Tagesarchiv für den 11. Januar 2013

Fink: “Auf Dauer keine 28 Feldspieler . . .”

11. Januar 2013

„Wir haben gut gearbeitet, die Rahmenbedingungen stimmten, die Sonne schien, die Plätze waren sehr gut – es stimmte alles, und deswegen konnten wir auch gut arbeiten in Abu Dhabi – das war wichtig“, sagte Thorsten Fink nach der Rückkehr in Hamburg. Im Moment hat der HSV ja auch im Hinblick auf das erste Bundesliga-Spiel im Jahre 2013 (Sonntag in einer Woche beim 1. FC Nürnberg) nur zwei „Sorgenkinder: Petr Jiracek und Rafael van der Vaart. Beide liefen am heutigen Freitag mit Reha-Trainer Markus Günther durch den Volkspark, und bei beiden Spielern besteht noch die Hoffnung, dass sie bis zur Partie bei den „Clubberern“ noch fit werden könnten. Wobei die Hoffnung bei van der Vaart gewiss größer ist, als die bei Jiracek, denn der Tscheche hat ja noch gar nicht mit der Mannschaft trainieren können. Gut für den HSV haben sich die Verletzungen von Maximilian Beister und Tolgay Arslan entwickelt. Um beide Spieler durfte ja während des Trainingslagers auch noch ein wenig gebangt werden, da sie ja aber noch in Dubai beim 2:2 gegen Mönchengladbach zum Einsatz gekommen sind, dürften sie auf jeden Fall zur Verfügung stehen. Ganz gute Voraussetzungen also, dass der HSV positiv in die Rückrunde wird starten können – personell sah es schon mal weitaus schlechter aus.

Jetzt muss aber noch der Sonnabend – mit dem Testspiel gegen Austria Wien – abgewartet werden. Diese Partie beginnt um 15.30 Uhr im Volkspark, und sie ist natürlich die Generalprobe für das Nürnberg-Spiel. Ohnehin steht dem HSV ja ein „langes Wochenende“ bevor, denn am Sonntag folgt im CCH ja die Mitgliederversammlung, die um11 Uhr beginnen wird. Vorstandsmitglied Oliver Scheel sagte mir heute, dass er keine große Brisanz, erst recht keinen Ärger erwartet, eher ist das Gegenteil der Fall: „Ich erwarte eine ganz harmonische Mitgliederversammlung.“ Bei der die Wahlen der vier neuen Aufsichtsrats-Mitglieder sicherlich im Mittelpunkt stehen werden. Das wird mit Sicherheit eine spannende Angelegenheit werden.

Gespannt bin ich zudem darauf, wie über die neueste Beurteilung der finanziellen Lage des HSV, die Klub-Chef Carl-Edgar Jarchow ja noch in Abu Dhabi abgegeben hatte, diskutiert wird. Ob überhaupt? Die Lage ist ernst, so war zu hören und so lesen, die Lage ist nicht besser geworden – eher ist auch hier das Gegenteil der Fall. Inzwischen aber haben es wohl, so hat es für mich den Anschein, selbst die größten Optimisten eingesehen, dass es wirtschaftlich sehr schlecht um den HSV bestellt ist. Wenn ich noch daran denke, wie „Scholle“ und ich einst um die Ohren bekommen haben, als wir damals die Wahrheit geschrieben haben – dann haben sich die Zeiten doch ein wenig geändert. Einst wurde uns („Scholle“ und mir) ja in diesem Blog Woche für Woche vorgerechnet, dass es ja noch die Millionen des Verkaufs von de Jong geben müsste, auch die vielen Millionen von Kompany, die von und für Boulahrouz, das viele Geld vom Van-der-Vaart-Verkauf, und, und, und. Diese Rechner haben aber zum Glück mit ihren Rechnungen irgendwann dann doch aufgegeben, denn unter dem Strich haben sie auch einsehen müssen: Es ist, schlicht und einfach, kein Geld mehr da. Und genau das hat Carl-Edgar Jarchow nun schon unzählige Male sagen und wiederholen müssen.
Und genau das haben wir, „Scholle“ und ich, damals auch nur geschrieben. Allein es fehlte vielen der Glaube daran. Aber es ist so – wie es ist.

