Allgemein

Hohe Ehre für den HSV – im doppelten Sinne

18. Mai 2016

DFB-Präsident Reinhard Grindel als HSV-Fan in Rotenburg

DFB-Praesident Reinhard Grindel als HSV-Fan in
Rotenburg

Das Spiel für den im Februar 2014 verstorbenen Hermann Rieger hatte einen würdigen Rahmen. Richtig schön ist es hier in Rotenburg. Supernett in ein Waldgebiet gebettet, leicht mit der Bahn erreichbar liegt das kleine Stadion, wo der Fünftligist Rotenburger SV beheimatet ist und den HSV empfing. Etwas mehr als 2000 Zuschauer fanden den Weg zu dem Test, bei dem der HSV im Vergleich zum Test in Celle schon richtig viele Profis dabei. Drobny im Tor, Diekmeier, Cleber, Ostrzolek, Kacar, Gregoritsch – und dazu Kim, Arslan, P. Müller, Daouri und Altintas als Fraktion aus der zweiten Reihe – so ging es los. Wobei, den Anstoß machte DFB-Präsident Reinhard Grindel. Prominenz war also vor Ort – nur das Spiel wollte nicht so recht mithalten. Dass ausgerechnet der chronisch torerfolglose Dennis Diekmeier in der 21. Minute den Torbann durchbrach – und das auch noch mit links -, symptomatisch für den eher mäßigen Kick zu Beginn.
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Mathenias Traum vom HSV erfüllt sich – Demirbay’s auch?

17. Mai 2016

Torwart Christian Mathenia wechselt aus Darmstadt nach Hamburg und unterschreibt bis 2019

Torwart Christian Mathenia wechselt für 800.000 Euro aus Darmstadt nach Hamburg und unterschreibt bis 2019

Um zehn Uhr landete er, gegen 11 Uhr war er im Athleticum zum obligatorischen Medizincheck: Christian Mathenia. Der neue Ersatzkeeper absolvierte dabei nicht alle Übungen, da er sich jüngst die Hand gebrochen hatte und nicht voll belasten durfte. Dennoch bestand der 24-Jährige den Check problemlos und hat damit seinem einstigen Idol und seit heute auch „Kicker“-Elf-des-Jahres-Mitglied Rene Adler, der bei seinem Check das eine oder andere Problem hatte, schon mal eines voraus. Ebenso wie gegenüber Jaroslav Drobny, der sich Jahr für Jahr sehr aufwendig in England behandeln und seine Knie fitspritzen lässt. Heute nun sollte Mathenia, der „unbedingt zum HSV“ wollte, wie er selbst sagt, seinen Dreijahresvertrag in Hamburg unterschreiben, was sich ob einiger administrativ zu klärender Dinge noch bis in die Abendstunden zog – aber nicht gefährdet ist. Wie berichtet kostet er 800.000 Euro festgeschriebene Ablösesumme.
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Drobnys Treffer eröffnet den 5:0-Sieg in Celle

16. Mai 2016

Bruno Labbadia hatte es vorweggeschickt: Wenn man in Augsburg mit dem letzten Aufgebot angetreten war, dann war das heute in Celle, bei dem gerade in die siebte Klasse abgestiegenen TuS Celle das allerallerletzte Aufgebot. Sogar das vermeintlich letzte Aufgebot vom allerallerletzten Aufgebot. Gleich elf der 19 mitgereisten Spieler kommen aus der U23. Nationalspieler und Verletzte waren gleich zu Hause geblieben – Nicolai Müller und Pierre Michel Lasogga waren nur zur Zierde dabei und schrieben mehr (Müller) oder weniger gut gelaunt, aber dafür sehr fleißig Autogramme, während der HSV auf dem Platz beim 5:0 gegen den TuS Celle (Absteiger aus der sechsten in die siebte Liga) wenig bis gar keine Mühe hatte. Selbst mit acht U23-Spielern in der zweiten Halbzeit war es nicht mehr als eine launige Trainingseinheit vor 3600 Zuschauern im ausverkaufen Günther Volker Stadion von Celle. Bruno Labbadia: „Wir haben einen guten Kick gesehen. Für uns ist es wichtig, die Nähe zu den Menschen aus unserem Umfeld zu suchen, die uns im Laufe der Saison so sensationell unterstützen.“
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Wood kommt, Mathenia im Anflug – und was wird aus Djourou?

