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Zinnbauer ist raus – Knäbel übernimmt

22. März 2015

Für Abendblatt-Blogs


***** UPDATE: Der HSV trennt sich per sofort von Trainer Joe Zinnbauer. Peter Knäbel übernimmt bis Saisonende. *****

Ja, das ging jetzt doch schneller als gedacht, aber es musste so kommen, da waren sich alle einig. Ein dickes Kompliment den Mopo-Kollegen, die heute schon meldeten, dass Peter Knäbel Interims-Trainer wird. Der Sportchef als interne Übergangs-Lösung, das kennen wir von Frank Arnesen und Holger Hieronymus. Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt – sage aber auch, dass ich sehr, sehr skeptisch bin. Als ich das heute von der Mopo erfuhr, habe ich sofort an den 1. April gedacht – aber denkste! Für mich ist die gesamte Situation des HSV, die Entwicklung über die letzten Jahre, unfassbar, und dazu zähle ich auch den heutigen Tag. Was mag sich der Fußball-Gott bei solchen Entscheidungen denken?
Dass Peter Knäbel nun übernimmt, das ist für mich ein Zeichen dafür, dass es sich (nur) um die nächsten (und letzten?) acht Bundesliga-Spiele handelt – und danach kommt dann der neue Mann. Es soll sich ja, so die Gerüchteküche, tatsächlich um Thomas Tuchel handeln. Mal abwarten.

So, das war ein kurzes Zwischenspiel, hier geht es nun weiter mit jenem Beitrag, den ich vorhin schon veröffentlicht hatte.
Gute Nacht!

„Jetzt müssen wir am Freitag gegen Hertha BSC gewinnen, das ist sehr wichtig. Wir müssen zeigen, dass wir eine Mannschaft sind.“ Gesagt hat es Dennis Diekmeier nach dem 0:3 gegen Hoffenheim, aber es dieses Zitat könnte von jedem HSV-Spieler und von jedem Offiziellen stammen.

 

So begann ich am vergangenen Sonntag. Diesmal ist das nächste Spiel, es geht immerhin in Leverkusen gegen die Werks-Elf, nicht so wichtig, als dass man drüber sprechen müsste, aber Dennis Diekmeier hat immerhin wieder nach der 0:1-Niederlage gegen Hertha BSC etwas gesagt. Und zwar dies hier: „Wir müssen weiter hart arbeiten.“
Wobei ich Dennis Diekmeier gar nicht verdammen will, und zwar überhaupt nicht, denn er stellt sich den Medien (da gibt es auch gewisse Verträge, weil die Medien ja einiges an Geld dafür geben), während andere K

 

ollegen schweigend in die Kabine schleichen. In den letzten Jahren aber ist es, das nur am Rande, in Hamburg in Mode gekommen, dass jene Spieler, die den Mut haben, sich auch bei Misserfolgen zu stellen, abgewatscht werden und total in Ungnade fallen – es gibt ja so viele Beispiele (Trochowski, Aogo, Westermann). Ich hoffe sehr, dass das mit Diekmeier nun nicht passieren wird, aber meine Hand würde ich dafür nicht ins Feuer legen.

 

 

Dass nun weiter hart gearbeitet werden muss, mag einige überraschen, aber es ist wohl die einzige Phrase, die nun gerade noch passt. Was soll denn jetzt überhaupt noch gemacht werden? Und was soll erst recht gesagt werden? Hart arbeiten – natürlich, aber hart wird nach Aussagen aller HSV-Profis in den, sagen wir mal, letzten 25 Jahren schon immer. Ganz, ganz hart. Ehrlich. Ist es wirklich mit „hart arbeiten“ getan?

 

Ganz offen gesagt: Ich kann dieses „hart arbeiten“ schon lange, lange nicht mehr hören, es geht mir schon seit Jahren total auf den Geist. Hart arbeiten ist in meinen Augen etwas ganz, ganz anderes. Und in Sachen HSV würde mir bei „hart arbeiten“ vorschweben, dass nicht nur einmal am Tag 90 Minuten abgerissen werden – unter dem Deckmantel „Training“. Bei „hart arbeiten“ wären die Herren Profis jeden Tag auf dem Acker, rund um die Uhr. Nicht nur, um zu rennen, sondern auch deshalb, um vor allem mit dem Ball besser klarzukommen. Und um Dinge wie zum Beispiel Standards zu üben. Aber darauf komme ich gleich noch.

