B-Elf siegt 3:2 – sehr zur Freude von Verkäufer Arnesen

8. Januar 2013

Die oder den Moralischen zu mimen ist ebenso beliebt wie oft auch durchsichtig. Insbesondere dann, wenn es um Geld geht. Den Satz „der muss doch mehr leisten bei dem Gehalt“ kennen wir alle vom Stammtisch oder dem Sitznachbarn im Stadion. Er wird immer wieder – vor allem in Frustsituationen – hervorgeholt und findet bei vielen ein anerkennendes Nicken. Manchmal ist das auch gerechtfertigt. Allerdings wird dieser Satz in meinen Augen überstrapaziert und auch für viele Spieler benutzt, die einfach mal so richtig alles versemmelt haben und einen schlechten Tag hatten. So, wie es bei Kacar durchaus vorkam.

Aber was bitte hat das alles mit den Gehältern zu tun? Die Spieler zwingen doch niemanden, ihnen diese Gehälter zu zahlen. Im Gegenteil: Sie bekommen sie, weil der Fußball ein durch sie für die Vereine sehr erträgliches Geschäft ist. Die Klubs erwirtschaften dank der Spieler diese Millionengehälter und gehen in der Regel trotz der Gehälter nicht pleite.

Nein, was ich von einem Fußballer erwarte, hängt nicht von dessen Gehaltsabrechnung ab, sondern von dem, was dieser jemand in der Lage ist zu leisten. Ich erwarte von jedem Fußballprofi, dass er alles aus seinen Fähigkeiten gibt. Ist das nicht der Fall, kritisiere ich den Spieler, während ich für das Gehalt nur den jeweiligen Vorstand verantwortlich machen kann. Der kauft Spieler ein. Und das durchaus auch mal zu teuer, ohne jetzt hier Beispiele nennen zu wollen. Vielmehr gibt es nur den einen Grund, einen Spieler wegen des Geldes zu kritisieren, und das ist im Falle von Verhandlungen, wenn ein Spieler für einen Vertrag oder dessen Verlängerung in ein zu hohes Regal greifen will.

Aber okay, so viel dazu. Wobei das „zu teuer eingekauft“ eine gute Überleitung ist. Immerhin war es der noch immer teuerste Spieler der Vereinsgeschichte, der mir und vielen von Euch seit seiner Verpflichtung im Sommer 2010 fast durchgehend Rätsel aufgab – und der heute zum Matchwinner wurde. „Marcus hat mir unabhängig von seinen beiden Toren sehr gut gefallen“, sagte Trainer Thorsten Fink nach dem zweiten Sieg im zweiten Test 2013 über den schwedischen Doppeltorschützen Marcus Berg. Fink: „Er hätte sogar vier Tore machen können.“

Allein, am Ende traf zudem noch Ivo Ilicevic vor doppelt so vielen Zuschauern wie am Vorabend – diesmal waren es 28 (!) – in Abu Dhabi gegen den saudischen Champions-League-Teilnehmer Al Shabab , der zwischenzeitlich auf 2:2 herangekommen war zum verdienten 3:2-Sieg. Ärgerlich: Kurz vor Schluss flog Paul Scharner nach einem keineswegs überharten Foul mit Rot vom Platz.
Die beiden unbestrittenen Hauptpersonen der vergangenen 24 Stunden waren allerdings gar nicht auf dem Platz, sondern lediglich auf der Bank zu finden: Rafael van der Vaart und Tolgay Arslan. Beide Akteure hatten sich am Vorabend beim 3:1 gegen hart spielende Usbeken von Lokomotiv Taschkent verletzt. Allerdings hatte Mannschaftsarzt Philip Catala-Lehnen heute Morgen schon wieder sehr gute Nachrichten parat und gab Entwarnung. „Das Ziel heißt Nürnberg“, so Catala-Lehnen über van der Vaart, der den ganzen Tag über im Hotel von Physiotherapeut Krisof Meyer mit Massagen und Stromtherapien versorgt wurde und spätestens Mitte nächster Woche wieder voll mittrainieren soll. „Ich bin da ganz optimistisch“, so Fink.

