenstellen. Obgleich die Chance darauf weiter gering ist, ist die Motivation bei Adler, Beister und Co. riesig. Egal, ob wir abhängig sind von Frankfurt – am letzten Spieltag noch um einen internationalen Platz zu kämpfen ist pure Freude und ein Höchstmaß an Motivation für jeden Spieler. Wir haben nichts zu verlieren gegen eine starke Mannschaft und wollen uns einen schönen Saisonausklang verschaffen.“ Der sei schon jetzt als Erfolg zu werten – sagt Fink. Adler scheint da höhere Ansprüche zu haben. „Wir können mit einer Europa-League-Teilnahme eine gute Saison aus der bisherigen machen.“

Gut so. Ich mag es, wenn gute Leute hohe Ansprüche haben. Vor allem, wenn sie beim HSV spielen und dafür nichts unversucht lassen. So, wie Fink es andeutet. Zwar seien alle Spieler fit und es gebe keinen Grund für eine personelle Umstellung, allerdings ließ der Trainer auch heute wieder ein 3-5-1-1-System spielen. Seine Erklärung: „Die Mannschaft muss auf Situationen reagieren können und das müssen wir üben. Auch kurze Systemumstellungen.“ Mit den Worten: „Stellt euch vor, es sind noch fünf Minuten und Leverkusen führt 1:0“, gab Fink im Abschlussspiel die Anweisung, offensiver zu agieren und die vermeintliche A-Elf gab Gas, presste und rückte hoch auf. Allerdings vergab Westermann eine Riesenchance per Kopf – erhielt aber Lob von Fink: „So soll’s sein. Ihr müsst euch die Chancen erarbeiten.“ Gewillt scheinen sie allemal. Von Adler über Beister bis hin zu Jacopo Sala und allen anderen, die wohl nur auf der Bank oder der Tribüne Platz nehmen werden. Adler kündigt seinen ehemaligen Mannschaftskameraden, für die es tabellarisch um nichts mehr geht, einen harten Gang in Hamburg an. Ob er glaubt, seine Ex-Kollegen könnten unterbewusst schon auf Urlaubsmodus geschaltet haben, sagt er: „Das liegt nur an uns. Wir wissen, wo der Schlüssel liegt. Wir müssen denen von Beginn an zeigen, dass wir gewinnen wollen, dafür alles tun. Danach ist Urlaub, danach können alle ihre Blessuren auskurieren. Nur nicht im Spiel. Es ist auch nicht verkehrt, wenn man als Gegner weiß, dass es in Hamburg durchaus mal weh tun kann.“

Das sind doch mal markige Ansagen. Genau die Art, wie ich sie gern höre und noch lieber umgesetzt sehen würde. Auch von Adler, der heute auf die Frage nach einem möglichen Wechsel in der Sommerpause etwas ausweichend antwortete: „Von Interessenten hört man immer gern, das sind Bestätigungen für einen selbst. Das motiviert mich auch. Aber ich habe in Hamburg einen langfristigen Vertrag und Ambitionen. Es gibt im Moment keinen Anlass, was anderes zu denken.“ Stimmt, zumal Klubboss Carl Jarchow auf den immer wieder kolportierten ersten Interessenten, den Premier-League-Klub Arsenal London, antwortete: „Ich kann ihnen versprechen, dass René Adler kommende Saison nicht für Arsenal spielt.“ Gut so. Zumindest für den HSV, der vor Adler erst einmal acht, neun andere Spieler abgeben sollte. „Bislang gibt es noch kein Angebot“, sagt Arnesen, darauf angesprochen. Und der Sportchef bezieht Heung Min Son mit ein. „Stand jetzt bleibt er bei uns. Ich bin da auch ganz positiv“, so Arnesen, der sich nach Saisonende mit Son und dessen Berater zusammensetzen will. Ob es auch eine ewig andauernde Verhandlung werden könne, die sich erst mit dem Schlusspfiff der Transferperiode Ende August entscheidet? Arnesen: „Nein, eigentlich nicht. Auch wir wollen planen.“

Solltet Ihr schon Euren morgigen Tag planen, macht das ohne den HSV. Der trainiert morgen unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Aber Dieter wird Euch auf dem Laufenden halten. Ganz sicher.

