Hunke, Ertel und Meier – wer wird neuer AR-Boss?

14. Januar 2013

***Mit persönlichem Beitrag von Dieter am Textende!****

Der Knalleffekt war da, die Brandreden nicht. Auch keine großen Abrechnungen und/oder Zerwürfnisse – noch weniger Zwietracht. „Ein Tag voller Harmonie“ hatte Dieter die Mitgliederversammlung getauft und es damit offensichtlich ganz gut getroffen. Denn auch heute ist es erstaunlich ruhig rund um das immer wieder mal umstrittene Gremium der Aufsichtsräte. Und das, obwohl mit Ralf Bednarek der absolute Favorit vieler (für mich war das noch vor Bednarek Meier) es nicht geschafft hat. Eine Sensation? Keine Ahnung. Es ist auf jeden Fall sehr überraschend für alle gewesen. Natürlich auch für Bednarek selbst, der sich als sehr guter Verlierer präsentiert. „Ich hatte auf mehr gehofft, kann und muss das Ergebnis aber akzeptieren. Nach der Wahl war ich kaputt und traurig – heute denke ich darüber nach. Und dafür habe ich jetzt ja einige Stunden – wenn auch ungewollt – mehr zur Verfügung.“ Ob der ehemalige Supporters-Chef (trat am 12. Januar zugunsten der AR-Kandidatur zurück) in zwei Jahren vielleicht noch mal antreten will? „Für diese Entscheidung ist es noch viel zu früh. So weit bin ich noch nicht. Ich werde jetzt erst einmal abwarten. Ich war als Vorsitzender der Supporters nach vier Jahren mit einem hohen zeitlichen Aufwand für Amt wirklich auch am Ende meiner Kräfte. Ich hätte es gern anders gehabt – aber die Pause wird mir auch mal gut tun.“l

Versöhnliche Worte Bednareks, der hier im Blog nicht allzu wohl gelitten ist. Das wurde auch gestern deutlich. Als das Abstimmungsergebnis bekannt wurde und Bednarek nicht gewählt worden war, brandete der größte Applaus aus dem Block der Matz-Abber auf, wie mir berichtet wurde. „Dass ich bei vielen im Blog nicht der Kandidat Nummer eins war, war mir klar“, so Bednarek, der nicht beleidigt scheint. „Nein, warum auch? Jeder soll doch seine Meinung haben und diese auch entsprechend vertreten. Daher ist der Applaus auch völlig okay gewesen. Das nehme ich niemandem übel.“

Respektvolle Reaktion eines guten (Wahl-)Verlierers, wie ich finde. Chapeau!

Große Gefühle geweckt hatte dagegen die zweitgrößte Überraschung des Morgens, Mittags, Nachmittags und Abends: Ali Eghbal. Der Wirtschaftsprüfer wusste mit seiner Fan-geeichten Rede zu gefallen und punktete durch seinen Strip vom Anzugträger zum HSV-Fan im 74-er-Trikot. Ob er selbst überrascht war, gewählt zu werden? Eghbal: „Nein, nicht, dass ich gewählt wurde. Ich hatte mir sehr wohl Chancen ausgerechnet. Ich hatte mich ja auch schon seit 2009 mit dem Gedanken beschäftigt, zu kandidieren. Aber ich war von der Deutlichkeit überrascht.“

Groß gefeiert wurde dennoch nicht. Zusammen mit seiner Frau ließ Eghbal den Abend im La Sepia (Schanze) ausklingen, nachdem es nach der Versammlung ein kurzes Treffen mit allen elf Aufsichtsräten bzw. mit der einen Rätin, gegeben hatte. Apropos: Katrin Sattelmair, die es im dritten Versuch ins Kontrollgremium schaffte, war heute leider aus beruflichen Gründen nicht zu erreichen. Ich hoffe allerdings, dass die Notarin und Vertraute von Ex-HSV-Boss Bernd Hoffmann mich heute oder morgen zurückruft.

