Aus zwei mach’ eins – kombinieren wir Son und Rudnevs!

12. November 2012

Es ist wie immer: Urlaub ist extrem kurzweilig. Die Tage haben plötzlich nur noch gefühlt fünf Stunden. Und während man quasi noch in den Urlaubsvorbereitungen zu stecken scheint, sitzt man auch schon wieder im Büro. Genau so erging es mir. Allerdings muss ich zu meinem großen Glück sagen, dass ich einen Job habe, auf den ich mich tagtäglich freue. Mal mehr und mal etwas weniger – aber zumindest heute am ersten Tag kann ich sagen, dass ich meine Akkus aufgeladen und wieder richtig Bock habe. Auf das Abendblatt – und auf diesen Blog! Insofern: los geht’s!

Leider mit einem trainingsfreien und somit eher ereignisarmen Tag. Heute haben mal alle HSV-Verantwortlichen frei. Erholen vom kampfbetonten Spiel in Freiburg, über das Ihr hier immer noch fleißig diskutiert. Vor allem der Platzverweis von Paul Scharner wird hier sehr kontrovers gesehen. Dabei schien die Sache für mich ebenso klar, wie sie Mannschaftskollegen, Trainer und Scharner selbst anschließend analysiert haben: so etwas darf ihm nicht passieren. Taktische Fouls sind sicherlich mal notwendig. Aber zwei davon bedeuten nun mal gelbrot. Und das hätte auch ein Scharner wissen müssen. „Ich hätte routinierter handeln. Ich bin von meinem Auftritt selbst enttäuscht.“

Soweit würde ich dann aber nur ob des Platzverweises gehen. Der Rest mutete gut an. Scharner ist ein bissiger, guter Zweikämpfer mit ausreichend fußballtechnischen Qualitäten. Das hat er im Training bewiesen und auch im Spiel andeuten können. Der eigenwillige, ehrgeizige Österreicher, der laut medizinischer Abteilung mehr trainiert als nach menschlichem Ermessen möglich, muss sich jetzt dennoch hinten anstellen. Leider für ihn. Denn mit Bruma, der seine Sache als Scharner-Ersatz ab der 36. Minute sehr gut machte, dürfte erst einmal vor ihm sein. Und wahrscheinlich auch der bis zu seiner Verletzung gesetzte Michael Mancienne. Scharner wird sich gedulden müssen.

Aber warum nur meckern? Immerhin wissen wir so, dass wir zu unserer aktuellen Innenverteidigung noch mal Qualität in der Hinterhand haben. Denn somit dürften wir zumindest eines von zwei existenziellen Problemen langsam aber sicher im Griff haben: die Defensive.

Dagegen scheint es offensiv für uns alle zum Geduldsspiel zu werden. Denn hier fehlt mit Abstand am meisten. Zwar wusste Maxi Beister am Sonnabend in Freiburg mit Chancen und (leider nicht erfolgreichen) Abschlüssen aufzufallen, allerdings musste wieder konsterniert werden, dass im Angriffszentrum Qualität fehlt. Artjoms Rudnevs war sicher wieder fleißig. Allerdings offenbarte der Lette seine fußballerischen Mängel einmal mehr. Bei dem Letten wird es immer gleich sein: Entweder er trifft und qualifiziert sich durch Tore, oder er bekommt maximal Fleißpunkte mit gehörigen Abzügen für sein Spielverständnis und -vermögen. Nach außen beteuern Spieler wie Trainer weiterhin, dass sie an den bei allen Beteiligten sehr beliebten Letten glauben. Allerdings wird schon seit Monaten Ausschau nach einem weitern Angreifer gehalten, während der chancenlose Schwede Marcus Berg weiterhin verkauft werden soll.

Weshalb hier allerdings ausgerechnet jetzt, nach einem den Umständen entsprechend guten 0:0 in Freiburg eine Trainerdiskussion aufkommt, vermag ich nicht nachzuvollziehen. Der ehemalige Bayern-Profi hat den HSV dahin geführt, wo er qualitativ hingehört. Dass bei optimalem Verlauf mehr drin wäre ist keine Frage. Aber Platz zehn ist keinesfalls als Enttäuschung zu werten nach dem misslungenen Saisonstart. Ganz im Gegenteil. Zudem: Fast noch wichtiger als die Frage nach dem „Ob man den Trainer diskutieren sollte“ ist, dass der HSV den Trainer nicht diskutieren kann und will. Momentan stehen für etwaige Trennungen absolut keine finanziellen Mittel zur Verfügung. Das war schon bei den ersten Überlegungen in Richtung Arnesen vor einigen Wochen klargemacht worden: Im Moment wird niemand abgefunden.

