Allgemein

Geduld ist beim HSV wertvoller als anderswo

23. Juni 2017

Hat momentan einen schwierigen Job beim HSV: Sportchef Jens Todt

***Entgegen anderslautender Meldungen ist der Wechsel von Andre Hahn zum HSV zwar auf einem sehr guten, aussichtsreichen Weg – aber noch nicht perfekt***

 

Geduld ist ein hohes Gut. Und selten. In den letzten Jahren vor allem auch beim HSV. Ich behaupte: Vor allem auch wegen der letzten Jahre beim HSV. Denn Jahr für Jahr wurde Geduld eingefordert. Und egal, inwieweit sie jetzt vom Umfeld gewährt oder eben auch nicht gewährt wird, eines ist mal sicher: Die Verantwortlichen haben im Ergebnis Jahr für Jahr enttäuscht und damit auch die Geduld seiner Anhänger massiv strapaziert. In vielen Bereichen sogar überstrapaziert. Denn die immer wieder angekündigten Umbrüche wurden zumeist nur sehr halbherzig umgesetzt. Und anstatt auf junge Nachwuchsspieler zu setzen wurden oft kurz vor Toresschluss teure Spieler mit den Millionen von Klaus Michael Kühne verpflichtet. Es wurde der leichte Weg genommen, der ebenso wenig kreativ wie letztlich erfolgreich war. „Ihr seid alle schon weiter, als es sein muss“, wurde mir heute versichert, als ich die Transferbemühungen mit „unnötig stockend“ beschrieb.

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Wechsel nach Mainz: Hat sich Adler verzockt?

22. Juni 2017

Verzockt? Rene Adler wollte in Hamburg finanziellen keine Abstriche hinnehmen – jetzt wechselt er für weniger Gehalt nach Mainz

So, liebe Leute, heute gibt es die Expressversion des Blogs. Sollte sich im Laufe des Tages noch etwas Neues ergeben, werde ich ihn schnellstmöglich aktualisieren, wobei das heute sehr relativ ist. Denn heute bin ich den gesamten Tag und bis in die Nacht unterwegs und somit nicht immer „online“. Ich hoffe, dass es sich heute wie in den letzten Tagen zuträgt und nicht ausgerechnet am ersten Tag seit Monaten, an dem ich mal nicht online bin, auf einmal die Hölle los ist. Aber okay, Ihr wisst Bescheid und ich konzentriere mich von jetzt an die anstehenden Termine. Wobei, nicht ganz, ein kurzes Thema hätte ich doch noch: Rene Adler. Hier schrieben einige von „verzockt“, weil sich die ehemalige Nummer eins des HSV heute dem FSV Mainz anschließt und dort dem Vernehmen nach gerade einmal die Hälfte des HSV-Gehaltes kassieren soll. Und das ist tatsächlich nicht ganz falsch.

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Nur mal so zwischendurch…

21. Juni 2017

Daumen hoch für den HSV: Torwart Julian Pollersbeck kommt wohl aus Kaiserslautern nach Hamburg

Außer einer weiteren Annäherung bei den beiden seit Wochen kolportierten Transfers von Julian Pollersbeck und Kyriakos Papadopoulos, die beide unmittelbar vor dem Vollzug stehen, war es heute eher ruhig beim HSV. „Mit dem Spieler sind wir uns vertraglich einig. Es sind aber noch einige kleinere Details mit Kaiserslautern zu klären“, sagte Todt meinen Kollegen von der MOPO und beteuerte, dass Gleiches auch für Papadopoulos gelte. Und das wiederum bietet mir die Gelegenheit, mich noch mal zu dem jungen U21-Nationalkeeper zu äußern. Denn während ein großer Teil meine Ausführungen von gestern richtig verstanden hat, gab es trotzdem ein paar Blog-Userinnen und/oder Blog-User, die glauben, ich würde den Transfer aus sportlicher Sicht für falsch erachten. Denen sei gesagt: Das ist nicht so.

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Es kommt Bewegung ins Transferkarussell

20. Juni 2017

Kyriakos Papadopoulos soll kommen, Bobby Wood (r.) trotz verschiedener Intereessenten gehalten werden.