Auch Eghbal hatte heute wenig Zeit. Zudem musste er heute etliche Telefonate ob der Wahl über sich ergehen lassen. Unter anderen eben auch das mit mir. Ich wollte von dem ehemaligen Hamburger Meister im Hockey (spielte und spielt beim Club an der Alster) wissen, ob der Striptease ein gezielt gewähltes Überraschungsmoment war? „Nein“, versichert Eghbal, „aber ich wollte mich authentisch geben. Ich wollte nicht nur im Anzug auftreten und mich ob meiner wirtschaftlichen Referenzen als Wirtschaftsfachmann präsentieren. Ich wollte unbedingt vermeiden, dass ich nächsten Sonntag in Nürnberg als normaler Fan in der Gästekurve mit Bier in der Hand fotografiert werde und in den Zeitungen steht: ‚Ali Eghbal – ein Fan mogelte sich in den Aufsichtsrat’. Denn ich habe ganz sicher den Stallgeruch der Fans – aber ich bin eben zu keiner Fraktion gehörend. Ich freue mich, dass das offenbar angenommen wurde.“ Auch dank des Stripteases – aber eben nicht nur. „Viele kamen nachher zu mir und gratulierten mir zur Präsentation, aber eben auch zu meinen Inhalten. Insgesamt glaube ich, dass es eine sehr gesunde Veranstaltung von allen war mit Kandidaten, die an ihren Inhalten gemessen wurden. Ich habe zumindest keine so genannten ‚Lager’ unter den Mitgliedern ausmachen können.“ Er selbst wolle in den nächsten Wochen zunächst „alle Gremien kennenlernen. Ich werde von den Tischtennisleuten bis zu den Profis alle Abteilungen besuchen und kennenlernen. Zudem werde ich mir im Laufe der Zeit alle Verträge ansehen und mir einen Überblick über die wirtschaftliche Situation verschaffen. Mir geht es um zwei Dinge: Integration und Konsolidierung. Und darum bemühe ich mich als erstes.“

Eghbal, der seit 1974 zum HSV geht und sich selbst als „Kind der Westkurve“ („Ich stand immer im Block E”) bezeichnet, sieht in der Zusammenführung der Mitglieder eines seiner großen Ziele als Aufsichtsrat. Er werde auf jeden Fall weiter mit Fan-Zügen und dem Fan-Bus zu Auswärtsspielen reisen. Auch bei Heimspielen wird er weiter auf der Nordtribüne seinen Stehplatz einnehmen. „Allerdings kann ich auch mit Schlips und Kragen in der Platin-Lounge auflaufen, dort Kontakte knüpfen und den Verein repräsentieren. Ich weiß schon, dass das eine wichtige Begleiterscheinung ist, die ich wahrnehmen will und werde.“

Eghbal vermied es im Gespräch, die Arbeit seiner Vorgänger zu beurteilen Er wolle keine Urteile abgeben, ehe er sich ausreichend über die Grundlagen informiert habe. Ebenfalls kein Thema ist für Eghbal der Ratsvorsitz. „Wenn ich einige Jahre dabei war und mich innerhalb des Vereines ausreichend vernetzt und über alle Bedürfnisse und Wünsche der Abteilungen informiert habe – vielleicht. Wenn es gewünscht ist. Aber jetzt definitiv nicht. Es wäre absolut vermessen von mir, mich als absoluten Neuling für so ein Amt zu bewerben. Ich wäre auch ganz sicher die falsche Wahl.“ Zumal es mit Jürgen Hunke („Wenn man mich fragt, würde ich helfen“) und Manfred Ertel offen hörbar schon zwei Kandidaten für den Vorsitz gibt, während Neuling Jens Meier, Vorsitzender der Hamburg Port of Authority, als Favorit für den Vorsitz gehandelt wird. Meier selbst wollte sich zu dem Thema noch nicht näher äußern, ließ aber durchblicken, dass er den Vorsitz nicht ablehnt.

Ich glaube auch – und das, obwohl ich auch Meier heute nicht erreichen und persönlich sprechen konnte, dass er eine gute Wahl wäre. Reines Bauchgefühl…

In diesem Sinne, morgen wird wieder trainiert. Um 15 Uhr bittet Trainer Thorsten Fink seine Mannen zum Aufgalopp. Und ich werde mich endlich wieder dem Wesentlichen widmen und über Fußball schreiben.

