Kunert soll die U21 zur Talentschmiede machen

27. Mai 2016

Er wollte eigentlich nicht. „Ich bin ja eigentlich noch im alten Job bis Ende Mai“, sagt Dirk Kunert. Und ich muss zugeben, ich habe es wirklich den ganzen Tag über immer wieder versucht. Vielleicht habe ich ihn damit so entnervt, dass er heute Abend endlich abgenommen hat – dachte ich zuerst. Bis er mich eines Besseren belehrte. „Gar kein Problem“, so Kunert, „ich habe momentan einfach sehr viel um die Ohren. Gerade heute…“ Hintergrund: Kunert, der ab Juni die Verantwortung für die neue U21 des HSV (aus U23 wird U21) haben wird, hatte einfach viel zu tun. Er musste Vorbereitungen treffen für die Goldene Hochzeit seiner Eltern. Zeit zum Telefonieren hatte er erst abends im Auto. Auf dem Weg zur Feier. Und auf dieser Fahrt erreichte ich ihn dann auch.
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Wenn schon kleine Nettigkeiten große Veränderungen bewirken können

26. Mai 2016

Schon wieder ein Talent, das geht: Kerem Demirbay

Schon wieder ein Talent, das geht: Kerem Demirbay

Die Transferphase des HSV verläuft in etwa so, wie es der erfahrene Udo Bandow gewünscht hatte: „Der HSV wäre sehr gut beraten, wenn er jetzt mal so lange nicht in den Schlagzeilen ist, ehe man Ergebnisse vorweisen kann“, so der bislang erfolgreichste Aufsichtsratsvorsitzende des HSV. Und zumindest HSV-Boss Dietmar Beiersdorfer scheint dem Rat Bandows, der ihn einst als Sportchef zum HSV gelotst hatte, zu folgen. Er schweigt beharrlich. Und er arbeitet. Jeden Tag tauchen neue Namen auf, an denen der HSV interessiert sein soll. Insofern scheint Beiersdorfer unterwegs zu sein. Er schweigt und arbeitet.
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Fehler passieren – gerade in Transferperioden

25. Mai 2016

Es wir wieder mächtig spekuliert. Und das ist auch völlig normal in Zeiten der Transferphasen – auch wenn wir uns offiziell noch davor befinden, laufen die Verhandlungen zwischen Vereinen und Spielern seit Monaten auf Hochtouren. Beim HSV gab und gibt es täglich neue Gerüchte, um Spieler, die kommen sollen. Oder wie im Fall Gondorf sogar schon so gut wie verpflichtet seien. Und das ist kein Hamburg-typisches Phänomen, sondern ein bundesweites. In Dortmund beispielsweise wurde die Verpflichtung eines absoluten Ausnahmetalentes heute sogar schon sehr offensiv als „perfekt“ vermeldet. Emre Mor soll kommen. Der 18 Jahre junge EM-Teilnehmer aus der Türkei, an dem einige europäische Topklubs Interesse haben.
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Talent und HSV – das passt noch immer nicht

24. Mai 2016

Wohl wieder ein Toptalent, das der HSV verpasst: Kerem Demirbay darf für zwei Millionen Euro wechseln

Wohl wieder ein Toptalent, das der HSV verpasst: Kerem Demirbay darf für zwei Millionen Euro wechseln

Es sind die Tage der Dramen – dachte ich. Aber als ich gestern das Spiel der Frankfurter on Nürnberg gesehen habe, war es fast schon langweilig. Für mich zumindest. Denn der Frankfurt, der eine im Laden, sah das offensichtlich komplett anders. Als das Tor fiel sprang er auf und schrie seine Erleichterung raus. Also ungefähr so, wie wir in den letzten beiden Jahren bei Diaz und davor Lasogga, tippe ich. Aber mit etwas emotionalem Abstand war das Spiel gestern so einseitig und harmlos von Nürnberger Seite, dass es eigentlich nur einen Sieger geben konnte. Und auch, wenn es letztlich zeitlich knapp wurde, war es hochverdient für die Eintracht. So, wie letztes Jahr auch für den HSV. Der schoss zwar in der Nachspielzeit erst den Ausgleich, war aber im Spiel zuvor überlegen, da auch der KSC zuvor zu passiv geblieben war – trotz der glücklichen, zwischenzeitlichen Führung.
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Auf der Eins hat der HSV die geringsten Sorgen

23. Mai 2016

Ersatzkeeper Andreas Hirzel wird von seinen Teamkameraden - auch von Rene Adler (r.) - sehr hoch geschätzt.

Ersatzkeeper Andreas Hirzel wird von seinen Teamkameraden – auch von Rene Adler (r.) – sehr hoch geschätzt.

Rene Adler ärgert sich über die zu kritische Herangehensweise einiger Anhänger – na dann. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass sich in dieser Mannschaft nicht ein Spieler wirklich über die Fans geärgert hat, ganz im Gegenteil. Allen ist bewusst, dass die Anhänger das einzig konstant erstklassige am HSV sind. Vielmehr versucht Adler den Fokus der Kritiker auf die Fakten zu lenken, also in diesem Fall auf die Statistik. Die besagt immerhin, dass der HSV nicht einmal im Laufe der Saison auf einem Abstiegsplatz stand. Ein Indiz, dass Konstanz vorhanden war/ist? Mitnichten. Auch, wenn Adler das suggerieren will.

