Bittere 1:2 Pleite gegen effiziente Bayern, die Mut machen darf!

22. Januar 2016

Kurzzeitige Hoffnung nach dem 1:1. v.l. Pierre-Michel Lasogga (HSV), Manuel Neuer (Bayern)

Kurzzeitige Hoffnung nach dem 1:1. v.l. Pierre-Michel Lasogga (HSV), Manuel Neuer (Bayern)

Er war gut gelaunt – kam aber nur sehr schleppend die Treppen hinunter. Immer wieder musste Marcelo Diaz Hände schütteln, Schulterklopfer „verdauen“. Er freute sich dennoch – zurecht. Denn in Hamburg wird der Chilene wahrscheinlich auf ewig unvergessen bleiben. Angesichts des unfassbaren Jubels, den er bei seiner Verabschiedung vor dem Spiel erfahren durfte würde ich fast schon von einer historischen Persönlichkeit“ in den Vereinsannalen sprechen. Egal, wie übertrieben das im Zusammenhang mit einem Spieler klingen mag, der nur 20 Pflichtspiele für den HSV absolviert hat – dieser Treffer am 1. Juni 2015 in der 93. Minute hat Marcelo Diaz unvergesslich gemacht. Er hatte sich seine Verabschiedung mit den stehenden Ovationen und „Marcelo-Diaz“-Sprechchören redlich verdient. Ehrlich gesagt hätte ich sogar noch etwas mehr erwartet. Zum Beispiel den Pegelow-Kommentar zum gezeigten Tor in Karlsruhe. Oder einen Punktgewinn des HSV, der trotz der unglücklichen 1:2-Niederlage drin war.
Den ganzen Beitrag lesen »

Der Relegationsheld geht: Auf Wiedersehen, Marcelo!

22. Januar 2016

Auf Wiedersehen, Marcelo! Und: Vielen Dank!

Auf Wiedersehen, Marcelo! Und: Vielen Dank!

Ich gebe zu, es ist schwer, einen goldenen Weg zu finden. Welcher Spieler wird wie verabschiedet? Wer hat mehr als der andere geleistet, oder zumindest so viel, dass er feierlicher als andere verabschiedet wird? Marcell Jansen beispielsweise bekam für seinen Einsatz in sieben Jahren beim HSV einen netten Blumenstrauß, ein Bild und wurde vor dem Bundesligaspiel verabschiedet. Und das war auch völlig okay so. Dass Marcelo Diaz heute deutlich feierlicher verabschiedet werden wird ist Geschmackssache. Sieben Jahre mit 187 Pflichtspielen für den HSV versus ein Jahr mit gerade einmal 20 – das ist als eines für viele Ex-Spieler geltendes Beispiel diskutabel. Allerdings hat Diaz dem HSV nun mal den wahrscheinlich dramatischten Moment der Vereinsgeschichte in ein Happy End verwandelt und seither einen Kultstatus, dass die breite Masse sich einen ebenso heldenhaften Abschied erhofft hat. Ich auch – obgleich es ganz objektiv betrachtet unfair ist.
Den ganzen Beitrag lesen »

Klare Ansage: Youngster Porath verdrängt Olic aus dem Kader

21. Januar 2016

Soll auf Leihbasis zum HSV kommen: Sporting Lissabons Offensivmann Carlos Mane

Soll auf Leihbasis zum HSV kommen: Sporting Lissabons Offensivmann Carlos Mane

So, dann heute alles im Galopp, da es schon spät ist. Spät, weil der HSV erst um 17.30 Uhr trainierte. Mit 25 Mann ging es vor dem Rückrundenauftakt auf den Platz. Drei Torhüter und 22 Feldspieler – ergo: sieben Spieler mussten noch gestrichen werden. Und der erste bekam das schon während der Einheit deutlich gemacht: Ivica Olic. Denn während auf der einen Seite noch mal Standards geübt wurden, musste Olic auf der anderen Seite mit Ashton Götz und beaufsichtigt von Cotrainer Bernhard Trares allein Abschlüsse üben. Das nächste Kapitel in einem hoffentlich nicht so traurigen Abschlussakt wie in der Vorsaison bei Rafael van der Vaart.
Den ganzen Beitrag lesen »

