Mavraj ist der Beginn der positiven Entwicklung

13. Februar 2017

Auf ihn wird gehört: Mergim Mavraj ist der neue Chef auf dem Platz. Hier mit Kyriakos Papadopoulos (l.L

Es ist die mit Abstand schönere Suche, die viel angenehmere Diskussion, wenn man sich darüber streitet, woran es liegt, dass der HSV auf einmal gewinnt. Klar, als erstes werden immer die Neuerungen angeführt, vom Personal wie dem Vorstand bis hin zu einzelnen Spielern. Und fast immer hat es auch tatsächlich damit zu tun. Vor allem dann, wenn sich eine Mannschaft auf eine neue Taktik einlässt, gerade WEIL er dafür neue Spieler hat. So, wie dieser HSV. Wobei, um das auch gleich vorweg zu sagen: Dieser HSV ist durch seine neuen Spieler nicht nur zu einer besseren Taktik veranlagt, sondern hat durch sie vor allem eines dazugewonnen: endlich die richtige Einstellung.
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Einfache Taktik – großer Sieg!

12. Februar 2017

Gewinnertyp: Torschütze Kyriakos Papadopoulos

Nun ist es also passiert: Der HSV hat erstmals seit dem 2. Spieltag einen der letzten drei Bundesliga-Plätze verlassen. Das Team hat innerhalb von sechs Minuten zwei Kopfballtreffer nach einer Ecke erzielt. Leipzig hat die erste Heimniederlage kassiert. Innerhalb von acht Tagen hat der HSV drei Siege eingefahren. 1:0 gegen Leverkusen, 2:0 im Pokal gegen Köln, 3:0 in Leipzig. „Das war so nicht zu erwarten“, sagte Trainer Markus Gisdol nach der HSV-Party in der Red-Bull-Arena. Zwei Wochen nach dem Ingolstadt-Desaster hat der HSV sein bestes Saisonspiel gezeigt – ausgerechnet bei DEM Überraschungsteam der Fußball-Bundesliga. „Das kann ein Wendepunkt sein“, meinte Verteidiger Mergim Mavraj in den Katakomben des Leipziger Stadions vorsichtig. Ohne Frage: Der HSV hat einen großen Sieg erzielt, und das mit relativ einfachen Mitteln.

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Es läuft einfach – ganz starkes 3:0 bei Leipzig!!!

11. Februar 2017

Das 0:2: Der erste HSV-Torschütze Kyriakos Papadopoulos (M.) bejubelt den Treffer von Walace.

Dieser HSV jubelt nicht nur auf dem Platz, er entwickelt auch immer mehr Freude bei den Außenstehenden. Und zwar mit guten Leistungen und dem heute dritten Sieg in Folge zu Null. Papadopoulos, Walace und Hunt in der Nachspielzeit sorgten für einen unerwartet klaren 3:0-Erfolg in Leipzig sowie den Sprung auf Rang 15 in der Bundesliga. Ein rundum gelungener Nachmittag für Trainer Markus Gisdol, der Walace nun also doch von Beginn brachte. Dabei klang das unter der Woche nicht unbedingt so. Aber gerade dafür ist ein so breiter Kader ja gut – für Überraschungen. Den ganzen Beitrag lesen »

„Das wird ein brutal intensives Spiel“

10. Februar 2017

Hofft auf seinen Einsatz in Leipzig: Linksverteidiger Santos.

Es ist gerade einmal knappe acht Jahre her, da wurde RB Leipzig gegründet. Genau genommen war es im Mai 2009. Damals war der HSV selbst auch noch gut. Im DFB-Pokal und in der Europaleague stand man im Halbfinale, in der Bundesliga verpasste man nur knapp die Champions League. Heute haben sich die Vorzeichen verändert. Leipzig steht als Aufsteiger und jüngster Bundesligist aller Zeiten auf Rang zwei der Tabelle und empfängt das inzwischen in die Liga-Niederungen abgesackte Urgestein der Liga, den HSV. Und während man auf Seite der Sachsen weiterhin latente Titelträume hegt, wäre man beim HSV schon froh, die Saison schadlos zu überstehen. Mit „In Leipzig haben nicht umsonst bislang nur sehr wenige Teams etwas geholt“, wies HSV-Trainer Markus Gisdol RB Leipzig die Favoritenrolle zu. Dennoch wolle man nach den letzten beiden Pflichtspielsiegen auch beim Klub von Energy-Drink-Milliardär Mateschitz etwas mitnehmen.
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GASTBEITRAG zum Thema RB Leipzig

10. Februar 2017

Die schlimmen Angriffe einiger BVB-Fans auf Anhänger des bundesweit oft sehr emotional beurteilten Aufsteigers RB Leipzig hat in den vergangenen Tagen die Nachrichten ebenso gefüllt wie hier für Diskussionen gesorgt. Unmenschliche Bilder, die sich so nicht wiederholen dürfen. Für mich waren sie jedenfalls Anlass genug, mich mit meinen dortigen Kollegen einmal intensiver auszutauschen und Euch heute diesen Gastbeitrag zur Verfügung zu stellen. Vor allem auch, um bei aller Konkurrenz zueinander das Verständnis füreinander wieder schärfen. Ich wäre schon zufrieden, wenn es nur ein bisschen dabei hilft, friedlicher miteinander umzugehen… Viel Spaß mit dem Beitrag meiner Kollegen Markus Laue und Carsten Germann vom Der Bullenblog