Apropos sicher –in Sachen Oberneuland ist da nichts sicher. Der Norddeutsche Fußballverband teilte inzwischen mit, dass er bis morgen die rechtlichen und sportlichen Folgen des Insolvenzantrages prüfen werde. Zuletzt hieß es, durch die Insolvenz stünde zwar der Abstieg Oberneulands fest, allerdings würden bei einem so späten Antrag (bis vier Spiele vor Saisonende) nicht nachträglich alle Ergebnisse aus der Wertung genommen. Als diese Meldung beim SC Victoria, der mit am meisten davon profitieren würde, die Runde machte, hieß es sofort: Dann reichen wir Protest ein. Klar aber ist nach dem 3:1 des HSV II beim SCV, dass die Mannen von Rodolfo Cardoso gerettet sind. Dazu gratuliere ich ganz herzlich und hoffe, dass der Argentinier in der neuerlichen Kaderzusammenstellung klarer interveniert, wenn er Bedenken hat. „Wir setzen uns zusammen und besprechen alles“, kündigte Arnesen heute an und fügte hinzu: „Wir wissen, dass und was wir verbessern müssen.“

Klingt doch zunächst einmal sehr gut.

In diesem Sinne, bis morgen!
Scholle

P.S.: Tomás Rincón und Heung Min Son wurden für ihre Nationalmannschaften nominiert. Son muss nach Südkorea reisen, um gegen den Libanon (4. Juni), Usbekistan (11. Juni) und den Iran (18. Juni) anzutreten. Rincón trifft in seiner Heimat Venezuela Bolivien (07. Juni) und Uruguay (12. Juni).

P.P.S.: Ein kurzes Video mit Adler, der über die Nartionalelf spricht, findet Ihr auf unserer Facebook-Seite www.facebook.com/groups/Matzab

Van der Vaart vor seinem 100. Spiel

9. Mai 2013

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Ich habe mich heute leicht „versabbelt“, die älteren User unter uns werden mit dem Namen noch etwas anfangen können: Bernd Dörfel. Der frühere Nationalspieler des HSV und jüngerer Bruder von Gert „Charly“ Dörfel lebt im Süden der Republik und war mal wieder im Lande. Er rief bei mir in der Redaktion an und sagte: „Lass uns mal gemeinsam eine Tasse Tee trinken . . .“ Gesagt, getan. Und dabei haben wir über alte Zeiten gesprochen – herrlich. Es hätte noch Stunden dauern könne, aber ich musste ja noch etwas schreiben . . . In einer Woche folgt Treffen Nummer zwei, da nehme ich mir dann etwas mehr Zeit, indem ich vorarbeite. Also, sorry allen „Matz-abbern“, die nun zu lange warten mussten – am Vatertag. Übrigens: Allen Vätern herzlichen Glückwunsch zu ihrem Tag! War ja nicht so tolles Bollerwagen-Wetter. Nun gut, Mann kann nicht alles haben.

Zum Fußball. Ganz aktuell gibt es etwas Erfreuliches vom HSV zu berichten, den die „Zweite“ setzte auch heute ihre Siegesserie in der Regionalliga fort. Gegen den Tabellenzweiten TSV Havelse, vom ehemaligen HSV-Profi Andre Breitenreiter trainiert, gab es einen überraschenden 2:1-Erfolg. Die Torfolge vor 310 Zuschauern in Norderstedt: 1:0 George Kelbel (9.), 1:1 Tayar (43.), 2:1 Fabian Graudenz (62.). Rettung ist in Sicht. Zumal der Konkurrent aus Oberneuland in erster Instanz noch keine Lizenz für die Regionalliga bekommen hat.

