Die Hoffnung stirbt zuletzt – dreimal auf Wood geklopft…

12. Mai 2017

Sicher nicht mein Hoffnungsträger: Bobby Wood

Ich werde – wie Ihr sicher auch – immer wieder gefragt, ob das denn nun noch was wird mit dem HSV, oder ob der HSV dieses Jahr absteigt. Meine Antwort ist eigentlich immer dieselbe: Nein, der HSV steigt nicht ab. Warum? Keine Ahnung. Aber es wird so sein. Zumal ich daran glaube, dass der HSV auf Schalke etwas holen kann. Meine Hoffnung: Schalke ist vier Punkte Rückstand auf Rang 7 nahezu chancenlos auf den internationalen Wettbewerb, den die Königsblauen in 15 der letzten 16 Jahre war Schalke (nur 2009/10 nicht) erreichte. in der ersten Saison unter dem Duo Heidel/Weinzierl dürfte der Europapokal verpasst werden. Schalke erlebt also mit seinem neuen Führungsduo nicht den gewünschten Aufschwung, sondern spielt seine schwächste Saison im neuen Jahrtausend. Entsprechend groß ist die Enttäuschung bei den Fans, die der HSV zu seinen Gunsten nutzen muss. Dass Schalke noch mal so abschenkt wie vor zwei Jahren darf angesichts des letzten Heimspiels nicht erwartet werden.
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Kühne sichert Lizenz – Müller den Klassenerhalt?

11. Mai 2017

Keinen ganzen Tag hat es gedauert, bis ich meine These als bestätigt abhaken darf: Klaus Michale Kühne hat trotz aller gemutmaßten und fehlinterpretierten Bedenken erneut in den HSV investiert und ihm so die Lizenzauflagen seitens der DFL erfüllt. 312.000 neue Aktien hat Kühne erworben und seinen Anteil an der HSV AG somit auf 17 Prozent erhöht. Das ist eine Aufstockung von rund sechs Prozent, die dem HSV umgerechnet rund 18 Millionen Euro in die Kasse spülen – aber vor allem die Lizenzauflagen erfüllen lassen. Insgesamt hat der HSV damit rund 20 Prozent AG-Anteile verkauft. Es bleiben also noch 4,9 Prozent, die veräußert werden können. Ergo: Mit etwas Glück kann Kühne so auch nächstes Jahr die Lizenz sichern…. Aber im Ernst, heute Nachmittag veröffentlichte der HSV sein Statement. Darin heißt es:

Der Aufsichtsrat beschließt Kapitalerhöhung: Klaus-Michael Kühne stärkt das Eigenkapital der HSV Fußball AG.

Der HSV plant weiterhin die Zukunft – aufgrund der sportlich offenen Lage derzeit zweigleisig. Eine wichtige Voraussetzung hat der Vorstand dabei kürzlich geschaffen: die Erfüllung der Lizenzvorgaben. „Wir haben die notwendigen Maßnahmen getroffen, um sowohl für die Bundesliga als auch für die 2. Liga die erforderliche Spielgenehmigung zu erhalten“, sagt HSV-Vorstand Frank Wettstein, der dabei auf die treue und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Gesellschafter Klaus-Michael Kühne setzen konnte.
Mit Vereinbarung vom 28. April 2017 hat Kühne die Übernahme weiterer Aktien an der HSV Fußball AG erklärt. Die beschlossene Kapitalerhöhung umfasst insgesamt 312.500 Aktien. Mit Durchführung der Kapitalerhöhung erhöht sich die Beteiligung von Klaus-Michael Kühne an der HSV Fußball AG auf 17 %.
Insgesamt hat die HSV Fußball AG seit der Ausgliederung des Lizenzspielbetriebs aus dem Hamburger Sport-Verein e.V. im Jahr 2014 rund 20% der Anteile im Wege der Kapitalerhöhung platziert und damit das Eigenkapital um rund Euro 60 Mio. verbessern können. Zusätzlich wurde im September 2016 im Zuge der Stadionrefinanzierung ein Schuldscheindarlehen bei überwiegend institutionellen Anlegern in einem Volumen von Euro 40 Mio. platziert.