Auf der anderen Seite werden im Moment auch keine Verträge verlängert. Weder bei Spielern noch bei den Angestellten. Der HSV sortiert sich und versucht, einen Gesamtüberblick zu haben. Dass dabei im Winter offen und hoffentlich auch schonungslos ehrlich über die Fehler in der Hinrunde gesprochen wird – ganz klar! Das muss sein, wenn sich der HSV irgendwann wieder in Richtung internationale Plätze entwickeln will.


Lasst es am Urlaub liegen, dass ich noch etwas positiver bin als viele hier, aber im Freiburg-Spiel hat sich für mich noch etwas sehr Positives hervorgetan: Der Auftritt von Rafael van der Vaart. Denn wenn ein Spieler in den HSV-Reihen den Respekt der Mitspieler hat, dann er. Der Niederländer ist für viele vorbildlich. Zumindest behaupten das Spieler wie Maxi Beister, Milan Badelj, Dennis Diekmeier und vor allem auch Heung Min Son. Denn der Südkoreaner ist für mich im Moment derjenige, von dem ich am meisten Steigerung erwarte. Gegenüber seinem Freiburg-Auftritt wird das nicht schwer. Auch nicht gegenüber seiner Partie gegen Bayern München. Immer wieder steht Son in der Startelf. Immer wieder darf er auf dem Platz bleiben, auch wenn es mal nicht so läuft. Allerdings muss sich der zuletzt ob seiner Tore (vielleicht schon überzogen?) gefeierte Offensivspieler endlich für das ihm vom Trainer entgegengebrachte Vertrauen sportlich bedanken. Denn es gibt allemal absolut keinen Grund, weshalb der zweifellos talentierte Rechtsfuß nicht wenigstens kämpfen kann…

So, wie es ihm unter anderen auch ein Tolgay Arslan vormacht. Der Junge, der mit Abstand den größten Sprung gemacht hat, seit Saisonbeginn. Arslan ist ballsicher. Er ist eben ein sehr guter Techniker. Aber für die Mannschaft sucht der völlig verdient zum U21-Nationalspieler berufene Rechtsfuß die Zweikämpfe im Mittelfeld. Arslan zieht sich nicht raus und noch weniger zurück. Und er gewinnt seine Zweikämpfe immer häufiger. Etwas, was bei Son einfach nicht zu erkennen ist. Son fällt durch Tore auf. Son ist schnell und schussstark. Aber Zweikämpfe führt er noch immer so, als habe er Angst. Auch deshalb sticht dem Zuschauer Arslan massiv ins Auge, während Son kämpferisch eher durch- als auffällt. Dass es am Läuferischen nicht liegen kann, beweist die Statistik (www.bundesliga.de), die besagt, dass Son mit 11,09 Kilometern gerade einmal 270 Meter weniger gelaufen ist als Arslan.

Oder man kombiniert beide Mängel – also Sons Defensivschwäche und Rudnevs fußballerische Schwäche und stellt Son einfach wieder in die Spitze. Denn, und auch das besagt die Statistik, Son absolviert mehr Sprints und intensive Läufe als Rudnevs, dem man genau das (neben Torerfolgen natürlich) als letzten Rechtfertigungsgrund für seine Aufstellung nachsagt…

Dennoch, ich sehe noch lange nicht so schwarz wie einige andere hier. Im Gegenteil: Ich glaube, die Verantwortlichen wissen um die Probleme und arbeiten im Hintergrund fieberhaft (an neuen Stürmern) daran. Und nur damit mich keiner falsch versteht, auch ich finde, dass die eine oder andere Personalie diskutabel ist. So, wie es hier bei uns passiert.

Bis morgen! Da geht’s wieder in die Vollen mit zwei Trainingseinheiten an der Imtech-Arena. Eine um zehn und die zweite um 15 Uhr. Ich freue mich darauf!