Scholle (18.44 Uhr)

Dieters Text:

Es war das vierte Treffen der “HSV-Amateure”, diesmal im Hotel Engel. Und ich durfte dabei sein – auf Einladung des Organisators Günter Schiefelbein (er macht es gemeinsam mit Eckhard Dehne). Alle drei Jahre treffen sich diese HSV-Oldies, aber sie wollen sich damit nicht begnügen, denn es gibt Bestrebungen, diese Veranstaltung nun alle zwei Jahre durchzuführen. Weil es so viel Spaß macht. Weiß du noch? Die Herren hatten sich über sechs Stunden lang viel zu erzählen. Und ich traf dabei meinen “alten” Torwart Peter Agge wieder, mit dem ich einst bei BU gespielt habe. War das eine Freude. Agge war einst ein wirklich ganz hervorragender Keeper, er lebt heute in der Nähe von Bad Bevensen. Uns verbinden viele schöne Spiele und Siege, aber auch eine ganz besondere Geschichte. Ich, damals 18 Jahre, soll in einem Punktspiel gegen den SC Urania einmal auf den Routinier Agge eingepöbelt habe. Was ich immer noch energisch bestreite, aber diese Sache kommt eben immer wieder mal hoch: Der Ball lag bei uns im Tor-Aus, wir lagen zurück – und ich soll Agge, der gerade damit beschäftigt war, mit seinen Vorderleuten zu diskutieren, angeherrscht haben: “Mensch Opa, sabbel nicht so viel, bewegt dich und hol den Ball . . .” Ich, wie gesagt, bestreite das, aber ich gebe auch zu, dass ich schon immer viel und heftig (auf dem Platz) gesabbelt habe. Auszuschließen ist das also nicht. Ich habe mich im Laufe der Jahre aber schon mindestens zehn Mal entschuldigt.

Wie gesagt, solche Geschichten kreisten bei Bier, Wasser und Wein an jedem Tisch herum, und Schiefelbein, einst Geschäftsführer des HSV, sagte freudig: “Die Stimmung war wieder einmal riesig, wir haben einen tollen Geist in dieser Truppe. Und alle sind noch heute ganz heiß dabei, wenn es um ihren HSV geht.” Natürlich wurden auch die Sorgen und Nöte der jetzigen HSV-Mannschaft und –Führung diskutiert. Herrlich. Von den Amateure kamen einst ja auch Spieler wie Ripp, Dörfel, Schwerin und Bähre zur Bundesliga, einige Amateur-Spieler haben dazu auch gelegentlich als Amateure für die Profis gespielt.

Zwei Dinge noch zu Erhard Schwerin. Der Torwart war der erste Einwechselspieler der Bundesliga, als er am 19. August 1967 beim 4:1-Sieg des HSV bei Werder Bremen für den verletzten Arkoc Özcan zwischen die Pfosten musste. Und warum Schwerin stets nur “Tas” genannt wurde, das erfuhr ich an diesem Abend auch: Er hatte einst auch für Tasmania Berlin gespielt, und Erhard wollte kein Kollege zu ihm sagen – deshalb “Tas”.

Übrigens: Nicht mit auf dem Foto (siehe unten) ist Bernd Rudolph, und erkrankt absagen mussten Klaus “Mäuschen” Vogler, Helmut Sandmann und Hubert Stapelfeldt. Und noch ein übrigens: Peter Agge, wie gesagt, auch ehemals BU, regte an, dass es ein solche Veteranen-Treffen auch ruhig einmal mit BU-Spielern geben könnte. Falls es also jemand von BU lesen sollte, der darf sich ruhig bei mir melden, ich würde es sehr gerne vermitteln.


