Der schmale Grat zwischen Kritik und kategorischem Miesmachen

24. November 2016

Die Ruhe vor dem Sturm sucht Trainer Markus Gisdol im abgeschotteten Kurztrainingslager in Barsinghausen

Die Ruhe vor dem Sturm sucht Trainer Markus Gisdol im abgeschotteten Kurztrainingslager in Barsinghausen

Ich weiß nicht genau, weshalb es immer wieder so ist. Denn es ist längst nicht überall in Deutschland so – auch nicht bei vergleichbar mies funktionierenden Klubs. Und: Die Lügenpresse ist in diesem Fall ausnahmsweise mal nicht Schuld, so viel steht fest. Vielmehr ist es die Verdrossenheit der HSV-Anhänger, die selbst bei an sich ordentlichen Aktionen wie dem Offenen Brief des Mannschaftsrates an die Fans erst einmal das Schlechte zu suchen beginnen. Frei nach dem Motto: Dieser HSV kann doch gar nichts Gutes! Und sollte irgendwer dann doch diesen Schulterschluss der Mannschaft, der zweifellos nicht alltäglich ist, als positives Zeichen werten, heißt es eben einfach: „Pfui! Was für ein Rosarot-Seher!“ Und wisst Ihr was? Ich finde diese Art echt sch…., weil sie vor allem extrem kontraproduktiv ist. Einige kommen absurderweise sogar mit dem Argument, dass sie es besser fänden, wenn der HSV verliert, damit endlich das Feindbild Nummer eins, Dietmar Beiersdorfer, gehen muss. Im Grunde sind das wahrscheinlich auch diejenigen, die noch immer nicht müde sind, den Abstieg als heilendes Mittel zu verkennen.
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„Das geilste Spiel im Jahr“

23. November 2016

Fussball

Barsinghausen, Fußball-Perle Niedersachsens, ein berühmtes Sporthotel, ein Kloster. Ab Freitag auch mit einem geöffneten Weihnachtsmarkt – und in vorweihnachtlicher Atmosphäre ist dies die Heimat des HSV für drei Tage. Am späten Vormittag ist der Tross um Markus Gisdol in Barsinghausen angekommen. Zwei Mal hat der Trainer seine Spieler heute auf den gut gepflegten Trainingsplatz gebeten. Einmal, am Mittag, mit einer Stabi-Einheit. Und dann am Nachmittag zu einem straffen Training unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Jedenfalls weitgehend. Nebenan, auf dem Kunstrasenplatz, übt unter Regie des Norddeutschen Fußball Verbandes eine Trainerdelegation aus Niedersachsen. Und die angehenden Absolventen schielen natürlich oft hinüber, wie der Krisenclub der Liga sich auf das Nordderby gegen Werder Bremen vorbereitet. Das Motto für das Spiel hat heute stellvertretend der dienstälteste HSVer ausgegeben – Dennis Diekmeier: „Es ist wichtig, dass wir alle zusammenhalten. Wir müssen 90 Minuten voll da sein. Ich kann es beurteilen – ich kenne den HSV inzwischen nach all den Relegationsjahren. Das Derby ist für mich das geilste Spiel im Jahr. Wir wollen es unbedingt gewinnen.“

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Mathenia: „Die Hütte wird brennen“

22. November 2016

Tourte an seinem freien Tag für den guten Zweck  durch Hamburg : Torwart Christian Mathenia

Tourte an seinem freien Tag für den guten Zweck durch Hamburg : Torwart Christian Mathenia