Geht jetzt alles doch ganz schnell? Sportings Mané will zum HSV

21. Januar 2016

Der HSV will ihn - und er will zum HSV: Sporting Lissabons Carlos Mane

Der HSV will ihn – und er will zum HSV: Sporting Lissabons Linksaußen Carlos Mane

So, jetzt kommt doch noch mal Dampf auf den Kessel. Zumindest vermeldete “Diario de Noticias” gerade (Dank an HSV1887TV!), dass Sporting Lissabons Talent und HSV-Wunschspieler Carlos Mané um seine Freigabe gebeten hat, um auf Leihbasis nach Hamburg zu wechseln. Demnach erhofft sich der Portugiese beim HSV mehr Spielzeit, um sich so noch für Portugals A-Nationalmannschaft für die EM im Sommer in Frankreich anbieten zu können. Anbei ein kurzes Kennenlern-Video des 21 Jahre alten und 172 Zentinmeter großen U21-Nationalspielers:
Den ganzen Beitrag lesen »

Auch Djourou angeschlagen, aber: Bangemachen gilt nicht!

20. Januar 2016

Droht auszufallen, soll aber nach Möglichkeit auflaufen: Johan Djourou

Droht auszufallen, soll aber nach Möglichkeit auflaufen: Johan Djourou

Ich werde oft gefragt, ob ich Bayern als ersten Rückrundengegner als glücklich oder eher weniger glücklich empfinde. Und obwohl es eh keine seriöse, also keine belastbare Antwort gibt, hatte ich versucht, eine zu finden. Bis ich merkte, dass es keine gute Antwort wird. Denn wirklich Optimismus verbreitend waren die bisherigen Darbietungen des HSV weder sportlich auf dem Platz, noch personell. Drei Testspiele mit drei Niederlagen, dazu einige Rückkehrer, die noch Rückstand haben (Kacar, Hunt, Jung, Lasogga), sowie alte und neue schwere Verletzungen (Albin Ekdal und jetzt leider auch Emir Spahic) – das hatte Trainer Bruno Labbadia in den letzten Tagen mächtig zugesetzt. Denn wenn selbst der personifizierte Optimismus plötzlich davon spricht, dass es „aktuell wirklich eine sehr schwierige Situation“ sei – dann herrscht Allarmstimmung.
Den ganzen Beitrag lesen »

Cleber Reis: “Bayern? Ich habe nur Angst vor meinen Eltern…”

19. Januar 2016

Furchtlos, zweikampfstark wie kein zweiter - und endlich diszipliniert: Cleber Reis will als Spahic-Ersatz zeigen, dass er in die Stammelf gehört

Furchtlos, uweikampfstark – und endlich diszipliniert: Cleber Reis will als Spahic-Ersatz zeigen, dass er in die Stammelf gehört

Richtig durchziehen war nicht drin. Zumindest nicht bei allen Gegenspielern, denn auf der Gegenseite stand plötzlich wieder Pierre Michel Lasogga, der zuletzt noch wegen seiner lädierten Schulter ausgefallen war und weiter auszufallen drohte. „Er wollte gestern schon voll mitmachen“, verriet Trainer Bruno Labbadia anschließend, dass man den Angreifer eher bremsen müsste, als dass er selbst Bedenken habe. Und wenn man sich den rutschigen Untergrund heute ansieht, darf man getrost davon ausgehen, dass Lasogga selbst keine Angst mehr hat, sich zu verletzen. Und das war das größte Bedenken bislang.
Den ganzen Beitrag lesen »