 

„Wir müssen gegen Berlin nicht nur gewinnen, wir werden auch gewinnen.“

Hatte Trainer Joe Zinnbauer vorher versprochen. Weil er seiner Mannschaft offenbar vertraute. Zu sehr vertraute. Nach der Heimpleite sagte der Coach dann etwas geläutert: „Ich glaube nicht, dass die Qualität fehlt.“ Was aber fehlt denn tatsächlich? Wenn nicht die Qualität der Spieler? Liegt es dann nicht doch am Trainer? Oder woran krankt dieser HSV?

 

Sportchef Peter Knäbel erklärte zu diesem Thema: „Es ist nicht so, dass wir jetzt nur über den Trainer richten. Wir werden mit ihm darüber sprechen, was zu tun ist.“ Und weiter: „Ich mag keine Leute, die irgendwelche Treueschwüre machen, und an Tag eins zaubern sie plötzlich jemanden aus dem Hut. Es kann nicht sein, dass man nicht weiß, was man tun würde, wenn man in eine andere Richtung geht.“ Laut Knäbel aber soll es ja einen Plan B geben – der nun (demnächst, morgen oder heute?) greifen könnte.

 

An diesem Sonntag haben sich die Verantwortlichen getroffen, um zu analysieren. Und am Nachmittag sollte Joe Zinnbauer dazu kommen. Um aus erster Hand von seiner Entlassung zu erfahren? Ich glaube ja, dass es genau so kommen wird, aber ich bin nicht davon überzeugt, dass es der richtige Schritt für den HSV ist. Auf der einen Seite wäre es der kleine Strohhalm, an den man sich jetzt noch klammern könnte, denn neue Spieler gibt es nicht mehr. Auf der anderen Seite aber glaube ich fest, dass diese Mannschaft auch von Mourinho, Guardiola und Wenger gemeinsam trainiert werden könnte, ohne dass sich eine Besserung einstellen würde. Ohne dass sich nur ein Hauch von einer kleinsten Besserung einstellen würde! Diese Mannschaft ist so schlecht, wie sie steht.

 

Weil es fußballerisch nicht passt. Zinnbauer, das wird überall hervorgehoben, hat diese Truppe endlich mal zum Laufen gekriegt, das ist sein Verdienst. Fußballspielen aber hat der HSV unter ihm leider nicht auch noch gelernt. Tore schießen erst recht nicht. Aber der gute Joe kann eben nicht zaubern. Dazu hätte er noch kurz einen Crash-Kurs bei Kalanag belegen müssen. Wer von Euch gestern die Erstliga-Spiele gesehen hat, der wird festgestellt haben, wenn er noch HSV gegen Hertha im Gedächtnis gehabt hat, dass keine andere Mannschaft einen so finsteren Fußball spielt, wie der HSV. Vielleicht noch Paderborn – aber es werden ja auch zwei Absteiger gesucht, der HSV kann ja nicht gleich beide Abstiegsplätze belegen. Was die Konkurrenz ja vor allem hat: Stürmer. Jungs, die Tore schießen wollen und es auch können.

Nein, meine Damen und Herren, ich habe den Glauben an diese HSV-Truppe total verloren, total. Da müsste nicht nur ein Wunder geschehen, sondern gleich mehrere, um diesen Club wieder einmal vor dem Sturz in die Zweitklassigkeit zu bewahren – aber gleich mehrere Wunder auf einem Haufen? Das gibt es selbst beim HSV nicht. 15, in Buchstaben fünfzehn (!), von nunmehr 26 Spielen ohne eigenen Torerfolg? Das ist einfach nur erschütternd und entlarvend.
Gut an dieser fatalen Situation ist nur, dass man sich als HSV-Fans beizeiten ganz gelassen mit dem Thema Abstieg befassen kann, man kann es allmählich mal sacken lassen – und sich von Tag zu Tag – mal mehr, mal weniger – daran gewöhnen.
Zur Erinnerung: Das nächste Spiel steigt in 13 Tagen in Leverkusen, danach kommt der VfL Wolfsburg, dann geht es nach Bremen. Noch Fragen?

