Tagesarchiv für den 24. Dezember 2012

Ein weihnachtliches HSV-Gedicht

24. Dezember 2012

Liebe “Matz-abber”

euch und euren Lieben wünschen wir, “Scholle”, das Moderatoren-Team und ich, ein wunderschönes, stressfreies Weihnachtsfest. Weihnachten ist ein Fest der Liebe, deswegen wäre es fein, wenn es überall friedlich und liebevoll zugehen würde. Ich wünsche es euch. Und bedanke mich gleichzeitig für eure unglaubliche Treue und eure Freundschaft – es ist auch für ich ein großes Glück, so viele nette Menschen hier kennengelernt zu haben. Danke dafür. Und einen besonderen Dank möchte ich mal an die weiblichen “Matz-abber” loswerden – ihr seid wirklich, wirklich klasse. Herzlichen Dank für eure nimmermüde Unterstützung, ihr tragt viel für den Zusammenhalt des Blogs bei. Ein besonderer Dank geht auch an “el Presidente” Benno Hafas.

So, nun das Gedicht – Teil eins. Heute schon etwas früher, aber es ist ja Weihnachten. Und da ich drei Familien kenne, wo die Knaben (einmal auch der Vater) diese Reime vor dem Tannenbaum aufsagen (vorlesen) sollen, haben sie nun noch ein wenig Zeit, um für den heutigen Nachmittag zu üben. Viel Spaß damit!
Teil zwei folgt morgen ebenfalls in den Vormittagsstunden. Und los geht es:

Du lieber guter Weihnachtsmann,
nimm Dich ’ner guten Sache an,
ich glaub Du weißt es schon genau,
es geht um uns’ren HSV,
kümmer’ Dich nun auf die Schnelle,
denn der Klub tritt auf der Stelle,
Platz zehn ist ja nicht wirklich gut,
mir jedenfalls macht das kein’ Mut,
ein wenig mehr dürft’ es schon sein,
für einen Traditions-Verein,
nimm das nun in Deine Hände,
gib uns endlich diese Wende.

Wir alle ha’m schon viel geflucht,
der HSV hat viel versucht,
im Dschungel wurde aufgetankt,
die Mannschaft hat es nicht gedankt,
Fußball ha’m sie glatt vergessen,
lernten dafür Maden essen,
von der Umwelt abgeschnitten,
haben sie im Wald gelitten,
Handy, Laptop, Playmobile,
gab es nicht – nur and’re Spiele,
Feuer machen – Fische fangen,
Spinnen jagen – und auch Schlangen,
Kanu fahren – Hölzer hacken,
ab und an ein Brot noch backen,
damit Mann überleben kann –
nur Fußball fiel dabei nie an,
und das war dann auch zu sehen,
wie soll das nur weitergehen?

Das Überleben hat geklappt,
nur Punkte wurden nicht geschnappt,
im Dschungel kamen sie zurecht,
nur spielten alle wie bezecht,
Nürnberg, Bremen und die Hessen,
ha’m den HSV gefressen,
den Spielern schlotterten die Knie,
der Abstieg schien so nah wie nie.

Bis dann Herr Kühne übernahm,
und auf die „23“ kam,
für den Engel gab’s Millionen,
und die sollten sich gleich lohnen,
Tore gab es – dazu Siege,
„Raffa“ – keine Eintagsfliege,
brachte Ordnung, brachte Ruhe,
ohne großes Star-Getue,
und im Falle eines Falles,
hielt der Adler einfach alles,
der Keeper wurd’ der große Held,
so ging es bald ins Mittelfeld.

Doch das kann ja nicht alles sein,
das, Weihnachtsmann, siehst Du wohl ein;
einst war’n wir in der Spitze drin,
da wollen wir auch wieder hin,
neben Bayern – vor den „Knappen“,
Titel woll’n wir wieder schnappen,
führ’ an der Eintracht uns vorbei,
denn wir gehö’rn doch auf Platz drei,
wir woll’n nicht nur überleben,
lass uns nach ganz oben streben,
gib uns Geld – ’nen ganzen Batzen,
lasse Träume nicht gleich platzen,
mach uns Mut und gib uns Klasse,
schenk uns auch noch neue Asse
so kriegen wir dann einen Lauf,
und roll’n das Feld von hinten auf.

Drum lieber, guter Weihnachtsmann,
pack es nun echt mal richtig an,
leg sofort los – und mach mal hin,
dann ist doch noch Europa drin!
Bring’ Spaß und Lust und Leidenschaft,
das wäre sicher vorteilhaft,
lass die Spieler sich zerreißen,
lass sie kämpfen, kratzen, beißen,
und schenke auch – das ist kein Scherz,
jedem der Jungs ein Rauten-Herz,
pack sie am besten einzeln an –
und nun mal los, Du Weihnachtsmann:

Dem Drobny gebe viel Geduld,
dass er nicht spielt – nicht seine Schuld,
oder Du suchst ihm ein’ Verein,
dort könnt’ er Nummer eins dann sein,
gut wär’ auch, er würd’ mal sprechen,
lass ihn den Boykott nun brechen,
er hat lang genug geschwiegen –
so viel Sturkopf ist gediegen.

Den Rene Adler – Torwart-Gott,
den halte fit, den halte flott,
schenk ihm nochmals tausend Hände,
so wird er hier zur Legende . . .

Halt auch Mickel bei der Stange,
dass er manchen Ball noch fange,
ein gutes Team braucht auch Ersatz –
und er ist gut, macht kein’ Rabatz,
auf ihn ist in der Not Verlass,
das kommt dann allen hier zupass.