Noch besser sieht es bei van der Vaarts potenziellem Vertreter Tolgay Arslan aus. Der 22-Jährige lief heute schon wieder seine Runden, die Knieprellung scheint ihn nur kurzzeitig vom Training abhalten zu können. „Unser Ziel ist es, dass Tolgay noch vor unserer Abreise nach Hamburg wieder mit der Mannschaft trainieren kann“, sagte Catala-Lehnen, der im heutigen Spiel zum Glück keine neuen Patienten zu verbuchen hatte und das auch für die morgige Partie in Dubai gegen Mönchengladbach (16 Uhr MEZ/live auf Sport1) hofft.

Hoffnung machte der Auftritt vor allen Dingen den HSV-Verantwortlichen, die weiter darauf setzen, im Winter durch Verkäufe rund 6,4 Millionen Euro einzusparen. Bei allen drei Treffern waren mögliche Streichkandidaten maßgeblich beteiligt. Beim ersten Jeffrey Bruma und eben der Doppeltorschütze Berg, dessen Marktwert zwar noch immer bei rund vier Millionen Euro liegen soll, den der HSV aber schon für weniger abgeben würde. Allein an Angeboten mangelte es bis dato. Selbst die vom HSV selbst avisierten Offerten aus Spanien blieben bis heute aus.

Aber zurück zum Spiel. Da konnte Berg schon nach zwei Minuten Werbung für sich machen. Der Angreifer wurde mit einem weiten Pass von Bruma vom eigenen Sechzehner in der gegnerischen Hälfte angespielt. Berg ließ den Ball einmal aufkommen, um ihn dann aus gut 25 Metern über den vor dem Tor stehenden Keeper in den linken Giebel zu jagen. Ein richtig schöner Treffer. Ebenfalls sehenswert das 2:0 nach einer leicht abgefälschten Flanke des besten Mannes in der insgesamt schwachen HSV-Abwehr, Slobodan Rajkovic. Der begnadigte Serbe fand über einen kleinen Umweg die Stirn von Berg, der keine Mühe hatte, den Ball über die Linie zu drücken – Bergs dritter Treffer im zweiten Spiel 2013. Und es hätten im weiteren Spielverlauf noch mehr Bergtreffer werden können, wenn der gegnerische Keeper nicht in höchster Not gerettet hätte.

Allerdings, und darüber täuschte der Sieg ein wenig hinweg, die zweite Reihe des HSV – das A-Team hatte gestern gespielt – wusste nicht zu überzeugen. Insbesondere im Mittelfeld war der Klassenunterschied zur ersten Besetzung deutlich zu erkennen. Nafiu, Steinmann und Norgaard spielten passabel – aber keiner konnte dem Spiel seinen Stempel aufdrücken, was nicht wirklich überrascht. Allerdings konnte auch Routinier Tomas Rincon, der sogar noch hinter die Youngster abfiel, dem Aufbauspiel des HSV keine Sicherheit verleihen.

Selbige fehlte auch der Viererkette, in der Rajkovic noch am meisten zu gefallen wusste. Die Innenverteidiger Bruma (verursachte in der 13. Minute zudem einen Elfer den Drobny hielt) und Scharner hingegen fielen durch etliche Stellungs- und Abspielfehler sowie verlorene Zweikämpfe auf. Ebenso wie der zum rechten Verteidiger umfunktionierte Jacopo Sala, dem lockere Anfragen aus Italien vorliegen sollen, den Fink aber ungern abgeben würde.