15. Mai 2016

Willkommen beim HSV: Bobby Wood, hier im US-Nationaltrikot

Willkommen beim HSV: Bobby Wood, hier im US-Nationaltrikot

Wenn es stimmt, dass der letzte Eindruck bleibt, dann müsste es eine einigermaßen harmonische Sommerpause werden beim HSV. Mit dem 3:1 in Augsburg hat sich die Elf von Bruno Labbadia positiv aus einer äußerst durchwachsenen Saison verabschiedet. „Schulnote drei“ würde Top-Torschütze Nicolai Müller den eigenen Bemühungen in den vergangenen Monaten geben. Das ist sicher etwas geprahlt, genau wie Aussagen von Trainer Bruno Labbadia und Vereins-Boss Dietmar Beiersdorfer, die seit Tagen ihre Einschätzung preisgeben: „In dieser Saison haben wir nie wirklich etwas mit dem Abstieg zu tun gehabt.“ Haben sie natürlich doch, und es wäre insgesamt empfehlenswert, wenn zumindest die interne Analyse ehrlich erfolgt und man sich nicht in die eigene Tasche lügt. Das wäre der falsche Nährboden, auf dem die Entscheidungen für die kommende Saison reifen müssen. Immerhin: Mit Bobby Wood von Union Berlin hat der HSV heute die erste Neuverpflichtung bestätigt. Der US-Boy kommt für 3,5 Millionen Euro von Union Berlin.

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3:1-Sieg in Augsburg – das letzte Aufgebot sichert Platz zehn

14. Mai 2016

Lewis Holtby, Batuhan Altintas, Doppel-Torschütze Michael Gregoritsch und Nabil Bahoui feiern das 3:1

Lewis Holtby, Batuhan Altintas, Doppel-Torschütze Michael Gregoritsch und Nabil Bahoui feiern das 3:1

Zehnter am Saisonende nach einem 3:1-Erfolg in Augsburg – das lässt sich sehen. Dabei wurde es eigentlich nicht besser – außer für die Nachwuchsspieler im Team, deren Einsatzchancen so groß wie nie waren – und sogar noch wuchsen. Denn noch vor Spielbeginn musste auch Emir Spahic passen. Somit saßen neben Dennis Diekmeier und Sven Schipplock mit Ersatzkeeper Dehnelt, Batuhan Altintas und Ahmet Arslan nur noch Nachwuchsspieler auf der Reservebank, während Tom Mickel sein Startelfdebüt feiern durfte. Das letzte Aufgebot am letzten Spieltag – aber eben ohne den Druck gewinnen zu müssen. Wie groß der ist, daran erinnern wir uns alle noch gut genug. Es wäre in der heutigen Konstellation auch der Super-GAU gewesen.
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Kacar darf seinen Abschied feiern – der Rest bleibt zu Hause

13. Mai 2016

Heute vor einem Jahr waren sie alle noch zusammen auf dem Platz gegen Schalke - in der kommenden Saison ist keiner mehr übrig: Heiko Westermann, Artjoms Rudnevs, Gojko Kacar, Ivica Olic, Ivo Ilicevic (v.l.)

Heute vor einem Jahr waren sie alle noch zusammen auf dem Platz gegen Schalke – in der kommenden Saison ist keiner mehr übrig: Heiko Westermann, Artjoms Rudnevs, Gojko Kacar, Ivica Olic, Ivo Ilicevic (v.l.)

Für beide Teams geht es nur noch um die Endplatzierung. Beide Teams sicherten am vergangenen Spieltag den Klassenerhalt. Der FCA geht damit in seine sechste Bundesliga-Saison, während der HSV auch im 54. Jahr erstklassig vertreten sein wird. Ein Spiel also, das man nicht zwingend sehen muss, dass man aber – sofern man es sich doch antut – entspannt genießen kann. Ein Umstand, der gerade für die HSV-Anhänger in den letzten Jahren alles andere als normal war. Und dennoch hat es der HSV geschafft, dass man auch dieses Wochenende nicht mal einfach genießen kann.