Sie strahlten – dem Anlass angemessen. Denn bei der Präsentation des neuen Weihnachtsbaumes vom Hamburger Weg geht es darum, Gutes zu tun und sozial benachteiligten Kindern Freude zu bereiten. Genau genommen sind es 665 Wünsche, die an 12 verschiedenen Weihnachtsbäumen bei den Partner des HSV und eben beim HSV selbst stehen. Ob er auch einen Wunsch mit rangehängt hat? Christian Mathenia, der die Wünsche heute mit seinem Kollegen Finn Porath platzierte, lacht: „Nein, hier geht es nicht um mich. Hier geht es um die gute Sache. Ich kann mir meine Wünsche zum Glück ja schon bald selbst erfüllen.“ Denn einer davon war immer, daraus macht der Adler-Ersatz keinen Hehl, einmal im Nordderby zwischen den Pfosten zu stehen. „Ich habe mir die Derbys früher schon immer angeschaut. Das ist ein Traum. Da wird die Hütte brennen. Und ich freue mich riesig darauf.“
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Bremen – Schlüsselspiel für die Saison?

21. November 2016

Filip Kostic, hinten im Fallen, trifft zum 0:1. Fotos: Witters

Filip Kostic, hinten im Fallen, trifft zum 0:1. Fotos: Witters

Manchmal ist ein Unentschieden mehr wert als nur ein Punkt in der Tabelle. Vielleicht blicken wir einmal zurück auf diesen 11. Spieltag und das 2:2 in Hoffenheim und behaupten gerade dieses – das erste Lebenszeichen dieser Saison kam spät, aber so eben noch rechtzeitig, um den ganzen Verein aufzuwecken. Tatsächlich war eine Menge anders an diesem Fußball-Nachmittag in Sinsheim, als wir es vom HSV bisher gewohnt waren. Vor allem brach die Mannschaft nach dem Doppelschlag kurz vor der Pause durch Sandro Wagner zum 1:1 und kurz danach durch Steven Zuber zum 2:1 für die Heimelf nicht auseinander. Der HSV spielte weiter Fußball und wurde belohnt. Natürlich war es nur ein „kleiner Schritt“, wie der neue Kapitän Gotoku Sakai schon gestern unmittelbar nach dem Spiel sagte. Aber es war ein Schritt. Der Torschütze Müller zu der Vorhersage verleitete: „Mit dem Spiel am Samstag kann einiges passieren. Für uns wäre es eine Befreiung. Ich glaube, es kann ein Schlüsselmoment werden.“ Vorher aber geht’s erstmal ab nach Barsinghausen.

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2:2 in Hoffenheim – ein Punkt für geschundene Seelen

20. November 2016

Fussball

Da will man einfach nur noch Gast sein. Nicht schreiben müssen – sondern mit der Euphorie mitschwimmen und genießen. So viel Optimismus wie hier in „Grubes Fischerhütte“ in Hoopte hat man sonst nur in der Nordkurve – vor dem Spiel. HSV-Mützen, Schals, sogar Fahnen waren an den komplett besetzten Tischen verteilt. Und als ich dem ersten Gast mit dem inzwischen schon gewohnten Galgenhumor antwortete, verstand er es zunächst gar nicht. Hier glaubt man noch bedingungslos an den HSV. 2:0, 3:1 und 2:1 waren die Tipps – alle natürlich für den HSV. Dass es am Ende zu einem Punkt reichte, es war für alle okay. Den ganzen Beitrag lesen »

Klare Kante statt Kompromisse – unabhängig vom Spielausgang

19. November 2016

HSV-AG-Aufsichtsratsboss Karl Gernandt und die anderen Kontrolleure müssen klare Entscheidungen treffen. Jetzt.

HSV-AG-Aufsichtsratsboss Karl Gernandt und die anderen Kontrolleure müssen klare Entscheidungen treffen. Jetzt.