Das Positivste an dem schwachen Spiel war, dass es Sportchef Frank Arnesen in die Karten gespielt haben dürfte. Nach dem geplatzten Transfer von Gojko Kacar konnten sich zumindest die beiden Gutverdiener Berg und Rajkovic (beide liegen bei knapp zwei Millionen Euro per annum) empfehlen. Gut möglich, dass in den nächsten tagen, so wurde angedeutet, noch etwas passiert. Nicht ausgeschlossen ist, dass es sich dabei auch um Ivo Ilicevic drehen könnte, der bereits vor dem Trainingslager ein langes Gespräch mit Fink geführt hatte und der heute zu überzeugen wusste. Zwar gelang dem Kroaten längst nicht alles, allerdings ergriff er immer wieder über Außen die Initiative und sorgte für Gefahr, die letztlich mit dem Siegtreffer belohnt wurde.

Vor allem aber muss sich der HSV in Zukunft deutlich mehr Gedanken darüber machen, wie man sich am besten von teuren Spielern trennt bzw. wie man sich diesbezüglich im Vorfeld verhält. Aussortieren und auf die Tribüne setzen sind sicherlich oftmals notwendige aber eben nicht die besten Werbungen für Spieler, die weg sollen. Zudem ist es wahrlich nicht ein Verhandlungsvorteil, wenn alle Welt aus dem Munde der HSV-Verantwortlichen (Vorstand und Aufsichtsrat) erfährt, wie klamm der HSV ist. Die vom Aufsichtsrat zudem öffentlich gemachte Einsparungsvorgabe von 6,4 Millionen Euro an Arnesen (sie kam nicht wie im Blog von einigen behauptet von Jarchow) dürfte Arnesen die Arbeit zusätzlich erschwert haben. Kein Wunder, dass es bislang nur für Kacar eine offizielle Anfrage gab. Und umso bitterer, dass dieser Wechsel geplatzt ist.

Deshalb: Daumen drücken, dass sich durch die aktuellen Testspiele der eine oder andere Streichkandidat für einen neuen Klub empfehlen kann und konnte. Anders als Paul Scharner, der es im dritten Spiel (Freiburg, VfL 93 und Al Shabab) auf seine bereits zweite Rote Karte brachte. Diesmal zwar mit einer höchst umstrittenen Roten – aber eben wieder mit einem Platzverweis. „Immerhin war ich schon dreimal so lange auf dem Platz als gegen Freiburg“, witzelte der Österreicher, der somit im Trainingslager abschließenden Test gegen Mönchengladbach am Mittwoch nicht mitspielen dürfte (wobei niemand genau sagen konnte, ob, für welche Partien und für wie lange Scharner durch diese Rote gesperrt ist). Zum Glück für Arnesen zählt Scharner nicht zu den Spielern, die abgegeben werden sollen…

Bis morgen!

Scholle

Statistik: HSV: Drobny – Sala (80. Diekmeier), Bruma, Scharner, Rajkovic – Norgaard (65. Skjelbred), Rincon, Steinmann (74. Aogo) – Nafiu (65. Son), Ilicevic – Berg (74. Rudnevs).
Tore: 1:0 Berg (2.), 2:0 Berg (20.), 2:1 Tibalabue (53.), 2:2 Tibalabue (60.), 3:2 Ilicevic (77.). Rot: Scharner (89.). Bes. Vorkommnisse: Drobny hält einen Strafstoß.

P.S.: Beim Spiel und im Hotel zuvor besuchte der Ex-HSV-Profi Andrej Panadic seinen ehemaligen Arbeitgeber. Der ehemalige Innenverteidiger (“Hamburg war die sicherlich schönste Zeit meiner gesamten Karriere”) ist inzwischen als Cotrainer des in Abu Dhabi spielenden Clubs Al Wahda angestellt.

450 Reaktionen zu “B-Elf siegt 3:2 – sehr zur Freude von Verkäufer Arnesen”

  1. HSV Jonny sagt:

    Alte Hexe :mrgreen:

  2. Aradia sagt:

    @ Evi………..alle Esel heissen ….. und das mit recht. :wink:

  3. Hansinator sagt:

    so wie in der Gastwirtschaft maddin nä?