Oder?
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Kühne drückt die Resettaste und Drobny verweigert sich

12. Mai 2016

Fussball

Endlich den Klassenerhalt perfekt gemacht und einmal ganz besonders tief durchatmen war angesagt. Dachten viele. Doch stattdessen macht der HSV sich als einer der besten Schlagzeilenproduzent der Liga mal wieder einen Namen und haut einen nach dem anderen raus. Erst den Sportdirektor, dann die Spieler – und zu allem Überfluss haut dann auch noch einer der enttäuschten Spieler mächtig einen raus. Jaroslav Drobny hatte seinem Frust Luft gemacht und den HSV-Chefs unter anderem Unehrlichkeit vorgeworfen und behauptet, sie hätten keine Eier – also keine Traute, es ihm ins Gesicht zu sagen. Und obgleich Trainer Bruno Labbadia diesen Spruch heute mit „Ich habe morgens im Badezimmer noch mal in den Spiegel geguckt und gesehen – ich habe meine Eier noch“ halbwegs launig konterte, war ihm anzumerken, dass er von dem Ausbruch des frisch geschassten Ersatzkeepers nicht begeistert war. Im Gegenteil: Labbadia streicht Drobny sogar aus dem Kader.
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Drobny poltert – Labbadia kontert

11. Mai 2016

Sind sich über die Art und Weise des Umganges miteinander uneinig - vorsichtig formuliert: Trainer Bruno Labbadia und Jaroslav Drobny, der den HSV verlassen muss.

Sind sich über die Art und Weise des Umganges miteinander uneinig – vorsichtig formuliert: Trainer Bruno Labbadia und Jaroslav Drobny, der den HSV verlassen muss.

Oha, da hat es aber noch mal gekracht. In der „SportBild“ lederte der HSV-Keeper heute mächtig ab. „Ich saß vergangene Woche vor dem Spiel gegen Wolfsburg eine Stunde mit Beiersdorfer und auch allein mit Labbadia zusammen – aber keiner hat mir gesagt, dass ich gehen soll, obwohl es intern alle wussten. Du sitzt da, und sie lügen dir in die Augen. Das habe ich so nicht erwartet“, polterte Drobny gegenüber meinen Kollegen gegen die beiden Entscheidungsträger beim HSV und setzte noch nach: „Es ist legitim, dass sich der HSV einen jüngeren Keeper für die nächsten Jahre holen möchte – aber warum sagen sie mir das nicht einfach? Das ist Kindergarten! Keiner hatte die Eier, es mir einfach ins Gesicht zu sagen. Aber ich spiele ohnehin nicht für diese Leute. Ich spiele für den Verein und die Fans. Der HSV ist der geilste Verein, bei dem ich je war.“

Frustbewältigung auf Drobny-Art, nachdem ihm mitgeteilt worden war, dass er gehen muss. Oder etwa nicht?
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Beiersdorfer – eine Degradierung zum Guten?

10. Mai 2016

Dietmar Beiersdorfer heute bei der Pressekonferenz

Dietmar Beiersdorfer wirkte heute bei der Pressekonferenz nachdenklich – und bemühte sich, optimistisch zu wirken

Dietmar Beiersdorfer ist kein Entertainer. Auftritte vor Kameras sind für ihn eher lästiges Übel, das merkt man ihm nur zu leicht an. Er ist auch kein Redner, keiner, der verbal mitreißt. Manchmal kommt er sogar ganz schön ins Stocken, wenn er mit einer Frage überrascht wird. So auch heute bei der Pressekonferenz anlässlich der Trennung von Peter Knäbel. Beiersdorfer sei unsouverän, sagen die einen dazu. Der andere, deutlich größere Teil indes nennt es authentisch. Es ist sogar das, was Beiersdorfer, der ja an sich viel zu lieb für das raue Bundesligageschäft zu sein scheint, auszeichnet. Große, von besseren Klubs umworbene Spieler wie van der Vaart, de Jong und Co. sind einst zum HSV gekommen, weil „der liebe Didi“ sogar zu Hause bei ihnen auf der Couch vor deren Eltern um die Dienste der damaligen Weltklassespieler kämpfte.
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