Stieber wieder in Belek – Spahic droht lange auszufallen

18. Januar 2016

Landet heute Abend wieder in Belek - diesmal als Spieler des 1. FC Nürnberg

Landet heute Abend wieder in Belek – diesmal als Spieler des 1. FC Nürnberg

Zu seiner Freude ging dann alles doch ganz schnell. Noch vor der Abreise aus Belek hatte ich mich mit Zoltan Stieber unterhalten und dem Ungarn unschwer anmerken können, dass er unzufrieden war. Denn während Relegationsheld Marcelo Diaz verkauft wurde und sich Peter Knäbel bereits in Verhandlungen um neue Spieler begeben hatte, musste er weiter warten. Dabei waren sich der HSV und Nürnberg bereits über die Modalitäten eines Wechsels auf Leihbasis einig. Demnach kassiert der HSV eine niedrige sechsstellige Summe als Leihgebühr, der FCN übernimmt das Gehalt des Technikers und erhält dazu eine Kaufoption. Diese wiederum zieht nur, wenn die Nürnberger den Aufstieg in die erste Bundesliga schaffen. Und dafür trainieren die Clubberer in – Belek…
Den ganzen Beitrag lesen »

Liveticker von der Mitgliederversammlung aus dem CCH

17. Januar 2016

Moin, moin liebe Matzaberrinnen und Matzabber,

Uebersicht CCH Hamburg Fussball, Hamburger SV, Mitgliederversammlung 2016

HSV e.V., Mitgliederversammlung 2016

heute steht mal wieder eine Mitgliederversammlung des HSV e.V. an – aber irgendwie ist alles anders. Trotz ungebrochen schlechter Bilanzzahlen der AG haben sich im Saal 3 des CCH zu Beginn gerade einmal 309 (in der Spitze 334) stimmberechtigte Mitglieder eingefunden. Das Interesse an dieser Veranstaltung ist nach einigen sehr spannungsgeladenen Versammlungen in den letzten Jahren gering. Sehr gering. Es geht los:

 

11.02 Uhr: Vereinspräsident Jens Meier eröffnet die Versammlung mit Grüßen an die Anwesenden, die Gremien und erläutert das bevorstehende Prozedere. Unter anderem werden die Abstimmungsgeräte vorgestelltEs deuet bislang alles darauf hin, dass es eine ruhige Veranstaltung wird. Trotz des Rekordminus von 16,9 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr.

11.08 Uhr: Jens Meier macht Tempo.

HSV-Präsident Jens Meier auf der Mitgliederversammlung 2016

HSV-Präsident Jens Meier auf der Mitgliederversammlung 2016

11.15 Uhr: Nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder geht es über zu Punkt 5. Die Genehmigung des Protokolls der MV vom 14. Juni wird mehrheitlich erteilt Jens Meier bedankt sich und geht über zum Bericht des Präsidiums des e.V (Punkt 6)

11.18 Uhr: Jens Meiers spricht über die Zusammenarbeit mit der AG.  “Die Zusammenarneit mit dem Vorstand der AG ist hervorragend, auch mit den Gremien.” Zudem habe der Verein die Buchhaltung des HSV e.V eigenständig übernommen und etabliert aktuell ein eigenes Controlling. Meier lobt zudem das Engagement des Vereins in Sachen Flüchtlingsarbeit, die nach einzelnen Aktionen in ein regelmäßiges Angebot des e.V. übergehen wird.

11.25 Uhr: Vizepräsident Henning Kinkhorst übernimmt und ehrt langjährige Mitglieder.

11.28 Uhr: Kinkhorst erläutert die Sportförderung der Top-Athleten im e.V.. Dazu wird ein lautstärkemäßiß grenzwertiger, aber sehr sehenswerter Trailer eingespielt, der das “HSV-Topteam” vorstellt.

