Ebenso wichtiges wie verdientes 2:1 gegen Gladbach – das war richtig gut

12. März 2017

So einen wie ihn hatte der HSV lange nicht mehr: Bobby Wood, hier sein Jubel nach seinem Treffer zum 2:1

Kalt war es auf der Tribüne, aber heute absolut ertragbar, weil unten auf dem Rasen das zu sehen war, was ich mir lange gewünscht hatte: Dominanter HSV-Fußball. Hier und da mit Schwächen, die es noch abzustellen gilt – aber erfolgreich. Mit 2:1 gewann der HSV heute hochverdient gegen Mönchengladbach durch die Tore von Kostic und Wood. Die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol zog somit punktetechnisch mit Wolfsburg sowie Werder Bremen gleich und verkürzte den Abstand auf Tabellenplatz 13 (Augsburg, 28 Punkte) auf nunmehr zwei, sowie auf den Tabellenelften Mainz (29 Punkte). Und das mit einem Spiel, das einfach gut war – also vom HSV.
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Mach et nochma‘, Aaron…!

11. März 2017

Lässt Trainer Markus Gisdol Ostrzolek gegen Gladbach draußen? Unwahrscheinlichlich – aber vieles deutet daraufhin.

Auch nach fünf Tagen ohne HSV weiß ich noch, dass der Trend des HSV aktuell durchaus positiv ist, ganz klar. Drei der letzten fünf Bundesliga-Partien wurden gewonnen – das sind genauso viele Siege wie in den ersten 18 Saisonspielen zusammen. Dennoch hat der HSV noch nichts erreicht, ist gerade mal punktgleich mit dem Tabellen-15., dem VfL Wolfsburg und angenehme fünf Zähler von einem direkten Abstiegsplatz entfernt. So groß war das Polster in dieser Spielzeit zuvor zwar noch nicht. Aber Trainer Markus Gisdol lässt weiterhin keine Möglichkeit aus, zu betonen, dass der Relegationsplatz nicht sein Anspruch ist. Auch deshalb wirkt er weiterhin sehr angespannt. Insbesondere ob der Situation, am Sonntag im letzten Spiel des Spieltages mal wieder nachlegen zu müssen.
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Platz 14 im Visier

10. März 2017

Nicolai Müller – Sieger im Kopfballduell mit Gladbachs Hofmann

In den vergangenen Wochen haben wir schon öfter erlebt, dass Markus Gisdol bei der Aufstellung eher auf Nummer sicher geht. Ist ein Spieler angeschlagen oder kommt aus einer Krankheit, dann wird er im Zweifel geschont. Nicolai Müller hat es so zum Beispiel schon in Ingolstadt getroffen, als er grippe-geschwächt nicht in der Startelf stand. Müller wurde erst später eingewechselt, konnte an der Niederlage damals aber auch nichts ändern. Beim Trainingsspielchen heute war Nicolai Müller, obwohl er sich einigermaßen erholt hat von seinen Magen-Darm-Beschwerden, ebenfalls noch nicht dabei. Tatsächlich hat der Trainer auch wenig Grund, Risiko zu gehen. Hunt ist in sehr guter, Holtby in ordentlicher Form. Und Filip Kostic wird nach seiner kleinen Pause darauf brennen, zu zeigen, dass er unverzichtbar ist.

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HSV-PK mit Gisdol vor dem Gladbach-Spiel

10. März 2017

Ostrzolek setzt auf die letzten 20 Minuten

9. März 2017

Zuverlässig: Matthias Ostrzolek mit neuem Fahrrad und Kapitän Gotoku Sakai

Matthias Ostrzolek brachte die Lage des HSV heute auf den Punkt. „Es ist ein langer Weg“, sagte der Linksverteidiger. „Unsere Probleme hatten wir vor allem in den ersten 10 Spieltagen – da hatten wir viel aufzuholen. Wir haben nun gepunktet, sind aber noch immer unten drin. Wir wissen, dass wir uns das selbst eingebrockt haben.“ Und dass es alles eben noch nicht erledigt ist. Zweifellos, die Hamburger sind mittlerweile angekommen in dem Pulk derjenigen Mannschaften, die es am Ende der Saison mutmaßlich auf den Relegationsplatz verschlagen wird. Nicht nur Hamburg muss sich Sorgen machen. „Vereine wie Wolfsburg und Schalke haben überhaupt nicht damit gerechnet, in den Abstiegskampf zu geraten“, meint Matthias Ostrzolek. „Ich glaube, für diese Vereine ist es noch schwerer, den Hebel umzulegen und zu realisieren: Wir sind wirklich im Abstiegskampf. Schalke könnte noch größere Probleme damit haben.“ Wobei, das räumt er ein, Wolfsburg und Schalke allgemein über Qualität verfügten, die ihnen an jedem Wochenende Siege ermöglichen – ganz gleich, wer der Gegner ist. „Wir sollten uns nicht darauf verlassen, dass unsere Konkurrenten schwächeln.“