Das ist doch mal eine Sache – so wie sich die „Zweite“ von Rodolfo Cardoso entwickelt hat. Könnte sich die Mannschaft von Thorsten Fink sehr gerne ein Beispiel dran nehme Wobei ein Sieg bei der TSG 1899 Hoffenheim wohl durchaus etwas schwieriger werden dürfte, denn dort hat der HSV bislang noch nie gewonnen, hat er lediglich ein kleines Pünktchen geholt (mit einem 0:0). Drei weitere Spiele gab es im Süden gegen Hoffenheim, und die Ergebnis lauten wenig schmeichelhaft für den HSV: 0:3 (in Mannheim), 1:5 und 0:4.

Es wird, da muss man kein Prophet sein, auch diesmal sehr schwer. Trainer Thorsten Fink über Hoffenheim, das ums nackte Überleben kämpfen wird: „Das 2:2 in Bremen kann der TSG natürlich noch einmal einen Auftrieb gegeben haben, gerade nach einem 0:2-Rückstand dann noch zum Ausgleich zu kommen, das setzt schon Kräfte frei. Für die Moral war das bestimmt hervorragend. Trotzdem sind die Hoffenheimer natürlich darauf angewiesen, was die anderen Clubs machen, und das ist immer schwierig – man muss immer auf die Anzeigentafel gucken. Trotz allem ist Hoffenheim eine Mannschaft mit technisch hervorragender Qualität, und eine Mannschaft, die wieder an sich glaubt. Und das ist immer besonders schwierig, gegen solche Teams zu spielen.“

Wenn ich richtig gerechnet habe, dann steht Rafael van der Vaart an diesem Sonnabend vor seinem 100. Bundesliga-Spiel. Eine stolze Zahl für den 30-Jährigen. Der „kleine Engel“ hat in seinen Leistungen zugelegt, seit er Kapitän des HSV geworden ist, und er sagt über sich: „Ich denke, dass ich immer noch besser kann. Fünf Tore, zehn Vorlagen – damit bin ich nicht ganz zufrieden, ich will damit aber auch nicht unzufrieden sein.“ Es ist noch Luft nach oben da. „Rafa“ weiß das. Und das ist schon mal gut so.

Thorsten Fink sagt über seinen „Chef“: „Man braucht immer ein Jahr, um ganz wieder reinzukommen, aber Rafael hat das ordentlich gemacht. Die Verletzungen haben ihm leider ein wenig zugesetzt, aber gerade jetzt als Kapitän hat er sich gesteigert, er füllt seine Rolle immer besser aus – hat Tore geschossen und vorbereitet, die Standards kommen auch wieder besser, von daher bin ich schon sehr zufrieden. Insgesamt, so denke ich, können wir uns alle noch ein wenig steigern.“ Rückblickend, nämlich zum verkorksten Saisonstart, als danach Rafael an der Vaart zu HSV kam, befindet Fink: „Rafa war enorm wichtig für die Mannschaft. Er hat der Mannschaft Halt gegeben, neues Vertrauen und neue Hoffnung. Er hat auch dem gesamten Umfeld neue Hoffnung gegeben, und er hat positive Energie versprüht. Wenn ein Mensch das spürt, dann kann er bessere Leistungen abrufen, und das war damit gegeben. Er war ein absoluter Führungsspieler, bis er sich verletzt hat. Ich bin, man darf da nicht unbedingt das letzte Spiel gegen Wolfsburg sehen, schon sehr zufrieden mit ihm, das kann ich nur sagen. Rafa ist eigentlich an allen gefährlichen Situationen, die wir vor dem gegnerischen Tor haben, beteiligt.“

Dann fügt Fink noch ergänzend an: „Es wird mit ihm vom Spielerischen her in der neuen Saison noch besser mit ihm werden, davon ich restlos überzeugt.“ Dass dem Niederländer die Kapitänsbinde sehr gut getan hat, das weiß auch Thorsten Fink: „Es hat ihn vorangebracht. Und ich möchte niemanden weh tun, aber wenn ein Vize-Weltmeister nun Dinge innerhalb der Mannschaft anspricht, dann hört der eine oder andere Spieler ganz sicher noch intensiver zu. Allein dadurch hat Rafa uns schon geholfen und vorangebracht.“

Übrigens: Es ist nicht „alles Rafa – oder was?“. Rene Adler ist ja ach ein ganz, ganz wichtiger Eckpfeiler dieser HSV-Mannschaft – und dieser Adler, der so unglaublich gut fliegen kann, hat in seiner Bundesliga-Karriere noch nie gegen Hoffenheim verloren. Fünf Siege und ein Unentschieden. Ich drücke ihm die Daumen, dass daraus nun sechs Siege werden . . .