Das Gute beim HSV von heute ist, es kommt endlich Bewegung in die Transferbemühungen. Das Schlechte: Es wird immer etwas geben, was zu kritisieren ist, ganz klar. Nahezu jeder Transfer bietet irgendwo einen Angriffspunkt. Das hat der HSV nicht exklusiv, das ist überall so. Der HSV hatte allerdings in den letzten Jahren häufiger als die meisten anderen Erstligisten kein besonders glückliches Händchen, gemessen an den Tabellenplatzierungen. Und wenn alles stimmt, was zu hören und zu lesen ist, dann setzt der HSV fort, was er eigentlich abgestellt haben wollte: Überteuert einkaufen. Knapp 3,5 Millionen Euro für einen zweiten Torhüter, für Kaiserslauterns U21-Nationalkeeper Julian Pollersbeck kann auf Sicht ein guter Deal sein. Aber angesichts der limitierten Finanzen bindet dieser Transfer mehr Geld als es die Dringlichkeit auf dieser Position rechtfertigt.

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Einigkeit wird demonstriert

19. Juni 2017

Torwart Julian Pollersbeck (Kaiserslautern) soll kommen.

Gestern machte die Nachricht die Runde, dass der Aufsichtsrat seine Transferbremse gelöst hätte und der HSV endlich einkaufen könne. Dabei sagt Bruchhagen: „Das Angebot von Kühne liegt seit Wochen auf dem Tisch. Die Unterstützung, die er uns erneut angeboten hat, tut uns gut und hilft uns bei unseren Transferbemühungen.“ Es hilft – und das schon seit Wochen. Wo genau hier also in den letzten Wochen die Trabsfer-Bremse lag, bleibt unerwähnt. Wobei wahrscheinlich ist, dass hier alle Seiten versuchen, den zuvor diskutierten Interessenkonflikt einfach totzuschweigen. Einigkeit demonstrieren ist das Stichwort. Die Frage, wie lange das so gut geht, darf aber gestellt werden.

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Zeit ist aktuell der größte Feind des HSV

18. Juni 2017

Könnte auch ohne viel eigenes Zutun der neue starken Mann werden: Trainer Markus Gisdol

So, mit ein klein wenig Abstand lässt sich vieles etwas entspannter, umfangreicher betrachten. Dachte ich. Allerdings hat sich auch mit diesem klein wenig Abstand nichts daran verändert, dass die Situation gefährlich bleibt. Gefährlich, weil tatsächlich noch gar nicht abzusehen ist, wie die Planungen des HSV vorangetrieben werden können. Und daran ändert auch das durchaus eindeutig formulierte Interview nichts. Im Gegenteil: Das Interview des HSV-Gesellschafters steht dem des Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen gegenüber. Und das zeugt von nicht allzu viel Einheitlichkeit. Nein, stattdessen zeigt der bisherige Verlauf, dass hier zwei Seiten zwei grundverschiedene Meinungen vertreten. Je länger man seine Position beibehält, desto weniger kann man davon abrücken. Und das passiert noch, ohne dem jeweils anderen Vorwürfe zu machen. Aber davon sind wir ganz sicher nicht mehr weit entfernt, wie die Interviews andeuten.

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Was kostet eigentlich sportlicher Erfolg?

17. Juni 2017

Wie ich versprochen habe, werde ich hier versuchen, die Sommerpause etwas abwechslungsreicher zu gestalten als in den letzten Jahren, wo jeden Tag irgendwelche Namen diskutiert, vorgestellt und letztlich zumeist doch nicht gekommen sind. Zumal der HSV momentan aus bekannten Gründen noch nicht allzu viel Aktivitäten ins Ziel bringen konnte, wie Klaus Michael Kühne gestern via Interview bei  „Sat.1 Regional“ kritisch anmerkte. Passend zum Thema möchte ich Euch einen Artikel von meinem Kollegen Ralf Leister ans Herz legen, den dieser auf seiner Seite Fussballwirtschaft.de veröffentlicht hat. Und bevor ich meine Einschätzung seiner Fakten, Thesen und Prognosen hier dazustelle, könnt Ihr Euch erst einmal selbst ein Bild machen, welche Effekte die Transferphasen wie beeinflussen und welche Rolle der HSV dabei einnimmt. Sollte heute im Laufe des Tages noch etwas beim HSV passieren, werde ich es hier natürlich ergänzen. Bis dahin Euch allen aber erst einmal viel Spaß mit Ralfs Analyse und vor allem Euch allen einen schönen Sonnabend! Los geht’s:

Was kostet Erfolg auf dem Bundesliga-Transfermarkt?

