Weißer Rauch: Kostic kommt!

24. Juli 2016

VfB-Manager Jan Schindelmeiser, hier im Gespräch mit Bruno Labbadia

VfB-Manager Jan Schindelmeiser, hier im Gespräch mit Bruno Labbadia

Es ist vollbracht. Filip Kostic wechselt zum HSV. Noch heute in den Abendstunden wird der serbische Linksfuß seinen Medizincheck in Hamburg hinter sich bringen. Damit hat der wochen-, ja fast monatelange Poker nun endlich ein Ende. Ein glückliches Ende für den HSV, was sich ja in den vergangenen Tagen auch angedeutet hatte. Ein anderes Resultat hätte nach den Äußerungen des Spielers, wonach er unbedingt von Stuttgart nach Hamburg wechseln wollte, kaum geben können. Mit 14 Millionen Euro zuzüglich Nachzahlungen ist Filip Kostic allerdings nicht der teuerste Transfer der HSV-Geschichte. Das war Rafael van der Vaart, für dessen Rückholaktion im Jahr 2012 die Hamburger flotte 14,5 Millionen an Tottenham überwiesen hatten. Allgemein wird hier immer gern von 13 Millionen gesprochen, aber diese Zahl stimmt nicht. Der Club aus London hatte damals noch einen kleinen „Kühne-Aufschlag“ ausgehandelt. Genau diesen Aufschlag wollte die HSV-Führung nun unbedingt vermeiden, wobei klar ist, dass Unternehmer Klaus-Michael Kühne dem Verein diesen Spieler spendiert. So war es in der gegenseitigen Rahmenvereinbarung festgelegt, und so ist es nun eingetreten. Willkommen in Hamburg, Filip, morgen um 10 Uhr steigt sein erstes Training am Stadion – ausgestattet mit einem frischen HSV-Vertrag, der vermutlich bis 2020 läuft.

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Kostic-Berater hofft minütlich auf Eingung zwischen VfB und HSV

23. Juli 2016

Er wartet beharrlich auf eine Einbigung zuwischen seinem Noch-Arbeitgeber VfB Stuttgart und seinem Wunschverein HSV

Er wartet beharrlich auf eine Einigung zwischen seinem Noch-Arbeitgeber VfB Stuttgart und seinem Wunschverein HSV

Ich hatte meine Wette eigentlich schon als verloren abgehakt. Zumal dann, als Schürrle für die Rekordsumme von 30 Millionen zum BVB transferiert worden war und der VfL trotz Abgasskandal-Krise im VW-Konzern wieder über mächtig viel Geld verfügen konnte und Klaus Allofs meinem Wolfsburger Kollegen gegenüber außergewöhnlich optimistisch klang, Kostic nach Wolfsburg lotsten zu können. Aber: Pustekuchen. Der von USV schwer erarbeitete Joker zieht: Kostic selbst. Denn der Linksfuß erneuerte seinen Wunsch gegenüber den geschätzten Bild-Kollegen aus Stuttgart noch mal und betonte, dass er definitiv nirgendwohin wechseln wolle – außer zum HSV! Stark! Oder?

 

Nunja, aus Stuttgarter Sicht ist das doppelt hart. Denn der Spieler hat noch einen laufenden Vertrag und fängt an, dem Verein zu diktieren, wie es weitergeht. Das ist grenzwertig – zugegeben. So eine ähnliche Situation hatten wir in Hamburg schon mal mit Rafael van der Vaart, als er zum FC Valencia wechseln wollte. Oder mit Hakan Calhanoglu, als dieser unbedingt zu Bayer wechseln wollte. Beide Male war die Empörung hier zurecht groß. Und ich lasse diese Vergleiche hier auch gelten – muss sie aber zugleich auch entscheidend relativieren. Denn der einzige, aber eben auch ganz wesentliche Unterschied im Fall Kostic ist: Während der HSV seine Spieler beide nicht abgeben wollte und auch nicht abgeben musste, hat der VfB Stuttgart dem Spieler nach dem Abstieg unlängst mitgeteilt, dass man seinem Wunsch, den Verein zu wechseln, entsprechen würde. Einzig, dass sich der Spieler mit seinen Äußerungen in die Verhandlungen einmischt, gehört sich nicht. Auch wenn es dem HSV in diesem Fall massiv hilft und es Kostic gut aussehen lässt, da er offenbar ein Mann ist, der zu seinem Wort steht. Selbst dann, wenn er plötzlich mehr Geld geboten bekommt.

