Tagesarchiv für den 9. September 2012

Kühne und die Sorgen der “Matz-abber”

9. September 2012

Die Zeiten ändern sich. Alles ist im Fluss. Ständig. Und gelegentlich ist alles auch mit einem leicht dramatischen Hauch garniert. Letzteres allerdings gibt mir von Tag zu Tag mehr zu denken. In meinem Kopf steckt noch immer das Relegationsspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC. Was dabei auf den Tribünen und später auf dem Platz abging. Dann werde ich in meinen Gedanken nicht los, dass gewisse Teile des HSV-Anhangs (im Stadion) ihre eigenen Spieler auspfeifen. Angefangen bei Piotr Trochowski, weiter über David Jarolim, dann zu Heiko Westermann und Dennis Aogo. Was sind das für Fans, die ihre „eigenen“ Spieler so dermaßen kritisieren? Und der „Fall Pezzoni“ rundet dieses Bild in diesen Tagen noch ab: Kevin Pezzoni ist von Kölner FC-Hooligans an seiner Haustür und im Internet bedroht worden. Der 23 Jahre alte Abwehrspieler verließ daraufhin seinen Klub und erklärte, dass er gehofft habe, „dass sich die FC-Verantwortlichen hinter mich stellen und versuchen, mich zu schützen. Eigentlich sollte ein Verein dazu in der Lage sein, seine Spieler vor den Fans zu schützen. Das war in diesem Fall nicht so.“

Es ging nach diesem Vorfall ein Aufschrei durch die Fußball-Republik. Wer hat sich nicht dazu alles geäußert? Sie alle haben ihren Senf dazu abgegeben, nur ändern wird sich wohl kaum noch etwas. Der Karren scheint mir schon viel zu festgefahren. Wobei ich mich noch genau daran erinnern kann, wie ich einst, uns zwar im Jahre 1959, HSV-Fan geworden bin. Dass der Klub damals von Carl-Heinz Mahlmann geführt wurde, dem Bruder des Liga-Trainers Günther Mahlmann, das wusste ich erst einige Jahre später. Schatzmeister des Klubs war Karl Mechlen, mehr wusste ich von der damaligen Klub-Führung nicht. Das war mir auch zu unwichtig. Ich wollte Uwe Seeler, Gert „Charly“ Dörfel, Horst Schnoor, Klaus Stürmer, Jochen Meinke und Co Fußball spielen sehen. Für sie habe ich am Rothenbaum „HSV, HSV, HSV“ gebrüllt, oder „Uwe, Uwe, Uwe“ geschrien. Ich habe den HSV angefeuert, weil ich ihn siegen sehen wollte. Und weil sie alle meine Vorbilder waren, wenn ich als Straßenfußballer von morgens bis abends „gedaddelt“ habe.

An die Vereinsführung habe ich nie gedacht. Das lief. Ich war kein Mitglied, ich hatte absolutes Vertrauen in die Präsidenten-Etage – wenn ich überhaupt mal daran gedacht habe.
Gepfiffen habe ich gegen meinen HSV nie. Das kann ich beschwören. Natürlich gab es mal den einen oder anderen Spieler, der in Sachen Leistung ein wenig hinterher hinkte, aber ausgepfiffen? Deswegen? Nie! Was vielleicht, das will ich nicht verheimlichen, auch daran lag, dass der HSV ja meistens auch gewonnen hat. Er war im Norden die Nummer eins, wenn man an den Rothenbaum pilgerte, dann wusste man doch zu 95 Prozent, dass man mit einem Heimsieg nach Hause fahren würde. Deswegen waren Pfiffe natürlich auch nicht an der Tagesordnung.

Wobei ich auch ganz klar sagen möchte, dass ich keine unmündigen Fans haben möchte. Alle sollen, sollten und dürfen natürlich ihre Meinung sagen, aber dabei muss die Form gewahrt bleiben. Pöbeleien unterhalb der Gürtellinie, Drohungen usw. – das gehört niemals dazu, schon gar nicht in den Sport. Und wer etwas partout verändern möchte, der sollte sich dann doch mal anschicken, sich in ein Amt wählen zu lassen.

