Der erste Dreier ist perfekt – verdienter 2:0-Sieg in Darmstadt

4. Dezember 2016

Besiegelte mit seinem ersten Bundesligator den ersten HSV-Saisonsieg:  Matthias Ostrzolek (r.)

Besiegelte mit seinem ersten Bundesligator den ersten HSV-Saisonsieg: Matthias Ostrzolek (r.)

„Wie der HSV in Darmstadt gewinne kann“ hatte ich gestern getitelt – und spätestens jetzt wissen wir es. Denn der erste Dreier der Saison ist perfekt. Aller guten Dinge sind drei – dachte sich Trainer Markus Gisdol und schickte nach Hoffenheim und Werder auch gegen Darmstadt eine identische Startelf auf den Platz. Und die begann engagiert. Man versuchte, die Darmstädter, die komplett auf den vom HSV ausgeliehenen Sven Schipplock verzichteten, unter Druck zu setzen. Und das gelang ganz gut. Der HSV war bissig, präsent und gewann den Großteil der Zweikämpfe – allerdings ohne, dass sich der HSV zunächst selbst großartig Torchancen erspielen konnte. Dennoch: Das Zeichen schien angekommen und Darmstadt wusste von Beginn an, dass der HSV hier nichts anbrennen lassen wollte. es ein harter Gang würde. Und am Ende stand ein hochverdienter 2:0-Sieg durch die Tore von Gregoritsch und Ostrzolek zu Buche, der den geschundenen HSV-Seelen mehr als guttun dürfte…
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Wie der HSV in Darmstadt gewinnen kann

3. Dezember 2016

Nicolai Müller (Mitte) ist wieder obenauf - und ein Hoffnungsträger

Nicolai Müller (Mitte) ist wieder obenauf – und ein Hoffnungsträger

Zum Glück gibt es im Fußball noch sehr viele andere, die schlechter mit Geld umgehen als die HSV-Verantwortlichen. Der „Spiegel“ und „Football-Leaks“ haben heute einen entlarvenden Bericht hingelegt, der deutlich macht, wie auch außerhalb des HSV mit Geld nur so um sich geschmissen wird – und das größtenteils rechtswidrig. Ronaldo, Familie Özil, Mourinho, Mendes und Co. stehen dabei stellvertretend für die heutige Generation, die den Fußball versaut. Sepp Blatter, Beckenbauer und das gesamte korrupte Uefa- und Fifa-Konstrukt hatten vorgelegt – und wurden jetzt eingeholt. Ehrlich gesagt überrascht das wirklich niemanden, der etwas mehr im Fußball unterwegs ist. Denn der Profi-Fußball ist längst nicht mehr das leidenschaftliche elf gegen elf auf dem Platz. Profi-Fußball ist reines Geschäft. Ein Milliardenzirkus, der den Sport an sich immer mehr in den Hintergrund drängt. Investoren überrennen die Klubs und wettbieten Gehälter bis ins eigentlich Unhaltbare. Und damit meine ich tatsächlich nicht Herrn Kühne mit seinen inzwischen knapp 100 Millionen Euro für den HSV. Nein, der Weltfußball hat absolut gar nichts mehr mit Idealismus zu tun. Schon deshalb ist ein Aktion wie die von Ze Roberto, der kostenfrei für den Klub der abgestürzten Chapecoense-Spieler auflaufen will, gar nicht hoch genug zu bewerten.
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Darmstadt schon im „Kampfmodus“