 

Ich verstehe den Ärger beim VfB. Aber mir gefällt der letzte Punkt allerdings trotzdem fast so gut, wie Kostics sportliche Qualitäten. Und die sind unbestritten. Ich bin überzeugt, dass der HSV mit Müller über rechts und Kostic über links mächtig Dampf für die Offensive dazugewonnen hat. Endlich Flankenläufe, Hereingaben für Lasogga und/oder Bobby Wood. Dazu ein Halilovic als Taktgeber – das klingt schon sehr ordentlich. Zumal dann, wenn Aaron Hunt gesund bleibt und als Achter neben Albin Ekdal als Abräumer das spielstarke Verbindungsstück ist von Defensive zur Offensive. Es wäre zumindest die wahrscheionlich offensivste Aufstellung, die Labbadia Stand heute wählen könnte.

Will unbedingt zum HSV - der HSV will ihn: VfB Stuttgarts Filip Kostic

Will unbedingt zum HSV – und der HSV will ihn: VfB Stuttgarts Filip Kostic

 

Womit wir zur Problemzone kommen, die noch nicht gelöst werden konnte: Die defensiven Außenbahnen. Gotoku Sakai gilt nach einer guten Rückrunde ebenso als gesetzt wie Dennis Diekmeier rechts und Matthias Ostrzolek links als Wackelkandidaten. Hier sucht der HSV noch. Ebenso wie im defensiven Mittelfeld, wo Genks Ndidi weiterhin eine ernste Alternative ist. Johan Djourou galt bislang als Verkaufskandidat, allerdings liegen keine Anfrage für den Kapitän vor, der seinerseits gar nicht wechseln will. „Ich fühle mich in Hamburg sehr wohl und freue mich auf die neue Saison“, so der Schweizer, der zusammen mit den anderen EM- und Copa-Nachzüglern sowie den rekonvaleszenten Nicolai Müller, Andreas Hirzel und Christian Mathenia heute auf dem Platz trainierte.

 

Ansonsten war heute zwar viel los am Volksparkstadion, das allerdings lag eher am REWE-Family-Fest, das auf dem Parkplätzen weiß und Gelb stattfand. Ansonsten war es ruhig. Einzig Kostics Berater Sedat Duraki hofft minütlich auf Rückmeldung aus dem Stuttgarter Trainingslager in Bayern. „Die Vereine sind am Zug und ich kann für alle Beteiligten, vor allem für Filip, nur hoffen, dass es eine schnelle Einigung gibt.“ Wie die Mopo erfuhr, spielt auch Kostics früherer Verein, der FC Groningen eine Rolle. Vor zwei Jahren verkauften die Niederländer Kostic für sechs Millionen Euro an den VfB und sicherten sich 15 Prozent Provision auf einen etwaigen Transfergewinn. Dennoch setzt Duraki weiterhin auf eine schnelle Einigung –  zwischen dem VfB und dem HSV…

 

In diesem Sinne, bis morgen. Ich mache den Rechner jetzt mal ein paar Tage aus und genieße den heute beginnenden Urlaub mit der Familie – sofern heute nicht noch Unerwartetes passiert. Lars wird mich wie immer vertreten und Euch wie gewohnt auf dem neuesten Stand halten. Vermutlich morgen etwas später – aber er wird da sein.

 

Bis dahin!