„Trotz der schwierigen sportlichen Situation konnte und kann der HSV auf verlässliche Investoren zurückgreifen. Mit diesen durch die Ausgliederung geschaffenen Möglichkeiten und der Umsetzung unserer vereinbarten Maßnahmen erfüllen wir als HSV Fußball AG die Lizenzvorgaben der Deutschen Fußball-Liga für die Spielzeit 2017/18 für die Bundesliga und auch für die 2. Liga“, so Wettstein.

Und das, wofür sich der HSV gerade selbst auf die Schulter klopft, ist weiterhin nichts, worüber man jubeln sollte. Denn der Verkauf des eigenen Ladens ist immer auch ein Stück weit Scheitern der eigenen Geschäftsidee. So auch hier. Der HSV hat es mal wieder nicht geschafft, Kosten und Einnahmen auch nur ansatzweise in Einklang zu bringen. Eben das, was Kühne in dem SportBild-Interview gestern noch anprangerte. Umso mehr darf aller Beifall hier gen Kühne gerichtet bleiben, der in ein Unternehmen investiert, das sich seit Jahren nicht aus den roten Zahlen bewegen konnte.

Jetzt muss nur noch sportlich nachgelegt werden. Trainer Markus Gisdol hielt heute einen Appell für Bobby Wood, der zuletzt etwas geschwächt wirkte und gegen Mainz nicht mal einen Torschuss zustande brachte. Ich hatte schon in den letzten Wochen immer wieder den verdacht geäußert, dass Wood nicht fit sei. Und das wurde heute vom HSV-Trainer bestätigt. Schmerzmittel, so Gisdol, hätten Wood überhaupt erst einsetzbar gemacht. Umso höher sei ihm anzurechnen, dass sich der US-Nationalstürmer voll reinwirft. Aber seht und hört selbst:

Gisdol mag es überraschend, wie er auch hier wieder durchklingen lässt. Albin Ekdal oder Nicolai Müller könnten schon etwas früher ins Mannschaftstraining einsteigen, war zwischen den Zeilen zu hören. Damit niemand mitbekommt, wer von den beiden dabei ist, verlegte Gisdol das Training kurzerhand ins Stadion, wo wirklich niemand zusehen konnte. Dennoch für Euch die Auflösung: Müller trainierte heute schon wieder mit und soll überraschenderweise auch morgen mit nach Gelsenkirchen reisen. Um 10.30 Uhr geht es los und trainiert wird in Gelsenkirchen. Mit Nicolai Müller als Joker auf der Bank. Zumindest, wenn es über Nacht keine überraschende Reaktion auf die heutige Belastung gibt. Auf der Doppelsechs agierten zudem Walace und Youngster Vasilije Janjicic. Eine Kombination, die ich für sehr mutig halte…

In diesem Sinne, anbei noch das Gespräch mit Heribert Bruchhagen:

Euch allen einen schönen Rest-Donnerstag und bis morgen!

Scholle

HSV-PK vor dem Schalke-Spiel

11. Mai 2017

Kühne vor dem Ausstieg? Sicher nicht…!

10. Mai 2017

Seine HSV-Lust wird mal wieder auf eine ganz harte Probe gestellt: Klaus-Michael Kühne

Es sind gerade einmal drei Tage bis zum Spiel auf Schalke. Bis zum vorletzten Spiel für den HSV, der sich auf einem Relegationsplatz befindet und in den letzten Wochen eine alarmierend fallende Formkurve vorzuweisen hat. Und mitten rein in das Orakeln der Pessimisten vs. Optimisten platzt Klaus Michael Kühne mit einem großen Interview in der SportBild. Dass er automatisch großes Thema ist, sobald er was sagt – logisch. Dafür hat er für diesen Klub einfach eine zu große Bedeutung. Ohne ihn geht kaum noch was. Und daher sind alle Antworten auf Fragen nach seinem weiteren Engagement in Hamburg speziell interessant. Auch die heute.
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Saisonaus: Ist das schon Adlers leiser Abflug?