Grundsätzlich aber möchte ich noch zwei, drei Sätze zu dieser Fan-Problematik sagen:

Bitte lasst den Hass weg! Sobald Hass im (Fußball-)Spiel ist, ist die Sache total verdorben. Hass passt nicht, Hass geht gar nicht!

Warum ich das alles schreibe? Weil mir die jüngste Entwicklung Sorgen bereitet. Die Fans werden immer bestimmender, mitbestimmender, sie werden auch aggressiver gegenüber jenen Leuten, die den Klub führen. Passt einem Fan heutzutage die Nase des Vorstandsvorsitzenden nicht, so wird heftig kritisiert, gemeckert, gepöbelt, sogar gedroht. Eine ganz schlimme Phase, die der Profi-Fußball im Moment durchleben muss. Und ob dies alles nur eine Entwicklung des Internets ist, das wage ich noch zu bezweifeln. Sicherlich unterstützt die Anonymität des Netzes ein gewisses Fan-Un-Verhalten, aber damit ist das längst noch nicht alles erklärt. Trotz allem bin ich der Meinung, dass vieles in den Vereinen zu lange unter den Tisch gekehrt wurde, anstatt diese teilweise gefährlichen Entwicklungen mit dem nötigen Ernst zu betrachten – und ihnen zu begegnen. Ob es dazu nun schon zu spät ist? Ich glaube beinahe ja.

Es gibt aber auch Gegen-Beispiele. Oder Parade-Beispiele. Und über einen solchen Fall möchte ich heute berichten. Wir alle erinnern uns vielleicht noch an den „Fall Ruud van Nistelrooy“. Damals, als der Niederländer zum HSV kam, wussten es zwei „Matz-abber“ (und zwar „Eiche Nogly“ und „Jacek Dembinski“) schon zweieinhalb Tage eher als die Öffentlichkeit. Als der HSV davon erfuhr, baten sie diese beiden Herren, weiterhin Stillschweigen zu bewahren, um den Transfer nicht zu gefährden. Sie schwiegen. Und zwar so lange, bis es nicht mehr ging – dann stand es bei „Matz ab“ zuerst.

Über einen ähnlichen „Fall“ möchte ich heute schreiben. Vier „Matz-abber“ haben sich in den zurückliegenden Wochen nicht nur Sorgen um den HSV gemacht, auch nicht nur sehr, sehr große Sorgen um den HSV – sie haben auch gehandelt. Sie haben in meinen Augen etwas ganz Großes gemacht. Und etwas total Vorbildliches. Nachahmenswertes. Bilderbuchartiges. Nein, wirklich, vor diesen vier HSV-Fans ziehe ich den Hut. Werde es auch immer tun. Sie haben sich nämlich nicht nur um die drei großen Hamburger Buchstaben gesorgt, sie haben auch die Initiative ergriffen – sie haben gehandelt. Und wie! Bravo, kann ich da nur sagen, so sieht in meinen Augen das Verhalten eines echten HSV-Fans aus.

Diese vier „Matz-abber“ haben sich beraten, wie man den HSV vor dem Sturz in die Zweitklassigkeit bewahren könnte – und sie kamen zu folgender Lösung. Da sie wussten, dass das Verhältnis zwischen Vorstand und dem Mäzen, Gönner oder Sponsor Klaus-Michael Kühne ein wenig lädiert war, schrieben sie den Herrn Kühne kurzerhand (per Mail) an. Eine Bravourleistung!

Und die sah so aus:

Sehr geehrte Frau Lauble-Meffert,

ich wende mich an Sie, da Sie bei der Pressemitteilung von Herrn Kühne vom 13.07.12 bzgl. Rafael van der Vaart als Ansprechpartnerin genannt waren.
Wir hatten lange überlegt, ob wir an Herrn Kühne schreiben sollen, da wir ja nur ganz normale HSV-Fans/Mitglieder sind, aber da der aktuelle Vorstand unserer Meinung hier einen falschen Weg einschlägt und seit dem 13.07.12 nichts weiter passierte (zumindest wurde nichts öffentlich) wagen wir es doch, uns direkt an Herrn Kühne zu wenden.