 

Scholle

 

HSV-Flitzer Wood: Der coole Hawaiianer hat große Ziele ***Kostic will weiter zum HSV***

22. Juli 2016

Alen Halilovic, Bobby Wood und Zoltan Stieber (v.l.) heute Morgen beim Laktattest

Alen Halilovic, Bobby Wood und Zoltan Stieber (v.l.) heute Morgen beim Laktattest

So, heute dann mal mehr Film als Text. Ist ja auch mal ganz nett. Zumal das Gespräch mit dem nächsten Zugang auch wirklich sehr nett war. Sehr ruhig, unaufgeregt und entspannt präsentiert sich der Hawaiianer, der schon als 14-jähriger Jugendlicher mit dem klaren Ziel, Fußballprofi zu werden, nach Deutschland gekommen war. Im Internat von 1860 München machte der heute 23-Jährige seine ersten, nicht immer leicht zu verarbeitenden Erfahrungen. Aber sie alle führten ihn ans Ziel. Wobei, nicht ganz, denn das hat der pfeilschnelle Angreifer noch nicht erreicht. „Ich mache Schritt für Schritt und bin jetzt dabei, mich in der ersten Bundesliga durchzusetzen“, so Wood, der heute mit den Nachzüglern zusammen den Laktattest sowie die sportärztliche Untersuchung absolvierte, überlegt.

 

Insgesamt muss man sagen, dass der 23-Järhrige, der noch vom inzwischen freigestellten ehemaligen HSV-Direktor Peter Knäbel für die festgeschriebene Ablösesumme von 3,5 Millionen Euro vom Zweitligisten Union Berlin verpflichtet wurde, für seine 23 Jahre sehr aufgeräumt wirkt. „Er ist kein Durchdreher als Typ – aber im Spiel mit einer Power ausgestattet, dass sich alle HSVer freuen dürfen, ihn in ihren Reihen zu haben“, hatte der ehemalige Weltklassestürmer Jürgen Klinsmann über Wood gesagt. Der heutige US-Nationaltrainer hatte Wood bei der Copa America in fünf der sechs Spiele spielen lassen – weil Wood im sechsten Spiel gesperrt war. „Wir haben eine gute Copa gespielt, die mich persönlich sicher wieder ein Stück weitergebracht hat“, so Wood, der sich selbst als reinen Mittelstürmer sieht. Das Interview:

 

 

Was sonst noch los war? Nicht viel, das es zu schreiben gibt. Denn Vorstandsboss und Sportchef in Personalunion, Dietmar Beiersdorfer, ist weiter unterwegs. Offenkundig muss er sich auch nach einer Alternative für die linke Außenbahn umsehen, da Wolfsburgs Manager Klaus Allofs entgegen seiner eigenen Ansagen vor einigen Tagen nun doch großes Interesse an dem Stuttgarter angemeldet hat, der bislang zum HSV wollte. Mehr noch, in Wolfsburg gehen alle fest davon aus, dass Kostic kommt. Immerhin hat der VfL spätestens mit dem 30-Millionen-Verkauf Andre Schürrles gen Dortmund keine Probleme mehr, die Forderungen der Stuttgarter zu erfüllen, die seit Wochen das HSV-Angebot von 12 Millionen Euro zuzüglich zwei Millionen Prämien blocken.

 

***ERGÄNZUNG*** Laut „Bild“ hat sich Filip Kostic noch mal ganz klar zum HSV bekannt. „Ich will unbedingt zum HSV! Das ist der beste Verein für mich. Dort kann ich ein besserer Fußballer werden.“ Schon lange sei seine Entscheidzng für Hamburg gefallen: „Vor sechs Wochen ist bei mir diese Entscheidung gefallen.  Ich hoffe nur inständig, dass es mit dem HSV klappt. Ich bin sehr nervös. Ich darf nicht mit der VfB-Mannschaft trainieren und warte stündlich auf eine Entscheidung. Ich hoffe, dass es unmittelbar mit einem Wechsel nach Hamburg klappt.“ Ergo: Der HSV ist noch im Rennen.Und Kostic steht zu seinem Wort – alle Achtung!!

