Wood kommt, Mathenia im Anflug – und was wird aus Djourou?

15. Mai 2016

Willkommen beim HSV: Bobby Wood, hier im US-Nationaltrikot

Willkommen beim HSV: Bobby Wood, hier im US-Nationaltrikot

Wenn es stimmt, dass der letzte Eindruck bleibt, dann müsste es eine einigermaßen harmonische Sommerpause werden beim HSV. Mit dem 3:1 in Augsburg hat sich die Elf von Bruno Labbadia positiv aus einer äußerst durchwachsenen Saison verabschiedet. „Schulnote drei“ würde Top-Torschütze Nicolai Müller den eigenen Bemühungen in den vergangenen Monaten geben. Das ist sicher etwas geprahlt, genau wie Aussagen von Trainer Bruno Labbadia und Vereins-Boss Dietmar Beiersdorfer, die seit Tagen ihre Einschätzung preisgeben: „In dieser Saison haben wir nie wirklich etwas mit dem Abstieg zu tun gehabt.“ Haben sie natürlich doch, und es wäre insgesamt empfehlenswert, wenn zumindest die interne Analyse ehrlich erfolgt und man sich nicht in die eigene Tasche lügt. Das wäre der falsche Nährboden, auf dem die Entscheidungen für die kommende Saison reifen müssen. Immerhin: Mit Bobby Wood von Union Berlin hat der HSV heute die erste Neuverpflichtung bestätigt. Der US-Boy kommt für 3,5 Millionen Euro von Union Berlin.

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3:1-Sieg in Augsburg – das letzte Aufgebot sichert Platz zehn

14. Mai 2016

Lewis Holtby, Batuhan Altintas, Doppel-Torschütze Michael Gregoritsch und Nabil Bahoui feiern das 3:1

Lewis Holtby, Batuhan Altintas, Doppel-Torschütze Michael Gregoritsch und Nabil Bahoui feiern das 3:1

Zehnter am Saisonende nach einem 3:1-Erfolg in Augsburg – das lässt sich sehen. Dabei wurde es eigentlich nicht besser – außer für die Nachwuchsspieler im Team, deren Einsatzchancen so groß wie nie waren – und sogar noch wuchsen. Denn noch vor Spielbeginn musste auch Emir Spahic passen. Somit saßen neben Dennis Diekmeier und Sven Schipplock mit Ersatzkeeper Dehnelt, Batuhan Altintas und Ahmet Arslan nur noch Nachwuchsspieler auf der Reservebank, während Tom Mickel sein Startelfdebüt feiern durfte. Das letzte Aufgebot am letzten Spieltag – aber eben ohne den Druck gewinnen zu müssen. Wie groß der ist, daran erinnern wir uns alle noch gut genug. Es wäre in der heutigen Konstellation auch der Super-GAU gewesen.
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Kacar darf seinen Abschied feiern – der Rest bleibt zu Hause

13. Mai 2016

Heute vor einem Jahr waren sie alle noch zusammen auf dem Platz gegen Schalke - in der kommenden Saison ist keiner mehr übrig: Heiko Westermann, Artjoms Rudnevs, Gojko Kacar, Ivica Olic, Ivo Ilicevic (v.l.)

Heute vor einem Jahr waren sie alle noch zusammen auf dem Platz gegen Schalke – in der kommenden Saison ist keiner mehr übrig: Heiko Westermann, Artjoms Rudnevs, Gojko Kacar, Ivica Olic, Ivo Ilicevic (v.l.)

Für beide Teams geht es nur noch um die Endplatzierung. Beide Teams sicherten am vergangenen Spieltag den Klassenerhalt. Der FCA geht damit in seine sechste Bundesliga-Saison, während der HSV auch im 54. Jahr erstklassig vertreten sein wird. Ein Spiel also, das man nicht zwingend sehen muss, dass man aber – sofern man es sich doch antut – entspannt genießen kann. Ein Umstand, der gerade für die HSV-Anhänger in den letzten Jahren alles andere als normal war. Und dennoch hat es der HSV geschafft, dass man auch dieses Wochenende nicht mal einfach genießen kann.

Oder?
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Kühne drückt die Resettaste und Drobny verweigert sich

12. Mai 2016

Fussball

Endlich den Klassenerhalt perfekt gemacht und einmal ganz besonders tief durchatmen war angesagt. Dachten viele. Doch stattdessen macht der HSV sich als einer der besten Schlagzeilenproduzent der Liga mal wieder einen Namen und haut einen nach dem anderen raus. Erst den Sportdirektor, dann die Spieler – und zu allem Überfluss haut dann auch noch einer der enttäuschten Spieler mächtig einen raus. Jaroslav Drobny hatte seinem Frust Luft gemacht und den HSV-Chefs unter anderem Unehrlichkeit vorgeworfen und behauptet, sie hätten keine Eier – also keine Traute, es ihm ins Gesicht zu sagen. Und obgleich Trainer Bruno Labbadia diesen Spruch heute mit „Ich habe morgens im Badezimmer noch mal in den Spiegel geguckt und gesehen – ich habe meine Eier noch“ halbwegs launig konterte, war ihm anzumerken, dass er von dem Ausbruch des frisch geschassten Ersatzkeepers nicht begeistert war. Im Gegenteil: Labbadia streicht Drobny sogar aus dem Kader.
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Drobny poltert – Labbadia kontert

11. Mai 2016

Sind sich über die Art und Weise des Umganges miteinander uneinig - vorsichtig formuliert: Trainer Bruno Labbadia und Jaroslav Drobny, der den HSV verlassen muss.