Vielleicht hilft uns aber auch diesbezüglich Heung Min Son weiter. Er soll ja in England heiß begehrt sein. Sogar zehn Millionen sollen für den Südkoreaner gezahlt werden. Wobei ich glaube, dass da unter 15 Millionen Eure nichts laufen wird. Nachlassen kann man später ja immer noch . . . Für Nigel de Jong gab es schließlich ja auch so ein Betrag zwischen 16 und 20 Millionen – genau war das nie zu erfahren. Son würde, falls er denn verkauft werden könnte, ebenfalls (wie einst Thomas Doll zu Lazio Rom) als „Retter“ des HSV in die Vereins-Geschichte eingehen. Ich würde ihm natürlich immer dankbar sein dafür. Und ich wünsche ihm für seine Reise auf die Insel schon jetzt einmal alles Gute. Er wird dort sein Ding schon machen. Glaube ich jedenfalls. Er hat es doch in vielen Bundesliga-Spielen schon bewiesen, dass er es kann. Deswegen gilt auch für mich: Reisende soll man nicht halten. Erst recht nicht, wenn der HSV dafür Millionen erhält. Zu diesem Thema sagte Thorsten Fink heute noch einmal: „Heung Min Son hat in dieser Saison eine sehr, sehr gute Entwicklung genommen, aber er entwickelt sich immer noch weiter, und dazu benötigt er Zeit. Diese Zeit bekommt er bei uns, das kann ich ihm immer nur mit auf den Weg geben, bei uns kann er auch mal ein schlechteres Spiel machen. Trotzdem muss er sich natürlich immer wieder beweisen, muss auch im Training immer wieder Gas geben – und auch in den Spielen. Ob er sich aber schon in England so weiterentwickeln kann, bei einem Verein der dazu eventuell noch in der Champions League spielt, das vermag ich nicht zu beurteilen. Ich denke, die sportliche Perspektive für einen Jungen in seinem Alter sollte ausschlaggebend sein.“ Für einen Verbleib beim HSV . . . Vorläufig jedenfalls noch.

Schließt Thorsten Fink denn einen Son-Wechsel in diesem Winter aus? Der Coach sagt: „Ich von meiner Seite schließe das aus. Wir brauchen ihn, denn wir haben ja auch unsere Ziele. Wir haben ja nicht Top-Spieler wie van der Vaart oder Adler geholt, um dann im Mittelmaß zu verharren. Auf Dauer wollen wir europäisch spielen, das ist ja auch ein Zeichen für einen Jungen, dass sich hier etwas entwickelt. Trotzdem weiß ich auch, dass in unserem Fall immer wieder Grenzen gibt. Es ist doch ganz klar, dass wenn man in einem gewissen Bereich kommt, dass man dann einen Spieler nicht mehr halten kann . . .“ Also ab 15 Millionen aufwärts. „Läppische“ zehn Millionen sind mir in diesem Fall zu wenig.

Wobei „Scholle“ ja immer noch damit spekuliert (oder ist es schon mehr?), dass Per Ciljan Skjelbred noch verkauft werden könnte. Norwich City soll den Norweger ja an der Angel haben. Thorsten Fink über den „Comebacker des Jahres“: „Per kam zu mir in die Kabine, irgendwann Ende Oktober, und fragte mich, ob er sich eventuell in der Winterpause ausleihen lassen sollte – und ich habe ihm geantwortet: ja. Aber so ist das nun mal im Fußball, und das ist auch ein gutes Zeichen für andere Spieler, die im Moment nicht so die Chance haben. Sie müssen immer weiter hart arbeiten, müssen Teamwork zeigen – und Per ist ein Team-Spieler. Er hat im Training immer Gas gegeben, und das hat sich für ihn ausgezahlt. Er spielt jetzt bei uns eine große Rolle.“
Und genau das könnte ja auch für Norwich City interessant sein . . .

