Subotic ist kein Thema – Demirbays Verbleib auch nicht

6. Juli 2016

Rafael van der Vaart zu Besuch bei alten Kollegen (hier Mediendirektor Jörn Wolf) am Trainingsrand

Rafael van der Vaart heute zu Besuch bei alten Kollegen (hier Mediendirektor Jörn Wolf) am Trainingsrand

Er kam mit der letzten kleinen Gruppe auf den Platz – aber von hieran ging es los. Kerem Demirbay ackerte, kämpfte und spielte tödliche Pässe. Eben alles das, was man sich von einem guten Sechser/Achter so erhofft. Auffällig entspannt wirkte Demirbay, fit sowieso. Er habe in seiner Freizeit weitergearbeitet, so der Linksfuß, der heute das erste Mal in der neuen Saison wieder auf dem Trainingsplatz stand. Auf dem falschen jedoch, wie der Mittelfeldspieler den HSV-Verantwortlichen eindeutig mitteilte. „Ich habe vor dem Training kurz mit ihm gesprochen und er hat mir gesagt, dass er nicht bleiben will und weiter nach einem neuen Verein sucht“, so Trainer Bruno Labbadia, der hinzufügte: „Für uns ist es kein Problem, wenn er hier ist. Es gibt keinen Zwang, ihn abzugeben. Von daher plane ich natürlich nicht voll mit ihm – aber eben auch noch nicht ganz ohne ihn. Ich weiß einfach nicht, was noch kommt.“ Klar sei indes, dass der HSV ihn nicht für Kleingeld abgeben müsse. „Wir können ihn nicht zwingen – aber wir werden ihn auch nicht herschenken.“
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Demirbay ist da – will aber wieder weg. Kostic ist noch nicht da – will aber her

5. Juli 2016

Es gab eigentlich keine Hoffnung. Dennoch hatte ich an die Restchance geglaubt und gedacht, dass sich die Umstände vielleicht dazu benutzen lassen, vernünftig zu werden und sich zu vertragen. Und als es hieß, Kerem Demirbay würde am Dienstag nach Hamburg zum Training kommen, schien es zumindest nicht mehr hundertprozentig ausgeschlossen. Aber: sie wollen einfach nicht mehr. Weder Kerem Demirbay, der dem HSV mitgeteilt haben soll, trotz abgelaufenen Ultimatums weiterhin wechseln zu wollen. Hoffenheim ist immer noch im Gespräch – aber noch immer nicht bereit, die vom HSV geforderten zwei Millionen Euro Ablösesumme zu zahlen.
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Viel Poker – aber Kostic und Demirbay lohnen sich

4. Juli 2016

Ist morgen in Hamburg - trainiert aber wohl (noch) nicht mit: Kerem Demirbay

Ist morgen in Hamburg – trainiert aber wohl (noch) nicht mit: Kerem Demirbay

Die gute Nachricht vorweg: Henrik ist heil aus Graubünden wieder in Hamburg gelandet. Und er hat vorher noch einen letzten Eintrag in sein Videotagebuch gemacht, das Ihr heute den Tag über schon sehen konntet. Die schlechte Nachricht: Damit endet Henriks Tagebucharbeit leider. Denn ab sofort ist er wieder ausschließlich für den Printteil unterwegs – obwohl ich nichts unversucht lassen werde, ihn immer wieder mal für den Blog zu gewinnen. Allerdings wird das fast so schwer wie der Versuch des HSV, seinen Wunschspieler vom VfB Stuttgart loszueisen. 12 Millionen Euro Ablösesumme waren den Schwaben zuletzt zu wenig, seit dem Wochenende sollen es 14 Millionen ebenfalls sein. Denn die soll der Absteiger für seinen Linksoffensiven Filipe Kostic abgelehnt haben. Ein Transferpoker, der den Namen wahrlich verdient. Und der letztlich nichts anderes ist.
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Henriks Tagebuch : Der letzte Tag Graubünden

4. Juli 2016

Bevor er heute zusammen mit der Mannschaft die Rückreise aus der Schweiz über Zürich gen Hamburg antritt, hat uns mein Kollege Henrik Jacobs noch ein Video geschickt.
Ich von meiner Seite möchte mich an dieser Stelle ganz besonders herzlich bei Henrik für diesen außergewöhnlich guten Service bedanken und wünsche ihm eine stressfreie Heimreise. Das war ganz großer Sport, Henrik!!