9. Mai 2017

Rene Adler fällt bis Saisonende aus – war es das für ihn im HSV-Trikot?

Trainingsfrei, oder wie Trainer Markus Gisdol gestern sagte, „auch mal Zeit, den Kopf etwas aufzuräumen“. Erstz morgen geht es wieder am Volksparkstadion weiter. Und während viele Spieler die Zeit für ihre Familie nutzten, war Rene Adler in München beim Nationalmannschaftsarzt Müller-Wohlfahrt, um sich seinen Heilungsstatus festsetzen und eine Prognose für die letzten zwei (vier?) Saisonspiele geben zu lassen. Und das mit einem unerfreulichen Ergebnis, wie er selbst via facebook mitteilte:
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Gisdol muss wieder umbauen – und das kann sogar von Vorteil sein

8. Mai 2017

Wood am Boden als Sinnbild? Ich hoffe nicht – nein, ich glaube es auch nicht. Aber Bobby Wood muss endlich wieder sinnvoll eingesetzt werden

Die Hoffnung, die uns bleibt, ist die, dass Trainer Markus Gisdol nach außen, also vor den Kameras und Mikrofonen, eine andere Tonart anschlägt als intern. Denn das muss er, wenn er seinen Spielern nicht weiterhin ein Alibi nach dem anderen für ihr Scheitern liefern will. Von einer tollen Reaktion auf das Augsburg-Debakel bis hin zu „ich kann keinem vorwerfen, nicht alles mögliche getan zu haben“ war zu hören. Und das mag ja auch alles so seiner Überzeugung entsprechen – aber das reicht einfach nicht. Fußballerisch erwarte ich schon lange nichts mehr von dieser Mannschaft, das habe ich jetzt auch oft genug geschrieben. Aber der HSV muss neben Kampf auch Torchancen anbieten. Denn ohne die geht es zweifellos ab in Liga zwei. Und gestern war das leider nichts. Gar nichts sogar.
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Gisdol nach Remis gegen Mainz

8. Mai 2017

Am Tag danach: HSV-Trainer Gisdol stellt sich in der Mixed-Zone der Presse:

Nicht Fisch, nicht Fleisch – das 0:0 gegen Mainz ist zu wenig

7. Mai 2017

Bobby Wood hatte heute gegen Mainz-Kapitän Stefan Bell (r.) keine Chance

Nur die wenigsten tippten vorher auf Sieg. 1:3, 0:2 – das waren die am meisten genannten Ergebnistipps, die mir zugetragen wurden. Selbst von eingefleischten HSV-Fans. Und, dass es auf die ersten 15 bis 20 Minuten ankommen wird, wie der HSV ins Spiel kommt. Auch das sei besonders entscheidend heute. Sagten die so genannten Experten um mich herum, während ich ganz ehrlich gesagt kein echtes Bauchgefühl hatte, was wirklich selten vorkommt. Und so unentschieden ich vorher auch war – so endete auch das Spiel: Remis. Wobei das 0:0 zwar leistungsgerecht, aber in der HSV-Situation zweifellos zu wenig ist.

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Gisdol schmeißt Santos raus – und die Konkurrenz punktet

6. Mai 2017

Steht gegen Mainz nicht im Kader: Douglas Santos

Es ist nun mal einfach so, wie es ist: Der HSV muss nachlegen. Mal wieder, nachdem die Konkurrenz gepunktet hat. Wobei das die Voraussetzungen für morgen an sich gar nicht großartig verändern. Im Gegenteil: Ein Sieg gegen den direkten Mitkonkurrenten Mainz 05 ist und war schon vorher absolute Pflicht. Ohne wenn und aber – das hat sich der HSV durch die Pleiten gegen Darmstadt und Augsburg selbst unter Druck gesetzt. Da helfen Niederlagen der Konkurrenz sicher mehr als deren Siege – aber die eigenen Hausaufgaben müssen trotzdem gemacht werden. „Wir haben es in der eigenen Hand, das ist klar“, hatte Sportchef Jens Todt gesagt. Und es bleibt zu hoffen, dass dieser Umstand beflügelt – und nicht wieder hemmt.
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