 

Und auch wenn ich hier allein damit stehen mag: Ich hätte die zwei oder drei Millionen Euro noch zusätzlich investiert. Oder eben gänzlich umgeplant. Denn obwohl der Name offiziell nicht bestätigt wird, taucht nach KRC Genks defensivem Mittelfeldspieler Onyinye Ndidi auch immer wieder der Name des Topspielers Leon Bailey auf. Der 18-jährige Linksaußen gilt als „Wunderkind“ bei den Belgiern und hat im zweiten Profijahr bereits einen Marktwert von 7,5 Millionen Euro. Warum? Das könnt Ihr in dem folgenden Video sehen. Und wenn ich die Relation sehe, dass Schürrle 30 Millionen Euro wert sein soll, dann ist Bailey allemal mehr als die von Transfermarkt.de erhobenen 7,5 Millionen wert. Oder?

 

 

In diesem Sinne, bis morgen.

 

Scholle

 

Um es nicht zu vergessen: Heute hat einer meiner Lieblings-Gäste bei Matzz ab Live Geburtstag: Harry Bähre. Das Ding mit dem Pass lasse ich ob der milliardenfachen Nennung mal außen vor und konzentriere mich ganz auf ihn: ALLES, ALLES Gute, Harry! Bleib gesund!

Bis 2020 unterschrieben – Halilovics erster HSV-Tag begann um vier Uhr

21. Juli 2016

Er ist endlich da: Alen Halilovic hat unterschrieben. Bis 2020

Er ist endlich da: Alen Halilovic hat unterschrieben. Bis 2020

Das passte. Als Patient bin ich in den letzten Jahren wegen meiner Knorpelschäden in den Knie häufiger als erhofft Gast gewesen im Rehabereich des UKE-Athleticums. Nicht, dass ich unzufrieden wäre, ganz im Gegenteil: Nicht umsonst gehen auch alle HSV-Profis hierhin, wenn sie ihre Wehwehchen versorgt wissen wollen. Und auch ich fühle mich dort bestens aufgehoben, auch wenn das Training immer sehr anstrengend war – und leider wieder sein wird. Auch heute war ich dort, um mir Einlagen für die Schuhe abzuholen, als ich erfuhr, dass irgendwann am Vormittag auch Alen Halilovic erscheinen würde, um hier seinen Medizincheck zu absolvieren. Konsequenz: Ich wartete vor Ort noch ein wenig – bis der besorgte Geschäftsführer des Athleticums mich nett darum bat, keine Fotos und/oder Videos vom Zugang des HSV zu machen. Ergebnis: Ich saß eine Dreiviertelstunde rum, bin dann aber gefahren. Die Nachricht, dass er da ist und unterschrieben hat reicht am Ende ja auch.
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Der HSV legt den ersten Meilenstein – weitere (sollen) folgen

20. Juli 2016

Halilovic in Hamburg gelandet? Nein - das ist er nicht, obgleich Ähnlichkeit da ist. Dieses und andere Fotos wurden uns heute zugeschickt.

Halilovic in Hamburg gelandet? Nein – das ist er nicht, obgleich Ähnlichkeit da ist. Dieses und andere Fotos wurden uns (meinen Freunden und mir) heute zugeschickt.

Um 7.51 Uhr kam die erste Mail mit einem Foto von Halilovic, wie er am Flughafen in Hamburg aufschlägt. Lustigerweise hat mir jemand, den ich Euch in den nächsten Tagen noch genauer vorstellen werde, heute Nachmittag noch ein paar nette Fotos geschickt, die HSV-Fans für Halilovic hielten. . Denn Fakt ist: Der Kroate, der für gut fünf Millionen Euro zum HSV wechseln will, soll und offenbar auch wird, kommt erst morgen nach Hamburg. Ob er schon morgen oder erst am Freitag seinen Medizincheck absolviert ist noch offen. Aber im Gegensatz zu Neven Subotic, der in Middlesbrough gerade durch den Medizincheck fiel, rechnet bei Halilovic niemand mehr mit Problemen.
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HSV-Wunschspieler Halilovic fast da – und alle drehen durch