 

Als das 0:1-Spiel am Freitag vorbei war, da pfiffen die (meisten) Fans nicht einmal mehr. Es herrschte fast überall betretendes Schweigen. Die Enttäuschung war riesig. Und es war an jeder Ecke des Volkspark Resignation zu spüren. Wie schon in der Woche vorher. „Gewinnt der HSV nicht gegen Hertha, dann steigt er ab.“ Das war so oft wie noch nie zuvor zu hören. Selbst ein Punkt hätte den meisten HSV-Fans nicht gereicht – es wurde gar keiner. Und es mehren sich die Stimmen, die sagen: „Ich habe keine Lust und keine Kraft mehr, mich um diesen schwachen HSV zu sorgen. Das geht schon zu lange, seit Jahren, das ist für mich beherrschende Thema – dann steigt er eben mal ab. Dann ist es eben so, sie haben es wohl auch nicht anders verdient, weil sie auf allen Ebenen zu schwach besetzt sind. Und Ende.“

 

53 640 Zuschauer waren am Freitag wieder dabei. Sensationell! Okay, es war ein „Endspiel“, es ging um sehr viel, aber es ist dennoch immer wieder erstaunlich, dass bei dieser Art Fußball so viele Leute immer und immer wieder kommen und sich das antun. Wobei in Halbzeit eins vom HSV ja auch guter Fußball, okay, okay, ich korrigiere ein wenig auf ganz ansehnlicher Fußball, geboten worden ist. Zur Pause sprach ich mit einigen „Ehemaligen“ des HSV, die da alle noch total optimistisch waren, und auch „Dittsche“ (Olli Dittrich) soll ja zur Pause bei „Sky“ von einem HSV-Sieg überzeugt gewesen sein, denn er soll gesagt haben: „Der HSV gewinnt noch 4:0.“ Nachher traf ich den ehemaligen HSV-Torwart Horst Schnoor (Meisterkeeper von 1960), und der sagte mir total konsterniert (und wohl auch mit dem Schlimmsten rechnend) : „Ich habe es nicht für möglich gehalten, dass wir dieses Spiel verlieren, weil Hertha in der ersten Halbzeit doch so schwach war . . .“ Das habe ich voll und ganz unterstrichen. Aber die Realität sah leider etwas anders aus.

 

„Die Gelb-Rote Karte war vielleicht wieder ein Knackpunkt – wie schon in der letzten Woche gegen Hoffenheim“, sagte Dennis Diekmeier. Aber es gab sie eben mal wieder – zur Unzeit (81. Minute beim Stande von 0:0) Und: Es war auch diesmal so, dass sie berechtigt war. Das war kein Pech, das war auch nicht hart, das war einfach Foulspiel. Was hat die Hand von Cleber im Gesicht von Lustenberger zu suchen? Nichts. Und das muss mal als Spieler auch endlich einmal begreifen – oder auch nur wissen. Erst hat der HSV eine riesige Anzahl von verletzten Stammspielern zu verkraften, kommt jetzt die Flut der Platzverweise? Es wäre fatal, aber dann gäbe es hinterher immerhin eine weitere Erklärung für den Misserfolg . . .

 

An diesem Morgen hatten sie ja im Doppelpass bei Sport1 (mit „Scholle“) auch das Thema, dass in Hamburg alle Spieler stets schlechter werden. Ist ja alt, das Ding. Uralt sogar. Und es stimmt ja auch. Hier in Hamburg ticken die Uhren eben ein wenig anders. Hier ist Leben, viel Abwechslung. Da geht man eben mal zur Premiere des „Queen-Musicals“, oder in diese oder jene Bar. Und wenn das nicht reicht, dann herrscht natürlich auch in der Umgebung einiges an Leben. Wie gestern am späten Abend in Rostock: Boxen mit Brähmer gegen Krasniqi. Saß da nicht auch ein verletzter HSV-Profi am Rande des Rings? Mir war so. Aber gut, ist ja Freizeit. Da kann man ja machen was willst du. Und man kann ja nicht 24 Stunden am Tag nur seine Verletzung pflegen und pflegen lassen, und auch nicht immer nur an den HSV und dessen Abstiegssorgen denken.

 