2. Dezember 2016

HSV-Präsident Jens Meier beim Richtfest in Ochsenzoll

HSV-Präsident Jens Meier beim Richtfest in Ochsenzoll

Ortstermin in Norderstedt. Der HSV e.V. hat geladen zum Richtfest des neuen Umkleidehauses in Norderstedt. Auf dem Gelände des alten „Lindenhofs“ entsteht das Gebäude mit 1.500 Quadratmetern, das die alten, marode geworden Anlagen am Weg Richtung Fußballplätze ersetzen soll. Der Präsident des HSV e.V., Jens Meier, nannte den Bau einen Meilenstein, was sicher richtig ist, zumal die Untragbarkeit der alten Zustände schon jahrelang bekannt war. Nun ist gehandelt worden, und es soll in Norderstedt weiter an der Infrastruktur gebaut werden, wie zu hören war. Die Zahlen des HSV e.V. werden in den kommenden Tagen präsentiert werden, und es ist kein Geheimnis vorherzusagen, dass hier solide gewirtschaftet wurde und wird. Nicht ganz so gut gelaunt zeigte sich Meier, als er als Präsident des Mehrheitsgesellschafters auf die HSV AG angesprochen wurde. Natürlich wünsche man sich eine andere Lage in der Fußball-Bundesliga, sagte Meier. Was seine Aktivitäten im AG-Aufsichtsrat, und die seiner fünf Kollegen anbelangt, hielt sich Meier bedeckt: „Es gebührt sich nicht, dass ich mich dazu äußere.“ Wie alle anderen beim HSV blickt Meier allerdings auch gebannt auf das Bundesliga-Spiel am Sonntag in Darmstadt.

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Beiersdorfer: „Bei uns herrscht kein Chaos!“

1. Dezember 2016

Dietmar Beiersdorfer, hier beim 80. Geburtstag von Uwe Seeler. Fotos: Witters

Dietmar Beiersdorfer, hier beim 80. Geburtstag von Uwe Seeler. Fotos: Witters

Über keinen anderen Mann wird im Moment so gestritten im und um den HSV herum: Dietmar Beiersdorfer. Wie groß ist seine Schuld an der Misere? Muss er den Hut endlich nehmen? Oder darf er gerade jetzt nicht gehen? Fehlt es ihm an Führung? Oder kommt das alles noch, wenn man noch mehr Geduld beweist? Heute hat der Vorstands-Vorsitzende der Deutschen Presse Agentur (dpa) ein schriftliches Interview gegeben. „Didi“ macht sich gerade, stellt sich vor die Sache und sieht den HSV – trotz allem – auf dem richtigen Weg. Hier ist das komplette Interview im Wortlaut:

Frage: Nach dem 2:2 im Nordderby gegen Werder Bremen wurde die sportliche Entwicklung der Mannschaft unter Trainer Markus Gisdol öffentlich anerkannt, Kritik gibt es weiterhin an der Führung des HSV und ihrer Person. Wie reagieren Sie darauf?

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Pressekonferenz vor dem Darmstadt-Spiel

1. Dezember 2016

Mathenia hat den Blick fürs Wesentliche

30. November 2016

Die Nummer 31 soll beim HSV von hinten raus die Mannschaft führen: Ersatzkeeper Christian Mathenia

Die Nummer 31 soll beim HSV von hinten raus die Mannschaft führen: Ersatzkeeper Christian Mathenia

Christian Mathenia wollte unbedingt zum HSV. Schon früher als junger Fußballer hatte er sich immer sehr für den HSV interessiert. Insofern kam die Anfrage der Hamburger im Frühjahr diesen Jahres alles andere als unerwünscht. Einzig der Zeitpunkt war ein wenig heikel, da er sich mit seinem damaligen Klub noch mitten im Abstiegskampf befand. Schon deshalb hielten er und sein Berater den bevorstehenden Wechsel unter Verschluss. „Ich wollte hier in dieser Phase keine falsche Unruhe aufkommen lassen“, so Mathenia damals, „ich wollte hier erst noch meinen Job zu Ende bringen und nach getaner Arbeit stolz gehen können.“ Und das schaffte er auch. Obwohl sein Wechsel bei Matz ab damals exklusiv noch vor Saisonende bekanntgegeben wurde.
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Wenn das Risiko unverantwortlich wird…

29. November 2016

Halten zusammen: HSV-Vorstandsboss Dietmar Beiersdorfer und Kühnes rechte Hand, Aufsichtsratsboss Karl Gernandt

Halten zusammen: HSV-Vorstandsboss Dietmar Beiersdorfer und Kühnes rechte Hand, Aufsichtsratsboss Karl Gernandt