19. Juli 2016

Barcelonas 20-jähriger Kroate Alen Halilovic wechselt bis 2020 zum HSV

Barcelonas 20-jähriger Kroate Alen Halilovic wechselt bis 2020 zum HSV

Das Beste vorweg: Der HSV und der FC Barcelona sind sich tatsächlich weitgehend einig, dass Alen Halilovic nach Hamburg wechselt. Fünf Millionen Euro Ablösesumme würden die Hamburger demnach für den 20 Jahre alten Kroaten an den FC Barcelona zahlen und der zentrale Mittelfeldspieler soll in Hamburg einen Vierjahresvertrag bis 2020 unterschreiben. Es wäre ein nominell richtig guter Deal, nachdem beim letzten Versuch, Halilovic nach Hamburg zu holen, nicht einmal ein Leihgeschäft durchgeboxt werden konnte. Und es ist ein Deal, der heute ganz Hamburg in Atem hielt… Dabei ist er leider noch nicht hundertprozentig durch.

Es geisterte viel durch die Medien- und Socialmedialandschft heute. Alen Halilovic sei schon auf dem Weg nach Hamburg meldeteten spanische Medien schon gestern Nacht. Um in die Hansestadt zu fliegen, habe der junge Mittelfeldspieler sogar den Medizincheck von heute sausen lassen. Erst heute morgen wurde es von der hiesigen Presse samt der Fan-Foren aufgegriffen und verbreitet. Demnach saß Halilovic bereits im Flieger zum Medizincheck in Hamburg. Wahrheitsgehalt: Null.

Das Rennen um mögliche Exklusivitäten wurde immer irrer. Plötzlich hieß es aus Spanien, der HSV und der FC Barcelona hätten sich auf eine Kauf geeinigt, der den HSV fünf Millionen Euro kostet und Barca ein Rückkaufsrecht von zehn Millionen nach einem Jahr und 12,5 Millionen Euro nach dem zweiten Jahr gewährt. Und diese Meldung wurde hier als „exklusiv“ verkauft. Der Wahrheitsgehalt dieser Exlusivität: 50 Prozent. Denn der HSV ist sich zwar mit Barca nahezu einig, die Rückkaufsoptionen sind allerdings noch nicht durch. Barca will sie – der HSV nicht. Daher noch weiter verhandelt. Fakt aber ist: Der HSV will Halilovic. Unbedingt. Zur Not auch mit Rückkaufsoptionen…

Etwas kurz kam heute die Personalie Filip Kostic. Der Serbe trainiert weiter individuell in Stuttgart ohne Mannschaft und will endlich Klarheit. Allerdings bewegen sich der HSV und der VfB derzeit keinen Millimeter aufeinander zu. Der HSV setzt auf Kostic selbst, der nach eigenen Angaben weiter zum HSV will. Und der VfB pocht auf eine höhere Ablösesumme als die bisher gebotenen 12 Millionen Euro zzgl. Erfolgsprämien. Oder besser formuliert: Die Stuttgarter könnten mit der Ablösesumme leben, wenn die Prämien an verschiedenen Punkten nachgebssert würden und die Schwaben zudem an einem Weiterverkauf beteiligt würden.

Nägel mit Köpfen wurden dagegen in Augsburg gemacht, wo Gojko Kacar einen Vertrag bis 2018 unterschrieben hat. Glückwunsch dazu an den FC Augsburg – und alles Gute, Gojko!!!