Aber ich will ja auch nicht abschweifen. Hier werden, die asbach-uralte Behauptung, die Spieler stets schlechter, dabei war ich stehengeblieben. Mir fällt bei diesem Thema der eine oder andere Name ein, muss ich gestehen, aber einer immer wieder etewas mehr: Jeffrey Bruma. Der konnte es hier, aus London kommend, nicht so, dass er Stammspieler wurde. Saß oft draußen, fiel nicht groß auf. Und irgendwie schien man an der Elbe froh zu sein, dass Bruma endlich weg war. Alles Käse, bloß zurück nach Holland. Und dann wird er dort (wieder) A-Nationalspieler. Nun kann man ja sagen: „Okay, der Bruma wird in eine zweitklassige Nationalmannschaft wie die Niederlande berufen, aber wer ist schon die Niederlande? Deutschland ist Weltmeister!“ Es wird sicherlich auch solche Leute geben, aber den Kern treffen die damit nicht unbedingt. Denn auch Bruma war ein Spieler, der eigentlich eine gute Veranlagung hatte, nur wurde die hier nicht genügend gefördert. Vielleicht wurde sein Talent auch gar nicht erkannt, es wurde sich aber auch nicht besonders darum bemüht. In Hamburg hat man als Profi zu funktionieren, ansonsten bist du hier verraten und (wirst) verkauft. Gelegentlich auch nur gekauft, um dann verschenkt zu werden. Auch diese Art von Luxus existiert ja im Volkspark.

Aber gut, so ist es nun einmal. Wir haben uns immer wieder und schon seit Jahren versucht daran zu gewöhnen. Zum Beispiel das Tor am Freitag. Es offenbarte gleich zwei riesige Mängel des HSV. Erstens war es eine der wenigen Standardsituationen für die Hertha, die zu diesem Treffer führte, und die wurde mal eben mustergültig vor das HSV-Tor geschlagen. Und dort standen die HSV-Spieler etwas unsortiert in der Gegend herum, sodass ausgerechnet der ehemalige HSV-Spieler Sebastian Langkamp (erinnert Ihr noch?) einköpfen durfte. Erstens: Langkamp war mal hier, konnte sich nie durchsetzen, ist aber in Berlin (fast immer) gesetzt. Und zweitens die Standards. Da kräuseln sich bei mir die Nackenhaare, und mein Hals wird langsam wieder dicker. Man oh man! Der HSV hat eine Vielzahl von Standards, aber nicht einen Spieler mit einem solchen Schuss, dass der Ball auch bis in die Gefahrenzone hineinschlagen kann. Die meisten Bälle verhungern auf halber Strecke und fliegen genau – und fast wie abgesprochen – auf den Kopf des ersten Gegenspielers. Garantiert. Darauf kann man wetten! Es ist unfassbar, wie dilettantisch da gearbeitet wird.
Und dann denke ich daran, wie die vielen Trainer im Training (oder vorher) Tausende von Hütchen aufstellen, damit sich die Spieler daran orientieren können, wenn sie laufen – mit und ohne Ball. Wie schön aber wäre es, wenn sie täglich mal Tausende von Standards üben würden, um den Ball wenigstens einmal gefährlich vor das Tor des Gegners bugsieren zu können! Einmal würde ja schon reichen. Man erinnere sich nur mal, dass bei jedem Freistoß vor dem Tor des Gegners alle kopfballstarken HSV-Abwehrspieler 60 Meter und mehr nach vorne laufen, in der Hoffnung, ein Tor köpfen zu können. Und dann köpft doch wieder nur der kleinste Spieler des Gegners, weil er ganz vorne steht. 120 Meter umsonst und ganz vergeblich gelaufen – das kostet Kraft.

 

Ja, das wäre eine meiner ersten Maßnahmen, die ich beim HSV treffen würde: Jeden Tag von morgens bis abends auf dem Acker (mit Pausen natürlich), und dann üben, üben, üben. Und nochmals üben. Und nochmals üben. Auch wenn einige Herren nicht glauben, dass sie so etwas nötig hätten. Aber sie sollten eben nicht immer nur labern, dass das nächste Spiel so wichtig ist, und dass es auf jeden Fall in auch in jedem Fall gewonnen wird.
Besondere Situation erfordern nun einmal besondere Maßnahmen, aber davon, meine Damen und Herren, davon haben die Damen und Herren in Hamburg, die das Sagen hier haben, noch nie etwas gehört. Und wenn doch, dann haben sie es alle nur geflissentlich ignoriert. Nur nicht zu viel ändern. Und schon gar nicht die Herren Profis verärgern. Die müssen hier schön und nach allen Regeln der Kunst „gepampert“ werden. Ganz brav und immer und immer wieder werden die Herren in Watte gepackt. Das nenne ich eben „hart arbeiten“. Weiterhin „hart arbeiten“ . . . Bis Leverkusen. Und danach das Spiel, das ist dann wieder ganz besonders wichtig.