Ja, der HSV hätte eine ganze Woche verschenkt, wenn am Sonntag in Darmstadt nicht gewonnen wird. Wenn bei dem Mitkonkurrenten im Abstiegskampf nicht gepunktet wird, fällt der HSV ab. Weit ab, da Bremen gegen Ingolstadt spielt und dementsprechend mindestens einer der beiden punkten wird – und vielleicht fällt er sogar auseinander. Denn schlimmer noch als in der Tabelle würde sich eine Niederlage im Umfeld auswirken. Was in den letzten Wochen schon immer prophezeit wurde, ist auch diesmal wieder angekündigt: Verliert der HSV, muss Vorstandsboss Dietmar Beiersdorfer gehen. Und Aufsichtsratsboss Karl Gernandt, der für die Verzögerung in dieser Entscheidung hauptverantwortlich ist, wohl gleich mit. Sagen viele.
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Ein verschenkter Tag

28. November 2016

Sein Scheitern ist eine ganz bittere Niederlage für alle Beteilgten: Alen Halilovic.

Sein Scheitern ist eine ganz bittere Niederlage für alle Beteilgten: Alen Halilovic.

Ein weiterer verschenkter Tag für alle, die die Wachablösung in der Führung als überfällig erachten. Und da sich der HSV in Form seines Aufsichtsrates und Vorstandes noch immer nicht zu einem klaren Weg bekannt hat, folge ich dieser Einschätzung. Denn dieser Klub befindet sich weiter in einem selbst geschaffenen Vakuum. Punktemäßig bringen die zwei Remis nichts – man ist weiter Tabellenletzter und konnte nicht entscheidend Boden gutmachen. Außerdem ist man auf dem Platz ebenso wie auch außerhalb weiterhin schwach. Und das sogar selbst verschuldet. Denn solange die obersten Entscheidungsträger derart zur Disposition stehen und deren Verbleib an Ergebnisse gekoppelt ist, ist der HSV de facto führungslos. Und das in einer ganz wichtigen Phase. Mal wieder. Denn schon im Sommer hatte die aktuelle Führung nicht die Konsequenz gezogen, den Trainer zu wechseln, nachdem man sich inhaltlich und perspektivisch nicht auf einen gemeinsamen Weg einigen konnte. Dabei hätte einer gehen müssen. Das Ergebnis ist deutlich: Ein völlig unausgewogener Kader, von dem wirklich keiner überzeugt ist.
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Gisdol: „Das Pflänzchen wächst!“

27. November 2016

Markus Gisdol freut sich auch über kleine Schritte

Markus Gisdol freut sich auch über kleine Schritte

Der 1. Advent ist für die Profis des HSV traditionell ein besonderer Tag. Sie dürfen zu ihren Fanclubs reisen. Und so gab es heute Mittag nach dem Training am Volksparkstadion den großen Aufbruch. Bis nach Gemmingen in Baden-Württemberg (Nähe Heilbronn, dorthin verschlug es Luca Waldschmidt) reisten die Profis – und sicher werden sie dabei eine Menge leckeren Kuchen und Weihnachtstee bekommen haben samt freundlichen Worten und viel Beifall. Sozusagen genau das richtige einen Tag nach dem Nordderby gegen Werder Bremen, das doch wieder nur ein Pünktchen brachte. „Das Pflänzchen wächst“, meinte Trainer Markus Gisdol dessen ungeachtet heute in seiner Spielanalyse. Diese Perspektive ist nachvollziehbar, denn tatsächlich ist es seiner Mannschaft zum dritten Mal in Folge gelungen, zwei Tore zu schießen. Es hat wieder etwas mit Fußball zu tun, was der HSV auf den Rasen bringt. Trotzdem ist die Lage weiterhin und nahezu unverändert desolat. Die Baustellen (insbesondere in der Deckung) sind nicht geschlossen, die tabellarische Situation trostlos. Und nach dem als Ultimatum an Dietmar Beiersdorfer interpretierten Interview von Karl Gernandt vor zwei Wochen im Hamburger Abendblatt, fragt man sich aufs Neue: Wohin fährt der HSV?

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