Leipzig: Wo Tradition auf Fußball trifft

Es ist noch gar nicht so lange her, da öffnete der Bullenblog (www.bullenblog.com) seine Pforten. Mit dem Portal sollte jedermann die Chance haben, sich über alles zu informieren, was rund um den RB Leipzig passiert. Steigende Zugriffszahlen geben uns Recht: RB Leipzig ist ein Thema – und zwar bundesweit! Doch: Welche Motivation gab es für ein Portal rund um RBL?
Das mittlerweile fünfköpfige Redaktionsteam beschäftigt sich den ganzen Tag mit den Roten Bullen aus Leipzig. Alle fünf Macher sind sich einig, dass das Konzept hinter dem Team, die Idee des Projektes und die Vision des Vereins einzigartig sind im deutschen Fußball. Einzigartig deshalb, weil der Aufstieg des erst 2009 gegründeten Vereins einfach atemberaubend ist. Ein Sturmlauf, der nicht nur in Leipzig viele Fußballfans begeistert. Das Konzept mit einer jungen und ambitionierten Mannschaft, den bundesliga-erfahrenen Machern Ralf Rangnick und Ralph Hasenhüttl, aber mit auch der umfassenden Nachwuchsförderung ist das, was dem ostdeutschen Fußball im Prinzip seit 25 Jahren gefehlt hat: Ein Fußball-Leuchtturm.

RBL, das zeigen jüngste Umfragen, hat in Ost- und Mitteldeutschland riesige Popularitätswerte. Diese Begeisterung der Fans, die sich dank RB Leipzig endlich auch als Gewinner fühlen dürfen, spüren wir von Der Bullenblog tagtäglich in den Reaktionen zu unseren Newsbeiträgen und Features. Da steckt echte Fußball-Begeisterung drin – und auch ein wenig Dankbarkeit. Eine zusätzliche Motivation für uns. Neben der Riesen-Begeisterung für den Fußball, die uns antreibt. Einen erfahrenen Sportjournalisten wie Carsten Germann kannst du mit Fußball eigentlich nicht überfüttern…

Dass es in der Stadt, in der am 28. Januar 1900 in der Adresse Büttnerstraße 10 der Deutsche Fußball-Bund gegründet wurde, wieder Bundesligafußball gibt, wäre ohne RasenBallsport und ohne das finanzielle Engagement von Red Bull undenkbar. Das Vereinsmodell mit dem Getränke-Multi als Großsponsor mag nicht überall gut ankommen. Doch Fußball ist ein Millionengeschäft – und ohne Investment geht in diesem Sport gar nichts mehr. Vereine, die von Konzernen getragen werden, wie Bayer 04 Leverkusen, der VfL Wolfsburg oder das vom Mäzenatentum von Dietmar Hopp profitierende 1899 Hoffenheim – kurioserweise unser Gegner in Leipzig bei der Live-Premiere des Bullenblog vor zwei Wochen – sind in der Bundesliga nicht neu.

Halt, das wäre ja noch die Debatte um die „fehlende Tradition“! Dazu sei gesagt: Auch der FC Bayern München oder der selbst ernannte Oppositionsführer gegen RBL aus Dortmund sind nicht als „Traditionsvereine“ in der Bundesliga gelandet. Sie haben sich ihre großartigen sportlichen Erfolge und den finanziellen Background hart und über Jahrzehnte erarbeitet, obwohl sie anfangs auch im Schatten der vermeintlich beliebteren Rivalen 1860 München und FC Schalke 04 standen. Bestes Gegenbeispiel für eine „eigene Tradition“ ist der 1. FSV Mainz 05. Die Rheinhessen haben der aus der Tatsache, von vielen Fußballanhängern als „Karnevalsverein“ belächelt zu werden, ein eigenes Image, eine eigene Marke gemacht. Und das, obwohl man im Profifußball auch noch nie einen Titel gewonnen hat. Das heißt aber nicht, dass die Mainzer Fans ihren Verein mehr oder weniger lieben als andere.

Genau aus diesen Gründen ist die Diskussion um RB Leipzig scheinheilig und – wie das letzte Wochenende gezeigt hat – auch gefährlich. Unser Portalbetreiber und Leiter Markus Laue konnte sich hautnah und live von der feindseligen Stimmung der Dortmunder Südtribüne gegenüber den Leipzigern ein Bild machen. Was in dieser Atmosphäre verwunderlich war: Während des Spiels haben die mitgereisten 8.500 Leipziger die einheimischen Fans sogar teilweise überstimmt.