Und wo ich gerade dabei bin, schnell noch einen kurzen Blick zum Gegner des HSV. „Unsere Mannschaft hat in den letzten Wochen eindeutige Signale gesendet, wo sie hin will und wie wir die Zuschauer abholen wollen. Es ist wieder Leben drin“, meinte Hoffenheims Trainer Markus Gisdol und fügte hinzu: „Wir haben viel Freude verursacht, wie wir versuchen, Fußball zu spielen. Die Zuschauer sind wieder dabei.“

Zuletzt in Bremen hatte sich Sven Schipplock mit einem Doppelpack empfohlen. Der Stürmer könnte dieses Mal in die Startelf rücken. „Es ist tatsächlich eine Überlegung. Der Junge ist gut drauf“, sagte Gisdol. Umbauen muss der Chefcoach in jedem Fall: Verteidiger Jannik Vestergaard sitzt seine Gelb-Sperre ab, Mittelfeldspieler Sebastian Rudy hat sich eine Muskelverletzung zugezogen, sein Einsatz ist sehr fraglich.

Abwehrspieler David Abraham (Nachwehen eines Muskelfaserrisses), Sejad Salihovic (Wadenprobleme) und Tobias Weis (Zerrung in der Hüfte) sollen auf die Zähne beißen. Mit der Verjüngung der Mannschaft hat Gisdol gleich nach seinem Amtsantritt am 2. April begonnen. Die beiden A-Jugendlichen Niklas Süle und Jeremy Toljan haben eine realistische Einsatzchance, betonte der Trainer ausdrücklich.

PS: Trainiert wird beim HSV an diesem Freitag um 11 Uhr im Volkspark.

19.11 Uhr

“Ruhig bleiben, nicht von Europa reden”

14. April 2013

War der HSV nun so stark, oder war Mainz 05 so schlecht wie nie? In der Redaktion gingen darüber die Meinungen auseinander. Letztlich war und ist es unwichtig, denn die Talfahrt ist gestoppt worden. Vielleicht war es sogar so, dass der HSV besser war als zuletzt, und Mainz hat nur seinen Trend fortgesetzt, denn die Truppe von Trainer Thomas Tuchel konnte nur eine der zurückliegenden zehn Partien gewinnen. Der stets engagierte 05-Coach gab schonungslos zu: „Wir haben spieltaktisch, technisch und zum ersten Mal auch in der Mentalität, dem Siegeswillen, der Lust auf Zweikämpfe ein enttäuschendes Spiel abgeliefert. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir mal 90 Minuten so unseren eigenen Ansprüchen hinterhergehinkt sind. Das war jedenfalls ein krasser Ausreißer nach unten.“ So habe ich das auch gesehen. Und ich habe Tuchel noch nie so tatenlos und mit zunehmender Spieldauer auch mutlos gesehen. Dabei war der HSV ganz sicher nicht besonders brillant, aber er hat diesmal konzentriert und diszipliniert gespielt – und auf seine Chance gewartet. Dieses Warten dauerte zwar bis nach der Pause, aber es hat sich gelohnt, in Ruhe abzuwarten.