Bestimmt erhalten Sie sehr viel Post für Herrn Kühne, aber wir möchten Sie trotzdem bitten, den angehängten Brief an Herrn Kühne weiterzuleiten und bedanken uns schon vielmals im Voraus.

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Die Mail der „Matz-abber“ werde ich nun nicht veröffentlichen. Die Antwort des Herrn Kühne (der die Mail der „Matz-abber“ auch an den HSV-Vorstand weiter geleitet hatte) kam postwendend – sie kam eigentlich sofort. Auch das ist in meinen Augen super und eine Klasse-Aktion. Herr Kühne schrieb den vier „Matz-abbern“ zurück:

Sehr geehr. . . ,

über Frau Lauble erhielt ich Kenntnis von Ihrer heutigen E-Mail, wofür ich Ihnen vielmals danke. Ich bin in der Tat auf der Suche nach geeigneten Wegen, um den HSV unterstützen zu können. Das Management macht es mir in seiner Entschlusslosigkeit nicht leicht; dennoch gebe ich nicht auf und wir sind uns darin einig, dass ein erstklassiger Mittelfeld-Regisseur gefunden werden muss, um das HSV-Spiel entscheidend zu verbessern. Es gibt mir Hoffnung, dass Sie das Interesse und Engagement der Mitglieder so deutlich dokumentieren. Eine möglichst zielführende „Mitgliederbewegung“ würde bei mir auf volle Sympathie stoßen.

Der Vereinsleitung habe ich des Öfteren vorgeschlagen, die Mitglieder dazu zu bewegen, wenn auch kleinste Beiträge für neue Spielerkäufe zu leisten, die ich dann von meiner Seite verdoppeln könnte. Leider hat der Vorstand diese Anregung nicht aufgegriffen; sie sollte vielmehr aus der Mitte der Mitglieder kommen. Eine entsprechende Initiative von Ihrer Seite würde ich sehr begrüßen.

Mit freundlichen Grüßen,

Klaus-Michael Kühne

Zeitgleich, fast zeitgleich, schrieben die „Matz-abber“ auch an den Boss des HSV-Aufsichtsrates, Alexander Otto. Dieses Schreiben ist nachstehend zu lesen:

Sehr geehrter Herr Otto,

mit Argwohn betrachten wir schon sehr lange die Entwicklung beim HSV. Als Außenstehender, der man als Mitglied trotz allem zwangsläufig ist, kann man all die Entscheidungen, die in den letzten Jahren getroffen wurden, nur mit Kopfschütteln zur Kenntnis nehmen.

Obwohl auch Sie seit Jahren dem Aufsichtsrat angehören, habe ich zu Ihnen sowie zu Ernst Otto Rieckhoff das meiste Vertrauen, weil sie beide nach vorn schauen und den HSV wieder dahin bringen wollen, wo er hingehört.

Ich habe Sie trotz Ihrer außerordentlichen Position im Geschäftsleben, sowohl letztes Jahr im Zillertal aus der Nähe erleben dürfen, wo Sie als Urlauber und sympathischer „Zeitgenosse“ anwesend waren, wie auch im Mai auf der Mitgliederversammlung, wo wir oben im Restaurant miteinander gesprochen haben, wie auch auf dem Podium, wo Sie ein ums andere mal, uns, rechts von Ihnen sitzend, Applaus gespendet haben für unsere Beiträge. Mit großer Ernttäuschung haben wir auch den Ausgang zu der Abstimmung bzgl. Verkleinerung des Aufsichtsrats aufgenommen und die daraus resultierenden Folgen.

Es ist schon hervorragend wie Sie sich, trotz Ihrer ganzen Ämter und den internen Querelen, um den HSV verdient machen, Campus, Ochsenzoll etc. und somit die eigene Familie vernachlässigen, das kann man nicht hoch genug anrechnen.