Das „Abschiedsvideo“:

Holtbys Pech ist Poraths Chance

4. Juli 2016

Sie mögen sich. jetzt könnte der Youngster Finn Porath (l.)  den Routinier Lewis Holtby ersetzen müssen

Sie mögen sich. jetzt könnte der Youngster Finn Porath (l.) den Routinier Lewis Holtby ersetzen müssen

Trainingslager sind gut. Meistens jedenfalls. Denn hier werden die Grundlagen für die Saison gelegt. Die Mannschaft holt sich ihre notwendige Fitness. Und sie wächst im besten Fall ob der räumlichen Nähe etwas näher zusammen. Auch für uns Journalisten sind diese Trainingslager wichtige Bausteine für die lange Saison. Wir haben hier die Möglichkeit, mit den Spielern auf engstem Raum zu arbeiten, die Neuen kennenzulernen und mit allen Akteuren persönlich Gespräche zu führen. Dass dieses Trainingslager i9n Graubünden dennoch einen üblen Beigeschmack behalten wird, ist klar. Die schwere Verletzung von Lewis Holtby hat alle geschockt. Spieler wie Journalisten. Aber sie ist auch die unverhoffte Chance für einen vielversprechenden Youngster, sich endlich festzubeißen und sein talent in guten Spielen zu untermauern: Finn Porath. Mein Kollege Henrik Jacobs hat die Gelegenheit im Trainingslager genutzt, und persönlich mit dem Talent gesprochen. Hier sein Bericht, der so auch im Printteil des Abendblattes zu finden ist. Ich werde heute Abend einen aktualisierten Blog hinzufügen, der sich auch mit der noch unklaren Personalie Kerem Demirbay beschäftigen wird. Aber vorher der Bericht von Henrik Jacobs:
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Die Talente hat der HSV – es fehlt nur der Mut

3. Juli 2016

Bleibt er gesund, wird er sehr bald Bundesligaspieler, da lege ich mich fest: Finn Porath

Bleibt er gesund, wird er sehr bald Bundesligaspieler, da lege ich mich fest: Finn Porath

So, Italien niedergerungen und jetzt im Halbfinale. Alles steht im Zeichen der EM und dem dramatischen Weiterkommen der Deutschen. Zumindest stand es gestern alles im Zeichen der EM. Daher auch der frühe Blog und das frühe Tagebuch, das ich eigentlich in einem Atemzug mit der Statistik für das Testspiel am Abend machen wollte und hier kurz nachreiche: Gegen Schluein gewann der HSV durch Schipplock (7!), Porath, Lasogga, Gregoritsch, Waldschmidt, Bahoui und Altintas mit 13:0. Eine Trainingseinheit in Testspielform vor Zuschauern. „Man hat gemerkt, er ist heiß. Er hat sehr viel Power gemacht und sich belohnt. Für einen Torjäger ist das natürlich sehr gut“, lobte Trainer Bruno Labbadia den siebenfachen Torschützen nach dem Spiel.
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Henriks Tagebuch aus Graubünden: Der Holtby-Schock

2. Juli 2016

Adler braucht „Futter für den Kopf“, Holtby eine Operation

2. Juli 2016

Torwart Rene Adler im Trainingslager in Laax (Graubünden/Schweiz)

Torwart Rene Adler
im Trainingslager in Laax (Graubünden/Schweiz)

Mein Kollege Henrik Jacobs saß in Graubünden mit Rene Adler zusammen und sprach für das Hamburger Abendblatt (heute im Print-Teil zu lesen) mit dem HSV-Keeper über dessen Pläne mit dem HSV, den neuen Konkurenzkampf und über ein Angebot aus der Türkei. Aber lest selbst:, wie mein Kollege Henrik Jacobs die Nummer eins des HSV erlebt:

Es ist eine bemerkenswerte Erklärung. Wenn man René Adler fragt, warum er im Trainingslager des HSV so ausgeglichen wie selten wirkt, lautet seine Antwort: Haie. Drei etwa zwei Meter große Haie waren es, denen der Hamburger Torhüter in seinem Sommerurlaub mehrfach begegnet ist. Beim Tauchen in der Karibik. Natürlich waren es keine gefährlichen Haie. Und doch war es eine Begegnung der besonderen Art. „Die Ruhe da unten im Wasser macht schon Spaß. Wenn du auf einer Ebene mit den Haien schwimmst, ist das ein spezielles Gefühl.“ Ein Gefühl, das zu Adlers Wandlung passt.
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Der HSV kauft in Stuttgart ein – folgt Kostic auf Ferati?

1. Juli 2016

Unterschrieb bis 2020 und wird direkt nach Düsseldorf verliehen: Arianit Ferati (18), zentraler Mittelfeldspieler, der für Stuttgart drei Erstligaspiele bestritt und seit 2011 für den VfB spielte Unterschrieb bis 2020 und wird direkt nach Düsseldorf verliehen: Arianit Ferati (18), zentraler Mittelfeldspieler, der für Stuttgart drei Erstligaspiele bestritt und seit 2011 für den VfB spielte[/

***AKTUELL: Lewis Holtby stürzt bei Fahrrad-Tour, verletzt sich an der linken Schulter, ist jetzt im Krankenhaus. Diagnose: Schlüsselbeinbruch, mehrere Wochen Pause nach unumgänglicher Operation.***