Hintere Reihe von links: Oliver Scheel, Horst Schmid, Bernd Wilde, Udo Olsen, Jürgen Schmücker (Ordnungsdienst), Werner Baumann, Hans-Jürgen Hartmann, Hans-Jürgen „Ditschi“ Ripp, Peter Barfuß, Manfred Waack

Mittlere Reihe von links: Wolfgang Michauk, Erhard „Tas“ Schwerin, Hans-Peter Törber, Peter Agge, Hans Franke (Betreuer), Uli Meinke, Harry Bähre

Davor knieend: Thomas Brettschneider, Rolf Schwartau

Vorn Knieend: Günter Schiefelbein, Charly Dörfel, Eckhard Dehne, Uwe Lüdemann, Jürgen Wien, Hans Siep, Karl-Heinz Wegner

Foto: Public Address

232 Reaktionen zu “Hunke, Ertel und Meier – wer wird neuer AR-Boss?”

  1. Dembinski sagt:

    Bubi :mrgreen:

  2. Dembinski sagt:

    Tom,
    sehe ich auch so…

  3. NoackRudi sagt:

    lovemachine sagt:
    15. Januar 2013 um 14:01
    ja, die frauenfussballer sind wegen eines (im profifussball) relativ geringen betrages aufgelöst worden. allerdings muss man fairerweise sagen, dass es kaum nennenswerte resonanz beim hsv frauenfussball gab, der ein weiteres engagement in zeiten knapper kassen gerechtfertigt hätte!
    hätten die damen vor mehreren hundert zuschauern, statt vor 20 gespielt, dann hätte man die abteilung sicherlich nicht aufgelöst!

    Immer bei den Fakten bleiben oder nichts schreiben. Die Frauen-Fußballabteilung ist nicht aufgelöst worden, sondern die Bundesliga-Mannschaft ist zurückgezogen worden. Dazu bitte auch folgendes lesen:
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    http://sport.t-online.de/frank-rost-sieht-frauen-im-fussball-teils-robuster-als-maenner/id_61555016/index
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    Die Damen haben zu Bundesliga-Zeiten schon einen Zuschauerschnitt von 400 Leuten gehabt. Größeren Zuspruch haben da nur die Top-Vereine wie Turbine Potsdam oder 1. FFC Frankfurt.

  4. randnotiz sagt:

    bopsi sagt:
    15. Januar 2013 um 14:35
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    Magath-Fan sagt:
    15. Januar 2013 um 14:35
    randnotiz 15. Januar 2013 um 14:15
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    Es gibt bestimmt viele Argumente dafür und dagegen ohne dass es unbedingt die besseren sein müssen. Und ich kann was die sportlichen Erfolge anbelangt auch gar nicht widersprechen, aber die Gefahr einer Machenschaft einzelner Personen durch eine Ausgliederung sehe ich nicht, denn auch dort wird es einen AR geben und die genauen Statuten müssen dann ja auch schriftlich fixiert werden.
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    Und das man auch im eV. Macht ausüben kann, wenn man sich die träge Masse der Mitgliedern einfach zu Nutze macht, haben wir ja nun die letzten Jahre zur Genüge erleben dürfen.
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    Ich sage ja nicht, dass die jetztige Form eine falsche ist, sie war bisher nur überhaupt nicht erfolgsversprechend und hat uns mehr geschadet als genutzt und deswegen würde ich eben gerne die Ausgliederung einmal sehen, denn ich denke schlimmer kann es nicht mehr werden, aber besser.
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    Aber wie schon gesagt, dass ist ein Thema das Meinungen spaltet, vlt sollte man wirklich mal die Für und Wider der beiden Formen gegenüberstellen um sich wirklich mal ein Bild zu machen.

  5. Schenefelder sagt:

    Hoh Leute. Die Sitzung am Sonntag war eine gute Sitzung. Leider läßt sich viel hineininterpretieren. So zum Beispiel die geringe Teilnehmerzahl. Desinteresse, Einladungen durch die Onlinezeitung nicht erhalten?
    .
    Die Wahlergebnisse geben weitere Möglichkeiten zur Interpretation. Sollte der SC-Kern wirklivch einen Kurswechsel anstreben, sollte man den Verein unterstützen und nicht austreten.
    Und auch eine Ausgliederung ist der 5. Schritt. Lasst uns doch erst einmal die SC-Abteilung zu ihren Wurzeln zurückführen: Betreuung aller Fans und Mitglieder der HSV-Fußballabteilung. Organisation der Auswärtsfahrten und Betreuung der OFC.
    .
    Wenn man dann die Mitglieder mehr informiert und den AR verkleinert, kann man den letzten Schritt vornehmen, wenn es noch nötig ist – die Ausgliederung. Mir erscheint die Ausgliederung unnötig, da man mit einer vernünftigen SC- und Universalsportvereinstruktur sehr gut in der Bundesliga bestehen kann.