Bis morgen! Dann wahrscheinlich mit einem Rennen um die Exklusivität in der Personalie Filip Kostic. Der soll schon… Nein – ich lasse das weiterhin. Achja, nicht zu vergessen: Hallo und Herzlich Willkommen Alen Halilovic! Hamburg freut sich auf Deine Fußballkünste…

Scholle

Bahoui will durchstarten – Halilovic (noch?) nicht auf dem Weg nach Hamburg

19. Juli 2016

Nabil Bahoui will nach einer halbjährigen Eingewöhnungsphase endlich durchstarten und sich in der Bundesliga beweisen

Nabil Bahoui will nach einer halbjährigen Eingewöhnungsphase endlich durchstarten und sich in der Bundesliga beweisen

So, weil es sich lohnt, mal ein Frühstücksblog. Mein Kollege Henrik Jacobs hatte in der vergangenen Woche ein sehr nettes Gespräch mit dem ansonsten eher schweigsamen Nabil Bahoui, das ich hier abdrucken darf. Nein, das ich hier sogar sehr gern abdrucken möchte, um Euch den Schweden etwas näherzubringen, bei dem die größte Gefahr zu scheitern in meinen Augen die ist, dass man ihm zu viel Eigenständigkeit zutraut. Denn Bahoui ist ein sehr ruhiger, eher introvertierter Spieler, der zudem noch nicht über die gr0ße Erfahrung verfügt, die man ihm als 25 Jahre alten schwedischen Nationalspieler eigentlich zutrauen würde.

„Nabil hat seine Qualitäten, weshalb wir ihn geholt haben. Und die können wir auch sehen“, sagt Bruno Labbadia, bevor er einschränkt: „Immer wieder. Er zeigt immer wieder, was er kann. Er ist stark im Eins-gegen-eins, hat einen sehr guten Abschluss und ist schnell. Wir müssen aber sehen, dass wir Nabil deutlich stabiler bekommen, dass er seine Qualitäten regelmäßiger abruft.“ Und dafür braucht es weiterhin Zeit. Sagt der HSV-Trainer: „Nabil hat in Saudi-Arabien Zeit verloren, die er aufholen musste. Jetzt ist er körperlich da, wo er sein muss. Jetzt arbeiten wir hart daran, dass er seine Qualitäten auch zum  taktisch richtigen Zeitpunkt einbringt.“ Denn Fakt ist: Schafft der HSV das, hat er in Bahoui einen Außenstürmer, der uns alle noch überraschen kann.

Apropos Überraschung, angeblich soll der kroatische Mittelfeldspieler Alen Halilovic schon auf dem Weg nach Hamburg sein. Laut „Radio Catalunya“ wird Alen Halilovic heute schon nicht mehr am Mannschaftstraining und den bevorstehenden medizinischen Tests teilnehmen. Halilovic sei vom FC Barcelona freigestellt worden, um letzte Details vor seinem Wechsel nach Hamburg zu klären, wird gemutmaßt. Mehr allerdings noch nicht. Denn in Hamburg, wo man das grundsätzliche Interesse an Halilovic nicht leugnet, weiß man nichts von einem bevorstehenden Termin mit Halilovic und/oder dessen Berater. Und wenn wir schon dabei sind: Solllte der HSV Halilovic verpflichten können, soll der Kroate gekauft und nicht ausgeliehen werden. Ein Leihgeschäft soll vermieden werden und käme nur mit einer entsprechenden Kaufoption in Frage.

Aber okay, noch ist nichts passiert. Ändert sich das, ändere ich natürlich auch noch mal diesen Blog. Bis dahin wünsche ich Euch allen aber erst einnmal viel Spaß beim Lesen des Interviews meines Kollegen Henrik Jacobs mit Nabil Bahoui, das so heute auch im Print-Teil erschienen ist. Viel Spaß!

Als der HSV am 1. Februar eine Minute nach dem Ende des Wintertransferfensters die Verpflichtung von Nabil Bahoui vom saudi-arabischen Club Al-Ahli Dschidda bekannt gab, mussten viele seinen Namen  nachschlagen. Ein halbes Jahr später hat sich der achtmalige schwedische Nationalspieler mit marokkanischen Wurzeln beim HSV eingelebt. Bevor Bahoui (25) mit seiner Frau an diesem Dienstag nach Griechenland fliegt, nahm er sich Zeit für ein Gespräch über seine erste Zeit in Hamburg.

