Tagesarchiv für den 6. September 2012

Das B-Team führte die Stars vor

6. September 2012

Das war munter. Im heutigen Training ging es zur Sache. Beim abschließenden Spielchen. Da war Feuer drin. Es spielten sieben gegen sieben. Ein (A-)Team mit Rene Adler, Heiko Westermann, Frank Heinemann, Dennis Aogo, Robert Tesche, Rafael van der Vaart und Marcell Jansen, das B-Team mit Tom Mickel, Lennard Sowah, Janek Sternberg, Dennis Diekmeier, Michael Mancienne, Tolgay Arslan und Heung Min Son. Letzteres Team siegte mit 7:3! Die Torfolge: Aogo 1:0, Diekmeier 1:1, Sternberg 1:2, van der Vaart 2:2, Son 2:3, Sowah 2:4, Westermann 3:4, Sowah 3:5, 3:6 Diekmeier und 3:7 Arslan. Bei diesem letzten Treffer aber hatten sich die Stammkräfte schon ergeben, einige Herren hatten da schon das Fußballspielen eingestellt – weil sie ob der Vorführung durch die „Namenlosen“ zu frustriert waren. Rene Adler machte zum Beispiel keinerlei Anstalten mehr, den Ball des frei vor ihm auftauchenden Tolgay Arslan noch halten zu wollen – Co-Trainer Patrick Rahmen machte dem Spuk ein Ende und pfiff ab.

Zuvor hatte es viele Torschüsse gegeben, und auch lange sowie intensive Anweisungen des Trainers. Thorsten Fink ließ die Viererkette üben, wie stehe ich, wie verschiebe ich, wie greife ich richtig und rechtzeitig an? Der Coach nahm sich sehr viel Zeit, um seine Vorstellungen an den Mann zu bringen.

Es ist ja ohnehin nur das „letzte Aufgebot“, was sich im Volkspark noch die Füße „vertritt“, erst in einer Woche ist die Mannschaft dann wieder – nach den Länderspiel-Einsätzen – komplett, sodass dann auch wieder mit der gedachten Anfangsformation für das Frankfurt-Spiel am Sonntag (Anpfiff 17.30 Uhr) geübt werden kann. Was heute auffällig war: Son überzeugte viele Kiebitze mit einer quirligen Leistung als Spitze. Das wäre doch einmal ein Versuch wert. Wobei ich nichts, aber auch überhaupt nichts gegen Artjoms Rudnevs gesagt haben möchte – an dem sollte Thorsten Fink nun erst einmal festhalten, damit er zeigen kann, was er so drauf hat.

Sollte aber einmal auch eine zweite Spitze benötigt werden, so wäre Son durchaus eine Alternative, denn er ist schnell und er ist auch kaltschnäuzig vor des Gegners Tor. Rechts draußen hat Son bislang relativ wenig gebracht, da setzte er sich weder als Vorbereiter noch als Stürmer mit einem vernünftigen Abschluss in Szene. Wobei ich rechts dann doch lieber Maximilian Beister sehen würde, weil der den Weg von außen zum Tor doch ein wenig besser kennt – so hat er in Düsseldorf immerhin zwei Jahre gespielt. Und zwar recht erfolgreich. Allerdings auch „nur“ in Liga zwei. Und ich habe zuletzt immer wieder Stimmen gehört, die sagen, dass es einen gewaltigen Unterschied zwischen Liga eins und Liga zwei geben soll. Nun ja, immerhin schießt Beister ja auch Tor für die deutsche U-21-Nationalmannschaft. Vielleicht auch an diesem Freitag in Rostock, wenn es um 18 Uhr gegen Weißrussland geht.

Übrigens wurde heute bereits um neun Uhr im Volkspark geübt, denn mittags ging es für einige Spieler zum Golfen.

An diesem Freitag wird der HSV ja auch noch ein Testspiel bestreiten. Morgens ist um 10 Uhr Training, um 18.30 Uhr erfolgt dann der Anstoß in Niendorf, wenn der HSV gegen den Oberliga-Klub TSV („uns Scholle“ ist dort Manager) antritt – mit Rafael van der Vaart. Die Partie ist mit 3000 Zuschauern fast ausverkauft, einige wenige Rest-Karten gibt es tagsüber noch im „Adyton“ (Sachsenweg 78) und bei „Sport und Mode Niendorf“, Tibarg 38.

Und dann noch der Hinweis für den „Tag der Legenden“ am Millerntor. Wer über seinen Schatten springen kann, der möge das Stadion auf St. Pauli aufsuchen, es gibt am Sonntag von 12 bis 17.30 Uhr Fußball für einen guten Zweck. Die Einnahmen kommen dem von TV-Moderator Reinhold Beckmann ins Leben gerufenen Verein „Nestwerk“ zu Gute; mit dem Geld werden Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche aus den strukturell benachteiligten Hamburger Stadtteilen finanziert.

Aus der HSV-Geschichte sind immerhin eine Menge von großen Spielern mit von der Partie, so sind zu nennen Barbarez, Beinlich, Cardoso, Doll, Fink, Golz, Groth, Ailton, Hollerbach, Hoogma, Hartwig, Hrubesch, Kaltz, Marin, Präger, Reinke, Rolff, Schnoor, Seeler, Töfting, Wehmeyer, Kovac, von Heesen, Reinhardt und natürlich auch Hermann Rieger, eventuell auch Felix Magath. Für Deutschland sind – neben anderen – Matthäus, Rummenigge, Balakov, Bobic, Buchwald, Sammer, und viele mehr im Einsatz.

Bereits einen Tag zuvor, nämlich am Sonnabend, tritt die Fußball-Traditionsmannschaft des HSV in Fallingbostel gegen eine Traditionself von Ajax Amsterdam an. Zum HSV-Team zählen Sergej Barbarez, Roy Präger, Nico Hoogma, Jochen Kientz und Stig Töfting. Das Spiel ist Bestandteil der Feierlichkeiten zum 125. Vereinsjubiläum. Anstoß im Heidmark-Stadion ist um 15.30 Uhr. Im Vorfeld der Partie wird eine Typisierungsaktion der Deutschen Knochenmarkspenderdatei angeboten. Dabei können sich Zuschauer als Stammzellenspender registrieren lassen.

19.13 Uhr