  6. bopsi sagt:

    @Raschi
    Wir machen doch den Fehler und ziehen immer wieder die Bayern als Bsp. heran.
    Die Bayern sind “in”, die Räte bei denn Bayern schmücken sich mit diesen Federn. Sie wissen doch, der Ulli macht nicht viel falsch, wirklich Verantwortung müssen sie nicht tragen.
    Zu Kühne:
    hätte BH das gemacht, was er ursprünglich ankündigte, nämlich einen Topspieler zu kaufen, den der HSV sich sonst nicht leisten könnte, wäre doch alles in Ordnung gewesen. Ich dachte da an eine Rückholaktion für vdV, oder ein ähnliches Kaliber. Im Leben wäre ich nicht auf Westermann und Kacar gekommen.
    Er hat diesen Topspieler somit nicht verpflichtet und zudem noch Spieler teilverpfändet, die bereits im Kader waren. Erinnere dich doch bitte, Kühne selbst hat sich darüber beschwert und wollte keinerlei Anteile an Kacar. Reinhardt wurde dann dafür im DSF beklatscht, weil man Kühne öffentlich kritisierte.
    Es steht jedem möglichen Gönner frei dem HSV Millionen in Form von Sponsoring zur Verfügung zur stellen und evtl. dieses Geld an einen Transfer zu binden. Soll Tchibo doch Messi nach HH holen, mit Handkuss, ich hole ihn auch ab.
    Aber ich will nicht, dass dafür 40% des HSV an Tchibo gehen, Messi uns nichts bringt und der HSv dann in die Röhre schaut.

  7. bopsi sagt:

    @randnotiz 14.54
    Ich wäre dabei, gerne sogar.

  8. Kleiner_Engel_23 sagt:

    WORTSPIELER sagt:
    15. Januar 2013 um 14:42
    Wow, da sind die beiden aber sehr umfangreich, wenn die soviel Stimmgewicht haben ;-)

  9. randnotiz sagt:

    SON Problem für Arnesen
    .
    Über den Autor:
    Christian Seidl, Mitgründer von http://www.fussballzimmer.de und bekennender HSV Fan.
    http://www.spox.com/myspox/blogdetail/SON-Problem-fuer-Arnesen,187601.html

  10. maddin näh sagt:

    solange der sc und andere abteilungen einen festen sitz im AR haben,wird es immer wieder leute geben die versuchen ,als alternative zu einer demokratischen wahl,über diese ämter in den AR zu kommen.

  11. Raschi sagt:

    bopsi, mehr noch als die Bayern bei mir “in” sind, ist der Einfluss von Fans auf das Tagesgeschäft eines Bundesligisten bei mir “out”. Und anhand dessen, was ich alles in die Satzung einer ausgegliederten Profiabteilung mit reinschreiben würde, siehst Du ja, dass die Bayern für mich auch nicht das Nonplusultra sind und der HSV durchaus eigene Wege gehen und die Sorgen der Fans bei einer eventuellen Ausgliederung ernst nehmen und berücksichtigen sollte.
    Und auch ich würde hier zwar gerne einen Messi sehen, aber eben auch nicht zu jedem Preis, und schon gar nicht zu dem, dass ihn uns “Tchibo” für einen 40prozentigen Anteil am HSV “spendiert.” Wir sind da absolut einer Meinung. Aber es muss ja nicht gleich Messi sein, es könnte ja auch zwei, drei Nummern kleiner gehen, und dann wäre das Kühne-Modell für die Finanzierung wieder interessant. Und das es Kinderkrankheiten hatte, auch da gebe ich Dir vollkommen recht. Die hätte man in einer zweiten Version ja wunderbar beseitigen können, ohne das Modell gleich zu einem schnöden Darlehen zu degradieren.
    Ansonsten, und das will ich auch gerne mal sagen, finde ich es gerade klasse, mit Dir zu diskutieren. Auch oder gerade weil wir anderer Meinung sind. Ich glaube, wenn das im Verein stattfinden würde, dann würden beide Seiten schnell sehen, dass sie, wie wir, vielleicht auch gar nicht so weit auseinander liegen. Und darauf müsste sich dann doch was gemeinsames aufbauen lassen…