Wir, eine kleine „Clique“ von dem OFC „Matz ab“, möchten Sie mit diesem Schreiben darum bitten, das Sie mit Ernst Otto Rieckhoff, wenn es noch nicht passiert ist, das „leckgeschlagene Schiff“, Kühne/ Jarchow wieder „seetüchtig“ machen, weil wir es nur Ihnen zutrauen, in dieser verzwickten Situation klaren Kopf zu bewahren.

Sicher ist auch von Seiten Herrn Kühnes diese Sache etwas eskaliert, worauf man beim HSV verärgert reagiert hat, denn nicht jeder macht es mit dem Engagement so geräuschlos wie Sie. Trotz allem soll und darf man nicht so fahrlässig mit einem Gönner umgehen, egal wer und wen es betrifft.

Wir alle machen uns große Sorgen um den Einfluss des SC, der in diesem Fall, wie wir vermuten die Fäden zieht, wogegen auch Sie allein machtlos sind, hier muss ein Umdenken her. Sicher sollte ein Mäzen keinen Einfluss auf Spielerkäufe ausüben, aber die Festlegung von Herrn Kühne war ja nicht nur auf die Nr. 23 positioniert.

Wenn Sie, Herr Otto, diese Sache im Sinne von über 70.000 Fußball Mitgliedern in die Hand nehmen würden, von denen bestimmt über ? nichts mit dem Universalsportverein, noch mit dem SC am Hut haben, sondern ausschließlich nur guten und attraktiven Fußball in der ersten Bundesliga sehen wollen, dann würden sicher auch Ihre und die Vorstellungen von Ernst Otto Rieckhoff, für den HSV in die Tat umgesetzt werden. Wenn Sie das in den Griff bekommen, dann sind wir die ersten, die Ihrer Frau als Dank einen großen Blumenstrauß nach Hause bringen würden, als Dank für Ihren tollen Einsatz, im Sinne aller HSVer. Gerne würden wir uns auch in einem Gespräch mit Ihnen austauschen, falls Sie daran Interesse haben um evtl. auch zu erfahren, wie wir Sie unterstützen können.

Zu ihrer Kenntnisnahme, wir haben auch einen Brief an Herrn Kühne geschickt, um auch hier, wieder eine positive Resonanz für den (seinen/unseren) HSV zu erreichen – und haben auch sofort eine Antwort von Herrn Kühne persönlich erhalten. Gerne lassen wir Ihnen die entsprechende Korrespondenz bei Interesse zukommen.

Besten Dank schon einmal im Voraus.

Mit sportlichen Grüßen.

Auf die Antwort von Herrn Otto verzichte ich in diesem Fall, aber sie gab es, und zwar recht ausführlich. Sie gab es vielleicht auch deshalb, weil sich zu jener Zeit wirklich alle und jeder große Sorgen um den HSV machten. Zum Glück. Entweder haben die Herren noch ein spätes Einsehen gehabt, oder sie konnten dem druck der Anhängerschaft, der Experten und der Medien nicht mehr ganz so gelassen gegenüber stehen.

Es kam, was viele HSV-Fans erfreute – noch immer erfreut. Petr Jiracek wurde verpflichtet, und auch der „kleine Engel“, Rafael van der Vaart.
Nach diesem Transfer schrieben die vier „Matz-abber“ erneut an Herrn Kühne:

Sehr geehrter Herr Kühne,

mit riesengroßer Freude haben wir gestern Vormittag die Meldung verfolgt, dass Rafael van der Vaart beim HSV einen Vertrag unterschrieben hat und er wieder in Hamburg gelandet ist. Was ein Glückstag für den HSV!

Wir möchten Ihnen vielmals danken, dass sie während der schwierigen Zeit trotzdem das Gespräch mit den Herren vom HSV weiter geführt haben. Desweiteren natürlich, dass Sie dem Verein so tatkräftig finanziell zur Seite stehen.