Von Ralf Leister

 

Ich habe bereits darüber geschrieben, dass die Sommerpause dieses Jahr nicht langweilig wird. Wenn es etwas an ihr gibt, was ich nicht mag, sind es die zahlreichen Gerüchte zum Bundesliga Transfermarkt.

Dies fängt heutzutage bei den Top-Stars jedes Bundesligisten an. So habe ich beispielsweise schon von zahlreichen millionenschweren Angeboten für Pierre-Emerick Aubameyang gelesen. Trotzdem ist er nach wie vor bei der Borussia aus Dortmund unter Vertrag. Bei den Spielern hört es aber mittlerweile nicht mehr auf.

Auch auf dem Trainerposten habe ich von zahlreichen Kandidaten gelesen, die in der engeren Auswahl beim BVB sind, bis die Verpflichtung von Peter Bosz vermeldet wurde. Für Hardcore-Fans mag die Trainersuche interessant sein, aber für den allgemeinen Fußballfan eher nicht, oder?

Deshalb schaue ich mal wieder auf ein paar Zahlen. Nach der Saison möchte ich ein Fazit ziehen und mir anschauen, welcher Club wie viel Geld für neue Spieler ausgegeben hat und ob es sich sportlich gelohnt hat.

Ziel dieser Analyse:

Bereits nach den Transferperioden im Sommer 2016 und im Winter 2017 habe ich ein ähnliches Fazit gezogen. Dabei hatte ich allerdings noch keine sportlichen Daten, die ich als Benchmark heranziehen konnte, um zu beurteilen, ob sich die Investitionen gelohnt haben oder nicht. Das hat sich nach Ablauf der Saison jetzt geändert.

Mit dieser Analyse möchte ich mir ein Kriterium für die Effizienz der sportlichen Arbeit der Bundesligisten anschauen. Natürlich beschränkt sich diese Analyse auf das Transfergeschäft und stellt somit nur einen Ausschnitt dar.

Trotzdem können die eher schlecht abschneidenden Clubs erkennen, dass sie ihre Mittel durchaus noch effizienter einsetzen könnten. Genug Vorgeplänkel. Los geht´s!

 

Was kostet sportliche Verbesserung?

Die Clubs versuchen sich durch ihr Handeln auf dem Transfermarkt für die kommende Spielzeit sportlich stärker aufzustellen. Spannend ist natürlich nun der Vergleich zwischen den Transfersalden in der Spielzeit 2016/17 und der Verbesserung der sportlichen Performance im selben Zeitraum.

Natürlich können sich nicht alle Clubs verbessert haben. Hintergrund ist hier der positionale Wettbewerb.

Rein theoretisch könnten natürlich alle Clubs genauso abschneiden, wie im Vorjahr, aber das ist ziemlich unwahrscheinlich. Sobald sich also ein Club verbessert, muss ein anderer sich zwangsläufig verschlechtern.
Sportliche Veränderungen je Club

Wir nähern uns der Antwort auf diese Frage langsam. Deshalb siehst Du hier erst einmal die sportliche Veränderung je Club von 2015/16 auf 2016/17. Als Kriterien schauen wir uns hierbei die Punktedifferenz zur vorherigen Saison sowie die Platzierung in der Abschlusstabelle an.

 

Sportlicher Erfolg der Bundesligisten im Vergleich zum Vorjahr

 

Anmerkungen zur Fußnote 1: RB Leipzig & der SC Freiburg waren die Aufsteiger der vergangenen Saison. In der Punktewertung wurden beide Saisons direkt (1:1) miteinander vergleichen.

Die Breisgauer erzielen hier so einen schlechten Wert (-24), da sie in der 2. Bundesliga mit 72 Punkten Meister wurden und jetzt als 7. „nur“ 48 Zähler erspielten .

Im Hinblick auf die Platzierung habe ich bspw. den Leipzigern eine Verbesserung von 18 Plätzen zugeschrieben (Verbesserung vom Platz zwei der 2. Bundesliga (= 20. beste Mannschaft in Deutschland) auf den zweiten Platz der Bundesliga).

Die Breisgauer verbesserten sich quasi vom 19. Platz (Meister der 2. Bundesliga) auf den 7. Platz in der Bundesliga (+12).

Lediglich 5 Erstligisten verbessern sich

Ich finde es beeindruckend, dass lediglich 5 Bundesligisten es geschafft haben, ihre Platzierung aus dem Vorjahr zu übertreffen. Allen voran ist hier die Überraschungsmannschaft der TSG Hoffenheim zu nennen.