Zurück zum Wesentlichen. Thorsten Fink hat, so war heute überall zu lesen, einen Sieg von seinen Mannen in Nürnberg gefordert. Das ist auch gut so. Und gewiss auch nicht unmöglich. Das rechnete der Trainer auch heute schnell noch einmal vor: „Mit den neuen Spielern haben wir 24 Punkte geholt, diese Serie wollen wir fortsetzen.“ Nachdem der Saisonstart ohne Rafael van der Vaart, Petr Jiracek und Milan Badelj gründlich verpatzt worden war. Bis auf wenige Ausnahmen aber ging es aber mit dem HSV bergauf, sodass nun voller Optimismus in die Zukunft geblickt werden kann. Fink: „Die Mannschaft wirkt hungrig, sie wirkt so, als wenn sie mehr erreichen will. Da ist mit den Führungsspielern, die wir jetzt haben, ich nenne da nur mal Rene Adler oder Rafael van der Vaart, ich könnte noch einige andere Spieler nennen, ein ganz anderer Zug in der Mannschaft. Das gibt mir die Zuversicht, dass wir einen besseren Start haben als in der Vorrunde.“

Jiracek soll zu Beginn der Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen können, bei van der Vaart sieht es ebenfalls danach aus, als könne er am Dienstag (Montag ist frei) wieder mit dem Team trainieren. Bereits heute haben übrigens Robert Tesche und Gojko Kacar wieder mittrainiert. Für das Wien-Spiel allerdings werden sie nicht im Kader sein. Zu diesem speziellen Thema befand Fink: „Ich bin der Meinung, dass sich Tesche und Kacar hier nichts zuschulden kommen lassen haben. Ich werde noch einmal mit Frank Arnesen über die beiden Spieler reden, was wir da nun machen. Grundsätzlich wissen die beiden Spieler aber um ihre Situation, denn wenn man zu Hause bleibt, dann merken sie vielleicht, wie die Situation für sie ist.“ Dann fügt Fink noch ergänzend hinzu: „In Kürze muss sicherlich etwas passieren, denn ich kann nicht auf Dauer mit einem Kader von 28 Feldspielern trainieren.“
Aber wenn ich Carl-Edgar Jarchow richtig verstanden habe (in Abu Dhabi), dann rechnet der Klub-Chef ja auch ganz fest damit, dass bis zum 31. Januar doch noch der eine oder andere HSV-Profi verkauft wird.

Für diejenigen HSV-Fans, die morgen nicht in den Volkspark kommen können: Der NDR überträgt ab 15.25 Uhr live das Testspiel HSV gegen Austria Wien im Dritten Programm und im Livestream auf ndr.de/sport. Im „Sportclub live” spricht Moderator Andreas Käckell mit HSV-Trainer Thorsten Fink über die sportliche Situation vor dem Rückrundenstart und mit Frank Arnesen über die angespannte finanzielle Lage und den „Transferdruck” auf den Sportmanager.

Und wer weder Lust hat, zum HSV zu gehen, noch den SV im Fernsehen zu sehen, dem seien die Hamburger Fußball-Hallenmeisterschaften in der Sporthalle Hamburg in Alsterdorf empfohlen. Der Fußball-Verband möchte diese Tradition auf jeden Fall fortsetzen (wenn es schon keinen Schweinske Cup mehr gibt!) und hat zwei Turniertage mit Liebe und Akribie auf die Beine gestellt. Am Sonnabend beginnen die Herren, die Kassen an der Halle sind um 11 Uhr geöffnet, Einlass ist um 12 Uhr –und um 13 Uhr wird das Turnier mit der Partie St Pauli II – Buchholz 08 gestartet.

In der Gruppe A spielen diese beiden Klubs, dazu noch Germania Schnelsen und Eintracht Norderstedt. In der Gruppe B treffen Victoria, Curslack-Neuengamme, Altona 93 und der FC Elmshorn aufeinander. Schiedsrichter sind Dennis Krohn (Reinbek); Thomas Bauer (Rahlstedt) und Paul Jennerjahn (Wellingsbüttel). Hallensprecher sind Tim Niemeyer und Tobias Stegemann.