  12. WORTSPIELER sagt:

    @Kleiner_Engel_23 (15:00 Uhr)
    womit sich auch der begriff “überhangmandate” erklären ließe…

  13. Wolle-BRV sagt:

    so. endlich Feierabend.
    Alle die noch arbeiten müssen, viel Spaß.

  14. Dembinski sagt:

    Danke wolle :mrgreen:

  15. Bubi Hönig sagt:

    Endlich haben wir zwei Wolle, oder sagt man da Wollen??

  16. pwehsv sagt:

    Ist die Diskussion um eine Ausgliederung nicht müßig? Hier kann sich da vermutlich niemand anmaßen, für jede Abteilung diesen Wunsch zu befürworten oder abzulehnen.
    Oder war das Ergebnis der Online-Umfrage entsprechend aufgedröselt?
    .
    Oder hat das tapfere Helferlein Schenefelder am Sonntag auf den Chips/Geräten entsprechende Hinweise entdeckt? Ich gehe aber davon aus, dass sich keiner der anderen Abteilungen selbst tragen könnte und somit eine gebündeltere Fachkompetenz in einer autargen Profiabt. allen zu Gute käme. Einem entsprechenden Verteilschlüssel von Geldern an die Amateure würde sich wohl kaum jemand widersetzen, oder?
    .
    Für mich kann ich sagen, HSV-Fan bezieht sich einzig auf den Fußball und da zu 98% auf die Profitruppe. Und da sollte (bei den Zahlen, die dort bewegt werden), auch in den verantwortlichen Positionen möglichst auch Profis sitzen.
    Der AR unter BH hat es schließlich lange nicht geschafft, einen SpoDi zu verpflichten….

  17. ky sagt:

    Der HSV e.V. hat 5.026 aktive Mitglieder, die eine Sportart im HSV betreiben (Quelle HSV Jahresbericht 2012). Diese scheinen sich aber auch eher über ihre Abteilungen/Abteilungswahlen zu definieren, denn sonst müsste man eine höhere Präsenz bei den MVs erwarten (dürfen).

    @ bubi hönig 14.06:
    ich meinte nicht den off. HSV-Fanshop in der Schmiedestrasse, sondern den 1887-Store in der Kl. Reichenstrasse. Dieser scheint aber eine Eigenmarke/Lizenz zu sein, die Nils Kuhlwein und Jens Eybe betreiben: eine direkte Verbindung zum SC gibt es nicht, auch wenn viele Hardcore-SCler gern diese Klamotten tragen. Mein Fehler, sorry. Außerdem ist er nur 160qm statt der von mir genannten 250 qm, Fehler 2… :-(

    zurück zu Ausgliederung ja/nein:

    Mir erschliesst sich nicht der Sinn, warum Senioren-Delegierte etc. als AR-Entsandte über den Vorstand entscheiden, diesen bestellen oder ablösen. Bei dem Vorstand für Amateur-Belange (Scheel) von mir aus, aber ob der Sport- oder Vermarktungschef fähig/unfähig ist, dafür sollte es schon mehr Kompetenz aus Unternehmen vergleichbarer Grössenordnung geben in der Vita desjeweiligen AR-Mitgliedes.