Und natürlich haben sich die Umstellungen des Trainers bezahlt gemacht, bei diesem Auswärtssieg des Tabellenelften HSV gegen den Tabellenachten Mainz. Und bei der Gelegenheit: Wenn immer (seit Wochen und Monaten) über die europäischen Wünsche (oder sind es Ansprüche) des HSV gelächelt und gelästert wird, was hätte denn eine Mannschaft wie Mainz in der Europa League zu suchen? Auch nichts. Oder nicht viel. Aber würde Mainz es dennoch schaffen, so würden sie eben doch europäisch spielen – so einfach ist das. Ob das von Dauer wäre, das wissen wir alle doch nicht. Oder kann jemand mit Bestimmtheit sagen, wie stark die europäische Konkurrenz (in den ersten Runden) sein wird?

Ich werde trotz allem nicht mehr von Europa faseln, das habe ich mir fest vorgenommen. Und der eine oder andere HSV-Spieler wohl auch. So erklärte Kapitän Rafael van der Vaart in Mainz: „Wir sollten jetzt nicht so viel feiern, und wir sollten nun ruhig bleiben und nicht gleich wieder über Europa reden.“ Über seine Ernennung zum Spielführer sagte er fast nebenbei: „Änderungen können gut sein, wenn es nicht so läuft. Aber so wichtig war die Änderung nun auch wieder nicht.“ Nun ja.

Auf jeden Fall hatten die Maßnahmen, die Thorsten Fink in der Woche vor dem Mainz-Spiel ergriffen hatte, durchaus ihre Wirkung. Bei einem Sieg hat der Trainer ohnehin „alles richtig gemacht“, wie unser „Matz-ab-Gast“ Bernd Enge (ehemals HSV-Aufsichtsrat) nach dem 2:1-Erfolg gesagt, und er liegt damit ja auch nicht verkehrt, dennoch muss festgehalten werden, dass es durchaus mutig war von Fink, so zu agieren. Er muss nun nur noch seine Linie durchziehen – knallhart. Oder auch nur hart. Aber er muss jetzt ohne Kompromisse in die letzten fünf Spiele gehen. Denn nun wissen die meisten, dass auch mal beim HSV „Schluss mit lustig“ ist.

Thorsten Fink hätte sich nach dem Dreier in Mainz selbst auf die Schultern klopfen können, aber er verzichtete darauf. Es ist wohl auch besser so, denn noch ist ja nichts so, wie es einmal vor Wochen schon schien, als der HSV sogar noch in Reichweite der Champions-Legaue-Qualifikation stand. Dabei ist die Ausgangsposition sicherlich gut, sie wird von manchen Optimisten sogar als sehr gut bezeichnet, aber Fink hebt warnend den Finger: „Wir dürfen nicht überschwänglich werden. Aber natürlich ist es so, dass man auf diesen Sieg aufbauen kann. Jeder hat gesehen, dass diese Mannschaft lebt.“ Und das muss sie auch, wenn sie die letzten fünf Spiele positiv beenden will. Jetzt kommt Düsseldorf, dann geht es auf Schalke, es kommt der VfL Wolfsburg, es geht nach Sinsheim (gegen Hoffenheim); und dann folgt am 18. Mai der Schlusspunkt der Saison, das Heimspiel gegen Bayer Leverkusen am 34. Spieltag. Natürlich, auf dem Papier (oder jetzt auf dem Computer) sieht dieses Restprogramm nicht ganz so schwierig aus, aber was ist denn schon leicht in der Liga? Ich bin da bei Thorsten Fink und seinen Spielern: Lasst uns von Spiel zu Spiel denken. Und nicht träumen, nicht schon vorher einen Haken hinter der einen oder anderen Partie machen. Gas geben ist angesagt, der Trainer hat es gefordert, die anderen Verantwortlichen auch – und dann wird Bilanz gezogen und abgerechnet.

Wobei die „Abrechnung“ wohl nicht ganz so spektakulär ausfallen dürfte, wie es sich viele HSV-Fans erhoffen oder auch nur vorstellen. Der HSV hat keinen Pfennig auf der Naht, er kann sich keine neuen Spieler mehr erlauben – erst einmal muss dieser viel zu große und viel zu teure Kader abgespeckt werden. Das ist nach wie vor die Realität, auch wenn dies nicht von allen so angenommen wird. Oder anders gesagt: Auch wenn das von vielen ganz einfach ignoriert wird. Aber keiner kommt um diese Feststellung herum, keiner und niemand, das ist nun mal die bittere Realität.