Die Frauen starten am Sonntag um 11 Uhr (Turnierende 16 Uhr). In der Gruppe A stehen sich Bramfeld, Eilbek, Nienstedten und DuWo 08 gegenüber, in Gruppe B spielen Bergedorf 85, Niendorf, Vier- und Marschlande sowie Union Tornesch. Schiedsrichterinnen sind Kristina Nicolai (DuWo 08), Christin Gomes da Silva (1. FFC Wilhelmsburg) und Jacqueline Hermann (TuS Osdorf).

Ich wünsche allen Besucher viel Spaß, ich war in den vergangenen Jahren stets bei diesen Meisterschaften und weiß, dass sich dort viele ehemalige und natürlich auch jetzige Hamburger Fußballer treffen – es ist wie bei einer großen Familie, die sich dann nicht nur am Fußball erfreut, sondern auch an den netten Gesprächen unter dem Motto: „Weißt du noch?“

Zum Schluss hat mir das Moderatoren-Team heute noch den Beitrag von unserem User „Randnotiz“ ans Herz gelegt, und es wäre sehr schön, wenn alle diejenigen, die ihn nicht lesen möchten, nun abschalten und erst recht von bösen und gehässigen Kommentaren absehen. Lasst es einfach nur mal unkommentiert stehen, um irgendwann einmal mit Fairness voranzugehen. Oder zu beginnen. Ich wäre euch auf jeden Fall sehr dankbar. Haltet euch zurück, damit irgendwann einmal so etwas wie Frieden hier einkehren kann. Es geht los:

Ich möchte noch ein paar Anmerkungen (meine besonderen Fans nennen sie eher
randnotizen ;) ) zu Spielern, Transfers und Außendarstellungen machen, weil
in den letzten Tagen darüber viel und auch oft gut diskutiert wurde.
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(Achtung, länger):