Bis morgen,
Scholle

243 Reaktionen zu “Aus zwei mach’ eins – kombinieren wir Son und Rudnevs!”

  1. Heerke sagt:

    Im Sturm genötigen wir jemanden, der mal einen Ball abschirmen und verteilen kann. Rudnevs rennt immer vogelwild durch die Gegend in der Hoffnung das jemand einen Ball durch die Gasse schickt. Keine unser Stürmer ist in der Lage einen hohen, längeren Ball abzufangen und zu halten. So ermöglicht man dem Mittelfeld auch nicht, nachzurücken. Wenn die Gegner das Mittelfeld um Badelj, Arslan etc zustellt gibt es aber andere Mittel als den langen Ball da die IVs sich auch nicht in Schwierigkeiten bringen wollen.
    .
    Auch gegen Freiburg gab es einige Scenen, in denen Badelj auf einen Doppel-Pass mit Rudnevs hoffte, der den Ball aber garnicht erst annahm. Wenn das Spiel flach und über das defensive Mittelfeld aufgebaut wird, gibt es mehr Möglichkeiten und das HSV-Spiel sieht flüssiger und strukturierter aus. Aber oftmals stellen die Gegner gleich zu.

  2. Ruedige Gleba sagt:

    Meier 2 sagt:
    13. November 2012 um 12:53

    Nee, schreibe hier nicht das erste Mal, aber hab mal Pause gemacht. Man kann mich nicht zerreissen – aber wat mut dat mut. Ich habe noch nie einen selbstgefälligeren und negativeren Blog als diesen erlebt.

    Zum Glück ist er nicht repräsentativ.

  3. JU aus Qu sagt:

    Heerke,13.31

    das Zuspiel in den Sturm ist nie so, das man den Ball sofort verarbeiten, siehe Rafa gegen Bayern.
    Rudnevs muss er lernen, wie es auch Paolo immer gut gemacht hat, mit dem Rücken zum Gegner stellen, Arme weit vom Körper, das keiner an ihn ran kommt, den Ball prallen lassen und bltzschnell vom Gegner lösen, um dann den Ball zu erlaufen, der vom Mitspieler über ihn und Gegenspieler weg gespielt wurde , alles nur eine Übungssache.

  4. Heerke sagt:

    Ju
    .
    Genau das meinte ich doch. Hohen Ball abfangen, unter Kontrolle bringen und abschirmen. Dann die Möglichkeiten suchen, um den Ball abzuspielen. Das sollte eigentlich jeder Stürmer können und Guerrero wurde dafür ja gefeiert. Dortmund’s System lebt davon.
    .
    Beim HSV besteht diese Möglichkeit nicht. Und auch ein von vielen gefordertes 4-4-2 mit Rudnevs und Son wird das nicht verbessern. Hier fehlt uns diese Qualität und es wird auch dauern, bis sich Trainer und Team die spielerische Variante erarbeitet haben.

  5. bopsi sagt:

    @ Ruedige Gleba
    Die Fouls von Scharner waren unnötig?
    Was hätte er machen sollen? Beide Freiburger allein auf Adler zulaufen lassen?
    Hätte er anders stören können? Schneller sein, abwarten? Letztlich musste er die Fouls dann nehmen.
    Grandios, andere an den Pranger stellen und dann selbst so eine Bewertung abgeben.
    Was für ein Blog!?
    Kampfeskraft und Einsatzwille wird mit Taktik gleichgestellt. Eine rote Karte ist gleichbedeutend mit dem Verlust jeglicher Siegchancen.
    Und derzeit wird hier eben nicht mehr wie früher an der Frisur, am Fuhrpark, an der Armbanduhr, etc. rumgemäkelt, sondern an dem was auf dem Platz geschieht.
    Das ist gut, sehr gut sogar.
    Derzeit gibt es keine Kritik “alles ist sch…”, sondern sie wird begründet.
    Hast du mehr zu bieten als “der Trainer braucht Zeit” oder “der Fisch stinkt vom Kopf …”?

  6. RSVGOE05 sagt:

    Thorsten sagt:
    13. November 2012 um 09:37

    Das er Beister weiter drinläßt, ist im Verhältnis zu Son nur fair. Der bekam auch viele Chancen, bis er endlich Tore gemacht hat. Und dann muss Beister die gleiche Anzahl bekommen.

    ————————————————————————————————————————————–

    Son ist schwach, war zuletzt ein Totalausfall. Aber da er, aus welchen Gründen auch immer, immer wieder spielen darf, muss jetzt der schwache Beister auch spielen, weil dass gegen über Son fair ist.
    .
    Tut mir leid, aber dieser Logik kann ich nicht folgen. Und bis Beister dann endlich Tore schießt, stehen wir vielleicht wieder auf einem Abstiegsplatz. Denn soviel Luft nach unten ist nämlich gar nicht.