HSV-Chef Carl-Edgar Jarchow hat dazu in der vergangenen Woche schon reichlich etwas erzählt (dem Hamburger Abendblatt). Es wird ein zweistelliges Minus in Millionenhöhe erwartet. Wie hoch es tatsächlich ist, darüber lässt sich die Club-Führung natürlich nicht genau aus, sie wäre ja auch unklug, so etwas an die Öffentlichkeit zu bringen. Jeder aber kann davon ausgehen, dass dieses Minus ein „sattes“ sein wird.
Deshalb auch wurde schon oft ein rigoroser Sparkurs des HSV angekündigt. Und Tatsache ist nun einmal auch: Wenn Sportchef Frank Arnesen schon im Winter vergeblich darum kämpfte, den einen oder anderen Ersatzspieler an einen neuen Club zu bringen, so dürfte dieses Unterfangen auch im Sommer 2013 ähnlich schwierig sein. Und Tatsache ist doch auch: Für diese Spieler kann der HSV keine Millionen-Summen eintreiben oder fordern. Kleinvieh macht auch Mist, heißt es im Volksmund so schön, in diesem Falle aber stimmt es eben nicht. Einzig und allein der Verkauf von Heung Min Son, Rene Adler oder Rafael van der Vaart würde dem HSV eine stattliche Summe in die leere Kasse spülen. Und da Jarchow schon gesagt hat, dass weder Adler noch van der Vaart zu verkaufen sind, bliebe Son.

Ein Millionen-Transfer Sons in die englische Premier League, wo zurzeit Tottenham Hotspur angeblich Interesse an dem Südkoreaner hat, käme in dieser Situation gerade recht. Heung Min Son könnte der Thomas Doll der HSV-Neuzeit werden. Wir erinnern uns: 1991 wurde Doll nach nur einer, zugegeben überragenden, Saison an Lazio Rom verkauft. Ein Betrag in der Höhe von 15 oder 16 Millionen rettete den HSV damals vor dem finanziellen Kollaps. So könnte es in diesem Sommer auch mit Son gehen, obwohl ich nicht glaube, dass es einen zweistelligen Millionen-Betrag für Son geben würde. Aber das entscheide ja auch nicht ich.

Mein Freund Peter, der aus der rheinischen Provinz (Mühlheim), hat mir allerdings heute gesagt, dass diese Rechnung eine Milchmädchen-Rechnung sei. Und ob wir alle wahnsinnig wären, in Hamburg? Sind wir? Er sagt nämlich: „Wann hatte der HSV zuletzt einen Stürmer, der am 29. Spieltag schon elf Tore auf seinem Konto hatte? Mit Son hätte der HSV auf jeden Fall schon mal einen – für die nächsten Jahre. Bekäme der HSV acht Millionen für Son, bekäme der HSV sicherlich keinen adäquaten Ersatz für ihn. Ohne Son aber kann man doch die nächsten Spielzeiten schon wieder abhaken, denn wer schießt denn dann die Tore? An Rudnevs allein glaube ich nicht.“ Mein Freund sagt weiter (oder rechnet mir vor): „Selbst wenn der HSV in diesem Sommer keinen oder keine Spieler kaufen kann, so müsste er dann eben mit diesem dann abgespeckten Kader in die neue Saison gehen. Und? Da sind doch viele entwicklungsfähige Spieler drin. Auch in dieser Spielzeit haben sich ja einige schon großartig entwickelt, sonst wäre der HSV doch in Sachen Abstiegszone nicht so früh aus dem Schneider gewesen. Mit Son, und nur so geht es in meinen Augen, wäre der HSV aber in naher Zukunft durchaus ein Kandidat für Europa. Und deswegen darf Son, so einfach ist das, nicht verkauft werden.“

Mag sein. Es ist auf jeden Fall etwas dran. Aber wenn der HSV verkaufen muss, um überhaupt weiter atmen zu können, was dann? Dann muss Son zum HSV-Retter werden. Und ich, das muss ich zugeben, ich glaube daran, dass es so kommen wird. Ohne die Son-Millionen, so glaube ich, kann der HSV den Laden dichtmachen. Auch wenn ich nun sofort und ohne Ende jede Menge Protestschreiben erhalten werde. Erst 2015, wenn die Arena zum großen Teil bezahlt worden ist, erst dann kann der HSV aufatmen und von besseren Zeiten träumen. Aber auch erst dann. Leider.