  4. pietkunz sagt:

    Übrigens hat Diekmeier nur noch Vertrag bis 2014…
    Es wäre jetzt in der Winterpause wichtig gewesen, mit ihm zu verlängern oder zumindest das Angebot zu machen.
    Diekmeier ist ein (wie ich finde) unterschätztes Kronjuwel und dürfte baldigst HEISS begehrt sein, wenn man nicht aufpasst…

  5. maddin näh sagt:

    da fällt die bilanz meistens eher negativ aus

  6. Hope sagt:

    ;-) Peddi und fressen einem aus der Hand :mrgreen:

  7. Aradia sagt:

    Brautschau………..

  8. Aradia sagt:

    Paule issn Karottenfresser. :wink:

  9. Lars49 sagt:

    Son mal wieder mit “genialem” Laufweg – Mist!

  10. HSV Jonny sagt:

    Hat der Pastor heute eigentlich schon seinen täglichen Auswurf in den Blog gehustet ? :mrgreen:

  11. Hope sagt:

    Droobbooo

  12. WORTSPIELER sagt:

    freunde der sonne, moralisch mag “nur der hsv” ja noch vertretbar sein, aber bei der analyse eines / dieses testspiels ist es vielleicht ein bißchen eindimensional. während die “a-elf” des bundesliga-dinos gestern quasi frei hatte, sollte man das programm der fohlen gestern und heute am tag mal in betrachtung ziehen, bevor “leichtfüßigkeit” und “gutaussehen” bescheinigt wird…! dies nur mal so am rande für die experten, die bei niederlagen immer posaunen, dass es ja “nur ein testspiel” sei. einzig und allein die aussage (lars49), dass das gesamte spiel für ein testspiel ganz flott daherkommt hat gehalt. zwar nicht das von kacar, aber immerhin…

  13. Aradia sagt:

    Drobony……………………………………………..

  14. Hansinator sagt:

    Unser VOLVO !!!!

  15. Lars49 sagt:

    Favre kann soo schön leiden

  16. randnotiz sagt:

    Raschi sagt:
    9. Januar 2013 um 15:21
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    Ich nehme mal deinen guten Beitrag und auch den von W. Kathmann zum Anlass um mich auch mal wieder zum Thema HSV zu äußern.
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    Der HSV hat die Mittel und die Möglichkeiten um eine beständige, sehr gute Rolle im deutschen wenn nicht im europäischen Fußball zu spielen. Hamburg bietet alle Vorausetzungen und es gibt eigentlich kaum Ausreden warum es bis heute einfach nicht geklappt hat. Das sind ausschließlich vereinsinterne Struktur- und Verständigungsprobleme. Und ich bleibe dabei, dass beim HSV nicht alle am gleichen Strang ziehen und das Beste für den Profifußball des HSV wollen. Sehr viele wollen das Beste für den Universal- und Traditonssportverein HSV und sehen den Fußball eher als melkende Kuh. Eine Ausgliederung muss nicht das Allheilmittel bedeuten könnte aber viele Probleme lösen. Denn…
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    …wenn man wirklich kompetente Leute am Werk hat, die alle den sportlichen Ehrgeiz haben Titel zu holen und den HSV als Spitzenverein zu etablieren, dann kann auch großes Entstehen. Zur Zeit will man das gar nicht zwingend und sieht es eher als Nebenprodukt auf dem Weg zum fanorientierten Universalverein. Wir sind ein bunt zusammengewürfelter Haufen von unterschiedlichen Interessen, die nach Außen vlt. das Interesse andeuten den Verein zu Einen, aber intern ganz anders miteinander kommunizieren. Wir arbeiten nicht erfolgsorientiert im Namen der Raute, sondern wir wollen in erster Linie Traditionen erhalten, Kommerz verhindern, wenn er nicht den Eigeninteressen entspricht und sind sehr stark Ultra-Fan orientiert, denn ich höre und lese selten etwas über den “normalen Fan”. Es geht immer um die Hardcore-ABteilung. Und das muss es wirklich nicht sein.
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    Unsere erfolgreichste Phase der Neuzeit hatten wir unter BH / DB und das obwohl sie so unterschiedlich waren. Im Grunde waren sie so wie Schmadtke und Slomka ( wenn auch nur Trainer), nur mit dem Unterschied, dass dort nur noch Kind mitmischte und bei uns sind es eben viele viele HSVer, die sich einmischen und so bilden sich schnell Grüppchen und dadurch hat man gerne den Spalt zwischen BH und DB angenommen und den Keil Stück für Stück weiter eingetrieben. Damit will ich nicht unter den Teppich kehren, dass BH und DB eine ganze Menge selbst dazu mit beigetragen haben.
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    Es gab aber eben auch keinen Schlichter wie Kind in Hannover, der ein Machtwort gesprochen hat und auch in dieser Funktion sehe ich den AR. Aber dafür müsste er geschlossen die Interessen des HSV vertreten und nicht gegeneinander arbeiten und sich neutralisieren.
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    Eine ausschließlich Basis- sprich fanorientierte Sportpolitik ist in meinen Augen nicht erfolgsversprechend, weil es eben auch unter Fans viel zu viele unterschiedliche Interessen und Meinungen gibt. Wir sind durch die SC’ler bereits auf dem Weg ein Verein im Verein zu werden und das wird wie bisher auf Dauer nicht gutgehen.
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    Der HSV hat den großen Vorteil, dass sich Fans eben nicht abwenden wie Raschie schrieb, sondern weiter dem Verein die Treue halten, weil einmal Raute immer Raute. Das ist nicht zu erklären sondern es ist einfach so. Man wird mal weniger zu Spielen pilgern oder sich den HSV ein wenig dosierter (träger) antun, aber die Liebe zum Verein wird immer bleiben. Und genau das wissen auch gerade die SC’ler und machen sich gerade auch die Trägheit unter den Mitgliedern zu nutze.
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    Die überwiegende Mehrheit der Fans und Mitglieder will gar nichts mit der Sportpolitik des HSv zu tun haben. Sie wollen das es läuft, dass der HSV erfolgreich ist, dass erstklassige Spieler beim HSV spielen. Alles andere interssiert die meisten nicht, auch wenn sie natürlich trotzdem dagegen stänkern wenn es mal nicht läuft. Das liegt in der Natur der Sache. Wie in Sachen Politik. Die Bürger werden immer träger wenn es darum geht alle paar Jahre den Weg zur Wahlurne zu suchen, oder sich kommunalpolitisch zu engagieren.
    Das hindert sie aber nicht daran, sich ordentlich aufzuregen, alles in Frage zu stellen und besser zu wissen. Als Totschlagargument hört man dann immer, die Politker machen ja eh was sie wollen und man kann nichts dagegen tun und so ähnlich sieht es beim HSV aus.
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    Wir Fans sollten schon sehen, dass wir durch Wahlbeteligung Änderungen vornehmen und das bedeutet ja nicht nur das Wählen von neuen AR-Mitgliedern. Es gibt ja auch genügend andere Anträge die gestellt werden können ( wie z.B. die Briefwahl oder die Verkleinerung des AR), aber dafür braucht man eine 2/3-Mehrheit und das muss man wissen und auch entsprechend zahlreich auf der MV erscheinen.
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    Ohne Initiative geht es nun mal nicht, wenn man ein basisorientierter Verein wie der HSV ist. Das kann tatsächlich ein großes Plus sein. Dann müssen es aber auch alle Mitglieder leben, bleiben sie träge und lassen die anderen machen, müssen sie leider auch mit dem Leben was sie andere entscheiden lassen. Das ist dann gelebte Demokratie.
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    Wäre der Profifußball ausgegliedert, hätten wir diese Form der direken Mitsprache natürlich nicht mehr, aber dafür hoffentlich ein kompetentes Verwaltungsorgan auf das man sich verlassen kann und endlich auch die Bereitschaft der Hamburger Wirtschaft sich wieder im und für den HSV zu engagieren.
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    Denn nur so kann wieder richtig Großes entstehen. So wie jetzt werden wir weiter rumgurken, denn wer will sich schon mit einem Verein einlassen, der sich nicht so richtig positioniert, aber starke Tendenzen pro Ultraszene zeigt und sic auch nicht wirklich gegen Pyro und deren Handhabe ausspricht.
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    Der funktionale Teil des HSV bwegt sich gerade auf einer Rasierklinge und die Schnittwunden die dabei entstehen, könnten einen langen Heilungsprozeß mit immer wieder auftretenden Vereiterungen hervorrufen.
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    Ich werde mich immer auch im Rahmen meiner Möglichkeiten als Mitglied beim HSV engagieren, in der Hoffnung zumindest für mich die richtigen Wahlentscheidungen zu treffen. Aber in erster Linie will ich nur Fan sein und mich auf den Sport konzentrieren.
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    Und wenn die richtigen Leute am Ruder wären, wäre das auch überhaupt kein Problem.
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    Denn wir haben eine gute Truppe von jungen Spielern am Laufen aus denen man sicher ein erfolgreiches Team für die nächsten Jahre formen kann. Und es sind auch noch einige in der Warteschleife. Es sieht gar nicht so schlecht aus wie viele denken. Die Probleme haben wir woanders.