Sind sich über die Art und Weise des Umganges miteinander uneinig – vorsichtig formuliert: Trainer Bruno Labbadia und Jaroslav Drobny, der den HSV verlassen muss.

Oha, da hat es aber noch mal gekracht. In der „SportBild“ lederte der HSV-Keeper heute mächtig ab. „Ich saß vergangene Woche vor dem Spiel gegen Wolfsburg eine Stunde mit Beiersdorfer und auch allein mit Labbadia zusammen – aber keiner hat mir gesagt, dass ich gehen soll, obwohl es intern alle wussten. Du sitzt da, und sie lügen dir in die Augen. Das habe ich so nicht erwartet“, polterte Drobny gegenüber meinen Kollegen gegen die beiden Entscheidungsträger beim HSV und setzte noch nach: „Es ist legitim, dass sich der HSV einen jüngeren Keeper für die nächsten Jahre holen möchte – aber warum sagen sie mir das nicht einfach? Das ist Kindergarten! Keiner hatte die Eier, es mir einfach ins Gesicht zu sagen. Aber ich spiele ohnehin nicht für diese Leute. Ich spiele für den Verein und die Fans. Der HSV ist der geilste Verein, bei dem ich je war.“

Frustbewältigung auf Drobny-Art, nachdem ihm mitgeteilt worden war, dass er gehen muss. Oder etwa nicht?
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Beiersdorfer – eine Degradierung zum Guten?

10. Mai 2016

Dietmar Beiersdorfer heute bei der Pressekonferenz

Dietmar Beiersdorfer wirkte heute bei der Pressekonferenz nachdenklich – und bemühte sich, optimistisch zu wirken

Dietmar Beiersdorfer ist kein Entertainer. Auftritte vor Kameras sind für ihn eher lästiges Übel, das merkt man ihm nur zu leicht an. Er ist auch kein Redner, keiner, der verbal mitreißt. Manchmal kommt er sogar ganz schön ins Stocken, wenn er mit einer Frage überrascht wird. So auch heute bei der Pressekonferenz anlässlich der Trennung von Peter Knäbel. Beiersdorfer sei unsouverän, sagen die einen dazu. Der andere, deutlich größere Teil indes nennt es authentisch. Es ist sogar das, was Beiersdorfer, der ja an sich viel zu lieb für das raue Bundesligageschäft zu sein scheint, auszeichnet. Große, von besseren Klubs umworbene Spieler wie van der Vaart, de Jong und Co. sind einst zum HSV gekommen, weil „der liebe Didi“ sogar zu Hause bei ihnen auf der Couch vor deren Eltern um die Dienste der damaligen Weltklassespieler kämpfte.
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Die PK mit Dietmar Beiersdorfer

10. Mai 2016

Knäbel und der HSV trennen sich – Beiersdorfer interimsweise Sportchef

9. Mai 2016

Ab sofort kein Team mehr, Peter Knäbel muss auf gemeinsame Entscheidung mit Vorstandsboss Dietmar Beiersdorfer hin gehen

Ab sofort kein Team mehr, Peter Knäbel muss auf gemeinsame Entscheidung mit Vorstandsboss Dietmar Beiersdorfer hin gehen

Oha, dann ging es alles doch deutlich schneller, als gedacht. Denn das ließ der HSV gerade verlauten:

Gemeinsam mit Peter Knäbel haben wir uns auf eine sofortige Vertragsauflösung seines laufenden Vertrages geeinigt. Peter Knäbel dazu: “Natürlich hätte ich meinen Vertrag gern bis zum Ende erfüllt. Das Fundament für eine sportlich bessere Perspektive gelegt zu haben, erfüllt mich rückblickend mit Stolz. Gleichwohl trage ich die Entscheidung mit und wünsche dem Club und seinen Verantwortlichen nur das Beste”, sagt Peter Knäbel.

Dietmar Beiersdorfer via HSV.de:
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Timing bleibt beim HSV ein Fremdwort

9. Mai 2016

Man kennt und schätzt sich - arbeitet man auch bald zusammen beim HSV? Horst Heldt und Bruno Labbadia beim Hinspiel des HSV gegen Schalke

Man kennt und schätzt sich: Horst Heldt (l.) soll laut NDR Peter Knäbel beim HSV beerben und mit HSV-Trainer Labbadia (r.) den Kader zusammenstellen

Wenn jemand den Verein verlassen soll, dem er eigentlich gern weiter angehören würde, ist das nie schön. Es ist im harten Bundesligageschäft durchaus üblich – aber fast nie ohne Nebengeräusche. Wenn es dann auch noch derart verdiente Spieler wie Jaroslav Drobny trifft, der aktuell seine Bedeutung wieder unter Beweis stellt, wird es schon von Natur aus kontrovers. Die Fans feiern ihren Helden und fordern seinen Verbleib, während der Verein Alternativen nicht nur prüft, sondern auch umsetzt, sobald es passt. Denn bei aller Sympathie für den Tschechen, die Alternative Christian Mathenia ist sportlich und finanziell allemal nachvollziehbar – wie ich gestern und zuvor schon geschrieben hatte. Dass es Drobny dennoch nicht von den Verantwortlichen selbst erfährt, sondern hier zuerst im Blog und anschließend auch bei den Tageszeitungen lesen musste, ist allerdings fragwürdig.

 

Oder nur logisch?
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