Heung Min Son kann das schon eher. Tor für Tor wird er nicht nur teurer, sondern auch interessanter. Der Doppeltorschütze weiß das, strahlte aber am Sonnabend zunächst einmal nur über seine beiden Treffer: „Es ist wie ein Traum, diese zwei Tore sind natürlich etwas Besonderes. Sie waren für mich und die Mannschaft enorm wichtig nach den Niederlagen und der schweren Zeit zuletzt.“ Thorsten Fink lobte den Matchwinner. „Sonni hat super gearbeitet, und das erste Tor war für ihn und für uns alle ein großer Brustlöser. Das ist Effektivität.“ Und Torgefahr. So etwas wird gesucht. Auf der ganzen Welt. Deswegen wäre es klug, etwas zügiger an die Vertragsverlängerung – so sie der HSV denn überhaupt will – heranzugehen. Thorsten Fink jedenfalls wünscht sich etwas mehr Eile und drängt auf eine vorzeitige Verlängerung: „Wir sollten sehen, dass wir das bald tun. Sonni will das auch – und er weiß, dass ich auf ihn baue.“ Natürlich. Welcher Trainer würde denn nicht auf ein solches Juwel bauen?

Seit vielen Wochen liegt diese Zukunft des HSV aber in den Händen von Sportchef Frank Arnesen. „Son hat in der letzten Saison sechs Tore geschossen, nun steht er schon bei elf. Das ist mit 20 Jahren ein sehr guter Erfolg.“ Stimmt. Und seit Wochen heißt es, dass Arnesen in einem „ganz engen Kontakt zu Son-Berater Thies Bliemeister stehe“. Oft hieß es dazu auch, dass „schon in der nächsten Woche etwas passieren könne“ – aber immer wieder passierte nichts. Warum?

Über dieses Thema sprach Frank Arnesen übrigens mit dem NDR, der uns folgende Sätze zur Verfügung stellte:

Frank Arnesen ist optimistisch, dass der Hamburger SV sein Offensivjuwel Heung Min Son halten kann. „Er hat noch ein Jahr Vertrag und wir haben auch noch kein Angebot von anderen Vereinen. Wir sind eigentlich in einer sehr guten Phase mit ihm und seiner Vertragsverlängerung. Deshalb bin ich positiv, dass wir mit ihm für eine lange Periode verlängern werden“, sagte der Sportchef dem NDR Sportclub. Trotz der finanziell angespannten Situation des HSV will sich der Däne um den jungen Südkoreaner bemühen: „Ich habe gesagt, dass ich lieber keine Spieler verkaufen will, die wir brauchen können. Und Son mit seinen 20 Jahren ist einer der Spieler, die wir gerne behalten wollen“, betonte Arnesen.

Spätestens im kommenden Jahr sei die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb Pflicht, sagte Arnesen weiter. „Wenn wir keinen Führungs- oder Topspieler verkaufen müssen, dann werden wir auch im nächsten Jahr besser. Wir haben eine junge Mannschaft und junge Spieler, die jeden Tag besser werden. Sie haben in diesem Jahr einen guten Schritt gemacht. Im nächsten Jahr muss der Schritt dann sein, dass wir realistisch im europäischen Fußball spielen.“

Mehr zum Thema im Sportclub am 22.45 Uhr im NDR Fernsehen.