 

So läuft es hier aber schon immer. Von ganz, ganz kleinen Ausnahmen mal abgesehen. Aber die sind auch nicht erwähnenswert. So ist es nicht nur bei Joe Zinnbauer, der leider in Sachen Programm und Anforderungen (vom Trainingslager in Dubai vielleicht mal abgesehen) nichts anderes gemacht hat, als alle seine Vorgänger. Und wenn ich gerade mal bei Vorgänger bin. Sind Euch nicht auch die Tränen gekommen, als Mirko Slomka im NDR-„Sportclub live“ davon sprach, dass er im Herbst bei dem Rausschmiss von Sportchef Oliver Kreuzer eigentlich hätte mit zurücktreten müssen? Er hätte zurücktreten müssen, der gute Herr Slomka? Hätte? Er hätte es wahrscheinlich auch fast gemacht. Aber dann schwebte ihm da doch dieses nette Wort von „Abfindung“ vor Augen. Rücktritt und Abfindung? Das passt aber irgendwie nicht so ganz. Deswegen dann doch besser keinen Rücktritt. Eher eine Klage einreichen, damit es auch genügend Abfindung gibt.
So wurde es ja auch gemacht. Aber ein halbes Jahr danach ist es eben doch besser, von einem eventuellen Rücktritt zu reden, denn dann denkt keiner mehr über Klage und Abfindung nach. Super, super – und so fair. Und so anständig. Nein, meine Damen und Herren, der Profi-Fußball hat schon was. Das ist ein besonders tolles und gut gehendes Geschäft.

 

Bei der Gelegenheit möchte ich mich für die viele Resonanz, die wir bekommen, die ich bekomme, bedanken. Wenn die Herren „dort oben“ und auf dem Rasen wüssten, wie sehr Ihr Euch sorgt, sie würden bessere Freistöße schießen, und sie würden auch das eine oder andere Tor markieren, da bin ich mir sicher. Leider wissen sie es nicht. Ich aber möchte Euch auch sagen, dass ich unheimlich viele Mails, sms und anrufe bekomme, privat, aber ich kann nicht alles beantworten, schon gar nicht überall zurückrufen – ich bitte um Euer Verständnis. Andernfalls müsste der Tag 30 Stunden und mehr haben. Und was nicht alles bei mir anruft? Leute, die dem HSV die nächsten Gegner verzaubern können, sie müssten nur mal eben mit einem HSV-Verantwortlichen sprechen. Leute, die den HSV-Spielern Mut und Leben einhauchen würden, wenn sie es nur dürften – ich soll es vermitteln. Und Männer, die einige Spieler auf andere Positionen stellen würden, auf die kein Zinnbauer oder ein andere Coach jemals kommen würde – die aber Erfolge versprechen. Natürlich. Oder die sich in Sachen Ernährung einbringen würden, wenn sie es dürften – ein besonders Müsli würde ganz besondere Kräfte in den Spielern wecken.
All diesen Leuten kann ich nur immer wieder sagen: Ich bin gar nicht in der Lage, mit so etwas beim HSV vorstellig zu werden. Sie würden mich vom Hof jagen, weil sie derzeit ganz andere Sorgen haben. Deswegen mein Rat: Geht zum HSV in den Volkspark und sprecht die Leute direkt an – sie werden sich sicherlich über so viel Hilfe und Sorge freuen.

 

Nebenbei, ganz nebenbei sehe ich zurzeit gerade Mainz gegen Wolfsburg (gerade mit 1:1 beendet). Das sieht nach Fußball aus. Und eben, kurz vor der Pause, kreuzten doch glatt mal vier Mainzer im Wolfsburger Strafraum auf. Auch unfassbar . . .

 

(So, um 20 Uhr habe ich die Mail eines Users, die sich um Thomas Tuchel drehte, wieder herausgenommen – auf ganz besondere Wünsche vieler Matz-abber)

 

PS: Morgen soll im Volkspark zweimal trainiert werden. Vormittags und nachmittags.

 

PSPS: Die Agentur vermeldet, dass Joe Zinnbauer als Chef-Trainer des HSV bereits abgelöst worden ist – und dass er wieder zurück zur U23 gehen wird. Das aber kann ich nicht bestätigen. Noch nicht.

 

Aber da in Sachen der aktuellen HSV-Analyse immer noch keine Entscheidung nach außen gedrungen ist, kann ich nur darauf hinweisen, dass ich mich hier sofort melden würde, falls etwas beim HSV passieren sollte – oder ist. Aber das könnte noch eine etwas längere Nacht-Vorstellung werden. Und nicht vergessen: Es geht jetzt und hier und heute nicht um Zinnbauer, sondern nur um den
HSV!
Dieter
17.19 Uhr

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