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Jugendarbeit.
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Ich kann beim besten Willen nicht beurteilen, ob unsere Jugendarbeit gut
oder schlecht ist, weil ich davon überhaupt nichts mitbekomme. Wir haben
aber doch immer wieder gute Talente hervorgebracht. Dass diese sich in der
Vergangenheit nicht immer in der ersten Mannschaft etablieren konnten,
klammere ich mal aus, das haben wir hinlänglich diskutiert und ist wohl
auch den diversen Trainerwechseln und das nicht vorhanden sein eines Spodis
geschuldet, der solche Dinge in die Hand genommen hätte. Seit FA/TF ist es
für mich ganz eindeutig besser geworden. Es funzt zwar noch nicht alles,
aber man ist auf einem guten Weg.
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Es ist auf jeden Fall ein Aufwärtstrend zu sehen, die Entwicklung geht
eindeutig in die richtige Richtung und mit dem Campus ist ein Zeichen
gesetzt worden, dass zumindest bei den Jugendmannschaften in und um
Lüneburg Gehör findet. Für viele ist es auf einmal ein Anreiz dort einmal
hinzukommen. Das ist das was ich aus LG mitbekomme, ansonsten bin ich
1vieeeel zu weit um mir ein Urteil zu bilden, aber ich denke das geht wohl
den meisten in diesem Blog so und man schreibt eher sein eigenes Befinden
nieder, ohne zu wissen, wie der HSV tatsächlich bei denen ankommt, für die
es zählt, nämlich den Jugendfußballern. Es ist nicht wichtig was wir
denken, sondern ob Jugendfußballer beim HSV eine Perspektive sehen und da
haben wir alten Säcke oftmals eine viel zu eingefahrene, verzweigte Sicht
auf die Dinge. Die jungen Leute sehen das heute viel cooler.
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Und das Spieler vom HSV bei anderen Mannschaften immer erfolgreicher sind
als beim HSV, ist doch eher ein Totschlagargument, dass aber nicht immer
greift wenn man ehrlich ist. Kaum ein Spieler, der beim HSV weggegangen
ist/wurde ist zu 100 % eingeschlagen ( Kompany ist da die große Ausnahme
und Boateng mit Abstrichen) ansonsten haben es weder Torun, Sam
( mittlerweile nur noch Wechselspieler bei Lev.) und Choupo zum echten Star
und Leistungsträger gebracht. Also was wirft man dem HSV genau vor?
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Und das einem mal ein Jungstar von der Angel geht, wie jetzt vlt. wieder
bei Tah ( was ich nicht hoffe), das passiert auch anderen Vereinen. Das
kann man nicht immer verhindern. Genauso wenig wie es immer am Verein
liegt, ob ein Spieler groß herauskommt oder nicht. Der Wille des
Jugendlichen auf vieles zu verzichten und unbedingten Ehrgeiz zu zeigen
gehört ebenso dazu, wie der Einfluss von Eltern, Freunden und auch schon
Beratern, die ja selbst heutzutage schon talentierte 15-jährige haben
( Irre!). Es sind eben viele Faktoren, die aus einem talentierten Spieler
einen echten Sahne-Spieler machen. Denn der Kopf ist genauso wichtig wie das
Können.
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Spieler
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Also ich bin ehrlich, ich habe mich damals gefreut als Berg und Kacar
geholt worden. Berg war damals einer der am heißesten gehandelten
Jungspieler, der bei vielen Vereinen auf dem Zettel stand. Für mich war es
eine Auszeichnung, dass der HSV den Zuschlag bekam. Aber da waren wir auch
noch erfolgreich und hat ein gutes Duo mit BH/DB was die Professionalität
in ihrem Job anbelangt. Kacar war für mich einer der vielseitigsten
Defensivspieler sowohl für die IV als auch für die 6. Und das ist er auch
heute noch für mich, wenn ihn nicht immer wieder Verletzungen rausgebracht
hätten.
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Als man damals beide Spieler geholt hat, hat man nichts verkehrt gemacht
und wären sie so eingeschlagen wie man es hätte erwarten können, würden wir
heute nicht darüber reden. Aber jetzt ist man natürlich in einer guten
Position, wenn man diese Transfers kritisiert.
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Und auch bei Tesche hat man damals nicht viel verkehrt gemacht. Auch bei
ihm habe ich mich gefreut, weil er in Bielefeld viele richtig gute Spiele
gemacht hat und ich ihn eher als Arbeitsbiene mit dem spielerischen Etwas
gesehen habe. Also ein perfekter Spieler den man in seinen Reihen braucht.
Und das für kleines Geld und auch für relativ kleines Gehalt (angeblich
800.000 im Jahr). Die Verlängerung des Vertrages habe ich dann allerdings
nicht mehr so wirklich verstanden, lag aber wohl an den vielen Verletzungen
einiger Spieler zur Zeit der Verlängerung und da war eine
Vertragsverlängerung wohl billiger als einen neuen Spieler einzukaufen,
zumal man eh kein Geld hatte.
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Und auch bei Skjelbred sieht man jetzt was er wirklich kann. Auch da hat
sich FA nicht geirrt als er ihn geholt hat. Dass er dann nicht so
einschlägt wie er soll, liegt dann in der Regel nicht mehr am Spodi. Was