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Todts Sommer-Baustellen

8. März 2017

Rene Adler – einer von vier HSV-Profis, deren Verträge im Sommer auslaufen. Fotos: Witters

Hinter den Kulissen arbeiten Vorstand, Sportchef und Trainer des HSV an der gemeinsamen Zukunft. Wann wird der Vertrag von Markus Gisdol bis 2019 verlängert? Es ist eine Frage des Zeitpunktes, nicht mehr eine Frage des „ob“. Darüber hinaus ist klar, dass sich Jens Todt aktuell schwertut, die Planungen für den Kader der Saison 2017/18 auf die Beine zu stellen, weil naturgemäß die Klassenzugehörigkeit noch nicht endgültig geklärt ist. Neben dem Trainervertrag gilt es für Todt, eine Reihe von Spielerverträgen zu bearbeiten. Und zwar nicht nur von denjenigen Spielern, deren Verträge wirklich im Sommer auslaufen. Die Hamburger haben noch eine Menge Leihspieler rumlaufen, und perspektivisch geht es auch um diejenigen, deren Verträge dann 2018 und 2019 fällig werden. Im Einzelnen:

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Der Top-Transfer hinkt hinterher

7. März 2017

Rekord-Transfer Filip Kostic – gegen Hertha wieder nur Joker

Filip Kostic besaß in seinen ersten Monaten beim HSV so etwas wie eine Stammplatzgarantie. Der schnelle Serbe mit dem starken linken Fuß war links vorne gesetzt. Erst nach umfangreichem Bemühen hatte ihn Dietmar Beiersdorfer im Sommer für stolze 14 Millionen Euro vom Absteiger VfB Stuttgart nach Hamburg gelockt. Geholfen hat dabei ein öffentliches Bekenntnis des Serben, vom Neckar unbedingt an die Elbe zu wollen. So konnte in letzter Sekunde der VfL Wolfsburg ausgestochen werden, der dem Vernehmen nach sogar drei Millionen Euro mehr geboten hatte. Kostic- einer der Top-Transfers in der HSV-Historie, zumindest wenn man die Ablösesumme als Maßstab nimmt. In den letzten beiden Spielen, im Pokal gegen Mönchengladbach und in der Bundesliga gegen Hertha, musste der Serbe allerdings auf der Bank Platz nehmen. Er hat seinen Anfangskredit verspielt und konnte nicht davon profitieren, dass sich der HSV seit November – trotz Rückschlägen – in einem Prozess der Verbesserung befindet. Warum ist das so?

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Todt: „Wir haben eine vernünftige Chance, die Klasse zu halten.“

6. März 2017

Freude über das 1:0 gegen Hertha: HSV-Sportchef
Jens Todt

Es war der Saison-Minusrekord gestern im Hamburger Volksparkstadion. Keine 45.000 Zuschauer besuchten die Arena beim 1:0 gegen Hertha BSC – so wenige wie seit fast zwölf Jahren nicht mehr bei einem Bundesliga-Heimspiel. Und dennoch war der Jubel der Fans nach dem Abpfiff ohrenbetäubend. Es sind sicher ein paar Zuschauer weniger geworden in den letzten Jahren, die sich den HSV angucken wollen. Aber eins ist klar: Diejenigen, die an Bord geblieben sind, sind umso begeisterter bei der Sache. Begeistert in diesem Fall darüber, dass der HSV unter Markus Gisdol (meistens) den Abstiegskampf annimmt. Das Team hat Hertha BSC mit deren eigenen Mitteln geschlagen. „Ich finde, wir haben im Pokal gegen Mönchengladbach besser gespielt“, sagte Sportchef Jens Todt heute. „Aber unsere Mannschaft hat eine gute Mentalität.“ Und diese Mentalität sorgt dafür, dass die Hamburger den Anschluss hergestellt haben zu den Nichtabstiegsplätzen. Das ist – Stand heute – ein Erfolg. Der HSV macht Anstalten, das Minimalziel tatsächlich zu erreichen.

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Gut aufgepasst und nachgezogen – verdienter 1:0-Sieg gegen Hertha

5. März 2017

Der Jubel von Siegtorschütze Albin Ekdal

Dier erste Überraschung gab es gleich zu Beginn: Mannschaftskapitän Gotoku Sakai saß nur auf der Bank. Der Kapitän, der zuletzt ein wenig überspielt wirkte, wich Dennis Diekmeier. Ebenso wieder nur Ersatz: Douglas Santos, dem Matthias Ostrzolek vorgezogen wurde und Filip Kostic. Bei dem Serben war es aus meiner Sicht allerdings am wenigsten überraschend, da Aaron Hunt zuletzt seine Chancen zu nutzen wusste. Auch auf Linksaußen. Und der im Winter eigentlich schon als Abgang verbuchte Oldie bewies auch heute mal wieder den gerade mal 44.445 Zuschauern, weshalb er das Vertrauen des Trainers genießt und wurde zum Vorbereiter des Siegtreffers. Aber der Reihe nach…
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