  17. randnotiz sagt:

    HSV Jonny sagt:
    9. Januar 2013 um 17:15
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    Was für eine Art Mensch ist man eigentlich, wenn man sich nur auf Kosten anderer amüsiert?

  18. HSV Jonny sagt:

    Oh, ne Doktorarbeit, der Pastor will promovieren ;)

  19. Aradia sagt:

    Oh mein Gott…Randy. :wink:

  20. WORTSPIELER sagt:

    abwurf von drobny nach dem lattenkreuz gesehen…?! schneller / besser geht es nicht in sachen spieleröffnung.

  21. HSV Jonny sagt:

    Oh oh, dat is ja ganz offensichtlich ein Plagiat, also son Gutenberg Dr. :mrgreen:

  22. Aradia sagt:

    Wir brauchen das 3 Tor…………bütte!!!

  23. Prof. Vitzliputzli sagt:

    Eben wieder sehr “krass” zu sehen: wie in der Bundesliga ist das Nachrücken nach Balleroberung und Pass nach Außen viel zu laaaangsam. Nur ein HSV-Spieler bei der Flanke im Strafraum. Die restlichen Mitspieler kamen erst 4 – 5 Sekunden später am Strafraum an…

  24. pietkunz sagt:

    Super kritischer Beitrag von Randnotiz – echt lesenswert!
    Und der davor von Raschi auch!

  25. Lars49 sagt:

    Manchmal klappt die schnelle Spieleröffnung, leider nehmen sie dann meistens sofort das Tempo wieder raus.

  26. Aradia sagt:

    Neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee
    Dieckmeier!

  27. Jasmin sagt:

    Hab ich gerade Rajko auf dem Platz gesehen?

  28. Lars49 sagt:

    Schade, in der 2. HZ hat das Spiel doch immer mehr nachgelassen.
    Bei unserer Mannschaft hätte ich von den Einwechslern Beister, Ilicevic und Sala mehr erwartet. Von Berg, Rincon, Rajkovic, Lam, Bruma hingegen nicht. So verspielt man seine Chancen…

  29. Eiche sagt:

    Ilicevic ist und bleibt ein Alibifussballer. Dn hab ich genauso gern wie die Fans seines Exclubs

  30. Aradia sagt:

    Iss ja nur ein Testspiel. :grin:

  31. Lars49 sagt:

    Tolles Abwehverhalten von Rajkovic, sich beim Schuss des Gegners wegzudrehen.
    Meine Trainer “belohnten” das früher mit “Freischüssen” auf den Körper. Und wehe, wenn man sich dann wieder wegdrehte…

  32. Schenefelder sagt:

    Sind die Hamburger ein wenig müde oder fehlt die Konzentration. In der 2. HZ und besonders zum Ende keine Offensivaktionen mehr, hinten offen. Sehr schade, denn bis zur 60. Minute war das ein gut anzusehendes Spiel mit vielen positiven Aspekten.