Gib Sven Neuhaus Spaß und Laune,
ich geb zu, dass ich nur staune,
wie er hier nur als Nummer vier,
sich Ball auf Ball greift – voller Gier,
er hat Lust sich zu bewegen,
und ist wichtig für Kollegen,
weil er sie aufbaut – munter macht,
bei bester Stimmung auch viel lacht.

Diekmeiers Dennis gib den Tipp
- er ist zwar auf ’nem guten Trip -
doch da ist noch Luft nach oben,
er muss rechts noch viel mehr toben,
lass ihn rauf und runter laufen,
lass ihn stöhnen, lass ihn schnaufen,
lass ihn auch mal schärfer flanken –
seine Stürmer würden’s danken,
und in Sachen Zweikamphärte,
könnte Rincon, als Experte,
wie man es macht, und wie geht,
wie man auf Gegners Füßen steht,
wie man sich fair Respekt verschafft
- der Dennis steht doch voll im Saft.

Und gib Mancienne den Pass nach vorn,
er schürt per Fehlpass Volkes Zorn,
oftmals hilft auch eine Brille,
und dann dankt es die Pupille,
Fehler lassen sich vermeiden,
und kein Fink, kein Fan muss leiden.

Heiko Westermann – Maschine,
gib die Kraft als Mannschafts-Biene,
er ist Vorbild, Chef und Klopper,
und als Double Meister Propper,
dieser Kerl ist eine Pracht,
der hier nun jedem Freude macht,
’ne glatte Eins, der gute Mann,
der hier zuletzt nur noch gewann.

Marcell Jansen schenke Power,
er ist jetzt ja sehr viel schlauer,
er sucht nun hinten links sein Glück,
und rückte nur ein Stück zurück,
um für Jogis Team zu spielen,
und nach Rio so zu schielen,
denn die WM am Zuckerhut,
die täte ihm bestimmt ganz gut,
und auch der HSV wär’ froh,
denn brennt der Jansen lichterloh,
dann ist er fit, dann gibt er Gas,
dann zeigt er hinten links auch was.

Den Jeffrey Bruma wecke auf,
der steckt in einem Anti-Lauf,
und merkt nichts und vergisst den Kampf,
setz ihn mal wieder unter Dampf,
mach ihn stark und mach ihn munter,
denn sonst geht er leider unter.

Den Zhi Gin Lam, der Lahm-Verschnitt,
den mach auch auf der Brust mal fit,
schick ihn in die Folterkammer,
dann sind auch die Waden strammer,
lass ihn die Gewichte heben,
und nach einem Body streben,
mit dem er jeden Gegner checkt,
vor dem sich jeder Gegner schreckt.

Scharners Paul musst Du stoppen,
der lässt sich nicht gerne foppen,
dann langt er hin, dann langt er zu,
dann kommt der Schiri und sagt: „Du,
das war der eine Tritt zu viel . . .“
Es folgt das Rot vom Kartenspiel.
Verhind’re das, das muss nicht sein,
denn Scharner, der ist nicht gemein,
er ist so nett, ein braver Mann,
der niemand’ etwas Böses kann.

Den Badelj, den mach zum Sprinter,
jetzt, sofort, noch diesen Winter,
ein wenig schneller – wär schon klasse,
und wär hilfreich – eine Masse,
dann wär er auf der Sechs der Mann,
der alles macht, der alles kann.

Hol Tomas Rincon von der Bank,
er hat den Tiger stets im Tank,
gib dem Meister der Attacke,
etwas Spielwitz an die Hacke,
mit viel Ideen – und etwas List,
dass er nicht nur Zerstörer ist.

Bring bitte Petr Jiracek,
so schnell wie möglich hier an Deck,
der Mann reißt mit, der Mann gibt Gas,
und ist er fit – ist er ein Ass,
der bringt den HSV voran,
drum bitte führ ihn schnell mal ran,
mit ihm geht’s bestimmt nach oben –
holst Du ihn – ich werd Dich loben.

Rajkovic gib Boxhandschuhe,
oder die gewisse Ruhe,
dass er die Contenance bewahrt,
dass er im Training smart und zart,
ganz sachte nur dazwischen fährt,
das wär für ihn nicht so verkehrt,
nie mehr treten, nie mehr schlagen,
nie mehr den geplatzten Kragen,
mal auszurasten ist tabu -
ein Gentleman von Kopf bis Schuh,
und Interviews sind auch verpönt,
weil die nie von Erfolg gekrönt.

Der „Liverpooler“ Heung Min Son,
geht uns vielleicht schon bald davon,
er hat sich ja fein rausgemacht,
er schießt so hart – dass es schön kracht,
doch auch mal dagegenhalten,
Gegner mal zusammenfalten,
da macht er stets ‚nen Bogen drum,
da stellt er sich ganz plötzlich dumm,
da hält er sich ganz vornehm raus,
da nimmt er lieber schnell Reißaus;

drum knöpf ihn Dir mal richtig vor,
sonst geht’s nach unten – statt empor,
und alle lachen sich halbschlapp,
denn Liverpool winkt dann auch ab.

Der Robert-Tesche-Fußball-Gott,
der spielt im Training meistens flott,
er schießt, er köpft – und nichts misslingt,
was nichts bedeutet – weil’s nichts bringt,
wird ins Spiel er mal beordert,
und ist richtig mal gefordert,
gibt’s von Tesche nichts zu sehen,
so ist das schon oft geschehen,
deshalb schick ihn in die Ferne,
er spielt ja ganz sicher gerne,
das muss dann woanders gehen,
er wird das bestimmt verstehen . . .

So, noch einmal frohe Festtage – Teil zwei folgt morgen an dieser Stelle.

Alles Gute für euch, feiert schön und in aller Ruhe,

Dieter

10.36 Uhr