  7. Rautenfan sagt:

    @Meier 2 12:53
    .
    Der “Gut-Fan” ist out?
    .
    Verd…t!
    .
    Was ist denn jetzt in?
    .
    Der “Böse-Fan”?
    Der “Dumm-Fan”?
    Der “Strohdumm-Fan”?
    Der “Trainer-bin-selber-viel-besser-Fan?”
    .
    Kann ich noch umschulen?
    .
    VHS? Betamax? Oder wo?
    .
    Ich will mich doch anpassen!
    .
    FINK RAUS, ARNESEN RAUS, HUNKE RAUS
    .
    Ihr seht, ich übe schon fleißig!
    .
    Nur der HSV ;-)

  8. bopsi sagt:

    @Ju
    Damit Rudnevs die Bälle ver- oder weiterverarbeiten kann, muß er sie erst einmal bekommen. Meist verliert er schon das Kopfball-Duell, was jetzt nicht unbedingt nur an ihm liegt.
    Hat er den Ball dann mal, hat er nicht die Möglichkeit sich eine Option auszusuchen, weil meist der Rückraum oder die Flügel nicht besetzt sind. Im Idealfall wären alle besetzt.
    Derzeit steht vdV zu tief, um den schnellen Doppelpass mit Rudnevs zu spielen.
    Das Problem der fehlenden Option wird dann richtig augenscheinlich, wenn die Aussen mal bis zur Grundlinie durchkommen. Meist ist dann nur Rudnevs im Zentrum, allein.
    Der Rückraum nicht besetzt, der Pass- oder Flankengeber hat damit nur eine Möglichkeit den Ball in die Mitte zu bringen, nämlich auf Rudnevs. Dieser muß sich entscheiden “kurz oder lang”, das ist intuitiv, auch von der Bewegung der/s Verteidiger/s abhängig, kann der Aussen aber nicht wissen, meist ist die Hereingabe dann nicht zu verwerten.
    Kein Vorwurf an einen der beiden.
    Vergleicht man das mit dem BVB, haben die meist 3 Optionen, kurzer Pfosten, langer Pfosten, Rückpass. Dahin sollten wir kommen.
    Ebenfalls trainierbar, bedeutet allerdings schnelles Umschalten, laufintensiv.

  9. slobocop sagt:

    wow, didi hat also eine ausstiegskausel für vereine aus der bundesliga im vertrag. sehr gewieft, der didi.

  10. lovemachine sagt:

    sobald es um fussballerische inhalte geht, wissen die “gut-fans” nicht, was sie schreiben sollen.

  11. Bubi Hönig sagt:

    Ich bin sehr froh, dass hier generell alle Vertragsinhalte unserer Spieler und Verantortlichen bakannt sind, wie auch die der Leute bei anderen Vereinen. So kann man sich doch viel leichter eine Meinung bilden!

  12. Hansinator sagt:

    Fink soll eine Rückkehrklausel nach Basel in seinem Vertrag stehen haben.
    Kann das jemand bestätigen?

  13. Ruedige Gleba sagt:

    bopsi sagt:
    13. November 2012 um 14:03 ….

    Du willst doch nicht ernshaft behaupten, dass das zweite Foul notwendig war? Jeder, der ein wenig vom Fußball versteht, hat gesehen, dass man diese Situation hätte anders lösen können.

    Zweitens maße ich mir nicht an, Profis Ratschläge zu unterbreiten, wenn ich das könnte, wäre ich selber ein erfolgreicher Trainer geworden. Dem ist aber nicht so. Natürlich kann und soll man emotional über den Sport diskutieren, aber ich empfinde zur Zeit diesen Blog in weiten Teilen zu negativ. Dass beim HSV noch viel Room for Improvement ist, kann auch jeder sehen. Aber es gibt auf der anderen Seite auch Verbesserungen, die man auch würdigen könnte

  14. bopsi sagt:

    @Ruedige Gleba
    Dann kläre mich doch auf, wie diese Situation in diesem Moment zu lösen gewesen wäre?
    Meiner Erinnerung nach, war hinter Scharner niemand mehr. Somit musste er das Foul nehmen.

  15. Bubi Hönig sagt:

    Da der Blog keine Pause kennt sollte man sich vielleicht selber eine solche verordnen. Nicht dass einen noch bestimmte Sichtweisen inspirieren und man diese noch übernimmt…

  16. Finsen sagt:

    bopsi, Scharner hat die Antwort doch selbst gegeben: “Es hätte die Möglichkeit gegeben, zurückzubleiben, aber ich habe als offensiv denkender Mensch den Zweikampf gesucht und bin zu spät gekommen. Schon während der Aktion wurde mir klar, dass ich eine falsche Entscheidung getroffen hatte, die Folgen haben könnte.”