Nein, bei aller Freude über den vorzeitigen Klassenerhalt, dieser HSV ist noch weit entfernt davon, konstant gute Leistungen zu zeigen. Ausbrüche wie gegen Ingolstadt, Darmstadt zuhause, um nur einige zu nennen, sind einfach noch zu regelmäßig. Konstant ist beim HSV nur die Inkonstanz, wenn auch auf einem leicht verbesserten Gesamtniveau.
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2:0 und Schluss! HSV in der Sommerpause

22. Mai 2016

Sicher auch 2016/17 ein HSVer: Emir Spahic

Sicher auch 2016/17 ein HSVer: Emir Spahic

Das war dann also der letzte Aufgalopp des HSV in der „alten“ Saison. Nettes Ferienspielchen an der Ostsee vor fröhlicher Kulisse. Allzu viele Profis hatte Coach Bruno Labbadia nicht mehr in seiner Formation. Sieben waren es noch – und die schafften zusammen mit einigen U-23-, U-19- und U-17-Spielern ein 2:0 beim Tabellen-Sechsten der Ost-Oberliga, dem FC Anker Wismar. „Es ist schön zu sehen, wie viele Fans der HSV nicht nur in der Umgebung von Hamburg, sondern auch darüber hinaus besitzt“, freute sich Labbadia.
So spielte der HSV beim FC Anker Wismar: Mickel (46. Dehmelt) – Diekmeier (57. Jurcher), Cleber (46. Tikvic), Kim, Ostrzolek (46. Seo) – Branco (46. Limaj), Holtby – N. Müller (20. Köhlert), Gregoritsch (46. Behounek), Bahoui, Stark (57. Jurcher)
Tor: 1:0 Gregoritsch (32.), 2:0 Jurcher (80.)

Die kommenden Wochen bis zum offiziellen Trainingsstart für die neue Saison werden im Zeichen der Transfers stehen. Dabei wird eine erwartete Vertragsverlängerung wohl recht zügig über die Bühne gehen. Noch ist es nicht fix – aber Emir Spahic wird beim HSV bleiben als Abwehrchef. „Ich würde es sehr begrüßen, wenn er uns noch ein weiteres Jahr hilft“, so Labbadia heute nach dem Wismar-Spiel. Vollzug also ziemlich sicher in der kommenden Woche.

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Der HSV setzt auf Tempo

21. Mai 2016

Sonnabendnachmittags ist so etwas immer ganz schlecht. In der Firma ist niemand mehr, seitdem wir keine Sonntagszeitung mehr produzieren und bei Apple im Laden bekommt man erst Stunden später einen Termin. Was also tun, wenn das Notebook nicht mehr will, was es machen soll? Klar, ein Leihgerät holen. Bei Freunden oder eben in der Firma abholen. Gesagt, getan – Leihgerät ist da. Und es läuft. Passt also, dachte ich. Bis auch das Leihgerät nicht mehr wollte. Ich also schnell zu Mediamarkt, fragen, was das Gerät hat. „FileVault“ zeigt er mir an – eine Festplattenverschlüsselung, die sich nach Angaben des Experten vor Ort „durchaus auch mal ein paar Tage“ ziehen kann und die ich nicht abbrechen kann. Bis dahin ackert der Apparat im Hintergrund so sehr, dass er für meine Eingaben im Vordergrund keine Power mehr hat. Ergo: Auch das Leihgerät ist unbrauchbar. Da ich aber nicht einfach den Blog für heute ausfallen lassen will, setze ich mich an mein iPad und hacke den Text via Touchscreen-Tastatur rein. Geht auch – ist aber echt mühselig. Vor allem mit meinen Paddeln…
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Darmstadts Vorbildfunktion kostet sie jetzt Spieler

20. Mai 2016

Darmstadt als Vorbild zu nehmen ist für sicher nicht falsch. Und das gilt nicht nur für den HSV, sondern für viele Mannschaften der Bundesliga. Denn die Lilien leisteten mit kleinem Portemonnaie in der abgelaufenen Saison das für mich beachtlichste Ergebnis, indem sie sich vorzeitig den Klassenerhalt sicherten. Dabei hatte das Team um meinen „Trainer des Jahres“ , Dirk Schuster, richtig gut gearbeitet – insbesondere bei der Kaderplanung. Woanders abgeschobene Spieler wurden zusammengeholt, dazu ein paar ablösefreie Spieler. Mit gerade einmal 950000 Euro für Neue schaffte der Überraschungsaufsteiger – zwei Jahre nachdem man noch in der Dritten Liga spielte – mit einer unfassbaren Einstellung, einem unbändigen Willen und einer auf rustikale Art außergewöhnlich homogenen Mannschaft in der Bundesliga das, was zu Beginn keiner glauben mochte. Und die Liga verneigte sich vor der großen Leistung. Völlig zurecht – allerdings nur kurz.
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In dubio pro Kühne

19. Mai 2016

Klaus.Michael Kühne ist umstritten -oder doch nur die letzte Hoffnung?

Klaus.Michael Kühne ist umstritten -oder doch nur die letzte Hoffnung?

Es wird noch nicht besser. Im Gegenteil, es klingt alles schon weder so, wie es der HSV vor der entscheidenden Phase für die neue Saison am allerwenigsten gebrauchen kann: schon wieder wird der entscheidende Mann von innen heraus geschwächt – und/oder schwächt sich selbst. Angefangen mit dem Bekanntwerden des ersten Treffens auf Mallorca, das deutlich machte, dass der HSV von Kühnes Gunst abhängig ist und dieser allein auf Beiersdorfer nicht mehr vertrauen will, legte Plaudertasche und Kühne-Souffleur Reiner Calmund jetzt noch mal nach und verdeutlichte, dass der Vorstandsvorsitzende und Sportchef in Personalunion definitiv nicht autark entscheiden dürfe. Zumindest nicht, wenn er die Millionenspritze seines Hauptinvestors bekommen will.
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