hat FA für Schelte einstecken müssen wegen Adler und nun ist er DER
Buli-Spieler der gesamten Hinrunde.
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Ich wollte nur damit sagen man muss das Gesamtpaket sehen und da wird
vieles richtig und natürlich auch einiges falsch gemacht. Das ist aber
immer so in diesem Geschäft, denn die Ware / das Produkt heißt Mensch und
hat ein Eigenleben, dass man nicht immer in Gänze beeinflussen kann.
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Außendarstellung
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Es ist heute leider Übel und Pflicht, dass sich Spieler und Funktionäre
pausenlos irgendwo äußern MÜSSEN, ob sie nun wollen oder nicht. Da wird
natürlich vieles wiederholt und auch so mancher Schmarrn verzapft und nicht
alles ist besonders publikumswirksam ausgedrückt worden. Auch hier zählt
der Mensch und die Tagesform. Man hat auch mal private Probleme und muss
dann lieb und nett in die Kameras lächeln und zum wiederholten Male zu
irgendeiner dusseligen Frage Stellung beziehen, weil es Usus ist. Das geht
dann auch mal schief.
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Und wenn es nicht so gut läuft, dann hat man als Fan das Gefühl, dass es
sich alles noch ein wenig schlimmer anhört. Aber glaubt mir auch bei
anderen Vereinen wird viel Blödsinn verzapft, da bekommen wir es nur nicht
so mit, weil wir es nicht auf dem Ticker haben und nicht die dortigen
Tageszeitungen lesen. Ich weiß, dass mein Schwiegervater sich auch häufig
über Hannoveraner Aussagen aufregt, von denen ich gar nichts hier
mitbekomme. Der HSV ist sicher nicht schlimmer als so mancher anderer
Verein. Jarchow ist natürlich eine spezielle Sache, er sollte wirklich
einfach mal zu einigen Themen keine Stellung beziehen mit dem Hinweis, es
gibt zur Zeit nichts zu vermelden. Das kann und muss er besser machen,
finde ich und feindet auch dieser Blog.
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Aber ich weiß (von vielen mit denen ich mich unterhalte, dass Jarchow sehr
gut ankommt. Die Fans freuen sich, nach dem Trubel der letzten Jahre, dass
der HSV endlich mal einen seriöus wirkenden Anchorman hat) Auch Arnesen
kommt viel besser weg als in diesem Blog (Das soll kein Indikator für gute
oder schlechte Leistungen sein, sondern einfach nur eine Feststellung der
Außenwirkung). Außerdem ist Jarchow nicht unser Problem, auch nicht TF, FA
und Hilke. Unsere Probleme liegen immer in der Struktur und der
Zerissenheit im Verein. Da krankt es nach wie vor und da sind auch unsere
Bremsen. Wenn wir da nicht alle an einem Strang ziehen und den Gedanken vom
Low-Budget-Breitenfußball (danke FR) in die Tonne werfen, dann werden wir
auch in 10 Jahren noch über die selben Probleme klagen.
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Der HSV im Vergleich zu anderen Mannschaften
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Angeblich macht der HSV ja mehr falsch als richtig und immer sind die
anderen Mannschaften besser oder uns einen Schritt voraus. Meistens sind die
Trainer besser, das Management sowieso und auch die Jugendarbeit und auch
die Spielertransfers im Allgemeinen sind immer besser als unsere Transfers.
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Wenn ich mir dann aber die Tabelle so ansehe, dann sind diese
Mannschichten, die uns ja eigentlich aufgrund ihrer viel besseren Arbeit,
um Längen voraus sein müssten, doch nur auf Augenhöhe und wir haben alle
Möglichkeiten am Ende der Saison zwischen Platz 6 bis 10 einzulaufen.
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Also können wir gar nicht alles falsch machen und auch der Kader ist dann
wohl doch nicht so schlecht wie wir ihn hier machen.
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Der HSV steht nirgendwo anders so unter Dauerbeschuss wie in diesem Blog.
Ich bin ja auch für Kritik, aber doch nicht so wie hier, wo man tagtäglich
erst einmal das Netz durchforstet um irgend etwas zu finden um sich über
den HSV aufzuregen. Man hat sich in diesem Blog angewöhnt erst einmal
Personen aufs heftigste zu kritisieren und das über einen langen Zeitraum.
Und wenn es sich dann doch anders entwickelt, meint man es mit einem kurzen
“habe mich wohl geirrt” abzutun. Die Person ist aber erst einmal angezählt.
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Beginnt den Tag doch mal mit einem Lächeln und freut euch, dass ihr Fans
dieses geilen Vereins seid und das es einen auch viel schlimmer hätte
treffen können. :) :)
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DER HSV! SIMPLY THE BEST!!!!

PS: Morgen (Sonnabend) gibt es – zeitig nach dem Wien-Spiel – wieder ein “Matz ab live”, unsere Gäste (von “Scholle” und mir) werden dann der Österreicher Paul Scharner und der Bundesliga-Profi Nummer eins, Harry Bähre sein. Über euer Einschalten würden wir uns wieder sehr freuen.

18.09 Uhr