Kurz noch ein Absatz zu Rafael van der Vaart. Ihn schien das Kapitänsamt auf jeden Fall etwas beflügelt zu haben. Worüber ich mich gefreut habe, sogar sehr gefreut habe, ist dies: Nach dem 1:0 von Son, das der Niederländer mit einem glänzenden und schnellen Pass eingefädelt hatte, lief der neue Kapitän an den Spielfeldrand und genau in die Arme seines Trainers. Sieht man nicht so oft, jedenfalls nicht beim HSV. Für mich hatte das schon eine besondere Bedeutung. Und auf alle Fälle nicht die, dass sich van der Vaart damit bei Fink bedanken wollte, dass er nun endlich die Binde tragen darf. Ich glaube vielmehr, dass sich da zwei gefreut haben, weil alles das, was vorher geplant worden war, aufgegangen ist. Und van der Vaart hatte bereits am Mittwoch nur lobende Worte über den Trainer, seinen Trainer gefunden. Ist ja bei uns nachzulesen. So etwas sagt kein Fußball-Star, wenn es nicht stimmen würde. Und erst recht sagt es niemand, wenn er zu dieser Aussage vorher gar nicht bewegt worden ist. Rafael van der Vaart hat es aus freien Stücken erzählt – und das allein zählt für mich. Und viele, viele, die dem Coach zuletzt ans Leder (oder an den Kragen oder an seinen Stuhl) wollten, die sollten das einmal kurz überdenken.
Wäre in meinen Augen auf jeden Fall sehr empfehlenswert.

PS: Morgen, am Montag, wird im Volkspark nicht trainiert.

PSPS: Das „Matz-ab-live“ vom Sonnabend, als wir mit unseren Gästen Bernd Enge und Michael Schröder (HSV-Nachwuchsleiter) über das Mainz-Spiel und auch generell über den HSV sprachen, ist sehens- und auch empfehlenswert. Den Herren Enge und Schröder auf diesem Wege noch einmal vielen Dank für ihr Kommen. Und, um das noch einmal loszuwerden: Wir lagen uns erst nach der Sendung alle in den Armen. Nach der Sendung muss aber auch erlaubt sein.

PSPSPS: Am Freitag findet im HSV-Restaurant „1887“ in Norderstedt (HSV-Ochsenzoll) von 19 Uhr an unser Matz-ab-Treffen statt. Weil ich nun schon mehrfach gefragt worden bin: Es dürfen alle „Matz-abber“ dabei sein und kommen, auch jene, die nicht im Blog schreiben. Alles klar? Dann bis Freitag.

Noch kurz ein Wort zur Zweiten:
Die zweite Mannschaft des HSV kommt einfach nicht aus dem Tabellenkeller der Regionalliga Nord. Das Team von Trainer Rodolfo Cardoso verlor bekanntlich das Stadtderby gegen die zweite Mannschaft des FC St. Pauli mit 1:2. Erdogan Pinis per Foulelfmeter und Debütant Modijeb Jamali erzielten die Tore für St. Pauli, George Kelbel traf für den HSV, der auch das vierte Derby in Serie nicht gewinnen konnte. Das Cardoso-Team wartet weiterhin auf den ersten Sieg des Jahres und bleibt mit acht Punkten Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz Tabellenletzter (weil der VfB Lübeck als Schlusslicht schon definitiv abgestiegen ist und nur noch Freundschaftsspiele bestreitet).

Worüber sich alle mal Gedanken machen sollten – noch einmal, immer wieder: Der SC Victoria bezwang am Sonnabend den BSV Rehden mit 4:2. Das muss man sich mal vorstellen: Victoria besiegt Rehden mit 4:2, und dieses Rehden hatte zuvor den HSV mit etlichen Profis mit 4:1 nach Hamburg zurückgeschickt. Quervergleiche hinken, sagt man im Fußball, man soll sie nicht anstellen, aber diesmal scheint es mir unumgänglich. Rehden hatte vor dem Victoria-Spiel auch schon gegen Oberneuland verloren – nur der HSV mit seiner mit vielen Profis „verstärkten“ Zweiten schafft das nicht. Es ist immer noch unfassbar!

19.18 Uhr

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