Mit der stark positiven Punktedifferenz (+25) schafften sie als einziger Nicht-Aufsteiger eine Verbesserung von über 10 Plätzen (11) vom 15. auf den 4. Platz.

Diese Verbesserung konnten die Sinsheimer nur über eine konstant gute Saisonleistung erzielen. Aber auch weniger konstante Clubs schafften einen starke Verbesserung gegenüber der Vor-Saison.

Während Eintracht Frankfurt vor allem in der Hinrunde überraschte, konnte Werder Bremen in der Rückrunde konstant punkten. Die genauere Entwicklung beider Teams habe ich bereits in meinen 10 Gründen, warum ich die Bundesligasaison 2016/17 nicht vergesse erläutert.

Auch die Kölner und Berliner können mit ihrer Verbesserung zufrieden sein. Beide Clubs werden in der kommenden Saison in der Europa League antreten.

RB Leipzig hält das Punkteniveau

Dass die beiden Aufsteiger aus Leipzig und Freiburg sich im Platzierungs-Kriterium im Vergleich zur vorherigen Saison verbessern, war klar. RB Leipzig schaffte es jedoch direkt in der ersten Saison im Fußball-Oberhaus auf den zweiten Platz zum ersten Bayern-Verfolger zu werden.

Dementsprechend beeindruckend finde ich es, dass sie 2016/17 genau dieselbe Punktzahl (67 Punkte) erreichten, wie in der 2. Bundesliga ein Jahr zuvor.

In der Saison 2000/2001 hätte diese Punktzahl übrigens für den Meistertitel gereicht. Fans des FC Schalke und des FC Bayern München werden sich erinnern :-).

Darüber hinaus haben auch die Augsburger ihr Punkteniveau der Vor-Saison gehalten. Das war jedoch keinesfalls so schwierig, wie die Leistung der Leipziger, da der FC Augsburg auch in der Saison 2015/16 bereits im Oberhaus spielte.

Außerdem war das Punkteniveau mit 38 Zählern etwas niedriger. Dementsprechend spielten die Augsburger auch nicht um die Champions League mit, sondern gegen den Abstieg.

FC Bayern auf den ersten Blick nur Mittelmaß

Natürlich kommen wir nicht umhin, uns den deutschen Rekordmeister einmal anzuschauen.

Als einziger Club erreicht der FC Bayern München dieselbe Platzierung wie im Vorjahr und feierte somit zum Saisonabschluss die 5. Meisterschaft im Folge.

Dass die Münchener sich im Hinblick auf ihre Platzierung nicht verbessern können, ist ja klar :-). Da dürfte es höchstens die ganz Ambitionierten stören, dass man 6 Punkte weniger holte als im Vorjahr. Darüber hinaus möchte ich noch auf die größten Verlierer eingehen.

Leverkusen verliert 19 Punkte

Eigentlich hätte ich nach meinem Bauchgefühl den VfL Wolfsburg am Ende des Rankings erwartet. Schließlich haben die Niedersachsen sich lediglich durch zwei wenig glanzvolle Auftritte in der Relegation retten können.

Laut Platzierungs-Kriterium sind sie mit einem Minus von 8 Plätzen Differenz zur vorherigen Saison (bei -8 Punkten) nicht der schlechteste Club der Bundesliga.

Die Werkself aus Leverkusen hat ganze 19 Punkte im Vergleich zum Vorjahr verloren. In meiner Lieblingswährung Spiele die es gebraucht hätte, um diese Differenz aufzuholen sind das immerhin knapp 7 Spiele.

Damit verlor Bayer Leverkusen insgesamt 9 Plätze und ist gemeinsam mit Mainz 05 negativer Spitzenreiter.

Die Verhältnisse der beiden Clubs, die durch DAX-Konzerne gestützt werden, zeigen, wie eng die Bundesliga teilweise ist. Während die Leverkusener mit 19 Punkten 9 Plätze verloren, haben die Wolfsburger wie beschrieben mit 8 Punkten auch 8 Plätze verloren.

So ärgerlich das insbesondere für die Wolfsburger ist, so gut ist die Spannung im Mittelfeld der Tabelle für die Bundesliga.

Obwohl dieser Vergleich schon sehr spannend ist, ziehen wir jetzt noch einen Ausschnitt zur finanziellen Perspektive hinzu: Die Aktivitäten auf dem Transfermarkt in den vergangenen beiden Transferperioden.