  17. Heerke sagt:

    bopsi sagt:
    .
    Dann kläre mich doch auf, wie diese Situation in diesem Moment zu lösen gewesen wäre?
    Meiner Erinnerung nach, war hinter Scharner niemand mehr. Somit musste er das Foul nehmen.
    .
    Wenn dem so wäre, hätte Scharner glatt rot sehen müssen denn dann wäre es eine klares verhindern einer Torchance durch ein Foul.
    .
    Neben ihm standen Westermann, Jansen und Diekmeier war auch im vollen lauf aufm Rückweg. Es wäre durchaus möglich gewesen, die Situation ohne Karte zu klären.

  18. Schienbein sagt:

    Damit eins mal klar ist, wir sollten Son ins Tor stellen und schicken Adler an die Front! Herr Finkel, übernehmen Sie! :mrgreen:

  19. Dylan1941 sagt:

    bopsi sagt:
    13. November 2012 um 14:03

    @ Ruedige Gleba
    Die Fouls von Scharner waren unnötig?
    Was hätte er machen sollen? Beide Freiburger allein auf Adler zulaufen lassen?
    Hätte er anders stören können? Schneller sein, abwarten? Letztlich musste er die Fouls dann nehmen.
    __________
    Guck dir die Situation nochmal an.Da stehen 4 Hamburger (mit Scharner) gegen 2 Freiburger einer davon der gefoulte).Was hätte er anders machen können? Den Körper reinstellen,aber nicht wie ein E ugendlicher die Arme rausnehmen auf diese Art.Das war schon etwas dämlich und ungeschickt.Will ihn aber dafür nicht verurteilen.Das erste Foul sieht für mich unglücklich aus.So als ob er den Gegenspieler gar nicht foulen wollte…..

  20. bopsi sagt:

    @Finsen
    Selbst wenn er wegbleibt, rennt der Stürmer mit Tempo auf ihn zu, hinter ihm ist viel Raum.

  21. Schienbein sagt:

    Ich sach nix ohne mein Anwalt *würg*

  22. Neu-Ossi sagt:

    @ Bubi Hönig:
    13. November 2012 um 15:47
    Da der Blog keine Pause kennt sollte man sich vielleicht selber eine solche verordnen. Nicht dass einen noch bestimmte Sichtweisen inspirieren und man diese noch übernimmt…

    —————–
    Dieses Problem habe ich genauso gelöst – ‘ ist manchmal der Königsweg! :-)

  23. Kleiner_Engel_23 sagt:

    bopsi sagt:
    13. November 2012 um 14:37
    Endlich mal ein Kommentar mit dem ich (man) was anfangen kann, da er nicht global alles schlecht sieht oder zynisch ist und stimme diesem auch zu. Allerdings habe ich dazu eine ernst gemeinte Frage.
    Zum Schluss schreibst Du, dass diese 3 Optionen (kurzer Pfosten, langer Pfosten, Rückpass) trainierbar ist, dies aber schnelles Umschalten und laufintensiv bedeutet.
    .
    Was das laufintensive angeht, finde ich, hat sich diese Saison bei uns eindeutig was zum postiven verändert und wie ich neulich irgendwo gelesen habe, laufen wir im Schnitt über 120 KM pro Spiel. Ich habe mir jetzt mal als Vergleich unser Spiel gegen Augsburg sowie das Spiel Augsburg – BVB aus der Statistik gesucht. Wir sind 123,78 KM gegen Augsburg gelaufen, der BVB 120,47 KM. Somit waren es bei uns über 3 KM mehr. Würde also für den HSV sprechen. Wenn das schnelle umschalten leicht antrainiert werden kann, warum sollte der HSV (oder Fink) das nicht tun. Das sind doch Dinge, die einem normalen Fußballfan auffallen, dann muss es ein ehemaliger Buliprofi wie Fink, doch auch auffallen, oder nicht? Oder ist es evtl. schwer trainierbar und die Spieler können/wollen es nicht so umsetzen, wie er es fordert? Was denkst Du dazu?

  24. Finsen sagt:

    Aber er muss die Situation nicht zwingend mit einem Foul lösen. Er sagt selbst, er wäre zu spät in den Zweikampf gekommen (um den Ball zu spielen).