HSV-Vizepräsident Henning Kinkhorst

HSV-Vizepräsident Henning Kinkhorst

Anschließend wird das “Junioren-Topteam” (Freezers-Junioren, Fußball-Mädchen) vorgestellt. Im  “TeamRaute” sind die Landesliga-Fußballer (3. Herren) sowie die Eishockey-Herren. Zudem soll ein Beach-Soccer-Team gegründet werden.

11.34 Uhr: Kinkhorts übergibt an Schatzmeister Ralph Hartmann, der seine Rede in 3 Punkte gliedert: abgelaufenes Geschäftsjahr, Ausblick aufs aaktuelle Geschäftsjahr und die Eintragung der Marken und Markenrechte – womit Hartmann beginnt. Er berichtet dass die Marken eingerragen wurden. Die Raute seit 18.9.2015 ebenso wie “HSV” im Dezember 2015. Das Logo “1887” ist in Bearbeitung und soll im Februar abgleschlossen sein. “Die Markenrechte sind ganz wichtig”, so Hartmann.

Schatzmeister Dr. Ralph Hartmann

Schatzmeister Dr. Ralph Hartmann

11.46 Uhr: Hartmann schlägt vor, dass das Präsidium erst entlastet wird, wenn das Testat für das abgelaufene Geschäftsjahr vorliegt – Applaus im Saal. Das vorläufige Ergebnis von 165 000 Euro Plus kann nicht gehalten werden und wird durch steuerliche Nachzahlungen (für 2009 – 2013 ) in ein Minus von 195 000 verkehrt. Hartmann: “Es hat an der einen oder anderen Stelle Überraschungen gegeben, mit denen wir nicht gerechnet haben.”

 

12 Uhr: Jens Meier moderiert den Bericht der HSV Fußball AG an. Vorstandsboss Dietmar Beiersdorfer und Aufsichtsratsboss Karl Gernandt sind anwesend. Meier lobt die freiwillige Berichterstattung und lobt erneut die “tolle Zusammenarbeit”.  Beiersdorfer betritt das Podium. Er hat Durst.

12.02 Uhr: Der Vorstandsboss erläutert, dass der Weg der Konsolidierung und Stabilisierung im ersten Halbjahr dieser Saison weitergegangen wurde. das Team ums Team (auch Spielanalyse, medizinische Kooperation UKE) sei verstärkt. “Es fühlt sich wieder gut an, dass unsere Jungs gut versorgt werden. Hier haben wir einen großen Schritt nach vorn gemacht.

Beiersdorfer lobt den neuen Zusammenhalt in der Mannschaft – und die Qualität: “Trotz des mehr als holprigen Starts viele gute Momente erlebt. Beispiel das 3:0 in Gladbach, den Derbysieg und den Sieg gegen Dortmund. Das hat richtig gut getan.” Es folgen eher wenig aussagende statistische Daten, die Verbesserungen gegenüber der Vorsaison aufzeigen.

Der Vorstandsbioss warnt davor, dass die Saiso schwer wird. Er nennt die eigene sportliche Inkonstanz “gefährlich”. Daran habe auch das Trainingslager nichts geändert.

Vorstandsvorsitzender Dietmar Beiersdorfer

Vorstandsvorsitzender Dietmar Beiersdorfer

Beiersdorfer erwähnt, dass Marcelo Diaz gen Celta Vigo gewechselt ist und dankt dem Chilenen für “eines der wichtigsten Tore der Vereinsgeschichte”, seinen Freistoßtreffer in Karlsruhe. Diaz wird einen offiziellen Abschied im Volksparkstadion bekommen, kündigt Beiersdorfer an.

Bruno Labbadias Vertragsverlängerung wird erwähnt – Applaus im Saal. Beiersdorfer lobt Labbadias Entschlossenheit und erwähnt, dass Labbadia an den sportlich langzeitlichen Vereinsplänen beteiligt war und involviert ist. “Wir mpssen auf- und überholen. Unser Weg ist noch mit vielen Hürden versehen”, so Beiersdorfer, der anschließend die Talentförderung erläutert. Hier sei eine deutlich gesteigertes Leistungsorientierung erfolgt.