  33. pietkunz sagt:

    Da ich davon ausgehe, dass Gladbach ein härteres Trainingslager absolviert, bin ich einmal mehr erschrocken über die Schlaffheit des HSV…

  34. Schenefelder sagt:

    2:2 Endergebnis

  35. Jasmin sagt:

    Bis zur 60. war es echt nicht schlecht.

  36. Lars49 sagt:

    Tja, Eiche, Du hast wohl Recht.
    Und man kann die Phlegmatiker Bruma und Berg gleich dazunehmen.
    Mich ärgern Spieler, die ihr vorhandenes Potenzial nicht nutzen, viel mehr als diejenigen, die es nicht besser können.
    Menschen, die mit Freude und Engagement ihren Beruf ausüben und ihre Möglichkeiten ausschöpfen, sind einfach besser (zu ertragen). Das gilt nicht nur für Berufssportler!

  37. Aradia sagt:

    Ich finde unsere Jungs cool.
    Froher haben wir verloren!

  38. Schenefelder sagt:

    @ pietkunz: Gladbach absolviert ein härteres Trainingslager? Was machen die anders / härter?
    .
    Man muss leider eingestehen, dass in der 2. HZ durch die vielen Wechsel nicht mehr viel zusammenlief, da das Verständnis untereinander nicht optimal war. Aber durch solche Spiele kann man das ja nur verbessern und an der Optimierung ARBEITEN… das macht TF doch so gern ;)

  39. Benno Hafas sagt:

    Noch einmal!
    Matz abber, die am Sonntag zur HSV Mitgliederversammlung gehen, aber keine Mitglieder im “Matz ab HSV OFC” sind, bitte ich, sich bei Benno.Hafas(at)gmx.de zu melden.
    Danke

  40. Eiche sagt:

    Interessant fand ich, dass Fink sagte im muss man nicht viel Kondition trainieren, weil diese vorhanden ist. Heynckes meinte gestern, im Wintertrainingslager werden die körperlichen Grundlagen für die Rückrunde gelegt.
    .
    Nun, ich weiss nicht wer Recht hat. Aber in jedem Fall nur einer von beiden!

  41. Raschi sagt:

    Warum sollten beim HSV denn die Spieler ihrem Potenzial entsprechend agieren, wenn es ihr Arbeitgeber selbst auch nicht tut?

  42. WORTSPIELER sagt:

    @eiche
    lass’ den vfl bochum da aus dem spiel… :p

  43. Schenefelder sagt:

    Ich würde ja gern mal ein Spiel sehen, wo die sogenannten B-Spieler mal mit den A-Spielern zusammenwirken. So zum Besispiel Berg und Beister / Rudnevs mit vdV. Da wird bestimmt mehr herauskommen, als mit einem Mittelfeld wie zuletzt auf dem Platz, welches auch kaum Spielpraxis hat.
    .
    Son war heute wieder bemüht, jedoch oft wieder unglücklich. Und warum zum Himmel bleibt er so oft stehen, bricht Läufe ab, obwohl nur 5 m weiter ein Gegenspieler den Ball hat? Warum läuft er ab und zu so kompliziert, dassihn keiner anspielen kann? Macht der keine Taktikschulung? Sehr schade, denn er hat es wohl eigentlich drauf.