  25. hekto sagt:

    Anmerkung:
    Die Kieler Bloger treffen sich heute um 1930 Uhr in der Bazille…Buddy hören.
    Bereiten das Fussballhallenturnier des Blogs vor. Die letzten 2 Jahre wurde es bekanntlich von den Kielern gewonnen.

  26. bopsi sagt:

    @Kleiner_Engel_23
    Fink lässt das Abprallen und Doppelpassspielen ja üben, sehr lang sogar.
    Das Problem ist, im Training stehen Dummies, die bewegen sich nicht.
    Auch wird selten dann der weitere Spielzug trainiert, sprich Abschluss aufs Tor.
    Kommt der Pass an (vorbei an einem stehenden Gummikameraden), lässt der Stürmer austrudeln. So habe ich das zumindest in der Winter- und Sommervorbereitung verfolgt, wie es nun ist, weiß ich nicht.
    Oft genug wurde hämisch angemerkt (ausnahmsweise nicht von mir), dass die Gegner hoffentlich wissen, dass sie sich nicht zu bewegen haben.
    Auch ist schnelles Umschalten nicht unbedingt leicht trainierbar, du brauchst ja auch Spieler, die bereit sind Wege umsonst zu gehen, die geil sind auf den Torabschluss oder die Torvorbeitung, wie ein Reus z.B.
    Schau doch mal Beister an. Der will, das scheint mir gar keine Frage zu sein, aber er macht auf mich den Eindruck, dass er so damit beschäftigt ist in der Rückwärtsbewegung nichts falsch zu machen, dass ihm vorne die Handlungsschnelligkeit fehlt.
    Son spielt drauf los, versucht es einfach wieder und wieder. Verliert er den Ball, egal, er wird wieder anlaufen. Berg z. B. lässt den Kopf hängen.
    Das wichtigste scheint mir wirklich zu sein, diese 3 Optionen überhaupt mal zu haben. Wie es dann ausgespielt wird, das ist eine andere Frage, siehe z.B. das Spiel in Gladbach. In meinen Augen das beste unter Fink, leider wurden die Konter nicht gut ausgespielt.
    Hoffe, ich konnte es etwas rüberbringen.

  27. Rehbusch sagt:

    “Geht`s naus und spuit`s sie vor Euch her.” Dann klappt es mit drei Punkten. Und Finkel – sorry: Fink – bleibt.

  28. Kleiner_Engel_23 sagt:

    Ja, ich konnte es etwas nachvollziehen und ich glaube, Du sprichst den/die springenden Punkt(e) an, zumindest sehe ich das, als den/die springenden Punkt(e).
    Nämlich: Spieler, die bereit sind Wege umsonst zu gehen, die geil sind auf den Torabschluss oder die Torvorbeitung.
    Und ich habe das Gefühl, dass uns diese Eigenschaft immer noch etwas abgeht.
    .
    Erschwerend kommt hinzu, wie Du zu recht schreibst, dass z.B. ein Beister im Kopf noch zu sehr mit der Defensivtätigkeit beschäftigt ist, weil es ihm anscheinend noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen ist und dann fehlt es im in bestimmten Situationen, an Handlungsschnelligkeit. Und genau das ist, meiner Meinung das, was viele hier meinen mit, der Spieler xy braucht noch Zeit und ich bin der Meinung, als Trainer bist Du dann erstmal zum Zuschauen bzw. zum üben lassen, verdammt. Wenn ich Trainer wäre, wäre mir vermutlich schon 100 x der Geduldsfaden gerissen und daher ist es mir auch zu einfach, wenn immer der Trainer an allem (!) schuld sein soll.
    .
    Was die nicht beweglichen Gummikameraden angeht, ist die Frage, wie Klopp das in seinem ersten Jahr beim BVB umgesetzt hat? Hatte er evtl. Ersatzspieler, die bereit waren, sich im Training entsprechend reinzuhängen um dem Kollektiv zu helfen? Denn das es in Dortmund bewegliche Gummikameraden gibt, glaub ich eher weniger ;-)

  29. Eisenwilli sagt:

    moin,
    .
    ich muss sagen, ich hatte mir von dem genialen mittelfeld arslan, badelj und van der vaart auch wesentlich mehr offensivimpulse erhofft.
    .
    alle drei sind by the way auch exellente schützen aus der zweiten reihe. doch bis auf den lattenknaller von badelj gegen stuttgart kurz vor der pause und van der vaarts weltklassetor gegen gladbach, habe ich noch nichts gesehen. schade irgendwie.
    .
    doch scheint die baustelle “defensive” momentan oberste priorität zu haben, was ich auch sehr richtig finde.
    .
    dann darf man sich aber auch nicht wundern, dass unsere stürmer zu wenig futter kriegen. rudnevs wird nun mal an der anzahl seiner tore gemessen. wundert mich nicht, dass er manchmal zu eigensinnig abschließt, abschließen WILL.

