HSV: Vertrag mit Trainer Markus Gisdol bis 2019 verlängert ***Ergänzt 19.11 Uhr***

22. März 2017

Sind sich einig, weiter beim HSV zusammenarbeiten zu wollen: Trainer Markus Gisdol und Sportdirektor Jens Todt (r.)

Sie haben immer betont, beide zu wollen. Jetzt haben sie es getan – und das, ohne dass irgendwer vorher auch nur einen Piep gesagt hat: Der HSV hat den Vertrag mit Trainer Markus Gisdol bis 2019 verlängert. So, wie man es in einem professionellen Klub handhabt. In aller Ruhe, nach intensiven Gesprächen und reichlich Überlegungen, wurde der zuletzt so positiv verlaufenden sportlichen Entwicklung (26 Punkte aus 20 Spielen) damit entsprochen. „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir in der jetzigen bewährten Trainerkonstellation vertrauensvoll weiterarbeiten werden. Wir sind fest entschlossen, den eingeschlagenen Weg in den nächsten Jahren gemeinsam fortzusetzen“, erklärte Sportchef Jens Todt via hsv.de.

 

Und auch Cheftrainer Markus Gisdol freut sich auf seine Zeit beim HSV und das ihm entgegengebrachte Vertrauen seitens der Vereinsführung: „Es gilt in der aktuellen Lage nach wie vor, fokussiert zu bleiben und alles dem sportlichen Erfolg unterzuordnen – wir haben ein großes Ziel vor Augen. Gleichwohl freue ich mich, dass der Verein auf mich zugekommen ist, auf Stabilität und Kontinuität setzen möchte und dass wir unsere Zusammenarbeit nun auch über diese Saison hinaus fortsetzen werden.“ Und so sieht es auch  HSV-Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen: „Ich wünsche mir für den HSV Ruhe und Kontinuität und freue mich daher sehr über die Vertragsverlängerung von Markus Gisdol und seinem Team.“  Neben Gisdol wurden auch die Verträge der Co-Trainer Frank Fröhling und Frank Kaspari, sowie von Torwarttrainer Stefan Wächter sowie Athletiktrainer Daniel Müssig bis 2019 verlängert. Die Verträge gelten allesamt für die Erste ebenso wie für die Zweite Liga.

 

ERGÄNZUNG: Die Verlängerung ist sehr gut – im doppelten Sinn

 

Markus Gisdol und sein Trainerteam verlängern ihre Verträge ligaunabhängig für zwei Jahre bis 2019. Nach nunmehr 26 Punkten aus 20 Spielen (davon 25 in den letzten 15 Spielen) hat Gisdol es geschafft, den hoffnungslos abgeschlagenen Verein wieder in Schlagweite zum direkten Klassenerhalt zu manövrieren. Dass der Verein hier den vertrag verlängern will, verwundert nicht. Und angesichts der guten Zahlungsmoral der Hamburger ebenso wenig, dass der Trainer auch bleiben möchte. Allein die Art und Weise, wie die Verlängerung letztlich umgesetzt wurde, ist erstaunlich – und gut!

 

Denn es ist tatsächlich alles einmal hinter verschlossenen Türen besprochen worden und dort auch bis zur Ergebnisverkündung geblieben. Die neue Vereinsführung hat mit dieser Personalie nicht nur sportliche einen wichtigen Schritt gemacht, sondern auch inhaltlich bewiesen und demonstriert, wie ein professioneller Fußballverein zu funktionieren hat. Weder der Trainer noch einer der Vorstände haben sich vorher auf ein öffentliches Bieten eingelassen. Keine lancierten Wasserstände, die den Eindruck vermitteln, die Verhandlungen verliefen nicht harmonisch. Ganz im Gegenteil: Es wurde mit einer Sprache gesprochen. Und allein das ist schon ein ganz wesentlicher Fortschritt gegenüber den letzten Jahren.

 

Vor allem zeigt es, dass die Art von Vorstandsboss Heribert Bruchhagen, angenommen wurde. Er gibt beim HSV vor, wie Dinge kommuniziert werden – und alle halten sich daran. Vor allem, weil er es meistens selbst ist, der die internen Prozesse nach außen vertritt und dem Verein so seinen Anhängern gegenüber ein Gesicht gibt. Bruchhagen macht im Grunde alles das, was man sich bei Beiersdorfer gewünscht hatte. Er erklärt nach außen, was im HSV passiert. Und da der HSV parallel auch entsprechend Punkte einfährt, passt momentan sehr viel. „Ich weiß den Moment einzuschätzen“, hatte Bruchhagen am Sonntag nach den Lobhudeleien der Sport1-Kollegen gesagt, „daher bewerte ich den Moment nie zu hoch. Weder in so genannten Hochphasen, noch in so zitierten Krisen.“ Emotionen dürften kein Entscheidungskriterium sein, so Bruchhagen. Klingt kühl – aber nachvollziehbar. Und vernünftig.