Herr Bahoui, beim HSV sprechen alle von der harten Vorbereitung. Sind Sie schon wieder urlaubsreif?
Nabil Bahoui: Für mich ist das bislang die die härteste Vorbereitung, nicht vergleichbar mit Schweden oder Saudi-Arabien. Wir können uns jetzt ein wenig erholen von den ersten Wochen.

In der Vorbereitung hat man den Eindruck, dass Sie beim HSV angekommen sind. Stimmt der Eindruck?
Bahoui: Ich fühle mich immer besser. Das Ende der letzten Saison lief gut für mich, jetzt will ich daran anknüpfen. Ich will mich so schnell wie möglich weiterentwickeln und vor allem gesund bleiben.

Die Umstellung auf den deutschen Fußball fiel Ihnen offensichtlich schwer.
Bahoui: Als ich im Winter kam, ist viel Neues auf mich eingeprasselt. Der sportliche Unterschied war riesig. Ich musste die Art des Fußballs beim HSV verinnerlichen. Wenn du dann zu viel denkst, bekommst du Probleme. Ich bin jetzt viel ruhiger im Kopf und weiß, wie ich mich bewegen muss und was der Trainer taktisch von mir erwartet.

Bruno Labbadia sagte, Sie hätten Probleme, die Laufwege des HSV zu adaptieren.
Bahoui: Der Trainer sagt mir, dass ich lernen muss, wie ich mich bewege, wenn der Gegner den Ball hat. Da habe ich einen Schritt nach vorne gemacht. Mit dem Ball habe ich meine Stärken. Jetzt brauche ich Spiele, deswegen ist die Vorbereitung wichtig für mich. Ich brauche Ergebnisse. Für mich ist der HSV eine große Chance zu zeigen, was ich kann. 

Bereuen Sie ihr kurzes Intermezzo in Saudi-Arabien?
Bahoui: Nein. Saudi-Arabien war eine wichtige Erfahrung für mich. Das Leben hat mir gefallen, auch wenn ich Europa vermisst habe. 

Ist Ihnen das Leben in Dschidda als Muslim nicht leichter gefallen?
Bahoui: Ich habe dort in einem Compound gelebt, einer Siedlung für Menschen aus dem Ausland. Das war wie in Europa. Natürlich ist für Muslime in Saudi-Arabien vieles einfacher. Wenn die Gebetszeit beginnt, wird das Training dort unterbrochen. Letztlich ist aber nicht entscheidend, wo du lebst. Es hängt nur von dir selbst ab. Hier bete ich eben vor oder nach den Einheiten. Nur während des Ramadans musste ich mich der Vorbereitung anpassen. Das hole ich im Winter nach.

Gehen Sie auch wieder nach Mekka?
Bahoui: Bevor ich nach Hamburg kam, war ich dort. Mekka ist nur eine Stunde von Dschidda entfernt. Ich bin sehr dankbar, dass ich mit meiner gesamten Familie dort sein konnte. Für mich ist Mekka eine der besten Erfahrungen im Leben. Ich hoffe dass ich irgendwann wieder da sein kann. 

Sehen Sie sich als Vorbild im Zusammenleben verschiedener Kulturen?
Bahoui: Als Fußballprofi bist du immer ein Vorbild, vor allem für Kinder. Ich versuche einfach ein guter Mensch zu sein, der anderen Menschen hilft. Wir sind alle Menschen, egal wo wir herkommen oder an was wir glauben. 