    Letztendlich hat doch der enorme Kapital-Bedarf der Profi-Fussball-Abteilungen (aller Vereine) zu den Ausgliederungen der weiter oben erwähnten Vereine seit gut 14 Jahren geführt; und das durchaus auch zum Schutz der Amateur-Abteilungen. Bei richtigem Miss-Management kann nämlich auch der Gesamt-Verein insolvent gehen…

    Und da ich durchaus auch ein paar Kontakte zur Wirtschaft habe: Dort – siehe Interview Imtech-VV im HA von Mitte August 2012 – gibt es sehr wohl viel Vorbehalte gegen die Amateur-Strukturen des HSV – diese Partner sind nämlich nicht an Lager-Bildungen im AR interessiert, sondern an Verlässlichkeit…der Artikel in 11 Freunde spricht Bände, und ich würde gern mal von Alexander Otto wissen, wie er 42 AR-Sitzungen in einem Jahr ausgehalten hat (bei vergleichbaren Unternehmen gibt es max. 4 p.a.). Kein Wunder, dass dem der zeitliche Aufwand zu hoch war. Und ich bin gespannt, wie die neuen AR-Mitglieder die Lager-Bildung zum Thema neuer AR-Vorsitz erleben werden. Hunke, Ertel, Floberg stehen schon in den Startlöchern…

    Eine Ausgliederung bietet nicht automatisch Erfolg, aber sie erhöht die Chancen, kompetente Personen zu gewinnen und an einem Strang zu ziehen.

    Und die letzten 16 Jahre sind nunmal leider kein Ruhmesblatt unseres HSV in Sachen Kompetenz, Einigkeit, Verlässlichkeit, Kontinuität, Diskretion, hanseatischer Kaufmannsgeist, etc.

  18. Blogfan sagt:

    Achtung, etwas provokant aber:
    Der HSV —> könnte doch auch ohne SC klarkommen —-ging ja auch vor Hunkes Idee ??
    Der SC —> kann aber nicht ohne den HSV ……….

    Frage ( ernsthaft ): Was passiert, ausser ein paar mehr Austritte als normal, wenn die
    Gruppierung SC geschlossen wird ( keine Gelder mehr vom Verein ), oder sich tatsächlich selber ausgliedert und in Zukunft auf eigenen Füßen steht. ( ohne Vereinsgelder ) ??

    Angenommen von den immer hier genannten ca.50.000 SC’er treten 5-10.000 deshalb
    aus, what’s happend !!
    -
    Wie oben schon erwähnt, es ist nur eine etwas provante Frage und kein pesten oder ein
    Streitansatz.

  19. Rehbusch sagt:

    what`s happened? How cares!

  20. Blogfan sagt:

    ein kurzer Nachsatz noch,
    ein echter HSV Fan bleibt doch HSV Fan auch ohne SC , oder ?

  21. Blogfan sagt:

    Rehbusch sagt:

    15. Januar 2013 um 16:55

    - yes -

  22. Raschi sagt:

    Blogfan, in erster Linie ist es mal eine berechtigte Frage. Genau so gut wie wir die Profis ausgliedern können, könnten wir auch den SC ausgliedern oder gleich ganz abschaffen. Der HSV braucht keine eigenständige Abteilung, die auch noch eigene Vereinspolitik betreibt, für ihre Mitgliederverwaltung und -betreuung, er braucht nur Mitarbeiter dafür…

  23. pwehsv sagt:

    SC ausgliedern – auch nicht verkehrt.
    Raschi, beim Abschaffen bitte Gobi informieren, wg. Kandidatur und so ;)

  24. Sascha Rautenberg sagt:

    ich seh den SC als Gegengewicht zu denen,die den Verein als showbühne benutzen,für mich sollte er stark sein,sonst können wir nur zusehen bei den Risikospielchen und keiner hats gewollt..von mir pro starker SC.

  25. Fetherstone sagt:

    Ausgliederung des SC? Ihr meint, weil das aus eurer Sicht so gut mit der “Ausgliederung” einiger Blogger hier so perfekt geklappt hat? Da kommt ein merkwürdiges Verständnis von Mitbestimmung und Identifikation mit dem Verein durch. Abgesehen davon, triebe das nur die Geriatrisierung des Vereins voran. Auch als Gegner des Supporter-Lobbyismus der letzten Jahre habe ich ein etwas anderes Verständnis von Strukturreform, dazu gehört nicht, die Mehrzahl der HSV-Mitglieder zu Outlaws zu machen.