 

Ebenso wie die Entscheidung für Gisdol, der sich mit Jens Todt binnen weniger Tage auf einen gemeinsamen Weg im Winter verständigen konnte, der bislang auch gut funktioniert. Dabei hatte Gisdol größte Bedenken, als bekannt wurde, dass Beiersdorfer gehen musste. Immerhin hatten beide zusammen schon einen konkreten Weg für den Winter angelegt. „Dietmar Beiersdorfer hat sich bei der Übergabe selbstlos und vorbildlich verhalten. Begonnene Prozesse konnten ohne Einschränkungen weiterbearbeitet und Ideen optimal angegangen werden“, lobt Bruchhagen seinen Vorgänger, der auch für die Installation Gisdols als Trainer verantwortlich zeichnet. Eine Idee zum Winter hin war übrigens auch, den Trainervertrag zu verlängern. Ergo: Vorhaben umgesetzt. Sehr gut umgesetzt sogar.

 

In diesem Sinne, bis morgen. Da melde ich mich nach dem nicht öffentlichen Testspiel gegen den Oberligisten Barmbek-Uhlenhorst wieder bei Euch. Dann auch mit einem Statement des Trainers.

 

 

Scholle

 

P.S.: Paul Scharners Äußerungen sind mir hier keine Seilbe wert. Das nur, weil ich es gefragt wurde…

 

 

Das lange Warten hat begonnen

21. März 2017

Die Staatsanwaltschaft hat den Eingang der HSV-Unterlagen bestätigt und prüft aktuell, ob sie Ermittlungen gegen Joachim Hilke einleitet

Hätte man den härtesten Crashtest innerhalb der Mannschaft vorher gestalten können, viele hätten sich wahrscheinlich für Lasogga und Papadopoulos als Dummies entschieden, um zu sehen, wer heil bleibt, wenn die beiden Brecher aufeinander prallen. Dass es sich letztlich im Training so ergibt, hatte dagegen niemand so wirklich gewollt, denn es endete mit einem blutüberströmten vorzeitigen Abgang Papadopoulos’. Wobei der Grieche noch Glück im Unglück hatte, denn außer der Platzwunde ist nichts weiter passiert. Läuft alles nach Pan, wird er schon sehr bald wieder auf dem Trainingsplatz stehen. Sein Einsatz gegen Köln am übernächsten Sonnabend ist jedenfalls nicht gefährdet. Lasoggas eh nicht. Die Tatsache, dass die zweite Einheit der Mannschaft heute ins Gym verlegt wurde, hatte mit dem Crash ebenfalls nichts zu tun, sondern war so geplant.
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Sorgen um Hunt und Wood

20. März 2017

Drohen beide auszufallen: Bobby Wood und Aaron Hunt (r.)

Zugegeben, wenn der HSV in den letzten Monaten Verletzungsdiagnosen bei seinen Leistungsträgern ungenau kommunizierte, dann war meistens Gefahr im Verzug. Deshalb darf man schon etwas aufschrecken, wenn man heute die Mitteilung liest, Bobby Wood habe „Probleme am unteren Rücken“. Deshalb werde er ein paar Tage pausieren. Die Bandscheibe, so viel konnte der HSV verraten, sei nicht betroffen. Allerdings sei auch noch nicht ganz klar, was genau es ist. Auch deshalb verzichtete der US-Amerikaner auf seine Länderspieltour und pausiert stattdessen in Hamburg, wo er durchgehend behandelt wird, um bis zum Köln-Spiel wieder fit zu werden. Fakt ist aber auch, dass man sich beim HSV ernsthafte Sorgen macht – auch, weil man eben noch immer nicht genau sagen kann, was die Ursache ist für Woods Rückenproblem. Insofern: Daumendrücken…! Auf jeden Fall aber schon einmal gute Besserung von meiner Seite!!
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Das Spiel in Frankfurt hat auch was Gutes

19. März 2017

Der Sieg war drin, aber nicht zwingend verdient. Auch Kyriakos Papadopoulos war letztlich nicht unzufrieden mit dem einen Punkt in Frankfurt

Das war nicht schön. Wirklich nicht. Foulspiele en masse, Fehlpässe nicht minder viele – und dazu keine Tore. Nicht einmal ein berechtigter Elfer wurde gepfiffen. Kurzum: Ein Spiel zum Vergessen. Oder? Nein! Absolut nicht. Denn wer sich jetzt aufschwingt, in Frankfurt einen Sieg und am besten auch noch schönen Fußball dazu zu erwarten, der hat wirklich alles das nicht verstanden, was uns die letzten Jahre gelehrt haben: Demut zu haben. Denn Fakt ist, dass der HSV zwar gefühlt gut drauf ist, aber eben auch, dass er mit zwei Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz immer noch Tabellen-16. ist. Relegation hieße das, wenn es bis Saisonende so bleibt. Und dort könnte den HSV ein echter Brocken gegenüberstehen, wenn es Hannover 96 und der VfB Stuttgart nicht schon direkt schaffen. Und danach schaut es aus, angesichts der guten Form von Braunschweig und Union Berlin.
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0:0 – schwaches Spiel in Frankfurt bringt HSV „nur“ einen Punkt