Er ist auf jeden Fall schon mal im Kader. Und ich gehe sogar davon aus, dass er spielen wir. Ob es gleich von Beginn an neben Gotoku Sakai auf der Doppelsechs sein wird? Möglich! Obwohl heute im Abschlusstraining Matthias Ostrzolek ein orangefarbenes Leibchen trug, das die erste Elf zu kennzeichnen schien. Dennoch, sollte Porath nicht in der Startelf stehen, er hätte auf jeden Fall beste Aussichten, zumindest endlich mal eingewechselt zu werden. Und das ist auch gut so. Denn diesen Weg muss der HSV gehen. Charakter und Talent müssen über gesättigte so genannte „große Namen“ gestellt werden, um dieser Mannschaft endlich wieder ein Profil zu geben, das nach außen Wirkung hat. Man muss endlich erkennen können, was dieser HSV vorhat und dass dort eine Philosophie umgesetzt wird. Der HSV braucht einfach wieder ein sympathisches Gesicht, mit dem sich die Fans identifizieren können. Ein neues Gesicht, das sicher keine Siegesserie garantieren kann – dafür aber Hoffnung macht.
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Ein Tag HSV: Hilke tritt zurück, Adler fällt aus, Spieler ticken aus – nur Gisdol bleibt ruhig

18. November 2016

Marketing-Vorstand Joachim Hilke (r.) verlässt auf eigenen Wunsch den HSV

Marketing-Vorstand Joachim Hilke (r.) verlässt auf eigenen Wunsch den HSV

Da hilft nichts mehr. Sobald der HSV in Person von Karl Gernandt präsent wird, trägt der Verein Schaden davon. Selbst dann, wenn es der Aufsichtsratsboss gut meint, wie am Dienstag bei einem Hintergrundgespräch mit den führenden Kräften der Hamburger Medien. Dort hatte der Aufsichtsratsboss Fehler eingeräumt und Konsequenzen in Aussicht gestellt, zugleich aber auch dafür plädiert, in der Öffentlichkeit ein wenig mehr Zusammenhalt zu demonstrieren. Dabei fragte er auch nach Tipps, was der Verein machen könne, um in den nächsten Wochen die Konzentration komplett auf das Sportlich lenken zu können. Eine der Antworten war, dass er in der Öffentlichkeit nicht zu viel auftauchen solle, um nicht aktionistisch zu wirken. Und es schien, als würde er den nett gemeinten Tipp annehmen. Zumindest bis heute. Da erschien ein Interview bei meinen Kollegen vom HA mit – Karl Gernandt. Dass parallel Alfred Draxler nichts von der getroffenen Absprache mehr wissen will, indem er das Hintergrundgespräch zum Inhalt seines Kommentars macht und die Kollegen ob des Interviews im HA mächtig ihrem Frust freien Lauf lassen  – es passt in das negative Bild, das der HSV auf fast jeder Ebene abgibt.
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Gisdol setzt Djourou ab und macht Sakai zum Kapitän. Muss Adler operiert werden?

17. November 2016

Gotoku Sakai (l.) beerbt Johan Djourou als HSV-Kapitän

Gotoku Sakai (l.) beerbt Johan Djourou als HSV-Kapitän

Das ist mal eine Reaktion! Trainer Markus Gisdol hat seinen alten Kapitän Johan Djourou heute abgesetzt und mit Gotoku Sakai einen überraschenden Nachfolger für den Schweizer gefunden, der sich nach dem Dortmund-Spiel – vorsichtig formuliert – sehr unglücklich geäußert hatte. Djourou, der das 0:2 mit einem katastrophalen Fehlpass eingeleitet und beim 0:4 keine Gegenwehr gezeigt hatte, hatte nach der 2:5-Pleite das fehlende Verständnis für die erstmals praktizierte Dreier(oder doch Fünfer?)kette kritisiert und gesagt, man habe dieses System noch zu wenig trainiert. Ungewohnt kritische Worte des (das muss hier betont werden, finde ich) Vorzeige-Teamplayers, der zwar sportlich schwächelt, aber drumherum immer sehr positiv auffiel. Bis zuletzt, denn die Kritik war ein Affront gegen Gisdol, den dieser jetzt sanktionierte.
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Sakai ist neuer Mannschaftskapitän

17. November 2016

**** Trainer #Gisdol tauscht den Kapitän. Ab sofort ist #Sakai neuer Kapitän und beerbt #Djourou, der aber im MS-Rat bleibt.****

 

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