12,19 Uhr: Beiersdorfer erläutert das Geschaäftsjahr-Minus von 16,9 Millionen Euro als Teil der Konsolidierung. “Wir befinden uns nicht in einem Angstzustand, wir gehen sorgasam mit unserem Geld um”, so Beiersdorfer, der auch ankündigt, dass der HSV den bevorstehenden Zahlungen an Besitzer von Fan-Anleihen im Jahr 2019 nachkommen kann. Ruhe im Saal. Erst als der Vorstandsboss erläutert, dass mit den Ehrenkarten heute sorgsamer umgegangen werde und dadurch ein hoher sechsstelliger Betrag erwirtschaftet würde, gibt es Applaus. Dann folgt ein Plädoyer für Klaus Michael Kühne. Anteilseigner schadeten dem HSV nicht, so der Vorstandsboss. Ebenfalls Applaus.

Der HSV ist wieder kreditfähig – und kreditwürdig. Wir gehen sorgsam mit unserem Geld um

12.26 Uhr: Beiersdorfer kündigt Expansionen im Merchandising an. Überall. Per Online-Shop, per Außendienstmitarbeiter, auf den Flächen im Stadion bei Spielen und mit der Eröffnung eines Fanshops im Elbe-Einkaufszentrum im März. Dazu sollen zusätzliche Einnahmen  über Drittveranstaltungen (Konzerte) erwirtschaftet werden.

Dietmar Beiersdorfer parlierte nur am Rande über das Rekordminus des abgelaufenen Geschäftsjahres

Dietmar Beiersdorfer parlierte nur am Rande über das Rekordminus

12.37 Uhr Uhr: Auch Beiersdorfer lobt noch mal die Zusammenarbeit mit dem e.V. als außerordentlich gut und appelliert an die Fans, Bierbecherwürfe etc. wegzulassen. “Ich würde das Geld lieber in andere, sinnvollere Dinge stecken.” Zudem appelliert er an alle Anwesenden, weiterhing Geschlossenheit zu demonstrieren. Applaus im Saal. Beiersdorfer hat sich mit vielen Themen um die Finanzen herum geschickt aus dem Beschuss gezogen. Es gibt keine kritischen Nachfragen/Wortmeldungen.

12.39 Uhr: Beiersdorfer übergibt an Aufsichtsratsboss Karl Gernandt, der die Emotionalität des abgelaufenen Jahres ebenso hervorhebt wie die Arbeit des Vorstandes, der Kontrolleure. “Die HSV AG ist auf dem richtigen Weg. das gesamte Team ist er Star.”

12.48 Uhr: Auch Gernandt betont, dass die Fans die ihnen zustehenden Zahlungen aus den Fan-Anleihen bekommen werden. “Wir haben Wege gefunden. Das Konzernergebnis der AG von fast 17 Millionen Euro minus  ist nicht akzeptabel. Wir haben die finanzielle Krise noch nicht überwunden. Aber wir haben sie im Griff.”

Wir verscherbeln den HSV nicht, wir nehmen nicht jeden Partner. bei der Wahl der Partner steht das Wohl des Vereins immer im Vordergrund. Wir sind vorwärts gekommen – aber noch nicht vorn angekommen

Aufsichtsratsvorsitzender Karl Gernandt

Aufsichtsratsvorsitzender Karl Gernandt

Gernandt betont, dass die Gesundung des Vereines finanziell massiv mit dem sportlichen Erfolg zusammenhängt. Zudem sei der HSV weiter auf finanzkräftige Partner angewiesen, wofür man immer einen Zeitraum von drei Jahren angekündigt habe. Bislang habe man 38 Millionen durch Investoren eingenommen. “Wir verscherbeln den HSV nicht, wir nehmen nicht jeden Partner. bei der Wahl der Partner steht das Wohl des Vereins immer im Vordergrund.”