  26. Fetherstone sagt:

    PS: Diesem Blog fehlt eine Editierfunktion.

  27. ky sagt:

    @sascha rautenberg, fetherstone

    Keiner will die Mehrzahl der HSV-Anhänger zu outlaws machen.
    Keiner will den überragenden support – gerade auch bei Auswärtsspielen – missen.
    Alle wollen auch tolle Choreos wie gegen Hannover (125er Feier).

    Und dafür braucht es Unterstützung, auch finanziell, durch den Verein, bezahlbare Eintrittskarten, auch Stehplätze,
    aber es braucht keine Pyromanen, und keine Rattenfänger, die “ihre” Fans vor ihren Karren spannen und in den Verein hineinregieren, als wäre es ihrer ganz allein…

    Diese Lager-Bildung im Verein, die all die ganzen chaotischen Zustände der letzten Jahre mitverursacht hat, ist vom SC betrieben worden. “Ihre” Kandidaten waren es doch zuerst, die frei von Kompetenz und aus reiner Opposition die SC-Positionen vertreten haben, die bei genauer Betrachtungsweise total widersprüchlich sind. Kein Kommerz, aber Meister werden wollen…mit 11 Seeler-Enkeln, die lebenslange Verträge unterschrieben haben…

  28. Wolle-BRV sagt:

    Ich bin aber nur ein Wolle und keine Wollen ;-)

  29. Wolle-BRV sagt:

    Ich hoffe das der HSV gegen Delmenhorst Ost gewinnt. Ich würde gerne mal wieder über meine tollen Delmenhorst Ost Kollegen lachen :-)

  30. altona sagt:

    ky sagt:
    15. Januar 2013 um 19:02

    @sascha rautenberg, fetherstone

    Keiner will die Mehrzahl der HSV-Anhänger zu outlaws machen.
    Keiner will den überragenden support – gerade auch bei Auswärtsspielen – missen.
    Alle wollen auch tolle Choreos wie gegen Hannover (125er Feier).

    Und dafür braucht es Unterstützung, auch finanziell, durch den Verein, bezahlbare Eintrittskarten, auch Stehplätze,
    aber es braucht keine Pyromanen, und keine Rattenfänger, die “ihre” Fans vor ihren Karren spannen und in den Verein hineinregieren, als wäre es ihrer ganz allein…

    Diese Lager-Bildung im Verein, die all die ganzen chaotischen Zustände der letzten Jahre mitverursacht hat, ist vom SC betrieben worden. “Ihre” Kandidaten waren es doch zuerst, die frei von Kompetenz und aus reiner Opposition die SC-Positionen vertreten haben, die bei genauer Betrachtungsweise total widersprüchlich sind. Kein Kommerz, aber Meister werden wollen…mit 11 Seeler-Enkeln, die lebenslange Verträge unterschrieben haben…

    .
    .
    Eine ganz ausgezeichnete Zusammenfassung, wie ich finde.

  31. altona sagt:

    neuer Blog !

  32. Fetherstone sagt:

    Ich behaupte mal, kein glühender Verehrer des SC zu sein und bin auch seit Urzeiten ein Befürworter einer eigenständigen Profiabteilung. Der Gedanke, sich des SC entledigen zu wollen ist ohnehin eher unrealistisch und wohl eher provokant gemeint. Ich störe mich aber an der dahinterstehenden Denkungsweise, die SC-Chaoten hätten die Situation des HSV herbeigeführt und mit dem Abladen der Verantwortung in einem Rumpfverein würden dann bessere Entscheidungen gefällt werden. Wir wollen mal festhalten, dass der SC-Protest durchaus eine Reaktion auf einen dem Vorstand gegenüber sehr unkritischen Aufsichtsrat war – und das schreibe ich als jemand, der Hoffmann hier meistens verteidigt hat. Wer den Support im Stadion, die maximale Identifikation der Fans haben will, wird eben auch eine akzeptieren müssen, dass sich diese im Verein einbringen. Diese Gleichsetzung SC = Pyrospinner finde ich darüber hinaus Quatsch.