Es wird ernst. Und albern. Denn während immer klarer wird, dass sich Filipe Kostic tatsächlich zum Wechsel nach Hamburg entschieden hat, versucht der VfB Stuttgart alte Fehler gutzumachen. Und macht immer neue. Einer soll sein, U19-Nationalspieler Arianit Ferati für die zugegeben stattliche Summe von einer Million Euro Ablöse ziehen zu lassen. Der von Kühne-Berater Volker Struth betreute zentrale Mittelfeldspieler gilt als großes Talent und unterschrieb heute einen Vierjahresvertrag beim HSV, der den 18-Jährigen per sofort weiter an Fortuna Düsseldorf verliehen hat. Ein anderer ist die Verhandlungstaktik. Inzwischen hoben die Schwaben ihre Ablöseforderung für den Linksoffensiven Filip Kostic auf 18 Millionen Euro an, schreibt die „Bild“. Eine unreal wirkende Ablöseforderung des Zweitligisten, die einen ganz bestimmten Hintergrund hat: Vor einem Jahr pokerten die Stuttgarter schlichtweg zu hoch – und haben jetzt verloren. Zunächst die Erstklassigkeit, und jetzt wohl auch ihren besten Spieler. Denn dessen Wechsel scheint schlichtweg nicht mehr aufzuhalten. Und der HSV ist in dem Rennen ganz vorn dabei.

Beiersdorfer zu Ferati und dessen Berater

Gut, nun könnte man meinen, dass eine zweistellige Millionenablösesumme einem Zweitligisten große Möglichkeiten verschafft. Zudem würden die Stuttgarter ihre einst an Groningen gezahlte Ablösesumme von sechs Millionen Euro verdoppeln. Win-win? Mitnichten! Denn dem VfB lagen schon vor einem Jahr Angebote über 15 Millionen Euro vor. Inter Mailand hatte gebuhlt, der VfL Wolfsburg soll kurz vor Ende der Transferfrist sogar knapp 20 Millionen Euro geboten haben – doch die Stuttgarter lehnten ab. Kostic war ihnen sportlich zu wichtig. Zudem konnte hoffte man darauf, dass der pfeilschnelle serbische Nationalspieler seinen Marktwert noch erhöhen würde. Die vereinbarte festgeschriebene Ablösesumme von 15 Millionen Euro spielte dabei nur eine untergeordnete Rolle, da der Abstieg als eher unwahrscheinlich einzustufen war.

Lager(r)bericht, Teil 1:

Und jetzt stehen sie da. Abgestiegen und von Leichenfledderern umgeben. Klingt brutal. Und das ist es auch. Profifußball eben. Und es zeigt uns, wie nah wir hier mit dem HSV dran waren, komplett auseinanderzubrechen. Denn im Gegensatz zum HSV hat der VfB noch keine gravierende finanzielle Schieflage. Einen Verbleib von Kostic können sie sich dennoch nicht erlauben. Und das hat vielerlei Gründe. Einer davon ist – und ich hoffe, dass sich diese in den letzten Wochen immer wieder erzählten Infos stimmen – der HSV, beziehungsqeise Kostic’s Entscheidung, nach hamburg wechseln zu wollen. Sie würde andere, besser zahlende Klubs ausschließen.

Undn der HSV hatte schon letztes Jahr großes Interesse an Kostic und war sogar bereit, bis zu acht Millionen Euro zu zahlen, wie s hieß. Wie das hätte gestemmt werden sollen – keine Ahnung. Aber es hatte sich auch schnell erledigt, nachdem Inter Mailand und andere europäische Topklubs in den Poker um einen der besten Linksoffensiven Europas eingestiegen waren. Der HSV war zwar chancenlos, er hinterließ bei Kostic selbst aber allein dafür schon einen positiven Eindruck, sich um ihn bemüht zu haben.

Lagerbericht Teil 2

Und während der VfB vermeintlich den Fehler machte, Kostic gegen alle Angebote zu halten, machte der HSV in der Folgezeit etwas mehr richtig als sein Südrivale: Er hielt die Klasse – und den Kontakt zu Kostic sowie dessen Berater. Zunächst über den inzwischen geschassten Direktor Profifußball, Peter Knäbel sowie, Labbadia und Beiersdorfer, aktuell vor allem noch über den Vorstandsboss auf dem Sportchefposten. Und das könnte sich jetzt auszahlen. Als Alternative hatte der HSV bislang unter anderem den polnischen Nationalspieler Kamil Grosicki von Stade Rennes auf dem Zettel. Das Interesse an dem 28-jährigen Linksfuß soll aber inzwischen abgekühlt sein.

Filip Kostic – einer der besten Linksaußen Europas auf dem Weg zum HSV

Interesse bestätigt hat heute auch Rene Adler in dem Pressegespräch in Graubünden. Demnach ist Besiktas Istanbul daran interessiert, ihn zu verpflichten. Allerdings will Adler nicht zwingend weg, sondern hofft darauf, dass er seinen 2017 auslaufenden Vertrag in Hamburg zu ordentlichen Konditionen verlängert bekommt.

In diesem Sinne, ich wünsche Euch allen nur das Beste. Vor allem einen tollen, spannenden Fußballabend mit dem Überraschungsviertelfinalist Wales und dem Geheimfavoriten (sooo geheim nun auch wieder nicht…) Belgien.

Viel Spaß beim Spiel und bis morgen!
Scholle

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