Waren Kollegen in der Nationalelf Schwedens: Nabil Bahoui und Zlatan Ibrahimovic

Waren Kollegen in der Nationalelf Schwedens: Nabil Bahoui und Zlatan Ibrahimovic

Auch Zlatan Ibrahimovic hat nicht-schwedische Wurzeln. Sie sind mit ihm befreundet. Was konnten Sie von Ihm lernen?
Bahoui: Von ihm konnte ich mir außerhalb des Platzes viel abschauen. Und natürlich seine Schusstechnik. Wobei ich meinen Stil vor allem in der Jugend gelernt habe. Mit meinen Freunden habe ich oft in einem Parkgarten gespielt, wenn der Wachmann nicht da war. Wir waren meist zu dritt, da haben wir nur Schüsse geübt. Jeden Tag. Im Training habe ich das dann später verfeinert. Man kann sich in der Technik immer etwas abschauen. Beim HSV zum Beispiel von Aaron Hunt oder Michael Gregoritsch.

Sie haben beim HSV schon auf beiden Seiten gespielt. Wo fühlen Sie sich wohler?
Bahoui: Die linke Seite liegt mir mehr. Da kann ich in die Mitte ziehen und häufiger zum Abschluss kommen. Ich kann aber auf beiden Seiten spielen. In der Nationalmannschaft wurde ich meistens auf Rechtsaußen aufgestellt. 

Rechnen Sie mit einer Rückkehr in die schwedische Auswahl?
Bahoui: Das schwedische Team ist gerade im Umbruch. Zlatan ist zurückgetreten. Wir haben mit Janne Andersson einen neuen Nationaltrainer. Noch hatten wir keinen Kontakt. Aber darüber denke ich im Moment nicht viel nach. Wenn ich hier beim HSV einen guten Job mache, kommt das Nationalteam von alleine.

In diesem Sinne, sollte etwas passieren, melde ich mich nachher noch mal!
Scholle

Es gibt viele Argumente für Halilovic – aber auch einige dagegen

18. Juli 2016

Mal wieder im Visier des HSV: Barcelonas 20-jähriger Kroate Alen Halilovic

Mal wieder im Visier des HSV: Barcelonas 20-jähriger Kroate Alen Halilovic

Martin Harnik wechselt zum HSV – und es gibt Jubelsprünge. Nicht bei mir, obgleich ich den Jungen vom Deich gern in Hamburg gesehen hätte. Aber von denen, die Harnik schon als sportlich nicht mehr zu brauchen einstuften. Harnik wechselt zum Hannoverschen SV von 1896 e.V. – oder kurz gesagt: Zu Hannover 96 in die zweite Bundesliga nach Niedersachsen. Aber, bevor jetzt hier wieder eine hitzige Diskussion entsteht, ob das nun gut oder schlecht ist aus Hamburger Sicht: Warten wir es ab. Zum einen wissen wir noch nicht, wie und mit wem sich der HSV (ab sofort gilt die Abkürzung wieder nur für den Hamburger SV) verstärkt und ob derjenige vielleicht die viel bessere Wahl ist. Zum anderen wissen wir nicht, wie Harnik in Hannover funktionieren wird. Ich persönlich wünsche ihm auf jeden Fall alles Gute in Hannover – und dem HSV eine noch bessere Wahl…
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Ein paar Einordnungen…

17. Juli 2016

Soll sich bereits mit Tottenham einig sein: Georges Kevin N'Koudou

Soll sich bereits mit Tottenham einig sein: Georges Kevin N’Koudou

Das Wichtigste vorweg: Heute ist nichts relevant Neues passiert, daher nutze ich die Gelegenheit für ein paar Einordnungen. In England mehren sich Anzeichen, dass die HSV-Alternative zu einer Kostic-Verpflichtung, Steve-Georges N’Koudou, nach England wechselt. Dem Bericht des „Guardian“ nach soll sich der Franzose mit Heung Min Sons Klub Tottenham Hotspur schon einig sein und in England einen Fünfjahresvertrag unterzeichnen. Allerdings ist auch bekannt, dass der U21-Nationalspieler bei den HSV-Verantwortlichen nicht die erste und somit auch nicht die einzige Alternative zu Kostic ist.
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