Es ist sehr schade, dass das großartige, temporeiche Fußballspiel, das wir auch in unserem Live-Ticker schildern konnten, hinter diesen Ereignissen zur Fußnote wurde. All das, was rund um das Spiel passiert ist, gehört für uns nicht zum Fußball. Weder auf Amateur- noch auf Profiebene. Das Thema „Dortmund“ hat unsere Redaktion die gesamte Woche über beschäftigt und in Atem gehalten. Am Samstag gegen den HSV werden die Leipziger Fans, die die WM-Arena 2006 fast bei jedem Spiel bis auf den letzten Platz füllen, in der neunten Spielminute singend ein Zeichen gegen Gewalt setzen. Und das ist nach den Vorkommnissen von Dortmund auch gut so.

Denn RBL ist, wie es Ralf Rangnick in einem Interview formuliert hat, „eine Revolution in allen Bereichen.“ In der seit 53 Jahren bestehenden Bundesliga entsteht etwas Neues, etwas Einzigartiges. Ein ungewöhnlicher Verein, der die Fußballfans in Ost und West gleichermaßen polarisiert – und wir dürfen täglich über die Roten Bullen berichten.

Gisdol freut sich über „die Qual der Wahl“

9. Februar 2017

Markus Gisdol leugnet nicht, dass er sehr viel von seinem einstigen Cheftrainer Ralf Rangnick (r.), der heute in Leipzig die sportliche Verantwortung trägt, gelernt hat.

Sie waren alle dabei und hielten bis zum Schluss problemlos durch. Einzig Michael Gregoritsch und Finn Porath pausieren weiterhin. Ansonsten hat HSV-Trainer Markus Gisdol vor dem Duell mit RB Leipzig das erste Mal seitdem er hier ist die Qual der Wahl, nahezu aus dem Vollen schöpfen zu können. Mehr noch: Seit dem Spiel gegen Köln im Pokal am Dienstag hat er sogar 16 Feldspieler, die allesamt den Anspruch haben dürfen, von Beginn an zu spielen. Keine leichte Entscheidung für den HSV-Trainer, der heute im Training auf ein Abschlussspiel verzichtete und auch in Sachen Mannschaftseinteilung heute alles offen ließ, indem er bunt mischte. „Die Spannung möglichst lange hochhalten“ hatte Gisdol immer wieder geantwortet, wenn er nach seiner Arbeitsmethodik befragt wurde. Und er hält vor seinem 100. Auftritt als Bundesligatrainer Wort.
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HSV-Pressekonferenz vor Leipzig-Spiel

9. Februar 2017

Baumeister Gisdol: Das Fundament ist gelegt

8. Februar 2017

Endlich ist die HSV-Mannschaft die Einheit, die sie immer sein wollten

Auch am Tag danach fühlt es sich noch gut an. Nicht so gut, dass es zu frühe Zufriedenheit hervorruft. Vielmehr ist es die zwischenzeitlich verloren geglaubte Hoffnung, dass diese Mannschaft guten Fußball spielen kann. „Der Weg ist noch lang“, fasste es der Sportchef des HSV, Jens Todt, heute gut zusammen, „aber wir haben uns selbst gezeigt, dass wir ihn gehen können, wenn wir ausreichend investieren.“ Eben so, wie gestern gegen den 1. FC Köln. Oder so, wie am vergangenen Freitag gegen Bayer Leverkusen. Das Gute daran: Zusammengerechnet haben in den beiden Spielen 17 HSV-Profis so funktioniert, wie sie es für den Klassenerhalt können müssen. Die Basis ist also gelegt. Nicht weniger – aber eben auch noch nicht mehr. Deshalb auch waren Rene Adler und Todt heute (s. Videointerviews) schon verhalten optimistisch und immer darauf aus, zu demonstrieren, dass trotz des großen Lobes zuletzt niemand beim HSV Gefahr liefe, den Status Quo zu unterschätzen.

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Viertelfinaleinzug: Dieses 2:0 gegen Köln macht Hoffnung

7. Februar 2017

Douglas Santos machte wie der Rest der Mannschaft auch ein richtig gutes Spiel und jubelte zurecht ausgelassen

Er hat rotiert. Mächtig sogar. Sechs Umstellungen gegenüber dem 1:0-Sieg vom Wochenende, darunter auch auf der Sechs mit einer Premiere: Walace, der letzte Zugang des HSV im Winter, war das erste Mal für den HSV in einem Spiel aktiv. Und das neben Gideon Jung auf der Doppelsechs, während Aaron Hunt auf der Zehn (für Holtby), Djourou (für Papadopoulos) neben Mavraj in der Innenverteidigung, Santos links (für Ostrzolek) sowie Waldschmidt (statt Müller) auf rechts begannen. Eine B-Elf verkündeten die Radiosender, während ich im stockenden Verkehr gen Stadion schlich. Aber es war eine vernünftige, weil bundesligafreundliche Entscheidung von Gisdol. Eine Entscheidung, die ich sehr gut fand. Einziger Wehrmutstropfen: Finn Porath, der eigentlich beginnen sollte, fiel kurzfristig aus, nachdem er sich gestern im Training mit Verdacht auf einen Bänderriss verletzt hatte. De Jungen hätte ich tatsächlich zu gerne mal gesehen…
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