Bundesliga Transfermarkt: Überschuss oder Defizit?

Ich habe lange darüber nachgedacht, welche finanziellen Kennzahlen des Bundesliga Transfermarkts wir zuerst gegen den sportlichen Erfolg legen sollten. In einer früheren Version dieses Beitrags habe ich mir zuerst die Transferausgaben angeschaut. Anschließend habe ich diese mit den Transfereinnahmen kombiniert, um so den Transfersaldo herzuleiten.

Dieser Transfersaldo ist jedoch meiner Ansicht nach die aussagekräftigste und relevanteste Größe.

Lange Rede, kurzer Sinn. Die unten stehende Grafik zeigt das sehr heterogene Feld der Bundesligisten im Hinblick auf deren Transfersalden der Saison 2016/17. Daraus können wir entnehmen, ob ein Club auf dem Bundesliga Transfermarkt unterm Strich Geld eingenommen oder ausgegeben hat.

 

 

Die Details zu dieser Grafik und somit den Transfers der Bundesliga in der Saison 2016/17 findest Du hier.

Diese Analyse werde ich hier nicht groß beschreiben, da ich das jeweils für die Sommer- bzw. Winter-Transferperiode dieser Saison bereits getan habe und hier niemanden langweilen möchte :-).

Spannend wird es, wenn wir die beiden Grafiken miteinander vergleichen.
Digitalisierung des Fußballs

Das kostet sportliche Verbesserung auf dem Bundesliga Transfermarkt

Wenn Fußball und Geld 1:1 zusammenhängen würden, könnten wir vermuten, dass alle Clubs, die sich im Vergleich zum Vorjahr sportlich verbessert haben, auf dem Bundesliga Transfermarkt investiert haben.

Hintergrund dieser Annahme wäre, dass eine bessere sportliche Performance einen höherwertigen Kader benötigt, den sich der Club zusammen gekauft hat.

Andersrum würde es bedeuten, dass alle Clubs, die sich sportlich verschlechtert haben, vermutlich viele Spieler abgegeben haben und somit Transferüberschüsse erzielten.

Natürlich ist der Fußball nicht so berechenbar. Zum Glück. Hier sind die Ergebnisse und der Vergleich zwischen der Aktivität auf dem Bundesliga Transfermarkt und der sportlichen Veränderung zum Vorjahr.

Anmerkung zu den Aufsteigern: Es gilt dieselbe Aussage zu den Aufsteigern, wie schon in der ersten Grafik.

 

Ich gebe zu, dass diese Grafik auf den ersten Blick nicht ganz so eingängig ist. Genau deshalb habe ich zuvor beide Kriterien einzeln aufgezeigt. Ein paar interessante Ableitungen lassen sich jedoch treffen.

Verbesserung über Transferüberschüsse

Im Vergleich zur vorherigen Saison haben sich neben den beiden Aufsteigern fünf Clubs in Bezug auf die Tabellenplatzierung verbessert. TSG Hoffenheim, Werder Bremen, FC Köln, Eintracht Frankfurt und Hertha BSC haben dies geschafft.

Entgegen der möglichen These, dass sportliche Verbesserung vor allem Geld (und somit Transferdefizit) kostet, haben vier dieser Clubs einen positiven Transfersaldo erwirtschaftet. Bis auf die Berliner (und die Aufsteiger) erzielten die Clubs, die sich stark verbessert haben, einen Transferüberschuss.

Diese vier Clubs haben es darüber hinaus geschafft, ihre Punktzahl im Vergleich zum Vorjahr zu übertreffen. Die Hauptstädter haben dies nicht geschafft.

Als ich das während meiner Analyse feststellte, musste ich schmunzeln und genau deshalb macht mir diese Arbeit so viel Spaß. Ich hätte damit nicht gerechnet und hoffe, auch Euch damit überrascht zu haben :-).

Lediglich 4 Clubs verkaufen sportlichen Erfolg

Die eingangs formulierte These, dass sportliche Verbesserung vermutlich Transferdefizit kostet, trifft jedoch auch für einige Clubs zu. Die beiden Aufsteiger aus Leipzig und Freiburg sowie der Hauptstadtclub aus Berlin investieren auf dem Transfermarkt und verbessern sich.