Ihr Engagement, Ihre Geduld und Ihre Fokussierung zur Umsetzung des Transfers von Rafael van der Vaart werden wir Ihnen niemals vergessen und der Dank dafür kann gar nicht groß genug sein.

Herr Kühne, unserer Einschätzung nach haben Sie den HSV wieder den richtigen Weg gewiesen, VIELEN DANK!

Hochachtungsvoll . . .

Auch ich sage vielen Dank. Allen Beteiligten. Und vor allen Dingen den vier „Matz-abbern“, die nicht (nur) gemeckert haben, sondern die handelten. Aus Sorge um die Zukunft des HSV. So sollte es eigentlich sein.
Danke.

Den vier „Matz-abbern“ habe ich diesen Bericht vorab zum Lesen gegeben, damit sie wissen, dass ihre Namen dabei nicht erscheinen. Das wollten sie nicht, weil es, wie sie mir sagten und schrieben, „hier nicht um persönliche Eitelkeiten oder Selbstbeweihräucherung geht“.

So sehe ich das auch.

Zum guten Schluss noch eine Meldung in Sachen HSV-Finanzen, von denen ich zuletzt ja schon berichtet hatte, dass der Klub durch den Van –der-Vaart-Transfer mächtig unter Druck gerät. Es wäre normal nicht mehr eine Million in der Kasse gewesen, nun aber – das darf sich jeder selbst ausrechnen – sind gleich „Millionenden“ aktiviert worden. Dazu gab der Vorstands-Vorsitzende ein Radio-Interview:

Der Vorsitzender Carl-Edgar Jarchow vom HSV sieht die hohen Transferausgaben in dieser Saison als Risiko an. „Das belastet mich, damit tue ich mich auch nicht leicht“, sagte Jarchow dem Radiosender NDR 90,3. Rund 24 Millionen Euro hat der Verein in neue Spieler investiert, obwohl er seit zwei Jahren rote Zahlen schreibt. Der Unterschied zu den Vorjahren sei jedoch, dass alle Spieler – außer vielleicht Rafael van der Vaart – in einem Alter seien, „wo sie zukünftig auch noch einen Wert für den Verein haben werden“.

Der Klubchef bestätigte, dass die Verpflichtung van der Vaarts für 13 Millionen Euro den HSV tief in die roten Zahlen reißen werde. „Das fürchte ich, ja. In der Tat“, meinte Jarchow.

Den in den vergangenen Tagen heftig kritisierten Sportchef Frank Arnesen nahm Jarchow in Schutz. Arnesen war unter anderem vorgeworfen worden, durch die Hinzuziehung eines weiteren Beraters eine überhöhte Ablösesumme für den Kroaten Milan Badelj von Dinamo Zagreb gezahlt zu haben. Jarchow: „Aber wir haben den Spieler, und, da sind wir uns im Vorstand einig, zu absolut vertretbaren Konditionen.“ Der Kroate soll 3,5 Millionen Euro gekostet haben. Mit Arnesen hatte sich der Aufsichtsrat in einer neunstündigen Mammutsitzung beschäftigt.

Vorwürfe an Arnesen, die Jarchow unterstellt werden, seien ein Missverständnis. Die Kritik an der Transferpolitik der vergangenen Wochen betreffe den gesamten Vorstand, meinte Jarchow. „Insofern habe ich mich auch selbst gemeint. Ich habe bestimmt nicht Kritik an Frank Arnesen üben wollen, das ist eine reine Interpretation.“

Dann war da noch das Legenden-Spiel Hamburg gegen Deutschland. Die Hanseaten verloren auch in diesem Jahr, zwar nicht so hoch wie im Vorjahr (1:6), sondern nur 1:2, aber eben wieder eine Niederlage. Daran hat sich Hamburg offenbar schon gewöhnt. Das Tor der Elb-Auswahl erzielte Sergej Barbarez, 1:2 stand es bereits zur Pause. „Es war wie ein Klassentreffen“, befand Lothar „Loddar“ Matthäus.

PS: An diesem Montag wird im Volkspark nicht trainiert.

17.27 Uhr