  44. WORTSPIELER sagt:

    @Eiche (17:58 Uhr)
    vor genau einem jahr (marbella) gab es – u.a. hier – die gleiche diskussion nach der aussage der “thofi”-fee, dessen wortlaut war, dass “im taktischen und nicht im konditionellen bereich” gearbeitet würde…! das ergebnis (= rückrunde) ist bekannt.

  45. Schenefelder sagt:

    http://www.hsv.de/verein-mitglieder/verein/kandidaten-aufsichtsratswahl-2013/kandidaten-aufsichtsratswahl-2013/?utm_campaign=1112005267&utm_content=1006414926646&utm_medium=email&utm_source=Emailvision
    .
    Hier noch einmal die Kandidaten…! Damit am Sonntag keiner sagen kann, dass er / sie nicht wußte, für was wer steht!
    .
    Denkt bitte daran, dass die S-Bahnen in Richtung Hauptbahnhof am Sonntag am Bf. Sternschanze enden, eine Schienenersatzverkehr mit ca. 20 min. längerer Fahrzeit am Dammtor hält! Bahnen vom Hauptbahnhof fahren ganz normal Dammtor an!

  46. WORTSPIELER sagt:

    ich warte auf die ausrede, dass es die “kürzeste vorbereitung” aller zeiten sei…

  47. Jasmin sagt:

    Neuer Blog

  48. Benno Hafas sagt:

    Schenefelder, was schreibst Du für einen Käse wegen gesperrten Strecken

    S21, S31
    Vom 12. Januar, 1 Uhr bis 13. Januar Betriebsschluss werden die Züge zwischen Hauptbahnhof und Sternschanze durch Busse ersetzt.
    Die Linie S21 wird als Linie S2 über Jungfernstieg – Altona umgeleitet.
    Die Linie S31 fährt nur alle 20 Minuten zwischen Altona und Sternschanze.

  49. Lars49 sagt:

    1. Mannschaft für die Rückrunde für mich (Raute):

    Adler – Diekmeier, Mancienne, Westermann, Jansen – Badelj (hinten), Arslan (rechts), Aogo (links), van der Vaart (vorn) – Beister, Rudnevs

    Nah dran: Skjelbred (für Arslan), Son (für Beister)
    dd
    Alle anderen fallen mehr oder weniger weit ab. Auffällig für mich, dass in der Verteidigung kein Ersatzspielr “nah dran” ist, kein Bruma, kein Rajkovic, kein Lam, schon gar kein Scharner. Vielleicht sollte man sich doch auf Kacar als erste Alternative für die IV konzentrieren. Außen steht mit Aogo für LV nur ein Ersatzmann bereit, der dann in der Raute ersetzt werden müsste.

    Für die Rautenpositionen steht mit Skjekbred auch nur ein Spieler direkt dahinter. Kacar sehe ich da nicht, Rincon ist nur als “Terrier” einsetzbar, Sala enttäuscht, Beister und Son sollten nur im Sturm eingesetzt werden. Ilicevic kommt nicht in die Hufe.

    Deshalb wäre es dringend erforderlich, dass Jiracek gesund wird, um mehr Alternativen zu haben.

    Insgesamt ist es bei dem großen Kader nur ein kleiner Anzug, der zu Hoffnungen berechtigt, das erste Drittel der Tabelle erreichen zu können.

    Insofern ist es gut, dass mit Norgaard, Steinmann, Calhanoglu und vielleicht Tah und Seelers Enkel (wie heißt der noch? – bin zu faul zuum Nachschauen, sorry) Talente nachdrängen, die man selbst ausbilden kann und nicht darauf hoffen muss, dass die teuer eingekauften Profis mit Erfahrung tatsächlich auch unter den für sie neuen bedingungen beim HSV einschlagen.

    Ich hoffe auf einen guten Rückrundenstart, der die Mannschaft dann weit tragen kann. Dafür sind allerdings 7-9 Punkte aus den ersten drei Spielen nötig. Wie so meist, werden wir uns aber wohl mit 3-4 Punkten begnügen müssen…