    .
    beister und son hingegen kratzen derweil gewaltig an meinen nerven. aus den von dieter und scholle so trefflich beschriebenen gründen.
    .
    den scharner paul fand ich, wie gesagt, bis zu seinem unerfreulichen abgang richtig gut. doch leider hatte fink die gefahr des platzverweises nicht rechtzeitig erkannt. ganz im gegensatz zu uns hier im blog, die wir das spiel ebenfalls verfolgt hatten. auch für mich war es total absehbar, dass der ösi fliegt. wirklich bitter, denn der HSV spielte richtig gut und die führung war mehr nur eine frage der zeit.
    doch WIEDER einmal kam alles anders. doch – sehr positiv – sie gingen nicht unter.
    .
    jetzt gegen mainz also auf ein neues. positiv für mich: es steckt immer noch großes entwicklungspotential in der mannschaft.

  30. lovemachine sagt:

    “Hatte er evtl. Ersatzspieler, die bereit waren, sich im Training entsprechend reinzuhängen um dem Kollektiv zu helfen?”
    ……………………………………..
    was meinst du damit? die defensivspieler übernehmen im idealfall diese aufgabe.
    so wird gleichzeitig offensiv- und defensivverhalten trainiert.

  31. Horst Schlau sagt:

    @ scholle

    Guter Einstiegsblog !!!

    Also basteln wir (oder unser HSV !!!) uns den Sonevs !!! Und schon haben wir einen Topstürmer !!! ;-)

    Gruß horst

  32. bopsi sagt:

    @Kleiner_Engel_23
    Nun, die Abwehrspieler müssen ja auch Defensiverhalten trainieren. Es bedarf also keineswegs irgendwelchen Ersatzspielern.
    Das sind Laufwege, die tatsächlich automatisiert werden können.
    Da ich nicht in HH beim Training bin, kann ich nicht sagen, ob an diesen Automatismen gearbeitet wird.
    Da musst du dich an z.B. an JU oder Benno wenden.

  33. hekto sagt:

    Eisenwilli sagt:
    13. November 2012 um 16:48
    nüchtern betrachtet, konnte Fink in der Sache mit Scharner nur einen Fehler machen.
    Hätte er ihn vor der 2 Gelben rausgenommen und wir hätten im Anschluß 1 zu 0 verloren,
    wäre er auch der Depp gewesen.
    So aber hat die Mannschaft das Tor sauber gehalten und das mit 10 Mann.
    So oder so… Fink wäre hier immer schuld gewesen.

  34. Schienbein sagt:

    So oder so… Fink wäre hier immer schuld gewesen.

    ########################

    Dat stimmt so nicht, Frau Merkel ist Schuld :twisted:

  35. pwehsv sagt:

    Son und Rudi mixen…naja.
    Ich tue mich schwer, den Einsatzwillen am Samstag dazu zu verwenden, die schwachen Auftritte gegen Stuttgart, Fürth und Augsburg vergessen zu lassen.

    Die Beister-Problematik meine ich so auch bei Ilicevic gesehen zu haben, das eine tun ohne das andere zu lassen fällt wohl beiden schwer.

  36. Kleiner_Engel_23 sagt:

    bopsi sagt:
    13. November 2012 um 16:57
    Vielleicht lesen die beiden ja mit und geben dann Auskunft.
    .
    Irgendwie tue ich mich schwer zu glauben, dass Fink mit seiner langjährigen Profierfahrung, aber auch ein Co-Trainer wie Rahmen und Heinemann, solche Basics nicht trainieren lassen.