18. März 2017

Foul und trotzdem kein Elfmeter: Frankfurts David Abraham foult Filip Kostic

„Das war bisher kein Spieltag für uns“, analysierte Mehdi Mahdavikia, unser heutiger Gast, gleich einmal beim Hereinkommen ins Studio, also noch vor dem Anpfiff des HSV in Frankfurt. Und er hatte natürlich Recht, denn die Konkurrenten hatten den Druck maximal werden lassen. Wolfsburg besiegte Darmstadt mit 1:0 durch einen Brusttreffer gegen Darmstadt 98. Und während Augsburg und Freiburg sich 1:1 trennten, überrannte Werder Bremen den kriselnden Aufsteiger RB Leipzig mit 3:0. Ergo: Drei Punkte Rückstand auf den ersten Klasse rettenden Tabellenplatz vor dem Spiel in Frankfurt. Am Ende solten es „nur“ noch zwei sein, dank des Punktes in Frankfurt – aber der Reihe nach.
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Zum Glück gibts noch den HSV auf dem Platz…!

17. März 2017

Auf ihre Führungsqualitäten wird es morgen ankommen: Aaron Hunt und Kyriakos Papadopoulos (v.l.)

Blog Nummer zwei für heute. In aller Kürze…

Manchmal sind Statistiken dann doch sehr interessant, weil sie tatsächlich eine gewisse Aussagekraft haben. Wie diese: Seit 1995, wo die Drei-Punkte-Regelung eingeführt wurd, hatte nach 24 Spieltagen ein Tabellensechzehnter nie mehr Punkte als derzeit der HSV (26). Ein Team wie Leverkusen auf dem 10. Platz liegt nur gerade mal fünf Punkte vor dem Relegationsrang. Ein solches Punktepolster hatte in der letzten Saison nach 24 Spieltagen auch der VfB Stuttgart, heute kicken die Schwaben in der Zweiten Liga. Ergo: Selbst Frankfurt ist mit seinem aktuellen Neun-Punkte-Polster noch nicht komplett aus der Verlosung – insbesondere nicht, wenn die Hessen gegen den HSV verlieren sollten. So, wie sie die letzten fünf Bundesliga-Spiele verloren haben.
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Warum Ruhe, wenn es doch auch anders geht…

17. März 2017

Bringt sein Verhalten den HSV und sich in Schieflage? Ex-Vorstand Joachim Hilke

Sportlich läuft es, da müssen eben schnell andere Baustllen her. Irgendwie darf es beim HSV nie zu lange gut laufen, nie zu lange ruhig sein. Auch deshalb habe ich die Ruhe in den letzten Tagen so bewusst hervorgehoben. Man muss die wenigen Stunden einfach genießen – wer weiß schon, wann es wieder so kommt. Denn schon gestern Abend, nachdem ich den Vorstandsvorsitzenden mit seiner Aussage wörtlich genommen hatte, man werde der seit Monaten bekannten Duiskussion um Hilke/Match-IQ nicht nachträglich nachgehen, wurde die Kündigung des ehemaligen Vorstandsmitgliedes bekannt. Ebenso, dass man mit Match-IQ den jüngst bis 2018 verlängerten Vertrag per sofort beendet.
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Heute ist einer dieser Tage…

16. März 2017

Rückkehr in die Startelf oder doch erst einmal Bank? Nicolai Müller ist wieder dabei und steht am Sonnabend im Kader

Es gibt tatsächlich diese Tage. Diese Tage, an denen es nichts zu meckern gibt. Sportlich nicht – und auch die Verantwortlichen präsentieren sich derart souverän, wie man es sich seit langem hier gewünscht hat. Gut, als Kommentator(in) fällt einem immer wieder etwas ein, worüber sich trefflich diskutieren lässt. Klar, muss sein. Aber selbst bei etwas genauerer Betrachtung muss ich heute eingestehen, dass sich dieser HSV in seiner Außendarstellung gerade hervorragend macht. Heribert Bruchhagen federt in seinem Pressemarathon diese Woche jede Dissonanz zwischen ihm und seinen alten Frankfurter Vorstandskollegen locker ab und behält das Wesentliche im Vordergrund (s. Interview). Und Trainer Markus Gisdol hat nichts anderes zu verkünden, als dass bis auf Mergim Mavraj, der heute aber schon wieder Aufbautraining absolvieren konnte, alle Spieler wieder fit sind und spielen können. Auch Nicolai Müller.
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HSV-PK mit Gisdol vor Frankfurt – Bruchhagen will jubeln

16. März 2017

HSV-PK mit Gisdol:

Bruchhagen: Ich will gegen meinen Ex-Club jubeln:

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