Dieses Investitionsverhalten ist objektiv absolut vertretbar. Würden die Aufsteiger nicht gezielt investieren, wird der Klassenerhalt vermutlich schwierig. Auch die Berliner hatten hohe Ziele und haben diese mit der Qualifikation für die Europa League erreicht.

Es geht jedoch auch anders. Einige Clubs geben vermehrt Geld auf dem Transfermarkt aus und verschlechtertn sich trotzdem. Davon sind sechs Clubs betroffen: FC Augsburg, Borussia Dortmund, Hamburger SV, FC Ingolstadt, Mainz 05, Bayer Leverkusen.

Das finde ich ebenfalls beeindruckend, weil es bedeutet, dass finanzielle Investition im Form von Transfersaldo in 10 Fällen einen anderen Trend aufweist, als der sportliche Erfolg.

Auf der anderen Seite sind noch die Clubs zu nennen, die sich quasi „geplant verschlechtern“. Natürlich ist dieser Satz mit Vorsicht zu genießen, da sich vermutlich keiner der Clubs verschlechtern wollte.

Durch die Erzielung von Transferüberschüssen kann jedoch davon ausgegangen werden, dass der Kader objektiv an Qualität verloren hat. Hierunter fallen: SV Darmstadt, FC Schalke 04, Borussia Mönchengladbach & VfL Wolfsburg.

Das schaue ich mir aber nächste Woche noch genauer an und nehme den Bundesliga Transfermarkt erneut unter die Lupe :-).

Und mit diesen Erkenntnissen schließe ich den heutigen Beitrag zum Bundesliga Transfermarkt nachdenklich und frage mich, was die Club-Verantwortlichen wohl über diese Zusammenhänge denken.

 

Ralfs Website: Fussballwirtschaft.de

Schönes Wochenende mit einer guten Nachricht

16. Juni 2017

Jann-Fiete Arp verlängerte heute seinen Vertrag bis 2019

Michael Gregoritsch hat einen neuen Interessenten, Fiete Arp hat seinen Vertrag verlängert und Helmut Kohl ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Das sind die Nachrichten, die ich an dieser Stelle für relevant halte. Letztgenannte zweifellos für die schwerwiegendste – aber Politik und Blog haben in der Vergangenheit nicht funktioniert, daher belasse ich es bei diesem kurzen Nachruf. Und auch in Sachen HSV könnte ich es schon wieder dabei belassen. Denn mehr gab es nicht. Mehr gibt es nicht. Der HSV betont in Person der Aufsichtsräte und des Vorstandsvorsitzenden weiterhin seine Handlungsfähigkeit, obgleich klar ist, dass der Sportchef vor Einkäufen erst verkaufen muss. Demzufolge ist bis heute noch kein Neuer. Dafür konnte er heute einen Vertrag verlängern, der ein gutes Zeichen nach innen setzen könnte: Fiete Arp verlängerte in Hamburg bis 2019.

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An Tagen wie diesen – kann man ja auch mal miteinander reden

15. Juni 2017

Vorstandsvorsitzender HSV-Boss Heribert Bruchhagen bemüht sich, Ruhe in den Klub zu bekommen

Und wieder ein Tag, an dem nichts passiert ist. Heribert Bruchhagen hat sich zwar via Abendblatt gemeldet und verbreitet, dass alles im Fluss ist. Nur zu vermelden gibt es weiterhin nichts. Keine Neuen, keine verkauften Spieler. Diesmal nur ein Gerücht aus Italien um den Innenverteidiger Andrea Rispoli. Mehr nicht. Deshalb werde ich die Gelegenheit nutzen und auf ausgewählte Posts antworten, die mir entweder besonders zusagen, oder eben gerade nicht. Mit letzterem fange ich heute mal an. „zakky“ richtet da einige Zeilen an mich, die ich nicht ganz verstehe. Zumindest habe ich es hier im Blog komplett gegenteilig geschrieben. Nun kann es natürlich sein, dass „zakky“ noch nicht lange Leser des Blogs ist, weshalb ich ihn an dieser Stelle ganz herzlich begrüße und versichern möchte, dass meine unten stehende Antwort einzig dem gegenseitigen Verständnis dienen soll – nichts anderem. Dass ich das bislang nur selten gemacht habe, lag eigentlich nur daran, dass es sonst immer was zu berichten gab. Im Gegensatz zu heute. Aber okay, legen wir mal los. zakky schreibt: Den ganzen Beitrag lesen »

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