  37. Kleiner_Engel_23 sagt:

    Schienbein sagt:
    13. November 2012 um 17:03
    Völlig falsch.
    Es gibt nur einen der 100%ig an allem schuld ist und der heißt nicht Angela Merkel, sondern Bernd Hoffmann :mrgreen:

  38. bopsi sagt:

    @Kleiner_Engel_23
    Ich kann ja nicht sagen, ob Fink das überhaupt spielen lassen will.
    Wenn Fink z.B. ballbesitz-orientiertes Kurzpassspiel will, dann braucht er das nicht trainieren lassen.
    Und das ist doch einer meiner Kritikpunkte, was will Fink eigentlich?
    Jiracek wurde doch als 6er verpflichtet. Auf einmal spielt er linkes Mittelfeld.
    VdV sollte unser Spielmacher sein. Über ihn geht aber fast nix, die Bälle fliegen meist über ihn hinweg. Folglich lässt er sich fallen, damit er überhaupt mal am Spiel teilnehmen kann.
    Habe ich einen Ausnahmespieler wie vdV, dann stelle ich doch alles auf ihn ab, auch auf die Gefahr, dass er mal abgemeldet wird. Aber ein Könner wie er, wird immer seine Momente haben, man kann ihn unmöglich über 90 Minuten ausschalten.
    Und das hat meiner Meinung nach weniger mit nötiger Zeit zu tun, sondern mit einer grundsätzlichen Spielphilosophie.

  39. Kleiner_Engel_23 sagt:

    Was Fink will, kann ich Dir natürlich auch nicht beantworten, bin ja schließlich nicht Torsten Fink ;-)
    .
    Warum Jiracek auf links gespielt hat, habe ich auch nicht so ganz verstanden, aber von einigen hier im Blog wurde geschrieben, dass er das bei der EM auch gespielt hätte. Kann ich aber nicht bestätigen, da ich keine EM-Spiele schaue.
    .
    Was vdV angeht, war das in Freiburg sehr schön zu sehen. Nicht nur, dass er versuchte hinten die Defensive mit seinem Können zu stärken und den Abwehrspielern Sicherheit zu geben, auch versucht er, von hinten den Spielaufbau zu ordnen. Was gleichzeitig aber wieder doof ist, weil dann weiter vorne einer mit seinen Fähigkeiten fehlt. Irgendwie bräuchten wir wohl zwei vdVs :-)
    .
    Meine Hoffnung liegt darin, dass Fink die Spieler so hinbekommt, d.h. die Spieler hier auch mitziehen, dass vdV wieder vorne spielt und es hinten trotzdem rund läuft, weil alle ihr Können und ihr Vertrauen in sich selbst abrufen und dann werden wir auch das entsprechende Ergebnis auf dem Platz sehen. Aber selbst jetzt sehe ich trotzdem schon Verbesserungen gegenüber dem Saisonstart und möchte als leuchtendes Beispiel die “Wiederauferstehung” von Westermann anführen.

  40. alnipe sagt:

    hach,
    .
    die fischköpfe kotzen gerade. wird wohl nichts mit den 5 mio vom radkappenclub.
    KA soll wohl so etwas wie eine ausstiegsklausel im vertrag haben.
    .
    hoffentlich tut DIDI sich das nicht an.aber eigentlich glaube ich wg. seiner familie daran
    das er wieder nach norddeutschland zurück kommen wird.

  41. Blogfan sagt:

    bopsi sagt:

    13. November 2012 um 17:21

    ….genau das ist das Problem, aber schon seit einigen Spieltagen.
    Und es ist keine Besserung in Sicht, das Aufbauspiel wird immer wieder viel zu langsam
    gestaltet und im Anschluß nicht schnell in die Spitze gespielt, so wie es sich RvdV vorstellt.
    Das liegt nicht an Adler .. :-)

  42. Thorsten sagt:

    Jiracek auf LOM war der Verletzung von Illecevic geschuldet. HAt er bei der Em auch gespielt, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das linke oder rechte Seite war.

    Ich denke nicht, dass TF ihn da dauerhaft einsetzt oder einsezten will.

    Im Übrigen sehe ich es so, dass TF erstmal Absicherung nach hinten als primäers Ziel vorgibt. Dies würde auch das zögerliche Aufrücken der Außen erklären. Wenn ich denke, wie oft wir da letzte Saison ins offene Messer gelaufen sind, kann ich das auch nachvollziehen.

    Der Punkt ist wahrscheinlich, dass er nicht alle Dinge gleichzeitig ändern kann und sich für die entscheidet, die ihm wichtig sind, bzw. den Spielern klar vorgibt, wo sie im Spiel die Prioritäten setzen sollen. Halte ich auch für vernünftig.

    Sobald da mehr Sicherheit drinne ist, wird es auch vorne wieder fluppen. Und wie ich bereits schrob:

    Das Erarbeiten von Chancen ist m.E. deutlich verbessert. Momentan hapert es halt an der Chancenverwertung. Und sobald Basti und Rudnevs da etwas entspannter durch die Hose atmen, klappts auch mit den Buden!