12.59 Uhr: Gernandt schließt seine Rede mit den Worten “Nur der HSV”. Applaus. Anschließend verlassen etliche Mitglieder den Saal. Toilettenpause? Mittagessen? Der Redner Dieter Tschesinger (wie genau der Nachname geschrieben wird, ist nicht überliefert) .

13.05 Uhr: Mitglied Reinhard Hupfer kritisiert die Reden von Beiersdorfer und Gernandt heftig. Unter anderem als “Friede-Freude-Eierkuchen”- Reden. Zudem merkt er an, dass erstmals seit Jahren die Bilanz nicht vor der MV veröffentlicht wurde.

13.13 Uhr: Konstantin Rogalla tritt auf die Bühne und nennt “großartige Ignoranz und Desintresse” der Mitglieder am Verein als Grund für die nur 309 Mitglieder, die erschienen sind. Rogalla kritisiert den laschen Umgang bei der öffentlichen Aufklärung der “Rucksackaffäre” sowie das teure Outsourcing verschiedener Geschäftsbereiche, insbesondere am Beispiel des Trainingslagers in Belek, das von der Firma “Match IQ” für knapp 100 000 Euro organisiert wurde. Rogalla fordert Vereinspräsident Meier auf, zu erklären, welch kritische Nachfragen er in diesem Zusammenhang an den Verein gestellt hatte und vor allem, welche Antworten er erhalten habe.

13.24 Uhr: Rogalle verlässt unter Applaus die Bühne – Jörg Ide kommt aus dem Publikum ans Rednerpult und verteidigt Beiersdorfers Rede als nicht zu oberflächlich. Sie hätten sich in schwierigen Zeiten ehrlich präsentiert. “Der Jahrmarkt der Eitelkeiten hat ein Ende gefunden.”

13.28 Uhr: Meier kündigt an, die Rednerliste zu schließen, während der letzte Redner auf die Bühne tritt.

13.30 Uhr: Gernandt und Beiersdorfer kommen ein zweites Mal ans Rednerpult. Beiersdorfer beginnt kurz, Gernandt übernimmt und wird deutlich: “Wir stehen hier weil wir den Schulterschluss mit dem Verein suchen. FussballWir wollen transparent sein, aber nicht jeden Kleinkram hier diskutieren.” Anregungungen würden aufgenommen und intern diskutiert, mit Meier als Kontrolleur aus dem Verein. “Gebt uns einen kleinen Vertrauensvorsprung, dass unsere Arbeit solide genug ist. Aber habt bitte auch Verständnis dafür, dass wir das nicht auf der Mitgliederversammlung diskutieren wollen.”

13.36 Uhr: Beiersdorfer übernimmt noch mal, erklärt das Leitbild als notwendig. “Es hat vorher, wer auf den Fluren gelauscht hat, einiges nicht gestimmt.” Deshalb habe man dieses gemeinsame Leitbild erstellt. Um 13.39 Uhr verlassen Gernandt und Beiersdorfer die Bühne.

13.41 Uhr: Rogalla scheint nicht zufrieden und betritt die Bühne. Ihne vorherige Ankündigung seiner Wortmeldung. Meier unterbricht und beantwortet die Frage Rogallas nach den Kontoständen nur zur Hälfte, mit der Zahl des e.V.: 1,7 Millionen Euro. Zudem sei der Bericht Beiersdorfers so korrekt gewesen. Punkt 7 der Tagesordnung wird geschlossen – und damt der wahrscheinlich spannendste Tagesordnungspunkt.

14.08 Uhr: Nach einer kurzen Unterbrechung für Videointerviews im Foyer sind wir bereits ohne zwischenzeitlichen Aufreger (Rechnungsprüferbericht, Bericht des Beirates und Entlastung des Beirates) bei Punkt 13 (von 16), dem Bericht des Amateurvorstandes angelangt.

 
Zum Bundesliga-Auftakt gegen den FC Bayern München erwartet Dietmar Beiersdorfer aber keinen Abschuss. “Zu Hause haben wir es gegen die Bayern immer gut gemacht”, sagte der HSV-Boss am Rande der HSV-Mitgliederversammlung im CCH.

 

*****Damit es nicht verloren geht: Zoltan Stieber befindet sich aktuell in Nürnberg, um beim FCN seinen Medizincheck zu absolvieren*****

 14.31 Uhr: Der Seniorenratsvorsitzende Heiko Frank appelliert an die Mitglieder, die ins Stadion gehen, den Gegnern des HSV mehr Respekt entgegenzubringen. Zudem soll die Blau-weiß-schwarze Nacht wiederbelebt werden. Gute Idee, finde ich…

14.44 Uhr: Die Abteilungen Amateurvorstand, Ehrenrat, und die Abteilung Fördernde Mitglieder wurden einstimmig entlastet, der Seniorenrat bei einer Ggenstimme ebenfalls.

14.45 Uhr: Es folgen die Anträge. Vereinsvizepräsident Henning Kinkhorst erläutert zunächst den Antrag auf Satzungsänderung und erhält Zuspruch von Seniorenrats-Vize und Ex-Aufsichtsrat Ali Eghbal. der Saal ist nur noch von 261 stimmberechtigten Mitgliedern besucht. Abstimmung beginnt. Es wird eine Dreiviertelmehrheit benötigt.

15.01 Uhr: Von 252 Mitgliedern stimmen 218 dafür, 6 dagegen, 5 enthalten sich. Antrag angenommen.

15.02 Uhr: Die Anträge von Thorsten Frehe sollen von ihm persönlich vorgetragen werden. Der Antragsteller ist aber nicht im Raum. Jens Meier erklärt, er werde die Anträge mit in die Gespräche mit den AG-Verantwortlichen mitnehmen.

15.06 Uhr: Meier ruft den letzten Tagesordnungspunkt 16 auf: Verschiedenes. Meier bedankt sich bei allen, die heute da waren und schließt die Veranstaltung um 15.08 Uhr unter dem Applaus der letztlich verbliebenen Mitglieder.

******ENDE****

Bis später!

Scholle

Porath ist der Gewinner – Olic steht vor einer harten Rückrunde

16. Januar 2016

Toptalent Finn Porath - vielleicht der einzige echte Gewinner aus dem Trainingslager in Belek

Toptalent Finn Porath – vielleicht der einzige echte Gewinner aus dem Trainingslager in Belek

Zwei Stunden Verspätung war die erste Nachricht am Flughafen – und sie sorgte für den einen oder anderen Tritt gegen den eigenen Koffer. Immerhin waren die Profis inzwischen zehn Tage nicht mehr zu Hause bei Ihren Familien und konnten es nach den 18 Trainingseinheiten in den acht Trainingstagen (An- und Abreisetag abgezogen) in Belek kaum mehr erwarten. Verständlicherweise. Zumindest weiß ich das von Dennis Diekmeier – und von mir selbst. Nicht, dass dieses Trainingslager anstrengender war als andere – im Gegenteil: Jedes Sommertrainingslager ist deutlich härter, weil nach den längeren Sommerpausen deutlich mehr Kondition gebolzt werden muss. Aber es reichte jetzt auch. Trainer Bruno Labbadia: „Wir haben die Länge bewusst gewählt, da die gesamte Vorbereitungsphase sehr kurz ist und wir diese kurze Zeit wenigstens bei besten Bedingungen nutzen wollten.“ Und die hatten sie – zumindest von der Örtlichkeit her.
Den ganzen Beitrag lesen »

« Vorherige Einträge - Nächste Einträge »